Keine emotionale Bindung zum Partner mehr? Das könnt ihr nun tun!
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Emotionale Verbundenheit ist kein lebendiges Gefühl, das sich aus der ersten Liebe ergibt, sondern ein tiefes, ausdauerndes Gefühl der Zugehörigkeit, das aus gemeinsamen Lebensmomenten, Vertrauen und tiefen Gesprächen entsteht. Im Laufe der Zeit kann diese Verbindung durch Alltagsverletzungen, fehlende Wertschätzung, routinierte Gewohnheiten oder berufliche Belastungen verschwinden – häufig zeigt sich das in sprachlichen Abgrenzungen oder dem Mangel an authentischen Gesprächsinstanzen. Ein entscheidender Faktor ist die fehlende emotionale Wärme, wie zum Beispiel bei der mangelnden Kommunikation über den eigenen Tag oder Gefühle. Besonders bei Paaren mit Kindern oder gemeinsamem Business wird die Liebesbeziehung oft hinter den beruflichen oder familiären Prioritäten zurückgedrängt. Die Wiederherstellung dieser Verbundenheit erfordert nicht nur Klarheit über die Ursachen, sondern auch bewusste, tiefgründige Momente, die Raum für gemeinsame Erfahrungen schaffen – wie z. B. einfachen, bewussten Augenblicken im Alltag. Obwohl die Heilung Zeit braucht und nicht sofort erfolgt, kann die emotionale Verbundenheit durch Reflexion, Veränderung von Gewohnheiten und gemeinsame Entscheidungen wieder entstehen. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass viele Paare zunächst Klarheit suchen, statt sofort die Beziehung zu retten – denn nur so kann ein fundiertes, nachhaltiges Fundament geschaffen werden, das die emotionale Verbundenheit langfristig sichert.
Wann hast du dich das letzte Mal zu mir emotional verbunden gefühlt?
Das ist eine gute Frage, gerade eben, also jederzeit. Wie meinst du die Frage?
Ich meine, jetzt fällt dir ein Moment ein, wo du sagst, da war die emotionale Verbundenheit, dass du sie besonders gespürt.
Besonders gespürt? Ich hatte zufälligerweise gestern Geburtstag, gestern, da haben wir natürlich was Besonderes zusammen unternommen.
Also immer in den Momenten, die man im Nachhinein als Lebensmomente vielleicht so auf seiner Zeitlinie besonders positiv in Erinnerung hat.
Andersrum vielleicht auch in den vielleicht schlechteren Zeiten, wo man aber dann diesen Switch macht.
Also entweder in dem Moment, wenn man zusammen für was traurig ist oder sowas.
Oder in dem Switch, wenn man diese Phase überwunden hat.
Wenn irgendein Thema geklärt ist und man in die Erleichterung kommt und sagt,
gut, dass wir diese Phase jetzt zusammen geschafft haben.
Wir wollen in dieser Folge nämlich über emotionale Verbundenheit sprechen.
Was kann man tun, wenn einem diese in der Partnerschaft fehlt, wenn man diese vermisst und diese wiederherstellen möchte?
Du bist im Podcast der Lebensidealisten gelandet. Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Emotionale Verbundenheit, das sind große Worte, finde ich.
Und viele beschreiben das im Coaching gerne mit so einem Gefühl, was man gar nicht so leicht einfach beschreiben kann.
Also eher etwas, was ein Gefühl ist von Zugehörigkeit.
Für viele Menschen ist es Vertrauen.
Es ist so, dass. Ein Gefühl durch viele Lebensmomente und Erfahrungen mit dem anderen verbunden zu sein.
Dass man das Gefühl hat, man kann das Gefühl lesen von dem anderen, man kann sich verbinden, man kann da so andocken.
Anders wie zum Beispiel dieses Gefühl von ganz am Anfang verliebt sein, diese Leichtigkeit, dieses man weiß nicht was passiert, natürlich auch das Abenteuer,
ist diese emotionale Verbundenheit doch schon was Tieferes, wozu es bei vielen Menschen eine Zeit lang auch eine Beziehung braucht,
um diesen Status zu erreichen.
Ich würde sagen, emotionale Verbundenheit ist etwas wie der Kleber in der Beziehung.
Man kann sich auch lieben, ohne sich emotional verbunden zu fühlen, aber nur eine Zeit lang.
Dann lässt die Liebe irgendwann nach.
Deswegen würde ich sagen, diese emotionale Verbundenheit, der Kleber und auch das, was uns zusammenführt und uns zum engen Liebespaar macht,
aber auch die Liebe am Leben hält, dass diese Verbundenheit einfach da ist.
Genau, wenn man merkt, dass diese Verbundenheit nachläuft.
Und wenn es der Kleber eben ist, dann merkt man, dass das Wir-Gefühl nachlässt und man auseinander geht.
Das beschreiben wir auch manchmal so, dass wenn wir daran arbeiten, man enger zusammenrückt in der Arbeit miteinander.
Und vorher ist man dann vielleicht auseinandergerückt und merkt dann eher ein Ich-Du-Denken.
Ich finde, das wird manchmal ganz besonders präsent, wenn ein Paar zusammen da ist.
Und der eine sagt zum Beispiel sowas wie meine Kinder, obwohl der andere direkt daneben sitzt und nicht unsere Kinder.
Oder der Nächste sagt dann mein Auto oder mein Haus, was ich gebaut habe und nicht unser Haus, was wir gebaut haben.
Da merkt man häufig schon, dass im Sprechen das einfach sich schon trennt irgendwie.
Und da gar nicht mehr diese emotionale Verbundenheit, dieser Kleber so da ist.
Man ist so ein bisschen in seinen Abteilungen.
Ja, diese Lücke.
Eine Lücke zwischen zwei Menschen, die sich, wie du schon sagst, sprachlich dann häufig zeigt.
Auch sprachlich von Erzählungen, von Geschichten.
Da wird es auch nochmal klarer.
Wenn man denken würde, da sind zwei Menschen getrennt voneinander unterwegs, obwohl sie das gleich erlebt haben.
Und das zeigt dann einfach ein instabiles Fundament mit vielen Rissen.
Also mit vielen Kleinigkeiten, aber auch mit großen Sachen, die passiert sind, die die Beziehung verändert haben nachhaltig.
Und da kann die Ursache auch ganz unterschiedlich sein.
Also es gibt nicht die eine Ursache, wo man sagt, aufgrund dieser Sache ist jetzt die emotionale Verbundenheit komplett zerstört.
Es gibt natürlich klassische Dinge, wie zum Beispiel Fremdgehen, Affäre, Fremdverlieben.
Dieser Themenblock ist natürlich eng mit der fehlenden emotionalen Verbundenheit so connected.
Aber es können auch Kleinigkeiten sein im Alltag.
Viele kleine Verletzungen, die sich angesammelt haben, wo man sagt, jetzt mache ich mein Ding hier alleine.
Ich bin so verletzt, ich kann das gar nicht mehr zulassen, diese Nähe.
Ich glaube gar nicht mehr, dass du etwas Gutes für mich möchtest.
Deswegen mache ich es lieber gleich alleine.
So eine Frontenbildung auch häufig leider mit Kindern zusammen.
Und da geht es natürlich darum, jetzt mal in dieser Folge drauf zu schauen, warum kann diese Bindung so auseinander gehen?
Obwohl man ja noch ein Liebespaar ist, man ist ja nicht getrennt.
Und wie kann man eine Situation so für sich ändern, dass man die emotionale Verbundenheit wieder spüren kann?
Vielen Dank.
Ich hoffe, dass ihr bis zum Ende gehört habt und habt das Gefühl, sie hat euch weitergebracht.
Vielleicht habt ihr auch schon ein paar andere Folgen von uns gehört.
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Das Problem ist häufig, wenn die emotionale Verbindung. nachlässt.
Also wenn man das Gefühl hat, wir sind nicht mehr als Liebespaar eng miteinander verbunden, dann gibt es häufig auch keine Zugehörigkeit mehr.
Und da sind wir so bei Verletzungsarten halt, dass es eine starke Verletzung macht, dass ich mich vielleicht ausgeschlossen gefühle von dir in bestimmten Lebensbereichen,
dass ich das Gefühl habe, ich werde nicht informiert, du machst einen Plan alleine ohne mich oder teilst mir den nur noch am Ende mit.
Das ist häufig etwas und auch sehr häufig der Punkt fehlende Wertschätzung.
Wertschätzung, Anerkennung, Respekt.
Dieses Gefühl zu haben, du redest nicht wertschätzend mit mir, du gehst nicht wertschätzend mit mir um, wir haben kein liebevolles Miteinander mehr.
Es ist alles sehr funktional, wir verwalten unser Leben, wir streichen unsere To-Do-Listen gegenseitig so ein bisschen ab.
Aber es gibt nichts zwischen uns, was uns emotional verbindet.
Wir kommen nicht in die Tiefe in Gesprächen.
Es ist vielleicht auch ein bisschen der Respekt verloren gegangen in einigen Konfliktsituationen.
Und man lebt einen Alltag miteinander.
Ja, wie ein gutes Team aufgebaut ist.
An der Spitze passiert es dann, dass gerade die Frauen häufig berichten, dass sie sich wie alleinerziehend in der Beziehung fühlen.
Das ist so ein ganz starkes Merkmal, dass da einfach so die Unterstützung und damit auch die emotionale Verbundenheit fehlt.
Das Nachfragen, das ehrliche Nachfragen, wie war dein Tag, wie ging es dir heute, wie hast du dich gefühlt, wie ist die Energie gerade.
Also dieses Ankommen miteinander und ein echtes, aufrichtiges Interesse an dem Tag und den Gefühlen des anderen haben.
Wenn das auch nicht mehr da ist, dann passiert ja auch so dieses Unverständnis für den Tag und die Anstrengung des anderen.
Was ja auch dann diese Distanz wieder mit sich bringt, wo jeder nachher ein Stück weit auf sich selber guckt und sagt, ja, ich kann auch nichts mehr übernehmen, mein Tag ist so voll.
Man gar nicht so weiß, was beim anderen losgeht.
Und warum diese Bindung gehen kann, kann ja auch ganz verschiedene Ursachen haben.
Also eine Ursache kann sein, dass es gerade eine andere Priorität gibt, typischerweise so etwas wie Kinder kommen dazu, es gibt einen Jobwechsel.
Und dass dann die Priorität so stark auf dem anderen Thema liegt, dass man sich nicht mehr bewusst emotional verbinden kann.
Also man ist ja schon noch zusammen und verbringt Zeit zusammen, aber es gibt wenig Momente in Zweisamkeit.
Wo halt dieses Gefühl von der Emotionalität entstehen kann.
Das ist ein häufiges Missverständnis zwischen Männern und Frauen.
So erlebe ich das, dass die Männer sich verbunden fühlen, wenn man zusammen Zeit verbringt.
Und die Frauen was anderes brauchen häufig, nämlich diese qualitativ tiefgründigen Gespräche und so weiter.
Und dass da häufig eine Differenz entsteht in diesem Gefühl der emotionalen Verbundenheit und was genau wird gebraucht,
um sich emotional verbunden zu fühlen.
Da hatte ich jetzt schon zweimal in den vergangenen Coachings, dass die Erkenntnis war,
ich muss also, obwohl das für mich gar nicht wichtig ist, muss ich nochmal von meinem Tag und meinen Gefühlen berichten,
weil das für die Frau wichtig ist, das zu erfahren, um emotional an meinem Leben teilzuhaben.
Auch wenn ich eigentlich gar nicht das Bedürfnis habe, für mich davon nochmal zu berichten, was heute passiert ist.
Das hatte ich gerade vor ein paar Wochen im Coaching, da sagte die Frau,
dass sie das sehr schade findet am Abend, dass keine tiefen Gespräche geführt werden können.
Also dass alles sehr oberflächlich ist.
Und dann war der Mann wirklich sehr überrascht und hat gesagt,
wieso, wir sitzen doch jeden Abend, wenn die Kinder schlafen, noch eine Stunde auf der Couch.
Sagt sie, ja, und was erzählst du mir dann?
Ja, ich erzähle von meinem Tag.
Und er ist Arzt und sagt sie, ja, ich habe das Gefühl, wir machen eine Übergabe wie im Krankenhaus.
Es fehlt nur noch, dass du seinen Block rausholst und mir die Punkte mitteilst.
Weil sie meint, du gehst durch den Tag, ja, dann bin ich im Krankenhaus angekommen und dann war das Ganze entspannt.
ich das Frühstück um halb zehn gemacht und dann war das
so und so, dann die erste Operation am Mittag
und dann am Nachmittag.
Und sie sagt, das ist ja wie, als wenn ich so ein Protokoll von jemandem lese, was du aussprichst.
Du sagst mir aber nicht, wie du dich wirklich gefühlt hast,
was du vielleicht noch am Wochenende mit uns machen möchtest, worauf du dich freust.
Also irgendwie was Privates dazu.
Und das war ihm überhaupt nicht bewusst.
Er meint, naja, aber das ist ja das, was an dem Tag konkret passiert ist,
worüber wir uns abends austauschen.
Du hast ja nicht gesagt, dass du allgemein sprechen möchtest.
Also da war, wie du schon sagst, so ein Missverständnis von Austauschen.
Damit natürlich auch von der Tiefe.
Das andere Missverständnis an der Stelle ist häufig, auch dann eher wieder beim Mann,
auch bei, andersrum manchmal, bei eher sehr rationalen, ambitionierten Frauen passiert das auch,
in Richtung des Mannes dann, dass sie Dinge nicht berichten, weil die sehr fachlich sind.
Zum Beispiel haben sie eine große Problemstellung,
wo sie noch keine Lösung für haben und sind dadurch emotional belastet.
Dann berichten sie aber von der Problemstellung.
Und gleichzeitig auch den Emotionen nicht, weil sie sagen, ich kann ja keinen Ratschlag und keine Hilfe erwarten.
Also das heißt, der andere kann mir ja bei meinem sachlichen Problem, bei der Lösungsfindung gar nicht helfen.
Warum soll ich davon jetzt erzählen?
Und da den Switch zu bekommen, dass es aber um eben diese emotionale Herausforderung geht,
dass der andere vielleicht dabei unterstützen kann, das Gefühl begleiten kann,
dass er dann empathisch sein kann und Verständnis dafür hat, dass das gerade eine schwierige,
schwierige Situation da ist, dass Druck da ist, weil eine Deadline vielleicht da ist und so weiter.
Und emotionale Verbundenheit kann auch natürlich nur entstehen,
wenn es auch einfach die Momente gibt, wo so etwas ausgelebt werden kann.
Also diese gemeinsame Zeit oder auch dieses liebevolle Miteinander,
wenn wir dann so bei den Sprachen der Liebe, also da eine Sprache Liebe ist ja auch die der emotionalen Worte,
also dass man ausspricht, was man fühlt der anderen Person gegenüber.
Aber da brauche ich natürlich auch den Moment für.
Wenn mein Leben so getaktet ist, dass das alles wiederkehrend funktional ist
und man von Wochenende zu Wochenende lebt und man denkt nur so,
Gott, es ist Freitag, wir haben die Woche überstanden, alle sind gesund,
dann hat man auch kein Auf und Ab mehr im Leben im positiven und auch negativen Sinne,
was ja auch Emotionen auslöst, sondern man lebt in seinem Trott.
Und das ist ja genau das, was wir Menschen eigentlich wollen.
Wir wollen ja Lebensmomente haben, wo wir meinen,
wir wollen mal die Luft anhalten und sagen so, oh, war das schön.
Und das ist so was ganz Besonderes.
Wir hatten das ja gerade, du sagtest von gestern Abend,
du hattest gestern Geburtstag, wir waren mit der Familie unterwegs
und da gab es so ein, zwei Momente, wo alle sich so anstrahlten
und wo wir ja die Zugehörigkeit sehr stark gemerkt haben,
wo wir das untereinander gemerkt haben, wo wir alle wussten,
es ist so ein besonderer Lebensmoment, so ein Moment, wo man ein Foto macht,
aber auch im Gefühl das irgendwie so abspeichert im Herzen.
Und das macht es aus.
Und das muss jetzt nicht immer was ganz Großes sein.
Das kann auch einfach. Ein Kleinigkeitssein, ne?
Ich erinnere mich da heute Morgen zum Beispiel an eine Situation,
als ich durch so ein Treppenhaus ging und da saßt du mit unserem Sohn
auf so einer Bank nebeneinander und ihr habt euch was angeguckt
und ich habe so auf euch runtergeguckt aus dem Treppenhaus
und habe euch da sitzen sehen, ich habe auch noch ein Foto gemacht
und fand die Situation so schön, wie ihr da saßt
und wie ihr so euch die Sachen geguckt habt.
Und da ist auch so ein Gefühl von Verbundenheit, von Liebe,
von Zugehörigkeit entstanden bei mir.
Und ich dachte so, ja, das speichere ich in meinem Herzen jetzt ab.
Und wie du schon sagst, diese Momente brauchen Raum.
Dass man dafür Zeit hat, gemeinsame Momente hat,
eben nicht am Sonntag einen Haken hinter der Woche macht und sagt,
puh, wir haben überlebt, sondern auch wirklich den Haken macht und sagt,
wir haben das Pflichtprogramm absolviert,
so effektiv und effizient wie möglich,
um uns wirklich Zeit, Freiräume zu erschaffen,
in dem wir als Paar, als Familie, vielleicht auch einzeln, Zeit für uns haben.
Was mir in letzter Zeit auch häufiger begegnet
und auch eine Gefahr ist für die emotionale Verbundenheit,
ist tatsächlich ein gemeinsames Business haben.
Denn tatsächlich hatte ich jetzt wieder einige Paare
in den Kennenlerngesprächen,
die auch dann ganz gerne bei mir landen, wenn es ums Business geht.
Die berichteten, dass sie dann eben am Tag,
gerade wenn noch keine Kinder da sind, 12 bis 14 Stunden arbeiten.
Und in den Auszeiten auch natürlich,
über das Business sprechen.
Und dass dann immer mehr eine funktionale Businessbeziehung wird,
die sich immer mehr beruflich anfühlt
und diese partnerschaftliche Beziehung,
diese Liebesbeziehung immer mehr in den Hintergrund rückt.
Und ich musste dabei an das Elternpaar werden denken.
Gerade wenn man so Elternpaar wird,
dann rückt ja auch die Liebespaarbeziehung
ein bisschen in den Hintergrund.
Und man musste sich dann wieder etwas erarbeiten und zurückholen.
Und das ist, wenn man gemeinsam ein Unternehmen gründet,
übernimmt und dann wieder etwas erarbeitet.
Kauft, der eine mit Eintritt ins Unternehmen und mit dazukommt.
Dann ist das auch so, dass man erstmal da ja so Kollegen vielleicht wird,
Businesspartner wird, gemeinsame Gesellschafter wird.
Hat also eine ganz neue Ebene in der Beziehung
und muss aufpassen, dass das Liebespaar erhalten bleibt.
Oder wenn man sich eben darauf committet und sagt,
wir gründen hier ein Startup, das ist so wichtig für uns,
das erfüllt uns mit Sinn und hat eine große Vision dahinter,
zu sagen, wir investieren da jetzt eine gewisse,
große Zeit lang, richtig viel Zeit.
Akzeptieren, dass das Liebespaar hinten ansteht,
aber haben auch schon einen Plan, wie das Liebespaar
und wann genau zurückgeholt wird, wo ist die Grenze.
Und man bespricht sich regelmäßig, sind wir noch auf Kurs?
Oder merken wir, das ist für die Beziehung jetzt doch schlechter
und unstimmiger als erwartet.
Wir entfernen uns mehr, als wir dachten.
Und mit der Zeit bauen sich dann weitere Schutzmauern auf,
wenn man so verletzt ist.
Also viele sagen auch, nee, ich kann gar kein Gefühl mehr,
also zulassen der emotionalen Verbundenheit,
weil ich fühle mich so verletzt.
Das fühlt sich nicht gut an.
Dann mache ich mich ja verletzlich,
wenn ich dann auch so in der Tiefe von meinen Gefühlen berichte
oder wenn wir so Lebensmomente vor uns haben
und ich habe gar kein Gefühl da drin in dem Moment.
Dass man so Momente auch bewusst und unbewusst meidet.
Und dadurch wächst halt die Distanz immer mehr
und es kommt zu so einer Entkoppelung.
Also dass man sich aus dem Liebespaar rausentkoppelt
und im Gefühl dann seinen eigenen Weg geht.
So ein bisschen wie bei der Arbeit,
wenn man, vielleicht kennt das jemand ja auch,
dieses innerlich kündigen.
Wenn man schon beschlossen hat,
nee, der Weg geht für mich hier zu Ende.
Man weiß aber noch,
man hat noch so und so viele Monate, Wochen zu arbeiten,
dass man eine andere Haltung einnimmt.
Und das ist tatsächlich für viele auch schwer,
dann wieder rauszufinden.
Denn aus meiner Sicht ergeben sich zwei große Hürden.
Das eine ist die Gewohnheit
und die Unterschätzung der Gewohnheiten.
Die Überschätzung der Liebe und der Impulse,
die daraus dann später erwachsen.
Denn viele hält aus meiner Sicht innerlich ab,
dort richtig Energie zu investieren
und sich das Liebespaar somit zurückzuholen.
Weil viele glauben,
das müsste als Impuls doch einfach so aus mir herauskommen.
Also wenn ich doch Liebe für den anderen empfinde,
dann muss doch aus mir heraus einfach das Bedürfnis entstehen,
ich möchte wieder Zeit miteinander verbringen.
Ich möchte wieder Zeit miteinander verbringen.
Ich möchte zum Beispiel das Business runterschrauben.
Ich möchte die Prioritäten verändern und so weiter.
Und da unterschätzen viele die Macht der Gewohnheit.
Und dass eben die Gewohnheit in uns immer noch so viel Sicherheit macht
und unser Gehirn sich mit Sicherheit so wohl fühlt,
dass man tatsächlich trotz Liebe zueinander
häufig diese starken Impulse zumindest im Alltag nicht bekommt.
Bestimmt, wenn man mal eine ruhige Minute hat,
in sich gehen und merkt, ich vermisse da was.
Das bestimmt.
Aber wenn die ruhige Minute vorbei ist,
dann sind wir im Alltag wieder drin
und dann ist da selten Platz für.
Den muss man sich ganz aktiv erschaffen.
Und gerade mit Kindern, finde ich,
ist das wirklich auch eine Herausforderung.
Weil Kinder ja in ihrem Leben gerne Rituale und Routinen brauchen.
Und das ist ja gleichzeitig, wie du sagst, so schwierig,
weil wir in dieser Gewohnheit dann noch mehr drin sind.
Also wenn wir die Einschaftsbegleitung am Abend haben
oder wenn wir die Rituale,
die wir abends haben mit Essenszeiten oder sonst was,
wir sind ja sehr routiniert mit Kindern.
Und das nimmt ja auch so ein bisschen den Lifestyle von
wir sind locker drauf, Abenteuerlustig, Leidenschaft.
Das arbeitet ja so ein bisschen dagegen, finde ich.
Und da ist es noch mehr nötig, sich dem bewusst zu sein
und zu überlegen, okay, es ist jetzt Lebensphase,
die ist sehr stark geprägt von immer wieder das Gleiche.
Aber wie schaffen wir vielleicht noch in Ansätzen
da auch noch mal eine Abwechslung reinzubringen?
Und Planung, was das Ganze ja auch manchmal unspannend macht,
man muss sehr planen.
Ich habe vorhin mit einem Freund darüber gesprochen.
Da ging es genau darum, dass es mit Paaren,
die jüngere Kinder haben, sehr schwer ist,
eine kurzfristige Verabredung zu treffen,
dass die immer sehr lange brauchen, sehr viel Vorlauf,
um eben dann eine Verabredung.
Gerade wenn man mit beiden zusammen, also Mama und Papa,
also mit beiden Freunden zusammen als Paar,
und ohne Kinder Zeit verbringen möchte,
dann ist das etwas, was sehr langen Vorlauf braucht.
Paare ohne Kinder, da sagst du Bescheid.
Ja, weil du zweimal Babysitter brauchst, ne?
Wenn beide Kinder haben, ne?
Aber selbst wenn nur eine Seite Kinder hat, ist das nicht so einfach.
Wenn man sich mal ohne Kinder treffen möchte.
Wenn beide, dann wird es noch komplizierter.
Aber wenn beide Paare ohne Kinder sind,
dann triffst du dich nächste Woche halt.
Ja, weil das merke ich auch schon jetzt mit einem Alter
von unserem Kind zum Beispiel, dass je älter das wird,
wird, sag ich mal, ab fünf, wo ja auch so ein bisschen
es entspannter wird, dass wir einmal so richtig
Richtung Sommer ist jetzt leichter wird auch zu sagen nachher,
okay, ob wir jetzt um 18 Uhr oder um 19 Uhr essen,
kriegen wir irgendwie geregelt.
Und dann steht wieder Freiheit, ne?
Ja, das war mit vier nicht möglich.
Nein.
Fünf Minuten zu spät Abendessen und du hast einen Wutanfall.
Ja.
Ja, wir haben ja schon darüber gesprochen,
dass so Streit und Konflikte natürlich Distanz schaffen.
Es bauen sich Schutzmauern auf.
In der Folge durch die Distanz kommen wir in einen Kreislauf hinein.
Der weitere Konflikte und Streitigkeiten fördert.
Somit entstehen mehr Enttäuschungen, mehr Vorwürfe, Schuldzuweisungen,
werden immer mehr.
Und Umschlag, ne?
Wer kennt das, wenn man so frustriert ist,
wenn man denkt, okay, ich mache das alles hier alleine,
ich fühle mich total alleine.
Was ist dann, wenn es dann zu einem Streit kommt,
so ein Rundumschlag gibt?
Also alle Verletzungen der letzten zehn Jahre
werden dann nochmal vorgebracht.
Und in dem Moment, wo der andere sich das dann anhört und denkt so,
ja, jetzt kommt wieder der Urlaub,
vor drei Jahren, wo ich sowas Ähnliches gesagt habe,
wo ich mir fünfmal schon für entschuldigt habe,
das wird sie jetzt wieder hervorbringen.
Und das ist total frustrierend.
Also wenn man in dieser Spirale drin ist,
dass man sagt, die Emotionen, die jetzt hervorkommen,
die sind so präsent, also negativer Art,
und die kommen immer wieder hervor,
und wir haben gar nichts Positives mehr.
Und dann gibt es noch eine besondere Konsequenz,
die eintreten kann.
Denn wenn man sich das so als diesen Kleber vorstellt,
der einen eng zusammenhält,
dann hält einen das auch auf einer Ebene.
Also auf Augenhöhe.
Und wenn dieser Kleber nachlässt
und gewisse Dinge und gewisse Dynamiken sich entwickeln,
dann kann es passieren,
dass einer von beiden,
meistens ist es der Mann,
manchmal auch die Frau,
eine Ebene oder eine halbe Ebene nach unten rutscht
und mit auf die Kinderebene kommt.
Ja, das hatte ich letztens im Coaching.
Da war ich so ein Mittelweg zwischen,
ich war überrascht
und wir mussten aber alle zu dritt auch ein bisschen schmunzeln.
Da sagte die Frau,
ja, und gefühlt ist es wieder so,
es ist Freitagabend und ich sitze hier mit meinen drei Kindern.
Und er guckte sie an und sagte,
wir haben nur zwei Kinder.
Und meinte sie, du hast dich selbst vergessen.
Das war schon sehr hart.
Aber er hat einen sehr trockenen Humor, muss man sagen.
Er konnte drüber schmunzeln,
weil er da ja natürlich voll reingelaufen ist.
Aber da habe ich gedacht so, uh, ja.
Da war natürlich klar, die Verletzung ganz klar zu sehen.
Ja, im Film würde man sagen, das war eine Steilvorlage.
Aber es ist dann natürlich manchmal in dem Moment,
lustig und es ist auch gut,
wenn man da dann selber auch noch ein bisschen drüber lachen kann.
Er sagte dann, wie meinst du das denn?
Und dann hatte sie ihm verschiedene Beispiele gebracht.
Und er konnte das dann auch sehen.
Also ihm war das nicht so bewusst.
Sie meinte, ja, Donnerstag sind die beiden Kinder beim Sport
und du bist auch beim Sport.
Wie viele Sporttaschen stehen unausgeräumt am Freitag denn da?
Dachte er, ja, drei.
Meinte sie, ja.
Und ich packe deine Sporttaschen genauso aus wie die der Kinder.
Die Trinkflaschen mache ich sauber.
Ich habe das Gefühl,
du stellst deine Tasche einfach nur dazu.
Du kommst nicht auf die Idee, die Taschen auch mit auszupacken.
Sondern ich habe das Gefühl, da sitzt noch jemand mehr.
Im Alter von 45 Jahren, nicht von vier Jahren.
Ja, das kann ich mir gut vorstellen.
Das ist ja auch bequem.
Ja, er hat gesagt, da standen ja schon zwei Taschen.
Ob sie jetzt noch eine dritte mit auspackt?
Doch, das wäre in Ordnung.
Also positive Absicht auch zu sehen, zu sagen,
na ja, ich stelle sie in die Reihe.
Weil wenn sie dann anfängt,
dann kann sie gleich weitermachen sozusagen.
Ja, und jetzt die Frage, wie sie sich damit fühlt.
Und wie auch die beiden sich dann als Paar damit fühlen,
wenn einer von beiden eben
vielleicht so eine halbe Stufe nach unten rutscht.
Ja.
Das zeigt sich auch im Streitverhalten.
Also diese, er beschreibt das,
oder hat das beschrieben als Bevormundung.
Dass er auch das Gefühl hat,
sie spricht wie mit einem kleinen Jungen.
Ja.
Weil sie natürlich die Haltung dann auch im Streit einnimmt.
Und dann sagt sie,
dass sie dann sagt,
nee, aber das macht man so nicht.
Das war von dir nicht in Ordnung.
Und er hat gesagt, er möchte ja nicht erzogen werden.
Damit ist er ja eigentlich durch.
Man darf diese Ebenen gar nicht unterschätzen.
Das klingt sehr trivial und auch teilweise lustig,
ist aber sehr wichtig.
Genau dafür, weil sich die Haltung zum anderen ändert.
Und man auf einmal anders spricht.
Aber auch die Haltung in anderen Situationen kann sich ändern.
Denn wenn sie sagt, ich habe drei Kinder,
ich möchte mit meinem Kind keinen Sex haben.
Ja, genau.
Das heißt, auf einmal könnte auch das,
was in der Anziehung zueinander, verändern.
Kuscheln ist vielleicht noch okay oder Handhalten.
Mache ich mit Kindern ja auch.
Aber das heißt, das kann auch in diesen Ebenen
auf einmal was verändern.
Dass auch das nicht mehr so richtig möglich ist,
weil man den anderen nicht mehr so als gleichwertigen Erwachsenen empfindet,
den ich ja brauche, um auch dann sexuelle Anziehung zu spüren.
Gleichwertig vielleicht ja schon,
aber nicht mehr so gleichberechtigt.
Also dass man alle so den gleichen Wert in der Familie
mal als Person hat.
Aber dass halt dem anderen gar nicht mehr diese Gleichberechtigung
auf Augenhöhe zugeteilt wird, weißt du?
Ich glaube, das ist wichtig, dass man erst geführt,
ich muss da was regeln.
Der andere hat nicht so die Befugnisse.
Ich muss das kontrollieren.
Der andere fühlt sich nicht mehr so,
der ist nicht mehr so aktiver Part, ne?
Aber würde ich sagen, ist gleichberechtigt auch falsch,
gleichwertig war auch falsch.
Dann würde ich das auf Verantwortung sehen.
Ja.
Dass man sagt, beide, also er ist nicht mehr
dann in diesem Verantwortungslevel drin,
das Erwachsene.
Und auch nicht mehr in der Rolle des Erwachsenen.
Genau, und das hat natürlich auch eine Wirkung auf die Kinder,
denn da ist der Kreislauf wieder da, ne?
Weil die Kinder sich ja auch so ein bisschen
natürlich an den Eltern orientieren.
Wie ist das da zwischen denen, ne?
Wie ist der Kopf der Familie aufgebaut?
Welche Aussagen haben welche Bedeutung?
Und das macht natürlich was aus, ne?
Wo sie dann nachher auch gesagt hat,
ich kann mich emotional nicht verbinden,
weil ich kann mich nicht fallen lassen.
Ja, sie hat das Gefühl dann, sie muss für ihn mitdenken.
Genau.
Und die Verantwortung für ihn mittragen.
Es muss ihm gut gehen, so wie man für Kinder sorgt, ne?
Ich kann nur eine gewisse Dosis an Aufgaben abgeben,
ich muss das erklären.
Aber ich kann nicht erwarten, dass mitgedacht wird.
Ich kann nicht mal sagen, okay, ich bin raus,
übernimm du mal.
Das fällt halt weg.
Jetzt bist du schon tief eingetaucht
in dein erstes Beispiel eigentlich.
Und das ist ja unsere Folge mit den Coaching-Einblicken,
wo du gleich nochmal von zwei Coachings berichten wirst.
Die dann beispielhaft aufzeigen,
wie man genau dieses Thema lösen kann.
Zuvor an dieser Stelle für euch der Hinweis,
wenn ihr merkt, dass das Thema emotionale Verbundenheit
bei euch im Konflikt steht
und ihr da diese Distanz eher spürt als Verbundenheit
und merkt, ihr bekommt das selber nicht mehr gelöst,
ihr habt vielleicht schon einige Dinge probiert,
führten vielleicht auch gute Gespräche
oder leider auch schon gar nicht mehr,
dann meldet euch sehr gerne bei uns
für das Telefonische Erstgespräch.
Wir schauen dann gemeinsam, ob das passt
und wir euch optimal unterstützen können.
In dieser Folge wollen wir uns wieder
Coaching-Einblicken von dir widmen.
Wie immer entsprechen die Namen und Geschichten
natürlich keinen reellen Paaren.
Die Situation, die wir beschreiben, schon
und das passt auch alles so ungefähr,
aber wir versuchen das immer so aufzubauen,
dass sich niemand wiederfindet
und das möglichst so zusammengesetzt ist,
dass zwar der Inhalt und das Learning
klar wird, aber eben kein Paar denkt,
da erzählen die genau über uns.
Es passiert natürlich schon häufig,
dass Paare sich darin wiederfinden
und sagen, oh, die beschreiben ja irgendwie
unsere Partnerschaft,
also Paare, die noch gar nicht bei uns im Coaching waren
und sich dann bei uns melden
und zum Beispiel sagen,
ja, habe ich gerade letztens nämlich
in einem Erstgespräch gehabt,
wir sind so wie Lina und Markus,
da habt ihr genau unsere Geschichte beschrieben.
Das deckt sich natürlich
mit ganz vielen Lebenswirklichkeiten
anderer Paare.
Ja, erzählen wir von Lina und Markus.
Wer sind die beiden?
Was ist bei denen passiert?
Lina und Markus sind Anfang 40,
haben zwei Kinder, acht und zehn Jahre alt.
Beide arbeiten in Führungspositionen
in unterschiedlichen Unternehmen.
Er ist serienmäßig auf Dienstreise
und damit ein paar Tage im Monat weg
und das Problem bei den beiden
war, dass sie gesagt haben,
sie sind ein sehr starkes Elternpaar
eine gute WG
und sie haben eine sehr hohe Komplexität
im Leben
und sie fühlen sich so,
als wenn sie ihr Leben nur noch verwalten,
weil beide ja in der Führungsposition sind,
beide viele Aufgaben haben
und dass sie sich emotional auseinandergelebt haben.
Sie hat das auch ganz klar ausgesprochen,
indem sie gesagt hat,
sie spürt keine Gefühle mehr für ihn.
Also sie findet das Zusammenleben
so wie es ist mit den Kindern
und dem Haus okay.
Es ist jetzt nicht so, dass sie tot unglücklich ist
und das Gefühl hat, sie muss da raus.
Aber es ist kein Liebespaar mehr in ihren Augen.
Und sie weiß von den beiden
die Klarheit zu finden,
wie es weitergehen kann
und was den beiden wichtig war,
die Frage zu erklären,
wie es ist dazu gekommen.
Also wie konnte diese emotionale Verbundenheit verschwinden,
weil es gab kein Ereignis,
was in ihrer Erinnerung das so stark ausgelöst hat,
wie zum Beispiel eine Affäre oder ein Fremdgehen.
Da erlebe ich manchmal beim Thema Klarheit auch,
dass nochmal die Frage im Raum steht,
wenn man so sagt, uns geht es ja gut.
Wir haben gute Jobs, Familie, ein schönes Haus,
uns geht es gut.
Darf ich denn dieses Mehr noch fordern?
Also bin ich da irgendwie undankbar,
wenn ich sage, das reicht mir nicht.
Ich möchte da noch eine tiefere Ebene in der Beziehung haben.
Also bin ich da irgendwie besonders?
Also erwarte ich zu viel vom Leben?
Erwarte ich zu viel von der Beziehung?
Darf ich das?
Darf ich das als Bedürfnis überhaupt haben?
Das sieht man in der Frage,
Frage, das manchmal gefragt wird,
Also mir gegenüber oder auch anderen Coaches gegenüber gibt es auch andere Menschen, die diese Problematik haben, also die sich diese Frage stellen.
Dann berichte mal, wie ihr vorgegangen seid und wie es dann am Ende ausgegangen ist mit dem Thema Klarheit.
Denn das sind ja immer sehr spannende Coachings, wenn es erstmal darum geht, Klarheit zu finden, in welche Richtung läuft das denn überhaupt.
Die beiden waren ganz gut vorinformiert, dass sie wussten, wie unsere Methodik aufgebaut ist, wir konnten einen schnellen Start dann auch machen.
Wir haben erstmal so ein bisschen auf die Ziele geguckt, weil ihnen das doch sehr verletzt hat, dass sie keine Gefühle mehr hat.
Und nochmal geguckt haben, was auch seine Ziele sind vom Coaching, was er gerne noch wissen möchte und haben das so ein bisschen analysiert.
Und dann sind wir eingestiegen, wann war es mal gut.
Also es geht ja auch darum, bei der Klarheit zu finden, was ist passiert, also wann kam der Stein für eine Sache ins Rollen.
Weil nur wenn ich weiß, wie so etwas entstanden ist.
Kann ich ja auch eine Entscheidung treffen, ich brauche ja erstmal das Wissen.
Und da haben wir raufgeschaut, wir haben also analysiert und haben dabei schon recht früh festgestellt, dass sie beide eine sehr, sehr unterschiedliche Wahrnehmung von Lebensabschnitten hatten.
Also, dass sie die anders wahrgenommen haben im Gefühl, aber auch in ihrer Erinnerung abgespeichert hatten.
Also es gab viele Momente, wo sie gesagt haben, okay, irgendwie habe ich das Gefühl, du warst da mit einer anderen Person, waren wir da wirklich zusammen.
Weil du hast das ja ganz anders empfunden und abgespeichert.
Und sie dann ja auch erst gemerkt haben, dass sie darüber nicht gesprochen haben.
Also, dass sie sich emotional eigentlich schon viel früher verloren haben, wie sie dachten.
Nur nicht ausgesprochen, sondern ja so unbewusst oder einfach so jeder für sich so ein bisschen gedacht hat, ja das stimmt schon so.
Und da haben wir einige Punkte gefunden, wo es auch Verletzungen gab.
Und die Verletzungen ganz klar auf dieses Konto von der emotionalen Distanz eingezahlt haben.
Und die beiden. Und die beiden unbewusst Strategien in den Alltag eingebaut haben, in sehr krassen Ritualen und Routinen, die sie ja weiter auseinandergebracht haben.
Die ja funktional gut sind, aber die halt kaum Raum lassen für eine liebevolle Art und Weise.
Und wenn ich meinen Tag so takte, bis auf die letzte Minute, dass alles gut ist, dass die Kinder versorgt sind, dass die Hausaufgaben kontrolliert sind, dass das Haus sauber ist, dass das Bett frisch ist.
Alles ist in Ordnung von außen betrachtet, das perfekte Leben.
Aber dann bin ich. Fertig um 20.30 Uhr und dann gehe ich ins Bett.
Aber dann habe ich nichts mehr erlebt in der Partnerschaft.
Ja, das ist dieses am Sonntag einen Haken dran machen, was ich vorhin meinte, ne?
Und die sind dann halt auch sehr perfektionistisch, beide was die Arbeit angeht.
Das heißt, da wurde abends dann gerne nochmal der Laptop aufgeklappt und nochmal E-Mails gecheckt und vorbereitet für den nächsten Tag.
Das heißt, der Tag endete manchmal dann auch um 22, 23 Uhr, aber zwischen 20.30 Uhr und 22 Uhr war halt dann nochmal so ein Arbeitsslot.
Sehr häufiges Thema bei Ärzten.
Wir haben sehr viele Ärzte auf uns im Coaching.
Sehr viele, die am Abend den nächsten Tag die nächsten OPs und Co. vorbereiten, die sich Gedanken machen, wenn am nächsten Tag ein komplexer Fall auf sie wartet und so weiter.
Also auch häufiges Thema bei Ärzten.
Genau, und das macht natürlich auch schwierig, sich emotional zu verbinden, weil dann sagte sie auch, naja, wenn ich dann sehe, dass er mit dem Laptop da sitzt auf der Couch, dann hole ich meinen auch raus.
Weil er scheint ja einen Grund zu haben, warum er den nochmal aufklappt, weil wir beide sind ja in Führungspositionen.
Es macht ja keiner aus Spaß, wir haben ja, sag ich mal, aus Langeweile den Laptop auf.
Und das war den beiden gar nicht so bewusst, dass sie sich gegenseitig sozusagen immer in diese Spirale reingebracht haben.
Wir haben aber dann nochmal, wie wir es nennen, ja einen Öko-Check gemacht, weil da geht es ja auch um die Frage, was ist das Gute am Jetzt?
Das ist ja nicht alles schlecht.
Und da haben wir nochmal geschaut, wenn wir auf die Beziehung schauen, was ist das Gute am Jetzt und damit auch, was wäre das Gute an der Beziehung festzuhalten?
Und wie wäre die Entscheidung, wenn man in die Trennung geht?
Und da haben wir das dann gemacht.
Das war auch nochmal sehr erkenntnisreich, weil allein bei dem Punkt, was ist das Gute am Jetzt, ist die Wahrnehmung schon sehr auseinandergegangen.
Also das sind ja so vier geleitete Fragen, die wir da durchgehen.
Und das war schon sehr spannend einfach für die gegenseitig, wenn man hört, was da andere an Punkten hervorbringt.
Und durch das Auflösen der Verletzungen und dadurch, dass wir ehrlich gesagt auch einige radikale Veränderungen im Leben besprochen haben,
also das hat natürlich ganz viel Impulse bei denen freigesetzt.
Ganz viel Reflexion.
Ganz viel Reflexion.
Er hat auch gesagt, er ist nicht so glücklich im Job.
Er würde sich da gerne einen Wechsel vorstellen.
Das hat sich so ein bisschen alles gezogen bei denen mit den Entscheidungen.
Aber sie haben sich nochmal ein neues Netzwerk aufgebaut, auch familiär und haben dann mit der Zeit gemerkt, wie es ist, wenn Zeit übrig bleibt.
Und haben da mal reingespürt.
Das war ein ganz schöner Prozess und dann kamen auch die Gefühle wieder.
Das ist ja schon immer sehr bezeichnend, dieses Es bleibt übrig.
Ja.
Das ist eigentlich immer sehr schade.
Schade, dass man nicht das priorisiert, was am wichtigsten ist.
Die Beziehung, die Familie, das Fundament.
Und natürlich müssen wir auch die Arbeit mit dazunehmen.
Ansonsten funktioniert nun mal unser ganzes Leben nicht.
Aber dass das, das ist, was übrig bleibt, anstelle von der Haushalt ist das, was übrig bleibt oder das Aufräumen im Keller ist das, was übrig bleibt.
Also man, man zieht so viele Dinge einfach vor.
Ich glaube, das ist auch so eine Sache, die entsteht durch die Konflikte und Co.
Weil innerlich, wenn ich jetzt eine Aufgabe erfülle von meiner To-Do-List, dann hakt sich in mir etwas ab.
Kann ich einen Haken machen.
Dopamin wird kurz ausgeschüttet und das ist ungefährlich.
Wenn ich in den Keller gehe und den aufräume, das ist ungefährlich.
Mir kann kein Konflikt passieren.
Wenn ich jetzt natürlich schon gewisse Differenzen habe und frage meine Frau, Mensch oder meinen Mann, wollen wir mal heute Abend zum Essen gehen?
Vielleicht mal gucken, ob wir Babys da finden.
Und dann rattert das Kopfkino los und dann die letzten drei Mal essen gehen.
Dann haben wir echt gestritten und nö.
Lass mal lieber irgendwie ein, zwei Aufgaben machen.
Da haben wir eh schon lange was geschoben.
Und dann sind beide wieder in Sicherheit.
Genau, man ist vernünftig.
Genau, vernünftig.
Und dann lässt man das nicht liegen.
Man kommt voran.
Genau.
Wie ist es ausgegangen bei den beiden?
Ja, wie gesagt, sie haben wieder die übrig gebliebene Zeit genießen können zusammen.
Und die Gefühle kamen wieder.
Es hat ein bisschen gedauert.
Das muss man ehrlich gesagt auch mal hervorbringen.
Das ist jetzt nicht etwas, was von heute auf morgen passiert.
Weil man muss ja auch in die Umsetzung kommen.
Das Coaching ist eine Sache, aber die Umsetzung ist natürlich auch sehr wichtig.
Und es braucht ein bisschen Motivation im Prozess, aber wir haben es hingekriegt.
Deswegen haben wir ein wichtiges Modul in unserem Beziehungstraining.
Das Modul Komplexität im Leben reduzieren.
Weil der Wille ist das eine.
Wir müssen ja erstmal Platz schaffen.
Denn typischerweise ist das Leben ja voll.
Wir brauchen jetzt also Möglichkeiten, diese Freiräume zu eröffnen.
Da können wir natürlich nur Impulse reingeben und Anleitungen.
Aber umsetzen muss man das für sich selbst.
Kommen wir zum zweiten Paar.
Martin und Lisa.
Beschreib die beiden gerne und erzähl, was bei den beiden passiert ist.
Martin und Lisa, ein ganz anderes Paar.
Mitte 30, keine Kinder, beide berufstätig.
Die sind seit dem Studium zusammen und sind auch viel gereist.
Zusammen im Studium.
Haben da eine enge Bindung aufgebaut durch das Reisen.
Das ist spannend.
Das habe ich auch immer häufiger jetzt.
Tatsächlich, dass die Paare sich im Studium kennenlernen,
dann sehr frei sich fühlen, sehr viel reisen, sehr eng miteinander sind.
Und dann passiert es, dass die beiden dann zusammenziehen.
Nicht spoilern, das ist mein Beispiel.
Dann ziehen sie zusammen, bekommen Kinder.
Stopp, stopp, stopp.
Also nach dem Studium lag halt ein großer Schwerpunkt natürlich dann auf der beruflichen Karriere jeweils.
Die hatten weniger Zeit miteinander.
Das war für die erstmal.
Das war nochmal sehr ungewohnt beim Studium, da so eine enge Verbundenheit war.
Dann sind mehr Konflikte eingetreten.
Und sie haben schleichend festgestellt, dass es unterschiedliche Ansichten gibt von Lebenszielen.
Also was wie Hochzeit, Kinder, Haus.
Also irgendwie war immer so klar, wir gehen durchs Studium, Reisen finden wir beide cool.
Und dann müssen wir natürlich beruflich durchstarten.
Und das ist so der klassische Weg ja nach dem Studium.
Und irgendwie war auch klar, was so die nächsten Punkte sein könnten.
Aber dann hat die Konflikte aufgetreten.
Und besonders war halt eine Uneinigkeit über den Zeitpunkt der Ziele.
Also der möglichen Ziele, wann das eintritt.
Er fühlte sich von ihr mit der Zeit immer wieder vertröstet.
Dass das jetzt noch nicht stimmig wäre.
Das können noch ein paar Jahre warten.
Und man muss mal schauen.
Und beruflich ist das gerade noch so eine Zwischenstation bei ihr gewesen, sagte sie.
Und da baute er mit der Zeit aber eine Schutzmauer auf, weil er das Gefühl hatte,
er kann sich emotional nicht mit ihr verbinden in den Zielen.
Und hatte dann das Gefühl, dass er hingehalten wird.
Und das hat bei ihr natürlich auch eine Verletzung gemacht, dass er so von ihr denkt.
Und Ziel war es, Klarheit zu finden, ob ein gemeinsamer Lebensweg möglich ist.
Und sinnvoll ist für beide.
Und ob es ein stabiles Zukunftsfundament gibt.
Da erkennen wir schon ein Muster, was häufig vorliegt,
wenn die emotionale Verbundenheit nicht mehr da ist.
Oder sehr stark reduziert ist.
Nämlich, dass das Ziel häufig dann erstmal Klarheit ist.
Weil unklar ist, ob das überhaupt noch geht oder nicht.
Während das, wenn auch ausreichend emotionale Verbundenheit da ist,
das Ziel dann eher ist, direkt zu sagen, wir wollen die Beziehung retten.
Wir wollen Konflikte lösen, wollen unser Fundament stabilisieren,
wollen nochmal enger zusammenrücken.
Aber wenn die Distanz zu groß geworden ist,
ist das Ziel sehr häufig von einem oder sogar von beiden erstmal Klarheit zu finden.
Wir haben gestartet mit einer Zieldefinition, also was sie sich so vorstellt.
vorstellen, was im Coaching passieren könnte, was sie sich wünschen würden, dann sind wir
sehr schnell eine Analyse gestartet und einen Abgleich des Ist-Status, weil das ist immer
wieder hervorgekommen, dass sie den Ist-Status, also wie es jetzt gerade ist, ganz unterschiedlich
wahrgenommen haben.
Also sie sich auch in unterschiedlichen Lebensphasen wirklich befunden haben.
Also bei ihm war das so, dass er sich in einer beruflich gesetzten Lebensphase langsam so
gefühlt hat und sie noch so ganz am Anfang und das auch in einer Freizeitgestaltung sich
zum Beispiel zeigte und in vielen Ansichten.
Und dann haben wir geschaut, wie konnten diese Konflikte, von denen ich am Anfang erzählte,
entstanden sein.
Also wann kam es da wirklich zu, wo ist da die emotionale Verbundenheit verschwunden
und wir haben angefangen, die Verletzungen aufzulösen.
Also ganz klassisch, wann war es mal gut.
Genau.
Und das war dann ganz spannend, weil sie eigentlich ihre Antwort für die Klarheit im Prozess
gefunden haben.
Dass die beide in einer sehr wertschätzenden Art und Weise, muss man sagen, im Prozess
gesagt haben, ja, es tut total gut, die Verletzungen aufzulösen, Ina.
Aber auch wenn sie jetzt aufgelöst sind, merken wir, wir möchten das eigentlich miteinander
nicht mehr.
Also wir können gut miteinander befreundet sein, wir können auch gut mal eine Reise
miteinander machen.
Selbst das, haben sie gesagt, würden sie nicht ausschließen.
Aber es ist keine Stimmigkeit, die sich einstellt bei unterschiedlichen Ansichten.
Also dass man sagt, okay, ich könnte jetzt noch drei Jahre warten.
Da hat er gesagt, nee, das passt für mich innerlich nicht.
Und dann sind sie in eine Trennung gegangen.
Und das Gute ist dann natürlich, wenn das in eine Trennung geht, was ja sich vielleicht
erst mal sehr traurig anhört und man denkt, oh Mann, Paartherapie gemacht und in die Trennung
gekommen, sowas Blödes.
Das erste Ziel war ja Klarheit.
Das heißt, man kommt dann meistens schon an einem sehr späten Punkt und das Ganze aufzuarbeiten
ist trotzdem enorm wertvoll.
Erstens verstehe ich jetzt die Ursachen.
Das heißt, in einer potenziell neuen Beziehung kann ich von vornherein mich anders verhalten
und auf genau diese Ursachen achten.
Ich nehme keine Prägung mit, sodass ich in der nächsten Beziehung wieder in der Lage
bin, gleich ins Vertrauen zu kommen und starte nicht mit Misstrauen, bin nicht durch Verhaltensweisen
gleich getriggert, nehme die Brillen nicht mit und wir sind im guten Miteinander.
Bei den beiden war es jetzt gleich noch nicht so.
Das ist extrem wichtig.
Na gut, Mitte 30 keine Kinder, aber die können ja trotzdem schon Eigentum aufgebaut haben
und andere Dinge.
Ja, das ist sehr wichtig, weil sie stehen ja von den großen Entscheidungen im Leben und
haben jetzt sozusagen für sich die Klarheit wirklich, bevor sie etwas angefangen haben
und sich investiert haben, sei es emotional, aber auch finanziell, dass sie sich jetzt
sicherer sind, dass sie es halt dann doch nicht möchten.
Manche nehmen ja auch sonst so eine Hochzeit als Rettung oder Kinder als Rettung emotional
wieder verbunden zu sein.
Ja, oder man reflektiert das nicht und das sind einfach die nächsten Schritte im Leben
und dann läuft das halt einfach weiter und dann passt dazu ja auch dann unsere nächste
Folge, die in der nächsten Woche kommt.
Was sollte man tun vor der Hochzeit, um sich gut vorzubereiten und dafür zu sorgen, dass
man stabil in eine Ehe geht?
Auch das ist hier natürlich ähnlich.
Was kann man machen, um vorzusorgen, um Klarheit zu bekommen, bevor man in diese Schritte hineingeht?
Vielleicht erst mal.
Wenn man sich nicht ganz sicher ist, über ein Coaching, über eine Paartherapie checken,
wie stabil ist das zwischen uns und haben wir das passende Fundament, um all diese Dinge,
die uns auch für immer verbinden werden, Kinder zum Beispiel, dann wirklich eingehen
zu wollen.
Ja, schön, dass ihr bei dieser Folge dabei wart.
Wir hoffen, ihr habt einiges Spannendes für euch mitgenommen und konntet vielleicht das
eine oder andere daraus lernen und falls ihr euch wiedergefunden habt in den Situationen
von Martin oder Lisa und Lina und Markus.
Dann meldet euch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch und wir schauen
gemeinsam, wie wir euch optimal unterstützen können.
Danke fürs Zuhören.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Emotionale Verbundenheit ist ein tiefes Gefühl der Zugehörigkeit, Vertrauen und gemeinsamen Erfahrungen, das die Beziehung eng zusammenhält und über die bloße Liebe hinausgeht.
Die fehlende emotionale Verbundenheit zeigt sich oft in sprachlichen Abgrenzungen, wie "mein Auto" statt "unser Haus", und im Mangel an tiefen, authentischen Gesprächen.
Ursachen können vielfältig sein, von großen Ereignissen wie Affären bis zu langfristigen Alltagsverletzungen und der Aufteilung von Aufgaben, insbesondere durch Beruf oder Kinder.
Eine wichtige Verletzungsquelle ist die fehlende Wertschätzung, Respekt und emotionale Wärme, die das Gefühl von „nicht mehr zusammengehören“ fördert.
Die Distanz wird durch routinierte, funktionale Alltagsgewohnheiten verstärkt, die die Raum für emotionale Nähe und persönliche Momente verhindern.
Bei Paaren mit Kindern oder gemeinsamem Business wird die Liebesbeziehung oft hinterhergerückt, wodurch eine Entkoppelung und eine Abnahme der emotionalen Nähe entsteht.
Die emotionale Verbundenheit kann durch Reflexion, Klarheit über die Ursachen und bewusste Wiederherstellung von gemeinsamen Momenten wiederhergestellt werden.
Klarheit über die Beziehung und ihre Zukunft ist oft der erste Schritt, wenn die emotionale Verbindung verloren geht – und nicht das Versuch, sie sofort zu retten.
Summary:
Emotionale Verbundenheit ist kein lebendiges Gefühl, das sich aus der ersten Liebe ergibt, sondern ein tiefes, ausdauerndes Gefühl der Zugehörigkeit, das aus gemeinsamen Lebensmomenten, Vertrauen und tiefen Gesprächen entsteht. Im Laufe der Zeit kann diese Verbindung durch Alltagsverletzungen, fehlende Wertschätzung, routinierte Gewohnheiten oder berufliche Belastungen verschwinden – häufig zeigt sich das in sprachlichen Abgrenzungen oder dem Mangel an authentischen Gesprächsinstanzen. Ein entscheidender Faktor ist die fehlende emotionale Wärme, wie zum Beispiel bei der mangelnden Kommunikation über den eigenen Tag oder Gefühle.
Besonders bei Paaren mit Kindern oder gemeinsamem Business wird die Liebesbeziehung oft hinter den beruflichen oder familiären Prioritäten zurückgedrängt. Die Wiederherstellung dieser Verbundenheit erfordert nicht nur Klarheit über die Ursachen, sondern auch bewusste, tiefgründige Momente, die Raum für gemeinsame Erfahrungen schaffen – wie z. B.
einfachen, bewussten Augenblicken im Alltag. Obwohl die Heilung Zeit braucht und nicht sofort erfolgt, kann die emotionale Verbundenheit durch Reflexion, Veränderung von Gewohnheiten und gemeinsame Entscheidungen wieder entstehen. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass viele Paare zunächst Klarheit suchen, statt sofort die Beziehung zu retten – denn nur so kann ein fundiertes, nachhaltiges Fundament geschaffen werden, das die emotionale Verbundenheit langfristig sichert.
FAQs
Emotionale Verbundenheit ist das Gefühl der Zugehörigkeit, Vertrauen und gegenseitigen Verbindung. Es entsteht durch gemeinsame Erfahrungen und das Gefühl, sich emotional zu verbinden und einander zu verstehen.
Man merkt es an mangelndem Austausch von Gefühlen, an abgebrochenen Gesprächen, an sprachlichen Trennungen wie „mein Auto“ statt „unser Haus“ und an einer zunehmenden Distanz im Alltag.
Durch Routine, Stress, Berufsfokus oder mangelnde tiefgreifende Gespräche entsteht eine Abkühlung. Auch kleine Verletzungen können sich ansammeln und zu einer emotionalen Distanz führen.
Ja, durch Reflexion, Erkennung von Ursachen und konkrete Gespräche über vergangene Momente kann die emotionale Verbundenheit wieder aufgebaut werden.
Das Fehlen von tiefen Gesprächen, das Gefühl der Isolation, das Vermeiden von persönlichen Erzählungen und das Verhalten wie „ich mache das allein“ oder „ich bin nicht mehr verletzt“.
Wertschätzung schafft Sicherheit, Respekt und ein Gefühl der Anerkennung. Ohne sie entsteht ein funktioneller, aber emotionell trockener Alltag ohne Nähe und Empathie.
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