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Inside Palantir: Daddy Karp (3/5)

45m 30s

Inside Palantir: Daddy Karp (3/5)

Diese Podcast-Folge von „Inside Palantir“ untersucht die Wandlung von Alex Karp, dem CEO des Datenanalyse-Unternehmens Palantir, und zieht dabei eine Parallele zu Tolkiens „Herr der Ringe“. Die Palantíri, magische Kristallkugeln, sind in der Geschichte keine positiven Werkzeuge, sondern eine Warnung: Sie zeigen nur einen selektiven Ausschnitt der Realität und führen den Nutzer in die Irre – wie den Herrscher Denethor, der durch die Kugel die Hoffnung verliert und sich selbst verbrennt. Diese Warnung vor Technologiegläubigkeit steht im Kontrast zu Karps heutigem Denken. Die Folge zeichnet Karps Biografie nach: Von seiner Zeit in Frankfurt, wo er bei Jürgen Habermas promovieren wollte und an Legasthenie litt, über seine Doktorarbeit mit pessimistischem Menschenbild bis zu seinem Aufstieg als CEO von Palantir. Nach dem Börsengang 2020 und dem Angriff der Hamas 2023 radikalisierte sich Karp zunehmend, näherte sich Trump an und propagierte in seinem Buch „The Technological Republic“ eine technokratische Elite, die Gewalt zur Verteidigung westlicher Werte einsetzen soll. Die Ironie: Karps Lösungen erinnern genau an die Technologiegläubigkeit, vor der Tolkien und die Frankfurter Schule warnten. Er sieht Technik als Rettung, obwohl sie nur einen verzerrten Blick auf die Welt bietet – eine Warnung, die Karp selbst ignoriert.

Transcription

5699 Words, 35881 Characters

German
ARD Sounds Alle fünf Folgen Inside Palantir findet ihr in ARD Sounds. Und jetzt geht's los. Okay, heute reden wir endlich über Herderinge. Weil aus der Fantasy Welt von Tolkien hat sich Petatier den Namen Palantir ja ausgeborgt. Bei Herderinge sind Palantiri magische Kristallkugeln, durch die man weit entfernte Orte und Menschen sehen kann. Also eine Art Webcam für Mittel erdet. Macht auf den ersten Blick Sinn eine Software, die schwer durchschaubarisch sichtbar macht, nach einer Kristallkugel zu benennen. Aber wir haben noch mal genauer reingeschaut in Herderinge. Also in die Bücher, die Filme lassen nämlich viel weg. Und dabei ist uns was klar geworden. Die Palantiri bei Tolkien, die sind nicht wirklich etwas positives. Im Gegenteil. Sie sind eine Warnung. Wir sind in Mittel Erde, in Minas Tiritz. Die Weiße brechtige Stadt ist in Gefahr. Vor den Stadtmauern lagern die Orks. Schwarze Flug-Saurier kreisen in der Luft. Eigentlich müsste der schlaue mächtige Herrscher der Stadt den Etor jetzt seine Truppen in den Kampf führen. Aber irgendwas stimmt nicht. Den Etor scheint Angst zu haben. Er steigt allein hinauf in sein Geheimesturmzimmer. Und viele, die zum Turm hinaufschauten, sahen ein fahrles Licht aus den schmalen Fenstern flackern. Und als Den Etor herunter kam, war sein Gesicht grau. Seine Gefolgsleute wollen, dass Den Etor sich jetzt in den Kampf führt. Aber der lacht nur und sieht etwas unter sein Mantel hervor. Und siehle. In seinen Händen hielt er einen Palantier. Das ist der Moment, wo man als Leser zum ersten Mal armt, warum Den Etor sich so komisch verhält, hat in seinen Palantier geschaut. Und darin etwas gesehen, dass ihn jede Hoffnung geraubt hat. Er glaubt, die Feinde vor der Stadt, die werden bald noch mehr. Dachtest du, ich wäre blind. Ich habe mehr gesehen, als du weißt. Gegen die dunkle Macht gibt es keinen Sieg. Der Wind trägt eine Flotte mit schwarzen Segeln heran. Den Etor zündet einen Scheiterhaufen an, den er sich herbauen lassen. Und legt sich darauf. Den Palantier hält er bis zum Schluss fest und glammert. Der Punkt ist, alles, was Den Etor im Palantier gesehen hat. Es war, da segelt wirklich eine schwarze Flotte auf die Stadt zu. Aber was er gesehen hat, ist nur die Heilbewerheit. Was ihm der Palantier nicht gezeigt hat. Die schwarze Flotte, die bringt keine Feinde, sondern verbündete, die entscheidende Verstärkung, die am Ende den Sieg bringt. Später versteht man, Den Etor hat vor seinem Tod immer öfter den Palantier benutzt. Aber der hat Den Etor nur einen selektiven Ausschnitt der Realität gezeigt. Nie das ganze Bild. Das ist es nämlich, wofür die Palantierien herderingen stehen. Wer sich zu sehr auf Technologie verlässt, kann getäuscht werden. Wissen allein, schützt nicht davor, überall gefahren und feinde zu sehen. Und das führt nicht selten zu Angst und Verzweiflung. In dieser Folge geht es um die große Ironie im Kern dieser Geschichte. Denn Alex Carp, Palantierschef, der kennt Herderinger. Der weiß, welche Warnung da drinsteckt. Aber wird er sie auch höher? Das ist Wild World Web, Inside Palantier. Ich bin Janne Knütler. Und ich, Andrea der Hörmeier. Folge 3, Daddy Cup. * Musik * Good morning, everybody. Palantiers Alex Carp ist hier, und wir werden damit zu sehen. Das hier ist dann ausschnitt von einem Interview vom Dezember 2025. Carp spricht auf einer Bühne mit einem Journalisten von der New York Times. Das Interview hat viele verstört. Weil die meisten von uns hier zum ersten Mal eine andere Seite von Alex Carp gesehen haben. Carp rutscht nervös auf seinem Stuhl rum. Der Top Kommentar auf YouTube? Der Stuhl braucht einen Anschneigwort für Alex. Alex, thank you for being with us. Couldn't imagine why we're controversial. Couldn't imagine. Let's discuss this. Die beiden reden über die Kritik an Palantiers arbeiten mit Eis. Und irgendwann fragt der Moderator Carp nach dem offenen Brief, über den wir am Ende der letzten Folge gesprochen haben. Ihrinnert euch vielleicht die Befreiung des Aunlandes. What do you say to this then? There's a group of 13 former Palantier-Employees who run an open letter to you. 13 ehemalige Palantarians werfen Carp darin vor, dass er seine ideale Verraten hat. And they stated, quote, that Palantiers' Leadership has abandoned its founding ideals. Carp streckt sich in seinem Stuhl. Macht sich groß. Und dann schlägt er zurück. Was die 13 denken, sei egal, sagt Carp. Die Hälfte von denen hatte sowieso nicht wirklich was mit Tech zu tun. Die waren eher in der geistes wissenschaftlichen Abteilung von Palantier. Wichtig, klar. Aber vergleichbar mit den Leuten in der Druckerei bei der New York Times. Den hört eh keiner zu. Für Carp ist die Sache damit erledigt. Die bedenken seine Ex-Mitarbeiter zur Arbeit mit Eis. Dazu, dass Palantier immer mehr zum Hälfer der Trump-Regierung wird. Die wirst er einfach weg. Und noch was ist uns klar geworden, wenn man ihn weiterzuhört. Das hier ist nicht mehr der CEO, der von Paian noch mit seinen Mitarbeitern über Trump gelacht hat. Das hier ist ein andere Alex Carp. Der Moderator spricht Carp auf sein neues Buch an. "The Technological Republic". Er schien im Februar 2025. Carp hatte ein ziemlich berühmtes Titardrein gebracht aus einem konservativen Standardtext, dem Kampf der Kulturen. Der Westen sei nur deshalb zur beherrschenden Weltmacht geworden, weil er eine Sache besonders gut kann. "Organisiert Gewalt an" "by the superiority of its ideas or values or religion but rather by its superiority in applying organized violence". "What do you mean by that and is that what Palantier ultimately does?" Ist es das, was Palantier macht, fragt der Moderator? "If you believe for a second that we are going to defend our values without superiority moral violence, you're just living in a world that doesn't exist". Jeder hat draußen weiß, Carp, ohne Gewalt, kannst du deine Werte nicht verteidigen. Alles andere ist naiv. Carp packte was Neues ins Zentrum von Palantiers Mission. Nicht Datenschutz oder Terrorbekämpfung, sondern Gewalt. Palantier sei dazu da, feinden Angst einzujagen und, wenn nötig, sie zu töten. Das sagt Carp in einem Korrel letzten Jahr mit Investoren. "If you're waking up and thinking about harming American citizens by a conference to verteidigungspolitik, formuliert er es noch krasser. Wenn nur daran denkst, Amerikanern zu schaden, wird dir was Schlimmes passieren". "Something really bad is going to happen to you and your friends and your cousins and your bank account and your mistress". Und by the way, deinen Freunden, deine Kusine, dein Bankonto und deine Affäre auf. "Für manche, wenn Carp plötzlich nicht mehr wie ein CEO, sondern wie ein Mafia Boss. Und zwar einer, der sich mit Trump gut verstehen würde". "Amerikas Problem zu viel Wokeness". "They do not want to hear your woke pagan ideology". Und Studenten, die für die Menschen in Gaza demonstrieren. "We're going to do an exchange program". "Machen wir einen Austauschprogramm nach Nordkorea. Viel Spaß beim Baumrinde ist". "In a nice tasting flavored bark". Von dem nachdenklichen linken Philosophen Carp scheint nicht mehr so viel übrig. "We're doing it, we're doing it, and I'm sure you're enjoying this as much as I am". Was ist also mit Alex Carp passiert? Für diese Folge haben wir uns Carp noch mal genauer angeschaut. Wir wollten besser verstehen, warum er sich so gewandelt hat. Und woran er heute so glaubt. Denn das wird noch sehr wichtig für Palantir. Natürlich hätten wir gerne selbst mit Carp gesprochen, nur wie so oft bei Palantir am Ende hat es nicht geklappt. Dafür haben wir mit vielen Menschen geredet, die Carp sehr nah sind oder waren. Altfreunde, enge Mitarbeiter, Familienmitglieder. Viele wollten nicht an "The Record" gehen, aus verschiedenen Gründen. Und. Alex Carp, wo du uns immer als sehr sympathischer Typ beschrieben. Ok, ein Typ mit Machen, Eitel, Recht habe. Aber davon abgesehen, wird sich Schamand hilfsbereit. ganz oft haben wir einen Satz gehört. Ich glaube, du würdest ihn mögen. Aber wir haben auch diesen Satz gehört. Du hättest ihn gemacht. Früher. Alex tauchte dann sozusagen so ein bisschen aus dem Nichts auf. Das ist Christian Schneider. Erlend Alex Karp Anfang der 90er in Frankfurt am Siegmund Freud-Institut kennen. Ein freundlicher gut aussehen da intelligenter Mensch, das war ihm ins Gericht geschrieben, dass ein intelligenter Mensch ist. Alex Karp wird knapp zehn Jahre in Deutschland leben und arbeiten. Hier wird er erwachsen, feiert an seiner Identität. Zu Erinnerung. Karp ist bis 1992 in Sternfort und dort nicht happy. Zu viel Karriere hasse zu wenig Substanz. Er interessiert sich für Philosophie, es politisch links. Und da gibt es in Frankfurt, an der Güteuniversität, ein Professor, der für seinen nächsten Schritt kaum besser passen könnte. Die Nummer eins in mindestens Europa, welches in der Welt Hisiodenhabermas und der Saas halt eben darum. Und das war, da bin ich ganz sicher, das war sozusagen sein Festerplan. Ich promoviere bei dem bedeutendsten Denker dieser Erde. Als Karp mit 24 nach Deutschland fliegt, will er seine Doktorarbeit bei Jürgen Habermas schreiben, ziemlich ambitioniert. Weil er nimmt ja nicht jeden, man sich als Schüler von Habermas darstellen kann, dass es hier eine Auszeichnung ist, da ist man ja automatisch selber wehr. Im Sommer 1992 spricht Karp zum ersten Mal bei Habermas vor. Erinnert sich später in einem Artikel, wie das war. Vor dem Büro wartet ein halbes Dutzend Ständen, auf ein paar Minuten Audienz beim Stafilosofen. Als Karp an der Reihe ist, kloppt er an, untersitzte Habermas, umringt von Büchern und einer Wolke aus Rauch, Zigarrellus, der Marke Monte Cristo. Jetzt hat Karp ein paar Minuten, um Habermas von sich zu überzeugen. Leider spricht Karp damals kaum Deutsch und Habermas hat wenig Zeit. So richtig einig werden sie sich nicht. Als Karp rausgeht, fühlt er sich nicht komplett abgelehnt, eher ermutigt, schreibt er später. Wird hart, aber vielleicht klappt es ja trotzdem mit Habermas als Doktor Vater oder zumindest als zwei Gutachter. Um Habermas zu überzeugen, braucht er zwei Gesachen. Er muss eine sehr gute Arbeitsschreiben und er muss Deutsch lernen. Und da gibt es ein Problem. Karp hat nämlich eine Schwäche, von der damals fast niemand weiß. Erstligastäniker, das fällt ihm schwer, lesen zu lernen. Die Entwicklungstörung wird bei ihm in der Grundschule festgestellt. Er selbst sagt, der größte Schicksalsschlag seines Lebens. Karp muss für eine Zeit auf eine Förderschule, aber er beißt sich durch, lernt Techniken, mit denen er sich Texte fast körperlich aneignet. Er sagt, das ist zwar brutal umständlich, hat aber auch ein Vorteil. Wenn man sich mal so ein Text erkämpft hat, dann hat man den komplett internalisiert. Sein Biografen, Mike Steinberger, sagt, Karp ist mal so. Okay, aber eine Karriere als Akademiker, also ein Job, bei dem man jeden Tag viele Stunden liest, klingt damit zumindest tricky. Doch Karp geht noch weiter. Er will seinen Doktorarbeit auf Deutsch schreiben. Er war ja noch nicht lange in Deutschland und sprach zu dem Zeitpunkt schon sehr gut Deutsch. Also er muss sehr schnell Deutsch gelernt haben. Karl hat Glück und findet eine Mentoren. Die Professoren Karolabrede sieht was in ihm und besorgt ihm eine Stelle am Siegmundfreudinstitut. Da kriegt er ein Büro neben Christian Schneider. Alex, obwohl er sehr zurückhaltend war und so konnte er sehr gut lachen, über Dinge. Also er war gerade für so etwas abgründigen Humor, weil er zu haben, also so ein bisschen herausfordernde Bemerkung oder so. Karp kommt schnell an, verliebt sich, findet Freunde. Er mag das Land, wo ja auch ein Teil seiner Vorfahren herkommen. Und die Stadt, in der er gelandet ist, ist besonders wichtig für seine intellektuelle Entwicklung. Die Unien Frankfurt ist nämlich die Heimat der Frankfurter Schule, berühmt für die kritische Theorie. So Größen wie Theodor Adorno, Max Horkheimer, haben dort gelernt. Habermass für deren Arbeit weiter. Eine zentrale Tese der kritischen Theorie, den Holocaust im Nationalsozialismus. Den haben nicht irgendwelche Babaren verübt, sondern hochgebildete Experten. Man könnte sogar sagen, erst das durchgeplante, rationale Handeln, gepad mit moderner Technologie, hat so effizientes Morden überhaupt ermöglicht. Die große Frage ist jetzt, wie lässt sich verhindern, dass so etwas wieder passiert? Über solche Sachen diskutiert Karp viel mit seinem Bronachband Schneider. Und weil es die 90er sind, wird dabei geraucht. Schneider wie ein Schlot, seine Zigaretten und Karp. Er hat diese Zigaretten gehabt, was immer so ein bisschen im Angebat hat. Wenn man so ein junger Mann ist und dann hat man solche gigantischen Dinge, von dem man weiß, die Kosten vermögen, ist ein bisschen seltsam. Auf Schneider wirkt es so, es baue Karp sich ganz bewusst ein bestimmtes Image auf. Er hat sein jüdisch, sein nicht etwa Verborgen, sein im Gegenteil. Er hat das, so war meine Empfindung, er hat das immer einfließen lassen. Und hat sich damit schon noch eine besondere Rolle gesichert. Ein anderen Teil seiner Identität lässt er eher hinten runterfallen. Die Tatsache, dass seine Mutter schwarz ist, habe ich nicht von ihm erfahren. Da hat er sozusagen nicht darüber geredet. Der neue Karp, der ist kein schwarzer Aktivist mehr, wie nach der Schule am College. In Frankfurt ist Karp vor allem ein linker intellektueller, jüdischer Herkunft. Dieser Karp schreibt jetzt also seine Doktorarbeit. Die haben wir uns für euch ganz genau durchgeschaut. Auffällig ist es erst mal, die Arbeit ist sehr dünn, 120 Seiten, sehr groß formatiert. Viele diese Gelesen haben uns gesagt, ist eher eine Master als der Doktorarbeit. Überschrift? Aggression in der Lebenswelt. Karp fragt darin, wie eine Gesellschaft aggressiv wird und er sucht am Beispiel Deutschland. Er versucht, unter anderem zu zeigen, wie tief Antisemitismus in der deutschen Sprache verankert ist. Interessant dabei, Aggression sind für ihn nichts Besonderes, keine Abseichung von der Norden. Sondern uhr menschlich. Das ist wichtig, denn es zeigt, Karp ist kein idealistischer Linker, der denkt, jeder Mensch ist gut, es ist vor allem die Gesellschaft, die ihn schlecht macht. Sein Menschenbild ist pessimistischer. Er sagt, egal, wie gebildet, reich oder gut erzogen wir sind, irgendwann kloppen wir uns. Den ersten Teil seiner Arbeit schickt Karp an Habermas. In der Hoffnung, dass der Starphilosoph sein Zweidgutachter wird. Was für eine weitere Uni-Karriere Gold wäre. Habermas antwortet mit einem Brief. Drei Seiten lang. Biograph Steinbürger hat den Jahre später gelesen. Habermas kritisiert viele Details. Vor allem aber scheint ihm das Ganze viel zu ambitioniert. Kapst Deutsch reiche für dieses Thema nicht aus. Habermas sagt freundlich ab. Die Ablehnung trifft Karp. Die große Hoffnung, wegen der nach Frankfurt gekommen ist, ist Futsch. Lange erzählt ja kaum jemand davon. Selbst sein Büro nach Barschneider weiß lange nichts. Karp macht sein Doktor trotzdem fertig. Wenn auch ziemlich halbherzig. Sagt er selbst. Das ist der typische Linkereindopf. Der übliche Linkemisch-Maschen derzeit. Eine andere Sache läuft dafür richtig gut. Letztwerken. Karpland in Frankfurt wichtige Leute kennen. Das ist ein bisschen anders. Letztwerken. Bei einer Art Zeit-Hassel. Nebenbei vertickt Karp seine kubanischen Zigarren an Bänker. Die Leute mögen ihn, finden ihn interessant. Irgendwie ist er der geborene Verkäufer. Und vor allem verkauft Karp sich selbst. Es gab eine witzige Szene. Schneider erinnert sich. Als er mal bei einem Projekt arbeitet, dass von George Soros finanziell unterstützt wird, mit dem Milliardär und Steinwestor. Und dann warten mich Alex, ob ich nicht einen Kontakt herstellen könnte. Zwischen Soros und ihm. Und da fragte ich ihn noch, was soll ich ihm sagen über dich? Karp ist damals ja ein komplett unbekanter. Und da hat er einen kurzen Moment nachgedacht und sagte, und dann. Und es fand ich witzig, weil das ist sein Selbstwelt gewesen, ey, Smart. Am Ende ist Soros dann übrigens doch nicht zu dem "Meat and Read" gekommen. Beim Gespräch mit Christian Schneider und beim Lesen von CAHPS-Doctorarbeit sind uns zwei Sachen über CAHPS Frankfurt hat Zeit klar geworden. Zwei Sachen, die noch wichtig werden in seiner politischen Entwicklung. Erstens, auch wenn CAHPS auf den Papier im klassischen linken Eintopf rührt, wie Schneider das sagt, sein Menschenbild ist schon damals viel pessimistisch. Ihr wisst schon, von wegen Menschen kloppen sich immer irgendwann. Und zweitens, CAHPS ist jemand, der sich ständig neu erfindet. Erst betrunter seine schwarze Seite und trägt Palistinensatur. Dann seine jüdische Herkunft und seine Intellektualität. Später gibt er vor allem den Netzwerker und Hassler. Oder wie er es nennt, gründer. Das scheint auch die zentrale Erkenntnis zu sein, mit der er Anfang der 2000er in die USA zurückkehrt. CAHPS scheint gemerkt zu haben. Seine Superpower, das ist nicht die Uni, sondern verkaufen. Und das wird dann ja auch seinen Inn bei Palantir. Die Menschen bei Palantir, die Ko-Founders, die für sie bringen, und dann für die CEO für die Elevatinge saßen, so dass sie sich mit dem Eintopf versuchten können. Ab 2003 ist er dann ja mit an Bord als CEO. Und dafür sein Verkaufs-Talent direkt wichtig. In den ersten Jahren verkauft CAHPS ja nicht viel mehr als eine Idee. Viele wissen gar nicht, wozu sie Palantir Software überhaupt brauche. Aber CAHPS überzeugt sie trotzdem. Zuerst sagt Steinberger, überzeugt CAHPS sich selbst von einer Sache. Und dann verkauft er sie mit voller Überzeugung. Und er hat ein Gespür für Menschen, was sie hören müssen. Ich denke, es war invaluable für Palantir in der Mitte und remains ein sehr kritischer Faktor in der Companies on Going Success. Dieses Verkaufs-Talent, das bringt CAHPS manchmal dazu, sich die Realität, sagen wir, zu Recht zu bieten. Hier ein Beispiel. Um Promo zu machen, gibt er die Palantir Software Anfangs oft kostenlos raus. Auch ans Citizen Lab, eine Forschergruppe der University of Toronto. Die verfolgen ab 2008 die Spuren von Hackern, die das Büro des Dalai Lama angegriffen haben. Und sie schaffen es, die Angriffe zurück zu verfolgen, nach China. Groß geholfen, habe Palantir Software dabei nicht, sagt der Gründer von Citizen Lab später. Die Forscher haben damit wohl bloß ein paar Diagramme erstellt. Aber Palantir nutzt die Story trotzdem. Lässt Plakate aufhängen in der U-Bahn von Washington D.C. nach dem Pentagon. Nach dem Motto, wir haben geholfen, den Dalai Lama zu retten. Palantir ist heutiger CTO, Scham Sanker, gibt 2010 sogar einen Tat Talk dazu. Und while James Bond had Q, who gave him the laser watch and of course the exploding pen, this team had Palantir. James Bond had a Q, der ihm kule Gadgets gegeben hat. The Citizen Lab had to palantir. We gave them the ability to make sense of vast amounts of data and quickly differentiate between friend and foe. And what they found was truly amazing. Im Hintergrund laufen bei dem Tat Talk Ausschnitte von James Bond Film. Dann screenshots von Palantir Software. Don't bother calling James Bond. Call on the Cyber Spice. Thank you. Die Cyber Spice. Cyber Spioner. So vermarktet sich Palantir. Das fancy Tech Update für Geheimdienst und Polizei des Dinge ermöglicht, die wie Magie würgen. Zumindest am Anfang ist das mindestens ein kleiner Stretch. Palantir's Mythos ist damals vermutlich um einiges größer. Ist das, was das Unternehmen tatsächlich leisten kann. Wird besonders an einem Punkt klar. Ein Projekt, das zu einem wichtigen Wendepunkt wird, in kabs politische Entwicklung. Murder rate in New Orleans is ten times the national average, primarily young black men killing each other. Das ist ein Bericht von CNN aus dem Jahr 2011 über die Mordrate in New Orleans. Dies damals etwa zehn Mal so hoch wie im Durchschnitt der USA. In New Orleans, African-Americans are 91% more likely to be victims of violent crimes than whites. Täter und Opfer sind vor allem schwarze Männer. I remember feeling like no one cared. When my brothers were killed, there was just be another black man dead and society would just keep moving on. Carp will at was the ging tun. Carp went to meet with mayor of New Orleans and agreed to provide the software free of charge to the city to help try to combat this epidemic of violence of murder. Carp verspricht im Bürgermeister von New Orleans kostenlosen Zugriff auf Palantir's Software Gotham. Die nimmt Polizeidaten und sucht nach Verbindungen inzwischen mördern und Opfern. Aber vor allem macht die Software etwas, was viel zur Mütentbildung und Palantir beigetragen hat. Das Programm versucht, vorher zu sagen, wer als nächstes von Gewalt betroffen sein könnte. Oder wer zum Mörder wird. Klingt ein bisschen wie im Film Minority Report. Wo eine dystopische Spezialeinheit Menschen verhaftet, bevor sie überhaupt zu Mördern werden. Bei Palantir in New Orleans ist es kein Science-Fiction-Film, sondern Statistik. Dahinter steckt die Theorie, dass Gewalt ansteckend ist. Wenn ich Kontakt zu einem Gewalttäter habe, erhöht es die Wahrscheinlichkeit, dass auch ich irgendwann gewalttätig werde. Also so weit die Theorie. In der Praxis heißt es zum Beispiel, die Polizei in New Orleans spricht Menschen konkret an, die laut der Software ein höheres Risiko haben, kriminell zu werden. Damit vermittelt sie zwei Botschaften. Erstens, wir können dir helfen. Hier ist die Nummer von der Jobvermittlung. Die zweite ist etwas düsterer. Die Laute ist, wir haben dich auf dem Schirm. Auf unsere Nachfrage dazu antwortet uns Palantir folgendes. Ziel sei es gewesen, möglichen Opfern von Gewalt verbrechen, soziale Hilfsangebote und Unterstützung zu konzulassen. Nicht sie oder irgendeine andere Persongruppe für vorbeugende Festnahmen oder Inhaftierungen, ins Visier zu nehmen. Und dann? Die Immurderate droppe, nämlich sehr scharplig, in den Jahren die Falle. Immortrate in New Orleans geht tatsächlich runter. Palantir nutzt die Story, ab dazu verborgen. Nur. "Primalist to work for the city of New Orleans at the time told me it really didn't have much to do with Palantir's technology." Mike hat die Geschichte nachressassiert und unter anderem mit einem Analysten der Polizei von New Orleans gesprochen. "So he didn't think Palantir was particularly important to this decline in the murder rate." Der sagt, der Rückgang der Immortrate hat eine Palantir nicht wirklich was zu tun. Stattdessen seines andere Faktoren gewesen. Gerichtsverfahren, Anklagen gegen Gangmember, wirtschaftlicher Aufschwung. Und dann gibt es noch Kritiker von links. Die werfen Palantir vor, die Situation vor Ort eher zu verschlechten. Denn die Polizei in New Orleans, die ist nicht nur Freund und Helfer. Sie ist schon damals bekannt für racistische Übergriffe. In mehreren Fällen erschießen Polizisten Schwarze Bürger und vertuschen als einfach. In einem Fall verbrennt ein Office da sogar eine Leiche. Die Kritiker sagen jetzt, der Rassismus der Polizei, der spiegelt sich auch in den Daten, die Palantir nutzt wieder. Weil die Polizisten zum Beispiel eher Schwarze Menschen kontrollieren. Also könnte die Palantir Software dazu neigen, zu oft Schwarze Menschen als potentielle Gefährder vorher zu sagen. Und die Kritik an Palantir extrem wütend, erzählt Steinberger. Vor allem aus einem Grund. Die Kritik an seiner Software kommt von links. Und Karb sieht sich ja sicherlich aus, als wenn man sich in einem Fernseher hat. Das ist eine gute Frage. Die Kritik, an seiner Software, kommt von links und Karb, sieht sich ja sicherlich aus, wenn man sich auf den Weg kommt. Die Kritiker ist, die Palantir ist auf der anderen Seite gut. Was Palantir in New Orleans Tour sagt Karb, sei doch eigentlich genau, was linke Politik ausmache, benachteiligten Menschen zu helfen. Dass sie keine Angst mehr haben müssen, nach draußen zu gehen. Karb sieht es so. Die linken wollen hier die harte Realität nicht wahrhaben. Das Menschen und ja, auch Schwarze Menschen, anderen nun mal Gewalt an tun. Für ihn ist Palantir's Technologie her einfach eine pragmatische Lösung. Seine Kritiker wiederum finden diese Vorstellung naiv, dass man Gewalt mit Software lösen könnte. Kapspiograf Mark Steinberger sagt, "New Orleans wird deshalb ein wichtiger Wendepunkt in Karbs leben." "I think it was a breaking point with the left for him." Ab da sagt Steinberger, beginnt Karb mit der linken zu brechen. Und dieser Bruch wird durch eine Eignis noch größer. "Dies become fucking rich as hell." Am 30. September 2020 geht Palantin an die Börse, 17 Jahre nach Tech-Rundung. Der Börsengang macht Palantin in wenigen Jahren zu einem der wertvollsten Tech-Unternehmen der Welt. Viele Palantirienz halten Anteil am Unternehmen und die werden plötzlich viel Geld wird. Auch Alex Carb, der für einen Tech-Boss, bisher ihren Moderatesgehalt genommen hat, wird dadurch zum Multimilierder. Das macht was mit ihm, sagt Mike Steinberger. Weniger wegen des Geldes, sondern mehr wegen der Menschen, mit denen er jetzt abhängt. In Eiderhof findet z.B. jedes Jahr eine Art Sommerkämpf für Milliardäre statt. "People like Bezos and Musk show up. Alex has been going there regularly. I think he's made some friendships of sort there, but I mean he's just around, these people all the time." Jeff Bezos und Elon Musk sind der Stammgäste. Und jetzt eben auch Alex Carb. Er verbringt mehr Zeit mit anderen Superreichen. Menschen, die die Welt anders sehen. Und das, sagt Steinberger, fährt ab. In that sense there, the money has played a part in his political evolution. Und noch etwas hat Carb seit dem Börsengang. "He's got this fan-based." Fans. Viele Kleinanleger verheirn Carb fast wie ein Guru. Auch wenn die Aktie am Anfang strugglet. "So you had these very dedicated retail investors who had this sort of cult of personality with Carb, calling them Papa Carb, Daddy Carb. And he loves that." Und Daddy Carb, wie sie nennen, liebt sie eine Fanbase. Wenn er mal wieder ein Spruch raushaut, der eigentlich zu krasses für ein CEO, feiern sie ihn. Also legt er noch einen drauf. Diese Echo-Kammer beeinflusst Carbstenken, sagt Steinberger. Das ist ein Influencer. Aber in turn, er hat sehr viel Influencer. Aber er hat sehr viel Influencer. Viele von denen, sagt Steinberger, sind wahrscheinlich Trumpwähler. Und Carb, wissen wir ja, hat schon immer ein ganz gutes Gespür dafür gehabt, was bei seinem Publikum ziehen könnte. Und dann passiert noch etwas, das für Carb vieles verändert. Am 7. Oktober 2023 überfällt die Hamas Israel. Fast 1200 Menschen werden getötet. 250 als Geiseln nach Gaza verschleppt. Der erste Mal, was ich hatte, war es wirklich deflated. Er war ein Puppet, der mit den Stringen kalt. Steinberger erinnert sich, wie er kurz nach dem 7. Oktober mit Carb im Video kohe, spricht. Carb sieht aus wie eine Puppe, der man die Fäden durchgeschnitten hat. Und ich sag, ihr seht ihm wirklich gut. Er hat gesagt, ja, das ist wirklich schön. Das ist schön. Nur vier Tage nach dem Angriff, postet Palantir auf x folgenden Satz. Manches Böse kann nur mit Gewalt bekämpft werden. Palantir steht zu Israel. Drei Wochen später beginnt der Gegenangriff von Israel auf Gaza und den Süden lieber uns. Die Israelische Armee tötet über 70.000 Menschen. Fast zwei Millionen werden aus ihrem Zuhause vertrieben. Ganz am Anfang, in den frühen Tagen des Gaza-Kriegs. Da trifft Steinberger, der wie Carb auch aus einer jüdischen Familie kommt, Carb persönlich. Im Palantir beruh in Washingen. Beste Lage, Blick auf das Washingen-Monument. Und Steinberger merkt sofort, dieses Treffen heute. Das ist ernst. Der sonst so zappelige Carb sitzt. Carb ist nicht in der Stimmung zu diskutieren. Und als Carb beginnt zu reden, merkt Steinberger, das viel Betroffenheit. Aber vor allem ist da Wut. Carb sieht es damals so, dass Palantiert das einzige Big Tech-Unternehmen ist, dass sich an die Seite von Israel stellt. Und es wütend über die vielen Proteste gegen die Israelische Regierung an den Unis. Für Carb überschreiten die Protestieren in eine Grenze. Für ihn ist es nicht mehr nur Kritik am Zionismus. Für ihn ist das Antisemitismus. Für den Mann, der früher in der Uni selbst noch ein Palistinenser-Tuch getragen hat, sind diese Studentenproteste gefährlich, toxisch. Und plötzlich passiert er was Bemerkenswertes. In dem Gespräch mit Steinberger in Washington. Carb wechselt das Thema völlig von sich aus und redet über Donald Trump. Trump sei gar kein Rassist, kein Antisemit, kein Verschist. Und irgendwann checkt Steinberger. Der will gerade nicht mich überzeugen, sondern sich selbst. Erinnert mich ein bisschen an das, was Carb über seine Legastinie gesagt hat. Er meinte ja, er kann Texte nur lesen und verstehen, wenn er sich richtig aneignet, wenn sie einen Teil von ihm werden. Internalisiert Carb hier also gerade einen neuen politischen Standpunkt, den von Donald Trump? "I could really see on that day in Washington, the wheels were really starting to spin with him." An diesem Tag sagt Steinberger, ist bei Carb etwas verrutscht. Steinberger sagt, für Carb ist Trump nicht nur kein Rassist mehr. Er fängt an zu glauben, dass Trump sogar besser sei als die politischen Alternativen. besser für Israel, für amerikanische Juden und für die Sicherheit der USA. Das ist der Carb, den wir heute kennen. Der CO, der ständig über Gewalt und über Stöten redet. Und der auf Linie scheint mit Donald Trump. Alex Carb hat sich verändert. Was ihn finde ich, übrigens interessanter macht als ein Palantin mit Gründer Peter Thiel. Der war ja schon an der Uni ultra konservativ. Immer schon so ein rechter Contrarian. Der seit langen davon redet, dass er nicht unbedingt an die Demokratie glaubt. Und dass wir Tagleuten wie ihm einfach nur mehr Macht geben müssen, damit sie die Probleme der Menschheit lösen. Carb war da ganz anders. Früher hat er klassisch linke Positionen vertreten. Deshalb ist Carb's Geschichte so spannend, weil sie zeigt, wie jemand weit nach rechts wandern kann. Durch persönliche Enttäuschungen klar. Aber auch durch den Glauben daran, dass es eine ultimative Lösung für alle Probleme gibt. Technologie. In politischen Debatten hat sich Carb seinem früheren Lieblingsgegner Peter Thiel stark angenehrt. Das wird spätestens im Februar 2025 klar. Als Alex Carb zusammen mit seinem Palantier-Kollegen Nicholas Misker. "The Technological Republic" veröffentlicht. Wir hatten es schon am Anfang kurz. Aus dem Buch hatte der Moderator von der New York Times zitiert. "The Technological Republic" schlägt Wellen. Vor allem gibt es einen Aufschrei über eine Zusammenfassung der Kernthesen, die Palantier auf X teilt. Schnell nennen Leute es Palantiers Manifest. Ließ man das Buch gründlich, ist es ein bisschen komplexer. "The Technological Republic" ist keine stimmige Theorie. Er eine Losesamlung aus Gesellschaftsbeobachtungen, Hiroschen an Ektoten aus der Wissenschaft. Und natürlich eine Kritik der Woken linken. Das zentrale Motiv ist, dass der Westen verteidigt werden muss. Nur, damit mein Carb nicht mehr die liberale Demokratie wie zu Beginn von Palantier. Sondern eine sogenannte westliche Kultur. Und hier schreibt der was, was viele Kritiker ziemlich problematisch finden. Diese westliche Kultur schreibt Carb. Die sei anderen Kulturen klar überlegen. Technologisch, moralisch. Aber vor allem, weil sie am besten darin ist, Gewalt organisiert anzuwenden. Und trotzdem ist diese Kultur laut Carb bedroht. Von Außen, Kriege, Kaira von der Chinesen. Aber auch von innen durch Wokelinke und eine Gesellschaft, die vergessen hat, was wirklich wichtig ist. Der Dienst am Land, auch wenn es Opfer kostet. Die Rettung ist natürlich, Die technologische Republik, ein hochtechnizierter Nationalstaat, geführt für ein Start-up. An der Spitze stehen Ingenieure, Gründer, technologische Visionäre. Leute wie Karp eben. Auf der einen Seite steckt viel von dem, was Karp sich schon in seiner Zeit in Frankfurt erarbeitet hat. Ihr erinnert euch an die Doktorarbeit, sein düsteres Weltbild, Menschen kloppen sich, egal, wie aufgeklärt sie sind. Das Widersprüchliche aber ist jetzt, sieht er die Lösung auf einmal in effizienten Technologien, hierarchisch gesteuert von Experten. Also ziemlich genau das, wo vor die Frankfurt der Schule gewarnt hatte. Und hier kommen wir zu der großen Ironie der ganzen Geschichte. Karp's Lösungen von heute. Die erinnern ziemlich genau an das, wo vor auch J.A. Tolkien in "Herr der Ringe" gewarnt hat. Davon hatten wir am Anfang der Folge gehört. Da war der Herrscher Dene Tor sich so sicher, dass die Orcs vor den Toren seiner Stadt unbesiegbar sind. Er hatte es ja mit eigenen Augen gesehen. Und noch dazu in seiner allwissenen Kristallkugel, seinem Palantir. Tolkien kritisiert mit der Geschichte von dem Palantir den Glauben an Technik. Er sagt, "Wissen kann täuschen. Technologie kann manipulieren und manipuliert werden." Und selbst die beste Technologie zeigt uns nie das ganze Bild. Immer nur ein Ausschnitt der Welt. Solche Zweifel fehlen in Karp's Buch komplett. Palantir macht jetzt, so lautet der Neuslogen, Software that dominates. Karp's eh schon pessimistisches Weltbild wird immer dunkler. Besonders übrigens, wenn es um Einland geht. Sein fröres Lieblingsland. Das sei gerade dabei seine früher hochfliegende Kompetenz zu Crashen, in den Boden der Politikel-Korrektnissen. Deutschland, das Land, in dem er sich mal so wohlgefühlt hat, ist für Karp inzwischen nämlich vor allem eins. Das beste Beispiel für alles, was falsch läuft im Westen. Wir haben uns viele Videos von ihm angesehen. Wirkt, als ob Karp richtig besessen ist von der Idee, dass es mit Deutschland abwärts geht. In letzter Zeit sagt Karp ständig so Sachen, wie das Deutschland von Kriminalität heimgesucht wird. Hier im Interview mit "The Free Press". Kriminalität, die es zu seiner Zeit nicht gegeben hätte. Aber keine Sorge. Die ganzen Probleme kann Deutschland natürlich in den Griff kriegen. Am besten mit Technik. Am besten mit Palantir. Und hey, der die Karp hat längst dafür gesorgt, dass Palantir auch hier ankommt. In Deutschland. Und das hört ihr dann nächstes Mal, bei "Inside Palantir". Wir sind die Superhelden, die die Menschheit vor den Bösen schützt. Es hatte schon so was sechtenartiges, also so eine eigene Religion. Das war die dritte Folge von "Inside Palantir". Ich bin André der Hörmeier. Und ich, Janne Knüthler. Neue Folgen gibt es jeden Freitag. Und wenn ihr nicht so lange warten wollt, will jetzt schon alle Folgen in "I.D.'s Hounds. Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie gerne mit euren Folgen. Schreibt eine Bewertung. Es hilft anderen, den Podcast zu finden. Autor dieser Folge war Maximilian Sippenauer. Mitarbeit, Mouriz Matsna. Head-Autor, André der Hörmeier. Redaktion, Till Otletz. Regie, Rainer Schaller. Tonne und Technik, Rud Maria Ostermann. Wild Wild Web ist eine Produktion des BR Storyteams für den Bayerischen Rundfunk 2026. Und zum Schluss noch ein Podcast-Tip. Was, wenn die Geschichte von 9/11 noch nicht vollständig erzählt ist. Die neue Staffel von Dark Matters ist ein Geheimdienstkrimi, der genau dieser Frage nachgeht. In Staatsgeheimnis 9/11 untersucht host Nicolas Steiner, die möglichen Verbindungen zwischen Saudi-Arabien und den Attentätern des 11. September. Im Mittelpunkt steht Omar Al-Bajumi. Für manche ein harmloser Student, für andere ein sautischer Geheimdienstagent. Er soll Kontakte zu zwei späteren Attentätern gehabt haben. In einem Verhör von Scott Lendjad bestreitet er das. Doch seine Aussagen werfen immer wieder neue Fragen auf. Die Aufnahmen dieses Verhörs waren jahrzehntelang unter Verschluss. Jetzt können sie erstmals in Staatsgeheimnis 9/11 hören. Außerdem spricht Nicolas Steiner mit ehemaligen FBI-Ermittlern. Top-Anwälten und weiteren Beteiligten, um herauszufinden, was Saudi-Arabien tatsächlich mit den Anschlägen zu tun hatte. Dark Matters Staatsgeheimnis 9/11, jetzt in AID Sounds. Den Link findet ihr in den Showdowns.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Palantir übernimmt den Namen „Palantír“ aus Tolkiens „Herr der Ringe“, wo die Kristallkugeln eine Warnung vor Technologiegläubigkeit darstellen – sie zeigen nur selektive Ausschnitte der Realität und täuschen den Nutzer.
  2. Alex Karp, CEO von Palantir, hat sich von einem linken Intellektuellen, der in Frankfurt bei Jürgen Habermas promovieren wollte, zu einem rechten Tech-Visionär gewandelt, der Gewalt als zentrales Mittel zur Verteidigung westlicher Werte propagiert.
  3. Karps Doktorarbeit in Frankfurt zeigte bereits ein pessimistisches Menschenbild, und seine Ablehnung durch Habermas war eine persönliche Enttäuschung, die seinen weiteren Weg prägte.
  4. Palantirs Erfolgsgeschichten, wie der Einsatz in New Orleans zur Senkung der Mordrate, wurden oft übertrieben dargestellt – die tatsächliche Wirkung der Software war umstritten.
  5. Nach dem Börsengang 2020 und dem
  6. Oktober 2023 radikalisierte sich Karp weiter, näherte sich Donald Trump an und veröffentlichte 2025 das Buch „The Technological Republic“, das eine technokratische Elite propagiert.
  7. Die zentrale Ironie

Summary:

Diese Podcast-Folge von „Inside Palantir“ untersucht die Wandlung von Alex Karp, dem CEO des Datenanalyse-Unternehmens Palantir, und zieht dabei eine Parallele zu Tolkiens „Herr der Ringe“. Die Palantíri, magische Kristallkugeln, sind in der Geschichte keine positiven Werkzeuge, sondern eine Warnung: Sie zeigen nur einen selektiven Ausschnitt der Realität und führen den Nutzer in die Irre – wie den Herrscher Denethor, der durch die Kugel die Hoffnung verliert und sich selbst verbrennt. Diese Warnung vor Technologiegläubigkeit steht im Kontrast zu Karps heutigem Denken.

Die Folge zeichnet Karps Biografie nach: Von seiner Zeit in Frankfurt, wo er bei Jürgen Habermas promovieren wollte und an Legasthenie litt, über seine Doktorarbeit mit pessimistischem Menschenbild bis zu seinem Aufstieg als CEO von Palantir. Nach dem Börsengang 2020 und dem Angriff der Hamas 2023 radikalisierte sich Karp zunehmend, näherte sich Trump an und propagierte in seinem Buch „The Technological Republic“ eine technokratische Elite, die Gewalt zur Verteidigung westlicher Werte einsetzen soll. Die Ironie: Karps Lösungen erinnern genau an die Technologiegläubigkeit, vor der Tolkien und die Frankfurter Schule warnten.

Er sieht Technik als Rettung, obwohl sie nur einen verzerrten Blick auf die Welt bietet – eine Warnung, die Karp selbst ignoriert.

FAQs

Palantiri sind magische Kristallkugeln, mit denen man weit entfernte Orte und Menschen sehen kann, ähnlich wie eine Webcam. In der Geschichte sind sie jedoch eine Warnung vor Technologie, da sie nur einen selektiven Ausschnitt der Realität zeigen.

Denethor schaut in den Palantir und sieht eine schwarze Flotte, die er für Feinde hält. Der Palantir zeigt ihm aber nicht die ganze Wahrheit: Die Flotte bringt Verbündete, die den Sieg sichern. Er verliert dadurch jede Hoffnung und begeht Selbstmord.

Karp war in Frankfurt ein linker Intellektueller, der bei Jürgen Habermas promovieren wollte. Heute ist er ein Tech-CEO, der Gewalt als Mittel zur Verteidigung von Werten betont und sich politisch stark nach rechts bewegt hat.

Das Buch argumentiert, dass der Westen nur durch organisierte Gewalt überlegen ist und dass eine technologische Republik, geführt von Ingenieuren und Gründern, die Lösung für Bedrohungen von außen und innen ist. Es kritisiert die woke Linke und betont die Überlegenheit westlicher Kultur.

In New Orleans stellte Palantir Software zur Kriminalitätsbekämpfung bereit, was die Mordrate senkte. Kritiker werfen vor, dass die Software Rassismus verstärkt. Karp sah dies als pragmatische Lösung und brach zunehmend mit linken Kritikern.

Kleinaktionäre von Palantir gaben ihm den Spitznamen 'Daddy Karp' und verehren ihn fast wie einen Guru. Karp genießt diese Fanbase und liefert Sprüche, die oft provokant sind, was die Anhänger feiern und ihn weiter radikalisieren.

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