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Jugendtraining ohne Stress: Planung, Spielerzahl & Wiederholungen

48m 2s

Jugendtraining ohne Stress: Planung, Spielerzahl & Wiederholungen

Praxis-Antworten auf Hörerfragen: Spielerzahl, Leistungsgefälle, Trainingsstress. Darum geht's: „Chaospassen schon wieder?“ – warum sich Übungen wiederholen und was das bringt. Planung vs. Realität: Warum dein Training robust sein muss, nicht perfekt. Ungrade Spielerzahl: Wie du 2v2/3v3 trotzdem sauber löst, ohne dass „einer rumsteht“. Link zur Videoplattform-PLUS Fortbildung - SO geling dein Techniktraining Übung - Chaospassen Übung - Chaospassen mit Variation (VfB Stuttgart) Links zu unserer App

Transcription

6481 Words, 39393 Characters

Speaker 1Spieltrieb, der Kinder- und Jugendfußball-Podcast von Advance Football.
Speaker 2Sacko auf der einen Seite, der schon schnauft und schnaubt. Hallo Sacko, schön, dass du da bist.
Speaker 3Hallo Joscha.
Speaker 2Und ich, der Joscha, auf der anderen Seite. Wir sind die beiden Gründer von Advance Football. Neben diesem Podcast, den du gerade hörst, haben wir unter anderem noch eine Videoplattform, wo du ganz viele Übungen für dein Fußballtraining findest, aber auch Fortbildungen, Livestreams, Lernvideos und vieles mehr. Sacko, starten wir gleich rein. Bitte. Und zwar habe ich, anders als gerade eben, noch besprochen, noch ein anderes Thema, das ich gerne mitbringen würde. Und zwar habe ich mit dem lieben Jan telefoniert heute Morgen und habe gesagt, oh, jetzt hast du mich was gefragt, beziehungsweise mich auf was hingewiesen. Das bespreche ich gleich mal kurz. Vielleicht gibt es auch eine ganze Folge dazu mit Sacko. Und zwar haben wir ja im Rahmen unserer Videoplattform Plus, also der Bezahlvariante für die Videoplattform, die sogenannte Trainingsplanung. Das bedeutet ja, dass du, als Trainer, zwei Trainingseinheiten die Woche von uns Montagmorgens in deinem Postfach bekommst. Das bedeutet, du bist ein E-Jugendtrainer, du hast keine Zeit oder brauchst neue Inspirationen für dein Training, dann bekommst du von uns eine E-Mail, wo du und oder ich diese Trainingseinheit geplant haben, eingeordnet haben und dir dabei helfen, das irgendwie umzusetzen auf dem Platz. So, das ist mal der Status quo bei der Videoplattform Plus. Und der Jan ist eben auch ein, Videoplattform Plus-Enthusiast. Er sagt nämlich, er trainiert nur mit den Trainingseinheiten, was natürlich super ist. Muss man nicht, kann man aber natürlich machen. Jetzt ist ihm aber eine Sache aufgefallen. Und zwar spielen wir überproportional viel Chaos-Passen. Er meinte, seine Jungs, die kotzen schon. Eine E-Jugend, meine ich. Nee, eine U13, hat er gesagt. Eine D-Jugend. Da habe ich drauf hingewiesen, ja, wahrscheinlich Sackos-Training. Der haut immer viel Chaos-Passen. Auf jeden Fall hat er mir erzählt, dass die Jungs immer jetzt schon abgekotzt haben, dass Chaos-Passen wieder dran ist im Training. Man muss dazu sagen, er spielt Chaos-Passen, fand ich ganz cool, auch vor dem Spiel. Also das ist quasi die Passform vor dem Spiel, bei denen ist Chaos-Passen. Da finden sie es super, aber im Training hatten sie jetzt irgendwie das Gefühl, das kommt auch sehr, sehr oft vor. Und diese Aussage, die deckt sich in der ähnlichen Art und Weise mit zwei, drei anderen Gesprächen. Die ich jetzt schon geführt habe, dass immer mal wieder die Frage kommt, hey, jetzt spiele ich zweimal in einer Woche die gleiche Übung. Weil wir halt so Übungen haben, wo wir einfach glauben, hey, die machen unfassbar viel Bock und da steckt viel drin. Kannst du in zwei, drei Sätzen kurz erklären, sagen, warum wir dies tun? Sacko, warum wiederholen sich manche Übungen bei uns innerhalb einer Trainingswoche oder kommen vielleicht bei dir noch vor und bei mir dann direkt bei einem Thema ebenfalls?
Speaker 3Yes, kann ich. Ich habe aber auch nochmal nachgeguckt. Wir haben es tatsächlich in der D-Jugend relativ, also vergleichsweise häufig gehabt. Und zwar in zehn Trainingseinheiten der letzten sieben Monate ist Chaos-Passen drin. Also ich habe die, die wir jetzt quasi für den März schon geplant haben. Angefangen haben wir im August oder was. Und da kam das jetzt in den... In sieben Monaten, in zehn Einheiten vor. Also etwas mehr als einmal im Monat spielen wir offensichtlich Chaos-Passen in der D-Jugend. Ja, kann ich erklären. Es hat oft sehr große Vorteile, eine Übung nochmal zu spielen. Und zwar, dass ich sie nicht nochmal erklären muss. Dass die Kinder sie schon kennen. Und dadurch auch, was die Qualität der Übung, also auf welchem Niveau das gespielt wird, oftmals auf einem ganz anderen Stand anfangen. Wenn ich eine Übung zum allerersten Mal spiele und da vielleicht so Umschaltmomente dabei sind und die Kinder kommen dann rein und dann spiele ich das 15 Minuten und dann habe ich so nach wahrscheinlich so zehn, zwölf Minuten das Gefühl, ah, okay, jetzt ist der Dreh raus. Und dann spiele ich sie aber nur noch fünf, sechs, vielleicht auch nochmal zehn. Und der große Vorteil wäre, wenn ich das nächste Mal spiele, dann entfallen diese Minuten, die sie sich daran gewöhnen müssen. Meine Minuten der Erklärung fallen weg. Und im besten Fall sind sogar die Coachings, die ich mit den Spielern dann jeweils besprochen habe, auch schon stärker mit drin. Also die machen dann schon die Sachen, die letztes Mal angesprochen worden sind, machen sie jetzt schon besser. Und dadurch ergeben sich ganz neue Situationen. Und das ist der Grund, warum wir es dann häufiger spielen. Jetzt beim Chaos passen speziell, glaube ich, bietet es sich an, dann auch Varianten reinzubringen. Also auch das ist ja irgendwann langweilig, von der einen Seite zur anderen einfach nur durchzuspielen. Und da haben wir auch diese Steil-Klatsch-Varianten, Steil-Klatsch außerhalb vom Feld, Steil-Klatsch von außen freilaufen, durch die Mitte passen, Chip-Bälle, Flugbälle. Da kann man so viel geiles Zeug draus machen. Und das wäre meine Empfehlung, um da Variationen reinzubringen. Aber ich würde definitiv unbedingt immer die Vorteile von wiederkehrenden Übungen nutzen.
Speaker 2Ja, gehe ich absolut mit, war auch meine Ausführung. Das Witzige in diesem Gespräch war mit Jan, du wirst es ja hören, dass er dann nämlich gesagt hat, er hat in letzter Zeit sehr, sehr viel Umschalt 1 gegen 1 auch gespielt, weil es auch eine Form ist in der D. Und ich habe ihm gesagt, Jan, wahrscheinlich haben sich deine Jungs noch nicht beschwert, dass sie öfter mal Umschalt 1 gegen 1 spielen, weil logischerweise in der Natur der Übung da halt ein Torschuss dabei ist und 1 gegen 1. Chaospassen ist ja quasi für uns so ein bisschen der Kompromiss für Technik-Training, Passspiel, Ballern und Mitnahme-Thematiken, um das ein bisschen spielnäher zu haben und ein bisschen abwechslungsreicher, aber es ist ja trotzdem kein Torschuss mit dabei. Bei sowas wie Umschalt 1 gegen...
Speaker 3Also, weil ich gerade unseren Trainingsplan offen habe, in der D-Jugend haben wir Umschalt 1 gegen 1 dieses Jahr einmal gespielt.
Speaker 2Nee, stimmt nicht. Am 6.12. und am 16.02. und am 2.02.
Speaker 3Ah ja, stimmt, du hast recht. Also in der Woche vom 2.02.
Speaker 2Auf jeden Fall, weil die Story, die Jan dann auch hält, die Jan dann aber, ja, aber er hat es ja positiv genannt, weil sein Stürmer, der sonst so ein Futler ist, der hatte jetzt im letzten Spiel nämlich genauso, so einen Abschluss, den es beim Umschalt 1 gegen 1 ganz oft gibt, nämlich so erster Kontakt am Gegner vorbei, beziehungsweise das Schutzfenster freimachen und dann gleich das Tor schießen. Wurde quasi direkt aufs Umschalt 1 gegen 1 bezogen.
Speaker 3Ich finde es aber auch interessant, weil die Rückmeldung mit... Ach, auf der Plattform hatten wir das, glaube ich, mit dem Umschaltfangen. Als er den Plan gesehen hat, hat er gedacht, ah nee, nicht schon wieder Umschaltfangen und hat es dann aber gespielt. Ich weiß nicht, ob er sich sonst immer dagegen gewehrt hat und hat es jetzt mal gemacht mit seiner F1. Er hat gesagt, das hat halt richtig geballert und das war eine geile Einheit. Wir haben das auch über Social Media geteilt, seinen Kommentar. Ich glaube, manchmal ist es so, mein Trainer Gusto, und wenn ich zum Beispiel das Umschalt 1 gegen 1 einfach nicht mag als Form und ich bin da auch so ein bisschen zwiegespalten bei der Form, weil manchmal wir doch lange Standzeiten produzieren. Also das dürfen wir einfach nicht. So viele Kinder neben dem Tor anstehen. Also mir fehlt ein bisschen die Dynamik in der Form. Und wenn ich das jetzt auch... Ich glaube, ich würde auch subjektiv das Gefühl haben, dass das oft vorkommt, weil das für mich so eine Form ist, wo ich mir manchmal nicht sicher bin, ob das das Richtige ist für die Dynamik in der Einheit.
Speaker 2So, und das Gleiche finde ich ist ja bei Chaospassen auch. Da ist es halt eine Form. Das ist schon okay, aber ich verstehe schon, warum die D-Jugendlichen jetzt nicht jede Woche aufs Spiel gehen. Nicht, weil sie aufs neue Chaospassen spielen möchten, sondern lieber aufs Tor fransen oder irgendwas anderes Cooles spielen möchten. Naja, wollte ich nur einmal mitgeben. Heißt Videoplattform Plus, wer da Lust drauf hat auf das Thema Trainingsplanung. Ihr seht, da gibt es einen regen Austausch, auch mit Sacco und mir. Nicht nur in die eine, sondern auch in die andere Richtung. Aber deshalb...
Speaker 3Mir kommt noch eine Sache. Ich hätte dann schon gerne, aber wenn jetzt der Jan mit seiner Truppe da irgendwie aufsteigt oder so, dass wir auch so ein Meister-T-Shirt zugeschickt bekommen. Ja. Dann könnten wir das bei uns aufhängen und sagen, sag, guck mal, da ist die erste Mannschaft, die wir aus der Ferne gemeinsam mit dem Coach vor Ort so trainiert haben, dass sie dann erfolgreich geworden sind.
Speaker 2Das wäre doch was. Ich schicke es dir dann zu in XS, das T-Shirt. Okay, danke. Also, Sacco, lass uns losstarten, denn wir hatten letzte Woche eine Technik-Trainingsfolge, die unfassbar viel Resonanz hervorgebracht hat. sowohl auf Social Media als auch unter YouTube. aber auch in Zuschriften hier über unsere podcast-at-advance.football-Adresse und die würden wir gerne aufgreifen und dieses Thema einfach nochmal beleuchten, auch von eurer Seite aus sozusagen, was ihr uns gespiegelt habt und an der einen oder anderen Stelle vielleicht noch mit einem Gedanken anreichern. Möchtest du einmal kurz, Sakko, nochmal in zwei Sätzen Revue passieren lassen, über was wir da letzte Woche gesprochen haben?
Speaker 3Ja, sehr gerne. Und zwar hatten wir eine Zuhörerfrage behandelt. Ich glaube, du hast ihn äh genannt. Ich glaube, du hast wieder eine Vorname vermieden. Ich bin äh und betreue eine G-Jugendmannschaft, Jahrgang 2019. Wir haben schon als Fußballkindergarten angefangen, da waren die meisten vier oder fünf Jahre. Wir sind mit zwei Trainern und drei Betreuern gut aufgestellt und trainieren zweimal die Woche. Unser Problem ist ein riesiges Leistungsgefälle. Von den 19 Spielern ist die eine Hälfte gut bis sehr gut und will immer den Ball und gewinnen. Die andere Hälfte ist sehr schwach bis maximal mittel. Und es gibt einige, die trotz zwei Jahre Training große Probleme mit dem Ball haben oder andere Dinge machen als Fußball spielen. Die Starken funktionieren von alleine und wir fordern sie mit dem einen oder anderen F-Jugendturnier. Die Schwachen sehen vermutlich nur beim Training oder Turnier den Fußball. Wenn die Gruppen gemischt sind, zum Beispiel wenn nicht genug Kinder da sind, gibt es nur Frust. Ansonsten sind wir gezwungen, Gruppen konsequent nach Stärken zu trennen. Ich finde es gut, auch die Schwachen zu unterstützen, denn Bewegung ist wichtig. Wir geben uns große Mühe, was die Eltern auch regelmäßig anerkennen. Leider wird das Training mit den sehr schwachen drei bis vier Kindern nicht besser und frustriert, weil man keine Fortschritte sieht. Und das Training wird dadurch auch gestört. Wie sollte man damit umgehen? Sind wir zu ambitioniert und sollten gar nichts ändern? Oder gibt es einen Punkt, an dem man nicht mehr jedes Kind mitnehmen kann? In verschiedenen Richtungen ausgeartet von unserer Behandlung. Einmal ging es um, bitte nicht Kinder in der G-Jugend wegschicken, weil sie noch nicht so gut Fußball spielen können, weil die sind in einer G-Jugend im Breitensport. Dann ging es um, wie arbeiten wir denn mit großem Leistungsgefälle? Ich bin mir aber tatsächlich nicht mehr 100% sicher, wie daraus dieser Technikaspekt entstanden ist. Naja, nicht so wichtig. Auf jeden Fall hat die Folge ja Reaktionen ausgelöst. An deinem fragenden Gesichtsausdruck habe ich auch so das Gefühl, dass du dir auch nicht mehr so 100% sicher bist. Aber naja, so ist es halt, wenn man viel quatscht und tausend Themen in einer Woche behandelt, dann rutscht das mal durch.
Speaker 2Ich nehme jetzt mal einfach die Rückmeldung Nummer eins und spiele die. Da wollen wir ja anfangen, oder? Genau, und zwar. Einmal einen Punkt aus der letzten Folge zum Techniktraining aufgreifen. Ich trainiere eine F-Jugend U8. Es ging darum, was mit dem Kind passiert, das beim 3 gegen 3 draußen steht. Sakko meinte ganz lapidar, dann spielen sie eben 3 gegen 4. Jetzt zu meiner eigentlichen Frage. Es gibt immer wieder Spielformen, bei denen ich eine bestimmte Anzahl an Kindern benötige. Dabei tue ich mich schwer. Einerseits möchte ich alle in Bewegung halten, andererseits möchte ich manchmal bewusst zum Beispiel ein 2 gegen 2 spielen lassen, weil ich denke, dass es für die Kinder einfacher ist. Oder ein Passspiel zu üben als im 3 gegen 3. Oder ich spiele absichtlich in Über- bzw. Unterzahl, etwa 2 gegen 3. Natürlich habe ich aber nicht immer genau die passende Anzahl an Kindern. Das bedeutet zwangsläufig, dass manchmal Kinder pausieren müssen. Klar kann ich nebenbei noch ein 1 gegen 1 oder etwas anderes anbieten. Aber dafür brauche ich Trainer oder zusätzliche Tore und so weiter. Wie würdet ihr das im Training lösen?
Speaker 1Hui.
Speaker 3Ich habe das Gefühl, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe.
Speaker 2Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe.
Speaker 3Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe.
Speaker 2Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe.
Speaker 3Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. Ich glaube, dass ich das nicht ganz so gut verstehe. wir ein 2 gegen 2 haben auf ein Furninio-Feld zum Beispiel und das plane ich für 4 Minuten pro Durchgang. Dann habe ich natürlich eine große Herausforderung, dass wenn ich eine ungerade Anzahl habe, dann habe ich jetzt hier jemanden, der da außen warten muss. Deswegen sind wir ja große Freunde und auf der Plattform, die ganzen Übungen von uns sind oft so, wie nennt man das denn? Der DFB hat da so eine Definition, das ist keine reine, doch das ist eine reine Spielform oder spielferne Spielform?
Speaker 2Ja, irgendwie so.
Speaker 3Irgendwas, keine Ahnung. Also, wo du einen Start- und Endpunkt in der Spielform hast. Also, da geht's los, das geht so lang bis und dann gibt's einen Wechsel. Und das war natürlich deutlich einfacher, weil du zum Beispiel diese Zweiermannschaft durchrotieren lassen könntest. Also, du hast einen Wechsler und jedes Mal, wenn der Ball in einem Tor ist oder im Aus ist, rotieren die so Immunzeiger sind sozusagen durch. Und dann hättest du eine trotzdem sehr hohe Aktionsfrequenz für die Kinder und hättest ein 2 gegen 2. Das wäre aber nicht mehr dieses, okay, es sind immer die zwei gleichen auf dem Feld. Was mir persönlich jetzt in der F-Jugend aber völlig Wumpe wäre. Zumal, wenn ich hohe Intensitäten haben will, es vielleicht durchaus Sinn macht, wenn ein Kind mal kurz 15 Sekunden draußen stehen kann, durchatmen und dann wieder Vollgas rein. Ansonsten passiert das, was Kinder automatisch machen, wenn sie nicht mehr können. Dann hören sie auf, sich zu bewegen, fangen dann vielleicht an, Quatsch zu machen oder hinten rein zu treten. Und dann macht es halt nicht mehr so richtig Sinn. Also, deswegen könnte ich durchaus bewusste Pausen auch setzen, um auf der anderen Seite die Intensität hochzuhalten. Vor allem jetzt bei einer F-Jugend, die sich halt nicht dauerhaft konzentrieren kann.
Speaker 2Sehr gut. Wir nehmen mal Feedback Nummer 2 mit rein. Hey, habt gerade euren neuen Podcast gehört. Es ging um das Thema heterogene Gruppen. Dabei kam mal wieder die Aussage, Training hat gar keinen so großen Einfluss auf die Entwicklung, wie immer alle denken. In Klammer stark vereinfacht. Ich erinnere mich aber auch daran, dass ihr zu Trainern, die ihr Training wegen eines bestimmten Kindes komplett ändern wollten, meintet, bloß nicht, für die meisten deiner Mannschaft war es doch genau richtig. Jetzt meine Bitte und Frage, ja was denn nun? Haben wir als Trainer nun einen Einfluss oder nicht? Wie relativiert man die Aussage so, dass Trainer motiviert sind, überhaupt zu trainieren und nicht nur betreutes Kicken anzubieten? Vielleicht dazu eine kleine Einordnung meinerseits. Ich denke, in der G- und F-Jugend ist betreutes Kicken und Spaß absolut im Vordergrund. Ab E und D darf dann auch etwas mehr der Fokus dem Entwicklungsniveau angepasst natürlich auf Taktik und Technik in dezidierter Form
Speaker 1liegen. Er hat noch was.
Speaker 2Das lassen wir mal weg. Okay, dazu noch, ich habe noch was. Ich bin vielleicht bald Jugendleiter bei uns im Verein und hoffe da ganz viel eure Ideen und Produkte etablieren zu können. Danke dafür. Vor allem möchte ich etablieren, dass bis zur E-Jugend jedes mit Ausführungszeichen Ausrufezeichen Kind die gleiche Ausrufezeichen Spielzeit bekommt und nicht nach Leistung aufgestellt wird. Wie seht ihr das? Bin ich da zu radikal oder gehe ich da einen guten Weg? Den zweiten Teil lassen wir weg. Es geht uns nur um den ersten Teil. Sacko.
Speaker 3Also Produkte und Ideen zu benutzen ist erstmal ein guter Weg. Jetzt zu der Aussage auf der einen Seite Training hat keinen großen Einfluss und auf der anderen Seite, das habe ich aber auch erst beim dritten Mal lesen verstanden, glaube ich, was gemeint war. Es ist doch nicht so schlimm, wenn man sein ganzes Training für ein Kind ändert, weil Training eh nicht so eine große Auswirkung hat. Liest du das auch so? Ja. Okay. Ich habe dieses Beispiel Das passt doch wie die Faust aufs Auge, als ob es vorbereitet war. Ich habe in der Technikfortbildung so gelingt ein Techniktraining für die Plus-Video-Plattform das Beispiel aufgemacht von zwei unterschiedlichen Spielern. Die hießen Niklas und Moritz aus der E1 2015er Jahrgänge. Niklas hat von der U6 bis zur U11 Fußball gespielt und hat in dieser Zeitspanne seines Lebens pro Woche 180 Minuten intensive Bewegungszeit. Das sind pro Tag nicht ganz 30 Minuten. Das ist tatsächlich nur leicht unter dem Durchschnitt der Bewegungsstudien, die vom KIT veröffentlicht werden. Und Moritz auf der anderen Seite hat jede Woche 420 Minuten intensive Bewegungszeit. Das sind 60 Minuten am Tag. Das ist quasi die Empfehlung der WHO für Kinder, 60 Minuten intensives Bewegen pro Tag zu haben. Das ist jetzt einfach nur die reine Bewegungszeit, ohne dass wir mit Training planen. Und dann Niklas kommt halt nur 1,5 Mal ins Training pro Woche und Moritz kommt zweimal im Schnitt ins Training pro Woche. So. Jetzt in dem Vergleich hat von der U6 bis zur U11 Niklas 56.000 intensive Bewegungsminuten gesammelt. In der gleichen Zeit hat Moritz 131.000 intensive Bewegungsminuten gesammelt. Das ist fast das anderthalbfache wie das von Niklas. So. Und jetzt haben wir diese Riesenzahl und packen die neben zweimal Nettotrainingszeit von 35 Minuten pro Woche, also 70 Minuten Nettotraining pro Woche. Und das ist natürlich in der Gesamtbewegungszeit, die so ein Kind hat, macht das vielleicht 20% aus. Und bei der Nettotrainingszeit müsste man auch noch gucken, wie intensiv bewegen die sich denn eigentlich in diesen 70 Minuten Nettotrainingszeit dann wirklich. Heißt, um das einfach in Relation zu setzen, wenn es um die sportliche Entwicklung und motorische Entwicklung von Kindern geht, wie viel Bewegungszeit sie außerhalb des Trainings bekommen und wie viel Bewegungszeit sie im Training bekommen. Und das ist mit dieser Aussage gemeint, und die ist so gemeint, dass man sich den Druck nimmt als Trainer. Also in diesem Beispiel ist der Niklas nicht schlechter, weil du ihn schlechter trainiert hast. Also falls er das ist. Ich habe das so aufgemacht, weil der Gedanke war, Niklas ist technisch schlechter ausgebildet und hat gegen Moritz keine Chance. Du hast sie genau gleich trainiert und über die gleiche Zeitspanne bei dir im Training gehabt, weil die der gleiche Jahrgang sind und du hast sie einfach mit der Zeit trainiert. Und der eine ist jetzt an einer ganz anderen Position als der andere. Und das hat eben nur bedingt etwas mit deinem Training zu tun. Der eine kommt auch nicht so oft, der andere ist jedes Mal da und der eine bewegt sich halt einfach das anderthalbfach in seiner Freizeit wie der andere mit seinen älteren Geschwistern, was auch immer, geht auf den Bolzplatz und so weiter. Diese Diskrepanz, die wirst du auch mit der besten Trainingsplanung und dem größten Trainerteam nicht mehr gebacken bekommen. Selbst wenn du Niklas einen Personal Trainer bei jeder Trainingsanheit zur Seite stellst, der sich nur um ihn kümmert und nur ihn coacht, wird diese Lücke nicht gefüllt werden. Und das ist mit der Aussage gemeint, dass unser Training dann für die Gesamtentwicklung der Kids nicht so eine starke Auswirkung hat, wie viele meinen, sondern dass es bei Niklas das Ziel wäre, eigentlich seine Bewegungsminuten zu erhöhen auf Maß, das für seine Gesundheit auch gut ist, dass man ihm zeigt, dass es Spaß macht zu kicken, dass man ihm die Möglichkeit gibt, frei zu bolzen und dadurch seine Bewegungsminuten erhöht und er wird automatisch zu einem besseren Fußballer werden. Und das zu diesem Effekt oder zu diesem Ergebnis sollte eigentlich eine gute Betreuung von Kindern dann auch führen.
Speaker 1Dem kann ich nichts hinzufügen.
Speaker 2Feedback Nummer drei. Schön, dass ihr so kontrovers diskutiert. Aber ihr macht da teilweise die Rechnung, ohne die Eltern und ohne die Kinder, welche oft wegen ihren Freunden in der entsprechenden Altersklasse trainieren möchten, sehe heute einiges anders als ihr. Auch was das Thema 3 gegen 3 mit einem zusätzlichen Kind angeht, welches als neutraler Spieler oder Wandspieler agieren könnte. Jedoch gibt es auch Gruppen, da sind es nicht nur sechs oder sieben Kinder, aber 27 und man hat nur zwei Coaches, und oder keine Eltern am Spielfeld dran, die helfen könnten. Bessere Spieler in die nächste Gruppe oder zum nächsten Verein zu schicken, ist auch nicht die Lösung. Manchmal ist der aktuell vorhandene Trainer trotz der widrigen Umstände der Beste für die ganzheitliche Entwicklung. Trotzdem danke für
Speaker 1euren Content. Ja, also.
Speaker 2Eine Sache, was auch Thema war, am Workshop am Wochenende, bei mir. Es gibt irgendwann einen Betreuungsschlüssel in deinem Training, wenn der eine bestimmte Zahl übersteigt. Dann kannst du Pep Guardiola sein, oder kannst du sonst irgendein Zambano sein, Jürgen Klopp, wer auch immer. Völlig egal, da kannst du der beste Kinderfußballtrainer der Welt sein. Wenn du einen Betreuungsschlüssel von 1 zu 18 in der F-Jugend hast, dann wirst du kein adäquates, vollumfänglich sinnvolles Fußballtraining alleine auf den Platz bringen können. Punkt, fertig, auch. Und über diese Szenarien dürfen wir oder sollten wir uns dann auch nicht unterhalten, im Sinne von was müsste ich da inhaltlich? machen und wie exkludiere und inkludiere ich da einzelne Kinder, sondern da ist die einzige Sache, über die wir uns unterhalten, wie schaffe ich es zwei oder besser, ja doch zwei, besser drei Spielfelder aufzubauen und die einfach die ganze Zeit kicken zu lassen, wenn ich alleine mit denen auf dem Platz bin. Wenn ich dann zu zweit bin und der Schlüssel sich quasi dann halbiert, also ich bin bei neun Pro-Trainer, dann kann ich mich langsam drüber unterhalten, okay, wie plane ich das Training, wie steuere ich das, was mache ich vielleicht mit der einen Gruppe, was mache ich mit der anderen Gruppe. Aber wenn der Betreuungsstüssel so ist, wie jetzt gerade in dem überspitzen Beispiel genannt, dann hat es nichts, also dann hat diese Frage, über die wir jetzt gerade hier sprechen, da nichts zu suchen. Das ist meine eine Sache zu dem, was er geschrieben hat.
Speaker 3Das ist ganz interessant, weil das war, also ich war ja freitags bei dem Verein, du samstags, das war bei mir freitags auch schon Thema, weil einer der Coaches dann nach meiner theoretischen Einführung zu Trainingsmodellen und Trainingsphilosophie dann auch meinte, bei ihm in der Mannschaft ist folgendes die Situation, eben großes Leistungsgefälle und ein Kind ist dabei, das spielt dann nicht so lang und das kann sich nicht so richtig konzentrieren auch und das ist auch eigentlich gar nicht motiviert mitzumachen, bla bla bla. Was mache ich jetzt damit? Sag ich, ja klar, wir können jetzt so Fälle konstruieren, die also die wir dann so aufbauschen und so mit Problemen befüllen, dass wir dann nur noch sagen können, genau das, was du sagst, ich nenne es dann immer Schadensbegrenzung. Also das, was du jetzt machen kannst, ist gucken, dass dieses Kind dann trotzdem halt irgendwie mittrainiert und das ist das, was du machen kannst. Und jetzt gibt es aber strukturell eher Lösungen, die man angehen könnte. Also auch das, dieses, wir sind was war das, 27 Kinder und man hat nur zwei Coaches und keine Eltern. Nee, gibt es nicht den Fall, schlicht und ergreifend. Bei mir im Verein gibt es das nicht, dass in der Bambini zwei, also ein Schlüssel von 1 zu 13 entsteht. Das ist mit einer Fürsorge, den Kindern gegenüber kann man das nicht mehr begründen, so zu trainieren. Und dann gibt es zu Saisonbeginn einen Elternabend, der wird eingeteilt, welche Eltern an welchem Training da zu sein haben, damit dann noch ein Erwachsener vor Ort ist. Dafür, dass ein Kind heult und der Klettverschluss aufgeht, was auch immer. Ähm, dass wir das eben, ähm, also, dass wir das gar nicht so weit kommen lassen, dass wir dann so eine Situation haben, wo wir sagen, ja gut, was mache ich denn jetzt eigentlich, wenn gar nichts mehr funktioniert. Dann packt das Problem bei der Wurzel und fang nicht an, an den Symptomen rumzudoktern, dass dir die Kinder auf der Nase rumtanzen, weil das ist ja nicht das Problem.
Speaker 2Ja, das 27-Kinder-Beispiel, finde ich auch, das habe ich, glaube ich, in meiner Ausführung auch schon abgefespert, sozusagen. Es geht ja aber tatsächlich, und da hat er einen validen Punkt, es geht ja schon um die Situation, wenn ich halt mal was beschreibt er, wenn ich drei gegen drei, das sind jetzt nicht nur sechs oder sieben, was ist, wenn ich jetzt irgendwie neun, zehn oder elf habe, Kinder. So, also die Situation gibt's ja schon auch. Und dann bin ich vielleicht mal alleine. Und das ist ja auch durchaus machbar, ein Training mit elf, zwölf Kindern alleine zu managen. Dann muss ich mich aber wieder fragen, okay, ist die Form des drei gegen drei, die ich gerne anbieten möchte, nämlich drei gegen drei auf dem Funinio-Feld mit vier Toren und ich stehe an der Seite und fange hier an, schön Taktik-Coaching zu machen und alles ist selig. Das gibt's dann halt nicht. Dann muss ich mir halt eine andere Form überlegen. Also dann spiele ich halt vielleicht einen Funinio-Rundlauf. Gibt's bei uns auf der Plattform mega coole Varianten. Im drei gegen drei, im zwei gegen zwei, wo ich immer wieder diesen Wechsel drin habe, von Angriff auf Abwehr, dann muss ich halt meine Erwartungshaltung an das Training ändern. Und dann kann ich halt nicht erwarten, dass ich im drei gegen drei, wahrscheinlich ist er F- oder E-Jugendtrainer, dass ich da dann eben in diesen Formen spielen kann und überhaupt auch spielen muss.
Speaker 3Ich habe mir da vor zwei oder drei Wochen den Satz aufgeschrieben, also der war in einem anderen Kontext, finde ich aber passt hervorragend, wenn man das auf Trainer abwandelt und zwar folgender Satz. Das größte Problem, das Trainer haben, ist, dass sie denken, dass sie keine Probleme haben sollten. Das fand ich, trifft so oft dann viele Diskussionen, die man mit Coaches dann hat, weil ganz viel Frust und Unzufriedenheit kommt aus dem Gedanken, das sollte eigentlich nicht sein. Also eigentlich sollte mein drei gegen drei perfekt funktionieren. Eigentlich sollten die Kinder alle richtig mitmachen. Eigentlich sollten. Ich habe dieses Bild davon, wie das idealerweise funktioniert und nehme dann alles als Problem wahr und diese Probleme dürfte ich nicht haben. Wenn ich ein guter Trainer wäre, hätte ich die Probleme nicht. Und das ist ein selbst auferlegter Druck, den wir auch hier im Podcast mittlerweile wirklich so oft ansprechen, dass wir sagen, es ist doch unnötig, mit dieser völlig überzogenen Erwartungshaltung an ein Training zu gehen. Das besteht aus zu vielen Kindern, heterogenen Leistungsniveaus und Eltern, die nicht mithelfen. Das ist doch gar nicht genau das, was du beschreibst. Das ist doch gar nicht der Anspruch. Das kann doch gar nicht das Ziel sein, da jetzt hervorragende fußballerische Entwicklung anzubieten. Und das finde ich, machen Vereine auch einen schlechten Job bei der Formulierung der Ziele ihrer Nachwuchsarbeit. Weil die sagen immer, Spieler für die eigene erste Mannschaft ausbilden. So, damit Spieler aus der Jugend dann in der ersten Mannschaft hier bestmöglich performen. Erstmal wäre es geil, wenn die überhaupt noch im Verein tätig sind, in welcher Rolle auch immer. Und vielleicht sollte ja gar nicht das Ziel sein, dass sie in die eigene erste Mannschaft kommen, sondern das wäre das Ziel, dass die auch als 20-Jährige hier in diesem Verein organisiert noch Fußball spielen. Und wenn es eine Freizeitmannschaft ist, die in der Freizeitliga kriegt, dann ist es doch genauso viel wert, wie der neue Linksverteidiger für die erste Mannschaft, die halt in der Bezirksliga spielt. Und da ist so ein bisschen das Thema dann, dass die Erwartungshaltung ist an die Nachwuchsabteilung, ihr müsst Spieler auf das Niveau bringen, damit sie bei uns im Herren- oder Frauenbereich dann entsprechend performen können. Und das trifft auf Lebensrealität, Nachwuchs, mit den ganzen Problemen und dem sehr kleinen Budget und auf gar keinem Budget. Und wie soll ich denn diese Welten zusammenbringen? Und der Druck landet, selbst im Breitsport, ja auf irgendeine Weise dann auch bei dem Coach. Und je höher die Liga der ersten Mannschaft ist, desto schlimmer ist es manchmal, wenn man da diesem Ideal Bild hinterherläuft, dass sie es ja packen müssen, irgendwie da oben irgendwann anzukommen. Und dafür müssen sie jetzt in der F-Jugend eben dieses und jenes können. Und wenn sie das in der F-Jugend noch nicht können, dann haben sie sowieso den Zug verpassen und den Anschluss und dann wird aus denen nie ein guter Fußballer. Vielleicht geht es darum auch gar nicht. Für die meisten Kinder. Nicht, dass jetzt die nächsten Rückmeldungen kommen. Da sind natürlich zwei, drei, vier Jungs dabei, die richtig Bock haben. Ja, klar. Aber über die redet auch niemand. Also, das hatten wir letzte Folge auch schon. Man redet dann immer nur über die Abgehängten. So im Sinne von, wo kann ich die als nächstes abschieben, dass die mich nicht mehr nerven. Also, die Motivierten, die haben Bock. Und mit denen ist es natürlich einfach, da ein ambitioniertes Training durchzuziehen. Und jetzt sind Kinder dabei, und das sind die Normalen, die haben manchmal Bock, manchmal haben sie keinen Bock, manchmal strengen sie sich richtig an, manchmal haben sie keine Lust, sich anzustrengen. Das sind ja die normalen Kinder. Das ist ja der Durchschnitt. Und ein Training, sollte diesen Kindern entsprechen. Weil die Top-Kids, die passen ja in jedes Training rein. Ja.
Speaker 1Okay.
Speaker 3Ich hab's gehört, du bist ein bisschen müde.
Speaker 2Kann ich mir gar nicht erklären. Okay. Okay, aber um dieses Thema quasi nochmal abschließend jetzt auch mit diesen Rückmeldungen quasi rund zu machen. Wenn es darum geht, du hast unterschiedliche Leistungsniveaus, du hast teilweise ungerade Spielzahlen, was würdest du einem Trainer mitgeben, wenn er sich jetzt quasi aus diesen beiden Folgen eine Message mit rausnehmen sollte? Was sollte er bei den Gedanken und bei diesem ewigen Rumgemaule, mein Training ist nicht planbar und nichts funktioniert, was sollte er sich zu Herzen
Speaker 1nehmen? Hab Spaß. Also, erlaube dir als Trainer
Speaker 3Spaß zu haben in dem, was im Training passiert. Das, ich glaube, ganz viel Konflikt, selbst, also nicht nur im Außen, sondern auch in mir drin als Trainer kommt eben aus, aus Erwartungshaltung, aus Zielen, aus Vorstellungen und dann gehe ich ins Training mit dieser Grundanspannung im Sinne von ich will denen heute diese Sachen beibringen, ich will diese fünf Übungen trainieren und wenn das nicht klappt, dann bin ich halt auch genervt und frustriert und wenn dann ein Spieler zu viel ist und ich das jetzt ihn draußen stehen lassen muss, nervt mich das auch, weil am besten wäre es ohne den und wenn der Schwache dabei ist, der jetzt noch nicht so lange trainiert, wenn der da ist, dann stört der sowieso komplett mein Training. Und da, also wenn ich der Einstellung reingehen würde, so, ich gucke einfach, dass das Training auch mir Bock macht, dass es mir Laune macht. Ich glaube, ich hätte eine andere Perspektive auf diese Themen. Die Themen wären die gleichen, also das würde sich nur verändern, aber ich hätte eine ganz andere Perspektive drauf. Ganz passendes Beispiel fällt mir da noch ein, Josch, ich weiß, du wolltest es kurz halten, aber mich hat am Wochenende auch bei dem Verein ein Trainer gefragt, er hat einen Spieler, er macht eine C-Jugend, er hat einen Spieler, der kommt so im Schnitt alle 14 Tage und macht dann so lala mit, was er mit dem machen soll. Mein erster Gedanke und meine Antwort war, ich glaube, du solltest dich alle 14 Tage freuen, dass er da ist und ihm genau dieses Gefühl vermitteln. Geil, dass du es heute hergeschafft hast, das ist richtig cool, ich freue mich, dass du da bist, let's go im Training. Was willst du denn sonst machen? Willst du jetzt den 14-Jährigen wegschicken? Also das, davon hast du ja auch nichts. Ist doch schön, irgendwie da zu versuchen, das auf einer menschlichen Beziehungsebene dann so aufzubauen, dass das Spaß macht.
Speaker 1Ja.
Speaker 3Und wenn er nicht da ist, ist er nicht da und du hast trotzdem Spaß am Training.
Speaker 2Ja, kann ich absolut unterschreiben. Ja, gehe ich absolut mit und ich habe auch in den Trainer-Starter-Sets in den Fortbildungen, das ist eine der Kernaussagen, also das Trainer-Starter-Set ist ja quasi die Hilfestellung für Trainer, die wirklich noch nie F-Jugendtrainer waren, noch nie E-Jugendtrainer haben, vielleicht auch keinen Fußball-Background haben und da ist auch eine Kernaussage mit, glaube mir, in 98% der Fälle sind die Leute einfach dankbar, dass du da bist, dass du dieses Ehrenamt übernimmst, äh, und dass du dich zweimal die Woche, einmal die Woche, dreimal die Woche, wie oft auch immer, bei jedem Wetter auf den Platz stellst und die Kinder betreust. Und da stehen, nur seltenst stehen da welche an der Seite und denken sich, was für ein Vollassi, warum wird hier jetzt nicht auf Bundesliganiveau trainiert, sondern der aller, aller, allergrößte, äh, Teil der Eltern und Außenstehende denkt sich, cool und danke, dass du das machst. Jetzt leben wir natürlich in einer Kultur, in einer Gesellschaft, wo man das nicht sagt, sondern man sagt immer erst was, wenn, äh, was einem missversteht, fällt sozusagen, äh, aber wenn du quasi proaktiv auf die Leute zugehen würdest und fragen würdest, hey, bist du dankbar, dass ich das hier mach? Dann sagen 99,9% ja. So, und das schlägt ja in die gleiche Kerbe, die du jetzt auch gesagt hast, deshalb nutzt es quasi diese, dieses Wissen oder diese, diese Sicherheit, dass die Leute dankbar sind, dass du das machst, hab da Spaß dran und versuch das dann auch so ein bisschen für dich als, als Rahmen zu nehmen, wie du dein Training gestaltest und was auch die, die Erwartungshaltung an dein Training ist. Gibt ja auch den schönen Satz, den wir immer wieder verwenden, make your players love the game, und das könnte man jetzt ja ummünzen, auf, äh, aufs Training, für dich als Trainer, äh, make yourself love the training, oder irgendwie so, äh, wenn das richtiges Englisch ist, äh, in der Übersetzung, aber so in die Richtung quasi. Ja,
Speaker 3und mir kommt auch, wenn man auf dem Platz zum Beispiel, du gehst aufs, aufs Trainingsgelände, und da werden so Trennwände hochgefahren, um dein Training herum, dass niemand reingucken kann, und du auch niemanden mehr siehst. Und es gibt keine Wettkämpfe, es gibt keine Vergleiche mit anderen Teams. Ich glaube, dann, dann würden die Trainer, glaube ich, an vielen Stellen ganz anders arbeiten. Also, viel kommt ja auch aus diesem Frust heraus, wir haben am Wochenende gegen die F-Jugend von dem Nachbarverein gespielt, und die haben uns komplett auseinandergenommen. Hast du gesehen, wie die schon zusammenspielen können? Und daraus entsteht das Gefühl, wieso können meine Kinder nicht so gut zusammenspielen? Und dann kommt daraus die Trainingsplanung und der Trainingsinhalt, dass du damit irgendwas anfängst, was du nie gemacht hättest, wenn es diesen Vergleich nicht gegeben hätte. Und dann fällt mir jedes Mal dieses Beispiel wieder ein, dass wir uns halt die Biografien der Kinder angucken müssen, und auch die Zusammenstellung der Mannschaft. Weil im Dorfverein A haben sich halt die fünf besten Freunde, die seit dem Kindergarten zusammen sind und jeden Tag kicken, zusammengefunden, und die tragen diese ganze Mannschaft und schießen alles kaputt. Und du hast halt eine Mannschaft, die das nicht hat, die einfach nur aus den ganz normalen Kindern besteht, die sich da zusammengefunden haben. Dann ist das nicht deine schlechte Trainingsarbeit oder die gute Trainingsarbeit des anderen, sondern reiner Zufall. Also, das, der Vergleich finde ich, ist oft das Gift und die Ursache für ganz viele fehlgeleitete Diskussionen. Ich meine, Eltern haben das ja genauso. Eltern sind dann auf dem Hallenturnier und sehen die anderen Mannschaften. Das ist das Schlimmste, was es geben kann, dass die dann das Gefühl haben, die anderen sind besser. Warum ist das bei uns nicht so? Was macht unser Trainer eigentlich? Und guck mal, das ist immer dieses, wie die zusammenspielen. Oder die schießen
Speaker 2mehr Tore oder sind giftiger im Zweikampf.
Speaker 3Also, das ist sowieso alle andere Mannschaften sind giftiger im Zweikampf als wir selber. Jeder Trainer sagt das immer. Und das, dieses Vergleichen einfach wegzulassen, zu sagen, der einzige Vergleich, der legitim ist, ist meine Mannschaft mit meiner Mannschaft vor vier Wochen. Das ist ein Vergleich, den ich anstellen kann, nämlich zu sagen, okay, haben wir uns in den letzten vier Wochen in irgendeinem Bereich weiterentwickelt. Und das kann auch sein, da ist ein Kind, das vorher nie gelacht hat im Training, das lacht jetzt zweimal. Das ist schon einer der größten Ausbildungserfolge, die du ja feiern kannst, weil diese kleinen Schritte sind ja die, die dich exakt in die richtige Richtung bewegen. Dass du für die Kids ein Trainer bist, auf den sie gern zurückblicken. Und es werden nun mal die Kinder nicht Bundesliga-Profis wegen deines Trainings. Das ist ja selbst im Leistungszentrum so, bei den Ausschussquoten muss man ja auch sagen, die machen die nicht zu Bundesligaspielern, sondern es gibt andere Faktoren, die da scheinbar durchaus eine große Rolle spielen, die wir immer noch nicht identifiziert haben. Weil sonst würden Bundesligisten am Fließband die nächsten Profispieler raushauen. Und das tun nicht mal die, die das in Vollzeit machen.
Speaker 2Wahre Worte. Sacko, nächste Woche werden wir wieder ein bisschen fußballspezifischer, nicht fußballspezifischer, aber zumindest ein bisschen konkreter mit einem neuen Thema. Eine Feedback-Folge sozusagen. Mir bleibt noch zu sagen, beziehungsweise der Hinweis auf eine Sache. Und zwar, wir haben ja unsere Videoplattform auch als App. Kann man sich ja runterladen. Und da wird es im März einige Specials geben, die sehr, sehr cool sein werden. Es wird jede Woche aufs Neue eine Fortbildung geben im März, die stark reduziert ist, die man sich holen kann in der App. Und es gibt coole Angebote, wie zum Beispiel Bundles im Shop zu stark vergünstigten Preisen. Das gibt es immer nur per App. Also wer die Videoplattform nutzt, aber die App noch nicht hat, gerne runterladen und darauf warten. Wir verschicken das auch immer per Push-Nachricht, was es da so Neues gibt. Und ansonsten bleibt mir nichts mehr weiter zu sagen, außer Danke für deine Teilnahme, Sacko, und bis nächste Woche.
Speaker 3Bis dann, Josch. Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt.

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