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Jochen Schweizer über seinen Weg zu einem selbstbestimmten Leben

69m 45s

Jochen Schweizer über seinen Weg zu einem selbstbestimmten Leben

In dieser Podcast-Folge von „Einfach Ganz Leben“ spricht Moderatorin Jutta Ribrock mit dem Unternehmer und Bestsellerautor Jochen Schweizer über seinen neuen Roman „Die Begegnung“. Das Buch ist ein ungewöhnliches Experiment: ein Sachbuch über Lebensphilosophie, eingekleidet in eine fiktive Geschichte. Schweizer erzählt, wie die Idee während eines heftigen Nordweststurms auf seiner abgelegenen Hütte in Norwegen entstand. Der Roman handelt von der Begegnung zwischen dem 95-jährigen Abenteurer Hakun, der sich zum Sterben zurückzieht, und dem 15-jährigen Ausreißer Sverre, der nach einer traumatischen Kindheit mit dem Kajak 2000 Kilometer entlang der norwegischen Küste paddelt. In einer Sturmnacht tauschen die beiden ihre Lebenserfahrungen aus. Schweizer reflektiert über seine eigene Jugend, in der er unreflektiert extreme Abenteuer suchte, und betont, dass wahre Stärke aus dem Alleinsein erwächst – nicht aus Einsamkeit, sondern aus der Fähigkeit, mit sich selbst eins zu sein. Der Roman thematisiert auch die schwierige Entscheidung zwischen persönlicher Bestimmung und Liebe, am Beispiel von Hakuns Beziehung zu Innegrit. Trotz anfänglicher Skepsis eines ORF-Literaturkritikers, der Schweizers Marke als Hindernis sah, wurde das Buch ein großer Erfolg und erreichte Platz 1 der Spiritualitäts-Bestsellerliste. Schweizer sieht darin eine Bestätigung, dass Authentizität und Tiefe sich durchsetzen können.

Transcription

9644 Words, 58396 Characters

German
Werbung Mal ganz ehrlich, wie viel mentales Gepeck schlaps du gerade mit dir rum, dass sie eigentlich gar nicht gut tut. Erwartungen anderer, stressige Jobs oder Menschen, die dir Energie rauben. Wir alle kennen diesen Ballast und trotzdem müssen wir funktionieren. Stopp mal. Du darfst loslassen, was dir nicht gut tut. Das ist der Titel des neuen Hörbuchs des japanischen Bestseller Autors, Ishiro Kishimi. Hier lehrenst du, dass loslassen absolut nichts mit aufgeben oder scheitern zu tun hat. Ganz im Gegenteil. Es ist der ultimative Power Move für deine Freiheit. Du darfst loslassen, was dir nicht gut tut, led dich ein, den Mut zu entwickeln, auch mal allein zu sein, um so den Raum für echte Verbindungen zu schaffen. Wenn du also Lust hast, dein mentales Gepeck mal so richtig auszumisten, dann hör unbedingt rein. Du darfst loslassen, was dir nicht gut tut, gibts ab sofort bei Agon und überall wo du deine Hörbucharstreamst. Das Buch bekommst du bei "Rowald". Werbungende. Herzlich willkommen zur neuen Folge von "Einfach Ganz Leben", dem Podcast für bewusstes Leben. Ich bin Jutta Ribrock, Moderatorin, Hörfungredakteurin, Autorin und Sprecherin, unter anderem für Radionachrichten und Hörbücher. In diesem Podcast spreche ich alle zwei Wochen mit außergewöhnlichen Menschen, über alles, was unser Leben schöner, entspannter und auch spannender und intensiver macht. Heute ist bei mir Jochen Schweizer, Aproposband und Intensiv. Das passt. Jeder kennt sich ja seine Erlebniskutscheine, er ist erfolgreicher Unternehmer. War, glaube ich, kann man jetzt sagen, extrem sportler und standen, man. Und er ist bestseller Autor. Sein aktuelles Buch hat den Titel "Die Begegnung", eine Geschichte über den Weg zum Selbstbestimmten Leben. Darüber und über das Abenteuerleben sprechen wir heute. Viel Spaß beim Höhen. Lieber Jochen, herzlich willkommen. Hallo, Christi. Ich war ja in einem meiner vielen schönen Berufsfelder, die schon ausgeübt habe, auch mal Buchkritikerin. Bei jeder Rezension, die ich geschrieben habe, weißt du, dann war es ja immer die Herausforderung, so viel über das Buch zu verraten, dass die Lesern und Lesern die Idee davon bekommen haben, ob sie Lust haben, das zu lesen. Aber auch nicht so viel, dass ich nicht irgendwie überraschende Wendung im Buch vorweg genommen habe. Das müssen wir zwei jetzt versuchen mit da im Buch. Ich bin immer gespannt auf die Rezension. Ja, genau, die gibt's ja jetzt nicht von mir. Aber fangen du doch mal an, was du verraten magst über deinen Buch, was, worum geht es in die Begegnung? Es ist ein Roman, aber in Wahrheit ist es ein Themensachbuch über Lebensphilosophie-Lebenshaltung im Rückblick auf ein, inzwischen doch schon langes, ich werde es für 65 und bewegtes Leben. Und ich habe den, ich bin das Risiko eingegangen, ein Sachbuch in Romanform zu schreiben und freue mich jetzt über die guten Ergebnisse, wobei ich bei der Vorstellung des Buches erst mal eine richtige Klatsche gekriegt habe. Aha, was denn? Ich war auf der Buchmesse in Wien und da gibt's ja diese ORF-Bühne mit dem großen Literaturpapst des ORF, der da sitzt. Und pro Tag werden da fünf oder sechs Autoren vorgestellt mit ihren Neuerscheinungen und je nach Interesse des Publikums sitzen da zwischen 300 und 1000 Menschen im Auditorium und hören zu. Und dieser ORF, die der Naturspezialist hat, das Gespräch öffnen mit den Borden. Herr Schweizer, Ihnen ist mit diesem Roman ein Schlüssel oder Ihnen ist mit diesem Buch ein Schlüssel-Roman gelungen. Sie sind jetzt ein Romance-Jee. Sie werden aber mit diesen Buch keinen Erfolg haben. Denn die Tiefe und Spiritualität dieses Werkes korrespondiert überhaupt nicht mit Ihrem Image und mit Ihrer Marke. Das ist ein ganz hatter Bruch und die Leute werden Ihnen das nicht abnehmen. Cool. Ich habe mich mir gedacht, ich habe mich mir gedacht, fängt ja gut an. Super. Was ist denn eine Marke? Ja, die Marke-Johenschweizer ist ja weit hin bekannt. Statistisch kennen 83 Prozent der Deutschen. Zumindest die Marke, ich glaube 70 Prozent sogar mein Gesicht. Und es ist nicht schön. Nicht angenehm fürs Leben. Gott sei Dank. Also ziehen die meisten Menschen etwas positives mit der Marke-Johenschweizer. Nämlich Erlebnisse, die das Leben reicher machen oder Erlebnissgeschenke, die ein Problem lösen, nämlich die Frage beantworten, was schenke ich. Für mich persönlich ist natürlich diese hohe Bekannteit auch eine Bürde in gewisser Weise. Weil ich mich eben zumindest in Deutschland nicht mehr so frei bewegen kann, wie ich mich gerne bewegen können würde. Deswegen, "How is stand, I have no no way". Ah, das spielt ja auch dein Buch. Und das spielt tatsächlich in einer einsamen Hütte. Also da begegnen sich die zwei Protagonisten. Sprichtst du den Alken eigentlich Harkon oder Harkon? Wie nachdem, also in den Harkun? Und der junge Heiß-Svirrier, die schöne, starke Frauenfigur heißt Innegrit. Es gibt natürlich noch andere Figuren aus der nordischen Bitholokie. Also diese Namen haben alle ein Sinn. Und tatsächlich ist dieses Buch auch entstanden auf meiner Hütte in Norwegen. Ich verfüge seit 40 Jahren über so einen kleinen stillen Platz. Sehr weit abgelegen. Man kann mit dem Auto nicht hinfahren. Man geht weit zu Fuß oder muss von See her über die Felsen hochklettern. Und das steht eben so eine einsame Hütte mit weitem Blick über das Notmeer. Und das ist ein Ort, der es mir vor mehr als 40 Jahren begegnet. Und sind da, wie ich heute, mein eigenes Nennen und dahin sich mich immer wieder zurück. Gerade jetzt in dieser Corona-Zeit haben ja viele Menschen ganz schön zu knabbern gehabt. Ich als Unternehmer natürlich auch. Wir waren sehr, oder sind, auch bis jetzt stark betroffen von den Corona-Gegenmaßnahmen und den Schließungen. Es war jetzt keine lustige Zeit und ich bin dann vor zwei Jahren. Also das abzeichnete bin ich nach Norwegen gegangen, wie so oft, um Ruhe zu finden, aber auch um die Hütte Winterfests zu machen. Und da traf mich dann ein Harder-Nord-Wiss-Sturm. Und da, das ist dann wirklich brachial. Also das ist ein solches Inferno, was dann losbrecht. Das kann einem einen vorgeschmack geben auf das Ende der Welt, auf die Apokalypse, weil dann der Wind unter Regen, unter Sturm und die See, die Gissten des See, Peits, die Felsen hoch und du kannst gar nicht mehr unterscheiden, Himmel oder Meer oder Grau. Und es hat ein Infernal, es ist pfeifen. Und da kannst du ja nicht schlafen in solchen Sturmnächten. Ich sitze also da an meinem alten Holztisch, hab ein Feuer brennen. Und mir kommt so der Gedanke. Wenn jetzt dieser junge Jochen Schweizer, dieser 15-jährige, aufmöpfige, Revolutzer, dieser echt schwierige verrückte Vogel, bin der jetzt durch diese Tür käme. Was hätte ich ihm zu sagen aus der Worte, aus der ich heute auf mein Leben zurückbliege. Und er ist mein Haufen eingefallen. Und das habe ich dann auf ein Stück Papier geschrieben. Und der Schritt zwei war dann in der nächsten Nacht, das ich überlegt habe, was für eine Geschichte kann, ich konstruieren und welche Charaktere bedarf ist, um die Botschaften. Die ich mir zu sagen hätte, wenn die Gleichzeitigkeit des ungleichzeitigen überhaupt möglich wäre, zu vermitteln. Und so entstand die Geschichte eines jungen Wildenausreisers namens Sverea 15 Jahre alt, der tief verletzt, selisch missbraucht, flieht aus einem kalten einsamen Kindheit, hat aber ein Instrument gefunden durch einen Mentor, der heißt Olaf Olafsen, der hat ihm Skajakfahren beigebracht. Und er ist ein sehr guter Kanute, ein sehr starker Kanute geworden, hat die Wald gearbeitet, um sich ein bisschen Geld zu verdienen, zu Kräften gekommen. Und es gibt diese eine Sache, die ich jetzt nicht erzählen möchte, um nicht zu speulern, die ihn dann veranlast sein Leben zu verlassen und seiner Heimat und seiner nicht vorhandenen Familie den Rücken zu zukären. Oder denen, denen eigentlich anvertraut sein sollte, den Rücken zu zukären. Und macht sich dann in einer Nacht mit seinem Oceans-Sv-Kajak über diese Nachtschwurze was er hat. Das hat davon Paddl drauf, auf den Chort raus auf die offene See, wenn die seinen Boot nach Norden und Paddl dann fast zwei Monate, 2000 Kilometer nach Norden, die surreue nordische Küste entlang. Ich bin die Strecke schon gefahren. Um schließlich in einem solchen Sturm zu stranden und ein Land gewaschen zu werden, überlebt das aber. Und wird dann gefunden von Hakun. Und Hakun ist ein 95, 94-jähriger, alter, weißer Abenteurer, der ein unglaublich intensives, von unfassbaren Erlebnissen geprägtes Leben hinter sich hat. Und am Ende seines Lebens sich gemäß der indigenen Tradition in die Einsamkeit zurückzieht, um zu sterben. Weil er weiß, er ist am Ende seines Lebens. Er ist unhaltbar kranker, hat noch wenige Wochen zu leben und er zieht sich zurück, so wie manche Indigene Völker, alte Menschen mit den Worten "I am complete" in den Wald gehen und nicht wiederkehren. Und dieser Tradition folgend, möchte er allein und selbst bestimmt. Auf seiner alten Hütte, sein Ende erleben, es klappt aber nicht, weil er es wäre ja findet. Er findet ihn in dieser Sturm Nacht und nimmt ihn auf in seiner Hütte. Und jetzt erzählen sich die beiden in dieser Sturm Nacht ihre Geschichten, die hinter dritten Personen erzähle. Und Hakun ordnet ein, was Virier erzählt. Und Virier fragt Hakun auch nach hintergründen seiner intensiven Lebenserfahrung und Hakun begründet das Ganze. Und es gibt natürlich in dieser Geschichte der beiden, in der dritten Person erzähle, außergewöhnliche Erlebnisse und Erfahrungen, die die beiden aber jetzt in der direkten Kommunikation in den Zwischenspielen miteinander besprechen. Und was mich freut an der Sache, ist ja auch ein Experiment, ein Sachbuch in Romanform zu schreiben, ist, ah, dass der Titel sofort unter die Top 10 der Spiegel bestillerlich gesprungen ist. Was mich aber noch mehr freut, fast noch mehr freut es in die Rezensionen, die ich jetzt gelesen habe und, dass der Titel aktuell auf Platz einsteht, der Themen bestillerlich des Spiritualität. Und da hat halt dann doch der O.R.F. Literaturpapst nicht recht behalten, weil offensichtlich mein Name doch nicht den Erfolg verhindert. Das war jetzt eine Supererklärung und ich fand von Anfang an, wo du das jetzt erzählt hast mit diesem Literaturkritiker, dass es ja eigentlich totaler Quatsch ist, weil das, was du gemacht hast, erfordert so viel Spiritualität, wenn man so will. Ja, also erzählt zum Beispiel mal, wenn du einen krassen Stand gemacht hast, wie hast du dich darauf vorbereitet, dass erfordert ja eine unglaublich starke Fokussierung? Ja, Fokussierung ist ja nicht gleich Spiritualität. Also ich war überhaupt nicht reflektiert in meiner, in meiner frühen Jugend, ich war wild mit überbordender Energie und ich war extrem kräftig und war einfach gesegnet mit, mit einer sehr guten Fysis und einer guten Motorik. Ich hatte auch nicht so viel Angst. Und dadurch waren bestimmte Dinge möglich, die halt nur nicht so viel möglich sind, was mich dann auch weitergebracht hat. Aber diese Reflexionen oder das tiefe Referstenten für die Zusammenhänge alt ist, hat sich mir erst später erschlossen. Das heißt, du erst mal hast du so haut draufgemacht. Und was ich von dir gehört habe, ist so nach dem Abi, erst mal 1.000 Kilometer durch die Wüste getdonnert. 20.000 Kilometer durch Afrika, mit dem Motorrad, genau. Mitte der 70er Jahre, als halbstarger losgefahren und geläuter zurückgekehrt. Und dann auch gleichzeitig so verändert, war ich, dass ich eigentlich so ein bürgerliches Leben gar nicht mehr so ein bürgerliches Leben war, mir gar nicht mehr möglich nach diesen Erfahrungen, nach 20.000 Kilometer freier auf Motorrad. Da bist du ja ausgesetzt und völlig ungeschützt. Und all das, was ich da erlebt habe, hat mich so nachhaltig verändert, dass mir so eine ganz klassischer Weg oder bürgerliche Existenz einfach nicht mehr möglich war, obwohl das wahrscheinlich auch für manche Menschen, die nachdem, wie sie strukturiert sind, auch erstrehmenswert ist. Ich will das gar nicht bewerten, aber mir war es halt nicht möglich. Ist das vergleichbar, mit dem, was Hakun erlebt, der das, was du jetzt gerade von der Wüste beschreibst, im ewigen Eis, ohne zu viel zu verraten? Nee, man kann ja einige Dinge schon verraten. Also, es ist ja keine Biografie. Ich hab meine Biografie schon geschrieben. Dann hab ich ein Radgeber geschrieben, der perfekte Augenblick. Das ist mein drittes Buch, mein erster Roman. Und natürlich sind viele Elemente in diesem Roman inspiriert aus Erlebnis und Erfahrungen meines Lebens. Und tatsächlich ist es ja so, dass der Junge Hakun als außergewöhnliche Gewarkt hat, er ist nämlich von den Orknäs, also von der Nordspitze Schottlands, 500 Kilometer, übers Notmeer nach Norwegen gepattelt mit seinem Seekajag. Und das ist eine Unternehmung, wo du mit hoher Wahrscheinlichkeit dabei ums Leben kommst. So ähnlich wie meine Solle durch Quierung des Tarnesrufts damals, also Tarnesruft heißt Landsturze, da wüsste der Wüsten und ist das schwierigste, das schwierigste Weg. Das ist aber kein Weg durch diese Haar. Das ist eine Mautelapistbietung Sank. Da gibt es nur fünf Wegmarkierungen auf 1000 Kilometer. Also alle 200 Kilometer, eine alte Benzin-Tonne aus dem ersten Weltkrieg, da irgendwo in der Wüste rumsteht. Und die muss halt finden, wenn das nicht finde, das hast du verloren. Es gab ja damals weder an Zadilitenabbikationssystem, noch irgendwelche Kommunikationsmittel, und ich war vollkommen auf mich alleine gestellt. Im Nachhinein betrachtet, ist die Wahrscheinlichkeit wäre größer gewesen, dass ich nie wieder gefunden worden wäre, als die, dass es mit als schließlich gelangen, nach Regan in Algieren mich durchzuschlagen und dann wieder heimzukehren. Insofern ist ja diese Ausgesetztheit, dieses Gefühl dann alleine zehn Tage, bin ich gefahren, diese Strecke. Alleine mitten im heißesten Teil der Erde, in diesem Montlandschaft aus Sand, Geröll und Steinen, und meine einzige Verbindung mit dem Leben war mein Motorrad. Mit diesem begrenzten Wasservorrat, mit dem begrenzten Benzinvorrat. Ich hatte für diese Strecke nur 40 Liter Wasser, 105. Der Benzin dabei ist für ein Motorrad ziemlich viel gebeckt. Und dieses Gefühl, das vollkommen allein seins. Also ich war nie einsam in diesen Fasern, all bei allen, in diesen Unternehmungen. Aber ich war all ein. Und all ein ist nicht einsam. All ein heißt, all eins zu sein mit sich selbst. All ein sein ist etwas positiv. Wenn man es auseinander nehmt, das Wort im eigentlichen Bedeutung, das Wort ist, ist allbinde Strich ein, all ein. Und dieses Allein sein hat mir am Ende unglaublich viel Stärke und Selbstvertrauen gegeben, dass es dann immer einen Weg gibt. Dass es immer einen Weg gibt. Ich habe auch bei deinem Buch, es gibt so eine Stelle. Das habe ich mir aufgeschrieben, wo Hakun darüber spricht, wie wir das finden, was so unser Ding im Leben ist. Es gibt einen Punkt in seinem Leben, wo er weiß, so, jetzt ist eine Sache abgeschlossen, er ist einem Wendepunkt. Und er weiß, es kommt ein neuer Abschnitt. Wie dieser Abschnitt aussehen wird, weiß er noch nicht. Aber er weiß, das Leben wird für ihn was Bereit halten. Und das so das Vertrauen ins Leben, es werden sich wieder Türen öffnen. Das finde ich auch. Das ist eine positive Affirmation. Nämlich die feste Zufersicht, dass wenn sich eine Tür schließt, sich eine andere Tür öffnen wird. Und oft muss sich eine Tür erschließen, damit sich eine andere Tür öffnen kann. Die in der Geschichte dieses Lebens von Hakun begegnet er, einer sehr starken Frau, die er sehr liebt, die ihn liebt, die heißt Innegrit. Und an dieser Geschichte geht's um die zentrale Frage, dass jeder für sich entscheiden muss, welches Leben er leben will. Und Hakun wird natürlich ein Abenteurer, liebt die offene See, liebt die weite endloser Expeditionen ins ewige Eis. Und Innegrit leidet natürlich darunter, dass sie nie weiß, wird er zurückkehren. Und als Hakun, dann schließlich von der geografischen Gesellschaft Norwegens, die Chance erhält, eine Expedition finanziert zu bekommen, um die Nordwestpassage im Kajag zu durchfahren. Er lehnt diesen Auftrag ab, weil er weiß, er würde innegrät verlieren. Und umgekehrt, versteht aber innegrät, weil sie eine sehr klugene, sehr starke Frau ist, dass sich Hakun mit dieser Entscheidung von seiner eigentlichen Seinsbestimmung entfernt. Und es wird ihr dies klar in einer Mondnacht. Das ist jetzt wieder fast biografisch. Also ich hab auch von meiner Hütte aus dem Blick auf die offene See und oft steht der Vollmohn riesengroß tief über der See und legt so eine silberne Straße in das stille Wasser. Das sind dann oft sehr stelle Nächte. Ich liebe es dann runterzuklättern, mein Keierg aus dem Schuppen zu holen und rauszupatteln auf dieser Mondstraße, raus auf die offene See, soweit, dass ich nicht mal mehr die Leuchtürme sehe. Und Hakun hat aber auch eine Verbindung zu einem Beluga-Wahl, der immer wieder in Begleitet auf seinen Keiaktoren und jetzt zieht sie biologer und Hakun auf dieser Mondstraße unterwegs sind und sie sieht aus dem Fenster des Hauses, was der auf der Klebe steht. Irgendwie liebten Mann mit seinem Keiag in seiner eigentlichen Seinsbestimmung und realisiert, dass einer von ihnen beiden unflüchtlich werden würde. Sie hat die Forschelung einer Familie, möchte Kinder, braucht eine Sicherheit, braucht eine Rückhalt, hat eine sehr klare Forschelung von ihrem Leben und realisiert, dass sich ihre Forschelung nicht vereinbaren lässt mit dem Leben, was eigentlich ihrer Meinung nach und zurecht Hakun's Leben und Seinsbestimmung ist. Und es kommt zur Trennung. Inne Kret verlässt Hakun unglaublich starker Akt trotz der Liebe, verlässt sie in, weil sie auch nicht in der Lage ist, immer monade lang zu warten, ob er dann überhaupt zurückkehren würde. Von einer seiner warkhalseigen Expeditionen, auch da gibt es natürlich eine Quervverbindung in mein Leben, weil meine Jugendliebe, meine früherer Partnerin, auch 15 Jahre lang, glaube ich, immer darunter gelitten hat, nicht wissen würde ich zurückkehren. Da gibt es schon Parallelen und diese Gefühle, die sie im Funden hat und auch die ich im Funden habe, die kann ich natürlich in die Romanfiguren hineinprojizieren. Am Ende ist es so, dass durch dieses Verlassen er dann diesen Auftrag annimmt, etwas überlebt, was man nicht überleben kann, eigentlich drei Polarnächte, für dabei sein besten Freund verliert Ansgar, der einen fremdbestimmten Ziel folgt. Also es geht auch viel über Ziele, festbestimmende Ziele, fremdbestimmende Ziele, heilsame Ziele, schädliche Ziele, traditionenskeleite Ziele über diese Form der Zilserzumsprechung, natürlich Sphirie und Hakun in der Zwischenspielen. Ansgar stirbt im ewigen Eis Hakun, überlebt eigentlich sogar nur wegen dieser Liebe, weil er versteht, ich will das überleben, um ihnen kretter wieder zu sehen. Und dann kommt es zu einer, das will ich nicht verraten, es passiert dann etwas, was ihnen in eine furchtbare Katas ist, zwingt, also in einen absoluten Tiefpunkt seines Lebens. Nach seiner Rücke obwohl er eigentlich jetzt ein Polhält ist, die sind in Norgegen, werden die im Schild rumgetragen, die Polhälten, also in der direkten Tradition, von Friedrich Nansenohalt, Armonzen, Birgius Land, der lebt ja noch, der härteste Mann, der Welt, meiner Meinung nach, der hat alleine zu Fuß, Nord- und Südpol erreicht hat ohne Hund, schlitten ohne Nachversorgung. Hanna. Und schafft es dann letztlich mit ihrer Hilfe, aus sich auch wieder aufzurappeln, obwohl sie sich einem anderen Mann dann geschenkt hat in den vielen Jahren, die er weg war. Und so nimmt die Geschichte eine überraschende Wendung, die einfach zeigt, dass das Leben aus verschiedenen Phasen besteht, dass alles seine Zeit hat im Leben, und dass man immer nur zu lernen kann, dass auch Niederlagen dazu da sind, zu lernen und zu wachsen. Insofern ist es auch eine Geschichte, die Hoffnung macht, die zuversicht verbreitet, die uns aber auch bewusst machen soll, dass wir nichts geschenkt bekommen. Nothing comes for free. Alles, was wir sind, alles, was wir erreichen, kommt aus uns und kann nur aus uns kommen, und niemand kann uns das abnehmen. Und deswegen gibt es ja in diesem Video, was ich auf meinen Social Media Kanälen gepostet habe. Das haben wir gedreht, weil man da Hütte in Norwegen sieht, man tatsächlich, wie so eine Hütte aussieht. Auf TikTok, auf Instagram, auf Facebook. Wir haben das auf verschiedenen Kanälen gepostet, dieses Video, und da gibt es einen zentralen Satz, der heißt, wenn dir jemand sagt, was dein Weg sein soll, dann ist das nicht dein Weg. Dein eigener Weg ergibt sich aus jedem Schritt, den du selbst bestimmt gehst. Die junge Menschen, die das jetzt hören, den kann ich nur raten, macht ihr bewusst, es ist deine Entscheidung, es ist dein Leben, es ist deine Aufgabe, das geschenktes Lebens, das ist ein großes Geschenk, ganz auszupacken, und es kannst du nur dann tun, wenn du bereit bist. Unsicherheit und auch riesigen zu akzeptieren, ich geh sogar noch einen Schritt weiter, ich glaube, es ist sehr riskant, nichts zu riskieren im Leben. Aha, das heißt, wenn man eigentlich das Risiko umschiffen will, dann kommt man eigentlich nicht auf seinen wirklichen Weg. Unsicherheit und Chance bedingen einander, das eine kommt nicht ohne das andere. Und wenn ich etwas erreichen will, wenn ich die Chance suche, dann muss ich unsicherheit akzeptieren. Das eine kommt nicht ohne das andere. Und zu glauben, man könnte etwas erreichen, ohne etwas zu geben, ohne etwas einzubringen, ohne ja auch im schlimmsten Fall zu bezahlen dafür. Das ist ein Erdung. Da finde ich auch einen Satz, den ich mir extra aufgeschrieben habe, so schön zu diesem Thema. Da sprichst du oder natürlich Harkun von zwei essenziellen Lebensfragen, welche Erfahrung will ich in meinem Leben machen? Es ist nicht so wichtig, was du tust, es geht allein darum, was du dabei fühlst. Das ist das Leben. Das ist tatsächlich nicht das, was geschah, sondern das Leben ist das, was wir erinnern. Und wir erinnern eben immer gefühlt. Das, was wir fühlen, genau. Und oft machen wir so mit dem Verstand aus. Und das ist ja auch nicht so doof, erst mal bei dem, was möchte ich machen. Okay, was in meine Talente, was gelingt mir gut, sich damit zu beschäftigen. Aber tatsächlich geht es am Ende darum, wie fühlt sich das an? Fühle ich mich da richtig an der Stelle, fühle ich mich dazu? Ja, es geht ja, glaube ich, auch so um die Frage, eine Vorstellung davon zu haben, wer oder was man sein will. Und nur wenn ich eine Vorstellung davon habe, wer oder was ich sein will, dann kann ich das auch werden. Und wenn du großes Erleben willst, oder großes Erreichen willst, dann musst du große Ziele haben. Wenn du kleine Ziele hast, erreicht du kleines. Mhm. Und ich finde, ja, es hat alles seine Daseinsberechtigung. Ich merke oft so, wenn es um diese Frage geht, so was will ich wirklich wirklich, dann kriegt man schon so ein bisschen so, weiß ich das eigentlich. Also, was ist jetzt wirklich meine Aufgabe in diesem Leben? Gibt es dieses eine oder diese mehrere Dinge? Oft entwickelt sich das ja auch im Laufe der Zeit. Du hast auch verschiedene Lebensphasen. Das kannst du gleich auch noch mal erzählen, wo du gesagt hast. Ja, eine Zeit lang war für mich das wichtig. Ich war ein wildes Ding, die Actionzeit, dann die Unternehmensgründung und so weiter. Das kannst du vielleicht noch mal ein bisschen schildern. Ich denke, auf der anderen Seite, es gibt auch Menschen, die vielleicht gar nicht so ein starker auseinandersetzung damit machen und auf eine gewisse Weise glücklich und zufrieden. Auch Leben zu ihrer Umwelt empathisch und fürsorglich sind. Und damit ja auch einen guten Beitrag und eine gute Energie in die Welt geben. Ja, und sind sehr wertvolle Menschen, die absolut ein glücklich ist und auch zufriedenstellen, das befriedigendes Leben dürfen. Deswegen glaube ich auch nicht, dass es irgendein Rezept gibt, also dass ich überhaupt geeignet bin, irgendwelche Ratschläge zu geben. Ich gebe bewusst keine Ratschläge. Ich möchte Impulse geben, darüber nachzudenken, was ist für mich das Richtige? Ich hatte zum Beispiel auch nie Vorbilder, ich persönlich. Warum hatte ich. Ich empfehle auch Menschen, nicht unbedingt Vorbilder zu haben, denn du willst ja kein Nachbild sein. Also wenn du ein Vorbild hast, willst du sein, wie dein Vorbild, bist du ein Nachbild. Also was willst du sein? Du bist das Original geboren, viele Menschen sterben als Kopien. Und Vorbilder zu haben, ist meines Erachtens nicht zielführend. Was aber zielführend sein kann, das ist, dass wir alle immer wieder Menschen begonnen haben. die über vorbildliche Eigenschaften verfügen, die wir uns versuchen, zu eigen zu machen, auch wenn diese Menschen an sonstem vielleicht höchst unvollkommen sind. Also einzelne Eigenschaften zu identifizieren. Oder sagt, das ist echt cool, wie der das macht. Und es ist nicht völlig egal, was der sonst macht im Leben, oder wie der aussieht, oder ob er sich gut hält oder nicht gut hält. Aber es gibt vielleicht diese eine Eigenschaft an eine Menschen, wo ich sage, da ist er richtig gut, oder sie. Und das möchte ich eigentlich auch so machen. Und wenn ich mit diesem Konzept, mit diesem Gedanken gut unterwegs bin, und sehr aufeinander schaue, dann gibt es kaum Menschen auf der Welt, an dem ich nicht, wenn ich will, eine vorbildliche Eigenschaft identifizieren kann. Damit steigt dieser Mensch in meiner Achtung automatisch auf die Augenhöhe hoch, ob der als Müllfahrer ist oder eine Putzfrau ist völlig egal. Ich hab so eine Putzfrau, die heißt FAUCIE. Die putzt bei mir im Betrieb 4.000 Gradabmeter Büroflächer. Ich glaube, inzwischen seit 25 Jahren. Und die FAUCIE, die habe ich mal auch eine Betriebsversammlung und Krüger handgeschäken. Früger handelt es sehr wertvolle Goldmünse aus Südafrika. Hals auf die Bühne geholt, und hab gesagt, FAUCIE, sie verkörpern für mich operative Exzellenz. Dann natürlich fragen die Gesichter, aber sagt er jetzt mit seiner Putzfrau, oder Jochen. Da sah ich FAUCIE und hab ich eine Geschichte erzählt. Ich hab gesagt, Leute, stell euch mal vor. Ihr schält eine Vollreife Orangie und schmeißt jetzt diese dicken Fetten Orangenschalen in eueren Papierkopf. In dem natürlich eine Plastiktüte drin ist. Mit dem Effekt, dass diese Plastiktüte mit samt diesen Orangenschalen in den Papierkopf verschwindet, was dazu führt, dass alles, was ihr danach in den Papierkopf schmeißt, nicht mehr in der Plastiktüte landet. Wir alle kennen dieses Problem. So, FAUCIE verknutet aber, und es hat ihr keiner gesagt, diese Plastiktüte so um den Papierkopf, dass die da bleibt. Und das ist operativ exzellent, weil sie auf ihrer Position in ihrer Tätigkeit etwas richtig, richtig gut macht. Und das hab ich meinen Mitarbeitern erzählt. Wir waren da mal 600 Mitarbeiter in der Jochen Schweiz der Erlebnissefirma. Und dann haben alle verstanden, ja, so einfach ist es eigentlich, ob ich im Kohlsehnderarbeide oder in der Programmierung, ob ich in der Assistenz bin oder im Marketing. Wenn jeder auf seiner Position in Anspruch hat, sein Bestes zu geben, das heißt noch lange nicht, dass keine Fehler passieren. Natürlich passieren Fehler. Irgendwie Dinge gehen in die Größe. Das ist aber egal. So lange man den Anspruch hat, sein Bestes zu geben. So, FAUCIE, mit ihren Papierkörpern. Und jetzt kann man dann bin ich operativ exzellent. Und im Grunde kannst du ja diesen Anspruch an dich selbst auf alle Lebensbereiche übertragen. Also, wie bin ich als Vater zu meinen Kindern? Wie bin ich als Partner zu meiner Frau? Wie verhalte ich mich als Freund in meinen Freundschaften? Und ich glaube, mit diese Bewusstheit zu haben und auch zu akzeptieren, dass auch das aus uns selbst kommt. Nämlich der innere Anspruch an sich selbst ordentlich zu sein. Das Ding ist super spiesig und super konservativ. Aber mir hat ein federlicher Freund Magsar Jochen. Es ist ganz einfach, versuchen, anständiger Mensch zu sein. Und wenn du dann alt bist, dann kannst du auf dein Leben zurückgucken und kannst es in zweites Mal genießen. Guter Spruch. Du bist in deinem Leben oft an Grenzen gegangen und hast auch Grenzen überschritten. Kannst du sagen, wo du mal, was ist so wirklich deine krasseste Grenzüberschreitung gewesen? Das krasseste, was du gemacht hast? Ich hab mich schon manchmal furchtbar verletzt und bin dem Tod vor der Schippe gesprungen. Das ging also von einer schweren Verletzung beim Kajakfahren. Das kann ich nicht kurz erzählen, weil es gibt beim Alpinen Kajakfahren. Das war jetzt in den 70er-Jahren. So, dass man mit damals sehr langen Booten, sehr engen Sitzluken, sehr hohe Wasserfälle angefangen hat, zu befahren. Diese Boote sind in den Trumpen, also in dem verkürten Unterwasser, dieser Wasserfälle, sehr tief eingetaucht. Weil sie nicht einen Klischbunk haben. Man kann sie nicht boofen, nicht aufrichten, damit sie flachaufkommen. Spitzeln die Fälle in die Tiefe diese Boote. Weil dieses Wasser unten Luft durchkürt ist, in diesem Toesbecken des Wasserfalls, trägt dieses Wasser natürlich auch nicht. Man taucht extrem tief ab. Es schießt ein so weit runter, dass es unten dunkel wird. Das ist so tief taucht man in die Toesbecken ein. Es gab damals eine getötliche Unfälle, weil sich diese langen damals und sehr schlanken Kajaks heute sind das ganz kurze Boote, die so ein bisschen dicklig aussehen, die gar nicht mehr tief eintauchen. Und da gab es eine Unfallform, die ist Vertigo-Pin, der senkrechte Stecker. Und da kann sie im Sein, dass man unten einspitzelt, und krachend irgendwo in der Felschniese stecken bleibt mit dem Kajak. Und dann verklemmt sich dieses Boote mit der Spitze nach unten, mit dem Heck nach oben, in diesem Wasserfall. Man hat einen unfassbaren Wasserdruck im Rücken, was sitzt ja noch drin. Und unter diesem Wasserdruck kommen aus dem Boote nicht mehr raus. Damals des Sova-Dissetzlugen waren so klein, dass wir erst in den Hintern nach hinten über den Söhl ran schieben muss, um dann die Beine rauszukriegen, aus dem Boote. Das sind Tonnen von Wasserdruck im Rücken, des Presst in Oberkörper nach vorne. Dann hat man am Anfang, wenn man dem noch Widerstand leisten kann, so ein bisschen so eine Luftglocke vor dem Gesicht. Weil das Wasser hinten auf den Helm presst, dann kann man noch so ein bisschen schnaufen, und dann geht halt nach zwei, drei Minuten, geht die Kraft aus, und dann verstirbt man einfach wie in der Falle. Und ich hatte, wochen davor, den tödlichen Unfall eines Freundes, eines Kameraden mit erleben müssen, den wir dann geborgen haben, aber erst nach einer Stunde aus diesem Wasserfall. Ich wollte tatsächlich auch derjenige, der anseilen, angeleint in diesem Wasserfall unterwegs war, um irgendwie das Körpersabhaft zu werden, der in dem Boot steckte. Das ist eine lange Geschichte, die beschreibe ich in meiner Autobiografie, warum Menschen fliegen können müssen, sind ziemlich sperriger Titelgebich zu. Und da beschreibe ich tatsächlich diese Situation. Und als ich dann selber plötzlich in der Situation war, dass ich selber in einem würdige Pin geraten war, da wusste ich, dass das jetzt das Ende ist. Und ich war ein junger, starker Kanute. Und es war irgendwie auch ganz Angst befreit, es war so ein Gefühl, wie, ah, so ist es, also, schade. Ich bin da noch so jung. Es war wirklich so ein Gefühl, so ein Zeitdähnungseffekt. Du hast echt Zeit darüber nachzudenken und spielen sich so Bilder ab. Und du weißt, du bist verloren. Und dann ist jetzt, was ich der Wille, eine Überlebenswille. Nein, ich will das so nicht akzeptieren. Und ich hab damals etwas getan, was man eigentlich möufen nachsagt, nämlich in Wolf, der mit der Pfote in die Falle geraten ist, dass in der Lage sich die Pfote abzubeißen, selbst abzubeißen, um dann auf drei Beinen weiter zu leben. Und man sagt ja, das sei unmenschlich, diese Fähigkeit. Es ist aber diese Fähigkeit menschlich, weil, ich hab mein linkes Bein stehen lassen, hab das Rechtebein, sozusagen, weil ich dann gestützt war, das Knie aus der Luke gekriegt und hab mich dann gegen die Anatomie nach vorne aus dem Boot gerollt. Mit dem Ergebnis, das natürlich mein linkes Knie, frontal gegen die Anatomie durchbrach. Ich musste es komplett durchbrechen und zeitlich wegreißen, um aus dem Boot rauszukommen. Dabei hat mir der Wasserdruck geholfen, das tut nicht weh. Weil man so viel Adrenalin hat, man ist dann so in diesem Augenblick gefangen. Man bührt gar keinen Schmerz. Das klingt das brutal, man hört auch dieses Krachen, also dieses Reißen der Bänder, das ist wie so Peitschläge, geht es durch den ganzen Körper. Aber ich hab keine Schmerzverinnerung. Ich hab nur die Erinnerung an diese Dunkelheit und diese absoluten Willensentscheidung nicht da unten zu bleiben. Und hab dieses linkgebein geopfert. Ich hab heute in der Tita-Han-Protese im Knie, das wissen viele Leute gar nicht. Ich lebe mit dieser Protese, ich komme natürlich keine Sicherheitskontrolle. Ich bin in einem Lamp, man. Ich hab mal auf dem Tita-Lim Körper. Okay. Und dann mit dieser Protese, auch mit der Behinderung, das ist eine echte Behinderung. Ich hab immer noch Weltrekorde aufgestellt und war es dann dran. Und war bis heute gut schi. Und man kann damit auch leben. Aber das waren sicher, war ein Moment, wo ich weit über der Grenze das vermeintlich menschlich machbaren, mich bewegte. Und dann herauszufinden, dass man die Grenze noch ein Stück weit verschieben kann. Und du hast weitergemacht. Du hast auch danach als Standmann gearbeitet. Ich war erst mal dann das wahne Schwereoperation, das Knie wieder herzustellen. Am Anfang gab es ja diese Prothesen auch nicht, weil ich noch so jung war. Die Prothese kam dann erst später. Es sah es im Rollstuhl und hab dann doch zwei Jahre gebraucht, um mir das so richtig bis in die Spitze der Leistungsfähigkeit wieder zurückzukehren. Und damit war das auch überwunden. Und du hast eben anfangs gesagt, dass nach deiner wüssten Tour, du dir nicht vorstellen könntest, so und das klassische, bürgerliche Leben zu leben. Du hast aber auch eine Familie gegründet. Du hast zwei Jungs, oder? - Ja. Und zwei Erwachsene, schöne. - Ja. Wie war das für dich vereinbar? Also mit der Familie und auch trotzdem diese Gefährdung. Da gab es ein Schlüsselerlebnis. Das hat mich inspiriert, diese Geschichte von Innegret und Hakun zu schreiben, weil im Roman sind die beiden viel reflektierter als ich. Die Mutter des Söhne damals waren. Meine Söhne sind 27 und 32 Jahre alt. Ein stattlicher Kräfte geburschen. Der eine ist Berufspilote, der anderen hat einen Start-up. Wir sind die Three Brothers bis heute. Wir machen einem im Jahr einen coolen Trip. Was ich mit Motorrädern, Glaus und Kampotscher, weil Maxi hat einen Helikopter-Berufspilote. Und eine lange Rede kurzer Sinn. Da gab es eine Situation, wo ich erst durch meinen ältesten Sohn, der das damals reflektieren konnte, gemerkt habe, dass es Zeit ist, etwas zu ändern. Das war anlässlich eines Auftrags. Ich glaube, es war 1997. Da war ich schon 40 damals. 40 Jahre alt, das ist ganz schön alt für uns. Und hatte ich einen Auftrag für Fisherman's Friend. Die haben eine neue Pastille eingeführt, mit dem slogan "Health is Strong Experience". Die Superstille ist gleichzeitig in 60 Ländern der Erde eingeführt worden. Und die Idee war es, aus einem Helikopter, aus einem Lasten Helikopter, über 1.000 Meter tief, ein Banschissprung zu absolvieren, sich wieder 600 Meter hochschleudern zu lassen, sich dann abzutrennen, von diesem Seil in den Freifall zu gehen, fünf Sekunden über dem Pressezentrum den Falschirm zu öffnen und da reinzulanden. Und auf dem Falschirm stand Riesen groß drauf "Health is Strong Experience". Das war die Idee. Dafür gab es eine fette Gage, 150.000 Mark. So war damals richtig viel Geld. Und ich fand es sowieso cool, so was zu machen. Also, hab ich gesagt, den Auftrag nämlich an. Das waren Riesendingen mit 20 Kameratim und sechs Helikoptern in der Luft. Die Testabvortags sind nicht gut gelaufen. Das war irgendwie. Allein das Banschissprung über eine Tonne fällt schneller als ein menschlicher Körper. Wenn dich das jetzt trifft, im Freifall bis zu sowieso erledigt. Also, das war echt. Das war ein kniffeliges Ding. Und dann hat man natürlich, ich hab dann versucht, dass der Helikopter nicht hopper, sondern vorwärts fliegt, dass es nach hinten vom Winddruck weggezogen wird. Wir haben dann verschiedene Versuche gemacht. Das Wetter war schlecht. Die Stimmung war dann so ein bisschen bedrückt am Abend. Es war irgendwie alles nicht so cool am nächsten Morgen. Es war dann die Day, wo es dann einen Schaf gestellt werden sollte. Und ich hab Angst, es ist nicht so, bei mir ein stark ausgeprägtes Gefühl, aber Anspannung und Respekt. Also Gravität. Das hab ich früh gelernt, das nicht verhandelbar. Und diese Gesetze der Physik, die darfst du nicht ignorieren, sonst wirst du nicht alt in dem Job. Und ich bin am Morgen spazieren gegangen in Reichelsheim bei Frankfurt. Das um klein ist Dorf, da war ich ins kleinen Pension und da gebracht. Oder war ein Friedhof. Und irgendwie, was vier Uhr morgens war hochsamer, das ist gemutischen Hel. Ich laufe da so rum. Lande auf dem Friedhof und denken noch, sagt noch zu mir selber. Das ist aber echt nicht die richtige Location, um dich auf so einen Job vorzubereiten. Also mental war das jetzt irgendwie ganz schräg. Und laufe so und überlegt mir, was soll mal, ob man im Grabstein stehen, falls ich mal einhabe. Und das war echt drübe Gedanken. Und ich dachte mir, was machst du für ein Scheiß hier auf dem Friedhof rum zu rennen? Und dann klicken wir mein Handy. Und das ist dann magst dran. Ach, die Jahre war der Alltame als. Also der heute zwei und drei vierringe. Und dann sagt dazu mir mit seiner klopten Helmstimme, Papa, ich will nicht, dass du diesen Sprung machst. Oh. Und ich steh so damit, mein Handy am Ohren denkt mir, "Hei, hei, hei, hei." Und dann sage ich zu ihm, weißt du, Max, ich verstehe das und du hast recht. Aber ich kann es nicht zurück. Wenn du was zugesagt hast, musst du dich dran halten und ich kann hier jetzt nicht aussteigen. Aber du hast recht. Und ich verspreche dir, das wird mein letzter Stand heute sein. Hab ich Adrock da entschieden und zugesagt. Ich mach das jetzt, ich passt ganz gut auf. Und ich komm dann nach Hause. Und ich auch nicht lebte damals in Rosenheim. Also in Raublingum genau zu sein. Ich komm nach Hause und bringe die ins Bett. Und da war es ganz früher morgen. Und dann hatte ich so eine unglaublich ruhige Entschlossenheit. Ich war innerlich komplett ruhig und fokussiert und ich war fest entschlossen, das jetzt richtig gut zu machen. Und dann aber auch ein Katz zu ziehen. Das hatte ich ihm dem Augenblick entschieden. Dann ging ich raus. Und es war schon spektakulär, das war so, wie bei. Das ist der von Apokalypse. Diese vielen Helikopter in der Luft. Ich in dem gestritten Lasten Helikopter, der keine Türen hat, steht da draußen auf der Kuh, für diese Riesen-Tonne eine Tonne Seil um mich rum. Zwei einfacher Kameraleute mit mir im Helikopter, der Pilot, schon erlist. Jede Menge andere Helikopter. Ich glaub, sechs weitere um mich rum. Und das war so berechnene unten standen Notar am Boden. Ich hatte zwei Flugschreiber im Oberall, weil das soll für ein Genesbuch der Alkorde gewährte werden. Da muss ein Notat des Beurkunden steht ab bis heute. Als höchster Sprung aller Zeiten immer noch im Genesbuch der Alkorde. Wir steigen halt auf die Absetzhöhe von 2,5.000 Metern, dann was bebögt. Und du darfst ja nicht durch Wolken springen, nach deutschem Luftrecht. Dann haben wir irgendwann eine Lücke gefunden, damals durchgemogelt. Über die Wolken decket drüber. Es war schon klar, dass ich dann hinter durch die Wolke falle. Und da heilt es Ding durchgezogen. Und das war natürlich, ich glaub, alleine. Du fällst ja erst mal 600 Meter frei, dann beginnt der Bremsweg. 400 Meter Bremsweg. Allein der Bremsweg hat dann irgendwie 34 Sekunden gedauert. Ich hatte so Rauchpatronen an einem linken Fuß, an einem rechten Fuß. Und die Brennjern war 60 Sekunden. Und da habe ich dann als eine Rauchpatroner ausgebrannt, war habe ich dann die andere gezündet. Der Wal bist du in der Weg, im Freifall. Also du musst schon alle deine Gedanken und eine Konzentration bei dir haben. Dann hast du ja so ein Trennschloss mit einer Überbrückung. Du musst vorher die Überbrückung lösen, bevor du das Trennschloss trennen kannst. Weil es wäre sehr schlimm, wenn du jetzt unten loskommen würdest vom Seil. Jetzt würden wir nichts passieren, weil ich hab einen Fallschirm, aber das Seil würde in den Rotor des Helikopters schlagen. Und dann hast du einen Toten-Piloten. Auch nicht gewollt. Genau, deswegen über die Überbrückmannen. Damit man sozusagen erst wenn die Seil entspannt ist, im Rebound die Überbrückung löst, das sind so ein Behandgriffe, die muss man dann ausführen. Und dann zieht man halt das Trennschloss ab und hat dabei Blickkontakt zu einem genau gegenüber hovanen Helikopter, wo wieder ein Freifallkammerer, man in der Tür hockt, der dich dann anklotzt mit seiner Riesenlinse. Und du bist vielleicht 100 Meter Luftglinde auseinander. Und du gibst dich mal zeigen, so ich treine jetzt ab und bist schwerelos. Und plötzlich legst du aufm Rücken. Hast keine Anströmung, ist das vollkommen still. Und dann beginnt es zu gefallen. Und sobald du Anströmung hast, kannst du dich ja auf dem Bauch treten. Und es fälsde der Erde entgegen. Und du fälsst halt mit 50 Meter pro Sekunde der Erde entgegen. Wenn du also 500 Meter über der Erde dein Hauptschirm öffnest, dann ist es 10 Sekunden vor Lebensende. Das kannst ausrechnen. Und diese Rationalität brauchst du auch. Das überhaupt nicht. Dann musst du ganz klar wissen und sehen. Ich hatte noch einen Dita im Ort, der bei 300 Meter 5, 6 Sekunden vorm Aufschlag. Und hab dann irgendwo dazwischen zwischen 5 und 30. Und ich hab den Dita nicht gebraucht. Ich hab es voll im Griff. Ich lag auf meinem Bauch, hatte meine linke Hand vor meinem Gesicht. Mit meinem El-Timeter und dann läuft der Zeiger runter, der Höhenmesser. Das ist wie wenn du deine Lebenszeit langsam abläuft. Während du im Freifall bist und fälsst mit 50 Meter pro Sekunde der Erde entgegen. Dann greifst du nach hinten unter deinen rechten Hilfsschirm raus. Kastentschirm hat gepackt, damit er auch gleich aufgeht normalerweise. Tut man die Beicherpacken, der schüttelt sich dann eher auf. Also lange jede kurzer Sinn, du landest da unten rein und dann warst sie er stark erwähnt. Und ich musste den Hauptkapferabtrennen nach der Landung, damit sie mich nicht schleift. Und da stehe ich da in den Pressezentrum drin. Und da kommen die alle an mit ihren Mikrofonen und Kameras und. Ich hatte keine Worte für sie. Ich habe nur gesagt, Leute, es gibt Dinge im Leben, die kann man nicht beschreiben. Die muss man machen. Und habe mich in meiner Autogesetz, so wie ich war, hat mein Rieck abgeworfen. Hab mich in meinem Oberall, hab die Flugschreiber abgegeben beim Notar. Hab mich in mein Autogesetz und war zehn Minuten später unterwegs. Und hab alles maxes Bett gebracht. - Du hast einen Versprechen gehalten. Du machst ihn zu Bettgebracht. - Immer. Wow. Und da. Das war das Ende von meiner Standin Karriere. Danach hab ich keinen Job mehr für Kohle gemacht. Klar, ich bringe jemand noch gern mal aus dem Flugzeuger. Was übrigens mein Sohn völlig widersinnig finde, der ist Pilot. Aber ich verstehe überhaupt nicht. Ich verstehe überhaupt nicht, warum jemand aus einem perfekt funktionierenden Flugzeug springen sollte. Ist der Blick wegen der ist Pilot? - Ist klar. Der will fliegen. - Genau. Ich will fallen. Ich hab mich gefragt, was war das Graseste, wo du die gefährliche Situation geschildert hast. Was war das tollste, das geilste Gefühl, das überragende, was du empfunden hast bei einer Sache, die du gemacht hast? Es war das, was viele Menschen erlebt haben, das war die Geburt meines ersten Sohnes. Das hat mich komplett geflascht. Das war. das war der Wahnsinn. Weil ich natürlich. war darauf irgendwie auch noch gar nicht so richtig vorbereitet, alles bedeutet. Ich hab ja dann auch acht Jahre gebraucht, um es zu verstehen, bis es mir dieser Sohn dann gesagt hat. Der Max. Der hat schon. Ja, da kam er noch einer nach der Tino. - Ja. Und super Sohn. Ja, und. Es ist schon eigentlich ganz cool, wenn man das Glück hat. Und es teile ich ja mit vielen anderen Menschen, dass das einfachen Elternschaft hatten, enormen Wert. Gleichzeitig, braucht uns aber die Elternschaft schon, in gewisser Weise dieser ganz individuellen Freiheit. Du hast ja auch was gemeinsam mit Hakun und dem Jungen-Protagonisten, sagt noch mal, sei Rie, spricht man den, oder? - Rie. Serie. - Genau. Beides sind ohne Vater aufgewachsen. - Ja. Und du auch? - Ja. Wie bist du als Vater? Ich glaube, das ist so eine Gegenbewegung gewesen. Ich hatte das Glück, dass ich durch die beiden Söhne meine eigene, verlorene Kindheit zurückgewinnen konnte. Also all die Dinge, die ich mir gewünscht hätte, dass mein Vater, den ich nicht hatte, ist sie mit mir gemacht hätte, habe ich halt mit meinen Jungs gemacht. Und wir sind halt sozialisiert da draußen. Also unser soziales Netzwerk damals hieß draußen. Ja. Und war das für dich auch in der Rückschau, wie dadurch, wie du als Vater mit deinem Söhnen umgehen konntest, für dich auch wie ein Heilen? Ja. Ganz sicher. Also, das ist mir nicht mehr völlig bewusst. Natürlich habe ich mich mit der Vaterlosigkeit beschäftigt und auch das Phänomen der Vaterlosen Gesellschaft, die ja auch viele Kinder sind ja auch Vaterlos, obwohl die Fäter irgendwo da sind. Aber es gibt ja eine aktiv gelebte Vaterschaft. Und es gibt leider eben Lebenssituationen, wo wir Männer, wenn wir arbeiten und Geld verdienen, halt abends erst um neune Heimkommel, das sind die Kinder im Bett. Und wir sehen sie vielleicht nur beim Frühstück. Und am Wochenende sind wir so erschöpft, das war uns vielleicht gar nicht so kümmern können, wie es eigentlich richtig wäre. Also das Phänomen der Vaterlosigkeit und der Gesellschaft, das ist schon präsent. Und ich glaube, ich hatte jetzt durch meinen Job und dadurch, dass ich halt immer wieder lange Erlehrzeiten hatte zwischen den Aufträgen, hatte ich dann schon des Glück, dass ich eben mich auch um die Jungs kümmern konnte. Und weil ich halt gerne Sachen erlebe, habe ich halt die mit meinen Jungs zusammen erlebt. Da gab es eine ja eine Phase. Die beiden waren manchmal die waren ja echt renitente. Also waren sie, also als die sind ja fünf Jahre auseinander, wo da was was ich, wo da Tino 8 war und dann max war dann 13, da waren die Unerträglichen, haben ständig Stress gehabt miteinander. Da bin ich dann einzelnen Gefahren mit denen, weil ich. also ich hab das nicht einfach, also ich war eine fürchterlich aufs Gesicht Jungs. Also, wer gilt dieser Satz? Was? Du deinen Eltern anstust, zahlen dir deine Kinder ein. Ja, ich wollte grad sagen. Ich wundere mich nicht, dass wilde Dinge, was der Vater ist, dass das in den Jungs dann auch wieder aufgekreuen. Oder Motorradfahren, ja. Motorradfahren war so ein Thema. Ich wollte natürlich nicht, dass die Motorradfahren. Jetzt bin ich ja ein gewachsener Motorradfahrer im Motorrad durch Afrika gefahren. Jetzt versuchen meine 16-jährigen zu erklären, dass er nicht Motorradfahren soll. Und wie so wolltest du das nicht? Weil es gibt scheiß Gefährliches. Aber du machst so gefährliche Sachen und dann sollen die das nicht machen. Ja, doch. Ja, doch. Oder gerade weil du es weißt. Aber das haben sie dir wahrscheinlich unter die Nase gerieben. Aber was sollen das jetzt? Du machst die wildesten Sachen und wir sollen nicht. Natürlich, ich hab's dann versucht, in dem ich in ein Geldhand so gedreht hab, zu verhindern, dass das nichts genutzt. Dann sind die beide arbeiten gegangen und hatten halt alle bis 16 ihre 80er. Ich glaub, der eine der beiden ist gleich im ersten Monat durch einen Garten-Sauen geflogen. Beim Nachbarn, weil er morgens mit Kalt im Reifen volle Kante in die Kurve gegangen ist. Und hab mir gedacht, wann sind. Jetzt Jetzt wieder holt sich echt, was mir selber auch passiert. Weil ich auch mal ein Motorrad zerlegt, weil ich mit Kalt im Reifen in den Kreisel reingepallert bin in Heidelberg und halt abgeflogen bin. Und so ist es halt im Leben. Ja. Jetzt hab ich noch gedacht, du hast ja von der Innegret gesprochen in deinem Buch als starke Frau. Das ist sie auch. Ich hab so gedacht, Ach, ja, aber so eine richtige Heldin noch im Jahr 2022. Hätte im Deinem Buch mir auch noch gefallen, also als vielleicht auch als Gegenpart zu Hakun, die so ihr Ding macht, vielleicht auch eben schon, nur durchaus mit weiblichen Eigenschaften. Das ist jetzt schon auch stark so ein Mann geht sein Weg. Ja, weil ich halt ein Mann bin. Das ist mein Blickwinkel. Ich bin Mann. Ich hab großen Respekt vor Frauen. Ich hab auch eine Frauenfigur beschrieben, also ein Charakter einer starken Frau. Die eigentlich stärker ist als die männlichen Protagonisten, also die stärkste Figur in diesem Roman ist in Wahrheit Innegret. Wir verstehen, was es bedeutet, solche Entscheidungen zu fällen. Wie Innegret sie gefällt hat, der weiß, was wirklich Tiefe aufrichtige Kraft bedeutet. Das fand ich auch sehr. Sehr bewiegend, muss ich sagen. In dem Buch. Du bist so der Innegrife von tatsächlich Sachen erleben und fühlen. Und es ist jetzt heutzutage so, unglaublich viele Menschen erleben in Anfangszeichen, alles Mögliche online im Internet, im Stream, vielleicht mit V.R. Brille noch. Bitte von dir jetzt mal als der Erlebnisspezialist für draußen ein Pledo-Jeder für was macht das mit uns, wenn wir die Dinge wirklich mit Haut und Hahn erleben. Ich kann eine schöne Aniktote erzähllich wahr. Letzten Herbst in Norwegen. Wir haben dort ein Video getreten mit einem kleinen Team, um diesen Auftrag von "Das Verlag" drüben, "Magnauer", um eben ein Promotion-Video für die Sozialmedien, für dieses Buch zu erzeugen. 2 Minuten Video, um es in den Sozialmedien eben einzusetzen. Wir haben dann dieses Video getreten, dem Umfeld meiner Hütte. Man sieht auch diese Hütte in einem Video. Und ich bin mit einem Alktrucksack unterwegs durch den Wald. Und da gibt es ziemlich packende Musik dazu und zwei, drei Tesen, die sich auf das Buch und des Leben beziehen. Während dieser Dreharbeiten, waren wir in einem Museumsdorf, wo eine besonders alte Gebäudestruktur besteht. Und meine Hütte, die es inzwischen natürlich in den 40 Jahren gewachsen, und die ist nicht mehr so ganz alt und nicht mehr so ganz. Wie soll ich sagen, wie sie mal war, weil ich halt dann rumgebastelt habe, also haben wir eine Hüttegewähl, wie meine mal ausgesehen hat. Und das war in diesem Museumsdorf. Und da waren Schulklassen mit Kindern. Und da waren zu zwölfjährigen Kinder, die haben einen Haufen Lärm gemacht. Und dann ist, glaube ich, der Regisseur ist dann zu den hingegangen. Das ist ein Kindersatz, doch mal still. Wir drehen hier gerade. Wir machen gerade einen Interview und dies und das. Und dann wollten ja schon mal die Neugierik auf die Kameras gesehen. "Wow, was ist denn hier los?" Hier wird ein Film getreten und so weiter. Mit dem grauen Bart. Und da haben die denen meine TikTok und mein Instagram Zugang gesagt. Dann war plötzlich still, weil jedes dieser Kinder uns Smartphone dabei hatte und alle Kinder unisono. In ihr Smartphones durch meinen Instagram und TikTok-Account. Ähm, Skoll sind. Wir haben dann in Ruhe abgedreht, dann gab's eine Pause, dann gab's was zu essen und plötzlich schadten sich alle diese Kinder um mich. Und hab ich mit denen gesprochen und hab gesagt. Und sie so machen und die haben alle gutes Englisch gesprochen. Und dann hab ich sie gefragt, wie viel Zeit verbringt ihr den jeden Tag auf TikTok? Was schätzt du? Was ich schätze, auf jeden Fall viele Stunden. Genau. Zwischen vier und fünf Stunden. Ich hab mir gedacht, wow, die leben in einem der schönsten Ländern der Erde. Mit der außergewöhnlichsten Schönsten Natur. Norwegen ist ja "one of the happiest country in the world". Es gibt ja den "world happiness index". Und Norwegen ist immer unter den Top 5 und schon oft auf Top 1 gewesen. Im World Happiness Index. Aber das ändert sich jetzt, weil das hat ja was mit dem Land zu tun. Und mit dem Umfeld. Und diese Kinder verbringen ihre Kindheit in einer Fake-World. Es bittig aber selber Content Creator in den sozialen Medien. Und deswegen versuche ich, als ich bin, wie dieser Verantwortung bewusst, ich lasse mich zum Beispiel nie einladen. Viele Content Creator werden dir eingeladen und dann meint man die Leben alle nur in tollen Hotels und fliegen First-Las und sie alles Luke und Betrug. Das ist ja alles gesponserte, gesponsertes Leben, weil die halt in der Million Follower haben. Und dann die wertvolle Werbe-Ikonen sind für irgendwelche Brands oder Resorts oder Airlines oder whatever. Und das ist ein Grundprinzip. Ich lasse mich nie einladen, wenn ich irgendwas mache, bezahl ich das selbst und berichte auch ungeschminkt darüber. Aber ich fand das faszinierend und auch beängstigend um ehrlich zu sein. Und deswegen. Mein Plädoye ist wirklich. vor allem Kinder mit Kindern und Jugendlichen rauszugehen. Es kostet Kraft, es ist weniger bequem. Mal in den Wald zu gehen, auf dem Berg zu gehen, ausflüge zu machen in der Realewelt, das Handy zu Hause zu lassen. Nicht jeden Schritt und tritt zu dokumentieren in den sozialen Medien. Um das wahre Echte leben, auch zu sehen. Mal echtes Wasser. Auf der Haut zu spüren. Mal Sand anfassen, mal Blätter, mal Baumrinde. Und dafür stehe ich auch mit meinem Namen für echte authentische Erlebnisse. Was kommt denn jetzt noch, Jochen? Was ist dein nächstes? Der Weg ist ja noch nicht zu Ende. Nee, eben da ist er noch, da sind ein paar Jahrzehnte noch Fadie. Das sehe ich auch so. Die Hoffnung habe ich schon, weil ich bin es 65, bin kein gesund. Und ein Statistisch ist einer, wenn er mit 65 noch so gut drauf ist, er kann echt alt werden. Das ist die 100-erreichbar. Bei gesundem Geist und halbwegs gesundem Körper. Also ich teile mein Leben so in drei Drittel eines Erste Drittel. Das war wild, abenteuer, gefahr, das habe ich irgendwie überlebt und da habe ich echt nichts anbrennen lassen. Das zweite Lebensdrittel bin ich unternehmer geworden, bin sehr wohlhabend geworden, weil es unternehmer, bin es sogar noch immer sehr erfolgreich. Hab mit der Jochen Schweizer Arena das Markenhaus gebaut, in Münchentaufkirchen, da bin ich zu Hause, da bin ich in Biro, da bin ich jeden Tag einen Ausbau in morgen Wellen reiten. Oho, schön. Also wir machen erst um 10 auf, offiziell und dann, ich hab einen Schlüssel. Ach nee. Da krieg ich halt um 8 oder 30 mit ein paar Jungs halt mal zu Mellen reiten. Oder Windkanal fliegen oder so was. Ich mach schon nach wie vor gerne. Aber tatsächlich, glaube ich, dass es an der Zeit ist, was zurückzugeben, etwas weiterzugeben. Mit meinem Buch hab ich jetzt versucht, zu vermitteln, was ich glaube, verstanden zu haben. Und ich versuche mit diesem Roman auch zu schizieren, wie ich mir mein weiteres Leben vorstelle. Also wer diesen Roman liest, und weiß, Hakon ist 94. In der Situation dieser Sturmnacht, ich bin 65. Was machten Hakon zwischen 65 und 94? Ja. - Das verrat ich jetzt aber nicht. Ach nee, jetzt war, was hast du wirklich da schön hingeleitet, so töd? Genau, also ich hab schon, ich möchte tatsächlich etwas tun, ich möchte, das hat was mit der Umbell zu tun, das hat was mit Klima zu tun. Ich hab eine Idee, das hat was mit Bäumen zu tun. Ich hatte einen sehr spannenden Podcast mit Robert Mark Lehman in meinem Podcast Begegnungen, die dich verändern. Da haben wir über den Schutz von Bahlen gesprochen. Ich hab mich gerade an eine antifinigen Aktion beteiligt, mit 1,2 Millionen Unterschriften, nämlich das Abschlachten, also das ist ja unmenschlich, dass man heie fängt, um ihn die Flossen abzuschneiden und sie dann lebendiges mehr zurückwirft. Das ist bestialisch. - So heilisch. Die größte Beste hier der Erde ist der Mensch. Es ist eine solche Rücksicht los, diesen Kreaturen gegenüber und dem Leben gegenüber eine Rücksichtlosigkeit, die finde ich bodenlos. Da können ich richtig wütend werden, wenn ich das wahnsinn. Und das sind natürlich Dinge daran beteilige, ich mich mit meiner Reichweite und mit meiner, ich würde schon sagen, glaubwürdigkeit. Und tatsächlich, ich liebe Bäume, ich plant es gerne Bäume. Ich glaube, ich werde ein paar Bäume pflanzen, jetzt immer im Leben, in meinem dritten Lebensdrittel. Das klingt gut. - Kass viele. Sehr viele. - Sehr, sehr viele. Danke, dass du ein bisschen Einblick uns gegeben hast. Ich hab noch immer eine Frage am Schluss an meine Gäste, die möchte ich dir auch stellen. Was ist für dich persönlich Glück? (Lachen) Glück ist für mich das Gefühl, angekommen zu sein, was ich immer dann empfinde, wenn ich ganz im Moment bin. Es gibt, in der Verhaltensforschung, dem Begriff des Flos, wenn zum Beispiel Kinder selbst vergessen spielen. Vollkommen selbst vergessen spielen, das ist reines Glück. Ja. - Für mich ist das, wenn ich im Kairaksitze und irgendwo weit draußen auf der offenen See unterwegs bin, oder wenn ich in einen unberöten Tiefschneehang reinspringe. Und dann aber, das denken sich komplett ausschaltet und nicht rein im Tun. Mich bewege, rein im Tun, ohne Gedanken. Ich hab ein Video auf YouTube veröffentlicht, heißt, "Paddeln ist in Senn", wo ich genau und der Frage nachgehe, warum das Sinn eigentlich ist, einer monotonen Bewegung, monoton von monotonus. Das ist Gegenteil von Multitonus, also von Reizüberflutung. Ich glaube, dass wir Menschen immer wieder die Stille suchen müssen, um bei uns selbst anzukommen. Ein wunderschönes Schlussfahrt. Ich danke dir so sehr. Vielen Dank für diese schöne Gespräche. * Musik * Wenn du mehr über Jochen Schweizer erfahren möchtest, schau gerne in die Show Notes zu dieser Folge. Da findest du auch den Link zu seinem aktuellen Buch. Wir zwei würden uns natürlich auch riesig freuen, wenn du uns eine kleine Bewertung schreibst und auf die fünf Sternchen klickst. Bitte gerne weiter sagen, dass es den Podcast einfach ganz leben gibt, mit ganz vielen guten Ideen für mehr Lebensfreude. Noch mehr Anregungen für einen bewussten Lebensstil gibt's auf einfach ganz leben.de und noch mehr tolle Podcasts auf podcast.agon-verlag.de Diesen Podcast kannst du überall hören, wo es Podcast gibt und dort auch kostenlos abonnieren. Alle zwei Wochen gibt's eine neue Folge. Und ich freue mich, wenn du wieder dabei bist. Ciao. * Musik * * Musik * * Musik *

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das Hörbuch „Du darfst loslassen, was dir nicht gut tut“ von Ichiro Kishimi lehrt, dass Loslassen kein Scheitern, sondern ein Befreiungsakt ist.
  2. Jochen Schweizer stellt seinen neuen Roman „Die Begegnung“ vor, ein Sachbuch in Romanform über Lebensphilosophie und Selbstbestimmung.
  3. Die Geschichte spielt in einer einsamen Hütte in Norwegen, wo der alte Abenteurer Hakun und der junge Ausreißer Sverre sich in einer Sturmnacht ihre Lebensgeschichten erzählen.
  4. Schweizer betont den Unterschied zwischen „allein sein“ (positiv) und „einsam sein“ und wie Selbstvertrauen aus Extremsituationen entsteht.
  5. Der Roman thematisiert die Balance zwischen persönlicher Bestimmung und Beziehungen, am Beispiel von Hakuns Liebe zu Innegrit und ihrer Trennung.
  6. Das Buch erreichte Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste Spiritualität, trotz anfänglicher Skepsis eines Literaturkritikers.

Summary:

In dieser Podcast-Folge von „Einfach Ganz Leben“ spricht Moderatorin Jutta Ribrock mit dem Unternehmer und Bestsellerautor Jochen Schweizer über seinen neuen Roman „Die Begegnung“. Das Buch ist ein ungewöhnliches Experiment: ein Sachbuch über Lebensphilosophie, eingekleidet in eine fiktive Geschichte. Schweizer erzählt, wie die Idee während eines heftigen Nordweststurms auf seiner abgelegenen Hütte in Norwegen entstand.

Der Roman handelt von der Begegnung zwischen dem 95-jährigen Abenteurer Hakun, der sich zum Sterben zurückzieht, und dem 15-jährigen Ausreißer Sverre, der nach einer traumatischen Kindheit mit dem Kajak 2000 Kilometer entlang der norwegischen Küste paddelt. In einer Sturmnacht tauschen die beiden ihre Lebenserfahrungen aus. Schweizer reflektiert über seine eigene Jugend, in der er unreflektiert extreme Abenteuer suchte, und betont, dass wahre Stärke aus dem Alleinsein erwächst – nicht aus Einsamkeit, sondern aus der Fähigkeit, mit sich selbst eins zu sein.

Der Roman thematisiert auch die schwierige Entscheidung zwischen persönlicher Bestimmung und Liebe, am Beispiel von Hakuns Beziehung zu Innegrit. Trotz anfänglicher Skepsis eines ORF-Literaturkritikers, der Schweizers Marke als Hindernis sah, wurde das Buch ein großer Erfolg und erreichte Platz 1 der Spiritualitäts-Bestsellerliste. Schweizer sieht darin eine Bestätigung, dass Authentizität und Tiefe sich durchsetzen können.

FAQs

Es ist ein Roman über einen jungen Ausreißer namens Sverre und einen alten Abenteurer namens Hakun, die sich in einer Sturmnacht in einer einsamen Hütte in Norwegen treffen und ihre Lebensgeschichten teilen.

Das Buch vermittelt, dass man loslassen kann, was einem nicht guttut, und dass Niederlagen dazu da sind, zu lernen und zu wachsen.

Es ist sein erster Roman, ein Sachbuch in Romanform, das auf seinen eigenen Lebenserfahrungen basiert, aber keine Biografie ist.

Allein sein bedeutet 'all eins' mit sich selbst zu sein, was positiv ist und Stärke und Selbstvertrauen gibt.

Die Natur, wie das norwegische Meer und die einsame Hütte, dient als Kulisse für die Selbstreflexion und die Begegnung der Protagonisten.

Er sagte, dass das Buch aufgrund von Jochen Schweizers Image keinen Erfolg haben würde, aber es erreichte dennoch die Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste.

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