„Ich bin die Affäre“: 3 wichtige Schritte, um Klarheit zu finden!
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Es ist sehr häufig, dass Menschen in einer Beziehung fremdgehen – etwa jeder Vierte hat mindestens einmal eine Affäre. Diese Tatsache wird oft unterdrückt, da die Affäre im privaten Umfeld verschwiegen wird, um Verletzungen zu vermeiden. Die Person, die die Affäre darstellt, wird oft als „Puzzlestück“ gesehen, das gefehlten Bedürfnissen in der Beziehung entspricht, wie Anerkennung oder körperlicher Nähe. In der Praxis wird die Affäre häufig nicht direkt genannt, weil der Name verletzend wirkt oder die Person als außerhalb der Beziehung angesehen wird. Die Betroffenen verdrängen ihre Gefühle, begeben sich in eine Parallelwelt und erleben oft eine innere Warteposition mit Angst und Verlustängsten. Rache-Gedanken sind kurzfristig verständlich, aber schädlich und führen zu weiteren Konflikten. Eine gesunde Lösung erfordert Selbstreflexion, Klarheit über eigene Werte und die Anerkennung von Systemgesetzen wie Ausschluss und Vorrang der ersten Beziehung. Ein Coaching oder ein reflektives Tagebuch hilft dabei, Gefühle zu verarbeiten, Grenzen zu ziehen und eine langfristige, glückliche Lebensperspektive zu entwickeln. Es ist auch wichtig, die Verantwortung nicht nur auf die Affäre zu legen, sondern gemeinsam mit dem Beziehungspartner zu teilen. Die Affäre ist ein Symptom eines tieferliegenden Mangelgefühls und nicht ein böses Handeln. Für alle Beteiligten entsteht eine unsichere, emotionale Lage, in der Verletzungen, Zweifel und Angst weit verbreitet sind. Es ist daher entscheidend, dass beide Seiten die Möglichkeit haben, ihre Gefühle zu verarbeiten, ohne sich zu verurteilen oder zu verletzen. Die Lösung liegt in der Wertschätzung von Gefühlen, der Anerkennung von Mangelgefühlen und der konstruktiven Suche nach Ursachen, nicht in Schuld oder Rache.
Hast du dich privat schon mal mit jemandem unterhalten, der eine Affäre auslebt?
Das weiß ich nicht, weil es mir nicht zugetragen wurde.
Also aus dem, was wir miteinander kommuniziert haben, würde ich sagen, ich kenne keinen.
Aber die Erfahrung der ganzen Affären, die wir betreuen und so viel fremdgehen, wie wir auch betreuen in den Paartherapien
und was auch die Studien dazu sagen, muss ich Menschen kennen, die auch privat schon, also in meinem privaten Umfeld,
die eine Affäre hatten, die Affäre darstellten, fremdgegangen sind.
Aber mir ist niemand bewusst.
Das ist ja auch eins der Herausforderungen, dass das etwas ist, was immer sehr im internen Kreis zurechtgehalten wird.
Und auf der anderen Seite, auch wenn man selber derjenige ist,
der fragt sich, was ist das?
Für eine andere Beziehung die Affäre darstellt, ist das ja auch etwas, womit sich die wenigsten so gefühlt mit Ruhm bekleckern,
worüber man gerne spricht und sagt, naja, ich habe da jemanden, aber der ist in der Beziehung und ich bin die Affäre.
Das ist jetzt auch etwas, da kannst du Menschen mittriggern, da stößt du sofort auf Wertekonflikte häufig, also tendenziell eher schwierig.
Aber ich habe zum Beispiel in einem Coaching das jetzt gehabt, dass jemand konkret,
mit einem Freund abgestimmt hat,
ob die Affäre sein soll oder nicht.
Also ob er mit jemandem in eine Affäre einsteigt.
Das hat er mit seinem Kumpel abgestimmt?
Ja.
Warum?
Ja, die haben sich irgendwie so ausgetauscht.
Ich hätte da so eine Option, soll ich das machen?
Achso, okay.
So ein bisschen wie, ich könnte Aktien kaufen.
Okay, und was hat der Kumpel gesagt?
Das weiß ich nicht genau, aber die Affäre hat stattgefunden.
Also es kann so oder so gewesen sein.
Ich weiß nicht, ob der Kumpel da eher zustimmt.
Oder ablehnend war und sagt, Mensch, überdenk das mal.
Aber stattgefunden hat es.
Also etwas, was eigentlich sehr selten ist.
Ja.
Dass sowas offen kommuniziert wird im Freundeskreis,
bekannten Familienkreis.
Egal, ob man in der Beziehung ist und eine Affäre hat
oder ob man für eine Beziehung die Affäre darstellt.
Wir reden ja in unserem Podcast sehr häufig über Beziehungen,
in denen es darum geht, ein Fremdgehen, eine Affäre zu verarbeiten.
Und worüber wir bisher noch nie gesprochen haben,
ist, wie kann denn derjenige oder diejenige damit umgehen,
der die Affäre darstellt.
Das war ja auch ein Impuls, den wir bekommen haben
von einer Zuschrift, das gesagt worden ist.
Mich würde es mal sehr interessieren,
wenn ihr auch mal über die dritte Person sprecht,
also über die Affärenposition sprecht
und nicht immer über die Beziehungspartner.
Und das wollen wir heute mal aufgreifen.
Innerhalb der Beziehung ist das so häufig der böse Part.
Aber natürlich ist da auch ein Mensch mit Gefühlen
und mit Themen, warum das ist.
Und das ist auch ein Thema, das wir heute mal aufgreifen.
Was entstanden ist, warum Anziehung entstanden ist.
Und der vielleicht, wenn jemand bei uns in der Paartherapie ist
und die Beziehung rettet, bleibt der zurück.
Und es ist immer sehr spannend,
wenn Paare zu uns ins Coaching kommen
und über diese dritte Person, über die Affäre sprechen.
Also selten wird der Name genannt.
Manchmal wird dann eher der Mann, die Frau darüber gesprochen.
Manchmal ist es auch am Anfang so,
dass nicht der Name genannt wird im Laufe des Coachings.
Dass es sich irgendwann komisch anfühlt,
wenn öfters mal über die Person gesprochen wird
und das dann kompliziert wird und dann wird doch der Name genannt.
Aber es ist halt so eine dritte Person, die mit im Boot sitzt,
die ja zu dieser Geschichte auch damit zugehört.
Aber die natürlich sehr häufig oder fast immer, kann man sagen,
nicht im Coaching mitbeteiligt ist.
Zweimal bisher, haben wir eben gerade noch besprochen,
hatten wir den Fall, dass auch die Affäre im Coaching beteiligt war.
Einmal war das ein Fall bei mir.
Da hatte die Frau eine Affäre,
eine Affäre mit ihrem besten Freund.
Und dann gab es, und es war gewünscht von den beiden Männern,
ein Coaching mit dem Ehemann und mit der Affäre dann sozusagen.
Und da war ich selber sehr aufgeregt, muss ich sagen, vor dem Coaching,
weil es halt bei uns super, super selten ist.
Und hatte dann vorweg auch mit beiden gesprochen,
weil es auch wichtig war, dass es ein gutes Gespräch wird
und hat mir so ein bisschen auch die Regeln dafür festgelegt.
Und das ist auch ein Coaching,
was ich in sehr guter Erinnerung behalten habe,
weil das für diese besondere Konstellation,
sehr wertschätzend war, sehr konstruktiv war,
aber auch sehr klärend, ja.
Und im anderen Fall haben wir das Paar bei dem einen Coach
und die Affäre bei einem anderen Coach im Team.
Aber das ist auch wissentlich.
Es ist jetzt nicht so, dass das irgendwie heimlich ist,
sondern es ist wissentlich, dass die Konstellationen so sind.
Und wir sehen ja, wir urteilen über die Menschen ja nicht,
wir sehen ja die Affäre nicht per se als schlechten,
sondern der will auch nicht bewusst die anderen Menschen verletzen normalerweise.
Und da ist eben auch jemand, um den man sich kümmern kann,
weil der eben auch ja Kummer verarbeiten möchte, muss.
Und gerade dann, wenn es auch manchmal Wiederholungen sind,
das habe ich auch schon das eine oder andere Mal im Coaching gehabt,
dass jemand sagte, ich habe schon mehrmals
was mit einer verheirateten Frau angefangen
und fragt mich, warum passiert das immer?
Warum ist da immer eine Anziehung?
Warum ist da immer eine Anziehung mit verheirateten Menschen?
Warum treffe ich nicht einfach auf jemanden, der Single ist
und kann eine ganz normale Beziehung führen?
Und da auch mal zu schauen, welche Dynamiken stecken dahinter.
Ich habe auch noch zwei Interpretationen dazu,
warum am Anfang man häufig über die Affäre spricht ohne Namen.
Aber da kommen wir gleich mal zu.
Wir machen mal ein kurzes Intro.
Ihr seid nämlich mitten im Podcast der Lebensidealisten.
Ich bin Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches
und helfen euch raus aus der Krise hinein
in eine dauerhaft glückliche,
glückliche und harmonische Beziehung.
Meine zwei Interpretationen sind,
das eine ist immer ganz, ganz logisch erstmal,
dass man denkt, wenn der Name genannt wird,
das macht halt eine Verletzung.
Den Namen mag man nicht hören, der triggert
und deswegen spricht man den Namen nicht so aus.
Das andere,
und da finde ich jetzt nämlich aus der Coaching-Perspektive
viel spannender ist,
dass die Person an sich
gar nicht so selten
gar keine echte Relevanz spielt.
Also ganz häufig ist die Person an sich
nicht als Mensch
auf Identitätsebene anziehend gewesen,
sondern ganz häufig sagt man sogar,
ich kann mir mit dem oder der
gar keine Beziehung vorstellen.
Das ist gar keiner, der jetzt irgendwie
uns hier richtig in Gefahr bringt, wo ich überlege,
da in eine Beziehung zu gehen,
zu gehen, sondern
der oder diejenige kompensiert
nur so ein Puzzlestück.
Ein Bereich manchmal, wo
Anerkennung, Wertschätzung fehlt,
wo irgendwas anderes fehlt, in Sprache der Liebe,
gute, tiefgründige
Gespräche, man hat sich noch nie so verstanden gefühlt.
Irgendein Teilbereich
wird kompensiert und
der Mensch, mit dem
dieses Kompensieren gerade ging,
der ist relativ austauschbar.
Deswegen wird man manchmal
dann nur die Affäre genannt, was
natürlich für den, der jetzt zuhört
und die Affäre ist, hört sich das nicht
angenehm an.
Aber leite mal gerne ein.
Wir haben uns auch eine Studie dazu
angeschaut, aus dem Jahr 2024
und da ist
rausgekommen, dass jeder Vierte
in einer Beziehung schon mindestens
einmal fremdgegangen ist,
schräg schräg wahrscheinlich eine Affäre hatte
und das sind
immerhin 26 Prozent der Frauen
und 24 Prozent der Männer, relativ
ausgeglichen, kann man sagen.
Und was ich da ganz spannend finde,
ist genau dieser Aspekt, den wir vorhin hatten,
jeder Vierte in einer Beziehung,
das sind nicht wenig Menschen.
Das heißt, und das ist ja auch den Eindruck,
den wir in den Coachings haben, das Thema
Affäre fremdgehen
ist etwas, was sehr häufig
vorkommt.
Was man gar nicht so denkt, dass es so häufig vorkommt,
weil man halt nicht so offen darüber spricht,
aber es ist sehr häufig.
Und es gibt viele Ratgeber,
wo dann drinsteht, wie man sich verhalten sollte,
wenn die Affäre aufgeflogen ist
und wir haben ja auch schon
sehr viele Folgen zu diesem Thema gemacht,
zum Thema Affäre fremdgehen.
Aber es wird halt immer diese eine Person
in dieser Konstellation so ein bisschen
vernachlässigt, weil der Schwerpunkt häufig
auf dem Paar liegt und das ist
die Affäre an sich.
Ja, denn auch hier gibt es emotionale
Verletzungen, vielleicht Schuldgefühle,
Unsicherheiten,
Fragen, die man sich stellt.
Warum bin ich da eingeraten?
Warum habe ich mich darauf eingelassen?
Wenn das mehrfach vorkam,
warum passiert mir das immer wieder?
Was ich eben schon sagte,
warum treffe ich nicht auf eine Single-Frau,
einen Single-Mann und kann einfach
eine normale Beziehung führen?
Dann gibt es Zweifel,
wenn die Affäre noch läuft.
Wie soll es weitergehen?
Wie verhalte ich mich richtig?
Mit wem kann ich darüber reden?
Wem vertraue ich mich an, um vielleicht auch
meine Gefühle, Gedanken zu sortieren,
zu teilen, eine Entscheidung zu treffen?
Wenn es vielleicht dazu kommt,
dass das Paar sich dann entscheidet,
die Beziehung doch noch mal retten zu wollen
und da ranzugehen,
vielleicht in die Paartherapie zu gehen,
dann entstehen manchmal Rache-Gedanken,
weil man das Gefühl hat,
man ist jetzt die Verlassene, der Verlassene.
Es ist ja auch ein Extrem von Gefühlen.
Auf der einen Seite erlebt man
dieses große Abenteuer häufig in der Affäre,
ganz viele Gefühle, intensive Zeit,
viel Körperlichkeit ja auch.
Also viele beschreiben das ja auch
so ein bisschen wie ein Rausch,
also dass man etwas auslebt,
was so intensiv ist in so kurzer Zeit.
Und auf der anderen Seite,
denn wir,
Ja, diesen harten Cut oftmals am Ende, der zu diesen Gefühlen, zu diesem Abenteuer manchmal gar nicht passt
und der häufiger für die Person, die dritte Person in der Konstellation ja auch überraschend kommt.
Gar nicht selten ist es ja so, dass zum Beispiel die Frau oder der Mann, je nachdem von der Affäre,
nicht erfährt im Sinne, dass der Partner oder die Partnerin das erzählt, sondern dass das rausgefunden wird.
Das heißt, es ist ja kein bewusster Zeitpunkt, wo man sagt, okay, jetzt. kommt es hervor, jetzt weiß ich, jetzt kommt es raus, sondern es gibt meistens so einen krassen Moment,
jetzt ist es rausgekommen. Da meldet sich der Mann oder die Frau nochmal kurz und sagt,
meine Frau, mein Mann hat es gerade rausgefunden. Oder die Frau schreibt einen selber die Frau an oder der Mann, der Mann.
Also es ist ja schon ein sehr dynamisches Verhalten und das macht, glaube ich, auch die Verarbeitung so schwierig,
dass man im Gefühl übrig bleibt. Und vielleicht sind da ja natürlich auch Hoffnungen gemacht worden,
hatte man auch die ganze Zeit die Hoffnung auch in sich, dass man dachte, okay, es geht weiter,
wir sind jetzt schon so lange in dieser Konstellation, er wird sich für mich entscheiden und vor einmal ist es beendet.
Dann kann es sein, dass du gar nicht weißt, dass du gerade in eine Affäre geraten bist.
Das kann auch sein, genau.
Weißt du halt von einer Beziehung gar nichts.
Und der Unterschied ist ja, wenn man jetzt zum Beispiel aus der Frauenperspektive würde man ja,
wenn eine Beziehung zu Ende ist, dann fängt das alles an mit Liebeskummer, mit der Verarbeitung,
dann würde man ja vielleicht zu anderen Freundinnen gehen und sagen, Mensch, es ist vorbei die Beziehung,
ich bin so traurig, da sucht man sich Beistand.
Ist natürlich ganz schwierig in dem Moment, wenn man die Affäre ist, dann zu einer Freundin,
zu einem Freund zu gehen und zu sagen, ich bin genau in diesem Liebeskummer jetzt drin,
aber wir waren ja in keiner Beziehung, ich habe dir davon gar nichts erzählt, ich war in einer Affäre.
Weil damit triggert man ja auch ganz viele andere Menschen an, die in einer Beziehung sind,
weil für die ist das natürlich der schlimmste Gedanke überhaupt,
dass der Partner eine Affäre haben könnte.
Wir haben ja schon zwei Podcast-Folgen so als Akuthilfe gemacht.
Was ist, wenn ja meine Affäre auffliegt?
Was ist, wenn die Affäre in der Beziehung auffliegt und mein Partner, meine Partnerin hat diese?
Wie kann die jeweilige Person damit umgehen und sich akut sortieren?
Was ist sinnvoll? Was vielleicht eher nicht so sinnvoll?
Und dann haben wir auf YouTube den Impuls bekommen, hey,
eine Person wird da regelmäßig vergessen und deswegen wollen wir heute darüber sprechen,
was kannst du tun, wenn du die Affäre warst oder auch gerade noch bist und bist in Zweifeln,
du weißt nicht, wie du damit umgehen sollst oder das wird auch spontan beendet,
was häufig dann der Fall ist, schneller Kontaktabbruch, weil ist aufgeflogen
und jetzt ist das zu Ende, wie gehe ich damit um?
Es gibt zwei Ausgangssituationen. Einmal, man weiß, dass man die Affäre ist,
das ist klar kommuniziert, man weiß, dass die Person in einer Partnerschaft ist
und jetzt mit einem was anfängt und man in die Affärenposition rutscht
oder man weiß es nicht.
Nehmen wir mal das erste Beispiel, man weiß, dass man die Affäre ist.
Das findet sehr häufig im Kontext Arbeit statt, unserer Erfahrung nach
oder in der Nachbarschaft oder im Freundeskreis.
Gar nicht selten weiß man halt einfach, dass da die Frau zugehört oder der Mann zugehört.
Man hat auch schon mal darüber gesprochen.
Über vielleicht auch über die Kinder gesprochen.
Also man weiß so ein bisschen den familiären Hintergrund.
Man hat sich etwas näher privat kennengelernt, wie zum Beispiel,
wenn bei der Arbeit ein Fest stattfindet, Weihnachtsfeier, was auch immer
und man diesen Arbeitsrahmen mal verlassen hat und das Private mehr im Vordergrund steht
oder natürlich auch, wenn man befreundet ist, eine befreundete Familie ist,
also da schon mal Austausch war.
Man kennt also die Lebenssituation der anderen Person ein wenig besser.
Naja, oder wenn du halt im Büro zusammensitzt, hast dann die Schreibtische gegenüber.
Natürlich redet man auch viel darüber, wie es einem geht, was so in der Familie los ist.
Wie der letzte Urlaub war, wo man war.
Da hat man ja gerade so auf einer Team-Ebene häufig auch ein freundschaftliches Verhältnis,
wenn man sehr eng miteinander arbeitet.
Und dann entwickelt sich eine Affäre und das ist häufig so, dass da,
wie wir auch schon in anderen Folgen sagten, ein unerfülltes Bedürfnis.
Hintersteckt, also dass die Person, mit der ich die Affäre anfange,
obwohl die in einer Partnerschaft ist, da ein unerfülltes Bedürfnis ist.
Sehr häufig so etwas wie Wertschätzung, die fehlt in der Beziehung, Anerkennung, Interesse,
aber auch körperliche Nähe und dass die Person dazu offen ist.
Also wir sprechen ja auch immer von einer Lücke, die in einer Beziehung entsteht
und eine dritte Person sozusagen das Mangelgefühl dann decken kann.
Und dass man in den beschriebenen Beispielen weiß, dass man die Affäre ist,
ist ja relativ klar.
Man sieht sich regelmäßig, spricht miteinander und da baut sich so eine Anziehung dann auf.
In anderen Fällen ist das vielleicht nicht so klar,
wobei ich würde sagen, dass das bewusst ist, ist der häufigste Fall.
Also ich würde sagen, ganz häufig ist das klar,
weil nämlich die Beispiele Arbeit, Nachbarschaft, Freundeskreis, das ist ganz oft so.
Also ich habe es in meinen Coachings oder auch in den Strategiegesprächen sehr, sehr selten,
dass jemand sagt,
die Affäre kommt gar nicht.
Also es ist völlig unbekannt.
Irgendwie aus einer anderen Stadt, irgendwie anders kennengelernt, habe ich ganz selten.
Manchmal ist das so, wenn Alkohol ein Thema ist,
dann sind wir aber eher beim Fremdgehen und nicht bei der Affäre.
Beim Fremdgehen ist es schon häufiger so, dass es eher wirklich auch fremde Personen sind.
Da sind wir aber auch eher beim Weggehen zu einer Party
oder bei einem Fest mit anderen Branchen zusammen bei der Arbeit,
die weiter arbeiten.
Die weiter weg sind oder so, dass es dann so zum Fremdgehen kommt.
Und was meine Erfahrung ist bei Fremdgehen, ist immer, wenn die Paare berichten,
es fängt wirklich ganz klein an.
Wir denken, da finde ich mal viel zu plump bei der Affäre.
Das ist nicht so, dass jemand einfach voreinstellt und sagt,
okay, wollen wir eine Affäre anfangen?
Sondern dieses Mangelgefühl, das ist ja häufig so,
dass die Person, die das hat, gar nicht selber das Bewusstsein hat,
im ersten Schritt, dass das überhaupt vorhanden ist.
Also und dass dann zum Beispiel bei der Arbeit der Arbeitskollege einfach erst mal nett ist,
langsam ist, vielleicht irgendwie das Lieblingsgetränk schon mal mit auf den Schreibtisch stellt
oder ein Brötchen mitbringt, wenn man weiß, das ist gerade stressig bei der Arbeit.
Das sind so die ganz kleinen Gesten, die so ein Türöffner sind
und dass es meistens dann ausgeweitet wird.
Also, dass man dann mittags zusammen irgendwo was essen geht in der Mittagspause,
da mehr in Austausch kommt und da dann eine Nähe entsteht.
Und das Stück für Stück, dann tauscht man Nachrichten privat aus.
Man hat ja meistens die Handynummer auch so,
von sich durch die Arbeit und dass sich dann etwas entwickelt.
Manchmal gar nicht so langsam dann,
wenn es einen gewissen Grad erreicht hat an privater Verbindung.
Aber dass dann eine tiefe Anziehung ist, wo beide sagen,
so ja, das verbindet uns.
Und dann natürlich der große Aspekt des Abenteuers,
weg von der Partnerschaft, die vielleicht schon jahrelang besteht.
Und die Affäre, also die Person, die nicht in einer Beziehung ist,
die das eingeht, für die ist es oftmals ja auch,
auch etwas sehr Besonderes.
Das ist ja wie ein Verliebtsein.
Man selber ist ja Single und ist natürlich offen dafür.
Und da, auch wenn man weiß, da gibt es eine andere Person noch,
also eine Frau oder einen Ehemann,
das macht man natürlich schwierig,
weil man ja das Gefühl, die Hormone hat, die ausgeschüttet werden.
Und das wäre so ein erster Reflexionsansatz.
Da kommen wir später aber auch noch zu,
sich zu hinterfragen,
obwohl ich weiß, dass der andere Mensch eine Beziehung hat
und vielleicht sogar eine Familie hat.
Und warum setzt bei mir sozusagen das Denken da so weit aus,
dass ich sage, oder so meine innere Zurückhaltung,
dass ich sage, ich lasse mich darauf ein.
Man kann natürlich sagen, das ist ja die Verantwortung des Anderen,
das ist ja seine Familie.
Aber man sollte sich ja bewusst machen,
dass man selber auch Verletzungen auslöst, indem man das tut.
Und da kann man bei sich schon mal reflektieren,
warum konnte ich mich da nicht zurückhalten?
Warum ist da so meine innere Vernunft nicht dem entgegengetreten,
und hat mir gesagt, hey, das ist nicht gut, was ich tue.
Ich werde Menschen damit verletzen.
Ich sage dem anderen lieber, hey, wenn wir gerade so weit sind,
dass wir solche Anziehung spüren,
da muss echt was in deiner Beziehung in Schieflage sein.
Kümmer dich mal lieber drum.
Sprich das mal aus, dass es dir da nicht so gut geht
und dass du da Anziehung zu anderen Frauen, Männern verspürst.
Guck, dass ihr das lieber rettet.
Und wenn es nicht klappt, in Ordnung,
dann können wir das nicht tun.
Dann können wir ja was starten.
Aber ich brauche da erst mal eine klare Trennung,
damit wir überhaupt was Neues beginnen können.
Wo man natürlich dazu sagen muss, jeder trägt seinen Anteil.
Also auch die Person, die in der Beziehung ist und darauf eingeht,
trägt genauso einen Anteil und Verantwortung
wie die Person, die in keiner Beziehung ist.
Für den, der in der Beziehung ist, ist es ja häufig so,
dass der in wie so eine Art Parallelwelt eintaucht
und das andere versucht auszublenden.
Wir haben sehr, sehr viele Menschen,
sehr selten ja, dass wir im Coaching die Person haben,
die die Affäre darstellte.
Deswegen kann ich da jetzt nicht aus so tiefer Erfahrung sprechen wie sonst.
Aber ich vermute, dass es da ähnlich ist.
Dass man da auch ausblendet, dass auf der anderen Seite
noch eine Frau, ein Mann, Familie dahinter ist
und einfach nur eher so in diesem Moment dann lebt.
Denn man begibt sich ja auch selber in eine sehr doofe Lage,
weil die Wahrscheinlichkeit ist ja nicht so groß,
dass der andere seine Familie verlässt.
und dann wirklich mit
in die Beziehung geht, gibt es zwar auch
natürlich, aber auch nicht so oft.
Immerhin nimmt man ja auch in Kauf,
dass halt das ein unschönes
Ende nehmen kann, was ja eigentlich
bei einer Beziehung, die, sag ich mal, normal beginnt,
ja auch gar kein Thema ist.
Und das ist natürlich auch
die Frage, was für ein Gefühl bringe ich mit,
dass ich das sogar in Kauf nehme.
Typischerweise würde ich sagen,
ist da bei mir selber auch ein Mangelgefühl da.
Und das ist dieses, was
auf das Puzzlestück des anderen matcht.
Und wo ich dann eben schauen muss,
was ist das? Häufig vielleicht auch irgendwas,
was mich schon zuvor geprägt hat,
wo man mal genauer hinschauen kann.
Das Beispiel Nummer zwei ist ja,
man weiß nicht, dass man die Affäre ist.
Das Kennenlernen hat
also auf einem anderen Wege stattgefunden.
Es gab vorher keine private Verbindung.
Es ist eher ein
Aufeinandertreffen gewesen, wo eine starke
Anziehung war und daraus hat sich dann
eine Affäre entwickelt.
Gerne über Online-Plattformen,
dass man da einfach jemanden kennenlernt,
der
wie ein Single wirkt.
Ich hatte das jetzt letztens im Coaching
auch durch einen Arbeitskontext,
wo zwei Leute
im weiteren
Arbeitskontext zueinander gekommen sind
auf einer Tagung.
Eher so eine Kundennähe, meinst du?
Genau. Und dann kam es halt dazu,
bei dieser Tagung, dass ein Kontakt aufgebaut worden ist.
Da war es natürlich normal auch,
dass man Nummern austauscht
und dass da noch einige Rückfragen gab.
Und daraus hat sich dann, ohne dass man
jetzt groß privat gesprochen hat,
ein,
intensiver Arbeitskontakt ergeben.
Es gab noch mehrere Arbeitstreffen
und daraus hat sich dann eine Affäre ergeben.
Ja, wenn das dann rauskommt,
da hast du natürlich diesen inneren Impuls,
diese innere Reaktion.
Das hätte ich wissen müssen.
Wieso ist mir das nicht aufgefallen?
Wieso habe ich das nicht gesehen?
Ich bin auch gar nicht auf die Idee gekommen,
konkret nachzufragen.
Weil wenn da jetzt jemand auf einer Dating-Plattform ist,
dann ist das für mich eigentlich klar,
dass der Single ist.
Da frage ich ja nicht nochmal explizit nach.
Aber,
rückblickend
merken dann die meisten,
okay, da gibt es einige Signale.
Das hätte mir da bewusst sein können.
Ah, in der Situation hätte ich drauf kommen können.
Das hätte mir eigentlich dadurch klar sein müssen.
Das ist natürlich auch die Frage,
inwieweit die Person, die
nicht erzählt, dass es da noch
eine Partnerin, eine Familie
gibt, auch schon das öfters
vielleicht gemacht hat.
Das war zum Beispiel in meinem Fall jetzt so
im Coaching.
Und da schon so ein bisschen
spezialisiert drauf war, dass man auch
da nicht so schnell drauf kommt, dass da eine Partnerschaft
noch besteht. Also da wurde der Ehering
dann sehr rechtzeitig
abgenommen, damit da auch keine
Abdrücke an der Hand sind. Da wurde
dann ganz bewusst das Arbeitstreffen
möglichst im größeren Umfeld, in einer
weiteren Stadt weggemacht.
Also da war schon so ein
strategisches
Denken hinter, was das natürlich für die dritte
Person wirklich schwierig gemacht hat, weil
es nicht auffällig war. Wenn jemand
diesen Lifestyle von Reisen, von
ich kenne mich ja aus in der Stadt,
ich habe schon öfters mal Urlaub gemacht,
auch nicht das Gefühl hat, ich musste jetzt irgendwie
zeitig nach Hause, nicht mitbringt,
war das nicht auffällig.
Und nun
kann es ja sein, dass wenn man das für sich
rausfindet oder wenn man das schon vorher
wusste und man immer wieder
in so inneren Selbstzweifeln ist,
ist das richtig, was ich hier tue?
Sollte ich das weiterführen?
Weil es einen ja auch selbst vielleicht
in Wertekonflikte führt,
wenn ich selber für mich und meine
Beziehung halt Monogamie und Treue
als wichtige Werte ansehe,
dann verletze ich das ja gerade für andere
Menschen. Dann hat das
verschiedene Folgen, die wir uns anschauen wollen.
Das erste ist,
dass ja Systemgesetz 1
verletzt wird, nämlich Ausschluss.
Auf der einen Seite schließe
ich durch mein Verhalten ja
den Partner, die Partnerin aus, des anderen.
Das heißt,
es ist ja etwas, wo ich relativ
sicher weiß, in unserer monogam
geprägten Kultur,
dass ich da jemanden verletze.
Dass das jemand nicht weiß,
dass derjenige gerade zu Hause sitzt
und sich vielleicht um die Kinder kümmert,
während ich jetzt hier
mit dem Mann, der Frau
sitze im Café und der andere
weiß nichts davon. Das kann natürlich
immer wieder in mir auch schlechte
Gefühle auslösen, dass ich realisiere,
dass das gerade so passiert
und ich eigentlich ja gar nicht
jemanden verletzen möchte.
Wiederum habe ich die Sorge davor,
dass ich ausgeschlossen werden könnte,
wodurch durchaus
eine Verlustangst entstehen kann,
denn ich bin ja immer
in der Gefahr,
dass das auffliegt.
Dann werden erstens wahrscheinlich,
weil es häufig übers Handy ist, meine Nachrichten
gelesen, dann
werden Bilder angeschaut
und dann
werde ich sehr wahrscheinlich, so findet es
am häufigsten statt,
recht schnell ausgeschlossen. Entweder bekomme ich noch eine kurze
Nachricht, einen kurzen Anruf
oder bin sofort blockiert.
Ab und zu mal kriege ich noch ein wertschätzendes
Gespräch, wenn das die andere
Seite zulässt, aber im
Regelfall ist das dann beendet
oder ich komme in einen anderen
Zustand, den auch viele als sehr
unangenehm beschreiben, nämlich
das fliegt auf
und der andere kann sich nicht entscheiden
und schwankt jetzt zwischen
Affäre und Frau-Mann.
Wo gehe ich hin?
Bleibe ich in der Beziehung?
Wechsle ich zur Affäre?
Was passiert?
Ja, diesen Moment
finde ich auch so schwierig, den du gerade beschreibst,
weil man weiß ja im Gefühl,
man selber
ist jetzt in so einer Warteposition, man ist in Abhängigkeit
ja irgendwie von der Entscheidung
der Person. Man weiß aber auch, die Person ist ja
jetzt gerade bei seiner Familie oder bei seiner
Partnerin, bei seinem Partner.
Also dichter an der anderen Person dran
als an einem selber.
Und da sind jetzt ganz viele Gespräche,
da wird drüber gesprochen.
Man fühlt sich halt ja dann auch schon einfach sehr
ausgeschlossen und
wenig, oder
die andere Person ist wenig greifbar.
Und das war zum Beispiel
auch so eine Situation mal in einem Coaching,
wo
die Frau, die betrogen worden ist, also
der Mann hatte eine Affäre, gesagt hat,
ich finde das ganz schwierig, weil
ich bin so wütend und traurig, dass du
das gemacht hast und wir reden hier ganz
viel und besprechen ganz
viel, aber
und ich bekomme auch vom Umfeld ganz
viel Beteiligung. Also da
ging es um den Freundeskreis, da hat er gesagt, Mensch, du tust mir
leid und so. Aber irgendwie frage ich mich
auch, wie es jetzt für diese Frau ist.
Also die Frau,
wie ist das so für sie? Sie hört
jetzt ein, zwei Fetzen vielleicht noch von dir,
aber nimmt sie das jetzt an?
Also ist denn wirklich Ruhe?
Also beide Seiten, die
betrogene Person, aber auch die Person, die
halt in dieser Affärensituation drinsteckt,
sind ja auf ganz unsicheren Plätzen
und in Abhängigkeit. Und das
macht es unwahrscheinlich schwierig.
Das sieht man auch dann, wenn
man ein Entscheidungscoaching hat.
Für denjenigen, der so zwischen beiden
hin und her schwankt, der
häufig sagt, ich bin gerade,
ich fühle mich gerade ganz schlecht mit der Situation,
weil ich weiß, ich zwei Menschen
verletze ich ganz doll, dadurch, dass ich nicht
weiß, was ich will. Und in einer
Affäre muss man auch sagen, geht es ja nicht nur
um Körperlichkeit. Also gar nicht
selten, gerade bei längeren Affären
haben sich Menschen ja schon etwas
mit der anderen Person auch aufgebaut.
Es gab tiefe Gespräche,
es wurden Erinnerungen aufgebaut.
Das macht es ja auch so schwierig, dass
ja auch
jetzt in dem Beispiel auch der Mann
wirklich in einen Liebeskummer gekommen ist und
gesagt hat, das fühle ich auch für
die Person, mit der ich die Affäre
hatte. Also mein
Verstand sagt, okay, ich möchte gerne bei meiner
Ehefrau sein und den Kindern,
aber sie loszulassen
und sie auch so
leiden zu sehen, macht es für mich auch
so schwer.
Eine mögliche Folge ist dann, dass man
den Zugang zu den Gefühlen nach und nach
verliert und abstumpft, weil man
sehr viele Gefühle unterdrücken,
unterdeckeln muss.
Einerseits Gefühle, andererseits Gedanken
auch, dass da noch jemand ist
und was man da
selber auch so auslöst,
Zweifel und all das, was wir eben schon beschrieben
haben, das muss man beiseite schieben.
Man kann eben meistens nicht nur
die schlechten Dinge beiseite schieben,
sondern man entfernt sich eben immer mehr von seinen Gefühlen
und die Amplitude geht in beide
Seiten nicht mehr so hoch. Das heißt,
ich erlebe meistens dann auch weniger Freude, weniger
Spaß, lache weniger,
habe weniger Energie, das geht gleich mit runter.
Schwierig wird es
natürlich auch, wenn wir jetzt mal das Beispiel
Nummer eins nehmen, man weiß von
der Frau
und von den Kindern jetzt in dem Fall
und
hat vielleicht auch selber
Kinder und ist selber
in einer Partnerschaft, die Variante gibt
es ja nun auch
und dann kommt sowas heraus
und man muss
seinem eigenen Mann das
gestehen, das man an der Fähre hatte,
wenn das zum Beispiel jetzt Freunde sind
oder Nachbarn, das gab es ja auch mal bei uns im Coaching
und man hat so
zwei Familien im Leid
und im allerschlimmsten Fall natürlich auch
Kinder, die miteinander befreundet sind,
wo man nicht sagen kann,
okay, ich
kann mich da jetzt abgrenzen,
sondern ich bin in so
einem Konstrukt drin, was ganz
schwierig ist.
Wir sprechen ja jetzt, haben jetzt gerade immer nur darüber gesprochen,
dass das so eine Einzelperson ist, aber es kann ja auch
sein, dass diese Einzelperson,
die eine Affäre hatte, gar nicht alleine ist,
sondern selbst auch in einer Partnerschaft ist,
also dass beide in einer Partnerschaft sind,
beide vielleicht auch Kinder haben
und selber jetzt
so die Klarheit braucht, was möchte ich jetzt?
Patchwork-Affäre.
Ja.
Also
das gibt es natürlich auch, wir wollen hier
sehr mehr so auf die Einzelperson
eigentlich eingehen, die jetzt dann
Entscheidungen für sich treffen
muss, zurückbleiben könnte
und die jetzt eben auch dann für sich
prüft, wie kann ich damit umgehen?
Da sind auch viele starke
Basisgefühle in dem Zusammenhang.
Also Ziegen im Bauch,
Herzrasen, zittrige
Knie, dass man so ein
Gefühl hat, man ist in so einer
Ungewissheit, in so einer Verzweiflung.
Alles fühlt sich so erschüttert
an jetzt, man weiß nicht, wie es weitergeht.
Ja, weil das während das läuft,
entweder verdrängst du gewisse Dinge,
du kannst durchaus auch ein
Verlustangstgefühl haben und
wenn so eine Entscheidung kommt,
dann bist du halt voll im Ausschluss
drin, also sind eigentlich so genau diese
Gefühle von Ängsten,
Verlustängsten, aber auch von Liebeskummer
und diesem
ja dann tatsächlich entstandenen Verlust
auch. Und was dir die ganze
Zeit eigentlich fehlt und worauf
dann ja auch viele
hindrängen, was wir so erzählt bekommen
dann aus den
Coachings, ist, dass die langfristige
Perspektive fehlt.
Das heißt, man ist ja die ganze Zeit in so einer
Warteposition und weiß
nicht, was so passiert. Ich habe
ein Entscheidungscoaching gehabt,
da war das auch so, dass die
die ganze Zeit in so einer Warteposition war
und auch immer mal wieder fragt, Mensch,
was muss denn eigentlich noch passieren?
Du merkst ja, wir haben hier eine ganz andere
Ebene miteinander, dass du dich jetzt
von deiner Frau trennst.
Weil du berichtest ja auch immer, dass
das nicht so gut mit denen läuft.
Und das ist ja auch wieder
ein Ausschluss für die Frau,
dass dann mit der Affäre über sie gesprochen wird
und auch schlecht über sie gesprochen
wird, aber auch natürlich
was impliziert mir das für
eine potenziell anbahnende
Beziehung, wenn das so
stattfindet. Normalerweise, wenn daraus
eine Beziehung erwächst, hat die
latent Probleme mit Misstrauen
und Unsicherheit, weil sobald
da irgendwas in der Beziehung schiefläuft,
ich ja innerlich die Gefahr spüre,
ah, warte mal, das könnte ja zu einem
Muster werden, dass derjenige dann schon
parallel jemand anderen hat,
wo er dann kompensiert. Das heißt, auch
diese Beziehung wird niemals auf einem richtig
soliden Fundament aufgebaut, meistens.
Auch wenn das Thema bei uns nicht
so sehr im Fokus steht, weil wir häufig
den Paaren helfen, so sind wir auch völlig
offen dafür, mit Einzelpersonen,
die eine Affäre hatten,
gemeinsam
den Kummer, Ängste,
Traurigkeit zu verarbeiten,
aber auch vielleicht tiefer liegend zu schauen,
warum hat man sich darauf eingelassen?
Was war die Ursache? Oder gerade
wenn es wiederholend passiert, warum
passiert dir das immer wieder?
Also wenn das für dich der Fall ist und du
hörst diese Folge oder schaust hier
bei YouTube rein, weil dir das passiert
ist und du möchtest das gerne für dich
näher aufarbeiten, melde dich sehr gerne
bei uns für ein telefonisches
Erstgespräch. Wir urteilen
nicht, wir haben kein Gefühl,
dass du ein schlechter Mensch bist, sondern
wir gehen sehr gerne mit dir auf die
Ursachensuche und helfen dann
dir auch aus diesen Gefühlen
besser rauszukommen.
Ja, lass uns auf einige Ansätze
schauen, wie man mit der
Situation umgehen kann
und was kann man jetzt tun?
Als erster Schritt ist es wichtig,
erstmal Klarheit für sich zu finden,
die Gedanken zu ordnen
und zu reflektieren, was möchte
ich eigentlich selber? Also mich auch so ein bisschen
zu distanzieren von dem
ganzen Drama, was jetzt auf der anderen Seite stattfindet.
Das ist ja auch, wie ich schon sagte, sehr dynamisch.
Welche Gespräche werden da geführt?
Bekomme ich eine Rückmeldung? Bekomme ich keine Rückmeldung?
Sondern bei sich zu bleiben und zu schauen,
was möchte ich eigentlich? Rauszukommen
so ein bisschen von der Abhängigkeit,
zu sagen, wo stehe ich und
was möchte ich? Du meinst es, wenn das auf der
Seite steht? Ja, das ist das, was ich eigentlich möchte.
Was möchte ich? Auf der anderen Seite ausgesprochen, wo du
aufgeflogen bist. Genau.
Gut, das kann ja auch schon vorher gelten.
Währenddessen kann ja
auch immer mal wieder so ein Impuls kommen.
Wir nennen das ja Signale,
dass es so Signale gibt und
auf die auch zu hören und zu achten und mal
zu schauen, will ich in dieser Position
sein? Was erwarte ich denn?
Fühle ich mich damit wohl? Was braucht
es eigentlich? Wo soll das hinführen?
Also eigentlich kann man sagen, da auch
so eine brutale Ehrlichkeit mit sich selber.
Also möchte ich das beenden
sind meine Hoffnungen wirklich
gegeben? Für was steht das
eigentlich? Welchen Anteil trägt das
in meinem Leben? Ist das ein Anteil,
den ich brauche oder ist das eigentlich nur was, was
mich gerade
vorüberträgt zu einem Leben, was ich
eigentlich haben möchte?
Und kann ich da vielleicht aber auch
für mich selber ganz egoistisch
eine Grenze ziehen und zu sagen, ich möchte
das nicht mehr. Ich möchte eigentlich
etwas anderes und ich weiß, wenn du
mir das jetzt gerade nicht geben kannst,
dann möchte ich mich eigentlich nicht weiter
reininvestieren.
Ja, also auch dann die natürliche Konsequenz
auszusprechen, dass man sagen würde,
hey, pass auf, ich möchte
die Affäre eigentlich so gar nicht weiterführen.
Ich will, dass du eine Entscheidung triffst, am liebsten
für mich, aber
wenn das nicht geht, dann lass uns das beenden.
Also trifft er die
Entscheidung, ich will, dass du dich für mich
entscheidest, geht das nicht, lass uns das beenden,
um da aus dieser unsicheren
Situation auch herauszukommen.
Und wenn man sich in so eine Parallelwelt
hineinbegibt, dann ist das
ja auch wie so eine Art Illusion,
die man sich aufbaut.
Dass man vielleicht auch daran
denkt und Hoffnung hat,
das wird bestimmt schon so sein, dass derjenige
dann sich irgendwann für mich entscheiden
wird, aber
das sollte man sicherlich mal reflektieren
und dann auch für sich die Grenze ziehen,
bis wohin halte ich das eben auch
aus und dann sagen, bitte
entscheide dich und wenn das nicht geht,
dann bin ich raus.
Ja, und wie weit kann ich selber
eigentlich noch für mich glücklich sein oder verbiegen,
mich für diese Affäre schon?
Also in dem Coaching, was ich hatte,
sagte der Mann auch, ich habe mein Leben auch schon
so ein bisschen umgestellt, meine Freunde haben auch
gesagt, ich habe gar nicht mehr so viel Zeit,
weil ich eigentlich alles nur noch nach der
Frau richte, wie sie Zeit hat, wie das
in ihr Leben gepasst hat.
Und das ist ja auch
wichtig, wieder zu sich selber zu finden, zu sagen,
möchte ich das? Und dann mache ich das ganz
bewusst mit allen Konsequenzen oder möchte ich das halt nicht?
Wichtig
finde ich auch die Anerkennung von Systemgesetz.
Das Vier früher vor später hat
Vorrang. Bedeutet,
dass die Beziehung, die zuerst da war,
Vorrang hat.
Dass man das anerkennt, das heißt,
wenn dort
die Wünsche sind, das zu retten,
zu sagen, hey, ich möchte die Affäre
mit dir beenden, das auch
zuzulassen und demjenigen
dann den Versuch zu lassen,
das zu retten, denn diese Beziehung war
zuerst da und hat
damit auch das Vorrecht,
gerettet zu werden, wenn das so passieren
soll, dass man das einfach
für sich nochmal klar macht
und anerkennt und da
ja, wenn möglich, dem
anderen keine Steine
in den Weg legt, sondern sich da tatsächlich
ein Stück weit zurücknimmt, auch wenn das
sehr schwer fällt. Das wird bestimmt
sehr, sehr schwer fallen in dem Moment,
weil ja einfach Gefühle mit im Spiel sind.
Aber es hat ja auch ein bisschen
was von Respekt zu tun.
Wenn jemand eine Grenze zieht
und sagt, ich möchte das nicht mehr,
ein Nein ist ein Nein
und dann zu sagen, okay,
ich weiß meinen eigenen Wert aber auch
und das
nehme ich jetzt so hin, dass ich es nicht gut
finde oder dass das vielleicht jetzt nicht die feine Art
war, wie es jetzt am Ende gelaufen ist. Darüber kann
man ja anders denken, definitiv.
Und man darf ja auch verletzt und wütend und
traurig sein, aber dennoch da Grenzen
einzuhalten. Und wenn es einem schwer
fällt, Klarheit herbeizuführen,
dann hilft immer sehr gut ein Signal oder Reflektionstagebuch,
wo man seine Gedanken, Gefühle,
Signale festhält, sich dafür
bewusste Zeit auch nimmt
und man sich dann, wenn man vielleicht sonst
das Ganze eher beiseite schiebt und
verdrängt, sich da bewusst hineinbegibt,
wie die Situation wirklich ist
und dann eben die entsprechenden
Gefühle, Gedanken sortiert, aufschreibt
und anfängt damit zu arbeiten.
Und wenn das einem schwer
fällt, also wenn man merkt, oh, meine Gedanken
kann ich schwer alleine ordnen,
ich möchte damit auch nicht zu
Freunden gehen oder zur Familie gehen,
weil das ist für mich so ein abgespaltenes
Thema, das ist so ein Lebensbereich, den möchte
ich auch nicht anderen offenbaren, aus
verschiedenen Gründen,
dann gibt es immer noch die Möglichkeit, sich
jemanden im Außen zu holen,
einen Experten an die Seite zu holen, zu sagen,
ich brauche Hilfe, ich bin jetzt hier in seiner
so herausfordernden Lebenssituation
vielleicht auch hineingeraten mit einer
gewissen Dynamik, mit der ich am Anfang
nicht gerechnet habe und
meine Gefühle sind sowas von
durcheinander und ich weiß gar nicht mehr, wer ich bin
und was ich möchte und ich brauche jetzt Unterstützung,
das einmal zu ordnen. Und da ist natürlich ein
Coaching ein Weg,
das einmal in Ruhe zu machen, in einem geschützten
Rahmen zu machen, mit Menschen zu machen,
die Erfahrung haben
und die einen dabei
begleiten, ohne Wertung, ohne
Verurteilung, sondern
wirklich auf die eigenen Bedürfnisse, auf die
eigene Zielsetzung, da Klarheit
reinzubringen. Das ist der große Vorteil,
man ist in Sicherheit und man wird
nicht verurteilt, man findet keinen Freund,
keine Freundin dadurch,
wo man vielleicht dachte, derjenige
hätte vielleicht Verständnis und würde mir
beistehen und wo man doch
härter gegen die Werte verstößt
und Ablehnung erfährt, als man gedacht
hätte. Ja, weil man Menschen damit
antriggert. Und ich glaube einfach
auch, es ist manchmal ganz gut, auch mal alles loszuwerden,
was wirklich passiert ist im Detail
und zu wissen, da bleibt das dann.
Das ist so ein geschützter Rahmen, das kann ich mal
erzählen und da werde
ich jetzt nicht für angeguckt moralisch
oder da werden keine Rückfragen mehr zwischendurch
nochmal gestellt, wenn ich irgendwie
auf einer Party bin oder so, sondern das ist ein geschützter
Rahmen und da kann ich das einmal loswerden.
Ja und sollte dann die Entscheidung
getroffen worden sein, dass die
Affäre für mich beendet wurde,
dann
ist auf jeden Fall
Rache kein guter Gedanke.
Natürlich kann der hochkommen,
dass Rache-Gedanken da sind,
Wut hochkommt, auf die andere
Person, dass sie sich jetzt vielleicht nicht für mich
entschieden hat, auf den Partner,
die Partnerin, dass
das jetzt forciert wurde,
vielleicht auch, dass da ins Handy geschaut wurde
und so weiter, dass da vielleicht auch
Bilder und sehr
persönliche Texte und Nachrichten
von mir gelesen worden sind
und
Und das hilft an der Stelle normalerweise nicht weiter.
Das wird nicht dazu führen, dass man irgendwie für sich Genugtuung empfindet.
Das wird nicht eintreten.
Auf der anderen Seite auch nicht, dass sich der andere für einen doch entscheidet.
Ich finde immer, Rache ist ein erster Gedanke, der verständlich ist.
Also so ein Schnellschussgedanke.
Aber wenn man mal länger darüber reflektiert, dann ist es ja nicht so,
dass wenn ich mich gerecht habe, all meine Gefühle weg sind.
Sondern danach ist es ja trotzdem nach ein paar Minuten, ein paar Tagen so,
dass ich darüber reflektiere und sage, es ist immer noch total doof.
Ich bin immer noch traurig. Wie kann er das machen?
Wie konnte sie mir das antun?
Also der Rache-Gedanke hilft einem nicht langfristig.
Das ist sowas Kurzfristiges.
Meistens bringt Rache auch mehr Probleme mit sich, mit der Zeit,
wie man am Anfang dachte.
Weil man da häufig sehr radikal vorgeht,
manchmal auch ein bisschen unüberlegt vorgeht
und man mit Abstand betrachtet und sagt,
ja, das war jetzt eine Übersprungshandlung,
die ich eigentlich hätte mir sparen können.
Das waren jetzt ganz viel verletzte Gefühle,
die aber mehr Leid angerichtet haben.
Für mich selbst auch.
Deswegen ist es auch so wichtig,
seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu reflektieren, auszusprechen.
Dass der andere auch genau weiß,
wünsche ich mir eine Beziehung,
wünsche ich mir eigentlich gar keine Beziehung.
Ist das jetzt selber auch nur etwas zum Kompensieren?
Wo man sagt, hey,
du hilfst mir jetzt auch gerade nur über einen Punkt hinweg,
aber eine Beziehung wird bei uns eh nie stattfinden.
Halt da reinbringen.
Dass man selber eben aus dieser unsicheren Position heraus ist
oder eben die Klarheit dann auch klar einfordern.
Und da auch wegzukommen von Glaubenssätzen oder Stempeln,
die man sich selber gibt.
Also selber zu sagen,
okay, ich bin ja die Affäre auf Identitätsebene,
sondern man ist ja immer noch eine Person mit Bedürfnissen,
mit Gefühlen.
Und auch zu sagen,
jeder macht in seinem Leben mal Dinge,
die andere Menschen verletzen.
Aber auch sich selber da den Raum zu geben,
nicht zu hart mit sich zu sein,
sondern eher in sich reinzuschauen und zu sagen,
warum ist das passiert?
Also es wird, wenn sowas herauskommt,
von vielen Menschen stark verurteilt.
Das ist ein Punkt, über den viele Leute,
die in dieser Situation drin sind,
dann durchgehen müssen.
Man hat ja auch andere Menschen damit wirklich verletzt.
Man hat eine Familie damit in Schwierigkeiten vielleicht,
vielleicht anteilig jedenfalls gebracht.
Und dann ist die Frage,
wie kann ich jetzt aus der Situation für mich positiv rausgehen?
Ich sehe schon die Kommentare von vielen verletzten Personen,
die sagen, Mensch, wie könnt ihr dort so umsichtig
mit demjenigen umgehen, der da die Affäre hatte
und meine Beziehung zerstört hat.
Aber wie gesagt, auf der anderen Seite ist auch ein Mensch
mit Bedürfnissen, Wünschen, Mangeln, Gefühlen usw.
der in guter Absicht handelt.
Für sich selbst in dem Fall.
Das reicht ja erstmal aus.
In guter Absicht für sich selbst.
Und wenn derjenige gerade einen Weg finden würde,
ohne die Affäre einer anderen Beziehung darzustellen,
würde das normalerweise tun.
Es gibt bestimmt Menschen,
die diesen Nervenkitzel toll finden,
die Affäre zu sein
und in anderen Beziehungen
ihr Unwesen zu treiben.
Aber ich denke, das wird der allerkleinste Teil sein.
Sondern die meisten werden ähnlich
wie der Partner, die Partnerin,
der sich für diese Affäre öffnet,
weil ein Mangelgefühl da ist, Anziehung entsteht.
So wird das auf der anderen Seite
sehr regelmäßig auch nicht geplant gewesen sein.
Ohne böse Absichten.
Und auch, wenn man sich aus dieser Parallelwelt rausbegibt
mit einem schlechten Gewissen
den anderen Personen gegenüber.
Insbesondere, wenn man sich vielleicht auch
in diese Familiensituation hineinversetzt,
dass da Kinder sind,
Kinder sind und so weiter,
wird da sicherlich sehr häufig
auch ein schlechtes Gewissen vorliegen.
Und Menschen verletzen Menschen.
Das kommt immer wieder vor.
Und ich finde,
da geht es auch nicht um eine Wertung.
Also Fakt ist ja einfach,
dass in diesem ganzen Konstrukt
ganz viel verletzte Gefühle sind.
Unterschiedliche verletzte Gefühle.
Jetzt könnte man, wie du eben sagst,
auch nochmal über die Kinder reden,
die häufig, wenn Eltern in einer Krise sind,
ob mit oder ohne Affäre auch verletzt sind.
Und es bringt ja nichts,
zu werten, ist der eine mehr schuld,
der andere weniger schuld,
prozentual und so weiter.
Fakt ist ja einfach,
es sind erwachsene Menschen,
die nun in dieser Situation sind
und die jetzt alle Verantwortung übernehmen müssen.
Anteilig.
Es gibt nicht die eine Person,
die für alles da verantwortlich ist.
Das finde ich auch mal schwierig,
wenn zu viel Last auf die Affäre geschoben wird,
auf diese dritte Person.
Denn es geht auch darum,
es ist eine, sag ich mal, freiwillige Handlung,
die von auch dem Beziehungspartner,
also der Person, die in einer Beziehung ist,
durchgeführt wurde.
Und anteilig hat die Person damit auch Verantwortung.
Und jetzt geht es darum,
dass jeder auf sie gucken darf,
damit jeder in seinem Leben wieder glücklich werden darf.
Ja, das ist nochmal ein schöner Blickwinkel
aus Perspektive
der Affäre,
dass wenn wir eine Affäre
in der Beziehung aufarbeiten,
in der Paartherapie,
dass erstmal die Ursache
in der Beziehung gesucht wird
und man da meistens schon Mangelgefühle,
viele Krisengefühle findet
und das schon zwei, drei Jahre,
oder länger nicht gut lief
und wird da viel Verantwortung reingeben
und auch die betrogene Person
eben anteilig Verantwortung sieht,
warum überhaupt in der Beziehung
man sich dafür geöffnet hat.
Wofür dann
alleinig der eine Mensch
Verantwortung hat, der sich
auf die Affäre eingelassen hat,
ist diese Entscheidung getroffen zu haben
und nicht sich innerlich zu bremsen
und dann zu erzählen, hey, ich glaube, wir sind so stark
in der Krise, dass ich habe
das Gefühl, andere Menschen sind anziehend
für mich, wir müssen da
was an der Beziehung machen
und am Ende bleibt immer noch
ein Rest Wut übrig für
die Affäre selbst,
aber bei uns in der Paartherapie,
wie es so durchläuft und wie sich bei uns die Menschen
reflektieren, gehört da nur ein kleiner
Teil am Ende hin. Am Anfang ist die
ganz groß, die Wut, aber wenn man
das nachher mal wirklich sacken lässt,
tiefgründige Gespräche führt,
die Ursachen herleitet und so weiter
und dann die Verantwortung verteilt,
dann gehört,
da eher der kleinste Teil hin.
Ja, ich glaube, wir sind am Ende
angekommen. Wenn
dir diese Folge
wertvolle Impulse gebracht hat, dann freuen
wir uns sehr über ein Abo
bei Spotify, bei Apple
oder natürlich auch bei YouTube.
Schreibt gerne in die Kommentare
und wenn das euch betrifft,
dann meldet euch natürlich sehr gerne bei uns
fürs Telefon-Scherzgespräch und wir schauen
gemeinsam, wie wir euch optimal unterstützen
können. Bis bald!
Auf Wiedersehen!
Podcast Summary
Key Points:
Es ist sehr häufig, dass Menschen in einer Beziehung fremdgehen, mit etwa 26 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer betroffen.
Die Affäre wird oft nicht direkt genannt, da der Name verletzend wirkt oder die Person als kompensierendes Puzzlestück gesehen wird, anstatt als echte Person mit Identität.
Die dritte Person in der Konstellation – die Affäre – wird häufig ausgeschlossen oder ausblendet, da die Beziehungspartner sich in eine Parallelwelt begeben und das Mangelgefühl verdrängen.
Die Affäre entsteht meist aus unerfüllten Bedürfnissen wie Anerkennung, Wertschätzung oder körperlicher Nähe, nicht aus bösem Absicht.
Es gibt kaum Fälle, in denen die Person der Affäre im Coaching aktiv beteiligt ist, was zu einer Vermissen von Gefühlen und einem fehlenden Verständnis führt.
Rache-Gedanken sind kurzfristig verständlich, aber langfristig schädlich und führen zu mehr Verletzung und Unsicherheit.
Die Entscheidung, die Affäre zu beenden, erfordert Klarheit, Selbstreflexion und die Anerkennung von Systemgesetzen, wie Ausschluss und Vorrang der ersten Beziehung.
Ein Coaching oder ein reflektives Tagebuch hilft, Gefühle zu verarbeiten, Grenzen zu ziehen und eine langfristige Lebensperspektive zu finden.
Summary:
Es ist sehr häufig, dass Menschen in einer Beziehung fremdgehen – etwa jeder Vierte hat mindestens einmal eine Affäre. Diese Tatsache wird oft unterdrückt, da die Affäre im privaten Umfeld verschwiegen wird, um Verletzungen zu vermeiden. Die Person, die die Affäre darstellt, wird oft als „Puzzlestück“ gesehen, das gefehlten Bedürfnissen in der Beziehung entspricht, wie Anerkennung oder körperlicher Nähe.
In der Praxis wird die Affäre häufig nicht direkt genannt, weil der Name verletzend wirkt oder die Person als außerhalb der Beziehung angesehen wird. Die Betroffenen verdrängen ihre Gefühle, begeben sich in eine Parallelwelt und erleben oft eine innere Warteposition mit Angst und Verlustängsten. Rache-Gedanken sind kurzfristig verständlich, aber schädlich und führen zu weiteren Konflikten.
Eine gesunde Lösung erfordert Selbstreflexion, Klarheit über eigene Werte und die Anerkennung von Systemgesetzen wie Ausschluss und Vorrang der ersten Beziehung. Ein Coaching oder ein reflektives Tagebuch hilft dabei, Gefühle zu verarbeiten, Grenzen zu ziehen und eine langfristige, glückliche Lebensperspektive zu entwickeln. Es ist auch wichtig, die Verantwortung nicht nur auf die Affäre zu legen, sondern gemeinsam mit dem Beziehungspartner zu teilen.
Die Affäre ist ein Symptom eines tieferliegenden Mangelgefühls und nicht ein böses Handeln. Für alle Beteiligten entsteht eine unsichere, emotionale Lage, in der Verletzungen, Zweifel und Angst weit verbreitet sind. Es ist daher entscheidend, dass beide Seiten die Möglichkeit haben, ihre Gefühle zu verarbeiten, ohne sich zu verurteilen oder zu verletzen.
Die Lösung liegt in der Wertschätzung von Gefühlen, der Anerkennung von Mangelgefühlen und der konstruktiven Suche nach Ursachen, nicht in Schuld oder Rache.
FAQs
Laut einer Studie aus dem Jahr 2024 hat jeder Vierte in einer Beziehung mindestens einmal eine Affäre. Das sind etwa 26 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer.
Denn der Name kann verletzende Wirkung haben und wird deshalb vermieden. Oft ist die Person nur ein Kompensationsmuster für ein vermisstes Bedürfnis wie Anerkennung oder Nähe.
Die Person fühlt sich oft ausgeschlossen, erlebt Wut, Verlustangst und Verwirrung. Es kommt zu einem Spannungsgefühl, da sie zwischen der Beziehung und der Affäre entscheiden muss.
Denn sie entstehen oft als Reaktion auf unerfüllte Bedürfnisse wie Wertschätzung, Nähe oder Anerkennung, die in der Beziehung fehlen.
Durch Selbstreflexion, das Aufschreiben von Gedanken und Gefühlen sowie durch ein Coaching, um klare Entscheidungen zu treffen und sich aus der unsicheren Situation herauszufinden.
Nein, Rache führt nicht zur Genugtuung und verursacht oft mehr Leid. Es ist eine kurzfristige Reaktion, die langfristig mehr Schaden schadet als Wohlbefinden bringt.
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