In der neuen Staffel des theologischen Podcasts "Geistzeit" stellen sich die Moderatoren Thorsten und ein weiterer Theologe vor und kündigen eine Reihe zum Thema Bibel an. Sie beginnen mit der zentralen Frage, ob die Bibel Gotteswort ist. Dabei kritisieren sie zwei extreme zeitgenössische Positionen: Einerseits eine fundamentalistische Haltung, die die Bibel absolut setzt und oft politisch instrumentalisiert, andererseits eine aufgeklärte Verachtung, die sie als irrelevant abtut. Beide Sichtweisen werden als ahistorisch und undifferenziert zurückgewiesen.
Stattdessen plädieren die Moderatoren für einen sachkundigen, bildungsorientierten Zugang. Sie betonen den unschätzbaren Wert der Bibel als kultur- und geistesgeschichtliches Dokument, das die Entwicklung von Moral, Staatsformen und monotheistischem Denken über Jahrtausende hinweg dokumentiert. Die Bibel sei weder ein unfehlbares Handbuch noch obsolet, sondern eine "Wahrnehmungshilfe" (nach Adolf Schlatter), die zum kritischen Nachdenken über Gott, Mensch und Welt anleitet. Das Anliegen des Podcasts ist es, dieses komplexe Verständnis zu fördern und die Bibel in ihrer historischen Tiefe und menschlichen Relevanz zugänglich zu machen.
Geistzeit der Theologische Podcast für Geistreiche Gedanken. Und für eine Theologie, die nicht aus der Zeit gefallen ist. Rass lab. Geistzeit ist wieder zurück und wir begrüßen euch alle zu einer nicht nur neuen vollgesamen. Es wird eine ganz neue Staffel sein, für die wir euch heute hier begeistern wollen, auf die wir neugierig machen wollen. Und Thorsten, ich begrüße dich natürlich auch ganz herzlich. Wann war es eigentlich das letzte Mal, dass wir hier uns begegnet sind in diesem Studium? Ich kann mich kaum erinnern, es war weit vor Weihnachten im letzten Jahr keiner. Aber stillen wir da jetzt zu sein. Ja, wir tüchste Zeit. Hey, ich freue mich auf die Begegnung mit dir, weil noch mal im Nachtdinken auch über unsere Podcast ist mir einfach aufgefallen. Mir geht es oft so, dass ich denke, ich bin überhaupt nicht gut vorbereitet und wie soll das alles werden. Und zwar bei ihm der Begegnung mit dir miteinander kommt meistens irgendwas brauchbares und schönes raus. Und ja, es ist auch so toll, dass wir auch in diesem Jahr 20/26 wieder miteinander unterwegs sein werden. Und wir überlegen uns auch immer wieder, was können wir besser machen und wo es noch potenzial, was noch nicht gehoben worden ist. Deshalb haben wir uns auch ein Coaching mal gegönnt von professioneller Seite, sind beraten worden. Und da wurde uns eben gesagt, hey, es ist gut, wenn ihr nicht voraussetzt, dass euch die Leute immer kennen. Klar, wir haben regelmäßige Zuwörerschaft, hey, über euch freuen wir uns auch mega, dass ihr so an unserer Seite seid und mit uns mitgeht durch diese ganzen Themen. Aber wir müssen halt auch damit rechnen und das immer wieder neue Leute, irgendwie aus irgendwelchen Gründen in eine Folge reinschneien. Und ja, wenn du jetzt hier zum ersten Mal in einer Folge mit dabei bist bei Geistzeit und da wirst du gar keine Ahnung haben, was das für Leute sind. Deswegen tosten mit dieser neuen Staffel, mit diesem neuen DOS-J, was wir jetzt gleich hier ankündigen und aufwärmen werden, stellen wir uns ganz kurz nochmal selber vor und du fängst an. Ja, tosten, die ist, ich komme aus dem Rohgebiet, aus dem wunderschönem Gelsen-Gerchen, da bin ich groß geworden. Ich habe als Facher und Theologieprofessor lange gearbeitet, ich wurde nicht als solcher geboren. Ich war viele Jahre lang ateist, für mich war das Christentum eine Entdeckung. Vor allem die Bibel war für mich eine ganz große Entdeckung. Inzwischen arbeite ich in der Erwachsenenbildung für die Deutschschweizereformierten Kirchen. Meine Schwerpunkte so als Theologe sind ja etik und kehlige Zeitgeschichte sagt man, das heißt, wie können wir im christlichen Glauben Orientierung finden so, dass wir Gott und den Menschen gerecht werden? Ich halte alle Form von Theologie für falsch, wo man nur Gott oder nur den Menschen gerecht werden will. Den ohne Bibel wird die Theologie leer und ohne Verständnis ihrer Zeit bleibt sie blind. Also so mein Anliegen auch in diesem Podcast und den anderen Projekten. Ja, viele Leute, die uns so ein bisschen schon kennen, sagen, ihr seid euch ziemlich ähnlich. Das sind wir auch, weil bei mir es eigentlich auch, wenn es erhebliche Unterschiede gibt. Also ATS war ich zum Beispiel nie, aber auch ich habe Theologie studiert, habe als Dozent für systematische Theologie lange gearbeitet, aber auch Erfahrung als Pasteur in Sabrocken und in Wendkouver. Und ja, auch ich freue mich jetzt, hier an einer Stelle zu sein, wo ich das machen kann, was mich schon immer beschäftigt hat. Nämlich gute gediege, klugel, wissenschaftliche Theologie, die ernsthaft nachfragt. Aber das dann eben auch zugänglich machen, das vermitteln mit dem Leben, mit Menschen, die halt nicht die Zeit und auch nicht die Lust haben sich so intensiv mit Theologischen Themen zu beschäftigen. Und deshalb beschäftige ich mich auch heute ganz stark mit den Themen und mit den Themenbereichen in der Theologie. Jetzt auch an unser gemeinsamen Stelle hier bei Fokus Theologie in der Theologischen Erwachsenbildung. Das sind die Themen, wo ich den Eindruck habe, hier trifft Theologie wirklich voll aufs Leben. Hier stellen sich die ganz, ganz heißen Fragen. Was ist schon ganz gut angedeutet? Auch mir liegt an einer Theologie, die menschenfreundlich ist, an einer Theologie die Hoffnung stiftet. An einer Theologie, die Spielerrisch ist, an einer Theologie, die auch Spaß macht. Also ich find's auch so klasse, dass wir hier eine Menge Spaß miteinander haben. Und uns manchmal auch schlapplachen über die Koriosen und durch das auch absurden Dinge, die wir hier so verhackstücken. Also auch eine Theologie, die ist immer wieder so viel sanzig, nicht so mega, mega ernst nehmen muss. Aber eine Theologie, die eben so ja zeitgenossenschaft pflegt und die am Puls der Zeit versucht zu bleiben. Und ich hoffe, dass wir uns auch, ich rechnen damit, dass es auch in diesem Jahr einigermaßen gelingen wird. Ja und was wir heute starten wollen, ist eine neue Reihe. Wir haben ja immer so "Doss, Jesus" und nennen wir das. Und da hatten wir schon Themen wie Spiritualität und Gott und Jesus und allerlei. Ab jetzt die nächsten Monate wird's gehen um das Thema Bibel. Wir fangen heute an mit der Frage, ist die Bibel Gotteswort? So und wollen euch mit hineinnehmen, ja eine absolute zentralen Frage der Theologie schlechten. Denn wenn das nicht mehr für uns irgendwie klar ist, eine welche Bedeutung hat die Bibel und braucht man sie überhaupt und was hat sie mit Gott zu tun und was können wir da kichlich Theologisch sagen? Ja, dann wird es schwierig, daran hängt glaube ich, alles was Theologie ausmacht, was Kirche ausmacht. Vor allem im reformierten Bereich, so im protestantischen Bereich, es gibt andere Confessionsfamilien, das spielt die Bibel auch eine Rolle. Aber es geht auch vieles ohne oder vieles anders. Es gibt Kirchen, da gibt es das kirchliche Lehramt oder da gibt es die Tradition oder da gibt es E-Konen oder Kunst und so. Und die Bibel wird einfach ausgelegt durch die Tradition, durch das Lehramt und da kommt man schon irgendwie mit zurecht. Der Protestantismus ist gegründet aufgrund der Bibel und in Berufung auf der Bibel, das war von Anfang an der Punkt. So und wir beobachten heute Tage im Blick auf die Bibel eine ganz komische, spannungsvolle Weltslage. Auf der einen Seite sehen wir, dass es radikale, gläubige Gruppen gibt, die die Bibel hoch höher am höchsten halten. Wir sind Bibelgläubig. Wir glauben an die Bibel, wir sind Bible-Believing Christians, Bibelgläubige Gemeinden. Und da sind dieselben Gruppen, die inzwischen auch immer politischer werden, immer Menschen bedrohlicher vorkommen, Menschen Angst machen, weil ihre Art und Weise die Bibel hochzuhalten, nicht selten, auf Kosten von Menschen gibt. So sehr oft wird die Bibel zur Waffe, wird die Berufung auf Gottes Wort verwandt, wie so ein Mikrofon, wie so ein Lautsprecher, ein Lautsprecher, wo man im Grundeigene Meinung wuchtig und durchschlagen machen will, indem man sagt, das ist nicht meine Meinung, das ist Gottes Meinung. Also, das ist leider meine Beobachtung, dass die Berufung auf die Bibel, die Berufung auf heilige Schriften insgesamt, ist nicht nur ein christliches Phänomen, sondern Phänomen in allen Religionen, dass die sehr laute Berufung auf heilige absolut gesetzte Schriften oft problematische Folgen hat. So und dann beobacht ich auf der anderen Seite, Menschen, die sich für humanistisch aufgeklärt, modern, weise halten, eine Bibelignoranz, eine Bibelverächtlichkeit, die doch traurig ungebildet ist. Also wir sind gar nicht das Team, du darfst die Bibel nicht kritisieren, natürlich wird die Bibel auch kritisch gelesen, aber einfach mal wahrnehmen. Die Bibel ist eine Jahrtausende alte Textsamlung, eine Bibliothek. 66 Büchern bei den meisten, einer bei dem preisten Protestanten, mit anderen, gehe ich in Formilien sind es noch mehr. Bücher, die in über tausend Jahren entstanden sind, es ist ein solches Menschheitserber und Kulturerbe, schlechte in jeder Mensch mit kleines bisschen Anspruch darauf nicht völlig ungebildet sein, braucht ein bisschen Grundfissen Bibel. Du kannst dich nicht hinstellen und sagen, ich bin Klugerkopf, Bibel ist mir aber scheißegal, interessiert mich gar nicht. Das ist ein solcher Bildungsmangel, das halt eklatant. Und dass in manchen Kreisen, so die Idee entstanden ist, die Bibel ist ein religiöses Buch, keiner will sie, keiner braucht sie. Was drin steht, ist alles veraltet. Wir haben jetzt die Wissenschaft, wir brauchen das nicht. Das ist halt echt ein bisschen ahnungslos. Diese komische Achse, die wir da haben, von totaler Bibelüberhöhung und völliger Verachtung und Ignoranz. Das ist ein Bildungsproblem. Da weiß man gar nicht, was man an der Bibel hat. Da hat man Ideen über die Bibel und wenig Kenntnis, was die Texte hergehen. Wir haben echt ein bisschen den Anspruch zu sagen, jetzt ist hier einfach mal Zeit für ein bisschen Grundbibel. Was ist Bibel, was steht da drin? Was kann man damit machen? Was kann man nicht damit machen? Das ist so unsadenlin.
sagen, dass diese beiden Fronten, die du jetzt gezeichnet hast, dass sie sich an der Stelle treffen. Und ja, die einen sagen, die Bibel ist Gottes Wort und überholen das. Und die anderen gehen eigentlich von derselben Pramisse aus und verdammeln das Ganze deshalb. Weil sie merken, aber wenn du das sagst, dann wird sie total schwierig. Sie gehen dann diesen Weg nicht mit. Aber sie teilen in gewisser Weise den selben Referenzraum. So dass man da eigentlich schon mal, das werden wir auch heute machen, tiefer ansetzen müssen, sagen, ja, die Frage ist die Bibel Gottes Wort. Ja, okay, wir werden gleich versuchen auch aufzutösen. Aber mir kommt es oft zuvor, dass das eine eben nicht einfach nur das Gegenteil vom anderen ist, sondern es ist immer ja auch ein Reagieren auf das andere und oft immer reagieren in der Kritik an etwas, was man nicht mehr teilt, übernimmt man ja häufig wie unbewusst, immer noch so ganz bestimmte Voraussetzungen anstatt sich mal zu fragen. Ja, dann arbeiten wir doch mal an diesen, an diesen eigenartigen Voraussetzungen, wo alles miteinander in einen Topf geworfen wird, Bibel heiligeschrift und Gottes Wort und so weiter. So kommen mir das an dieser Stelle oft vor. Und das finde ich auch interessant, wenn das mal beiden Seiten bewusst wird, dass man irgendwie mehr, es kann ja nicht die Lösung sein. Genau. Und so unzufinnhaltig, auch bei dir immer wieder feststellen, die Lösung liegt doch eigentlich woanders. Und da dann wollen wir uns ein bisschen versuchen. Genau, genau und beide Positionen sind ja modern. Die eine Gruppe tut so, als wäre die Bibel ist Gottes Wort, der selbstverständliche Überzeugung der Christenheit seit 2000 Jahren. Nein, da stimmt gar nicht. Falls wir willkommen dann noch ausführlich anzusprechen, sind beide Positionen, die sich in der Neuzeit entwickeln, beide verlieren eigentlich den Kontakt zur Geschichte zur Überlieferung, verlieren eigentlich auch den Zugang zur ja geschichtlichen Ungangsweise mit der Bibel, die die Superfromeweise setzt die Bibel einfach absolut, nimmt sie raus aus dem geschichtlichen Strom und tut so, als wäre es ein ewiges, absolutes, immer gültiges Wort, was einfach Anweisung und Behauptung hat, die man glauben und befolgen muss, das ist kein seriöses, traditionelles Christentum. Und andere nehmen das zu ernst und lassen sich davon so beeindruckend, dass sie im Grunde in eine Religions- und Bibel-Aversion sich reinstürzen, die halt auch unsirriös ist. Man muss sofort dazu sagen, das sind die Lauten stimmen, laute stimmen und die Mehrheit der Bevölkerungs- eigentlich weiter, aber eigentlich sind die Weisen stimmen oft zu leise. Es gibt eine spannende Untersuchung zur Bibel, die man in Leipzig mal erhoben hat, große Untersuchungen. Wir werden es verlinken hier in den Show-Nodes, wo man einfach mal überhaupt gefragt hat, Bevölkerung, Einstellung zur Bibel, was ich witzig fand, ist, wie viele Menschen es einfach interessant finden, was in der Bibel steht. So bei freiglichlichen Leuten fast alle, okay, aber auch katholisch, protestantisch, wo man weiß, die aller meisten Großkirchen mit Geliedern lesen nur sehr selten in der Bibel. Aber über zwei Drittel finden auch die Bibel interessant. So und über 40 Prozent der Menschen, die keiner Religion angehören, der Konfessionslosen sagen, im Grunde ist die Bibel interessant. Ich finde da kann man mit arbeiten. Ich finde auch für uns als Kirche, ich glaube, wir unterschätzen manchmal, wie wichtig die Bibel bei vielen schon noch genommen wird, nicht bei den Lauten, nicht bei den Trendsetternen, aber da müsst man sich vielleicht mal von vermeintlichen Trends abkoppeln und ernst nehmen. Sehr viele Menschen finden die Bibel eigentlich noch wichtig. So und es gibt in dieser Untersuchung auch weitere Zahlen, wo sie einfach mal gefragt wird, ist die Bibel wortwörtlich zu verstehen, bei den viel intensiv Bibel lesenden knapp 30 Prozent. Mehr als zwei Drittel wissen, nee, nee, da ist das schon komplizierter. Noch interessant davon, die ich die Frage, es ist bereichend, wenn es unterschiedliche Bibelauslegungen gibt, fast 80 Prozent der intensiv Bibel lesenden stimmt dem zu. 67 Prozent der nicht lesenden wissen auch, Bibel wird unterschiedlich ausgelegt, das ist auch ernst zu nehmen. Es gibt eine Reihe von weiteren Zahlen. Wir können das öfter mal einspielen. Ich denke, es gibt bei vielen Menschen eigentlich in Wissen darum, dass Bibel lesen Bibelverstehende komplexe Sache ist. Dann gibt es aber auch diese Lauten stimmen. Wir wollen einfach mal die Leisen stimmen, bisschen lauter machen, dass differenzierte einfach mal ernst nehmen, wie komplex bestimmte Fragen sind, aber dass man im Grunde auch mit ein bisschen Grundwissen klarkommen kann und aus der Bibel viel mehr lernen könnte als es oft geschieht. Das ist so eins unserer wesentlichen Anliegen. Ich fette es noch mal interessant, kurz noch mal zusammen zu tragen. Die Bibel jetzt mal an sich völlig unabhängig davon, wie man ihre Funktion für den Glauben und auch ihre Funktion und ihre Autorität für die Theologie in Anschlag bringen. Die Bibel an sich ist interessant. Vielleicht wäre es aufschlussreich da, dass wir das spontan ein paar Beispiele sammeln. Also ich denke zum Beispiel, dass die Bibel in der Entstehung total interessant ist, wenn man das jetzt mal kulturell verfolgt. Also gehen wir mal in die Zeit, wo die evangelischen, die reformatorischen Kirchen entstanden sind. Das hat einfach ganz da, ganz viel damit zu tun, dass das nun auch die Zeit war, wo es möglich wurde, Worte, Schriften, nun in einer einzigartigen Weise in Buchform zu Drucken herzustellen und das Volk zu bringen. Also das finde ich interessant, dass die Entstehung der Bibel sehr wohl etwas zu tun hat, mit Bildung, mit Lesenlernen, mit eigenständiger Auseinandersetzung von Texten, mit einer Vielfalt deshalb auch wie verstehe ich Texte. Da ist nicht mehr irgendeine Institution, das Monopole oder die, sozusagen die sagende Stimme ist, wie man die Schriften die Texte der Bibel zu verstehen hat, sondern jetzt geschieht hier eine richtige Sache, eine echte Erneuerung, ein echter auch kultureller Schritt wird da gemacht. Nur schon deshalb wäre es total interessant, sich einfach mal mit der Bibel an sich auseinanderzusetzen. Jetzt völlig unabhängig davon, ob man sagt, "Ja, können wir eher lassen oder oder nein, die ist total wichtig für unseren Glauben und hängt sie eben entsprechend hoch oder runter." Was mir für dich noch so beispiele, wo du sagst, mit der Bibel schlicht mal als solches auseinanderzusetzen ist ergiebig und interessant. Also aus Geistzeitperspektive, wo unser Podcast, können wir hier natürlich verweisen auf das Buch eines unserer letzten Interviewpartner Karl von Schall. Ja, klar, genau. Der ist evolutionärer Antropologer an der Universität. Zürich einer der großen Experten seines fachsweglich als jemand der biologisch verhaltenswissenschaftlich gearbeitet hat. Er hat ein Buch verfasst, wo er die Bibel als Tagebuch der Menschheit beschreibt. Das können wir jedenmal empfehlen, weil er es superinteressant zeigt. Wir haben in der Bibel geronnen gesammelt, die Erfahrung der Menschheit in einem Jahrtausend. Und der Spannende in diesem Jahrtausend ist ja, du kannst in der Bibel nachverfolgen, wie Menschen, die früher quasi noch so entstemmen oder nomadenhaft teils noch gelebt haben, wie die Verstaatlichung erfahren, wie da König-Thum entsteht und welche enge Verbindung zwischen Religion und Politik besteht, zwischen Gottesglaube und Monarchie und Staatsformen. Man kann die Idee von Staatsformen in der Geschichte nicht begreifen ohne ihre religiösen Hintergründe, das gehört zusammen. So du kannst in der Bibel auch lesen, wie sich moralische Überzeugung entwickeln. Die Bibel hat nicht die eine Moral über tausend Jahre immer das selbe, sondern da entwickeln sich Dinge, da entstehen langsam Ideen, universaler Moral, die so etwas wie Menschheit erfinden, auch man kann noch nicht Menschenrechte sagen, dass das wer falsch, aber frühformen eines menschenrechtlichen Denkens wiederum im Kontext der Religion, ganz wesentliche Dinge, die für die Moralgeschichte der Menschheit wesentlich sind, entstehen in religiösen, frühformen und vorm, kann sich das auch bei Jürgen Habermass ausführlich erklären lassen, dass die Religionsgeschichte eine wesentliche Gestalt menschlicher Ratsionalität ist, wo Dinge erstmals formuliert werden, die man später auch in der Aufklärung und im Humanismussekular sagen wird, das hat aber immer eine religiöse Vorgeschichte. Du kannst in der Bibel verfolgen, wie man aus der, ja, wie sollen wir sagen, all religiösen Betrachtung der Natur oder der Vorstellung vieler, Götter, so eines göttelichen Hofstaats, hin kommt zu der Idee eines Schöpfergottes, eines einzigen Gottes und der Idee einer Menschheitsgeschichte, einer Menschheitsgeschichte, die Anfang und Ziel hat. Das gibt es nicht überall, das ist nicht standard, das hat mich jeder schon immer so gedacht bei den Jägern und Sammen. In der Bibel entsteht das. So allein das Buch von Karrel von Scheik ist so anregend, Das ist nicht das.
Du ohne die Bibel ganz wesentliche Dinge der menschlichen Kulturgeschichte nicht begreift. So und Bibel heißt immer auch zum großen Teil Heiligeschrift im Judentum, Heiligeschrift im Christentum, nicht derkungsgleich, aber viele Berührungspunkte, Heiligeschrift als Grundlage für das, was im Islam-Stift entsteht mit dem Koran. Koran setzt Bibel nicht nur voraus, sondern erkennt ausdrücklich an, ohne Bibel im Grunde auch kein Islam. Also wer unsere Zeit verstehen will, kann es nicht an der Bibel vorbei, nicht an der Religionsgeschichte vorbei, das wäre halt Töricht. Aber es ist genauso Töricht, so sagen deswegen les ich ja nur die Bibel. Das ist nicht Bibeltreue, das ist echt dumm, denn die Autoren der Bibel haben nicht nur Bibel gelesen. Sie waren mit ihrer Zeit verzahnt, sie haben sich beschäftigt, sie waren intellektuell an tausend Dingen interessiert, haben Impulse verarbeitet, Bibeltreuz zu sein, muss doch heißen, aus der Bibel zu lernen und sich nicht einfach engstehend nicht auf die Bibel zu fokussieren, das wäre halt auch sehr traurig. Ja, total selg, lasse vielen Dank, schöner, schöner Spontana-Ausflug in dieses Buch von Karra von Schei. Ich würde gerade daran erinnern, einer meiner großen Sätze, wo ich viel gelernt habe, stammt von dem Theologen Adolf Schlatter, so letzte Hälfte des 19. Erster Hälfte des 20. Jahrhunderts, so ganz grob, wir haben auch schon eine Folge über ihn gemacht. Von ihm habe ich eben den Satz, der das sehr schön zusammenfasst, was du jetzt zum Schluss angedeutet hast. Er hat mal gesagt, die Bibel ist kein Wahrnehmungsersatz, sondern er ist eine Wahrnehmungshilfe. Das heißt, wer sich mit der Bibel beschäftigt und die Bibel ernst nimmt, wird nie auf die Idee kommen und sagen, jetzt habe ich die Bibel mit der Bibel, habe ich einen privilegierten Zugang zu Wahrheiten, sondern der wird immer sagen und entdecken. Die Bibel weist eigentlich mich immer wieder über sich selbst hinaus, so dass ich mich gerade wenn ich die Bibel ernst bin, wenn ich die Bibel lese, fange ich an mich auch für ganz ganz viele andere Themen zu interessieren, die da irgendwie immer mitschwingen. Du bist schon mitten drin, in dem, was ich für mich formuliert habe als Ziel unserer Podcast sehr je zur Bibel Wertschätzung. Also wir haben Unterschätzung der Bibel, haben gesagt, für den Glauben, für die Kirche, für die Theologie wird das so nicht funktionieren. Wir haben Überschätzung der Bibel, haben wir auch schon angedeutet, sehen wir auch eher schwierig, eine echte Wertschätzung. Und diese Wertschätzung hat immer biograffische Gründe. Jeder von uns hat eine Geschichte mit der Bibel. Deshalb haben wir uns entschieden und erzählen in dieser Aufwärm und Tieserfolge zu unserer neuen Serie, unsere eigenen Bibelgeschichten. Ja, genau, wir erzählen öfter mal unsere Geschichten, manches mag manchen bekannt vorkommen, aber macht ja nichts. Wir setzen irgendwann noch mal neue Akzente. Meine Geschichte mit der Bibel, ja, die Bibel ist für mich absolut lebensverändern des Buchs, das kann ich überhaupt nicht anders sagen. Ich war in meiner Jugend fünf, sechs Jahre bewusst artiestisch, davor war ich irgendwie folgsgleichlich locker, leicht distanziert geprägt. Aber ab 15, und das war eine Zeit, wo ich intensiv zu lesen begonnen habe, bin ich sehr bewusst artiest geworden. Ich habe mit dem französischen Extensialismus angefangen, Sartre Kamü, ich habe das gesuchtet, wie will ich. Ich habe mit Thomas Mann und mit Güte und Tolz, Deu und Dostoyeski, unendlich glückliche faszinierende Stunden verlebt. Das war für mich eigentlich das wahre schöne wirkliche Leben, die die jetzt nicht realität, Schule und so, nein, war auch, war auch nicht alles falsch, war auch gut. Aber ich war ein leidenschaftlicher Leser und bin irgendwie auch geblieben. In dieser Zeit war für mich viele Weltanschauliche philosophische Fragen, haben mich umgetrieben. Für mich waren tatsächlich die Russen vor allem Dostoyeski, sondern Punkt, wo ich gemerkt habe, meine Güte so fantastische Literatur, so feinfühlig und tief schürfend im Blick auf das menschliche Leben. Warum finden die das Christentum relativ freund? Wie kann man denn so weise und hellsichtig und mitfühlen wie Dostoyeski sein? Und das Christentum nicht auch für Überholthalte. Das war tatsächlich ein Punkt, wo ich gedacht habe, ich muss das Christentum noch mal checken. Jetzt habe ich Hunderte von Büchern gelesen und bin ein bisschen eingebildet geworden und so, aber vielleicht ist was dran. Ich muss mal gucken und hab dann überlegt, hab sogar Studium angefangen, dann leeramt und hab mir Religion als drittes Fach gegönnt. Ich hab einen Tag stundenlang, so ist es gewesen und bin dabei zu einer Gotteserfahrung gelangt, weil ich gemerkt hab, die Bibel ist tausendmal spannender als ich je gedacht hab. Es sind fantastische Erzählungen, es sind lürische, profetische Texte, es sind Weißheitsreflexionen einringen mit den großen Fragen von Schuld und Schicksal, von Leid und Verzweiflung. Es sind Bücher, die heute würden wir sagen, Trauma-Bewältigung leisten. Es sind so schöne und so furchteregene Texte, das hat mich alles fasziniert und mehr als dies die Erfahrung, die Bibel ist das einzige Buch, mit dem du die Erfahrung machen kannst, es liest zurück. Bibel ist nicht nur ein Buch, was gelesen wird. Du kannst mit ihm die Erfahrung machen, selbst gelesen zu werden, angesprochen durch Leuchte zu werden. So ging es mir, es war so meine Erfahrung, das Buch wird lebendig, der Gott von dem diese Bibel handelt, ist eigentlich nur ein Figuhr eines Buches. Aber hat mich angesprochen, dass das Kempfer aus anderen Büchern nicht ist, dass Harry Potter ein noch einmal anquatscht oder so, da weiß man ja Figuhr. Gott ist auch eine Buchfigur, aber das ist ein richtig anspricht, das Jesus-Menschen anspricht und berührt hat. Das war meine Erfahrung, er ist der Entdeckung für ein Bibel als lebendiges Buch. Ich habe dann eine Wendung genommen, die kann man fundamentalistisch nennen. Ich habe in den nächsten zehn Jahren eine sehr biblizistische Theologie entwickelt, was man ein bisschen mein komisches Schicksal, das ich zum Glück gekommen bin am Anfang eines Theologiestudiums. Und zwar in der Zeit, als ich erst nur die Sprachen gelernt habe, nur griechisch. Als ich dann mit frischen neuen glauben, brennenden Herz, viel Leidenschaft für Jesus und Gott in Theologievorlesung kam, das ist irgendwie nicht gut gelungen. Das war irgendwie der Katastrophe, weil ich das Gefühl hatte, wir passen nicht zusammen. Ich habe tausend Fragen, ich habe brennendes Herz, ich habe ein solches existenzielles Interesse an Gott. Ich kam nicht klar mit so einem Wissenschaftsbetrieb, der sich für die Schichtungen historischer Quellen im Buch Heseekil interessiert hat, Ezeekil, wie man hier in der Schweiz sagt. Das war für mich völlig abstoßend. Ich wollte immer was wissen, irgendwas lebendiges, irgendwas religiöses, was glaubenswesiges, die haben mich zu Tode gematert mit ihrem kleinen Kleinen. Und immer, wenn man existenzielle Fragen gestellt hat, haben die einen angeguckt, als wenn man bekloppt irgendwie. Ich kann das inzwischen alles verstehen. Die haben ja zehnte lang Erfahrungen gehabt mit super religiösen Leuten. Also ich kann das milder sehen. Trotzdem sehe ich es auch ein bisschen kritisch, als ich schon auch denke, wenn Theologiestudium nicht mehr der Ort ist, wo existenzielle Fragen gut aufgefangen werden, ist ja auch doof. Also so habe ich es erlebt. Ich habe mich dann tatsächlich als Theologie-Student und später auch als jemand mit Theologieexamen grundsätzlich kritisch gestellt gegen liberale Theologie, universitäre Theologie, historisch kritisch Theologie. Das habe ich mir wirklich zu einem Feindbild ausgebaut. Für mich war ganz klar, Bibel ist Gotteswort. Die Bibel ist absolute Wahrheit. Wir müssen der Bibel treu sein. An der Universität nimmt man das nicht nur nicht ernst, sondern man zerstört geradezu. Den Bibelischen glauben, man zerstört den Offenbarungsgehalt der Bibel. Er setzt das durch moderne zeitgeistige Ideologien. Das war etwas, was mich viele Jahre lang intensiv beschäftigt hat, wo ich im Grunde gegen die moderne Theologie an geglaubt habe und eben auf die Bibel gepocht habe. Ich hatte dann das Glück, eine ganz schöne Entwicklung zu nehmen, indem ich im religiösen Feld ein bisschen weiter gewandert bin. Ich bin so Richtung in einen offenen Piertismus reingerutscht. Wir hatten einen Tab, einen Marburg, eine Ausbildungstätte, Taborde. Da habe ich später angefangen, da wurde ich dozent. Leute kennengelernt, die waren nicht so in diesem Schwarz-Weiß. Die kamen woanders her, Piertismus waren Glaubensleute, wo ich gemerkt habe, dass sie sind. Geschwister? Da kann ich sofort andokken, die glauben an Jesus, die leben, die Bibel ernst. Die waren aber nicht in dieser Front und Kampfstellung, da war nicht alles schwarz oder weiß, sondern da ging es darum die Bibel besser zu verstehen. Das war für mich eine lange sanfte Landung, da ja im Ernst.
nehmen all dieser Wissensfragen. Für mich ist die Bibel nicht kleiner, sondern immer größer geworden. Ich habe gemerkt mit meiner Phase, wo ich die Bibel als absolutes Wort Gottes verstehen wollte. Hab ich die Bibel eigentlich klein gemacht, weil ich irgendwie auch ein recht klein Gott hatte, ein recht engstehendigen Gott, wo alles immer schwarzweiß drin draußen richtig falsch gewesen ist, zu entdecken, dass die Bibel weiter ist. Weiser ist viel schichtiger. Dass es in der Bibel ganz, ganz unterschiedliche Stimmung und Strömung gibt, dass die Bibel ein Gesprächsraum ist. Und es ist nicht einfach diese oder jene Aussage, die Wahrheit, sondern im Gespräch in der Beziehung, in der Begegnung, öffnet sich ein Wahrheitsraum, wo wir in der Gottes und selbst Erkenntnis in der Welt erkenntnis voranschreiten, aber in Offenheit, so in Verbundenheit mit Gott, das wurden langer Weg. Da bin ich seit über 20 Jahren, würde ich grob sagen. Und das inspiriert mich bis heute. Das ist so ein bisschen meine Geschichte, die immer wieder mal einfließen will. Ich war es bei dir an dir auch ähnlich, aber ein bisschen anders. Also, ich hab noch mal festgestellt, dass ich lange, vielleicht ist sogar bis heute einängstlicher und auch immer wieder so ein vor unsicherter Typ bin. Und bei mir war es tatsächlich, dass die Bibel mir in erster Linie Robustheit gegeben hat, Stabilität, dass ich mich so meiner vergewissern konnte. In einem Kontext, wo diese Gegensätze, die du ja auch erlebt hast, sehr, sehr stark ausgebildet waren. Hier ist die Kirche, hier ist die Gemeinde daraus, ist die Welt, passt da auf. Der Glaube ist ganz, ganz wichtig. Die Bibel spielt da die absolut aller, allerwichtigste Rolle. Und bestimmte Formen von Theologie und bestimmte Umgänge auch mit der Bibel und so weiter. Das ist für dich schädlich. Da verlierst du deinen Glaube. Und aus dem heraus hab ich zunächst mal. Also auch wie wild Bibel gelesen. Und das waren die absoluten Highlights mit meinen Freunden. Intensiv jede Woche unter Begleitung von tollen Männern, die uns da aufgefangen haben, die uns ihre Freundschaft angeboten haben. Das war eine Frage der Ehre, dass man da jede Woche sich vorbereitet und sich intensiv einfach mit der Bibel beschäftigt. Und ich glaube, das hatte bei mir schon so die Funktion. dass ich irgendwie. dass ich ganz stark euer Entehrung und dabei erlebt hab, dass Unsicherheiten abgepuffert, abgefedert werden konnten. Also ich hab tatsächlich über viele Jahre jeden Morgen mehrere weniger regelmäßig die Bibel gelesen. Ich hab sie so gelesen als. als etwas. Das ist jetzt Gott, der hier zu mir spricht. Und ich hab sie oft auch so lange gelesen, bis ich den Eindruck hatte. Jetzt hab ich was von Gott gehört, was mir für diesen Tag so wie so eine Art Motto gibt oder in einer Entscheidung und jetzt weiß ich und ich entscheide mich für dies oder jenes oder dagegen. Oder. ja, ich würde heute sagen, gebraucht und teilweise auch Missbrauch zu Eigentierung und eigene Sicherheit zu haben. Und ich würde das jetzt auch gar nicht negativ einfach nur darstellen. Anscheinend hab ich das damals gebraucht, hat für mich gezündet. Und ich halte das auch für völlig legitim. Es ist aber auch völlig klar, dass es aber natürlich nicht bleiben konnte. Das hab ich erst später so entdeckt, das ist die Unterscheidung, die Buch, die die Bibel war für mich vielleicht in allererster Linie auch biografisch, erst mal so ein Erkenntnismittel. Du hast durch die Bibel, wenn du eben das so scharfstellst, sagst, da ist ein Gott. Und dieser Gott hat einen Geist Gottes und dieser Geist Gottes ins hat Männer und hauptsächlich Männer inspiriert, bestimmte Dinge aufzuschreiben. Und deshalb haben wir hier eine wie auch immer genauer inspirierte Bibel, die ist jetzt das Wort Gottes und da hast du ganz klipp und klar. Das ist Gott, das ist sein Wille und so sollst du heute leben. So. Und das ist letzten Endes. Ja, man hat durch das Lesen der Bibel ein metafüssischen Vorteil. Und den hab ich voll ausgereizt für mich. Und den hab ich aber dann teilweise auch missbraucht. Ich hab erst später entdeckt, dass die Bibel für mich in erster Linie ein Gnadenmittel, sondern man das in der Theologie ist. Und zwar ein Medium, ein Mittel durch das Gott sich zu mir in Kommunikation und in Beziehung setzt. Und ja, das hat ein bisschen lange gedauert, bis das ich gemerkt hab, es ist nicht mein Lesen, es ist nicht mein Auslegen der Bibel nach ganz bestimmten Vorgaben, was das Wichtigste und Relevante ist, sondern dass ich mein Leben, Leben, Lasse, Lesen, Lasse und Auslegen lasse. Dass die Bibel für mich so eine Hilfe ist, ich lese, verstehe mich und mein Leben einfach im Licht der Geschichten. Ich kann meine eigene Geschichte verstehen, auch lieb gewinnen, mit allem schönen, mit allem Bruchstückhaften und fragwürdigen. Aber die Bibel ist, dass Medium Gottes durch das er mir hilft, meine eigene Geschichte zu lesen, zu verstehen und teilweise sogar weiterzuschreiben, weiterzuspenden. Da werden mir Geschichten von Menschen miteinander und mit ihrem Gott erzählt, eine wildes, wildes Stories. Und in denen finde ich mich geheimnisvoll wieder. Die fangen an zu mir zu sprechen, so dass ich da also nicht nur trost und nicht nur Dankbarkeit und Selbstannahme für mein eigenes Leben und meine Geschichte finde, sondern auch Hoffnung und auch Trotz und auch ja, so Zukunftsperspektive für mein Leben. Und das hat dann auch die ganze Art, wie ich die Bibel Theologisch, ich sag jetzt mal, benutzt habe, also welche Funktionen sie für meine Vorlesung, für meine Theologie gehabt hat. Das hat sich dadurch eben auch geändert. Meine Theologie war auch stark. Ich würde vielleicht sagen schon, Bibliothek ist. Also, wenn ich irgendwie ein dogmatische Frage diskutiert hab, die meiste Zeit ging drauf, so was sagt die Bibel dazu. Und in dem Moment, wofür mein Publikum irgendwie das klar war, ja, das denken wir heute so und das steht in Übereinklang mit der Bibel, dann war eigentlich der Markt gehalten. Und da gab's natürlich dann vor ecklichen Jahren, bin ich an dem Punkt gekommen, hab gemerkt, wie uninterlegend und wie unbiblig ist das eigentlich. Was mache ich hier eigentlich? Ich hab einfach festgestellt, ich benutze die Bibel ständig um Recht zu haben, ständig um in Diskussionen die Oberhand zu gewinnen. Sie ist letzten Endes ein Machtmedium, nicht nur für mein persönliches Leben, um alles unter Kontrolle zu haben, sondern auch unbestimmte Diskurse unter Kontrolle zu haben. Ich hab letzten Endes gemerkt, ich vergewaltige die Bibel ständig, weil ich von ihr Dinge verlange, wo ich noch nicht mehr auf die Idee komme zu fragen, "Hey, ist das eigentlich eine Frage, die du diskutierst oder hast?" "Ne, das war klar, die Bibel hat, ist die Antwort auf alle Fragen." Und so und echt heftiger missbrauch. Letztlich, das muss ich auch sagen, die Bibel ist mir heute oft auch ein total fremdes Buch. Ertoss nicht, ich tue mich manchmal, ich leg sie manchmal weg. Also die Pseilm zum Beispiel, ich merk, sobald in Pseilen diese Krasse Gewalt kommt und sobald in Pseilm so das kommt, "Ja, ich bin auf der Seite Gottes und du hilfst mich jetzt gegen meine Feinde und so." Das fällt mir so ihres schwer, weil ich dann einfach nicht davon wegkomme, das denkt, "Ne, es gibt in der Bibel so viele Dinge über Gott, die will ich und die kann ich auch nicht glauben." Das soll meine Vorstellung und meine Beziehung zu Gott und vor allem auch zu den Menschen in keiner Weise bestimmen. Also die Bibel ist für mich echt ein bisschen fremd geworden. Sie ist bei weitem nicht mehr das einzige Kommunikationsmedium, was aber immer wieder geschieht bei mir ist, dass wenn ich spirituelle Erfahrungen mache, schwingt die Bibel immer irgendwie mit. Also ich glaube zum Beispiel, dass nur dadurch, dass ich die Bibelschätzen und Lieben gelernt habe, habe ich einen absolut offenen, positiven Zugang zur Natur gefunden. Und weiß sie zu schätzen, als eine Schöpfung Gottes, der ich trauen kann, in der ich mich bewegen kann und die mich erfreut. Und wenn Gott im Medium der Natur oder in Naturerfahrung mir begegnen und zu mir spricht, dann glaube ich, ist das immer auch etwas, wo die Bibel für mich mit schwingt, sie hat mir das eröffnet. Und heute bin ich an dem Punkt befreihungstheologischer Ansätze. Die geben mir heute eine ganz neue echte tiefe Begeisterung für die Bibel. Also als letztend in unserer Auseinandersetzung mit der Jahreslosung, die Jahreslosung,
Aus feministischer Perspektive zu lesen. Die Offenbarung des Johannes, die Apokalypse. Mal zu gucken, was sagt ein feministischer Bibelauslegung dazu? "Hee, da fliegen die Funden wieder." Ich wünsche mir eigentlich, dass das bei mir weitergeht. Dass ich die Bibel als Bibel noch einmal ganz neu interessant finde. Und neue Zugänge finde. Und dadurch auch, ja, sie irgendwie mir das Wunder geschenkt wird, dass sie sich ereignet und dass die Bibel mir zu einem Wort Gottes werden kann. Und ich bin dankbar, dass es da heute eben die Möglichkeit gibt. Und dass man sagt, mein Alter Zugang, der lange mal funktioniert hat, das ist heute nicht mehr mein Zugang. Aber die Bibel bewusst auch zu lesen und zu erleben als Medium von Befreiung, von allmöglichen Dingen. Da geht die Ferntal wieder ein bisschen weg. Da fühle ich mich zu Bibel wieder sehr, sehr stark hingezogen. Ich finde, ich sehr schön wieder das beschreibst. Auch die Behootsamkeit im Umgang mit verengten Perspektiven. Es würde ich ganz unterstreichen. Nicht fasen meines Lebens, die ich inzwischen kritisch sehe. Würde ich immer auch hinzusagen, aber ich habe da was auch bekommen, was ich gebraucht habe. Also auch ein verengter Zugang zur Bibel kann ein manchmal so etwas wie Geborgenheit und Halt und Sicherheit schenken. Offenbar braucht man es in bestimmten Zeiten. Aber es gibt auch mehr. Es gibt andere Zugänge und wenn sich eine solche Zugangsweise verabsolutiert und alle anderen diskreditiert, dann wird schlecht. Erfahrende wir beide auch machen, wir sind ja mit vielen, vielen Menschen im Gespräch, die ähnliche Wege haben, die merken, dass ein bestimmter Bibel umgang, der für sie mal tragfähig war, nicht mehr funktioniert. Ich kann sehr gut verstehen, wenn man die Bibel manchmal weglegen und manchmal sogar wegschmeißen will, weil es ein ständig triggered und man ständig merkt, dass ich will, will das nicht mehr ertragen. Und das ist einfach eine falsche Welt. Und ja, und ich glaube auch, man könnte mit der Möglichkeit rechnen, es gibt andere Perspektiven und andere Einblicke. Die Bibel ist viel zu großartig zum wegschmeißen. Manchmal liegt das Problem nicht in der Bibel, sondern in der Brille, die man aufgezwungen bekommen hat. In anderer Perspektive, und das kann für mindestens eine befreiungstheologische Quiere sein, kann man die Entdeckung machen, wie sehr die Bibel auf einmal wieder spricht und lebendig wird. Auch da wollen wir am Buch machen. Ja, das finde ich total stark. Eine Episode ist mir eben noch so in den Sinn gekommen, wo sich zum ersten Mal so gezeigt hat, dass ich bereit bin, dass noch mal ganz noch mal grundsätzlich anders zu denken. Ich sage es in einer Vorlesung sehr konservativer Dialoge. Es war mal eben so, die Autorität der Bibel wurde nach allen möglichen Regeln der Kunst so begründet. Und mindestens in dieser Vorlesung kamen wir dann irgendwie so dahin so "Ja, Wort Gottes". Wer ist denn eigentlich so "Wort Gottes"? Ja, das Wort Gottes in der Bibel, die so ausdruckt, fällt eigentlich für Jesus Christus. Er ist in einer einzigartigen Weise das Wort Gottes. Ich weiß noch, ich habe mich dann gemeldet und dann habe ich gesagt. Aber wenn das doch stimmt, dass wir in Jesus Christus so das Musterbeispiel haben, auch wie kommuniziert Gott mit uns Menschen. Und wenn das doch jetzt stimmt, dass Gott zu tiefst Mensch geworden ist und in die Niedrigkeit, in die Zwei-Deutigkeit, in die Uneindeutigkeiten und auch in den Missbrauch menschlicher Sprache hineingekommen ist, wenn das stimmt, dass er so wie Paulus sagt, in das sündige Fleisch kam, dann hat auch die Bibel auch was sündiges, habe ich damals gesagt, dann muss das doch mit der Bibel irgendwie genauso gegangen sein. Dann ist doch auch in der Bibel diese ganze Messiness und das Chaos und durchaus auch Vorstellungen vom Leben und von Menschen und von Gott, die einfach verkehrt sind. Und es alle wurden still und ich merkte jetzt habe ich was gesagt, ach, du liebe Zeig. Und das war damals für mich eigentlich so der Auftakt im dritten Semestermann des ersten Studiums, das ich gedacht habe. Nee, nee, all die Bibelschwierigkeiten, dies da gibt, die müssen ja überhaupt gar nicht die Autorität der Bibel anzweifeln. Vielleicht finde ich in einer geheimnisvollen Weise gerade dort, genauso wie ich in der Niedrigkeit und in der Messiness und in dem Erdverbundenen vor Beigesus finde ich, da liegt seine größte Autorität, das er wirklich so geworden ist, Mensch wie du und ich. Und das war so der Weg, der mir dann sehr geholfen hat. Wenn wir jetzt auch Namennen, Johann Georg Hamann, der Gedanke der Condescendenz Gottes, der sich herabneigenden Liebe Gottes, der unseres Sprache spricht und mit uns zu kommunizieren und dass man da überhaupt gar nicht das Reinhalten muss von irgendwelchen sogenannten Verschmutzung, sondern das, das genau eben, das ist, wo sich für uns Wahrheit und Leben erschließen. Und sind wir eigentlich auch, ich hab jetzt schon ein paar Probleme genannt, wir haben uns auch auf die Suche gemacht. Was sind denn so Probleme mit Bibelglauben auf, auf die man stoßen kann und die werden wir nicht alle bearbeiten können? Aber zum großen Teil wollen, werden wir uns an solchen Problemen, Herausforderungen, Ambiguitäten, Abarbeiten und die bearbeiten, die sich einfach demjenigen, derjenigen stellen und auffallen, wenn man die Bibel mal ließ. Genau. Und ich nenne jetzt schon da ein Zugang, den wir sehr hilfreich finden für Park-Run-Klerungen. Wir haben uns jetzt in der Vorbereitung noch einmal mit einem deutschen Theologen beschäftigt, der lange hier ins Zürich gelernt hat, Ingolf Dalfat. Ich denke, sein Buch wirksames Wort von 2018 ist für viele Fragen im Umgang mit der Bibel ein Standard, den man nicht mehr unterschreiten sollte. Das ist so hilfreich und klärend. Und zentrale These bei Dalfat ist die Gleichsetzung von Bibel und Wort Gottes ist ein schwerer Fehler. Ein schwerer Fehler der Theologiegeschichte, man muss so diesem schweren Fehler wissen, es kommt nicht aus der Bibel. Es ist überhaupt keine bibelische These, dass die Bibel als solche das eine Wort Gottes ist. Wort Gottes wird in der Bibel sehr unterschiedlich und vielfältig gebraucht für Gottes schöpferisches Wort, für das prophetische Wort der Sozialkritik, für Jesus Christus, das Wort Gottes in Person. Die Bibel, nein, kommt gar nicht vor, von heiligen Schriften ist in der Rede. Das ist eigentlich eine innerbibelische Ausdruck im neuen Übersalte-Destament, die heiligen Schriften. Das ist auch das, was sich in der Tradition durchsetzt, so ein bisschen zur Reformation, auch in der Reformation. Die Bibel gilt da nicht als das Wort Gottes, nicht bald Luther, nicht bald Zwingli, nicht bald Kalwin. So für sie ist das Wort Gottes, Jesus Christus, das Evangelium, die gute Botschaft Gottes anrede, in den nächsten protestantischen Generation. Da gibt's diese kutschlüssige Verbindung, die Bibel, die heilige Schrift Gotteswort in eins fallen zu lassen. Dallfahrtsthese ist, wir müssen das ganz grundsätzlich unterscheiden. So bei den Problemen können wir euch zeigen, was passiert, wenn man es nicht macht, wenn man einfach so tut, als wer die Bibel, das Wort Gottes und gemeint ist ja damit, wenn die Bibel Gotteswort ist, ist alles, was da drinsteht, war und klar. Man könnte sagen, es hat eine Wahrheit, Ebene, alles, was da drinsteht, es war, zweite Ebene, alles, was da erzählt wird, ist wirklich passiert. So und alles, was da geboten ist, ist absolut gut, ist ewige Ordnung. Wenn man das so kurz schlüssig zusammenfasst, es kommt tausend Probleme. Da können man jetzt viele Folgen machen, ich möchte ein einziges Beispiel bringen, wo ich fast lachen musste in der Bibel, wie einfach das Bibel zu widerlegen ist, dass die Bibel war. Es gibt ja Menschen, die sagen, die Bibel ist war und ist ohne Widersprüche. Einfach mal schauen, beim Abos will Paulus 1. Kurinterbrief, Kapitel 1, die Verse 14-17, für diese lustig und lärreich. Verse 14, sagt Paulus, ich danke Gott, dass ich niemanden unter euch getauft habe außer Christbus und Gaius. Damit niemand sagen kann, er wird auf meinen Namen getauft. Ja, ist doch schön. Also klare Aussage, die Wahrheit ist, Paulus hat Inkurin 2 Menschen getauft, er hat keinen getauft außer Christbus und Gaius. Das ist die Bibel, das ist Gotteswort, also es ist war. Und ich danke Gott, da ist das wahr. So, Verse 16, direkt der Verse danach, sagt er, ich habe aber auch Steffernus und sein Haus getauft. So mehrere Leute. Ist doch sehr witzig. Also klare Tee, ich habe zwei Leute getauft. Ah nee, Steffernus und seine Familie. paar Leute mehr habe ich getauft. So, was ist jetzt die Wahrheit? So, ne? Der Verse 14 ist offensichtlich nicht wahr. Es könnte man sagen, ja, aber der Verse 14 und 16 zusammen, die sind wahr. Das ist doch jetzt wirklich die weit für sie. 16 B-Heißes, sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemand getauft habe. Find Paulus wiederlegt in drei Fersen, dass die Bibel widerspruchslos, ihr tumslos und absolut war es. Und nichts daran ist schlimm. Nichts daran ist schlimm, überhaupt nicht. Im Gegenteil, wenn du das als ganz normaler Mensch liest, Christo den Eindruckt, den im Paulus es war, halt wichtig, der kann sich korrigieren? Fällt ja vielen schwer, vielen religiösen Leutern fällt es, Paulus korrigiert sich sofort. Papier war teuer, er kann das nicht löschen. Er sagt, ich hab nur zwei Leute getauft. Ah nee, ich hab ein paar Leute mehr getauft. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wie viel ich getauft habe. Allzu viele werden sich sein. Nichts daran ist schlimm. Das ist aber einfach nicht mehr wahr und ehrtumslos und widerspruchsfrei. Es ist halb wie du ein Brief schreibst. So und im nächsten Fers 17 sagt Paulus im Grunde aus sofort die Lösung. Es ist eigentlich auch wirklich egal, wie viele Leute ich getauft habe. Es geht um das Evangelium von Jesus Christlos. Ich finde diese vier Fäse sind die Lösung für ganz viele komplizierten Probleme. Für das, was in der Bibel wichtig ist, ist weder die Irrtungslosigkeit noch die Widerspruchslosigkeit der Bibel wichtig. Das sind einfach falschbehauptungen über die Bibel. Das kommt nicht aus der Bibel. Das kommt aus einem tiefen Sicherheitsbedürfnis. Eine ganz klare absolut verlässliche Lehrgrundlage zu haben. Hier sehen wir es in der Bibel, dass wir einfers mit der Bibel sofort erklären können. Das stimmt so gar nicht. Es gibt viele, viele Fälle. Da macht das die Archäologie. Da zeigt die Archäologie das bestimmte Texte. Einfach nicht den historischen Fakten entsprechen, weil es damals dann vielleicht gar nicht die Siedlung gab oder nicht so viele Leute oder so. Und da habe ich früher auch immer Wutgekriegt oder Schrecken oder Angst oder so. Aber wenn es daran hängt, dann ist Holland in Not. Irrtungslos und Widerspruchsfrei ist die Bibel beim besten Willen nicht. Das kann man sogar mit der Bibel beweisen. Und mit Archäologie und vergleich vieler Bibelbücher umso mehr. So ist die Bibel nicht wahr. Die Wahrheit der Bibel liegt auf einer anderen Ebene. Das ist eigentlich tausend mal spannender. Also komische Fragen wie viele Leute hat Paulus jetzt wirklich getauft. Ja. Und wir sparen uns das jetzt mit diese Widerspruchslichkeiten, diese Ungenauigkeiten, diese Fehlerhaftigkeiten, die man, wenn man die Bibel einfach mal so nimmt, wie sie uns gegeben ist. Wenn man das mal wirklich verfolgt, gibt es eine endlose Liste, eine endlose Liste von Dingen, die da innerbiblisch nicht, also schwierig sind. Ich finde zum Beispiel die Vermittlung, dass die Reise nach Ägypten überhaupt nicht ins Lukas-Efangilium passt. Lukas aber den Anspruch hat, er zählt exakt genau, wie es gewesen ist. Das finde ich noch mal eine andere Nummer als zu sagen, wie viele Leute hat Paulus getauft. Und wir wollen also gar nicht sprechen jetzt von höherfehlen bei der Überlieferung von grammatischen Federn, von schlechten, griechisch oder hast du nicht gesehen oder von irgendwelchen Zahlen, die nicht stimmen, von irgendwelchen. Was weiß ich, das kann sich alles steigern, zu wirklich großen Fragen, wo man sich jetzt sagt, ja, ist jetzt Jesus auf einem Esselzfüllen oder auf Zweihen oder was weiß ich. Das auch noch haben, es gibt wirklich schwer wie eine Spahn, wir uns komplett. Ich glaube, jeder weiß, was damit gemeint ist, die einfach wer die Bibel mal so nimmt, wie sie uns gegeben ist und sich die Mühe macht, der kommt an dieser Stelle in echte Probleme. Das Zweite ist wirklich, wirklich keins Probleme. Und da geht es noch mal um etwas anderes. Da geht es nämlich um die Frage, ist eigentlich geht es um das selbe. Aber es geht jetzt zugespitzt, wenn ich richtig verstehe, Torsten auf den historischen Wahrheitsgehalt. Ist das, was uns die Bibel berichtet? Tatsächlich so geschehen, sind das historische Ereignis. Es wird natürlich für uns Christen besonders virulent und besonders aufregend an der Stelle, wenn wir uns fragen, wer war dieser Jesus denn eigentlich? Sprechen wir vom historischen Jesus. Und die Skepsis, dass die Kirche ein Jesus Bild gezeichnet hat, was überhaupt nicht dem waren historischen Jesus entspricht. Dass da in den Verließen und Archäden des Watikern irgendwelche Unterlagen über Jesus unter Verschlüsse, als er aus so eine Verschwörungstheorie, ja, das sind in solchen Büchern, wie bei "Dan Brown" merkt man. Ja, das ist für viele Leute mittlerweile echt echten Problem, jetzt festgemacht an Jesus. Ist der Jesus, der uns in den Dokmen der Kirche verkündigt wird? Ist das wirklich der, der uns in der Bibel verkündigt wird? Und ist der Jesus, der uns in der Bibel von den Apostel und Evangelisten verkündigt wird oder beschrieben wird? Ist das wirklich der Jesus, wie er tatsächlich gelebt hat und hat er das wirklich genau so gesagt? Ist das wirklich der historische Jesus? Das ist also so die Problemstellung und auch dort. Ja, gibt es heiße Fragen? Gibt es so diskutieren? Du hast sofort die wichtigsten angesprochen, wenn man sich weltweit umschaut. Es gibt ja eine Ruhequote an religiösen Menschen, nicht nur im Christen, auch im Islam zum Beispiel, die ihre Heilige schrift so lesen, dass sie evolutionsleere moderne Geologie, Entstehung der Erde, Entstehung der Menschheit einfach ablehnen. Weil sie einfach sagen, Moment in der Bibel ist völlig klar, dass Gott eine vollkommene Wirtschaft und erst durch den Sündenfall des ersten Menschenpaares kommt das Böse und der Tod in die Welt. Also kann die Evolutionsleere nicht wahr sein. Als ich das zum ersten Mal gehört habe, dass das gläubige Menschen glauben, bin ich bald vom Stuhl gefallen, weil ich wusste es nicht. Ich komme es gar nicht vorstellen, dass das ernst genommen wird. Also da war ich frisch bekehrt und war auch erstmal völlig geschockt. Ich habe dann in meiner Hardcore-Phase gelernt, dass du respektieren, dass es für manche Ausdruck ihrer Bibeltreue ist. War aber auch in Kreisen, wo quasi alle das nicht mehr ernst genommen haben. Wo also eigentlich klar war, die Urgeschichte ist kein historischer Bericht. Dupter kann, allermeist mitklar. Aber irgendwo merkt man schon auch, also man käme jetzt nicht klar mit der Tese. Jeder einzelne Erzielung in der Bibel ist Fiktion. Es gab Jesus gar nicht. Auferstanden ist es rechtlich oder so. Irgendwann, irgendwo Richtung null, ist der christliche Glaube auch einfach schlichtweg. Weil das gehört zu allem, was man christlich nennen würde. Das Wort war Fleisch. Gott in der Geschichte. Und das ist ein bisschen schwierig, weil die Arbeit nimmt einem die Bibel ja nicht ab. Die Bibel Erzielungen haben nirgendwo enorm. Aber haben in der Regel keine Leseanweisung. Das ist historisch total akurat. Das ist so historisch im altorientalischem Stil. Und das ist eine Erzellung. Das wird einfach nur erzählt. Du weißt es nicht, du liest von Adam und Eva, du liest von Joseph und seinen Brüdern. Du liest von König David und von der Zerstörung des Jerusalems. Du weißt es nicht, in einer deutze Tage würden wir sagen, ja, tatsächlich Jerusalem wurde von den Babylonien zerstört. Hier ist viel Faktizität. Die Josephs Geschichte würden die meisten schon sagen, ist so ähnlich wie das, was Thomas Wandraus gemacht hat. Eine fantastische Geschichte. Aber historische und Adam und Eva müssen wir nicht mit anfangen. Muss man nichts zu sagen. Wo ist die Grenze? Wie kriegst du es raus? Das ist anspruchsvoll. Und ich glaube bis heute haben wir da vielleicht noch nicht genug Hand haben. Ich glaube, für viele Menschen ist so ein bisschen verwirrend. Auch die Evangelien und so, ich sehe bei vielen, das wird einfach verdrängt. Mit hat man einen Mann sehr leid, der war sehr biblträus, sehr sehr. Und er war, sagt er, er sei auch Naturistenschaftler. Seine Lösung war, er liest die ersten zehn Seiten der Bibel gar nicht mehr. Weil er sagt, das wird mein Glauben kaputt machen. Ich weiß, was ich denke. Und ich habe Angst vor dem, was da steht. Ich habe Angst vor dem, was da steht. Die haben ungeklärte Fragen und haben da so Angst vor, dass sie die irgendwie im Keller liegen lassen, sagt, da röre ich nicht dran. Aber ein bisschen traurig ist das schon. Also, ich glaube, man muss mit so Fragen auch umgehen können. Wir werden da extra folgen zu haben. Ja. Glauben Geschichte. Ja, klar ist ein ganz wichtiges Thema. Und für mich ist das auch etwas, wo ich mich immer noch in einer ganz bestimmten Spannung empfinde. Also, ich habe für beide Seiten, für beide Extremen, durchaus immer noch zum Partien. Weil das eine ist wirklich, dass ich sage, die Bibel als ein Mittel durch das Gott, durch das Gott sich mir zeigt, mit sich mehr offenbart. Und das hat natürlich ganz stark mit Jesus gruselst du zu tun. Und aber das eigentliche, das eigentliche geschieht auch zwischen Gott und mir nicht auf der Basis, dass ich eine Blu-Ray oder irgendeine Datei habe, wo ich exakt genau, er hat das Leben Jesus sehe. Also der historische Jesus ist doch niemals die Grundlage meines Glaubens heute. Sondern ich habe eine wie auch immer näher zu beschreibende Begegnung mit Gott. Das spielt die Bibel sehr wohl eine wichtige Rolle. Aber ob das jetzt wirklich alles eins zu eins so geschieht ist, das ist in der Tat nicht so ganz relevant. Und da kann ich Leute verstehen, die dann da abgehen und sagen, das räumen wir komplett weg. Wir brauchen nichts historisches. Das Faktum-Historikum brauchen wir.
Und da würde ich dann wieder sagen, also auch für mich ist doch irgendwie wichtig, ja, an was für ein Jesus Christus glaube ich denn jetzt. Das heißt also, dass historische hat nicht begründende Funktion, aber es hat doch so eine Art regulierende Funktion, dass ich nicht irgend was von Jesus glaube, so eine Art Jesus-Ideologie mir im heute zusammen wasl und die hat jede Tuchfühlung verloren, mit dem was mir durch die Tradition und auch durch die Bibel erzelt worden ist. Und in dieser Spannung finde ich mich auch in meinem Glauben an Jesus Christus bis auf den heutigen Tag. Ich freue mich jetzt schon auf Folgen, wo wir dem so ein bisschen nachgehen werden. Aber ich finde eben, wollen wir jetzt nicht weiter vertieben. Wir haben ja eben gesagt, für viele Menschen ist das so eine Angst, eine Unsicherheit und auch ich kenne das. Aber wenn das nicht genauso passiert ist, dann fällt mein ganzer Glaube zusammen. Und deshalb beschäftigt mich, man sich dann jahrelang eben immer wieder mit der Art von Theologie, die einem beweist, doch doch doch doch doch, die Bibel und alles, was wir außer Bibelisch an Wissenschaften und erkennen sind. Das passt schon sehr gut zusammen und die Bibel hat da doch recht und so. Und es empfinde ich wie ein Reflex, wo diese sicherheit suchende Eindeutigkeit suchende, aber letzten Endes, ja, ich finde es bedauern zu werden. Ich wünsche mir deine größere Freiheit, auch eine größere Angstfreiheit, zu der auch ich erst so langsam gefunden habe. Das letzte, was wir hier noch anführen wollen, sind moral, moralprobleme. Also wir haben den Bereich der Wahrheit, wir haben den Bereich der Geschichte, also der der Historicität, ist das wirklich so passiert. Aber wir entdecken halt auch, das ist eine riesen Spannung zwischen moralischen Überzeugungen, die wir heute haben und dem, was wir dann der Bibel finden. Oder zu finden meinen. Oder die Gehr. Ich kann mal eine lustige Geschichte erzählen, jetzt komplett anonym. Ich hatte neulichtige Gelegenheit mit einem Menschenzuzuhören, der sich viele, viele, viele Jahrzehnte beschäftigt hat mit Transidentität Transgeschlechtlichkeit. So ist einer der führenden Menschen, der überhaupt wesentliches auch mit entdeckt und entwickelt und beschrieben hat. Der erzählte dann, er war jetzt neulich sehr geschockt, er traf superfahreme Menschen, die ihm sagten, in der Bibel gibt es ein Fährst, der ganz klar festlegt, dass Trans nicht existiert, dass es gar nicht gibt. Und er meinte, dass es kann noch nicht sein, dass das Menschen sowas glaubt. Das haben wir doch jetzt Jahrzehnte lang angefangen zu verstehen. Wir lernen ja immer noch dazu und das ist so, ja, das Mitverfolg, die ganze Entwicklung. Wie können denn Leute sich hinstellen und sagen, in der Bibel gibt es ein Fährst, der damals schon klargestellt hat, dass existiert, gar nicht alles. Er war da irgendwie fassungslos und ich fand das irgendwie witzig, irgendwie auch rührend, irgendwie auch ärgertlich. Also diese Aroganz, das Dinge, die in Generationen erarbeitet werden, verstanden werden, wo man überhaupt erst mal Lern Dinge zu sehen und zu begreifen, dass dann die Neigung ist von manchen Leuten zu sein, die Bibel hat dann eine ganz klare Aussage zu getroffen. So und das ist glaube ich in vielen anderen Fällen auch, dass die Bibel immer natürlich für aktuelle Fragen in Anspruch genommen wird und dann werden Festlegung und Zuschreibung getroffen, dass die Bibel jedes moralische Problem möglichst schon geklärt hat. So, dann wird so getan, als hätte die Bibel über Abtreibung irgendwelche Paragrafen so sterbe Hilfe und all die ganzen Dinge und ständig immer so, der versucht, die Bibel ist da ganz klar und die Themen sind oft viele Jahrhundert oder Jahrtausende, überhaupt erst mal als Probleme, als Phänomen, bewusst geworden. Jeder kennt diese ganzen Dinge, da müssen wir mal extra drauf eingehen. Ich glaube, das ist auch eine Herausforderung, weil die Reformation ist da oft gar nicht so eine Hilfe. Für die Reformation stehen konkrete moralische Fragen einfach sehr, sehr am Rand. Es gibt einfach katholisch, evangelisch, irgendwie die Überzeugung, Gesetz der Bibel, Gesetz, was wir so haben, Ethik, Moral. Im Großen und ganzen gibt's da gar nicht die großen Dinge. Ganz zentral sind in der Reformation sogenannte Glaubensfragen, dogmatische Fragen. Grunde kann man recht wenig machen mit dem Schriftverständnis der Reformation für diese Fragen. Wie kommen wir da zum moralischen Urteil heute? Das ist in den letzten 250 Jahren, immer akuta geworden. Wir werden da schöne Folgen zu machen. Das ist auf jeden Fall nötig. Wir hatten mit Dalfat angefangen. Ich glaube, ein paar Punkte können wir da noch mal ein bisschen ausführen. Ja, müssen wir unbedingt. Als Basis ist das wirklich sehr gut. Ja, so auch als Abschluss hat mir auch, hat mir auch sehr geholfen, diese Unterscheidung zwischen Bibel und Schriften oder Heiligen Schriften und Wort Gottes. Also die Bibel, das ist erst mal eine Sammlung von historischen Texten. Und da gibt es eine Geschichte, wie diese Texte entstanden sind und vor allen Dingen dann auch, wie sie zusammengefügt worden sind und wie sie in einem langen Prozess dann eben auch als, ja, als das, was wir heute Kanon nennen, also diese, je nachdem, wie man den Kanon fast, ob man ihn enger oder weiterfasst, aber jetzt im evangelischen 66 Bücher insgesamt. Und das ist zunächst einmal das, wo Dalfat sagt, das bezeichnen wir als, als die Bibel. Ich finde es jetzt interessant, ja, so wort, ne? Ja, man geht mit dieser Bibel um. Man macht Gebrauch von dieser, von dieser Bibel und der Begriff den Dalfat verwendet für diesen Umgang, für diese Beschäftigung, für diesen Gebrauch mit der Bibel, das ist die Schriften oder Heilige Schriften. Und das finde ich jetzt interessant, weil er sagt, der Gebrauch, er gänzt das bitte, aber so, das fand ich toll wie er das deutlich macht, der Gebrauch richtet sich danach, welche Schriften helfen und am besten, das zu verstehen, was wir im Glauben erlebt haben. Und das, das lässt sich dann auch wunderbar zeigen in der ganzen Entstehungsgeschichte der Bibel, dass das immer wieder so die Frage gewesen ist, Menschen sind zum Glauben gekommen, Jesus Christus, Sie haben bestimmte Überzeugungen gewonnen, aufgrund der Erfahrungen, die Sie mit ihm gemacht haben. Und wenn man jetzt so die Schriften des neuen Testamentes anguckt, ja, jetzt wird das verschriftlich, das wird gesammelt. Und dann ist immer wieder so die Frage, was ist jetzt so? Und dann merken wir Diskussion, wo tatsächlich diskutiert wird, ist das jetzt aber hilfreich? Ist das hilfreich, um das, was da an Kommunikation, und an Erfahrung zwischen Gott und uns passiert ist, dass wir das verstehen, dass wir dem tiefer auf die Spur kommen oder ist das nicht hilfreich. Und da wurden dann zum Beispiel Entscheidungen getroffen, das mir gesagt, das sind jetzt, was weiß ich, Kindheitserfangilium des Thomas oder so, das finden wir nicht zuträglich, dass das widerspricht dem, was da eigentlich ist. Und so kommt das zustande, eben dieser Gebrauch, dieser Umgang mit den biblischen Texten. Das ist heilige Schrift für Dalfahrt. Ist das ungefähr hilf mir da? Ja, genau. Und wenn man es historisch noch mal einordnet, Dalfahrt steht in der Tradition Wort Gottes Theologie, ist von Jüngel geprägt, von Kalbath Martin Luther, also reformatorische Theologie und hier kann, und muss man auch sehr eindeutig sagen, in den biblischen Texten selbst in der Reformation, bei den Klasse kann im 20. Jh. Kallbath, ist Wort Gottes einfach nichts, was man mit der Bibl gleich setzt. In der Bibl ist es das nicht. Wort Gottes ist Ereignis, Wort Gottes ist Gottes, Schöpferisches Wort, es ist Gottes befreien, das Wort Jesus Christus wird, als Wort Gottes in Person bezeichnet. Es ist Ereignis, es ist Wirksamkeit. Vom Wort Gottes können wir reden, wenn Gott wirksam handelt an seinen Menschen geschöpfen, wenn er sich selbst vermittelt im Wort. So und es gibt Texte, die vom Wort Gottes zeugen. Und jetzt darf man das nicht so miswälstehen, dass bestimmte Texte in den Texten, in dem Wort Gottes gemeint sind, das ist immer so ein Frommes Missverständnis. Dalfahrt macht das lieb, höflich freundlich, am Beispiel von Gerhard Meier, der mich auch früher sehr geprägt hat, später Landesbeschaff von Würternberg, der im Grunde so darstellt, als würde die historisch kürtische Methode immer den Kanon im Kanon suchen. Das Wort in den Wörtern und das wird nicht funktionieren und so. Und Dalfahrt zeigt, nee, das ist einfach nicht der Fall, das ist nicht die Arbeit der modernen Biblwissenschaften. Und unterscheidet so, die modernen Biblwissenschaften, versuchen die Texte historisch zu verstehen, wie sie entstanden sind und was sie in ihrer Ursprungssituation bedeuten und schlägt vor. Lasst uns das Bibeln nennen. Es gibt Texte, die zum Kanon gehören biblische Texte.
und die historisch-kritische Forschung versucht sie historisch zu verstehen. In diesen Texten gibt's die Rede vom Evangelium von Wort Gottes. So und Kirche, Kirche ist nicht eine Gemeinschaft, wo man die Texte glaubt. Kirche ist eine Gemeinschaft, wo das lebendige Wort Gottes verkündet, bezeugt, geglaubt wird, das Wort von Christus und der Gebrauch, der biblischen Texte, im Dienstet der Verkündigung des Evangeliums. In diesem Gebrauch reden wir von den heiligen Schriften. Das heißt heilige Schrift und Bibel sind nicht identisch. Das eine sind die Texte in ihrer historischen Genese und in ihrer Erforschbarkeit. Das andere ist eine Rezeption, ein Gebrauch im Glauben aufglauben hin. So und insofern, wenn man die Frage stellt, ist die Bibel Gottes Wort? Die erste richtige Antwort wird tatsächlich nein. Die Gleichsetzung ist schlicht und einfach falsch. Man kann ein kleines Jahr anfügen, ein kleines Jahr. Wenn man es wirklich umfassen versteht, kalbard ging so in eine Richtung, das er sagte, das Wort Gottes begegnet uns im Mehrfacher gestalt. Als Wort als Jesus Christus, als biblische Text in der Verkündigung, da ist der auch zurück, halten, er übernimmt das nicht ganz und sagt, es ist ja nicht das selbe in dreifacher Gestalt, so wie du sagen kannst. Was hast du als Eis, als Dampf und als Getränk oder so? So ist es einfach nicht. Jesus ist ja nicht einfach eine andere Gestalt der Bibel. Es ist einfach nicht so. Also die dreifache Gestalt des Wortes Gottes ist auch eine Vereinfachung. Man könnte aber tatsächlich sagen, es besteht der Zusammenhang. Von dem Ereignis, von den Texten, von der Verkündigung, in dem Sinne ein kleines Jahr, aber die Gleichsetzung, die Identifikation, gerade der Bibel mit dem Wort Gottes, ist völlig falsch. Und auch bei Heiliger Schrift muss man immer sagen, Heilige Schrift ist nicht jedes Wort, jeder Satz, jede Tese, Evangelium. So die Heilige Schrift ist die Kategorie, wo wir im Grunde in der Verkündigung und im Zeugnis diese Texte hören auf Christus und das Evangelium hin. Das finde ich so weit ich auch die Rezeption beobachte habe in einem Weitem-Spektrum der Theologie konsensfähig. Das ist hilfreich und das wäre ganz schön, wenn sich das so ein bisschen mehr rumsträgt. Ja, für mich habe ich das noch mal versucht, ganz schlicht runterzubrechen und zu sagen, wie so beschäftige ich mich mit der Bibel, mit diesen Texten, mit der Komposition und der Zusammenstellung dieser Texte. Weil nachweisglich die Bibel eine gewisse Wahrscheinlichkeit mit sich bringt, dass mir in ihr der Gott begegnet und sich mir als Liebe offenbart und mit mir in Kommunikation dritt. Deswegen beschäftige ich mich damit. Wenn ich mich in dieser Weise mit dem, was zunächst einmal rein Texte sind, beschäftige, habe ich es mit Heiliger Schrift zu tun. Und das ganze Geschieht in der Gemeinschaft von Kirche und Theologie und das ganze Geschieht genau darauf hin, dass dieses Ereignis, was nicht verfügbar ist, das ist geschieht. Aber man kann nicht einfach sagen, das Geschieht immer. Schlagt die Bibel auf, dann liest du das Wort Gottes. Das stimmt zu nicht. Aber das ist auch Barz Meinung, das er sagt, die Bibel ist Gottes Wort. Ja, das stimmt, aber insofern Gott sie sein Wort sein lässt. Wart, versteht es auch dynamisch und sagt, in diesem Ereignis. Wenn dieses Ereignis sich einstellt, dass durch einen bestimmten Umgang, durch einen bestimmten Gebrauch, den wir schriftenden, mit den Texten der Bibel ein Ereignis, was wir dann Wort Gottes nennen, wo Gott zu uns spricht. Wenn das stattfindet, dann können wir sagen, die Bibel ist Gottes Wort. Und das finde ich für mich eigentlich ein ganz schönes Aufteilung, die aber zusammenhängen, die auch zeigt, da liegt das Grundvertrauen für mich auch in die Bibel in das, was schrift ist und auch in das Wort Gottes ist. Ja, ganz kleine Ausblick. Wir haben fantastische Zusagen bekommen von Menschen aus Syrich, aus Bernd, aus Basel, Exige- und Exige-Tinnen. Es wird grandios werden, nicht schwör. Und jetzt noch die Chance, uns Fragen mitzugeben. Vielleicht für die Interviews, vielleicht für einzelne Dinge, wir werden Themen machen, wie zerstört oder rettet die Bibelkritik den christlichen Glauben, ein bisschen Drama muss sein. Was wissen wir über die Welt des Neuentesterments? Wie kommt man von der Bibel zu Ethik, hüttischer, christlicher Zugang zu Bibel? Das alte Testament, wie gehen wir damit um? Was machen wir, wenn bestimmte Dinge nicht so ereignet sind wie die Bibel, das sagt? Also viele spannende Fragen und gerne noch mehr, schreibt uns, bringt uns hier auf gute Gedanken, wir werden darauf zurückkommen. Also wir hoffen, wir konnten euch anwärmen für diese Serie, die jetzt vor uns liegt, vor Tosten und mir und all unseren Gästen und Gästen. Und konnten euch jetzt anregen, dass ihr euch sagt, ja, habt ihr auch bestimmte Fragen und Erfahrungen. Also meldet uns, meldet euch in den Kommentarmöglichkeiten auf RefLab, auf Portagee, Spotify. Hast du nicht gesehen, wo überall. Oder auch einfach per E-Mail, Social Media und so. Und dann schauen wir, dass wir das mit hineinnehmen. Und wir haben noch Freiraum und werden dem entsprechend auch unsere Serie gestalten. Von der wir noch nicht so ganz genau wissen, wie wir sie nennen. Vielleicht nennen wir sie tatsächlich, ist die Bibel Gotteswort. Bist uns schon noch was einfallen. Für heute war es das von Geistzeit, Tosten, mal wieder ein interessantes Gespräch, wo ich zumindest persönlich warm geworden bin. Ich hoffe, du auch. Macht's gut, ihr Lieben. Ciao!
Podcast Summary
Key Points:
Vorstellung des Podcasts "Geistzeit" und der Moderatoren, die eine neue Staffel zum Thema Bibel starten.
Kritische Betrachtung zweier extremer Haltungen zur Bibel
Plädoyer für einen differenzierten, bildungsorientierten Umgang mit der Bibel als kulturhistorisch wertvollem Text.
Die Bibel als "Wahrnehmungshilfe" verstehen, die zum kritischen Denken anregt, anstatt sie als absolutes "Gotteswort" zu dogmatisieren.
Summary:
In der neuen Staffel des theologischen Podcasts "Geistzeit" stellen sich die Moderatoren Thorsten und ein weiterer Theologe vor und kündigen eine Reihe zum Thema Bibel an. Sie beginnen mit der zentralen Frage, ob die Bibel Gotteswort ist. Dabei kritisieren sie zwei extreme zeitgenössische Positionen: Einerseits eine fundamentalistische Haltung, die die Bibel absolut setzt und oft politisch instrumentalisiert, andererseits eine aufgeklärte Verachtung, die sie als irrelevant abtut. Beide Sichtweisen werden als ahistorisch und undifferenziert zurückgewiesen.
Stattdessen plädieren die Moderatoren für einen sachkundigen, bildungsorientierten Zugang. Sie betonen den unschätzbaren Wert der Bibel als kultur- und geistesgeschichtliches Dokument, das die Entwicklung von Moral, Staatsformen und monotheistischem Denken über Jahrtausende hinweg dokumentiert. Die Bibel sei weder ein unfehlbares Handbuch noch obsolet, sondern eine "Wahrnehmungshilfe" (nach Adolf Schlatter), die zum kritischen Nachdenken über Gott, Mensch und Welt anleitet. Das Anliegen des Podcasts ist es, dieses komplexe Verständnis zu fördern und die Bibel in ihrer historischen Tiefe und menschlichen Relevanz zugänglich zu machen.
FAQs
'Geistzeit' ist ein theologischer Podcast, der sich mit zeitgemäßen und geistreichen Gedanken beschäftigt. Er möchte Theologie zugänglich machen und eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Theologie und dem Alltag schlagen.
Die Moderatoren sind Thorsten und ein weiterer Theologe. Thorsten arbeitet in der Erwachsenenbildung mit Schwerpunkt Ethik und Kirchengeschichte, während der andere Moderator Erfahrung als Pastor und Dozent für systematische Theologie hat.
Die neue Staffel beschäftigt sich mit der Bibel. Den Auftakt bildet die Frage 'Ist die Bibel Gotteswort?', um grundlegende theologische und gesellschaftliche Debatten zu diesem Thema zu beleuchten.
Einerseits gibt es radikale Gruppen, die die Bibel wortwörtlich und absolut als Gotteswort ansehen und sie oft politisch instrumentalisieren. Andererseits existiert eine Haltung der Bibelignoranz oder -verachtung, die die Bibel als veraltet und irrelevant abtut.
Die Bibel ist ein einzigartiges kulturelles und historisches Dokument, das die Entwicklung von Moral, Staatswesen, Religion und menschlichem Denken über Jahrtausende widerspiegelt. Sie ist entscheidend, um die abendländische Kultur- und Geistesgeschichte zu verstehen.
Eine bibeltreue Haltung bedeutet nicht, die Bibel absolut zu setzen oder sich nur auf sie zu fokussieren. Stattdessen soll die Bibel als 'Wahrnehmungshilfe' dienen, die zum kritischen Denken anregt und im Dialog mit anderen Wissensquellen steht.
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