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Inside Palantir: Burritos und Bin Laden (1/5)

43m 38s

Inside Palantir: Burritos und Bin Laden (1/5)

Diese Podcast-Folge beleuchtet die Entstehung und das Innenleben von Palantir, einer der mächtigsten und umstrittensten Tech-Firmen der Welt. Im Zentrum steht Alex Karp, ein promovierter Philosoph, der entgegen jeder Erwartung CEO wurde. Karp wuchs in einer politisch linken, gemischten Familie auf, fühlte sich früh als Außenseiter und forschte in Deutschland über die Ursachen des Holocausts. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erkannte er zusammen mit seinem Freund Peter Thiel, dass Geheimdienste Daten nicht effektiv verknüpfen konnten. So gründeten sie Palantir, benannt nach einer magischen Kristallkugel aus „Der Herr der Ringe“, um Terroranschläge zu verhindern. Die Firma entwickelte Software, die riesige Datenmengen analysiert und Verbindungen aufzeigt – anfangs für die CIA, später auch fürs Militär. Palantir kultivierte eine starke Firmenkultur mit Mission, Extras wie Burrito-Bars und dem Slogan „Rette das Auenland“. Die Folge zeigt, wie Karp Bewerber mit unangenehmen ethischen Fragen konfrontiert, etwa ob sie damit leben könnten, dass ihre Software jemanden tötet. Zugleich wird deutlich, dass Palantirs Einfluss wächst und die Technologie zunehmend für Überwachung und politische Zwecke genutzt wird, was grundlegende Fragen zur Kontrolle solcher Werkzeuge aufwirft.

Transcription

5143 Words, 32562 Characters

German
Aber hey, es ist das Jahr 2009 und dann kann programmieren. Ganz gut, wie er sagt. Das heißt, um Leute wie ihn, klappt sich gerade das ganze Silicon Valley. Ein Unternehmen fliegt ihn extra ein nach Palo Alto, bucht ihm ein Fancy-Hotel. Fürs Bewerbungsgespräch fährt Dan zum Office. Der weibte, so ewige College Party, Mitarbeiter trinken Schatz mitten am Tag, machen Schnitzeljagen, durchs Büro. Aber meisten gefällt Dan. "I would you stay and chicken." Die Burrito bar. Da kannst du dir Burritos zusammenstellen lassen. "Beer like I want bad and that and that and they would roll it for you right there." Die werden für dich gerollt, vor deiner Nase. "It was a fantastic." Oder diese Stories von Leuten. "They created requests special snacks." Die sich ihre Lieblingsnacks extra ins Office liefern lassen. "From like imported from Japan or all kinds of crazy things." Dan ist, im Merkz vielleicht, ein großer Fuddi. Bei den Bewerbungsgesprächen gibt er also alles. "I would have a ruling day of interviews." Sexgespräche nacheinander. Ziemlich anstrengend wie er sagt. Irgendwann setzt er dann auf dem Firmengelände. "I'm just sitting there eating buffalo wings like in like." Und Dan denkt. "I'm gonna be so sad when they don't give me this job because this wouldn't be amazing." Der Job hier wäre der Wahnsinn. Aber eine Sache fehlt noch. Ein Gespräch mit dem Chef. Ein letzter Check. Und da passiert was. Das Gespräch läuft eigentlich gut, entspannt. Bis zum Ende. "Darstellt der Chef Dan, dieser eine Frage." "How would you feel if software you were done, someone to be killed?" Wie würdest du dich fühlen, wenn die Software, an der du hier arbeitest, jemanden tötet? Dieses Unternehmen. Das ist Palantier. Das führt sich hier nicht mehr übertrieben an. Mysteriöseste Tech Company der Welt. Palantier ist für viele so was wie ein Synonym. Für etwas, wo vor sich immer mehr Leute fürchten. Total überwachen. "Du kannst Palantier nicht, aber Palantier kennt dich. Und zwar besser als sie liebt." Was verbirgt sich hinter Palantier? Das Unternehmen baut Software, die angeblich alles sieht. Und alles kann. "Ihr ist die Kurzhassung, bevor sie uns alle verschlafen." Die Firma Palantier ist mit Abstand die größte Kommaziere über Wachungsformat der Welt. Terroristen stoppen. Angeblich sogar in die Zukunft schauen. Nur was Palantier wirklich tut, das wissen weniger. Dabei wird der Einfluss des Unternehmens jenntag größer. "The world's scariest and most important company." Egal was gerade auf der Welt passiert. Die Kriege im Iran, der Ukraine, Gaza, die Massenabschiebungen in den USA. Palantier hat seine Finger im Spiel. "What are you doing? She's a citizen!" "That's my mom!" Palantier haben ein sehr besonderes Manifesto gespielt, die die Bramlings der Superbellen gespielt haben. Palantier Software hilft, die Politik der Trumpregierung durchzusetzen. Und sie läuft längst auch auf Servern hier in Deutschland, bei der Polizei. Eine umstrittene, amerikanische Software-Entsetzung. Uns ist etwas klar geworden. Palantier stellt uns alle gerade vor ein Problem. Eins, dass über die Zukunft entscheiden wird. Können wir die Werkzeuge, die wir gerade erschaffen? Überhaupt noch kontrollieren? Weil was Danz-Neuer-Chef ihn damals gefragt hat. "How would you feel if software you were done was someone to be killed?" Das war noch nie so aktuell wie jetzt. Das ist Wild Wild Web, Inside Palantier. Ich bin Janne Knötler. Und ich, Amri, der Hörmei. Folge 1, Buritus und bin Laden. Bevor wir loslegen, eine Sache. Wir haben gemerkt, über Palantier kursiert extrem viel gefährliches Haltfissen. Palantier, das ist doch dieses Unternehmen, das vom rechten Tag Investor Peter Thiel geführt wird. Und das all unsere Daten sammelt. So hätte ichs vor unseren Recherchen vielleicht auch zusammengefasst. Das Problem daran, fast alles an diesem Satz ist falsch. Vieles, was Leute über Palantier glauben zu wissen, das stimmt nicht. Oder nur so halb. Daran ist das Unternehmen nicht ganz unschuldig. Palantier hat lange nur wenig mit der Öffentlichkeit geredet. Auch wir haben monatelang mit Palantier verhandelt, aber bis Produktionsschluss kam leider kein Interview zustande. Ex-Mitarbeiter unterschreiben eine Art Super-NDA, wenn sie gehen. Da versprechen sie niemals ein schlechtes Wort über Palantier zu verlieren. Wir wollten trotzdem hinter die Kulissen schauen und haben es nach ein paar Anlaufschwierigkeiten auch geschafft. Und wir haben Wege gefunden, mit ehemaligen Palantirians zu reden. Bei manchen mussten wir Stimmen und Namen verfremden, um sie zu schützen. Wie bei Dan, den ihr eben gehört hat. Andere wollten unbedingt an der Reckert. Das ist der Freiste für ich. Wie er hier. Nothing is for free, my friend. Ich frie das. Bei Palantier von 2013 bis 2018. Sie alle haben uns klargemacht. Wenn ihr Palantier verstehen wollt, dann müsst ihr mit einem Typ anfangen. You have to buy into the cult of carp. Alex Carp. Der vielleicht ungewöhneste Taxi-Eo überhaupt. Weil er mit Tag eigentlich nichts am Hut hat. Alex Carp ist Philosoph, Doktor der Philosophie. Das ist ein Philosopher, Genius, seine Sicht auf die Welt. Ist es, die Palantier so besonders macht, anders als die Konkurrenz? Die kann compared, die like, Their Competition, IBM oder Microsoft oder anybody else. Das ist just like the best. Also, das lernen Palantirians zumindest. Direkt in ihrer Einführungswoche, sagt Alfredas. Da werden die neuen quasi auf ihren Chef eingeschworen. Alex Carp sei ein Visionär. Carp ist kind of a godlike persona, you know. Eine fast schon godgleiche Person. Es ist so so different. Es ist so different. Es ist so different. Das ist Michael Steinberger. Er hat Carp immer wieder getroffen. Über sieben Jahre. Und eine Biografie über ihn beschrieben. Das ist basically his biography, exactly. Steinberger ist Journalist bei der New York Times. 2021 reist erweit in den Norden der USA. In den Bundesstaaten New Hampshire ist fast an die Grenze zu Kanada. Auf Einladung von Carp. Wir sind 1 h in der Kanadian-Border, so ist es da. Das ist ein Bereich, wo dein Cellphone Reception wird. Zwei Tage lang ist Mike unterwegs. Zug, Leivagen, Highway, Dunstrasse, Feldweg, Funkloch. In seinem Kopf geht ein Film los. Was wartet da wohl? Am Ende dieser ewigen Straße ins Nergendwo. Aus weiß Kontrolle? Gezückte Maschinenpistolen? Steinberger rechnet mit allem. Als Journalist hat er schon ein paar Milliardäre getroffen. Viele Mega-Willen von innen gesehen. Früher hatte er über Wein geschrieben. Spezialgebiet, Etiquetten-Schwindel. Und auch, wenn er heute über Amerika's Milliardäre recherchiert, im Kern interessiert ihn immer noch das selbe. Steinberger fährt um die letzte Biegung. Und ist überrascht. Kein Vorposten mit Knaren. Kein Proz Palazzo. Auf einem grünen Hügel im Wald steht einfach nur ein Haus. So eins, wie es auch in den Alpen stehen könnte. Da neben eine Scheune. An der Haustür wartet ein Schlanker, freundlich grinsener Typ mit Brille. Und etwas während selbernen Locken. Servus. Ich freue mich dabei zu sein. Genau. Alex Karp spricht Deutsch. Und hat auch ansonsten eine sehr interessante Beziehung zu Deutschland. Kommen wir noch zu. Ja, es ist ein Bissen. Es hat gesagt, ein Stück deutsche Inlichkeit und Karma. Karp zeigt Steinberger erst mal seinen Happy Place. Und das ist meine Scheune. Die Töne hier sind aus einem anderen Interview. Das ist ein paar Jahre später für den Palantier-Judel. YouTube-Channel gibt. Und hier haben wir, also, kommen viele Kollegen aus Palette, wir arbeiten zusammen. Mit Steinberger spricht Karp nicht auf Deutsch, also die beiden reden erst mal gar nicht. Steinberger folgt Karp in die Scheune. Dort holt Karp erst mal ein Holzschwert raus. Das erste, was Karp für einen Ticci-Session machen, ist Ticci, dieses chinesische Schattenboxen in Slow Motion. Aber mit Schwert, Karp's Hobby. Er ist ein Ticci-Instructor, Grandmaster Yang Yang, der sich von New York flog. Und so, wir stehe in der Bahn, und das ist es, die Ticci machen. 20 Minuten lang schaut Steinberger zu, wie Meister Yang Yang und Karp in Zeitlupe kämpfen. Okay, der ist wirklich anders als dein Durchschnittsmiljahr, der denkt sich Steinberger. Erst recht, als er und Karp endlich anfangen zu sprechen. Über Tech und Politik. Karp hört Steinberger zu, interessiert sich für seine Meinung. Ist oft echt witzig. Wie anders Karp ist, merkt er auch später beim Mittagessen. Statt einem Sterne-Menü warten da. Salzprezeln mit Erdnussbutter. Vor allem aber fällt Steinberger etwas anderes auf. Die Leute, die mit ihm im Raum sitzen. Zum Beispiel einer von Karp's Assistenten. Also neben Hermann, Gabriel, Agnes und Martin. Das ist die Außdrucker, das ist ein Zwiss. Und sie sind mit ihnen in Deutschland. Mit ihnen spricht er fast nur Deutsch. Okay. Und dann sind dann noch Karp's Leibwächter. Die meisten aus Norwegen. Die ganze chose war der James Bond. Später, als er Karp beim Joggen begleitet, sind sie um Ringt von Securities. 102 Norwegen neben ihnen. Noch einer auf dem Fahrrad. Und hinter ihnen ein Auto. Würzt Steinberger in seinen vielen Treffen mit Karp immer wieder mitbekommen? Und ihm wird was klar, Palantir. Karp's Unternehmen ist das Ergebnis genau dieser Angst. Eine Angst, die Karp schon lange begleitet. Karp wächst Ende der 70er, Anfang der 80er auf. An einem damals ziemlich harten Ort. Vieler Delfia. Die Polizei dort gilt als Korrupt und brutal. Vor allem in Auseinandersetzungen mit schwarzen Bürgerrechtsorganisationen. Fahrenfurtlich dafür ist der Bürgermeister, Frank Rizzow. Und auch als Mayer Rizzo nicht hesserte zu sein, in seine Truppen zwei Wochen bis zu einer Gruppe von Black Ratticles, die sich angebildet werden. So ein Lor und Order-Hardleiner. Viele sagen ein Rassist. Einer, der die Telefone seiner politischen Gegner abhören lässt. Heimlich eine eigene Polizei-Truppe führt. Aber es gibt auch Widerstand. Mitten drin, Karp's Eltern. Karp's Vater Bob ist Kinderarzt und jüdisch. Mutter Leah ist Künstlerin und Schwarz. Beide sind politisch links. Karp sagt heute, hippies. Sie nehmen Erlex und sein jüngeren Bruder Ben, mit auf die Straße zu demonstrieren. Auch zu Hause am Küchentwisch wird ständig über Politik diskutiert. Eigentlich geht's der Familie nicht schlecht, kleines Haus gebilderte Mittelschicht. Aber Karp sagt, seine gemischte Identität bei Racial, also Schwarz und weiß, und dann noch jüdisch und dann noch links, die hinterlässt früh so ein Gefühl bei ihm. Wir Karp's sind anders. Wir sind Außenseiter. Er zielte auch vor ein paar Jahren im Podcast "American Optimist". Everything about my life was further outside the norm than I realized. I would have loved to be an insider somewhere. Alles an seinem Leben sagt Karp, sei außerhalb der Norm gewesen. Sein biograf Mike Steinberger sagt es so. Karp sei schon früh mit einem starken Gefühl von Verletzlichkeit aufgewachsen. Und mit dem Gefühl, dass es sich in der Welt irgendwie allein durchschlagen muss. Nach der Heißgul studiert Alex Philosophie in Harvard. Ein ziemlich guten, kleinen Privatuni am Rand von Philadelphia. Steinberger hat Karp's Foto im Jahrbuch angeschaut. Alex Karp trägt eine Kufier um den Hals, ein Palästinensertuch. Es scheint, als wolle er damit zeigen, ich bin auf der Seite der Unterdrückten. Karp organisierte Konferenz gegen rassistische Gewalt am Campus. Gibt ein Zeitungsinterview, indem er Präsident Reagan kritisiert. Angesiert sich in einer schwarzen Studentenkruppe. Fast schon das Klischee eines progressive Philosophie-Students. Er nennt sich selbst Sozialist. Karp geht es gut in Harvard. Er hat viele Freunde, hier große Freunde. Er hat Freunde, Dates und sogar einen Spitznamen. Er, Smooth, wegen seiner Dance Moves. Und Notentechne schläft es auch. So gut, dass er sich die Unis fürs Hauptstudium fast aussuchen kann. Karp wählt Sternford Law. Also Jura an der Top-Unie im Silicon Valley. Als er da ankommt, da will ein ganz anderer Wind als im progressive Philosophie-Paradies. Er hat es gesagt. Er hat es gesagt. Er hat es gelistet, dass Law-School nicht zu Hause ist. Karp hast Sternford. Diese sind alle Leute, die sich aus der Top-Law-Firmsengau bestätigen können. Alle wollen nur Geld und Karriere. Er war looking für etwas mehr intellektually nourishing und er war nicht da. Karp sucht mehr. Und in seinem Dom wohnt jemand, dem es genauso geht. Peter Tiel. Der spätere Papergründer und heute, der vielleicht Einflussreiste, rechte Tech Investor. Tiel gibt damals, natürlich, eine Strammrechtslibertäre Unizeitschrift raus. In der Erregter sich furchtbar auf über die Politiker Correctness seiner Linken mit Studenten. Nur ausgerechnet mit dem linken Sozialisten Karp mit dem kommt er klar. Die beiden verstehen sich, obwohl sie sich einen politischen Dauerfeit liefern. Und sie dürfen sich befreundet werden. Und sie können sich in die Hage bekommen. Sie können sich gut vorstellen. Zwei Anfang zwanzigjährige, die so überzeugt sind von ihren Ideen, dass sie sich ständig in die Hage kriegen. Oft treffen sie sich nachts im Dorben rum. Diskutieren und spielen Schach. Beide ziehen ihr Studium durch. Aber Karp bleibt dabei. Super bezahlter Top-Anwalt, ohne mich. Er will intellektueller werden, ein berühmter Philosoph. Oder, wie er selbst in einem Fernsehinterview mit PBS sagt. Und Anfang der 90er geht Karp dafür? Nach Deutschland. Kaps Vater hat Vorfahren im deutschsprachigen Raum. Und die älter Alex wird, wächst da so eine, die Fuse Deutschland sehen, sucht ihn ihm. Er liest deutsche Philosofen und Schriftsteller. Faust kann er irgendwann teilweise auswendig. Dann mit Mitte 20 fliegt er hin, nach Frankfurt. Anfang der 90er ist das. Redet er auch auf dem Palantin YouTube-Channel drüber. Als ich nach Deutschland gegangen bin, das war aus wissenschaftlichen Interesse. Aber natürlich habe ich wieder entdeckt, wie viel aus Deutschland in meiner Erziehung eingefloßen ist. In Deutschland lernt Karp beeindruckend schnell Deutsch. Niergendwo anders, sagt er, hat er sich so wohlgefühlt. Ich muss nicht immer sagen, mir geht's gut. Ich primus nicht sagen, ich lieb dich nach zwei Mal jemand treffen. Ich darf eine Meinung haben, die nicht ungefähr, die von jedem anderen ist und man darf in die Tiefe gehen. Karp mag Deutschland. Und Deutschland mag Karp. Er kann noch mal über das Jahr, um die Karp. Und was sich für die Karriereplanung gut trifft? Der damals bedeutendste Linke Denker der Welt ist auch hier. Jürgen Habermas. Habermas ist damals der Superstar der Philosophie. Bei ihm will Karp promovieren. Es wird nicht ganz so klappen, aber dazu in einer späteren Folge mehr. Habermas lernt an der göte Universität in Frankfurt. Der Forschungsschwerpunkt hier ist kritische Theorie. Also unter anderem der Versuch zu verstehen, wie es in Deutschland zu Faschismus und zum Holocaust kommen konnte. Hier kommt Alex auch wieder mehr mit seiner jüdischen Identität in Kontakt. He really want to understand at a deeper level how the Holocaust had happened. He wants to go to Germany to understand how this country that had been the center of European civilization descended into such barbarism und turniert. In seiner Doktorarbeit geht es um Aggressionen und woran es liegt, dass in so einem aufgeklärten Land wie Deutschland der Holocaust geschehen konnte. Und dabei schwingt natürlich eine Frage immer mit, könnte sowas wieder passieren? Karl forscht fast zehn Jahre im Deutschland und dann passiert das hier. Ein Dienstag morgen, kurz vor 9 Uhr. Karp's Biograf, Michael Steinberger und seine Frau liegen gerade in Betz, in den Armen ihr drei Wochen altes Baby, das nicht schlafen kann. Es ist der 11. September 2001. Ich bin auf der TV und habe gesagt, "Holy shit!" Steinberger ist neben nur 25 Autonuten vom World Trade Center entfernt. Im Fernsehen sieht Steinberger live die brennenden Türme. Menschen, die auch hier sind. Die aus den oberen Storkwerken springen. Und dann dieser hilflose Moment, als alles zusammenbricht. Rund 3.000 Menschen sterben bei den Anschlägen. Und wie die Steinbürgers hat plötzlich ein ganzes Land Angst. Alex Karp ist damals nicht in New York. Aber auch er fühlt sich bedroht, wie damals alle Amerikaner. Er war sehr beruhig, sehr beruhig. Aber er hat den gleichzeitig auch schon einen Schritt weiter. Für Karp greifen plötzlich ein paar Dinge ineinander. Er hat ja gerade fast zehn Jahre zu den Ursachen des Verschismus in Deutschland geforscht. Er weiß, wie Angst eine Gesellschaft verändern kann. Und sicherheit lässt Menschen oft nach Hardlein anrufen. In Deutschland wissen wir ja, wie das ausgegangen ist. Und das könnt jetzt auch in den USA drohen, den Karp. Und für ihn ist klar, Hardleiner und Autoritäre greifen als erstes die an, die anders sind. Erzählte im Podcast "American Optimist". Wenn man eine Liste macht, sagt Karp einmal, erfülle er jeden einzelnen Punkt. Schwarz, jüdisch und dann auch noch links. Und jetzt kommt es zum vielleicht größten Zufall in Karp's Leben. Ausgerechnet zu dieser Zeit hat sein Schachtballi aus der infordene Idee. Peter Tiel. Dem ist nämlich was aufgefallen. Er glaubt, der Anschlag von bin Ladenseilkaider hätte verhindert werden können. Die Geheimdienste hatten eigentlich mehr als genug Infos um zu wissen, da ist was im Busch. Die Hinweise waren da. Nur war keiner in der Lage, das ganze Bild zu sehen. Tiel denkt, dass es die Chance für Tech Leute wie ihn etwas zu tun für die Sicherheit der USA. Er träumt von einer Software, die alle Geheimdienstaten auf einmal sehen und verknüpfen kann. Damit den Behörden nie wieder etwas durchrutscht. Den Namen für sein neues Projekt Bock Tiel sich wie so oft aus Herderringen. Palantir. In den Büchern eine magische Kristallkugel, mit der man weit entfernte Personen und der Ereignisse sehen kann. Tiel ist zu der Zeit ein junger Star Investor, Silicon Valley. Anfang der Nullerjahre mischt den etlichen Start-ups mit. Sein Anteil ein PayPal, zum Beispiel, verkauft er 2002 für über 50 Millionen Dollar. Hier ein kleiner Service hinweis. Wenn ihr mehr über Peter Tiel und seinen Aufstieg zum kontroversesten Tech Investor überhaupt erfahren wollt, hört doch gern mal in unsere letzte Staffel rein. Tiel ist also damals schon steinreich. Sein alter Kuppel Carb dagegen? Das ist ein Gein nun am Mitte 30, die nicht wirklich eine Karriere ist. Es ist immerhin Doktor der Philosophie und sonst ein bisschen Lust. Er hängt seit Kurzem wieder öfter in Kalifornien ab, organisiert Fundraiser für eine jüdische Stiftung und trifft sich ab und so mit Tiel. Und als Tiel einmal mitkommt zu einer Miwem von Carb, da fällt ihm was auf. Tiel, at some point realizes that Carb is very good at raising money, very good at getting rich people to write big checks. Carb kann richtig gut Geld eintreiben. Und weil bei diesem Palantierprojekt gerade immer noch die CEO-Stelle offen ist, denkt Tiel sich, warum eigentlich nicht Carb? Es gibt da ein paar Dinge, die eigentlich überhaupt nicht passen. Carb hat keine Ahnung vom Programmieren, von Terrorismusbekämpfung oder von Betriebswirtschaft. Für Geheimdienste zu arbeiten, ist für ein Linksintellektuellen wie ihn eigentlich auch eher ein No-Go. Und überhaupt, Konflikte sind bei der ganzen Sache vorprogrammiert. Wissen wir ja, politisch könnten die beiden nicht weiter auseinander liegen. Aber eine Sache sagt Biograf Mike Steinberger, verbindet sie dann doch. Beide glauben, wenn der Terrorismus zunehmt, dann könnte Amerika sich radikalisieren. Und am Ende geht vielleicht sogar die Demokratie dabei drauf. Und Tubby Fair. Wie oft bekommt man es nicht mehr ganz junger Doktor der Philosophie, einen CEO-Job angeboten? Carb sagt ja. Das erste Geld steckt Tiel selbst in seine neue Firma. Um das große Ziel zu erreichen, also Terrorismusstoppen mit super Smarter Software, braucht es aber mehr. Viel mehr. 2004 zieht Carb also los, von Investoren-Meeting zu Investoren-Meeting. Nur gibt's da einen Haken. Für Carb bedeuten die ersten Meetings viele gebliebste Lächeln, viele Absagen. Noch heute erzählt er von einem Treffen mit einem besonders mächtigen Investor. Und der er führt Carb vor. Statt einer Zahl mit vielen Nullen auf ein Schäck zu schreiben, kritzelt er nur gelangweilt im Notheez Heft. Eine Art kaligrafischer Mittelfinger. Carb will still talk about that to this day. He thought he wishes he had told the guy at the time to go fuck himself. Die Investoren im Silicon Valley haben damals überhaupt kein Interesse an Geheimdienst Software. Die heißesten Produkte gerade, eBay, PayPal, Myspace. Das Consumer-Internet. Services, wo Nutzer Geld ausgeben oder wo man ihnen viel Werbung zeigen kann. Morales scheinbar unbedenklich. Immerhin ist das die Zeit, in der das Silicon Valley sein, in ein offizielles Motto findet. Making the world a better place. CEO's verkaufen sich als Weltverbesserer. Die Menschen kornekten ihn den Alltag erleichtern. Google's Motto don't be evil. Mit Geheimdienst Kram will sich dann niemand die Händel schmutzig machen. Dass das Valley im die kalte Schulter zeigt, das trifft Carb damals. Aber er nutzt es auch für einen rhetorischen Tai Chi-Move. Er verwandelt das alles in eine Geschichte, in die Origin-Story von Palantir. Und irgendwie auch seine eigene. "We were the freak show." Wir sind die Außenseite. Keiner versteht uns. Wir sind anders. So erzählt der Später auf dem Palantir YouTube-Channel. "We would show up, the freak show trying to get things to work." Wir trauen uns wirklich wichtige Dinge zu erschaffen. Auch wenn es schwierig wird. Lasst die anderen mal Consumer-Apps bauen. Wir verhindern Terrorismus. Nur braucht Palantir dafür erst mal Geld. Die Rettungen kommt dann aus einer unerwarteten Richtung. Von der CIA. Also von In-Cutell. Die CIA Tochterfirma investiert in Start-ups. Nach mehreren Meetings investiert In-Cutell rund 2 Millionen Dollar in Palatir. Damit kann es losgehen. Fast wichtiger ist das Geld. Palantir da freien in die Welt der Geheimdienste. Mitarbeiter reisen alle zwei Wochen nach Virginia zur CIA. Hören den Agenten zu, versuchen zu verstehen, was so ein Geheim Agent braucht. Und hier haben Sie Ihren Aha-Moment. Die Datenwelt bei Behörden. Die ist nämlich selbst bei der CIA. Ein ganz schöner Sau auf dem. Manche Infos sind online. Andere liegen auf lokalen Festplatten oder Discappen. Viele sind sogar noch auf Papier. Und selbst, wenn man alles mal digital hat, gibt es Zick, Programmiercoats und Formate. Die alle zusammenpassen müssten es aber meistens nicht tun. Es ist, wie auf einer Party, wo jeder Gast eine interessante Geschichte zu erzählen hätte, nur keine dieselbe Sprache spricht. Die Programmierer bei Palantin checken, es braucht jemanden, der all diese Daten verknüpft. Also, ein Dolmetscher. Und genau so eine Software bauen sie jetzt. Vielen Agenten hilft das. Wenn sie nach einer Infosuchen müssen sie jetzt nicht mehr 15 verschiedene Files öffnen. Es gibt einfach eine Suchneister. Palantin zeigt ihnen aber auch Verbindungen in den Daten. Wieso die Klischee-Pinwand in Sonntagabend-Krimis, wo verdächtige mit roten Bindfieden verbunden werden. Nur halt tausend mal schneller als Menschen das könnten. So sagt Karp, kann man die Nadel im heuerhaufen finden. Die Nadel, das heißt, in dieser Meta-Fahr-Zu-Beispel, jemand, der einen Anschlag plant. Terroristen. Für die damalige Zeit tatsächlich relativ revolutionär. Von ein, zwei Aufträgen allein kann Palantin aber nicht leben. Ende der Nuller Jahre, Anfang der 10er-Jahre, macht Palantin Verluste jedes Jahr. Also wird Karp kreativ, um neue Kunden zu gewinnen. Das Militär zum Beispiel. In Afghanistan sterben damals viele US-Soldaten durch Sprengsätze am Straßenrand. Also schickt Palantin ein paar Programmierer direkt zu den Truppen. Forward deployed engineers, nennt sie das bei Palantin. Software-Entwickler, die direkt beim Kunden arbeiten. Die werden bald zu einem richtigen Erfolgsmodell. Aus Daten des Militärs entwickeln Palantiers-Programmierer Heatmaps. Also Karten, die den Soldaten zeigen, welche Straßen besonders gefährlich sind. Palantier rettet damit leben. Es war vielleicht die meisten Jahre in meinem Leben. Ich glaube, es gab 16 Militärs ein paar Wochen. Breakfast lunch in dinner, Monday, Friday und lunch on Friday. Den kriegt das alles aus dem Office mit. Hey, help. Military, prevent. Soldiers dying to IEDs. We celebrated those wins, and that was very cool. Wuranne selber genau arbeitet, dürfen wir hier nicht sagen. Seit den, es 2009, bei Palantier reingeschafft hat, will er gar nicht mehr raus. Also, literally. Manche von Danz-Kollegen leben quasi in der Firma. Yeah, I **** did have, you know, stay in the office for 30 days' thing or whatever it was. Nach nur ein paar Jahren arbeiten im Büro in Palo Alto rund 150 Mitarbeiter. Carp sorgt dafür, dass sie gerne da sind. Wirklichst jeden Tag und möglichst lange. Von der Burrito Bar haben wir schon gehört. Aber da ist noch mehr. Es gibt z.B. Unisex-Klos. Und für Partner in homosexuellen Beziehung übernimmt die Firma die Krankenversicherung. Jeder, egal mit welchem Background, soll sich wohlfühlen. Auch als CEO vom Tech-Start-up scheint Carp nicht zu vergessen, wo er herkommt. Er nennt sich Sozialist und Welt-Demokraten. Und? Er ist ein Fan von Diversität. Carp entwickelt dabei seinen ganz eigenen Management-Stil. Er wird zu einer Persona, irgendwo zwischen Guru und Maskottchen. Clark would come and talk to us, and his favorite phrase was "H.R. told me not to say this, but because he'd have had no filter." In meetings geht er gerne off script, plaudert Details aus. Manchmal verwandt er, ein Meeting in eine Tai Chi-Session. Für alle. Botschaften für Investoren nimmt er mitten im Wald auf, auf Langlauf schieren. Sein anderes Großes Hobby. Mit der Korki-Art wird er intern zu so einer Art "Mim" auf eine positive Art. Hast du gesehen, was er jetzt wieder cooles gemacht hat? Ich hab das Gefühl, ich hab's schon gesagt. Ich hab das Gefühl, ich hab das Gefühl, ich hab's schon gesagt, dass er jetzt wieder cooles gemacht hat. Ja, das ist Carp alright. (lacht) Vor allem aber versteht Carp es, sein Mitarbeiterin eines zu geben. Eine Mission. - Carp, you know, would save it, like, we're all a bunch of weird nerds and no one understands us. Dabei hilft im Palantin's Origin Story. Wie Palant hier abgelehnt wurde im Silicon Valley. Wir sind die Anderdogs. Das schweißt zusammen. I felt accepted at power and tear, like I had never been accepted anywhere before. Und Carp's große Mission für seine Mitarbeiter, die sieht man im Büro. Im Folie hängen Holzbuchstaben auf einem Hintergrund aus Moos. Das steht "save the shyre", rettet das Aunland. Also da wurden her der Ringel die Hobbits herkommen. Carp nennt seine Palantarians sogar so. Hobbits. Die Botschaft, was ihr hier macht, das ist wichtig. Ihr beschützt die unschuldigen. Dieses Story, die führt dazu, dass Palantie viele talentierte Programmierer anwerben kann, auch ohne Top-Gehälter zu zahlen. Alfredas zum Beispiel. Und wie ernst diese Mission werden kann, das zeigt sich ziemlich bald. Zweiter Mai 2011. Tonight I can report to the American people and to the world. Fast 10 Jahre nach 9/11. Mitten in der Nacht tritt Barack Obama im weißen Haus vor die Kameras. An seinem Anzug glitzet ein Pin mit US-Flagge. Er spricht die Worte auf den ganzes Land wartet. The United States has conducted an Operation that killed Osama Bin Laden, the leader of Al-Qaeda. Spezialkräfte der USA haben Osama Bin Laden gefunden und getötet. Schon bald kursiert ein Gerücht. Den haben sie nur dank Palantier gekriegt. Auch den und die anderen Palantirins spekulieren darüber. Ich weiß nicht, ob das nicht true oder nicht. Ich weiß nicht, ob jemand, der weiß, wie es liebte, würde ich nicht mehr sagen. So, hoping that it was a grain of salt, but many people at Palantie, you definitely believe that they could take some pride in that. Und Cap, did your company help to track and kill Osama Bin Laden? Der weiß genau, dass seiner Firma das Gericht mit dem Bin Laden cool hilft. You know, we can never, I'll tell you, I'll tell you, we don't confirm, don't deny. When you look at the, like, when you open the paper and look in the news about these kind of things, there's a two-thirds chance, depending on the country involved, that somehow my company was involved. Ob Palantier wirklich beteiligt war, den Laden zu finden, ist bis heute ungeklärt. Aber, und das ist vielleicht wichtiger, es ist plausibel. Denn wie sich herausstellt, ist Palantier-Software nicht nur gut darin Gefahren zu vermeiden, Straßenbomben und so weiter. Sie kann vor allem eins gut, Ziele finden. Palantier schreibt ein Kriegsreporter damals, ist eine Killer-App. Also, im wahrsten Sinne des Wortes. Deshalb auch die Frage, die Karb-Dan stellt. "How would you feel if software you were done caused someone to be killed?" Für Dan ist die Antwort klar. Freiheit hat eben ihren Preis. Und alle bei Palantier sind bereit, in zu zahlen. Die sind sehr pragmatisch, und sie believe, dass, äh, es gibt Leute in diesem Land, die sich mit denen zu tun haben. Das ist die Kosten von Protecting Freedom. Und ich war fährlich auf dem Weg für einen Punkt. Ich glaube, Freedom ist nicht frei. Mit der bin Laden-Story entsteht ein regelrechter Mythos um Palantier. Das geheimnisvolle Daten-Startub ist plötzlich ein großer Name im Silicon Valley. Und findet erkunden, abseits von Geheimdienst und Militär. Palantier hilft bei der Aufklärung von Kindesmissbrauch. Koordiniert die Humanitäre Hilfe bei Naturkatastrophen. Und Palantier gewinnt auch kommerzielle Kunden. Erbuss zum Beispiel. Den hilft Palantier die ultrakomplizierte Produktion von Flugzeugen, besser zu koordinieren. Bei Ferrari hilft Palantier, Renndaten auszuwerten. Das alles wird gepuscht von einer Entwicklung, die in den 2010er-Jahren fahrt aufnimmt. Unsere Welt wird ja immer datafizierte. Kameras, Sensor, Satelliten, Social-Media-Profile, Smarthomes. Liefern ein endlosen Strom an Daten. Wer hätte da nicht gerne ein Tool, um Verbindungen zu finden? Die Nadel im Heuhaufen. Palantier, das wird klar, ist ein mächtiges Werkzeug. Vielleicht sogar eine Waffe. Ja, ich würde sagen, 10 oder 11 A. Für den beginnt damals jeder Tag wie der beste Tag ever. Um 10 oder 11. So, yep, Donuts in Bacon, just like a clam shell, full of Donuts in Bacon, und bringe es an. mit Donuts und Bacon vor dem Rechner. Erst mal ein bisschen YouTube zum Ankommen. Kauffera auf. Und ab in den Tudel. Die Welt ritten, denn Gutgeist, den Desktop aufräumen, die Badgeist hinter GitHub bringen. Dabei reicht's werden. Was ein Leben. Von den aus hätte das ewig so weitergehen können. Nur, auch wenn die neues Känzling-Kofförers vielleicht erst mal nicht durchlassen. Die Welt draußen außerhalb des Offes von Palantir. Liefer ändert sich. Und irgendwann stehen Dan und alle Palantirians vor einer Frage. Was, wenn die Waffe an der sie hier bauen, in die falschen Hände fällt. Das hört ihr nächstes mal. Bei Inside Palantir. Das war die erste Folge von Inside Palantir. Ich bin Andrea der Hörmeier. Und ich, Janne Knötler. Neue Folgen gibt's jeden Freitag. Und wenn ihr nicht so lange warten wollt, dann findet ihr jetzt schon alle Folgen in ARD-Sounds. Wenn euch die Folge gefallen hat, dann teilt sie gerne mit euren Freunden. Und schreibt eine Bewertung. Das hilft anderen den Podcast zu finden. Autor dieser Folge war Maximilian Sippenauer. Mitarbeit, Veronika Rosser und Matthias Wilmer. Head-Autor Andri der Hörmeier. Redaktion Till Ottitz. Regie Rainer Schaller. Ton- und Technik. Gut Maria Ostermann. Mit Originalmusik von Andri der Hörmeier, Wolfgang Paris und Benedikt Wiesmeier. Grafikdesign Simon Heimbuchner. Distribution? Markus Malich, Stefanie Ramd. Ariane Rödel, Kathrin Selinger, Agnes Pop, Sabrina Graf, Elena Sofukleos, Antonia Schrittenauer und Maximilian Josef. Wild Wild Web ist eine Produktion des BR Storyteams für den bayerischen Rundfunk 2026. Im Podcast-Tipp von heute geht's um noch ein beunruhigendes Thema. Russland führt immer noch Krieg gegen die Ukraine. Auch im nahen Osten herrscht Krieg. Die Auswirkungen spüren wir bis nach Europa. Der NDR Podcast Streitkräfte und Strategien blickt auf die aktuellen militärischen Konflikte. Die Hosts sprechen mit ALD-Reportern in der ganzen Welt, ordnen ein, liefern Hintergründe. Welche Rolle spielen Drohnen in den Kriegen? Wo ist Europa schon heute von einem hybriden Krieg betroffen? Wie kann Deutschland sich vorgefahren schützen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen geben im Podcast Militärhistoriker und Sicherheitsexpertinnen. Hört gerne rein. Ihr findet Streitkräfte und Strategien in ALD-Sounds. Den Link bekommt ihr den Showdowns.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Palantir ist die geheimnisvollste und umstrittenste Tech-Firma der Welt, die Software zur Datenanalyse für Geheimdienste, Militär und Polizei baut.
  2. Der CEO Alex Karp ist ein promovierter Philosoph mit deutscher Vergangenheit, der sich selbst als Außenseiter sieht und eine starke Firmenkultur mit Mission entwickelt hat.
  3. Die Firma wurde 2004 von Peter Thiel mitgegründet, nachdem 9/11 die Notwendigkeit zeigte, Geheimdienstinformationen besser zu verknüpfen.
  4. Palantirs Software half angeblich bei der Terrorismusbekämpfung, unter anderem bei der Suche nach Osama Bin Laden, und wird auch für militärische Zwecke wie die Vermeidung von Straßenbomben genutzt.
  5. Die Firma steht in der Kritik, da ihre Technologie auch für Überwachung und Abschiebungen eingesetzt wird, und wirft ethische Fragen zur Kontrolle solcher Werkzeuge auf.
  6. Karp stellt Bewerbern provokante Fragen, etwa wie sie sich fühlen würden, wenn ihre Software jemanden tötet – ein Symbol für die moralischen Dilemmata des Unternehmens.

Summary:

Diese Podcast-Folge beleuchtet die Entstehung und das Innenleben von Palantir, einer der mächtigsten und umstrittensten Tech-Firmen der Welt. Im Zentrum steht Alex Karp, ein promovierter Philosoph, der entgegen jeder Erwartung CEO wurde. Karp wuchs in einer politisch linken, gemischten Familie auf, fühlte sich früh als Außenseiter und forschte in Deutschland über die Ursachen des Holocausts.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erkannte er zusammen mit seinem Freund Peter Thiel, dass Geheimdienste Daten nicht effektiv verknüpfen konnten. So gründeten sie Palantir, benannt nach einer magischen Kristallkugel aus „Der Herr der Ringe“, um Terroranschläge zu verhindern.

Die Firma entwickelte Software, die riesige Datenmengen analysiert und Verbindungen aufzeigt – anfangs für die CIA, später auch fürs Militär. Palantir kultivierte eine starke Firmenkultur mit Mission, Extras wie Burrito-Bars und dem Slogan „Rette das Auenland“. Die Folge zeigt, wie Karp Bewerber mit unangenehmen ethischen Fragen konfrontiert, etwa ob sie damit leben könnten, dass ihre Software jemanden tötet.

Zugleich wird deutlich, dass Palantirs Einfluss wächst und die Technologie zunehmend für Überwachung und politische Zwecke genutzt wird, was grundlegende Fragen zur Kontrolle solcher Werkzeuge aufwirft.

FAQs

Palantir ist ein Technologieunternehmen, das Software für Datenanalyse und Überwachung entwickelt. Es ist bekannt für seine Arbeit mit Geheimdiensten, Militär und Polizei.

Alex Karp ist der CEO von Palantir. Er ist promovierter Philosoph und hat keine Programmierkenntnisse, aber er ist bekannt für seinen ungewöhnlichen Führungsstil.

Palantir wurde 2004 von Peter Thiel und Alex Karp gegründet. Thiel investierte das Startkapital, nachdem er die Idee hatte, eine Software zu entwickeln, die Geheimdienstinformationen verknüpfen kann.

Es gibt Gerüchte, dass Palantir bei der Suche nach Osama Bin Laden geholfen hat. Das Unternehmen bestätigt dies jedoch weder, noch dementiert es es.

Die Burrito-Bar ist ein Angebot bei Palantir, bei dem Mitarbeiter sich ihre eigenen Burritos zusammenstellen lassen können. Sie ist Teil der ungewöhnlichen Bürokultur des Unternehmens.

Er fragte: 'Wie würden Sie sich fühlen, wenn die Software, an der Sie arbeiten, jemanden tötet?' Diese Frage verdeutlicht die ernste und ethisch herausfordernde Natur der Arbeit bei Palantir.

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