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Janusz Korczak

13m 42s

Janusz Korczak

Janusz Korczak, 1878 in Warschau geboren, widmete sein Leben nach einer privilegierten, aber als unglücklich empfundenen Kindheit und dem späteren Verlust des Familienvermögens der Fürsorge für benachteiligte Kinder. Als Kinderarzt behandelte er Arme kostenlos und wurde ein berühmter Autor. Seine pädagogische Lebensaufgabe fand er als Leiter eines Waisenhauses, das er nach revolutionären Grundsätzen führte: Kinder hatten gleiche Rechte, es gab ein Kinderparlament, ein Kameradschaftsgericht und striktes Verbot von Gewalt. Ziel war die Selbstermächtigung der Kinder. Im Zweiten Weltkrieg setzte er diese Arbeit unter unmenschlichen Bedingungen im Warschauer Ghetto fort. Als die Deportationen in das Vernichtungslager Treblinka begannen, wurde ihm als berühmtem Mann die Rettung angeboten. Korczak lehnte ab und begleitete seine etwa 200 Waisenkinder freiwillig in den Tod, ein Akt selbstloser Menschlichkeit, der ihn unvergessen macht.

Transcription

1594 Words, 9986 Characters

German
[MUSIK] Moin, schöndest du wieder dabei bist bei Kee wie Gottzube heute. Über einen Mann, der nicht vergessen war, da ein Mann, den wir immer erinnern, so alten Janusch Kortschack. Ein Mann, der sein Leben, dem Wohler gehen von Kindern gewinnt hat, wurde noch 1878 in Waschau geboren, in eine wohlhabende Familie hinein, sein Vater war recht sein Wald, die Familie hatte viel Geld. Und einen Salon. Deswegen sagte er später von sich als sei ein Salon-Kind gewesen. Also jemand, das gewohnt war, dass es Hausangestellte gab, dass es Menschen gab, die für eine arbeiten. Und ja, nichtsdestotrotz, trotz aller dem Reichtum betrachtete er sich nicht als ein glückliches Kind. Immer wenn er so die Kinder sah, die er die Straßenkinder nannte, dachte er immer, die haben mehr vom Leben, die haben Gemeinschaft, die haben Spaß, die können spielen. Ja, die Familie war, wie gesagt, wohlhabend, aber sein Vater kam als er 16 war, als er seit Jahr 19 Kortschneck 16 war, in einen Krankenhaus, in einen Nervenkrankenhaus, hat er also ja ein seelisches Leiden, weiß gar nicht welches, aber er starb dort, der Vater. Und nun kam die Familie selber in Armut, musste selbst in eine enge Mietwohnung umziehen, hatte keine Bediensteten mehr. Und jetzt lernte er, weil er ihnen einfach näher kam, zum Beispiel, wenn er auf der Suche nach Arbeit war, das wirkliche Leben der Straßenkinder kennen und ihr Eland, das nämlich, zum Beispiel die Weisenkinder, sich alleine auf der Straße durchs Leben schlagen mussten. Und er kannte, dass sie es doch nicht besser haben, als die sogenannten Salonkinder. Nur aber diese Erfahrung waren für ihn so wichtig, dass er die sogenannten Straßenkinder nicht mehr vergessen konnte. Er machte sein Abitur und studierte, Medizin wollte unbedingt Kinder erazt werden. Und gegen während seines Studiums durch die armen Stadtviertel, weil er sagte, wir wissen viel zu wenig über die Menschen, die wir behandeln, über die Armut und die Gewalt, darüber, dass sie wenig Schulbildung bis gar keine Schulbildung haben, dass sie das viele Krankheiten sterben. Und er gründete eine kleine Schule, eine Bibliothek für die Straßenkinder und schrieb Zeitungsartikel und ein Buch, Kinder der Straße. Also er wurde dann Kinderarzt und ein Wahrschau sehr berühmt und dann auch in Polen, weil er Bücher schrieb, die also viel gelesen wurden. Das Salonkinder, das Leben der Salonkinder beschreibt, wie wenig sie von den anderen Menschen wissen, er wurde praktisch moderarzt, der von vielen reichen Leuten gebucht wurde, den er auch viel Geld abknöpfte, um es dann so zu verbinden, dass er arme Kinder umsonst behandeln konnte. Er hätte eine Karriere als Arzt machen können und dann wurde ihm aber durch sein ehrenamtliches Engagement so motiviert, Angeboten leiter eines Weisenhauses in Wahrschatz zu werden von Dom Sirod, das heißt einfach aus der Weisen, da stand ein Neubau an und er war berühmt und so hätte das sozusagen gepasst. Und er sagte, dass er die wichtigste Entscheidung in seinem Leben gewesen war und die Grundlage seiner Entscheidung war, ich habe mich entschlossen, mein Leben der Sache der Kinder zu widmen. Also wurde er jetzt also leiter dieses Weisenhauses. Es kam so viele Spendengelder rein, das ist ein sehr, sehr schönes Haus wurde, das erste Haus in Wahrschau, im damaligen Wahrschau mit Zentralheizung und die Kinder, die da reinkamen, es waren 200 an der Zahl, sagten, "Oh, das sieht aus wie ein Haus für wichtige Leute." Er leitete das Haus zusammen mit Stefania Wilkinska, also gleichberechtig zusammengemacht, aber nur der bekannterer, der die Bücher geschrieben hat, aber beide Teilen ihre pedagogischen Überzeugungen miteinander und die haben sie auch zusammengefasst in 12 Regeln, nicht deutete sie mal an. Ein Kind ist genauso wichtig wie ein Erwachsener. Jedes Kind hat das Recht, so zu sein, wie es ist. Jedes Kind hat das Recht auf Eigentum, Information und Selbstverteidigung. Jedes Kind hat das Recht auf gleichberechtigte Mitbestimmung. Alle haben im Weisenhaus und überhaupt gleiche Rechte und gleiche Pflichten. Möglichst wenig Zwang und Kontrolle, möglichst viel Freiwilligkeit. Keiner Wachsener darf ein Kind schlagen. Der Erzieher soll dem Kind helfen, sich selbst zu erziehen. Kein Kind darf ein anderes bei den Erwachsenen verpätzen. Kinder sollen lernen selbstständig zu wachsen und ihre Belange selbst zu regeln. Wir haben die beiden, das sitzen die Praxis umgesetzt, so zum Beispiel alle mussten mit Pützen. Auch die Erzieher, auch Janus Körtschak, musst du Toiletten sauber machen. Sie haben eine Zeitung gegründet, ein Band, das so alle miteinander verbandt. Die bekam dann auch eine Redaktionsteil in einer großen, warcher- oder tageszeitung und die Redaktion bestand aus den Kindern. Die Erwachsenen haben es nur so angeleitet. Die Zeitung gemacht haben die Kinder. Er hat gemerkt, dass die Kinder gerne Wetten abschließen. Deswegen hat er einmal in der Woche sein Büro zu einem Wettbüro umfunktioniert. Und da konnten die Kinder dann mit ihm Wetten darüber abschließen, wie sie es schaffen würden, an sich selber und mit sich selber zu arbeiten. Also zum Beispiel nächste Woche werde ich es schaffen, keinen zu schlagen. Und dann haben die beide eine Wette abgeschlossen. Die Wette war nach außen hingeheim. Und wenn das Kind das geschafft hatte, musste Janus Körtschak auch zahlen. Dann gab es einen Kameratschaftsgericht. Also bestand ausschließlich aus Kindern, die dann so Fälle von Übertretungen in der Regeln geahndet haben. Da konnte man sich also drauf verlassen, dass das Gericht wöchentlich wechselte, sodass man auch in Berufung gehen konnte. Janus Körtschak wurde sechsmal angeklagt, zum Beispiel, weil er das Trappengerändenländer runtergerutscht ist oder ein Kind angeschimpft hatte. Und er hat die Strafe denn immer auf sich genommen. Und es gab ein Kinderparlament, das ausschließlich aus Kindernbestand. Und das auch bis zum Ausschluss aus dem Weisenhausentscheidung und Treffenkrater. Die erste Kinderrepublik, die Welt berühmt wurde, weil so ein Weltberühmter man zur damaligen Zeit und viele Peter Gogen aus der ganzen Welt kamen, dahin um zu gucken, wie er das macht und daneben auch noch Bücher schreibt, Bücher wie mit dem Titel, wie man ein Kind lieben soll oder Könighänzchen, das damals ein ganz beliebtes Kinderbuch für Abt Könighänzchen's Vater stirbt. Und er wird König und leitet jetzt ein Land. Im Radiotrater auf mit einer Sendung "Plaus mit einem alten Doktor", oder dann also mit Kindern geplaudert und das war dann so eine gute Nachtsendung. Ja, im Zweiten Weltkrieg, der begann ja damit, dass die Nationalsozialisten Pulen überfielen. Und da wurde dann das "Warschauer Ghetto" errichtet, völlig überfüllt, zehn Menschen pro Zimmer ungefähr. Es fehlt an allem wichtigen. Man muss sich so vorstellen, ein Brot kostet umgerechnet 500 Euro oder eine Wurst. Und ja, es gab viele Krankheiten, Menschen starben an den Krankheiten. Also die Hölle auf Erden. Und da in dieser Hölle beschlossen, Janus Kortschak und Stefania Wildchinska, dass sie alles gleich machen, wie bisher, alle Abläufe bleiben. Der Putzdienst, das aufstehen, die Schule. Eines änderte sich Kortschak gegen Tags über in der Stadt, im Her also im Ghetto. Und treb für die Kinder Kleidung und Essen auf. Und das tat er sehr aggressiv, für die Leute nichts geben wollten. Es gab da ja auch noch privilegierte Menschen. Dann konnte er richtig wütend werden und rumbrüllen. Und ging erst wieder, wenn er was in der Hand hatte, was er den Kindern geben konnte, auch wenn er den Menschen total auf die Nerven damit ging. Ja, und er verlor auch nicht sein Humor, als es eine Fliegenplage gab. Da schrieb er an die Toilette, Toilettengebühren. Ein kleines Geschäft kostet 5 Fliegen. Ein großes Geschäft zweiter Klasse mit ausgesägtem Sitz auf dem Kübelhocker kostet 10 Fliegen und ein großes Geschäft erster Klasse mit Sitz kostet 5 10 Fliegen. So haben die dann damals die Fliegenplage an den Griff gekriegt. Alle wissen, die Nationalsozialisten errichteten dann die Vernichtungslager. In der Nähe von Warscher war es das Lagertreblinker. Das wurde dann Straße für Straße aus dem Ghetto abtransportiert. Die Menschen wurden in morgens auf die Straße geschrien und alle wussten, wo es hingeht, nur nicht die Kinder. Die Kortschakheit in dieser Situation, die Kinder das erste Mal angelungen und gesagt, das wird euch nichts passieren. Stavarne und ich, wir sind ja da und wir machen jetzt einen schönen Ausflug und es wird einfach ein schöner Urlaub und alle haben sich dann die besten Sachen angezogen und sind hoge Mut, dann sind die Straße längs marschiert. Mit einer grünen Farne vorweg, die hatte er extra entworfen, so als Hoffnungsszeichen mit Kastani und Sternen, als Zeichen für die Frühling. Ja, als dann die jüdische Verwaltung mitbekamten, dass jetzt Dr. Kortschak unter den deportierten Wehrer, haben gleich der Deutschen Kommandantur bescheidt, gesagt. Also hier kommt jetzt der Weltberühmte-Autor und Kinderarzt Dr. Kortschak mit der Deportation an die Reihe wollte ihr das. Da hat der Deutsche Kommandant, der jetzt auch Könighänzchen für seine Kinder vorgelesen hatte und die des Buchs ihr liebten, gesagt, nee, der Dr. Kortschak, da muss nicht ins Vernichtungslager, aber die Kinder schon. An dieser Stelle hat Janusz Kortschak die zweite wichtige entscheidende Entscheidung in seinem Leben getroffen und hat gesagt, nee, er lässt seine Kinder nicht allein. Und ja, ihm wurde dann ja Postschum der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verlin und auf der Verleihung sagen jemand für ihn, ein Lied, ich weiß gar nicht welcher Sänger, das war ein Lied auf hybrisch und auf deutsch und die letzten beiden Strofen gehen so. Kortschak nahm er nah an die Seite, bot ihm Rettung, ihm allein. Doch er blieb bei seinen Kindern in der größten Todesnut, nahm das kleinste in die Arme, ging mit allen in den Tod. Leute, leides die Geschichte könnte heute sie geschehen, das der Kortschak mit den Kindern singend durch die Straßen geht.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Janusz Korczak wurde 1878 in eine wohlhabende Warschauer Familie geboren, erlebte nach dem Tod des Vaters Armut und engagierte sich zeitlebens für benachteiligte Kinder.
  2. Als Kinderarzt und Pädagoge leitete er ein Waisenhaus, das auf Gleichberechtigung, Selbstverwaltung durch Kinder (z.B. Parlament, Gericht) und gewaltfreie Erziehung basierte.
  3. Im Warschauer Ghetto behielt er trotz der schrecklichen Bedingungen die Strukturen bei und sorgte aggressiv für Nahrung und Kleidung für die Kinder.
  4. Er lehnte seine eigene Rettung vor der Deportation ab und begleitete seine Waisenkinder freiwillig in den Tod nach Treblinka, was ihn zu einer Symbolfigur der Menschlichkeit macht.

Summary:

Janusz Korczak, 1878 in Warschau geboren, widmete sein Leben nach einer privilegierten, aber als unglücklich empfundenen Kindheit und dem späteren Verlust des Familienvermögens der Fürsorge für benachteiligte Kinder. Als Kinderarzt behandelte er Arme kostenlos und wurde ein berühmter Autor. Seine pädagogische Lebensaufgabe fand er als Leiter eines Waisenhauses, das er nach revolutionären Grundsätzen führte: Kinder hatten gleiche Rechte, es gab ein Kinderparlament, ein Kameradschaftsgericht und striktes Verbot von Gewalt.

Ziel war die Selbstermächtigung der Kinder. Im Zweiten Weltkrieg setzte er diese Arbeit unter unmenschlichen Bedingungen im Warschauer Ghetto fort. Als die Deportationen in das Vernichtungslager Treblinka begannen, wurde ihm als berühmtem Mann die Rettung angeboten.

Korczak lehnte ab und begleitete seine etwa 200 Waisenkinder freiwillig in den Tod, ein Akt selbstloser Menschlichkeit, der ihn unvergessen macht.

FAQs

Janusz Korczak war ein polnischer Kinderarzt, Pädagoge und Autor, der für sein lebenslanges Engagement für die Rechte und das Wohlergehen von Kindern, insbesondere für Waisenkinder in Warschau, bekannt ist.

Korczak etablierte 12 Regeln, darunter: Jedes Kind hat das Recht, so zu sein, wie es ist; gleiche Rechte und Pflichten für alle; kein Erwachsener darf ein Kind schlagen; und Kinder sollen lernen, selbstständig zu wachsen.

Er führte ein Kinderparlament und ein Kameradschaftsgericht ein, die ausschließlich aus Kindern bestanden und über Regeln, Verstöße und sogar den Ausschluss aus dem Waisenhaus entscheiden konnten.

Die 'Kleine Rundschau' war eine Zeitung, die von den Kindern des Waisenhauses redigiert und gestaltet wurde, um sie miteinander zu verbinden und ihre Stimmen hörbar zu machen.

Er setzte die täglichen Abläufe im Waisenhaus fort, sammelte aggressiv Nahrung und Kleidung für die Kinder und bewahrte trotz der schrecklichen Bedingungen seinen Humor, etwa durch humorvolle Regeln zur Fliegenplage.

Obwohl ihm die Nationalsozialisten anboten, ihn zu verschonen, lehnte er ab und begleitete seine Kinder singend in den Tod, anstatt sie allein zu lassen.

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