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Inneres Team führen: Vom inneren Chaos zur Klarheit - Tooltipp

22m 11s

Inneres Team führen: Vom inneren Chaos zur Klarheit - Tooltipp

In dieser Folge des Podcasts „Gedanken zum Denken“ wird das innere Team als dynamisches, lebendiges System betrachtet, anstatt als eine Sammlung von konfliktreichen Stimmen. Es wird erklärt, dass verschiedene Anteile – wie Hauptdarsteller, Nebendarsteller oder Schattenanteile – unterschiedliche Rollen spielen und sich je nach Lebenssituation verändern. Oft verdrängt man diese unangenehmen oder stillen Seiten, doch sie bleiben im Hintergrund und wirken verdeckt weiter. Der entscheidende Punkt ist, dass das bewusste Selbst, das als Teamchef fungiert, die Führung übernimmt, indem es Zuhören, Beobachten und Moderation ausübt. Es geht nicht darum, einzelne Stimmen zu eliminieren, sondern sie bewusst zu erkennen und zu respektieren. Dies führt zu innerer Stabilität, mehr Selbstvertrauen und klarem Auftreten. Die innere Entwicklung entsteht durch Verständnis und Würdigung, nicht durch Kontrolle oder Angstbehandlung. Ein Beispiel ist die Fragestellung als Teamchef: „Was wollen die Stimmen in mir? Was brauchen sie?“, die dazu führt, dass Widersprüche verstanden und nicht als Fehler wahrgenommen werden. Die Arbeit mit dem inneren Team ist nicht statisch, sondern wächst mit der Lebensphase. Neue Stimmen tauchen auf, alte verändern sich. Der Schlüssel liegt in der Balance zwischen Distanz und Verbindung – jeder Anteil ist Teil von mir, aber nicht mein ganzes Ich. Dies führt zu stimmiger Selbstführung, Selbstakzeptanz und echter Stärke, die sich nicht aus perfektem Wohlgefühl, sondern aus der Fähigkeit, mit Unsicherheit, Angst und Wut bewusst umzugehen, ergibt. Der Podcast schließt mit einem praktischen Tipp: Ein Moment im Alltag, in dem man sich angespannt fühlt, sollte als Räume für die innere Stimmen betrachtet werden, um als Teamchef zu hören und zu erkennen, welche Stimmen da sind und was sie brauchen.

Transcription

3179 Words, 20617 Characters

German
Ein ganz herzliches Willkommen zu meinem Podcast "Gedanken zum Denken". Ich freue mich mega, dass du zuhörst und hoffe, dass ich dich in diesem Podcast zum "Nachdenken" und "Gedankenentwüren" anregen kann. Zumindest werde ich ganz viele systemische Gedanken anstöße und sichtweisen hier teilen. Wer weiß, vielleicht wird dir das eine oder andere bei dir angestoßen. Hallo und schön, dass du eingeschaltet hast, darüber freue ich mich sehr. Herzlich Willkommen, wenn du das erste Mal dabei bist, auch ein willkommen, wenn du öfters dabei bist, schön, dass du da bist. Ich freue mich jetzt den zweiten Teil des Tooltips für das innere Team aufnehmen zu können. Aber das heißt auch, dass diese Folge auf der Folge der Voraufbau, das heißt, falls du die noch nicht gehört hast, würde es sich anbieten, die als allererste zu hören, vor dieser Folge hier. Einfach weil sie zusammenhängen und man besser das versteht, was hier in dieser Folge sage, wenn man sich die andere Folge auch angehört hat. Aber wenn du dir die erste Folge zum inneren Team schon angehört hast, dann weißt du ja bereits, dass in uns nicht nur einfach eine einzige Stimme lebt, sondern dass wir aus vielen unterschiedlichen inneren Anteilen bestehen. Du hast gelernt, dass diese Stimmen mit dir reden, die fühlen, die entscheiden auch. Und ja, die nehmen oft deutlich Einfluss darauf, wie wir handeln, wie wir kommunizieren und wie wir uns letztendlich auch einfach selbst erleben. Und genau da knüpfen wir heute an, denn nachdem wir im ersten Teil darauf geschaut haben, wer überhaupt in uns spricht, gehen wir heute einen Schritt weiter. Heute geht es darum, wie diese Anteile eigentlich zusammenwirken. Es geht um die Dynamiken in deinem inneren Team. Es geht darum, warum manche Stimmen immer sofort da sind, warum andere kaum Raum bekommen und warum manche Innere Seiten von uns so lange im Hintergrund bleiben, bis sie sich irgendwann doch bemerkbar machen. Aber vor allem geht es heute um eine ganz entscheidende Frage, wenn da an dir so viele Stimmen sind, wer fühlt eigentlich dieses Team? In dieser Folge möchte ich deshalb einladen, dein inneres Team noch einmal aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Nicht mehr, nur als Sammlung einzelner Stimmen, sondern als lebendiges System. Das mögen wir ja im systemischen Coaching immer sehr gerne. Also eher als eine innere Gruppe, in der es Beziehungen gibt, Spannungen, Bündnisse, vielleicht auch Missverständnisse. Und im besten Fall dann hat er irgendwann Zusammenarbeit. Es macht einen großen Unterschied, ob wir innerlich von lauten Stimmen hin und hergerissen werden, oder ob wir lernen, dieses innere Geschehen bewusst wahrzunehmen, sortieren und zu führen. Aber bevor wir tiefer einsteigen, lasst uns wie immer gemeinsam schauen, was du in dieser Folge lernen kannst. Also heute wirst du auf jeden Fall besser verstehen, warum dein inneres Team nicht starst, sondern sich mit dir und deinem Leben verändert. Du wirst ein Bild dafür bekommen, dass in deinem Inneren nicht alle Stimmen den gleichen Platz haben, manche stehen ständig im Rahmen umlegt, manche tauchen nur ab und zu auf, manche bleiben beinah unsichtbar, obwohl sie dennoch einschloss haben. Du wirst außerdem entdecken, dass innere Klarheit nicht dadurch entsteht, dass alle Anteile plötzlich gleichdenken, sondern dadurch, dass jemand in dir beginnt, die Führung zu übernehmen. Und genau darüber sprechen wir heute aus fühlig über dein bewusstes Selbst, über deine innere Führung und darüber, wie aus einem Inneren durcheinander Schritt für Schritt mehr Ordnung, mehr Stimmigkeit und mehr Selbstkontakt entstehen kann. Vielleicht kennst du den Moment, oder die Moment, die ich jetzt beschreiben werde aus deinem Alltag. Du stehst vor einer Entscheidung und ein Teil von dir ist sofort entschlossen, vielleicht sagt er, mach es, los jetzt, das ist deine Chance. Gleichzeitig meldet sich vielleicht auch eine andere Stimme, die sagt, momentmal hast du dir das wirklich gut überlegt, was wenn das alles schiefgeht. Und vielleicht ist da auch noch eine dritte Anteil, der ich an all das erinnert, was du ohnehin schon leisten musst. Und irgendwo dazwischen gibt es vielleicht noch eine leise Stimme, die eigentlich nur sagt, ich bin müde, ich brauche gerade Sicherheit, ich brauche Ruhe. Was dann oft passiert ist, dass wir dieses innere Geschehen gar nicht richtig mitbekommen. Wir leben letztendlich nur dieses Stimmwür war, also das Ergebnis. Wir fühlen uns hin und hergerissen, unruhig, befordert, widersprüchlich. Aber was wir oft nicht sehen, in uns ist gerade einfach unglaublich viel gleichzeitig los. Und genau deshalb hilft es, das innere Team nicht nur als Metapper für unterschiedliche Stimmen zu verstehen, sondern als etwas dynamisches als ein inneres Geschehen, das immer in Bewegung ist. Ich finde dafür ein Bild besonders hilfreich, Achtung, eine weitere Metapper, und zwar das eines Theaterungsformles. Also wie auf einer Bühne vollzieht sich, wenn du denkst, ein Theaterstück mit verschiedenen Rollen, mit verschiedenen Teammiedern. Da gibt es Figuren, die sofort auffallen, die Hauptdarstelle. Sie betreten die Bühne mit großer Präsenz, sprechen laut, ziehen Aufmerksamkeit auf sich und haben oft das Gefühl, besonders wichtig zu sein. Das sind die inneren Anteile, die dann denken und handeln besonders stark prägen. Vielleicht kennst du bei dir den inneren Kritiker, den Antreiber, den Perfektsunisten, wie auch immer du deine inneren Teammiedeler genannt hast. Und diese Hauptdarsteller sind Anteile, die einfach oft im Vordergrund stehen. Sie melden sich schnell, sind rotiniert, und sie haben meist gute Gründe dafür, warum sie so viel Raum einnehmen. Zumindest gründen sie diese gedanklich einnehmen. Aber es gibt auch leisere Figuren, die nenne ich gerne Nebendarsteller, die, die nicht immer sofort da sind, die die vielleicht erst auftauchen, wenn es ruhiger wird. Oder wenn du dir wirklich Zeit nimmst hinzuhören. Das können Anteile sein, wie die Sehnsucht nach Leichtigkeit, die kreative Seite, die verspielt sein möchte. Diese Anteile sind nicht unwichtig, ganz im Gegenteil, aber sie haben oft weniger Bühne. Nicht, weil sie nicht zu sagen hätten, sondern weil andere Anteile gelernt haben, schneller und dominanter aufzutreten. Und wir, nicht lange genug zu haben, nicht lange genug uns bewusst Gedanken über unsere Gedanken machen. Übrigens auch ein Grund, wie soll ich diesen Ansatz betäufeln? Ich meine, in meinem Podcast hast du dir Gedanken zu denken. Ich meine, das ähnere Team ist irgendwie so das Sinnbild dafür, wie man so eine mentale Schablone hat und dann basierend auf dieser mentalen Schablone seine Gedanken analysieren kann. Deswegen magst du es voll gerne. Es gibt auch noch was anderes, eine andere Kategorie. Und zwar die Stimmen, die kaum sichtbar sind. Das sind Schattenanteile. Es sind innere Seiten, die oft nicht so gerne mögen. Beziehungsweise, die auch einfach nicht so uns direkt in den Sinn kommen oder Gedanken, die eher länger brauchen, bis sie wahrnehmen. Vielleicht erst nach Tagen. Vielleicht sind es aber auch Gedanken, die nicht so zu unserem Selbstbild passen. Und Pulse, die wir uns vielleicht früh abgewöhnt haben, wie Wut, Unsicherheit, Night. Aber vielleicht auch der Wunsch nicht immer vernünftig freundlich oder stark sein zu müssen. Das ist halt super individuell. Und genau diese Anteile bleiben oft hinter dem Vorhang. Sie gehören trotzdem dazu, aber sie werden nicht gesehen. Und häufig sind es gerade diese inneren Seiten, die besonders viel Spannungen erzeugen, wenn sie dauerhaft keinen Platz bekommen. Denn das, was innerlich ausgeschlossen wird, verschwindet nicht einfach. Es wirkt weiter und nur eben verdeckt da. Schultz von Thun, der diesen Ansatz erfunden hat, in Anführungszeichen, hatte sogar in seinem Hörbuch, beziehungsweise auch Hoch zu diesem Thema, gesagt, dass er der Meinung ist, wenn Stimmen verdrängt werden, dass sich das am Ende irgendwo irgendwie vielleicht sogar in Therapie äußern wird, dass man ein Therapienutwendigkeit hat. Also es ist super wichtig, auch diese Schattenanteile Raum zu geben, wenn der irgendwo in Aufmerksamkeitsbedürfnis ist. Ganz klar ist hier aber auch zu sagen, diese Rollenverteilung von Hauptinsteller, Nebeninsteller und Schattenanteil kann natürlich auch je nach Situation variieren. Aber vielleicht kannst du ja ausmachen, wer oft Hauptinsteller ist, wer oft Nebeninsteller ist und auf welche Schattenanteile du vielleicht auch in Zukunft mehr achten könntest. Wie viel aktiver und bewusster Fragen so, was sagt denn jetzt die verletztliche dazu, wenn das einen Schattenanteil oder Nebeninsteller ist von dir. Und damit aktivierst du diese Gedankenströme besser als wenn du einfach nur überlegst, was dich jetzt gerade verletzt. Aber wie gesagt, das ist nicht stark, also je nach Situation unterschiedlich. Und vielleicht auch noch ein wichtiger Gedanker, nicht alles in dir, was still ist, ist unwichtig und nicht alles in dir, was laut ist, hat automatisch recht. Man darf Team mit Liedern oder Beziehungsweise deinen Gedanken sowieso nicht immer glauben. Besonders wenn sie negativ sind, da sind wir nämlich meister drin als Menschen, uns Sachen, die nicht mal real sind, einzuräten. Aber je mehr du beginnst, dein innereste Team auf diese Weise zu betrachten, desto deutlicher bewörst du dann und auch erkennen, dass es nicht nur um einzelne Stimmen geht, sondern um Zähungen zwischen ihnen. Denn auch in einem inneren Team gibt es eine Dynamik, ähnlich wie bei einem Team auf der Arbeit. Es gibt Anteile, die gut zusammenarbeiten, vielleicht arbeiten deine Führsorge und der Verantwortunggefühl auf den Hand in Hand. Vielleicht gibt es innere Seiten, die sich gegenseitig stärken oder die Stabilität geben. Aber es gibt eben auch Anteile, die miteinander in Konflikt stehen. Da es vielleicht der Anteil, der sich ruhewünscht und der andere der Leistung mit Wert verbindet und deswegen immer Leistung einfordert. Oder vielleicht eine Seite, die Grenzen setzen möchte und gleichzeitig ein innerer Stimme, die Harmonie um jeden Preis bewahren will. Und genau diese Gegensätze erleben wir dann im Alltag oft als innerer Zerrissenheit. Aber vielleicht hilft dir hier auch eine andere Sichtpreise. Inneren Konflikte sind nicht automatisch ein Zeichen der Führ, das mit dir etwas nicht stimmt. Es sind oft ein Zeichen dafür, dass unterschiedliche Bedürfnisse entdeckt gleichzeitig lebendig sind. Und das mehrere Anteile aus ihrer jeweiligen Perspektive versuchen, etwas wichtiges für dich zu sichern. Der eine will ich vielleicht schützen, der andere Selbstachschung, wieder in anderer Ruhe oder Freiheit. Und das Problem ist dann halt also nicht, dass diese Stimmen gibt. Das Problem entsteht meistens dann, wenn niemand die Moderation übernimmt. Und damit kommen wir zu dem vielleicht wichtigsten Teil dieser Folge. Denn bei all diesen Anteilen stellt sich ja irgendwann die Frage, wer führt eigentlich? Wer entscheidet, welche Stimme gewicht bekommt? Wer hört zu ohne sich sofort mit Reißen zu lassen? Und wer schafft Ordnung? Die Antwort darauf ist nicht der lauteste Anteil. Die Eigentlich Führungen in deinem Inneren übernimmt dein bewusstes Selbst, auch als dein Teamchef in diesem Ansatz genannt. Das ist die Instanz in dir, die wahrnehmen kann. Was gerade in dir geschieht, die beobachten kann, ohne sofort zu bewerten. Die Zuhögerung kann, ohne sich sofort vollständig mit einer Stimme zu identifizieren. Das ist der Teil in dir, der innerlich einen Schritt zurücktreten kann und sagt, ich merke, da sprechen gerade verschiedene Seiten in mir. Und ich muss nicht einer einzigen folgen, ich kann erst einmal verstehen, was hilos ist. Also letztendlich das, was man auch übt mit diesem inneren Teamansatz, diese bewusste Selbstführung, diesen Zustand, wo man sein bewusstes Selbst ist und guckt, okay, wer genau spricht da in mir? Denn viele Menschen erleben ihre inneren Stimmen so, als wären sie ihnen halt ausgeliefert. Als müssen sie automatisch dem folgen, was gerade am lautesten ist. Aber genau das stimmt halt nicht. Zwischen dem, was sich in dem meldet und dem, was du daraus machst, gibt es ein Raum. Und in diesem Raum liegt deine inneren Führung. Also sozusagen zwischen Gedanke und Reaktion kommt dieser Handlungeschritt des Teamchefs, der Moderation, der bewussten Selbstführung dann noch dazwischen. Das Ding vielleicht auch erst mal abstrakt, aber im Alltag zeigt sich das ganz konkret. Wenn dein innerer Kritiker laut wird, musst du eben nicht sofort glauben. Wenn deine Angst sich meldet, musst du dich nicht automatisch zurückziehen. Wenn dein Antreiber Druck macht, musst du nicht direkt funktionieren. Wenn deinem Wut auftaucht, musst du sie nicht blind ausagieren. Du kannst innerhalten, du kannst zuhören und du kannst differenzieren. Du kannst dein innerer Teamchef in dem Moment davor sein. Und genau das macht halt innere Selbstführung aus. Ein guter innerer Teamchef versucht nicht, einzelne Mitglieder loszuwerden. Er wirft niemanden raus, er beschämt niemanden, er erklärt niemanden ein paar Schalt zum Problem. Sondern stattdessen sorgt er dafür, dass gehört wird, was gehört werden muss. Und hier sind ein paar praktische Fragen, die man sich stellen könnte und die man als bewusstes Selbst, als Teamchef, seinem Team gegenüber äußern kann. Was willst du eigentlich für mich? Wovor möchtest du mich schützen? Was ist deine positive Absicht? Was brauchst du damit, du dich entspannen kannst? Oder was wäre eine gute Lösung für das, was gerade ansteht? Allein diese Fragen können innerlich unglaublich hier verändern. Denn plötzlich wird aus einer nervigen Stimme an Anteil mit einem Anliegen. Aus einem inneren Widerstand wird ein Hinweis. Aus einem scheinbaren Problem wird vielleicht ein Beziehungsgeschehen, was verstanden werden will. Und vielleicht ist genau das die tiefe Qualität dieser Arbeit, das wir aufhören gegen uns selbst zu kämpfen und anfangen, uns mehr zu hören und selbst verstehen. Denn viele Menschen gehen mit ihrem inneren Team um, wie mit einer fehleraften Maschine. Sie wollen die Stöhrendeile reparieren, abschalten oder überlisten oder sogar ganz austauschen. Aber so funktioniert halt inneren Entwicklung meistens nicht. Entwicklung entsteht viel eher dort, wo Verständnis ist. Dort, wo Würdigung möglich ist. Dort, wo wir lernen, auch den Anteilen zu zuhören, die nicht angenehm sind. Aber dennoch etwas wichtiges tragen. Das bedeutet nicht, dass jede stimmere Stimme automatisch die Führung bekommen sollte. Natürlich nicht. Nicht jeder Anteil sollte nach außen sprechen oder Entscheidungen treffen. Aber jeder Anteil verdient es innerlich gehört zu werden. Am besten ist es eigentlich, wenn dein innerer Teamchef nachdem er mit seinem Team geredet hat, ist so radigezogen, hat abgewegt, dann nach außen entscheidet, wie gehandelt wird. Und genau daraus entsteht Schritt für Schritt etwas. Das schult es von tun, als innere Ratsversammlung beschreiben würde. Das ist bei ihm ein zentraler Begriff. Und das bedeutet letztendlich, dass man sich aktiv ein Moment nimmt als Teamchef und seinen Innerestin zusammenholt und einmal durchgeht, wer jetzt eine Aufmerksamkeitsbedürfnis hat und was jeder zu sagen hat. Und das ist dann so als Raum gedacht, in dem die verschiedenen Stimmen nacheinander zu Wort kommen dürfen, nicht als Wildes durcheinander, sondern in einer Form, die du als Teamchef halten kannst, die du moderierst. Also setzt man sich wirklich innerlich so an den Tisch. Lasst die Stimmen sprechen, du hörst, wer was braucht. Und du merkst vielleicht, wer mit wem ein Konflikt steht. Du erkennst, dass man die Anteile eigentlich dieselbe Sehnsucht haben, aber sehr unterschiedliche Strategien benutzen. Der eine will vielleicht Sicherheit durch Kontrolle, der andere will Sicherheit durchrückt zu. Der nächste will Sicherheit durch Anpassung. Die Strategien unterscheiden sich, aber der ist Bedürfnis darunter, ist vielleicht gar nicht so weit entfernt. Und das sieht man halt, indem man sich erst mal nacheinander alles anhört, was gesagt wird oder ein Aufmerksamkeitsbedürfnis hat. Und allein diese Erkenntnis, dass vielleicht ein Konsens durch zuhören und stehen kann, kann wirklich unglaublich befreien sein. Denn dann verändert sich auch dein Blick auf deine inneren Widersprüche. Die Frage ist nicht, ob du widersprüchtig Anteile hast. Die Frage ist nur, wie bewusst du mit ihnen umgehst. Und das führt uns zu einem weiteren wichtigen Punkt. Denn inneres Team ist nicht statisch, es verändert sich mit deinem Leben. In neuen Lebensbasen tauchen oft Neustimmen auf. Wenn du Verantwortung übernimmst, wenn du älternd halbhörst, wenn man sich selbstständig macht, bei Veränderungen halt auch oft. Und das verändert teilweise auch die innere Besetzung. Es können neue Teammitglieder dazu kommen, alte Rollen können sich verändern. Manche Anteile treten vielleicht stärker vor, andere werden ruhiger. Und manche Stimmen, die früher immer sehr wichtig waren, passen heute vielleicht nicht mehr in gleicher Weise zu deinem Leben. Inneren Anteile müssen nicht verschwinden, aber sie dürfen sich in Wickeln. Und genau dafür braucht es diese Führung. Es braucht dein bewusstes Selbst, das weder mit einem Anteil verschmills, noch sich ganz von ihm abspaltet. Das weder sagt, ich bin nur noch mein Kritiker, noch diese Anteil gehört überhaupt nichts zu mir. Beides wäre wenig hilfreich. Wirklich Kraftvoll wird es dort, wo du sagen kannst. Dieser Anteil ist ein Teil von mir, aber nicht mein ganzes Ich. Das schafft Distanz, ohne zu trennen. Schafft Verbindung, ohne Verschmelzung. Und genau in dieser Haltung liegt oft der Schlüssel für innere Balance. Wenn du lernst, auf diese Weise mit deinem Inneren Team zu arbeiten und zu reden, wird sich das nicht nur in dir bemerkbar machen, sondern auch in deinem Außen, also in deinem Auftreten. Du wirst dann klarer kommunizieren können, weil du innerlich besser so tipp bist. Du wirst in Konflikten bewusst der reagieren, weil du deine Trigger eher erkenntst. Und vielleicht ist das einer der schönsten Effekte dieser Arbeit mit dem inneren Team, dass mit mehr innerer Führung oft auch mehr Selbstakzentanz entsteht. Und Selbstakzentanz ist ein super, super wichtiger Bestandteil auch von Selbstbewusstsein und Selbsticherheit und einfach sich mit sich wohl zu fühlen. Das heißt, du beginnst dann auch eher zu verstehen, dass Stärke nicht bedeutet, nur aus guten Produktiven oder angenehm Anteilen zu bestehen, sondern das Stärke sich eher darin zeigt, dass du auch mit deiner Unsicherheit, Angst, mit deiner Wut, Müdigkeit oder inneren Ambivalenz bewusst umgehen kannst. Und dass du ihn Raum gibst. ohne dich von ihnen beherrschend zu lassen, dass du sie nicht bekämpft, sondern einordnest. Das ist Selbstführung, nicht Härte gegen dich selbst, sondern Klarheit mit dir selbst, nicht Kontrolle um jeden Preis, sondern bewusste Moderation, nicht innere Perfektion, sondern stimmige Zusammenarbeit. Übrigens falls euch dieser innere Teamansatz noch weiterführend interessiert, hier ein Tipp, Schulz von Thun hat ein Buch, aber auch ein Hörbuch rausgebracht, miteinander Redenteil 3. Und da erklärte auch noch mal, was das innere Team ist und hat da ganz viele, auch Praxisbeispiele für Teammitläder, aber auch für Sorarzversammlungen, wo ein Teamchef aktiv moderiert und sowas. Das ist echt sehr interessant und auch ein gutes Hörbuch und es ist kostenfrei auf Spotify zu hören. Aber ansonsten würde ich sagen, wie immer kommt jetzt noch ein letzter Gedanken anstoß. Nimm dir in den nächsten Tagen einmal einen Moment, in den du innerlich angespannt bist. Vielleicht vor einer Entscheidung, vielleicht auch nach einem Konflikt, vielleicht in einer Situation, in der du merkst, es gleichzeitig vorwärts und rückwärtswärtswärts. Und dann fragte ich nicht sofort, was ist die richtige Lösung, sondern fragte stattdessen als Teamchef, welche Stimmen sind gerade in mir aktiv, welche davon kenn ich gut, welche drängen sich in den Vordergrund und welche Seite von mir wartet vielleicht noch darauf, überhaupt gehört zu werden. Es geht nicht um das perfekte verstehen und nicht um sofortige Harmonie, sondern um die Bereitschaft, dir bewusst selbst zu hören, dein bewusstes Selbst, deiner Gedanken zu sein. Ich hoffe, diese Folge hat dir gefallen und hat dir geholfen, sich mit dein inneren Widersprüchen etwas besser auseinanderzusetzen. Falls du Feedback für mich hast, voll gerne, falls du auch einfach ein systemisches Coaching bei mir buch möchtest, gerne unter Gedanken.com und danke, dass du mir zugehört hast. Und ich hoffe, wir hören uns auch in den Zukunft, bis dann.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das innere Team besteht aus verschiedenen Stimmen mit unterschiedlichen Rollen, wie Hauptdarsteller, Nebendarsteller und Schattenanteile, die jeweils unterschiedliche Einflüsse auf das Handeln haben.
  2. Inneres Widerspruchsvorkommen sind keine Fehler, sondern zeigen unterschiedliche Bedürfnisse, die durch fehlende Moderation und Führung zu Spannungen führen.
  3. Das bewusste Selbst, als Teamchef, übernimmt die Führung und vermittelt Klarheit durch Aufmerksamkeit, Zuhören und bewusste Moderation, nicht durch Verdrängung oder Unterdrückung einzelner Anteile.

Summary:

In dieser Folge des Podcasts „Gedanken zum Denken“ wird das innere Team als dynamisches, lebendiges System betrachtet, anstatt als eine Sammlung von konfliktreichen Stimmen. Es wird erklärt, dass verschiedene Anteile – wie Hauptdarsteller, Nebendarsteller oder Schattenanteile – unterschiedliche Rollen spielen und sich je nach Lebenssituation verändern. Oft verdrängt man diese unangenehmen oder stillen Seiten, doch sie bleiben im Hintergrund und wirken verdeckt weiter.

Der entscheidende Punkt ist, dass das bewusste Selbst, das als Teamchef fungiert, die Führung übernimmt, indem es Zuhören, Beobachten und Moderation ausübt. Es geht nicht darum, einzelne Stimmen zu eliminieren, sondern sie bewusst zu erkennen und zu respektieren. Dies führt zu innerer Stabilität, mehr Selbstvertrauen und klarem Auftreten.

Die innere Entwicklung entsteht durch Verständnis und Würdigung, nicht durch Kontrolle oder Angstbehandlung. Ein Beispiel ist die Fragestellung als Teamchef: „Was wollen die Stimmen in mir? “, die dazu führt, dass Widersprüche verstanden und nicht als Fehler wahrgenommen werden.

Die Arbeit mit dem inneren Team ist nicht statisch, sondern wächst mit der Lebensphase. Neue Stimmen tauchen auf, alte verändern sich. Der Schlüssel liegt in der Balance zwischen Distanz und Verbindung – jeder Anteil ist Teil von mir, aber nicht mein ganzes Ich.

Dies führt zu stimmiger Selbstführung, Selbstakzeptanz und echter Stärke, die sich nicht aus perfektem Wohlgefühl, sondern aus der Fähigkeit, mit Unsicherheit, Angst und Wut bewusst umzugehen, ergibt. Der Podcast schließt mit einem praktischen Tipp: Ein Moment im Alltag, in dem man sich angespannt fühlt, sollte als Räume für die innere Stimmen betrachtet werden, um als Teamchef zu hören und zu erkennen, welche Stimmen da sind und was sie brauchen.

FAQs

Das innere Team besteht aus verschiedenen inneren Stimmen und Anteilen, die miteinander interagieren. Es ist wichtig, weil es hilft, die komplexen inneren Prozesse besser zu verstehen und bewusst mit ihnen umzugehen.

Manche Stimmen nehmen stärker Platz ein, weil sie schneller reagieren, häufiger aufmerksam sind oder sich auf bestimmte Lebenssituationen spezialisiert haben. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine dynamische Verteilung von Aufmerksamkeitsbedürfnissen.

Verdrängte Schattenanteile verschwinden nicht, sondern wirken verdeckt und können sich später in Konflikten oder emotionalen Problemen äußern. Es ist wichtig, ihnen Raum zu geben, um innere Spannungen zu reduzieren.

Das bewusste Selbst, auch als Teamchef bezeichnet, führt das innere Team. Es hört zu, beobachtet und moderiert, ohne sich sofort mit einer Stimme zu identifizieren oder zu reagieren.

Man kann es wie ein Theaterstück verstehen: mit Hauptdarstellern, Nebendarstellern und Schattenanteilen. Jeder Anteil hat eine Rolle, und es ist wichtig, alle zu hören, ohne sie zu beurteilen.

Konflikte zeigen oft, dass unterschiedliche Bedürfnisse gleichzeitig lebendig sind. Sie sind keine Fehlern, sondern Zeichen für eine tiefe inneren Vielfalt, die mit Verständnis und Moderation bearbeitet werden kann.

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