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Imposter: Warum trauen wir uns wenig zu? #newyearnewme

33m 59s

Imposter: Warum trauen wir uns wenig zu? #newyearnewme

Die Transkription diskutiert das Imposter-Phänomen, bei dem Menschen trotz nachweislicher Erfolge an ihren Fähigkeiten zweifeln und fürchten, als Hochstapler entlarvt zu werden. Am Beispiel von Sarah, einer erfolgreichen Bankmanagerin, wird gezeigt, wie sich diese Selbstzweifel von der Schulzeit bis in den Beruf fortsetzen. Die Psychologin Dr. Mona Leonhardt erklärt, dass es sich dabei um ein Persönlichkeitsmerkmal (Imposter-Selbstkonzept) und nicht um eine Störung handelt. Typisch sind Strategien wie übertriebener Perfektionismus oder Prokrastination. Betroffen sind häufig kompetente Personen, wobei Menschen in Minderheitenpositionen (z.B. People of Color, First-Generation Students) oder in traditionellen Minderheitsrollen (wie Frauen in Männerdomänen) ein erhöhtes Risiko haben. Weitere begünstigende Faktoren können ein niedriger Selbstwert, Ängstlichkeit und bestimmte Sozialisationserfahrungen sein. Die Gefühle beschränken sich oft nicht nur auf den Beruf, sondern treten in allen leistungsbezogenen Situationen auf.

Transcription

4741 Words, 30343 Characters

Man kennt ja sicherlich immer noch diese Streber von der Schule, die immer sagen, in der Klausur, war ich total schlecht. Das ist Sarah. Und ich Ahne schon, was jetzt kommt. Am Ende bekommen sie nur eins und alles sind immer total genervt von denen. Und ich war aber eine von denen. Man kennt sie. In meiner Klasse gab's diese Person natürlich auch. Und ehrlich gesagt kommt das ja oft so ein bisschen angebere Schöber. Aber es liegt einfach wirklich dran, ich sehe dann die eigenen Bereiche, die nicht einfach nicht ganz so gut bin und die bleiben mir irgendwie im Kopf. Und deswegen denke ich dann auch wirklich, okay, es war schlecht. Sarah denkt wirklich, dass sie nicht abgeliefert hat. Und das ist nach ihrer Schulzeit nicht anders. Mittlerweile arbeitet sie bei einer großen Bank und hat eine ziemlich steile Karriere hinter sich. Aber da sind trotzdem immer noch diese Gefühle. Hoffentlich habe ich jetzt da nicht irgendwie einen Fehler reingebaut. Oder sonst was, hoffentlich fliegt jetzt irgendwie nicht auf, dass das und das nicht richtig oder nicht in der forderlichen Qualität erledigt ist oder nicht gemacht wurde. Weil ich irgendwas vergessen habe. Für mich als Hobbypsychologin klingt das nach einem klassischen Fall von Imposter-Sundrom. Dem Begriff habt ihr sicher schon mal gehört. Auf Social Media wird er ständig verwendet, wenn Menschen an ihren eigenen Fähigkeiten zweifeln. Und sich eben fühlen wie ein Imposter, ein Hochstabler. Ich muss sagen, so ganz fremd ist mir das auch nicht. Fühlst du dich auch noch mal wie ein Imposter? Das ist meine Kollegin Karolina Torres, die diese Folge recherchiert hat. Also es gibt definitiv Momente, wo ich das Gefühl habe, dass ich nicht geeignet bin für den Job, den ich mache. Und exakt dieses Gefühl wollen wir uns heute mal genauer anschauen. Weil vielleicht habt ihr euch jetzt auch am Jahresanfang ein paar neue Sachen vorgenommen. Endlich mal dieses eine neue Hobby ausprobieren oder sich auf einen neuen Job bewerben. Aber manchmal traut man sich das halt nicht zu. Wie lasse ich diese Imposter-Gefühle hinter mir? Und woher weiß ich denn eigentlich, ob ich wirklich am Imposter-Sundrom leide? Die Konsequenzen, die mit dem Imposter-Gefühlen hergehen, die können sehr viel schichtig sein. Da wissen wir, das geht mit einer sehr hohen Stressbelastung einher. Ich bin Lisa Sophie Scheurel und ihr hört Wissen Weekly. Der Podcast, in dem wir uns durch Studiengraben und Wissenschaftler in befragen, um euch mit allen wichtigen Facts zu versorgen. Und euer Leben ein bisschen besser zu machen. Heute klären wir, wie werde ich meine Imposter-Gefühle los? Okay, Lisa, wir müssen die Dinge hier nicht unseren leihenhaften Einschätzung überlassen, sondern ich habe einen Test mitgebracht, den wir machen können. Und wir finden jetzt heraus, wie sehr du von Imposter-Gefühlen betroffen bist. Okay, ich bin gespannt. Das ist nochmal meine Kollegin Karu. Und ich habe für diese Folge mal wieder mein Innerstes für euch offenbart. Ich bin ja vor allem Host von mehreren Formaten. Und ich glaube, da ist es nochmal was anderes, dass man so denkt, "Ja, ich bin halt die Stimme, ich bin halt das Gesicht." Und deswegen bin ich halt irgendwie was anderes oder sollte, was Besonderes sein in den Anführungsstrichen. Und dann denke ich mir so gut, das können aber vielleicht viele andere Leute auch. Wie geht es euch denn da? Habt ihr auch manchmal das Gefühl, einen Imposter zu sein? Schreibt mir das doch gerne mal in die Kommentare. Moment, wie viele Fragen haben wir denn hier? 20 Fragen. Karu und ich haben getestet, wie stark meine Imposter-Gefühle ausgeprägt sind. Dieser Test wurde von zwei Psyfologen in der Georgia State University in den USA entworfen. Karu hat mir Aussagen vorgelesen und ich musste sagen, wie sehr die auf mich zu treffen. As sometimes, I think I obtained my present position or gained my present success because I have the feeling that I have my success, that I have the opportunity to thank und was ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und die richtigen Leute kannte. Ah, 100 Prozent. Very true. Ja, auf jeden Fall. Dann gab es zum Beispiel auch noch eine Frage dazu, ob ich mich mit anderen vergleiche und denke, sie sind intelligente als ich. Mhm. Schon zwischen Sometimes und Often, würde ich sagen. Die Auflösung vom Imposter-Test gibt es später für euch. Lasst uns jetzt erst mal mit der Frage starten, was das Imposter-Syndrom überhaupt ist. Also im Griff im Poster kam in einem wissenschaftlichen Kontext 1978 das erste Mal auf und zwar in einem wissenschaftlichen Paper von zwei Psyfologinnen der Georgia State University in den USA. Diese beiden Psyfologinnen heißen Pauline Clans und Suzanne Eims. Das sind auch die beiden, die den Test entwickelt haben, den Karu mit mir gemacht hat. Und Pauline Clans und Suzanne Eims haben eben die Beobachtung gemacht, dass sie selbst, aber auch sehr viele, sehr kompetente und auch erfolgreiche Frauen um sie herum, das Gefühl, am Hochstaplerin zu sein, die eigentlich eben nicht kompetenzen. In ihrer Studie aus den 70ern untersuchen die beiden also das Gefühl, über das wir heute ständig reden. Dieses "Ich mache hier gerade etwas, dass ich eigentlich nicht kann und hab schiss, dass ich damit aufliege". Und sie beschreiben es als Imposter-Fernormenorn. Aber was ist das denn jetzt genau? Wir würden das Imposter selbst konzept als Persönlichkeitsmerkmal verstehen, so wie des Samtliche andere Persönlichkeitsmerkmal auch gibt. Jetzt zum Beispiel Gewissenhaftigkeit. Das ist Dr. Mona Leonhardt. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität in Frankfurt im Fachbereich Psychologie. Dort bin ich als Postdoc-Tetik und Forsche zu verschiedenen Themen der Persönlichkeitsforschung und Einschwerpunkt meiner Forschung ist eben das Imposter selbstkonzept. Ihr merkt schon, Mona Leonhardt spricht hier von Selbstkonzept und nicht vom Sündrom, so wie ich es häufiger höre. Sie beschäftigt sich schon seit ihrer Studienzeit mit dem Thema. Für ihre Abschlussarbeit hat sie untersucht, ob Impostergefühler ein eigenständiges Persönlichkeitsmerkmal sind. Dazu nochmal meine Kollegin Caro. Persönlichkeitsmerkmal nennt man in der Psychologie "Fassetten von uns", die die Persönlichkeit beschreiben sollen, also zum Beispiel wie ängstlich wir sind, wie offen wir sind, wie Gewissenhaft wir sind, wie Nachtragend oder wie Streitlustig zum Beispiel. Und diese Persönlichkeitsmerkmalen sind im Prinzip in jedem von uns angelegt. Also wir haben die alle in uns, die sind nur von Personen zu Personal stärker oder halt schwächer ausgeprägt. Ein Persönlichkeitsmerkmal ist also etwas, dass wir alle mehr oder weniger haben. Mona Leonhardt wollte herausfinden, ob Impostergefühler ein eigenständiges Persönlichkeitsmerkmal sind oder zum Beispiel zu der Kategorie Ängstlichkeit gezielt werden können. Und das Ergebnis, jeder hat das in einer gewissen Weise die Frage ist eben, wie stark ist das bei mir ausgeprägt. Es ist also ein Persönlichkeitsmerkmal. Darum spricht Mona Leonhardt hier auch vom Imposter selbstkonzept und nicht vom Impostersyndrom. Dennsyndrom impliziert direkt etwas wie eine Krankheit oder ne psychische Störung und so ist das bei Impostergefühlen nicht. Zum Thema Persönlichkeit, beziehungsweise Persönlichkeits-Tests, haben wir übrigens schon eine eigene Wissen Weekly-Folge gemacht, die war sehr spannend und die verlinken wir euch in den schon uns. Wenn man sich jetzt anschaut, was genau das Imposter selbstkonzept ausmacht, dann gibt es ein paar Merkmale, die dem zugrunde liegen. Man kann sagen, dass Personen mit Imposter selbstkonzept objektive Erfolgsindikatoren, also erbrachte Leistung, nicht auf die eigenen Fähigkeiten zurückführen, sondern zum Beispiel auf übermäßige Anstrengung oder eben auch glückliche äußere Umstände. Also sowas wie ich war eben zur richtigen Zeit am richtigen Ort oder ich hatte Glück, dass genau die Fragen dran kam, auf die ich vorbereitet war. Und was bei dem Konzept besonders ist, ist, dass die Personen in der Folge davon, dass sie sich ihre Folge nicht selbst zuschreiben. Das Gefühl haben, auch andere über ihre Leistung zu täuschen, am Anfang ist es oft hochstabler Phänomen. Wobei man sagen muss, im Prinzip ist es ja weniger ein Hochstapeln, als viel mehr ein Tiefstapeln. Mit Tiefstapeln kennt Sarah, von der wir ganz am Anfang schon gehört haben, sich ziemlich gut aus. Sie ist Anfang 30 und hat einen Job mit viel Verantwortung. Ja, ich bin Führungssaft in einer großen Bank von einem recht großen Team, also über zehn Leute. Und das jetzt auch erst seit Kurzen bin die letzten Jahre doch auch in recht kurzer Zeit, immer viele Karriere-Stuhte gegangen. Wann wir jetzt irgendwie immer noch nicht so sicher, warum eigentlich ich? Sarah heißt übrigens anders, sie möchte aber gerne anonym bleiben. Sie kommt aus Franken, wie ihr vielleicht schon gehört habt, und die Bank, bei der sie arbeitet, ist ein deutschlandweites Unternehmen, das auch internationale Standorte hat. Also der Verantwortungbereich ist dann schon recht groß. Ja, das klingt auf jeden Fall auch so. Ihre Selbstzweife, die haben aber nicht erst reingekickt, seit sie eine Führungsposition inne hat. Also, ich muss tatsächlich sagen, ich kann mich gar nicht drin erinnern, wann ich sie nicht hatte. Eigentlich immer, wenn es um Leistung geht, denkt Sarah, sie ist nicht gut genug. Es gab einfach schon ein paar Dinge oder ein paar Sachen, die ich schon als Kind irgendwie nicht so gut konnte. Ich war zum Beispiel immer auch in der Schule, immer recht langsam, hab doch recht lang für die meisten Arbeiten einfach gebraucht, war im Sport nicht so gut als Kind. Und irgendwie hat sich das dann einfach mal ein Kopf so eingebreitet, dass ich mich einfach immer extrem anstrengend muss, damit Dinge besser werden. Und damit es irgendwie reicht. Tatsächlich schließt Sarah die Schule mit einem 1,8 Abschluss ab und ihren Betriebswirt später mit 1,5 und ihren diplomierten Betriebswirt mit 1,3. Also Sarahs Wahrnehmung von sich selbst und die Realität, die liegen irgendwie total weit auseinander. Auch als sie dann anfängt zu arbeiten. Direkt nach der Schule macht sie eine Ausbildung bei einer recht kleinen Bank und arbeitet dann dort ein paar Jahre. Er macht lauter Zusatzausbildung, Berufsbegleitend. Sie ist also super fleißig, schafft sich ständig neues Wissen drauf. Irgendwann wechselt sie zu einer anderen Bank und merkt, dass sie sich gerne ein bisschen weiterentwickeln würde. Da war es dann auch plötzlich so, dass ich gemerkt hab, vielleicht gibt es da auch noch Optionen, noch mehr zu erreichen. Also sich irgendwann auch mal so ein Team vielleicht führen kann. Obwohl Sarah ständig an ihren Fähigkeiten zweifelt, hat sie trotzdem Ambitionen und möchte was reißenden in ihrem Job. Aber als dann in ihrer Bank tatsächlich eine Führungsposition ausgeschrieben wird, also eigentlich genau das, was Sarah sich vorstellt, da sind die Zweifel so fort wieder da. Und hab mich auch am Anfang das gar nicht so getraut, wirklich auszusprechen, wenn ich das jetzt ausspreech, die langen sich wahrscheinlich alle an Kopf und denken, es sich menschte, da war Träume, die junge. Sarah traut sich nicht so recht sich auf die Stelle zu bewerben, obwohl sie eigentlich möchte. Als sie dann doch ihren Kolleginnen davon erzählt, ist sie ziemlich überrascht. Und hab aber dann doch gemerkt, dass ich einigen Support hatte. Dass mir Menschen, also meine bisherige Führungskraft damals gut zugesprochen hat und schon gedacht hat, ich werde wahrscheinlich diese Stelle bekommen, meine Kollegen, den ich mich anvertraut hatte, mir da auch einfach Support gegeben habe. Dieser Support von Kolleginnen und Vorgesetzten bewegt sie schließlich dazu, sich doch zu bewerben. Aber nach dem Gespräch hat Sarah ein schlechtes Gefühl. Also noch schlechter als normalerweise. Diesmal wirklich. Diesmal war es wirklich nichts. Ob sie den Job bekommen hat, das erzählen wir euch später. Laut Psychologen Mona Leon hat, ist Sarah's krass hoher Anspruch an sich, ein Klassiker für Menschen mit einem ausgeprägten Imposter selbstkonzept. Also eine recht häufig beobachtbare Cooping Strategie ist, das Person zu einem sehr hohen Perfektionismus neigen. Das heißt, dass sie sich übermäßig vorbereiten, um eben die Möglichkeit, etwas nicht zu wissen, die Möglichkeit des Scheitanz durch eine möglichst optimale Vorbereitung zu minimieren. Und das eben aber einem Ausmaßwasser, das normale deutlich übersteigt. Gleichzeitig gibt es noch eine zweite, sehr weit verbreitete Strategie unter Menschen mit ausgeprägten Imposter selbstkonzept. Und die wirkt erst mal gegensätzlich zu diesem Perfektionismus. Das ist die sogenannte Aufschiebetendenz, wir nennen das Prokrastinationen. Das heißt, Aufgaben werden bis zuletzt aufgeschoben. Wenn ich dann erfolgreich bin, dann fühle ich das aufgrund meines eigenen Anspruchs, den solche Personen üblicherweise an sich stellen. Dazu, dass ich sagen, wenn ich so schlecht vorbereitet bin und erfolgreich war, dann war es vermutlich Glück. Zufall, die mochten mich. Okay, lass uns mal kurz recapen. Menschen mit einem stark ausgeprägten Imposter selbstkonzept können ihre eigenen Leistungen und Fähigkeiten nicht richtig einschätzen. Sie halten sich für wenig kompetent und schreiben ihre Erfolge äußeren Faktoren zu, wie zum Beispiel einer übermäßigen Anstrengung oder Glück. Gleichzeitig haben sie ständig Angst, dass ihre vermeintliche Inkompetenz auffliegen könnte. Da diese Gefühle Teil eines Persönlichkeitsmerkmalz sind, haben wir sie alle ein bisschen in uns. Aber wen betrifft es denn besonders? Welche Menschen sind besonders anfällig für Impostergefühle? Experten Dr. Mona Leonhardt sagt, dass es sich um zum einen sehr kompetente Person handelt, die in der Regel gut ausgebildet sind, die in ihrem Fach verortet sind, sich auskennen. An der Stelle sollten wir noch eine wichtige Unterscheidung treffen. Ein ausgeprägtes Imposter selbstkonzept bedeutet nicht, dass man einfach nicht selbstbewusst genug ist und sich Dinge nicht zutraut. Menschen mit starken Impostergefühlen sind, Tipptopp ausgebildet und häufig in verantwortungsvollen beruflichen Positionen. Das sieht man ja auch an Sarah. Sie zweifeln nur eben die ganze Zeit an sich und ihren Kompetenzen und haben Angst, dass sie auffliegen in ihrer vermeintlichen Inkompetenz. Was zeichnet diese Menschen noch aus? Das gibt Studien, die schon feststellen können, dass es immer wieder, sag ich mal, Personengruppen sind, die besonders betroffen sind. Ich hätte jetzt zum Beispiel Tipp, dass Frauen viel häufiger betroffen sind als Männer, weil ich kenne dieses Gefühl von vielen meiner weiblichen Freundinnen, aber höre tatsächlich nur selten einen Mann solche Zweifel äußern. Und da bin ich auch nicht die einzige. Erinnert ihr euch noch an die Studie aus den 70ern, in der das Imposter-Fanomen zum ersten Mal benannt wurde? Da sind die Forscherin Kleins und Eims auch davon ausgegangen, dass in erster Linie Frauen von Imposter gefühlen betroffen sind. Die Studie wurde unter dem Titel "The Imposter-Fanomener in High Achieving Women" veröffentlicht. Aber ist es echt so ein Frauen-Fanomen? Wenn man die Studien in der Gesamtschau betrachtet, dann kann man schon sagen, dass es ein Phanomen ist, was Männer und Frauen gleichermaßen betrifft. Frauen sind nur ganz leicht stärker betroffen als Männer, also nur ein minimaler Unterschied. Das hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Aber welche Personengruppen sind denn dann besonders stark betroffen? Studien vor allem im amerikanischen Raum haben gezeigt, dass Personen, die sich in einer Minderheitenposition befinden, stärker betroffen sein können. Das ist auch inhaltlich in sich logisch einfach vor dem Hintergrund, dass sich mich dann in einem unbekannten Umfeld befinde, dass mir Piers fehlen, mit denen ich mich vergleiche, Rollmodels fehlen und das kann dazu beitragen, dass solche Gefühle eben verstärkt auftreten. Das finde ich super spannend. In erster Linie beziehen diese Studien sich auf marginalisierte Gruppen, wie z.B. People of Color, aber auch andere Minder halten. Und das ist aber was, was wir z.B. finden auf dem Hinblick auf First Generation Students, also Studierende aus nicht Akademiker in Familien. Dass solche Personen auch durchaus stärker betroffen sein können. Aber der Gedanke mit den Frauen ist nicht komplett falsch, denn tatsächlich befinden sich ja auch viele Frauen in bestimmten Positionen in der Minderheit, wenn sie z.B. in traditionellen Männerdomänen arbeiten. Das ist ja auch bei Sarah z.B. so. Daten des Statistischen Bundesamts zeigen außerdem, dass 2024 nicht mal ein Drittel der Führungskräfte in Deutschland weiblich waren. Gleichzeitig können diese Frauen ja auch zusätzlich anderen Minderheiten angehören. Und es sind so dann mehrfach diskriminiert. Es gibt aber auch innerhalb der Persönlichkeit gewisse Faktoren, die Menschen mit Imposter Selbstkonzept oft mitbringen. Und zwar. Dass das sich um Personen handelt, die insgesamt einen niedrigeren Selbstwert haben, weniger Selbstwirksamkeit Erwartungen haben, zum Beispiel die höhere Wertenbereichen der Ängstlichkeit aufweisen. Immer mehr wird aber auch dazu geforst, inwiefern Sozialisation ein Einfluss auf ein stärker ausgeprägtes Imposter Selbstkonzept hat. Also mit welchen Werten und Normen und mit welchem Selbstverständnis wir aufwachsen. Das heißt, wenn Personen zum Beispiel mit bestimmten Attributen aufwachsen, dass sie einfach irgendwie sehr freundlich sind, dass sie sozial sehr kompetent sind, dann kann das natürlich dann Auswirkungen darauf haben, wie ich mich selbst wahrnehme, nämlich weniger als intelligent, sondern vor allem als sozial kompetent. Ein ausgeprägtes Imposter Selbstkonzept ist aber niemals nur auf einen Faktor zurückzuführen. Da gibt es kein Kausalen Zusammenhang im Sinne von, wenn du immer als das liebe brabe Kind beschrieben wurdest, dann wirst du später starke Impostergefühle haben. So etwas ist immer das Ergebnis aus einem Zusammenspiel von vielen Faktoren. Und das kann sich übrigens auch auf andere Bereiche des Lebens beziehen, nicht nur auf Arbeit oder Ausbildung. Dazu gibt es noch nicht besonders viele Studien, um das klar zu beantworten, inwiefern solche Impostergefühle eben sämtlichen Bereiche des Lebens betreffen. Es ist aber zumindest sehr wahrscheinlich, denn die wenigsten Persönlichkeitsmerkmale wirken nur isoliert auf einen Teilbereich. Bei Sarah zumindest beschränken sich diese Gefühle nicht nur auf ihr Berufsleben. Ich habe das auch beim Sport, also ich laufe sehr gerne und mach doch gern mal so offiziell organisierte Läufe mit. Und wenn ich da so vor der Stadtlinie stehe, denke ich mir immer, das letzte Mal war es gut, der bist du richtig gut gerande, hat es einen guten Tag, diesmal reißt du dich lieber erst mal weiter hinten ein. Ich glaube, es ist in allen Situationen, in der es irgendwie um eine Leistungsabringung geht. Okay, let's recap. Es gibt eine Reihe von Gemeinsamkeiten, die man bei Menschen mit ausgeprägten Imposter Selbstkonzept gefunden hat. Zum einen sind es Menschen, die tatsächlich sehr kompetenz sind. Häufig trifft es Menschen in einer Minderheitenposition, zum Beispiel marginalisierte Gruppen. Man hat auch herausgefunden, dass Menschen mit starken Impostergefühlen häufiger ein niedrigeren Selbstwert und weniger Selbstwirksamkeit haben und ängstlicher sind. Es kann aber auch damit zusammenhängen, wie wir sozialisiert sind und welche Eigenschaften uns zum Beispiel in der Kindheit zugeschrieben wurden. Okay, jetzt will ich aber endlich wissen, wie sieht es denn bei mir aus? Meine Kollegin Karo hat ja einen Imposter-Test mit mir gemacht. Und am Anfang dachte ich schon, dass mein Impostergefühl relativ stark ausgeprägt ist. "I rarely do a project or task, as well as I'd like to do it." "Ich bin überhaupt nicht perfectionistisch. Ich versuch, gib immer mein Bestos, was ich heute in dem Moment geben kann und mehr kann ich nicht machen." Aber dann war ich mir irgendwann nicht mehr so sicher. Let's the Frage, Lisa, "I feel bad and discouraged if I'm not the best or at least very special in situations that involve achievement." Das reicht mir schon, Special zu sein. Ich muss nicht "very special" sein. Ich würde sagen, rarely. Okay, schon kommt schon ab und zu vor, aber nicht so oft. Okay. Now let me do the mask. Jetzt geht das Auswerten los. Falls ihr auch wissen wollt, wie es um eure Impostergefühle steht, wir verlinken euch den Test von Eims und Clans in den Show Notes. Die Imposter-Skala geht bei diesem Test von 0 bis 100. Alles unter 40 Punkten deutet auf sehr schwach ausgeprägter Impostergefühle hin. Auf einen Score über 80 Punkten kommen Menschen mit sehr starken Impostergefühlen. Okay, das heißt, wir haben 47. Insgesamt, du bist quasi am unteren Ende von Moderat. Okay. Überrascht ich das Ergebnis jetzt? Hättest du gedacht, du bist mehr Imposter? Ich hätte gedacht, ich bin mehr Imposter, ehrlich gesagt. Also mir war schon klar, dass es bei mir nicht so die extremste Form hat. Aber ich habe gedacht, ich bin vielleicht so eine Stufe unter der extremsten Form, also schon stärker. Das Ding ist, wenn man zum Beispiel auf Social Media andere Leute über Impostergefühle reden hört, dann habe ich halt schon häufig das Gefühl, Relaten zu können. Das könnte aber auch darin liegen, dass eben die meisten Menschen diese Gefühle in irgendeiner Form kennen. In einer extrimeren Form kommen sie dann aber doch nicht so häufig vor. Sagt unsere Experten Mona Leonhardt. Ich denke, da zeigen Studien häufig, was zu zwischen. Ja, wenn jetzt ein großer Range wird, 20 bis 40 Prozent. Die Studien dazu, wie viele Menschen betroffen sind, variieren ziemlich stark. Wo sich Studien allerdings einig sind, die Stressbelastung, die Menschen mit einem sehr ausgeprägten Imposter selbstkonzert haben, kann schon krasse Folgen haben. Und da finden wir eben auch darüber hinaus, wenn wir uns Studien anschauen, eben auch dann Beziehungen oder man nimmt das dann Assoziation mit depressiven Symptomen bis hin zu Burn Out, wo für solche Personen in eine größere Gefahr laufen davon betroffen zu sein. Umso wichtiger ist es, sich die Frage zu stellen, was kann man gegen diese Gefühle tun? Ihr erinnert euch an die Führungsstelle, auf die Sarah sich beworben hat, bei der sie so viel Support von Kolleginnen und Vorgesetzten bekommt. Da ist sie dann irgendwann im Bewerbungsprozess. Ja, dann war ich in diesem Assessment Center von dieser Führungsrolle und war dann irgendwie doch ein bisschen arg nervös. Und hab dann gemerkt, das wird irgendwie nichts. Wir kennen Sarah ja mittlerweile, dass sie denkt, dass es nicht gut läuft, ist sie ja erst mal normal bei ihr. Aber dieses Mal ist es anders. Sie hat einen Blackout und sieht ihre Zweifel endlich bestätigt. Ich habe diese Stelle da nicht bekommen, ich war dann auch wirklich schlecht. Und es hat dann auch wirklich ein paar Monate gedauert, bis ich mir das selber irgendwie verziehen habe. Das ist schon krass, das so zu hören. Zum einen gibt Sarah sicher selbst überhaupt kein Credit für ihre Erfolge. Und dann ist sie auch noch so super enttäuscht von sich selbst, wenn ihr dann einmal was nicht gelingt. Sarah merkt das natürlich auch und fängt irgendwann an, sich mit ihren Impostergefühlen zu beschäftigen. Und es gibt eine Sache, die ihr so richtig geholfen hat. Es ist halt nämlich weiß, dass es dafür irgendwie Namen gibt und das hilft schon auch irgendwie, wenn man weiß, man kann das irgendwie ein bisschen einordnen. Und hat mir tatsächlich auch immer ein bisschen Sicherheit gegeben zu wissen, okay, dafür gibt es Namen. Und es muss gar nicht sein, wenn ich diese Gefühle habe, das ist dann auch tatsächlich so, dass ich nix kann. Allein zu wissen, was da gerade im Kopf passiert, ist schon der erste Schritt, sagt auch Mona Leonhard. Das zeigen auch Studien, das schon allein das Wissen darum eben sehr effektive Maßnahme ist. Oder zumindest eine sehr effektive Maßnahme, um diese Gedanken besser einordnen zu können. Man kann diese Gefühle aber auch ganz konkret bekämpfen. Es gibt einige Techniken aus dem Bereich Coaching, die auch schon untersucht worden sind, die sich als hilfreich erwiesen haben. Da geht es dann natürlich einfach auch darum, die Glaubenssätze, Überzeugungen, die damit verbunden sind aufzulösen. Wir müssen aus dieser Denke raus. Eigentlich bin ich nicht so wirklich kompetent genug für das, was ich hier mache. Das geht in den Bereich des Journallings. Das macht denke ich auf jeden Fall Sinn, dass ich auch meine Erfolge für mich sichtbar mache. Also mir meine Erfolge zum einen vielleicht aufschreibt das, was ich auf jeden Fall empfehlen würde. Mona Leonhard empfiehlt auch sich ganz kleinschrittig mit den eigenen Erfolgen zu beschäftigen. Also sich zu fragen, was habe ich heute geleistet, worauf ist dieser Erfolg zurückzuführen? Es geht also darum, die eigenen Kompetenzen sichtbar zu machen und damit auch die eigene Selbstwirksamkeit. Dabei hilft auch ein Blick von außen, also Lob und Komplimente von anderen zu berücksichtigen. Das klappt auch bei Sarah immer besser. Und auch wenn ich einen loberen Kompliment bekomme, das auch einfach anzunehmen und nicht zu rivitieren, klein zu machen oder so was, sondern es einfach mit einem Danker anzunehmen. Und wenn ich es nicht verstehe, warum ich es vielleicht bekommen, das auch einfach wirklich zu nutzen, dass es mir jemand anderes, das es gerade gibt und einfach nachzufragen, was Pfannsten daran gut. Und was auch hilft, über diese Gefühle zu reden. Das ist sicher in einem kompetitiven Arbeitsumfeld nicht immer leicht, aber es bringt schon etwas, sagt Sarah. Ich sag das jetzt nicht in jedem Termin irgendwie, aber ich red ja schon auch mit Freunden, auch mal mit Kollegen drüber und merkt, dass ich da auch absolut nicht alleine bin. Sarah kann ihre imposter Gefühle heute so viel besser einordnen und lässt sich davon nicht total runterziehen. Auch nach ihrem Blackout bei dem Bewerbungsgespräch erkennt sie irgendwann. Es ist jetzt eine einmalige Sache gewesen, es war wirklich so, dass ich einfach zu einer Würz war oder wie auch immer, dass es einfach kein guter Tag war und dass es nicht repräsentativ war. Es dauert dann auch gar nicht lange, bis sich eine neue Chance für Sarah auftut. Ja, später wurde ich dann rekrutiert, überlinkt in über so einen Headhunter, eben zu dieser großen Bank, wo ich jetzt eben bin. Und hatte dann Gespräch dort mit den Führungskräften und habe dann nach einem Tag tatsächlich schon die Rückmeldung gegeben, dass das genau das ist, was sie gesucht haben. Die imposter Gefühle hat Sarah immer noch, aber sie kann damit inzwischen ganz gut leben. Das gelingt aber nicht zwangsläufig allen Menschen mit einem stark ausgeprägten Imposter Selbstkonzept. Wenn diese Gefühle so stark ausgeprägts sind und die Stressbelastung so hoch ist, dass man Richtung Depression oder Burnout rutscht, dann sollte man sich auf jeden Fall professionelle Hilfe holen. Okay, fassen wir noch einmal zusammen. Im Poster Gefühle kennen wir vermutlich alle ein bisschen, zumindest in einer Moderatenform. Es gibt Menschen, die eine Verleger dafür sind. Im Poster Gefühle sind aber kein Sündrom, keine Krankheit, sondern ein Persönlichkeitsmerkmal. Und man kann auch aktiv etwas gegen diese Gefühle tun. Zum einen kann man versuchen, die Glaubenssätze dahinter aufzulösen, indem man zum Beispiel seine Erfolge sichtbar macht und sie auf die eigenen Kompetenzen zurückführt. Es hilft aber auch schon, sich bewusst zu machen, dass vermutlich gerade die Imposter Gefühle kicken, wenn man sich schrecklich inkompetent fühlt und Angst hat, damit aufzufliegen. Und dass das eben nicht daran liegt, dass man wirklich nichts kann. Und Lob anzunehmen kann auch dabei helfen, den Imposter gefühlen etwas entgegenzusetzen. Bei Sarah wirkt es. Sie denkt heute. Ja, doch, der ein oder andere Schritt, den habe ich mir wirklich auch selbst gearbeitet. Das kann man jetzt auch objektiv zu sehen und versucht dann nicht mit mir selber zu diskutieren. Kurz nach unserem Interview hat sie uns übrigens diese Sprachmimo geschickt. Kleiner Fanfekt, ich dachte mir natürlich direkt nach Aufnahme der Folge. Oh, ich habe so oft eben gesagt, ich habe mich voll auf Verhaftsbild, ob du irgendwas davon verwenden kannst. Es geht wahrscheinlich gar nicht. Und dann habe ich es mir jetzt im Nachgang nochmal angehört und dachte mir gar nicht so schlimm. Also da hat heute direkt wieder der Imposter total gekickt. Ich wünsche dir auch einen schönen Abend. Ciao! Nächste Woche geht es hier bei uns um Fitness-Urn und Health-Apps und die Frage, "Tracken wir uns alle zu viel". Ich glaube, ich habe da auch so ein bisschen den Kontakt zu meinem Körper verloren und der Ring hat es ganz, ganz, ganz doll getrigert. Wenn ihr zum Thema Health-Tracking fragen habt, dann schreibt sie uns gerne in die Kommentare und wir beantworten sie dann in der nächsten Folge. Ich bin Lisa Sophie Scheure und bedanke mich bei Sarah für ihre Offenheit und bei Dr. Mona Leonhardt für ihre Expertise. Feedback, Anmerkungen, Lob und Kritik, wie immer gerne per E-Mail an. [email protected]. Befreuen uns wirklich auf eure Nachrichten. Wissenweekly ist eine Produktion von Spotify Studios in Zusammenarbeit mit Kugel und Nire. Exekutive producers, Daniel Nicolaue und Michael Batlowski. Audioproduktion, Hammer und Amboss. Redaktion, Karolina Torres, Leerda Kofsky und ich, Lisa Sophie Scheure. Creative producer Nadine Raber. Leinproducer, Sarol Krause Hinch. Hey, hier ist Leer aus der Wissenweekly-Redaktion. Und unter der letzten Folge hatte die uns ja Fragen zum Thema Imposter gestellt. Unter anderem hat Zora gefragt, welche Personen vom Imposter sind rum häufig betroffen. Wir wissen ja schon, dass es nicht so richtige Geschlechterunterschiede bei Imposter gefühlen gibt. Aber was ganz interessant ist, es gibt bestimmte Berufsgruppen, die anfällig dafür sind. Und zwar Jobs, in denen es sehr kompetitiv zugeht. Also in denen viel bewertet wird und die eigene Leistung ständig getestet wird. Zum Beispiel Beruf für im wissenschaftlichen Bereich. Wenn man als wissenschaftlicher Mitarbeiter zum Beispiel ein Paper schreibt, dann durchläuft das ja oft mehrere Feedback-Schleifen, bis es veröffentlicht wird. Und durch diese ständige Bewertung, da kann es sein, dass man leichter Impostergefühle entwickelt.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das Imposter-Phänomen (Hochstapler-Syndrom) beschreibt das Gefühl, trotz objektiver Erfolge nicht kompetent zu sein und entlarvt zu werden.
  2. Es handelt sich um ein Persönlichkeitsmerkmal (Selbstkonzept), das bei allen Menschen mehr oder weniger ausgeprägt ist und oft mit Perfektionismus und Aufschiebeverhalten einhergeht.
  3. Besonders betroffen sind oft hochkompetente Personen, Menschen in Minderheitenpositionen sowie Personen mit niedrigerem Selbstwert oder höherer Ängstlichkeit.
  4. Die Gefühle sind nicht auf den Beruf beschränkt, sondern können alle leistungsbezogenen Lebensbereiche betreffen.

Summary:

Die Transkription diskutiert das Imposter-Phänomen, bei dem Menschen trotz nachweislicher Erfolge an ihren Fähigkeiten zweifeln und fürchten, als Hochstapler entlarvt zu werden. Am Beispiel von Sarah, einer erfolgreichen Bankmanagerin, wird gezeigt, wie sich diese Selbstzweifel von der Schulzeit bis in den Beruf fortsetzen. Die Psychologin Dr.

Mona Leonhardt erklärt, dass es sich dabei um ein Persönlichkeitsmerkmal (Imposter-Selbstkonzept) und nicht um eine Störung handelt. Typisch sind Strategien wie übertriebener Perfektionismus oder Prokrastination. B.

People of Color, First-Generation Students) oder in traditionellen Minderheitsrollen (wie Frauen in Männerdomänen) ein erhöhtes Risiko haben. Weitere begünstigende Faktoren können ein niedriger Selbstwert, Ängstlichkeit und bestimmte Sozialisationserfahrungen sein. Die Gefühle beschränken sich oft nicht nur auf den Beruf, sondern treten in allen leistungsbezogenen Situationen auf.

FAQs

Es ist ein Persönlichkeitsmerkmal, bei dem Menschen ihre eigenen Erfolge nicht auf ihre Fähigkeiten zurückführen, sondern auf Glück oder übermäßige Anstrengung. Sie haben Angst, als Hochstapler aufzufliegen, obwohl sie oft sehr kompetent sind.

Besonders betroffen sind sehr kompetente und gut ausgebildete Personen, oft in verantwortungsvollen Positionen. Leicht stärker betroffen sind Frauen, Menschen in Minderheitenpositionen (wie People of Color oder First-Generation-Students) und Personen mit niedrigerem Selbstwert oder höherer Ängstlichkeit.

Häufige Verhaltensweisen sind übertriebener Perfektionismus und übermäßige Vorbereitung, um Fehler zu vermeiden. Gleichzeitig kann auch Prokrastination auftreten, also das Aufschieben von Aufgaben, was dann Erfolge als Glück erscheinen lässt.

Nein, sie können sich auf alle Lebensbereiche erstrecken, in denen Leistung erbracht wird, wie zum Beispiel beim Sport oder bei Hobbys. Persönlichkeitsmerkmale wirken meist nicht isoliert auf nur einen Bereich.

Nein, es wird als Persönlichkeitsmerkmal verstanden und nicht als psychische Störung oder Syndrom. Es ist bei jedem Menschen in unterschiedlicher Stärke ausgeprägt.

Der Begriff wurde erstmals 1978 in einer wissenschaftlichen Studie von den Psychologinnen Pauline Clance und Suzanne Imes verwendet. Sie untersuchten das Gefühl bei hochleistenden Frauen, sich wie Hochstaplerinnen zu fühlen.

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