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Inside Palantir: ICE Cold (2/5)

42m 4s

Inside Palantir: ICE Cold (2/5)

Die zweite Folge von „Inside Palantir" erzählt die Geschichte von Juanita, einer 46-jährigen Einwanderin aus Guatemala, die in Oregon lebt und trotz Green Card im November 2025 von ICE-Beamten ohne Haftbefehl festgenommen wird. Ihre Tochter Emily filmt die Aktion, die viral geht. Der Podcast verknüpft diesen Einzelfall mit der Entwicklung von Palantir, dem Datenanalyse-Unternehmen von Alex Karp und Peter Thiel. Karp präsentierte sich lange als Gegner von Donald Trump und betonte, Palantir wolle den nächsten Holocaust verhindern und Datenschutz mit Terrorbekämpfung vereinbaren. Doch unter Trump wird ICE zu einem wichtigen Kunden. Obwohl Mitarbeiter intern protestieren, weigert sich Karp, vertragliche Grenzen für Abschiebungen festzulegen. Eine Sammelklage, der sich Juanita anschließt, enthüllt, dass Palantirs „Elite Lead"-App ICE hilft, Migranten zu orten – auch solche ohne Abschiebebescheid, möglicherweise sogar US-Bürger. Kritiker sehen darin ein Werkzeug für Racial Profiling und Massenverhaftungen. Ehemalige Mitarbeiter werfen Karp in einem offenen Brief vor, seine eigenen Ideale verraten zu haben. Juanita lebt inzwischen in ständiger Angst, und die Folge endet mit der Frage, ob Karp sich gegen die autoritäre Entwicklung stellt oder sie unterstützt.

Transcription

5006 Words, 31508 Characters

German
All 5 Folgen Inside Palantir findet ihr in ARD-Sounds und jetzt geht's los. Der härteste Mensch, mit dem ich seit langen gesprochen habe, ist eine sehr nette 46-Jährige Frau aus Cottage Grove, na süßen Kleinstadt in Oregon, im besten der USA. "My life is a really long sad story" "Runita" "Many events I have in their scars in my life" "Runita" ist in Guatemala geboren, ihr Vater wird im Bürgerkrieg getötet. Als Teenagerin schlägt sie sich durch bis in die USA nach Los Angeles. Da arbeitet sie erst Nanny. "Los Angeles is crazy" Irgendwann wird ihr die Stadt zu stressig. Also zieht sie einfach raus, arbeitet auf dem Feld, flückt Blaubären, Weintrauben. 10 Stunden am Tag. Ein absoluter Knochenjob. Oder wie "Runita" sagt. "It was exciting" "Oh look there's something new that I'm learning" "Halt mal was Neues" "You can breathe some fresh air" Dann ändert sich wieder alles. "Runita's trittest kind Jason, kommt zur Welt" "Und der weint jedes Mal, wenn sie losgeht zur Arbeit" "He would make his sad face and I would go cry" Also macht "Runita" einen Laden auf. "And I was like, what are we going to name it?" "Runita's Latino store" "That's a really straight forward" "It says what it is" "Runita verkauft Gewürze aus Guatemala, Chips, Drinks" "I have a little bit of everything" Und Jason, kann sie einfach mitnehmen auf die Arbeit. "Problem? Lösung" So macht "Runita" das. Sie kommt immer irgendwie klar. Bis zu einem Morgen im November letztes Jahr. "Runita" fährt da gerade die Hauptstraßen entlang. Eine von den paar wenigen Straßen in Cottage Grove. Als sie was hinter sich sieht, blaulicht. "I just think in my head I'm like "Oh no, I got a citation tick" Sie denkt "Oh no, bin ich zu schnell gefahren?" Also hält sie an. Wartet, dass ein Polizist zu ihrem Fenster kommt. Und da ist auch ein Mann im Rückspiegel, der sich nähert. Aber "Runita" merkt, irgendwas ist auf. "He was just wearing a shirt, a grain shirt" Der Typ trägt einfach nur ein Hemd. Keine Uniform. "He just said we are police officers" Er sagt, "Wir sind von der Polizei" Und "Runita" ist so. Nein? "You're not police" Dann ist er plötzlich ein zweiter Mann. Er trägt eine schussigere Weste. Sein Gesicht ist durch eine Maske verdeckt. Er fragt "Runita" wo sie geboren ist. "I was like, what did I have to do with you pulling me over?" "Runita versteht nicht, was das alles soll. Gibt's ein Haftbefehl gegen sie? Irgendwas?" "We have a paper, and the mask guy said, oh no, we don't need one" Der Typ sagt, "brauchen wir nicht." Und dann geht alles ganz schnell. Die Männer zähren Ruhe Nita aus dem Auto. "They put me down to the ground, like my face down" Schmeißen sie auf dem Boden. "I actually thought that I was being kidnapped" "Runita schreit um Hilfe" "I was by myself, nobody was there, I was like where are they going to take me?" "Where is this people?" Und dann entsteht dieses Video. "Oh my fucking god!" Wattlige Handykamera, gefehlt aus einem Auto. "That's my mom, what the fuck?" "Oh my fucking god!" Das Handy gehört Emily, "Runita's Tochter". Sie fährt wie ihre Mutter an dem Morgen die Hauptstraße entlang. Emily hält an, wenn bloß. "Hi, what are you doing? She's a citizen!" "I can't have her green card!" "That's my mom!" Bleib, wo du bist, sagt einer der Männer. "I'm recording mom, she has her fucking green card right in her wallet right there!" Emily filmt weiter. "Oh my god, there's no reason of fucking doing this, you're right there fucking crazy!" Die Männer heben Chronita hoch, werfen sie in ihren Wähen. "Like I was some pizza, I don't know, like a type of potato." Wir ein Sack Kartoffeln. "I was suffocating, I started coughing, I couldn't breathe." Chronita rinkt nach Luft, hustet. "I felt like I was dying inside their car." "And they closed the door." Die Männer schließen die Tür. "Just come down, mom, she's a beginner, just come down, mom, mom, just come down, dude, just come down!" Videos wie das von Chronita sind seit circa einem Jahr überall. Vielleicht habt ihr sie auch schon in eurem Social Media Feed gesehen. "Männer mit Baseball-Caps und Masken, die Kinder in Handschellen abführen." "My son was taken by master." "I'm getting out!" Rentner im Winter im Bademantel aus dem Haus zähren und sogar Menschen töten. "Auf ihren Schuss sich in Westen sieht man auf drei Buchstaben, I-C-E. Immigration and Customs enforcement, ICE. Die Behörde, die zum Symbol für die Absiebepolitik von Donald Trump geworden ist. Trumps Vorgabe, 3000 Menschen, die sich vermeintlich illegal im Land aufhalten, soll ICE festnehmen. Jeden Tag. Das Ergebnis in Massenverhaftungen, wie man sie noch nie gesehen hat. "Nur in Chronitas Fall ist etwas anders. Da passiert was überraschend ist." In Gegensatz zu vielen anderen bekommt Rohanita nämlich die Chance sich zu wehren. Und Rohanita, na klar, macht das. Sie zieht vor Gericht. Dabei hilft sie, etwas ans Licht zu bringen, dass den Blick vieler Menschen auf ein Unternehmen grundlegend verändern wird. Palantir. Und Rohanitas Geschichte, wirft eine wichtige Frage auf. Was ist, wenn so ein mächtiges Werkzeug wie Palantir Software? Was, wenn das in die falschen Hände fällt. Das ist Wild Wild Web, Inside Palantir. Ich bin Janne Knödler. Und ich, Amri, der Hörmeier. Folge 2, Ice Cold. *Musik* "Hallo, wir müssen starten, weil wir das machen." Dieser lockerer Soundcheck hier ist aus einem Video von einem intern Palantir-Event. Es ist von 2015, also zehn Jahre vor dem Massenfestnamen durch Ice. Ausschnitte daraus wurden von der Nachrichtenseite Buzzfeed veröffentlicht. Alex Karl prädet da vor einer Gruppe von Angestellten. Software ein Bier mit dem CEO. Seine Locken sind noch nicht ganz so zazhaust wie heute und auch noch nicht ganz so grau. Er wirkt generell irgendwie gelassener. Manchmal verläste die Bühne, läuft durch die Reihen voller Palantirians. Wie so ein Kleinstadtfahrer, der hier alle beim Vornamen kennt. Und irgendwann kommt Karl dabei auch auf jemanden zu sprechen, der 2015 in den USA gerade immer mehr zum Thema wird. "The rare opportunity to meet Trump." Karl erzählt, dass er die Chance hatte, Donald Trump zu treffen. Der ist damals gerade auf dem Weg vollkommen überraschend, zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner zu werden. "Ahh, which I turned down." Karl sagt, er hat die Einladung abgelehnt. "I respect nothing about the dude. I know if you're hard to make up someone I find less appealing." Er respektiert einfach nichts an dem Typen, sagt Karl. Es sei schwer, sich jemanden auszudenken, von dem er noch weniger hält. Dieses Video von Karl. Das finde ich spannend. Es gibt sonst einfach keine so privaten Aufnahmen von ihm. Und diese hier, die zeigt was. Karl hat das Ernst gemeint mit seiner politischen Haltung. "You know, no one's on your side, which maybe true. It's all dysfunctional with maybe true. And it's going to get worse for your kids than for you." Karl fast trumps Botschaft so zusammen. Die geht schlecht, und dein Kindern wird's noch schlechter gehen. Und vielleicht sagt Karl, hat er damit ja sogar recht. "Aber trumps Lösung." "Therefore we should throw it all immigrants." Alle Migranten rauswerfen. Für Karl ist das einfach nur dumm. "He's going to do the work. It's like, so he makes no sense." Was man da zu wissen muss, Menschen ohne legale Aufenteilserlaubnis sind in den USA schon langen wichtiger Teil der Wirtschaft. Sie machen oft die Knochenjobs auf die viele Amerikaner kennen Bock haben. In vielen US-Bundesstaaten können sie auch ohne Aufenteilszitel einen Führerschein beantragen, zur Schule oder zur Uni gehen. "Das Karl-Pierr, zumindest intern, so klar Stellung bezieht, ist interessant. Manche Kritiker von Palantir sagen nämlich, der linke Sozialist Karl, der sei doch nur eine Art Ablenkung. Damit Palantirn nicht zu sehr unter dem rechten Image von Karlsmitgründer Peter Thiel leidet." "Wir haben uns auch lange gefragt, was ist wirklich dran an der Erzählung. Das Karl mit Palantir den nächsten Verschismus verhindern will. Angehörige von Minderheiten, wie sich selbst, schützen will." Zum Ministermeis wegt das noch plausibel. Das sagt auch ein Mitarbeiter von damals. Karl habe intern immer wieder davon geredet, den nächsten Holocaust verhindern zu wollen. Vielleicht etwas überzogen, aber Karl verspricht, das Ernst zu meinen. Hier z.B. in einem Interview mit der New York Times. Er macht früh klar. Mit Autokraten machen wir keine Geschäfte. 2012 sagt er, lehnte ein hundert Millionen Dollar-Deal mit Saudi-Arabien ab. Er sagt, er stoppt ein Deal mit einem Tabakunternehmen, das mit Palantis Hilfe Zigaretten vermarkten will. Und zwar besonders in Vierteln, in den vor allem ärmere schwarze Menschen wohnen. Palantier, das ist kapwichtig, sind die Guten. Oder wie er es auf dem Palantier-YouTube-Channel sagt. Damit das auch so bleibt, baut Karp schon direkt am Anfang etwas interessantes in Palantiers DNA ein. Die US-Regierung hat einen neuen Feind, den globalen Terrorismus. Was Karp und Hilde auffällt. Und in diesem Eifer sind die USA gerade vielleicht dabei, einen riesigen Fehler zu begehen. Darüber berichtet damals auch ABC News. Vor es Palantier überhaupt gibt, hat die US-Regierung nämlich eine eigene Idee, wie sie Terrorismus kämpft. Total Information Awareness. Das Programm soll im Grunde einfach alles sammeln, was es an Daten so gibt. Und in einem Supercomputer einspeisen. Ein riesiges elektronisches Auge, das alle Amerikaner im Blick hat. Zumindest der Name klingt an selbst für das US-Verteidigungsministerium zu dystopisch. Nach wenigen Monaten wird das Programm unbenannt in Terrorism Information Awareness. Später dann kriegt das Konzept einen Code-Narm. Basketball. Was Karp und Hilde beobachten. Die USA stoßen hier gerade auf einen Dilemma. Eins, das eigentlich alle freien Gesellschaften haben, auch wir in Deutschland. Sicherheit und Freiheit stehen oft einfach in einem Widerspruch. Also, wenn ich alle meine Bürger immer überwache. Also was Total Information Awareness. Sorry, Basketball, damals will. Wenn ich als Staat alle überwache, ist es nicht ein krasser Eingriff in die Privatsphäre meiner Bürger. Und in deren Freiheit. So haben wir gesagt, nein, das machen wir nicht. Davon erzählt er auch auf dem Palantier YouTube-Channel. Hier macht Karp etwas für alle enttäuschten Eltern da draußen. Er beweist, dass ein Philosophie-Studium vielleicht doch nicht komplett nutzlos ist. Wir werden also sozusagen herrige Janisch arbeiten. Das heißt, in Widerspruch, den es ohnehin nicht gibt, zwischen Datenschutz und Herrbekämpfung eben auflösen. Der scheinbare Widerspruch zwischen Datenschutz und Herrbekämpfung. Karp sagt, lässt sich auflösen. Inspiriert ist er dabei vom deutschen Philosophen Hegel. Im 19. Jahrhundert so was wie der Michael Jordan, das Widerspruch auflösen. Karp's Idee, Palantier selbst soll gar keine Daten sammeln. Vielleicht ein ganz guter Moment, um hier mit einem Missverständnis aufzuräumen. Laut Palantier sammelt das Unternehmen selbst tatsächlich gar keine Daten. Nach allem, was wir wissen, scheint das auch zu stimmen. Palantier hilft seinen Kunden nur die Daten, die sie sowieso schon haben, besser zu verstehen. Und und hier liegt Karp's eigentlicher Kniff. Palantiers Software soll strengregeln, wer was darin sehen kann. Nur wer per Gesetz berechtigt ist, bestimmte Daten einzusehen, soll das auch können. Um drauf, lässt Karp seine Programmierer sehr früh eine Art Kontrollmechanismus einbauen. Damit lässt sich im Nachhinein jede Aktion nachverfolgen, die jemand in der Palantiers Software macht. Wenn also jemand die Software missbraucht, muss er damit rechnen, dass das rauskommt. So sagt Karp, so etwas bisher unmögliches, möglich werden. You know, like data protection and finding terrorists. Netterneben Effekt, Palantier bringt noch was zusammen. Getting revenue and doing something that betters the world. Geld machen und die Welt verbessern. Win, win, alle happy. Nur Karp's Theorie, die prall ziemlich bald auf etwas, das Theorien oft nicht so gut gefällt. Die Realität. Das erlebt Karp, hautnah. Am 14. Dezember 2016, bei Meeting im 25. Stock vom Trump Tower in New York. Siger einen Monat ist es her, dass Donald Trump zum ersten Mal zum Präsidenten gewählt wurde. Die Szene kann man auf YouTube sehen. Es ist ziemlich skurril. Trump sitzt da zufrieden Schmunzend. Um ihn herum an einem riesigen Tisch, die Tech-Elite der USA. Elon Musk ist hier auf SpaceX, die Tesla, Billing Rockets in Paris, Seoul, South Korea, US. Das ist Elon Musk, von SpaceX und Tesla. Satjana Della, der Microsoft-Chef, Eric Schmidt von Google. Eric Schmidt outputt Google, und das ist wirklich gut. Einige von ihnen hatten Trump vor der Wahl noch kritisiert. Jetzt sitzen sie hier, wie Studenten am 1. Unitag, und machen ihre Vorstellungsrunde. Und links in der Ecke. Da sitzt Karp. Er nusselt irgendwas Richtung Tischplatte, von wegen nationale Sicherheit stärken. Karp sagt, sein Biograf Mike Steinberger wollte eigentlich gar nicht hin zu dem Meeting. Und er hat Trump geholfen, dieses Treffen zu organisieren. "Teel ist kind of a Kingmaker now." "Teel" sagt Steinberger, ist jetzt der Kingmaker. Zum Lohn sitzt er bei diesen Treffen direkt neben Trump. "The support for Trump has come to you." "The support for Trump has come to you." "The support for Trump has come to you." "The support for Trump has been very controversial." "I call some friction internally at Palantir." Das Tier Trump so deutlich unterstützt, das gefällt damals vielen überhaupt nicht bei Palantir. Karp dürfte einer davon gewesen sein. Auch so eine interessanter Punkt, der oft ein bisschen stark gestellt wird. Palantir gilt ja oft als die Firma von Peter Thiel. Tatsächlich aber hat Karp deutlich mehr Einfluss auf das, was von Tag zu Tag so passierte im Unternehmen. Mehr ist der CEO nicht Thiel. Und dass die Beinen sich gerade wenn es um Politik geht, oft nicht ganz einig sind, das ist ja schon so, seitdem sie sich kennengelernt haben, in Stanford beim Schach spielen. Und diese Reibung innerhalb von Palantir, die wird bald noch viel größer. Diese Bilder schockieren die USA, Kinder von illegalen Einwanderern, schlafen auf Pritschen und in Käfigen zusammengepfercht und ohne zu wissen, ob sie ihre Eltern wiedersehen werden. Trump, das wird unter anderem in diesem Beitrag von Spiegel TV klar, macht ernst. Ab 2017, in den ersten Monaten als Präsident, geht er hart gegen Einwanderer vor. Mitte 2018, dann wird öffentlich das unter ihm tausende Kinder von ihren Eltern getrennt werden. Manche davon werden in Käfige gesperrt. Vor allem eine Behörde wird zum Synonym für das harte Vorgegen gegen Migranten. Eis. Hier muss man wissen, Palantir arbeitet zu dieser Zeit schon länger mit Eis zusammen. Der Vertrag stammt auch aus der Obamazeit. Laut Palantir beschränkt sich die Arbeit mit Eis, aber auf ein Teil der Behörde, der nichts mit den Abschiebungen zu tun hat. HSI, die kämpfen zum Beispiel gegen Drogenhandel. Palantir macht hier, was es am besten kann. Es hilft HSI, verschiedene Daten zu verknüpfen und visualisiert sie. Also während einer Gang zum Beispiel mit wem zusammenhängt. Wer mit wem im Auto fährt, wer mit wem telefoniert und so weiter. So können die Agents ihre Zielpersonen schneller und präziser finden. Nur irgendwann ist Trump so "moment". Trump started pushing for other divisions within. Eis in particular enforcement and removal operations. Okay. To get access to the software and to use it for deportations. Alex Boris, ein Programmierer der damals bei Palantir arbeitet. Hier in einem Interview bei Wired. Er sagt, die Trump-Regierung geht damals auf Palantir zu. So nach dem Motto, ey, coole Software. Wer es nicht toll, die auch für Abschiebungen zu nutzen? Und es gibt viele Conversations internally. Viele Mitarbeiter stellen sich dagegen. Sie fordern, dass Palantir im Vertrag mit Eis festlegt, dass die Software niemals für Abschiebungen genutzt wird. Will you put in contractual guardrails? Let's say, yeah, it won't be used for deportation. 2. Palantium. Und Carp? Der wird 2019 in einem Interview mit dem Sender Bloomberg auf das alles angesprochen. Carp wirkt angespannt. Er schaut im Interviewer kaum in die Augen, fixiert die ganze Zeit den gleichen Punkt vor sich auf dem Boden. Seine Locken sind kauer geworden und es hat Haus da. Man merkt ihm an, dass ihm das Thema wichtig ist. Ich denke, ich bin sehr schön sympathisch mit der Menschen, die über die Use der Software-Platformen sind. Carp gibt den Kritikern recht. Also zumindest ein bisschen. Ja, sagt er. Palantie und andere Plattformen sind sehr mächtig. Also sollte man genau darauf schauen, was sie tun. Aber sagt Carp dann, wollen wir wirklich, dass ein paar Unternehmer aus dem Silicon Valley entscheiden, wie Technologie eingesetzt wird? Also Leute wie er? Oder sollten sich Politiker entscheiden, Menschen, die demokratisch gewählt wurden? Der Moderator hakt nach. Palantie arbeitet also mit jeder Regierung zusammen? Egal, ob Trump oder irgendwer anders an der Macht ist? So lange es funktionierende Demokratien sind mit Gewaltenteilungen und Judikative, sagt Carp, liefern wir unser Software. Und das ist dann auch die Entscheidung. Palantie schreibt keine Richtlinien in den Vertrag mit Eis. Nichts, das festlegt. Unsere Software dürfte nicht für Abschiebungen nutzen. Carp's Antwort klingt ein bisschen nach einer einfachen Ausrede. My boss made me do it. Die Politiker wurden gewählt, also sollen sie entscheiden. Aber Carp ist hier in einer ziemlich schwierigen Lage. Also wenn wir mal versuchen, das Ganze aus seiner Perspektive zu sehen. Carp hat Palantie ja immer ist das eine Silicon Valley-Unternehmen vermarktet, das keines Grubel hat, mit US-Behörten zu arbeiten. Auch wenn es mal menschenrechtlich bedenklich wird, wie mit der CIA im Kampf gegen den Terror. Wenn Carp Palantie jetzt aus der Arbeit mit Eis rauszieht, würde das ja auch ein Zeichen an andere Regierungsbehörden senden. Wenn uns eure Arbeit nicht gefällt, dann sind wir raus. Palantie hat damals wohl Angst, wegen der Eis-Sache auch andere Verträge zu verlieren, zum Beispiel mit dem US-Militär. Aus Carp sicht wahrscheinlich die wichtigsten Kunden. So sieht er ja Palanties ganze Mission. Den Institutionen helfen, die uns angeblich alle schützen, vor Extremisten einerseits aber auch vor autoritärend Strömungen. Im Interview jetzt kann man Carp fast live dabei zu sehen, wie sich eine neue Realität immer mehr aufdrängt. Was, wenn die autoritären plötzlich auch hier, zu Hause in Amerika, an die Macht kommen? Fast schnippisch zählt Carp noch mal seine Lebensstation auf. Wie um zu zeigen, ich gehör doch zu den Guten. Im anderen Interview sagt es so. Er glaubt an die Politik, unabhängig von Partei. Carp schreibt damals sogar ein Leiter-Titel in der Washington Post. Titel? Ich bin ein Taxi-Eo und Taxi-Os sollten nicht Politik machen. Irgendwie interessant. Heute wird man Taxi-Os genau das Gegenteil vor. Dass sie sich zu sehr einmischen in Politik. Also, wenn Elon Musk sich mal wieder zu einer AfD-Veranstaltung zuschaltet oder mit seiner Dorsch-Ketten-Sege ganze Behörden abschafft. Bei man so will, ist das, was Carp sagt, also sowas wie "Hey, wir bei Palantir bauen eigentlich nur Software. Ein Tool, ein Werkzeug, vielen Polizeiauto oder eine Pistole. Wie die Behörden das dann einsetzen, können wir nicht kontrollieren." Man könnte den Gedanken sogar noch ein Schritt weitertreiben. Und hier wird's kontrovers. Könnten wir theoretisch nicht sogar wollen, das Palantir bei Abschübungen hilft? Dass da die besten Tools eingesetzt werden, damit die Behörden möglichst genau arbeiten. Und niemand falsches festgenommen wird? "Ich habe die Begegnungen in Anführungszeichen mit Eis. Es ist zum Glück nach einer halben Stunde vorbei." Ihre Tochter schafft es den Eisleuten dann doch irgendwie klar zu machen, dass Juanita eine Greencard hat. Also, legal in den USA ist. Sie lassen Juanita wieder frei. Und dann. hauen sie einfach ab. Juanita umarmt ihre Tochter. Wir sprechen im April miteinander, aber ich merke, der Tag im vergangenen November, der ist für Juanita irgendwie immer noch nicht vorbei. "Nach dem Vorfall traut Juanita sich nicht mehr zur Arbeit zu gehen, in ihren Laden, für anderthalb Monate. Sie hat Angst." "If I was see a car, like with tinted well nose or a markar, all my stomach will like, I will feel something in my stomach a little bad." Jedes Mal, wenn sie ein Auto mit verdunkelten Scheiben sieht, zieht sich was in ihrem Magen zusammen. Vor allem Juanita Sohn Jason leidet. "He started googling eyes and he didn't want to go to school." Und da ist eine Sache, die Juanita einfach nicht versteht. Und paar Wochen nach dem Vorfall bekommt sie ein Anruf. Ich bin Nelly Garcia-Huella, ich bin Chef Turnie at Innovation Law Lab. Nelly arbeitet beim Innovation Law Lab, einer Anwals NGO. Als Eis im Herbst 2025 nach Oregon kommt, dem Start, wo auch Juanita wohnt, erklärt Nelly die ganze Zeit des Telefon. "One day we would get reports of 30 people being arrested." An einem Tag wird die Anwalsfirma in zwei Stunden wegen 30 Verhaftungen kontaktiert. Im Herbst verhaften die Behörden über 1.000 Menschen in Oregon. Viele Verhaftungen sagt Nelly "sind nicht gerechtfertigt." Nelly und ihr Team entscheiden sich deshalb, gegen die Regierung zu klagen. Deswegen kontaktieren sie Menschen wie Juanita. "Sie fragen Juanita, ob sie sich einer Sammelklage anschließen will." Eigentlich will Juanita nicht. "I don't like the talk, because I don't know how to say the right word." Sie findet oft nicht die richtigen Worte, sagt sie. "This time I told my daughter I am talking this time, because there's so many people that cannot." Aber Juanita gibt sich einen Ruck und tritt der Sammelklage bei. Anfang Dezember 2025 geht's vor Gericht. Die Eisrails werden da gerade immer heftiger. In mehreren Städten liefern sich Eis und Border Patrol Straßen slachten mit Bewohnern. Auf Schneebelle antworten sie mit Trangas. Direkt am ersten Fandlungstag lehrt der Richter eine Gruppe von Zeuge vor. Darunter auch ein paar Eisbeamte, die in Oregon im Einsatz waren. Der Richter fragt, wie habt ihr denn eure Zipersonen gesucht? "And as the hearing progressed, we started to realize the impact that this testimony might have." Während des hearing's Merknelli, wir entdecken hier gerade etwas, das vielleicht weit über den Fall hinausgehen könnte. "The amount of information that the agents describe." Die Eisbeamten packen aus. Und plötzlich erfährt die Welt etwas, dass unser Verständnis von Palantiersrolle in all dem komplett verändern wird. "This was just kind of like opening the black box of an airplane to see what is really going up." Vor allem an diesem einen Punkt. "Wir haben die Gerichtsakten, das sind Zitate daraus." Die Gerichtsprotokolle haben wir von einer KI nach sprechen lassen. Was ihr jetzt hört, sind die Aussagen eines Eisagens und die Nachfragen der Richterin. Ja, wir haben da halt so eine App. das ist ein Immigration-System, das ist ein Map der USA. Es ist wie Google Maps. In der App sieht man ein Karte von den USA. Bisschen wie Google Maps. Der Name? Elite Lead. Als in E-L-I-T-E. Yep. Und so, it tells you how many people are living in this area and what's the likelihood of them actually being there? Okay. There's a 90% chance that they live there. Auf der Map sehen die Agenten ihre Ziele. Also Menschen, die vermutlich ausreisepflichtig sind. Und wie wahrscheinlich es ist, dass diese Menschen auch tatsächlich an dem angezeigten Ort sind. Eisagens können Kreis auf der Karte zeichnen und sehen dann, wie viele mutmaßliche Zielpersonen sich da drin aufhalten. Je nachdem, wie viele Pins aufploppen. Und woher kriegt die App all die Daten? Die Daten, sagt der Beamte, kommen von überall. Denn Eis weiß wirklich viel. Es kennt Steuer- und Gesundheitsdaten. Nur man schilder, Social Media Profile, standortdaten von Handys. Die Daten kommen von OS-Behörten und von Unternehmen, die zum Beispiel Social Media Monitoring anbieten. Nur viele unterschiedliche Daten zu haben allein reicht ja nicht aus. Das wissen wir inzwischen. Man braucht auch einen Tool, um alles zu verknüpfen, Verbindungen zu finden. Und genau das kommt bei dem Prozess raus. Palantis Arbeit mit Eis geht viel tiefer als bisher bekannt war. Die Elite App, also dieses Google Maps zum Migranten finden, die kommt von Palantier. Und nicht nur die. Auch wenn Palantier selbst keine Daten sammelt, das Unternehmen ist das Nervensystem. Das viele der Information verbindet, die Eis bei anderen Behörden sammelt oder von privaten Firmen einkauft. Information über sehr viele amerikanische Bürger. Tink fast nach flächendeckender Überwachung. Oder Total Information Awareness? Und noch was wird klar. Nach der Anhörung vor Gericht wird der User Guide von Palantiers Elite App gelegt. Darin sieht man, wie die App genau funktioniert. Es gibt zum Beispiel einen Suchfilter. Zeig mir nur Menschen mit einem aktiven Abschiebebescheid. Leute, die eindeutig abgeschoben werden können. Nur was auch im User Guide steht? Diese Filter kann man ausschalten. Und dann zeigt die App jeden, der im Datensatz einer so genannten Spezialoperation vorkommt. Laut der Aussage eines Eisbeamten nimmt die App dabei auch Menschen ins Visier, die einfach mal irgendwann Kontakt mit einer US-Einwanderungsbehörde hatten. Also auch Menschen gegen die gar kein Abschiebebescheid vorliegt. Vermutlich sogar eingebürgerte US-Bürger. Kritiker sagen, das macht die Elite App zu einer Art Schleppnetz. Also ein Tool, mit dem die Eisbeamten einfach mal ganz viele Leute festnehmen. Egal, ob mit Abschiebebescheid oder ohne. Es gibt Sinn, wenn man es sich im Kontext anschaut. Denn viele in den USA sehen die Rates von Eis auch als Abschreckung und Angstmache. Die Message, egal, was dein Status ist. Wenn du aus einer migrantischen Community bist oder Hispanic aussiesst, bist du nicht mehr sicher. Videos von Verhaftungen wie bei Hoanita wären demnach sogar Teil dieser Strategie. Selbst die offiziellen Accounts des weißen Hauses posten TikToks und Reels von Abschiebungen. Video für Video entsteht so ein neues Bild der USA. Das Image eines Landes, in das sich Migranten gar nicht erst trauen, weil sie dort nicht mehr sicher sind. Und aus dem Andere wieder fliehen. Beziehungsweise, wie die Trump-Regierung es sagt, sich selbst abschieben. Aus Angst. Palantias Elite App ist für die Agents hier mutmaßlich ein nützliches Werkzeug. Die Agents müssen in der App theoretisch bloßnen migrantisch geprägten Stadtteil auswählen und schon finden sie viele vermeintliche Zielpersonen. Kritiker nennen das "Racial Profiling", praktisch verpackt per App. Wir haben Palantier damit konfrontiert und eine schriftliche Antwort bekommen. Die App soll, so Palantier, Eis dabei helfen, Personen zu identifizieren und zu priorisieren, die einer rechtmäßigen Abschiebung unterliegen. Und sie sei ausdrücklich darauf ausgelegt, Begegnungen mit US-Bürgern und anderen Personen, die keine Abschiebung unterliegen, zu minimieren. Nur auf was die App laut Palantier ausgelegt ist und für was sie dann tatsächlich genutzt wird, sind natürlich zwei komplett unterschiedliche Dinge. Und dass man auch US-Bürger mit Elite finden könnte, das streitet Palantier in seine Antwort nicht ab. Wie genau Eis die App von Palantier einsetzt, können wir natürlich nicht sicher sagen. Aber in der Anhörung geben die Agents spannende Einblicke. Sie hat eine feste Vorgabe, sagt der Eis-Agent. Acht Leute pro Team sollte sie festnehmen, täglich. Wo man die findet, zeigt dann die Palantier App, das Google Maps zu Migranten finden. Da sind sie dann einfach mal hingefahren. Und haben sie auch schon in den App. Und haben angefangen. [Musik] [Musik] [Musik] Jeden Tag denkt Ronita, dass die Männer von Eis wiederkommen. [Musik] [Musik] Normalerweise, wenn sie sich irgendwo nicht mehr sicher gefühlt hat, sagt sie, ist sie halt einfach weggezogen. Problem, Lösung. Nur das funktioniert jetzt nicht mehr. [Musik] Weil, wo soll sie hin? [Musik] Die USA, sagt Ronita, waren für sie eigentlich immer einen Ort, an dem sie sicher sein kann. Aber das ist vorbei. [Musik] [Musik] [Musik] [Musik] Letztes Jahr taucht online ein Brief auf. The Scarring of the Shire steht da als Überschrift drüber. Die Befreiung des Aunlandes. Bezieht sich auf ein Kapitel am Ende von Herderingel, das im Film nicht vorkommt. Da kämpfen die Hobbits gegen den bösen sauberer Saarum an, der das Aunland unterdrückt und verschandelt hat, mit Fabrieten und Kaseeren. Und erzeichnet es der Brief von 13 ehemaligen Palantin Mitarbeitern. Sie sagen, Palantin hat sich verändert, hat seine eigenen Ideale verraten. [Musik] Ron Sebastian Pinto. Er hat den Brief gemeinsam mit anderen Ex-Palentarians geschrieben. Er sagt, viel Palantierszusammenarbeit mit Eis eskaliert ist über die letzten Jahre, das hat intern viele geschockt. Sie haben den Eindruck, Alex Kalb verrät hier gerade seine eigene Mission. Also, Minderheiten zu schützen. Die USA gerade auch für sie, zu einem sicheren Ort zu machen. [Musik] Das wird besonders deutlich, wenn man sich anschaut, wie Palantier Arbeit zu draußen in der richtigen Welt. Palantier baut nämlich nicht nur eine Software, die einmal verkauft wird und hält sich dann raus. Das Unternehmen schickt seine Programmierer oft mit, die dann vor Ort mit den Kunden arbeiten. Haben wir in der letzten Folge ja schon von gehört, die Forward Deployed Engineers. Die sollten also eigentlich wissen, was der Kunde mit der Software so macht. Da kann man sich schwer aus der Verantwortung stehen, sagt Pinto. Kritiker sagen, Alex Kalb unterstützt hier gerade genau das, was er selbst angeblich immer verhindern wollte. Ein autoritärer Polizeistat der Minderheiten ins Visier nimmt. Der offene Brief von Pinto und den anderen bekommt schnell viel Aufmerksamkeit in den Medien. Aber auch bei Techworkern, bei Palantiergegnern. und die Gegnern. sich jetzt immer mehr organisieren. Verpalanties Büro demonstrieren. Und Carb? Was sagt der dazu, dass er eingeblich Verraten hat, wofür er mal stand? Well Carb? Der Schlag zurück. Das hört ihr nächstes mal. Bei Inside Palantir. Das war die zweite Folge von Inside Palantir. Ich bin Andrea der Hörmeier. Und ich, Janne Knötler. Neue Folgen gibt es jeden Freitag. Und wenn ihr nicht so lange warten wollt, dann findet ihr jetzt schon alle Folgen in ARD Sounds. Wenn euch die Folge gefallen hat, dann teilt sie gerne mit alten Freunden. Und schreibt uns eine Bewertung. Das hilft anderen, den Podcast zu finden. Autor und dieser Folge war Moritz Matsner. Erdautor, André der Hörmeier. Redaktion, Tild Ordnance. Regie, Rainer Schaller. Ton- und Technik, Robin Alt. Wild Wild Web ist eine Produktion des BR Storyteams für den Bayerischen Rundfunk 2026. Und jetzt kommt noch ein Podcast-Trip. True Crime Hamburg, der Polizeipotcast. Das sprechen der Schauspieler und Ehrenkommissar, Marik Erhardt und Hamburgs Polizeipräsident ARD Ralph Martin Meyer über einige der spektakulärsten Kriminalfälle aus Hamburg. Und nehmen euch mit hinter die Kulissen der Polizeiarbeit. Sie sprechen unter anderem über den Erpresser Dagobert und den grauenvollen Heidemörder. Zwei Fälle, die deutschlandweit für Schlagzeilen sorgt. Außerdem geben die beiden in einigen Sonderfolgen zur Verbrechensprävention Einblicke in die neuesten Maschen der analogen und digitalen Kriminalität. Dabei klären Sie über Maschen wie Bankautomaten-Scholdering, Schockanufe und falsche Polizisten auf. True Crime Hamburg, der Polizeipotcast, findet ihr in ARD Sounds. Den Link dazu gibt's in den Schornuts.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Juanita, eine guatemaltekische Einwanderin in Oregon, wird bei einer ICE-Razzia trotz gültiger Green Card vor den Augen ihrer Tochter brutal festgenommen.
  2. Palantir, gegründet von Alex Karp und Peter Thiel, verkauft Software an US-Behörden, darunter ICE, und betont ursprünglich Datenschutz und die Verhinderung von Missbrauch.
  3. Alex Karp lehnte 2015 Trump öffentlich ab, doch Palantir arbeitet trotzdem mit ICE zusammen, auch für Abschiebungen.
  4. Die Trump-Regierung drängt Palantir, seine Software für Abschiebungen zu nutzen; interne Mitarbeiter protestieren, aber der Vertrag enthält keine Schutzklauseln.
  5. Eine Sammelklage gegen ICE bringt ans Licht, dass Palantirs „Elite Lead"-App wie eine Karte funktioniert, die Zielpersonen anzeigt, auch ohne Abschiebebescheid – Kritiker sprechen von Racial Profiling.
  6. Ehemalige Palantir-Mitarbeiter veröffentlichen einen offenen Brief, in dem sie Karp vorwerfen, seine Ideale verraten zu haben.

Summary:

Die zweite Folge von „Inside Palantir" erzählt die Geschichte von Juanita, einer 46-jährigen Einwanderin aus Guatemala, die in Oregon lebt und trotz Green Card im November 2025 von ICE-Beamten ohne Haftbefehl festgenommen wird. Ihre Tochter Emily filmt die Aktion, die viral geht. Der Podcast verknüpft diesen Einzelfall mit der Entwicklung von Palantir, dem Datenanalyse-Unternehmen von Alex Karp und Peter Thiel.

Karp präsentierte sich lange als Gegner von Donald Trump und betonte, Palantir wolle den nächsten Holocaust verhindern und Datenschutz mit Terrorbekämpfung vereinbaren. Doch unter Trump wird ICE zu einem wichtigen Kunden. Obwohl Mitarbeiter intern protestieren, weigert sich Karp, vertragliche Grenzen für Abschiebungen festzulegen.

Eine Sammelklage, der sich Juanita anschließt, enthüllt, dass Palantirs „Elite Lead"-App ICE hilft, Migranten zu orten – auch solche ohne Abschiebebescheid, möglicherweise sogar US-Bürger. Kritiker sehen darin ein Werkzeug für Racial Profiling und Massenverhaftungen. Ehemalige Mitarbeiter werfen Karp in einem offenen Brief vor, seine eigenen Ideale verraten zu haben.

Juanita lebt inzwischen in ständiger Angst, und die Folge endet mit der Frage, ob Karp sich gegen die autoritäre Entwicklung stellt oder sie unterstützt.

FAQs

Runita ist eine 46-jährige Frau aus Cottage Grove, Oregon, die in Guatemala geboren wurde. Sie wurde im November 2025 von ICE-Mitarbeitern trotz gültiger Green Card festgenommen und später wieder freigelassen.

Palantir ist ein Softwareunternehmen, das Datenanalyse-Tools entwickelt. Es hilft Behörden wie ICE, verschiedene Datenquellen zu verknüpfen und zu visualisieren, um Zielpersonen zu finden.

Die Elite App ist ein von Palantir entwickeltes Tool für ICE, das wie eine Karte funktioniert. Sie zeigt Zielpersonen und deren Aufenthaltswahrscheinlichkeit, basierend auf Daten, die ICE von verschiedenen Behörden und Unternehmen erhält.

Ja, laut Gerichtsaussagen wird die Elite App von Palantir von ICE für Abschiebungen genutzt. Palantir hat in einem Vertrag mit ICE keine Einschränkungen festgelegt, die die Nutzung für Abschiebungen verbieten.

Alex Karp, CEO von Palantir, argumentierte, dass gewählte Politiker entscheiden sollten, wie Technologie eingesetzt wird. Er vertrat die Ansicht, dass Palantir mit jeder demokratischen Regierung zusammenarbeitet, solange sie Gewaltenteilung und Judikative respektiert.

In einem offenen Brief mit dem Titel 'The Scarring of the Shire' kritisierten 13 ehemalige Mitarbeiter, dass Palantir seine Ideale verraten habe. Sie warfen dem Unternehmen vor, mit seiner Zusammenarbeit mit ICE zur Eskalation der Abschiebepolitik beizutragen.

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