Kein Vertrauen mehr zum Partner oder zur Partnerin? Mit diesen 5 Schritten stärkt ihr eure Vertrauensbasis!
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Vertrauen in einer Beziehung ist das zentrale Fundament für Zugehörigkeit, Wohlbefinden und emotionale Sicherheit. Wenn es durch Ereignisse wie Fremdgehen, Ungerechtigkeit oder mangelnde Kommunikation geschädigt wird, entsteht Misstrauen, der sich durch ständige Interpretation, Filter und Wut verstärkt. Dies führt zu Distanz, Isolation, emotionaler Belastung und einem verlorenen „Wir-Gefühl“. Um zurückzufinden, ist ein bewusster, schrittweiser Prozess notwendig: Zunächst werden die Ursachen der Verletzung analysiert, indem man die Beziehungslinie durchgeht und den ersten Punkt der Systemgesetzverletzung identifiziert. Danach wird die emotionale Wirkung objektiv beschrieben, die Gefühle und Basisgefühle wie Zittern oder Wut werden verarbeitet, und beide Partner nehmen Verantwortung und Unterstützung wahr. Alle weiteren Verletzungen werden sequenziell aufgelöst, und im letzten Schritt wird eine nachhaltige Stabilität geschaffen – durch gemeinsame Zukunftsvisionen, regelmäßige Gespräche und ein stärkeres „Wir-Gefühl“. Während dieser Prozess in der Beziehung stattfindet, ist die aktive Beteiligung beider Partner entscheidend. Alternativ kann der Prozess auch im Einzelfall durch Coaching und Selbstreflexion erfolgen, besonders wenn der Alltag nicht mehr gemeinsam gelebt wird. Ein wichtiger Hinweis ist, dass Vertrauen nicht durch kurzfristige Gespräche oder „wiederhergestellte” Aussagen erreicht wird, sondern durch dauerhafte Verhaltensänderungen und emotionale Wiederherstellung.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Podcast-Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um das Thema, kein Vertrauen mehr zum Partner oder zur Partnerin.
Mit diesen fünf Schritten stärkt ihr eure Vertrauensbasis.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche
und harmonische Beziehung.
Eine stimmige Vertrauensbasis ist ein wichtiges, wenn nicht sogar mit das wichtigste Element
innerhalb einer Beziehung.
Das Vertrauen kann durch verschiedene Dinge in einer Partnerschaft beeinträchtigt werden.
So ein ganz typisches Beispiel, was wir sehr häufig im Coaching haben, ist Fremdverlieben,
Fremdgehen, Affäre, wo das Vertrauensfundament stark erschüttert wird.
Aber es gibt auch andere Faktoren, wie zum Beispiel Unehrlichkeit oder auch eine Kommunikation,
die nicht wertschätzt.
Und es gibt auch andere Faktoren, die dauerhaft das Vertrauen immer wieder infrage stellen.
Als Paar steht man dann vor der Herausforderung, dass man wieder das Vertrauen aufbauen möchte,
aber vielleicht nicht genau weiß, wie das geht.
Wir zeigen euch in dieser Podcast-Folge, wie man wieder zu einer starken Vertrauensbasis
zurückfinden kann.
Vertrauen ist häufig ein begleitendes Thema zu anderen Ursachen, anderen Themen, die vorliegen.
Wie du schon sagtest, Fremdgehen.
Das sind ja häufig Dinge, die das Vertrauen beeinträchtigen, aber es geht beim Vertrauen
ja auch häufig um das Vertrauen in die Veränderung, dass man dem Prozess sozusagen vertraut, wenn
man gemeinsam sagt, wir verändern was, wir gehen was an, auch regelmäßig, wenn es innerhalb
der Beziehung quasi einen Warnschuss gibt, dass so eine Trennung bevorstehen könnte,
und der andere dadurch wach wird und merkt, ey, das ist jetzt hier echt ernst und ich muss
mich zusammenreißen und ich habe hier einige Dinge echt übersehen und auf einmal sehr
intensiv sich reflektiert, sehr intensiv sich hinterfragt, mega viele YouTube-Videos guckt,
Bücher liest und auf einmal sein Verhalten stark verändert, dann ist das immer für
den anderen schwer anzunehmen, ins Vertrauen zu kommen, dass der das wirklich von sich
aus so möchte, ins Vertrauen zu kommen, dass das nachhaltig so passiert, dass es ja auch
etwas gibt, was man nicht so gut macht.
Das ist etwas, was viele Paare dann betrifft, wenn so ein starker Umschwung auf einmal passiert.
Also Vertrauen ist auf jeden Fall was, was immer langfristig aufgebaut werden muss, was
jetzt nicht ist, was man innerhalb von ein, zwei Gesprächen, dass das wieder da ist,
das erhoffen sich viele, dass das schnell zurückkommt, weil kein Vertrauen zu haben,
da rütteln wir halt ganz stark an der Sicherheit von Menschen im Leben.
Wir möchten Vertrauen haben, wir möchten Zugehörigkeit haben und das möglichst schnell
wieder.
Deswegen ist ja nachher im Vorgehen auch besonders wichtig, was kann man aktiv tun?
Das Misstrauen abbauen.
Ja.
Das ist so der wichtigste Schritt eigentlich, dass man das Misstrauen, was da ist, auf Null
bringt, dass das sich neutral anfühlt, denn erst wenn das Misstrauen auf Null ist, kann
sich neues Vertrauen aufbauen.
Solange Misstrauen da ist, kann sich kein Vertrauen aufbauen.
Man braucht eben eine gesunde Nulllinie.
So wie man sich kennenlernt, da ist kein Misstrauen da.
Da ist erstmal eine Nulllinie da, das ist neutral.
Außer man nimmt das.
Man nimmt das mit als Päckchen, ne?
Gehen wir davon aus, man hat das nicht als Päckchen, sondern man hat wirklich so eine
Nulllinie, da lässt sich Vertrauen gut aufbauen, die rosa-rote Brille hilft, das weiter zu
steigern.
Aber wie du schon sagst, wenn man jetzt so ein Päckchen mitbringen würde von Misstrauen,
weil man vielleicht schon mehrmals verletzt wurde, weil mehrmals vielleicht schon jemand
fremdgegangen ist in der Vergangenheit und man überträgt das auf den nächsten Partner,
weil man das so an dieser Rolle kleben hat, des Partners, dann ist es natürlich schwierig.
Dann geht man mit Misstrauen rein und man merkt, dass das nicht so einfach ist.
Man merkt, Vertrauensaufbau ist gehemmt, es ist Eifersucht da, es entsteht Kontrolle.
Schauen wir einmal auf die Probleme, also was passiert, wenn die Vertrauensbasis nicht
mehr so da ist.
Der erste Punkt ist ja, dass sich die Vertrauensbasis nicht mehr so anfühlt wie früher.
Also wie früher, wo man noch Vertrauen zueinander hatte, wo man ein starkes Gefühl von Zugehörigkeit
hatte.
Wenn wir wenig Vertrauen zueinander haben, fühlen sich meistens beide. Auch eher als Einzelkämpfer und nicht in einem starken Biergefühl in der Beziehung.
Dadurch entsteht bei vielen Unzufriedenheit, ungute Gefühle sind zunehmend präsent und
natürlich auch Distanz in der Beziehung, sodass man zunehmend vielleicht mehr Aktivitäten
mit Freunden macht, mehr Zeit für andere Dinge genommen wird, anstatt für den Partner.
Bei manchen ist das so weit, dass sie freiwillig Überstunden machen, um nicht zu Hause sein
zu müssen.
Das sind so typische Probleme.
Die entstehen genauso wie auch Zweifel an den Aussagen und Verhaltensweisen des anderen.
Also die werden zunehmend hinterfragt und man kann auch dem Ganzen dann eben nicht vertrauen,
sodass diese Basis immer weiter ins Wanken gerät.
Meistens fängt das ja so an mit einem Lebensbereich, also dass man vielleicht in einem Lebensbereich
wenig Vertrauen hat, aber wenn es länger anhält, ist meine Erfahrung nach, dass es
auch auf andere Lebensbereiche dann so überschwappt.
Also in Punkten, wo man. Wo man früher vielleicht gesagt hätte, das ist gar kein Thema, das wird dann vor einmal
ein Thema, weil man dann merkt, okay, aber wenn er an dem Punkt mich angelogen hat, kann
ich dann bei einer anderen Sache, wo ich mir eigentlich immer sicher bin, na, da sollte
ich vielleicht auch nochmal überlegen, ob ich darauf vertrauen kann.
Das mache ich dann doch mal lieber selber.
Ja, was ja im Prinzip dann schon die Folgen sind.
Also wenn das langfristig das Vertrauen nicht zurückkehrt, dann ist nämlich genau diese
Distanz und Isolation, wie du sie beschreibst, eine große Folge.
Dass man dich eben zunehmend voneinander zurückzieht, das immer mehr auf andere Lebensbereiche
überträgt und dadurch immer mehr im Ich-Du-Denken landet.
Ja, man sucht sich ja auch komplett andere Gesprächspartner dann aus.
Also ich möchte ja mich zugehörig fühlen und dann gehe ich vielleicht mit meinem Problem
eher zu einer Freundin oder zu den Eltern oder zu anderen Menschen, weil ich da mehr
das Gefühl von Vertrautheit habe.
Da ein wichtiger Tipp am Rande.
Kompensiert eure Beziehung.
Beziehungsthemen nicht mit Freunden und sprecht mit denen über Themen, die eigentlich eure
Beziehung betreffen.
Und andersrum ist es natürlich schön, wenn ihr als Freunde für eure Freunde und Freundinnen
da seid, wenn die Beziehungsprobleme haben.
Aber auch da wäre es eben wichtig, immer darauf hinzuweisen, zu sagen, pass auf, wenn
wir jetzt über deinen Mann, über deine Frau sprechen, dann ist das Ausschluss.
Das fühlt sich für den nicht gut an, außer das ist vorher klar abgesprochen.
Dass man mit jemandem Dritten darüber so sprechen darf und es löst kein Problem.
Ja.
Mit Freunden oder Freundinnen über die Beziehung zu sprechen, löst im Regelfall kein Problem,
sondern es wird die Kommunikation zwischen den beiden gebraucht.
Also innerhalb der Beziehung mit dem Paar, weil es ist ja klar, die Vertrauensbasis ist
nicht da, Dinge funktionieren nicht, es entsteht Distanz.
Was passiert jetzt, wenn ich mit einer Freundin oder einem Freund drüber spreche?
Noch mehr Distanz.
Was wir brauchen, ist ja mehr Zugehörigkeit.
Mehr Wir-Gefühl, das erreiche ich natürlich, indem man gemeinsam darüber spricht.
Und wenn das Vertrauen nicht so da ist, dann wäre das der erste Punkt, über den man spricht,
über das Vertrauen.
Wie gewinnen wir Vertrauen zurück, um dann auch andere Themen wieder ansprechen zu können.
Aber das ist eben ganz wichtig, dass man hier nicht mit anderen Menschen seine Beziehungsprobleme
kompensiert oder kompensiert, dass nicht genug Vertrauen oder keine gute Kommunikation da ist.
Das Ziel ist das, in der Beziehung zurückzufinden.
Eine weitere Frage.
Eine weitere Folge ist ja auch, dass man Absichten und Handlungen des anderen ständig hinterfragt.
Also man ist dauerhaft in der Interpretation, weil man kein Vertrauen hat.
Also unser Gehirn braucht ja Muster und Strukturen, um Sachen einordnen zu können.
Und weil wir ja häufig den Punkt haben, dass die Kommunikation stark beeinträchtigt ist,
sind wir ganz viel in der Interpretation.
Ah, derjenige wird bestimmt aus den und den Gründen handeln, wie ich es denke.
Und da liegen wir sehr, sehr häufig daneben.
Und dann ist diese Gedankenschleife, warum macht derjenige das, wie habe ich das zu bewerten,
immer nur in einem selber drin, ohne mit dem Abgleich mit dem anderen Partner oder der anderen Partnerin.
Und das ist schwierig, weil sich halt auch Brillen und Filter, wie wir es nennen, dann immer mehr aufbauen.
Und wir so einen bestimmten Blickwinkel auf die andere Person haben,
der nicht mit dem eigenen Gefühl des anderen, der matcht.
Andere sagen, ich habe aus ganz anderen Gründen gehandelt.
Und du denkst dir wieder deinen Anteil.
Du verurteilst.
Du verurteilst mich damit.
Wir können ja über gar nichts mehr sprechen.
Also es entsteht in der Folge viel Leid durch das verlorene Vertrauen.
Es beeinträchtigt die Kommunikation.
Es gibt eine spürbare Zunahme von Stress und Anspannung.
Es wird immer mehr zur emotionalen Belastung.
Bis hin, dass man nicht mehr sehen kann, was die gute Absicht des anderen ist.
Das Vertrauen oder das Misstrauen mündet irgendwann sogar in einer unterstellten bösen Absicht.
Und das ist ja jetzt so.
Das ist etwas, was wir grundsätzlich gar nicht als Annahme haben,
dass jemand in böser Absicht handelt.
Aber das passiert dann.
Dieses Gefühl manchmal, der will mir bewusst schaden sozusagen.
Es ist ja auch eine Wut da.
Ich glaube, wenn Menschen das Gefühl haben, sie werden zum Beispiel angelogen,
dann entsteht ja auch viel Wut.
Dass man dann sagt, das ist so dreist.
Ich hatte letztens ein Paar, da ging es auch um das Thema Lügen,
dass sie gesagt hat, sie kann eigentlich nichts mehr.
Sie kann nichts mehr.
Funny.
ihm annehmen, weil sie muss das erstmal durch so ein inneres Filterprogramm laufen lassen,
ob das der Wahrheit entspricht und das macht sie wütend.
Das hat so einen inneren Lügendetektor aufgebaut.
Ja, genau, weil es macht sie wütend, dass er sie anlügt,
auch in Kleinigkeiten, wo es ihrer Meinung nach nicht nötig gewesen wäre,
dass sie angelogen wird.
Und sie wird dauerhaft angespannt, wie du eben sagtest,
aber auch wütend, weil sie das so dreist findet.
Bevor wir euch gleich die fünf Lösungsansätze mitteilen,
die wir für euch notiert haben,
hier mal der Hinweis, wenn ihr schon mehrere Schleifen dreht und merkt,
wir kommen nicht so recht zurück ins Vertrauen,
wir finden da nicht den richtigen Weg,
dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch.
Gerne finden wir mit euch gemeinsam die Ursachen,
lösen die emotionalen Verletzungen auf,
die zum Verlust des Vertrauens führten,
bringen also mit euch gemeinsam das Misstrauen wieder auf Null,
neutralisieren das Ganze und sprechen mit euch dann
über die Verletzungen, die wir haben.
Über Strategien, Verhaltensweisen in der Zukunft,
die dazu führen, dass ihr das Vertrauen wieder nachhaltig aufbaut.
Der erste Schritt, der passiert im Coaching.
Die Strategien geben wir euch auch im Coaching mit.
Das Vertrauen aufbauen passiert dann über einen längeren Zeitraum
in eurem Alltag, in eurer Beziehung.
Aber wir geben euch die nötigen Impulse mit,
nachdem das Misstrauen erstmal gelöst wurde.
Meldet euch gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch,
dann schauen wir gerne,
was euer Thema ganz genau ist,
was euer Ziel ist
und gehen dann mit euch ins Coaching.
Kommen wir einmal zu den Lösungsansätzen.
Vertrauen aufbauen in fünf Schritten.
Der erste Schritt.
Ursachen für den Vertrauensbruch überprüfen.
Also wann gab es den ersten Vertrauensbruch?
Wir sagen ja auch immer zurückkehren an den Punkt,
wo war es mal gut.
Wir schauen also, wann gab es da die erste Systemgesetzverletzung,
wie wir es immer nennen
und welche Themen sind in der Beziehung,
was in der Beziehungslinie passiert.
Also was ist entstanden,
warum ihr jetzt gerade an dem Punkt steht,
wo ihr steht.
Also jetzt sehen wir ja immer die Wirkung.
Wir wollen aber ganz bewusst zurückkehren,
wann ist die Ursache dafür entstanden.
Denn die Wirkung, das ist natürlich das Leid,
was jetzt da ist, was extrem verletzend ist
und das möchte man möglichst schnell ja auch überwinden.
Aber wir brauchen wichtige Erkenntnisse,
wie ist das entstanden.
Dafür kehren wir zurück, wo war es mal gut.
Und wenn ihr da auf der Suche seid,
da sind wir auch Schritt zwei,
die erste Systemgesetzverletzung finden
in der Selbstreflexion.
Wann kam die erste Verletzung?
Wann sind die ersten ungute Gefühle entstanden?
Nachdem man den Punkt gefunden hat, wann war es mal gut?
Das können ja zwei verschiedene Dinge sein.
Erstmal kann das sein,
dass das sehr offensichtlich ist.
Das wäre die einfachere Variante,
die ihr wahrscheinlich auch selbstständig
sehr gut finden könnt.
So was ganz Offensichtliches, angelogen, fremdgegangen.
So was.
Oder das kann nicht so offensichtlich sein.
Nämlich dann, wenn es eine Verkettung
von Ereignissen ist,
die einzeln genommen nicht so relevant sind.
Ganz klein häufig.
Wo man aber in der Summe dieser ganzen Dinge sagt,
die Summe hat es gemacht.
An dem Punkt ist das fast zum Überlaufen gekommen.
Und das ist dann natürlich so ein bisschen mehr Detektivarbeit.
Da muss man so ein bisschen mehr schauen
und die Zeitlinie ganzheitlicher betrachten.
Und dann die Systemgesetzverletzungen zu finden,
die da hinführten.
Das ist dann eben manchmal nicht nur eine,
sondern manchmal ist das eben eine Kette von Verletzungen,
die man dann zusammennimmt und sagt,
Mensch, wenn ich das alles zusammennimmt, stimmt das.
Das hat dieses Gefühl zum Kippen gebracht.
Da ist mein Vertrauen verloren gegangen.
Das hatte ich jetzt letzte Woche im Coaching,
dass ein Paar gesagt hat,
ich weiß gar nicht,
wann unser Wir-Gefühl abhandengekommen ist.
Also, wann wir sozusagen kein Vertrauen mehr zueinander hatten.
Und auch, es gab nicht diesen einen Auslöser,
also irgendwie eine fremdgehende Affäre.
Und wir dann erst mal die ganze Beziehungslinie aufgebaut haben,
von vorne.
Und dann angefangen haben,
erst mal die Verletzung aufzulösen.
Und dann aus dem Prozess heraus,
beide nachher ziemlich gut sagen konnten,
ja, bei mir war der Punkt genau ungefähr,
jetzt rückblickend, da habe ich so ein Gefühl,
da hatte ich kein Vertrauen mehr,
da habe ich anders über dich gedacht.
Bei der anderen Person war es ein bisschen später.
Also, das muss auch nicht immer der gleiche Punkt sein.
Dass beide sagen so, ja, an dem Punkt haben wir zusammen beschlossen,
wir vertrauen uns nicht mehr.
Aber wichtig ist, dass man diesen Punkt für sich halt halbwegs auch findet,
damit man auch das Wissen hat,
wie ist das passiert, um das zu verarbeiten.
Das kann man selber machen.
Das funktioniert auch.
Das bedarf halt ein wenig Zeit.
Vielleicht schaut man sich unseren Videokurs an,
um das zu unterstützen.
Da gibt es dann auch immer Workbooks und so weiter.
Das hilft dann enorm.
Da erklären wir ganz genau, wie das mit der Zeitlinie funktioniert,
wie man die erste Verletzung findet, wie man weitere Verletzungen findet,
wie man die genau löst.
Also, es wird dort exakt Schritt für Schritt erklärt mit Beispielen
mit Aufgaben für euch und so weiter.
Also, das ist sehr empfehlenswert.
Es ist natürlich in so einem Paar-Coaching, einer Paar-Therapie
immer ein Zeitvorsprung durch die Erfahrung, die man sich dann reinholt.
Dann dauert es eben einfach nicht so lange, dort auf die Suche zu gehen,
sondern die Erfahrung von, ich müsste nachgucken,
wie viele Paare wir gecoacht haben.
Es ist aber irgendein vierstelliger Bereich von Paaren,
die wir gecoacht haben, in einem fünfstelligen Bereich von Coachings,
die man gemacht hat, wo man einfach,
ganz, ganz viel Erfahrung mitgenommen hat.
Und wir sind eben nicht befangen.
Wir gucken von außen drauf und können dann eben sehr schnell,
sehr präzise analysieren.
Wir brauchen im Regelfall einen Termin,
um dann die Ursachen gefunden zu haben.
Weil wir eben das, die Dinge wiederholen sich irgendwann.
Es gibt dann irgendwann natürlich eine ganze Reihe von möglichen Ursachen,
aber die Dinge wiederholen sich irgendwann aufgrund der Vielzahl der Paare,
die wir betreut haben.
Und dadurch findet man eben sehr schnell anhand dessen,
was ihr erzählt, mit den richtigen Fragen zu den entsprechenden Ursachen bei euch.
Der dritte Schritt ist es dann, die erste Systemgesetzverletzung zu lösen.
Hier geben wir auch mit der System-Empowering-Methode vor.
Das heißt, es wird objektiv beschrieben, was passiert ist,
so als würde jemand von außen das sehen.
Es geht darum, welches Gefühl ist entstanden.
Wir sprechen dort über die Basisgefühle.
Also Gefühle, die der Körper mit uns macht.
Zittern, Hitze steigt auf, Druck im Bauch, solche Dinge.
Dann mit dem Basisgefühl 2, dass wir vielleicht sagen,
das hat Ärger gemacht und Traurigkeit.
Der andere kann das im besten Fall anerkennen und sehen und sagt,
Mensch, das kann ich sehen, dass diese Gefühle bei dir entstanden sind.
Übernimmt Verantwortung.
Es tut mir leid, das war nicht meine Absicht, diese Gefühle bei dir zu machen.
Und dann unterstützt derjenige seinen Partner, seiner Partnerin,
dabei, die Gefühle zu verarbeiten, was wir dann eben immer konkret anleiten,
was je nach Gefühl ein wenig anders funktioniert.
Da stellt sich jetzt bei vielen vielleicht die Frage,
und das war jetzt auch diese Woche in einem telefonischen Erstgespräch die Frage,
kann ich das auch alles machen, wenn mein Partner nicht mit im Prozess ist?
Also kann ich sozusagen Vertrauen auch alleine aufbauen im Coaching?
Ich würde sagen, ja.
Ich würde sagen, nein.
Denn die Coachings funktionieren immer dann besonders gut,
wenn natürlich beide mitmachen, wenn man sich noch in der Beziehung befindet.
Genau.
Das heißt, man teilt immer noch seinen Alltag miteinander,
dann funktioniert das eher nicht.
Wenn man aber keinen Alltag mehr miteinander hat,
weil man sich bereits getrennt hat und merkt,
ich nehme hier Prägungen mit in die nächste Beziehung und das will ich nicht,
dann können wir das auflösen, ohne dass der Partner dabei ist.
Das machen wir innerlich.
Funktioniert gut.
Genauso, wenn man Themen mit seinen Eltern hat, die noch nicht geklärt sind,
wo man merkt, da habe ich immer so kleine Dinge, die meine Beziehung belasten,
das möchte ich gerne für mich verarbeiten,
können wir auch ohne, dass die Eltern mitmachen, lösen.
Aber wenn man seinen Alltag noch miteinander teilt, dann funktioniert das nicht.
Genau.
Und da war auch, das sagte ich am Telefon auch,
in der Methodik wird ja auch davon ausgegangen,
dass es nicht den Schuldigen gibt.
Also die eine Person.
Die sozusagen das Leid verursacht hat.
Das heißt, es kann auch nicht eine Person das Vertrauen alleine wieder aufbauen.
Also es wird ja auch eine zweite Person gebraucht,
damit jeder seine Anteile sehen kann.
Wenn man jetzt sagt, man möchte in einer Beziehung bleiben
und möchte das wieder aufbauen.
Und es reicht nicht aus zu sagen, ja, aber derjenige ist ja fremdgegangen
und dann soll derjenige das Vertrauen wieder alleine aufbauen.
Sondern es ist ja immer ein Zusammenspiel von Anteil,
vielleicht der eine im höheren Anteil, der andere weniger.
Aber das ist etwas, was man im Biergefühl macht,
weil das ist ja auch etwas, was beide betrifft, Vertrauen in der Beziehung.
Ja, vor allen Dingen soll sich ja auch danach das Verhalten verändern.
Ja.
Das ist ja auch etwas, dass der Partner oder die Partnerin,
mit der man eben noch in der Beziehung aktiv zusammen ist,
einen Alltag teilt, derjenige soll ja auch einen Lernprozess entstehen.
Das macht ja die Nachhaltigkeit aus,
dass man sieht, welches Verhalten den anderen verletzt,
weil häufig ist das nicht bewusst.
Es gibt natürlich viele Verletzungen, wo das ganz klar ist,
aber es gibt eben auch viele Verletzungen, wo das nicht bewusst ist,
dass das den Partner verletzt.
Und das ist eben wichtig, dass diese Lernerfahrung gemacht wird
und derjenige selbstbestimmt sagt, wie er mit dem Wissen,
dass es den anderen verletzt, anders gehandelt hätte
und damit auch in Zukunft anders handelt,
damit sich diese Verletzungen nicht wiederholen.
Das ist ja eben auch ganz wichtig.
Kommen wir zum vierten Schritt.
Wir gehen jetzt die Lebenslinie, die Beziehungslinie weiter entlang
und lösen alle weiteren Systemgesetzverletzungen auf.
die dazu führen, dass kein Vertrauen mehr da ist.
Dass das Fundament sich wieder stabilisiert.
Also mit der Methodik geht man jetzt Verletzung für Verletzung durch
und bringt damit den Punkt, wann war es mal gut, ins Heute.
Und der fünfte Schritt, der letzte Schritt,
ist dann halt auch das Fundament nachhaltig zu stabilisieren.
Lösungen auch auf den oberen Ebenen, wie wir das nennen, zu finden.
Also zu überlegen, wie können wir gemeinsame Zeit finden
als Paar für Gespräche, für Reflexion.
Welche gemeinsamen Ziele und Pläne haben wir für die Zukunft,
die uns wieder näher zusammenbringen,
die auch das Wir-Gefühl wieder stärken,
dass ich mich darauf einlassen kann,
auch eine Zukunft mit dem anderen wieder zu entwickeln.
Wie fühlt sich das an, wenn das Vertrauen wieder da ist?
Was würde man vielleicht im Alltag nochmal umstellen?
Was ist einem wichtig?
Das würde man alles in einem fünften Schritt machen.
Wir hoffen, ihr konntet.
Ihr konntet hier einige Impulse mitnehmen.
Wenn ihr dort selbstständig dran arbeiten wollt,
empfehlen wir euch sehr unseren Videokurs.
Wenn ihr Unterstützung wünscht,
sind wir natürlich sehr gerne für ein telefonisches Erstgespräch offen
und begleiten euch sehr gerne auf eurem Weg.
Ansonsten wünschen wir euch eine gute Zeit
und freuen uns, wenn ihr in der nächsten Woche
wieder bei einer neuen Podcast-Folge dabei seid.
Bis dann.
Bis bald.
Bis bald.
Bis bald.
Bis bald.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Vertrauen in einer Beziehung ist das grundlegende Fundament und erfordert langfristige, bewusste Aufbauarbeit.
Misstrauen muss aktiv auf Null gebracht werden, bevor neues Vertrauen entstehen kann – eine gesunde Nulllinie ist entscheidend.
Vertrauensverlust entsteht oft durch systemische Verletzungen, wie Fremdgehen, Ungerechtigkeit oder mangelnde Wertschätzung.
Das Misstrauen wird durch Interpretation, Filter und vorurteilhafte Gedanken verstärkt, was zu Wut, Isolation und emotionaler Belastung führt.
Der Vertrauensaufbau erfolgt schrittweise
Beide Partner sind notwendig für den Prozess, da Verletzungen gegenseitig wirken und Verantwortung nur gemeinsam geteilt werden kann.
Alternative Lösungen wie Beziehungsprobleme mit Dritten zu diskutieren, verstärken die Distanz und reduzieren das Gefühl der Zugehörigkeit.
Die fünf Schritte – von der Ursachenfindung bis zur nachhaltigen Stabilisierung – bieten einen strukturierten Weg zurück zum Vertrauen.
Summary:
Vertrauen in einer Beziehung ist das zentrale Fundament für Zugehörigkeit, Wohlbefinden und emotionale Sicherheit. Wenn es durch Ereignisse wie Fremdgehen, Ungerechtigkeit oder mangelnde Kommunikation geschädigt wird, entsteht Misstrauen, der sich durch ständige Interpretation, Filter und Wut verstärkt. Dies führt zu Distanz, Isolation, emotionaler Belastung und einem verlorenen „Wir-Gefühl“.
Um zurückzufinden, ist ein bewusster, schrittweiser Prozess notwendig: Zunächst werden die Ursachen der Verletzung analysiert, indem man die Beziehungslinie durchgeht und den ersten Punkt der Systemgesetzverletzung identifiziert. Danach wird die emotionale Wirkung objektiv beschrieben, die Gefühle und Basisgefühle wie Zittern oder Wut werden verarbeitet, und beide Partner nehmen Verantwortung und Unterstützung wahr. Alle weiteren Verletzungen werden sequenziell aufgelöst, und im letzten Schritt wird eine nachhaltige Stabilität geschaffen – durch gemeinsame Zukunftsvisionen, regelmäßige Gespräche und ein stärkeres „Wir-Gefühl“.
Während dieser Prozess in der Beziehung stattfindet, ist die aktive Beteiligung beider Partner entscheidend. Alternativ kann der Prozess auch im Einzelfall durch Coaching und Selbstreflexion erfolgen, besonders wenn der Alltag nicht mehr gemeinsam gelebt wird. Ein wichtiger Hinweis ist, dass Vertrauen nicht durch kurzfristige Gespräche oder „wiederhergestellte” Aussagen erreicht wird, sondern durch dauerhafte Verhaltensänderungen und emotionale Wiederherstellung.
FAQs
Das Misstrauen muss auf Null gebracht werden, bevor neues Vertrauen entstehen kann. Eine gesunde Nulllinie ermöglicht es, Vertrauen langfristig und nachhaltig aufzubauen.
Die Verletzung verändert das innerliche Vertrauensbild. Das Misstrauen wird übertragen, und die Beteiligten fühlen sich oft nicht mehr sicher, ob Veränderungen wirklich von innen kommen.
Misstrauen entsteht durch Verletzungen wie Lügen, Fremdgehen oder unehrliche Handlungen. Auch eine unzureichende Kommunikation und ein fehlendes Zugehörigkeitsgefühl führen dazu.
Die Partner fühlen sich wie Einzelkämpfer, es entstehen Distanz, Unzufriedenheit und eine zunehmende Abwesamkeit in der Beziehung gegenüber dem Partner.
Das führt zu weiterer Distanz und Isolation. Es ersetzt die notwendige, gegenseitige Kommunikation innerhalb der Beziehung und schwächt das Wir-Gefühl.
1. Ursachen für Vertrauensbruch überprüfen, 2. Die erste Systemgesetzverletzung finden, 3. Diese Verletzung lösen, 4. Alle weiteren Verletzungen aufarbeiten, 5. Das Fundament nachhaltig stabilisieren.
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