Islands 4-Tage-Woche - Zufriedene Staatsdiener und eine kritische Privatwirtschaft
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36-Stunden-Woche bei vollem Lohn: Das verankerte Islands Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst 2021. Die erhofften Effizienzsteigerungen seien ausgeblieben, beklagt die Privatwirtschaft. Ein Diskussionsthema, so wie das Referendum zum EU-Beitritt. Jessica Sturmberg, Andre Zantow www.deutschlandfunkkultur.de, Weltzeit
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3251 Words, 22449 Characters
In 2015, "The City of Reykjavik" started offering 36-35-Hours-weeks.
Island's Hauptstadt Reykjavik hat 2015 angefangen,
dass ihre Angestellten nur noch 35-36 Stunden arbeiten.
Erzählt ihr die US-Ökonomien und Soziologin Juliet Shaw in einem Tattock.
Die Ergebnisse für die Angestellten
seien bemerkenswert gewesen, weniger Stress, höhere Arbeitszufriedenheit
und mehr Energie, Produktivität und Servicequalität
seien gleich oder besser gefahren.
Und das, was die US-Ökonomien hier bilanziert,
hat die isländische Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst
dann richtig implementiert, ab 2021,
im Tarifvertrag, kürzere Wochenarbeitszeit
bei vollem Lohn ausgleich.
Und jetzt, fünf Jahre später,
nutzen die meisten Staatsangestellten
eine vier oder vier-einhalb Tagewoche,
was sich auch auf die Privatwirtschaft auswirkt.
Deutschlandfunk, Kultur, Weltzeit.
Ich bin André Santo, hallo.
Island's vier Tagewoche schaut sich für uns Jessica Sturmberg an.
Sie ist gerade auf der Insel,
auch weil dort in diesem Monat
noch ein anderes wichtiges Thema verhandelt wird, Jessica, welches?
Ja, genau.
Es wird am Ende des Monats eine Abstimmung, ein Referendum darüber geben,
ob die Beitrittsverhandlungen mit der EU wieder aufgenommen werden.
Und das ist tatsächlich ein sehr wichtiges Thema,
was sehr kontrovers diskutiert wird
und überall im Land auch spürbar ist.
Wir sprechen später weiter über dieses EU-Referendum.
Wollen aber erst mal jetzt von dir hören, Jessica,
wie die Erfahrungen in Island sind
nach fünf Jahren mit der verkürzten Wochenarbeitszeit.
[Musik]
Direke Wig-Pride, eine bunte Parade der LGBTQ-Community
zieht zum großen Innenstadtpark Jomskouler Gatherin.
An die 100.000 Menschen feiern auf den Straßen
es ist ein Familienfest am zweiten Augustwochenende.
[Musik]
Und ein Großeinsatz für die Angestellten der Hauptstadt.
Rund 9000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat Räke Wig.
Seit die vierinhalb Tage Woche eingeführt wurde,
ist die Personalplanung manchmal zu einem Spagat geworden.
[Musik]
Für die Beschäftigten ein Glücksfall.
Stefan, Eri Körst, Stefan Sorn,
kümmert sich um die Instandhaltung von Schulen und Kitas
und profitiert davon.
[Musik]
Ich bin sehr zufrieden damit.
Ich finde das sehr praktisch,
weil ich die Zeit dann tatsächlich für etwas anderes nutzen kann.
Das ist natürlich ein gewisses Privileg.
Ja, ein bisschen mehr Freizeit zu haben.
[Musik]
Auch Anna Maria Elia Stottier genießt die kürzere Arbeitszeit.
Die Büroleiterin beim Umweltplanungsamt der Stadt Habner Führde
hatte früher eine 40 Stunden Woche.
Jetzt mit dem neuen Recht auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich
endet der Freitag für sie früher.
[Musik]
Ich finde das funktioniert gut.
Man hat mehr Freizeit und achtet vielleicht bewusste aus seiner Arbeitszeiten.
Zum Beispiel habe ich heute freier Abend.
Mein Arbeitstag endet um eins.
Dann gehe ich einfach schon in die Wochenendpause
und genieße ein schönes, langes Wochenende.
[Musik]
Anna Steinbrenner, eine Deutsche, lebt seit 18 Jahren in Island,
arbeitet ebenfalls bei der Stadt Habner Führde im Umweltplanungsamt.
Sie nutzt das oft, um ihre Arbeitswoche gleich auf vier Tage zu reduzieren.
Es ist sehr beliebt, den Freitag ganz frei zu machen
und wenn man jetzt neun Stunden wirklich jeden Tag arbeitet,
die anderen vier Tage in der Woche,
dann kriegt man dann so einen freien Freitag.
Und das ist natürlich immer beliebt,
wenn so ein längeres Wochenende ansteht, viele Leute haben Sommerhäuser.
Und das ist natürlich schön, wenn man sich den ganzen Freitag nehmen kann.
Und sobald die Kinder halt auch frei haben und man zusammen fahren kann,
oder dann eben nach dem Mittag.
Jeden zweiten Freitagfrei oder Freitags schon ab 1 Uhr ins Wochenende,
wie die 36-Stunden-Woche ausgestaltet wird,
hängt vom jeweiligen Arbeitsplatz den eigenen Präferenzen und der Organisation ab.
So oder so ist es für die städtischen Beschäftigten etwas,
dass sie nicht mehr müssen möchten.
Auch so Fitnessstudio oder ein Schwimmbad gehen.
Und das einfach genießen, dass das Schwimmbad dann auch leer ist.
Oder man geht mal was einkaufen, was erledigen.
Und dann sind auch nicht so viele Leute, die dann im Supermarkt sind oder beim Reifen wechseln.
Begunnen hat die Islandische vier-in-halb-Tage-Woche 2015
mit einem Pilotversuch in der öffentlichen Verwaltung der Stadträg herweg.
Die Ergebnisse waren positiv,
worauf in die Gewerkschaft für die staatlichen und kommunalen Beschäftigten
BSRB das Recht auf die 36-Stunden-Woche ab 2021
in den Tarifverträgen ausverhandelte, bei vollem Lohn ausgleich.
Im öffentlichen Sektor arbeiten in Island rund 30 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
ca. 70.000 Menschen, von denen die meisten die vier-in-halb-Tage-Woche nutzen.
Hat sich dadurch ihr Output verringert?
Die Gewerkschaft der staatlichen und kommunalen Bediensteten sagt Nein.
Dagnier Ahradotier ist Juristin bei der Gewerkschaft und hat die Tarifverhandlungen
zur verkürzten Arbeitswoche 2019 und 2020 mitgeführt.
Sie weist auf einen wichtigen Teil der Verhandlungen hin.
Ein wesentlicher Bestandteil der Umsetzung war,
dass am Arbeitsplatz darüber gesprochen wird,
wie man besser und effizienter arbeiten kann.
Und natürlich war den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern voll und ganz bewusst,
dass es auch in ihrer Verantwortung liegt, sich daran zu beteiligen
und sich gewissermaßen dafür einzusetzen,
die gleichen Ergebnisse in kürzere Zeit zu erreichen.
Kürzere und konzentrierter geführte Besprechungen, online Meetings, kürzere Pausen,
so sollten die Stunden zusammenkommen, die eingespart werden.
Und alle sollen mit daran wirken, dass das gleiche pensum in kürzerer Zeit geschafft wird.
Es kommt also auch auf einen selbst an, sich besser zu organisieren.
Nach fünf Jahren Praxis sagt Gewerkschafterin Dagnier Ahradotier.
Es hat sich keineswegs gezeigt,
dass dadurch die Arbeitsleistung der Mitarbeiter insgesamt gesungen wäre oder ähnliches.
Gelingt es, immer effizienter zu sein
und die gleiche Wochenleistung mit weniger Stunden zu schaffen,
Landschaftsarchitektin Anne Steinbrenner im Umwettplanungsamt der Stadt Herbner-Führde meint?
Ja und nein, also dadurch, dass man ja auch mehr Freizeit hat,
ist man auch ein bisschen erholter und man versucht das auch.
Man ist sich dem bewusst, ich muss das irgendwie in dieser Zeit unterbringen
und das muss dann halt alles ein bisschen knackiger laufen.
Bei den Besprechungen klappe das ganz gut.
Was hingegen wohl etwas so ambitioniert erscheint,
ist die Abschaffung der Kaffeepause und die verkürzte Mittagspause.
Ich weiß gar nicht, wie lang die jetzt genau sein darf,
aber es ist einfach nur so gedacht, dass man gerade so essen kann.
Und in Wirklichkeit ist es trotzdem so,
dass die Leute sich in Kaffee irgendwie nehmen
und man ein bisschen mal auf dem Gang erzählt.
Also man kann diesen menschlichen Faktor einfach nicht rausnehmen.
Und das ist ja auch alles notwendig.
Ich meine, dass wir eine Grunde der Klebstoff eigentlich zusammenarbeiten,
dass das halt alles gut und locker funktioniert auch.
Man muss sich einfach auch mal austauschen.
Und das bleibt natürlich dann auch nicht aus.
Eine der vielen Baustellen in der Innenstadt von Reykjavik.
Eine Straße ist aufgerissen.
Es werden neue Leitungen verlegt.
Anschließend soll der Bereich Verkehrsberuhigt werden.
Es ist Teil eines neuen Innenstadtkonzepts rund um den Verkehrsknotenpunkt Klemme.
Einst war es einen heruntergekommener Busbahnhof.
Jetzt ist dort ein Mittel- bis höherpreisiger Gastonomiebereich entstanden.
Die Arbeiter, die von morgens bis in den frühen Abend
an der Straßenanneuerung arbeiten, sind keine städtischen Angestellten.
Sie arbeiten für Subunternehmen und für Sie gilt die 36-Stunden-Woche
aus den öffentlichen Sektor nicht.
Im privaten Bereich wird zwar inzwischen auch etwas weniger gearbeitet.
Aber es sind in der Regeln immer noch 39 bis 40 Stunden in der Woche.
Trotzdem ist die Verkürzung der Arbeitszeit im öffentlichen Sektor
für alle Arbeitgeber spürbar, sagt Ola Wuss, der Fensen.
Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands, Art. Nurekendür.
Das große Problem dabei ist natürlich,
dass der öffentliche Sektor, der Staat und die Kommunen,
dem privaten Sektor den Rang abgelaufen hat.
Durch die kürzere Arbeitswoche ist es viel attraktiver geworden,
im öffentlichen Dienst zu arbeiten.
Für privater Unternehmen ist es entgegenschwierig,
mit der Regierung und dem Kommunen,
um besonders gut ausgebildete und qualifizierte Beschäftigte zu konkurrieren.
Die Löhne liegen nicht soweit auseinander.
Rentenansprüche sind ähnlich.
Die Arbeitszeiten im privaten Sektor sind zwar nicht mehr so lang wie in früheren Zeiten.
Aber die jüngere Generation achtet inzwischen viel mehr Aufwirkleife Balance
und da ist eine kürzere Arbeitswoche für viele anschlagkräftiges Argument.
Grundsätzlich findet Ola Wuss, der Fensen, die Entwicklung schon richtig,
dass dieser Aspekt mehr in den Vordergrund gerückt ist,
erfügt jedoch ein Arbeiter hinzu.
Ich halte es für sehr positiv, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben anzustreben.
Die Isländer haben früher viel zu viel gearbeitet.
Als sich jung war, waren 60 bis 100 Überstunden im Monat noch normal, das hat sich starke
ändert.
Aber wir müssen natürlich irgendwo eine Grenze ziehen.
Und die sieht der Arbeitgeberverband mit der 36 Stunden Woche im öffentlichen Dienst überschritten.
Olawurst-Defenzen spricht sogar von einem Skandal, der nie richtig aufgearbeitet worden sei,
als die Verkürzung der Arbeitswoche 2021 eingeführt wurde.
Wer sind der Ansicht, dass die Erfahrungen mit dieser Regelung nicht positiv sind, dass sie
unter der Prämisse getroffen wurde, dass die Verkürzung der Arbeitsluche mit Verbesserungen
in der Arbeitsorganisation und einer höheren Produktivität einhergehen würde?
Und es sollte nicht so eine Einschränkung der öffentlichen Dienstleistungen führen.
Eine Studie der Beratungsgesellschaft KPMG im Auftrag des isländischen Finanz- und Wirtschaftsministeriums
kam 2022 zu dem Ergebnis, dass nach dem Tarifabschluss sofort 77% der Beschäftigten im öffentlichen
Sektor ihre Arbeitszeit reduzierten.
Sie hätten aus dem Tarifvertrag einen Anspruch auf reduzierte Arbeitszeit abgeleitet.
Und dabei sei der Aspekt der Neustrukturierung und Reformen von Arbeitsabläufen,
die das hätten begleiten sollen, vielfach untergegangen.
Herausgekommen sei weniger Service.
Wer an einem Freitag nachmittag, nach 14 Uhr 30 bei der Stadt Räkeweg anruft,
erfährt vom Anruf beantwortet, dass offiziell keiner mehr erreicht beist.
Zum Teil wurden Öffnungszeiten von Kitas reduziert oder Gebühren für längere Betreuungen
eingeführt, zum Nachteil der Eltern, die länger arbeiten müssen.
Im Bereich der Schichtarbeit bei Polizei, Krankenhäusern oder Seniorenheimen mussten wiederum
mehr Menschen eingestellt werden.
So sei der öffentliche Sektor stärker gewachsen als der private Sektor, erläutert
oder Wurstdefensen der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes und Schlussfolger.
Da der private Sektor den öffentlichen Dienst finanziere, sei hier eine Schräglage entstanden.
Der Nationalpark Thingwitlia, ein nationalheiligtum in Island
und inzwischen UNESCO-Weltkulturerbe.
Park Ranger Öwen-Otnoson erklärt den vielen Touristinnen und Touristen, um ihn herum
die Bedeutung des Ortes.
Staatsgäste wie Angela Merkel und Ursula von der Leyen waren auch schon hier.
Mehr als zwei Millionen Besucherinnen und Besucher kommen jedes Jahr auf die Insel.
Neben der Fischungsindustrie und dem Energiesektor ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftsbereich.
Hier sind viele Freiberufler tätig, abseits der Zeiterfassung.
In der Saison lässt sich viel verdienen.
Aber nicht nur sie, auch die Polizei, Krankenhäuser und andere Einsatzkräfte haben
durch die vielen Gäste im Land deutlich mehr Arbeit.
Die Mehrzahl an Menschen sorgt auch für eine größere Belastung des Gesundheitssystems.
Daher brauche es Anreize, damit sich künftig genug Nachwuchs findet, sagt Gewerkschafterin
Dagnier-Radortier.
Zum Beispiel eine vierinhalb Tagewoche. Das helfen dann auch dabei.
Mehr Leute für die Schicht dabei zu gewinnen.
Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass jemand Krankheitsbedingte ausfällt
oder aufgibt und kündigt, was bisher ebenfalls häufig vorkam.
Wir glauben daher, dass dies langfristig dazu beitragen wird,
mehr Menschen für diese Berufe zu gewinnen.
Für die Gewerkschaften ist es ein erfolgreiches Projekt.
Der Arbeitgeberverband sieht darin einen weitgehend einseitigen Vorteil für die Arbeitnehmerseite,
weil die versprochenen Reformen und Neustrukturierungen der Arbeitsabläufe ausgeblieben,
die Betriebskosten per man entgestiegen sein.
Aus Wirtschaftswissenschaftlicher Sicht bleibt die Frage,
wie viel Arbeitszeit ist die richtige für eine Volkswirtschaft?
Wie viel wird der technologische Fortschritt,
zum Beispiel durch künstliche Intelligenz dazu beitragen,
dass mit weniger Arbeitsinsatz gleiche oder sogar mehr Produktivität herauskommt?
Eine umfassende Auswertung der isländischen Fähren halb Tagewoche gibt es bisher nicht.
Die Einführung fiel 2021 zusammen mit der Corona-Pandemie.
Die Wirtschaft ist in den Jahren danach zunächst stark gewachsen.
Im vergangenen Jahr lag das Wachstum noch bei 1,3%.
Daraus lässt sich nicht schließen, welchen Effekt die Reduzierung der welchenlichen Arbeitszeit hat,
sagt Wirtschaftsprofessor Porto Vormatiersson.
Über die Produktivität im öffentlichen Sektor wissen wir nicht sehr viel,
aber wir sehen, dass sie im privaten Sektor in unterschiedliche Maße gestiegen ist.
Besonders stark gestiegen ist die Produktivität etwa im Gastgewerbe,
was auf den Touristenbum zurückzuführen ist.
Ob die Reduzierung der welchenlichen Arbeitszeit ein Gewinn für die isländische Gesellschaft ist,
lässt sich also schwer sagen.
Es ist in jedem Fall ein Gewinn an individueller Lebensqualität
und möglicherweise wertvoller als das, worauf Monetär verzichtet wird, sagt Vormatiersson.
Der Wirtschaftsprofessor vergleicht es mit den Vereinigten Staaten,
die im Vergleich zu Europa eine sehr viel höhere durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr aufweisen,
vor allem durch weniger Urlaubs- und Feiertage.
Es gibt in den Vereinigten Staaten keine vergleichbare Macht,
der Arbeitnehmer ihre Wünsche durchzusetzen.
Dagegen hat das allgemeine Wohlbefinden in Europa eine höhere Priorität.
Eine Steinbrenner vom Umweltplanungsamt der Stadt Habner Führde
kann sich nur schwer vorstellen, wieder 40 Stunden in der Woche zu arbeiten.
Ja, das ist dann auch schwer wieder zurückzunehmen.
Also dann wieder normal auf die 40-Stunde-Wochen zu gehen.
Es würde man als sehr anstrengend empfinden.
Ja, also ich denke schon, das ist gelungen.
Und 36 Stunden sind auch wirklich eigentlich optimal.
Also ich weiß gar nicht, ob ich kürzer arbeiten wollen würde.
Die 36-Stunden-Woche in Islans öffentlicher Verwaltung
für die Angestellten auf jeden Fall ein Erfolgsmodell.
Die EU-Mitgliedschaft war das bisher noch nicht.
Da gab es lange Diskussionen Jahrzehnte lange im Land.
Jetzt geht es weiter.
Man will am 29. August darüber abstimmen,
ob jetzt neue Gespräche aufgenommen werden,
mit der EU oder nicht.
Jessica Sturmberg beobachtet das für uns im Land.
Wir sind jetzt wieder mit ihr verbunden.
Warum jetzt diese Diskussion, Jessica?
Also zunächst einmal war der Anstoß dazu,
die Frage zur Abstimmung zu stellen,
ob die EU-Beitrittsverhandlung wieder aufgenommen werden.
Dass jetzt in der regierenden Koalition aus drei Parteien
unter Ministerpräsidentin Christrom Frostadotier
die beiden Größ- und Parteien sampfigigen.
Das sind diese Zeitdemokraten.
Und wir dresden, das ist so eine Wirtschaftsnahe,
EU-Freundliche Partei, schon lange eine EU-Mitgliedschaft anstreben.
Und es war klar, dass in dieser Legislaturperiode
eines der zentralen gemeinsamen Ziele ist.
Dass die Abstimmung aber genau jetzt kommt,
das hängt damit zusammen,
dass inzwischen so viel in der Weltpolitik passiert ist,
dass da sehr viel mehr Dringlichkeit gesehen wird.
Was vor allem eine Wirkung hatte,
als US-Präsident Donne Trump damit begonnen,
hat immer wieder Grünland haben zu wollen, das zu äußern.
Das hat er schon in seiner ersten Anzeit als Wunsch gesagt.
Aber damals hat man das noch nicht so ernst genommen.
Und das ist jetzt doch ein bisschen anders.
Und hat viele zum Nachdenken gebracht,
ob das so eine gute Idee ist,
weiterhin nicht in der EU zu sein.
Das heißt, das sind geostrategische Gründe
oder doch dahinter eher wirtschaftliche Gründe.
Grünsätzlich beides, die Corona als eigene Währung,
ist teuer, generell ja für so ein kleines Land
mit 400.000 Einwohnerinnen und Einwohnern,
eine eigene Währung zu unterhalten mit einer eigenen Zentralbank
und einer entsprechenden Geldpolitik.
Das ist ja schon nicht ganz einfach und kostet auch,
die Krone unterliegt Schwankungen,
gibt mittelständischen und kleinere Betrieben,
keine Sicherheit, keine wirtschaftliche Planbarkeit.
Höhere Preise werden dann in so einem geschlossenen Markt weitergegeben.
Das heißt, hier ist auch eine höhere Inflation.
Das trifft natürlich wiederum die Bevölkerung,
aber auch vor allen Dingen die hohen Zinsen,
also wenn man ein Hauskredit abbezahlt,
das führt dazu, dass viele ein Haus,
wie sie oft sagen, mehr oder weniger zweimal abbezahlen.
Und diese wirtschaftliche Perspektive,
die ist schon auch ein wesentlicher Grund,
wird aber sehr unterschiedlich bewertet,
je nachdem, wie man fragt.
Und dazu kommen eben diese geostrategischen Gründung,
die ich genannt habe, ein Land,
das nicht teil einer Zollunion ist.
Und dann womöglich mal irgendwann,
auch ins Visier von Donne Trump geraten könnte,
lebt alleine eben deutlich gefährlicher.
Hier in Russland interessieren sich verstärkt für die Arktis
und für den Nordatlantik.
Und diese Bedrohungslage ist inzwischen einfach eine ganz andere.
Das spielt alles eine viel größere Rolle als früher.
Das sagt doch ökonom, Foto-Womitier,
sondern die wir eben schon im Beitrag gehört haben.
Wir dürfen als Lehrer, ich sammende und naunen.
Wir müssen mit unseren Nachbarländern zusammenarbeiten
und in engen Kontakt stehen, um so etwas zu schaffen.
Das ist nur auf bilateraler Ebene,
und wir können uns nicht wirklich auf die Vereinigten Staaten verlassen.
Es spricht viel dafür, dass die Vorteile einer Zusammenarbeit
Island mit den Vereinigten Staaten in Partnerschaft
mit der Europäischen Union größer sind als der Versuch,
den Weg allein zu gehen.
Wir ist noch vor einigen Jahren der Fallbarer.
Vor einigen Jahren gab es das nicht.
Da hatte Island noch ganz andere Themen.
Und sicherheitsbedenken gab es gar nicht.
Denn Island ist Mitglied der NATO.
Aber es kann eben keiner sagen,
wie viel das jetzt in Zukunft noch wert ist.
Umgekehrt sieht Tholver Matthias Sonnen auch,
was Island wiederum bei der EU beisteuern könnte.
Will hier Europäte La Fauroke mehr weg?
Die Bereitschaft Europas uns aufgrund der Bedrohung
in der Nordwest-Passage einzubeziehen,
ist ein Aspekt, dem sie verstärkt Beachtung schenken möchten.
Island könnte dazu beitragen,
die Präsenz und das Wissen der europäischen Staaten
in der Region des aktischen Ozeans zu stärken.
Scheitende in Norddeutscher.
Das wurde also für die Omitgliedschaft sprechen.
Was spricht denn dagegen?
Die Gegner sind in Sorge,
dass sie die Souveränität verlieren könnten.
Das ist das, was hier immer wieder genannt wird.
Also wenn man auf der Straße mit Menschen spricht,
dann ist immer wieder dieses Argument,
der weiß, was das dann für uns bedeutet,
wenn wir Teil der EU werden,
ob wir mit unserem Wohlstand möglicherweise
dann ärmere Länder in der Europäischen Union mitvernianzieren mussten,
ob wir dann höhere Preise befürchten mussten.
Das ist das, was so an Ängsten immer wieder genannt wird.
Aber wer vor allen Dingen ein Gegeninteresse hat,
das ist die Fischindustrie.
Und wer die ihren Nachstände unabhängigkeitspartei ist,
ja, das ist die Aufstatt des Schlockuren.
Die hat gar keinen Interesse an einer Mitgliedschaft.
Die ist selbst auch nicht betroffen.
Die Fischindustrie von Währungsschwankungen,
dafür sind die großen Fischunternehmen international vernetzt.
Sie wollen weiter den geschlossenen Markt haben
und die Fischgründe eben nicht teilen.
Die Landwirte sind auch dagegen.
Und die Lobby ist sehr stark auch im Arbeitgeberverband,
sodass auch da eine Mehrheit der Unternehmen eher dagegen ist.
Da wird immer wieder der Verlust an so Veranität als Sorge genannt.
Es ist aber eher so ein abstraktes Gefühl
und weniger mit fundierten Argumenten unterfüttert.
Wenn entschieden wird in der Auguste in dem Referendum,
dass man doch mit der EU erst mal verhandeln möchte,
auf welche Historie greift dann Island dabei zurück?
Island ist seit 1994 im europäischen Wirtschaftsraum,
EVR und Teil des Schengenabkommen.
Das heißt, man ist wirtschaftlich schon sehr eng mit der EU verbunden.
Es gelten die vier Grundfreiheiten,
waren Personen, Dienstleistungen und Kapitalverkehr.
Island übernimmt viele EU-Regelungen,
ohne selbst mit am Tisch zu sitzen.
Das ist im Übrigen auch ein großes Argument der Befürworter eines EU-Beitritts.
Und der Antrag auf eine Mitgliedschaft wurde 2009
im Zuge der großen Finanzkrise gestellt.
Von 2010 bis 2013 wurde dann verhandelt
und dann kam eine Regierung an die Macht
von der konservativen Unabhängigkeitspartei
und der Fortschrittspartei,
früher auch Bauernpartei genannt,
die den Ministerpräsidenten stellte.
Siegnende David Gönlöck schon.
Vielleicht auf jeden Fall noch bekannt,
weil er 2016 im Zuge der Panama-Papers dann zurückgetreten ist.
Beide Parteien, absolute Gegner eines EU-Beitritts
und im Wahlkampf hatten sie zwar versprochen,
eine Referendum darüber abzuhalten,
ob das EU-Beitritts-Gesuch wieder zurückgezogen wird.
Dieses Referendum hat aber gar nicht stattgefunden.
Es wurde dann einfach einen Brief nach Brüssel geschickt,
dass man nicht mehr weiterverhandeln möchte,
aber ein offiziellen Rückzug gab es nicht.
Und jetzt steht die Frage wieder an,
sollen die Verhandlungen wieder aufgenommen werden.
Jässiger Sturmurg in Island zum Referendum Endagost
über mögliche Beitrittsgespräche mit der EU-Dagischen.
Ja, gerne.
Während in Island überlegt,
wird weniger zu arbeiten
und die Produktivität ähnlich hochzuhalten,
ist es in Griechenland so,
dass dort Rekordarbeitszeiten gemessen werden.
Man könnte sagen,
die Griechen sind die fleißigsten Europäer,
haben dadurch ein großes Wachstum
inzwischen können Schulden abbauen,
aber andere Probleme das dann in der vergangenen Weltzeit.
Hört da gerne mal rein in diese Folge.
Ich bin André Santos, bis bald.
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