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HOW TO: Lernen lernen

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HOW TO: Lernen lernen

Der Podcast thematisiert den Unterschied zwischen schulischem und universitärem Lernen, wobei letzteres mehr Selbstständigkeit, Organisation und den Umgang mit umfangreicheren, komplexeren Inhalten erfordert. Der Lernprozess wird in drei Phasen unterteilt: Vorbereitung, aktive Auseinandersetzung und Wiederholung, wobei der Wiederholung eine zentrale Rolle zugeschrieben wird. Erfolg hängt von Faktoren wie gutem Zeitmanagement, Disziplin und vor allem intrinsischer Motivation ab. Für weniger interessante Inhalte wird empfohlen, Emotionen zu regulieren und positive Lernbedingungen zu schaffen. Wichtig sind zudem ein gut gestalteter Lernraum, Rituale zur Strukturierung und die Berücksichtigung der persönlichen Leistungsfähigkeit im Tagesverlauf. Die Identifikation des individuellen Lerntyps (visuell, auditiv, kinästhetisch) hilft bei der Wahl effektiver Methoden. Konkrete Tipps umfassen das Klären von Verständnisfragen vor dem Auswendiglernen, den Einsatz von Eselsbrücken und ein wöchentliches Lernsystem mit integrierten Wiederholungen, um Stress in der Prüfungsphase zu vermeiden und den Anschluss nicht zu verlieren.

Transcription

6456 Words, 38863 Characters

German
[Musik] Wie lernt man eigentlich? Die Frage mark im ersten Moment vielleicht absurd klängen, aber hast du gelernt, wie man lernt, also welche Methoden es gibt und wie du herausfindest, was für dich persönlich funktioniert? Nein, dann gehen wir das heute mal an. Herzlich willkommen bei Highport, dein Podcast für das Studium mit mir, Karo. In dieser Folge spreche ich mit derpsychologen und Studienberaterin Anne Dutt über das Thema Lernmethoden und darüber, wie man in stressigen Phasen den Überblick behält. Falls dich bestimmte Fragen oder Themen besonders interessieren, findest du in der Folgenbeschreibung Zeitstempel mit allen Fragen, mit denen du direkt zu bestimmten Stellen der Folge springen kannst. Und jetzt viel Spaß mit der Folge. Inwiefern unterscheidet sich das Lern an der Uni, denn überhaupt von dem an der Schule? Da gibt es tatsächlich große Unterschiede. Also der erste Punkt ist zunächst mal an der Uni habe ich in der Regel viel, viel mehr Stoff und Inhalt als in der Schule. Und oft ist es auch so, dass ich gar nicht alles lernen kann und in Prüfungen gehen muss mit dem Gefühl, dass es noch lücken. Das muss ich auch erst mal aushalten lernen, dass ich eben nicht alles lernen kann. Dann ist der Stoff auch viel komplexer. Ich habe manchmal studierende in der Beratung, die sagen mir ja, nach zwei Jahren hat es dann mal Klick gemacht und die Erkenntnis, wie alles zusammenhängt, hat sich gefühlt. Ich habe das häufig, dass ich manchmal über Wochen hinweg nicht richtig verstehe. Worum geht es ja eigentlich? In Zukunft, dass es viel weniger Struktur gibt als in der Schule. In der Schule heißt es ja oft, es gibt genau dieses eine Schaube, das muss flernen, das kommt in der Klausur dran und ich weiß, ich habe alles vorbereitet. An der Uni kannst auch mal heißen, das ganze Lehrbuch ist Klausur relevant und dann muss ich selber entscheiden, wo lege ich den Fokus, was lerne, ich was lasse ich weg. Dann ist es auch so, dass in der Schule schon auch viel drauf geachtet wird, ja, Wiederholungen einzublernen, Zeit für Fragen zu haben, auch zu schauen, dass jeder gut mitkommt, dass es in der Uni auch nicht selbstverständlich, in der Uni muss ich mich auch selbst organisieren, Eigeninitiative ergreifen. Wenn ich was nicht verstehe, bin ich verantwortlich, mir die Antwort zu besorgen, vielleicht eine Lerngruppe zu suchen, eine Tutoriumsgruppe zu besuchen, Literatur zu beschaffen, das muss ich alles Eigeninitiative machen. Das muss ich eben auch erst mal lernen zu entscheiden, wo lerne ich noch über die Vorlesungen hinaus? Dann ist es auch so, dass ich an der Uni ganz viele verschiedene Formate und Anforderungen habe. Ich habe teilweise Klausur an, da geht es um alte Belcheu ist, da muss ich auswendig gelernt, es wieder erkennen, ich habe Klausur an, da muss ich freien Text produzieren, ich habe manchmal auch mündliche Prüfungen und das ist am Anfang auch nicht leicht, sich dazu recht zu finden, was wird, wann genau erwartet und wie bereite ich mich gut vor? Ja und neben diesen ganzen organisatorischen Dingen ist auch noch ein Thema, was häufig aufkommt beim Übergang von der Schule an die Uni, dass die Leute sagen, ich habe an der Uni noch gar nicht meine Rolle gefunden, ich weiß noch gar nicht, wo ich stehe. In der Schule, da hatte ich meine Sicherheit, meine Routine, ich wusste, wenn ich das und das lerne, dann kommt ungefähr das und das dabei heraus. An der Uni habe ich solche Erfahrungen noch nicht, da starte ich bei null und muss auch erstmal meinen Platz finden, was gerade am Anfang auch verunsichern kann. Wenn wir uns erstmal so grundsätzlich das Thema lernen angucken, das ist ja ein Prozess, aber was passiert denn da überhaupt? Also beim Lernen kommen verschiedene Dinge nacheinander. Zunächst so triviales klingt, muss ich mich vorbereiten aufs Lernen, ich muss mich emotional einstimmen, dass es jetzt ans Lernen geht, ich muss überlegen, was steht heute an zum Lernen, was weiß ich schon zu dem Thema, was sind meine Ziele, vielleicht auch ein Zustand herstellen, indem ich bereit bin, gut lernen zu können. Danach geht es ans Lernen selbst. Das ist einerseits natürlich wirklich das auswendig lernen, dass ich teilweise Stupide mehr den Stoff einpräge muss, aber dazu gehört auch mit dem Stoff zu arbeiten, also dass ich den Stoff strukturiere, offene Fragen kleren, den Stoff anwende, vor und nachteile anschaue richtig mit dem Stoff ins Arbeiten kommen, vielleicht auch mit Kommilitonen, Kommilitonen über den Stoff diskutiere, also all das passiert in der Lernphase, die Arbeit mit dem Stoff die aktive auseinandersetzung mit dem Stoff. Und als letzte Phase kommt die Phase des Wiederholens und die ist mir ganz besonders wichtig, auch hier noch mal zu betonen, wiederholen ist das Ar und ob am Lernen. Also ich kann noch so viel lernen, wenn ich es nicht wiederhole, verkehrsig den Stoff, ganz, ganz schnell wieder. Und was ich empfehle, dass empfehle ich in der Beratung oder auch in den Workshops und Vorträgen, die ich mache, ich empfehle, abwoche Eins zu lernen, um so auch immer viel Zeit zum Wiederholen zu haben. Also ich lerne in Woche 1 den Stoff der Woche 1 und in Woche 2 wiederhole ich die Woche 1 und lerne die Woche 2 neue. So habe ich eben so eine gut gestückelte Aufteilung des Stoffes, sehr schaff es gut, portioniert über das Semester immer wieder wöchentliche einhalten. Ich habe viel Zeit zum Wiederholen und ein weiterer Vorteil ist, dass ich auf diese Weise auch am Ball bleibe, den roten Faden nicht falliert. Ich habe das manchmal das Leute in die Beratung kommen und sagen, ich habe jetzt irgendwie sechs Wochen lang die Vorlesung besucht, aber ich komme überhaupt nicht mehr mit. Ich habe den Anschluss verloren. Ach ich mache das dann im nächsten Jahr einfach noch mal. Und das ist immer sehr schade, weil die Leute haben ja auch schon rein investiert, haben sich ja schon Wochen lang da rein gesetzt. Und so was kann man verhindern, wenn man eben abwoche Eins lernt, dann wird es auch hinten raus, nicht so stressig in der Klausurenphase. Aber das erfordert ja auch eine richtige große Organisation oder eine sehr gute Organisation, welche Eigenschaften sind denn sonst noch so wichtig beim Lernen. Klar, Organisation ist natürlich ein wichtiges Stichwort, grad, wenn ich mich so strukturiere, wöchentlich lernen, regelmäßig wiederholen. Da muss ich gut organisiert sein, gutes Zeitmanagement haben, auch sehr viel Disziplin an den Tag legen, was ich aber auch üben kann. Ich brauche auch Organisationen im Bezug auf den Inhalt selbst. Also wenn ich in der Lage bin, den zu lernen, stoff gut zu strukturieren, zu klasstern, Zusammenhänge zu erkennen, einfach zu organisieren, kann ich den Inhalt auch besser lernen, als wenn es irgendwelche zusammengenlosen Details sind. Zusätzlich brauche beim Lernen natürlich noch jede Menge Interesse am Inhalt, Motivation, das macht es immer viel, vielleicht da. Ich kann natürlich auch lernen, um die Klausur zu bestehen, um andere nicht zu enttäuschen oder um keinen Fehler zu machen, mich nicht zu planieren. Das sind aber eher so extremsische Motivationsfaktoren, die sind nie so motivierend wie Intrinsischefaktoren. Also Intrinsischefaktoren sind sowas wie der Stoff interessiert mich. Ich will den verstehen, ich will Experte werden in dem Gebiet. Ich brauche den Stoff für meinen Traumjob. All das sind positive Anährungsziele, die mir das arbeiten auf der Intrinsischen Ebene deutlich erleichtern. Wie ist das denn, wenn man sagt, dass diese Faktoren gerade einfach nicht gegeben sind? Also das Thema ist vielleicht irgendwie trocken oder das ist auch irgendwie nicht so mein persönlicher Interessenssperrpunkt. Ich tue mich damit irgendwie so ein bisschen schwer. Hast du da irgendwelche Tipps, was man da machen kann, um sich das quasi so ja interessanter zu gestalten oder um die Intrinsische Motivation anzuregen? Manchmal ist das in der Tat so, dass es einfach Inhalte gibt, wo ich denke, wozu brauche ich das? Da muss ich jetzt durch. An der Stelle finde ich es ganz sinnvoll, ja, vielleicht weniger über die Motivation zu arbeiten, ja, weil manchmal lässt sich einfach nicht herausholen, die Intrinsische Motivation, sondern da eher über die Schiene zu gehen, Emotionen gut zu regulieren. Also dass ich schaue, welche Gefühle kommen beim Lernen auf. Das ist bei solchen Themen vielleicht durchaus so, was wie Frust oder Langeweile, dass ich dann versuche, gut mit diesen Gefühlen umzugehen, dass ich mir das Lernen angenehm gestalten, mich fürs Lernen belohne, mir eine angenehme Lerngruppe suche, dass man schaut, dass man die positiven Gefühle befördert und negative, schwierige Gefühle möglichst gut eindämmt. Und neben diesen emotionalen Faktoren brauche ich, um gut lernen zu können, natürlich auch kognitive Fähigkeiten lernen. Es ist ein Ersadinien natürlich ein kognitive, gedanklicher Prozess, wo ich eben Aufmerksamkeit und Konzentration brauche, um gut voranzukommen. Du hast ja gerade gesagt, dass man sich in einen Lernbereiten Zustand versetzen sollte, was heißt das denn überhaupt? Also das ist ein Zustand, in dem ich gut lernen kann und erzählen auch so triviale Dinge dazu, dass ich in Ort finde, an dem ich mich wohl fühle, um gut arbeiten zu können, in Ort, an dem ich ungestört bin, der gut ausgestattet ist, eine gutes Raumklinie, hat einen guten Bürostuhl, also solche grundlegenden Dinge sind schon mal ganz wichtig, im gut starten zu können. Dann ist es auch total sinnvoll, wenn man sich in Plan macht, bevor man anfängt zu arbeiten, dass ich mir überlege, was steht heute an, welche Zeit habe ich zur Verfügung, auch pausen einplant, also man empfiehlt immer etwa nach so einer halben Stunde, so etwa fünf Minuten Pause, nach 90 Minuten, etwas längere Pause und zur Hälfte des Tages etwa eine große Mittagspause. Dass ich auch eine Mischung schaffe, aus Routine und Abwechslung, auch auf meine Bedürfnisse achte, also Zeit ein Plan für Essen trinken, Schlafen, Sport, Freunde, auch das darf nicht zu kurz kommen, Freizeit und auch Puffereinplan. Also der Plan sollte nicht zu engestrickt sein, es passieren immer unvorhergesehene Dinge, sei es, dass ich den Bus verpasse und erst eine halbe Stunde später in der Bib starten kann, da macht es es auch wirklich Pufferein zu planen und ich werde auch immer wieder in der Beratung gefragt, machen denn auch freie Tage pro Woche, sind auch im Studium, definitiv ja. Also in der normalen Arbeitswelt hat man auch zwei Tage frei in der Regel und es hat auch einen guten Grund, wir brauchen einfach auch mal komplett Abstand von der Arbeit, so dass ich immer auch im Fehl im Minusen ein besser zwei Tage komplett frei von Arbeit zu haben. Was beim Plan auch noch sehr sinnvoll sein kann, ist einmal zu reflektieren, zu welchen Zeiten kann ich den gut lernen? Also im Tagesverlauf sind alle Menschen mal mehr, mal weniger Aufnahmefähig. Viele sagen zum Beispiel auch so, im Mittagstief kann ich nicht gute arbeiten, vor Mittags bin ich häufig fitter, manche haben auch gegen Abend noch mal so einen Energiekick und das kann ich mir auf jeden Fall auch zu Nutze machen für meinen Lernplan. Ich kann explizit überlegen, okay, dann lege ich mir ins Mittagstief Aufgaben, die weniger fordern sind, irgendwie eine PowerPoint aufhübschen oder Stoff wiederholen und vor Mittags, wenn ich richtig Aufnahmefähig bin, dann geht es ans Auswendig lernen, da muss ich fit sein, da muss ich wach sein. Ich kann auch versuchen, wenn ich da Gestaltungsmöglichkeiten habe, mehr das auch schon beim Zusammenstellen meines Stundenplans zu überlegen, wenn ich zwischen verschiedenen Veranstaltungen wählen kann, dann wähle ich am besten da Veranstaltungen, wo ich eben auch fit und leistungsfähig bin. Und das ist eben auch nochmal ein ganz großer Unterschied zur Schule. In der Schule habe ich einfach den Stundenplan sehr vorgegeben und ist das ganz klar, ich bin vor Mittags im Unterricht, und danach nach Mittagsabends lerne ich. Und in der Uni ist der Tag aber weniger klar strukturiert. Ich habe immer mal wieder Lücken zwischen Vorlesungen, wo ich dann Lernen anhalten platzieren kann. Da kann ich mir eben diese Gestaltungsmöglichkeit auch zu Nutze machen. Was auch ganz hilfreich ist, wenn man sich bevor man anfängt zu arbeiten überlegt, was könnten Störungen sein, die beim Arbeiten auftreten können. Das kann sowas sein, wie es ploppend störende Gedanken auf, die man nicht aus dem Kopf gehen wollen, mich ablenken oder die Mitbewohnerin fragt, ob ich Kaffee trinken möchte. Und da kann ich mir im Vorhinanchen überlegen, was kann ich tun, wenn solche Störungen auftreten und so, wenn dann Pläne formulieren. Wenn Störende Gedanken kommen, dann schreibe ich mir diese auf dem Zettel, den ich neben meinem Buch liegen habe und widme mich dem später nochmal. Oder wenn die Mitbewohnerin zum Kaffee einleht, dann lehne ich dankend ab, weil ich muss ja lernen und sage aber heute Abend kochen wir was zusammen. Das sind dann auch so Automatismen, die man gut verinnerlichen kann, so dass irgendwann auch der Ongang mit solchen Störungen zur Routine wird, dass man nicht immer wieder rausgerissen wird. Also bei uns in der VG war es zum Beispiel auch Gang und Giebe, dass man dann eben einfach einmal kurz gesagt hat, Leute, dass ihr Bescheid bist. Ich fange jetzt an zu lernen, weil zum Beispiel auch ich immer so eine Person war, der dann einfach irgendwas eingefallen ist und dann bin ich kurz für so ein Smalltalk gesprächbar bin, wenn wir uns vorbei und so wusste man eben, okay, die Person ist jetzt gerade am Lernen, das heißt, wenn jetzt gerade nichts akutwichtig ist, dann klopp ich da jetzt auch nicht. Und das mit dem Zettel, was du gesagt hast, das hilft mir immer so sehr, weil ich finde gerade, wenn man Probleme hat sich zu fokussieren, fallen einem auch die ganze Zeit noch andere Wichtigesachen ein, irgendwie sowas wie, "Aggart, ich habe meine Miete noch nicht überwiesen oder, ah, Mist, ich wollte ja noch da unter androfen." Und dann fühlt sich das in dem Moment immer so wichtig an und man denkt sich an ich erledige das jetzt schnell kurz, aber wenn man es eben aufgeschrieben hat, weiß man, okay, wenn jetzt diese Lernfahr so rum ist, dann kann ich mich direkt danach darum kümmern. Ich habe es mir aufgeschrieben und es ist quasi gesichert total. Und das, was du eben angesprochen hast, dass man sozusagen in der VG Bescheid gibt, ich lerne jetzt bitte keine Störung, das ist ja sogar auch was, was Störungen auch schon präventiv verhindern kann. Also das kann man sich ja auch immer überlegen neben diesen Wendanplänen, was kann ich vielleicht auch schon vorbeugen tun, dass die Störung gar nicht erst auftritt und das kann ja auch so was sein, zum Beispiel, das Handy, beiseite zu legen beim Lernen in anderen Raum, dass ich gar nicht erst in die Situation komme, dass ich rausgerissen werde. Was ich immer gerne in der Beratung auch empfehle, um gut ins Lernen zu kommen, sind Rituale. Also einstiegsrituale, es kann so was sein, wie mein Lieblingsgetränk zu bereiten oder das Arbeitszimmer noch gut durchlüften oder eine Meditationübung, eine kleine Dehnübung, irgendwas, was einem gut tut, was aber auch gleichzeitig ein Signal ist, jetzt geht's ans Arbeiten. Übrigens bin ich auch großer Fan von Ausstiegsritualen bei der Gelegenheit. Also Rituale am Ende eines Arbeitstages, das sind so triviale Geschichten, wie ich freue meinen Arbeitsplatz auf oder ich schreibe meine Tuduliste für den nächsten Tag, aber das kann unfassbar befreien sein, um auch gut mit dem Arbeiten abschließen zu können und erleichtert mehr dann auch wiederum, wenn ich so eine Tuduliste schreibe, den Einstieg für den nächsten Tag. Ja, das stimmt. Dann ist man auch direkt viel besser vorbereitet auf den nächsten Tag, wenn man genau weiß, was da zu tun ist und nicht einfach sieht, ich muss weiter lernen. Wenn ich dann diese ganzen Bedingungen abgehakt habe, hergestellt habe und es dann anders lernen, an sich geht, hast du Tipps, um besonders gut auswendig lernen zu können? Also auswendig lernen ist ja, was da kommt man im Studium so gut wie Nietrum rum. Also in manchen Fächern ist es mehr, in manchen bisschen weniger Thema, aber gerade in den ersten Semestern muss ich da einfach durch. Für viele ist das auswendig lernen, das nervigste, mühsamste ist häufig einfach auch eine Fleißarbeit. Man kann sie es an manchen Stellen ein bisschen erleichtern. Also ganz wichtig ist, bevor ich ans auswendig lernen gehe, sollte ich alle offenen Fragen zum Stoff klären. Ich kann nur das gut lernen, was ich auch verstehe. Das heißt, erst mal nochmal alles durchgehen, gibt es irgendwie offene Fragen. Wenn ich Fragen habe, nochmal mit Leuten sprechen, dozierende Fragen, Literatur lesen, das für mich auch wirklich klar ist, was bedeutet das eigentlich? Ja, das kann ich immer besser lernen als wenn es einfach keinen Sinn ergibt. Schön ist auch, wenn man an seinen vorhanden des Wissensnetzwerk anknüpfen kann, dass ich überlege, was weiß ich schon zu dem Thema, vielleicht eine Mindmap mache, wie passt der neue Stoff zu dem, was ich weiß, wie fühlt sich das zusammen, habe ich direkten Kontext hergestellt. Und wenn es dann ans auswendig lernen geht, dann lohnt es sich immer auch zu schauen, was für ein Lerntype bin ich eigentlich. Es gibt Menschen, die lernen, ja ein Visuell, ja die schauen sich die Dinge an auf ein Papier. Können das dann lernen, die profitieren zum Beispiel besonders gut von Schaubildern oder von Grafiken. Es gibt auch Menschen, das sind auditive Lernchippen, die müssen ihren Stoff sie selbst aufsagen, aus sprechen, höheren, um gut lernen zu können. Und dann gibt es noch die kinesitätischen Lerntypen, das heißt Lernen in Bewegung. Es kann zwei Sachen bedeuten, entweder wirklich ganz trivial, ich kann gut lernen, wenn ich mich dabei bewege, dass ich irgendwie im Raum her laufe oder spazieren gehe dabei. Es kann aber auch bedeuten, ich lerne indem ich etwas tue, also indem ich den Stoff anwende, experimentiere, dass die Menschen die lernen zum Beispiel besonders gut durch Praktika, durch Anwendung, durch Tun, durch Ausprobieren. Ich finde das lustig, dass du das sagst, weil ich gerade festgestellt habe, dass ich der laufende redende Typ bin. Das lustig, ich war das auch. Ja, weil ich habe zum Beispiel festgestellt, ich konnte nie verstehen, wenn Leute gesagt haben, ich geh in die Bib um zu lernen, weil ich kann da zusammen schreiben, aber ich kann da ja nicht rumlaufen und mit mir selbst reden. Also, da von hängt das dann auch wieder auf. Total, mir ging es ganz genau so. Ich war auch jemand, ich musste immer den Stoff laut aussagen, dabei umherlaufen. Und ich weiß noch ganz genau, ich hatte im Studium so eine ganz tolle Einzimmerwohnung, sie war nicht sonderlich groß, aber ich konnte immer im Kreis laufen. Und dann habe ich mir meine Folien, die ich zu lernen hatte, habe ich mir ausgedruckt und bin immer mit diesen Setteln im Kreis gelaufen. Am Ende eines Tages war ich teilweise ganz heißer, hatte viele Schritte gemacht, aber mir tat das gut, so zu lernen. Aber wie du auch sagst, ich hätte damit niemals in der Bib lernen können. Das geht ja nicht. Also der Lern Typ, der man ist, beeinschluss ja auch wiederum das Setting. Also das lohnt sich auf jeden Fall, das mal zu analysieren, vielleicht auch mal verschiedene Methoden auszuprobieren, eine Woche lang auditiv, eine Woche lang in Bewegung, eine Woche lang visuell und dann zu gucken, was liegt mir am Ästen und danach dann wiederum Setting und Lernmethoden auszurichten. Zum Auswendiglernen selbst gibt es auch ein paar Tricks und Kniffe. Also es lohnt sich immer auch zu gucken, gibt es irgendwelche E-Sitzbrücken zu dem Stoff. Das ist zum Beispiel im Medizinstudiengang, Gang und Gäbe, da gibt es ja auch Bücher, in 100 Tagen zum Exhaben, zum Beispiel. Da wird richtig in Lerbüchern mit Eselsprücken gearbeitet. Das sind ja kurze Sätze, wie man sich zum Beispiel Symptome gut merken kann. Was auch eine schöne Methode ist, ist es Lern mit Einheiten. Wenn ich eine lange Liste an Dingen lernen muss, zum Beispiel eine Liste von 20 Symptomen oder eine Liste an Zahlen. Man weiß aus der Forschung, man kann sich in der Regel 7 + -2 Einheiten merken. Wenn ich jetzt aber eine Liste habe, mit zum Beispiel 14 Zahlen, ist es eigentlich zu viel, um er diese merken zu können. Ich kann mir aber Päckchen bilden, sogenannte Chang. Ich kann immer zwei Zahlen zu einer Einheit kopieren und wenn ich solche Päckchen bilde, kann ich mir dann wiederum die Päckchen gut merken, wenn es maximal 7 + -2 Stück sind. Das machen wir uns auch immer zur Nutze im Alltag, das ist eigentlich ganz witzig, wenn wir jemandem unsere Handynummer antiktieren. Da hat man ja immer so ein Singsang, wie man die Zahlen verknüpft, der eine bildet, zweier Päckchen, der andere Dreier Päckchen und das verrückte ist, wenn jemand dann die eigene Nummer wiederholt, in einem anderen Singsang, erkennt man halt seine eigene Nummer nicht mehr. Und das zeigt auch immer noch mal ganz schön, wie wichtig es eigentlich ist, in solchen Päckchen, in solchen Einheiten zu denken. Zum Auswendig lernen, gehört auch hier, kann ich es nochmal platzieren, immer auch das wiederholen. Also man kann es nicht oft genug sagen. An der Stelle fällt noch eines, wer das Google möchte, von einem psychologen, der bekannte Forschungsarbeit, der Herr Eppinghaus, der hat viel Forschung gemacht, zum Thema, wie viel vergessen wir, nach welchen Zeit abständen. Also wenn man unter dem Schlagwort Eppinghaus "vergessenskurve" recherchiert, gibt es da tolle Visualisierung, wo man sieht, es ist dramatisch, was wir schon nach wenigen Minuten, Tagen, spätestens Wochen, alles vergessen haben. Klar, das waren bisschen künstlich, der hat die Leute irgendwie sinnlose Silben, lernen lassen, das ist natürlich nicht immer übertragbar auf den Uni Stoff, aber es zeigt ganz schön, wenn mein Stoff nicht in einem guten Kontext steht, regelmäßig angewendet wird, dann verkehrsigt das super schnell wieder und deswegen immer wieder üben, wiederholen, aber auch Kontext herstellen. Also nicht nur oberflächlich auswendig lernen, sondern immer auch vertieft lernen und Kontext schaffen. Okay, aber wenn ich die Sachen so schnell wieder vergessen kann, wie komme ich denn dann von diesem oberflächlichen Lern zu einem tiefen Lern, das dann auch ein bisschen länger erhalten bleibe? Also das tiefen Lern bedeutet ja, ich beschäftige mich richtig mit dem Stoff, ich arbeite mit dem Stoff, ich wende den an, ich strukturiere den Stoff, ich knobale über dem Stoff, ich diskutiere den Stoff, also man arbeitet richtig intensiv, es tiefen Lern ist in der Regel auch mit ganz anderen Motivation verknüpft, als das oberflächchen Lern ist eigentlich immer extra motiviert, ich lerne um die Klausel zu bestehen, so Klausel ist rum, Stoff wird wieder vergessen, sehr, sehr oberflächlich. Beim tiefen Lern habe ich eine interinsische Motivation, ich will den Stoff verstehen, ich will ihn begreifen, ich will ihn mit ihm arbeiten und da gibt es ganz schöne Methoden, wie man das auch anwenden kann, beim Lernen selbst, ich kann zum Beispiel überlegen, wie kann ich den Stoff in Kategorien sortieren, er kenn ich Muster im Inhalt, kann ich überschriften finden zu dem Stoff, wenn ich dozentin wäre, welche Klausurfrage würde ich zu dem Stoff stellen, wie würde ich leihen den Stoff erklären, wo taucht das in meinem späteren Beruf auf, welche Menschen kommen wir in den Sinn, ich habe zum Beispiel in meinen eigenen Studium, musste ich, habe ich Abpsychologie studiert, im klinischen Teil sehr viele Symptomlisten lernen, da hat man irgendwie Listen, wie äußert sich die Präsionen, Angst, Zwang, das sind erstmal recht zusammenhanglose Listen, die auch sehr abstrakt sind, an sich eher schwer zu merken, was ich gemacht habe, ich habe mir dann pro Erkrankung eine Person überlegt, die mir dazu in den Sinn kommt, vielleicht jemand, den ich im Praktikum mal kennengelernt hatte oder bei einem Hewitschop oder vielleicht auch aus einem privaten Umfeld und mir dann überlegt habe, okay diese Person hatte diese Erkrankung, wie haben sich die Symptome bei der Person gezeigt und wenn dann in der Klausur die Frage kommt, welche Symptome gehören zur Depression, dann überlege ich mir, ja, die Person, wer hatte sich verhalten, was hat die so gesagt und kann auf diese Art, meine Symptome zusammen bekommen, also das wäre so ein ganz praktisches Beispiel, wie man das gestalten kann. Wir haben ja gerade schon ein paar mal über Zusammenfassung gesprochen, beziehungsweise habe ich über zusammenfassungen gesprochen, aber finde es, du das denn überhaupt sind, voll sich Zusammenfassung zu schreiben. Ich finde das auch eine gute Frage, ich habe das immer wieder auch in der Studienberatung, dass die Leute mich das fragen, macht es Sinn, den Stoff erst zusammenzufassen, bevor ich ihn lerne, da würde ich ganz klar sagen, es kommt darauf an. Es gibt Situationen, da kann es total hilfreich sein. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn ich zum Beispiel eine große, große Menge an Stoff bewältigen muss, der Stoff auch sehr komplex ist, zum Beispiel heißt, das ganze Leabuch ist theoretisch Klausur relevant. Ich kann kein ganzes Leabuch lernen, da empfiehlt es sich auf jeden Fall zusammenzufassen, meinen eigenen Stil zu verwenden. Ich kann beim Zusammenfassen auch schon ganz viel verarbeiten. Wenn ich Dinge in meinen eigenen Worten lernen kann, kann ich sie mir in der Regel viel besser einprägen, als wenn das irgendwie so ein Leabuch ist, wo alles dicht gepackt ohne Zusammenhang steht. Also da kann das auf jeden Fall Sinn machen. Da könnte man vielleicht auch auf die Idee kommen, sich mit einer Lerngruppe aufzuteilen, jeder fassen Kapitel zusammen, man trägt das am Ende gemeinsam zusammen. Das hilfreich. Wo es wenig hilfreich ist, sind solche Fälle, wo mir der Stoff schon relativ komprimiert präsentiert wird. Also wenn ich an meinen Studium zurückdenke, ich hatte häufig Vorlesungen, da wurde dann Provorlesungen einen Satz von etwa 50 Powerpoint-Folien präsentiert und es hieß ja, die Folien sind eben relevant. Die sind in der Regel schon sehr kompakt. Wenn ich die noch weiter zusammenfasse, riskiere ich auch wichtige Dinge zu unterschlagen, vielleicht auch Fehler zu übertragen und ich verliere vor allem wertvolle Zeit. Ich habe das manchmal das Leute vor mir sitzen und Berge an Kartalkarten auspacken, die sie schon geschrieben haben. Das steckt ganz, ganz viel Arbeit drin. Schlussendlich ist es aber manchmal auch so gemein, dass es eine Art Prokrastination um nicht lernen zu müssen. Ich war gemalt, die Botee saufzustellen, dass Zusammenfassung schreiben, mehr Spaß macht als auswendig zu lernen. Und manche Leute verlieren sich dann im Zusammenfassung inschreiben, haben dabei das Gefühl, euer euch zujahr war es, haben kein schlechtes Gewissen, ich beschäftige mich ja die ganze Zeit mit der Uni, aber lernen nicht auswendig. Und merken dann wenige Tage vor der Klausur eigentlich, weiß ich noch gar nicht zu dem Stoff. Ich könnte den Stoff nicht aufsagen. Würdest du dann sagen, dass es wahrscheinlich hilfreich ist für Leute, die über das Schreiben schon lernen. Also es gibt doch auch Lerntypen, die dann, wenn sie sich Sachen aufschreiben, quasi lernen. Also weißt du, wo das dann quasi schon Teil vom Lernprozess ist? Das kann Teil vom Lernprozess sein auf jeden Fall. Und ich glaube, es gibt auch Leute, die mehr davon profitieren als andere. Aber auch wenn ich vom Lern durch aufschreiben profitiere, glaube ich, dass es nicht immer erforderlich ist. Also dass es manchmal auch Zeit kosten kann, die ich vielleicht besser ins Lern selbst investiere und man könnte ja auch eine Zwischenlösung finden, dass man zum Beispiel sagt, ich druck mir die Folien aus und arbeite mit den Folien, mach mir Notizen auf, die Folien. Genau, arbeite mit bunten Farben, mit Hextmarkern. Da habe ich auch einen Effekt, ich tue etwas, verlier aber nicht so viel Zeit dabei und bleibe noch mehr am Stoff dran und kann den besser lernen. All das ist ja gar nicht mal so einfach, also muss ja früh anfangen, man wiederholt, man muss auch dran bleiben, dass dem Rest da läuft, man hat vielleicht Angst, irgendwas zu verpassen, hat das Gefühl, dass das alles irgendwie überfordern ist. Wie schaff ich das dann überhaupt dran zu bleiben? Also all das erfordert ja auch dann ziemliches Disziplin, oder? Das stimmt auf jeden Fall. Also Organisation und Disziplin sind ganz wichtige Säulen, um am Ball bleiben zu können. Schlussendlich ist es mit der Disziplin so wie mit einer Gewohnheit. Also ich brauche Zeit, um die zu etablieren, kann die aber auch zur Routine werden lassen. Was mir da hilft ist, wenn ich zum Beispiel mal Tagebuch füre. Was habe ich heute gelernt? Wie hat es geklappt? Nimm lernen? Welche Methoden habe ich ausprobiert? Was lief gut? Was will ich beim nächsten Mal anders machen? Um so ein bisschen auch in die Selbstreflexion zu kommen? Also eine gute Selbstbeobachtung erleichtert es mir auch, Verantwortung zu übernehmen und auch Disziplin herzustellen. Was vielen auch hilft, um sich zum Lernen kommitten zu können, ist, wenn man sich verabredet mit anderen. Man könnte sich zum Beispiel in den Lernbadi suchen, dass man sich verabredet für die Bib. Wer es fällt immer leichter. Wenn ich weiß, da wartet jemand auf mich, ja, den möchte ich nicht enttäuschen. Wenn da grad niemand ist, mit dem ich mich verabreden kann, kann ich vielleicht auch Leuten erzählen, Familie erzählen, heute lernen ich das und das bitte fragt mich heute Abend, wie es gelaufen ist. Auch das kann einen Anschub geben und manchmal hilft auch einfach einen Termin mit sich selbst zu verabreden. Also zu sagen, ich setze mir das in den Kalender wie einen Arzttermin. Ich stelle mir einen Wecker zur Erinnerung und blogge mir diese Zeit als Termin mit mir selbst zum Lernen. Es ist immer auch hilfreich, sich fürs Lernen zu belohnen. Also, dass man sich was gut stut, das kann kleine Dinge sein, ein Spaziergang, ein schönes Getränk oder was größer ist, etwas, was man sich immer schon mal kaufen wollte. Ich bin auch großer Fan davon, sich mit einzelnen Lernen für andere Lernen zu belohnen. Das klingt jetzt ein bisschen abstract, was man nicht damit. Es gibt ja immer Dinge, in der Uni oder im Beruf, die machen mehr Spaß als andere. Also den meisten macht es zum Beispiel mehr Spaß, PowerPoint, Folien aufzuhübschen für ein Referat. Da sieht man den Erfolg, da kann man sich ausdoben, kreativ werden, als stupideauswendig zu lernen. Oder es macht oft mehr Spaß, Altklausuren durchzugehen. Da habe ich vielleicht auf Volksaläbnis so kommen, gut durch, kann meine Fragen kreuzern, als den Stoff erst mal zu lernen. Und das kann ich mir zu Nutze machen, indem ich sage, okay, erst kommt die Arbeit dann das verknügen. Und ich fange an mit dem, was mir schwer fällt, was anstrengend ist. Und danach belohne ich mich, indem ich eine Lerneinheit mache, die mir leichter von der Hand geht. Und schön ist auch immer zu schauen, wie läuft es in so einen anderen Bereich mit der Disziplin? Ich habe oft Leute vor mir, die sagen so, um im Studium, ich krieg es gar nicht hin, pünktlich zu starten, es läuft gar nicht, ich bleib nicht am Ball, sind aber fahnsinnig engagiert im Sport oder in der Musik im Ernen, am und schaffen da richtig viel. Und da kann man sich natürlich auch mal schauen, okay, was kann ich denn übertragen? Warum klappt es denn da gut? Und wie kann ich das auch aus Lernen anwenden? Es gibt ja auch Leute, die grundsätzlich über sich selbst sagen, dass sie keine Selbstdisziplin haben oder sich damit grundsätzlich irgendwie schwer tun. Und ich glaube, was mir da noch so zu einfällt, da kannst du auch mal so sagen, was du darüber denkst. Aber ich glaube grundsätzlich ist es ja immer sehr sehr schwierig, wenn man sagt, ja, ich bin so und so. Also man ist vielleicht in dem Moment oder in der Vergangenheit, hat man bestimmte Erfahrungen gemacht. Aber letzten Endes ist das ja alles nichts festes in Anführungszeichen und es ist ja so, dass man sich da wirklich so umtrainieren kann. Also das man auch das Gehirn dahin geht umtrainieren kann. Und dann ist es ja nicht hilfreich, wenn man sich sagt, ja, ich bin ja immer so und es zipliniert oder, ja, ich schaffe das ja nie und sowas. Ich sehe das genau wie du wohnst. Ich finde, das ist auch ein ganz wichtiger Punkt. Wenn ich so etwas sage, ich bin ja einfach kein organisierter Mensch, dann schaffe ich da eine Art Narrativ über mich, was irgendwann auch Identitätsstiftend wird und irgendwann auch zu einer Art selbst erfüllenden Profizierung wird. Ja, wenn ich mich als Mensch definiere, der nicht hinbekommt, ja, dann bekomme ich auch nicht hin, weil das passiert zum einen selbstbild. Und deswegen bin ich auch großer Fender von Schwierigkeiten nicht auf so stabile Personenmerkmalen dazu attribuieren, sondern auch zu schauen, was kann ich denn auch verändern zum Beispiel, Situationsbedingte. Dass ich sage, heute ist mir das Lernen schwer gefallen, weil ich letzte Nacht nicht gut genug geschlafen habe. Oder weil das zu heiß draußen ist. Und da habe ich wieder viel mehr Verantwortung und Chance anzusetzen, als wenn ich sage, ja, ich kann es ja in ich. Und wir sucht euch da auch immer zu sagen, vielleicht habt ihr das ja auch schon mal gehört. Ihr würdet ja auch nicht so mit einer Freundin oder mit einem Freund reden, der euch erzählen würde, August und hat das Lernen gar nicht geklappt. Also ihr solltet ja schon nett zu euch selbst sein, so wie ihr das eben auch machen würdet für jemanden in eurem Umfeld. Genau. Selbst mitgefühl. Genau. Ja, wie kann ich denn die Freude am Lernen behalten? Also gerade in so einer stressigen Phase, wo ich vielleicht so einen riesigen Lernen, ja, Lernen klotz Form ihr habe. Es ist auf jeden Fall gut, wenn Lernen positiv konnotiert ist, also mit angenehmem Gefühl einhergeht, das schaffe ich, indem ich eine angenehme Arbeitsatmosphäre herstelle. Mir vielleicht schöne Materialienzurechtlege. Mir nen Bildschirm hintergrund Einstelle am Computer, den ich ansprechend finde. Vielleicht suche ich mir eine sympathische Lerngruppe. Wir hatten eben schon das Arbeiten mit Belohnungen, was ich immer auch schön finde, ist, dass man sich um den Lernen erfolgsspürbar zu machen, was auch unfassbar motivieren sein kann, dass man sich eine Phase oder ein großes Glas bereit stellt. Es sollte ein durchsichtiges Gefäß sein und für jede geschaffte Lernenheit knülle ich ein Zettel zusammen und werfe den da rein. Und sehe dann über den Tag, wie wechseln dieser Stapel an Zetteln, wie fühlt sich die Wase, was habe ich schon alles geschafft heute, also fast wie so eine Sandur irgendwie. Das kann sehr motivieren. Immer auch sich fragen, was habe ich davon, was bringt mir es, wenn ich diese Klausur jetzt schaffe, wenn ich bin wieder ein Schritt weiter, ich komme an einem Ziel wieder ein Schritt näher und wie ich eingangs schon sagte beim Lernen, geht es ganz, ganz viel um Emotionsregulation. Also typische Gefühle sind Angst, die aufkommen beim Lernen, Angst vor der Klausur, Angst den Stoff nicht zu schaffen, über Forderungen, Frust, Langeweile, solche Gefühle versuchen einzudämmen, indem ich zum Beispiel herausforderungen sehe als Chance zum Wachsen oder Sage aus Fehlern, kann ich auch lernen und mich weiterentwickeln. Vielleicht auch mal genau ich hin höre, was ist das jetzt für ein Gefühl, was ich wahrnehme, was für ein Bedürfnissteck dahinter, das Gefühl auch mal beobachten, wie es kommt und geht, also wie so eine Emotionsörfung, was ich betreiden kann, da gibt es ganz tolle Methoden, um so eben in Balance bleiben zu können, genauso auch positive Gefühle zu stärken, was bei vielen zu kurz kommt, ist wirklich auch mal stolz zu zulassen, dass ich auch mir mal selbst auf die Schulterklopfe und sage, das habe ich gut gemacht, da da wie stolz auf mich sein. Das ist irgendwie echt komisch, dass man das er über andere Leute denkt, dass über sich selbst einfach so dieses ordres habe ich wirklich gut gemacht. Was ist denn sonst noch wichtig oder was könnte sonst noch wichtig sein? Also beim Lernen an der Uni ist in den aller meisten Fächern ein ganz großes A&O gelassenheit. Das schließt jetzt irgendwie ganz schön den Kreis zu dem, was ich eingangs sage, der Stoff ist oft so viel, so komplex, ich schaffe es in der Regel nicht, alles zu lernen und da finde ich es ganz schön, sich mal das Parietoprinzip vor Augen zu führen, das heißt so, das Prinzip besagt, um 80 Prozent des Stoffes zu lernen, muss ich 20 Prozent meiner Energie investieren, aber für die restlichen 20 Prozent Feinschliff am Stoff muss ich über proportional viel Energie, nämlich 80 Prozent meiner Energie investieren und dann kann ich mir schon überlegen, okay, wenn ich 100 Prozent Energie zur Verfügung habe, will ich lieber ein Thema zu 100 Prozent können oder fünf Themen zu jeweils 80 Prozent. Ja, finde ich eigentlich eine ganz schöne Veranschaulichung, betrifft auch andere Bereiche des Lebens nicht nur des Lernen, sondern auch den Haushalt zum Beispiel, sich das mal bewusst zu machen. Mir ist auch immer ganz wichtig den Leuten mitzugeben, beim Lernen nicht nur Kontakte zu Leuten im Fach zu pflegen, das kann natürlich hilfreich sein, um an Altklausuren zu kommen, um eine Lerngruppe zu gründen, um sich Tipps zu geben, Fragen zu klären. Es ist aber auch im Studium genauso wichtig, Leute außerhalb zu haben, um dann ausgleich zu haben, weil das Leben besteht nicht nur aus Lernen und Uni, ich nutze da immer gerne so ein Bild von so einem Haus, was aus verschiedenen Säulen besteht und eine Säule ist das Lernen, aber es gibt noch so viel mehr und ich kann dann gut lernen, wenn ich auch in den anderen Bereichen ausgeglichen bin und wenn ich auch mal Freizeit habe und Pausen und Kontakte außerhalb des Fares ermöglichen mir eben auch mal rauszukommen und den Kopf frei zu machen vom Arbeiten. Was mir noch wichtig ist zu sagen, nach alldem was wir jetzt besprochen haben, Lernen ist kein Hexenwerk, also natürlich ist die Uni komplett anders als die Schule, ich kann da aber gut reinfinden und die Methoden die ich beim Lernen an der Uni einsetze, das ist jetzt alles keine große Wissenschaft, das sind Dinge, die schlummern auch schon in der Regel in uns, da kann ich durch ausprobieren, viele herausfinden, mich Stück für Stück weiter entwickeln und auch gut reinfinden und ich empfehle immer auch das erste Semester zu nutzen, zum Ankommen, da vielleicht auch nicht zu streng mit sie selbst zu sein, um für sich einen guten Weg zu finden. Vielen, vielen Dank für deinen Zeit, Anne. Gerne. Du willst noch mehr Tipps von Anne? In der Folgenbeschreibung findest du weitere Folgen mit ihr zu Themen wie Prüfungsangst oder Grübeln stoppen und wenn du bestimmte Fragen hast oder vorher Herausforderungen stehst, hilft dir die zentrale Studienberatung gerne weiter. Mehr dazu in der Folgenbeschreibung.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Lernen an der Universität erfordert mehr Selbstorganisation, Eigeninitiative und die Fähigkeit, mit größeren Stoffmengen und komplexeren Inhalten umzugehen als in der Schule.
  2. Ein effektiver Lernprozess umfasst drei Phasen
  3. Erfolgreiches Lernen hängt von Organisation, Zeitmanagement, Disziplin, intrinsischer Motivation und der Fähigkeit zur emotionalen Selbstregulation ab.
  4. Die Gestaltung eines lernförderlichen Umfelds (Rituale, störungsfreier Raum, Berücksichtigung der persönlichen Leistungskurve) und die Identifikation des eigenen Lerntyps (visuell, auditiv, kinästhetisch) sind entscheidend.
  5. Spezifische Techniken wie Eselsbrücken, das Klären offener Fragen vor dem Auswendiglernen und das Lernen in kleinen, regelmäßigen Einheiten mit wöchentlicher Wiederholung erleichtern den Wissenserwerb.

Summary:

Der Podcast thematisiert den Unterschied zwischen schulischem und universitärem Lernen, wobei letzteres mehr Selbstständigkeit, Organisation und den Umgang mit umfangreicheren, komplexeren Inhalten erfordert. Der Lernprozess wird in drei Phasen unterteilt: Vorbereitung, aktive Auseinandersetzung und Wiederholung, wobei der Wiederholung eine zentrale Rolle zugeschrieben wird. Erfolg hängt von Faktoren wie gutem Zeitmanagement, Disziplin und vor allem intrinsischer Motivation ab.

Für weniger interessante Inhalte wird empfohlen, Emotionen zu regulieren und positive Lernbedingungen zu schaffen. Wichtig sind zudem ein gut gestalteter Lernraum, Rituale zur Strukturierung und die Berücksichtigung der persönlichen Leistungsfähigkeit im Tagesverlauf. Die Identifikation des individuellen Lerntyps (visuell, auditiv, kinästhetisch) hilft bei der Wahl effektiver Methoden.

Konkrete Tipps umfassen das Klären von Verständnisfragen vor dem Auswendiglernen, den Einsatz von Eselsbrücken und ein wöchentliches Lernsystem mit integrierten Wiederholungen, um Stress in der Prüfungsphase zu vermeiden und den Anschluss nicht zu verlieren.

FAQs

An der Uni gibt es mehr Stoff, der komplexer ist und weniger Struktur bietet. Man muss selbstständiger sein, Eigeninitiative ergreifen und sich besser organisieren, da oft nicht alles gelernt werden kann und verschiedene Prüfungsformate existieren.

Der Lernprozess umfasst Vorbereitung (emotionale Einstimmung, Zielsetzung), aktives Lernen (Auswendiglernen, Strukturieren, Anwenden) und Wiederholung. Wiederholung ist besonders wichtig, um den Stoff langfristig zu behalten.

Gute Organisation, Zeitmanagement, Disziplin und die Fähigkeit, Inhalte zu strukturieren, sind entscheidend. Intrinsische Motivation, wie Interesse am Stoff, erleichtert das Lernen im Vergleich zu extrinsischen Faktoren.

Statt auf Motivation zu setzen, sollte man Emotionen regulieren, z.B. Frust oder Langeweile eindämmen. Belohnungen, angenehme Lernsettings oder Lerngruppen können helfen, positive Gefühle zu fördern.

Dazu gehört, einen geeigneten Lernort zu wählen, einen Plan mit Pausen zu erstellen und auf persönliche Bedürfnisse wie Schlaf oder Freizeit zu achten. Rituale können den Einstieg erleichtern und Störungen vorbeugen.

Zuerst sollten offene Fragen geklärt werden, um den Stoff zu verstehen. Dann hilft es, den eigenen Lerntyp (visuell, auditiv, kinästhetisch) zu berücksichtigen und Methoden wie Eselsbrücken oder Lernen in Bewegung anzuwenden.

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