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Hauptfolge Februar 2026 - Folge 86 - pin-up-docs – don't panic

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Hauptfolge Februar 2026 - Folge 86 - pin-up-docs – don't panic

In der Februarfolge 2026 des Podcasts "Pin Up Dogs" begrüßen die Moderierenden Dana, Paula, Henning und Gerrit die Hörerschaft. Zunächst bedanken sie sich für positives Feedback, Spenden und erklären, wie ärztliches Fachpersonal durch die Eingabe von Codewörtern CME-Punkte erwerben kann. Das Kernthema der Folge ist arbeitsbedingte Fatigue in der Medizin. Gast Gerrit stellt eine Übersichtsarbeit vor, die Fatigue als strukturelles Problem definiert, das vor allem durch Schlafdefizit und Schichtarbeit verursacht wird. Die Auswirkungen umfassen reduzierte Konzentration, eingeschränkte Kommunikation, erhöhte Risikobereitschaft und gesundheitliche Folgen wie ein erhöhtes Risiko für chronische Krankheiten und sogar Krebs. Besorgniserregend ist eine Studie, die ein erhöhtes Sterberisiko für Patienten bei Nachtoperationen zeigt, selbst nach Bereinigung um die Fallschwere. Als Lösungen werden Informationskampagnen zur Sensibilisierung und Fatigue-Risiko-Managementsysteme nach Vorbild der Luftfahrt vorgeschlagen, inklusive der Möglichkeit, "Fit for Duty" zu melden, sowie die Legitimierung von Power-Naps während der Arbeit.

Transcription

38426 Words, 238935 Characters

German
Willkommen zur Februarfolge: Dank, Feedback und CME-Infos Ja, Hallo und herzlich Willkommen bei den Pin Up Dogs zur Februarfolge 2026. Ich bin Dana. Sprecher*in 2 Ich bin Paula. Ich bin Henning. Sprecher*in 3 Und ich bin Gerrit. Sprecher*in 1 Ja, super, wir sind die PIN Upbox und wir reden jeden Monat über Perioperative intensiv und Notfallmedizin und wenn euch gefällt, was wir hier machen, dann bewertet uns gern auf den gängigen Podcast Plattformen und gebt uns Sternchen, Herzchen oder was auch immer man da vergeben kann. Natürlich auch gerne nette Kommentare, das lesen wir besonders gern, das erhöht unsere Reichweite und dadurch können wir dieses Projekt natürlich auch noch weiter am Leben erhalten. Und wenn euch wirklich ganz besonders gefällt, was wir hier machen, dann dürft ihr uns auch gerne was in den Hut werfen. Das geht über unsere Homepage www.pin-docs.de auf dem fördern Button und da könnt ihr, was immer ihr für richtig haltet, uns in den Hut werfen. Das ist aber keine Notwendigkeit, also das müsst ihr auch nicht tun, allerdings wenn ihr CME Punkte beantragt, dann seid ihr ja ärztliches Fachpersonal und dann ist es so, dass wir da gerne eine Kleinigkeit für hätten. Weil das einen erheblichen Zusatzaufwand macht und wir das einfach immer bei der Landesärztekammer in Niedersachsen immer anmelden müssen. Und dementsprechend ist das ein bisschen mehr Aufwand, das könnt ihr machen mit den CME punkten, indem ihr die 4 Codeworte, die sich in dieser Folge verstecken, in der richtigen Reihenfolge mit den richtigen Wörtern. Eingebt auf unserer Homepage und dann könnt ihr entweder eine Teilnahmebescheinigung oder eben diese CME Punkte ergattern. Dieses Zertifikat sozusagen genau und das haben insgesamt, also uns haben insgesamt auch wieder einige Menschen letzten Monat gefördert und jetzt mache ich mal ganz schnell meine Paypal App auf und kann berichten wer das alles getan hat und zwar Lukas, Johanna, Stefan, Lea. Carlo Lisamon Lisamon les ich auch sehr häufig. Lasse Maria Lena mit Doppel E, also Lena, Michaela, Martin, und zwar von Vera und Martin, Malte, Robin, Dario, Steffen, Justus, Anna, Peter, Katharina, Thomas, Marie, Christian, Jana, Britta, Johanna, Sebastian, Gilda, Hallo Gilda, Du hörst auch immer mit vielen vielen dank Thomas Dominik Dominik Hab ich auch schon sehr oft gelesen. TS Becker habe ich auch schon öfter gelesen. Also es sind auch wirklich einige Wiederholungstäter mit dabei und wir bedanken uns ganz ganz herzlich von von uns. Nee für eure für eure Spenden so genau und ja, ihr hört schon, wenn ich euch durch die Folge führe, ist Torben offensichtlich nicht da, der hat heute Abend etwas anderes zu tun, aber wir versuchen trotzdem für euch eine ganz wunderbare Folge auch ohne Johannes und Torben hinzubekommen und das kriegen wir ganz sicher hin. Also vielen vielen Dank. Ich hab natürlich nicht alle vorgelesen, aber nicht minder von Herzen die, die ich nicht genannt hab. Besonders freut uns auch, wenn ihr mit uns in Kontakt tretet, beispielsweise wenn ihr uns Kommentare schreibt, das haben auch einige wieder gemacht, viele davon beantworten wir auch entweder per Mail oder irgendwie in einem kurzen Austausch unter der Folge und manche Kommentare besprechen wir hier auch noch mal. Und die Kommentare zu dem. Paper über Ketamin beziehungsweise Ketanest es, das macht Torben nächste Folge selbst, weil er da einfach noch mal kurz genauer klarstellen kann, worum es sich dort handelt und wir das einfach jetzt nicht ihm vorweggreifen wollen. Hatten wir sonst noch irgendwelche Kommentare? Sprecher*in 2 Ich glaube nicht. Ich wollte nur noch mal sagen an dieser Stelle, dass ich in letzter Zeit wieder gehäuft angesprochen wurde von allen möglichen Leuten in unterschiedlichen Settings und dass wir uns wirklich sehr, sehr darüber freuen. Ich glaube, da kann ich für das ganze Team sprechen, wenn ihr uns vorne sprecht, wenn ihr uns wiedererkennt und. Ja, ich möchte mich einfach für das unfassbar liebe Feedback bedanken, was wir immer von euch bekommen. Das ja hält das Ganze hier am Laufen und freut uns wirklich alle sehr, auch wenn ich manchmal in dem Moment dann ein bisschen überrumpelt bin und nicht ganz genau weiß ich, was ich dazu sagen soll. Sprecher*in 1 Ja, man hängt dann da so kurz und ist so. Ja du kennst mich, ich kenn dich nicht, ich weiß nicht wer du bist. Aber Hallo, freut mich ja, aber wir freuen uns wirklich sehr, also auch wenn man wirklich überrumpelt ist. Das kann ich voll verstehen, Paula ja cool. Jetzt mussten wir hier technisch schon den ersten Schnitt machen, weil irgendwie hier ganz viele Echos waren und wir uns ständig selber gehört haben. Also falls das am Anfang der Folge n bisschen nervig war. Wir hoffen, dass es jetzt weg ist. Arbeitsbedingte Fatigue: Wie Müdigkeit unsere Leistung und Patientensicherheit beeinflusst Wir hören es zumindest nicht mehr und wir machen auch direkt weiter, Gerrit ist ja schon häufig bei uns in den Folgen drin gewesen und hat eine Veröffentlichung geschrieben zu fatigue und was er da genau gemacht hat und worum es da geht würde er gerne selber vorstellen, also ganz ganz viel Spaß und ja. Leg los. Sprecher*in 3 Ja, vielen Dank, dass ich die Möglichkeit bekomme, das hier vorzustellen, weil das ist das Wichtigste eigentlich bei dem Thema. Aber ich muss erst mal gleich differenzieren, weil viele Kolleginnen können bestimmt, was mit dem Thema Fatigue anfangen, aber kennen das eigentlich eher von der chronischen Fatigue und der Ermüdung, worum es aber in unserer Veröffentlichung geht, ist die Arbeitsbedingte Fatigue, und da hattet ihr auch schon mal einen Gastbeitrag zuvor, fast genau einem Jahr, glaube ich. Von einem Kollegen aus der Allgemeinmedizin, der sich überlegt hat, warum er nach einem 24 Stunden ndf Dienst morgens mit dem Rezept beim Kekse backen mit seinen Kindern durcheinander kommt. Und genau das beschreibt nämlich das Thema Arbeitsbedingte Fatigue. Warum bin ich 04:00 Uhr nachts nicht so einsatzbereit wie um 04:00 Uhr nachmittags und das ist ein Problem, was zu unserem Berufsalltag gehört, was vielen aber wahrscheinlich gar nicht so bewusst ist und letztendlich ist. Der Untertitel zu unserer Arbeit das wichtige, nämlich eine Übersichtsarbeit zu einem strukturellen Problem. Und das ist es, als dass man es auffassen muss, nämlich dass es Strukturen gibt, die das beeinflussen und verursachen, und dass das mit Sicherheitsrisiken einhergeht, sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für uns selbst. Und da haben wir einen Review zugeschrieben, weil viele andere europäische Länder, insbesondere Großbritannien, sind uns da ein bisschen voraus, und wir haben das einmal informativ aufbereitet und. Und das Paper ist im Januar in die Anästhesiologie erschienen, und das habe ich natürlich nicht alleine gemacht, sondern mit einem großen Team mit ja sehr berufspolitisch engagierten Kolleginnen. Das ist unter anderem meine damalige Mitassistentensprecherin im BDA, Friederike Rösch, Igor Abramowitsch und Alexandra Trinks aus dem Training Network des Ezayk, Verena Gisel Amadi als Vertreterin auf europäischer Ebene, also der deutschen Anästhesie. Martina Nowak machen als Sprecherin des Arbeitskreises Wellbeing, Chancengleichheit und Diversity im BDA und Karin Becke, Jakob, die auch vielen bestimmt aus der Kinderanästhesie ein Begriff ist, die aber auch berufspolitisch sich sehr aktiv einbringt und sich auch mit dem Thema die das Thema auch angeregt hatte, dass wir uns damit auseinandersetzen, ja wo fängt man an, was, was fatigue ist, haben wir definiert und das Wichtigste im Umgang mit Fatigue ist das, was wir jetzt gerade machen, mich darüber zu informieren. Dass man sich selbst bewusst ist, was ist das, wie entsteht das und wie betrifft mich das. Und da gibt es viele verschiedene Faktoren, die letztendlich dazu führen, dass Fatigue entsteht und das Wichtigste ist dabei eigentlich schlafdefizit und eine Unterbrechung unseres zirkadianen Rhythmus, also letztendlich Schichtarbeit und Nachtarbeit. Es ist ja, es ist eine Krux, ne, ohne können wir nicht, wir müssen halt immer da sein, 24 7. Sprecher*in 2 Da war die Pointe und. Sprecher*in 1 Ich denke das gerade aus dieser aus Elternzeit Perspektive, wo du gefühlt ja auch oft Nachtarbeit hast, nur halt anderweitig. Sprecher*in 3 Es gibt in dem Zusammenhang, glaube ich, auch ein ein ein Zitat, das aussagt, dass es niemanden gibt, der Vertikter ist, als ja letztendlich Ärztinnen mit Carearbeit. Sprecher*in 2 Ja. Sprecher*in 1 Cool. Sprecher*in 3 Also ich bin, ich bin jetzt ja als als Vater nicht der ganz so aktive Part in der Nacht gewesen, auch gerade dadurch, dass ich viel pendle und meine Frau mir viel abgenommen hat. Aber mir ging es auch nicht besser und geht es auch immer noch nicht besser manchmal. Sprecher*in 1 Ja. Sprecher*in 3 Aber das ist genau aber auch. Sprecher*in 1 Noch ein anderes Thema. Sprecher*in 3 Persönlicher Fatigue Faktor gibt persönliche Geschichten wie eben die Familiensituation, kleine Kinder, aber auch medikamenteneinnahmen, Alkoholkonsum, Alter. Alle sowas. Sprecher*in 2 Schlechtes Steigmanagement. Sprecher*in 3 Auf jeden Fall. Wenn ich das nicht so Time kann, dass ich beispielsweise vom Nachtdienst mich noch mal hinlege, dann ist die Wahrscheinlichkeit, eine Fatigue zu erleiden, deutlich größer. Es gibt halt noch viele Auswirkungen, also letztendlich, das wird jeder von euch wird das kennen und erleben, wenn man mit einer Nacht um 04:00 Uhr auf der Intensivstation schichtet. Die Konzentration lässt nach. Man ist nicht mehr ganz so aufmerksam. Es dauert also. Ich habe das manchmal wirklich recht, wenn es ein Patienten muss, wenn da irgendwas dringend ist, dann rattert es bei mir wirklich, bis dann irgendwie die Situation erfasst ist und ich dann überhaupt erst mal weiß, was jetzt als nächstes zu machen ist. Also die Kommunition ist eingeschränkt, ich bin auch lange nicht mehr so fit im kommunizieren und muss mir wirklich auch überlegen, was würde ich da jetzt rüberbringen, wie artikuliere ich das und das würde mir tagsüber garantiert deutlich leichter fallen, man ist leichter zu reizen, die Empathie fehlt, vielleicht auch mal ein bisschen und. Und ja, was auch noch Aufmerksamkeit lernen und merken, also was jetzt zum Beispiel das Thema übergaben angeht, wenn ich da völlig übermüdende Übergabe reingehe, werde ich natürlich auch nicht die Informationen rausbekommen, die ich eigentlich bräuchte, was auch wichtig ist, das ist das Thema Risikobereitschaft, man ist in so einem Zustand deutlich eher geneigt, Risiken einzugehen, die man sonst nicht eingehen würde. Sprecher*in 1 Okay. Sprecher*in 3 Das ist das Thema, also das Thema Fatigue ist nicht nur in anderen Ländern weiter aufbereitet, sondern auch in anderen sicherheitsrelevanten Branchen, insbesondere der Luftfahrt, die wir ja schon gerade in der Anästhesiologie immer wieder eher so als als Vergleichsbranche. Ranziehen. Und da ist das ganz klar nachgewiesen, die haben ja ganz andere Sicherheitsrisiken, die da vielleicht noch herrschen und eine ganz andere Verantwortung. Sekundenschlaf kann auftreten, also ich weiß nicht, wie ihr euren Heimweg bestreitet. Ich fahre über eine Stunde nach Hause mit dem Auto in der Regel, und ich kenne das mit einem Sekundenschlaf. Also ich bin an der Ampel vor meinem Haus schon weggenickt und das war zum Glück nicht auf der Autobahn. Sprecher*in 2 Naja oder auch also ich meine du sagst jetzt heimweg, aber ich glaube die meisten haben nachts schon mal im Dienst bei irgendeiner langen Bauch op laparoskopisch im dunklen Saal sich wirklich sehr zusammenreißen müssen um da nicht einfach kurz einzuschlafen oder dem einen oder anderen ist es vielleicht auch schon passiert. Sprecher*in 4 Ja. Sprecher*in 3 Das ist richtig bei so einer 1 zu 1 Betreuung, da kommen wir gleich auch noch zu, ist das natürlich noch mal eine andere Nummer, da habe ich natürlich irgendwo auch die Notwendigkeit, dass ich aufpassen muss und auch alert sein muss bei Intensivstationen, wenn da jetzt nicht gerade direkt was ist, dann ist es durchaus auf legitim Power NAP zu machen, 1520 Minuten die Augen zu machen um wieder Ressourcen zu schaffen, letztendlich und auch sich ein bisschen auszuruhen und bei den Auswirkungen von Fatique, wo wir jetzt noch nicht zugekommen sind, sind halt die gesundheitlichen Auswirkungen, also es gibt. Das wird jetzt auch. Wir sind letztendlich Akademiker, Wir haben Medizin studiert, wir wissen eigentlich, wie schlecht solche Sachen sind, die wir da machen, aber das wirkt sich auf unsere Gesundheit aus. Chronische Krankheiten wie Bluthochdruck, Adipositas, Diabetes, also was ist gesteigert bei Schichtarbeitenden und natürlich auch bei uns, es gibt sogar Studien, die zeigen, dass Schichtarbeit kein Zerogen ist. Intensivpflegerinnen, die im Schichtdienst arbeiten, haben ein höheres Brustkrebsrisiko. Das ist wissenschaftlich nachgewiesen und es wird sogar Schichtarbeit wird sogar als kanzerogen eingestuft. Das sind so Sachen, wenn man sich das einmal vor Augen führt, wer würde sich denn freiwillig eigentlich so was aussetzen und wiederum, also da sind wir bei dem Thema, es ist ein strukturelles Problem, wir kommen da nicht umhin, wir müssen die Versorgung gewährleisten, und das Macht ja auch jeder von uns wahrscheinlich mit Herzblut, aber wir sind uns dessen so nicht bewusst. Es sagt uns keiner, dass wir uns dem Aussetzen, und wir machen zum Beispiel so viele. Pflichtfortbildung im Krankenhaus was Brandschutz und Strahlenschutz und so was angeht, aber Selbstfürsorge im Sinne von wie verhalte ich mich denn eigentlich in einem Nachtdienst? Richtig so, dass ich da vernünftig durchkomme und persönlich gesund bleibe dabei, das gibt es nicht, das ist auch in Studien nachgewiesen, dass oder in Umfragen ist das herausgekommen, dass maximal 5% der Befragten irgendwie eine Schulung im Umgang mit Fatigue oder mit Nachtarbeit hatten. Und das ist wirklich wenig. Sprecher*in 1 Das ist auch irgendwie ein Problem, dass wir als Ärztinnen und Ärzte so unglaublich schlechte Patientinnen sind. Also ja, man weiß es ja genau, ja, also außer jetzt mal diese ganzen Homöopathie Ärztinnen und Ärzte, die da dran wirklich glauben, die nehme ich jetzt mal raus, die wissen offensichtlich sehr wenig, aber so grundsätzlich wissen wir schon ganz gut, was nicht gut ist. Rauchen und Schichtarbeit so weiter fettig Essen und fettig Essen und Schichtarbeit auch, das ist ja zumindest in meinem Kopf schon öfter rumgegeistert und trotzdem ja, setzt man sich dem natürlich, also zumindest jetzt der Schichtarbeit auf jeden Fall aus, irgendwo auch natürlich aus so einem, man möchte helfen Gedanken heraus, die Frage ist halt, wie könnten wir es irgendwie verbessern, dass nicht nur wir. Darunter leiden, ich hab irgendwann mal so ein so ein Banner gesehen, Medicine Fucking my life to save yours. Sprecher*in 3 Das trifft. Sprecher*in 1 Es also ich möchte es jetzt, das ist sehr polemisch, muss ich sagen, aber es trifft es in mancher Situation schon ganz gut, wenn ich irgendwie sehr, sehr viele Stunden noch vor dem Kind sozusagen viele Stunden gearbeitet hab, Rettungsdienste gemacht hab, hausdienste gemacht hab, berufdienste gemacht hab und dann noch irgendwie einen langen Dienst und ständig nur Patientinnen gesehen hab. Dann war einfach mein. Akku schon auch ziemlich leer, muss ich sagen und ich habe es trotzdem gemacht mehrfach. Sprecher*in 3 Ja, das kann bestimmt jeder bestätigen. Was jetzt schon so ein bisschen durchgeklungen ist, was wir auch ansprechen in der Arbeit, ist, dass es natürlich verschiedene Lebensphasen oder Berufsphasen gibt, in denen wir uns befinden, und wir haben natürlich den Berufsanfang beziehungsweise die Weiterbildungszeit, wo man verschiedene Ansprüche hat, die auf einen zukommen, wie natürlich erstmal fachlich sich einen. Standing oder die Fähigkeiten aufzubauen, dass man im Beruf bestehen kann und dem Problem, mit dem man konfrontiert wird, das heißt, da gibt es natürlich Sachen, die einen überfordern können. Man hat den Druck im Hinterkopf zu lernen, es steht irgendwann stehen Prüfungen an, die man irgendwann erfüllen muss, und dann gibt es wiederum auch die älteren Kolleginnen, die mit 60 immer noch im Dienst sind und wo man sich dann auch fragt, müssen die unbedingt Schichtdienst machen. Beziehungsweise müssen die Bereitschaft nichts zu machen. Die haben natürlich aber auch eine riesige Expertise und es gibt ja auch die Kolleginnen, die das so machen, die partizipieren dann natürlich von ihrer Erfahrung, ich sag mal, da wirken sich bestimmte Aspekte von Fatime mehr aus wie die Reaktionsfähigkeit auf bestimmte Situationen, die ist noch stärker eingeschränkt, aber die können viel durch Routinen kompensieren, die sie entwickelt haben über Jahre, und so betrifft uns das auf unterschiedliche Weise. Ein großer Punkt oder ein ein wichtiger Punkt, den wir noch beleuchtet haben, ist es natürlich, das die Patientensicherheit oder Patientinnensicherheit und da gibt es eine sehr interessante Studie von meinem Forschungsmentor aus Italien. Das ist Andrea Cortejani aus Palermo, der einmal mit einem Team untersucht hat, aus 3000000 Patientinnen, wie das Risiko ist, während der während des Schichtdienst im OP zu versterben. Und das hat eine ODS Ratio von 1,18. Sprecher*in 2 Das ist krass. Sprecher*in 3 Allein dadurch, dass man im Nachtdienst operiert wird. Und das ist bei 3000000 Patienten, das ist natürlich irgendwie ein nicht vernachlässigbarer Faktor, da wird Fatique ein Punkt sein, das ist nicht explizit nur fatique, aber das wird ein Punkt sein. Sprecher*in 2 Also es hat wahrscheinlich auch einen gewissen Bias, nehme ich an, weil ja vor nachts vor allem Notfallpatienten operiert werden und natürlich das oder haben sie das Rausgerechnet, weil ich glaube ja, weiß ich nicht, die Patienten, die dringlich nachts operiert werden, sind ja wahrscheinlich kränker. Sprecher*in 3 Da stimme ich dir zu. Aber das haben die korrigiert dafür. Sprecher*in 2 Ah, krass okay. Sprecher*in 3 Für die Fallschwere. Sprecher*in 2 Umso krasser, ja, ja, wild. Effektives Fatigue-Management: Von Luftfahrt-Systemen bis zur Power Nap-Kultur Gut, aber wir wollen natürlich nicht. Ohne Lösungsansätze bleiben ne. Es gibt natürlich Lösungsansätze, die wir uns auch voneinander abgucken können und das erste was, was wir ja mit dem Artikel bezwecken und wo ich euch auch sehr dankbar bin, dass es hier die Bühne dafür gibt, ist nämlich Information, dass man nämlich über das Problem informiert, sich selbst damit auseinandersetzen kann und Bewusstsein dafür schafft, was das überhaupt ist und wie es mich betrifft und meine Patientinnen. Und da sind wir am Anfang. Ich bin ja berufspolitisch aktiv und habe mir das Thema für die nächsten 2 Jahre auf jeden Fall noch auf die Fahnen geschrieben und es soll da auch eine Informationskampagne geben, wir wollen da Evidenz zu schaffen in Deutschland auch was man machen kann, und wir wollen natürlich auch irgendwo als Kampagne dann Mittel an die Hand geben, wie man damit umgehen kann und das wichtigste Tool, was das betrifft ist sind Fatiqu Risk Management Systeme, das gibt es in der Luftfahrt, das ist verpflichtend, da gibt es überhaupt keine Diskussion und. Das wird zwar von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich stark ausgelegt, ich habe da Kontakt gehabt, zum Beispiel mit dem Fatiquist Manager Manager von Condor. Da sieht es zum Beispiel so aus, es gibt den Ansatz präventiv oder reaktiv da tätig zu werden, es gibt Fit for Duty Tests beziehungsweise Fit for Flight Tests und wenn ich selbst sage, ich fühle mich an Fit for Duty, kann ich mich an fit for Duty melden und bleib zu Hause, dann kriege ich einen Springerdienst für den nächsten Tag, wahrscheinlich als Pilotin. Aber es wird nicht nachgefragt. Die Meldung geht natürlich mit einer Begründung an den Fatiquist Manager, hat aber keine Personalkonsequenzen, es wird nicht dem Management vorgelegt, es wird natürlich nachgeguckt, wenn es persönlichen Grund gab, eben mein Kind mich hat nicht schlafen lassen, dann wird das akzeptiert und wenn da irgendwie andere Sachen sind, dann kann man natürlich auch mal auf dieser Ebene mit dem Kollegen oder der Kollegin sprechen und gucken woran das gescheitert ist. Aber es gibt auch so Sachen, wir haben natürlich, wenn man sich überlegt, dass die in die Karibik fliegen. Wo es nur all inclusive Hotels gibt, wo dann auch die Crew untergebracht ist, kann es natürlich sein, dass da gerade nur gefeiert wird und dass die können dann reporten, dass die Nachtruhe da überhaupt nicht möglich war. Und dann haben die natürlich auch eine Möglichkeit, wenn das so signalisiert wird, dagegen zu steuern, zu sagen, wir können diese Stellschraube drehen, um Fatigue zu mindern, die haben Biomedizinische Dienstplanung, die haben, es gibt ein sogenanntes Boeing alertnis Modell, was auf der Korolinska Sleeping Escape basiert, also letztendlich ist. 0 bis 10 wie wach fühle ich mich? Und da kann man anhand von Daten letztendlich sagen, auf dem Flug, wie fit ist die Pilotin zu welchem Zeitpunkt und was sind kritische Momente wie Landeanflug oder ähnliches und dann kann ich gucken, kann ich wirklich Time auf Langstreckenflügen, wie mache ich meine Pause, mache ich eine Power nap, trinke ich einen Kaffee oder die eben letztendlich die Fatigue risk. Management Group hat die Möglichkeit, die gehen einmal im Monat, zum Beispiel solche, die ganzen Langstreckenflüge durch, und die haben die Möglichkeit Gegenzustellen sagen gut, dann packen wir halt noch einen dritten Piloten mit drauf oder eine Pilotin, um das eben zu kompensieren. Das sind Sachen, die müssen wir bei uns überhaupt erst mal schaffen, in Großbritannien haben sie gerade damit angefangen, da gibt es die ersten Häuser, die haben ein Weißbuch dazu rausgebracht, wie man sowas machen kann, und wir haben natürlich zum Beispiel Reporting Systeme, wenn man an das Ziersystem, also das Critical Incident Reporting System denkt. Was ja schon relativ nah dran ist. Wir müssten für uns, für unsere Branche natürlich Stellschrauben identifizieren. Und was man dann vielleicht damit argumentieren könnte, wäre zum Beispiel zu sagen, gerade im OP, wenn jetzt ne ne Laparotomie ansteht, dass man vielleicht doch noch mal ne halbe Stunde wartet, damit bevor man da jetzt einleitet, weil das Team völlig vertieft ist und sagt, gut, das ist zwar dringend notwendig, dass das gemacht wird, die halbe Stunde ist aber vertretbar und damit wird eben die Patientensicherheit erhöht, das muss man natürlich alles evaluieren und gucken, wie sieht das wirklich aus. Aber das wäre wäre eine Möglichkeit. Also Reporting Systeme, dienstplanung, also was kann eben angegangen werden, um Fatigue zu mindern. Es gibt nichts, was zum Beispiel so schädlich ist, was Fatigue angeht, wie kurze Wechsel, also ich weiß nicht, das kennt ihr bestimmt auch, Oh. Sprecher*in 2 Gott, das ist. Sprecher*in 3 Aber der Spätdienst, auf Frühdienst zu wechseln? Also das ist gleichwertig mit dem zweiten Nachtdienst, also als wenn man den zweiten Nachtdienst antritt. Ich. Sprecher*in 1 Weiß noch, dass ich im Rettungsdienst, als ich als Rettungsassistentin gefahren bin und ich selber am nächsten Tag keinen Dienst hatte, aber mein FSJ ler und ich damals irgendwie. Um glaub ich 22:30 Uhr. Normalerweise ist Schichtdienst Ende um 19:00 Uhr, aber wir haben noch n Notfall auf dem Weg zur Wache bekommen und wir waren schon in den Überstunden und es ging nicht anders. So fährst du natürlich wir waren aber um 22:30 Uhr erst da, der Kollege hätte am nächsten Morgen irgendwie wieder auf die Wache kommen müssen und hat halt gesagt Na ja bis wir jetzt hier das Auto aufgerüstet haben und ich zu Hause bin ist es 23:30 Uhr ungefähr. Ich, das reicht mir nicht, dass da bin ich morgen irgendwie überhaupt nicht fit und dann hab ich auch in der Tat angerufen und hab halt gesagt hier der Fest Lotta, der kann. Entweder kommt er morgen später oder wann anders nicht, keine Ahnung aber sogar also oder gar nicht genau und dann halt dafür n anderen Tag, aber so kann der halt morgen irgendwie nicht arbeiten und ich weiß noch es gab sehr sehr viel Gegenwind und ich glaube es ging auch nur durch weil ich sozusagen als Position 1 gesagt hab. Die Position 2 ist für morgen nicht fit und allein das ist ja eigentlich schon ein systemischer Fehler und ich glaube, das ist inzwischen auch besser geworden, zumindest bei uns im Rettungsdienst. Aber nach wie vor müssen wir immer daran arbeiten. Sprecher*in 2 Voll. Sprecher*in 3 Auf jeden Fall. Sprecher*in 2 Ich finde, vor allem kann man das deinem damaligen FSJ auch sehr zugute halten, dass er überhaupt zugegeben hat, dass er sich das nicht zutraut, weil ich glaube, das ist auch ein ganz großes Problem, dass wir alle halt, denken wir, wir neigen, glaube ich alle so ein bisschen zur Selbstüberschätzung, manchmal auch, was diese Dinge betrifft, und denken, ja, ja, das geht schon, ja, ja, ich kriege das ja schon irgendwie hin, ich will nicht, dass Weichei sei bei sein, bei allen anderen geht es ja auch irgendwie, und dann zieht man das Halt durch und eigentlich finde ich kann. Man ihm das sehr zugute halten und sollte man, gerade wenn Leute das eben eingestehen, das total unterstützen und denen Entgegenkommen. Sprecher*in 1 Ja, aber da sind wir wieder. Wir sind die Ärzte, nicht die Patienten. Sprecher*in 2 Ja, ja. Sprecher*in 3 Vielen Dank auf jeden Fall für die Aussage, weil das wäre nämlich etwas, was ich zum Schluss noch mal gebracht hätte. Es ist keine persönliche Schwäche, es ist einfach ein struktureller Umstand, mit dem wir arbeiten müssen und dessen wir uns Bewusstsein müssen. Sprecher*in 1 Was man. Sprecher*in 3 Auch sagen muss ist, wir beleuchten hier jetzt gerade hauptsächlich natürlich Anästhesie und Intensivmedizin. Rettungsdienst da gibt es noch nicht so viele Daten zu. Aber es gibt natürlich auch auf der anderen Seite, da mit den Daten beschäftige ich mich jetzt gerade noch so ein bisschen, Chirurgie, Radiologie, die unterliegen dem Schichtdienst, natürlich den gleichen Ansprüchen, die müssen da sein, die müssen liefern, und die werden auch vertieft, und das hat natürlich auch Auswirkungen, und das hat natürlich auch noch interessante Aspekte, die da auf einen zukommen. Sprecher*in 1 Krasses Thema auf. Sprecher*in 3 Jeden Fall einen Punkt hatte ich glaube ich noch, was ich noch ansprechen wollte. Power Naps ja. Sprecher*in 2 Ich liebe Power naps. Sprecher*in 3 Es kommt aus der Luftfahrt. Es wurde auch in den 80er Jahren in den Simulatortrainings entwickelt, dass die Möglichkeit einfach für ein Nickerchen von 15 bis 20 Minuten gut ist und einfach dafür sorgt, dass eben die vertieft weggeht. Die Konzentration ist besser und es gibt bei uns strukturell keine Möglichkeit und wer kennt es nicht, dass man im Nachtdienst auf Intensivstationen, wenn man sich hinlegt, und sie haben kurz die Augen zu den Spruch bekommen, du bist jung zu arbeiten, nicht um zu schlafen. Ja, ist richtig. Aber wenn ich gerade Leerlauf habe und müde bin, dann bringt es mir auch nichts, wenn ich in einer halben Stunde zum Notfall muss und keine Ressourcen habe und keine grünen Kügelchen. Also. Sprecher*in 1 Allein schon im Rettungsdienst. Dass du Ruheräume, keine Schlafräume, du hast Ruheräume, ja, das ist ja schon mal allein das Wording, da denke ich ja schon so. Und dass du theoretisch eigentlich nicht schlafen sollst. Was sollst du denn sonst machen? Jetzt mal in der Nacht, wenn da gerade kein Einsatz ist? Das ist doch Mumpitz. Sprecher*in 3 Genau. Also da muss, da muss auch ein Wechsel her, in den Gedanken. Das gehört dazu, wenn ich die Möglichkeit habe und schlafen kann, dann muss man natürlich als Team gucken, dass jeder da irgendwo seinen Anteil kriegt, dass er sich ausruhen kann und was man auch beachten sollte, was auch wiederum vielen bestimmt nicht bekannt ist. Man sollte nicht einfach die ganze Zeit stumpf schlafen, auch wenn es länger geht, sondern 15 bis 20 Minuten sind gut und. Wenn man dann Richtung 90 Minuten kommt, dann ist schon wieder kritisch, weil dann ist man nämlich mitten im Tiefschlaf in der Tiefschlafphase und dann hat man, wenn man geweckt wird, weil irgendwas passiert, wieder so eine Latenz ist man auch. Sprecher*in 1 Ich glaube, das kennt auch jeder so aus dem Tiefschlaf. Tolle Lotte, komplett. Sprecher*in 2 Verschallert. Sprecher*in 3 Genau. Also entweder 15 bis 20 Minuten aber kommt oder ein kompletten Schlafzyklus mit über 90 Minuten. Das sind so die die Richtlinien für ein Powernap. Sprecher*in 2 Er aber alleine die Möglichkeiten dafür einzurichten. Also ich muss sagen, ich bin, wie ich vorhin gesagt habe, eine große Verfechterin davon, weil ich schon auch für mich selbst rausgefunden habe, dass mir das unfassbar hilft und dass ich danach viel produktiver bin, und ich mache das manchmal zum Beispiel auch, wenn ich irgendwie so Hardcore lernphasen habe, halt zu Hause, und das funktioniert super, und das ist aber halt in Krankenhäusern einfach grundsätzlich. Abseits von jetzt den Bereitschaftsdienstzimmern für die Leute, die Bereitschaftsdienst haben, diese Möglichkeiten nicht gibt irgendwie, deshalb reicht ja schon die Couch im Arztzimmer grundsätzlich, das also ja, das wäre ja nicht so schwierig, das zu etablieren, irgendwie. Sprecher*in 3 Habt ihr schon mal in einer Thekla geschlafen? So ein Moviestuhl. Sprecher*in 2 Nee. Sprecher*in 1 Aber ich habe drüber nachgedacht. Ich habe die unbequeme Variante mit Kopf auf dem Tisch vor dem PC am. Stationsstützpunkt so habe ich schon öfter geschlafen. Sprecher*in 3 Oder irgendwie 2 Stühle. Eine Bank. Sprecher*in 1 Ja. Sprecher*in 2 Genau patientenbetten, wo die Folie noch drauf ist, damit die sauber bleiben für den nächsten Tag eignen sich auch sehr. Sprecher*in 1 Gut, aber das raschelt so. Sprecher*in 2 Das ist scheißegal. Sprecher*in 3 Der andere Punkt ist natürlich auch noch, wenn ich natürlich völlig fertig am nächsten Morgen bin und noch einen heimweg habe und gut mit einer Stunde pendelzeit, die ich habe, ist das wahrscheinlich schon extrem, aber selbst eine halbe Stunde kann natürlich mit dem Auto schon mit Sekundenschlaf und und gefährlich werden. Es gibt auch keine Möglichkeit sich nach dem Dienst hinzulegen und das ist auch etwas, was sich jeder fragen sollte nach dem Feierabend und wenn man so eine Schicht hatte, die einen wirklich gut. Kaputt gemacht hat, sollte ich jetzt nach Hause fahren oder sollte ich mir einfach noch mal 20 Minuten Zeit nehmen, um die Augen zuzumachen? Sprecher*in 1 Ja, ich habe auch schon im Auto geschlafen. Sprecher*in 3 Ja, definitiv. Sprecher*in 1 Ja. Ja, krasses Thema. Ich bin ganz, ganz dankbar, dass du das vorgestellt hast, weil ich einfach finde, dass wir, wie du auch sagst, dem Ganzen unbedingt eine Bühne geben sollten und immer wieder darüber sprechen, dass auch wir Menschen sind in der medizinischen Versorgung, egal ob Pflegepersonal, Rettungsdienst, Personal, Ärztinnen, Ärzte, dass. Wir auch Kapazitätsgrenzen haben und nicht über dem allen stehen, genauso wenig wie wir irgendwie nur durch die Approbation irgendwann steril werden. Und ich möchte diesbezüglich einen Satz aus dem Genfer Gelöbnis noch mal zitieren und zwar, ich werde auf meine eigene Gesundheit, mein Wohlergehen und meine Fähigkeiten achten, um eine Behandlung auf höchstem Niveau leisten zu können, so. Was damit alles einhergeht, kann jetzt jeder selbst noch mal für sich resümieren. Aber ich denke, wenn wir irgendwann dahin kommen, dass wir das Beherzen nee beherzigen, wie sagt man, beherzigen, beherzigen? Es ist auch schon spät ne Fatigue und vielleicht auch unsere Arbeitgeber ein Umdenken haben, weil daran hängt es ja am Ende auch, dann sind wir auf jeden Fall n ganz, ganz großen Stück weiter, auch für die Patientinnensicherheit. Sprecher*in 3 Voll und ich bin wiederum das, dass ich. Genau das hier bei Euch vorstellen durfte. Sprecher*in 1 Super gern, immer wieder gern. Gerrit, Du bist jederzeit herzlich willkommen mit deinen Themen, Berufspolitisch und auch sonst. Sprecher*in 2 Danke können wir als erstes Codewort für diese Folge bitte Power nap nehmen. Sprecher*in 1 Bitte voll. Sehr gut. Power nap. Ja, das ist das erste Codewort. Noradrenalin-Perfusoren: Wie die Zubereitung die Wirkstoffkonzentration beeinflusst Gerrit wird sich jetzt verabschieden und Paula, Henning und ich machen noch ein bisschen weiter und wir sind ja eigentlich schon gestartet in den Journal Club und ich würde sagen, da machen wir jetzt auch direkt weiter. Tschüss Gerrit. Sprecher*in 3 Tschüss, Ciao. Sprecher*in 1 Machen direkt weiter im Journal Club und wir machen Vermischtes einfach danach. Wir machen heute mal alles anders, bisschen neumodisch. Sprecher*in 2 Freestyle. Sprecher*in 1 Freestyle. Sprecher*in 2 Ja, Henning, wie viele Studien hast du denn? Sprecher*in 4 Ich hab 2. Sprecher*in 2 Ach, du bist so fleißig, dann würde ich sagen. Und Dana. Sprecher*in 1 Ich hab gar keine, ich hab ja mein vermischtes Thema. Sprecher*in 2 Stimmt. Willst du dann anfangen, Henning? Dann würde ich mit meiner einen Studie nämlich dann in die Mitte kommen, sozusagen. Sprecher*in 4 Ja klar kann ich machen, dann fange ich mal an mit meiner ersten Studie. Und zwar hat die den Titel Inhomogenity of no Adrenalin Levels and serrange pump system and how to prevent it and in beat Frost study von Leibold et al, einer Arbeitsgruppe aus Regensburg. Die haben veröffentlicht im BMCNSC Theology im Januar diesen Jahres, und ja, das ist eine Studie, die auch schon in. Oder auf einigen Social Media Kanälen erwähnt worden ist. Ich bin selber bei Newspapers drauf gestoßen, die war glaube ich auch beim Notfallguru in einer Story. Paula hat sie auch gefunden, aber ich war schneller, scheint also was Interessantes zu sein in dieser Arbeit wurde untersucht wie sich das Vorgehen bei der Vorbereitung von Nordnalin Perfusorspritzen auf die ja Homogenität und die Verteilung der nordrheinalin Konzentration innerhalb der Spritze auswirkt. Was haben die gemacht? Das Ganze war, wie der Titel schon sagt, eine in Vitrountersuchung und es wurden Nordralinperfusoren von Anästhesistinnen auf verschiedene Weisen vorbereitet und dann auf 2 Arten untersucht. Einmal hat man mit diesen Spritzen ja so ne kontinuierliche Infusion wie wir sie kennen aus dem OP oder von der in Siedstation simuliert und dann am Ende der Leitung kleine Proben entnommen und in die sind dann die Nordralinkonzentration bestimmt, also praktisch was wirklich bei dem Patienten angekommen wäre. Und die zweite Untersuchungsweise war, dass diese perfusorspritzen schockgefrostet wurden und dann ja innerhalb der Spritze praktisch schnell in der Analyse der Verteilung des Nordanalins vorgenommen wurde. Wie haben Sie diese Perfusorschützen vorbereitet, da gab es 6 Methoden, die wir jetzt ab jetzt mit m 1 bis m 6 abkürzen, Methode 1 war das Aufziehen von Kochsalz, das Aufziehen von Nordanalin und dann das Entlüften der Spritze, ohne irgendwas anderes zu machen, also kein Hin und her bewegen, mixen. M 1 no Mix die Technik dann m 2 aufziehen, von Kochsalz, aufziehen von Neuronalin und dann entlüften und dann haben sie einen sogenannten Flip durchgeführt, das heißt, die die vertikal, also aufrecht gehaltene Spritze wurde einmal 180 Grad auf den Kopf gestellt und wieder zurück, dann m 3 ist der sogenannte Bubble Flip, da wurde Kochsalz aufgezogen. Nordonalin aufgezogen, dann eine Luftblase von circa 5 Milliliter in die Spritze gezogen, dann dieser Flip durchgeführt und dann entlüftet. Bei Methode 4 haben Sie Kochsalz aufgezogen, dann das Nordonalin injiziert, also mit einer zweiten Spritze praktisch reingespritzt, dann entlüftet auch wieder ohne Mix und 5 war auch aufziehen von Kochsalz wieder Injektion von Nordronalin, dann die Luftblase der Flip dann entlüftet. Und Methode 6, das waren industriell vorgefechte Lösungen, die ja als so ne Art Kontrollgruppe fungieren sollen. Hier in dieser Untersuchung. Sprecher*in 1 Also alle die CME Punkte haben wollen, die müssen sich das jetzt merken. Ja und wir fragen das hinterher ab. Ja also welches welche Methode war? Sprecher*in 4 Welches, welches die bessere ja also pro Methode 5 Spritzen für diese Simulation der Infusion insgesamt, also 30 spritzen für die erste Untersuchung, also diese ja. Simulation der Infusion haben sie dann halt ne Spritzpuppe gestartet. Ganz mag wie man es kennt und zu definierten Zeitpuppen am Ende der perfusorleitung Proben von 0 Komma einem Milliliter entnommen, die dann auf den Gehalt an Nordnalin analysiert wurden. Für die zweite Untersuchung mit dem Schockpfosten wurden nur die Ansätze m 1 und m 3 jeweils hier mal vorbereitet, m 1 war noch mal dieses Aufziehen von Kochsalz aufziehen, nordnalin entlüften. No Mix M 3 war der Bubble Flip also auf C, Kochsalz auf neuronalin Luftblase Flip entlüften. Die Idee dahinter war, dass man praktisch ein vermeintlich gutes und ein schlechtes Vorgehen abbildet, um die Unterschiede möglichst gut sichtbar zu machen. 4 spritzen pro Ansatz, weil sie dann die Spritzen einmal nach 0 3060 oder 120 Minuten erst schockgefrostet und analysiert haben, um den Einfluss der Liegedauer auf die Verteilung beobachten zu können. Nachdem diese Spritzen gefrostet wurden, wurden da, so wurden diese Eiszylinder in Abschnitte unterteilt, aufgeschnitten und dann in verschiedenen Punkten proben entnommen und auch wieder auf den Gehalt an Nordenalin untersucht. Mit der Idee, dass man so ein möglichst dreidimensionales Bild der Verteilung innerhalb der Spritze generiert. Alle diese Analysen wurden mittels einer High Performance Liquid Chromatography durchgeführt und die Ergebnisse dieser Analysen. Mit einem sogenannten Variabilitätskoeffizienten angegeben. Der sagt uns in Prozent, wie stark die Neuronalinkonzentration in einer Lösung oder Zubereitungsform schwankt. Je höher der Koeffizient, desto inhomogener, desto schlechter die Verteilung kann man sich schon mal ansuchen zu merken, so dann zu den Ergebnissen, sie haben einmal bestimmt die Methodenvariabilität, also die Unterschiede bezogen auf die Methode der Zubereitung eben m 1 bis m 6 da. Waren am schlechtesten die No Mix Technik mit einem Variabilitätskoeffizienten von 30,8% und der Flip Only mit 12,1 Bubble Flip und die vorgemixte Lösung. Die industriell vorgemixte Lösung. Die waren am besten mit einem Variabilitätskoeffizienten im Bereich von 1% oder weniger, dann die innerhalb einer Spritze Variabilität aber. Auch da No Mix und Flip Only am schlechtesten Bubble Flip und Premix wieder mit der geringsten Variabilität, dann haben sie noch was gemacht, die haben nämlich den Anteil der Messwerte bestimmt, die 15% oder mehr von der Zielkonzentration abwichen. Ja, das haben die sich so als Range gesetzt, das wollen wir irgendwie erreichen, wenn wir sowas aufziehen per Fusor, dass wir eben einen möglichst kontinuierlichen Wirkspiegel erreichen und auch da ist. Ihr könnt es euch jetzt schon denken, der höchste Anteil dieser stark abweichenden Werte bei der Nomix und der Flip Only Technik und bei Bubble Flip und der premix Lösung gab es keine Abweichung von 50% oder mehr von der Zielkonzentration. Die Analyse nach dem Schockfrosten hat dann in der Veröffentlichung sehr schöne Grafiken erzeugt, wo man eben diese Verteilung des Neurolidings innerhalb der Spritze wirklich sehr schön sich anfühlen kann, dazu nur so viel bei der nomix Technik hat man vor allem am Anfang und am Ende sehr viel Wirkstoff. Und in der Mitte der Spritze teilweise gerade mal die Hälfte der Zielkonzentration nach Bubble Flip Technik erreicht man ne weitgehend homogene Verteilung des über die gesamte Spritze kann jeder mal gerne reinschauen, das Paper ist glaub ich sogar Open Access, ist wirklich schön aufbereitet, so mein Fazit. Ich werd in Zukunft perfusorspritzen anders aufziehen, mir war das so nicht bewusst. Klar ist das irgendwo ne n Vitrostudie die ihre Limitation hat, aber ja man sieht halt ganz klar, dass die Technik des Aufziehens n relevanter Faktor ist. Und gerade mit dieser Bubble Flick Technik, die ja wirklich einfach durchzuführen ist, lässt sich im Alltag eben dann doch schnell und kostengünstig eine homogene Verteilung des Wirkstoffs irgendwie erzeugen. Also ich sag noch mal aufziehen der Verdünnungslösung aufziehen des Wirkstoffs, dann 5 Milliliter Luft und dann einmal auf den Kopfstellen wieder zurück entlüften, das ist eben von der Qualität vergleichbar mit kommerziell hergestellten Produkten. Sprecher*in 2 Ich finde das eine ultra coole Studie und ich finde es auch ein ultra cooles Fazit, weil das. Es kostet überhaupt nichts, es kostet vielleicht 2 Sekunden mehr, wenn überhaupt. Und es scheint ja doch einfach einen erheblichen Unterschied zu machen und ich meine, wenn man sich vorstellt, dass da was über 30% Konzentrationsschwankungen in so einer Nor spritze drin sind, dann ja ist der Patient ja vielleicht gar nicht so instabil und macht Achterbahn Blutdruck wie wir glauben, sondern es ist einfach die Nor spritze die in homogen ist. Und das finde ich einfach wirklich beeindruckend. Sprecher*in 4 Man hat ja doch manchmal diese Fälle, wo man alle paar Minuten bisschen rauf, bisschen runter muss, wenn man denkt, der Blutdruck macht hier was er will, ne, vielleicht ist das ein Aspekt, der da mit Reinspielt. Sprecher*in 1 Ja, superkrass cool, dass du die mitgebracht hast und auch, dass du dein dein Fazit sozusagen so ziehen kannst. Ich mein, es macht ja wirklich wenig Unterschied, wie Paula schon gesagt hat, ne wie man es aufzieht und. Und selbst mit Limitationen. Why Not also warum nicht so aufziehen, ne also? Sprecher*in 4 Genau, vielleicht noch ganz kurzer Nachtrag auch. Also ich hab es jetzt nicht noch mal gesagt, aber ich meine, dass diese, die haben ja die Spritzen liegen lassen, die sich schockgefrostet haben, das hat keinen Einfluss gehabt wie lange die Spritze jetzt gelegen hat, ob die jetzt 0 oder 120 Minuten, das hat es nicht wirklich verbessert, die Verteilung also weil ich mein gerade im Alltag die liegen ja doch mal rum oder dann trägt man durch die Gegend, da gibt es bestimmt noch so n bisschen Durchmischung, aber. Sprecher*in 1 Aber das hat es auch nicht schlechter gemacht. Sprecher*in 4 Nee, nee zu sagen, irgendwie schlechter nicht, aber ja, da ist nicht genug eigenturbulenz drin, dass sich das irgendwie schön homogen verteilt, wenn man die nur liegen lässt so. Sprecher*in 1 Ja. Sprecher*in 4 Genau. Sprecher*in 2 Sehr coole Studie. Dann mach ich mal weiter. Genau, ich hab. Mechanische Beatmung bei Bronchoskopie: Neue Einstellungen für mehr Patientensicherheit Mir eine mal wieder eine intensivmedizinische Studie rausgesucht, obwohl ich mir vorstellen könnte, dass für das ein oder andere OP setting, das vielleicht auch ganz spannend sein könnte. Und zwar ist der Titel der Studie Ventilator Settings for Fiber Optic Broncoshoopy Uring Mechanical Ventilation, Arrandomized Dudicator, blinded Control Trial Vent Set FIP heißt die Studie ist das Akronym. Sprecher*in 1 Ja. Sprecher*in 2 Genau die ist von. Lemise et al. Und erschien in Critical Care im Januar 2026 allerdings muss man dazu sagen, das ist eine online A Head of Print Publikation und die ist noch nicht durch die finale Review Runde durch, sondern das ist quasi das definitive Manuskript was sie schon vorher veröffentlicht haben. Dana, wie machst du das denn, wenn du auf intensiv einen Patienten bronchoskopierst, hast du da irgendwie so eine Default Einstellung wie du das Beatmungsgerät immer einstellst oder machst du lässt du es einfach so wie es vorher war oder wie machst du das? Sprecher*in 1 Ich habe die de. Jetzt fragst du natürlich, das ist schon ein Moment her, dass ich auf der Intensivstation war, aber ich habe die in der Regel, glaube ich, schon einmal vorher präoxygeniert und. Dann hab ich aber primär erst mal das Beatmungsgerät, außer es gab irgendwelche Gründe glaub ich so gelassen aber auch nicht bei jedem Patienten. Es gab durchaus auch welche, wo ich dann auf ne Volume Control mal zwischenzeitlich gestellt hab. Aber ich könnt es dir jetzt nur. Sprecher*in 2 So, ja. Sprecher*in 1 Weiß ich nicht mehr ganz genau sagen. Sprecher*in 2 Deckt sich sehr genau mit dem was, was ich so fühle zu diesem Thema. Ich hab mir bisher nämlich auch noch nie so richtig Gedanken darüber gemacht, so ähnlich wie mit dem Noradrenalin, ich mach das regelmäßiger zuletzt heute und. Ja, was ich auf jeden Fall mache, ist halt eben präoxygenieren wie du gesagt hast und was ich bislang auch gemacht habe, ist, den Patienten in irgendeine Form von kontrollierter Beatmung umzustellen, weil die halt häufig n bisschen Sedierung brauchen und dann nicht mehr so gut spontan atmen. Das sind die 2 Dinge, die ich bisher so getan hab. Genau jetzt einmal kurz zu den Hintergründen der Studie. Und zwar ist es natürlich so, das sollte allen klar sein, durch das Einführen eines Bronchoskops in den Tubus steigt die Resistance des Atemwegs erheblich, weil das effektive Lumen des Tubus eingeengt wird. Noch mal kurz zur Erinnerung an euer Studium oder eure Ausbildung nach dem Gesetz von Hagen Poussöe führt eine Abnahme des Radius zu einem steilen Anstieg der Resistance, das heißt zum Beispiel das Einführen eines 5,6 bis 5,7 Millimeter Bronchoskops in einen 8 Millimeter Tubus führt zu einer Anstieg der Resistance um das 11 fache. Das Problem ist, dass der Expiratorische Gasfluss behindert wird und dass hier eine erhebliche Gefahr von Air Trapping und einer dynamischen Hyperinflation besteht und sich dann ein Autopiep entwickeln kann. Und in der Literatur werden gemäß den Autorinnenwerte bis 35 Zentimeter h 2 o an Autopiep beschrieben, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn halt dann die tedalvo Lumina immer weiter abnehmen und sich der Patient nicht mehr beatmen lässt. Zusätzlich kommt es natürlich einfach dadurch, dass weniger Luft in den Patienten reingeht, auch zu einer unzureichenden Ventilation mit allen Konsequenzen, die daraus resultieren. Das heißt einem CO 2 Anstieg und einer respiratorischen Azidose schlimmstenfalls. Im Druckkontrollierten Modus erreicht das Beatmungsgerät dann häufig den eingestellten Druck sehr schnell und die Tidalvolumina nehmen ab. Im Volumenkontrollierten Modus wird der Atemhub abgebrochen, dadurch, dass die Druckobergrenze eben auch schnell erreicht ist. Und auch hier nehmen die Tidalvolumina ab. Jetzt haben sich die Autorinnen der Studie anhand der Bewegungsgleichung der Atmung schlaue Überlegungen gemacht. Und dann hab ich das so gelesen, ich beschäftige mich ja gerade im Rahmen meiner Vorbereitung für das Europäische Intensivmedizin Examen eh sehr viel mit irgendwelchen Formeln und deswegen hab ich euch einen kleinen Exkurs dazu mitgebracht. Die Bewegungsgleichung der Atmung setzt sich im Grunde aus 2 Teilen zusammen. Es geht hierbei um den transrespiratorischen Druck, der sich zusammensetzt aus Druck in den Atemwegen plus Trans thorakalem Druck. Der Druck in den Atemwegen wiederum ist die Resistance mal dem Fluss in dem untersuchten Abschnitt, also in diesem Fall dem Tubus der Trans thorakale Druck ist das Zidalvolumen oder die Volumenänderung durch die Compliance der Lunge. Und wenn man das alles zusammensetzt, dann erhält man eben besagte Bewegungsgleichung, also transrespiratorischer Druck gleich Resistance My plus plus Tidalvolumen durch Compliance, so Exkursende. Anhand dessen haben sich die Autorinnen überlegt, dass eine Reduktion des Inspiratorischen Flusses und der Tidalvolumina und. In Ergänzung mit einer längeren Inspirationszeit, den Spitzendruck senken würden und damit die Beatmung mit dem gewünschten Zielminutenvolumen während der Bronchoskopie ermöglichen könnten. Ihr könnt euch jetzt gleich noch mal kurz zurückspulen und euch einmal diese Gleichung aufschreiben und das einmal durchdenken, man muss sich das einmal kurz in Ruhe überlegen, aber dann macht es tatsächlich insgesamt Sinn. Wie haben Sie das denn jetzt methodisch untersucht? Sie haben eine Single Center randomisiert, Auswärter, Verblindete, das war das Wort, was ich eben auf Englisch nicht sagen konnte, Doppelparallelgruppenstudie durchgeführt, und zwar in einer Intensivstation in Frankreich mit 15 Betten eingeschlossen, wurden kritisch kranke Erwachsene über 18 Jahre, die aufgrund eines respiratorischen Versagens intubiert, sediert und mechanisch beatmet waren und die eine Bronchoskopie benötigten. Ausschlusskriterien waren ein respiratorischer Arrest, ein schweres Ards, ein refraktärer Schock, unkontrollierte Arrhythmien, schwere Respirator, Syssynchronien Schwangerschaft und gefangene Patientinnen. Patientinnen wurden dann mittels Permutierter blockrandomisierung 1 zu 1 in 2 Gruppen randomisiert und. Und beide Gruppen wurden, so wie es auf dieser Intensivstation anscheinend üblich war, mit der Träger Evita Infinity 500 beatmet, waren tief sediert und die Bronchioskopien wurden mit einem 5,6 Millimeter dicken Bronchoskop durchgeführt. Es erfolgte in beiden Gruppen eine Präoxignierung mit 100% Sauerstoff für die 5 Minuten vor der Bronchoskopie und durchgehend während der Untersuchung. In beiden Gruppen wurde die Druckobergrenze bei ihrem Maximum für dieses Beatmungsgerät, nämlich bei 105 Zentimeter h 2 o, eingestellt, sodass die sicher nicht das Problem war, was die Beatmung limitiert hat. Und es wurde unmittelbar vor der Bronchoskopie und 5 Minuten nach Beginn der Bronchioskopie ABG as abgenommen. Jetzt zu den Gruppen. Die Interventionsgruppe wurde Volumenkontrolliert mit niedrigem inspiratorischem Fluss und niedrigem Tidalvolumen beatmet. Der Fluss war hier eingestellt bei kleiner gleich 25 Liter pro Minute, die Tidalvolumina bei 5 Milliliter pro Kilogramm ideales Körpergewicht und die Inspirationszeit bei 1,0 bis 1,3 Sekunden und die Atemfrequenz bei 16 pro Minute, der PIP bei 5. Die Kontrollgruppe wurde ebenfalls Volumenkontrolliert beatmet, aber mit einem inspiratorischen Fluss von 60 Litern pro Minute chidal Volumina von 6 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht und die Atemfrequenz Inspirationszeit und Piep waren nach Wunsch des behandelnden Klinikers eingestellt. Zu den Outcomes. Der primäre Endpunkt war ein kombinierter Endpunkt aus den adverse Events, nämlich Ventilatorischen, Respiratorischen und kardiozirkulatorischen adverse Events, die dazu führten, dass die Prozedur vorzeitig abgebrochen werden musste. Bezüglich der Ventilation war es so, dass eine Unmöglichkeit, die Ventilation fortzusetzen, wegen einer 50 prozentigen Reduktion des Atemminutenvolumens von der Baseline oder weil es durch Erreichen des maximalen Spitzendrucks immer zu einem Abbruch des Atemhubs kam. Das war das Ventilatorische etwas Event. Das Respiratorisch war eine Desatoration mit einer Sao 2 und. Unter 90% oder ein mehr als 4 prozentiger Abfall der Sao 2 und die Kardiozirkulatorischen etwas Events waren Hämodynamische Instabilitäten, Arrhythmien oder eine Tachykardie hier definiert als Zunahme der Herzfrequenz, um über 40 Schläge pro Minute. Die sekundären Endpunkte waren dann so Beatmungsparameter und andere Werte, wie zum Beispiel die Todalvolumina, die tatsächlich appliziert wurden, das Minutenvolumen der PO 2 durch FO 2 Quotient, der PCO 2 und so weiter es war ein Crossover von der Kontrollgruppe in die Interventionsgruppe möglich, wenn sonst die Fortsetzung der Prozedur aufgrund von adwords Events nicht möglich gewesen wäre, also im Sinne einer Intention to treat Analyse. Genau und an Daten wurden unter anderem auch noch die Standarddaten der Patienten, also Eiter, turbosgröße, BG as und so erfasst und eben auch die Kurven der Beatmungsgeräte, anhand derer dann die verschiedenen Flüsse und drücke ausgerechnet werden konnten. Zu den Ergebnissen zwischen September 2024 und Juni 2025 wurden 123 Patienten gescreent und 46 Patientinnen randomisiert, das heißt 23 in jeder Gruppe. Alle Patientinnen wurden die Intention to treat Analyse eingeschlossen. Auch die Patientinnen, die ein Crossover hatten, während der Studie. Die Baseline Charakteristika waren in beiden Gruppen nahezu identisch, außer dass es mehr ars Patientinnen in der Kontrollgruppe gab und die Kontrollgruppe leicht kleinere Tuben und eine leicht höhere Baseline airway Pressure hatte. Der primäre Endpunkt, also die Kombination der adverse Events, wurde in 69% der Patientinnen in der Kontrollgruppe und in 4% in der Interventionsgruppe erreicht, also ein sehr, sehr großer Unterschied nach Adjustierung für die Tubusgröße blieb die Kontrollgruppe ein unabhängiger Risikofaktor für die adverse Events, die Tubusgröße selbst war nicht mit adverse Events assoziiert, also das scheint hier nicht das Problem gewesen zu sein und. Und bei 19 Patientinnen der Kontrollgruppe fand ein Crossover statt, weil eben hier adverse Events sonst zum Abbruch der Bronchoskopie geführt hätten und nach Änderung der Einstellungen konnte die Bronchoskopie fortgesetzt werden. Nur ein einziges kardiovaskuläres Event passierte in beiden Gruppen zu einer signifikanten Entsättigung kam es in keiner der beiden Gruppen noch kurz zu den sekundären Outcomes, es kam zu einem Anstieg von. Vom PHCO 2 und einem Abfall des PH in der Kontrollgruppe. Und es kam zu einem signifikant höheren Anstieg der PHO 2 durch FEO 2 Ratio in der Interventionsgruppe während der Prozedur also die waren offensichtlich besser oxidiert als in der Kontrollgruppe. Jetzt einmal ganz kurz dazu, was ich an dieser Studie gut finde und was ich vielleicht nicht so gut finde. Ich finde es ist grundsätzlich ne sehr, sehr pragmatische Studie, sie haben genau das getan, was wir jeden einzelnen Tag auf den Intensivstationen so tun, und ich fand es auch cool, dass sie sich eben über die physiologischen Zusammenhänge Gedanken gemacht haben und anhand der Physik eigentlich sich überlegt haben, was würde Sinn machen und es dann ausprobiert haben. Genau. Was ein bisschen schade ist. Es ist halt nur Single Center und es ist eine sehr sehr kleine Fallzeile 23 Patientinnen in jeder Gruppe sind natürlich sehr wenige, die Autorinnen schreiben aber, dass glücklicherweise gerade eine groß angelegte europäische Multizentrische Studie genau zu diesem Thema läuft und wir dürfen sehr gespannt sein auf die Ergebnisse davon. Alles in allem finde ich eine spannende Studie und ich werde auf jeden Fall das nächste Mal, wenn ich einen Patienten oder eine Patientin bronchoskopiere, das einfach mal so ausprobieren. Sprecher*in 1 Auch da schadet es ja irgendwie offensichtlich jetzt zumindest laut dieser Daten nicht, wenn man das mal ausprobiert, oder? Also. Sprecher*in 2 Ja, stellen Sie sich mir vor. Sprecher*in 1 Wir gucken einfach irgendwie und man schaut, ob es gut funktioniert für mich, in dem in dem Setting voll. Sprecher*in 2 Also ich glaube, ich würde es jetzt nicht auf Krampf probieren, weil ich. Denke, dass halt Daten von 46 Patienten jetzt nicht wahnsinnig robuste Evidenz sind, aber für mich macht sowohl die physiologische Überlegung Sinn, als auch die Daten. Finde ich schon recht eindrücklich mit halt 96 versus 4%, sodass ich denke, dass ich schon Lust hätte, das mal auszuprobieren, ob das halt wirklich so gut funktioniert. Sprecher*in 1 Ja, ja, genau so, meinte ich. Und wenn man sich vorher ehrlicherweise ja gar keine Gedanken darüber gemacht hat, wie du gerade deine Beatmungsparameter einstellst und welche Tidavolumina und so weiter, dann ist das ja schon mal ein Punkt, sich überhaupt Gedanken gemacht zu haben. Total total für eine bessere Behandlung unserer Patientinnen, also sehr cool, danke Paula, so Henning, darf noch die weitere Studie, die du mitgebracht hast, gerne vorstellen, ich bin gespannt. Sprecher*in 2 Henning kriegt diesen Monat den Studienpokal. Sprecher*in 4 Irgendwann ist man mal wirklich. Gibt es wirklich einen eigentlich? Es gibt einen also. Sprecher*in 2 Na klar, es gibt nicht die Batch Robben. Sprecher*in 1 Ich dachte, ich wusste nicht, dass es wirklich einen gibt. Sprecher*in 4 Ich glaub ich hab mal ein Bild. Irgendwann wurde das ja. Sprecher*in 1 Egal. Guck mal, dass ich das nicht weiß, ne, aber ja und ich hatte den auch schon, Leute ich. Sprecher*in 4 Wollt Grad sagen, ja. Sprecher*in 2 Aber diesen Monat? Sprecher*in 1 Gibt ihr genau das ist schon lange her, ist auch schon lange her bei mir. Sprecher*in 4 Gut, dann mach ich mal. Postoperative Übelkeit und Erbrechen: Propofol-Mono vs. Civa im Vergleich Meine zweite Studie ist auch was Kleines geht ganz schnell Effect of Low dos procofold Infusion with Zero fluran versus procofol only total intravenious nstigia on Post operative North Share and bombating in High Risk patients a single Blind Randomized control clinical trial von why at at Ile auch aus dem BMC Nst Geology im Januar 2026 ne Studie. Sprecher*in 1 Die Apress. Sprecher*in 4 Genau aktuell ist aber die. Eigentlich ja hab ich die mehr oder weniger für Torben mitgebracht, der heute leider nicht da ist. Ich hoffe er hört sich es an klein, weil der macht ja gerne mal die sogenannte Ziva, wie er immer sagt, also er kombiniert n bisschen Propofol mit n bisschen sevo für die Vollnarkose. Sprecher*in 1 Er würde jetzt sagen, klappt wunderbar, kann ich euch sagen. Sprecher*in 4 Ja, ja, schauen wir mal, wie gut das klappt. Und in der Studie wurde jetzt die Inzidenz von Ponf bei eben diesem Vorgehen mit der Ponf Invidenz bei einer Propofol Mono. Tiva Hypothese der Autorinnen war, dass die Propofol Only Tiva eine geringere Ponzidenz hat als die Ziva. Zur Methodik das Ganze war eine prospektive, einfach verbündete, randomisiert kontrollierte Studie an einem Krankenhaus in den USA, Zeitraum war Februar 2024 bis März 2025 einschlusskriterien waren Patientinnen alter 18 Jahre oder älter ist. Es musste eine Vollnarkose für einen Elektiven laparoskopischen Eingriff durchgeführt werden und die Patientinnen ja mussten selber angeben, dass sie entweder unter Ponf oder Reiseübelkeit litten. Damit haben Sie also diese High Risk population sich ja zusammengesucht. Ausschlusskriterien war die Einnahme einer antiimetischen Medikation innerhalb von 24 Stunden vor der Op, Allergie oder Oberträglichkeit gegenüber Copofol beziehungsweise Sebofloran und Notfalleingriffe. Die Patientinnen waren Verblindet, das betreuen der Anästhesiepersonal nicht die Person. Die Personen, die dann aber das Post OP FOLLOW erhoben haben dann wiederum schon. Es gab ein genau, es gab ein standardisiertes Protokoll für die Narkoseführung, das beinhaltet beinhaltet die Einleitung mit Propofol, Fentanyl, Lidocain und Rocoronium auch in so weit üblichen Dosierungen, wie wir das kennen von den elektiven Einleitungen und. Und dann gab es eben die Gruppe A, die wir jetzt im Folgenden als Civa Gruppe bezeichnen. Also hier erfolgte dann die Aufrechterhaltung mit Propofol in einer Dosierung von 25 Mikrogramm pro Kilogramm pro Minute plus Sevofloran und in der Gruppe B eben nur Propofol. Narkosetiefüberwachung erfolgte mittels Biss und dann eben die Steuerung der Narkosetiefe in Gruppe A der Civa Gruppe dann über die Sevo Konzentration und in Gruppe B eben über die Propofol Dosierung. Es wurden keine anderen hypnotisch wirksamen Substanzen eingesetzt. Analysie Perioperativ erfolgte mittels Fentanyl, Hydromorphon und Paracetamol, Relaxierung, Metrocoronium und Antagonisierung erfolgte nach Bedarf. Zusätzlich erhielten alle Patientinnen 4 Milligramm Wechselmethason nach der Einleitung und 4 Milligramm Ondansitron vor der Hautnaht und es bestand die Möglichkeit, eine Rescue Medikation gegen Ponf zu verabreichen. Die Entteilung darüber lag in der Verantwortung des betreuenden Anästhesiepersonals. Die Ponf raten haben sie dann erfasst, indem das Pflegepersonal der PEK Q innerhalb der ersten 2 Stunden postoperativ alle 15 Minuten im dokumentierten, ob Symptome von Ponf auftraten. Außerdem wurden die Schmerz Scores erhoben mittels der visuellen Analogskala nach diesen ersten 2 Stunden wurden die Daten dann stündlich erhoben, bis die Verlegung aus dem Aufwachraum erfolgte. Ebenfalls dokumentiert wurde die Anwendung einer Rescue Medikation gegen Ponf und für die Zeit nach der Verlegung aus dem Aufwachraum sollten die Patientinnen alle Episoden von Übelkeit oder Erbrechen selbst dokumentieren. Sie wurden dann 24 bzw 48 Stunden postoperativ telefonisch befragt dazu primary outcome war die kumulative Inzidenz von Ponf innerhalb der ersten 54 Stunden posoperativ secondary outcome. Von der pq Notwendigkeit der Rescue Medikation als simple Size haben sie berechnet, dass 30 Patientinnen im Pro Studienarm mindestens benötigt würden und dann kommen wir auch schon zu den Ergebnissen. Die Baseline Charakteristika der Gruppen waren sehr ähnlich, einziger Unterschied war, dass in der Propofol Only Gruppe es eine längere Op beziehungsweise Anästhesiedauer gab und die auch einen längeren Krankenhausaufenthalt hatten. Es gab keinen signifikanten Unterschied in den Ponfraten auf der Peck You da 59% in der Civa Gruppe versus 42% in der Propofol Monogruppe und im Aufwachraum hatten alle Patientinnen in Anführungszeichen nur Übelkeit, keine Berichte über Erbrechen oder ähnliches. Auch 24 Stunden Post OP, kein signifikanter Unterschied was die Ponfraten anging, hier 59% in der Civa Gruppe versus 42% in der Propofol Monogruppe. Genau ein bisschen Kritik zu der Studie ist natürlich eine kleine Population Single Center, nur einfach verblindet. Man hätte auch gut noch irgendwie eine Sebo only Gruppe mit untersuchen können, einfach irgendwie als Referenzgruppe noch und für diese Rescue Medikation gab es kein stabilisiertes Protokoll, da konnten also verschiedene Substanzklassen eingesetzt werden, aber auch soweit alles bekannt ist, was wir auch im Alltag benutzen. Fazit der Autorenin war, dass die Zeit. Civa was Ponpraten angeht scheinbar der Propofol Mono Gruppe nicht unterlegen ist. Sprecher*in 1 Aber es war schon. Also es war nicht signifikant, aber es waren ja schon deutliche, also deutliche in Anführungszeichen Unterschiede, wobei man natürlich bei dieser kleinen Population sagen muss, ist, natürlich wiegt ein Patient dann mehr erschwerungszeichen. Sprecher*in 4 Also ich finde es grundsätzlich erst mal relativ viel, dass da so ungefähr die Hälfte der Leute also dann doch. Unter Leiden also gut, sind es auch jetzt irgendwie also hochrisikogruppe in der Hinsicht für Ponf also trotz ja eigentlich auch einer Prophylaxe. Aber ja, das stimmt, die Tendenz der Werte geht dann doch eher in Richtung, dass es ein bisschen schlechter ist, wenn man es kombiniert, aber wie du Halt sagst, bei dem Kleinen der kleinen Population kommt dann da halt kein signifikanes Ergebnis raus. Sprecher*in 1 Und sag noch mal ganz kurz, wie war die Aufteilung? Männer und Frauen? Gab es da irgendwie. Unterschiede diesbezüglich also. Vielleicht haben die das ja auch gar nicht aufgeführt, aber weil das ja schon auch n Risikofaktor ist. Sprecher*in 2 Aber wenn es alles hochrisikopatienten waren, könnte ich mir vorstellen, dass es einfach insgesamt sehr viele Frauen waren, oder? Sprecher*in 4 Ja gut, dass du fragst. Ich sehe hier gerade, dass sowohl in der Cheatment als auch in der Kontrollgruppe überwiegend weibliche Patientinnen waren. Also einmal 84 versus 85%. Ja, also da. Sprecher*in 1 Kann man sozusagen dann gleich. Ja, das hab ich schon auch gedacht, weil das ja der häufigere, das häufigere Geschlecht ist, was ponf hat. Sprecher*in 4 Da Spiel ich einfach mit rein. Sprecher*in 1 Ja. Sprecher*in 4 Guter guter Punkt, ja. Sprecher*in 1 OK, ja ja, spannend. Also ich glaube es ist am Ende vielleicht ehrlicherweise ein Ding, wie man das lernt, wie man es so kann und macht. Ich kombiniere sehr selten. Weil ich irgendwie die Notwendigkeit nicht sehe. Aber ich kann auch verstehen, dass Torben das macht, wenn er sagt, es funktioniert bei mir gut. Ehrlicherweise muss man ja auch da sagen, manches. Ist ja von Haus zu Haus sehr unterschiedlich und man lernt dann im Zweifelsfall auch, wenn ich jetzt noch nicht in einem anderen Haus gearbeitet hab. Aber da haben wir öfter schon drüber gesprochen, dass das was bei der einen Intensivstation als absolutes No Go tituliert war, auf einmal auf der anderen Intensivstation, ja, das machen wir immer so richtig, also von daher, vielleicht ist das auch so ne Sache und es ist ja schon mal gut zu wissen, dass sich Menschen damit beschäftigen, ob das einen Unterschied auf die Pondrate macht von. Vielleicht gibt es ja irgendwann dann noch eine größere Studie zu voll. Sprecher*in 4 So schlussfolgern die Autoren auch natürlich. Sprecher*in 1 Ja gut, das schreibst du ja in jedes Paper rein. Das ist mehr Forschung dafür, richtig genau also. Sprecher*in 4 Das ist ja so der. Sprecher*in 1 Der Schließsatz fast jedes Resümees genau, ja, sehr cool. Dann würde ich sagen, haben wir auch schon unseren Journal Club inklusive Codeboard, das war ja schon zwischendrin. Stillen nach Anästhesie: Mythen, Fakten und die Sicherheit von Medikamenten Ich hoffe, ihr habt es euch schon aufgeschrieben und ich gehe mal über in meinen Part und in den Vermischtes Part sozusagen den wir jetzt einfach an den Journal Club anschließen. Und zwar möchte ich heute über ein Thema sprechen, was mich jetzt so die letzten Monate begleitet hat und zwar das Stillen und gerade im Bezug auf Stillen und Anästhesie möchte ich so ein paar Mythen, die immer noch irgendwie kursieren und eigentlich sollte es klar sein, aber ich möchte einfach damit noch mal ein bisschen aufräumen und zwar habe ich mir ein. Paper von der American Society of Anästhesiologists mit angeschaut Statement on Resuming Breast Feeling After Anästhesia und dieser Ausschuss hat dann einmal bestehende Richtlinien und Daten zur Konzentration von Anästhetika in der Muttermilch geprüft, um diese dann in einer Erklärung mit einfließen zu lassen und eine Übersicht und eine Empfehlung zu erstellen. Der Hintergrund ist, dass in der Vergangenheit stillenden Patientinnen immer empfohlen wurde, die Muttermilch unmittelbar nach der OP zu entsorgen, also abpumpen und Wegschütten, bevor sie das Stillen wieder aufnehmen. Und das ist ne ziemlich veraltete Empfehlung, die damals mal ausgesprochen wurde, weil man nicht so richtig wusste, was passiert und was geht wirklich in die Muttermilch über, was könnte dem Patienten also beziehungsweise dem Kind dann noch weitergegeben werden und was könnte dem Kind es schaden? Und letztendlich ist es so, dass wir auch als Anästhesistinnen, aber in diesem Thema manchmal so n bisschen unsicher sind und dann sagen Schütt doch mal lieber weg. Ja, ich glaube, das hat ehrlicherweise, wenn wir jetzt so in uns reinhören, vielleicht jeder schon mal in einem Aufklärungsgespräch gesagt und was da dran ist und was nicht, das möchte ich einfach noch mal kurz beleuchten, also. Im Endeffekt ist eine allgemein anerkannte Methode zur Berechnung der Exposition von Säuglingen gegenüber Medikamenten der Mutter durch den Konsum von Muttermilch die relevante Säuglingsdosis. Die wird auf Englisch abgekürzt mit RID und die RID liefert einen Hinweis auf die relevante Exposition, indem sie das Gewicht von Mutter und Kind, die Konzentration des Medikaments in der Muttermilch und die Absorption des Medikaments berücksichtigt und so dann den prozentualen Anteil des Medikaments im Säugling im Verhältnis. Verhältnis zur Mutter angibt. RID Werte von unter 10% gelten im Allgemeinen als sicher für den Säugling und manche Medikamente haben einen etwas höheren RID wert, sind aber grundsätzlich auch noch unter 10 von unseren Anästhetika, beispielsweise Morphin. Das ist sozusagen das einzige aus der Analgetischen Opiad Opioid Gruppe, was einen relativ hohen RID wert hat von. 9 aber immerhin immer noch unter 10 muss man aber überlegen, ob man das verwendet oder vielleicht eines der anderen. Und genau dann gibt es ganz viele andere Medikamente, die ich gleich auch noch mal so ein bisschen anführe, die vollkommen unbedenklich sind, die FDA also sozusagen, die das Ministerium in den USA. Damals, das muss man sagen, das ist noch vor Trump Zeiten rausgekommen. Also 2024 wurde das überarbeitet und ist dann noch mal geupdatet worden. Red davon stillenden Patientinnen ab die Prodrugs Codein und Tramadol einzunehmen, weil da beide durch das Enzym Zip 2 d 6 die aktiven Formen metabolisiert werden, also zu den aktiven Formen metabolisiert werden. Und es dann sein kann, dass man eine Mutter mit ultraschnellem, metabolischem Stoffwechsel, also diese Rapid metabolizer und Neugeborenes mit langsamem Stoffwechsel hat. Und wenn diese schnell metabolisierende Mutter den langsam metabolisierenden Säugling stillt, dann könnte das in dieser Konstellation ein Problem sein. Also deswegen sind Codein und Tramadol. Sprecher*in 2 Keine, das ist ja ultrakrass. Sprecher*in 1 Optimalen Medikamente. Jetzt sag ich mal zu den generellen also das ist nur so eine eine kurze Übersicht. Ich komme mal zu den generellen Empfehlungen und zwar sind das insgesamt 5 Stück und dann gehe ich auch noch ein bisschen auf die einzelnen Medikamente ein, weil man wirklich dann hinterher genau weiß, OK was ist sicher und was nicht. Also erste Empfehlung ist alle Anästhetika und Analgetika können in die Muttermilch übergehen, jedoch sind nur geringe Mengen in sehr niedrigen Konzentrationen vorhanden, die als klinisch unbedeutend angesehen werden. Also es geht fast alles über, aber sie sind so gering vorhanden, dass sie als klinisch unbedeutend angesehen werden. Opioide und ihre Metaboliten können in etwas höheren Konzentrationen in die Muttermilch übergehen, hab ich eben schon mal gesagt, ne mit Morphin, daher sollten Maßnahmen generell ergriffen werden um den Opioidbedarf zu senken, das machen wir aber sowieso schon, weil wir ja immer versuchen, einen multimodalen Ansatz für die Schmerztherapie zu wählen und den Patientinnen beispielsweise auch NNSAED oder ein anderes Medikament. Postoperativ zu geben, damit sie noch ein zusätzliches Analgetikum haben und nicht nur auf die Opioide oder Opiate zurückgreifen können. Dritte Empfehlung da Schmerzen das erfolgreiche Stillen beeinträchtigen, sollten Patientinnen nach der Operation Schmerzmittel nicht vermeiden ganz wichtig, Frauen werden ja sowieso schon oft. Irgendwie, sowohl in den Studien als auch generell so ein bisschen unterschätzt, was die Schmerzen betreffen. Und die halten halt auch viel aus. So eine Geburt ist hart, schmerzhaft und das halten wir Frauen trotzdem aus und dementsprechend werden denen manchmal auch Schmerzmittel vorenthalten, das sollen wir auf jeden Fall nicht machen, weil es sich auch negativ auf das Stillen auswirken kann, also auf jeden Fall wichtig bei Patientinnen mit Neugeborenen oder Säuglingen mit einem hohen apnoe Risiko. Zum Beispiel bei Frühgeburten sollte zusätzlich überlegt werden, wann das Stillen nach der OP wieder aufgenommen wird. Da ist man so ein bisschen zurückhaltender, wenn das Abnehmrisiko sehr, sehr hoch ist, weil wie gesagt, es kann alles übergehen, aber eben normalerweise in klinisch unrelevanten Mengen. Vierte Empfehlung, wenn möglich, sollte bei Kaiserschnitt Entbindung eine Spinale oder Epidoralanästhesie verwendet werden und dann mit einem Lokalanästhetikum und einem langwirksamen Opioid beispielsweise so Fentanel. Patientinnen sollten nach der Operation sobald wie gewünscht mit dem Stillen wieder beginnen, da die Anästhetika wie gesagt nur in sehr geringen Mengen in der Muttermilch vorkommen. Es wird nicht empfohlen, dass die Patienten abpumpen und Wegschütten, sondern schlafen und behalten so das sind jetzt schon mal die 5 wichtigsten Punkte, jetzt gehen wir mal auf. Auf die einzelnen Medikamente ein, weil ich das einfach spannend finde und am Ende sagen wir auch noch mal ganz kurz was zu metamizol, also die ganzen Anticholinergika, beispielsweise Atropin, da ist es so ein bisschen unklar, die sind grundsätzlich erstmal als sicher concidert, aber man weiß es einfach nicht genau, was da die Idee ist. Also da vielleicht im Zweifelsfall, wenn man es weglassen kann. Kann man es weglassen? Neostigmin und Pyridostigmin hat ein Rid von 0,1, das ist wieder die Prozentzahl, 10 ist der Cut off wert, 0,1 vollkommen unbedenklich a prepitant also unser Antimetikum, da gibt es auch leider bislang wenig Evidenz zu und es steht Unknown dahinter Duoperidol Halloperidol Limited Data, aber eine Einmalgabe ist sicher. Mcp 0,1 rid dann gibt es hier prometazin, was jetzt eher nicht so häufig relevant oder für uns in der Medikation in der normalen Anästhesie nicht so häufig verwendet wird. Da ist der kurzfristige Gebrauch sicher, aber man sollte keine repetitiven Dosen geben, ein scopulamin Patch, da gibt es bislang noch keine Daten zu, aber eine Einmalgabe ist sehr wahrscheinlich sicher. Benzodiazepine, also Diazepam, Norazepam, Milazolam, rid wert, 0,3, muskelrelaxanz. Sprecher*in 2 Krass. Ich befürchte, dass das höher ist, aber das ist. Sprecher*in 1 Ja, auch gedacht, genau. Aber Benzos sind offensichtlich sehr sehr sicher. Ja, weil da ganz wenig von in die Muttermilch übergeht und dementsprechend kein Problem darstellt muskelrelaxantien. Da ist leider annone sie sind als sicher concidert auch wieder. Sagt mir doch mal bitte das deutsche Wort für Concider angenommen ja genau, man nimmt an, dass es. Sprecher*in 2 Angenommen, dass sie sicher sind. Sprecher*in 1 Genau. Es ist unwahrscheinlich, dass sie in die Muttermilch übergehen. Dementsprechend, aber leider gibt es dazu zu wenig Daten. Dann kommen wir mal zu den ganzen intravenösen Anästhetika Etomidat red Wert 0,1, Ketamin annone. Recommended only if medically necessary, also wissen wir nicht ganz genau, aber wenn medizinisch indiziert kann man es machen. Propofol 0,1 Dex meditomidin 0,02 bis 0,06 lokale Betäubungsmittel, da haben wir bubivacain mit 0,1 liposomales Bubivacain mit kleiner 0,4. Lidocain mit 0,1 rupivacain, 0,1 dann kommen wir zu den Opiaten und Opioiden Fentanyl 1, hydrocodon 3, hydromorphon 3, Morphin 9 und oxycodon 3 remifentanil. Da wird auch wieder angenommen, dass es sicher ist, zumindest sozusagen für den kurzfristigen Gebrauch Codein. Void also weglassen und Tramadol auch, habe ich eben erklärt mit dem Zip 2, d 6 und dann nicht Opioid an das Analgetika acetaminophen also Paracetamol 4, also auch noch deutlich unter dem Cadov von 10 Ibuprofen 0,5. Ketero Lac muss ich ehrlicherweise nachschauen, einmal, was das auf Deutsch ist, könnt ihr das währenddessen einmal kurz tun? Das können wir ja gleich dann noch mal sagen Celecoxi, also coxibe 0,3 genau, und dann noch so ein bisschen das, was man als Koanalgetika ansieht, Dexamethason zum Beispiel, da ist es unknown considered safe, also kann aber eine kurzfristige Reduktion der Milchmenge machen. Durch sinkende Prolaktin Level dann sogar Madex gibt es auch keine Daten zu. Ist aber auch wieder angenommen, dass es sicher ist. Also unknown effect before breast feeding is established genau und volatile Gase auch da leider unknown consided safe secondary to Rapid expression also so, dass wir relativ sicher sagen können okay. Offensichtlich ist auch das kein Problem und wir machen ja gasnarkosen auch bei Schwangeren und auch bei kurz entbundenen Patientinnen schon ziemlich lange, ohne dass da irgendwelche Probleme auftreten. Aber so richtig eine genaue Übersichtsarbeit gibt es zumindest laut der ASA jetzt nicht so und jetzt kommen wir einmal zu metamizol, weil es mich doch noch mal ein bisschen interessiert hat und. Und zwar ist es so bei Methamizol, dass die Abbauprodukte von Methamizol in beträchtlicher Menge in die Muttermilch übergehen und ein Risiko für das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden kann. Insbesondere eine wiederholte Anwendung von Methamizol während der Stillzeit muss vermieden werden, im Falle einer Einzelanwendung von Methamizol ist Müttern zu raten, die Muttermilch für 48 Stunden nach der Anwendung zu sammeln und zu verwerfen, das sind so die aktuellen. Empfehlungen also wir können eigentlich mit relativ guter Sicherheit sagen, dass viele unserer Narkosemittel sicher sind und dass man die Muttermilch auch nicht verwerfen muss. Und was wir aber weglassen, sind zum einen tramadol, Codein und Metamizol, dann wäre auf jeden Fall diese 48 Stunden. Zeitspanne sinnvoll und Morphin ist auch nicht das beste Präparat für stillende Frauen, sondern dann im Zweifel lieber ein anderes Opuit verwenden. Sprecher*in 2 Cool, danke Dana. Ich habe 2 Sachen, also erstens keto Rollak ist ein nsr und es scheint aber im angloamerikanischen wie soll ich sagen Raum verbreiteter zu sein. Ich kenne das tatsächlich auch aus England, das ist glaube ich einfach also. Wenn man kurz Google, findet man das eher im deutschsprachigen Raum in Form von Augen, energetischen Augentropfen oder so. Da scheint das drin zu sein. Aber jetzt als Schmerztablette eher nicht so verbreitet bei uns. Das andere ist was ich noch fragen wollte, du wirst sicher die Quelle in die Show Notes packen, aber gibt es fürs Stillen auch so was ähnliches wie Embryotox, weil Embryotox ist ja ganz großartig für schwangere Frauen gibt es so was auch fürs Stillen. Sprecher*in 1 Nicht, dass es jetzt mir bislang über den Weg gelaufen wäre. Ich. Ich glaube, dass du bei Embryo Talks manchmal auch Angaben dazu hast. Sprecher*in 2 Ja, hat man definitiv. Sprecher*in 1 Aber also falls es irgendwer von unseren Hörerinnen und Hörern irgendwie weiß, das würde uns auf jeden Fall interessieren. Also schreibt uns gerne mal, falls es so ne Übersicht für das Stillen gibt. Mir ist bislang noch keine über den Weg gelaufen, man weiß gewisse Sachen, aber was ich auf jeden Fall. Mit meinem Beitrag bezwecken wollte ist, dass wir aus Reflexen sagen, Ach so, sie stillen ja dann auf jeden Fall erstmal abpumpen und. Sprecher*in 2 Wechseln? Nee, das auf jeden Fall. Sprecher*in 1 Machen wir bitte ab jetzt nicht mehr. Sprecher*in 2 Ich habe nur gerade so ein bisschen drüber nachgedacht, weil das ist ja so die klassische Anästhesiologische Empfehlung. Aber ich meine diese in Anführungsstrichen Problematik, dass wir uns da unsicher sind, was man für Medikamente geben darf und wie das ist mit dem Stillen, das führt ja weit über die Anästhesie hinaus. Und deswegen wäre es halt ultracool, irgendeine Datenbank zu haben. Sprecher*in 1 Klar. Sprecher*in 4 Ja, ich bin da auch drüber gestolpert, irgendwie in der Recherche für Studie letztens und du hast auf Deutsch gesagt, aber sie haben diese schönen 2 Schlagwörter in ihrer Zusammenfassung glaube ich hin. Also weg vom Pump and dump ne, also abpuppen und wegwerfen und hin zum Sleep and Keep, also Narkose machen und dann die Mannschaft mich behalten und dann können die Frauen die schönen. Sobald Sie sich dazu wieder in Lage fühlen, halt einfach wie anfangen damit. Ich glaub wenn man sich das so als Schlagworte merkt, dann hat man schon genau was mitgenommen, eben mit den Ausnahmen die du die du genannt hast. Sprecher*in 1 Ich mein, nach einer Vollnarkose ist man natürlich auch noch n bisschen benebelt durcheinander ne und da muss man ja sagen, wenn du dein Kind nicht sicher halten kannst, dann solltest du vielleicht auch noch nicht stillen, aber wenn du dein Kind halt wieder sicher halten kannst, ja dann gibt es jetzt nicht so viele Gründe aus medikamentöser Sicht. Das nicht zu tun und ich glaube, das ist schon auch wichtig, ne, dass man da irgendwie n bisschen mehr Sicherheit vermittelt, weil dann der eine macht diese Empfehlung, dann sagt dir irgendwie, die Gynäkologin sagt dir was, dann sagt dir dein Anästhesist was, dann sagt dir noch irgendjemand was, ja und und du hast da irgendwie 23 unterschiedliche Meinungen und. Weißt eigentlich dann gar nicht mehr, weil wir alle uns so n bisschen unsicher damit fühlen und dann halt irgendwie dazu neigen, so n bisschen absicherungsmedizin zu machen. So nach dem Motto Ah ja, na dann pumpt mal lieber ab, so unterstellt ja, aber Frauen. Noch nie gerade stillen oder beziehungsweise vielleicht auch gerade frisch entbunden haben vor ein Problem im Zweifel, weil sie noch nie gestillt haben, im Zweifel auch noch nie abgepumpt haben, vielleicht auch gar nicht irgendwie so richtig wissen, wie das mit dem Abpumpen funktioniert, vielleicht auch gar kein Equipment jetzt zu Hause haben, falls sie so schnell entlassen werden können und dann ist man halt so. Oh Gott, kann ich das jetzt wirklich machen, ist das schädlich mit meinem Baby? Und natürlich ist man immer gewillt, irgendwie für das Kind. So viel Sicherheit wie möglich zu machen. Und du würdest ja alles weglassen, wenn es nur dem Kind gut geht. Sprecher*in 5 So. Sprecher*in 1 Genau. Sprecher*in 2 Sollen wir also Sleep and Keep, damit die Menschen sich das merken, als Codewort für Verwischtes nehmen oder ist das so kompliziert? Sprecher*in 1 Ich hatte ja alles gut. Ich hatte in der Tat an Saugverwirrung gedacht, weil das so ein typisches Mama Männer Ding ist. Aber ich glaube Sleep and keep. Nein, nein, wir machen Sleep and keep Sleep and Keep ist eindrücklich, aber da werden Männer wahrscheinlich und vielleicht auch manche Frauen, die mit Stillen noch nichts zu tun hatten, nicht so richtig wissen, was laut Verwirrung ist. Aber ihr könnt gerne mal googeln, wenn ihr Bock habt, euch mal so Stress irgendwie zu denken. What what the fuck ja genau fremdsauger, wenn es nicht die Brust ist, was das Kind im Mund hat. Tell you, ich muss, Entschuldigung, ich muss da noch einmal kurz an einhaken. Und zwar habe ich in irgendeiner Folge was gesagt zu einem Buch und habe hinterher herausgefunden, dass das leider nicht so evidenzbasiert ist, wie ich dachte, dass es wäre und deswegen möchte ich das einmal kurz zurückempfehlen zurückrudern sozusagen. Empfehlen ja genau das mit den unterschiedlichen Phasen und jetzt ist mir sogar der Titel entfallen, weil ich seitdem einfach nicht mehr gelesen habe, weil ich irgendwie gehört habe, dass man sie ist. Sprecher*in 2 Doch vielleicht besser, wenn dir der Titel entfallen nicht teilen ist, weil sonst fangen die Leute jetzt an, das zu googeln und dann kriegt es noch mehr Reichweite. Sprecher*in 1 Genau, es geht um so Sprünge, also alle, die das Buch kennen, werden wissen, welches ich meine und offensichtlich hat man die Studie da drin versucht noch mal nachzuholen und also zu reduzieren. Reproduzieren und die Ergebnisse konnten sich nicht reproduzieren lassen und das wusste ich aber zu dem Zeitpunkt, was ich da nicht gelesen habe, wusste ich das noch nicht und habe das damals dann in dem Podcast irgendwie gesagt, dass ich das gerade lese. Ja okay, wir rudern halt auch manchmal zurück und müssen sagen, gut, gibt es keine Evidenz zu, also jetzt hier noch mal ganz offiziell von meiner Seite, ich lese es nicht mehr. „Sleep and Keep“: Warum Abpumpen und Wegschütten oft unnötig ist Gut also Sleep and Keep Ja schön, unser Codewort für Vermischtes und ich würde gerne noch ein bisschen Werbung aufnehmen. Und zwar bin ich am 20. März, also schon im nächsten Monat gar nicht mehr so lange hin in Augsburg und halte da einen Vortrag, da geht es weniger um die richtigen harten medizinischen Fakten, sondern mehr um ein Thema, was wirklich ein Herzensthema nicht nur seit ich Mama bin, aber vor allem auch seit ich Mama bin. Geworden ist, und zwar die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und ich habe den Titel meines Vortrags gewählt mit warum Männer nicht stillen müssen, das ist gut, das passt also auch gut zu meinem vermischten Thema und ich würde mich wirklich freuen, wenn wir uns da sehen, wenn wir uns vernetzen, und zwar ist das Ganze in Augsburg bei Film in med, das ist die erste Ärztinnentagung des Marburger Bunds in Bayern. Und das Ganze ist einmal aufgenommen worden von oder beziehungsweise aufgegriffen worden von Amelie Oberst. Ganz, ganz liebe Grüße an dieser Stelle, die. Wirklich versucht hat da ne krasse Tagung auf die Beine zu stellen, sodass wir uns vernetzen. Und wenn jetzt irgendwer denkt, Ah, das ist doch nur was für die Frauen, dass die sich vernetzen, nein, es geht gerade darum, um Perspektiven auch sozusagen von den Männern zu schaffen, was es bedeutet, dass wir wirklich Gleichberechtigung leben und nicht immer nur darüber sprechen, und ich würde mich wirklich freuen, wenn wir uns bei Film in med am 20. In Augsburg sehen. Und ihr seht schon, was es heißt, Familie und Beruf vereinbaren im Hintergrund ist nämlich mein Kind und möchte auch ein bisschen mitsprechen, also bis zum 20 März in Augsburg und ich glaube, dann sind wir auch schon bei unserem Hauptbeitrag für diese Folge ganz genau genau hauptbeitrag ist diese Folge das Thema Never Events und. Und zwar haben Dominik und ich mit Professor Reinhard Stramet da drüber gesprochen, weil er einer der Vorreiter für diese Themen ist. Und ja, hört euch das Thema an. Never Events: Was sind sie und warum der Begriff problematisch ist Es ist auf jeden Fall, finde ich, sehr hörenswert geworden. Ja, Hallo und herzlich Willkommen bei den Pin Up Dogs Hallo Reinhard, schön, dass wir uns heute noch mal treffen, um ein weiteres Thema aus dem Bereich der Soft Skills zu besprechen. Kills wäre auch schön, genau wir. Sprecher*in 5 Haben Kills, kommen da auch da manchmal vor, ja. Sprecher*in 1 Ja, das ist richtig. Das stimmt. Wir haben auch noch damit ist sozusagen das Trio, abrundet Dominik mit dabei, den kennt ihr natürlich auch aus dem Podcast und. Sprecher*in 5 Hallo Dominik. Sprecher*in 1 Wir besprechen heute den sogenannten Bereich der Never Events. Was das Ganze ist und was wir sozusagen damit euch vermitteln wollen, das würde ich sagen, kommt direkt, nachdem sich Reinhard noch einmal kurz vorgestellt hat, wir haben ja letztes Jahr schon einen Podcast zusammen aufgenommen. Das Second victim oder es ging da dort drin über das Second victim, aber es wäre schön, wenn du einfach noch n paar Worte über dich verlierst. Sprecher*in 5 Ja Hallo Dana, Hallo Dominik, herzlichen Dank, dass ich wieder da sein darf. Mein Name ist Reinhard Strammitz, ich bin Angelernter Anästhesist, habe das achteinhalb Jahre lang klinisch gemacht, habe jetzt die große Ehre, im Rückspiel zu sein. Also jetzt bringe ich nicht mehr meinen anästhesiologischen Kollegen Qualitätsmanagement bei, sondern umgekehrt Gesundheitsökonominnen und Ökonomen Medizin, ich bringe ihnen quasi bei, dass im Krankenhaus keine Wurstfabrik ist. Und hoffentlich rette ich damit mindestens genauso viel Menschenleben wie als Anästhesist. Sprecher*in 1 Du sagst immer irgendwie Anästhesist und Ökonomen in dieser Reihenfolge in. Sprecher*in 5 Dieser Reihenfolge oder natürlich ganz stolzer Anästhesist als das Fachgebiet, was mir so. Zu sagen, seit der ersten Famulatur am Herzen liegt und nach wie vor am Herzen liegt, also insofern, das war kein Zufall, die Berufswahl, und ich habe es auch, die achteinhalb Jahre, die ich es gemacht habe, sehr genossen, empfinde es aber jetzt auch als Privileg, dass ich auf nur einer von 3 Professuren für Patientensicherheit in Deutschland tätig sein darf und eben da mein Wissen multiplizieren darf und eben auch zu Themen wie dem Second Victim Phänomen forschen darf, aber auch beim Thema Never Events in Deutschland, da kommen wir gleich drauf, da hatte ich so meine Finger mit im. Sprecher*in 1 Spiel genau. Wir würden auch vielleicht starten mit einer kleinen Vorstellung da. Des Themas, bevor wir auch zu einzelnen Beispielen kommen und vielleicht dann auch am Ende noch n paar Lösungsansätze beziehungsweise ne Eingruppierung machen. Also was sind Never Events und warum ist das Problem vielleicht an diesem Wort Never Events oder beziehungsweise an dieser Zusammensetzung, was gibt es da für Probleme? Erzähl mal. Sprecher*in 5 Also Never Events, da wird da werden Ereignisse verstanden, die schwerwiegend für den Patienten sein können und die Patientin und die als Verhinderbar gelten, wenn Sicherheitsbarrieren wirksam implementiert sind. Sie können zu einem schwerwiegenden Schaden oder sogar zum Tod von Patientinnen und Patienten führen. Es kann aber auch ein Never Event sein, wenn dieses Ereignis nicht eingetreten ist. Sie müssen eindeutig identifizierbar sein und ein berühmtes Beispiel nur, damit man einfach so eine Vorstellung hat im OP wäre zum Beispiel die Seitenverwechslung, die, wenn wir eben etablierte Sicherheitsmaßnahmen wie OP, Checklisten, Seitenmarkierungen, Dokumentationen im OP Programm und so weiter und auch zum Äußersten streiten. Und die Auskunft des Patienten über einlegen. Dann, sagt man, ist es ja eigentlich kann es ja eigentlich gar nicht wirklich passieren, dass ich dann noch die Seite verwechsele, Spoiler. Es passiert dennoch und wir wissen auch, wie oft es passiert. Warum wissen wir das? Na ja, der Begriff Never Events, das ist eine eine Wortschöpfung aus dem britischen NHS. Und da muss man kurz verstehen, wie dieser Begriff zustande gekommen ist. Damals muss man ehrlicherweise sagen, gab es einige Skandale im NHS, und der damalige Gesundheitsminister Jeremy Hunt, dem Stand ehrlicherweise das Wasser ziemlich zum Hals, und er hat sich sozusagen für eine Flucht nach vorne entschieden, hat gesagt, ich möchte, dass, wenn bestimmte Ereignisse passieren, dass das auf einem Monitor, der in meinem Büro steht, aufscheint, und ich möchte auch maximale Transparenz. Dass die Bevölkerung davon erfährt, nicht nur, es macht Kling und irgendwo im Vereinigten Königreich ist was passiert, sondern die sollen wissen, in welchem Krankenhaus genau ist das passiert und wie viele Never Events haben die einzelnen Krankenhäuser so im Jahr verursacht, das kann man jetzt noch nachlesen in den sogenannten Never Event Statistiken. Und das Ganze bringt natürlich entsprechend 2 Probleme mit sich. Das Erste ist, es ging dort als man das etabliert hat, im Wesentlichen um einen politischen Befreiungsschlag. Also sozusagen selber das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen und sich als Macher darzustellen. Es ging gar nicht vordergründig erst mal ums Lernen und in dem Moment wo ich nen Internetpranger mache, wir sind halt nicht von unserer Sicherheitskultur, sodass dann alle User sagen, Oh, da haben die bestimmt eine Morbiditäts und Mortalitätskonferenz gemacht und sind jetzt viel besser und haben daraus gelernt, sondern dass natürlich alle mit dem Finger dann auf das Haus zeigen und sagen, Boah was ne und so weiter kannst nicht hingehen und eben jeden Fehler der passiert, den ja die Leute. Heute gar nicht machen wollen. Niemand von uns tritt in den Saal morgens und sagt, heute habe ich Bock auf eine Seitenverwechslung, das wollen wir ja nicht machen, ja, und wir arbeiten natürlich professionell und wir schauen natürlich auch auf uns und trotzdem gibt es Konstellationen momentan noch, weil eben bestimmte Maßnahmen nicht so wirksam explementiert sind, wie sie sein sollten, wo es eben passiert, und dann kommen eben die Leute nachher an und sagen. Das darf nicht passieren, oder wie konnte das passieren? Und beide Fragen, also das wie konnte das passieren in vorwurfsvollem Ton, oder das hätte nicht passieren dürfen, das mag für den Moment einen selber ja so ein bisschen erleichtern, ja in seiner Emotion, aber das hilft natürlich nicht, weil wir nicht verstehen, wie es dazu kommen konnte und daraus eben nicht lernen können, um es zukünftig zu verhindern und gerade wenn man sagt, Never Events. Dann impliziert das ja, das ist etwas, das darf niemals passieren. Schauen wir aber in die Statistiken des NHS, die wie gesagt, jeder jetzt googeln kann, parallel zum Podcast, wer gerade irgendwie das hört und einen Internetbrowser auf, hat NHS Statistiken, dann sehen wir, dass immer noch 150 bis 180 Seiten Verwechslungen Rong Side Sergeries im Jahr im NHS gemeldet werden und ganz ehrlich, es mag noch den ein oder anderen Fall geben, der zwar passiert, der aber. Aber trotzdem noch unter den Teppich gekehrt wird. Weil natürlich hat kein Manager und kein Chefarzt, keines Krankenhauses primär Lust darauf, im Internet entsprechend angeprangert zu werden und ich glaube, was hier viel wichtiger wäre als eine solche Internetdatei zu haben, wäre einmal zu wissen, wie häufig passiert ist, damit man eben sieht, es bleibt noch, es bleiben noch Maßnahmen zu tun und zum anderen, was sind die Lernbotschaften, die wir aus jedem einzelnen individuellen Fall ziehen, weil ich glaube, was jeder Patient, dem so was passiert, auch. Auf jeden Fall verdient hat neben der Entschuldigung und neben gegebenenfalls auch Schmerzensgeld ist eine Antwort auf die Frage, was haben wir daraus fürs nächste Mal gelernt. Das ist das Mindeste, was dann auch so eine Abteilung, in der was passiert, dem Patienten und auch den Kolleginnen und Kollegen schuldet. Wie gesagt, stellt euch vor, ihr selber habt so was, ihr könnt zum Second wickdam werden, das kann euch selber belasten, für den Patienten ist es belastend, ist es medial belastend, ist es für die Haftpflichtversicherung belastend, also da gewinnt niemand und wenn man das. Dann verschweigt unter den Teppich kehrt oder eben so skandalisiert mit einem Begriff aus der Blame Culture Never Events ist n Begriff aus der Blame Culture. Ja, also ich suche einen Schuldigen, wer welcher Depp hat das gemacht, wer war so gewissenlos, dass ihm etwas passiert ist oder ihr was nie hätte passiert werden dürfen? Also ihr merkt schon allein beim Tonfall wie sehr das Blame Culture wäre anstatt zu sagen, ja das ist alles andere als schön. Und hier muss jetzt letzten Endes geguckt werden und hier muss den Patientinnen der Patienten geholfen werden. Aber hier muss vor allem eben auch gelernt werden, damit uns dieser Bock, den hier zweifelsohne geschossen haben, zu dem wir auch stehen müssen, damit der nicht noch mal passiert, und das ist eben etwas, was in der Entwicklung im NHS nicht wirklich gut gelöst worden ist, mit diesem Begriff und diesem Internetpranger, und das erklärt auch, warum die Zahl, die ja theoretisch, nachdem man das gesehen und gemessen hat und auch Policies entwickelt hat, diese Zahl hätte. Ja, eigentlich runter gehen müssen, irgendwann vielleicht so nahe 0 ja, aber man hat eben 2 Sachen gemerkt. Zum einen, das war eher kontraproduktiv, diese Transparenz, also zumindest auf der Arbeitsebene merkt man das und zum anderen nur eine Policy rauszuhauen oder nur ein Gesetz zu machen, das wäre der deutsche Weg, wir sagen jetzt dem GBA, er muss noch 10 Verordnungen irgendwie machen und die müssen dann alle befolgen. Das führt ja noch nicht dazu, dass sich wirklich vor Ort etwas ändert. Das ist ja erstmal Papier und das ist geduldig, ja oder hört sich nett an. Wir wissen seit 2009, das ist eine Who Checkliste, dass die gut ist. Wir haben die Studie aus dem Journal of Madsen, die feiert auch schon mittlerweile Geburtstag und ist in der Pubertät, und trotzdem ist es ja immer noch so, dass wenn wir ehrlich sind, Hand aufs Herz ist nicht in jedem OP. Der Welt oder geschweige denn in Deutschland so läuft, dass sich wirklich da alle wie ne Pilot und n co Pilot stoisch an diese Checkliste halten, das einsehen, das auch machen und das einfach zum zum absoluten Alltag von uns gehört. Also das sind so Sachen, das hab ich in meiner Zeit erlebt, das lief teilweise extrem gut. Und extrem vorbildlich. Schon vor 1015 Jahren. Es lief aber teilweise eben auch katastrophal und eigentlich kriegen wir so eine Sicherheit und eine Reduktion dieser Ereignisse auf nahe 0 nur dann hin, wenn es wirklich immer und überall und jederzeit so läuft, wenn es quasi Teil unserer DNA, teil unserer Kultur wird und das, das weiß man jetzt mittlerweile, da sind wir so gesehen dem NHS dankbar, weil die haben diese Fehler schon für uns gemacht, die. Die reine Policy dieses reine Gesetz wird überhaupt nichts daran ändern, dass es zu solchen Fällen kommt, sondern eben der kulturelle Wandel, der lange braucht. Der C ist, der wird entsprechend helfen und natürlich muss man sagen, am Ende, wenn es zu einer Seitenverwechslung oder einer Höhenverwechslung gekommen ist, werden wir keine guten, legitimen Gründe finden, warum wir das gemacht haben. Also es ist schwer zu vermitteln, und wenn man sich für einen Moment mal vorstellt, ich selber bin der Patient und die haben halt bei mir jetzt statt L 1 l 5 operiert. Dann würde ich da auch wenig Verständnis für haben oder das wenig witzig finden sozusagen und auch natürlich die Frage stellen, wie hättet ihr denn besser die Höhe kontrollieren können oder wie hättet ihr denn statt meiner linken Hand nicht vielleicht besser die Rechte operieren können, wobei ich wahrscheinlich so viel edding oder Textmarker oder OP stifte verwenden würde, ja oder noch n Zettelchen auf den anderen Arm machen, dass sie da sicher sind, aber allein das zeigt ja schon, wenn wir so drüber reden, dass wir eben wissen, dass es da keine. Keine Sicherheit gibt, so wie sie sie geben könnte. Vom Never Event zum SEVER: Wie Deutschland aus Fehlern lernen will Ja, und die Rong Side Surdery, das ist ja nur ein ganz prominentes Beispiel, es gibt ja nachher noch andere, aber man merkt eben, Never Events ist eigentlich ein Begriff der Blaim Culture, insofern hat die Expertengruppe, die das Aktionsbündnis Patientensicherheit damals in Deutschland gegründet hat, um auch so eine Liste zu erstellen, eigentlich zunächst einen etwas anderen Ansatz verwendet, über den wir ja sicherlich gleich sprechen werden. Sprecher*in 1 Genau mache ich gleich weiter und gehe auf den anderen Begriff, den Du nennen wolltest, ein. Sprecher*in 5 Ja, also dass es natürlich Ereignisse gibt, die wir unbedingt verhindern wollen. Das ist unstrittig, also dass Seitenverwechslung etwas ist, was hoffentlich irgendwann der Vergangenheit angehört und was wir nahe auf 0 drücken wollen. Ich denke, da gibt es keine 2 Meinungen, das APS das Aktionsbündnis Patientensicherheit hat sich damals gedacht, wir setzen da jetzt eine Expert Innengruppe ein, ich hatte die große Ehre zusammen mit heidemariese Geseberg diese Expert Innengruppe zu leiten. Und wir wollen auch eine solche Liste für Deutschland erstellen, aus Expertensicht. Welche dieser Ereignisse gehören auf eine solche Liste, wir hatten da 2 große Dokumente, die wir uns angeguckt haben, einmal natürlich das Never Events Framework vom NHS, das hatte ich ja schon genannt. Da wird ja auch benannt, was ist ein solches Event, was gehört dazu, was gehört nicht dazu. Und es gibt vom National Form for Quality. In den USA gibt es eine sogenannte SRE Liste, die Series Reportable Events, das ist ein bisschen was anderes, da stehen so Sachen, die Seitenverwechslung und andere Dinge drauf, also das hat gewisse Schnittmengen zur NHS Liste, da stehen aber auch sogenannte Sentinel Events drauf, also das sind zum Beispiel Ereignisse wo man sagt, die können zwar rein theoretisch passieren und zwar auch ohne dass jemand etwas falsch gemacht hat, aber wenn die. Passieren, dann müssen wir uns, müssen wir das angucken und müssen gucken, wie konnte es dazu kommen. Als Beispiel möchte ich nennen, den Tod eines ASA 1 Patienten während Narkose, also dass ASA 1 Patienten super sicher bei uns sind und dass wir das im Bereich von 10 hoch minus. 9. Was auch immer mittlerweile drücken können, durch unsere Sicherheitstechnik, durch unser Training, durch Antizipation, durch schwierige Atemwegsalgorithmen, durch eine gescheite Prämedikation und und und. Und das ist klar, also as A 1 Patienten kann man wahrscheinlich sagen, die Autofahrt zum Klinikum ist das gefährlichste, was sie zumindest in Sachen Anästhesie an dem Tag gemacht haben, aber dennoch ist es ja nicht ausgeschlossen. Obwohl es hoffentlich niemandem passiert von uns, dass ein Asa 1 Patient bei einer Narkose stirbt. Es gibt keine absolute Garantie, ja oder eine nicht risikoschwangere die unter Geburt verstirbt. Ja das kann passieren, das ist super selten, das ist auch wiederum gut, wenn wir uns andere Länder angucken, aber es besteht ein gewisses Restrisiko im kleinen Bereich und wenn das passiert, heißt es noch nicht zwingend, wir haben kapitale Fehler gemacht, aber es heißt natürlich, wir müssen uns diesen Fall angucken und wir müssen gucken, ob da irgendetwas draus zu lernen ist und weil das eben so ungewöhnlich ist und weil es eben gescheit aufgearbeitet gehört, so, und diese Events, die haben wir uns bewusst erstmal nicht angeguckt, sondern wir haben gesagt, aus der SAE Liste schauen wir uns wirklich nur die echten Never Events an, die sie da sozusagen als Serious reportable Events bezeichnen und eben die klassischen Never Events, britisches Gesundheitssystem NHS, und da schauen wir bei jedem von denen. Ist es auch aufs deutsche Gesundheitswesen anwendbar? Eine kleine Anekdote zum Beispiel in Großbritannien ist es so, dass ein Never Event, dass es in Psychiatrien bei den Duschvorhangstangen ne bauliche Vorschrift gibt, dass die maximal 20 Kilogramm aushalten können, damit sich Patientinnen und Patienten in ihrer Nasszelle nicht an der Duschvorhangstange erhängen können. So natürlich schmerzhaft gelernt aufgrund von tragischen Ereignissen, die in der Psychiatrie passiert sind. Und jetzt, etwas skurril natürlich die Frage bei uns haben, und das ist ja typisch deutsch und hat auch einen hohen Nerdfaktor. Haben wir denn irgendeine Art von DIN Bauvorschrift für Psychiatrien, die die das Nachgebegewicht von Duschvorhangstangen in der Psychiatrie regelt? Ja, Spoiler haben den nicht, also bislang jedenfalls noch nicht. Ja, und insofern können wir natürlich sagen, wenn es hier keine entsprechenden Vorschriften gibt, also keine harten Barrieren in dem Sinne, dass es eigentlich technisch verboten wäre, so was zu bauen, dann können wir jetzt nicht von jetzt auf gleich sozusagen sagen, wenn so was passiert, dann habt ihr alle was falsch gemacht, ja, weil man jetzt ja nicht von heute auf morgen jede der Psychiatrien, die ja teilweise über 100 Jahre alte Bausubstanz hat, von heute auf Morgen mit einem Fingerschnippel. App ändern kann. So und genauso gab es andere Never Events, wo wir auch gesagt haben, ja das ist für uns eigentlich eher ein Sentinel Event, weil es kann trotz bester Vorsichtsmaßnahmen passieren und es heißt noch nicht zwingend, dass jemand was falsch gemacht hat. Also wie gesagt Tod eines ASA. 1 Patienten wollen wir unter allen Umständen vermeiden, werden wir ausgebildet, dass es uns hoffentlich in unserer Karriere niemals passiert, aber heißt nicht automatisch du hast was falsch gemacht, wenn es denn doch passiert. Ja, weil ich mein jeder, der lang genug Narkosen eingeleitet hat, wird mal jemand Patienten gehabt haben, der ihm entweder stehen geblieben ist bei der Einleitung oder fast stehen geblieben ist, wo man vorher drauf gewettet hätte. Das wird ne ganz easy Einleitung, das wird n easy Start. Also wie gesagt da wer da sozusagen den ersten Stein werfen will, der hat einfach noch nicht genug narkoseeinleitung gemacht, ja. Sprecher*in 1 Ich erinnere mich an eine PDK Anlage, wo wir immer wenn wir so Richtung des Loss kamen, diese Patienten, so diese Patientin so langsam geworden ist und halt irgendwie immer Monitoring komplett stehen geblieben ist. Und dann meinte ich beim zweiten Mal OK wir müssen das jetzt hier abbrechen erstmal und haben dann mit Atropin und Backup und so weiter den noch legen können den PDK aber. Ne also solche Sachen. Sprecher*in 5 Also ich denke alle Zuhörenden mit Event mit mit entsprechender klinischen Erfahrung haben jetzt gerade so ihren Fall vor Augen, wo sie denken, so oh mein Gott, ja der hoffentlich gut gegangen ist. Also liebe Grüße hier Andy. An die Zuhörerschaft also, und das sind wie gesagt, so Sachen, wo wir dann jedes einzelne Event angeguckt haben. Wir haben ja gesagt, es muss ganz klar sein, zum einen, es muss ein schwerwiegender Schaden möglich sein, auch wenn er vielleicht gar nicht passiert ist. Also Beispiel die Patientenverwechslung, also nehmt ihr odana Dominik, wenn ich euch jetzt beide verwechsle, aber ihr kriegt beide Lapaskopische Appendektomie, dann ist im Ergebnis ja nichts passiert, also ihr habt beide euren Wurmfortsatz nicht mehr, aber die Patientenverwechslung ist trotzdem da und wir müssen das trotzdem angucken, weil wie gesagt hättet ihr nicht zufällig die gleiche OP gehabt, dann wäre das ganz übel unter Umständen. Ausgegangen also das ist etwas, es kann ein schwerer Schaden eingetreten sein, es ist aber auch ein solches Ereignis, selbst wenn es nicht zum Tod des Patienten geführt hat, es muss eindeutig erkennbar sein, deswegen sind halt Anästhesisten oder auch Chirurgen auf diesen Listen traditionell häufiger vertreten, nicht weil die schlimmer oder schlechter sind als Internisten oder andere Fächer, aber ich sag mal so, beim internistischen Polytrauma mit 12 Zentimetern Medikamenten ist es halt schwieriger, eindeutige Ursache Wirkungsbeziehungen herzustellen, wie wenn das Linke statt das rechte Bein. Rein operiert ist, das kann im Nachhinein jeder sozusagen erkennen. Das heißt, die Erkennbarkeit ist höher. Damit landen einfach auch mehr Ereignisse aus dem chirurgisch unfallchirurgisch anästhesiologischen Bereich auf dieser Liste als jetzt aus den konservativen Fächern, was aber nichts über die Fächer an sich aussagen soll, also es muss schwerwiegend sein oder es hätte zu einem schwerwiegenden Schaden ein bisschen zum Tod führen können. Es muss eindeutig identifizierbar sein und es muss als Verhinderbar gelten, wenn Einrichtungsintern wirksam. Barrieren implementiert sind also nur weil es eine Who Checkliste gibt, heißt das ja noch nicht, dass es in der eigenen Klinik oder im eigenen Saal oder im Zusammenspiel mit der anderen Fachdisziplin reibungslos läuft. Aber wenn das wirklich implementiert ist und alle sich daran halten, dann muss man sich schon sehr stark am kopfkratzen, wenn es dann noch zu so einem Fehler kommt, also wenn die Seitenmarkierung gemacht ist, wenn ein echtes Team Timeout gemacht wird und nicht nur irgendwie pseudomäßig Kreuzchen gesetzt werden oder man kommt in den Saal und damit es weitergeht, ist das OP p. Protokoll schon mal vorausgefüllt all das sind natürlich so Sachen, wo man sich selbst betrügt, die möglicherweise sogar gefährlich sind. Also es geht wirklich darum, wie bei einem Piloten bei einem Check stoisch vor jedem Start die Checkliste durchzugehen und zu sagen, so sieht es aus und haben wir alles an Bord und ist die Antibiose drin und wie sieht das mit Blutverlust aus und das wirklich alles abzuarbeiten, damit man diese Sicherheit dann auch intraoperativ hat und nicht überrascht wird, genauso wie man ja im Prinzip vor jeder Narkoseeinleitung einfach sein Gerät auf Dichtigkeit checkt, also. Einfach als Reflex sozusagen. Also es gibt so bestimmte Dinge, da würde man sagen, wir sprechen mittlerweile da auch schon in der Literatur von always Events, also Sachen, die ich immer machen muss, und zwar bei jedem Start, bei jedem mal, wenn ich entsprechend was pdk anlege oder was auch immer ist die quasi einfach in meine, in mein Rückenmark, sozusagen auf Rückenmarksebene mitgemacht werden müssen, und da haben wir dann eben eine Liste erstellt, und diese Liste haben wir aber nicht Never Event Liste genannt. Weil wir gesagt haben, das ist n Wort aus der Blame Culture und da haben wir eben gesagt, worum geht es eigentlich, was ist das eigentlich? Na ja, und letzten Endes sind wir darauf gekommen, das sind ja alles schwerwiegende Ereignisse, aber es sind schwerwiegende Ereignisse, die wir sicher verhindern wollen. Und aus diesem Begriff schwerwiegende Ereignisse, die wir sicher verhindern wollen, ist damals das Akronym Seva entstanden, also SEVER schwerwiegende Ereignisse SE, die wir sicher verhindern VER wollen. Das wäre sozusagen eigentlich die Intention gewesen. Es ist ganz interessant, ich nenne jetzt keine Namen, wir haben auch mit der Arbeitsebene vom NHS gesprochen, einigen Leuten, die da so mit Never Events professionell befasst sind oder waren. Und haben gefragt, was Sie denn davon halten. Weil wir haben ja im Prinzip das Konzept jetzt von denen so ein bisschen adaptiert und da einfach dann kack dreist so einen neuen Namen gewählt, und da haben die gesagt, ganz ehrlich, unter vorgehaltener Hand und ohne Namensnennung musste ich versprechen, das fänden sie die bessere Variante, weil auch ihnen war klar, dass Never Events halt einfach erstmal ein politisches Manöver war, um jemanden aus der Schusslinie zu ziehen, und da es ja nicht hilft, wenn man jetzt beispielsweise die Öffentlichkeit gegenüber dem Klinikpersonal gegeneinander ausspielt, das hilft ja. Ja, nicht ja, sondern hier geht es wirklich gemeinsam drum zu lernen, aus den Fehlern, ähnlich wie in anderen Hochzuverlässigkeitsbranchen jeder Flugzeugabsturz ist ne Katastrophe, aber aus den aller allermeisten Flugzeugabstürzen hat man eben gelernt und das Fliegen für die Zukunft sicherer gemacht und das war quasi der letzte Dienst, den man den Absturzopfern ja auch machen konnte und genauso ist es eben so, dass man das sagen muss, man muss es als Dienst an den Geschädigten sehen. Und wenn es nur n falscher Schnitt am Knie war, weil ich die Arthroskopie versucht hab, rechts statt links zu machen und der Hautschnitt einfach schon gesetzt wurde, denkt man sich, ist ja keine große Sache, doch ist es auch der Vertrauensverlust des Patienten. Kann ne große Sache sein, es ist keine Bagatelle und wie gesagt, das Mindeste was man tun kann um zu versuchen es wieder in irgendeiner Form gut zu machen ist draus zu lernen, dass derjenige zumindest weiß, OK, so etwas passiert. Hoffentlich in dieser Klinik mit der Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht noch mal. Das hilft zumindest über das ganze hinwegzukommen und auch wieder Vertrauen in das System aufzubauen. Also Seva war eigentlich die ursprüngliche Liste, so hat man sie auch als Seva Liste downloaden können, leider Gottes hat sich dieser Begriff nicht durchgesetzt, sondern ist danach aus verschiedenen Gründen doch auf die deutsche Version der Never Event Liste umgeschwenkt, also wenn man es jetzt dieses Dokument herunterlädt, hat sich am Dokument außer dem Titel nichts geändert, ich persönlich merkt man aber fremd. Immer noch mit dem Begriff Never Events, weil er eigentlich ja wirklich so aus der Blam Culture kommt und eigentlich wirklich nicht das erfasst, worum es geht. Offene Kommunikation bei Fehlern: Candor-Prozesse schaffen Vertrauen Das, was du eben gerade gesagt hast, ist finde ich auch ein ganz ganz relevanter Punkt, dass man es den Patientinnen schuldig ist, mal ganz unabhängig davon irgendwie wieviel in Anführungszeichen passiert ist. Aber es ist zudem auch noch ein weiterer Aspekt, dass die Patienten, die aufgeklärt sind und mit denen ehrlich und offen kommuniziert wird, dass die viel weniger. Sozusagen versuchen wollen, um das letzte Haar, den Arzt, die Ärztin, die das dann betrifft, ins Gefängnis zu bringen, sondern die sind, weil sie aufgeklärter sind und weil mit ihnen ehrlich umgegangen wird, im Zweifel offener und sagen, ja, OK, ist jetzt scheiße, aber wir versuchen jetzt irgendwie das Beste draus zu machen, und die müssen auch mit Sicherheit juristisch gesehen ne, im Zweifel Schmerzensgeld und so weiter bekommen, aber sie werden nicht diese diesen Vertrauensverlust, den du eben angesprochen hast. In der Form haben, als wenn man versucht einen Fehler und ich finde es wichtig, dass wir trotzdem vom Fehler sprechen. Also ich finde es blöd, wenn wir jetzt anfangen zu sagen, ja, das war jetzt nicht so gut, nee, also es, es ist ja sinnvoll den Fehler zu benennen und dann zu sagen, OK, wir müssen unbedingt die Schlüsse daraus ziehen, wie du gesagt hast, aber dass wir dann für diese Patienten sozusagen wirklich aufklären und sie wollen uns dann. Im Zweifel weniger an ans Fell, sagt man nicht so ne, aber. Sprecher*in 5 Absolut absolut. Dafür gibt es ja Evidenz. Also dafür gibt es wieder Evidenz, da müssen wir jetzt in die USA gucken, dort ist ja schon seit einiger Zeit Duty of Candor sozusagen, also open disclosure and and result, also ein offenes Ansprechen von Fehlern, da zeigt sich im Prinzip. Wirklich empirisch, dass das der bessere Weg ist. In USA denken wir ja gleich immer, ich Rutsch irgendwo im Krankenhaus auf einer Pfütze auf, ich verklag das Krankenhaus auf $830000000 Schadensersatz. So, jetzt hört man ja immer wieder solche Schlagzeilen, ja, und und deswegen müssen ja auch alle möglichen Warnhinweise überall sein oder die Patienten im Rollstuhl da geschoben werden, damit sie auf keinen Fall stürzen können oder solche Sachen. Also dort, wo es ja um höhere Schmerzensgeldsummen geht, also die Schmerzensgeldsummen in Deutschland, die sind ja lächerlich im Vergleich zu dem, was da in den USA aufgerufen wird, da muss man ehrlicherweise sagen, hat man gesehen, wenn man zu den Leuten in den USA hingeht und sagt, hier, das ist passiert und es tut uns leid und wir gucken jetzt, dass wir das irgendwie den weiteren Verlauf so gut wie möglich gestalten. Also nehmt als Beispiel, ich hab ein Tupfer Intraoperativ vergessen. Ja, das kann mir leid tun oder nicht, aber das führt ja in der Regel dazu, dass noch eine weitere Operation notwendig ist und die muss geplant werden und dann muss das wieder rausgeholt werden. Ja, also das heißt, es ist ja mit dem mit dem Ereignis, häufig mit dem Fehler häufig gar nicht getan und vorbei, sondern es muss ja dann irgendwie weitergemacht werden, und dass man dann sagt, OK, wir machen das und wir entschuldigen uns dafür und das natürlich geht es auf unsere Kappe, also das kann man den Patienten ja nicht anlasten, alles andere wäre ja lächerlich. Dann fehlen im Prinzip 2 zentrale Gründe, weil unter diesem Kinderprozess ist auch dann die Frage nicht nur das ob oder ob nicht, das ist ja unstrittig, wenn nicht, wenn der Tupfer da drin ist. Ja, sondern auch um das wieviel. Und ich kannte mal einen Juristen eines großen Krankenhauses, der hat mir auch ganz klar gesagt, Herr Strammetz, wenn es, wenn es drum geht, falsches Bein operiert, dann geht es nicht mehr ums ob, dann geht es nicht mehr ums ob, dann geht es ums wieviel. Und dann geht es darum, den Schaden, der dadurch entstanden ist, nicht noch größer werden zu lassen. Durch skandalisierte mediale Berichterstattung et cetera et cetera. Es ist völlig klar, dass die Operation auf unseren Deckel geht, da müssen wir uns sehr stark überlegen, ob wir es überhaupt der Krankenkasse zur Abrechnung geben oder ob wir es nicht einfach so regulieren. Es ist auch klar, dass wenn es dann um Schmerzensgeld in einem vernünftigen Rahmen geht, dass man alles versucht, den Gerichtsprozess zu vermeiden, sondern es so zu regeln und möglichst eben so entgegenkommt, dass der Patient uns eben nicht verklagt und. Patienten haben ja 2 Gründe, Ärzte zu verklagen. Wenn man sich überlegt, warum klagen die oder warum gehen die vor Gericht. Das sind langwierige Verfahren, das kostet viel Geld, das ist leidet für alle Betroffenen, auch die Kläger, die Leiden auch darunter, aber es gibt 2 Hauptgründe, warum sie das machen, das Erste ist, sie müssen es machen, damit sie einen Anspruch bekommen, ja, also sie müssen klagen, damit sie nachher zivilrechtlich irgendwie bestimmte Kosten bekommen, das kann man über berufshaftpflichtversicherungen und man kann auch über Staatsfonds für bestimmte Hochschadensfälle im Neugeborenenbereich zum Beispiel reden. Das kann man abfedern, und das machen andere Länder schon relativ gut, das heißt, dieser Klagegrund kann entfallen. Ich muss also nicht mehr klagen, um überhaupt meinen Angehörigen meinen Nächsten versorgen zu können. Bei einem geburtshilflichen Schaden, wo ich ja dann über vielleicht 70 Jahre Millionen an Kosten entstehen und wo man sagt, sie müssen vor Gericht gehen, damit sie überhaupt das Klagen, das ist das eine und das zweite, und das ist, wie du sagtest, der Vertrauensverlust, wenn die Leute denken, hier wird was vertuscht, hier werde ich beschissen, hier wird gemogelt, hier wird gemauert, ich will wissen, was die Wahrheit ist. Verdammt noch mal, dann gehen die vor Gericht und ganz ehrlich, da ja jeder, und das ist ein Rechtsprinzip, wenn er vor. Vor Gericht angeklagt wird sein gutes Recht hat, seine Aussage zu verweigern. Dann ist ja häufig das, was die Patienten eigentlich wollen, nämlich herausfinden, was passiert ist vor Gericht erst recht nicht möglich, weil wer wird sich vor Gericht dann selbst belasten, das heißt, das eigentliche Ziel der Patientinnen und Patienten, nämlich zum einen, dass sie versorgt werden. Und mit dem, was Ihnen zusteht. Und zum anderen, dass sie Gerechtigkeit erfahren. Das wird durch ein Gerichtsverfahren eben, und das liegt gar nicht an den Rechtsanwälten oder an Richtern, sondern an dem System, wie es aufgebaut ist. Das wird eben meistens nicht erreicht, das heißt, ich würde auch Patientinnen und Patienten raten, wenn sie im Gespräch bleiben können, und wenn sie das anderweitig lösen, den Klageweg zu vermeiden, und der Klageweg ist eigentlich immer nur die letzte Möglichkeit, und wem das einmal passiert ist. Ich kenne ärztliche Kolleginnen und Kollegen, die haben wirklich 678 Jahre da n Prozess. Am Hals gehabt, der weiß, wie sehr das einen belastet. Insofern muss man ehrlicherweise sagen, ist ein solches offenes umgehen damit auch für das betreffende Haus, insbesondere aber auch für die betroffenen Kollegen der bessere Weg. Ja, der Weg, wo man schneller wieder heilen kann oder zumindest so weit genesen kann, alle Parteien, wie es eben möglich ist, also dort entsprechend im Gespräch zu bleiben. Da kann ich auf eine andere Broschüre des Aktionsbündnis Patientensicherheit verweisen und Werbung machen. Die hat den Titel reden ist der beste Weg, denke mal, da wird schon im Titel relativ klar, worum es geht, ich will jetzt den Leuten die Arzthaftung machen oder Medizinrecht, die Patientenseite vertreten, das Geschäft nicht kaputt machen, aber ich glaube auch, die würden zustimmen, dass man sagt, wenn man sich außergerichtlich einigen kann, ist das immer der bessere Weg. Und das zeigen eben die, die Studien zu candor. Wenn man das macht. Open Disclosure in den USA, schnellere Entscheidungsfindung, bis der Fall abgeschlossen ist, weniger Klage, weniger Schadenersatzsumme, die nicht zahlen muss, weniger reputationsschäden und so weiter also in all diesen Bereichen ist es nicht nur so, dass der Patient oder die Patientin und die Angehörigen profitieren, sondern das Haus und die betroffenen Ärztinnen und Ärzte, wenn man das richtig macht, profitieren ebenfalls davon, also insofern, wer das mal googeln möchte, CANDOR. Candor gibt es gute Materialien dazu, der Agency for Half Care Researching Quality in den USA sei jedem sozusagen zur Nachahmung empfohlen oder zum Überlegen empfohlen, ob man das nicht entsprechend in Abstimmung mit seinem Justiziariat und mit seiner Haftpflichtversicherung mal überdenkt, ob man nicht so einen Prozess wählt, zahlen in den USA sind da sehr vielversprechend, dann ist das auf jeden Fall besser und damit hat man die beiden hauptklagen Gründe weg. Und dann geht es wirklich drum, dann kann man sich auf das Eigentliche konzentrieren, nämlich den Schaden zu minimieren, das Vertrauensverhältnis nicht zu verlieren und eben die Sache so gut es geht wieder in Ordnung zu bringen, weil das ist ja auch so n Punkt. Nehmen wir mal an, ich hab jetzt einen Fehler gemacht, ich könnte die, also ich hab unbeabsichtigt einen Fremdkörper im Patienten belassen, ich könnte die Sache auch wieder gut machen indem ich die RE OP mach und das rausnehmen und dann klar ist ne zweite OP aber zumindest könnte man sozusagen diesen. Diesen Störfaktor, diesen Fremdkörper wieder beseitigen und ich darf das nicht machen, sondern man sagt Nein. Zu Ihnen gehe ich nie wieder. Ich gehe jetzt zu einem richtigen Arzt. Ja, ja, also es kann ja ne emotionale Reaktion von Patienten sein, dann macht das natürlich auch was mit einem und insofern ist es, glaube ich auch n Teil des eigenen Heilens, wenn man an der soweit es möglich ist, an der Behebung dieses Falles eben mitwirken kann und damit zumindest wieder wieder helfen kann, dass es besser wird, und das ist ja beim unbeabsichtigten belasten eines Fremdkörpers und Patienten zum Beispiel häufig. Möglich. Während eben die falsche Operation oder falsche Prozedur, je nachdem wo wir sind, entweder zu einer Reoperation führt oder eben ganz dramatische Folgen hat. Also ist ein Fall bekannter, hat man bei einem Augentumor das falsche Auge entnommen und jeder der der so ein bisschen sich mit Medizin auskennt, weiß jetzt, was darauf folgen wird, sozusagen also dem Patienten musste das zweite Auge dann auch noch operativ entfernt werden und das ist natürlich dann also. Sprecher*in 1 Die die. Sprecher*in 5 Riesenkatastrophe gewesen. Ja, also ähnlich wie bei anderen Never Events, auf die wir noch kommen werden, wo man auch sagt, das ist dann sozusagen die Katastrophe mit Ansage und insofern ist es eben, glaube ich, einfach auch wichtig, dass man selber bei diesen ganzen Dingen für sich mitnimmt, wenn der Name schon so schlecht ist. Das ist etwas, was nicht nur meine Patientinnen und Patienten schützt, das ist eben auch was, was mich selber schützt, weil niemand, da, wären wir wieder im Second Wicked Phänomen, niemand will morgens vorm Badezimmerspiegel stehen und sich das selber vorwerfen, unabhängig davon, was da noch juristisch kommt. Also ich bin sehr froh, dass ich in. In meiner Anästhesiologischen Karriere sicherlich den ein oder anderen Fehler gemacht hat, wie jeder andere auch, aber dass mir so etwas entsprechend erspart geblieben ist. Sprecher*in 1 Ja, Dominik, Du wolltest eben auch was sagen. Von Pufftests bis zur Notfall-Intubation: Persönliche Fehler als Lernchance Passt es noch oder ist. Sprecher*in 6 Es nee, passt nicht mehr, aber ist nicht so schlimm. Alles gut. Sprecher*in 1 Willst du es trotzdem noch anbringen? Sprecher*in 5 Nein. Sprecher*in 6 Ich habe eine nicht repräsentative Umfrage bei unseren PJS gemacht. Zum Thema Must Event zum Thema. Ich nenn das immer globaltest, aber die DGAI nennt das anders, Pressure and Flow. Sprecher*in 5 Pufftest. Sprecher*in 6 Genau, und die nicht repräsentative Umfrage unserer PJS war vernichtend. Also nicht mal die Hälfte von uns macht das. Sprecher*in 1 Von deinen Kollegen sozusagen. Sprecher*in 6 Von meinen ärztlichen Kolleginnen. Sprecher*in 1 Ja, das kriege ich. Leider auch manchmal zu hören oder habe es zu hören bekommen, als ich im OP noch stand. Ich bin ja jetzt gerade noch in Elternzeit und hoffe einfach mal, dass es besser geworden ist. So grundsätzlich. Ich glaube aber, dass das bis heute auch insgesamt in allen Anästhesien jetzt nicht nur bei dir oder bei mir, sondern generell zu wenig gemacht wird, was ich jetzt mal so sagen. Sprecher*in 5 Kann kann ich noch ne nette Anekdote erzählen und zwar. Aus meiner Zeit, als ich sozusagen weiterbildungsassistent war und dann frisch gebacken nach meinem PJ dann entsprechend auch die ersten Narkosen, zunächst unter Supervision, also erst mal beobachten, dann Supervision, dann selber machen. Also es war wirklich ne gute Einarbeitung, kann ich nichts auf meine Klinik kommen lassen und da hatten wir auch Pflegekräfte, die ganz bewusst entsprechend ich hab mich noch erinnert an Einleitung beim Sulla, da war das relativ einfach möglich, einfach mal Ventile oder Schläuche entsprechend leicht dekonnektiert haben, sodass beim ersten Beatmungsversuch klar war. Scheiße, ich kann keinen Druck aufbauen. Ja, und diejenigen, die halt die Maske gecheckt haben, ich gehörte da auch, also zu den Leuten mit so einem Obsessive Control Disorder anscheinend, also ich habe das wirklich jedes Mal gemacht, scheint scheint ich für das Fach auch prädestiniert gewesen zu sein und dann ist mir das natürlich aufgefallen, dann habe ich die Schläuche da wieder zusammengeruckelt kann ja mal passieren, auch beim Umschieben des Gerätes, dass so ein Schlauch irgendwie so ein bisschen lose wird, was oder ein Ventil einfach mal auf aus Versehen auf 0 und nicht auf 10 gestellt wird und. Da ist es dann natürlich aufgefallen, aber ich hab tatsächlich auch leitende Oberärzte erlebt. Ich sag jetzt nicht die Namen, die eben das nicht gemacht haben und die dann tatsächlich bei einem Patienten, der jetzt noch nicht so viel Kapazität hatte, der also relativ schnell entsättigt sind, dann irgendwann Scheiße gerufen haben und dann nach dem Beatmungsbeutel gefragt haben und dann auch noch feststellen musste. Also was ich immer auch geguckt habe, egal was für ein Gerät welcher Firma ich da hatte, zum Einleiten war mir völlig wurscht. Hab gesagt ich will ja einen Beatmungsbeutel haben im Notfall und dann festgestellt haben Scheiße der Beatmungsbeutel ist nicht da und dann wurde es halt richtig hektisch mit so dann fahren wir jetzt mal aus der Einleitung relativ schnell in den Saal rein mit einem nicht präoxygenierten langsam zyanotisch werdenden Patienten und ich sag mal so ich bin ja Freund als jetzt als Professor für Patientensicherheit des Forschend entdeckenden Lernens so. Sowas kann man natürlich in der Simulation wunderbar einstreuen. Ja so normaler ASA 1 Patient, aber das Gerät ist sozusagen checken und wenn es nicht gecheckt ist, dann sind wir mitten im Room of Horror und genauso kann man das natürlich auch bei einer Einleitung unter kontrollierten Bedingungen machen, einfach. Also ich sag mal so, wenn es einmal jemandem kalt den Rücken runterläuft und er sich denkt, Scheiße oder what the Fuck oder was auch immer ihr sagen wollt, jetzt gerade ich hoffe das wird jetzt nicht gepiept im Podcast einmal ja explicit Lyrics okay so das können wir rein, aber einmal sich denkt so what The Fuck, was ist hier gerade los und einfach so die Panik in einem aufsteigt so Scheiße ich krieg hier gerade keine Luft rein, obwohl ich eigentlich noch dachte es ist alles in Ordnung, das ist manchmal auch ganz heilsam um einfach wirklich zu zeigen, wenn du das in der Simulation oder unter kontrollierten Bedingungen beim A 1. Patienten passiert und sobald die Sättigung auch nur ein bisschen dippt man sofort die Schläuche da wieder dran konnektiert und sagt so, das wäre es gewesen. Vielen Dank fürs Gespräch, dann hilft es manchmal einfach auch dieses Forschend Entdeckende lernen davon geheilt zu werden. Also ich habe es ja glaube ich im letzten Podcast auch gesagt, ich habe galt immer als Schisser, ich habe immer präoxygeniert gnadenlos, egal wen auch Asa 1 Patient auch comicly Hand 1, also wirklich jeden wo du gesagt hast, da siehst du eigentlich schon. Schon immer ja, immer also kein Kompromiss, kein also egal was ja und auch auch egal ob Masken, Lama kein, also ja, konsequent. Und ne 3 Wochen bevor ich aufgehört hab Anästhesie zu machen, hatte ich tatsächlich meine Cannot ventilate cannot intobate situation. Ja und wie viele Notfalltrachiatomien hab ich bis dahin gemacht in meinem Leben als Notarzt im städtischen Bereich, der in 5 Minuten überall ist? 0. Zero natürlich. Also ich hab es natürlich mal am Schwein geübt oder ja so. Sprecher*in 7 Mit. Sprecher*in 5 Freundlicher Unterstützung des lokalen Metzgers und bei den abgelaufenen Sets aber also richtig Erfahrung, damit, das regelmäßig gemacht zu haben, hatte ich nicht. Und ganz ehrlich, sowohl der Patientin als auch mir den Hintern gerettet hat, dass ich sie halt nach 7 Minuten mit einer 93 er Sättigung wieder aufwachen hab lassen. Ja, mein Puls auf 200 mein Blutdruck wahrscheinlich ähnlich, aber nur weil ich wirklich vom ersten bis zum letzten Tag so ein Schisser war und konsequent präoxyginiert hat, habe ich jetzt da keine anderen Probleme mitbekommen, sondern habe das gemacht, was ja eine der Möglichkeiten ist. Wenn man sozusagen noch nicht relaxiert hat. Ich habe sie auf natürlichem Weg wieder aufwachen lassen, ganz ehrlich, das hätte Elaine Bromley das Leben gerettet. Ja, wenn man, wenn man den Film kennt, und das sind so Punkte, ich hab den Film vorher gesehen, ich hab gesagt das also mir kann vieles passieren, aber das wird mir nicht passieren und wie gesagt, es hat mich erwischt 3 Wochen vor meinem, Ich war schon auf Abschiedstournee durch die Außenkliniken 3 Wochen vor meinem geplanten Ausscheiden aus der Anästhesie. Stelle der Professur war schon quasi besetzt und der Ruf war schon erteilt. Hätt ich das beinahe noch entsprechend erlebt. Und natürlich kann es sein, dass es 5 Jahre oder 10 Jahre dauert oder dass man es nie erlebt. Es kann auch sein, dass es morgen passiert und deswegen sind das eben so Dinge, wo man sagt, das glaub ich, gehört zum Berufsbild und auch zur Berufsehre dazu. Und dass man das macht, dass man sowohl als Pflegekraft drauf besteht als auch als Anästhesist logischerweise drauf besteht, also auch die doppelte Sicherheit hat von beiden behandelnden Disziplinen, dass man sagt, egal, wenn jetzt der Chirurg wieder nervt und der OP venet ist im Nacken und es muss jetzt alles schnell gehen oder was auch immer, das lernen wir auch bei der Notsektion, also da sind es halt dann nur 2 tiefe Atemzüge. Ja, aber dafür ist immer Zeit und dafür muss immer Zeit sein und da gibt es keinerlei Entschuldigungen, warum man das nicht im Rahmen des Möglichen. Macht ja. Also das sind auch so Sachen, wo man sagt, das muss man sich nachher ehrlicherweise vorwerfen lassen, wenn man es nicht gemacht hat, weil es gehört eigentlich zum State of the Art, und das ist ja auch keine Raketenwissenschaft, sondern hier geht es um einfache Handgriffe, genauso wie mit dem Rechts oder links, das ist jetzt auch, wie gesagt, keine Raketenwissenschaft, es sind häufig die einfachen Dinge, die unterbleiben, die dann aber dazu führen, dass es zur Katastrophe kommt und. Und gerade das ist ja auch die gute Nachricht. Also wir brauchen dafür keine künstliche Intelligenz und wir brauchen da auch nicht noch 80000 verschiedene Medikamente und Medizinprodukte für viele der Never Events können wir wirklich selber auch ohne diese Hilfe verhindern und das, das müssen wir uns halt immer wieder vor Augen führen und wie gesagt, ich glaube einfach, das muss auch liebe Grüße an die P. Js das muss einfach auch in Fleisch und Blut übergehen, weil ich glaube das ist eine Komponente die eine gute Anästhesistin oder einen guten Anästhesisten oder auch eine gute Notärztin oder Notarzt ausmacht, dass man und da einfach keine Kompromisse macht. Sprecher*in 6 Da muss ich gleich mal einhaken. Genau genauso wie du es erzählt hast, ist es mir tatsächlich passiert in der Einarbeitung, in der HNO und Schuld war ich auch noch selber warum ich wollte für die Pflegekraft den den CO 2 Absorber tauschen und hat den aber nicht richtig festgedreht und der war undicht und das passierte natürlich genau das, der Dominik hatte keinen Puff Test gemacht, wir fingen an Asa 1 Patientin präoxidinierung ging noch so ganz gut aber irgendwie kam das Inspiratorische o 2 noch nicht so richtig hoch und. Aber manchmal ist es bei unseren Gassensoren da auch so n bisschen schwierig. Dann misst der gerade. Sprecher*in 1 Expiratorisch meinst du? Sprecher*in 6 Ja, Entschuldigung expiratorisch expiratorisch o 2 kam nicht so richtig hoch, der hat aber auch gerade wieder neu gemessen und das war alles so n bisschen. Na ja, und dann haben wir angefangen und dann haben wir sie schlafen gelegt und dann ging nichts am Beatmungsgerät und ich drücke den Oh Shit Button, dass der den schön flasht und der Long blieb schlaff ich so OK Problem ja. Ich hätte gerne einen Beatmungsbeutel und in der HNO sind wir halt schon im Saal und nicht in der Einleitung. Und meine Pflegekraft machte den Perseus auf und stellte fest, da ist kein Beatmungsbeutel und ich so Oh shit und dann mussten die in die Schleuse rennen, weil wir in der HNO vom Aufwachraum in den OP und zurück, das ist ein kleiner Weg, da gibt es immer noch mal einen Extrabeutel, der musste den dann holen und mit dem Beutel ging dann auch alles gut und 2 Notversorgung und Hochgebeutelt und wir haben den Fehler auch relativ schnell gefunden, aber seitdem. Mach ich immer n Puff Test und das wird mir nie wieder passieren und es kotzt mich bis heute an. Sprecher*in 5 Ja, aber es ist der Griff. Sprecher*in 6 Aber. Sprecher*in 5 Es ist gut, dass es dich ankotzt. Es ist gut, dass es dich ankotzt, das muss man wirklich mal sagen, weil es gibt ja auch Leute, die sagen, na ja, ist ja noch mal alles gut gegangen. Nee, es ist gut, dass du sagst und es kotzt mich heute noch an, das ist gut, ja. Das ist das, das ist das, was es ja auch braucht zu sagen. Also ich hab auch Fehler gemacht wo ich sag, das ist mir nachher nie wieder passiert, aber genau das ist ja sozusagen die Energie, die wir dann auch brauchen, um wirklich zu sagen, und das stellen wir jetzt auch ab. Ja, also und wie gesagt, ich hab das Glück gehabt bei manchen Dingen, dass ich sehr auch aus den Fehlern anderer lernen durfte, ja, ich hätte genauso derjenige sein können, der den Fehler als erstes macht, also ich bin ja nicht besser oder schlechter gewesen, aber ich hab natürlich auch versucht aus den Fehlern von Kolleginnen und Kollegen zu lernen. Aber einige habe ich auch logischerweise selbst machen müssen, aber das ist es eben, wenn du ihn einmal machst, dann ist das schon doof, aber wenn es jetzt ein zweites Mal noch passiert wäre, dann dann, das ist dann der Punkt, wo man sich die Frage stellen muss, ja und zum Glück ist wie gesagt, ja, das ist ja auch in der Fehlerpyramide so, auf einem Supergau gibt es 10 beinahe Katastrophen, 100, kleinere Malheurs und 1000 Sachen, die kritisch waren, aber die niemanden nachher jucken, weil du der einzige warst, der es gemerkt hat und statistisch gesehen bist du also viel häufiger dabei, dass es gut ausgeht, als dass es schlecht. Schlecht ausgeht, man darf halt nur nicht denken. Na ja, wenn es halt häufig gut ausgeht, dann muss ich mich ja um die Katastrophen nicht kümmern. Nee, du hast halt Glück gehabt und ich gönn dir, dass du da Glück gehabt hast. Aber es hätte eben natürlich auch ganz anders ausgehen können und sagen wir mal so, jeder der das Mal erlebt hat, weiß wahrscheinlich wie du dich in diesem Moment gefühlt hast. Also so ne Mischung aus Panik, kalten Schauer, inneren Frühchen und einer Hyperfokussierung darauf das Problem jetzt zu lösen. Ja, und nachher diese Geschichte. So ja hab ich mir ein Problem gemacht, dass ich eigentlich hätte verhindern können, sozusagen ja und in insofern glaub ich, dass es sowas kann man wunderbar simulieren, ja, also insbesondere was mir vorstellt, wenn man 2 Simulationen hintereinander macht, dass man sozusagen während des Briefings 1, das ist kleiner, ja das Gerät sozusagen manipuliert, und die Leute gehen ans selbe Gerät, an den selben Saal, dass sie vorher gecheckt haben, checken es nicht noch mal. Und und fallen dann rein. Ja, also das kann ich mir sehr gut vorstellen, weil man eben ja dann einfach sagt, Na ja, ich hab das Gerät jetzt heute schon dreimal gecheckt und dann wird es beim vierten Mal, jetzt beim vierten Start auch passen. Wie gesagt, Piloten werden extra drauf trainiert, dass es sie auch zehnmal pro Tag starten können. Ja, also was weiß ich, wenn du die Strecke Frankfurt, Düsseldorf irgendwie fünfmal am Tag fliegst und beim fünften Flug genauso aufmerksam sein musst wie beim vierten 5.3. Oder zweiten, weil du auch beim Fünften vergessen kannst zu tanken oder irgendwelche Klappen aufzumachen oder so und das ist das ist glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt, aber das sind eben die Dinge, die uns ja dann auch prägen und daran muss ich sagen, erkennt man ja dann auch die Leute, die sagen, ist dir noch mal gut gegangen, nichts passiert. Mir egal. Von denen möchte ich ehrlicherweise nicht gern Narkose gemacht haben. Und wenn, wenn ich die selber mal brauche und die Leute, die sagen, wie gesagt, dieser leitende Oberarzt, den ich da hatte, der hat dann auch nachher gesagt, das kotzt mich so an, dass mir das passiert ist. Ja, ich sag immer, wie wichtig das ist. Und selber schieß ich diesen Bock, das kotzt mich jetzt gerade so an und ah ja, das ist die richtige Reaktion darauf, damit man eben sozusagen das und und das Weitererzählen dieser Geschichten hilft, natürlich auch, weil es sind am Ende die Geschichten. Von denen wir lernen und nicht eine qm Dienstanweisung, die es natürlich geben muss, aber hinter der eben nicht diese Geschichte steht, weswegen sie entstanden ist. Also vielleicht wäre das ja auch so eine Idee fürs Qualitätsmanagement, dass man nicht nur den Anwendungsbereich und den Kopf sozusagen revisionsdatum und so weiter für das Audit alles schön und gut, ja, habe ich lang genug selber gemacht, sondern dass man einfach auch die Geschichte dazu schreibt, weswegen diese Handlungsempfehlung entstanden ist. Ja, ich glaube, das wäre manchmal eindrucksvoller als zu sagen, es gibt ein Gesetz oder was auch immer, ja, ja. Jede. Sprecher*in 6 Absichtlinie hat eine Geschichte. Sprecher*in 5 Einen Nachnamen? Genau. Sprecher*in 1 Ja, war ja irgendwie wichtig, ne, also dass man halt wirklich genau daraus daraus lernt. Im Rettungsdienst waren früher die Rucksäcke bei uns so super eng gepackt und dann ist der die Sauerstoffkonnektion vom Beutel abgebrochen, weil das ja ein etwas festeres plastikteil ist. Und dann konntest du dementsprechend natürlich beatmen. Aber Halt hat es keine Sauerstoff. Sprecher*in 5 Hast du Raum Möglichkeit? Sprecher*in 1 Hast du Raumluft gehabt? Und das ist natürlich auch richtig beknackt, weil wenn Du im Rettungsdienst n abobeutel brauchst, dann willst du inzwischen. Sprecher*in 5 Mit Raumluft zu beatmen, ja klar. Sprecher*in 1 Korrekt? Na ja, und das sind halt so Sachen ne wenn alle irgendwie wissen, dass das schon mal passiert ist, dann wird ja eher drauf geachtet. Wenn aber keiner irgendwie weiß davon ne, dann wird im Zweifel auch nicht so richtig drauf geachtet, das ist ja auch ein Grund warum wir. Mein Lieblingsfehler jetzt schon länger als Kategorie, haben bei uns im Podcast und jeden Podcast noch einen Lieblingsfehler vorstellen, damit man aus fremden Fehlern lernen kann und das ist so erfolgreich inzwischen, dass wir sogar schon auch eine Kategorie im Notarzt dreimal im Jahr jetzt haben mit mein Lieblingsfehler, wo ich mit Torben zusammen Rubrik Herausgeberin bin und das ist halt cool, dass ich langsam aber stetig irgendwie etwas tut, was diese. Ganze Sicherheitskultur ausmacht und dass wir hinzu Just Culture kommen und weg von der blank culture. Sprecher*in 6 Kleine Anekdote dazu Eure Rubrik im Notarzt hat meine Klinik dazu veranlasst, dass wir das jetzt auch implementieren als Format. Sprecher*in 1 Ach, nice. Sprecher*in 6 Weil irgendeiner der oberen hat es bei euch, also hat den Notarzt gelesen, fand das gut und meinte so, Mensch, die kennst du doch, ich so, ja die kenne ich, können wir das machen? Sprecher*in 1 Ja. Hi. Sprecher*in 5 Sehr schön. Sehr. Sprecher*in 1 Sehr, sehr cool. Im Endeffekt ja wichtig, dass es nicht um unser Ego geht von uns MEDIZINERINNEN, sondern um die Patientinnen, und das ist was, was mir manchmal so n bisschen in vielen Diskussionen fehlt, dass es eigentlich nie um uns geht, wenn wir Medizin machen. Gut, aber das. Sprecher*in 5 Ja, aber wenn was schief läuft, dann geht es ja wieder um uns. Dann sind wir beim Second weg. Also ich sag mal toll ja, die Checkliste, die fülle ich für die Patientin den Patienten aus, klar, die Fülle ich aber auch für mich ja, also ist jetzt nicht sozusagen, wo ich jetzt jemanden was geben muss oder bürokratische Hürden mach, also wir haben genug Bürokratie, kein zweifelsohne, aber das ist eben etwas, was keine Bürokratie ist, sondern was auch mir den Hintern rettet, weil wie gesagt, ich sag immer die medizinrechtliche Aufarbeitung interessiert mich gar nicht, mich interessiert derjenige, den du jeden morgen im Badezimmer. Zum Beispiel, Du siehst für den Rest deines Lebens, und das muss schon Motivation genug sein zu sagen, das passiert mir idealerweise nicht. Die Geschichten sind super, um aber dann in die Prävention zu gehen, was heißt ja immer aus Schaden, wird man klug, aber mein meine Diktio ist halt sicherheitskultur, haben wir dann, wenn die Leute aus den Fehlern ihrer Altvorderen lernen und die Fehler nicht selber machen zu müssen, ja weil nicht jeden Fehler musst du selber machen, es sind immer Leute bei rot über die Ampel gegangen und es ist nicht gut ausgegangen und. Den Fehler muss ich nicht selber machen, um es entsprechend zu erfahren. Also ich muss nicht auf die heiße Herdplatte fassen, um zu wissen, dass das heiß ist. Und genauso muss ich eben nicht erst die Seitenverwechslung machen, um zu wissen, dass diese Checkliste einfach einfach dazu gehört, einfach es ist, muss einfach Standard sein, das ist ne, das ist so wie präoxygenieren oder dass ich das Muskelrelaxanz nicht vor dem Narkotikum oder dem opiat Spritze. Ja, also das ist einfach so, Sachen machst du ja weglassen, das machst du mal einfach nicht, ja. Sprecher*in 1 Zu deiner Patientin eben hast du dir Sucke gegeben, dann. Sprecher*in 5 Nein. Sprecher*in 1 Aber wie ist sie? Sprecher*in 5 Denn ich habe, entschuldigung, ich hab sie, ich hab sie nicht, aber ich hab sie nicht, ich hab sie nicht weitergehend mit etwas längerem Relaxiert sozusagen, also maskenbeatmung nicht möglich, Lama nicht möglich, nichts möglich, natürlich auf dem natürlichen Weg auch die längsten 7 Minuten meines Lebens. Sprecher*in 1 Ja, aber krass, dass Sie das, also das das ging, ich glaube, ich hätte wahrscheinlich vorher schon gedacht, ich muss jetzt hier reinschneiden. Also nur so. Sprecher*in 5 Ja, also wir haben natürlich, sagen wir mal so, ich hab natürlich um Hilfe geschrien und die haben das natürlich alles vorbereitet, ja, aber ich hab halt auch gesagt, Moment, noch ist die Sättigung bei 100, also solang die Sättigung bei 100 ist, schneid ich da jetzt da, also bereite mir alles vor, aber wenn ihr noch auf natürlichem Weg aufwacht ist das eindeutig das weniger invasive Verfahren, zumal in der in der Klinik, in der Ich war sie mit einer Not trachotomie auch nicht hätte operiert werden können, also insofern. Das ich hätte sie, ich hätte sie hätte überlebt, aber die OP wäre auch nicht stand und so war es dann so. Wir haben sie auf natürlichem Weg aufwachen lassen, haben Sie noch mal ansprechend aufgeklärt? Ja, die war die Analystisch völlig unauffällig, also CL 1 keine retrogantie, also wirklich wo man sagt ja klar die kriegt jeder jeder im zweiten Weiterbildungsjahr kriegt die Intubiert, Safe haben wir nicht bekommen und haben sie dann am nächsten Tag Fieber, optisch schwach ohne Probleme intubiert. Und auch die OP problemlos machen können. Ja natürlich alle Alert und alle geguckt und so weiter aber es war wirklich so, also die hat das anscheinend gebraucht, die hat dann auch ihren Anästhesieausweis bekommen nachher, die hat das erste Narkose mit 60 oder so ja hat er Glück gehabt oder ich Pech je nachdem und hat ihren Anästhesieausweis bekommen, Fieber optisch schwach am nächsten Tag alles safe alles. Sprecher*in 1 Gut, aber mit Rock wäre das wahrscheinlich schon nicht mehr möglich gewesen. Sprecher*in 5 Ja, also ich weiß gar nicht, ob es das Sucomadec schon gab und ob es schon sozusagen so verwendbar war. Ich spreche hier von ganz alten Kamellen, sozusagen als wir noch, nein, als wir schon vierstellige, fünfstellige Postleitzahlen hatten, aber als es noch andere Dinge gab auf der Welt, also als Wassereis im Aufwachraum noch völlig verpönt war, da hat niemand auf die Idee gekommen, zu meiner Zeit Wassereis im Aufwachraum zu geben, finde ich jetzt ne tolle Idee, aber wie gesagt, also aus der Zeit ist das noch und aber es war für mich sozusagen ganz klar die die Nottrachomie ist die Ultima ratio und das natürliche Aufwachen ist mein Plan d. Sozusagen E wäre dann die Notoreutomie gewesen und d hat als Plan dann entsprechend funktioniert. Ja, aber wie gesagt, frag mich wie es mir da gegangen ist und ausgesehen hab und wenn du mir NEKG 12 Kanal EKG abgeleitet hättest. Wo da überall schon Senkungen drin gewesen wären. Ja, aber auf jeden Fall ne ganz sicher ne, aber aber das ist eben so ne Sache, das ist halt so einprägsam und deswegen erzähl ich die Geschichte halt auch gerne. Ich sag das ist zwar keine Situation die ich euch wünsche, aber wenn ihr in die Situation kommt, dann wünsch ich euch, dass es so ausgeht wie bei mir. Sprecher*in 1 Jetzt sind wir ein bisschen abgeschliffen. Lass uns einfach noch mal weitermachen in die Einteilung und so n bisschen versuchen, irgendwie in den Zusammenhang mit den operativen Prozeduren zu gehen. Konkrete Never Events: Von der falschen OP bis zur unentdeckten Intubation Was sind denn da die konkreten Beispiele? Sprecher*in 5 Genau. Also da gibt es in der Liste 4 Dinge konkret. Also wir hatten ja schon drüber gesprochen, Operationen. Oder eine invasive Prozedur? Das muss nicht zwingend eine OP sein, am falschen Patienten, an der falschen Stelle oder die falsche Intervention, ja, also ob das jetzt der falsche Finger ist, den ich operiere, oder komplett den Eingriff verwechsel den Patientinnen oder Patienten verwechsel oder ob es eben auch nur eine invasive Prozedur ist, sag ich mal, der falsche Patient, die Gastroskopie bekommt zum Beispiel oder die Koloskopie, das wäre auch schon ein Never Event. Ja, also man sagt im englischen Rong Side Surgery, das passt eigentlich ganz gut, weil das ist alles drin, also. So Room Patient Room Side falsche Höhe bei der Bandscheibe oder sowas. Ja, all das fällt darunter und die. Sprecher*in 6 Falsche Seite bei der Singleshot Nervenblockade. Sprecher*in 5 Ja. Sprecher*in 6 Wäre auch das okay, ja. Sprecher*in 5 Ja, also keinen Kollegen, der hat einen Axpax gestochen links, war super, hat super gesessen, ja keinen Ultraschall gebraucht. Olé olé ist leider musste links operiert werden, also der Axpax rechts hat nichts, hat es nicht gebracht sozusagen, das würde eben auch drunter fallen, das ist auch der prominenteste, weil wenn man eben in die Länder guckt, die solche Statistiken haben, es gibt 3 US Bundesstaaten, die haben eine Meldepflicht für sowas, es gibt eben das NHS mit so einer Meldepflicht, dann ist das mit Abstand der Häufigst genannte Event unter allen in der Liste. Und danach folgt direkt das zweite Highlight, nämlich das unbeabsichtigte belassen eines Fremdkörpers in der Patientin oder dem Patienten. Also nicht das Packing bei einer Leber, die blutet, wo man sagt, da sind noch 3 Bauchtücher drin und die intensiv weiß Bescheid und es ist alles gut, sondern eben irgendein OP Instrument, ein Tupfer, eine Kompresse, eine Nadel, was auch immer, was nicht beabsichtigt war im Patienten zu verbleiben und was dann bei der Röntgenkontrolle oder durch entsprechenden Beschwerdebild nachher entsprechend auffällt, das sind sozusagen die. Virales mit dabei und es kann auch das belassen eines Tupfers Intravaginal zum Beispiel sein. Es gab mal einen Fall, da ging es darum, dass eben eine Patientin untersucht wurde, dann gab es eine Laparoskopie, da ist die Aorta verletzt worden, im Nachbarsaal alles rausgeströmt haben, die andere Patientin versucht zu retten, haben es auch geschafft und da hat man einfach beim zurückkommen in den Saal zu der elektiven Patientin den Tupfer eben intravaginal vergessen, was dann natürlich auch zu Beschwerden führt und was streng genommen eben auch unter diese Rubrik fällt, sozusagen also alles das, wenn ich im Körper des Patienten Patienten irgendein Fremdkörper belastet, der da nicht hingehört, der nicht geplant im Rahmen der Therapie da reingehört, ist das eben das unbeabsichtigte belasten, das denke ich auch noch relativ klar und nachvollziehbar, haben viele wahrscheinlich auch schon mal indirekt in ihrem Haus oder oder vom Hörensagen erlebt. Der nächste Punkt ist eine Intervention, die einige wahrscheinlich kennen, also ich habe da auch Narkosen gemacht, bei IVF beispielsweise Follikelpunktionen, die aber natürlich noch mal eine ganz andere Qualität hat, nämlich eine künstliche Befruchtung mit einer falschen Samen und oder Eizelle. Da ist ja alles möglich. Also dass der falsche Samen in die falsche Eizelle geht oder die falsche Eizelle oder beides sozusagen falsch oder in die falsche Patientin und man stelle sich vor, das fällt dann teilweise ja nachher Jahre oder Jahrzehnte später auf, so nach dem Motto Ich mach mal NDNA Test, ob der Vater wirklich der Vater war und es kommt raus, nee, bist du nicht, aber ätschpätsch die Mutter ist auch nicht die Mama, ja, und da muss man sich mal vorstellen, was das für ein familiäres Drama eben anbringt, das ist ja ähnlich, wie wenn Kinder zum Beispiel bei Geburt vertauscht werden, dann den falschen Eltern mitgegeben werden und es fällt erst Jahre später auf. Auf da denkt man sich ja auch. Naja, also als unbeteiligter und unempathischer Mensch, was ist da passiert? Das ist eine eine absolute Katastrophe, ich habe auch mit etlichen Reproduktionsmedizinern, die ich kenne, gesprochen, die haben auch gesagt, das wäre der absolute Supergau für unsere Reproduktionsmedizin, wenn das passiert, also das ist das absolute Worst case Szenario und ich kenne einige Labore, die zum Beispiel auch mit Labortischen arbeiten mit RFID Chips wo wenn nur die falschen Petrischalen auf demselben Tisch sind, schon irgendeinen Alarm angeht ob. Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, weiß ich nicht, aber das ist ja auch n Fehler der, wenn er einmal entdeckt wurde, eben nicht mehr rückgängig gemacht wird. Also man stelle sich vor es passiert und irgendwie 4 Monate später, es kommt zur Nidation, es kommt zur erfolgreichen Befruchtung, die Frau ist endlich endlich endlich endlich schwanger, ja und dann kriegt sie so während der Schwangerschaft oder danach noch die Nachricht, Ach übrigens das was sie da gerade austragen ist aber gar nicht ihre Eizelle. Ja, ich möchte mir das überhaupt nicht vorstellen, aber das ist auch tatsächlich eben schon vorgekommen. Es kommt zum Glück nicht so häufig vor wie Rong Side Sergeries insgesamt, aber das ist auch ehrlicherweise das, wovor reproduktionsmedizinische Zentren am meisten Schiss haben, weil das der absolute Supergau für alle Beteiligten ja und das Vierte ist dann auch noch aus diesem invasiven Bereich etwas, was wiederum in der Anästhesie, aber auch in der Intensivmedizin und Notfallmedizin eben ganz wichtig ist. Jeder, der lang genug Anästhesist es hat schon mindestens einmal ösophagial intubiert oder auch mehrfach. Ja, das ist nicht das Problem. Das Problem ist es nicht zu entdecken, ja und während man jetzt im OP sagen kann, gut, wir haben unsere Kapnometrie und so weiter und ja, es sind relativ kontrollierte Bedingungen, fehlt uns das ja teilweise entweder in der Präklinik oder auch beim Intensivtransport zum Beispiel habe ich noch in der Zeit gearbeitet, ich hoffe mittlerweile, ich erzähle von von damals, aber das. Sprecher*in 1 Dass man überall. Sprecher*in 5 Immer noch, auch beim Transport. Und klar, was beim Transport alles passieren kann. Beim Intensivpatienten deswegen auch da war ich paranoid und habe mir immer 2 volle 10 Liter Flaschen mitgeben lassen. Ich habe die Pflege, hat mich verflucht, weil sie immer wenn sie wusste, ich mache den Transport, wusste sie immer, komm ich tausche die Flasche gleich der der Strammetz fährt nicht mit 50 Liter Rest oder was auch immer, vergiss es ja so und also ist immer nicht der beliebteste Mitarbeiter aber ich bin einmal im Aufzug tatsächlich stecken geblieben, ja mit einem Oxylop 3000 und entsprechend keinem geschlossenen. System und da musste Gekurbelt werden und wir haben es gerade so mit Hängen und würden wieder geschafft, weil ich eben da so paranoid angesagt hab. Ich will die volle Flasche und kein Kompromiss und da ist eben auch so, wie viele haben da tatsächlich verpflichtende Kapnometrie? Um eben zu erkennen, wenn es zum Beispiel zu einer Dislokation kommt oder um zu erkennen, präklinisch, wenn sie ösophagial intubieren, was natürlich passieren kann und auch überhaupt kein Problem darstellt, dieses Leben, ja, dass sie es zumindest aber entdecken und nicht mit dem Tubus im Ösophagus im Schockraum ankommen. Also das ist der Punkt, und deswegen haben wir das sozusagen mit aufgenommen, das wird im NHS sehr kontrovers gesehen, ob das wirklich ein Never Event ist oder nicht, für mich entscheidend, ich und ich verdiene bei keinem Medizinproduktehersteller, muss ich ganz ehrlich sagen, kein Interessenkonflikt für mich ist entscheidend, dass ich dieses diese Methode, dieses Mittel zur Verfügung habe, damit ich eben die Diskollokation, aber auch fehlintubation schnellstmöglich erkenne, weil das ist der Frühwarnindikator der CO 2 Verlust, nicht der Sättigungsabfall logischerweise, und das ist immer noch. Also ich erlebe das immer noch bei vielen, insbesondere nicht anästhesiologischen Kolleginnen und Kollegen, die glauben, wenn sie eine Sättigung haben, dann passt es schon und dann brauchen sie keine Karpnometrie. Ich bin der Meinung, ganz ehrlich, also ich hoffe, dass wenn ich irgendwann mal mit 70 intubiert werden muss und im Rettungswagen liegt und das überlebe, dass man dann auch sagt, Na ja, karpiometrie, mittlerweile haben wir und wenn ich dann was erzähle, dann ist das noch von vor dem Krieg und von den guten alten, schlechten alten Zeiten, wo es eben nicht der Fall war, aber euren visuellen Reaktionen, die ich jetzt hier gerade sehe, die ja die Zuschauer nicht sehen, entnehme ich, dass es noch nicht absoluter Standard über alles und dass ihr noch nicht sagt, Komm Reinhard, Geh fort, das haben wir schon längst alles flächendeckend geklärt. Sprecher*in 1 Also ich fahr ja nicht in so vielen Bereichen, aber. Sprecher*in 5 Aber in denen, in denen du fährst. Sprecher*in 1 In da ist es schon lange gang und gäbe, aber ich kann mir vorstellen, dass es vielleicht in dem ein oder anderen Bereich ich mein die Video laryngoskope sind, weil die Akkus explodiert sind ausgefallen. Ne, also so viel zur Technik. Sprecher*in 5 Ja, also es ist keine hundertprozentige Garantie, aber ist grundsätzlich nicht zu haben. Ist eben substandard. Sprecher*in 2 Das war das nicht. Sprecher*in 1 Der Punkt, den ich machen wollte, aber ich. Sprecher*in 5 Glaube, dass dir, dass dir, dass dir auch ein Beatmungsgerät um die Ohren fliegen kann. Rein theoretisch ist immer denkbar, der Airbag kann auch während der Fahrt aufgehen, aber mittlerweile nicht mehr im Auto im Neuwagen zu haben wäre eben substandard ja und ich glaube das ist der der Punkt und da da gibt es halt viele Diskussionen, aber ich glaube das ist einfach so ein so ein, so ein must have mittlerweile ich weiß nicht wie es bei dir ist, Dominik. Sprecher*in 6 Wenn du deinen Urlaub in Rostock machst und in dem Rahmen als 70 jährige Intubiert werden muss oder auch nur eine Analgosiedierung bekommst, dann kannst du ziemlich sicher sein, dass irgendwo eine Capno an dir verbaut wird. Das ist mittlerweile bei uns Standard, sogar bei Analgosiedierung. Wir haben sogar diese, ich weiß nicht ob ihr die kennt diese o 2 Nasenbrillen mit so einer Capno. Sprecher*in 5 Dran. Sprecher*in 6 Funktionieren so Mittelgut, aber immerhin hat man wenigstens. Sprecher*in 5 Eine Analgosiedierung, das ist das Beste, was du unter Umständen haben kannst. In dem Moment auf jeden. Sprecher*in 6 Fall, Ich schwöre auf die Sauerstoffmaske und den roten Schnupsi vom. Von der Aufziehkanüle. Sprecher*in 5 OK, aber also auf es ist auf jeden Fall deutlich besser, auch wenn du nur diese Sauerstoffbrille mit der Capno hast, ist auf jeden Fall besser als ne Sättigung, also kein Vergleich, kein Vergleich. Also das freut mich auf jeden Fall schon zu hören und ich hoffe, dass es allen anderen jetzt auch so geht, dass sie zumindest da nen gedanklich ne Checkliste Check dran machen, dass man sagt, also die unentdeckte ösophagiale Intubation, wo wirklich hier mal nach 30 Minuten Transport unter Reha Bedingungen ankommt und man sieht, dass der Tubus im Ösophagus liegt und es war nie NCO 2 zu messen. Und ich hoffe, dass das der Vergangenheit, also das sind so die 4 jetzt im operativen Bereich, und da gibt es natürlich noch ganz, ganz viele, auch im konservativen Bereich sozusagen, also es ist ja nicht nur so, dass in der Präklinik oder op Sachen passieren, sondern auf Station auch auf Normalstation, kann natürlich auch das eine oder andere passieren. Weitere Never Events: Medikamentenverwechslung, Sondenlage und MRI-Sicherheit Wollen wir da gezielt noch auf ein Paar drauf eingehen? Sprecher*in 5 Gerne. Also ich würde mir jetzt aus der Liste nur ein paar rauspicken. Wie gesagt, jeder der die APS Never Event Liste googlen will, kann sie sich als PDF Datei herunterladen und ihr verlinkt sie wahrscheinlich auch, also insofern lesen kann jeder, da sind zum Beispiel so Sachen dabei. Dabei wie eine ab 0 inkompatible Fehltransfusion. Also es ist ganz klar, werden Website Test nicht macht und zwar auch immer und auch nachts um 3, wenn er besonders wehtut, weil man im Dienst ist und schnell wieder in die Notaufnahme muss, der Macht was falsch. Punkt ja und das andere sind halt häufig auch so Sachen so Klassiker also klar bei Medikamenten könnte man sich jetzt 10 Tausende Konstellationen ausdenken, aber es sind leider Klassiker die passieren, da ist zum Beispiel metotrixat Dosierung im nicht onkologischen Bereich einmal pro Tag statt einer. Einmal pro Woche, das ist leider n Klassiker, ja, was natürlich dann beim nicht onkologischen Bereich zu einer grandiosen Überdosierung führt, weil man ja jedes Medikament irgendwie einmal pro Tag gibt und das häufig dann bei Versorgungs. Übergaben also Übergaben vom ambulanten in stationären Sektor einmal falsch aufgeschrieben und schon schon passiert das. Und das kann natürlich tödlich oder auch wirklich mit langwierigen Intensivaufenthalten und langwierigen Beeinträchtigungen enden oder eben auch sowas wie zum Beispiel die haarinterale Gabe eines oralen Medikaments. Also ich habe irgendwas, komme aus Frankfurt, Polamidon zum Beispiel, und ich gebe das plötzlich IV, ja, oder ich habe lange Akutschmerzdienst auch gemacht in meiner Klinik, einmal pro Woche habe ich die die Rupivacaiden. Schmerzmittelpumpe mit 8 Milliliter pro Stunde zum Glück nur vom ZVK abgebastelt, weil es halt dürlock war. Ja, und da kommen wir natürlich dann auch zu solchen Themen, auch zu solchen Sicherheitsbarrieren, die ja mittlerweile teilweise etabliert, teilweise wieder abgeschafft werden, aus Kostengründen aber die auch ganz klar helfen, dass solche Fehler nicht passieren, zum Beispiel eben. Also bei Metrotexatfall wäre es so, dass man eben in in den Kiss ne Warnmeldung reinbringt, sobald man täglich metrotexat geben kann, dass man es noch mal bestätigen muss, aktiv oder eben bei der Verwechslung der Applikationswege, dass man halt wirklich verwechslungssichere Konnektoren nimmt, also enfit System, enfit System und vor allem, dass man diese Systeme nicht nur in der eigenen Klinik hat. Ich kenne ne Klinik, die haben gesagt, wir haben das schon lange und das funktioniert super und das ist alles easy. Das einzige Problem ist, wenn der Patient mit PDK nach extern geht, die Nachbarklinik hat es nicht, dann muss ich wieder n Adapter mitgeben ja wenn ihr tanken Fahrt und habt n Benziner dann ist jeder Dieselzerfahren in Deutschland so genommen, dass er nicht in den Benziner Tank passt und zwar egal ob ihr bei Aral SO Jet BP total was auch immer ihr noch nennen wollt, damit ich jetzt keine Schleichwerbung mach, also egal welche Tankstelle ihr Anfahrt BFT was es sonst noch so gibt. Völlig wurscht. Der Dieselzerfall ist immer zu groß, um in den Benzinertank zu passen. Ja, die Mikrowelle geht immer aus, egal welches Fabrikat ihr habt, wenn ihr sie während des Betriebs aufreißt, so und genauso kann man sagen, wenn alle darauf sich einigen können, dass die Magensonden nur noch in diesem enfit System sind, dass die Aufziehampullen die Stechampullen für Polamido nur noch mit einem enfit Nupsie ausgestattet sind, dass da gar keine lyrlock Spritze mehr drauf passt. Also wenn wir das wirklich. Bundesweit oder am besten noch ist ein ISO Standard wirklich auch flächendeckend so ausrollen, dass es keinen Unterschied mehr macht und dass da keine Verwechslung mehr passieren können, diese blöden Fehler nicht mehr passieren können, dann kann es eben auch unter Umständen nicht mehr passieren, dass man so grauenhafte Dinge macht wie Winkristin Intradikal zu spritzen statt IV. Ja und damit dann löst sich das Rückenmark, es dauert 2 Wochen bis der Patient stirbt, das Rückenmark löst sich langsam auf, ist ein qualvoller Tod, es ist für alle Beteiligten ein Horrorszenario, weil man im Prinzip nach dem Spritzen schon weiß, dass. Das wird er nicht überleben, aber leider erst in ein bis 2 Wochen. Also es ist ein absoluter Horror in der Onkologie, wenn das passiert und deswegen gibt es eben auch für sowas extra Handlungsempfehlungen allein für einzelne spezielle Medikamente wie Wincrestin oder Metro trixat, weil man eben weiß, wenn da was passiert, dann ist die Kacke richtig am dampfen, wenn ich Kopfschmerzen habe und ihr gebt mir statt einer Tablette Aspirin eine Tablette oder Iss muss ich ja sagen eine Tablette Ibuprofen. Was wird passieren? Meine Kopfschmerzen gehen weg und die Medikamentenverwechslung wird mir überhaupt nicht auffallen. Ja, aber auch da, ihr kennt alle das Thema Kaliumchlorid, Natriumchlorid ja und auch da muss ich jede Klinik eigentlich fragen, was tun wir aktiv, damit das nicht passiert? Ich sehe immer noch, habe immer noch in meinen Audits Kliniken vor Augen, die haben denselben Lieferanten gehabt, die Flaschen sahen nahezu identisch aus und in Schriftgröße 6 stand da einmal Natrium und einmal Kalium wie soll ich wenn es hektisch wird im Zweifelsfall sicher hingreifen wie kriege ich das anders? Anderweitig hin, und das sind eben wirklich dann auch starke Barrieren, die man implementieren kann, die man aber organisationsweit implementieren muss, damit es eben zu solchen Verwechslungen nicht kommt. Das sind zum Beispiel solche solche Never Events, die auf dieser Liste stehen, also da steht metotrixat wortwörtlich drauf, weil es eben im nicht onkologischen Bereich durch die wöchentliche Gabe und durch die Abweichung vom Schema F, das sonst alles andere hat, so Kreuzgefährlich ist. Und weil da schon so viel mit passiert ist. Sprecher*in 6 Da würde ich gerne einmal einhaken zum zum Kaliumchlorid. Das ist in einem Krankenhaus, wo ich tätig war, in welcher Funktion auch immer mal passiert, nachts im Dienst. Und da ging es darum, der Patient, die Patientin, hatte keinen zentralen Zugang, sondern nur periphere Zugänge, und der Plan war, das Kalium in die Infusion zu spritzen und in der Klinik, wo ich da tätig war, gab es aber noch kein blaues Kalium und gleichzeitig wurde gleichzeitig wurde auch noch Calcium geordert Calciumglyconat, was halt nachts im Dienst drin so und. Nachts um 3 sowohl die Pflegekraft als auch ärztlicher Kollege. Kollegin hat gepennt, Kaliumchlorid 20 Milliliter Pur in Patientin rein kam natürlich wie es kommen musste, Reanimation zum Glück hat es funktioniert, die konnten tatsächlich sogar die OP noch beenden und seitdem gibt es in diesem Krankenhaus blau gefärbtes Kalium und viele haben sich danach gefragt, warum so was erst passieren musste, damit man das 0,05€ teurere Kalium bestellt. Sprecher*in 5 Ja, also das ist ja mit Enfit, mit den mit den Konnektoren auch so. Also ich kenne das in etlichen Krankenhäusern nicht, die die, die ich ich kenne, die sagen mir klappt und bei der Umstellung muss man aufpassen, das ist n zusätzlicher Punkt, aber klappt schwierig wird es mit Verlegung natürlich oder mit Patienten die von außerhalb kommen und schwierig wird es dann, wenn irgendwer sagt, das ist aber 0,02€ teurer, das schaffen wir wieder ab, ich mein allein ökonomisch einen Fall. Ein Never Event produziert und du hättest für 150 Jahre Enfit Spritzen kaufen können. Also das ist auch ökonomisch sinnlos da zu sagen, da sparen wir 0,02€, das ist halt wirklich an der falschen Stelle, aber man muss sich der Diskussion natürlich stellen, aber also zum blauen Kalium noch ein Beispiel, es gibt natürlich jetzt auch Kliniken, die sagen, wir machen hier lebermessungen und das klappt hier mit dem Methylenblau nicht. Ich kenn eine Intensivstation, die hat das anders gelöst. Die hat nämlich beinahe Verwechslung gehabt. Die sind nach dem Cirs gemeldet worden, also auch mehrfach, ja, und die hat dann gesagt, OK, die Apotheke stellt uns kaliumspritzen her, nur Kaliumchlorid, also nichts anderes, weil die haben ja auch gesagt, wir stellen euch ja jetzt nicht alle Medikamente, wir ziehen euch nicht alle perfusoren auf, wir sind nicht blöd, aber Kaliumchlorid kommt aufgezogen auf die Station, also zumindest diese Verwechslung durch das Aufziehen. Die kann nicht mehr passieren und das ist halt so gelabelt und wird quasi ready to use. Die 50 Milliliter Perfußerspritze aus dem Kühlschrank rausgeholt, das haben die auch noch für Supra und für NOR gemacht, also da wo man ja verdünnen muss und wo es in der Hektik mit 1 zu 10 1 zu 100 also du willst ja alles machen und nicht anfangen verdünnungsreihen zu machen, während du gerade am drücken bist, wo man dann sagt okay die gibt es Ready to use, alles andere zieht ihr euch bitte hübsch selbst auf, aber das ist eben auch so eine typische Risikomanagement Betrachtung wo man sagt Wo gibt es die meisten gefahren. Was kann ich damit regeln? Und bei allem anderen, Bitte macht selber eben aus der Erfahrung heraus und das war sozusagen der Kompromiss, weil man wegen der Allgemeinchirurgen in dem Haus nicht auf methylen blau oder auch andere blau gefärbte Kaliumchlorid gehen konnte, weil sonst irgendwelche intensivmedizinischen Messungen am Arsch gewesen wären. Also ja. Aber wichtig ist, man muss eine Lösung dafür finden und man kann Lösungen dafür finden, die zumindest das Risiko nicht ganz auf 0 drücken, aber doch erheblich reduzieren, als wenn ich da gleiche Gebinde gleicher Größe einer klaren Flüssigkeit, die noch am besten auf dem Infusionswagen nebeneinander stehen habe und mich dann plötzlich wundere, wenn im Eifer des Gefechts jemand mal daneben greift oder was ich auch erlebt habe, mal in einem Haus, da haben die Auffüller, also Lageristen haben gesehen, okay bei Kaliumchlorid ist alles voll, aber bei Natriumchlorid ist noch Platz, aber in den Karton haben. Da habe ich noch 34, Kaliumchlorid, Flaschen und haben die dann einfach reingestellt, damit sie einfach ihre Kartons leer machen. Ja, also auch das kann passieren und dann haben die Leute, die dachten, da steht Nazi, haben halt die Flasche gegriffen und haben erst im letzten Moment gemerkt, zum Glück, oh Scheiße, da ist ja Kaliumchlorid drauf, ja, also das ist in dem Fall noch mal gut gegangen, das haben die dann gemerkt und dann haben die Ursachen vorher schon gemacht und haben die gesagt, ja, wir füllen da immer auf und wenn da noch Platz ist bei dem Regal, dann füllen wir die Flaschen halt ins andere Regal auf, das waren halt nicht nicht gelernte Leute, die da sozusagen besonders kostengünstig Regale aufgefüllt haben und. Und auch da muss man sagen, das kann man ja bei manchen Medikalbedarf sicherlich machen. Aber gerade bei Natriumchlorid Kaliumchlorid sollte man von vornherein andere Gebindearten wählen, dass die gar nicht erst in Versuchung kommen, das zu tun. Ja, also ich will das denen gar nicht ankreiden, sondern sagen, da müsste es andere organisatorische Maßnahmen geben, dass das gar nicht erst möglich ist. Und das sind eben so Klassiker, und die kommen eben auch relativ häufig vor, die Entdeckbarkeit ist halt natürlich nicht so. Krass wie bei falsches Bein operiert ja, also auch da kann es ja mal sein, dass man irgendeine Verwechslung hat, die dann aber noch gut ausgeht oder die in Kombination mit vielen, vielen anderen Problemen dann auftritt, aber das sind leider Gottes eben auch Klassiker und genauso die anderen Sachen, die dann noch auf der Liste stehen, die sind halt auch durchaus Klassiker. Ja, also zum Beispiel eben was wir noch da auf der Liste haben, die Beschickung einer Naso orogastralsonde ohne gesicherte Lage ja also klar, auch ich habe schon ein. Magensonden in Luftröhren geschoben. Ich habe jetzt noch keine ins Hirn geschoben, also keine Dia falsa produziert, aber dass jede Magensonde, die ich gelegt habe, immer sofort richtig war, also weiß jeder, das ist nicht der Fall. Das an sich ist auch nicht so schlimm, ja, ich habe auch schon Kaff perforiert, musste Reintubieren Shit happens kann passieren ist nicht schön aber kann passieren, aber sie dann zu beschicken wenn sie. Nicht sicher liegt und auch die Lage nicht sicher verifiziert werden konnte und dann entweder ein Mendelssohn Syndrom zu provozieren oder eine eine Enzephalitis, wenn ich entsprechend falsch abgebogen bin. Das ist dann halt entsprechend besonders dramatisch und auch da gibt es eben schon genug dokumentierte Fälle, die zeigen, es ist nicht schlimm, wenn du eine Magensäule legst. Es ist auch nicht so schlimm, wenn sie woanders liegt, aber wenn du die Lage nicht kontrollierst und sie dann beschickst, dann kann es halt eben zur Katastrophe kommen und. Ja und genauso zum Beispiel eben Luftembolien im Rahmen der Behandlung. Also wenn ich den ZVK im Sitzen ziehe, so und so weiter und mich dann Wunder, was passiert ist oder genauso eben bei bei unsachgemäßen freiheitsentziehenden Maßnahmen, zum Beispiel wenn ich den Patienten fixiere, ist das immer ein Risiko für den Patienten, wenn ich das unsachgemäß mache, ist es eben auch ein sehr gutes Risiko, dass er sich daran stranguliert und zu Tode kommt, auch das ist eben kein Einzelfall gewesen, sondern häufig passiert, das heißt, so dramatisch das ja auch ist, wenn ich freiheitsentziehende Maßnahmen machen muss, manchen Fachgebieten ist es ja. An der Tagesordnung, auch eben durchs Fachgebiet. Dann ist eben die unsachgemäße freiheitliche Maßnahme auch ein Never Event, weil sie eben zu stramulationen oder anderen Dingen führen können. Ja und ansonsten gibt es da auch eben einige Klassiker, die es ja schon gibt, seit es Qualitätsmanagement gibt, also wenn ich zum Beispiel einen unsachgemäßen Gebrauch von Medizinprodukten durch mangelhafte Einweisung oder Instandhaltung habe, also ich komme zum Beispiel als Leihkraft irgendwo hin, die haben andere Narkosegeräte oder auf Intensivstationen, die haben andere Beatmungsgeräte, und ich fange da an Rumzufummeln, ohne dass ich überhaupt weiß, was die genau können und. Ja, dann ist sozusagen dieser unsachgemäße Gebrauch auch etwas, wo man sagt, geht gar nicht und wäre vermeidbar gewesen. Ja, auch da ist natürlich die Frage, inwieweit kann ich zum Beispiel, wenn ich neu irgendwo hinkomm auch die Hand heben, Speak machen und sagen, sorry, ich weiß zwar, ich hab zwar so viel Jahre Anästhesie auf dem Buckel, aber in diese Geräte bin ich nicht eingewiesen, die fasse ich nicht an. Ja, nicht. Bevor ich nicht eingewiesen wurde oder was auch zum Beispiel selten passiert. Aber wenn es passiert, eben hochproblematisch ist. Wenn ich zum Beispiel eine Gewebeprobe habe, und die geht auf den Transport verloren und ist eine Gewebeprobe, die nicht wiedergewinnbar ist. Also ich habe jetzt nicht aus einem riesen Tumor was rausgeschnitten und muss dann noch mal aufmachen, sondern ich habe den Tumor in Toto entfernt, ich möchte wissen, ist es gut oder bösartig und die Probe geht unter, ja, das ist natürlich für den Patienten auch oder die Patientin auch. Katastrophal oder eben auch so Klassiker wie das Anziehen magnetisierbarer Objekte in den Magneten eines Kernspintomographen. Auch etwas, was ich, sagen wir mal, nicht selbst produziert habe, aber aus nächster Nähe gesehen habe. Ja was passiert, wenn metallische Objekte einem MRT zu nahe gekommen sind und was dann auch mit Patienten passieren kann und also das sind alles so so Sachen, da lohnt es sich einfach mal diese Liste wirklich anzugucken und nicht mit den 5 tödlichsten Worten der Medizin zu Antworten, das kann bei uns nicht passieren. Ja, es sei denn, es werden keine künstlichen Befruchtungen durchgeführt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, die falsche Eizelle einzusetzen, wahrscheinlich nicht so hoch. Aber bei allen anderen Dingen, also wenn ihr einen Kernspintomographen bei euch zu Hause stehen habt, dann ist es natürlich immer möglich, dass da metallisches Objekt eingezogen werden kann und gegebenenfalls den Patienten schwer verletzt oder sogar tötet und genauso eben, wenn man mit Schnellschnitten oder mit einer Pathologie arbeitet, auch dann kann ne Gewebeprobe untergehen. Ja, also auch da zeigt mir die große Pathologie eines Universitätsklinikums, wo das noch nie passiert ist. Wirst du nicht finden. Never Events: Unqualifiziertes Personal, unsichere Entlassungen und Präventionsstrategien Anderer Punkt ist, der sehr spannend ist, noch auf der Liste, den ich finde, Patientenversorgung durch Personen und die tatsächliche Berufsqualifikation, das erleben wir gerade in der Anästhesie auch immer mal wieder. Und auch da stelle ich mir vor, wie schaffen wir es zukünftig, dass zum Beispiel meine wunderschöne Approbationsurkunde, also tolles Papier, schön gestärkt gedruckt, mit Siegel und allem drum und dran, wenn ich die einscannen soll und irgendwie im schicken mit ein bisschen Photoshop oder was auch immer Kenntnissen kann ich da auch jeden anderen Namen einsetzen, den ich möchte, wie schaffen wir es, das zum Beispiel, wenn jemand neu anfängt und wirklich fälschungssicher bei den entsprechenden Zulassungsbehörden checken kann, dass diese Person tatsächlich nicht nach dem Physikum abgebrochen hat und dann irgendwie ein. Sich da Durchmogelt, sondern tatsächlich eine Approbation oder eine Fachweiterbildung oder ein Staatsexamen oder was auch immer hat. Ja, und das ist. Sprecher*in 1 Jetzt der Postel. Sprecher*in 5 Ja, zum Beispiel. Aber auch in der Anästhesie gab. Sprecher*in 1 Es, ich weiß in Fulda. Sprecher*in 5 Ja, also wie gesagt und ich kann mir vorstellen, wenn ich jetzt ehrlich bin ohne jetzt schwarz malen zu wollen momentan, wenn wir jetzt ein Standbild machen von von der Medizin in Deutschland, dann stellt sich mir nicht die Frage, gibt es noch irgendwo einen oder eine als Hochstaplerin oder Hochstapler, sondern meine Frage wäre, wie viele sind derzeit unterwegs, wie viele ja und diese zu identifizieren und eben gar nicht erst zuzulassen. Und schnellstmöglich sozusagen aus dem System zu entfernen. Das ist zum Beispiel eine Aufgabe, die geht ja gar nicht nur nur an die an die Häuser, ja an die Einzelnen, sondern das würde ja zum Beispiel sogar Institutionen wie die Regierungspräsidien beziehungsweise die Approbationserteilenden stellen oder auch eben die Landesärztekammern, bei denen ja die Leute gemeldet sind mit Inkludieren, und ich weiß, aus anderen Ländern gibt es entsprechende Blockchain Dokumente oder QR Codes und so weiter, die eben gescannt werden können und wo man verifizieren kann. Wer ist das? Welche Lizenz hat der und wo ist der damals sozusagen freigezeichnet worden, also sowohl was Approbation angeht als auch natürlich, was zum Beispiel eine Facharztqualifikation angeht, ja, das ist ja auch ein Unterschied, ob ich jetzt sage, ich bin Facharzt oder ob ich es wirklich bin, ja, also man sieht, das sind, das sind einige, also Klassiker, die man auch wahrscheinlich erwartet hätte, aber auch einige Bereiche, wo man vielleicht auf den ersten Moment gar nicht so drauf gekommen wäre oder auch zum Beispiel die unangemessene Entlastung eines nicht entscheidungsfähigen Patienten, also ähnlich. Entweder, wenn ich jemanden nach einer Sedierung, der ist noch völlig neben sich selber entlastet, der steigt ins Auto und fährt gegen Baum oder was eben auch passieren kann und was auch ein Riesendrama sein kann. Wenn ich zum Beispiel eine Person in die Obhut einer anderen entlasse, also beispielsweise ein Kind von Stationen den mutmaßlich Erziehungsberechtigten mitgebe, die aber gar nicht erziehungsberechtigt sind. Also wir hatten ja jetzt gerade in Frankfurt einen Fall, wo ein Kind gesucht worden ist. Möglicherweise wieder aufgetaucht, dessen Mutter das Kind wohl entsprechend, wenn man die Medien berichten glauben darf. Entwendet hat. Auf dem Weg zur Schule. Es ist im Fahrdienst vor der Schule abgesetzt worden, ist dann plötzlich verschwunden, Hundertschaft der Polizei, Rettungshubschrauber, der Main ist abgesucht worden, nahegelegt und am Ende stellte sich wohl raus, dass die Mutter das Kind entwendet hat, die kein Sorgerecht hat und man fand dann Kind und Mutter. Nach nach Medienberichten hofft zum Glück wohlauf. Aber auch das könnte ja durchaus sein, dass der Elternteil, der kein Sorgerecht hat, plötzlich kommt, das Kind abholen will und mit dem Kind dann zum Flughafen fährt oder andere Szenarien, die denkbar sind, also insofern, auch das ist wirklich ein Punkt, wo man eben gucken muss, wie können wir es schaffen, dass das nicht passiert, sowohl bei jungen Patienten als auch bei nicht geschäftsfähigen als auch bei dementen Patienten beispielsweise oder eben auch bei solchen, die für sich selber oder die anderen eine Gefahr darstellen und eben deswegen nicht entlassen werden dürfen. Also ich kann mich noch an die lebhafte Diskussion mit Internisten erinnern, darf jemand, der eine Propofol Sedierung bekommen hat für eine Gastro oder eine Kohle und nachher selbst noch Auto fahren? Sprecher*in 1 Bei uns ist es nein. Sprecher*in 5 Gab es zu meiner Zeit 2 eindeutige Aussagen zweier Fachgesellschaften. Sie haben sich allerdings nicht gedeckt. Ja, und schon damals war die eine psychologische Fachgesellschaft, wie ich auch finde, völlig zu recht der Meinung, wer Propofol bekommen hat an dem Tag, der darf bitte. Abgeholt werden oder n Taxi nehmen. Er setzt sich an dem Tag bitte nicht hinters Steuer. Sprecher*in 1 Ja, sag ich auch das war nicht, weil es. Sprecher*in 5 Im Einzelfall nicht gut gehen könnte, sondern weil wir hier eben ne Sicherheitsmarge haben und weil wir hier eben keine Kompromisse machen. Ja, weil wir nicht sagen, ja, beim letzten hat es doch geklappt und der nächste fährt halt gegen die Frau. Aber wie gesagt, das ist auch wieder n Mindset das dahinter ist, wo man eben sagt der Pilot fliegt nicht wenn da ne LED blöd flackert und sagt erst muss es repariert werden und es ist mir jetzt völlig egal, dass sie hier übernachten müssen am Flughafen, Sicherheit geht vor und genauso wär das zum Beispiel auch so n Punkt wo man sagt bevor ich jetzt irgendwie vorschnell Handel muss ich in bestimmten Bereichen wirklich gucken. Wer ist da entsprechend berechtigt und gerade eben zum Beispiel auf einer pädiatrischen Station ist eben ganz wichtig, dass man auch solche Sonderfälle auf dem Schirm hat zu sagen, ja, es ist nur ein Elternteil. Sorgeberechtigt. Was nicht heißt, dass der andere nicht möglicherweise auftaucht und das Kind mitnehmen möchte. Ja, und wir sind zwar keine Gefängnisse im Krankenhaus, andere Länder haben andere Zugangsbestimmungen und Beschränkungen zu einem Krankenhaus, aber zu sagen, es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, deswegen kümmern wir uns gar nicht drum, das lasse ich nicht gelten, also da muss man eben auch gucken, wie sehr müssen wir sozusagen unsere Sicherheitsbarrieren dann auch hochfahren und ab welchem Punkt ist es dann auch entsprechend gut. Ja, also nehmen wir als Beispiel Wöchnerinnenstation. Ich brauche jetzt keinen Beamten der GSG neu mit entsichertem Maschinengewehr vor der Stationstür, das wäre viel zu überzogen, aber keine abschließbare Tür zu haben, keine Klingel zu haben, eine Pflegekraft für 14 Patientinnen in der Nacht, die irgendwo im Zimmer ist und jeder mit einer weißen Hose und einem weißen Hemd könnte sich so ein Bobbage nehmen und dann arm klemmen und rausgehen, das ist ein zu niedriger Sicherheitsstandard, also irgendwo dazwischen muss die Wahrheit sein und das muss halt auch jede Abteilung für sich sozusagen als Sicherheitsstandard definieren, damit man nachher auch sagen kann, wer. Wir haben das in unserem Rahmen mögliche getan. Ja, wenn die GSG 9 persönlich kommt und das Kind entführen will, wird sie es mit Waffengewalt auch sicherlich schaffen, aber das ist nicht der Punkt. Ja, die Kindesentführung, die wir sonst so entsprechend sehen, sind halt wirklich Leute ohne Namensschild mit weißen Klamotten, die gesagt haben, ich nehme das Kind jetzt mal mit Foto für die Babygalerie und nie wieder aufgetaucht sind, das ist zu leicht, da müssen wir sozusagen höhere Sicherheitsansprüche auch an uns selbst haben und genauso ist das eben auch beim Kernspintomographen. Klar, wenn irgendein Granatsplitter in der Klinik einschlägt und danach ins MRT fliegt, dann ist es so. So aber die Sauerstoffflasche, die einfach schon immer da in der Gegend stand und die einfach jetzt einen Meter weiter rechts steht und deswegen ins MRT fliegt. Das ist eben kein Argument. Ja, also da müssen wir halt gucken und ich glaube, allein das Lesen der Liste und zu gucken, was ist drin, was ist nicht drin und was könnten wir da machen. Sprecher*in 1 Erzeugt Awareness. Sprecher*in 5 Erzeugt Awareness und es ist tatsächlich eben auch so, dass dass es da nur wenige Patentlösungen gibt. Also wenn ich jetzt mir so ein Ereignis angucke wie Verbrennung oder Verbrühung im Behandlungs oder Pflegeprozess. Das kann an so vielen verschiedenen Stellen passieren. Im OP nicht richtig trocken gemacht, falsche Lagerungshilfen, was auch immer ja, kann auch natürlich passieren, irgendwie auf Station. Also ich hab Wasser das mit 60 Grad aus der Leitung kommt und wascht da mit den Patienten zum Beispiel, ja da muss man eben für seinen eigenen Bereich gucken, kann mich das betreffen und wenn ja, was müssen wir tun, damit das eben nicht passiert und das ist, sagen wir mal, ich glaube schon ein guter erster Aufschlag, weil wenn ich zum Beispiel. Die Intradikale Grabe von Wink Christine vermeiden kann als Chemotherapeutikum, weil ich Small war, Connectors hab, die nicht mehr miteinander verwechselbar sind. Dann habe ich auch viele viele andere Probleme in den Griff, also wenn ich den Supergau verhindere, dann reduziere ich damit auch die beinahe Schäden und auch die kritischen Ereignisse, logischerweise, weil durch diese Filter eben nicht nur der Supergau nicht mehr durchkommt, sondern auch viele, viele andere unsichere Handlungen, die es am Ende dann wirklich deutlich sicherer machen. Das Nullfehler-System: Warum es unerreichbar ist und wie wir dennoch sicherer werden Wir werden in der Medizin, bin ich persönlich der Meinung, niemals auf ein Nullfehlersystem kommen, weil wo Menschen arbeiten. An Menschen wird es immer Restfehler geben, aber unsere Verantwortung muss eben sein, dass wir die so schnell wie möglich erkennen, damit die Auswirkungen begrenzt werden können und dass wir das, was vermeidbar ist, auch vermeiden können. Und ich sag mal so, wenn wir es nachher schaffen, statt schätzungsweise schätzungsweise 450 Rom Side Surgeries pro Jahr in Deutschland zu produzieren, das sind Schätzungen Extrapoliert aufgrund anderer Daten. Wir haben doch gar kein Register, in dem zumindest anonym das gezählt wird, es wäre mal wichtig, dass wir einfach mal sowas hätten, damit wir auch wissen, wie groß das Problem ist und aus jedem einzelnen Fall den Lernbericht rausziehen, damit wir wissen, was können andere aus dem. Den Sachen lernen, die irgendwo den Böcken, die irgendwo geschossen werden. Mich interessiert gar nicht, wo das ist, sondern wie können wir das Lernen und mit dieser Liste haben wir eben, glaube ich schon schon schon ganz, ganz viele typische klassische Fallstricke behoben und damit können wir auf jeden Fall, also wenn wir nur eine Zehnerpotenz schaffen in Deutschland, dann hätten wir etwa 450 bis 4500 Menschenleben pro Jahr gerettet, es wird sich auf jeden Fall lohnen und ich glaube. Unser, also mein Fach, die Anästhesie, ist ja auch n Paradebeispiel, wie man aus einem sehr unsicheren Verfahren auch für ASA 1 Patienten, wenn ich so an die ersten Äthanarkosen denke, zu einem hochsicheren Verfahren für ASA 1 Patienten gekommen sind, eben weil. Wir, die Kombination aus einer guten, einem guten Training, gewissenhaften Menschen, gut funktionierendem Equipment und Teamwork, auf das wir angewiesen sind, weil wir das eben verinnerlicht haben. Deswegen behandeln wir heute ASA 1 Patienten, um viele Zehnerpotenzen sicherer, als dass unsere Vorfahren. 1846 voll folgende überhaupt hinbekommen konnten. Und genauso müssen wir jetzt halt in den Bereichen, die noch nicht so optimiert sind, gucken. Ich glaube nämlich, Anästhesie ist ne Erfolgsstory in den aus den letzten 150 Jahren und diese Erfolgsstory können wir auch in anderen Bereichen schreiben, wenn wir eben konsequent bestimmte Checklisten einführen, bestimmte Verwechslungssichere Konnektoren haben und wirklich uns überlegen und auch gemeinsam. Verabschieden und bestimmen, wie wir bestimmte Never Events verhindern, durch welche Maßnahmen wir sicher ausschließen können, dass die Magensonde im Hirn liegt, bevor wir sie verschicken. Durch welche Maßnahmen wir sicher ausschließen können, dass irgendwas ins MRT eingezogen wird, um eben die Patientinnen und Patienten, die darin liegen, nicht zu gefährden oder uns selbst, wenn wir zwischen der Sauerstoffflasche und dem MRT stehen, ist das für uns möglicherweise ja auch der letzte Fehler, den wir gemacht haben und deswegen. Glaub ich ist es gut sich so ne Liste anzugucken. Wie gesagt der Name find ich problematisch und ich hoffe, dass wir aber trotzdem damit n wesentlichen Beitrag auch leisten konnten, dass eben man gezielt einzelne Punkte anpackt und damit die Awareness schafft und durch ne höhere Awareness auch andere Fehler die einem passieren. Besser beobachten kann, damit wir wirklich in den Bereich aus Hochrisikobereich in einen Hochzuverlässigkeitsbereich kommen, wo man wirklich sagen kann, es wird zwar was passieren, aber es ist dann hoffentlich eines nichts allzu fernen Tages wirklich eine Seltenheit, wenn was passiert und nicht ehrlicherweise, wenn wir ehrlich zu uns sind, eigentlich die Regel ja, also 450 Seitenverwechslung heißt anderthalb bis 2 Seiten, also 1,5 seitenverwechslung jeden Tag in Deutschland, irgendwo passiert jeden Tag in Deutschland eine Seitenverwechslung, das ist zu viel. Ja, das ist zu viel und das können wir reduzieren und genauso eben, wenn wir sagen, für 40000 Operationen ist es normal, dass es irgendwie 5 bis 10 bis 15 intraoperativ belassene Fremdkörper gibt. Ich würd mir wünschen, dass man irgendwann sagt, wir haben die letzten 250000 Operationen ohne ein solches Ereignis hinbekommen, weil das ist dann je nach Klinik. Nach 5 Jahren, nach 10 Jahren, nach 15 Jahren, wenn es einmal passiert. Das ist zwar immer noch blöd, aber das ist eben was anderes, als wenn es landesweit einmal pro Tag passiert, weil ganz ehrlich, das ist auch so n Punkt, ich kann etwas nicht Never Event nennen, was täglich in Deutschland passiert, es macht keinen Sinn, ja es also allein von von der Wortschöpfung Never Event ist etwas was nie vorkommen soll, wenn es täglich passiert, wie kann es dann ein Never Event sein, ja. Sprecher*in 1 Auf jeden Fall. Sprecher*in 5 Da krieg ich ja auch n Glaubwürdigkeitsproblem. Sprecher*in 2 Ja, Mhm. Sprecher*in 1 Und im Endeffekt müssen wir ja auch irgendwo so n bisschen dahin kommen, dass Prävention nicht zu einem Präventionsparadoxon führt, sondern einfach Prävention an sich. Vorerst steht für uns alle, für die Patientinnen, für uns als Behandlerinnen ja, was passieren kann, wenn wir Fehler machen, ist auch ganz klar, haben wir schon drüber gesprochen, ne, dass wir secondwick werden können und das soll ja auch nicht den Patienten, die Patientin, die geschädigt ist. Irgendwie sozusagen aus dem Rampenlicht wegdrängen, sondern einfach nur sagen, es ist auch aus ökonomischer Sicht ganz, ganz wichtig, dass wir Prävention betreiben, dass wir Awareness für solche Never Events, auch wenn der Name problematisch ist, haben und dass wir daran arbeiten, auch aus fremden Fehlern und natürlich auch aus eigenen Fehlern immer wieder zu lernen und diese auf gar keinen Fall noch mal zu machen. Ich glaube, es ist ganz normal, dass Fehler in unserem Beruf. Gemacht werden sagst du ja auch ne und? Sprecher*in 5 Es gehört leider Gottes dazu, aber jeder macht Fehler in seinem Beruf, also ob du im Büro bist oder im OP. Und was ich halt gut finde ist, dass man nicht sagt, ja, im Büro ist ja ein Fehler nicht so schlimm, aber im OP darf er nicht passieren, also wir sind im OP genauso Menschen wie wir im Büro sind, das heißt, wenn du sagst uns darf der Fehler nicht passieren, sprichst du uns Menschlichkeit ab und da muss ich widersprechen, also ich will keinen Fehler machen, wie gesagt, ich tue alles dagegen, aber zu sagen. Wenn der n Fehler macht ist nicht so schlimm wenn der n Fehler macht darf das nicht passieren, das wird uns nicht gerecht. Also klar wir müssen alles daran setzen, dass wir keine Fehler machen, aber es muss uns klar sein, jeder macht von uns jeden Tag ein oder 2 Fehler, die meisten davon sind folgenlos oder harmlos, aber es ist nur ne Frage der Zeit bis auch mal was Größeres passiert und es hat nichts mit unserer Qualifikation und auch nichts mit unserem Charakter zu tun wenn es passiert und da würde ich mir einfach ne gewisse Menschlichkeit auch wünschen, wenn man menschliche Medizin hat muss man uns als auch. Zugestehen, dass wir Menschen sind und Menschen werden, immer solange sie leben, Fehler machen. Also insofern, wir sollten so wenig wie möglich machen, aber wer sagt, wir schaffen es, die Fehler auf 0 zu reduzieren, der schafft das nur, wenn die Medizin nicht mehr menschlich ist. Also wenn nur noch Roboter am Patienten arbeiten und keine Menschen mehr, dann wäre es theoretisch möglich, aber ich glaube, Medizin macht im Wesentlichen aus, dass Menschen für Menschen da sind, und das muss man einfach dann auch entsprechend berücksichtigen. Und da muss man einfach auch auch ne gewisse Nachsicht haben, weil niemand will den Fehler machen. Ja und ehrlicherweise keiner, der uns jetzt zuhört, der lang genug im Geschäft ist, hat nicht seinen Fehler. Bei dem es ihm heute noch kalt den Rücken runterläuft. Also seien wir einfach ehrlich zu uns und es hat nichts damit zu tun, dass wir gute oder schlechte Ärztinnen und Ärzte sind oder Pflegekräfte oder wer auch immer rettungsdienstler, jeder hat das schon erlebt und wir müssen es nicht bagatellisieren, aber wir müssen es auch nicht dramatisieren, wir brauchen vor allem einen fairen Umgang damit und eben auch ein Verständnis, wie die Rahmenbedingungen sind und dass es passieren kann und dass wir trotzdem natürlich an uns arbeiten müssen und an den Systemen arbeiten müssen, weil ich glaube, in dieser Systemüberarbeitung und in der Kultur ist in der Sozialisierung und in der Kultur unserer Kolleginnen und Kollegen liegt noch unglaublich viel Potenzial. Also wir können sicherlich noch ein 2 oder 3. Zehnerpotenzen in vielen Bereichen besser werden und wirklich, das rettet hunderten bis Tausenden Menschen in Deutschland Millionen auf der Welt jedes Jahr im Zweifelsfall das Leben. Also es ist ein unglaubliches Potenzial und wir können noch unglaublich viel Gutes tun, was wir in der Medizin eigentlich machen wollen. Sprecher*in 1 Mhm, ich glaube, das ist ein eigentlich, finde ich, ganz gutes Schlusswort. Außer es gibt noch Dinge, die wir jetzt noch nicht besprochen haben und die du gerne noch zum Thema besprechen wollen würdest, weil wir eben auch schon klar herauskristallisiert haben. Wir können nicht ein, eine Patentlösung für alle Fehler beziehungsweise alle Never Events, die jetzt auf der Liste sind irgendwie geben, sondern jeder muss da selbst dran mitarbeiten und vielleicht auch insgesamt die Strukturen im Krankenhaus verbessern und sich natürlich auch an Sicherheitsmaßnahmen halten, wie zum Beispiel die WHO. Checkliste bringt nichts, wenn sie nicht wirklich durchgeführt wird, aber ansonsten glaube ich haben wir schon ganz ganz viele wichtige Dinge genannt. Was uns auf jeden Fall nicht durch die Lappen gehen darf, ist, dass wir ein Codewort noch festlegen. Und ja, gibt es noch irgendwas von deiner Seite? Reinhardt was du zu dem Thema noch sagen kannst, außer dass man sich auf jeden Fall die Liste einmal durchlesen sollte, wir verlinken die in den Shownotes. Sprecher*in 5 Ja, auf jeden Fall. Also bitte durchlesen und bitte mal für den eigenen Bereich überlegen, was betrifft mich davon entsprechend, wo sind wir schon gut und wo haben wir schon entsprechend. Wird alles im Rahmen des Möglichen etabliert, weil ich glaube schon, dass es etliche Punkte gibt, die auch abgehakt werden können, weil man sagt, ja, das haben wir schon adressiert und ja, das haben wir auf dem Schirm, aber gerade da, wo es eben noch nicht so ist, ins Gespräch zu kommen, der Weg ist Teil des Ziels, also das gemeinsame Risikoverständnis zu schaffen, gehört dazu, es hilft nicht zu sagen, gib mir mal eine Checkliste mit den 10 wichtigsten to dos und ich hak die ab, sondern auch bei der OP Checkliste, sie muss selbst erstellt werden oder sie muss also eine schlechte Op Checkliste macht genau das Gegenteil wie eine gute wirksame Instrumente haben Nebenwirkungen und. Deswegen alle Instrumente, die wir einsetzen müssen, sorgfältig durchdacht werden und müssen den Bedürfnissen passen. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler, das ist, sag ich immer den qm beauftragten, weil wenn ich ne Checkliste hab, die ich total toll finde als qm beauftragter, aber kein Mensch macht sie weil alle finden sie scheiße, dann ist niemandem geholfen, sondern man muss so lange an dieser Checkliste rummeckern bis alle sagen, so jetzt passt es zumindest und es dann auch machen. Dieser Weg, den muss man gehen. Diese Zeit muss man investieren, das muss man auch notfalls ausdiskutieren. Ich weiß, es ist stressig, aber nur dann ist es eine nachhaltige Lösung und dann hilft es und ich glaube, dass man damit, wenn man sich daran hält, schon ganz ganz viel richtig macht und eben damit anfangen kann und sich dann eben auf die spannende Reise begibt, auch noch andere Fehler zu spotten und eben gerade mit den Lieblingsfehlern. Sich auseinanderzusetzen und nicht zu sagen, das kann hier nicht passieren, sondern zu sagen, was bedeutet das für mich und wie kann ich aus Danas, aus Dominiks, aus Reinhards, aus wem auch immer seinem Fehler lernen, damit mir das nicht auch passiert. Und jedes Mal, wenn ich in die Situation komme, mir nur denken, danke Dana, danke Dominik, Danke Reinhard oder danke wem auch immer, dass ihr mich davor bewahrt habt jetzt selber gerade nen Riesenbock zu schießen und dann. Glaube ich hilft das ganz gut. Ich bin gerade schon am überlegen, was ein gutes Codewort sein könnte. Letztes Mal war es Curry Lasagne, aber das hat ja auch zum Text gepasst. Das stimmt, ich hätte jetzt gesagt Metotrexat, aber das ist dann schwierig, wie man es schreibt. Sprecher*in 1 Nee, das kriegen wir hin. Das. Sprecher*in 5 Kriegen wir, sagen wir metotrexat Metotrexat? Sprecher*in 6 Ich lehne das ab, dass wir immer zu einfache Codewörter nehmen. Ein bisschen Eigeninitiative finde ich in Ordnung für CME Punkte. Sprecher*in 5 Alles klar okay also dann metotrexat und zwar richtig geschrieben. Sprecher*in 1 Yes. Sprecher*in 5 Gut. Wunderbar, wenn ich damit niemand ausgrenze, sozusagen dann dann. Sprecher*in 1 Nein, es sind ja auch alle im Stande zu googeln, im Zweifel, wie es geschrieben wird. Sprecher*in 5 Auf jeden Fall gut. Sprecher*in 2 Sehr, sehr cool. Sprecher*in 5 Das soll das unser Codewort sein, eben weil es eine wirksame, aber auch mit so vielen Nebenwirkungen behaftetes Medikament ist. Insbesondere die Nebenwirkung der falschen Dosierung. Sprecher*in 1 Leute, schreibt uns nicht an, dass ihr nur MTX reingeschrieben habt, ja, dass ihr dann kein MTX gilt, nicht wir sind hier schon MTX geht nicht wir. Sprecher*in 5 Sind hier schon, wir sind hier schon im Bereich der Akademie. Fortbildung ja genau. Sprecher*in 1 Okay gut okay Einhard so vielen, vielen Dank für deine Zeit und Deine Ausführungen von dem Thema, von den Never Events beziehungsweise vielleicht doch auch den schwerwiegenden Events, die es zu vermeiden gilt und gerade für die Patientensicherheit ist das Glaube ich ein ganz, ganz wichtiges Thema aus den Soft Skills oder Kills wie ich es am Anfang fälschlicherweise gesagt habe und ich glaube, dass wir auch durch solche Beiträge einen Teil dazu beitragen können. Irgendwie insgesamt Patientinnen Versorgung sicherer zu machen. Dementsprechend Gebühren dir außer Dominik, Du hast noch irgendwas, er schüttelt perfekt, er schüttelt den Kopf, dann Gebühren wie immer Reinhard Dir die letzten Worte. Sprecher*in 5 Also ganz, ganz herzlichen Dank, dass ihr mich wieder eingeladen habt. Es war mir wieder ein absolutes Fest und ich komme auch gerne wieder, wenn es was zu sagen gibt, immer gerne deine freudsche Fehlleistung angeht, das ist ja eigentlich ein wunderschönes Abschlussplädoyer. Wir brauchen Softskills, damit aus dem Softskill kein Softskill. Sprecher*in 1 Wird sehr schön. Sprecher*in 5 Schöner, schöner werde ich es auch nicht sagen können, insofern allen vielen, vielen Dank fürs Zuhören und ich hoffe, wir konnten da einiges weitergeben und jedes mal wenn euch ein Fehler nicht passiert, weil ihr gemerkt habt, dass ihr rechtzeitig eine Präventionsmaßnahme abgegeben habt, einfach noch mal kurz an den Podcast von Pin Upblogs denken und Dana danke sagen. Sprecher*in 1 Das hast du sehr nett gesagt. Vielen, vielen Dank, Tschüss. Sprecher*in 5 Tschüss. Felix's Lieblingsfehler: Eine Adrenalin-Überdosierung führt zu innovativen Systemlösungen Vielen Dank für diesen ganz, ganz coolen Beitrag zu so einem wahnsinnig wichtigen Thema. Ich muss sagen, ich durfte Professor Strammetz ja auf dem Notfallgäu kennenlernen und wenn ihr irgendwann mal die Möglichkeit habt, ihn auf irgendeinem Kongress sprechen zu hören, dann geht da auf jeden Fall hin. Ich kann da eine Herzensempfehlung aussprechen. Sprecher*in 1 Ja, das das würde ich auf jeden Fall so unterschreiben. Sprecher*in 2 Ja, sehr cool. Und eigentlich ist es ganz passend, weil ich möchte direkt überleiten zu unserem Lieblingsfehler diesen Monat. Und zwar haben wir mit Felix einen ganz, ganz tollen Lieblingsfehler wie ich finde aufgenommen, eigentlich auch zu einem, wie soll ich sagen Fehler der glaube ich dem einen oder der anderen von uns schon mal passiert ist und ich muss noch ganz kurz fangirlen und zwar ist es. So dazu gekommen, dass wir diesen Lieblingsfehler hier vorstellen können, dass Felix die ärztliche Standortleitung ist, der wahnsinnig tollen Rettungswache, wo ich seit neuestem Notarzt fahren darf. Und als ich eingefahren wurde von ihm, saßen wir beim Mittagessen und dann hat er mir diesen Lieblingsfehler erzählt und vor allem auch, was daraus tolles geworden ist und welche Entwicklungen sich nach diesem Fehler, der ihm so passiert ist, ergeben hat. Haben und deswegen freue ich mich sehr, dass Felix Euch diesen Fehler mitgebracht hat. Genau, wir haben hier heute wie versprochen Felix zu Gast, der uns seinen Lieblingsfehler vorstellen möchte. Sehr schön, dass du da bist, Felix. Sprecher*in 8 Es freut mich über alle Maßen, dass ich dabei sein darf, liebe Paula. Sprecher*in 2 Felix, magst du dich einmal kurz vorstellen? Sprecher*in 8 Ja, mein Name ist Felix. Ich arbeite hauptberuflich als Anästhesist. In einem größeren Schweizer Spital und habe im Nebenberuf noch die ärztliche Co Leitung von einem der Rettungsdienste bei uns in der Region im jobsharing Modell mit einer fantastischen Kollegin inne und zudem fahre ich selber noch sehr sehr gerne als Notarzt aus. Sprecher*in 2 Cool. Genau, der Lieblingsfehler, den du uns mitgebracht hast, ist glaube ich auch einer aus dem Rettungsdienst. Magst du ihnen einfach einmal erzählen, was da genau passiert ist? Sprecher*in 8 Sehr gern. Also ich nehme euch mal mit in einen typischen Nachtdienst. Es ist schon nach Mitternacht, der Sucher geht, Meldung ist schon ja laufende Reanimation, wir fahren hin in einen Vorort von der Stadt, wo ich damals als Notarzt gearbeitet habe, der erste ist schon da, ich werde empfangen von einer Frau Mitte 60, Sie geleitet uns rein und sagt ja hier im 1. Stock im Schlafzimmer. Mein Fahrer und ich laufen nach oben und ich sehe schon das Team vom RTW, ein Rettungssanitäter und ein Rettungssanitäterin. Da muss ich vielleicht kurz einschieben. Rettungssanitäter ist in der Schweiz die große Ausbildung, die Dreijährige und die Damen und Herren sind sehr, sehr gut, das heißt, wenn ich von RS oder Rettungssanitätern spreche, ist immer die Schweizer Variante davon gemeint, es liegt auf dem Boden, ein Mann eben auch geschätzt ungefähr 6065 Jahre alt, schlank. Eine Person am Kopf, am Beuteln, die anderen Personen am drücken. Defi Patches sind installiert, ich glaube Zugang ist auch schon gelegen und ich bekomme die Übergabe die Kollegin vom RTW erzählt mir ja, der Mann sei zu seiner Frau hoch ins Schlafzimmer gekommen, habe bedeutet, er habe sich verschluckt, die Frau habe dann noch versucht, mit heimlich Manöver das Stückchen Wurstsalat, was mutmaßlich da drin steckt, zu befreien. Das ist dir leider nicht gelungen. Der Mann ging zu Boden, sie hat die 144, das ist unser Notruf hier gewählt und hat dann telefonisch angeleitet mit Reanimationsmaßnahmen begonnen, als die Kolleginnen und Kollegen vom RTW eingetroffen sind, haben sie ihn vorgefunden, Initiat mit einem nicht schockbaren Rhythmus, ich weiß nicht mehr ob eine PA oder assistolin sie haben angefangen Beutelmaske zu beatmen und Toreskompressionen durchzuführen beutelmaske Beatmung sehr sehr schwierig, aber sie hätten jetzt noch keine Zeit gehabt um mal zu lachen, bloß kopieren was da drin. Also habe ich das dann übernommen. Habe dann mit der Meckelzange ein schönes Stückchen Wurst bergen können, was dann vor der Trachea lag und die Intubation hat sie tatsächlich schwer gestaltet, denn das haben wir auch dann erfahren. Der arme Mann hatte ein Larveskarzinom, was mit einer kurativen Radiatio behandelt worden ist. Das war auch der Grund für die Schluckstörung und warum er laut Ehefrau nur noch diesen Wurstsalat richtig gut essen konnte. Und schlussendlich hat es dann mit einem hyperangulierten Spatel im zweiten Versuch geklappt, den Tubus zu platzieren. Wir haben weiter reanimiert, stets nicht shockbar Rhythmus und ich habe dann mit dem Team besprochen, ich gehe mal kurz runter mit der Frau reden und dann bin ich runter zu der Frau ins Wohnzimmer und habe angefangen das halt gerne so mache zu eruieren, was ist er denn für ein Mensch, was wünscht er sich, wie steht er zur Pflegebedürftigkeit so mit dem Mindset, wo wir uns alle einig waren, wahrscheinlich werden wir gleich die Reanimation einstellen können. Und wie ich gerade die Frau versuche, dafür zu primen, ruft es von oben, Felix, komm, wir haben einen Rost, also bin ich wieder hoch und siehe da, nach kumulativ 4 Milligramm Adrenalin und ich denke mal insgesamt 15 bis 20 Minuten CPR hatten wir wieder einen Rost. Also haben wir dann umgeschaltet auf ok, jetzt transportieren wir. Als der Kreislauf dann immer wieder mal so ein bisschen in die Knie gegangen ist, haben wir angefangen mit Adrenalin 10 Mikrogrammweise zu stützen, sind in RTW und dann losgefahren mit Signal in unser Zentrumspital. Während der Fahrt hat der Patient dann wieder so ein bisschen Kreislauf tauchelchen gemacht, also habe ich zur Spritze gegriffen mit dem verdünnten Adrenalin und habe 50 Mikrogramm gegeben, lege dann die. Spritze mit dem Adrenalin auf die Ablage, die zwischen den 2 Sitzen im RTW lag. Die Rettungssanitäterin hat der Welt schon angefangen zu protokollieren, nimmt dann die Spritze, schaut sie an, guckt Verwund und sagt auffällig, ich wusste gar nicht, dass wir schon 9 Milligramm Adrenalin gegeben haben, gleichzeitig misst unser Monitor, wir drehen den Kopf und sehen eine Systole von 260 Millimeter Hagel so. Geht ihr doch Kevin allein zu Haus. Die Szene, wo er sich das Rasinwasser in die Backen klatscht. So ungefähr ging es mir und Kollegen glaube ich auch und wir haben wirklich sehr, sehr schnell realisiert, dass da statt 50 Mikrogramm plötzlich 5 Milligramm Adrenalin durch meine Hand in diesen Patienten gewandert sind. Sprecher*in 2 Unangenehm. Sehr, sehr unangenehm. Sprecher*in 8 Es ist natürlich das Schöne im Adrenalin. Es kommt schnell und geht schnell, das heißt nach. Ich sage mal 3 Minuten hatten wir wieder blutdrücke, die uns eher so gefallen haben und wir konnten den Patienten dann mit einem stabilen Rost ein bisschen sediert problemlos zu beatmen, dann im Schockraum übergeben und ich habe dann gleich mea culpa geschrien. Habe von meinem Fehler erzählt, dass ich die 5 Milligramm Adrenalin gespritzt habe, versehentlich. Wir haben es danach natürlich noch direkt debrieft, haben da auch ausführlich drüber gesprochen und. Und es war tatsächlich so. Es waren 10 Milliliter spritzen in der einen, das Unverdünnte Adrenalin korrekt mit Kleber beschriftet, in der anderen 10 Milliliter Spritze war das verdünnte Adrenalin ebenfalls korrekt mit Kleber beschriftet. Sprecher*in 2 Ja. Sprecher*in 8 Und trotzdem ist es ein klassischer. Sprecher*in 2 Verwechslungsfehler würde ich sagen, also dass ich glaube, auf diese Art und Weise hätte das jedem Einzelnen von uns ganz genauso passieren können. Und deswegen ist es so ein wunderschöner Lieblingsfehler. Sprecher*in 8 Genau so der 03:00 Uhr nachts Klassiker, oder das heißt, eigentlich haben wir gemacht was wir konnten, um das zu verhindern, aber trotzdem hat das nicht gereicht, dass ich in meiner Müdigkeit oder in meinem Tran offenbar das Etikett nicht korrekt gelesen habe, ignoriert habe, wie auch immer und so halt ein potenziell sehr gefährliches Medikament um den Faktor 100 Überdosiert habe und nachdem wir das vor Ort direkt gebrieft haben. Haben die Kollegen später dann in ihrem Zirssystem einen Fall eingegeben? Ich habe in unserem Zirssystem einen Fall eingegeben, habe gleich eine ausführliche E Mail an unseren ärztlichen Leiter geschrieben und habe mich auf das Schlimmste gefasst gemacht und ich bin wirklich vor Scham im Boden versunken und man muss aber dazu sagen, ich war damals kein Berufsanfänger, also wenn man meine Zeit als Rettungsassistent mit dazu nimmt, hatte ich da gut 1516 Jahre Rettungsdienst auf dem Buckel also. Hat das alles noch umso viel schlimmer gemacht. Von wegen Shit und ausgerechnet mir passiert das jetzt und ich habe dementsprechend die Nacht auch nicht sonderlich gut geschlafen und gleich am nächsten Morgen habe ich dann eine Antwort bekommen von dem ärztlichen Leiter und daraus hat sich dann in den kommenden Tagen ein Mailwechsel entwickelt, wo ich dann Ideen formuliert habe, wie wir das in Zukunft verhindern können und einige Monate später gab es dann eine. Konferenz oder ein Treffen da auf der Hauptwache von dem Rettungsdienst, wo dann neben dem ärztlichen Leiter auch noch Teile vom restlichen Team, was bei diesem Einsatz dabei war, eingeladen waren, zudem noch die qm ler von diesem Rettungsdienst und da wurde dann während dieser Sitzung wirklich noch mal der Einsatz rekapituliert und was genau da passiert ist und was man dagegen machen könnte. Und während unseres Mailwechsels damals mit dem ärztlichen Leiter hat er mir auch schon zu verstehen gegeben, dass ich nicht der erste sei, dem das passiert. Und es gibt in der Schweiz so eine Art nationales Ziersystem, das heißt Emris, wo dann rettungsdienstliche Fälle eingeben können und sichtbar machen können für alle anderen, und es hat sich schon gezeigt, dass das Halt vielleicht nicht jeden Monat, aber doch mehrmals im Jahr passiert. Und es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man damit umgehen kann. Man kann fertig spritzen, beschaffen, die gibt es ja, die Kosten dann eben ungefähr 20 Franken für 5 Milliliter, also 5 Milligramm in einer Spritze drin sind, dann wäre noch eine Option gewesen, dass wir auf unsere Geliebten 10 Milliliter Ampullen mit ein Milligramm pro Milliliter Adrenalin verzichten und umsteigen auf kleine Ampullen, das will auch kein Mensch, weil die großen, also das Analogon zum Partyfäschen, einfach sehr, sehr praktisch ist. Und dann haben uns die Kollegen von dem Rettungsdienst eine sehr spannende Lösung präsentiert. Und zwar wurden dann spezielle Spritzen beschafft, und zwar vielleicht kennt ihr die aus der Interventionellen Radiologie, das sind sehr, sehr stabile Spritzen mit lilock Anschluss, also nicht aus so einem weichen Plastik, sondern aus sehr transparentem Hartplastik, und die Stempel gibt es in verschiedenen Farben. Und so wurden dann solche Angiographie Spritzen mit Knallrotem Stempel beschafft, die ausschließlich für diesen Zweck gedacht sind. Da kommt nur unverdünntes Adrenalin rein, nichts anderes, und diese Spritzen, die sind auch nicht gerade billig, da kostet eine ungefähr so viel wie fast ein Hunderter Pack von den ganz normalen Standard 0 815 spritzen, aber es ist immer noch eine deutlich günstigere Lösung als die schnell ablaufenden Fertigspritzen zu beschaffen, oder? Und es ist eine ganz klare Kennzeichnung. Obacht, Da ist jetzt das hochkonzentrierte Adrenalin drin, und so wurden dann diese Spritzen zuerst bei diesem Rettungsdienst eingeführt, dann noch bei den beiden anderen in der Region, auch bei dem, wo ich mittlerweile in dieser Leitungsfunktion bin, war ich damals einfacher Notarzt, Freelancer noch, da habe ich das dann auch angeregt, dass man das beschafft, und so ist bei uns in der Region jetzt Standard, das wird eben diese roten Spritzen mitführen für dieses eine potenziell gefährliche Medikament und. Und die Moral von der Geschicht ist erstens, niemand ist davor gefeit, dass uns so was passiert, vor allem in der Nacht, kann aber auch am Tag passen. Es kann wirklich, wirklich jedem passieren und die zweite Moral von der Geschicht, und das ist das, warum ich eigentlich damit so gern an die Öffentlichkeit auch gehe, ist, wie danach mit dem ganzen Fall und vor allem wie mit mir umgegangen worden ist und. Und da geht wirklich noch mal ein ganz, ganz lieber Gruß und ein großer großer Dank raus an Mark, der durch sein Verhalten als ärztlicher Leiter nicht nur dafür gesorgt hat, dass es mir dauerhaft schlecht ging, bis hin zum Second victim, sondern dass ich mich wirklich immer ernst genommen gefühlt hab, gut abgeholt gefühlt habe und auch an diesem Prozess da konstruktiv mit diesem Fehler umzugehen. Immer so weit beteiligt war, dass sozusagen ich gefühlt meine, mein Schuldgefühl in etwas Konstruktives wandeln konnte. Und aus dieser Anekdote habe ich sehr, sehr viel gelernt, auch jetzt natürlich für meine jetzige Funktion, wo ich in dieser Position bin, also in einer Leitungsfunktion bin, zum einen, wie gehen man mit Menschen um, vor allem Menschen, die einen Fehler gemacht haben für sogar einen potenziell gefährlichen Fehler, denen es nicht gut geht damit und wie. Gehen wir um, wenn wir ein potenzielles systemisches Problem haben, also das, wofür klassisch ein Cirs gedacht ist, um nicht ein Einzelproblem zu identifizieren von einer Person, sondern ein systemisches Problem, und dass man durchaus auch auf kreative Lösungen kommen kann, und die würde ich abgestützt als breiten Konsens, dann auch so umgesetzt bekommen kann, und das möchte ich wirklich allen mitgeben, die cirs Fälle bearbeiten oder die verantwortlich dafür sind, die. Ihr nutzt es als Chance, eine sehr, sehr gute Mitarbeiterbindung aufzubauen. Ihr könnt damit Leute wahnsinnig motivieren, indem ihr mit diesen CIS Eingaben gut umgeht und zu keiner Sekunde habe ich in diesem ganzen Prozess playment Shame erfahren müssen, darum wenn ihr CIS Verantwortliche Seid, macht das so wie Mark das gemacht hat, kein Playment Shame geht auf die Leute zu, nehmt sie mit, holt sie ab und. Und schaut, was was Gutes draus wird. Und dann können wir alle von meine Epic Fuck up mit einer hundertfachen Überdosierung profitieren und was Gutes draus mitnehmen. Fatigue im Team: Warum offene Kommunikation im Notfall Leben retten kann Ich habe das genauso erlebt wie du echt abschiedslos. Ich habe eine Geschichte mit einer Intensivschwester, die damals in Ausbildung war, mit Noradrenalin in der Narkoseeinleitungssituation. Und ich sage mir, gib mir mal das neuadronalin sie gibt mir die Spritze, ich gucke nicht drauf und gebe nicht unverdünnt, sondern 1 zu 10 statt 1 zu 100 verdünnt also 1 zu 10000 verdünnt, also 1 zu 100000 verdünnt hatten wir damals, das war gekennzeichnet mit einem gelben und einem roten Aufkleber, zusätzlich zum Neuadronalin, es war aber mitten in der Nacht und ich habe nicht drauf geguckt und habe nicht gut kommuniziert, das heißt, es sind ja mehrere Fehler hintereinander passiert. Medikamentationsverwechslung Kommunikationsproblem und dass ich eben sozusagen das Medikament dann appliziert habe, ohne mich zu vergewissern, was es war. Aber es ist sozusagen, obwohl das farblich markiert war, zwar nur mit so einem kleinen gelb 1 zu 10 rot 1 zu 100 war sozusagen die zehnfache Dosis dann drin, kein Patientenschaden, wir haben das auch. Gedebrieft und wir haben auch miteinander gesprochen und sie war mehr über sie hat die Situation mehr mitgenommen als mich, weil ich bin weiter gegangen zum nächsten Patienten, es gab keinen Patientenschaden das ist der Blutdruck, den haben wir ausgesessen und für mich war ist alles in Ordnung für sie. In ihrer Ausbildungssituation war das nicht und das da hat mich ihre Ausbilderin, mit der ich auch sehr gut. Konnte zur Seite genommen und habe gesagt Pass auf, wir müssen das jetzt einmal die Briefen und wir müssen einmal besprechen, was hier passiert ist und dass das nicht wieder passiert. Sprecher*in 2 Umso schöner finde ich, dass du diesen Lieblingsfehler mitgebracht hast. Felix, weil das eben so der Klassiker ist und ich aber auch die Lösung dafür so wunderschön und kreativ finde und ich einfach hoffe, dass wenn wir das hier noch so ein bisschen mehr unter die Menschen bringen. Dass dann sich der eine oder andere Rettungsdienstbereich oder eben menians Fall auch die eine oder andere Intensivstation möglicherweise was davon abschauen kann, weil das ja doch, wie soll ich sagen, relativ pragmatisch und unkompliziert gelöst werden kann, dieses Problem. Sprecher*in 7 Genau. Ich glaube, dieser rote Stempel ist das, was, weil wir da den Daumen drauf haben. Ne, das Etikett kannst du verdreht ansetzen oder sowas, aber der rote Stempel, das ist die höchste Dosierung die wir haben bist du dir sicher, dass du das geben willst? Das ist halt ja noch eine Rückkopplungsebene, die wo wir uns halt so offensichtlich, ja genau. Sprecher*in 8 Absolut genau, total offensichtlich. Man kann es nicht übersehen, zudem noch haptisch fühlen sich die Spritzen anders an, ne weil die durch das dickere Material auch größer sind. Sie haben einen lyrlock Anschluss. Statt nun einfach an diakonus ja, insofern es gibt es in diesem einen kleinen technischen Device so viele Details, die als Sicherheitsmechanismus noch mit mit eingebaut sind. Neben dem rein visuellen, dass die Lösung einfach sehr, sehr elegant ist. Sprecher*in 2 Sehr, sehr cool. Sprecher*in 1 Ich finde, es passt auch super zu dieser Folge, weil wir ja mit Gerrit schon über Fatigue gesprochen haben und über die Auswirkungen von Nachtarbeit auf unsere konzentrations Kapazitäten, auf unsere Arbeits. Weise beziehungsweise auch, dass wie wir performen, wenn man ehrlich ist. Und das ist ja auch noch ein Ansatz, den man zusätzlich aus diesem Punkt ziehen könnte, dass man sagen muss, okay, wie war denn eure Fitness in dieser Situation, hast du darüber mal irgendwie dir Gedanken gemacht, also war das auch noch ein Aspekt, den ihr mit im Deep Briefing hattet, das würde mich jetzt gerade noch interessieren. Sprecher*in 8 Ja, wir haben schon drüber gesprochen oder es in Anführungsstrichen natürlich auch. Ein bisschen darauf geschoben, dass es jetzt eben hier Nacht war. Und ich weiß nicht mehr auswendig, wievielte Einsatz es für das rcw Team war. Ich weiß auch nicht mehr auswendig, was ich davor gemacht habe, also da war das so, dass wir im Nachtdienst im OP ausgeholfen haben und dann beim Alarm einfach davon gerannt sind, ob da davor viel gelaufen ist oder durchaus ins Bett geschmissen worden bin, das weiß ich leider, jetzt ist ja einige Jahre her, nicht mehr so genau. Auch, dass wir das thematisiert haben, mit Sicherheit und ja, Fatigue ist einfach ein Klassiker und Nachtarbeit, vor allem wenn man jetzt in der ersten Nacht ist und noch nicht komplett umgestellt ist. Und Übernächtigt ist, ja sind einfach accellence Waiting to Happen eigentlich. Sprecher*in 2 Aber umso wichtiger finde ich, weil das ja mit dieser Fatigue und der Nachtarbeit so sehr Teil unseres Berufs ist. Umso wichtiger finde ich eigentlich, dass unsere Systeme so designed sein müssen, dass es eben auch nachts um 3 beim 10. Einsatz sicher funktionieren kann, weil ich glaube, die Fatigue werden wir halt nur begrenzt wegbekommen. Und umso wichtiger ist es halt eben, dass wir diese Rückfallebenen haben und dass die Sachen, auf Deutsch gesagt auch nachts um 3 Idioten sicher sind. Sprecher*in 8 Ja, so sehe ich es auch. Wir müssen um diesen menschlichen Faktor, den wir nicht ausradiert bekommen, einfach ein Sicherheitsnetz rumbauen Rumbasteln, rum macgyvern, wie auch immer das eben unsere menschliche Fehlbarkeit ein bisschen abdämpft oder Abfädert. Sprecher*in 7 Und wir müssen flache Teamhierarchien haben, damit derjenige, der es bemerkt, in der Situation sich traut, ein Speakup zu machen beziehungsweise dadurch, dass ein D Briefing passiert. Eben wir als diejenige, die eine Leitungsposition in der haben, Dinge mitbekommen, die wir gar nicht in der Reanimationssituation mitbekommen haben und eventuell nächstes Mal darauf achten. Das ist, glaube ich, also A durch die flache Hierarchie sehr gut zu erreichen, durch die gegenseitige Wertschätzung sehr gut zu erreichen, die du ja auch geschildert hast. Das finde ich ist eminent wichtig, weil dann nur dann traue ich mich auch das nächste Mal so. Solch einen Fehler oder beinahe Fehler zu kommunizieren, um dann eben zu erreichen, dass durch dieses gegenseitige gegenseitige Diskutieren eben Strukturen geschaffen werden, die, die sozusagen unsere Tätigkeit verbessern. Sprecher*in 8 Stimme ich vollkommen zu, ja. Sprecher*in 1 Eine Sache, die mir dazu noch einfällt, ist, dass ich einen Einsatz im Rettungsdienst hatte und ich bin seit 23:00 Uhr sozusagen durchgefahren und wir fahren 19 bis 19:00 Uhr und ich bin dann um 14:30 Uhr. Habe ich mich ins Bett gelegt und 10 Minuten später ging der Melder und wir hatten wieder einen relativ kritischen Einsatz, eine bewusstlose Person in einem Pflegeheim und da habe ich meinem Team kommuniziert. Hey Leute, ihr wisst, ich bin jetzt seit 23:00 Uhr wach, das Team hatte ja zwischendrin gewechselt, die machen 12 Stunden schichten ne ich aber 24 und ich weiß nicht wie gut ich performen kann. Im Endeffekt, muss man sagen, lief der Einsatz sehr gut, aber ich glaube auch, weil ich so vulnerabel mich gezeigt habe und gesagt habe, hey, ihr müsst bitte auf mich aufpassen, wenn irgendwelche Entscheidungen nicht plausibel sind, dann bitte bitte lasst uns drüber sprechen, dann müssen wir noch mal evaluieren, vielleicht liegt das auch einfach daran, weil ich komplett übermüdet bin und nicht mehr so gut performen kann, wie das vielleicht tagsüber ausgeschlafen gewesen wäre. Also dieser Faktor von. Grüne Kügelchen haben und das kommunizieren ist glaube ich auch noch ein ganz, ganz wichtiger Aspekt im Hinblick auf solche Situationen, gerade auch auf Nachtarbeit und auf Fatigue, was wir ja eben schon mal angesprochen hatten. Sprecher*in 8 Auf jeden Fall. Und eben das. Das Sanitätspersonal wechselt nach 12 Stunden, aber bei uns ärztlichem Personal. Das sind solche Sachen plötzlich egal. So, da darf man eben hier 16 Stunden 30 Stunden am Stück arbeiten und. Keiner fragt oder oder das Konzept bist du fit to fly, wie es aus der Luftfahrt existiert, das gibt es bei uns einfach nicht oder genau das, wie viele von uns gehen krank zur Arbeit, wo wir eigentlich auch nicht fit to fly wären und aus der Zeit als ich auf einem Helikopter gearbeitet habe, war das auch ganz spannend. Wir konnten nachts, also wir haben 24 Stunden Haley und wir haben entweder 24 oder 48 Stunden Dienste oder. Und 8? Sprecher*in 2 Und 40 ist schon noch. Sprecher*in 8 Krass. Ja, das geht also wenn das Wetter so ist wie jetzt im Winter und es halt einfach mal 2 Tage durchgehend schneit, dann hat man ja 2 gemütliche Tage auf der Basis. Aber ja 48 Stunden, die können schon sehr sehr lang sein und. Sprecher*in 1 Du. Sprecher*in 8 Kannst ja auch das. Sprecher*in 1 Personal Gegenteil. Haben ne 48 Stunden lang quasi Sonne und super Wetter und dann halt irgendwie dementsprechend viele Einsätze. Die Leute sind draußen Mountainbike blibla ja ist schon hart. Sprecher*in 8 Ja, wenn man der Pilot und der. Co Piloten im Sinne also quasi unsere Parametic mit quasi Crew member Zusatzausbildung. Die können wegen nicht fit to fly die Basis zu machen, oder? Da gibt es eben auch die Regel jetzt seit vielen vielen Jahren, wahrscheinlich auch aus luftfahrträchtlichen Erwägungen, wenn es 2 Einsätze nach 22:00 Uhr waren, darf man die Basis für 6 Stunden zu machen, also quasi abmelden. Sprecher*in 2 Das ist ja auch ultra sinnvoll. Sprecher*in 8 Vom fliegerischen Personal so nicht von mir. Sprecher*in 1 Natürlich, wir Ärzte haben einfach keine Bedürfnisse. Sprecher*in 8 Ja, und wir sitzen zu dritt auf dem Haley. Also wir sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen, und wenn, wenn ich nicht performen kann, allein da hinten drin, da können die anderen 2 vorne noch so gut sein und andersrum, wenn wenn der Pilot gegen die Wand fliegt oder weil er völlig übermüdet ist. Da kann ich total im Saft stehen und perfekte medizinische Versorgung hinten machen. Also wir sind wirklich dann als kleines Team in einem Fluggerät, wo kaputt gehen kann und Mensch töten kann, auf gedeihen Verdaupf aufeinander angewiesen, aber dass dann da rechtlich mit zweierlei Maß gemessen wird in dieser Situation, es ergibt eigentlich keinen Sinn. Sprecher*in 2 Es ist völlig absurd. Ja, und? Sprecher*in 1 Ich würde das auch erweitern, nicht nur auf das fliegerische, sondern auch auf. Intensivtransport oder Rettungsdienst, wo die Leute im Auto sitzen. Klar, wir haben vielleicht im Zweifel, je nachdem nicht ganz so lange fahrdistanzen aber auch das ne, wenn du nachts irgendwie nachdem du 5 KTWS gemacht hast und dann zum Notfall fährst und dann irgendwie leer zurück und ne du hast ja einfach. Wirklich nicht mehr so die Kapazitäten, irgendwann dich zu konzentrieren und trotzdem hast du Verantwortung für mindestens mal eine Person auf dem RTW im ITW sind. Der Fahrer hat 2 Leute, ich sitze eigentlich in der Regel immer nur hinten drin und muss mich darauf verlassen, dass mein Fahrer mich sicher von A nach B fährt. Jetzt im Winter haben wir vielleicht auch noch schlechte Bedingungen, also das sind finde ich alles so Aspekte die in der Medizin noch viel zu kurz gedacht werden, wenn ich ehrlich bin. Sprecher*in 8 Ja. Sprecher*in 2 Einfach. Sprecher*in 8 Und die Frage ist halt, wem muss was passieren. Das was sich ändert und meistens braucht dann halt die Oma vom Landrat, das Kind vom Ministerpräsidenten. Sprecher*in 1 Ja, aber wie schlimm? Ultra? Ja das das Normalos nicht zu zählen. In in, in unserer Gesellschaft. Und dass es auch nichts zählt, wenn wir als medizinisches Personal sagen, hey, ich fühl mich dazu gerade nicht imstande, ich habe einmal einen Dienst nicht angetreten, weil ich mental, ich hatte kurz zuvor was erfahren, was mich wirklich aus der Bahn geworfen hat und. Ich, ich konnte mental mich nicht konzentrieren. Ich hab immer gesagt, OK, wenn noch jemand anders in der Einleitung mit dabei ist oder ne, dann geht das. Meinen Tagdienst kann ich hier irgendwie schon machen, im Zweifel geh ich in die Ambulanz und kann mich da kurz rausnehmen, aber ich kann nicht n 24 stunden Dienst machen wo ich nachts alleine irgendwie den Notfallpatienten betreuen muss. Und kein Backup habe, weil ich einfach mental es ging nicht. Ich war wirklich ich, habe ununterbrochen geweint, weil ich diese Situation irgendwie erstmal mit mir selber klären musste und auch das sind ja Sachen, wo irgendwie gesagt wird, ah Dana, ganz. Sprecher*in 2 Ehrlich, stell dich nicht so an. Sprecher*in 1 Stell dich nicht so an, Schluck das halt mal runter, arbeite halt einfach mal. Aber wie soll man denn, wenn man sich nicht konzentrieren kann, weil man einfach gerade total fertig ist? Sprecher*in 2 Naja und andersrum muss ich sagen, habe ich auch schon die die gegenteilige Erfahrung gemacht. Schwäche zeigen als Stärke: Wie Vertrauen und Kultur die Patientensicherheit fördern Ich finde auch wenn du halt kommunizierst, hey, ich bin zwar heute hier, aber ich bin nicht 100% fit, könnt ihr so ein bisschen mit auf mich aufpassen, dass einem dann je nach Setting aber auch einfach alles aus der Hand genommen wird und man einfach überhaupt nichts mehr machen darf, wo ich mir dann manchmal halt auch so denke so hey, ihr könnt mir schon auch zutrauen, dass ich mich melde, wenn das jetzt für mich gerade nicht geht, aber ich bin schon auch hier, weil ich. Arbeiten kann, wenn ich nicht arbeiten könnte, wäre ich nicht gekommen. Ich glaube, wir dürfen den Leuten mehr zutrauen, dass sie das halt auch selber einschätzen können, wenn sie sagen, dass. Sprecher*in 1 Sie schon so offen sind, wenn sie schon so offen sind und sagen, ja, ja, genau. Sprecher*in 8 Es ist ein schmaler Grat, finde ich, und spreche jetzt aus der oder mit dem Hut, Oberarzt Anästhesie. Denn wenn jetzt eine Notärztin zurückkommt vom Einsatz und ich habe mitbekommen, Meldung war irgendwie Kinder Reha und sie kommt zurück und ich spreche sie darauf an, dann kann das halt sein, dass es wunderbar ist, dass es genau das ist, was was diese Person ist, braucht eine Situation, aber ich kann damit eben unter Umständen auch Sachen kaputt machen, vor allem wenn ich dann suggestiv frage, oder? Wenn ich jemand aus dem Dienst nehme, weil ich meine nach so einer Geschichte muss man doch erst mal rausgenommen werden. Aber eigentlich bräuchte diese Person, also dieser eine Charakter für ein adäquates Coping, jetzt weitermachen zu dürfen und Prinzip Eigenverantwortung oder selber entscheiden zu dürfen. Muss ich jetzt rausgenommen werden oder darf ich jetzt weitermachen? Bin ich selber groß? Ah, das finde ich sehr, sehr, sehr, sehr schwierig und wenn man die Leute nicht wirklich gut kennt und wirklich gut einschätzen kann, kann man damit eben auch, sind wir wieder beim Kreis zum Second victim oder und um den nachhaltigen Schaden anrichten, also das was du gesagt hast, Paula, dass dir plötzlich Sachen aus der Hand genommen werden und dich deswegen extra Scheiße fühlst, weil du das Gefühl hast, OK, jetzt traut man mir gar nichts mehr zu. Jetzt jetzt werde ich zum Baby degradiert. Sprecher*in 2 Ja, voll ja. Also ich glaube auch, dass das super schwierig ist. Aber ich glaube auch, dass wir wie wahrscheinlich auch außerhalb der Medizin, viel mehr die Leute fragen sollten, hey, weißt du, was du jetzt gerade brauchst? Sprecher*in 1 Ja, so wie du sagst, eine Kommunikation ist da alles und gerade. Gerade auch aus dieser Situation, die ich eben erzählt hab. Ich war superfroh, dass mein Oberarzt mir damals gesagt hat, hier ist kein Problem, Herr so, und so hat gesagt, er würde das machen, mach doch vielleicht seinen Dienst. Ende der Woche, wenn es bis dahin wieder geht, das hat mir so viel Stress und emotionale Last in diesem Moment genommen, da war ich ganz, ganz froh, dass Menschen auch verstehen, dass es, dass wir keine Maschinen sind, sondern halt einfach irgendwie. Ja. Sprecher*in 8 Ja, und da liegt auch wieder so viel macht in der Wortwahl. Also wenn es jetzt bei mir jemand krank meldet, dann kann ich sagen, oh Scheiße, du hast morgen spätdienst. Ja, jetzt muss ich jemanden suchen oder ich kann sagen, Oh je, du Arme, bleib daheim, was meinst du kommst übermorgen wieder oder willst noch einen Tag mehr Ach vielleicht morgen schon gut, aber dann meld dich doch einfach morgen im Sekretariat das. Habe ich durch mein Wording und die Art und Weise, wie ich es kommuniziere, habe ich was völlig anderes transportiert. Und wenn die Firmenkultur dann auch stimmt und wenn sozusagen dann im jeweiligen Berufsgruppen Chat dann die Anfrage reingestellt wird, hey, wer kann morgen den Spätdienst übernehmen und gleich melden sich 10 Leute in den nächsten 90 Sekunden oder dann stimmt die Kultur, dann traut man sich wirklich rein gewissenskrank zu melden, auch wenn man jetzt heute oder morgen eigentlich nachtdienst hätte, weil man einfach weiß, dass das Team fängt es auf und das Team hat Verständnis, keiner Flucht und schimpft wegen. Oh shit, jetzt muss ich organisieren oder Shit, jetzt muss ich einspringen und es fängt bei so ganz kleinen Sachen an wie wirklich der Wortwahl was wir machen können und da fand ich auch diese Kultur, die wir auf dem Haley hatten oder innerhalb der Firma sehr angenehm, da macht man morgens nach dem Frühstück gibt es die Tages Checkliste oder Piloten wenn ich die Checkliste vorliest und ein Item auf dieser Checkliste ist. Are you okay also geht es dir gut, wo jedes Teammitglied von uns dreien, dann würde ich sagen, ist hey, ich habe letzte Nacht so schlimm geschlafen, das Kind hat Bauchweh und oder meine Oma ist letzte Nacht gestorben und bin noch nicht ganz da oder einfach solche banalen Sachen, wo jeder eingeladen ist, das einfach auszusprechen, dass die anderen einfach auch wissen, hey. Warum guckt der Felix gerade irgendwie komisch oder warum hat der solche Augenringe und so weiter? Sprecher*in 5 Voll und. Sprecher*in 8 Dann macht man mit wenig Worten kann man sozusagen den Zug auf aufs Linke oder aufs rechte Gleis setzen. Für den Rest des Tages, für den Rest der Schicht. Sprecher*in 2 Auch einfach, dass die anderen Leute halt einsortieren können. Wieviel grüne Kügelchen hast du gerade, wo müssen wir vielleicht noch einen Blick mehr drauf werfen oder weiß ich nicht, sind wir vielleicht heute mal besonders vorsichtig was die Wortwahl betrifft, sind wir vielleicht heute noch ein bisschen lieber zu ihm als sonst. Keine Ahnung, ich muss sagen, ich habe das jetzt zum Beispiel, ich bin ja jetzt meine ersten 2 Dienste als Notärztin gefahren, wieder nach doch längerem und auch solche Dinge zu kommunizieren finde ich wichtig. Ich habe dann auch meinen. Er ist mit denen ich unterwegs war, gesagt, Hey schau, ich bin einfach ein bisschen aufgeregt, das ist jetzt hier mein erster Dienst. Wenn ich irgendwas mache, was ihr, wo ihr jetzt denkt, so hey, so machen wir das hier nicht, dann sagt es mir doch einfach und das gibt einem selber ja aber auch ein viel besseres Gefühl, weil ich finde, das nimmt für einen selber ja auch total viel Druck raus, dass man einfach weiß, hey, die anderen wissen, wo ich jetzt gerade stehe und sie haben mit ein Auge auf mich. Sprecher*in 8 Also. Sprecher*in 1 Aber das darf halt auf gar keinen Fall als Schwäche ausgelegt werden, weil gerade wenn du und das ist jetzt so n bisschen meine Perspektive als Frau irgendwie schwächen zugibst, dann ist das als Mann oft hey voll cool, der kann das, ne, der geht dann mit Straight Forward und so und die Frauen sind oft so, Ah die ist n bisschen, die kriegt das nicht so hin und die ist so n bisschen hysterisch und irgendwie ne also. Das wird einem als Frau manchmal negativer ausgelegt. Das mag vielleicht auch irgendwie sein, weil ich das so empfinde, ich hab das aber halt von vielen Frauen auch schon so n bisschen so gespiegelt bekommen, deswegen müssen wir echt da aufpassen, dass wir das einfach auf einer fachlichen Ebene bewerten und nicht auf so einer emotionalen Ebene, ja. Sprecher*in 2 Voll, aber da sind wir wieder bei der Firmenkultur, die Felix vorhin angesprochen hat. Ich glaube, dass wenn halt je mehr alle Leute das machen und das Leben und umso normaler das wird, desto weniger glaube ich auch, dass das dann einzelnen Personen negativ ausgelegt wird. Sprecher*in 8 Ja, ich bin da vielleicht schon ein bisschen privilegiert. Dana, wie du gesagt hast, oder als als Mann wird es mit Sicherheit anders aufgenommen, wenn man die Hose runterlässt, der sagt, Oho, der traut sich was und wenn du das als Frau machst, da ist, sage ich, ah ja. Sprecher*in 1 Ja, vor allen Dingen als junge Frau. Ne, wenn du schon ein bisschen Standing hast, vielleicht Fachärztin bist oder irgendwie Oberärztin oder so, dann wird dir das auch wieder als positiv sozusagen ausgelegt, aber wenn du halt irgendwie gerade frisch vom Dienst kommst, dann musst du gerade erst so richtig mit geschwollener Brust so ein bisschen zeigen erstmal, dass du was kannst, weil die Leute ja irgendwie sonst denken, ja, die kann ja eh nichts, ne, also jetzt müssen wir auch noch auf die aufpassen. Sprecher*in 8 Ja. Sprecher*in 2 Cool. Sprecher*in 1 Cool ja, aber sehr, sehr cool ich. Ich freue mich, dass du das mitgebracht hast und dass wir auch darüber noch ein bisschen diskutiert haben. Vielen, vielen Dank auch, dass du, wie du eben selber schon so schön gesagt hast, die Hose runtergelassen hast und von deinem eigenen Fehler erzählt hast und was daraus geworden ist. Und vor allen Dingen bin ich dankbar für alle, dass du kein secondwick Them geworden bist aus der Situation, weil das natürlich nicht nur für dich, sondern auch für die medizinische Versorgung insgesamt immer ein problematisch. Wäre, wenn wenn medizinisch gutes Personal dadurch dann ausfallen würde. Sprecher*in 8 Ja, und ich danke Euch ganz, ganz herzlich für die Möglichkeit, sozusagen auch meine Botschaft ein bisschen in die Welt zu tragen. Und Paula, schön bist du bei uns schön arbeitest du bei uns schön, hast du einen guten Einstand gehabt. Sprecher*in 2 Dankeschön cool, vielen dank Felix, du darfst dir noch ein Codewort aussuchen, weil wir brauchen nämlich noch ein Codewort für den Lieblingsfehler. Sprecher*in 7 Stempel. Sprecher*in 8 Nee, Kevin. Sprecher*in 2 Kevin. Sprecher*in 1 Okay. Sprecher*in 8 Kevin Super, da kommt keiner drauf. Ja, lass uns Kevin machen, wenn das okay. Sprecher*in 2 Ist Kevin ist super. Sprecher*in 1 Ja, klar, perfekt. Kevin ist super. Sprecher*in 2 Sehr, sehr cool. Dankeschön Felix. Eure Geschichten, CME-Infos und der Abschied von dieser Folge Vielen, vielen Dank. Sprecher*in 7 Der ist Kevin. Sprecher*in 1 Ja, richtig cool. Ich finde es auf jeden Fall toll, dass ihr ganz, ganz viele Fehler uns schickt und beziehungsweise auch so wie bei Paula jetzt sogar uns drauf ansprecht beziehungsweise wir drüber sprechen und es ganz viele gibt, die das Projekt unterstützen. Ich möchte dafür auch noch mal ein bisschen Werbung machen, weil Torben und ich ja seit Januar 2026. Eine Rubrik im Notarzt betreuen, die auch mein Lieblingsfehler heißt. Also schickt uns eure Lieblingsfehler zu. Wenn es passt, machen wir einen wirklichen Beitrag dann auch noch mal für den Notarzt, der ja auch vielleicht noch ein anderes Publikum hat und anspricht als wir jetzt hier im Podcast. Also tragt es einfach weiter, dass wir aus unseren Fehlern, die wir alle in. Immer wieder leider machen, dass wir daraus lernen und vielleicht insgesamt dann eine bessere Sicherheitskultur generieren können. Also vielen Dank auch noch mal an Felix und diesbezüglich hätte ich vielleicht auch noch eine kleine Anmerkung und zwar suchen wir einen Fehler, der dazu geführt hat, dass jemand Second victim geworden ist und. Und alle, die den Podcast schon länger hören und kennen, die haben vielleicht auch den Beitrag von Reinhardt und mir damals mit Second Victim gehört. Also was das ist, wenn ihr es nicht wisst, dann könnt ihr das gerne noch mal googeln. Den Beitrag gibt es natürlich noch auf unserer Homepage, aber falls ihr selbst Second victim geworden seid und darüber einmal sprechen wollt und vielleicht auch einmal euren Fehler präsentieren wollt und wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn ihr. Uns dann euren Lieblingsfehler und vielleicht auch, wie es dann dazu gekommen ist, dass ihr Second Wickedom geworden seid. Schreibt unter lieblingsfehler at pin Docs de genau durch solche Partizipation von euch kann natürlich auch sowas ganz individuell gestaltet werden und wir können alle aus den Fehlern von uns allen, die wir alle machen, lernen. Also wir würden uns wirklich sehr sehr freuen, wenn wir da viele Zuschriften bekommen. Genau das war es dann auch schon für die 2. Folge 2026 und wir haben eine Sache am Anfang nicht gemacht, die wir gerne noch gleich nachholen werden, wenn ich diesen Abschluss Sermon, den sonst immer Torben übernimmt, fertig habe. Und zwar ist es so, dass wir natürlich hoffen, dass es euch auch heute wieder gefallen hat. Ihr dürft uns gerne bewerten und fördert uns auch gern und tretet gern mit uns in Kontakt, das erhöht alles unsere Reichweite und es hält dieses Projekt, was wir hier jetzt seit insgesamt schon 7 Jahren machen, am Leben. Ihr holt euch die CME Punkte beziehungsweise die Teilnahmebescheinigung bis zum 15 des Folgemonats. Das heißt, das ist dieses Mal bis zum 15 dritten, dann wird das CME Modul komplett geschlossen und wir haben da auch keine Möglichkeiten mehr und Timo unser Torwart der CME Punkte ist da auch wirklich gnadenlos. Also da können wir nichts mehr tun, ihr müsst auf jeden Fall die richtige CME Nummer, die richtige efn Nummer. Sprecher*in 2 Ef. Sprecher*in 1 Nummer danke, ihr müsst auf jeden Fall die richtige Nummer. So, jetzt habe ich das, was ich immer korrigiere selber falsch gemacht, das ist ein klassischer Fall von mir, von irgendwie lieblingsfehler lieblingsfehler genau so, also ihr müsst auf jeden Fall die richtige korrekte Nummer eingeben, sonst funktioniert das natürlich nicht und das gab es schon mehrere, die mehrfach das falsch gemacht haben, also bitte korrigiert es auf jeden Fall und kontrolliert es vor allen Dingen genau. So und in diesem Sinne möchte ich noch abschließend eine der Rettungsdienstperlen von Marc Weinert vorlesen, und zwar nach Mitternacht. Ist die Welt eine andere für den Rettungsdienst gilt das auch, oder insbesondere Unfälle sind nach Mitternacht häufiger durch Alkoholeinfluss verursacht als tagsüber, und zwar fast dreimal so häufig. Je nach Studie hatten circa 70% der Unfallbeteiligten Alkohol konsumiert. Wenn der Unfallort in der Nähe einer Bar ist, erhöht sich nochmal die Wahrscheinlichkeit, dass Alkohol im Spiel ist. Auch unabhängig davon, ob man sich hinters Steuer gesetzt hat oder Opfer eines alkoholisierten Fahrers war, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man Alkohol im Blut hat, wenn man die Notaufnahme nach Mitternacht aufsuchen muss, deutlich erhöht. Ja, da haben wir es wieder mit der Fatigue und dem. Sprecher*in 2 Da ist was dran. Ja, Alkohol hilft auf jeden Fall nicht gegen Fatigue, das stimmt. Sprecher*in 1 Alkohol ist keine Lösung. Wir waren heute, glaube ich, auch komplett unalkoholisch mit am Start, aber Torben wird auf jeden Fall, da unsere Fahne das nächste Mal wieder mit einem Weizen oder einem Bier hochhalten und das ist auch vollkommen in Ordnung so, solange man das nicht regelmäßig. Sprecher*in 2 Ich glaube, Jan und Torben halten die Fahne heute im blauen Fasan in Bremen hoch. Sprecher*in 1 Haha, ja, das kann natürlich gut sein. Sprecher*in 2 Auf dem Bremer Symposium für Intensivmedizin und Intensivpflege. Sprecher*in 1 Sehr gut. Torben hat auf jeden Fall eben davon ein kurzes Statement geschickt, und zwar von Martin Jöhr kinderanästhesie Fans werden ihn kennen, er schreibt Legende komme nicht mehr aus dem Lachen, dicke Dinge im so verguss können Probleme machen in Anführungszeichen, also soviel dazu, Torben ist in Gedanken und im Herzen bei uns und ich möchte schließen mit Pin up Dog Stone Panic. Sprecher*in 4 Und immer zuerst den eigenen Puls fühlen.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Podcast-Moderatoren bedanken sich für Hörerfeedback, Spenden und erklären das Verfahren zum Erwerb von CME-Punkten.
  2. Das Hauptthema der Folge ist arbeitsbedingte Fatigue (Erschöpfung) im medizinischen Bereich, deren Ursachen, Auswirkungen auf Leistung und Patientensicherheit sowie gesundheitliche Risiken.
  3. Es werden Lösungsansätze wie Aufklärung, Fatigue-Risiko-Managementsysteme (inspiriert von der Luftfahrt) und die Förderung einer Power-Nap-Kultur diskutiert.

Summary:

In der Februarfolge 2026 des Podcasts "Pin Up Dogs" begrüßen die Moderierenden Dana, Paula, Henning und Gerrit die Hörerschaft. Zunächst bedanken sie sich für positives Feedback, Spenden und erklären, wie ärztliches Fachpersonal durch die Eingabe von Codewörtern CME-Punkte erwerben kann. Das Kernthema der Folge ist arbeitsbedingte Fatigue in der Medizin.

Gast Gerrit stellt eine Übersichtsarbeit vor, die Fatigue als strukturelles Problem definiert, das vor allem durch Schlafdefizit und Schichtarbeit verursacht wird. Die Auswirkungen umfassen reduzierte Konzentration, eingeschränkte Kommunikation, erhöhte Risikobereitschaft und gesundheitliche Folgen wie ein erhöhtes Risiko für chronische Krankheiten und sogar Krebs. Besorgniserregend ist eine Studie, die ein erhöhtes Sterberisiko für Patienten bei Nachtoperationen zeigt, selbst nach Bereinigung um die Fallschwere.

Als Lösungen werden Informationskampagnen zur Sensibilisierung und Fatigue-Risiko-Managementsysteme nach Vorbild der Luftfahrt vorgeschlagen, inklusive der Möglichkeit, "Fit for Duty" zu melden, sowie die Legitimierung von Power-Naps während der Arbeit.

FAQs

Man kann den Podcast auf Podcast-Plattformen bewerten, kommentieren oder über die Website www.pin-docs.de via 'Fördern'-Button spenden, um das Projekt zu erhalten.

CME-Punkte erhält man, indem man die vier Codeworte aus der Folge in richtiger Reihenfolge auf der Website eingibt, was zu einer Teilnahmebescheinigung oder CME-Punkten führt.

Arbeitsbedingte Fatigue bezieht sich auf Müdigkeit durch Schicht- und Nachtarbeit, die Konzentration, Patientensicherheit und Gesundheit beeinträchtigt, und ist ein strukturelles Problem in der Medizin.

Fatigue kann zu verminderter Aufmerksamkeit, erhöhter Risikobereitschaft, gesundheitlichen Problemen wie Bluthochdruck und sogar einem höheren Krebsrisiko führen, besonders bei Schichtarbeit.

Effektives Fatigue-Management umfasst Aufklärung, Selbstfürsorge wie Power Naps und die Einführung von Fatigue-Risk-Management-Systemen, ähnlich wie in der Luftfahrt.

Schichtarbeit unterbricht den zirkadianen Rhythmus und führt zu Schlafdefiziten, was Fatigue verursacht und sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Patientensicherheit beeinträchtigt.

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