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Hörerfragen - Herr Depkat, warum kommt Trump mit allem durch?

80m 37s

Hörerfragen - Herr Depkat, warum kommt Trump mit allem durch?

In dieser Folge von „Amerika verstehen“ beantwortet Volker Depkat, Historiker und Amerikanist, Hörerfragen. Zuerst analysiert er Trumps Übernahme der Republikaner: Diese sei keine reine Entführung gewesen, sondern die Partei habe sich bewusst führen lassen. Die Tea-Party-Bewegung und die Enttäuschung christlich-konservativer Wähler seit Reagan hätten den Boden bereitet. Trump nutzte diese Graswurzel-Opposition, um das Establishment zu stürzen; innerparteilicher Widerstand endete schnell im politischen Aus. Auch die Demokraten seien verwundbar, etwa durch Konflikte zwischen Zentristen und Linkspopulisten, wie 2016 bei Bernie Sanders sichtbar wurde. Anders als bei Trump zeigten sich dort aber noch moralische Grenzen, etwa beim Rückzug des Kandidaten Graham Platner nach Vergewaltigungsvorwürfen. Zur Frage nach dem Anti-Imperialismus erklärt Depkat, dass dieser tief in der amerikanischen Identität verankert sei: Amerika verstehe sich als exceptionell, weil es nicht wie Europa imperialistisch handle. Beispiele wie Lincolns Kritik am Mexiko-Krieg oder die Opposition 1898 belegten dies. Trump berufe sich mit „America First“ auf diese Tradition, scheitere aber an Widersprüchen, etwa bei Kriegen, was Teile seiner Basis entfremde. Zu informellen Checks sagt Depkat, dass Finanzmärkte und Presse zwar Einfluss hätten, aber nicht mit verfassungsmäßigen Checks gleichzusetzen seien. Die Pressefreiheit bleibe stark, doch ihre Wirkung schwinde durch fragmentierte Mediennutzung. Abschließend verwirft er die These, Thomas Paine sei Hauptautor der Unabhängigkeitserklärung gewesen, als haltlos.

Transcription

12837 Words, 83036 Characters

German
* Musik * Ich bin begeistert von dem Spektrum, von dem Interesse und auch von dem detaillierten Interesse. Hochspezielle Fragen, aber trotzdem im Allgemeiner Relevanz. Deshalb noch mal, man soll sein Publikum einfach nicht unterschätzen. Das ist das amtliche Urteil von Volker Depp Kat Historiker und Professor für Amerikanistik an der Uni Regensburg. Nach unserer Aufnahme und damit herzlich willkommen zu Volker 28 von Amerika verstehen eine besondere Ausgabe, in der wir versuchen möglichst viele Lose Fähden aus unseren bisherigen 27 Folgen wieder aufzunehmen und auf eine Frage zu beantworten. Oder halt einfach das, was Ihnen oder euch, liebe Hörer und Hörer, schon immer unter den Nägeln Brandtbezogen auf die USA. Ich bin Philipp Mai und will Ihnen direkt los. Hallo Herr Depp Kat. Hallo Herr Mai. Mal wieder ein trauter Zweisamkeit hier im Kölner Studio. Ja, schöne Städte. Ich bin mal wieder in Köln zu Besuch bei einer Familie Urlaubstimmung macht sich breit. Insofern ja, schön, dass wir uns mal wieder hier gegenüber sitzen. Und ist ja auch ein Gesprächsatmosphärisch sehr angenehm. Und was ich auch angenehm finde, ist, dass die Vorbereitung auf diese Folge gar nicht von mir kommt. Sondern, das ist ihr bzw. euer Gehirn Schmals. Liebe Hörer und Hörer, mit dem wir die nächste Stunde bummelig bestreiten werden. Wir haben sehr viele gute Fragen bekommen von anbeginn an, die sind es Podcasts, also seit Januar. Und auch für diese Folge sind es wahrscheinlich wieder zu viele. Deswegen würde ich sagen genug gelabert. Herr Depp Kat sind sie bereit. Ja, und vor allem ich im Gegensatz zu Ihnen musste mich etwas vorbereiten. Ja, aber ich freue mich natürlich über das Interesse unserer Hörerinnen und Hörer. Das ist ja wirklich sehr berührend. Und vor allem, dass das Spektrum anfragen, was hier gestellt wird, sagt mir auch noch mal wieder, man soll seinen Publikum nie unterschätzen. - Ja. So wie so nicht. Und wir fangen direkt an mit Martin Srayek. Der schreibt ein herzliches Hallo, erst mal, an sie alle aus Amerika schreibt. Sie haben in der letzten Folge dem Sinne nachgesagt, man müsste sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, dass die Republikaner sowohl einen Abram linken, als auch einen Donald Trump hervorgebracht haben. Ich kann diesen Gedanken gut folgen. Allerdings frage ich mich, ob es nicht wichtig wäre neben diesen Gedanken auch diesen anderen Gedanken zu stellen. Die Republikaner sind für einen Donald Trump verwundbar gewesen und geblieben. Sie haben ihn also nicht hervorgebracht, sondern sie sind im Unterlegen. Woran liegt das? Worin besteht der Qualitativu Unterschied zwischen einem Ronald Reagan und einem Donald Trump? Also zunächst mal würde ich nur bekräftigen, dass Donald Trump die Republikaner gekarpert hat oder gekittnabt hat. Und dass sich die Republikaner aber auch will ich haben, einen Kittenabben lassen, denn ein ganz zentraler Punkt ist ja das völlig verschwinden einer innerparteilichen Opposition. Insofern hat Donald Trump seinen Krieg gegen das Establishment, den er jetzt im nationalen Rahmen führt, eigentlich angefangen in der Republikanischen Partei. Und er hat sich dabei zu Nutze gemacht, eine ja Graswurze konservative Opposition zu eretablierten Republikanischen Partei, die teilweise als zuliberal galt, teilweise als Kompromiss orientiert. Und es war ja vor allen Dingen dann im Zusammenhang mit Obamacare und dem Tea Party Movement, was da in Opposition jetzt zu dieser Krankenversicherung sichtbar entsteht. Das war ja schon so, was wie eine außerparteiliche Opposition zu den Republikanern vor allen Dingen. Die Tea Party war weniger ein Gegner der demokratischen Partei, der hätten sowieso nicht gewählt. Aber diese außerhalb der Partei entstehende Graswurzebewegung hat ja vor allen Dingen einen radikalisierenden Druck auf die Republikanische Partei ausgeübt, der sich immer auch gegen ein scheinbar entrücktes Establishment gerichtet hat. Und es ist genau diese sich außerhalb der etablierten Strukturen entfaltende Graswurze konservative Opposition, die sich Donald Trump zu eigen gemacht hat, um dann die Partei zu kapan und seitdem nutzt er ja seine Stellung fast schon zersachen gleich um politische Karrieren zu hoppen oder zu topen. Und damit hängt aber auch zusammen, dass das einerseits, glaube ich, zum Teil generationell bedingt ist. Ich meine, man hat sich die ganzen älteren Herren da anguckt, die auch lange Zeit in der Partei das sagen hatten. Es ist ja aber vor allen Dingen so, dass gerade die christlichen Wähler, die wohl mit am meisten enttäuschte Gruppe, überhaupt in amerikanischen Politik, ist die Wählenseid Ronald Reagan brav und zuversichtlich die republikanische Partei nur um festzustellen, dass auch ein republikanischer Präsident im weißen Haus die christlich konservative Agenda eben nicht umsetzt. Und da ist Trump der erste, der wirklich liefert. Und diese Unzufriedenheit hat er, glaube ich, sehr geschickt für sich ausgenutzt und hat die Partei wirklich gekarpert. Aber noch mal und auch da würde ich betonen, die hat sich auch nur zu bereit, will ich karpern lassen, weil dann doch auch sehr schnell auch opportunismus gesiegt hat. Ja und auch klar wurde, dass Donald Trump der starke Meinung der Partei ist, der auch über politische Karrieren in der Partei entscheidet. Wobei es ja am Anfang noch so etwas gab, wie eine Opposition innerhalb der republikanischen Partei haben nur alle gemerkt. Opposition, wenn ich dabei bleibe, gegen Donald Trump heißt nichts anderes als das Ende meiner politischen Karriere. Oder ist es ein abgetreten aus Altersgründen, ein mit Romney, der dann immer sagt, ich bin ja sowieso am Ende meiner politischen Karriere, das war so eine Mischung aus diesen beiden. Und dann auch mal wieder die generationelle Dynamik, die damit eine Rolle spielt. Ja, am Ende des Tages ist es ja auch gar nicht verwunderlich, wenn ein Debase es letztendlich die Wählerschaft definiert, wo eine Partei zu stehen hat. Was eben mich ja dann auch immer wieder erschreckt, ist diese Schamlosigkeit, mit der Donald Trump durchkommt. Und daran schließt sich dann ja auch eine zweite Frage von Martin Srayer an. Sie aus ihrem Verständnis der amerikanischen Geschichte heraus, auch einer Verwundbarkeit der Demokraten in Amerika sprechen. Also, dass innerhalb der demokratischen Partei das gleiche passieren kann. Und ich meine, das hat sich ja zum Teil angedeutet, auch 2016, mit der Enttäuschung vieler, gerade jungerweiler, über die Tatsache des Bernie Sanders eben nicht. Der Präsidentschaftsparten kann jeder da parteiwode, sondern eben dann doch Hillary Clinton. Das wurde ja im Sanders-Camp eigentlich so wahrgenommen. Hier hat dann doch mal wieder das Establishment über den Willen der Partei mit Wieder gesiegt. So diese Idee von hinterverschlossenen Türen, Verabredungen, die dann gegen eigentlich den Willen der Mehrheit in der Partei zustande kommt. Und so ein bisschen deutet sich das ja auch jetzt wieder an, wo es auch Richtungskämpfe gibt zwischen den Zentristen und den Eher-Links-Gesonnen, linkslieberal-Gesonnen, Mitgliedern in der Partei und dieser Kampf ist ja noch keinesfalls entschieden. Und wird sich auch links populistischer Ebene. Und das wird sich jetzt vor einigen nach den Mitterams werden. Diese Richtungskämpfe werden es dann wirklich an die Präsidentschaftswahl 28 geht. Waren die, glaube ich, wieder sehr stark nach vorne kommen. Genau diese Sache. Denn ich meine, einige strukturelle Probleme sind ja Republikanern und Demokraten gleich. Ich meine, wenn man sich die Führungsregel der Demokraten anguckt, das glaube ich auch der jüngste irgendwie 75 oder so. Also anfällig ist die demokratische Partei dafür auch und die ist glaube ich, fällt anschaulich noch mal wieder an Zacken-Bunter und noch mal wieder an Zacken-Viel-Fältiger. So dass es dann noch schwieriger ist, überhaupt Mehrheiten für sich zu organisieren. Was ich jetzt aber dann doch ganz interessant fand, haben wir auch schon mal ganz kurz angesprochen. Den Fall Graham Platner. Senat-Kandidat in Maine. Auch einer dieser linkspopulisten extra Handverlesen vom Bernie Sanders-Camp mehr oder weniger hatte von allen diesen linken, dezydiert linken Demokraten, das Endorsment, die Empfehlung und der ist ja wirklich zum Vorwahl sieg über die Establishment-Kandidaten, die Gov. Nöhringen, Janet Milz, gesegelt und jetzt ist rausgekommen, dass es Vergewaltigungsvorwürfe gibt gegen ihn. Und er hat seine Kandidatur zurückgezogen. Wenn ich daran denke, was bei neuen Trump war, grab them by the pussy, es verurteilt wohnen, sie will Prozessen, das ist nicht passiert. Sprich ja irgendwie dafür, dass es dann doch noch innerhalb der demokratischen Partei so ein Kompass gibt. Und er hat ja auch seine Kandidatur zurückgezogen, weil eben all diese linkspopulisten dann ihre Wahlempfehlung auch zurückgezogen haben. Und Waller letztlich auch die Fakten dann doch nicht mehr verneinen konnte. Und da muss ich jetzt an ihren. Gut, aber Donald Trump konnte die Fakten ja auch nicht wirklich. Also hat sie verneint, aber. Aber das ist schon richtig. Das ist dann der Kulturkampf dann doch dominiert. Und ich muss noch an eine von ihren Bemerkungen denken, sofern sich die Demokraten nicht selber wieder mal ein Bein teilen. Und das war das erste, was ich dachte, als ich davon las. Ja, das ist auch wahr. Gut. Komm jetzt zur nächsten Frage, die kommt von Dieter Krause. Wie prägend für die amerikanische Geschichte war der Anti-Empereialismus? War er wichtiger als der demokratische Interventionalismus oder Interventionismus, so heißt das, war er wichtiger als der demokratische Interventionismus, den es in der amerikanischen Geschichte, zum Beispiel Wilson's Eintritts-Erklärung in Ersten Weltkrieg haben wir auch darüber gesprochen und einer Folge bekanntlich auch immer gegeben hat. Der Freilich stets auch mit Latenten Imperialen Vorstellungen gekoppelt war. Frater Dieter Krause. Ja, das finde ich eine tolle Frage, weil das vergessen wir immer wieder, dass es eben in der amerikanischen Geschichte und amerikanischen Kultur durchaus sehr starke, antidexpanzionistische oder auch anti-imperialistische Strömungen gibt. Das hat zum Teil was damit zu tun, mit diesem Vorstellungsmodell American Exceptionalismus, wo nach Amerika eben anders und besonders ist und es ist vor allen Dingen anders und besonders, weil es nicht Europas ist. Und insofern gibt es. ein Strang in der amerikanischen Kulturgeschichte der eben sagt, Amerika, die USA, müssten sich imperialistischen Praktiken verweigern, weil sie damit so handeln wie die Europäer schon immer gehandelt haben. Und es ist eigentlich eher die anti-imperialistische Haltung, die das amerikanische der American-Exeption-Lism ausmacht. Also der Signifikant, das Signifikant, und auch dafür Vorstellung von amerikanischem Exeption-Lism ist immer Europa. Also Amerika ist exceptionell, weil es nicht Europa ist. Und ein ganz wesentlicher Teil war eben eine Absage an die europäische imperialistische Großmachtpolitik, die rein zum zur Ehren des jeweiligen Königs geführt wurde, die auf die Gesellschaft keinerlei Rücksicht nahmen, die sehr viel Verwüstung und Zerstörung anrichtete, ohne auf das Wohl des Volkes zu gucken. Insofern gab es immer in der amerikanischen Geschichte eine signifikante Minderheit von Menschen, die dachten, also weil wir amerikaner sind und weil wir als amerikaner exceptionell sind, müssen wir uns eigentlich einer imperialistischen Politik verweigern und kein geringerer als Abraham Lincoln. Zum Beispiel war ein ausgesprochener Gegner des mexikanischen amerikanischen Krieges, der dann zur Mexikan-Session führt, also da ganz so heutige Südwesten der USA wird von Mexico abgetreten. Und Abraham Lincoln fand das ein cardinal Fehler, er sagte, lass uns doch erstmal unser Feld bestellen, dass wir schon haben. Wir lassen uns auch erstmal unseren Gartenkultivieren bevor wir uns weiter in den Raum ausdehnen, denn jede weitere Ausdehnung wird unsere eigene Exeptionalität in Frage stellen. 1898, Spanisch-amerikanischer Krieg, der dann eben zum Durchbruch auf von Theodor Roosevelt als dem Rough Rider führt. Da gab es eine ganz starke anti-imperialistische öffentliche Meinung, also eine ganz starke, ganz starkes Camp von anti-imperialisten, die sagt, eben ein Amerika, das jetzt Kolonien hat, ein Amerika, das ein aggressiven Krieg gegen Spanien führt und als Kolonial macht, endet verrät seine eigenen Grundlagen. Und man kann natürlich, wenn man dann noch ein Stück weiter geht, erster Weltkrieg, der demokratische Internationalismus von Woodrow Wilson wird erwähnt, aber der stößt ja auch auf ganz massive innere Widerstände, wo viele eben die Gegenden Krieg sind, die pacifistisch gestimmt sind, sagen, "I did not raise my boy to be a soldier." Also ich habe mein Kind nicht großgezogen, damit es ein Soldat wird, das ist für Europa, aber es ist nicht Amerika, das ist nicht im Kern der amerikanischen DNA. Und man kann natürlich auch, wenn man will, die gegenwärtigen Kritiker des liberalen Internationalismus mit Donald Trump an der Spitze, als diejenigen sagen, also ich führe Amerika nur auf seine Grundlagen zurück, indem ich mich aus der Welt zurückziehe. Ist ja mit einer anti-imperialistischen Agenda gewählt worden? Genau. Amerika first, das heißt wir kümmern uns schön, um uns selber und die anderen so und zu sehen, wie sie zurechtkommen. Genau, das fällt ihm jetzt ja in seinem Eigenlage auf die Füße. Er trägt ihn widerspruch im Prinzip mit sich selbst. Und es führt ja eben auch zu einer Entfremdung von Teilen des Margarlagers von Trump, weil er eben versprochen hat, diese endless wars zu beenden und nicht einfach amerikanische Ressourcen und vor allem auch amerikanische Menschenleben in Weltgegenden zu verschleudern, die letztlich nichts mit dem Kernanliegen der USA zu tun haben, mit den Kernentressen der USA. Genau, das ist ja das, was jetzt in seinem eigenen Lager und in Teilen des eigenen Lagers gegen ihn verwendet, weil er nach dem Auto, das ist, was ich dachte, die Margar first to be, also das ist nicht das, was ich mir unter Amerika first vorgestellt habe. Und das ist eben auch, wenn man das jetzt so in diese Tradition stellen will, eigentlich eine Haltung, die anti-imperialistisch ist, insofern als es eben diese Vorstellung generiert, dass Amerika sich auf sich selbst konzentrieren sollte und in anderen Weltteilen eigentlich nichts zu suchen hat. Und seine Basis und damit auch die republikanische Partei ist in dieser Frage ja wirklich in der Mitte gespalten, fast schon. Helmut Görling war übrigens in Bremerhaven bei der Aufzeichnung unseres Live-Podcasts im Publikum und fand es ganz toll, was uns natürlich sehr freut. Und er hat auf der Rückfahrt nach Scha-Beuiz, also von der Nord-Andi-Ostsee, unsere Folge über den Supreme-Cord von Ende Februar gehört, was mich ganz besonders freut, weil die bisher eher, wir haben ja immer Zeit, wo wir die Abrufe checken können, die hat vergleichsweise schwach abgeschnitten, an den bisschen geärgert, also mich hat es ein bisschen geärgert. Ich fand die eigentlich ganz toll. - Das war aber auch schon ein bisschen so eine Prosiminer sitzen. Fähreweise, ich habe auch nochmal geguckt, die lief glaube ich am Tag des Beginn des Iran-Kriegs. Also das hat sich natürlich auch die Agenda so ein bisschen gefällt. - Aber da haben wir uns auch so ein bisschen von Fall zu Fall gehandelt und das hatte schon eher was von Prosiminer. - Aber mir hat die Sendung auf Spaß gemacht, aber ich kann schon verstehen, warum einige sagen, dass wir mich jetzt nicht weiter an. - Okay, aber wir üben ja noch einen Versuchen, stellen mich besser zu werden. Aber er hat sich auf jeden Fall gehört und bezieht sich jetzt darauf und fragt, könnte man neben den verfassungsmäßig klassischen checks and balances in situation Supreme-Cord, Kongresspräsident, auch von informellen checks Instanz und sprechen, die in the Trump-2-Amst-Zeitalweise also wirksam erscheinen als die Kerninstitution, zum Beispiel die Finanzmärkte, weil wenn die ihren Daumsenken wie am Liberation Day, relativ zu Beginn seiner Präsidentschaft, als er diese vielen Zölle, also die ganze Welt eigentlich mit Zölen überzogen hat, dann ist er auch direkt zurückgerudert. - Also ich würde jetzt den Begriff checks and balances nicht so weit aus, aufweichen, dass da irgendwie alles drunter fällt. Also ich würde schon unter diese verfassungsmäßige und sich auf Fragen der governend beziehenden Mechanismen, amerikanischen Verfassung eng beziehen, aber natürlich gibt es Faktoren um die Verfassung herum oder die jetzt auch letztlich aus der Gesellschaft heraus erwachsen, die auch einen Präsidentenlenken in Grenzen halten können, seinen handeln, ein Stück weit auch kontrollieren können. Es sind natürlich im Kern seine Wählerinnen und Wähler und weshalb sie ihn gewählt haben und da ist natürlich jetzt gerade so eine die Finanzmarktklientel, der ja auch sehr viel versprochen hat, da hört er ja schon sehr genau hin, wie sich Aktienkurse entwickeln und wie sich Weltmarktpreise entwickeln. Das ist schon sowas wie ein Informeller Check, der aber jetzt sehr viel mehr aus den Mechanismen demokratischer Wahl entsteht, weil man eben denjenigen, die einem wohlgesonnen sind, eben auch was Gutes tun will und die sich zumindest nicht entfremden will, weshalb ja eben nochmal wieder diese Frage auch mit dem Iran Krieg für nicht eine zentrale ist. Die Presse gilt ja sowieso sowas wie die vierte Gewalt in den nicht nur in den USA, sondern in jeder Demokratie. Genau, die hat die noch gar nicht erwähnt, der frag auch explizit nach den Medien. Diese Rolle hat sie ja vor allen Dingen in Watergate gespielt, bis zur Vollendung, also Watergate ist ja der Skandal, der vor allen Dingen eben durch die Aufsichtsfunktion des individuativen Journalismus, letztlich überhaupt bekannt wird und dann am Ende auch dann so zum Rücktritt von Richard Nixon führt. Das stellt sich allerdings die Frage, wie jetzt und in Bedingungen von Infotainment, auch von der kommerzialisierten Nachrichtenkultur, auch von der Privatisierung, auch der Medien und jetzt diese ganzen neuen Outletts, die es da gibt in Form von sozialen Medien und so. Wenn wir die Presse diese Rolle noch spielen kann, allerdings, wenn man sich mal die New York Times durchguckt, die Washington Post oder jede andere Tageszeitung, also da spüre ich nichts von einer Einschränkung der Pressefreiheit, sondern die ist weiterhin in einem gerade auch massiv kritisch, wie man das bei all dem ja reden über die bevorstehende Autokratie kaum noch für möglich hält. Pressefreiheit vielleicht nicht eingeschränkt, aber Wirkmächtigkeit. Die Wirkmächtigkeit ist eben, wie die Leute an ihre Informationen kommen, wo man seine Nachrichten herbezieht, welche Nachrichten man glaubt, aber das ist eben ja ein Teil von gesellschaftlichen und medialen Entwicklungen, die entziehen sich ja auch weitgehend staatlicher Kontrolle. So, David Hildenbrand hat eine Frage und die hat uns netterweise als Sprachnachricht geschickt. Hallo, hier ist David Hildenbrand aus Eschede. Vielen Dank für den Podcast. Ich habe keine einzige Folge verpasst. Und hier ist meine Frage an Herrn Derbkat. Was halten Sie von der neuen Theorie? Thomas Payne, der Autor von Common Sense, sei auch in Wirkigkeit der Hauptautor der Unterpengigkeitserklärung gewesen. Thomas Payne wieder? Ja, haben wir jetzt schon ein paar mal besprochen. Herr Hildenbrand, also da kann ich leider dem, kann ich überhaupt nicht abgewinnth. Ich glaube, das ist ziemlich harne Büchen. Wir haben, wir wissen ziemlich genau Bescheid, wie die Declaration of Independence entstanden ist. Wir müssen vielleicht erstmal ganz kurz klären, wer war Thomas Payne, auch wenn wir es schon mal besprochen haben, hier im Podcast reinen. Autor von Common Sense, eine im Januar 776 erscheinen des Pamphlet, das jetzt mit großer Dringlichkeit zur Unterpengigkeitserklärung aufruft, dass die Amerikaner auffordert sich nicht länger als Englander zu verstehen, nicht länger drauf zu hoffen, dass England noch zu einem Kompromiss bereit ist. Thomas Payne, meint der Robikonus überschritten und wir haben jetzt die einmalige Chance, eine Ordnung zu verwirklichen, die im Einklang mit dem Gesetzen und geboten, der Menschlichkeit steht und das heißt vor allen Dingen eben für ihn, ihre publikanische Ordnung auf Volksherrschaft beruhen und garantierten Freiheitsrechten. Er ist schon sowas wie ein radikaler im Gesamtkontext der amerikanischen Revolution. 774 nach Amerika überhaupt das gekommen, also in dem Moment, wo es da in den USA richtig losgeht und er ist dann wirklich einer der führenden Pamphletisten nicht nur jetzt im Zusammenhang mit der Unterpengigkeitserklärung, sondern auch mit dem Unterpengigkeitskrieg, also er ruft dazu auf, bei der Stange zu bleiben und nicht zu verzagen, trotz der englischen Militärober macht, übermacht. Also er ist schon sehr wirkmächtiges und auch viel gehörtes, ja viel gehörte Personen in der amerikanischen Revolution, aber nach allem, was wir wissen, hat er jetzt mit der eigentlichen Unterpengigkeitserklärung nichts zu tun, wir wissen ziemlich genau aus den Quellen, Und die uns Jeffers nach. haben, wie das gelaufen ist. Der zweite Kontinental-Kongress bestimmt im Juni ein Committee of 5, da war unter anderem Benjamin Franklin mit drin und auch Thomas Jefferson. Thomas Jefferson ist dann derjenige, der den ersten Entwurf einer Unabhängigkeitserklehrung schreibt. Der wird dann erst unter den 5 beraten und dann von dem ganzen Kontinental-Kongress beraten. Es ist also eigentlich ein kollektiver Text. Und im Zuge dieser Beratung sind auch noch viele Veränderungen an den Text angebracht worden. Also die ursprüngliche Version von Thomas Jefferson ist schon doch noch in wesentlichen Punkten anders als das, was dann tatsächlich verabschiedet wird. Wir haben von Jefferson selber sowohl die Entwurfe des Entwurfs als auch reinschriften dieses Entwurfes jeweils in seiner eigenen Handschrift. Also da kann kein Zweifel dran bestehen, dass Thomas Jefferson der Hauptautor der Declaration of Independence ist. Aber es ist, wie gesagt, ein kollektiver Text, an dem viele mitgewirkt haben, nicht zuletzt an eben auch die Mitglieder des Kontinental-Kongresses, aber Thomas Payne gehört nicht dazu. Obwohl er natürlich seine Verdienste um die Unabhängigkeit gehabt hat mit Common Sense. Genau, aber das ist eben ein anderer Text gewesen. So und jetzt kommen wir von der Unabhängigkeitserklehrung zu noch einem anderen Text, der auch durchaus wichtig ist für die Vereinigten Staaten, nämlich die US-Verfassung. Und die Frage kommt von Karl Brunn. Und er bezieht sich auf eine Reportage in der Südeutschen Zeitung vom sehr geschätzten Kollegen Boris Hermann. Ich glaube, das aktuell New York correspondent der Südeutschen Zeitung. Dort erzählt er von einem Treffen mit Chief Joa Krisho von den Unondagas und davon, dass das Great Law of Peace, der Unondagas, den Gründerfältern als Vorbild für die US-Verfassung gedient habe. James Madison und James Monroe hätten sich im Vorfeld der Erstellung der Federalist Papers mit einem damaligen Chief der Unondagas getroffen. Können Sie dazu was sagen? Es geht natürlich um die Irochesen Konföderation oder die Horde Nechonie, wie Sie sich selber nennen. Das ist der größte politische Bund zwischen Indigenen, Völkern im kolonialen Amerika. Das ist auch politisch der großflächste politische Verbund, den wir haben. Es ist eine Konföderation aus sechs indianischen Stimmen, die in einem sehr komplexen Zusammenhang zu gemeinschaftlichen Entscheidungen kommen, die gemeinsam mit einer Stimme auch zu sprechen lernen. Und das ist schon eine föderale Ordnung, also einen aus politischen Einheiten zusammen gesetzte größere politische Einheit. Das kann man eben für die Irochesen Konföderationen schon sagen. Und es gibt eben die sogenannte Iroqua Influenstasis, wo nach die amerikanischen Gründerfäter bei ihren Beratungen über den amerikanischen Föderalismus sich vor allen Dingen von dieser Irochesen Konföderation haben, leiten lassen. Und es gibt auch Bemerkungen von Benjamin Franklin, wo er nachher sagt, also guckt mal die Irochesen können was, was wir noch nicht geschafft haben, die arbeiten zusammen und wie als Kolonien arbeiten noch nicht zusammen. Daraus wird dann eben immer wieder gesagt, dass das so der Einsatzpunkt für einen weit greifenden Einfluss der Irochesen Konföderation auf die Beratung zum amerikanischen Föderalismus ist und letztlich dann praktisch das Modellablieferd für die Union, wie wir sie heute haben. Also hatte ich nun aber ein ganzes Forschungsprojekt, es geht um die vielen Einflüsse des amerikanischen Föderalismus. Wir haben ja sehr genau durchgelesen, was lesen die amerikanischen Verfassungsfäter zur Zeitpunkt, zum Zeitpunkt ihrer Beratung. Und dabei kommt eben raus, dass sie sich vor allen Dingen an europäischen Vorbildern orientieren. Das ist ein überraschen großen Einfluss auch gerade des Heiligen römischen Reiches deutscher Nationen, gibt von dem viele Historiker und Historikerin meines sei überhaupt keinen Start gewesen. Wir haben also systematisch geguckt, welche europäischen Modelle gibt es, die in den Federalist Papers und anderswo als Referenzrahmen angerufen werden, um eigene Positionen zu bestimmen. Und da kommt wirklich raus, dass es vor allen Dingen im europäischen Vorbildern ist, das deutsche Reich, das ist die Schweiz, das sind die Niederlande, als die in der Zeit bestehenden Föderalen Ordnung, mit denen man sich hauptsächlich auseinandersetzt, da werden Schriften bestellt, da werden Bücher gelesen. Und wir haben letztlich keinen Beleg dafür gefunden, dass wirklich auch die indianischen Organisationsform hier in dem Zusammenhang eine Rolle spielen. Der Brief von Benjamin Franklin ist eher so eine satirische Abqualifikation der eigenen Leute. Also guckt mal, die Indiana können was, was wir nicht können. Aber wir haben letztlich keinen positiven, belastbaren Beweis gefunden, dafür das in den Beratungen über die amerikanische Verfassung, überhaupt in den Diskussionen über Föderalismus, das indianische Vorbild eine wesentliche Rolle gespielt haben. Es ist dann doch eher Europa, erstaunlicherweise, das deutsche Rümeche Reich. Und woaning auch ganz Europa, also viele gucken ja nur nach England, ein Best-Offs, also viele gucken ja nur nach England. Und haben vor allen Dingen auch einen englischen Einfluss, nachweisen wollen, der auch da ist. Aber wir haben eben mit unserem Forschungsprojekt, dass ich zusammen mit Jürgen Ovohoff und dem leider viel zu früh verschorbenen, in Johannesburg hat gemacht haben. Haben wir eben mal systematisch genach geguckt. Also was sind denn so die Referenzmodelle und die Referenzmodelle sind eben vor allen Dingen Europa und zu den Irokesen haben wir wirklich nichts gefunden? Können wir dann ja in den Schonauts verlinken und wir können es nicht nur, wir machen es auch. Schön, dass Sie die Schweiz gesagt haben, das bringt mich nämlich direkt zur nächsten Frage von Frank B., der hat gleich mehrere interessante Fragen und eine eben auch zur Föderalismusfolge. Als Sie erklärt haben, dass die Sanden Senatoren deutlich unterschiedlich große Wählerschaften vertreten und dass natürlich irgendwann Demokratie technisch schwierig wird. Er wirft ein, das gleiche System hat eben die Schweiz. Im Ständerat der Kleinkammer gibt es für jeden Kanton zwei Sätze, also ganz ähnlich wie der Senat. Zürich hat zwei Sätze für 1,5 Millionen Einwohner und das Kanton Uri für 37.000 Einwohner hat auch zwei Sätze. Und dadurch sei eben sichergestellt, dass nicht die großen Kantone alles entscheiden, sondern vor allen Dingen ist das ein Minderhaltenschutz. Kann man natürlich auch so sehen. Das stimmt ja auch. Und das ist ja genau die Idee hinter diesem Repräsentationssystem, was sich dann eben auch im US-Kongress widerspiegelt. Also im Senat ist das Prinzip der Gleichheit. Jeder Staat, wie groß oder wie klein, hat zwei Senatoren oder auch Senatorinnen inzwischen. Und in den im haussere Repräsentanten wird eben nach Bevölkerungszahl repräsentiert. Meine Bemerkung bezug sich aber darauf weniger, dass jetzt die großen alles entscheiden, sondern viel mehr darauf, dass sich durch den demografischen Wandel und auch durch Migrationsprozesse in der in USA inzwischen eigentlich das Gewicht der kleinen Staaten zu einem gerade verstärkt haben. Der nicht mehr im Verhältnis steht zu der dort lebende Bevölkerung. Also wir gehen momentan davon aus, wenn es jetzt so weitergeht, momentan leben so rund 60 Prozent aller Amerikanerinnen und Amerikaner in den 15 größten Bundesstaaten. Und das restliche Drittel lebt in den restlichen Bundesstaaten. So dass eigentlich jetzt die Staaten, in denen nur noch 30 Prozent der Amerikaner leben, eigentlich ein überproportional hohes politisches Gewicht gerade im Senat haben, weil sie dort mit jeweils zwei Senatoren vertreten sind. Also die Flyover-States haben impfölderalen Kontext eigentlich einen politischen Einfluss, der ihrem tatsächlich im Bevölkerungsproport gar nicht mehr entspricht. Und insofern ist es weniger die Frage, ob die großen jetzt die kleinen dominieren, als viel mehr umgekehrt, ob die kleine nicht inzwischen die großen zu einem gerade dominieren, das ist dann doch wieder auch ein verzerter Einfluss ist. Die Austerrierung. Die Austerrierung stimmt nicht mehr. Okay, dann hat Frank-Bellen noch weitere Fragen. Und zum Beispiel stellt der Fragen zur Wahlfolge, in der sie erklärt haben, dass es gar kein Einwohner-Melder am gibt. Und folglich gibt es eben auch keine Wahlbe Nachrichtigung. Und jetzt fragte, wie ging das mit der Rekrutierung, als die USA noch einen werflicht hatten, wenn es gar kein Einwohner-Melder am gibt? Ja, das beruht dann auch wieder auf selbst oder freiwilliger Meldung, oder sagen wir so rum. Also es wurde, und ich konzentriere mich jetzt mal auf die Kriege des 20. Jahrhunderts, davor ist es noch ein bisschen komplizierter. Aber es wurde jeweils zur Kriegszeit, also im 1. Weltkrieg, im 2. Weltkrieg und dann auch noch mal wieder zur Vietnamzeiten, wurde das Selective Service Act verabschiedet, wo naches die Pflicht war, eines jeden Mannes in einem gewissen Altar sich weil einem Local Draft Board bei einer lokalen Währbehörde zu registrieren zu lassen. Das war gesetzliche Pflicht, aber dem musste dann der Einzelne eben nachkommen. Und dann wurde eine nationale Lotterie veranstaltet und dann wurde buchstätlich ausgelost, wer zum Bund musste oder wer in die Werpflicht musste und wer nicht. Das Fanden eben diejenigen, die es ausgedacht haben, eben besonders demokratisch, also es lief dann eben so, man registrierte sich als Werpflichtiger, bekam eine Losnummer und dann wurde ausgelost. Aber man musste sich nicht registrieren? - Doch, das war gesetzliche Pflicht. Aber es läuft jetzt eben nicht so, dass man praktisch über das Einwohnermelde am schon genau wusste, wer jetzt eigentlich werpflichtig sein würde, sondern es gab eben das Gesetz. Das jeder Mann von 18 bis 35, das verschiebt sich dann auch im Lauf des Krieges oft. Verpflichtet ist sich bei einer lokalen, ja, beim Local Draft Board sowas wie das Kreiswerk Ersatzamt vorstellig wird sich dort als werpflichtig registriert. Aber ich werde das nachgehalten. - Ja, wenn man erwischt wird, dann hatte das schon auch empfindliche Strafen zur Folge. Aber es war natürlich insofern, wer die hingegangen ist, hat jetzt erstmal gesetzes Bruch begangen und dann war eben die Frage, ob man dabei erwischt wurde oder nicht. Und dann eben die Idee von Lotterie als die demokratischte Form der Werpflicht, weil das nun wirklich fahreben blind und klassen blind und alles mögliche blind ist. Also man kam eine Losdummer zu geteilt und dann wurde geguckt, ob das, man wurde buchte, ausgelost. Okay. Und wenn man dann ausgelost wurde, dann hat er man eventuellen Fersensporn gedonnelt. Dann musste man natürlich immer noch zum medizinischen Check und das kam dann eben noch dran hinten drauf. Die klassische Musterung. Gibt es keine Schulflicht? Oder gibt es keine Schulflicht? Doch, Schulflicht gibt es. Aber das ist von Start zu Start jeweils ein bisschen anders bestimmt oder ein bisschen anders definiert. Das ist dann jeweils in die Autorität eines jeweiligen Startes gestellt. Also dann 50 verschiedene Schulflichts gesetze, das die anderen sich teilweise eben nur mit den Altersgrenzen, also in einigsteines von neuer bis 13, in anderen ist man von neuer bis 18 Schulflicht. Das gibt schon. Aber es gibt eben auch in allen Staaten die Möglichkeit des Home-Schooling. Also man darf seine Kinder auch zu Hause unterrichten, muss aber eben dann den Nachweis liefern, dass man es gemacht hat. Aber das ist dann trotzdem irgendwo unter die unter die staatliche Schulflicht. Aber die Schulflicht besagt eben nicht, dass man auf eine staatliche Schule gehen muss, sondern man kann entweder auf eine öffentliche oder auf eine private gehen oder man kann seine Kinder im Rahmen des Home-Schoolings eben selbst unterrichten. Und die müssen dann die Prüfung trotzdem natürlich bestehen und die müssen eben auch nachweisen, dass dieses Schulflicht tatsächlich stattfindet und so. Aber also Schulflicht gibt es schon, aber es ist eben Bundes- oder Sache der Einzelstarten. Und wie gesagt, die Möglichkeit des Home-Schooling, das ist eben etwas, was auch fast alle, wo ich glaube, jetzt haben sogar alle Staaten, haben das. Kurt Asparer schreibt aus Bozen, also in Südtirol, in Italien. Er hört nicht regelmäßig, aber immer mal wieder und er fragt sich was, was ich glaube, ganz viele Fragen seit Donald Trump, als Präsidentschaftskandidat, die Rolltreppe im Trump Tower runtergefahren ist. Wie kann es sein? Das Herr Trump, bei denen in den letzten Jahren stattgefundenen gerichtlichen Verfahren gegen ihn, die ermittelnden Staatsanwälte und auch Vorsitzende Richter als Korrupt, also Herr Geist des Krank und vieles mehr betitelt hat, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden in Italien, aber wohl auch in Deutschland wäre so etwas undenkbar, ohne eine automatische Anzeige wegen Beleidigung. Wie kommt es also, dass Herr Trump alle möglichen Personen mit Schimpfwörtern und Beleidigung überziehen kann, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden? Es wäre zunächst mal Sache der beleidigten Richter darüber zu entscheiden, ob sie Trump jetzt verklagen wollen oder nicht. Hier sind die Grenzen des Free Speech in den USA sehr, sehr weit gezogen. Also es ist sehr viel weitergefasst als alles, was in Deutschland möglich ist. Gleichzeitig ist Trump als Präsident erst mal im Un und kann deshalb solange er im Amt es auch nicht belangt werden, wohl aber wenn seine Amtszeit endet und er wieder einfach eine privat juristische Person ist, kann er natürlich auch mit privat rechtlichen Klagen überzogen werden. Aber das wäre dann eben Sache der beleidigten Richter und das Fände in einer Rechtskulturstadt, die das Recht auf Free Speech sehr, sehr weit fasst. Der zweite Sache ist jetzt jenseits der Judikative. Jetzt natürlich die Frage, wie kommt jemand grundsätzlich damit durch, damit allen Renomen und Regeln so systematisch spricht wie Donald Trump? Dieser völlig everlust der Kultur des Anstandes. Also das fand ich schon immer so eine meiner persönlichen Amerika-Erfahrung so Dessensie als eine Form des Social-Kondakt bei allen Problemen und bei allen Ungehobelthiten, aber es gab so eine Kultur der Dessensie, der Höhlichkeit des Anstandes und der ist wirklich völlig verfallen und gerade eben von Amts in Habern wurde eigentlich immer ein Life in Respectability erwartet. Das hat auch wirklich niemand vorher gesehen, dass diese Kultur der Dessensie so schnell erodieren würde, dass das für Donald Trump keine Rolle ist. Und das hat damit sogar gewinnt. Ja, genau. Es ist ja nicht so, dass er sich im Inoshofe benimmt, sondern es ist ja teils einer politischen Strategie, die auch ja sehr erfolgreich ist und darüber müsste man es wirklich alle Sorgen machen. Also und das geht letztlich dann an uns als Wähler und Wählerinnen. Warum geben wir solchen Leuten die politische Zustimmung, die ja ja immer wieder kriegt? Also das liegt schon bei uns würde ich sagen. Gleichzeitig merkt man natürlich auch, dass Donald Trump-Bloodel nicht nur für Amerika ist, sondern für die ganze Welt, dass dieser Politiker-Typus auch in Europa mehr und mehr Zugriff bekommt. Wenn sie nicht. Für mich ist aber die Frage, also kommen die damit durch. Und das haben wir glaube ich schon auch in der Hand. Volker Seipe fragt, war dieser amerikanische Bürgerkrieg nicht ein Wahnsinn? Würde ich erstmal sagen, ja war 750.000 Tote, nur um die Union so erhalten. Eine der Gründerfäter sagte, so habe ich es von ihnen in Erinnerung, erhaltete Union, nur die Union garantiert eure Freiheit. War das dann wirklich so? Welcher andere Staat hätte die konferirierten beziehungsweise den Rest der Union unter Jochen sollen? Hätten die beiden sich nicht mittelfristig eh wieder vereinigt? Also mit anerworten war das nicht eigentlich ein vollkommen unnützer Krieg? Wahnsinn war es ja ganz bestimmt. Der bis heute blutigste Krieg in der amerikanischen Geschichte mit so vielen Toten, wie alle anderen Kriege zusammen nicht gefördert haben. Er ist ja aber auch so nicht erwartet worden. Es ist ja, wie so bei vielen Kriegen auch im ersten Weltkrieg dachten. Die Leute werden nach vier Wochen vorbei und viele Deutsche hatten Angst, nicht mehr rechtzeitig ins Feld zu kommen. Also der entwickelt sich ja auch dann in diesen Wahnsinn. Der am Anfang, denkt man auch hier von einem eher kurzen Krieg aus, der eben vielleicht den südensohre Song bringt. Aber das ist dann wirklich die Eigengesetzlichkeit eines einmal angefangenen Krieges. Auch der Military Necessity, also wo ein Schritt dann notwendig aus einem davorgemachten Schritt folgt und das entzieht sich dann auch weitgehend der menschlichen Kontrolle. Das ist dann so was wie die ja die militärische Notwendigkeit, die dann da eben die Maßstäbe setzt. Gleichzeitig offenbart jetzt hier die entstehende industrielle moderne zum ersten Mal ihre Tötlichkeit, die man so auch nicht vorausgesehen hat. Also die neuen Waffentechnologien, die jetzt einfach viel tödlicher sind als alles, was man davor hatte. Dann kommt es eben dazu, dass der Krieg ja dann im weiteren Verlauf auch ideologisch aufgeladen wird. Zu einem Systemkonflikt zwischen Sklaven halten den Staaten und eben dem freien Norden. Das führt ja auch im Süden dazu, dass dieser Krieg mit allen Mitteln und mit dem gestus der unbedingtheit geführt wird. Das ist ja nicht nur so aus Sicht des Nordens. Also insofern ein einmal angefangener Krieg kann eben sehr schnell seine Eigengesetzlichkeit entwickeln, die sich dann auch menschlicher Kontrolle weitgehend entzieht. Und wenn dann zu noch dann eben die ideologische Aufladung kommt und auch gerade ja dann im Streit um das revolutionäre Erbe, das hier jetzt also nicht einfach nur zwei Parteien gegeneinander kämpfen, sondern die Camp wäre wirklich auch um ihre Version Amerika ist und worüber worum es in amerikanischen Revolution gingen und was Amerika eigentlich zur Amerika macht. Das ist die eine Geschichte, dass eben der Krieg sich anders entwickelt als alle, die ihn begonnen haben erwartet hatten. Und das gilt ja für so viele Kriege nur um den ersten Weltkrieg auch noch mal zu erwähnen. Die andere Frage, die Union als Bolwerk eurer Freiheit. Das finde ich nun wirklich eine spannende Frage, die sich hier raus bei Volkeseipel entwickelt und da werde ich noch mal an die Gründungsgeschichte denken oder zurück erinnern. Also wir haben ja eigentlich erst die Articles of Confederation, die die USA in einen Staatenbund verwandeln und das ist aus Sicht derjenigen, die das gut finden, eigentlich in der ideale Schutz für die revolutionär verkündeten ideale. Wir haben die Transformation des Staatenbundes in einen Bundesstaat. Darüber haben wir auch schon gesprochen, Federalist Papers, die ratifikationsdebatte 787-88, in der es jetzt darum ging, will das Volk diese neue Verfassung annehmen und sieht das Volk ist eben auch so, dass diese neue Verfassung der bessere Schutz der individuellen Grundrechte ist. Und da gibt es ja in dieser kurzen Jahr 787-88, gibt es ja das ganz starke Camp the Anti-Federalists. Also der Antiföderalisten, die eigentlich der Meinung sind, dass diese Union eben gerade nicht, dass Bolwerk der Freiheit ist, sondern der Verrat an den idealen der amerikanischen Revolution. Sie haben Angst vor dem Präsidentenamt, Sie haben Angst vor der Zentralisierung der politischen Macht in den Händen einer jetzt sehr machtvollen Bundesregierung, Sie haben Angst vor einem Bundesgerichtsystem, das die Einzelstaaten überpauern könnte. Sie haben Angst vor einer stehenden Armee, die Sie eben auch als Verrat an den amerikanischen Ergründungsidealen sehen und die Anti-Federalist weiß und daraufhin, dass es überhaupt keinen positiven Grundrechtekatalog gibt, den hatte die Verfassung ja am Anfang auch überhaupt nicht. Also die Anti-Federalists waren immer schon der Meinung, dass die Union nicht der beste Schutz individueller Freiheit ist. Und diese Antiföderalisten, die verschwinden eigentlich von der Bildfläche mit der Ratifizierung der Verfassung 788, aber deren Ansichten bestehen eigentlich mit der States-Right-Stheory, weiterfaut. Die waren wir auch schon besprochen, oder für der Lisposchenbefolge. Also die Idee dasselbe, die Staaten im Bund noch weitgehende Souveränitätsrechte haben. Und diese Karte ziehen die Südstaaten ja mit ihrer Sitzession, wo sie sagen, wir sind Souveränereinsetstaaten, die Union ist eben gerade nicht der Schutz unserer Freiheit, auch wenn sich das dann eben ironischerweise mit dem Schutz das Lavoray verbindet. Aber deshalb sagen wir uns jetzt los und bauen unseren eigenen Staaten Bund mit einer dezentral organisierteren Form. Also es setzt sich eben hier auch die mit demiliterischen Sieg der Nordstaaten, setzt sich eben das Narrativ durch, das mit George Washington beginnt, das sich mit Abraham Lincoln fortsetzt, wovon nach eben die Union das Bolwerk individueller Freiheit ist. Also im Prinzip ein von Beginnanschwählender Gründungskonflikt, der am Ende sich nicht anders ausfächten und wenn die Starten gewonnen hätten, eine ganz andere Narrativ, dann hätten wir nämlich genau diese Idee, die Union war noch nie, das Bolberg unserer Freiheit, sondern der der starke Einzelstaat. Dann hätten wir jetzt möglicherweise eine europäische Union-Like. Wo wir hätten viele kleine Staatenbünde oder vielleicht auch nur viele einzelne Staaten in Nordamerika. Das kann man nicht ganz wissen. Ein heiliges römisches Reich, amerikanischer Nation. Aber ohne Kaiser und mit Donald Trump. Okay, Gabriel Fingerle hat uns auch ein Audio geschickt und sie hat auch eine Bürgerkriegsfolge. Hallo Herr Debkatt. In einer ihrer letzten Folgen von Amerika verstehen ging es ja um den Rassismus, vor allem auch gegen schwarze Menschen in den USA. Mich würde da jetzt von Ihnen interessieren, wie Sie sich das erklären, dass trotzdem in den Südstaaten noch so viele schwarze Menschen leben und die nicht längst entweder in den Norden oder ganz aus den USA weggezogen sind. Klar, die sind dort geboren, die haben dort ihre Familien. Das sind die normalen psychologischen Erklärungen. Aber gibt es darüber hinaus noch eine von Ihnen, wie Sie sich das erklären. Vielen Dank für Ihre Antwort. Ja, ich glaube, da muss man auch noch wieder weiter ausholen. Also am Ende des Bürgerkriegs leben, und wir sprechen was ja 1865, leben 90 Prozent der Afroamerikaner Rinnen und Afroamerikaner auf dem Gebiet der Südstaatenkonfereration. Das ist einfach ein demografischer Fakt und Sie leben da eigentlich auch in diesem Löwenanteil bis 1914. Und die Gründer haben sich schon genannt, Sie sind da geboren, das ist Ihre Lebenswelt, Sie fühlen sich als Amerikaner, das ist deren Heimat. Also warum sollten Sie da weggehen? Natürlich ist der Rassismus, aber Rassismus gab es eben auch im Norden. Es ist ja nicht so, dass der Norden völlig Rassismus frei sei, die ersten Jim Crow gesetze entstehen, eigentlich sogar im Norden und gehen von da aus nach Süden, also sind die Gesetze zur Rassentrennung. Es sind die Staaten, das sind die Städte im Norden vor allen Dingen, die zuerst sowas einführen wie Rassen getrennte Streetcars und so. Also Rassismus gibt es in der ganzen Union. Gleichzeitig ist eben im Norden, weil die Industrialisierung zunächst noch ein bisschen hinterherhängt, sind noch gar nicht so viele Arbeitsmöglichkeiten für schwarze Dagegeben. Zumal ja eben auch die Einwanderung, die europäische Einwanderung sehr viele Arbeitskräfte in die USA bringt. Es kommt dann im 20. Jahrhundert zur sogenannten Great Migration. Das ist eben der massenhafte Umzug von Afroamerikanern aus dem Süden, aus dem Gebiet der ehemaligen Südstaatenkonferration in die Städte des Nordens, in die Industriestädte des Nordens, wo dann jetzt auch eine signifikante schwarze Arbeiterschaft entsteht. Das ist übrigens eigentlich auch so der Einsatzpunkt von Blues und Jazz. Also wir denken ja immer, das sind die Plantation Culture, die sich dann da irgendwie fortsetzt, aber es ist gerade eben die Vermischung der ländlichen Plantation Culture mit den urbanen Einflüssen des Nordens, die dann den Chicago Blues produzieren. Also einiges ist Afroamerikanische Kultur, gerade des 20. Jahrhunderts mit Jazz und Blues, ein Ergebnis der Vermengung von Südstaaten, Traditionen, mit den neuen Erfahrungen des urbanen Lebens. Also es gibt sowas wie eine Great Migration der African Americans aus dem Süden in den Norden, die fängt im ersten Weltkrieg an mit der Unterbrechung der Einwandererströme aus Europa. Da wird eigentlich ein großer Arbeitsbedarf in den Nordstaaten industrie und der wird dann jetzt eben durch die schwarzen, durch die wandernen schwarzen des Südens gedeckt und das geht bis in die 70er Jahre hinein. Und damit werden jetzt Afroamerikaner auch zum ersten Mal zu einer signifikanten Präsenz im Norden und auch im Westen. Die Zeit davor muss man eben sagen, also unter das Glaveray konnte man nicht so einfach mal eben abhauen. Und die Glaveray war eben bis in den Bürgerkrieg hinein, als jetzt unterdrückerisches System enttakt. Entlaufendes Glaven wurden weiterhin verfolgt und ich komme noch mal wieder zu meiner Held in Harry Topman zurück, der ist dann ja da gelingt, aus Maryland nach Pennsylvania zu fliehen. Also sie musste genau eine Staatsgrenze überwinden. Und selbst das war schon mit enormen Risiken, mit enormen Abenteuern verbunden. Ich meine, die Glaven wurden bewusst ungebildet gehalten. Die Lebenswelt, der Glaven, war die einzelne Plattage, vielleicht noch die Nachbarplantage, wohin sie mal vermietet wurden. Also Harry Topman wusste noch nicht mal so genau, wo sie eigentlich hin musste, wenn sie fliehen wollte. Und sie sagte, "Just follow the North Star." Also "Forgher, the North Star." Und wenn sie dann nicht unterwegs sind, ein paar Leute getroffen hätten, die den Weg gezeigt, hätte sie da auch nie gefunden. Und deshalb kommt es ja zu dieser Underground Railroad dieses System aus geheimen, verstecken und sicheren Reiserouten, auf dem dann Glaven aus dem Süden in den Norden gebracht wurden. Aber das ging auch nur für die Staaten, die unmittelbar an einen freien Staat angrenzen. Also aus dem Deep South, aus Mississippi, aus Louis-Iseana. Da musste man durch so viele Glaven starten, durch das war ein Ding der Unmöglichkeit, da überhaupt abzuhauen. Also da sollte man sich auch nicht einfach vorstellen, in einem ja rassistischen System, in einem schlafer Reisesystem, dass man da so einfach abpauen kann. Und dann nochmal, also ich meine, das war, nach dem Bürgerkrieg war es die Lebenswelt, die man hineingeboren worden ist. Das war da, wo der Großvater schon lebte, wo die Großmutter schon lebte. Warum sollte man da abpauen? Auch wenn man dann weiß, dass es auch Rassismus im Norden gab. Der war immer noch ein bisschen anders und der war ein bisschen leichter, aber der war nicht, es war nicht unbedingt besser. Jürgen Ehmig, der hat jetzt eine Frage, die wird ihn bestimmt gefallen. Und es geht auch um den Hintergrund des Bürgerkriegs, erwünscht sich eine etwas genauere Auskunft über die Maisen Dixon-Linie, beziehungsweise eine Maisen Dixon-Line und erschreibt, ich kenne sie unter anderem aus dem Song "Sailing to Philadelphia" von Marc Nobflah. Weißt ja möglicherweise etwas mehr über sie. Und würde gerne etwas mehr über die Entstehung und Bedeutung dieser Linie mit ihrem Vermesser erfahren. Also damit alle wissen, was Jürgen Ehmig vielleicht weiß, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich Jürgen Ehmig kenne, ich kenne ein Jürgen Ehmig, aber ob's der Jürgen Ehmig ist, war ich nicht. Und ich bin der größte Marc Nobflah, Fan dieser Welt. Okay? Es gibt keinen besseren Gitaristen, es gibt keinen musikalischen, Gitaristen und es gibt auch keinen besseren Song. Aber das ist jetzt meine Meinung, das müssen Sie nicht glauben. Aber der hat eben diesen wunderbaren Song geschrieben "Sailing to Philadelphia", der genau eben auf Maisen und Dixon verweist und die nach ihnen belannte Linie. Also diese Maisen, Dixon-Line ist eigentlich die Linie, die Maryland von Pennsylvania trennt. Es gab ein Streit, Pennsylvania gehört hat der Penn-Family, Maryland wurde der Kauvert-Family von britischen König übergeben. Die hatten beide jeweils eine Urkunde, auf dem ein genau definiertes Gebiet von Land als ihr Eigentum erklärt wurde. Aber da gab es eine Grenzstreitigkeit. Und diese Grenzstreitigkeit wurde dann eben durch die Vermessung von Maisen und Dixon gekleert, das Geschaar in den Jahren 1763 bis 1767, also wo die amerikanische Revolution so anfängt. Es geht um den Astronomen Charles Mason und den Geografen Jeremiah Dixon und die definieren jetzt nun eine Linie 39 Grad, 43 Minuten, 20 Sekunden nördlicher Breite als die Grenze zwischen Pennsylvania und Maryland. Das ist also der rechtliche Gehalt dieser Linie, wie gesagt 1763 bis 67 vermessen. Es hat also nichts mit dem, was wir hier auch schon mal diskutiert haben, den Missouri Compromise zu tun. Das ist diese Linie 3630 nördlicher Breite. Das bezog ich aber das Louisianagebiet, nördlich von dieser Linie sollte, keine Slavenerei bestehen, dürften südlich der Linie durfte Slavenerei bestehen. Aber tatsächlich wurde diese Maisen Dixon-Line dann im Laufe der amerikanischen Geschichte und im Laufe des 19. Jahrhunderts zu so etwas wie der kulturellen Grenze, der imaginierten Grenze zwischen dem Slavenfreien Norden und dem Slavenhaltenden Süden. Obwohl Maryland dann doch zu den Nordstaaten gehörte, sowohl Maryland als auch Pennsylvania, war einer von diesen. Maryland war aber ein Slavenstaat, aber als Upper Southern State sind die 866 nicht sezidiert. Aber Maryland war halt ein Slavenstaat, indem die Slavenerei aber auch dann relativ balschen an Bedeutung verloren war, weil sich die Landwirtschaft anstatt. Insofern ist das eigentlich diese Linie, die auf die 1760 Jahre zurückge, die eigentlich nur die Grenze zwischen Maryland und Pennsylvania definieren sollte, tatsächlich dann aber im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts zu einer Grenze zwischen Nord und Süd wurde und daher kommt eigentlich so dieser legendäre Status, den dann auch Mark Knopfler zu einem Song. Und übrigens also Dixieland. Und Dixieland, das wirbt, über den Süden als Dixieland und Dixieland sprechen das für einige auf diese Linie zurück. Aber da gibt es verschiedene Erklärungen für. Aber eine Erklärung ist, dass das Wort Dixieland eben von dieser Mason Dixon Line kommt und alles was südlich dieser Linie ist, ist eben der Süden. Also für mich ist das jetzt meine Lieblingserklärung, aber ist auch die einzige, die ich seit 10 Sekunden kenne. Ich würde ja Jetzt noch weiter nachfragen, wir haben noch so viele höhere Fragen. Also machen wir einfach mal weiter. Thomas Laff, Boscovetsch, schreibt aus Bern in der Schweiz. Ist der Begriff "13 Colonien" ein prärevolutionärer? Waren also die 13 Colonien nach außen gegen andere britische Colonien abgegrenzt? Und daran anschließen, warum waren es nur diese 13 Colonien, die sich für unabhängig erklärt haben und wurden die britischen Colonien in Kanada und per Karibik überhaupt eingeladen, sich anzuschließen? Und die sind in einer gleichen britischen Zollansteuerpolitik betroffen. Ah ja, viele Fragen. Ja, sicher, wir sind große Artige. Also wir sprechen eigentlich von Colonial British North America. Also vom Colonialen britischen Nordamerika, um alle Besitzungen Großbritanniens in Nordamerika zu umfassen. Dazu gehört seit 1763 auch das ehemalige Neufrankreich, also alles was Quebec ist, was heute, und ein Teil des heutigen Kanada. Dazu gehören aber auch Zucker-Inseln in der Karibik, die die Colonien sind. Und es ist in der Tat eine 100 Millionen Dollarfrage. Warum sind diese 13 Colonien, die sich für unabhängig erklärt und nicht alle anderen? Und das hat für meine Begriffe mehrere Gründe, also das einmal eben, dass das wirklich die Bevölkerungsreichsten Colonien sind. In Kanada wo und gar nicht so viele Leute. Es sind vor allem eben auch Siedler-Colonien, die bis 750 einen enormen Wachstums-Schub durchmachen, sowohl ökonomischer Art als aber auch demografischer Art. Es sind die Colonien, in denen es eine reite Kultur der lokalen Selbstverwaltung durch die selbstgewählten Parlamente gibt. Neufrankreich hatte sowas nicht. England hat dann nach 1763 versucht, jetzt auch dieses britische System mit lokal gewählten Parlamenten in Quebec einzuführen. Aber die Quebec-Wahr wollten das nicht. Da war die katholische Kirche, das war insgesamt sehr viel aristokratischer. In Quebec gab es jede Menge Seniors, also Großgrundbesitzer, die er Land von Abitons, also von abhängigen Pächtern bearbeiten ließen. In den 13 Colonien gab es diese Freeholder-Kultur. Also jeder, der eben Landbesar es von einer bestimmten Größe durfte, mitbestimmen. Die Siedler in den 13 Colonien in Landges-Atlantik waren in der Regel Eigentümer des Landes, dass sie bearbeitet haben. Also bis auf natürlich die Sklachen im Süden. Es gab auch einige Großgrundbesitzer in New York. Das holländische Arbe zurück. Also es ist einerseits der Bevölkerungsreichtum. Es ist die breitgestreute Kultur der Mitbestimmung. Und es ist einfach auch die Wohlstandsentwicklung, die sich da breit macht. Dem gegenüber ist Kanada eben lange Zeit französisch geprägt. Frankreich hat sein absolutistisches System auch in Kanada verwirklich. Das heißt, es gab da einen Huvernöhr mit fast schon absolutistischen Vollmachten. Es gab auch einen Schatzmeister. Und das war es. Es gab eine starke katholische Kirche. Die 13 Colonien, die sich unabhängig erklären, sind vor allem im protestantische Denominationen. Und die Kanadien oder die KBQA, beharen eigentlich auf ihr Recht auf französisch sein. Und sehen sich durch die amerikanische Revolution und ihrem Freiheitsversprechen eher bedroht. Sehen ihre kulturelle Autonomie bedroht. Und sieht jetzt demnächst nach Kanada kommen und legen ihr Schicksal in die Hände des britischen Königs. Und der macht eben 774 ganz geschickt und sagt mit dem KBQA, also ihr dürft so französisch bleiben wie ihr gerne wollt. Und damit nimmt der einig potentiell den revolutionären Wind aus den segeln in Kanada. Und die Zuckerinseln im Süden, das waren wirklich Sklavenkulturen in fast schon Reihenform. Und da gab es eine kleine weiße besitzende Elite, die über das Land, der Zuckerplantagen herrschte. Es gab eine überwiegend schwarze Bevölkerung, die zu ganz großen Teilen verschlaft war. Also da konnte man mit den In-A-Linable Rights of Man auch kein Blom top gewinnen. So dass die eigentlich eher um die Kstlare bereit zu verteidigen auf Seiten des Königs blieben. Wir haben also wirklich nur diese 13 Colonien. Aber das ist eben kein prärevolutionäre Begriff. Das hatte ich auch schon mal angedeutet. Also 763 ist eigentlich alles wahrscheinlich, nur nicht, dass diese 13 Colonien mal irgendwann zu Zusammenarbeit verständigen könnten. Die sind so zerstritten und die haben überhaupt nichts miteinander zu tun. Und wir haben letztlich auch drei verschiedene Regionen. Wir haben Neu England, wir haben die mittleren Atlantikstaaten, wir haben den Süden. Das sind jeweils ganz eigene Gesellschaften, ganz eigene Wirtschaftsformen, ganz eigene demografische Zusammensetzung, ganz eigene ethnische Zusammensetzung. Also die haben nicht viel miteinander zu tun. Also allein das die zusammengefunden haben. Diese 13 ist schon das große Wunder. Und nicht das nicht sich alle anderen Colonien auch noch haben. Also das ist das, was man überhaupt erst mal erklären muss. Und überhaupt sind es wenigstens diese 13 Colonien, die sich dann bis 776 so weit zusammenfinden, dass sie sich für unabhängig erklären. Und das ist eben alles andere als wahrscheinlich aus der Perspektive von 763. Und die anderen hatten jeweils auch Gründe, sich nicht anzuschließen. Und als die US-amerikaner dann versuchen, in Kanada einzufallen, 775. Also das ist ja eine der ersten Militär-Aktionen, die die Amerikaner dann machen, sie fallen eben nach Ameri, nach Kanada ein und sind eigentlich ganz enttäuscht, dass die KB-Kwanung gar nicht jubeln, dann die Straße laufen und dann sich sogar während. Oder zumindest nichts dagegen tun. Und 1812 das gleiche Spiel, der zweite Unabhängigkeitskrieg, die USA, versuchen ein zweites Mal Kanada zum Anschluss an die eigene Revolution anzuladen und wieder weigern sich die Kanadien. Also die U-Ka-Rasphie sind gerade mehr Putin. Genau. Genau. Gerussischen Soldaten mit Blumen begrüßt haben. Und insofern, also das ist eine tolle Frage in beide Richtung. Also einmal das britische Koloniale Amerika ist größer als die 13 Kolonien. In diesen, in britisch-kolonialen Amerika gibt es ganz unterschiedliche politische Traditionen, ganz unterschiedliche Wirtschaftsordnung, ganz unterschiedliche politische Kulturen. Und es ist letztlich die ja, Siegler, Kolonien, die Siegler-Kolonien mit breiter politischer Partizipation, die sich dann durch die neue britische imperialer Politik in ihren Grundrechten verletzt. Okay. Michael Witte ist ja gegangen 1970, Musiker und Kulturell komplett amerikanisiert aufgewachsen schreibt. Der wie so viele Westdeutsche erschreibt. Durch meiner Reisen in die USA sowie private und berufliche Kontakte fällt mir jedoch immer wieder auf. Die meisten Amerikaner haben keine live Vorstellung davon. Wie tief greifend die amerikanische Kultur unseren Alltag hier in Deutschland prägt. Als Donald Trump kritisierte Deutschland würde zu wenig US-Produkte kaufen. Blickte ich fast los durch mein Studio. Denn hier wimmelte es nur so von amerikanischen Schalplatten, Instrumenten, Mikrofon und Tontechnik. Zudem sind unter US-Unternehmen fester Bestandteil unseres täglichen Lebens. Coca-Cola, McDonald's, etc. Meine Frage lautet daher, warum ist den Amerikanern dieser enorme kulturelle und wirtschaftliche Einfluss und unsere tiefe Verbundenheit zu den USA so wenig bewusst? Da habe ich auch mehrere Ideen zu. Also zunächst was wir auch schon ein paar mal hatten, das gibt einmal das internationale Amerika. Was Amerika als Teil der Welt begreift, was auch Amerika und den amerikanischen Einfluss weltweit durchaus sieht. Und dann gibt es das provinciale Amerika, das eigentlich kaum über die eigene Korrektung Spitze hinausguckt. Und die, also gerade das provinciale Amerika, das Kirchtungspitzen Amerika, das Main Street Amerika, they could care less. Also das finde ich immer noch, also diese zwei Amerikanes. Es gibt es Amerika einer hochgebildeten Elite, die sind internationalem Ausblick, die sind Kosmopoliten, die lesen, alles über andere Teile in der Welt. Und dann gibt es da ein Amerika, die interessiert eigentlich noch nicht mal so richtig, was im anderen County passiert. Und das ist so der eine Punkt. Der andere Punkt ist glaube ich, dass wir auch nicht diese Ausdünnung der personale Netzwerke vergessen sollten. Die ja immer auch europäisch, amerikanische und deutsch-amerikanische Beziehung bestimmt haben. Also die Auswanderung. Die ganzen Soldaten, die amerikanischerseits hier in Europa stationiert waren zwischen 45 und 91. Das sind ja auch alles so Träger eines lebendigen Kulturaustauschen, die eben in Oberammergau sehen, was da alles an Marshall verstärkt an rumhauchen. Aber es gibt ja immer noch viele, wo es amerikanische sollten. Aber verglichen mit den Zeiten des kalten Krieges, wo wir mehrere hunderttausend hier hatten, ist das eben jetzt doch eher weniger. Die jetzige Generationen, amerikanischen Soldaten sind ja eher mit Irak und Afghanistan sozialisiert worden. Die europäische Einwanderung kommt eigentlich mit dem ersten Weltkrieg zum Erliegen. Und damit kommt noch ein weiterer Punkt hin. Und das ist glaube ich so die zunehmende End-Europäisierung der amerikanischen Kultur. Jetzt auch im Zuge der Migrationsbewegung nach 45. Also mit jeder europäischen Einwanderungswelle bis 1914 haben sich auch die europäischen Grundlagen der amerikanischen Kultur und das amerikanische Wissen über Europa immer wieder erneuert. Und das bricht eben im ersten Weltkrieg weitgehend ab. Und die neuen Migrationssysteme sehen jetzt eher Migration aus der eigenen Hemisphäre oder aus Asien oder aus allen Teilen der Welt hervor. Aber da ist eben wirklich diese End-Europäisierung der amerikanischen Kultur, die auch dazu führt, dass man eben gar nicht mehr so viel über Europa weiß. Und genau diese Fragen, die hier jetzt hier stellt, eben auch verloren gehen, die Antwort nach diese Frage. Aber dafür ist andererseits die Welt ja deutlich zusammengewachsen. Also das, was früher eine mehrwöchige Schiffsreise war, ist jetzt im Zweifel sogar ein Billigflug. Also man kommt ja super schnell nach Europa. Aber ist die Frage, ob man dann noch Europa fährt oder nicht doch lieber in andere Teile der Welt. Also die deutsche Sprache wird nicht mehr so gelernt in den USA. Man lernt da jetzt wahnsinnig, weil das eben auch die Sprache ist, die man viel öfter braucht. die gesellschaftlichen Kreise, die noch eine lebendige Erinnerung an Europa und auch Deutschland pflegen, sind auch geschrumpft. Die sterben teilweise buchdeblich aus, weil da auch nichts neues nachkommt. Also ich glaube einerseits eben diese Spannung zwischen einem kostemopolitisch internationalen und einem provinziell lokalen Amerika ist ein Teil der Antwort auf die Frage, warum vielen Amerikanern der weltweite Einfluss ihrer Kultur gar nicht bewusst ist. Und der andere Punkt ist das eben im Zuge jetzt des Ausdünnens dieser Personalnetzwerke, in dem immer auch wissen über Europa nach Amerika zirkulierte, dass die doch deutlich geschrumpft sind und nicht mehr die Massenfunktion, nicht mehr die Massenbasis haben, die sie mal hatten. So, jetzt kommen eine Frage, die den ganzen Facettenreichtum unseres Wissensdorfs, bzw. unseres Wissensdorfs, sondern das Wessensdorfs unserer Hörer und Hörerzeit, Karl Kleinbach mit einer Architekturfrage. Wie kommt es? Das fast alle Gebäude der US-Folksvertreter an römische Architektur erinnern. Also Kuppeln, Säulen, Portale, Treppen und so weiter ist das eine Reministenz an das alte römische Politik bzw. Republikverständnis oder fanden sie es einfach noch schön? Also das muss man sich sowieso immer wieder klar machen, also die Ausgestaltung der liberalen politischen moderne und die beginnt ja mit der amerikanischen Revolution findet statt unter Rückgriff auf die klassische Antike. Alles was wir über Republikanismus, den klassischen Republikanismus, wir haben über republikanische Tugen gesprochen, wir haben über die leere Staatslehrer von Aristoteles gesprochen. Also die römische Antike oder überhaupt generell die Antike ist ein wesentlicher Bezugspunkt für die Ausgestaltung der politischen moderne in den USA. Also so fand es jetzt mehr als nur eine Reministenz. Also die ersten, ja, die Gründergeneration findet ihre Handlungsanweisungen, ihre Ideale von einem republikanischen Leben, die das Konzept eines useful citizens, die das bei Benjamin Franklin heißen würde, entwickelt sich ganz stark am Modell der Antike. Und jetzt ist aber die Frage warum jetzt die römische Antike und nicht die griechische Antike. Man hätte ja auch sagen können, die lesen jetzt weiterhin Aristoteles und gehen auch den Marktplatz von Athen um dann zu gucken, wie ging Demokratie eigentlich in diesen griechischen Statschen? Die wollten ja keine Demokratie. Alle anderen keine Demokratie, aber vor allem wollten sie auch ein Weltreich. Und da ist eben Rom, also das klassische Rom. Einerseits eben mit seiner republikanischen Form, aber gleichzeitig auch mit seinem Imperium. Aber ich dachte, das waren Antie-Empereialisten. Antie-Empereialisten im Bezug jetzt auf europäische Machtpolitik. Und also praktisch jetzt Imperialisten im Sinne, dass man nur zur Erhöhung, der macht das Königst, Kriege vom Zaun bricht. Also aus dünastischen Gründen heraus. Die Gründerfäter waren schon der Meinung, dass die USA in den Nazi-Distant-Future, also in der nicht so weit entfernten Zukunft, ein über den Kontinent expandierendes Gemeinwesen sein würden. Also die Verfassung sieht ja schon vor, dass neue Staaten angegliedert werden können. Aber das ist eben kein europäischer Imperialismus insofern als ein Jefferson, das nennen würde, "We are an Empire of Liberty". Also unsere, ängliche Empire, bei den Empire. Ja, also das aber das bricht. Genau an dem Punkt. Also wir sind kein Imperium, bei uns geht es nicht um Nackte-Machtpolitik, bei uns geht es nicht um unnachische, dünastische Politik. Bei uns, wenn wir expandieren, dann expandieren wir mit unserem freiheitlichen Lebensstil. Und das ist wiederum was anderes. Aber so die römische Antike ist da wirklich ein ganz zentraler Punkt. Das passiert nicht einfach so, das ist auch mehr als eine Reministänse. Das ist fast schon ein Form der Selbstbeschreibung. Und meine Kollegin Anna Minta, die hat man ganz tolles Buch geschrieben über die Staatsbauten in der frühen Republik. Ist ein bisschen schwer zu lesen, aber es ist wirklich ein tolles Buch. Und was ich an diesem Buch besonders gemacht habe, ist, dass sie auch schreibt, welche Entwürfe diskutiert wurden, aber nicht verwirklicht wurden. Also da gab es Vorschläge für gotische Kathedralen, als mögliche Staatsbauten für ein Kongressgebäude. Da gab es andere Anlärien an das europäische Mittelalter und so weiter. Das haben die alles verworfen, weil das irgendwie als rückständig, als dunkel, als nicht rational galt. Und insofern ist dieses Buch über die Staatsbauten, die frühen Staatsbauten von Anna Minta. Deshalb auch besonders interessant, weil sie eben auch zeigt, welche Entwürfe nicht verwirklicht wurden. Also es ist wirklich eine ganz bewusste Entscheidung, sich an den Modellen vor allem in der römischen Antike zu orientieren. Einerseits eben, weil es der inbegriff eben eine republikanische Staatsform ist und weil eben in Rom, Republik und Weltreich irgendwie zusammen gingen, aber eben freiheitlich und nicht irgendwie des botisch monarchisch. Wenn man gespannt, ob in einer neuen Flagge des Buchs dann auch der Trumpse Triumphbogen und dann der Ball sei. Und hier ist ja ganz offenbar von Napoleon inspiriert, er war ja wohl in Paris und hat da diesen Triumphbogen gesehen. Also da ist jetzt eher dann so die napolionische Dimension bei Trump da. Teresa Kerkhoff hat uns auch eine Sprache nachricht hinterlassen und die hören wir uns jetzt mal an. Hallo, mein Name ist Teresa Kerkhoff und ich interessiere mich für Trumps Nachfolge. Er ist halt 80 geworden und wird nicht ewig fregieren können und es gab schon viele Spekulationen über eine Nachfolge. Da er Jedi Vans oder Marco Lupe oder wahrscheinlichere Kandidat oder vielleicht sogar keiner von beiden und sind die beiden nicht eigentlich noch radikaler oder herausfordernd dafür Europa als Trump. Da ist eine Freude, die uns alle interessiert. Und gerade was das letzte Anbetriffe würde ich schon sagen, weil das sind noch sehr viel mehr ideologisch gefärbte. Auch Marco Rubio? Ja, der vielleicht ist noch eher der pragmatische, aber wenn man sich so da ein Jedi Vans anguckt in Kombination mit Pete Hacksess, den haben Sie jetzt nicht erwähnt, das sind ja wirklich Glaubenskrieger. Das sind kulturkämpfere Glaubenskrieger, die sehr viel ideologischer sind als ein Donald Trump, der ja auch teilweise sehr strategisch agiert, teilweise auch ziemlich planlos agiert und wo es vor allem ja immer um Donald Trump geht. Marco Rubio hat sich da schon sehr weit drauf eingelassen, aber der ist vielleicht noch in andere Richtung ist der ideologisch an, was den Imperialismus beispielsweise angeht oder den Kampf gegen Kommunismus. Wegen seiner auch ja kubanischen Herkunft und das ist ja einer von diesen Florida-Kubanern, über die wir auch schon mal gesprochen haben. Für mich ist aber allerdings die zentrale Frage, kann es überhaupt ein Nachfolger für Donald Trump geben, der es schafft, dieses Magalagern zusammenzuhalten. Ich bin mir da immer noch nicht ganz sicher, das ist wirklich eine in der Person, Donald Trumps ankande durch ihn integrierte, um ihn herum sich scharrende Bewegungen, die eigentlich durch seine Person uns zusammengehalten wird. Und da sehe ich jetzt bei allen, die da jetzt so als Nachfolger diskutiert werden, keinen von vergleichbarer kachasmatischer Kraft, wie ein Donald Trump. Und insofern ist für mich immer noch die Frage, zerfällt das ganze Lager nicht, in dem Moment, wo diese Figur Trump weg ist und kann das ein JD-Wands ersetzen, kann das ein Pete Hexath oder kann das ein Marco Rubio überhaupt ersetzen. Diese vielen und das ist ja ein ganz bundes Lager, sind ja nicht nur die christlichen, also die christlichen Nationalisten, da gibt ja Leute, die haben Trump aus ganz verschiedenen Gründen gewählt. Und ich glaube keiner von denen, die da jetzt momentan als Nachfolger getehandelt werden, deckt dieses Spektrum in Gänzer ab. Und hat auch glaube ich nicht die Persönlichkeit, um diese heterogene Gefolgschaft zusammenzuhalten. Und vielleicht auch noch nicht die erfolgreiche, also den Record of Success. Also ich meine, Donald Trump konnte sich ja immer als der erfolgreiche Geschäftsmann verkaufen, er war als Fernsehstar schon bekannt, noch bevor er überhaupt Politiker wurde. Ist aber jemals ein erfolgreiche Geschäftsmann war. Tatsache es aber das viele Leute das glauben. Und Donald Trump hat in seinem Art of the Deal, schreibt er wie ich finde sehr bezeichnene Passage, dass er eine Projektionsfläche für die Hoffnungen, für ganz unterschiedliche Hoffnungen von vielen Leuten ist. Und sie ihm zutrauen, dass er diese Hoffnungen auch umsetzt. Das schreibt er in Art of the Deal. Und ich glaube nicht, dass ein JD Vans oder ein Marco Rubio oder ein P-Tacksfest diese Projektionsflächenfunktionen haben kann. Zeitragen, machen wir noch. Und zwar hat Wolfgang Fischer eine Frage zum War Power Act und den Verhältnis Kongresspräsident. Spielt ja im Iran-Krieg gerade wieder eine große Rolle. Wer erklärt Krieg und wann muss ein Krieg als Krieg erklärt werden? Der Wolfgang Fischer schreibt die Verfassung. Ist da nicht eindeutiger, der Konflikt geht ja bis zum Korreakrieg zurück. Es gab die War Power Resolution, veto, nixen Supreme Court Entscheidung, aber so richtig wurde das nie geklärt, auch nicht vom Supreme Court. Kann das mal in der Sendung beleuchtet werden. Bitte schön, Herr Defkard. Ich meine, der War Power Act geht auf 1973 zurück. Das hat mit Korea noch nicht viel zu tun. Das ist, glaube ich, vor einig wird namen. Wenn wir jetzt über die gleiche War Power Resolution sprechen, aber ich spreche eigentlich jetzt über diese hier. Das ist nämlich genau das, wo auch nixen sein veto eingelegt hat und das ist dann über. Mach der Sinn. Korreakrieg und nixen geht ja nicht zusammen. Aber das ist jetzt eher eine Kleinigkeit. Tatsache ist eben, dass jetzt nach dem Dessaster des Vietnam Kriegs der Kongress, der eigentlich mit der Golf of Tonkin Resolution 1965, den Präsidenten sowas ausgestellt hat wie ein Blankoscheck für den Krieg in Vietnam. Also diese Galshoff-Durke. Tom K. Resolution sagt, dass es den Präsidenten erlaubt ist, alle notwendigen Maßnahmen einzuleiten zum Schutz der amerikanischen Truppen so in der Art. Damit schaltet sich eigentlich der Kongress als Kontrollinstanz des amerikanischen Präsidenten aus. Und das ist die Grundlage für die Eskalation des Krieges in Vietnam bis 1969-70, wo am Ende die amerikanischen Truppen letztlich den Großteil des Campens übernehmen. Und das passiert eben weitgehend ohne, dass der Kongress überhaupt informiert ist. Es kommt ja noch die Hombadierungen in Laos und Kampotcha hinzu. Davon wusste auch keiner was. Also dieser Freifahrtschein, der dem Präsidenten 1965 gegeben wird, vom Kongress, die Golf of Tom K. Resolution, die wird dann eben einer kritischen Prüfung unterzogen und die Warpowers Resolution von 1973 führt da jetzt eben gewisse Kontrollen ein, dass also der Präsident den Kongress informieren muss, wenn militärische Aktionen bevorstehen. Das muss er 48 Stunden bevor es losgeht machen. Es gibt dann diese 60 Tage Frist, militärische Aparationen müssen enden nach 60 Tagen. Danach braucht man entführen die Kongression, also die erlaubnische Kongresse, oder man muss aufhören. Dann gibt es doch noch weitere Limit, die immer weiter dann eingezogen werden, um die Macht des Präsidenten einzuschränken. Aber darüber wird eben seitdem immer wieder neu gestritten. Also das hatten wir jetzt ja auch gerade wieder mit ihrer. Ähnlich, ähnlich. Und dann eben Donald Trump und seine, seinen Kabinetssatja, aber der Wachenstillstand gilt doch nicht auch die 60 Tage. Deshalb können wir einfach erst mal weitermachen. Wir führen ja gar kein Krieg mehr. Wir führen auch gar kein Krieg mehr und so weiter. Also das ist eben diese, das ist eine laufende Debatte. Über jetzt das System der Jackson-Berlinces, das in der Verfassung selber wieder mal nicht genau ausdefiniert ist. Und was im Laufe des politischen Prozesses immer wieder neu geklärt wird. Und die exekutive Seite hat immer wieder gesagt, auch dass jede Beschränkung der Präsidentiellen macht ein Eingriff in dessen Rolle als Oberbefehlzhaber des Heeres oder der Oberbefehlzhaber der Streichkräfte ist. Und wir sehen dieses, dieses nicht-entende Ringen bis heute. Und ich finde es eben vor diesem Hintergrund bezeichnen, dass der Kongress sich vor einigen Wochen dazu entschlossen hat. Dem Präsidenten auch den Krieg in Iran. Insofern zu untersagen, als er jetzt nicht wieder anfangen darf, ohne eine formelle Kriegserklärung. Aber das sieht ja momentan auch nicht so aus, dass wir sich Donald Trump da groß drum stören. Es ist ja momentan gerade wieder eine Reeskalation des Krieges zu sehen. Verfassungsmäßig ist das eigentlich nur der Kongress-Krieg erklären kann und nur der Kongress auch bestimmen kann, wann ein Kriegszustand herrscht. Das ist aber, wie gesagt, durch die amerikanische Geschichte hindurch immer schon ein Streitpunkt gewesen, der sich auch teilweise durch das 19.000-Tihunder zieht. James K. Pope, der sagte, "State of War exists between the United States and Mexico." Das ist den Präsidenten gar nicht so sagen. Oder Abraham Lincoln, der im Bürgerkrieg eben dann doch schon die Druck mobilisiert, während der Kongress noch keine Sitzung hat, sich dann aber im Nachhinein vom Kongress das legitimieren lässt. Aber es ist keine klare Linie und es ist immer wieder Prozess von neuen Aushandlungen und wir sind gerade ja Zeug davon, wie das abermals neu ausgehandelt wird. Aber es hängt sehr stark davon ab, wie sehr jetzt der Kongress seine Aufsichtspflicht hier wahrnimmt und wie sehr er sich auch durchsetzen will, mit diesem Kontrollanspruch. Ja, und das ist ja gerade nicht so stark ausgeprägt. Schauen wir mal, ob das dann nach November anders aussieht. So und jetzt kommen wir zur letzten Frage und auf die freue ich mich besonders, weil die geht eher so in den Bereich, ich weiß nicht, "Piepelt", würde man sagen oder "Gala", "Bunte". Sie kommt von Johann B. Sem, ich hoffe, ich spreche das richtig aus. Er ist nämlich Holländer und die ersten 25 Jahre seines Lebens in den Niederlanden groß geworden und erst nach dem Studium 1990 nach Deutschland gezogen. Trotzdem schreibt er, hört man mir nicht oder kaum an, dass ich kein deutscher bin, abgesehen vom Reisepass. Aber das ist ja nur Papier. Ich mache aber manchmal im holländischen kleine Fehler, wenn ich mal meine Familie besuche. Wie ist das bei Ihnen, Herr Depkard? Hört man Ihnen in Amerika an, dass Sie im deutschen Sprachraum leben? Zum Nestyleweise oder gar größenteils? Im Deutschen kann ich bei Ihnen jedenfalls keinen Akzent entdecken. Ja, ich auch nicht. Gebe ich zu. Das hat jetzt alles nichts mit amerikanischen Geschichte zu tun, schreibt er, interessiert mich aber trotzdem und mich auch Herr Depkard. Das bei mir im Deutschen keine Akzent zu hören. Es ist einfach der tatsache Geschut, dass das Deutsch meine Muttersprache ist. Beide Eltern sind deutsch. Ich bin im Jahr. Holländisch ist ja auch die Muttersprache von Johann Bessern. Aber ich habe dann eben auch immer systematisch an meinem Deutsch gefeilt. Von daher ist er die Frage, hört man mir in den USA meinen deutschen Akzent an. Und da ist der Befund eher so, dass die Amerikaner oft verwirrt sind, weil sie nicht wissen, wo sie mich hinpacken sollen, mit meinem Englisch. Also es ist near native, was ich da spreche, aber es ist eben jetzt nicht so verordnet, dass man sagen kann, der kommt jetzt aus Florida oder der kommt aus Oregon oder der kommt aus Louisiana. Also da fehlt mir dann einfach so der lokal dialect oder die lokalen Verbung. Also insofern ist eher Verwunderung bei vielen Amerikanern. Und eine sehr bezeichnende Episode ist, war ich mal in New Orleans und war da an der Stadtführung und habe dann auch ein paar Fragen gestellt. Und da guckte mich einer von den mit wandern, denn skeptisch an und fragte nur, "Are you from Chicago?" Und ich sag, "No, I'm from Germany." Und ich sag, "What?" Also insofern kein Akzent im Deutschen, weil ich einfach die meiste Zeit meines Lebens in Deutschland gelebt habe oder auch in deutschen Kreisen groß geworden bin. Und mein Amerikanisch ist ebenso, dass zumindest die Amerikaner verwirrt sind, wo ich denn wohl herkommen könnte, aber auf Deutschland kommen sie da in der Regel nicht. Okay. Gibt es eigentlich das Hannover von Amerika irgendwo, wo man sagt, das ist jetzt das Amerikanische Englisch, reinsten Wassers? Ja, das sagen auch nur die Hannoveraner von sich selber. Aber ich hab's jetzt mittlerweile so Kritiklos übernommen. Aber, ne, also so was wie Standard English oder Queens English. Das gibt es in den USA nicht. Also es gibt zwar das Oxford-Englisch im britischen, aber es gibt kein, was weiß ich, Harvard-Englisch. Und vor allem muss man sich auch klarmachen, dass, also, Englisch, also wenn man Amerikanische Geschichte macht, nur mit Englisch kommt man auch nicht sehr weit. Also es ist eben dann doch auch ein vielsprachiges Land. Es gibt die Indianer Sprachen, die ganzen Einwanderer, die ihre Sprachen mitgebracht haben, die ist dann auch immer wieder neu vermischen. Jetzt das Spanische, die nominanzte Spanischen, also nur mit Englisch kommt man in der Amerikanischen Geschichte und auch in den USA nicht soweit. Auch wenn Donald Trump das gerne hätte, aber es stimmt, kann da auch nicht mehr zurückdrehen, wenn ich das gerne auch nicht pädigriert. Nein. Da kann da decretieren, was er will, das kriegt es nicht mehr in Ende. Gut so. Gut so. Kommen wir zum Amerika-Tipp. Und zwar ist es natürlich auch ein Amerika-Tipp von einem Hörer und zwar von Stefan Kröner, der unsere Podcast sehr magt, aber es übrigens wie viele unsere Hörer und Hörer auch erst etwas unzufrieden mit dem Namen Amerika verstehen. Kennen wir mittlerweile schon die Kritik, haben wir auch schon adressiert. So, kleines nice to know und mein persönlicher Amerika-Tipp schreibt er. Ich bin in Wolfenweiler aufgewachsen und das ist der Ort, in dem sehr wahrscheinlich Martin Waldseemüller geboren wurde. Erschufe als Kosmograph, 1507, die erste Weltkarte, die die neue Welt als Kontinent darstellte, noch bevor bei Boa, 1513 den Pacific entdeckte in Anführungsstrichen. Es ist weiterhin ein Geheimnis, welche Quellen Waldseemüller besaß, um die chilenische Küste so originalgetreu zeichnen zu können. Also sehr bemerkenswert. Zusammen mit dem Elsesser Matthias Ringman erfand er zu Ehren von Amerika Westbucci, den Namen Amerika. Geht auf Martin Waldseemüller zurück. Waldseemüller selbst hat nach dem Tod von Ringman den Irtum, wenn es dann wirklich einer war, eingesehen und den Namen Amerika nicht weiter verwendet. 300 Jahre später wurde zumindest Kolumbien nach Kolumbus benannt. Obwohl die Karte als Medienpaket zusammen mit einer Globus-Sigmentkarte und einem Acclair-Text in einer damals gigantischen Auflage von 1000 Exemplarien gedruckt wurde, gingen sie im Laufe der Jahre verloren. Zurzeit der Entdeckung veralte der Karten sehr schnell. Da aber der Einführungstext als Büchlein erhalten blieb, war die Karte lange die meistgesuchte Karte der Welt. Für die USA gilt sie bis heute als Geburtsokunde. Dabei wird Nordamerika auf ihr als Terror im Kognitar bezeichnet. Nach dem Karte 2001 an die L.O.C. verkauft worden. Ein kleines Stück Wolfenweiler in Washington. Ein schöner Amerika-Tep von Stefan Kröner. Ja, ganz toll. Super. Wunderbar. Also wirklich eine komplette von den Hörern und von ihnen. Er hat eine karte bestrittene Folge. Er war total angenehm. Erlich gesagt, ich konnte mich hier wirklich ganz entspannt zurücklegen. Ich bin begeistert von dem Spektrum, von dem Interesse und auch von dem detaillierten Interesse. Das war eine boh spezielle Frage, aber trotzdem von allgemeiner Relevanz. Und deshalb noch mal, man soll sein Publikum einfach nicht unterschätzen. Unser Publikum in Deutschland funktioniert sowieso nicht. Das lernen wir hier ganz schnell. Vor allem wenn dann die ersten Hörer melzt, kommen nach den ersten Sendungen, die man so gemacht hat. Ich kann ihn sagen. Da rappelt es im Gebelg für gewöhnlich. Er hat abkarte. Vielen Dank. Für ihre Zeit, wie immer. Nächste Woche ist dann Monika Dittrich wieder mit ihnen zu gange. Und ich würde sagen, bis nächste Woche. Ja, vielen Dank auch Ihnen und bis nächste Woche. Und ich sage Danke fürs Zuhören von Folge 28 von Amerika. Verstehen ein Deutschlandfunk-Potcast im Rahmen der Denkfabrik Unser Publikumsprojekt des Deutschlandfungs. Das dieses Jahr das Thema hat das Recht des Stärkeren, wie machtraber die Welt neu ordnen. Und vor allem Danke fürs Fragen stellen. Und wir hatten tatsächlich noch viel mehr tolle Fragen auf dem Zettel werden natürlich diese auch in den nächsten Folgen dann noch nach und nachzustellen. Und es wird auch bestimmt nicht die letzte reine Böra-Fragenfolge gewesen sein. Dafür ist ihr bzw. euer Entport einfach so gut. Also bitte weiter fleißig schreiben. An Amerika verstehen @Deutschlandfunk. Und nächste Woche ist dann Monika Dietrich wieder am Start, die heute Reaktion hatte und Robert Hausburg war wieder unser Mann für Produktion und Musik. Ich bin Philipp Mai. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und bis bald. Bye bye.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Donald Trump hat die Republikanische Partei übernommen, aber die Partei ließ sich dies auch gefallen; eine innerparteiliche Opposition verschwand, oft aus Opportunismus oder Angst um die eigene Karriere.
  2. Die Tea-Party-Bewegung und die Enttäuschung christlich-konservativer Wähler seit Reagan schufen den Boden für Trumps Aufstieg.
  3. Die Demokraten könnten ähnlich verwundbar sein, etwa durch Richtungskämpfe zwischen Zentristen und Linkspopulisten; anders als bei Trump führten Skandale bei Kandidaten wie Graham Platner zum Rückzug.
  4. Anti-Imperialismus ist eine starke, oft übersehene Strömung in der US-Geschichte, verankert im American Exceptionalism; Beispiele sind Lincoln, der Mexiko-Krieg, und Opposition 1898 sowie zum Ersten Weltkrieg.
  5. Trump nutzt anti-imperialistische Rhetorik („America First“), gerät aber in Widersprüche, etwa bei endlosen Kriegen, was Teile seiner Basis entfremdet.
  6. Informelle Checks wie Finanzmärkte oder Medien wirken, aber nur begrenzt; die Pressefreiheit bleibt stark, doch die Wirkmächtigkeit sinkt durch veränderte Nachrichtenquellen.
  7. Die Theorie, Thomas Paine sei Hauptautor der Unabhängigkeitserklärung, wird als abwegig abgelehnt; die Entstehung ist historisch gut dokumentiert.

Summary:

In dieser Folge von „Amerika verstehen“ beantwortet Volker Depkat, Historiker und Amerikanist, Hörerfragen. Zuerst analysiert er Trumps Übernahme der Republikaner: Diese sei keine reine Entführung gewesen, sondern die Partei habe sich bewusst führen lassen. Die Tea-Party-Bewegung und die Enttäuschung christlich-konservativer Wähler seit Reagan hätten den Boden bereitet.

Trump nutzte diese Graswurzel-Opposition, um das Establishment zu stürzen; innerparteilicher Widerstand endete schnell im politischen Aus. Auch die Demokraten seien verwundbar, etwa durch Konflikte zwischen Zentristen und Linkspopulisten, wie 2016 bei Bernie Sanders sichtbar wurde. Anders als bei Trump zeigten sich dort aber noch moralische Grenzen, etwa beim Rückzug des Kandidaten Graham Platner nach Vergewaltigungsvorwürfen.

Zur Frage nach dem Anti-Imperialismus erklärt Depkat, dass dieser tief in der amerikanischen Identität verankert sei: Amerika verstehe sich als exceptionell, weil es nicht wie Europa imperialistisch handle. Beispiele wie Lincolns Kritik am Mexiko-Krieg oder die Opposition 1898 belegten dies. Trump berufe sich mit „America First“ auf diese Tradition, scheitere aber an Widersprüchen, etwa bei Kriegen, was Teile seiner Basis entfremde.

Zu informellen Checks sagt Depkat, dass Finanzmärkte und Presse zwar Einfluss hätten, aber nicht mit verfassungsmäßigen Checks gleichzusetzen seien. Die Pressefreiheit bleibe stark, doch ihre Wirkung schwinde durch fragmentierte Mediennutzung. Abschließend verwirft er die These, Thomas Paine sei Hauptautor der Unabhängigkeitserklärung gewesen, als haltlos.

FAQs

Donald Trump hat die Republikanische Partei gekapert, aber sie ließ sich auch bereitwillig kapern, weil eine innerparteiliche Opposition weitgehend verschwand. Er nutzte eine Graswurzelbewegung, die sich gegen das Establishment richtete, und die Partei folgte ihm aus Opportunismus, da Opposition das Ende politischer Karrieren bedeutete.

Reagan war ein etablierter Republikaner, der die Partei führte, während Trump die Partei von außen kaperte und sie gegen das Establishment mobilisierte. Trump liefert zudem konsequenter für enttäuschte Wählergruppen wie christliche Konservative, die sich von Reagan vernachlässigt fühlten.

Ja, die Demokraten haben ähnliche strukturelle Probleme, wie eine alte Führungsriege und Richtungskämpfe zwischen Zentristen und Linken. Der Vorfall um Graham Platner zeigt jedoch, dass es in der Partei noch einen moralischen Kompass gibt, da er nach Vergewaltigungsvorwürfen seine Kandidatur zurückzog.

Anti-Imperialismus war eine starke Strömung, die auf dem American Exceptionalism basierte, wonach Amerika sich von Europa abheben sollte. Beispiele sind Abraham Lincolns Opposition gegen den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und die Anti-Imperialisten von 1898, die Kolonien ablehnten.

Beide Strömungen existierten nebeneinander, aber der Anti-Imperialismus war oft eine Reaktion auf interventionistische Politik. Selbst Woodrow Wilsons Internationalismus stieß auf massiven Widerstand, und heutige Kritiker wie Trump berufen sich auf eine anti-imperialistische Agenda, um Amerikas Rückzug aus der Welt zu rechtfertigen.

Finanzmärkte können als informelle Kontrolle wirken, da Trump auf seine Wählerklientel hört, die Aktienkurse beobachtet. Wenn Märkte fallen, wie am Liberation Day, rudert er zurück, aber dies ist eher ein demokratischer Mechanismus als ein verfassungsmäßiger Check.

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