17. Juni 1953 - Volksaufstand in der DDR / #3 Rache des Regimes
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Die dritte Folge des Podcasts behandelt die brutale Niederschlagung des DDR-Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 und seine Folgen. Nach der gewaltsamen Unterdrückung der Proteste durch sowjetische Panzer und Volkspolizei ging das SED-Regime systematisch gegen vermeintliche Anführer vor. Es folgten etwa 15.000 Verhaftungen, Schauprozesse und mehrere Hinrichtungen, darunter die des wahrscheinlich unschuldigen West-Berliners Willi Göttling und der fiktionalisierten Hauptfigur Erna Dorn. Das Regime konstruierte die Narrative eines "faschistischen Putsches", um von eigenen Versäumnissen abzulenken und die Bevölkerung einzuschüchtern. In der DDR wurden die Ereignisse und Opfer totgeschwiegen, während die Bundesrepublik den 17. Juni zum nationalen Feiertag und Symbol für den Freiheitswillen erhob. Die Folge beleuchtet anhand von Zeitzeugenberichten und Historikeranalysen die langfristigen politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen, darunter die anhaltende Tabuisierung in der DDR und den schwierigen Umgang mit dem Gedenken nach der Wiedervereinigung.
* Musik * Bitte, am Porto, da mal platzt. Es war riesengroße Menschenmassen. Wir wollen Frieden haben und vor allen Dingen zu essen und Freiheit. Wir wollen keines Klaren sein, schrie die demonstrierende Menge. Zeug war es in ersten Toten, der wurde von einem Panzer überfahren. Es herrscht Ausnahmezustand in Ostberlin. Die Bevölkerung war für eine Wiedervereinigung. Rossen und Volkspolizei stehen Schuss bereit. Ich die Region mit dem Einsatz verwehtischer Panzer in Ostberlin einverstanden. Der ist verständlich. Als der Tag der Freiheit sich neigt, geht als Protestof an die freie Welt das Columbushaus in Flammen auf. Das ist ein Schiebensicher. Du hast 15, das ist ein paar. Das schieb ich dir. Mehr als eine Million Menschen sind am 17. Juni 1953 in der gesamten DDR und in Ostberlin auf die Straßen gegangen. Sie erheben sich gegen das repressivere Gen der SED, der Staatspartei in der DDR. Und skandieren, wir wollen freie Menschen sein. Ich bin Mikod Rotschmann und ihr hört seit der FTERRA Existory der Podcast. Und zwar die dritte Folge unserer Podcast-Serie zum Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR. In den ersten beiden Folgen haben wir euch erzählt, wie es zum Volksaufstand vor 70 Jahren gekommen ist. Wie damals darüber in der DDR und in der Bundesrepublik berichtet wurde. Und wie der Aufstand mit Waffengewalt und Sowjetischen Panzern niedergeschlagen worden ist. In unserer dritten und letzten Folge geht es darum, wie das SED-Regime gegen aufständische Vorgegangen ist. Und was nach der Niederschlagung des Aufstandes in der DDR passiert ist. Und wir fragen uns, welche politischen und auch gesellschaftlichen Folgen hatte das Ende der Erhebung für die Menschen in der DDR. Warum hat die Regierung vermeintliche Redesführerinnen oder Redesführer verurteilt und hingerichtet? Obwohl wir heute wissen, dass sie unschuldig waren. Und warum wurde der 17. Juni dann in der Bundesrepublik Deutschland noch im selben Jahr? Also 1953 zum ersten Nationalfeiertag erklärt. Hier hört ihr den damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer, Bundespräsident Theodor Häus und den Oberbürgermeister von West Berlin. Ernst Reuter. Kurz nachher. In tiefer Trauer. In tiefer Mitleid. In hoher Bewunderung. Denken wir alle mehr derer der Freiheit. Der und Jeno. Den war aus dem Kugetraf war ein Mensch wie du. Die Trauer. Jeno. Der Herzen schwingt. Geht auch hinaus in die Soviet-Schutzone. Auch in dieser Folge kommen wieder die vier Historikerinnen und Historiker zu Wort, die schon in den ersten beiden Folgen die Ereignisse um den 17. Juni für uns eingeordnet haben. Das sind Jens Schöne, Daniela Münkel, Jens Gisicke und Andrea Baer. In der ersten Folge haben wir sie ausführlich vorgestellt. Sollte dir diese Folge noch nicht gehört haben, dann hört da auf jeden Fall mal rein. Und in die zweite Folge natürlich auch. Internaberecht der Abteilung leitender Organe der Partei und der Massenorganisation. Berlin, 18. Juni 1953. Ein Tag nach dem Volksaufstand. Der Ausnahmezustand und das entschlossene Vorgehen gegen neue Provokationen und Aktionen auf den Straßen hat während der Nachtsicherheit und Ordnung gewährleistet. Anfängliche Widerstände vor allen Dingen Jugendlicher-Elemente wurden rasch gebrochen. Die Arbeiter und alle ehrlichen Bürger werden aufgefordert, die Provokateure zu ergreifen und den Staatsorganen zu übergeben. Die aus West Berlin eingeschleusten Provokateure, die dieser hier wurden verhaftet. Und dann sind sie mit Elkawis hier kommen, haben den Ostbahnhof die Vorhalle, haben sie den Apies sperrt. Und da mussten wir dann alle auf der Elkawis aufsteigen. Mit Hunnner. Zeitzeuge Hadifirn. Angestellter bei Metropa in Ost-Berlin. Damals 21 Jahre alt. Wir mussten mit zehnmalen eine Wand und stellen die Hände hoch, eine Wand, die beinebreit. Wir mussten uns eine Stunde und die Schlimme waren hinter uns, dann drei meinen Betenmaschine wäre. Auf uns hier steht. Und da mussten sie gerne sagen, da hat der Kavarisen angstjabend. Na ja, also machen wir kurz im Prozess oder wie sie sich da ausjahrträgt haben. Und da hat die Staatsanwältenden beantragt. Drei Jahre Sochthaus. Drei Jahre Sochthaus reignet bekommen. Die unmittelbaßte Reaktion war Massenverhaftungen von sogenannten Redelsführern, ein faktisch wahnes Teilnehmer. Das hängt ein bisschen mit dem Aufstandsgeschehen zusammen. So richtig viele Redelsführer gab's da nämlich nicht Jens Gisike. Leitnetzzentrum für zeithistorische Forschung in Potsdam. Es war im Wesentlichen ein spontaner Aufstand. Natürlich gab es alte Gewerkschafter, die Erfahrung mit Streiks und so weiter verfügten und diese Erfahrung auch eingesetzt haben. Aber es wurden zum Teil wahrlos demonstranten festgenommen. Es werden ca. 15.000 Personen verhaftet in diesem Zusammenhang. Dann Jela Münkel, Stasi Unterlagenarchiv. Und 1.800 zu zum Teil sehr hohen Haftstrafen verurteilt. Erich Mirke. Ministerium für Staatssicherheit, 1953. Alle offiziellen und inoffiziellen Quellen ausnutzen. Zum Beispiel Nachbarn, Freunde, Verbande und so weiter. Dabei jede Wichtig-Tour Reibe achten. Dem kleinsten Hinweis nachgehen zur Aufspürung der sich nach Beendigung der Streiks-Tanenden-Probokatüre. Als es am 18. ganz früh klingelte, war er die Wohnung. Da wollte meine Worte hingehen und sei ich nein, das ist für mich. Zeitzeuge Herbert Brief. Student in Halle. Damals 23 Jahre alt. Dann standen zwei Herren da. Ich meine mit einer Pistole in der Hand. Sie sind die Herbert Brief. Sei ich das bin ich. Und wollten mich gleich wegziehen. Sei ja, kann ich da nichts mehr anziehen. Ich hatte nur eine kurze Hose, ein kurze Armlielshämme dran. Nein, nein, nein. Und dann flog ich mit denen die Treppe runter und eine Haus-Durstander nächste. Der hatte in den Pistole. Und dann stand das Auto draußen. Dann wurde ich dann zurück rein gebracht und dann nichts weg. Haftbefehl gegen Herbert Brief. Staatsanwaltschaft Halle. 24. Juni. 1953. Ihr Ziel war, durch diesen Putsch die Regierung der DDR zu stürzen. Gesicht zur Wand, beinahe es einander, arm hoch. Und in dem Augenblick fängt auf einmal eine Maschine mit einem Riesenkrach an. Und dann macht der Herr jetzt was der Erschossen und die Maschine läuft, dass wir den Schuss nicht hören. Herbert Brief wird, wie so viele in den Tagen nach dem 17. Juni, von Regieenträuen DDR-Bürgern denunziert. In seinem Fall sind es Mitsch Studenten. Das SED-Regime lässt jeden Winkel der Republik nach vermeintlichen Provokateuren durchsuchen. Herbert Brief wird bezichtigt, der Redesführer der großen Demonstrationen in Halle zu sein. Sogar der Rektor der Universität setzt sich noch dafür ein, dass er freigelassen wird. Aber das SED-Regime demonstriert Härte und bleibt bei seiner repressiven Linie. Herbert Brief muss für zwei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Danach hat er noch fünf Jahre lang, sogenannte "Sühne-Maßnahmen" zu tätigen. Er darf zum Beispiel nicht in der öffentlichen Verwaltung arbeiten oder Gewerkschaftsmitglied sein. Und fünf Jahre "Sühne-Maßnahmen" bedeutet Verlust der Bürgerlichen Ehrenrechte. Das war einfach ein juristischer Trick, dass sie uns als Faschisten so verurteilt haben. Und der Begründung ist natürlich ein faszistischer Grundgebung und und und. Es wurden angebliche Faschisten entdeckt unter den Demonstranten und herausgestellt, dass die Probagandistische Ebene zum Teil herum hingerichtet. Also die saubjetische Versatzungsmacht will am und direkt nach dem 17. Uniklare Zeichen versennen. Gernstschöne. Stellvertretender Landesbeauftragter starr sie unterlagen Berlin. Dazu gehören dramatische, standrichtliche Erschiesung, Verhaftungen im großen Stil. Dieser Mythos, wie wir heute wissen, wurde in verschiedenste Richtung dann ausgemahet, es wurden angebliche Agenten dann eben inhaftiert und vorgeführt in Schaubprozessen. Das erste Todesurteil in Ostberlin vollstreckt. Hiermit wird bekannt gegeben, dass Willi Götligen, Bewohner von Westberlin, der im Auftrag eines ausländischen Aufklärungsdienstes handelte und einer der aktiven Organisatoren der Provokationen und der Unruhen im saubjetischen Sektor von Berlin war und an den gegen die Machtorgane und die Bevölkerung gerichteten Banditenhaften Ausschreitungen teilgenommen hat, zum Todel durch Erschießen verurteilt wurde. Vor der Link, wann haben Sie Ihren Mann zum letzten Mal gesehen? Am Dienstag, da ist um halb sehen von hier fortgegangen, um seine Unterstützung zu holen. Und seitdem habe ich ihn nie wieder gesehen. Wo müsste Ihr Mann seine Arbeitslose Unterstützung abholen? Ne Köln, Herr Sond-Alleh. Und im Allgemeinen benutzte er dabei den Weg durch den Ostsekter? Ja. Er fuhr mit der Straßenbahn dann anschließend mit der U-Bahn von dort aus wieder weiter mit der Straßenbahn. Um ihm das Fahr geht zu sparen. Mein Mann war immer sehr ruhig und zurückhaltend. Keine politische Partei und hat sich überhaupt nicht das betätigt. Nein, die. Die Ehefrau von Willi Götting wohnt in West Berlin. Sie kann deshalb freischprechen und dem Riasreporter damals im Juni 1953 ein Interview geben. Doch für die Ehefrauen im Osten beginnt eine harte Zeit. Es sind die Auswirkungen auf Frauen, der Männer verhaftet wurden. Das hatte ja nicht nur wirtschaftliche Folgen, sondern das hatte auch psychologische Folgen, weil diese Frauen während der DDR-Zeit nicht darüber sprechen durften. Andrea Bar, Historikerin beim Berliner Aufarbeitungsbeauftragten. Das Thema war ja tabuisiert. Das einzig zulässige Bild war der fascistische Putsch und Überverhaftung von Männern und Verurteilung durfte nicht gesprochen werden. Zur standrechtlichen Erschiesung des Westberliners Willi Götting durch die Sowjetz nimmt die Koblenzerreinzeitung wie Volksstellung. Dem Blut der 17. Juni, das für die Freiheit floss, ist das das 18. Juni gefolgt. Das zur moralischen Rettung eines Systems vergessen wurde, das nicht mehr zu retten ist. Die Schüsse auf den Westberliner trafen nur einen Mann. Sie trafen aber damit, dass Freiheitsbewusstsein und den Freiheitswillen der ganzen Welt, damit Panzern und Kanonen nicht gebrochen werden kann. Der Westberliner Willi Götting ist nicht der einzige, der als mutmaßlicher Westagent zum Tode verurtheit und standrechtlich erschossen wird. So weit wir heute wissen, wurde Willi Götting zu Unrecht beschuldigt. Er war nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Die Sowjetzungsstruppen vollstreckten mindestens noch drei weitere Todesurteile. Ein Alfred Dartsch und Herbert Strauch in Magdeburg. Ein Alfred Dina in Jena. Die DDR-Gerichte verhängen die Todestrafe für Ernst Jenrich und Erner Dorn. Schlussberecht bezüchst gerecht Halle. Strafsache Erner Dorn, 22. Juni 1953. Schon in ihrer früchten Jugend begann sie ihre verbrecherische Laufbahn bei der Gestapo. Von 1933 bis 1941 verfolgte sie fortschrittliche friedliebende Menschen im Dienst der Gestapo. Und lieferte sie der fascistischen Gewalterschaft aus, welche in Konzentrationslagern zugrunde gingen. Und die SED hat eben diese Geschichte genutzt und den Fall Erner Dorn genutzt, um eine Exemplz zu statuieren. Es entscheidende für die DDR dabei war, dass diese Person wirklich die Inkarnation der Teese vom fascistischen Putsch war. Juni 1953. Die Dorn wurde im März 1953 zu 15 Jahren Zuchthauswegen verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt und befand sich zur Zeit in der Untersuchungsaftansteuern in Halle, kleine Steinstraße. Wir wissen eigentlich überhaupt nicht, wer Erner Dorn war. Das müssen wir als allererstes sagen. Alles, was wir über diese konstruierte Biografie, die dann unter dem Namen Erner Dorn bekannt geworden ist, wissen wir aus Unterlagen des Stadt-Sicherheitsdienstes. Es ist nicht klar, unter welchen Namen Erner Dorn geboren wurde, wann sie eigentlich geboren wurde und wo sie geboren wurde. Und dann im Rahmen des Volksaufstandes, wo auch zahlreiche Gefängnisse gestürmt wurden und Gefangene Befreiung durchgeführt wurden, wurde sie befreit. Und dann wird ihr unterstellt, dass sie, also da flammende Reden gehalten hätte und anführende Streiks in Halle gewesen wäre. Schlussbericht bezüchsl Gericht Halle, Strafsache Erner Dorn, 22. Juni 1953. In ihrer Ansprache begrüste sie eine Revolution zum Sturz der Regierung der deutschen demokratischen Republik um die fascistische Gewaltherrschaft in der deutschen demokratischen Republik wiederherzustellen. Und soll dann bei der zentralen Kundgebung auf dem Marktplatz gesprochen haben. Wir haben keine echten Aussagen von dieser Frau selbst und wir haben auch keine Zeitzeug*innen berichte. Dass sie am 17. Juni in Halle gesprochen hätte. Zeitzeuge Herbert Brief 1953. Student in Halle. Erler Dorn, die hat da nie gesprochen von denen haben wir nie was gehört. Daraufhin wird er der Prozess gemacht und am 22. Juni bereits 1943 für sich zum Tode verurteilt. Erner Dorn wurde von der SED als Hauptredelsführerin von Halle propagiert, auch zum Beispiel im neuen Deutschland, in der Parteitzeitung der SED und war damit eben ein Hauptfeindbild der SED. Sie sollte eben mit ihrer Biografie, also Tochter eines Verschisten selber in der NS-Zeit eben täterin gewesen und dann auch nach 45 noch für den Westen speoniert. Sie sollte eben dieses Bild von dem fascistischen Putsch verkörpern. Und deshalb war sie eben so wichtig, für das SED-Rischchemen wurde dann eben auch am 1. Oktober 1953 hingerichtet. In Dresden in der Zentralinrichtungstätte. Neben den hingericheten sterben beim Volksaufstand im Juni 1953 mindestens 34 weitere Menschen. Sie werden von saubiertischen Soldaten oder Volkspolizisten erschossen, von Panzern überrollt. Oder sie sterben später an ihren Schussverletzungen. Hunderte werden verletzt. Mindestens fünf Angehörige von Staatssicherheit und Volkspolizei werden ebenfalls getötet. Namensliste der Toten beim Volksaufstand des 17. Juni 1953. Die Erntzung des Verschisten, die sind also 43 Jahre alt. Mehr als 50 Jahre lang sind nur wenige der Toten des 17. Juni 1953 in der Öffentlichkeit bekannt. Viele Opfer bleiben namentlos. Erst 2004 recherchiert eine Forschergruppe gemeinsam mit der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in den Achiven, die Lebensgeschichten der unbekannten Toten. Und unter welchen Umständen sie damals beim Volksaufstand des Lebenskarles. In der DDR wurde der 17. Juni eigentlich tot geschwiegendes waren Tablu-Thema. Klar, die Erzählung vom Verschistischen Putsch, aber das war natürlich eine Regime-Sache, Propaganda. Aber sonst durfte nicht darüber geredet werden. Auch hier wäre es mal spannend zu gucken, wie wurde das eigentlich in den Familien. Jenseits des offiziellen Diskurses verhandelt. Es gab viele, viele Anläufe im Zeitzeugen von damals aus dem Dunkel der Anonimität zu holen, überhaupt erst mal Namen von Akteuren zu erfahren. Es ist nach wie vor ein Bergaufkampf. Wir mal gegen das vergessen, dass natürlich auch durch 37 Jahre verschweigen und Tabluisierung in der DDR ausgelöst wurde. Jörg Kunze, 28 Jahre. Robert Kaiser, 40 Jahre. Robert Dubildzig, 90 Jahre. Joachim Bauer, 24 Jahre. Johann Waldbach, 33 Jahre. Jörg Hatendler, 24 Jahre. Jörg Hat Geizig, 22 Jahre. Während in der DDR also nicht über die Opfer des Volksaufstandes gesprochen wird, reagieren die Politiker in der Bundesrepublik Deutschland ganz anders. Der erste Bundespräsident Theodor Häus hält nur wenige Tage, nach dem 17. Juni 1953, im Deutschen Bundestag, damals noch in Bonn, eine Rede. Dass in dies sterben im östlichen Berlin, in diesigen Stadt von Miedem-Ustaltsplan zu dem persönlichen Leid, den Familienschmerz und auf reindes Klage, breite, frücksgeschichte, auch unsere Geschichte eingeboben ist und nicht bloß unseres. Und wenige Tage später hat sich dann ja auch die Bundesrepublik der Staat entschlossen, den 17. Juni zum Feiertag zu erheben, zum Tag der deutschen Einheit, hat also von Anfang an einen sehr starken Akzent darauf gelegt, dass es bei diesem Aufstand um die Wiedererlangeung der deutschen Einheit, der Aufhebung der Teilung kommen würde. Der Nehmen hatte der 17. Juni auch impolite für die Westdeutsche Landschaft einfach eine unglaubliche Bedeutung, weil damit für jeden, auch für jeden, der vielleicht noch ein bisschen geschwankt hat, in seinen politischen Prifferenzen klar war, okay, also um es in der Sprache der Zeit zu sagen, dass Zonenregime basierte nur auf sowerte Schimbionetten. Der 17. Juni war ja in der alten Bundesrepublik ein Feiertag. Und spätestens seit Ende der 60er Jahre, na, kann ich mich auch nicht mehr dran erinnern, war das ziemlich Sinn entlehrt. Und für uns war das eigentlich ein Feiertag im Sommer. Aber das zeigt ja auch, wie wenig das noch verankert war und wie wenig Sinn stiften dieser Feiertag noch war, dass man ihn eigentlich sang und klanglos durch den 3. Oktober nach der Wiedervereinigung ersetzt hat. Ich kann nur sagen, dass mir persönlich nicht gefällt, dass man die 17. Juni als Feiertag abgeschafft hat. Zeitzweige Werner Sandow. Denn heutzutage sieht es so aus heute Tase. In der Enkbäuke und ein Staat und die Leute, die aus der Ostzone damals den 17. Juni mit veranstaltet haben und alles. Dass die heute auch im Feiertag hätten. Ich glaube auch nach der deutschen Einheit spielt der 17. Juni nicht mehr so eine große Rolle. Andrea Bar. Referenten beim Berliner Aufarbeitungsbeauftragten. Es ist eigentlich sehr schade in der Erinnerungskultur, weil viele Forderungen von damals heute noch so aktuell sind oder zumindest einen aktuellen Bezug haben. Und er könnte viel mehr Relevanz haben und ich glaube darauf müssen wir aufmerksam machen. Trauerfeier für die Toten des Volksaufstandes. 23. Juni 1953. Best Berlin. Und dennoch. Wie in Berlin wehnen in ganz Deutschland die Flaggen auf Halbmast. Deutschlands Bevölkerung trauert um die Toten des 17. Juni. Die Tränen der Hinterbliebenen sind die Tränen der Nation geworden. Mögen diese, Trauerglocken, Glocken des Friedens und der Freiheit werden für ein einiges freies Deutschland. Vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin stehen bei der Trauerfeier sieben Särge der Westberliner Opfer. Der von Willy Götting, dem ersten Hinrichtungsopfer des Volksaufstandes, ist leer. Bis heute weiß man nicht, was die DDRbehörden mit seinem Leichnam gemacht haben. Während in der Bundesrepublik, also die Toten des 17. Juni öffentlich betrowert werden, versucht die SCD-Führung sofort nach der Niederschlagung wieder die Kontrolle zu übernehmen. Sie gaukelt der Bevölkerung so etwas wie Normalität vor. Neues Deutschland, zentraler gern der SCD, 19. Juni 1953, zwei Tage nach dem Volksaufstand. Berlin geht wieder an die Arbeit, die wirktätigen verurteilen die fascistischen Provokationen. Also es ging zunächst mal darum, die umdöbarer politische Reaktion wart, die Ordnung wiederherzustellen und die Machtposition der SCD wieder zu stabilisieren. Durch die Haltung der Mehrheit der Werkte, die durch den Tapferen Einsatz der Volkspolizei und das rechtseitige Besonderer eingreift der Sowjetruppen, ist der Brandfunker ausgetreten worden, bevor ein neuen Krieg hinzunehmen konnte. Wilhelm Piek, Partei versetzen da der SCD und Präsident der DDR, 29. Juni 1953. Von der ersten Nachricht, die Universistischen Provokationen in Berlin an, war für mich klar, dass sie den neuen Kurs von Parteien-Trigierung durch größten sollten. Wie eins, die Reichstags-Vorantstiftung, so sollten die Vorantstiftung am Postsamerplatz bezuflammtszeichn eines neuen Krieges werden. Gerade in den frühen 50er Jahren gab es scharfe Verhaftungswellen gegen alle, die sich wieder setzten in dem politischen Kurs der DDR betrieben wurde. Und wir finden in allen politischen Maßnahmen langfristiger Auswirkungen des 17. Juni. Im Nachgang des Volksaufstandes müssen die Machthaber in der DDR natürlich auch, und darauf liegt die Betonung auch darüber nachdenken, was können sie ihrer Bevölkerung dann geredet anbieten. Es gibt die Vorursachen, die mit dazu beigetrauchen haben, und die uns eben dazu gebraucht haben, ernst die Sauer zu überprüfen. Walter Ulbricht, Generalsekretär des Zentralkomites der SED, VEB Großmaschinenbau, 23. Juni 1953. Das trotz der Ereignisse der 17. Juni, die auch bei der Klasse sie bewusst ist, dass die deutsche Demokratie der Öbliche Ereignisse der Volkslegende betrehen wird, dass die Entscheidung der Greffe in der deutschen Demokratie der Öbliche Ereignisse der Arbeit und der Werkstatt der Öbliche Ereignisse bleibt. Das Aufstandsgeschehen hat ihnen faktisch stabilisiert, weil klar war, okay, wir müssen sozusagen Ulbricht in der Position bestätigen, um die Stabilität des Gefühles weiterhin aufrecht zu erhalten. Dann versucht man aber tatsächlich auch zugeschnittenes Angebäckung zu machen. Am maßenamt die vorher eingeführt wurden, werden wieder zurückgenommen, zum Beispiel die Verteilung von Lebensmittelkarten, an bestimmte Personengruppen, die vorher gestrichen wurden, werden wieder eingeführt und dann gehört einiges andere dazu. Wenn ihr politisch die Füße stillhaltet, dann sind wir bereit zu einer sozialen Gegenleistung. Keine Politische zugeständenisse, aber wir sind bereit, eure persönliche Situationen zu verbessern. Man versucht die Bevölkerung, wieder auf die Seite der Regierung zu ziehen, indem man versucht, den Konsum zu verbessern, die Konsummöglichkeiten zu verbessern, die Ernährungslage zu verbessern. Man versucht das, aber man braucht mindestens das ganze restliche Jahr, bis sich das wieder einigermaßen befriedet hat. Die SED hat sehr viel Aufwand darauf betrieben, also diese Situation mit beiden Mitteln, also mit Zucker, Brot und Pightscher in den Griff zu bekommen. Das ist ja mittelfristig dann auch gelungen. Man muss realistischerweise sagen, man hat gar nicht so viele Angebote, die man machen kann, damit die Bevölkerung folgt zumal, eben auch mal der Bezug, und das ist spazifisch für die DDR, zur Bundesrepublik da ist. Deswegen gibt es dann aus der Logik des Systems heraus, irgendwann die Notwendigkeit, die Mauer zu errichten. Weil immer mehr Leute gehen über West Berlin aus der DDR hinaus, und wenn man das verhindern will, muss man West Berlin abriegeln. Und das erfolgt dann acht Jahre später 1961. Frank Vorderund, schau. Herr Vorsitzender bedeutet die Bildung einer freien Stadt ihrer Meinung nach, dass die Staatsgrenze am Brandenburger Tor errichtet wird, und sind Sie entschlossen, dieser Tatsache mit allem konsequenzen Rechnung zu tragen? Ich verstehe Ihrer Vorgesuch, dass es Menschen Westwirtstand gibt, die wünschen, dass wir die Bauer weiter, da Hauptstattter die der mobilisieren und meine Mauer aufzurichten. Mir ist nicht bekannt, dass ich Absicht besteht, dass ich die Bauer weiter in der Hauptstadt, Hauptsichtel mit Wohnungsbauer beschäftigen und ihre Arbeitskraft voll eingesetzt wird. Niemand da der Absicht, eine Mauer zu erricht. Es ist schon erstaunlich, wie die DDR-Führung nach dem 17. Juni politisch agiert. Egal ob zugeständnisse an die Arbeiterschaft, ob bessere Lebensmittelversorgung oder Lohnerhöhungen, das Regime bleibt skeptisch, ob die Maßnahmen wirklich erfolgreich sind. Die SED-Führung traut der Bevölkerung nicht über den Weg. Denn auch nach der Niederschlagung des Volksaufstandes, nach den stantrechtlichen Erschließungen und Schauprozessen, nach den vielen Verhaftungen kommt es trotzdem immer wieder zu kleineren Protestaktionen im Land. Mitzchnittministerium für Staatssicherheit. Belegschaftsversammlung, Elektromotorenwerk, Werninger Rode. 18. Juni 1953. Einen Tag nach dem Volksaufstand. "Vereier ungeheimen Wahlen in ganz Deutschland. Wer ist dafür?" "Aber nicht hier wahlen." "Aber nicht hier wahlen." "Gehren Probe, wer ist dagegen?" "Dag, Geftigkeit. Ich stelle fest alle. Wir fordern alle. Freie ungeheimen Wahlen." Also wenn man sich die Staatsinberichte anguckt, der 50er-Jahre, die waren noch bis 1957, 58, war eines der Hauptthemen, mit denen regelmäßig sich MFS-Lageberichte beschäftigten, war die Lage in den Betrieben. Was eben auch noch eine Folge des 17 Juni ist, die Staatsi, also der damalige Minister für Staatssicher, zeiser wird abgelöst wegen dieser Sache. Und durch Ernst-Vollwebe ersetzt. Und die Staatsi ändert ihre Strategie bis dahin. Hat man vor allen Dingen Informationen gesammelt, auch über Personen. Und jetzt schlägt man zu. Es bricht die Zeit an, in der sich die Geheimdienste in der DDR und der Bundesrepublik gegenseitig bekriegen. Das Agentennetz wird auf beiden Seiten ausgebaut. Mit der Niederschlagung des Volksaufstandes durch Sowjetische Truppen gerät der Wunsch nach Wiedervereinigung in Ost und West in Weiteferne. Nach dem 17. Juni beginnt die DDR-Stats-Sicherheits große Propaganda-Aktionen gegen die Organisation Gehlen, also den Vorläufer des späteren Bundesnachrichtendienstes. "Diese Aktionen heißt ein konzentrierte Schlege, das in mehrere Aktionen." Die Historikerin Daniela Münkel vom Staats- und Erlagenarchiv. "Und im Zuge dessen werden im Herbst 1953 bei der Aktion Feuerwehr keist das Wunderte von Gehlenagenten in der DDR festgenommen und eben auch verurteilt. Zum Teil zum Hundhaftschwaben in späteren Jahren auch zum Tode manche für eigentlich Nichtigkeiten würde man heute sagen." Prozess gegen Werner Haase. Mutmandslicher Agent der Organisation Gehlen Mitte Dezember 1953. "In diesem Verfahren sind angeklagt. Erstens. Haase Werner. Der angeklagt der Klette sich zur Mitarbeit im Bereit und hinter Schrieb eine Verpflichtung. "Eheel den Decknam Heisler sowie eine Kennnummer und eine Notnummer. Angeklagte begann seine verbrecherische Tätigkeit in der Filiale 120D am 1. Juni 1953." "Es gab eine klare Anweisung von der Organisation Gehlen an die Leute, die für sie in der DDR speionierten sich zurückzuhalten. Weil man Angst hatte, dass sie aufliegen und dann verurteilt werden." "Semübel Leverthea aus drei Städten der deutschen demokratischen Republik und zwar aus Werner Gerode, Halle und Leipzig berichten über den Verlauf der Provokationen das 17. Juni nach West Berlin." "Und das denn das ganze Spionage-Netz in der DDR-Len gefahrgeriet?" "Ebenso übermitterte er eine Reihe von Stimmungsberichten aus der Bevölkerung. Seine Berichte war für den Geheimdienst besonders wertvoll. Insgesamt erhielt er für seine verbrecherische Tätigkeit 1.000 Westmark." Werner Hase ist einer der Westspione, dem in der DDR der Prozess gemacht wird. Die Spionage abwehr der DDR ist nach dem Volksaufstand vom 17. Juni besonders erfolgreich und spürt viele Westagenten auf. Bis zum Mauerbau 1961 unterhält die Organisation Gehlen und von 1956 an der Bundesnachrichtendienst als deren Nachfolger in der DDR ein ausgedehntes Agentenetz. Nach 1961 ändert der BND seine Spionage-Strategie. Jetzt setzt er vor allem auf Reise und Transit-Spione, also Bundesbürger, die in der DDR zu Besuch unterwegs sind. Später versucht der BND, die der Erbürger als Agenten anzuwerben, die sich auf Dienstreise in der Bundesrepublik befinden. Westspion Werner Hase wird zusammen mit weiteren angeklagten in einem aufsehen erregenden Prozess im Dezember 1953 zu lebenslangen Zuchtausverurteil. Hier ist einer der vielen Agenten der Organisation Gehlen, die in den kommenden Jahren von den DDRbehörden im Rahmen der sogenannten Gehlenprozesse als Volksfeinde angeklagt werden. Das Risiko, das da wieder unruhe entsteht, war immer noch ganz oben auf der Prioritäten des politischen Verfolgung. 1989 hat die Stadt Sicherheit 90.000 hautamtliche Mitarbeiter und ca. 180.000 in offizielle Mitarbeiter. Es ist also ein Riesen-Aparat, der da aufgebaut wird und da spielt natürlich als Einausgangspunkt der 17. Juni eine wichtige Rolle. Die DDR hatte die höchste Überwachungsdichte pro Kopf im ganzen Ausblock, so was die Relation zwischen Bevölkerung und Hauptamtlichen und in offiziell Mitarbeiter angetrüst. Die DDR wird nach dem 17. Juni 1953 also zum totalitären Überwachungsstaat. Während das SED-Regime innerhalb seiner Staatsgebiete, spätestens seit dem Volksaufstand vom 17. Juni verstärkt Jagd auf Spion aus dem Westen macht und sie einmal enttahnt als Volksfeinde verurteilt, baut die DDR-Stat Sicherheit aber gleichzeitig ihr eigenes Agentennetz in der Bundesrepublik aus. Geschickt platziert die Stasi ihre Spionen im Westen. Die DDR hat ja überall in Politikwirtschaft, aber eben auch in die Nachrichtendiensten an zentraler Stelle ihre Spionen sitzen. Und die Sowjetz eben auch. Und da ist auch ab und zu natürlich jemand aufgeflohen, zum Beispiel Hans Fae, für ganz bekannt, die dann meistens ja auch an den Stellen saßen, wo es eben um die DDR oder um die Sowjetz und Jungen ging. Und da ist der eine oder andere Skandreil, auch während der Zeit der Bundesrepublik hochgeblirrt. Der bekannte Gönter-Gehörm, der Spion im Hanslarm, aber dann auch nochmal verstärkt natürlich nach 1990, als dann die Akten offen waren. Da ist dann da doch einiges noch zu Tage getreten. Erstens ist der 17. Juni, obwohl er gescheitert ist, aus meiner Sicht einer der wichtigsten Daten der an positiven Daten nicht besonders reichen Demokratiegeschichte, beiderteile und auch des Gesamtbeleutellands. Sie können bis ins 19. Jahrhundert zurückgehen und etwa die Parallele zum auch gerade wieder mit einem Jahres-Tach zu feiern, 1848. Also den Beginn einer Demokratisierung, eine Versuch einer Demokratisierung des deutschen Staatswesens, und in dieser Tradition steht der 17. Juni. Ich sag mal ganz jenseits der konkreten Forderungen, die damals gestellt wurden. Langfristig Demokratie historisch ist der 17. Juni mit der Forderung nach freien Wahlen ein ganz wichtiger Markstein. Das hat uns eigentlich stolz gemacht. Zeitzeuge, ein Zuhomut. Das wir da wegen Mut hat, da ging oft zu schieben. Wir hatten ja große Hoffnung. Zeitzeuge, Harry Springstoppe. Aber die Sowärspranze haben diese Hoffnung zunichtigen Macht. Und sag mal mal, der 17. Juni ist eigentlich erst erfüllt worden, 1999. Nachdem dieser Aufstand niedergeschlagen worden war, Zeitzeuge, Siegfried Buchhalts. Hatte ich keine Hoffnung, dass jemals wieder jemand das versuchen würde. Weil wahrnehmbar ist spätestens als die issowertischen Truppen eingreifen, dass es eben keine Wiedervereinigung auf abziehbare Zeit geben wird. Dass der Sozialismuskurs wohl weiter geführt werden würde in der DDR. Und damit natürlich die Spaltung zwischen beiden deutschen Staaten immer größer wird. Gens schöne. Die innerdeutsche Grenze ist schon seit einem Jahr zu. Die ist schon 1952 geschlossen worden. Und beide politische Systeme reagieren natürlich darauf. Und es ist ganz klar, dass die Sowärtischen Truppen weiterhin den Aufbau in der DDR schlicht war. Sozialismus mit allen Mitteln unterstützen werden. Insofern markiert der Aufstand letztendlich natürlich auch eine Vertiefung der Spaltung zwischen beiden deutschen Staaten. Weil die Bundesrepublik sich natürlich davon vollständig abgrenzt, von dem was da passiert. Und insofern gibt der Aufstand am Ende, obwohl genau das Gegenteil beabsichtigt war. Doch ein Schub in Richtung weitere auseinanderentwicklung der beiden deutschen Staaten. Und das hat natürlich dazu geführt, dass bis 1989 so ein großer Aufstand oder so große Demonstrationen nie wieder stattgefunden haben. Andrea Barh, Historikerinnen beim Berliner Aufarbeitungsbeauftragten. Also ein Trauma auf Seiten der SED-Führung, die natürlich immer wieder Angst hatte vor so im 17. Juni. Nicht nur die Herstenden hatten ein Trauma, sondern auch die, die dort beteiligt waren, weil dieser Ausstand zu brutal niedergeschlagen wurde. Daniela Mönkel, Historikerin im Stasiunterlagenarchiv. Man hat auch immer, wenn dieser Tag sich hier gerade in den ersten Jahr besonders genau hingekuckt, was im Lande los war. Es handelte sich immer um einen Aufstand der Zeichte, dass es eine Massenbasis für das, was die SED in der DDR aufbauen wollte, nicht gab. Jens Giesicke, Historiker am Leipnitz Zentrum für zeithistorische Forschung in Potsdam. Der 17. Juni war für die DDR, insbesondere für die DDR-Führung, ein traumatisches Erlebnis, dass sie die ganzen 37 Jahre danach bis zu ihrem Ende nicht verdaut hat. Das geht bis dahin, dass Erik Mirke, der langjährige Minister für Staatssicherheit im September 1989, als die Leiter der Bezirksverweitung ihm über die Situation im Lande berichten, plötzlich unvermittelt, sagt, steht ein neuer 17. Juni bevor. "Lass da schieben sein! Lass da schieben sein!" "Bitte am Potsdamer platzen." "Es war riesengroße Menschenmassen." "Wir wollen Frieden haben und vor allen Dingen zu essen und Freiheit." "Wir wollen keine Sklaven sein, schrie die demonstrierende Menge." Zur deutschen Wiedervereinigung kommt es dann erst nach der friedlichen Revolution der DDR-Bevölkerung 1989. Allerdings sind da die politischen Verhältnisse vollkommen andere. Der kalte Krieg, die Konfrontation zwischen Ost und West, geht durch den Zerfall der Sowjetunion seinem Ende zu. Das ist Anfang der 1950er Jahre natürlich noch ganz anders. Auch deshalb ist der 17. Juni 1953 ein besonderer Meilenstein in der deutschen Demokratiegeschichte. Und damit endet unsere dreiteilige Serie zum Volksaufstand des 17. Eine TV-Dokumentation zum 17. Juni 1953 und Deutschlands Kampf um die Freiheit findet ihr übrigens auch in der ZDF-Midiathek. Schreibt uns gerne eure Gedanken zu dieser und auch zu den ersten beiden Folgen per Mail oder auf der RxHistory bei Instagram oder ihr kommentiert im Community-Tap bei YouTube bei einem Kanal MrWissen2Go Geschichte. Dort posten wir jedes Mal, wenn eine neue Folge erscheint und wir freuen uns natürlich sehr über euer Feedback. Auch über eure Bewertung bei Spotify, bei Apple, wo auch immer. Michtig ist diesen Namen hier merken. Ihr hört Terra-XHistory der Podcast und wir freuen uns, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder mit dabei seid. Wir machen jetzt eine kleine Sommerpause und kommen dann wieder am 25. August mit einer neuen Folge und zwar geht es dann um die Geschichte von Charme und Freizügigkeit. Dieser Podcast hier ist eine Produktion von Objektiv Media im Auftrag des ZDF. Die Autorinnen waren wie immer Janine Funke und Andrea Karte. Sie sind verantwortlich für Buch und Regie und für die technische Umsetzung und Gestaltung verantwortlich ist Moritz Rastrup. Redaktion im ZDF hatten Ricardo Schlossan, Anja Greulich und Anastasia Truschitzkack. Ich bin Mirko Dotschmann und sage, danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Podcast Summary
Key Points:
Der Volksaufstand vom 1
Juni 1953 in der DDR war eine spontane Massenerhebung für Freiheit, Einheit und bessere Lebensbedingungen, die von sowjetischen Panzern und Sicherheitskräften gewaltsam niedergeschlagen wurde.
Das SED-Regime reagierte mit massenhaften Verhaftungen, Schauprozessen und Hinrichtungen angeblicher "Rädelsführer", um einen "faschistischen Putsch" zu konstruieren und seine Macht durch Repression zu stabilisieren.
Die Ereignisse wurden in der DDR tabuisiert, während der 1
Juni in der Bundesrepublik zum nationalen Gedenk- und Feiertag ("Tag der deutschen Einheit") erklärt wurde, was nach der Wiedervereinigung 1990 durch den
Oktober abgelöst wurde.
Summary:
Die dritte Folge des Podcasts behandelt die brutale Niederschlagung des DDR-Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 und seine Folgen. Nach der gewaltsamen Unterdrückung der Proteste durch sowjetische Panzer und Volkspolizei ging das SED-Regime systematisch gegen vermeintliche Anführer vor.
000 Verhaftungen, Schauprozesse und mehrere Hinrichtungen, darunter die des wahrscheinlich unschuldigen West-Berliners Willi Göttling und der fiktionalisierten Hauptfigur Erna Dorn. Das Regime konstruierte die Narrative eines "faschistischen Putsches", um von eigenen Versäumnissen abzulenken und die Bevölkerung einzuschüchtern. In der DDR wurden die Ereignisse und Opfer totgeschwiegen, während die Bundesrepublik den 17.
Juni zum nationalen Feiertag und Symbol für den Freiheitswillen erhob. Die Folge beleuchtet anhand von Zeitzeugenberichten und Historikeranalysen die langfristigen politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen, darunter die anhaltende Tabuisierung in der DDR und den schwierigen Umgang mit dem Gedenken nach der Wiedervereinigung.
FAQs
Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 war ein spontaner, landesweiter Protest in der DDR gegen das repressive SED-Regime, bei dem über eine Million Menschen für Freiheit, bessere Lebensbedingungen und die Wiedervereinigung Deutschlands auf die Straße gingen.
Das Regime schlug den Aufstand mit Waffengewalt, sowjetischen Panzern und Massenverhaftungen nieder. Es verhängte den Ausnahmezustand und ging hart gegen vermeintliche 'Rädelsführer' vor, wobei Tausende verhaftet und einige hingerichtet wurden.
Mindestens 34 Menschen starben während des Aufstands, erschossen von sowjetischen Soldaten oder Volkspolizisten, überrollt von Panzern oder an späteren Verletzungen. Dazu kamen mindestens fünf getötete Angehörige von Staatssicherheit und Volkspolizei.
Die Bundesrepublik erklärte den 17. Juni 1953 noch im selben Jahr zum nationalen Feiertag, dem 'Tag der deutschen Einheit'. Er diente als Gedenktag für die Opfer und symbolisierte das Streben nach Wiedervereinigung, bis er nach 1990 durch den 3. Oktober ersetzt wurde.
Willi Göttling war ein Westberliner, der von den Sowjets als angeblicher Agent und Organisator der Unruhen zum Tode verurteilt und standrechtlich erschossen wurde. Heute weiß man, dass er unschuldig war und sich nur zur falschen Zeit am falschen Ort aufhielt.
In der DDR wurde der Aufstand totgeschwiegen oder als 'faschistischer Putsch' diffamiert. Das Thema war tabuisiert, Opfer blieben oft namenlos, und erst nach der Wende begann eine umfassende Aufarbeitung der Ereignisse.
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