Speaker 1Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Episode Advanced Football Spieltrieb, dem Kinder- und Jugendfußball-Podcast von Advanced Football. Wir sprechen hier jede Woche über den Kinder- und Jugendfußball, Themen für Trainer, Jugendleiter, Eltern, manchmal auch Spieler. Und wir, das sind zum einen der Sakko, der sitzt mir gegenüber. Hallo Sakko. Hallo Joscha. Schön, dass du da bist. Lass uns direkt rein starten. Zwei Hörerfragen und ich starte mit Hörerfrage Nummer 1. Und zwar geht die Nachricht los, das ist eine sehr, sehr lange, ich habe es ein bisschen zusammengefasst. Ich bin begeisterter Plus-Abonnent eurer Plattform und verfolge eure Podcast- und Online-Fortbildungen schon sehr, sehr lange. Und dann kommt es zur Frage, die sehr lang ist, die ich jetzt, wie gesagt, schon zusammengefasst habe. Der Trainer aus einem kleinen Dorfverein. Er fragt, wie wir dazu stehen, Kinder in einer höheren Altersklasse mitspielen zu lassen. Bei ihm betrifft es eine gemischte F-Jugend mit den Jahrgängen 2017 und 2018. Da habe ich mich übrigens sehr, sehr alt gefühlt, weil mein Kopf ist irgendwie stehen geblieben bei den Jahrgängen 2007, 2008 in der F-Jugend. Im Sommer rückt der 2017er Jahrgang in die E-Jugend auf. Für die verbleibenden 2018er gibt es aber voraussichtlich keine eigene F-Jugend mehr. Gleichzeitig wäre in der E-Jugend nur eine gemischte Mannschaft mit zwei 16ern und 17ern möglich. Die 2018er, also die Jüngsten, würden dann also teilweise gegen Kinder spielen, die bis zu zwei Jahre älter sind. Seine Frage also: Sollte man solche Kinder mit hochziehen, wenn sie sportlich gut mithalten können? Oder besteht die Gefahr, dass sie körperlich, emotional oder spielerisch überfordert werden? Kann das höhere Niveau sogar entwicklungsfördernd sein? Oder gibt es bei normalen Kindern nicht nur bei absoluten Ausnahmetalenten?
Speaker 2Ich möchte ergänzen, weil ich glaube, in der Zusammenfassung ist ein Teil nicht korrekt, Josch. Aber ich lasse mich auch gern von dir korrigieren. Die Aussage, dass es die F-Jugend nicht mehr gibt. Ich habe die so nicht wiedergefunden in der Ursprungsfrage, die sehr lang ist.
Speaker 1Nur ist es so, dass wir in unserem Verein nicht genügend Kinder für eine F-Jugend haben werden.
Speaker 2Ja, das habe ich dann überlesen.
Speaker 1Und auch in der EU haben wir mit Ach und Krach nur so viele Kinder.
Speaker 2Das habe ich zeitlich gemerkt. Okay, ich dachte, in der F-Jugend bleibt der ältere Jahrgang und spielen dann wieder F-Jugend. Okay, ja, interessant, weil das ändert meine potenzielle Antwort ein bisschen. Aber ich lasse dich noch mal. Du wolltest noch mal was ergänzen, oder?
Speaker 1Ich wollte nur ergänzen, dass wir kommende Woche eine spannende Folge zum Thema Fischteich-Effekt und sich im Ruhm-Sonnen-Effekt haben, wo wir das noch mal ein bisschen detaillierter besprechen. Wir gehen heute quasi so ein bisschen allgemeiner drüber über das Thema, aber das spielt da durchaus eine kleine Rolle. Gut, Hezako, was machen wir jetzt mit den Spielern, die man theoretisch hochziehen, ne, theoretisch nicht hochziehen sollte, aber ganz praktisch, so wie es halt ist im Dorfverein und im kleineren Verein hochziehen muss, weil sonst Spielbetrieb und vor allem Trainingsbetrieb ist ein größeres Thema, nicht gewährleisten kann.
Speaker 2Ja, ich finde, da muss man so ein bisschen aufpassen, weil dieses Hochziehen hat gefühlt oft eher den Kerngedanken, dass es darum geht, die leistungsstarken Kinder eine Jugend höher mitspielen zu lassen, weil sie da eben mitspielen können. Und ich glaube, das ist nicht die einzige Betrachtungsweise, die man da irgendwie vornehmen sollte, sondern genau das, was du nämlich beschrieben hast, ist so das, worum es ja häufig dann eher gehen sollte, ist das Organisatorische. Also wir haben eben kein, also da ist es jetzt nicht ganz so extrem. Da steht zwar mit Ach und Krach eine E-Jugend mit den zwei Jahrgängenstellen, die dann im Spielbetrieb teilnehmen kann. Aber wenn es jetzt so wäre, dass da ja also die F-Jugend alleine kann nicht gestellt werden mit sieben F-Jugendkindern und die E-Jugend alleine kann nicht gestellt werden mit sieben E-Jugendkindern, dann stellt sich die Frage ja nicht. Also dann musst du ja hochschieben, weil runterschieben geht nicht. Und dann, damit du überhaupt den Kindern also irgendeine Form von Wettkampf geben kannst, musst du hochschieben. Heißt, in solchen Fällen stellt sich die Frage dann auch gar nicht so richtig. Und deswegen würde ich sagen, muss man da sehr genau drauf gucken, auch als Verein. Also warum ist jetzt die Situation, wie sie ist? Warum reden wir über ein Hochziehen oder oder nicht? Und eben nicht immer nur den Gedanken zu haben, ich ziehe den Besten aus der Mannschaft von unten hoch, weil ich den haben möchte bei mir. Das ist, da ist, glaube ich, immer Streit vorprogrammiert, sondern man sollte sich ja immer fragen, was ist das Beste für das Kind oder was ist das Beste für die Kinder? Und jetzt würde ich sagen, das Beste für die Kinder ist nicht, ich habe keinen Spielbetrieb mehr, weil ich nicht genug Kinder für eine Mannschaft habe. Heißt, dass das könnte man schon mal ausschließen. So, wenn also jetzt wäre für mich die Frage, in welche Richtung geht jetzt unsere unser Gespräch, also reden wir jetzt genau über diesen einen Fall, wie er hier beschrieben ist, heißt die F-Jugend kann nicht gestellt werden mit den F-Jugendkindern. Weil dann ist die Antwort für mich klar. Also die müssten ja den Verein wechseln, wenn sie spielen wollen. Und bevor sie das tun, ziehe ich sie hoch. Ja, oder denk, also oder siehst du das anders? Übersehe ich da was? Also die F-Jugend-Kinder, wenn die keine eigene Mannschaft haben.
Speaker 1Naja, aber ja, okay, aber dann müssen wir jetzt das Spielformat klären, weil theoretisch hast du ja F-Jugend-Fournino-Spieltage. Du bräuchtest ja, du bräuchtest danach ja tatsächlich. Rein theoretisch würden drei reichen.
Speaker 2Ja, also ich glaube, jedes Mal da sind und immer durchspielen.
Speaker 1Genau, es ist, ich glaube, eher eine Trainings-Thematik, beziehungsweise auch eine Sinnhaftigkeit. Also nur weil es jetzt in der F-Jugend drei sind, werden es in der E-Jugend nicht drei sick. Aber vielleicht steckt da so ein bisschen die Lösung, nämlich dass man sagt, naja, man schmeißt sie alle zusammen und man hat, das ist ja jetzt auch ein gängiges Konzept in den NLZs, dass die quasi ihre Teams so ein bisschen zusammenschmeißen. Und dann gibt's halt ein groß, zwei oder drei vielleicht sogar Trainingstage große, wo halt unterschiedliche Jahrgänge miteinander Training haben, angepasst vielleicht an ihr Leistungsniveau. Das ist ja auch immer so ein Riesenthema im Dorfverein. Ist ja diese Heterogenität der Leistungsniveaus. Und es ist dann natürlich schwierig, das irgendwie alles abzudecken. Also ich würde, glaube ich, eher so ein bisschen aus der Not eine Tugend machen in dem Fall. Ich würde die alle zusammenschmeißen. Ich würde die alle zusammen trainieren lassen, würde aber versuchen, trotzdem mit den F-Jugendkindern einmal natürlich im Training darauf achten, in gewisser Weise eine Separierung drin zu haben, weil es ja auch immer schwierig ist. Die sind dann zwei, drei Jahre älter teilweise. Das matcht in diesem Alter einfach nur nicht. Und dann aber versuchen, auch auf einer Wettkampfebene versuchen, hey, lass uns ganz, ganz oft Foninio-Turniere spielen. Lass uns ganz oft mit diesen, weiß nicht, drei, vier, fünf Kids auf irgendwelche Spieltage fahren, sodass die trotzdem noch das Gefühl haben, okay, wir sind schon auch eine eigene Truppe. Und dann darüber hinaus gäbe es quasi die dringende Aufgabe oder den dringenden Appell zu sagen, hey, wir müssen uns auf die Suche machen, dass wir aus diesen drei, vier, fünf, gehe ich jetzt mal davon aus, dass so viele sind, dass es da am Ende zehn, elf, zwölf werden in der E-Jugend. Und das machen wir, indem wir jedes Training als offenes Training gestalten. Jeder kann kommen. Wir müssen Werbung machen, vielleicht an der ein oder anderen Stelle. Die Kinder sollen ihre Freunde, Freundinnen mitbringen. Da muss quasi auf der Ebene auch noch einiges getan werden.
Speaker 2Ja, ich glaube, du sprichst einige Punkte an, die, die relevant sind. Ich gehe bei einem nicht so ganz mit. Dazu aber gleich. Erst mal da, wo ich mitgehe, ist dieses irgendwie eine Form von Pool-Training anzubieten. Ich glaube, das macht eh ganz oft Sinn dann, dass wir die, die verschiedenen Mannschaften zusammennehmen und zumindest zu gleichen Trainingszeiten dann trainieren. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich die Kommunikation zwischen Trainerinnen, Trainern und auch in, also zwischen den Spielern selbst und den Eltern im Verein dann erst ergeben kann, wenn man sich auch mal über den Weg läuft. Also wenn jeder seinen eigenen Slot haben will auf dem Trainingsgelände, dann gehst du dir halt massiv aus dem Weg und dann kennst du halt am Ende keine Sau. Und das, was wir eigentlich wollen und was der Gedanke dieses Vereins ist, ist ja irgendwie eine dieses große Familie. Das ist immer so ein Schlagwort dann. Aber ich möchte, dass sich die Menschen kennen, hallo sagen, sich freuen, wenn sie einander sehen. Das schaffe ich nur, wenn sie sich auch sehen. Und ich würde, glaube ich, lieber im Breitensport zu wenig Trainingsplatz quasi zur Verfügung stellen für alle Teams. Dafür ist aber ein richtiges Gewusel auf dem Feld. Als mir stehen vier Kunstrasenplätze zur Verfügung und jedes Team hat einen Slot, wo du eine halbe Stunde davor und danach keine Sau da ist. Weil dann habe ich kein Vereinsleben. Dann habe ich einfach nur Mannschaften für sich genommen und das, also das entspricht nicht so ganz dem Bild, wie ich es gern hätte, sondern in meiner Welt ist es, da liegen zwei Plätze nebeneinander und da haben acht Mannschaften gleichzeitig Training.
Speaker 1Das ist aber, glaube ich, nicht das, was die meisten Vereine gerne sehen würden, sondern die sagen genau das. Und es ist ja, glaube ich, gerade in Dorfvereinen, also bei denen, die ähnliches kennen, gibt es eigentlich in der Regel kein Platzproblem. Zumindest nicht in der Art und Weise, dass es wirklich ein Platzproblem ist. Also ich rede hier von Hamburger Stadtteilvereinen, die einen Kunstrasen haben. Grüße gehen raus an Teutonia und darauf 24 Mannschaften haben. Das sind Platzprobleme, aber nicht das, was der Dorfverein hat, weil die erste Mannschaft halt den Rasenplatz für sich allein in der Kreisliga B braucht, um ihren Diktator zu finden.
Speaker 2Ja, die erste Mannschaft oder halt die C-Jugend. Dass die C-Jugend eben oder die B-Jugend sagt, wir brauchen halt einen ganzen Platz für unser Training, weil wir spielen ja Elf gegen Elf. Also sowas geht halt schon nicht. Und ich glaube, wenn man da... den Trainer ein bisschen was mitgeben würde, auch wie man ein Training gestalten kann und bei unseren Plus-Trainings-Anheiten ist es ja so, also ich sage ganz oft in meiner Einheitserklärung auch, ganz ehrlich, dieses Training kannst du auf einem Viertel, wenn nicht sogar auf einem Achtel Platz durchführen, ohne dass du viel umbauen musst. Das fällt mir immer wieder auf. Und wenn man sich daran orientiert, dann ist das kein Problem. Aber zurück zu unserem Fall, weil die haben dieses Problem auf gar keinen Fall. Und du machst, finde ich, nochmal einen spannenden Punkt auf. Ich bekomme als Verein jetzt, nicht mal mehr hin, eine F-Jugend zu stellen. Und das sind ja typischerweise die Jahrgänge Bambini, F, E-Jugend, wo ich eher die Masse habe und es nach oben sich ausdünnt. Da habe ich ganz, ganz große Sorge um die Nachwuchsabteilung dieses Vereins. Wenn wir jetzt davon ausgehen müssen, dass es nächstes Jahr keine eigenständige F-Jugend geben wird, weil dann greift das, was du beschreibst, dass man da aktiv was macht, was man machen muss, um Mitgliederakquise zu betreiben. Wo ich nicht ganz mitgehe, beziehungsweise was ich jetzt nochmal zur Debatte stellen würde, ist dieses Mannschaftszugehörigkeitsgefühl. Folgende Hypothese würde ich da jetzt aufstellen. Ganz viel Konflikt, den wir haben im breiten Sport und in Nachwuchsabteilungen, entsteht aus dieser extremen Mannschaftszugehörigkeit. Also einmal der Trainer mit seiner Mannschaft, das ist die E2. Und alles andere sind fast schon Gegner. Aus der E1 und der E3 und der F1 und der D2, was auch immer. Also man sieht extrem sich. Die Eltern verstehen sich als eine Gruppe, weil sie eben alles zusammen machen, seit Jahren eigentlich auch so schon zusammen sind. Und das hat, finde ich, auch einige negative Aspekte. Und deswegen fände ich es eigentlich eine schöne Möglichkeit, in den jungen Jahrgängen, also beim Bini, F- und E-Jugend, für Vereine von Anfang an, das so zu vermitteln, dass dieses Mannschaftsdenken und dieses Jahrgangs- und Altersstufendenken, dass das bei uns im Verein gar nicht so ausgeprägt ist. Und da würde ich dann anknüpfen bei dir. Heißt viel über so Pool-Trainings, zumindest gleiche Zeiten. Wir tauschen und wechseln immer wieder auch die Spieler aus. Und in einer idealisierten Welt wähle ich für jedes Wochenende dann, am besten frühzeitig, die Spieler aus, die den jeweiligen Spieltag quasi begleiten. Heißt, ich nehme, ich nehme die Spieler aus, die den jeweiligen Spieltag quasi begleiten. Ich nehme drei Kids aus der E-Jugend, die zwei aus der F-Jugend und noch drei aus der E1 oder was und gehe mit denen auf diesen einen Spieltag und ich verteile die Kids dann so, theoretisch Woche für Woche neu. Dass das in der Extreme nicht handelbar ist, weiß ich. Aber als Gedanke wäre halt, dass die Eltern auch nicht anfangen und die Trainer nicht anfangen, dieses extreme Mannschaftsorientierte überhaupt zu entwickeln. Das kann dann kommen. Also, das können wir dann rein entwickeln in die D-Jugend, dass wir dann sagen, okay, hier agieren wir mit festen Mannschaften, weil wir eben in verschiedenen Ligen spielen, Staffeln, wir haben Auswärtsspieltage, die sind halt schon lange vorher terminiert und dann gehe ich da hin. Aber solange wir in diesem Festival-Formaten spielen, in dem wir können eigentlich eine Mannschaft melden, wir können aber auch zehn Mannschaften melden, dass wir so lange dann auch ein offenes System wahren, damit die Eltern erst gar nicht ab der Bambini schon sagen, okay, mein Kind spielt G1 und mein Dein spielt G2 und wir sind dann auch in einem offenen System, wir sind eigentlich zwei unterschiedliche Mannschaften, wo ich mir denke, was, also, wenn wir das schon so stark ausprägen, bei den Allerkleinsten, dann brauchen wir uns nicht wundern, warum dann Konflikte entstehen in der E-, D- und C-Jugend. Was, was denkst du?
Speaker 1Ja, grundsätzlich, ja, hast du schon recht, ich, ich, ja, ich, ich glaube irgendwie, so ein Mittelmaß ist da glaube ich zielführend. ich, ich,
Speaker 2aber wäre ein Mittelmaß zum Beispiel, Training für alle, für alle zusammen und spiele aber relativ fix.
Speaker 1Ja, obwohl, also, ich, nochmal, ich, ich habe einfach jetzt gerade ein konkretes Beispiel im Kopf und da ist die Diskrepanz zwischen der F2, den ein, zwei Spielern und der E1, den ein, zwei Spielern, ist einfach unfassbar groß. Weißt du?
Speaker 2Ja, aber das spricht, also spricht das für dich jetzt für fixe Mannschaften oder gegen fixe Mannschaften? Ja,
Speaker 1das spricht für ein Abwägen der, der, der, der Entscheidung, die man, also, und auch der strategischen Entscheidung, die man tätigen möchte.
Speaker 2Ja, aber dieses Leistungsgefälle ist ja nicht neu, das wird ja immer bestehen bleiben und genau aus diesem Grund, würde ich ja sagen, macht ein fluides System Sinn und das ist immer dann ein Problem, wenn du anfängst, in der Ehejugend Kinder hin und her zu schieben, weil die das nicht kennen, weil die sagen, hey, wieso muss ich da jetzt in einer anderen Mannschaft spielen und die Eltern, die Eltern sagen auch, warum darf der jetzt nicht mit seinen Freunden spielen? Und das würde sich, glaube ich, abschwächen, wenn es einfach normal ist, von Anfang an, also ab deinem ersten Bambini-Spieltag bist du halt jetzt mit zwei Kindern zusammen, die du vielleicht gar nicht so gut kennst oder die gar nicht mit dir zusammen trainieren und dann wird es aber normal. Es ist normal, dass man dieses System hat, aber ich glaube, wichtig wäre, dass man es immer ganz klar vermittelt an alle Beteiligten. Wir haben dieses offene System, weil wir glauben, dass es für die Kinder das Beste ist, dass wir eben einem Kind, das komplett überfordert ist, an diesem Spieltag, dass wir dieses Kind zu diesem Spieltag schicken, weil es da nicht komplett überfordert ist. Aber das ist ja Teil des Fischteicheffekts, Josh. Eben. Wir haben gesagt, wir wollen nicht zu sehr darauf eingehen, weil wir nächste Woche das nochmal wissenschaftlich beleuchten und irgendwie eine Argumentationsgrundlage auch liefern für Trainerinnen, Trainer und Vereine gegenüber Eltern, ob es denn Sinn macht, auch die Mannschaften zu wechseln, den Verein zu wechseln, in den Vereinen fünf Kilometer weiter, der eine Liga höher spielt, wann diese Wechsel Sinn machen könnten und wann nicht. Ja. Ich hätte jetzt aber gerne noch ein Statement für die Zuhörerfrage. Von mir? Von uns. Also was raten wir ihm jetzt? Also ich würde sagen, die F-Jugendkinder müssen hoch, weil sonst, müssen sie gehen.
Speaker 1Sie müssen hoch oder man setzt sich das sehr ambitionierte Ziel, bis zum Saisonbeginn quasi nächstes Jahr, oder nächste Saison, das sind ja jetzt noch ein paar Wochen, schafft man es, eine zehnköpfige F-Jugend zu erstellen durch maximale Mitgliederakquise. Auch geil. Also sich quasi die Challenge zu setzen, auch als Jugendleitung vielleicht zu sagen, wir kriegen da jetzt von unserem Verein sechs Kinder dazu, weil wir vier haben wir schon, das kriegen wir hin. Und wenn die halt vorher, wenn wir die von den Bäumen runterholen, dann auch egal, aber wir schaffen es, eine F-Jugend zu stellen. Also als Vereinsprojekt sozusagen zu machen, so als als, weiß nicht, als Event.
Speaker 2Ja, was mir da einfällt, das ist jetzt nicht für jeden eine Motivation, aber wir hatten das schon mal mit ein paar Vereinen besprochen, ist ja dieses Refer-Friend-System, das es auch sonst online ja oft gibt. Also, keine Ahnung, du hast ein Zeitungsabo, wenn du jetzt diesen Link einem Freund schickst und der schließt auch das Zeitungsabo ab, dann ist deins für einen Monat umsonst oder für drei Monate oder was auch immer. Und wir hatten das ja mit den Mitgliedsbeiträgen mal durchgedacht. Also, wenn du jemanden wirbst, dann sparst du die Hälfte deines Mitgliedsbeitrags fürs nächste Jahr zum Beispiel. Also, dass da so ein Anreiz da ist. Ich spreche jetzt auch aktiv jemanden an und dann würde ich so Bring-a-Friend Trainingseinheiten und Events machen. Also, den Kindern und Eltern ganz klar sagen, guck mal, in diesen drei Trainingseinheiten können eure Kinder einfach irgendeinen Freund, eine Freundin mitbringen, gerne auch zwei, drei, vier. Die dürften einfach mal mitkicken, betreut werden und euer Sohn, eure Tochter kann eben seinen Freunden zeigen, wie der Sport irgendwie aussieht, den euer Kind gerne macht. Das finde ich irgendwie ganz cool, andere Sportarten, vor allem so Randsportarten, haben das häufiger und das wäre vielleicht eine Möglichkeit, um dieses spannende Ziel F-Jugend selber stellen, weil das sichert dir, also dieses Problem, das die Mannschaft jetzt hat, hat sie ja immer wieder. Also, die Kinder schieben sich ja hoch durch die Jugend, denn das wird ja ständig
Speaker 1aufkommen. Genau, das wäre ja vielleicht noch eine Komponente, die wir jetzt nicht besprochen haben, will ich jetzt aber auch gar nicht mehr aufmachen. Vielleicht ist ja die Bambini voll mit 50 Kindern, vielleicht macht es auch Sinn, da fünf Kinder hochzuschieben, die eh schon ein bisschen weiter sind. Aber dafür sind es zu viele Fragezeichen jetzt, aber ich glaube, wir haben die eine oder andere Idee mitgegeben und konnten hoffentlich ein bisschen weiterhelfen. Sollen wir weiter machen, Sakko?
Speaker 2Ja, gerne. Und zwar
Speaker 1Frage Nummer 2. Ich bin mir nicht sicher, ob wir diese Frage nicht sogar schon mal hatten in der Form. Es geht um die Kontaktaufnahme von Trainern zu minderjährigen Spielern bei Vereinswechseln. Denn der Pascal fragt nach einem heiklen Thema im Kinder- und Jugendfußball. Erwachsene Trainer, die minderjährige Spieler direkt wegen eines Vereinswechsels kontaktieren, ohne Eltern und ohne den abgebenden Verein einzubeziehen. Mittlerweile hat er das Gefühl, dass da teilweise klare Grenzen überschritten werden. Es geht ihm nicht nur ums sportliche Abwerten, sondern um Kinderschutz, Verantwortung und saubere Prozesse. Seine Frage ist also, wie sollte ein verantwortungsvoller Umgang mit jungen Spielern bei Vereinswechseln aussehen? Wo müssen klare Grenzen gezogen werden? Und braucht es auf Verbandsebene verbindlichere Regeln, damit Kinder und Jugendliche in solchen Situationen besser geschützt werden? Ein ewiges Thema, das jede Saison aufs Neue vorkommt, in den unterschiedlichen Gewändern. Grundsätzlich ist, glaube ich, die wichtigste Message, dass so ein Kontakt oder eine Kontaktaufnahme zu so minderjährigen Spielerinnen und Spielern irgendwie transparent sein muss. Also rein auch auf einer rechtlichen Ebene ist es ja extrem tricky, quasi Kontakt aufzunehmen über ganz oft dann ja WhatsApp oder vielleicht sogar Instagram, DM oder wie auch immer. Da ist ein sehr, sehr heikles Thema und ich bin der Meinung, dass da sofort die Eltern irgendwie mit reingehören von Anfang an. Und genauso wichtig ist dann auch zu sagen, hey, der abgebende Verein sollte auch irgendwie informiert werden und sauber mitkommuniziert werden.
Speaker 2Moment mal, ich möchte kurz, bevor es wieder kleine Shitstorms gibt, deine Wortwahl hier präzisieren. Eltern gehören nicht mit rein, sondern Eltern sind der einzige Ansprechpartner und dann kommt irgendwann vielleicht der Spieler mit rein noch. Aber also ich quatsche nicht den Spieler an und sage, hey, wollen wir vielleicht irgendwie mal in den nächsten drei Wochen auch deine Eltern fragen? Ich frage die Eltern, als Erwachsene und dann können die entscheiden, ob sie ihr minderjähriges Kind da irgendwie in die Gespräche mit einbeziehen wollen oder nicht. Das nur, um es zu präzisieren, weil ich weiß nämlich, was du gemeint hast, aber hast es missverständlich formuliert.
Speaker 1Korrekt, genau. Also das mal so als grundsätzliches Grundsätzlicher Gedanke, was man aber natürlich schon auch ein bisschen differenzieren muss, ist, dass auch nicht jeder Trainer sich negative Gedanken hat, beziehungsweise die vermitteln möchte im Sinne von ich möchte dem Kind jetzt schaden, sondern viele Trainer denken halt im ersten Moment, naja, der Spieler ist oder die Spielerin ist halbwegs gut, die würde gut zu meiner Mannschaft passen, wir spielen ein bisschen über den, eine Liga, zwei Ligen, wie auch immer, das ist eigentlich was Gutes. So. Und ein zweiter Gedanke, und das ist das, warum ich eingangs gesagt habe, dieses Thema, das ist ein ewiges Thema. Ganz, ganz oft ist es ja, naja, der andere Verein, rechts von mir und der Verein links von mir oder der Verein über mir, der macht das ja auch so. Also es ist quasi irgendwie so eine gelebte Praxis in der Fußball-Breitensportkultur in Deutschland, ich weiß jetzt nicht, wie es in anderen Ländern ist, wahrscheinlich ähnlich, aber das rechtfertigt trotzdem nicht dieses Vorgehen. Denn diese gute Absicht irgendwie, das rechtfertigt jetzt nicht unbedingt ein Vorgehen, das sowohl rechtlich als auch irgendwie zwischenmenschlich schwierig ist, das tatsächlich da umzusetzen. Oder wie siehst du das? Ich finde,
Speaker 2dieses Abwerben, also es gibt ja in jeder Region eigentlich diesen einen Verein oder diese zwei Vereine, die dafür bekannt sind, dass sie extrem aggressiv Spieler und Eltern anquatschen aus anderen Vereinen und immer den abgebenden Verein außen vor lassen.
Speaker 1Ganz kurz, da möchte ich auch einhaken und präzisieren, weil ganz, ganz oft, meiner Erfahrung nach, ist es nicht der ganze Verein, sondern es sind eigentlich immer so ein, zwei, drei Akteure maximal in diesem Verein, die quasi den Verein so lange prägen. Und das, vielleicht kommen wir da nachher noch dazu, das ist nämlich eine wichtige Unterscheidung, gleich Verein und einzelne Akteure.
Speaker 2Ja, ja. Okay. Lass dich mal so stehen, aber oft auch, wenn wir in diesem, also auf den Workshops, die du dann digital machst, da fragst du ja oft danach irgendwie, welcher Verein, welcher Verein in der Region könnte ein Vorbild für unsere Nachwuchsabteilung sein. Da kriegst du ja auch häufig ähnliche Antworten von verschiedenen Trainern, eigentlich aus verschiedenen Altersstufen. Heißt, es ist dann so ein Image davon, ich glaube, die machen ganz gute Arbeit. Und so ist es eben auch auf der anderen Seite, mit dem, ja, die werben halt einfach immer die besten Spieler ab. Weil jetzt stellt sich da für mich die Frage, was ist denn dein Interesse da als Breitensportverein? A, dir dieses Image aufzubauen, dass du eigentlich der Assi bist, der nicht sauber kommuniziert und immer den anderen Verein eigentlich betrügst und hinter seinem Rücken mit Vereinsmitgliedern von denen dann sprichst und die dann zu einem Wechsel bewegst. In einem Sport und in der Kultur, wo eigentlich, also es ist eher Breitensport nach wie vor und das verstehe ich nicht. Denn, wenn man jetzt das ganze Spiel ja professioneller dreht, äh, dann landet man bei den Leistungszentren und da ist der Weg halt klar. Der Bundesligist fragt in der Regel dann über den Trainer an, die Eltern oder die Eltern direkt und typischerweise, ähm, möchte ich mich auch nicht für alle Bundesligisten aus dem Fenster lehnen, ähm, wird aber sehr früh der Verein schon informiert, weil der abgebende Verein bei sowas in der Regel dann nicht das Problem ist. Die würden sich dann freuen, wenn ihr E-Jugendspieler aus ihrem kleinen Dorfverein ja zum Bundesligisten kann. Äh, und das, ähm, heißt, also, heißt die Guten, in Anführungszeichen, machen's ja so, dass sie den Verein sehr frühzeitig informieren und der abgebende Verein sich darüber freut. Jetzt muss man das ja auf der Ebene aber nur deswegen, äh, hinterrücks machen, weil du genau weißt, dass der Verein, der dann, äh, in dem der Spieler aktuell ist, alles daran setzen würde, mit dem Spieler und den Eltern zu sprechen, dass die bleiben. Heißt, du hast, halt, keine Lust darauf, dir diese Konkurrenz jetzt aufzubauen, sondern wenn du das halt über Wochen, vielleicht sogar Monate im, im Verdeckten machst, dann steigt deine Chance, dass dann irgendwann plötzlich dieser Wechsel stattfindet, äh, und der abgebende Verein dann dasteht mit heruntergelassener Hose. Und genau da ist aber der Punkt, auf den ich, äh, dann, äh, hinaus wollte. Jetzt bist du als aufnehmender Verein einfach ein rotes Tuch für diesen Klub und wenn du das schon 20 Mal gemacht hast bei 20 verschiedenen Vereinen, dann hassen dich alle in deiner Umgebung. Und da frage ich mich, ey, wirklich, ob's das wert ist, dass du jetzt eine Liga über den anderen spielst, dass du ständig, dauerhaft dieses Image ja auch aufrechterhalten musst und die anderen ja auch anfangen werden, Mechanismen sich zu überlegen, wie sie schaffen, dass diese Wechsel dann geradezu dir nicht mehr stattfinden. Und auf einmal hast du dir, also eine Mauer aufgebaut, die, glaub ich, da gar keinen, ähm, Vorteil mehr bringt. Und deswegen ist, glaub ich, das, so wie es dann häufig gemacht wird, hinter dem Rücken auf lange Sicht, auch mittelfristig, immer schlechter für dich, auch wenn's kurzfristig vielleicht klappt, weil du dann eben die nächsten vier Spieler für die nächste Saison akquiriert hast.
Speaker 1Ja, das ist, naja, das ist, meine Erfahrung ist eben nicht so. Das ist das Problem, Sarko, also auch aus unserem
Speaker 2Feld, wo wir... Du hast da ganz viel anekdotische Evidenz in den letzten ein, zwei Folgen auch.
Speaker 1Ja, weil... Ich bin gespannt. Also hier kann ich sie ja bringen, sozusagen, weil ich weiß, dass du die, diese Akteure, von denen ich spreche und von den Vereinen jetzt in unserem Umfeld oder mit denen wir auch groß geworden sind, das ist immer noch so. Das war zu unserer Zeit so und es wird auch noch in den nächsten Jahren sein, weil daraus bildet sich ja auch eine gewisse Kultur und zieht ja wieder diese Leute an, die ähnlich denken und ähnliche Praktiken äh, durch, durchziehen, sozusagen. Ich, ich würde gern, also, wie kommen wir da raus aus diesem, aus diesem, aus diesem Hamsterrad? Das wäre für mich noch so ein Gedanke. Den ich, den ich, also oder irgendwelche Lösungsmöglichkeiten, die, die ich irgendwie passend fände.
Speaker 2Ja, also wir hatten früher in, also in Hoffenheim gab's ja, oder gibt's immer noch, das Kinderperspektiv-Team. Das sind ja Kinder in der U9, U10 und U11, die nicht fest Mitglied bei der TSG sind, keine Spieler sind und dadurch auch ähm, nicht geschützt sind im Rahmen von NLZ-Regularien vor Wechseln. Ähm, sondern die spielen für ihren normalen, kleinen oder auch großen, ähm, Heimatvereine. Und das Problem, und wir müssen da mit Arne mal sprechen, ob es bis heute immer noch so ist, äh, ist halt so, dass du dann, wenn du einen U9, U10-Spieler hast, mit dem du auch schon auf die ersten Turniere fährst, unter der TSG-Hoffeneim-Flagge, und das ist bei, ich vermute, allen Perspektiv, ähm, Konzepten oder diesem Führungspunkt, Future, Kader, was auch immer wie es die Vereine halt nennen, ist es immer das Problem, weil du als Konkurrenten immer einen Verein hast, der schon eine feste U9 und eine feste U10 hat. So, jetzt fährst du mit deinem U10 Hoffenheim Perspektivteam Kader oder Hamburg HSV Perspektivteam Kader auf ein Turnier. Da spielst du dann gegen St. Pauli oder eben gegen den VfB Stuttgart. Die haben schon eine feste Mannschaft in diesem Altersbereich und die finden dann raus, ah, guck mal, das Kind, das haben unsere Scouts auch schon mal aufgeschrieben, der wohnt gar nicht so weit weg von uns, da könnten wir die Eltern anquatschen und den Verein und da kann der fest zu uns wechseln. Und du gibst den Eltern und dem Kind diese Sicherheit, du kannst jetzt schon fest für einen Bundesligisten spielen, anstatt das Risiko, was dir der aktuelle Verein, also die TSG oder der Hamburger Sportverein geben, nämlich du bist jetzt nur in so einem Wackelkader und musst mindestens noch ein Jahr dabei bleiben, bis zu elf, bevor du zur U12 fix verpflichtet wirst. Und dann gab es immer diese Gespräche auch, teilweise auch viele Gespräche mit den Eltern, wo die Argumente aufgezeigt worden sind, warum es dieses Perspektiv System gibt, was der Vorteil daraus ist, eben nicht so viel Zeit im Auto zu verbringen, nicht, dass die Kinder sich nur noch mit dem Bundesligisten identifizieren und ihre ganze Identität darauf aufbauen, weil die Fallhöhe sehr groß wird, bla bla bla. Das wollen manche Eltern hören und dann passt das für die und dann sagen, nee, wir vertrauen euch und dem Weg, den ihr uns da aufgezeigt habt. Und dann hast du immer die Eltern, die sagen, nein, also ich habe schon Bock, dass mein Kind jetzt sofort für den Bundesligisten spielt. Sind eben auch oft die Eltern, klar, auch oft das Kind, weil das Kind auch die Unsicherheit gegen die Sicherheit eintauschen kann, ein Bundesligaspieler in Anführungszeichen werden zu können. Und da galt so rum, da galt dann das Motto, Reisende soll man ziehen lassen. Und wir haben nie, und das war auch nicht meine Erfindung, sondern auch damals von meinem Vorgesetzten, den wir auch hier schon im Podcast hatten, Paul Tollasch, der immer gesagt hat, Grüße geht raus, der immer gesagt hat, wir schlagen uns nicht um die Talente, wir fangen nicht an, irgendeinen Scheiß zu versprechen. Wir haben denen erklärt, warum wir das System hier gut finden und wenn sie dann trotzdem noch der Meinung sind zu gehen, dann verabschieden wir uns im Guten, dann beglückwünschen wir sie zu dem Wechsel und dann ist alles okay. Und es gab immer wieder Spieler, die dann später zurückgewechselt sind oder dort ausgeschieden sind aus den Vereinen, die sich dann immer sofort gemeldet haben. Heißt, wenn du diese goldene Brücke zurück nicht abreißt im Moment des Wechsels, dann hast du zumindest nochmal eine Option dann, dass diese Person, die Eltern, die Familie auch aufrechten, glaubt, dass zu dir zurückkommen kann und sagen, du, wir haben es probiert, mein Kind hat jetzt eine Saison lang fast gar nicht gespielt, ich weiß, ihr habt es uns vor einem Jahr schon gesagt und so, aber dass man da nicht verfällt in diese, ich hab's euch doch gesagt und wir haben euch damals schon gesagt, dass das Quatsch ist, weil da baust du nur eine Mauer auf beziehungsweise um im Bild zu bleiben, reißt diese Brücke ab, die es dann zurückgibt und der würde, selbst wenn es da in diesem neuen Verein nicht klappt, würde er nie wieder zu dir zurückkommen, sondern dann lieber noch zu dem anderen Verein gehen, weil er sich die Blödsinn, die es nicht geben möchte, dann hier zu landen. Und ich würde diese Wechsel zu vor allem höherklassigen in Anführungszeichen Vereinen, wo irgendwie das ein Zwischenschritt nach ganz oben ist, würde ich nutzen als Marketing. Also, ich würde dann schreiben, schaut mal, wir haben jetzt den achten Spieler in den letzten zwei Jahren in die Landesliga in der C-Jugend oder was abgegeben. Also, ich würde das, natürlich tut es mir in der C-Jugend weh, diese Spieler zu verlieren, aber zu was es sorgen kann in der D-Jugend und E-Jugend, dass Spieler zu mir kommen, weil sie halt wissen, ah, bei dem Verein entwickelt man sich so gut, schau mal, die haben schon so viele Kinder dahin abgegeben, wo ich eigentlich auch hin möchte. Und dadurch habe ich einen breiteren Stamm im Kader und wenn dann die zwei Besten gehen, dann habe ich trotzdem noch eine sehr gute Mannschaft. Weil ich glaube auch, dass es keinen Sinn macht, sich in diesem Grabenkampf zu verlieren, die Eltern fünfmal zum Gespräch zu bitten, denen zu sagen, dass der andere Verein ja nur lügt und guck mal, das Beispiel, der hat nicht gespielt und guck mal, der, der ist nach zwei Jahren auch wieder zurückgekommen. Also, diese Horrorszenarien aufzubauen, sondern ich brauche halt Argumente auf meiner Seite. Warum würde es Sinn machen, für deinen Sohn oder deine Tochter hier zu bleiben? Und macht euch bitte zu folgenden Fragen Gedanken. Da zählt natürlich sowas dazu, wie wertvoll ist es mir, dass ich vielleicht hier nur drei Minuten mit dem Auto hinfahre? Wie wertvoll ist es mir, dass ich jedes Spiel sehr viel Spielzeiten bekomme, weil ich zu den Leistungsträgern gehöre? Wie wertvoll ist es mir, dass ich mit Freunden zusammenspiele? Wie wertvoll ist es den Eltern, dass sie das Umfeld und das Trainerteam kennen und da auch eine gewisse Sicherheit für ihr Kind verspüren? Versus die Unsicherheit in allen Bereichen auf der anderen
Speaker 1Seite. Aber mehr dazu in der nächsten Podcast-Folge zum Tischteich, Tischteich-Effekt? Tischteich-Effekt? Tischtennis-Effekt? Tischtennis-Effekt, sich im Ruhm Sonnen-Effekt. Also, nochmal um quasi das Zusammenfassen, dieses Abwerbethema, sobald es da um minderjährige Spieler geht, Kontaktaufnahmen bei minderjährigen Spielern, auch wenn ich das mitbekomme als Trainer oder als Verein, sofort die Eltern des Kindes auch einschalten, weil einfach sehr viel schwierige Sachen passieren können. Die Eltern sind da quasi erste Ansprechpartner und dann kommt erst das Kind und dann als drittes kommt erst der Verein. Ich würde auch nicht über erst der Verein, dann die Eltern, dann der Spieler, sondern idealerweise ist es ein, ich kontaktiere die Spieler und gebe dem Trainer oder dem Verein quasi zeitgleich ein Zeichen, dass ich das gemacht habe, dass das passiert ist und dann ist als letztes in der Kette sozusagen der Spieler dran oder die Spielerin und nicht irgendwie erst Spielerin, dann Verein und dann Eltern, so ungefähr.
Speaker 2Ja.
Speaker 1Sehr gut. Sakko. Ja, du hast noch einen Tipp. Oh, warte. Schieß los.
Speaker 2Könnte auch eine Anregung nur sein. Ich weiß nicht, ob es ein Tipp ist. Da brauche ich dein Feedback dazu. Und zwar gibt es, also wir wollen ja Mentalitätsspieler ausbilden, Spieler ausbilden, die gewinnen möchten, die nicht desinteressiert sind. Das hatten wir ja in einer der letzten Folgen, dieses Pubertät und hat nicht mehr so richtig Bock irgendwie sich anzustrengen auf dem Platz. Und dass man da mit einer Regel arbeiten könnte, die könnte fast eigentlich in jedem Training Bestand haben, wenn ich in Richtung Abschussspiel denke. Und ist vielleicht auch gar nicht so neu, für manche Zuhörer hoffentlich schon. Und zwar die Regel, bei Unentschieden gewinnt die Mannschaft, die das letzte Tor geschossen hat. Was hältst du davon?
Speaker 1Bei Unentschieden? Gewinnt die Mannschaft, die das letzte Tor geschossen hat? Ich glaube nicht, dass es funktioniert. Also, ich verstehe den grundsätzlichen Gedanken, aber ich gehe nicht aus dem, du wirst das Element, dass ich gewinne ein Spiel, weil ich ein Tor mehr geschossen habe, wirst du nicht dadurch ersetzen können, durch, der das letzte Tor geschossen hat, also dann würde ich es eher auf nächstes Tor, letztes Tor entscheiden. Dann würde ich es eher so formulieren. Aber die Formulierung vor dem Abschussspiel...
Speaker 2Ja, das kannst du aber doch nur machen, wenn es unentschieden steht. Nö. Wenn eine Mannschaft 5-0 fühlt und dann sagst du, letztes Tor entscheidet...
Speaker 1Okay, er macht das mal in der E-Jugend. Hä, jeder macht immer, immer, ja, letztes Tor entscheidet und derjenige, der das letzte Tor schießt, hat dann halt sechs Tore auf einmal geschossen. Das ist doch ggp-Praxis. Du müsstest mal wieder mit Kindern trainieren, Josch.
Speaker 2Nicht mit den Erwachsenen, die du ständig im Kopf hast. Weil acht Kinder aus dieser Mannschaft kommen und sagen, das ist richtig unfair. Warum eigentlich? Und es ist tatsächlich auch einfach unfair. Also, ich meine, wenn es unentschieden steht oder auch mal ein 2-1 oder so, kann man das einbauen. Aber wenn eine Mannschaft 4-0 führt und dann eigentlich noch nicht letztes Tor entscheidet...
Speaker 1Ja, stimmt. Okay, Sakko, du hast recht, ein Unentschieden und derjenige, der das letzte Tor schießt, das ist viel klarer für die Kinderköpfe. Die verstehen da sofort, ah ja, ich habe das letzte Tor geschossen. Versetz dich mal
Speaker 2in die Dynamik des Spiels, also machst jetzt ein Abschlussspiel, 10-15 Minuten. Ich bin nicht über die Dynamik des Spiels. Ich führe ein 2-1, bekomme jetzt 2-2.
Speaker 1Gleicher Meinung, aber es wird nicht funktionieren auf Dauer.
Speaker 2Weil aus einem 2-1-Führung und jetzt die Mannschaft, die hinten liegt, rafft sich nochmal auf, weil sie ja wissen, ein Tor zu schießen würde mir jetzt reichen, damit ich dann dieses 2-2 über die Zeit bringe. Und jetzt hast du aber auch die Mannschaft, die geführt hat, die jetzt natürlich extrem das Interesse daran hat, das Tor zu machen. Grundsätzlicher Gedanke ist, sowas wie unentschieden und irgendwie keiner ist so richtig happy. Das nehmen wir raus aus unserem Trainingsbetrieb. Da hatte ich ja schon mal das Beispiel, was die unnationalen Mannschaften des DFB gemacht haben, immer noch machen, keine Ahnung, mit dem das Spiel beginnt bei 1-0 für eine Mannschaft und jedes Tor, das dann fällt, zählt doppelt, sodass es eben auch keine Unentschieden geben kann. Die machen das auch zumindest auf dem allerhöchsten Niveau, Josch. Und jetzt könnte ich eine abgeschwächte Form daraus nämlich nicht dieses, eine Mannschaft startet immer mit einem Nachteil, mit diesem 0-1. Könnte ich dann so einbauen, dass wir dieses Unentschieden trotzdem als Ergebnis haben, das wir eigentlich nicht haben wollen. Darum geht es so. Das reicht dann halt nicht. Sondern eine Mannschaft muss trotzdem Bock haben. Oder ein Teil der Mannschaft, die ich da trainiere, hat dann weiterhin Bock, ein Tor zu machen.
Speaker 1Gerne mal Bezug nehmen. Ja, sehr gerne. Ich freue mich wieder auf Sprachnachrichten. Grüße gehen raus, Dirk. Zu dem Thema, ich glaube, es funktioniert nichts. Sacko ist der festen Überzeugung, dass es den Kindern Jugendfußball revolutioniert. Wir werden sehen. Wieso framest du das jetzt so eigentlich? Ich habe gesagt, das ist eine Anregung. Sacko, unsere Guthabenzeit ist fast vorbei. Wir müssen tatsächlich den Podcast beenden. Sonst können wir nächste Woche nicht mehr aufnehmen. Wir sprechen einfach nächste Woche nochmal drüber. Vielleicht hat sich bis dahin ja was ergeben. Dürft ihr euch gerne auch bei mir melden. Ja, sacko.bislimi at advance.football oder 0-1. Die kennst du auch nicht aus, finde ich. Leider doch. Gut. Sacko, vielen Dank für deine Zeit. Nächste Woche geht es um den Sich-im-Ruhm-Sonnen-Effekt und den Fischteich-Effekt. Und wir hören uns nächste Woche wieder. Vielen Dank fürs Einschalten. Kommentieren nicht vergessen, Folgen nicht vergessen und deinem Co-Trainer, deiner Co-Trainerin weiterleiten nicht vergessen. Und am besten diese Folge und auch die nächste Folge vielleicht an den einen oder anderen Elternteil. Wir machen dieses Mal auch extra Kapitelmarken rein, damit man dahin switchen kann, wenn man nicht alles hören möchte. Vielen Dank. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Tschüss.