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Inneres Team kennenlernen und Bewusstheit steigern - Tooltipp

21m 14s

Inneres Team kennenlernen und Bewusstheit steigern - Tooltipp

Das innere Team ist ein systemisches Modell, das die vielfältigen Stimmen und Persönlichkeitsanteile in uns beschreibt. Entwickelt von Friedemann Schultz von Thun, zeigt es auf, dass unser Inneres nicht als einheitlich, sondern als ein Team mit verschiedenen Rollen und Bedürfnissen funktioniert. Diese Anteile – wie Perfektionist, Kritiker oder Genieser – entstehen durch Lebenserfahrungen und dienen oft als Schutzmechanismen, um Bedürfnisse wie Sicherheit oder Zugehörigkeit zu sichern. Im Coaching wird das innere Team durch konkrete Situationen erkundet, indem man sich bewusst in einen Moment zurückversetzt und die auftauchenden Gedanken, Gefühle und Stimmen wahrnimmt. Die Arbeit erfolgt ohne sofortige Bewertung, sondern mit Würdigung und Respekt, um Verständnis zu fördern. Durch den Prozess der Identifikation und Visualisierung wird das Team sichtbar, was zu einer größeren Selbstbewusstsein und authentischer Kommunikation führt. Die Methode ist besonders hilfreich bei Entscheidungen, Konflikten und Veränderungsprozessen, wo innere Widersprüche auftreten. Wichtiger als das Loswerden von Anteilen ist das Verständnis und die Unterstützung dieser Perspektiven, damit sie sich im Laufe der Zeit in neue, nachhaltigere Funktionen wandeln können. Ein praktischer Einstieg ist die „zwei Minuten Teaminventur“, bei der man sich an eine unangenehme Situation erinnert und spontan die auftauchenden Stimmen beschreibt und entscheidet, welche Stimme für einen Sinn hat. In der nächsten Folge wird gezeigt, wie man als „Teamchef“ dieses innere Team moderiert und leitet. Die Methode ist nicht nur eine Analyse, sondern ein Werkzeug für Wachstum, da sie bewusstes Verstehen und eigene Entscheidungen ermöglicht – eine Grundlage für authentisches Handeln.

Transcription

2674 Words, 17731 Characters

German
Ein ganz herzliches Willkommen zu meinem Podcast "Gedanken zum Denken". Ich freue mich mega, dass du zuhörst und hoffe, dass ich dich in diesem Podcast zum Nachdenken und Gedanken entwüren anregen kann. Zumindest werde ich ganz viele systemische Gedanken anstöße und sichtweisen hier teilen. Wer weiß, vielleicht wird dir das eine oder andere bei dir angestoßen. Hallo, schön, dass du die Zeit nimmst, mit zuzuhören und dass du die Zeit nimmst heute dein innereste Team kennenzulernen. Ich freue mich riesig, dass du eingeschaltet hast und ich habe es auch schon oft angetisert und jetzt endlich stelle ich euch meine Lieblingsmitfode im systemischen Coaching vor, das innereste Team. Tatsächlich sogar auch die Methode, über die ich selber zu systemischen Coaching gekommen bin. Also damals habe ich das innereste Team gekocht bekommen und habe ihr auch so überhaupt von diesen systemischen Ansatz erfahren. Also man könnte eigentlich sagen, das innereste Team ist schuld, dass ich jetzt systemische Coaching werde. Na ja, auf jeden Fall freue ich mich deswegen sehr, sehr dolle euch diese Inhalte vermitteln zu können. Und ihr könnt euch auf recht viel freuen. Was du ganz konkret in dieser Podcastfolge also lernen kannst, was das innereste Team nach Schulds von Thun eigentlich ist, wie unterschiedliche innere Stimmen entstehen, wie man innere Anteile erkennt, benennt, aber auch würdigt, wie man innere Teamkonflikte konstruktiv löst und wie das innereste Team deine Kommunikation beeinflusst, als auch dein Auftreten, dein authentisches Auftreten. Natürlich ist alles wie immer mit praktischen Beispielen gespickt und ja so gestaltet, dass du entweder hier mitmachen kannst und direkt dein innereste Team kennenlernen könntest oder du einfach ein paar Impulse bekommst für deine eigene Coaching Praxis. Okay, zum Einstieg eine kleine Gedankenreise. Nehmen wir mal an, du bekommst ein berufliches Angebot. Ein Teil von der Jubilth "Yes, Chance" wachst du uns Projekt. Vielleicht flüstert aber auch ein anderer Teil auf keinen Fall, du hast jetzt schon kaum Zeit und dann meldet sich auch noch eine andere Stimme, die dann sagt, wenn du es nicht annimmst, bist du selbst schuld und andere sind eh mutiger. Und auf einmal bist du nicht mehr allein mit deiner Idee. Du sitzt in einer voll besetzten Konferenz und jeder möchte gleichzeitig reden. Ja, willkommen im inneren Team. So welche Situationen sind besonders praktisch und gut um sein innereste Team kennenzulernen. Aber dazu gleich mehr. Friedemann Schultz von Thun, Kommunikationszikologe, ist übrigens der Erfinder vom inneren Team. Er lernt dazu Sinngemäß. Hier bestehen nicht aus einer Persönlichkeit, sondern aus vielen inneren Teilpersönlichkeiten und jeder hat etwas zu sagen. Er spricht da von einer inneren Pluralität, also einer Mehrstimmigkeit. Also nicht, dass da nur eine Stimme die ganze Zeit in unserem Kopf ratat, sondern dass das mehrere verschiedene Stimmen sind. Man könnte sogar sagen, und uns arbeitet halt nicht nur ein Geist, sondern ein ganzes Team. Und ja, vielleicht ist das auch schon aufgefallen, dass du einfach sehr versettenreich bist. Manchmal vielleicht entschlossen oder mutig in anderen Situationen, zögerlich, vorsichtig oder kritisch. Und manchmal auch voller Taten drangen und manchmal vielleicht auch einfach müde und zurückhaltend. Das innereteam ist ein Bild dafür bzw. eine Metapher, dass all diese Seiten gleichzeitig in uns existieren. Es beschreibt die verschiedenen inneren Stimmen, Haltung, Gefühle und Bedürfnisse, die in uns wirken, sobald wir denken, entscheiden oder handeln. Letztendlich soll dieses Gedankenkonstrukt uns helfen, unsere Gedanken bewusster wahrzunehmen, aus welchen Persönlichkeitsanteil diese Gedanken vielleicht auch in uns stammen. Und dafür ist die Personifizierung unseres Charakters, also die Erstellung eines inneren Teams basierend auf unserem Charakter sehr hilfreich. Das wirst du aber auch noch am Ende dieser Podcast vollgemerken. Also, man könnte sagen, in jedem von uns jetzt ein kleines Team am Runden Tisch und jede Stimme meldet sich, sobald diese zu einem Thema gehört werden möchte. Also sobald irgendetwas ein Aufmerksamkeitsbedürfnis hat, werden wir diese Gedanken in unserem Kopf hören. Und auch wenn es Anteile bzw. Stimmen gibt, die viele Menschen bekannt vorkommen, ist kein inneres Team identisch. Jeder Mensch trägt ein ganz eigenes individuelles Team in sich, geprägt durch persönliche Erfahrungen, Lebensgeschichte, aber auch die eigenen Werte, als auch Rollen, die wir in unserem Leben schon einnehmen mussten. Es gibt ähnliche Rollen, aber jede Besetzung sieht anders aus. Wenn ich gleich einige typische Anteile benenne, dann nicht, weil sie immer so aussehen müssen, sondern weil sie viele Menschen helfen, ein erstes inneres Bild zu entwickeln. In einer Coaching-Session würde ich diese Anteile übrigens nicht sofort benennen. Außer jemand fragt ganz konkret danach, um möchte etwas Inspirationen oder einfach Gedanken anstöße, wie so ein Team aussehen könnte bei jemand anderen. Ja, das tue ich meistens nicht, weil wir Menschen dazu neigen, uns sehr schnell an Beispiele zu klammern, sobald ein Anteil, einen Namen hat, entsteht ein inneres Bild und manchmal auch eine Schublade. Deshalb lade ich meine Klientinnen und Klienten ein, ihre inneren Stimmen zuerst selbst zu entdecken, zu beschreiben und zu fühlen und sie erst dann, wenn es stimmig ist, zu benennen. Die folgende Anteile kannst du also als Orientierung verstehen, aber wie gesagt, nicht als feste Rollenverteilung. Da ist zum Beispiel bei vielen Menschen der Perfektionist vorhanden, der alles richtig machen will, der auf alle Details acht will und alle Fehler vermeiden möchte. Oder da kann auch die Genieseren sein, die dich daran erinnern, draußen zu machen, das Leben zu genießen, als es auch nicht zu ernst zu nehmen. Nicht zu vergessen, der Innere Kritiker, oft unbeliebt, oft streng, aber auch er hat eine Aufgabe. Meist wird er uns vor Blamagen, Ablehnungen oder Versagen bewahren. Auch wenn seine Art manchmal schmerzhaft ist, könnte man sagen. Friedemannschulds von Thun bringt es sinngemäß auf dem Punkt, wenn er sagt, gute Kommunikationen außen beginnt mit guter Kommunikation im Inneren. Also wie wir mit uns sprechen, beziehungsweise wie unsere Teammitglieder mit uns sprechen, ist sehr relevanter für, wie wir auch uns nach außen hinverhalten. Denn bevor wir mit anderen sprechen, sprechen wir bereits innerlich. Oft sehr intensiv und manchmal ziemlich chaotisch. Also wenn du innerlich unsortiert bist, wenn sich mehrere Stimmen gleichzeitig melden, dann wird es auch nach außen manchmal schwierig, klar zu kommunizieren. Deshalb ist das inneren Team keine Methode um Probleme loszuwerden. Es ist eine Einladung zuzuhören, hinzuhören und Verantwortung zu übernehmen für das, was sich in dir gerade abspielt. Und wer gerade in dir gehört werden möchte. Letztendlich hilft dir das dann auch viel besser, die selbst mehr Bewusstheit über deine eigenen Bedürfnisse und Gedanken zu schaffen. Und dahin gehend halt auch nach außen diese Transportieren zu können. Denn erst wenn du weißt, wer in dir spricht, kannst du uns teilen, wer nach außen sprechen soll. Vielleicht fragst du dich gerade, okay das klingt spannend, aber wann brauche ich mein inneres Team eigentlich ganz konkret. Meine ehrliche Antwort, immer dann, wenn es innerlich unruhig wird. Immer dann, wenn du merkst, dass in dir nicht nur eine Meinung gibt, sondern mehrere Stimmen gleichzeitig sprechen wollen. Oder mehrere auch vielleicht widersprüchliche Gedanken in dir aufkommen. Ganz besonders wichtig wird es in Routine bei Entscheidungen. Hier kann die Methode mehr Klarheit über die eigene Position bringen. Und auch in Konflikten zeigt sich dein inneres Team sehr deutlich. Nach außen sagst du vielleicht noch gar nichts, aber innen laufen bereits hitzige Diskussionen. Einteile Begrenzen setzen, ein anderer will Harmonie bewahren. Und manchmal sitzt dazwischen ein Anteil, der einfach nur seine Ruhe haben möchte. Bei Selbstzweifeln wird das Team oft besonders laut. Dann melden sich kritische Stimmen, alte Erfahrungen. Manchmal auch sehr strenger, innere Kritiker, Richter, was auch immer und wie auch immer dieser Anteil auch ist für dich. Und genau hier kann es unglaublich entlasten sein zu erkennen. Das bin nicht alles nur ich, das ist letztendlich auch nur ein Teil von mir. Das inneren Team ist auch eine super Methode in Veränderungsprozessen für neue Jobs, neue Rollen, vielleicht auch komplett neue Lebensphasen. Da gerät unsere inneres System häufig in Bewegung. zu machen. über Elternschaft, Selbstständigkeit. Romente an denen alte innere Anteile neu sortiert werden müssen, weil sie in der neuen Rolle plötzlich andere Aufgaben haben. Ich nutze diese Methode auch wirklich sehr gerne als Verständnis für das innere System des Klienten. Ich glaube, es ist auch in meiner Ausbildung und von allen, von denen ich gehört habe, die systemisches Coaching als Coach praktizieren, somit die meist genutzteste Methode. Ein Gedanken-Konstrukt ist, dass Bewusstheit einfach immens fördert und auch einfach sehr viel zu tiefer greifenden Verständnis führen kann, über einen selbst, aber auch für den Coach, über den Coach. Es ist wie ein Werkzeug, das letztendlich die Erlaub bewusster mit dir selbst umzugehen. Mit deinen Gedanken, deinen Wünschen, dann Bedürfnissen. Und letztlich deswegen finde ich eine Wachsungsquelle, weil Entwicklung dort beginnt, wo wir uns selbst besser verstehen und dann auch nach unseren bewussten und auch entschiedenen Präferenzen handeln. Aber okay, wie entstehen diese inneren Anteile? Niemand wird mit einem komplett ausgestatteten Team geboren. Wir entwickeln Anteile im Laufe unseres Lebens. Diese Anteile entstehen aus Erfahrungen, Werten, Glaubenssetzen, Familienprägung, wahrscheinlich auch sehr beeinflusst von der Kultur, in der du aufgewachsen bist. Aber auch Regen der Ereignisse können dein Team beeinflussen. Praktisches Beispiel. Stell dir vor, du wächst in einer Familie auf, in der Harmonie überall entsteht. Vielleicht ist daran ein innerer Anteil, der Konflikte meidet. Oder du bekommst Lobe für Leistung und gute Noten. Ein Leistungs-Team mit Lied in dir könnte dadurch dominanz sein und dir steht sei gut strenglich an, du musst leisten zu rufen. Im Coaching werden abhängig vom Selbstbild der Person häufig innere Anteile identifiziert, die zunächst überwiegend negativ beschrieben werden. Im systemischen Coaching gehen wir jedoch davon aus, dass jeder Anteil eine Funktion hat. Genau nach dieser Funktion suchen wir gemeinsam in Coaching oder halt auch beim inneren Team. Inneren Anteile sind oft auch Schutzstrategien. Sie verfolgen aber eigentlich eine vielleicht nicht direkt sichtbare, aber tiefer liegende positive Absicht. Vielleicht wollen sie sichheit, Zugehörigkeit, Liebe oder Erfolg ermöglichen. Deswegen frage ich bei der Identifizierung eines Teams in dem Coaching-Prozess immer nach dem Bedürfnis-Team mit Lieds. Also auch wenn sie als störend Hemd oder anstrengend erlebt werden, handeln sie nicht unbedingt gegen uns, sondern aus Führsorge. Diese Perspektive muss jedoch zuerst einmal entwickelt werden mit dem Coaching. Es geht darum, innerlich ein Klima zu schaffen, dass von Würdigung und Respekt geprägt ist. Statt diese Anteile zu bekämpfen, laden wir sie ein, ihre Aufgaben sichtbar zu machen. So entsteht ein innerer Dialog, der auf Verständnis statt aus Selbstkritik basiert. Inneren Anteile handeln aus einer positiven Absicht heraus, selbst wenn ihre Strategien heute nicht mehr hilfreich sind. Viele Menschen sagen im Coaching, ich will meine Perfektion ist zu loswerten. Oder der innere Kritiker ist mein Feind. Doch Anteile verschwinden nicht, selbst wenn wir sie anschreien oder ignorieren. Sie können sich aber wandeln. Der Perfektion ist kann vom Kontrollfreak zum Qualitätsmanager werden. Der Kritiker kann vom Saboteur zum Kautschwerden. Die Grundregel outet, was gewürdigt wird, entspannt sich, was unterdrückt wird, radikalisiert sich. Nachdem wir nun darüber gesprochen haben, was das inneren Team ist und wann es besonders wirksam wird, stellt sich ganz natürlich die Frage, wie komme ich denn überhaupt in Kontakt mit meinem inneren Team? Oder aus der Coaching Perspektive, wie arbeite ich konkret mit dieser Methode? So, aber wie kannst du dein inneres Team jetzt konkret kennenlernen? Oder was kannst du machen, damit dein Coaching in deiner Coachingpraxis sein inneres Team identifizieren kann? Identifizieren ist ein gutes Stichwort, denn der erste Schritt heißt identifizieren statt interpretieren. Es geht nicht darum, schnell Erklärungen zu finden oder Lösungen zu produzieren, sondern darum zu zu hören. Für die Selbstreflexion aber auch in einer Coachingsession beginnt dieser Prozess mit einer konkreten Situation. Ich lade mein Coaching oder jetzt auch dicht dazu ein, an ein Moment zu denken, in dem du dir innerlich nicht ganz im Einklang warst. Das kann ein Konflikt gewesen sein, eine Entscheidung oder auch ein Diffusus unwohl sein. Und dann folgt der zentrale Schritt des Innerhaltens. In diesem Moment sage ich meinem Coaching, dass er sich zwei, drei Minuten Zeit nehmen kann und wirklich versucht, sich gedanklich in diese Situation zurück zu versetzen. Das heißt Augen schließen und wirklich sich auf dieser Situation nochmal zu konzentrieren, nicht um sie neu zu bewerten, sondern um wahrzunehmen, was sich meldet. Deswegen an dieser Stelle kannst du dem Podcast gerne einmal pausieren und für dich intensiv an diese gewählte Situation von dir denken. Beobachte dabei mal was für Gedanken, Gefühle, innere Kommentare, Fragen oder vielleicht auch Meinungen aufkommen. In einer Coachingsession begleite ich diesen Prozess sehr ruhig und lade ausdrücklich dazu ein, zuzuhören, ohne zu reagieren. Alles was auftaucht darf da sein. Als nächstes geht es darum, Ordnung in das innere Stimme gewürzt zu bringen. Die Gesammelten dir danken und Gefühle werden aufgeschrieben, ungefiltert, ohne Bewertung wie gesagt. Und danach beginnt das Klass an. Welche Aussagen gehören zusammen? Welche Haltungen ähnen sich? Wo zeigen sich vielleicht auch gerade wieder kehrende Muster? So entstehen die ersten inneren Anteile, nicht als fertige Rollen, sondern als Bündel ausgedanken, Gefühlen und Bedürfnissen. In der Coachingarbeit hat es sich bewährt, diesen Anteil einen Steckbrief zu geben. Dieser Steckbrief kann zum Beispiel einhalten. Was lässt diese Anteil durchtun oder sagen? Was denkst du oder fühlst du, wenn er aktiv ist? Welche Aufgabe übernimmt er? Und welches Bedürfnis möchte erschützen? Und am Ende frage ich dann, wenn man sich sehr viel in das Team Mitglied reingedacht hat, wie könnte diese Anteil genannt werden? Hier nochmal ein kleines Beispiel für einen möglichen Anteil. Vielleicht ein Wütherich, der dich manchmal zum Über reagieren bringt, der aber vielleicht dadurch versucht, Grenzen zu setzen oder ja autonomiebaren möchte, die du selbst als Bedürfnis anstrebst. Gerade im Coaching ist es wichtig, dass diese Beschreibungen aber vom klienten selbst kommen. Als Coaching kann man die Anteile nicht vorschnell benennen. Ich würde wie gesagt nichts vorgeben und eher mit Fragen arbeiten und möglicherweise auch spiegeln und parafrasieren, was der Coaching am erzählt hat. Für viele Menschen wird das inneren Team erst dann wirklich greifbar, wenn es sichtbar wird. Deshalb ist die Visualisierung ein weiterer möglicher Schritt. Ich mache es oft so, dass ich meine Coaches ein Gesichtsaustruck einmal lasse in so einen Strichmännchen, das sich dann vorgefertigt in mit dem iPad in die Hand geben. Das hat auch schon recht viel Wirkung. Das könnte man theoretisch auch vor der Namensfindung tun. Das könnte dann bei der Namensfindung jetzt endlich helfen. Bevor ich dieses Strichmännchen aber meinen Coaching gebe, frage ich oft, welche gesteilt könnte diese Anteile haben, welche Form passt zu ihm, welche Farbe, welche Größe oder halt was für ein Gesichtsaustruck passt dann zu diesem Team mitreden. Die meisten Coaches wollen aber eigentlich in der Regel Menschen aufgemalt haben. Ganz pragmatisch, wer möchte, kann sich theoretisch auch digitale Unterstützung holen und grobe Beschreibungen nutzen und sich die inneren Bilder versus chat-DBT visualisieren lassen. Das ist alles möglich und kann auch inspirieren, sich den Teammitgliedern bewusster zu werden. Okay, ich hoffe euch hat diese Podcastfolge gefallen und ich hoffe ihr konntet eurer innereste Team vielleicht sogar identifizieren und wie immer zum Abschluss einen praktischen Gedankenanstoß. Eine Mini-Übung und ich nenne sie die zwei Minuten Teaminventur. Erstens, denke an etwas bei dem Ludwig-Rade-Unsicher-Bist. 2. Schreib spontan 3. Erinnere stimmen auf, die dazu auftauchen, frag jede, was willst du gut ist für mich. Und entscheidet dann bewusst, welche Stunge da freut ihr für? Das Innere Team ist tatsächlich auch noch nicht abgeschlossen. Es geht in der nächsten Folge, in zweiten Teil, dann darum, wie du das Innere Team als Team Chef moderierst und leitest. Da ist auch eine super wichtige Anschluss-Erklärung, aber sonst würde die Podcast vollgezuland werden. Ich mache einfach einen Teil zwei daraus und du musst dann einfach nochmal einschalten, um den Rest zu hören. Ich hoffe, diese Folge hat sich inspiriert und die neue Perspektiven eröffnet und vielleicht dir auch Lust gemacht in der Innere Team, neugierig zu erfroschen. Wenn dir mein Podcast gefällt, freue ich mich wirklich sehr, wenn du ihn bewertest oder auch abonnierst. Und falls du Lust hast, von mir gekocht zu werden, dann schreib mir gerne an meiner Mail www.dancen.com/[email protected]. Ich danke dir fürs Zuhören und ich hoffe, wir hören uns.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das „innere Team“ ist ein systemisches Konzept von Friedemann Schultz von Thun, das beschreibt, dass wir nicht nur eine einzelne Stimme, sondern vielfältige innere Persönlichkeitsanteile haben.
  2. Diese Anteile entstehen durch Lebenserfahrungen, Werte, Familienprägung und zeigen oft Schutzmechanismen, die sich auf Bedürfnisse wie Sicherheit oder Zugehörigkeit beziehen.
  3. Das innere Team hilft, Gedanken und Entscheidungen bewusster wahrzunehmen, indem es die verschiedenen inneren Stimmen identifiziert, benennt und respektvoll betrachtet – was wiederum eine bessere Kommunikation und Authentizität nach außen ermöglicht.

Summary:

Das innere Team ist ein systemisches Modell, das die vielfältigen Stimmen und Persönlichkeitsanteile in uns beschreibt. Entwickelt von Friedemann Schultz von Thun, zeigt es auf, dass unser Inneres nicht als einheitlich, sondern als ein Team mit verschiedenen Rollen und Bedürfnissen funktioniert. Diese Anteile – wie Perfektionist, Kritiker oder Genieser – entstehen durch Lebenserfahrungen und dienen oft als Schutzmechanismen, um Bedürfnisse wie Sicherheit oder Zugehörigkeit zu sichern.

Im Coaching wird das innere Team durch konkrete Situationen erkundet, indem man sich bewusst in einen Moment zurückversetzt und die auftauchenden Gedanken, Gefühle und Stimmen wahrnimmt. Die Arbeit erfolgt ohne sofortige Bewertung, sondern mit Würdigung und Respekt, um Verständnis zu fördern. Durch den Prozess der Identifikation und Visualisierung wird das Team sichtbar, was zu einer größeren Selbstbewusstsein und authentischer Kommunikation führt.

Die Methode ist besonders hilfreich bei Entscheidungen, Konflikten und Veränderungsprozessen, wo innere Widersprüche auftreten. Wichtiger als das Loswerden von Anteilen ist das Verständnis und die Unterstützung dieser Perspektiven, damit sie sich im Laufe der Zeit in neue, nachhaltigere Funktionen wandeln können. Ein praktischer Einstieg ist die „zwei Minuten Teaminventur“, bei der man sich an eine unangenehme Situation erinnert und spontan die auftauchenden Stimmen beschreibt und entscheidet, welche Stimme für einen Sinn hat.

In der nächsten Folge wird gezeigt, wie man als „Teamchef“ dieses innere Team moderiert und leitet. Die Methode ist nicht nur eine Analyse, sondern ein Werkzeug für Wachstum, da sie bewusstes Verstehen und eigene Entscheidungen ermöglicht – eine Grundlage für authentisches Handeln.

FAQs

Das innere Team ist eine Metapher für die verschiedenen inneren Stimmen, Haltungen und Bedürfnisse, die in uns gleichzeitig wirken. Es beschreibt eine innere Pluralität, bei der mehrere Persönlichkeitsanteile an verschiedenen Situationen teilnehmen.

Innere Anteile entstehen aus Lebenserfahrungen, Werten, Familienprägungen und kulturellen Einflüssen. Sie entwickeln sich im Laufe des Lebens und dienen oft als Schutzstrategien für Bedürfnisse wie Sicherheit oder Zugehörigkeit.

Du kannst dein inneres Team erkennen, indem du eine konkrete Situation reflektierst, in der du dich unruhig fühlst, und dann bewusst auf die auftauchenden Gedanken, Gefühle und Stimmen achtest, ohne zu urteilen.

Nein, alle inneren Anteile haben eine Funktion und sind oft aus positiver Absicht entstanden. Sie schützen dich beispielsweise vor Schaden, Ablehnung oder Versagen, auch wenn sie heute als störend empfunden werden.

Du kannst inneren Anteilen Würdigung schenken, indem du ihre Aufgaben und Bedürfnisse verstehst und anstatt sie zu bekämpfen, sie als Teil deines Systems akzeptierst und mit ihnen kommunizierst.

Das innere Team ist besonders hilfreich bei Entscheidungsprozessen, Konflikten, Selbstzweifeln oder in Lebensveränderungen, wo unklare Gedanken und widersprüchliche Stimmen auftauchen.

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