Kein Sex mehr in der Ehe? Erfahrene Sexualberaterin erklärt, was wirklich dahinter steckt - Interview mit Mignon #281
0m 0s
In vielen Ehen verändert sich die körperliche Nähe und die Sexualität mit der Zeit – oft schleichend, ohne dass es auffällt. Diese Entwicklung führt häufig zu einem Gefühl der Abwesenheit, einer mangelnden Wertschätzung und einem sinkenden Selbstwertgefühl, besonders bei Frauen. Viele Paare vermeiden offen über ihre Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen, was durch Scham und mangelnde Kommunikation verstärkt wird. Änderungen im Körper, wie hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren oder nach einer Schwangerschaft, oder körperliche Erkrankungen, wirken sich ebenfalls auf die Libido aus. Die Suche nach Sexualität außerhalb der Beziehung ist oft kein Zeichen von Nichteinhaltung, sondern ein Ausweg aus der Scham und der Unzufriedenheit. Die Lösung liegt in einer bewussten, offenen Kommunikation, in kleinen täglichen Berührungen und im Wiederherstellen eines gemeinsamen Vertrauens. Ein stabiles Beziehungsfundament, das frühere Konflikte verarbeitet, ist entscheidend, um eine erfüllte Sexualität wiederherzustellen. Die Sexualität ist kein „zufälliger“ Aspekt, sondern ein zentrales Element der Beziehung, das mit Respekt, Wertschätzung und Achtsamkeit bewusst gestaltet werden muss. Diese Themen werden in der Paarberatung, Insbesondere durch Sexualtherapeuten wie Mignon, mit viel Empathie und Fachwissen unterstützt.
In vielen Ehen verändert sich im Laufe der Zeit die körperliche Nähe.
Und für manche Paare bedeutet das sogar, dass Sex ganz ausbleibt.
Viele denken auch immer, als Paar musst du einmal in der Woche Sex haben.
Ein bisschen tust du erstmal in der Sexualität gar nichts.
Wenn du es zweimal am Tag hast, ist das super.
Wenn du es nur zweimal im Jahr hast, hat es dann nichts damit zu sagen, dass ihr euch als Paar verloren habt.
Die Konflikte in der Sexualität gehen in den Alltag mit rüber.
Du fühlst dich auf einmal auch nicht mehr gesehen.
Du fühlst dich ein, dein Selbstwertgefühl geht sehr in den Keller, was dann auch natürlich psychisch ein Grund sein kann.
Es kann auch zu Depressionen führen.
Viele denken, wenn du jahrelang mit einer Partner zusammenlebst, passiert das, dass du halt nicht mehr dich gesehen fühlst, dass der sexuelle Reiz da ist.
Und da sage ich gleich so, nee, das ist ein ganz, ganz falscher Mythos.
Auch wenn du schon länger zusammen bist, kannst du immer noch leidenschaftlichen Sex haben.
Ich bin Mignon.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Wobei wir heute eigentlich die Einleitung hätten ändern müssen.
Eigentlich hätten wir heute sagen müssen, wir sind Paartherapeuten, Coaches und Sexualtherapeuten.
Denn das ist heute Thema dieser Folge, dass wir mit Mignon nun auch dort in diesem Themenfeld Unterstützung haben.
Denn wir sind Paartherapeuten.
Wir sind ausgebildete Paartherapeuten und Coaches.
Und wenn es dann hineingeht in dieses Themenfeld, dann sind wir ab einem gewissen Punkt dafür eben nicht ausgebildet.
Deswegen holen wir Mignon mit dazu ins Team.
Denn in vielen Ehen verändert sich im Laufe der Zeit die körperliche Nähe.
Das höre ich auch sehr häufig in den Kennenlerngesprächen, dass das eher Monate oder Jahre gar nicht mehr stattfindet.
Entweder rein auf die Sexualität bezogen, aber auch die körperliche Nähe.
Kleine Berührung, Dinge, Gesten, die einem zeigen, dass man sich nahe ist.
Manchmal gibt es dafür total akute Ursachen, zum Beispiel Streit, ein Vertrauensbruch, Stress.
Aber manchmal entwickelt sich das eben auch schleichend.
Immer weniger Paarzeit, immer mehr Funktionalität.
Und irgendwann entsteht dann der Punkt, wo das Liebespaar sich fragt, was sind denn eigentlich noch die Elemente in unserer Beziehung, die das Liebespaar ausmachen.
Und dann gehen die Vergleiche los.
Sind wir nicht doch eher eine WG?
Sind wir wie Bruder und Schwester, Freunde?
Irgendwie fehlt das Liebespaar.
Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass Paare typischerweise einmal pro Woche bis sechsmal im Monat miteinander Sex haben.
Das heißt, herauszufinden, was ist eigentlich normal, ist hier sehr schwierig.
Und bei uns geht es ja sowieso immer darum zu schauen, was ist für dich ganz persönlich stimmig oder unstimmig.
Wir wollen heute über die Ursachen, über die Folgen und natürlich auch über Lösungsansätze, Veränderungsmöglichkeiten,
mit Mignon sprechen, die eben ausgebildete Sexualtherapeutin ist und in diesem Fachbereich nun bei den Lebensiderlisten unterstützt.
Mignon, schön, dass du da bist.
Vielleicht magst du erstmal ein bisschen was zu dir erzählen.
Wer bist du?
Was machst du, dass Hörer, Interessierte, vielleicht auch schon Paare, die bei uns sind und jetzt die Option neu dazubekommen, dich kennenlernen?
Ich danke dir erstmal ganz herzlich für die Einladung.
Ich bin Mignon, bin Mitte 40, komme aus Hamburg und bin Sexualberaterin.
Und Coaching für Intimität, Nähe und bewusste Paarzeit.
Ja, das Thema Sexualität, das finde ich halt immer wieder sehr interessant und freue mich auch, dass ich mit Ende 30 meine Berufung gefunden habe,
weil es macht mir verdammt viel Spaß, in Einzelcoaching oder auch in Paarberatungen Menschen dabei zu helfen,
ihre eigene Sexualität, ihr eigenes Körpergefühl wiederzufinden, aber sich auch als Paar wiederzufinden.
Du hattest ja schon in der Einleitung schon das ein oder andere angedeutet.
Es sind tatsächlich sehr viele Faktoren, die dazu führen, dass die Paare auseinander gehen, was natürlich auch in der Sexualität einen Ursprung finden kann.
Das heißt, das Thema Sexualität kann entweder eine Folge sein aus anderen Konflikten oder das kann der Ursprung sein, dass da was nicht passt
und dann entstehen weitere Konflikte auf anderen Ebenen in der Folge, dass die Sexualität nicht passt.
Total, bei vielen wird es unbewusst, die Konflikte in der Sexualität gehen in den Alltag mit drüber, Florian.
Ganz, ganz oft habe ich das in den Paarberatungen, in den Gesprächen, wo die dann sagen, ich habe gewisse Spannungen, ich bin gereizt und eilt rum und dran und dann spricht man immer mehr
und dann, ich muss da gar nicht mehr dazu sagen, dann merkt die Person schon schnell, oh, das hat ja damit was zu tun.
Föte Sexualität, also A, mit sich selber, das hat ja auch viel mit unserem Körper zu tun oder halt mit dem Partner oder mit der Partnerin, kann gravierende Ausmaßen haben, sage ich auch, im Alltag halt.
Das heißt, wenn du sagst, mit Ende 30 deine Berufung gefunden, das heißt, seit sechs, sieben, acht Jahren berätst du dann jetzt Paare und Einzelpersonen.
Mach mich nicht älter, ne?
Du hast Mitte 40 gesagt.
Ja, ja, Mitte 40, ach nein, das war nur ein Scherz, alles gut.
Tatsächlich bin ich seit 21 in der Sexualberatung tätig, habe dann, wie gesagt, ich komme aus dem klassischen Marketing, habe gedacht, das ist nicht das, was ich noch mit 80 machen möchte.
Ich möchte noch gerne arbeiten, weil ich Spaß dran habe und ich habe tatsächlich den Spaß in der Beratung gefunden mit Menschen.
Wie gesagt, ist es eine Einzelberatung, ist es in der Paarberatung und gerade dieses Thema Sexualität merke ich immer noch und wir sprechen von,
225, 226, 227, auch in 27, denke ich mal, hoffentlich sind wir da schon ein bisschen näher, ist dieses Thema immer noch mit Scham behaftet, ne?
Ja.
Auch allein uns gegenüber, wir schämen uns, unserem vertrauten Partner, Partnerin Sachen auszusprechen, wo man eigentlich denkt so,
eigentlich kennt er mich besser als ich mich selber, trotzdem kann ich darüber nicht mit ihm sprechen und da ist mal die Frage, warum eigentlich?
Das erleben wir ja sogar schon in der Paartherapie, wenn man jetzt noch ums Außen geht,
dass die wenigsten das Familie, dem Freundeskreis erzählen, dass sie in einer Paartherapie sind oder waren.
Manchmal eher, wir waren dort und das hat geholfen.
Das ist so der Weg, wo das dann häufig funktioniert, aber die wenigsten Paare gehen damit ganz offen um.
Da ist auch noch immer dieses Schamgefühl, gescheitert zu sein, Hilfe zu brauchen, obwohl das in anderen Lebensbereichen ja völlig normal ist,
sich Hilfe und Unterstützung zu holen.
Ich merke es aber auch bei den jüngeren Generationen, dass sie,
die schon eher eine Paarberatung suchen, bevor es zu spät ist.
Also sie merken irgendwie, wir kommen nicht mehr zueinander oder wir streiten nur noch und dass sie dann offener dafür sind.
Da bin ich auch ganz, ganz dankbar, dass sie wirklich den ersten Schritt machen, bevor der zweite eigentlich angetreten ist und das eigentlich schon zu spät ist.
Also obwohl zu spät ist, ist es eigentlich in den seltensten Fällen, es ist ganz oft die fehlende Kommunikation mit Teilen von Bedürfnissen,
von Wünschen, dieses Schamthema und man muss ja auch eingestehen, man selbst verändert sich ja auch und die Zeit als Paar verändert sich auch.
Und da sind ja auch wieder ganz viele Faktoren, gerade so bei Älteren ist es ja so, die Kinder sind aus dem Haus, man hat wieder Zeit für sich,
man weiß nicht damit, wie verbringen wir die Zeit, was ist das eigentlich.
Oft ist aber auch dann Stress oder emotionaler Druck kommt hinzu, die Eltern werden vielleicht ein Pflegefall und das sind alles so Faktoren,
die sich zuspielen und das ist halt auch wichtig, dies miteinander zu leben, aber auch schauen, wie wir uns als Paar nicht verlieren.
Wie erlebst du es dann in den Sitzungen, wenn dieses Schamgefühl ja da ist und eigentlich da vielleicht Gedanken und Wünsche in einem oder beiden schlummern,
die noch nie ausgesprochen worden sind, sind die durch deine Begleitung offener, hast du bestimmte Techniken, um dann zu helfen,
die Scham abzulegen und auszusprechen, was man sich da wirklich wünscht oder was da im Gefühl wirklich schief läuft, wo man sagt,
da erlebe ich schon längere Zeit ein Mangelgefühl?
Es ist eine sehr schöne und interessante Frage, viele denken auch immer so, jetzt kommen sie zu mir oder halt zum Kollegen, zu euch und denken mit einer Sitzung ist alles getan.
Es ist ein Prozess, weil das hat sich ja alles sehr langsam eingeschlichen, die Scham nicht miteinander zu sprechen.
Auch du hattest das vorhin gesagt, viele denken immer, es ist alles so über Nacht passiert, aber nein, es ist immer step by step ganz leise und langsam halt im Alltag.
Und dementsprechend ist es immer so zuerst so, immer noch so eine Hürde drüber zu sprechen in den ersten Sitzungen.
Und dann ist es aber dieses Zuhören, wenn die Person mitbekommt, ich werde auf einmal gehört, mein Partner, meine Partnerin hört mir auf einmal zu.
Das merkst du halt sehr, sehr oft in den Paarberatungen, dass auf einmal so, oh, du hörst mir zu und dann auch immer dieses, wieso hast du es nie gesagt, auf einmal dieses Verständnis, auch dieses wow und sprachlos.
Und einfach sich zu öffnen, dann öffnest du dich auch der Scham gegenüber, beziehungsweise findest das eigentlich mehr gar nicht mehr als Scham, sondern ich teile meinen Partner, Partnerin was mit, was eigentlich total neutral ist, wofür ich mich überhaupt nicht schämen muss, weil jeder halt da, sage ich mal, auch so einen Faktor hat oder ein Hindernis mit sich selbst hat.
Das ist wahrscheinlich ähnlich wie wir, dass dann der eine oder andere traurig darüber ist, dass er das nicht früher ausmacht.
Das ist eigentlich ähnlich wie wir, dass der andere traurig darüber ist, dass er das nicht früher ausmacht.
Und sagt, oh Mann, jetzt in der Begleitung, in dem Rahmen merke ich, dass das total gut tut, diese Offenheit und dass das wohlwollend angenommen wird.
was verändert und dann denkt, da hätte ich
jetzt gar nicht sechs, sieben Jahre so mit leben müssen.
Du merkst es immer sehr oft
im Körper, in der
Körperhaltung, vor allem im Gesicht. Also du
merkst wirklich dann, und das ist auch
immer der Moment, wo ich weiß,
ich mache das genau hier, weil ich
es machen möchte. Und das ist diese
Dankbarkeit. Und du merkst, meine Arbeit
wird angenommen, wenn du diese Erleichterung
siehst in dem Gesicht dann so.
Ach, das war ja gar nicht so schlimm. Ach, Schatz, wir können
ja darüber reden. Wusste ich gar nicht. Warum hast du es noch nie gesagt?
Und das ist so dieses
Schöne, wo sie auch merken, die
Ehe oder die Partnerschaft ist gar nicht
kaputt. Sie haben sich gar nicht verloren,
sondern das ist immer so dieser schöne
Moment, den es mir dann
gibt, wo ich denke, ja, das möchte ich
auch noch gern mit 80 machen.
Was sind denn aus deiner Sicht so die typischen
Themen in der Sexualberatung,
jetzt vielleicht auch ein bisschen abgegrenzt, zu
unserem Themenfeld der Paarberatung?
Ein großes Thema ist
tatsächlich
unterschiedliche Lustniveaus,
dass jeder so seinen
Lustfaktor hat und
auch Schwelle hat. Dann natürlich
die fehlende Zeit zu zweit.
Scham,
also Scham,
dann Stressfaktoren,
eigenes Körpergefühl
beziehungsweise der Körper verändert
sich. Ist das
jetzt, sage ich mal, auch gerade bei Frauen hormonell,
ist das durch eine Schwangerschaft oder in den
Wechseljahren. Dann kann aber auch
körperliche Veränderungen passieren,
wie Unfall,
Knie-OP, wer jetzt
zum Beispiel ein Beispiel ist.
Immer habe ich tatsächlich komischerweise
ganz oft Knie-OPs irgendwie,
die dazu führen.
Aber auch da merken erst die Paare,
dass das so ein Faktor ist.
Sie haben dieses Knie, was
operiert worden ist. Das ist so ein
kleiner Fall aus
meiner Paarberatungen. Das kam
tatsächlich erst in der vierten Sitzung
auf, dass diese OP am Knie
dazu geführt hat, warum die nicht mehr
diese leidenschaftliche
Sexualität, Sex hatten,
weil die Frau hat sich
verändert. Sie hat zugenommen, sie hat
Schmerzen, fühlte sich nicht mehr
gesehen, fühlte sich nicht mehr wahrgenommen,
fühlte sich total unattraktiv.
Und das sind immer ganz oft solche
Themen, die da halt zuführen,
warum es nicht mehr zum
Sex kommt. Ja, also auch ganz viel
Ursachenforschung natürlich. Genau.
Oder aber auch Wünsche werden nicht
mitgeteilt. Man
distanziert sich dann halt und
lebt die dann leider dann
teils außer Hause halt aus.
Wenn wir jetzt von verschiedenen
Libidos ausgehen, was wäre da
dann so ein praktisches Beispiel
und wie geht man damit um?
Weil da wäre jetzt zum Beispiel der Punkt, wo ich als
mit meiner paartherapeutischen Ausbildung
nicht konkret weiterhelfen könnte.
Wie meinst du das? Meinst du,
wie ich dann wieder zur Libido. Genau, also ein Paar, das ist
bei uns in der Beratung und wir merken,
dass das zwischendurch ausgesprochen wird,
dass da unterschiedliche Bedürfnisse sind und der Mann ausspricht
oder die Frau, meistens die Frau, ja.
Und die Frau ausspricht, dass ich bei
ihrer Libido was verändert hat. Ja.
Und sie das auch für sich merkt. Und der Mann
sagt, ja und ich bin da im Mangel. Mir ist
das zu wenig und ich muss immer die
Initiative ergreifen. Ich habe auch inzwischen
Angst vor Ablehnung, dass ich
Nein höre und so. Jetzt habe ich schon so oft gefragt.
Ich ziehe mich langsam auch schon zurück und
ich merke, das tut mir nicht gut.
Was machen wir mit dem Paar?
Was machst du mit dem Paar? Erst einmal,
genau das mitteilen, dass er sagt,
ich fühle mich nicht mehr gesehen, nicht mehr gefühlt, wenn wir
an deinem Beispiel bleiben.
Und sie dann aber auch teilt, was mit
ihr gerade passiert. Man kann in den
Kopf nicht reinschauen. Man weiß nicht, was
die Person außerhalb
der Sichtweise
alles in Sicht fällt,
alles so passiert, wenn man halt nicht
kommuniziert. Die offene Kommunikation,
dann ist,
gebe ich immer gerne auch als Rat,
nie irgendwie
Druck ausüben, sondern
auch Wünsche sagen,
du Schatz, ich habe gemerkt, wir fühlen
nicht mehr zueinander, wir kommen nicht mehr zueinander.
Es kränkt mich,
es verletzt mich und dann nach gemeinsamen
Möglichkeiten suchen, wirklich
diese Weichheit einmal bekannt zu geben,
diesen Wunsch auch,
dass wir wieder als Paar zusammenkommen.
Also die offene Kommunikation ist immer
das Erste, was ich dann empfehle.
Dann ist es dann oft
auch gerade bei ihr,
dann halt auch mal in den Körper hineinzuschauen,
die Körperwahrnehmung wieder
wahrzunehmen. Der Körper hat
sich verändert.
Atemübungen mache ich tatsächlich auch
ganz gerne mit den
Paaren dann zusammen.
Und sie bekommen dann auch Hausaufgabe auf.
Sie bekommen dann auch Hausaufgabe auf,
sich zu
beobachten, unter anderem
oder auch vielleicht
sich kleine Berührungen
im Alltag zu schenken.
Es muss ja nicht immer gleich zum Sex kommen.
Ganz, ganz oft hast du das, dass es schon
oft an fehlenden Berührungen
fehlt. Und diese fehlenden
Berührungen leiten
dazu, dass wir wieder Sex haben.
Also das ist das eine oder das andere.
Dann empfehle ich, wie gesagt, auch
außerhalb des Schlafzimmers
vielleicht auch zu sprechen, auf einen
neutralen Raum, wo beide sich Wohlheit
fühlen. Und auch mal
bewusst dann halt vielleicht auch wieder
ins Dating, Zeit zur Zweitheit
zu gehen. Sich
im Alltag auch vielleicht kleine
Grußbotschaften zu
schenken.
All so Kleinigkeiten sind das.
Es ist halt ein Prozess. Es ist jetzt schwierig
zu sagen, wie ich arbeite.
Natürlich ist es immer individuell, auf das
Paar geschnitten. Aber da gibt es
schon diese ein oder andere
Zauberformel, wie Paare wieder
zueinander finden, auch wenn sie
halt sich verloren haben oder
einer sich verloren hat in seinem Körper.
Ja. Was so die schönsten Momente
für dich sind, hast du gerade ja eigentlich schon beschrieben.
Wenn so im Gesicht zu sehen ist,
dass da jetzt dann Last abfällt
und sich jemand freut, dass
der Weg offen ist, Scham weggeht und
die offenen Gespräche stattfinden.
Ja, oder dann wirklich,
wenn der eine zu der anderen sagt,
oder die Frau zum Mann dann sagt
so, wieso hast du es nicht schon
eher gesagt? Also was du ja auch
angesprochen hast schon. Und das
sind dann diese Momente, wo
du weißt, es ist
angekommen bei denen. Dieser Prozess
ist angekommen, dass sie
halt für sich arbeiten müssen,
aber auch für einen uns
arbeiten müssen und dass sie
damit nicht alleine sind. Und das sind
tatsächlich immer diese schönsten Momente. Und dann
weißt du auch, dass deine Arbeit
zu Ende ist, wenn sie das
wirklich anerkannt haben und sie
dann wieder zueinander finden.
Wie lange dauert so ein Prozess dann typischerweise?
Gibt es da so einen Schnitt oder ist das auch
höchst individuell?
Es kommt tatsächlich drauf an,
wie tief
schon, sag ich mal, dieses
sexuelle Problem halt verankert
ist in dieser Beziehung.
In der Regel gehe ich schon davon aus,
also ich begleite Paare
von drei Monate
bis ein Jahr kann gut sein.
Das ist total individuell.
Welche Wünsche sie dann haben und wie tief
sie dann schon drin stecken.
Was würdest du sagen, wann wird denn
die Sexualität zu einem echten
Problem der Beziehung? Also wo man sagt,
da ist das
Teil oder sogar Auslöser der Krise?
Zum echten Problem wird
es, wenn die Partner,
die Partnerinnen sich also voneinander
distanzieren, wenn nicht mehr
darüber gesprochen wird, wenn man
vermeidet, Berührungen
von dem Gegenüber halt
anzunehmen. Man weicht dann aus,
und wenn man halt
seine sexuellen Wünsche,
Bedürfnisse halt außerhalb
sucht, der Partnerschaft,
dann ist das schon
gravierend.
Was würdest du sagen, ab wann sollte man das aussprechen?
Also ab wann ist dieses außerhalb Suchenden,
wo ist da eigentlich der Punkt, wo man
für sich reflektieren kann und sagt,
warte mal, irgendwie passiert da was in mir,
was vielleicht nicht gut ist.
Weißt du, wie ich das meine?
Ja, ich weiß,
am Anfang ist es natürlich
aufregend, prickelnd, du wirst ja wieder gesehen.
Und es ist erstmal auch
schwierig, dass du es dann erkennst,
dass in der Ehe oder in der Partnerschaft
was nicht mehr so funktioniert.
Du hast es unbewusst,
machst du ja diesen Schritt außerhalb
der Partnerschaft und suchst da
jemanden, mit dem du wieder
sexuell, sag ich mal, dich ausleben
kannst.
Und es ist halt ein Prozess
und dann
irgendwann merkst du,
es ist schwierig, einen Zeitraum,
einen Zeitpunkt zu sagen.
Es ist wirklich schwierig, einen Zeitpunkt zu sagen.
Weil du machst natürlich diesen Schritt
bewusst erstmal nach außen,
aber unbewusst verdrängst du das ja,
dass in der Beziehung was nicht stimmt.
Und es ist immer,
ganz, ganz oft denken immer viele,
wenn es nicht mehr zum Sex in der Partnerschaft
kommt, ist da die
mangelnde Liebe dahinter. Das ist es gar nicht.
Es sind ganz oft die fehlende
Kommunikation, das Mitteilen von
Wünschen, Bedürfnissen,
die Schamheit,
darüber zu sprechen. Oder auch
was wir auch schon hatten, ist dieser
Stressfaktor,
emotionaler Stress. Wie gesagt,
da kommt man vielleicht gerade aus einer Elternschaft
raus.
Im Berufsalltag, auch der Berufsalltag
kann hier schuld sein, dass du
auf einmal keinen Sex mehr hast zu Hause.
Und du fühlst dich halt nicht mehr gesehen.
Als Frau auch
ein ganz, ganz oftes Thema.
Oh Gott, bin ich unattraktiv geworden?
Er möchte ja gar nicht mehr mit mir.
Aber auch hier verändert sich ja auch,
die Vorstellung, die Wünsche
der Körper und
auch wenn du hier vielleicht die Scham hast und
mitzuteilen, ich wünsche mir gerne
mal vielleicht einen Dreier oder
muss er nicht gleich mit einer
weiteren Person sein oder ich wünsche mir gerne
mal vielleicht außerhalb des
Bettes mal mit dir
intim zu sein und man
nicht weiß, wie man das dem Partner, der Partnerin
dann mitteilt. Und dann
nimmst du sowas dann zu Hause, nicht zu Hause
aus, weil draußen ist es natürlich einfacher. Da brauchst
du nicht viel reden. Da passiert es
dann einfach, du weißt ja, warum du dich dann triffst. Aber bei
vielen wird es dann auch so sein, wenn der
Stress zunimmt. Wie kriege ich dann
meine Affäre mit meiner Partnerschaft
unter einem Hut? Wo auch
vielleicht dann die Affäre mehr
dann halt möchte.
Dann weiß man ja doch irgendwie, was man dann zu Hause
hat und irgendwie, warum bin ich überhaupt dann
diesen Weg gegangen? Also es ist immer
oft, ist man schon Wochen und
Monate dabei,
dieses
geheime Leben halt zu führen, außerhalb
der Partnerschaft.
Deshalb ist es immer
auch schon sehr vertieft dann,
bevor man das dann merkt, dass irgendwie
zu Hause dann nicht mehr was ist.
Und ich muss auch dazu sagen,
viele denken, es gehört irgendwie dazu,
weil wenn du jahrelang mit
einer Partner zusammenlebst,
ist natürlich,
passiert das, dass du halt nicht mehr
dich gesehen
fühlst, dass der sexuelle Reiz
da ist. Ja, ja.
Vor allem, weil wenn man lange zusammen ist,
man gerade letztens ja gelesen, das finde ich ganz schön,
dann hat man ja nachher
immer verschiedene Partner eigentlich vor sich.
Im Laufe des Lebens verändert man sich ja
bestimmt fünf, sechs Mal.
Das heißt, wenn wir jetzt 40, 50 Jahre
zusammen sind zum Beispiel, dann haben
wir eigentlich vier, fünf, sechs Mal einen anderen
Partner vor uns, durch persönliche
Entwicklungen und verschiedene Dinge.
Ich bin heute nicht mehr der
Florian, den Ina kennengelernt hat, in vielen
Aspekten, was auch gut ist.
Wäre ja komisch, wenn man sich gar nicht entwickeln würde.
Aber das muss sich eben gemeinsam entwickeln.
Das ist total wichtig, dass sich das
wirklich gemeinsam entwickelt. Und wie du gesagt hast,
wir verändern uns. Das ist total
normal. Wir sehen es tatsächlich
auch optisch. Man kriegt mehr Falten,
man wird vielleicht dünner,
dicker, was auch immer. Also optisch
verändert man sich, aber man verändert sich ja auch
innerlich. Und das ist halt
ganz, ganz wichtig auch zu erkennen.
Und Interessen. Oh Gott, wie oft
habe ich schon unterschiedliche sportliche Interessen
in meinem ganzen Leben halt gehabt.
Da war ich mal auf Hockey basiert.
Dann hatte ich auf einmal die Boxleidenschaft gehabt.
Jetzt habe ich eine andere sportliche Leidenschaft.
Und das ist in Ordnung so.
Auch beim Essen ist es genau so.
Früher mochte ich süß, jetzt bin ich eher die Herzhafte.
Und so ändert sich eben
alles. Und eben auch dann die sexuellen
Ansprüche, Wünsche und so weiter.
Also wir haben bei uns auch schon
sehr, sehr viele Affären und
Fremdgehthemen begleitet.
Um die 800 Paare.
Das ist wirklich sehr oft Thema bei uns.
Und wir haben nur ganz selten, dass jemand
bewusst auf die Suche geht.
Also
einmal bisher jemanden gehabt, der sich in einem Portal
angemeldet hat. Ab und zu
auch recht selten mal jemand, der ins
Bordell geht oder der eine Massage
wahrnimmt und so weiter.
Aber die meisten, denen passiert das,
ohne eigentlich auf der Suche zu sein,
dass die einfach merken, da ist meistens
jemand im Umfeld, bei der Arbeit,
im Bekanntenkreis
und so weiter, im Verein.
Und der gibt einem die Dinge,
die einem in der Beziehung fehlen.
Anerkennung, Aufmerksamkeit, Lob,
Bewunderung vielleicht für das, was man leistet
im Job und so weiter. Und dann entwickelt
sich daraus immer mehr Privatgespräche
und dann passiert das
irgendwann so in der Folge, dass
daraus sich eine Affäre entwickelt. Aber danach
wurde bewusst gar nicht gesucht.
Jetzt habe ich bei dir entnommen, dass du das auch
häufiger kennst, dass jemand auch bewusst
nach Ausgleich sucht und sagt,
ich bekomme das nicht in der Beziehung,
was ich mir wünsche. Also gucke ich, wo ich
das bekommen kann.
Du hast beides. Du hast dieses Bewusste, du bekommst es halt,
nicht mehr in der Partnerschaft.
Aber
du kannst es nicht mitteilen und
suchst es dann halt an anderen Möglichkeiten
außerhalb der Partnerschaft.
Und was du eben gesagt hast, das
Beispiel, ja, ich verbringe
ja auch ganz oft mit
einem Kollegen, Kollegin mehr Zeit
als in der Partnerschaft.
Ich werde auf einmal wieder gehört.
Man hört mir zu. Das ist ein ganz tolles
Gefühl. Man wird nach der Meinung gefragt,
nach Wünsche gefragt. Und dadurch
entsteht ja eine gewisse Nähe und
diese Nähe sorgt ja dafür, dass man
sich noch sympathischer
findet, Gemeinsamkeiten vielleicht
feststellt. Vielleicht geht es der anderen Person
genauso, fühlt es genau das
das gleiche. Berührungen
finden das erste Mal statt und
dann ist man da halt drin.
Wir haben bei uns ja sehr viele Paare, die
sagen, Mensch, die Kommunikation läuft nicht gut.
Wir haben zu viel Streit, Konflikte,
finden schlecht Kompromisse.
Wir haben zu viel Ich-Du,
immer weniger Wir. Und in der Folge
fehlt auch die körperliche Nähe.
Und dann arbeiten wir mit den Paaren eben an
kommunikativen Fähigkeiten und
lösen Verletzungen aus der
Vergangenheit auf. Also stabilisieren deren
Fundament, weil das, was in der Vergangenheit war,
immer Einfluss auf die Kommunikation
und das Miteinander der Gegenwart hat.
Das haben wir im Vorgespräch schon herausgefunden,
dass eine Folge mangelnder Sexualität
eben auch sein kann, dass
eben auch genau diese Harmonie und Kommunikation
beeinflusst wird. Also das auch
ein Baustein ist. Vielleicht magst du da
nochmal beschreiben, ja was macht das
mit den Menschen, wenn über lange
Zeit die Sexualität unbefriedigt
bleibt? Sie sorgt dafür,
dass man halt auch im Alltag, also
sie kann psychisch und
körperlich für vieles
sorgen halt. Du bist
körperlich, wie gesagt, bist du gereizt,
du bist unter Spannung,
du kannst tatsächlich auch Magengeschwür
bekommen, es ist
Kopfschmerzen, Schwindel,
es sind so kleine Faktoren,
die dann halt ausschlaggebend
sind oder beziehungsweise wo du
merken könntest,
viele bringen das gar nicht in Verbindung
mit der fehlenden Sexualität
über auch Jahre.
Du hattest das auch in meiner Einleitung schon
gesagt, ich kenne auch Paare, die
sind glücklich und merken dann irgendwann mal,
okay, wir hatten das letzte Mal Sex vor
zwei Monaten gehabt, weil viele denken
auch immer, als Paar musst du einmal in der
Woche Sex haben oder
zweimal oder so. Müssen tust du
erstmal in der Sexualität gar nichts.
Du kannst den Sex haben, wann auch
immer. Wenn du es nur zweimal im Jahr hast, hat
es ja nichts damit zu sagen, dass ihr euch als
Paar verloren habt. Dann muss man halt gucken,
möchten wir wieder mehr Sex haben? Wie können
wir daran arbeiten? Und
dann muss ich nochmal auf deine Frage zurückkommen.
Die Frage war ja, wie
Auswirkungen das hat, wenn man längere
Zeiten den Mangel hat. Und was ist jetzt mit
körperlich eingesetzt? Dankeschön.
Genau, auch
psychisch, man hat das viele
Faktoren, weil du fühlst dich
auf einmal auch nicht mehr gesehen. Du fühlst
dich ein, dein Selbstwertgefühl
geht runter und
da muss ich auch sagen, da ist der
Unterschied zwischen Mann und Frau sehr groß.
Frauen haben das tatsächlich
öfter, dass sie nicht mehr
sich gesehen fühlen, sich
unattraktiv fühlen.
Dann das Selbstwertgefühl,
wie gesagt, geht sehr in den Keller, was dann
auch natürlich psychisch ein Grund sein
kann. Du kannst, es ist immer wirklich
ein Ermessen, es muss aber nicht immer sein,
es kann auch zu Depressionen halt
führen. Und vor allem
dieses Einsam, man fühlt sich auf einmal
einsam, auch in einer
fundamentierenden Partnerschaft
kannst du dich einsam fühlen.
Und das ist immer so ein ganz großes
Signal, weil einsam muss sich keiner
fühlen. Und
es ist auch immer wichtig zu sehen,
allein und einsam ist nicht dasselbe.
Auch das ist ganz, ganz wichtig.
Ich kann in einer Partnerschaft super
allein sein. Vielleicht ist es manchmal auch
fördernd, um wieder zueinander zu kommen,
auch um wieder Sex zu haben.
Aber wenn sich ein Partner
in der Beziehung sich einsam
fühlt, dann ist das ein
ganz, ganz großes Alarmsignal.
Das ist eben
bei den Frauen und Männern ist das
auch ganz unterschiedlich. Bei den Frauen
nicht gesehen fühlen, selbstwert.
Was macht das bei den Männern tendenziell dann?
Die Männer haben gar nicht dieses
sie findet mich
jetzt unattraktiv oder nicht.
Die haben eine ganz andere Denkweise,
wie wir ja wissen.
Die
schieben das natürlich immer auf diesen
Stressfaktor. Wird
immer viel Stress haben.
Merken dann auch an sich selber
dann, dass sie
halt ja
im Job vielleicht einen Faktor haben,
wo sie dann mehr, die lenken
sich dann eher auch ab. Also die
lenken sich dann ab, die beschäftigen sich gar nicht
so mit diesem Thema, wie wir
Frauen dann. Also die nimmst nicht
und wie gesagt, auch liebe Männer da draußen,
natürlich gibt es auch
Männer, die dann auch sich
unattraktiv fühlen. Das ist auch wieder
immer individuell gesehen.
Aber Männer weichen eher dieses
Thema auf und schieben
das dann eher auf
diesen Stressfaktor,
als auf sich selber.
Ich erlebe grundsätzlich, dass die Männer sich tendenziell
eher mit Themen arrangieren
können und Dinge
deckeln und beiseite schieben können.
Und dass das Frauen tendenziell schwerer fällt
und die mit diesen Themen raus müssen.
Die müssen darüber sprechen, das erzählen,
die müssen was verändern. Da fällt
schwerer, sich zu arrangieren.
Also ohne, dass das eine besser
oder schlechter wäre als das andere.
Wahrscheinlich ist es ein bisschen besser,
wie das dann auf der Frauenseite ist. Denn wenn man
mehr ausspricht und das raus muss, dann findet man auch
Lösungen. Durchs Beiseite schieben,
verdrängen, mit sich selbst ausmachen.
Gibt es halt keine Veränderung.
Nee, es gibt
keine Veränderungen. Und um
aber auch Veränderungen zuzulassen,
musst du halt als Paar wieder
zusammenfinden und zusammenwachsen.
Und vor allem die Neugier.
Eine gemeinsame Neugier dann halt zu finden.
Wie können wir als Paar
wieder auch sexuell zusammenfinden?
Und da musst du halt offen sein.
Und das ist ganz, ganz wichtig.
Hast du bei dir auch das Erleben,
dass die typischen Punkte,
wann das für Menschen sehr relevant ist,
die zwei sind, die auch bei uns da sind.
Bei uns ist der eine Punkt, wo viele zu uns kommen,
wenn das jüngste Kind so zwei, drei, vier Jahre alt ist.
Weil dann ist es häufig,
dass man in dieser Phase, wo man Eltern
geworden ist, sich als Liebespaar
ein Stück weit verloren hat.
Weil man musste viele Bedürfnisse
zurückstellen. Und wenn das jüngste Kind so zwei, drei,
vier Jahre alt ist, dann merkt man so,
Jetzt kommt eigentlich so ein bisschen
ein bisschen Energie zurück, dass das Liebespaar wieder mehr stattfinden soll.
Man merkt, das haben wir jetzt so lange nicht gehabt und wir haben so viel Streit gehabt,
jetzt müssen wir erstmal aufräumen.
Und die zweite Phase ist eigentlich, wenn das jüngste Kind nachher so 15, 16, 17 ist
und das Paar sich anguckt und sagt, wer bist du denn jetzt eigentlich und wer bin ich
und was wollen wir jetzt vom Leben?
Jetzt haben wir irgendwie Haus meistens, Karriere ist ausgebaut,
Pakete sind vielleicht irgendwie gemacht, also viel Sicherheit, Kinder sind da,
jetzt was machen wir mit dem Rest des Lebens?
Das ist so der zweite Punkt, wo viele zu uns kommen. Ist das bei dir ähnlich?
Es ist total ähnlich, ja. Die Elternschaft ist halt ein ganz, ganz großes Thema,
wie du angesprochen hast, entweder in den jüngeren Jahren oder wenn sie halt älter sind,
vielleicht gegebenenfalls sogar schon ausgezogen sind, da denken halt dann viele nach,
dann aber auch das Jobthema ist ein großes Thema, Karriere oder ein Jobwechsel,
so ein Faktor.
Und tatsächlich bei uns Frauen das Hormonelle, also das ist auch nochmal ein ganz, ganz großes Thema,
wo ich dann auch merke, gerade nach einer Schwangerschaft, da sind auch eher dann die Frauen,
ich bin jetzt keine Mama, aber ich kann mir gut vorstellen, was hormonell da passiert,
wenn du so eine Geburt erlebt hast, dass du erstmal wieder mit deinem Körper selber lieben musst,
du musst ihn wieder schützen.
Du musst ihn wertschätzen und das dauert. Das kann tatsächlich auch noch ein Jahr später dauern.
Ich habe eine Klientin gehabt bei mir, die hatte eine Schwangerschaft gehabt als Kaiserschnitt
und das war für sie ein Trauma, also ein Trauma und natürlich verbindet sie Unbewusstheit,
alles im Intimbereich auch damit und entsprechend kann sie halt keinen mehr ranlassen,
sondern ein Vaginismus ist dann zustande gekommen und das ist halt auch ein großes Anliegen,
warum dann gerade Frauen dann mich aufsuchen.
Und die zweite große hormonelle Veränderung wahrscheinlich dann in den 40 Jahren, bei den Wechseljahren.
Die Wechseljahre, tatsächlich, genau, danke, dass du es nochmal ansprichst.
Die Wechseljahre machen auch sehr viel mit unserer Sexualität, mit uns selber und wie gesagt,
Libidoverlust erstmal und dann denken auch immer viele, Gott, das war es gewesen,
ich werde nie wieder Sex haben als Frau, wo ich mir denke, nein.
Der richtige Frühling, der Sommer kommt erst noch.
Geh durch diesen Prozess, lern deinen Körper neu kennen und ganz viele Frauen, die dann da durch sind
und auch die Unterstützung auch suchen, auch hier haben ja Frauen die Möglichkeit,
mittlerweile Unterstützung zu suchen und wenn sie das annehmen und diesen Prozess bewusst leben,
die haben danach den geilsten Sex, also muss ich wirklich so sagen.
Ja, also es kommt wie immer darauf an, wie sehr beschäftigt man sich mit dem Thema,
holt sich Unterstützung, man muss sich damit nicht abfinden, sondern man kann was,
man kann was machen.
Total und auch auf alle Fälle, bitte seht dieses Thema Sex nicht mit Scham zusammen,
weil man muss sich für nichts schämen, dass man die Lust hat, mit jemandem intim zu sein.
Das ist einer der schönsten Nebensachen der Welt, wie wir ja wissen.
Ja, das ist immer verrückt, wo sich dann die Scham so bildet, aber da es eben so intim und so exklusiv dann auch ist,
dann ist es dann so, wie viele Menschen schämen sich, wenn sie zum Arzt gehen und dort über vielleicht ihren Intimbereich sprechen
oder wenn da irgendwas ist oder so.
Bei ganz normalen Dingen, wie viele Menschen gehen nicht zum Arzt, weil irgendwas da ist, wo sie sagen,
da schäme ich mich für, dass ich das habe, wobei der Arzt das natürlich ganz professionell betrachtet,
einfach hilft, weil das sein Job ist und im besten Fall, so wie wir, gelernt hat,
nicht über den Menschen zu urteilen, nur weil er jetzt irgendwas vorliegen hat,
so wie wir ja auch nicht darüber urteilen, wenn Paare Konflikte haben, Streit, wenn das eskaliert,
das macht den Menschen ja nicht schlecht, darüber urteilen wir ja nicht.
Nee, und wir beide wissen ja auch, das kommt in den, in den,
in den besten Fällen, in den besten Ehen halt vor, ne.
Also überall, das ist menschlich, das gehört ja dazu.
Ja, der Umgang damit, das ist das, womit wir arbeiten können, ne.
Also emotionale Verletzungen können wir nicht vermeiden,
gibt es in jeder zwischenmenschlichen Beziehung und sind auch im Kern nicht schlimm,
dass sie passieren, sondern der Umgang damit, das ist meistens das Problem, ne.
Ja, das ist das Problem und halt das Unausgesprochene.
Gut, wir haben schon ein bisschen die Lösung angeteasert,
aber wir können auch mal ein bisschen schauen, was, was macht man denn als Paar,
wenn die Sexualität nicht ganz erfüllt ist.
Wir haben so ein paar Punkte, die quasi,
dann so eher das ist, was wir typischerweise machen,
dann ein paar Punkte, was dann eher so in deinem Bereich fällt, ne.
Was wir machen, ist, dass wir uns auf das stabile Beziehungsfundament sehr konzentrieren.
Das heißt, bei uns geht es ja, bei den Lebensverletzten insgesamt sehr darum,
dass man miteinander möglichst wenig unverarbeitete, offene Verletzungen miteinander hat,
die man eben verdrängt, denn wenn ich da Ärger oder Wut erlebt habe
und schiebe das beiseite, dann ist das weiterhin in mir
und ich habe dann auch das eigene Aufkommen von Verletzungen,
was dann auch ja schleicht und passiert über die Jahre,
dass ich irgendwann eben diese Distanz erlebe,
weil ich zu viel Wut in mir den Menschen gegenüber noch habe,
was ich beiseite schiebe, ne, das heißt, das muss gelöst werden,
weil sich das auf viele Ebenen auswirkt, Kommunikation, aber auch Sexualität und so weiter, ne.
Wenn ich auf jemanden wütend bin, mag ich den nicht berühren, umarmen, mag ich keine Nähe, ne, genau.
Emotionale Verbundenheit ist was, was wir mit den Paaren dann herstellen,
das ist das Gefühl und dadurch, dass es dann tiefgründige Gespräche gibt
und wir mit den Paaren auch da hinführen, wie das dann stattfinden kann
und das auch wirklich wertschätzend abläuft und dann eben auch die offene Kommunikation,
was du ja auch schon gesagt hast, das ist bei uns ja auch wichtig,
die offene Kommunikation über alle möglichen Themen, ja,
und dann natürlich jetzt in deinem Rahmen spezialisiert nochmal auf das Thema Wünsche,
Fantasien, Dinge, die einem in den Sinn gekommen sind, ob sie dann stattfinden,
das ist eine andere Frage, ne, aber dass man zumindest offen darüber sprechen kann, ne.
Genau, was sind so Punkte für dich nochmal, wo du sagst, zusammenfassend,
das sind so mögliche Lösungsansätze, um wieder mehr Erfüllung zu haben?
Ungestörte Sexualität, wirklich auch Paarzeit, also wirklich dafür zu sorgen,
dass es wieder ein Wir gibt, dass eine Dating, ein Daten kann auch im Laufe der Jahre wieder stattfinden,
es muss nicht immer am Anfang einer Beziehung sein und wenn wir uns alle zurückerinnern,
das ist doch die schönste Zeit, wo wir uns gedatet haben, sich wirklich bewusst, auch im Kalender,
manche sagen immer zuerst, wenn ich das dann den Paaren mit auf den Weg gebe,
macht euch einen Kalendereintrag als Wir-Zeit und viele immer so,
hä, ich muss doch keinen Zeitblocker für uns haben, doch, musst du,
weil du merkst ja selber, du kommst ja sonst gar nicht dazu und bewusst wirklich sich Paarzeit dann nehmen,
wenn man Kinder zu Hause hat, vielleicht die Oma, der Opa, eine Freundin,
Babysitter bestellen, dass man wirklich die Zeit miteinander genießen kann,
das ist mal das erste, was ich denen gerne als Tipp gebe, dann auch gerne Berührungen mal im Alltag,
es ist auch so eine Sache, es ist mal, wenn man vorbeigeht, mal vielleicht am Unterarm mal zu streicheln,
einen Kuss auf die Stirn, auf die Wange oder auch vielleicht so kleine Botschaften,
so Post-it verstecken, einfach zu zeigen so, da interessiert sich jemand für mich oder schenkt mir wieder Aufmerksamkeit,
das sind immer so, so eine ganz Kleinigkeiten, dann der sexuellen Beziehung einen dritten Raum geben,
das heißt, es gibt immer ein Ich und dann gibt es ein Dich, also dafür auch zu sagen, dass es ein Ich gibt,
die Zeit halt dann für mich, dann die Akzeptanz auch für die weitere Person, für ein Dich,
aber auch dafür zu sorgen, dass es eine unsere Sexualität gibt, wirklich die gemeinsam dann auch angehen,
das Thema Kommunikation zu sprechen.
Dann vielleicht auch ein weiterer Punkt ist, Erotik neu zu definieren, was bedeutet überhaupt Erotik,
wie weit haben wir uns da neu gefunden, wollen wir uns denn neu finden, dann ist natürlich auch ein weiterer Punkt die Neugier,
Neugier, Wünsche mitteilen, auf was man halt Lust hat, was möchte man gerne mal ausprobieren,
ist es vielleicht mal der Besuch nach den ganzen Jahren, das erste Mal in einem Sexshop zu gehen, sich da Anregungen zu holen, offen dafür zu sein,
und deshalb sitze ich auch hier und habe einen ganz, ganz tollen Beruf, Hilfe suchen, von einer dritten Person, von einer Expertin, von einer Expertin,
das ist immer ganz, ganz wichtig, jemanden Außenstehendes da reinzuholen, der unparteiisch ist, der das wirklich aus,
nochmal aus professioneller Sichtweise halt sieht und Tipps geben kann, das ist so mein wertvollster Tipp.
Also wenn ich das so höre, dann würde ich fast zusammenfassend sagen, alles das, was man in der Fahrt,
also der Verliebtheit, als ganz natürlichen Impuls hat, das dann später einfach dann stattfinden lassen,
durch Stützen wie Kalendereinträge und so weiter, Gespräche, weil das dann nicht mehr durch die Verliebtheit gepusht wird,
sondern dann brauche ich eben, dass ich mir das bewusst hole, ausspreche, dass man das bewusst als Paar macht.
Am Anfang Verliebtheit, ich habe Bock jeden Abend ein Date zu haben, jetzt nach 20 Jahren sage ich, okay, lasst uns mal ein, zweimal die Woche,
nämlich schauen, dass wir den Abend blocken, gerade wenn die Kinder vielleicht dann alt genug sind, dass man wieder losgeht.
Ja, das Kribbeln im Bauch, diese Person wieder zu riechen, wie du gesagt hast, man freut sich dann jeden Abend auf diese Person,
man möchte sie so oft wie möglich bei sich dann haben, man möchte sie riechen, man möchte sie umarmen, anfassen, man möchte Sex mit ihr haben.
Und das geht halt, und das ist aber auch ganz normal im Laufe der Jahre in einer Partnerschaft natürlich verloren,
weil wir andere Sachen haben, die uns dann mehr prägen.
Wir hatten das alles Kinder, Jobs,
Job, vielleicht dann fliegende Eltern, Krankheiten und das gehört zum Leben dazu, aber wichtig ist halt nur, dass wir das Schöne uns auch wieder zurückholen.
Ja und ich glaube, ich weiß nicht, ob du das so erlebst, ein häufiger Glaubenssatz, der dagegen strebt ist, wenn man sich liebt, dann muss das ja aus sich heraus so kommen.
Das darf ich quasi nicht durch bewusstes Tun herbeiführen, zum Beispiel in den Terminen, da sagen dann viele, ja, aber wenn man sich wirklich liebt und begehrt, dann hat man doch den Impuls einfach so.
Und das ist mein Gegenargument halt immer, unser Leben, unser Alltag ist so voll mit so vielen Dingen, die so laut sind, dass meistens wir am Sonntag einen Haken machen, wir haben die Woche überlebt, aber wenn wir dort nicht diesen Terminblocker drin hatten, dann hat es eben nicht stattgefunden.
Und das ist nicht nur etwas, was für viele dann bei der Partnerschaft so gilt, also wenn ich keinen Terminblocker Sport drin habe, mache ich auch keinen Sport, dann fällt das einfach weg, weil ich habe genug zu tun, ich habe eine riesige Aufgabenliste bei der Arbeit und da sind einige Dinge, die rufen.
Und ich werde immer irgendwas finden.
Was in dem Moment mir in den Sinn kommt, was gerade lauter, dringender, wichtiger ist.
Ja, und du fängst an, bei dir selber zu streichen, Termine für dich selbst, du schiebst es dann auf, wie du gesagt hast, Sport, wenn ich den auch bei mir nicht drin habe, ein fester Bestandteil ist, wenn die Tasche nicht schon gepackt steht, dann verschiebe ich das halt und noch weniger dann halt, du denkst da auch kaum mehr dran an diese Paarzeit, du vergisst es unbewusst und das ist auch gar kein Manko oder man muss sich dafür auch nicht schämen,
weil.
Wir sitzen im Leben so viel Druck gerade, wenn wir außer Haus gehen, dieser ganze, ist es der Berufsdruck, ist es der politische Druck, allen drum und dran, setzen wir so viel unbewusst Aufmerksamkeit, dass wir uns dann dabei verlieren, als Mensch oder auch als Paar.
Das klingt als Schlusswort gut, das heißt, wir schauen, dass wir, ja Arbeit ist immer so ein doofer Begriff vielleicht, weil das dann für viele negativ geht, aber wir sorgen dafür.
Bewusst, dass wir diese Möglichkeiten herstellen, die in der Verliebtheitsphase dann ganz intuitiv aufgrund dieser rosa-roten Brille tagtäglich gesteuert werden, umsetzen.
Schön, dass du bei uns warst, wir freuen uns auf viele gemeinsame Paare, die wir dann begleiten werden, dass sie ein stabiles Fundament auf der einen Seite haben und eine erfüllte Sexualität auf der anderen Seite.
Ich danke dir auch ganz herzlich und ich freue mich auch auf die gemeinsame Zusammenarbeit und auf viele Paare.
Bis bald, schön, dass ihr dabei wart.
Tschüss.
Wenn ihr schon mehrere unserer Folgen gehört habt und immer mal wieder was Spannendes, Lehrreiches für euch mitnehmen konntet, dann freuen wir uns sehr, wenn ihr unseren Kanal bei YouTube abonniert oder wenn ihr über Spotify oder Apple hört, dann vielleicht eine Bewertung hinterlasst.
Das würde uns sehr motivieren für die nächsten weiteren Folgen.
Wenn du jetzt diese Folge hörst und denkst, Mensch, die reden hier genau über uns.
Auf der einen Seite haben wir genau diese Themen, Kommunikation, Fundament, wir haben emotionale Verletzungen, die irgendwie hindern, dass wir so richtig gut.
Zueinander finden, emotionale Nähe nicht da ist und mit der körperlichen Nähe passt das auch schon irgendwie lange nicht mehr und ihr wünscht euch unbedingt, dass das wieder anders wird, dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, wie wir euch auf dem Weg optimal begleiten können.
Podcast Summary
Key Points:
Die körperliche Nähe und die Sexualität in der Ehe verändern sich im Laufe der Zeit, oft schleichend, nicht plötzlich.
Viele Paare fühlen sich nicht mehr gesehen, was zu einem sinkenden Selbstwertgefühl und psychischen Belastungen wie Depressionen führt.
Scham und mangelnde Kommunikation über Wünsche, Bedürfnisse und Emotionen sind häufige Ursachen für eine abgekühlte Sexualität.
Änderungen im Körper, wie Hormonveränderungen, Krankheiten oder Altersprozesse, beeinflussen die Libido und die sexuelle Attraktion.
Die Suche nach Sexualität außerhalb der Beziehung ist oft ein Ausweg aus der Scham, nicht aus einem Fehlen an Liebe.
Offene, bewusste Kommunikation und kleine tägliche Berührungen können das Vertrauen und die Intimität wieder aufbauen.
Die Entwicklung eines stabilen Beziehungsfundaments durch Verarbeitung früherer Konflikte ist entscheidend für eine erfüllte Sexualität.
Die Sexualität ist kein „normaler“ Nebensache, sondern ein zentrales Element der Beziehung, das bewusst und respektvoll gefördert werden muss.
Summary:
In vielen Ehen verändert sich die körperliche Nähe und die Sexualität mit der Zeit – oft schleichend, ohne dass es auffällt. Diese Entwicklung führt häufig zu einem Gefühl der Abwesenheit, einer mangelnden Wertschätzung und einem sinkenden Selbstwertgefühl, besonders bei Frauen. Viele Paare vermeiden offen über ihre Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen, was durch Scham und mangelnde Kommunikation verstärkt wird.
Änderungen im Körper, wie hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren oder nach einer Schwangerschaft, oder körperliche Erkrankungen, wirken sich ebenfalls auf die Libido aus. Die Suche nach Sexualität außerhalb der Beziehung ist oft kein Zeichen von Nichteinhaltung, sondern ein Ausweg aus der Scham und der Unzufriedenheit. Die Lösung liegt in einer bewussten, offenen Kommunikation, in kleinen täglichen Berührungen und im Wiederherstellen eines gemeinsamen Vertrauens.
Ein stabiles Beziehungsfundament, das frühere Konflikte verarbeitet, ist entscheidend, um eine erfüllte Sexualität wiederherzustellen. Die Sexualität ist kein „zufälliger“ Aspekt, sondern ein zentrales Element der Beziehung, das mit Respekt, Wertschätzung und Achtsamkeit bewusst gestaltet werden muss. Diese Themen werden in der Paarberatung, Insbesondere durch Sexualtherapeuten wie Mignon, mit viel Empathie und Fachwissen unterstützt.
FAQs
Die körperliche Nähe kann sich schleichend verändern, entweder durch Stress, Streit, Vertrauensbrüche oder durch veränderte Lebensumstände wie Kinder oder Altersfaktoren. Dies führt zu fehlenden Berührungen und einer Abnahme der emotionalen Nähe.
Ja, es ist völlig normal, dass die sexuelle Intensität im Laufe der Zeit abnimmt. Ein paarmal im Jahr ist nicht ein Zeichen dafür, dass das Paar sich verloren hat – wichtig ist, ob beide sich wertvoll fühlen und sich gegenseitig sehen.
Scham entsteht, weil viele Menschen Angst vor Ablehnung haben oder nicht wissen, wie sie ihre Wünsche und Bedürfnisse offen äußern. Dies führt dazu, dass emotionaler Druck und Verdrängung das Thema verdrängen.
Fehlende Kommunikation, unerwartete Veränderungen im Körper (z. B. durch Wechseljahre oder Krankheiten), Stress im Beruf oder zu Hause und das Gefühl, nicht mehr gesehen oder verstanden zu werden.
Durch offene Gespräche über Wünsche und Bedürfnisse, bewusste Paarzeit, kleine Berührungen im Alltag und die Wiederherstellung eines gemeinsamen Fundaments der emotionalen Verbindung.
Frauen fühlen sich oft unattraktiv, wenn sie sich nicht mehr gesehen oder akzeptiert fühlen. Das führt zu einem starken Rückgang des Selbstwertgefühls und kann zu Depressionen führen.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.