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Häufige Haushalts-Streits und wie ihr sie löst!

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Häufige Haushalts-Streits und wie ihr sie löst!

Haushaltskonflikte sind ein häufiges und emotional belastendes Thema in Paaren, oft aus mangelnder Kommunikation, fehlender Abstimmung und übermäßiger Perfektionismus. Die meisten Streitigkeiten entstehen nicht durch spezifische Aufgaben, sondern durch unvermittelte Verletzungen, wie z. B. das Auffinden von Gegenständen oder die Bevormundung bei Alltagstätigkeiten. Ein zentrales Prinzip bei der Lösung ist die Rückkehr zu einem früheren, positiven Moment im Beziehungsgeschehen – dem „Punkt, an dem es gut war“. Von dort aus werden die verletzenden Gefühle analysiert und die zugrundeliegenden Bedürfnisse, wie Sicherheit oder Ordnung, erkannt. Gemeinsam werden dann praktische Lösungen wie ein gemeinsamer Haushaltsplan oder klare Rollenverteilungen entwickelt, bei denen jeder seine Vorlieben und Grenzen offen diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Veränderung der Kommunikation: von Vorwürfen hin zu wertschätzenden Rückmeldungen, die Respekt und Wertschätzung fördern. Diese Methode, in der System-Empowering-Methode gearbeitet, führt zu einer nachhaltigen Verbesserung der Beziehung und der Alltagssituation. Jede Beziehung ist individuell, daher werden die Lösungen nicht vorgefertigt, sondern gemeinsam im Gespräch entwickelt. Wenn Paare langfristig in einer Konfliktspirale gefangen sind, wird empfohlen, sich bei einem telefonischen Erstgespräch mit den Lebensidealisten zu beraten, um den Startpunkt „wann war es mal gut?“ zu finden und langfristig mehr Leichtigkeit und Harmonie zu schaffen.

Transcription

4281 Words, 25644 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten. In dieser Folge geht es um das Thema häufige Haushaltsstreits und wie ihr sie löst. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Das Thema Haushalt ist ein sehr häufiges Streitthema bei Paaren, auch gerne immer so ein Dauerbrenner bei uns im Coaching. Sauberkeit, Ordnung, Haushaltsaufgaben mit oder ohne Kindern führt bei vielen Menschen zu viel Stress im Leben. Und wenn der Haushaltsplan nicht funktioniert, kann es schnell passieren, dass sich ungute Gefühle aufstauen und Konflikte entstehen. Mit diesem Thema beschäftigen wir uns heute, geben euch dazu auch noch Einblicke in unsere Coachings und erklären, wie wir die Probleme gelöst haben. Dazu muss man vielleicht eingangs sagen, dass die meisten Paare nicht zu uns kommen, weil sie primär Haushaltskonflikte haben, sondern in dem bunten Strauß an Konflikten, die entstanden sind und die Konfliktspirale, die in Gang gekommen ist, darunter ist das Thema Haushalt ein Thema von meist mehreren. Ja, meistens ist das Thema Haushalt aber trotzdem gar nicht so gering, weil das unter dem Thema Alltagstrott und Perfektion, ziemlich weit oben ist und damit doch recht präsent manchmal. Nicht immer, aber manchmal. Ja, du hast in der Einleitung gesagt, wenn der Haushaltsplan nicht funktioniert, und das ist auch schon mal unser erstes Problem, was wir aufgeschrieben haben, es gibt bei vielen sozusagen gar keinen Haushaltsplan, sondern also keinerlei feste Absprachen bezüglich des Haushalts. Und die Aufteilung hat sich halt irgendwie so ergeben. Und irgendwie so ergeben heißt auch, dass irgendwann Unzufriedenheit. wahrscheinlich auftreten, weil es eben nicht klar abgestimmt wurde, wer welche Anteile übernimmt, vielleicht auch nicht abgestimmt wurde. Was bedeutet denn Sauberkeit? Wie möchte man das denn gerne durchführen? Da sind ja ganz viele Fragen dahinter. Für den einen ist der Boden sauber, für den anderen ist er dreckig. Für den einen ist das, wenn zwei Teile rumliegen, aufgeräumt, für den anderen nicht. Das heißt, da braucht es natürlich auch einen. eine entsprechende Absprache, wie sowas dann genau ablaufen soll. Ich glaube, das Problem hat sich so ergeben, ist häufig, dass eine Person, die meistens den stärkeren Drang hat, nach Sauberkeit immer mehr Aufgaben übernimmt. Und das sich dann so ergeben hat und die andere Person das dann so hingenommen hat. Und weil es hat sich so ergeben, ist halt auch die Schwierigkeit, wenn die Lebenssituation sich verändert, dass sich das dann auch so ergibt. Also sei es, wenn der eine mehr arbeitet, dass sich das dann, ohne dass man darüber spricht, so ergeben hat, dass die andere Person mehr macht. Oder auch ganz typischerweise, wenn ein Kind mit dazu kommt, gerne so ein Kind im Krabbelalter, wo man gefühlt dann auch etwas mehr saugen darf oder aufwischen darf, dass sich das dann auch so ergeben hat, dass die Frau, die ja heutzutage immer noch tendenziell mehr zu Hause ist, dann gerne auch gleich den ganzen Haushalt auf der Seite hat, was sich so ergibt. Und wie du sagst, Absprachen werden dann nicht eingehalten, beziehungsweise es gibt keine richtigen Absprachen. Häufig ist es ja auch so, dass der eine vielleicht den Haushaltsplan vernachlässigt, weil da eine andere Priorität ist. Der eine sagt, ja, ich weiß, ich wäre jetzt diese Woche dran, den Mühe runterzubringen. Oder die andere sagt, ja, ich weiß, ich wäre jetzt diese Woche dran, den Mühe runterzubringen. Ja, ich kümmere mich ein bisschen sozusagen jetzt interviewmäßig um die Lösung, denn Ina hat hier zwei ihrer Paare mal skizziert und deswegen nehme ich mal die Frage, was ist das Problem beim ersten Paar gewesen? Ja, ich hatte ein Paar im Coaching, da ging es relativ schnell um das Thema Haushalt, weil da eine große Verletzung bei ihm war. Um die Situation mal ganz kurz zu erzählen. Es ging darum. Sie machte ihn mehrfach darauf aufmerksam, dass sie es wirklich total stört, dass er seine Sachen in der Wohnung verteilt und nicht wegräumt. Da ging es zum Beispiel um so etwas, wenn er vom Sport gekommen ist, dass er seine Sporttasche erstmal im Flur abgestellt hat. Er hat sie zwar teilweise natürlich wegräumt, aber meistens erst einen Tag, bevor er wieder zum Sport gegangen ist. Das heißt, die meiste Zeit stand die Sporttasche dann im Flur. Und das hat sie immer sehr wütend gemacht. Es war jetzt eine Sache, es waren mehrere Kleinigkeiten, die er auch noch rummacht. Umliegen lassen hat, so etwas Typisches wie sein Schlüssel, lag irgendwo rum, das Portemonnaie. Er musste seine Sachen halt erstmal alle zusammensuchen, bevor er das Haus verlassen kann, sagte sie. Und eines Tages kam sie von der Arbeit und stolperte so halb über seine Sporttasche. Er war nicht zu Hause und das machte sie so wütend im Moment. Und sie packte dann seine Tasche, seine Sporttasche und alle anderen von ihm herumliegenden Sachen und stellte es auf den Balkon. Also die Tasche mit den anderen Sachen. Und das war natürlich ein Klachzeichen, von ihrer Wut ausgehend. Er kam zurück und das verletzte ihn sehr, weil er dachte, sie will ihn rausschmeißen. Das kann ja auch so ein Kindheitsgefühl anträgen. Ich erinnere mich da gerade dran, so diese ganzen Sachen zusammengepackt, auf den Balkon gestellt. Also alles kommt in den gelben Sack und dann ist es weg und dann in den blauen Sack. Der blaue Sack, genau. Das wurde immer bei meinem Cousin, meiner Cousine da angedroht zu Hause, dass wenn sie nicht ihre Sachen wegräumen, dass dann die Eltern mit dem blauen Sack kommen und alles, was da noch rumliegt, das wird dann weggeschmissen. Das war eine regelmäßige Drohung, von daher kann das natürlich was auslösen, wenn man alle Sachen zusammensammelt und in zum Beispiel einen blauen Sack macht, kann man sich durchaus an die Kindheit erinnert fühlen. So als Androhung, die es damals gab. Genau, und das macht ihn halt total traurig und vor allen Dingen wütend, dass sie das auf den Balkon gestellt hat, weil er dachte wirklich in dem Moment, in seiner Interpretation sie möchte ihn rausschmeißen. Und da natürlich so bei uns das Teamgesetz Nummer 1, Ausschluss. Du bist nicht erwünscht, keine Wertschätzung, kein Respekt. Das verletzt Menschen sehr. Ja, diese Situation ist jetzt im Kurzformat ja von mir erzählt. Also da muss ich jetzt natürlich auch noch die verletzten, aufgewühlten Emotionen vorstellen, die dieses Paar hat und der Streit, der danach natürlich kam, weil sie ihm dann gesagt hat, nee, sie hat die Sachen einfach nur rausgestellt. Weil sie war so wütend. Und dann ging es natürlich auch noch mal um die Wertschätzung der Sachen. Was ist, wenn es anfängt zu regnen und der Regen so schräg auf den Balkon zieht? Und so weiter und so weiter. Also das kennt ihr vielleicht selber ja auch von zu Hause. Das ist jetzt so eine kurze, knappe Geschichte, aber die Variationen gehen ja meistens ein bisschen weiter. Und wie seid ihr vorgegangen? Was war euer Start, um das Ganze dann zu lösen? Wir sind ganz klassisch, so vorgegangen, wie wir das immer in der System-Empowering-Methode machen. Wir sind zurückgekehrt an den Punkt, wo war es mal gut. Und dann ging es darum, wann war das bei den beiden? Also war das von Tag 1 so, als sie zusammengezogen sind? Meistens ist es dann ja erst so ein Thema, wenn man zusammenzieht. Das kann aber auch schon vorher sein. Oder wann hat das angefangen? Und von da an haben wir dann jede Verletzung, die ihr als Impuls noch hochkam, zum Thema Sachen liegen lassen, zusammensuchen, aufgelöst. Im nächsten Schritt haben wir dann die Kommunikation analysiert. Also hat sie ihr Bedürfnis geäußert auch, dass sie das gestört hat, dass da Sachen rumliegen? Wie ist das bei ihm angekommen? Gab es da auch so ein Sender-Empfänger-Problem? War ihm das klar, dass sie das so stört? Weiß er, warum sie das stört? Also wir sagen auch mal ein bisschen dazu, kann er das Leid sehen? Also was dahinter steckt? Bei ihr war zum Beispiel das Bedürfnis von Ordnung, von Sicherheit, dass sie weiß, dass Schlüssel und Portemonnaie an einem sicheren Ort sind. Genau. Und dann haben wir ganz praktisch auch gearbeitet. Also wir haben einen Haushaltsplan entworfen in dem Schritt auch. Das wurde auch gebraucht. Aber auch, was wird für ihn gebraucht, damit das klappt, dass er seine Sachen zusammenfindet? Also wo kann er seine Tasche hinstellen, dass es sie nicht stört? Oder auch wie kann er, sich Erinnerungen einstellen, damit er vielleicht, so war das zum Beispiel, dass er sagt, ich kann mir das alles nicht merken, ich mach das so intuitiv, ich komm rein, stell meine Tasche ab, leg meine Sachen irgendwo hin. Wie kann er eine neue Routine entwickeln, damit er möglichst wenig sie in diesem Punkt in Zukunft verletzt? Weil das wollte er natürlich nicht. Es war nicht seine Absicht, sie damit zu verletzen. Es war eine Mischung aus Bequemlichkeiten, hab nicht drüber nachgedacht. Joa, hab das vorher, als ich alleine gewohnt hab, auch so gemacht. Und da haben wir so ein bisschen überlegt, wie er das machen könnte. In dem Fall, weil er halt auch sehr digital unterwegs war, hat er gesagt, okay, ich könnte mir einen Ankerpunkt setzen, also immer, wenn ich reinkomme nach dem Sport, packe ich gleich meine Sporttasche aus und morgens, bevor ich durch die Wohnung, morgens, bevor ich die Wohnung verlasse, gehe ich noch einmal durchs Haus und gucke, ob alles wegliegt. Oder stelle mir nochmal eine Erinnerung, weiß, wann ich das Haus verlasse, dann vibriert einmal mein Handy irgendwie um halb acht, bevor ich morgens das Haus verlasse. Und dann schaue ich noch einmal, dann ist sie schon weg aus dem Haus, ob ich alles so hinterlasse, dass sie, wenn sie nach Hause kommt, sich wohlfühlen kann. Aber da gibt's jetzt nicht so das hundertprozentige praktische Paket, was bei jedem Paar passt und bei jedem Paar zutrifft, weil jeder hat ja auch ein anderes Leben, einen anderen Alltag. Da muss man sich dann so während der Session, die man zusammen hat, so ein bisschen eingrooven. Die Bedürfnisse müssen hervorgebracht werden, da eine sagt, ja, das kann ich mir so vorstellen. Der Nächste sagt, nö, ich möchte gerne das nicht gleich auspacken nach dem Sport. Hab ich keine Lust zu, ich würde dann lieber einen anderen Platz finden. Der Nächste sagt, oh, stört mich eigentlich selber. Er sagt auch, dass die Sachen immer noch in der Tasche sind. Vielleicht kann ich da gleich für mich auch selbst eine Veränderung machen. Ja, sehr spannender Verlauf, ne? Also was glaube ich, du sagst, so nach drei Monaten nach dem Zusammenziehen, was manchmal spannend ist, wenn man das Thema mit Paaren reflektiert, da erinnere ich zum Beispiel einen Coach, wo das eigentlich schon zu Hause vorgekommen ist. Hast du ja auch gesagt, zu Hause hat er es mit der Sporttasche auch so gemacht. Das hat dann die Partnerin zwar irgendwie unterbewusst wahrgenommen, vielleicht auch bewusst wahrgenommen, aber vielleicht auch das verdrängt und gesagt, naja, wenn wir zusammen wohnen, wird er es wohl nicht so machen. Dann wird er sich wohl darauf einlassen, dass ich das anders haben möchte oder so. Und das wäre normalerweise Part des Öko-Checks quasi gewesen, ziehen wir zusammen oder nicht. Zu sehen, negative Konsequenz. Bitte nicht mehr die Sachen über so rumliegen lassen, das stört mich. Wie können wir das verhindern? Auf der anderen Seite muss man, finde ich, bei diesen ganzen Dingen auch immer prüfen, wo sind die eigenen Grenzen? Weil es gibt ja auch Grenzen, wenn der andere sagt, pass auf, immer wenn du nach Hause kommst, deine Sporttasche, die wird jetzt einmal desinfiziert und einmal bitte noch so und so gewendet und gereinigt und das gemacht und dann kommt die Sporttasche bitte im 27-Grad-Winkel ausgerichtet nach London auf genau diesen Platz. Weil in London hatte ich mal Ahnen vor 17, da muss das hin. Dann ist das vielleicht so eine Grenze, wo man sagen würde, du, das mag ich nicht machen, das ist mir zu viel. Vielleicht hast du da ein Thema, wo du mal hinguckst, denn da trifft ja auch manchmal dann eben so dieses etwas ordentlich wegstellen auf zu viel Perfektionismus, wo man dann gucken würde, können wir was an dem Perfektionismus verändern, dass derjenige vielleicht die ganzen Dinge auch ein wenig entspannter sehen kann und dadurch dem anderen keine Lasten auferlegt, denn das können eben auch manchmal Lasten sein, die man abbekommt, wenn die Forderungen übertrieben sind. Genau. Kommen wir zum zweiten Paar, was du hier einmal für dich reflektiert hast. Da ging es um das Thema Verbesserung bei Haushaltsaufgaben. Ja, skizziere gerne wieder, was war das Problem bei dem Paar? Bei dem Paar ging es darum, dass er sie gefühlt dauerhaft mehrfach am Tag verbessert hat bei Haushaltsaufgaben. Haushaltsaufgaben. Also er hat ihr erzählt, wie man den Müll trennt, wie der Geschirrspüler eingeräumt wird, ausgeräumt wird, wie die Wäsche aufgehangen wird und so weiter und so weiter. Die Liste könnte man jetzt endlos weiterführen und das machte bei ihr starke, ungute Gefühle von Bevormundung, also fehlende Wertschätzung, Anerkennung und Respekt und sie fühlte sich nicht mehr, und das ist ja auch so bei Bevormundung, auf Augenhöhe, weil sie hatte erzählt, dass sie das Gefühl, sie geht durch ihre eigene Wohnung, und dauernd steht, wie so die Supernanny, jemand am Türrahmen und sagt, wollen wir nicht den Müll eigentlich anders trennen? Oder kannst du nicht die Wäsche nochmal so und so aufhängen? Das würde mir ein besseres Gefühl machen. Und das hat sie gesagt, diese Kontrolle und das Gefühl von nicht genug sein, hat sie wahnsinnig gemacht. Mülltrennung ist auch ein heftiges Thema, oder? Erinnerst du dich noch an die Hausmeisterin in Kiel, die den Müll durchwühlt hat, die Tonnen und geguckt hat, ob alle anderen ihren Müll richtig sortieren? Ja. Oder auch in der nächsten Wohnung, wo es in der WhatsApp-Gruppe regelmäßig Bilder gab von, ja, da hat jemand schon wieder das in die falsche Mülltonne geschmissen. Denkt an unsere Kinder. Das ist ja echt ein Thema, wo sich viele Menschen sehr intensiv mit befassen und man nicht nur innerhalb der eigenen Beziehung, sondern auch innerhalb des Mehrfamilienhauses durchaus auf Druck treffen kann. Wie habt ihr das Ganze dann gelöst? Auch da, da sind wir wieder wie immer vorgehend vorgegangen. Also wir haben den Punkt erstmal geklärt, wann war es mal gut. Und dann haben die Systemgesetzverletzungen aufgelöst. Hier sind wir ja auch bei so einem Punkt, muss man sagen, da geht es ja um Bevormundung und um Perfektion und auch um auf einer Augenhöhe zu sein in einer Beziehung, was bei den beiden auch dann, das haben sie ja auch gemerkt, worum sie sich auch bei uns gemeldet haben, nicht nur den Haushalt nachher betroffen hat, sondern auch andere Lebensbereiche. Von denen. Also es ging zum Beispiel bei der Urlaubsplanung auch schon so ein bisschen darum, dass er sie so ein bisschen bevormundet hat, aber eher so unterschwellig, also sie einfach gemerkt haben, weitere Lebensbereiche zum Haushalt bekommen so das gleiche Beziehungs- und Streitmuster. Und deswegen sind wir zurückgegangen in der Beziehungslinie, wann war es mal gut? Also wann hatten beide so das Gefühl, da war das Thema noch nicht so, da gab es diese Themen zwischen ihnen nicht und sind dann chronologisch nach vorne, gegangen. Und da hat es sich noch spannenderweise gezeigt, Dass viele Sachen, wie wir am Anfang sagten, so ein bisschen aus es hat sich so ergeben entstanden sind. Und beide dann für sich schon reflektiert haben, sie hätten viel früher in die Kommunikation gehen müssen. Weg von den Vorwürfen hin zu, wir müssen mal sprechen, wie wir es überhaupt haben wollen. Weil jeder natürlich aus seiner Prägung seinen Anteil mit in die Beziehung gebracht hat. Er hat gesagt, ich kenne das von zu Hause so, dass man den Geschirrspüler möglichst optimal nutzt und so und so die Sachen einräumt. Und dann sagte sie, das freut mich, dass du das bei deinen Eltern so gelernt hast. Ich habe das nicht so gelernt und ich mache das so Freestyle und das bin ich bis jetzt in meinem Leben immer mit klar gekommen. Und da wird man natürlich auch schnell so ein bisschen überspitzt. Sie sagte auch sowas wie, Mensch, habe ich ein Glück, dass ich dich kennengelernt habe. Ich wäre total im Leben verloren, hättest du mir nicht gesagt, dass ich mein Leben lang die Wäsche falsch aufhänge und den Geschirrspüler falsch einräume und so weiter. Und da dann auch so ein bisschen den Druck zu nehmen und zu sagen, okay, was stellen wir fest in der Beziehungslinie, was ist nicht so gut gelaufen? Also ein Anteil war halt die fehlende Kommunikation. Dann war noch ein anderer Anteil Ausgleich von Geben und Nehmen, so ein bisschen was mitgeschwungen ist. Und das haben wir aber, als wir die Verletzung aufgelöst haben, dann Stück für Stück erarbeitet. Und auch dann sind wir praktisch geworden, haben einen Haushaltsplan zusammen erarbeitet, wo die neue Aufteilung, die eigentlich ja erst eine richtige Aufteilung dann war, für beide stimmig war. Und dann haben wir nochmal einen ganz wichtigen Punkt besprochen, den ich auch bei anderen Paaren häufig im Coaching schon erlebt habe. Und das ist zwar dieser Punkt, dass jeder mal sagt, was er im Haushalt gerne macht und was er nicht gerne macht. Weil häufig wird darüber nicht gesprochen und gar nicht selten ist es so, dass der eine etwas über Jahre macht, was er total grausam findet. Und der andere sagt, auch meine Aufgabe finde ich auch mindestens. Und der andere sagt, ja, aber Badezimmer putzen wäre jetzt nicht so schlimm. Und der andere sagt, ja, aber Betten neu beziehen, das mache ich mit links. Ja, und warum tauscht ihr die Aufgaben denn nicht? Ja, weiß ich auch nicht. Und das ist dann immer so, wo man sich gegenseitig auch eine Entlastung schaffen kann und nicht einfach sagt, okay, ich hatte ja schon immer die Aufgabe und jetzt werde ich sie in Zukunft auch beibehalten müssen, sondern auch darüber sprechen kann, wer möchte eigentlich was machen. Also mein Endgegner ist auf jeden Fall Betten beziehen. Mhm. Übrigens Aufgabe, den Staubsauger-Roboter anstellen. Das kann ich mir vorstellen, ja. Ich räume zum Beispiel total gerne die Küche auf. Also ich finde so, weil man da sieht so das Ergebnis. Betten beziehen finde ich auch nicht so schlimm. Ich finde Bäder sauber machen, das ist für mich so, das würde ich an die letzte Stelle stellen. Aber wenn man das nicht weiß, also wenn ich nicht weiß zum Beispiel, dass Betten beziehen dein Endgegner ist, dann würde ich ja vielleicht sagen, okay, wir haben jetzt noch drei Aufgaben übrig, dann machst du doch das und ich mache das. Und jeder denkt sich, ja, okay, lass es jetzt aufteilen. Und schon hast du die Aufgabe bekommen. Manches hat man auch so aus der Kindheit mitgenommen, weil man von den Eltern vielleicht gesehen hat, man räumt den Geschirrspüler maximal akkurat ein. Anderes sind sicherlich auch Dinge, wo man heutzutage mit der Effizienz der Geräte manches verändern kann. Also bei uns war zum Beispiel damals noch total wichtig, dass man in jedem Raum, in dem man nicht isst, das Licht auf jeden Fall ausschaltet. Weil damals haben die Glühbirnen ja einfach extrem viel Strom gefressen durch die ganze Wärme. Heute hast du überall LEDs. Es ist sicherlich immer noch sinnvoll, das Licht auszuschalten in Räumen, in denen man nicht isst. Aber es ist nicht mehr so Energierauben wie damals. Also ob man da fünf Minuten das Licht mal laufen lässt oder nicht, das macht bei einer LED jetzt nicht mehr den Riesenunterschied. Also bei mir steckt das trotzdem total drin. Ich schalte überall sofort das Licht aus. Wenn ich sehe, da ist keiner im Raum oder so, oder macht das selber auch. Ist jetzt nichts, was ich persönlich schlimm finde. Ich finde es immer noch gut, das zu tun, weil es immer noch einen sinnvollen Beitrag leistet, weniger Energie zu verbrauchen. Auch wenn es vielleicht jetzt im Laufe des Jahres nicht mehr 20 Euro sind, die man damit sparen kann, sondern nur noch zwei oder so. Aber trotzdem ist es so, dass ich das für mich reflektiert habe und mich das nicht mehr aufregt, wenn andere das machen. Weil ich eben sehen kann, dass das für jeden genauso relevant ist. Und auf der anderen Seite, dass der Schaden auch nicht mehr der gleiche ist, wie er mal war, als man das gelernt hat, immer sein Licht auszuschalten. Das ist so, wie wir damals überlegen mussten, wen wir anrufen nach der Schule. Und das war schon doof, weil wir hätten ja in der Schule fragen können, mit wem wir uns verabreden, weil ja jede Minute Geld gekostet hat beim Telefonieren. Und das heute völlig egal ist, weil man eigentlich nichts mehr verabredet, alles offen hält. Weil man kann ja jederzeit kostenlos eigentlich per WhatsApp und Co. das mal schnell klären. Und das muss man ja auch berücksichtigen, wie sich so Dinge weiterentwickeln. Ich warte noch auf den Bett-Bitzi-Roboter. Das wäre schön. Ja, das stimmt. Außerdem haben wir nicht nur auf Paarebene gearbeitet, sondern er ist auch noch ins Einzelcoachen gegangen. Das war noch ein Punkt. War bei mir? Ich glaube, ja. Da ging das um, das Thema Perfektionismus. Den hat er halt erst im Laufe des Prozesses erkannt. Das war am Anfang nicht so ganz klar. Wo er nachher selber ein bisschen schmunzeln musste und sagt hat, ja, okay, ja, ja. Und da habe ich natürlich, ja, das ist auch wieder ein Punkt, da, das fällt mir auch schwer. Und er sagt, mir fällt es auch unwahrscheinlich schwer, das auszuhalten, wenn du das so machst. Also ich habe so den tiefen Drang in mir drin, das geht nur so. Und dann kamen wir halt darauf, okay, ist das noch so, dass es, schon für ihn eine Limitierung im Leben ist, dass es nur noch so gehen kann. Was auch dann, das hat er auch festgestellt, eigentlich auch unabhängig von seiner Partnerin ist. Weil er hat gesagt, oh, wenn ich jetzt mal gucke, er hat, da kommt es aus dem IT-Bereich, es fällt mir auch schon ansatzweise bei der Arbeit schwer, das zu akzeptieren, wenn jemand das mal anders macht, eine Übergabe, wie ich es sonst ja immer mache. Und dann hat er gesagt, nee, eigentlich ist es auch ein Thema, was mich gerade selber stört. Und dann ist er ins Einzelcoaching gegangen. Und, hat sozusagen auch seinen Anteil dann sich mal genau angeschaut, warum braucht er diese klaren Vorgaben und diesen Perfektionismus in sich drin? Da war das Thema Sicherheit, das Thema Routinen und Rituale geben Sicherheit. Kontrolle. Das, genau, Kontrolle, das kenne ich aus dem Elternhaus, das möchte ich, das sind Werte, aber sind das wirklich Werte? Da haben wir hinterfragt, wie man eine Wäsche aufhängt und so weiter. Also eigentlich super spannend, was man aus diesem Haushaltsthema alles so rausholen kann. Genau. Und dann haben wir im letzten Schritt noch zusammen als Paar gearbeitet, dass wir wegkommen von den Vorwürfen hin zu einer wertschätzenden und lügungsorientierten Kommunikation. Das heißt, wie könnte man es in Zukunft anders machen, dass es kein Vorwurf ist, wenn ihr etwas auffällt, wenn er zum Beispiel diesen bestimmten Tonfall, wie sie sagt, wieder anlegt, ohne dass es gleich ein Vorwurf ist, sondern wie könnte man das in wertschätzender Art und Weise zurückmelden? Ihr seht, der Start ist immer der gleiche und das ist sicherlich eigentlich das, einer der wichtigsten Hinweise oder Learnings aus vielleicht diesen beiden Beispielen, die wir haben. Und das gilt für jedes Thema, was euch belastet. Startet mit der Frage, wann war es mal gut? Das ist immer wichtig, von diesem Punkt auszugehen, wann war es mal gut? Und von da ab an die Verletzungen zu lösen, zu schauen, warum und wie etwas entstanden ist und sich nicht bei den aktuellen Verletzungen und Problemen im Kreis zu drehen. Die Lösung fängt immer an dem Punkt an, wann war es mal gut und ab da beginnt die Aufarbeitung. Und wenn dann die Gefühle gelöst sind, dann lassen sich auch sachliche Lösungen finden, die vielleicht gar nicht mehr möglich sind. Also mit viel Wut und Ärger im Bauch lässt sich schwer ein stimmiger Haushaltsplan aufstellen. Das funktioniert dann gut, wenn diese Gefühle gelöst sind, da Verantwortung für übernommen wurde und dann entsprechend die Gefühle gelöst sind. Mit gelösten Gefühlen, mit einem neutralen Gefühl, vielleicht zum Haushalt gelösten Brillen, man dann entsprechend auch eine sachliche Lösung gut finden kann. Und auch da kann man sagen, jedes Coaching ist natürlich individuell. Das heißt, welchen Schwerpunkt man wie lange bearbeitet, ist natürlich immer davon abhängig, was entsteht im Coaching. Da schauen wir ganz entspannt und individuell auf das Paar. Wenn ihr euch bei dem Thema Haushalt schon längere Zeit im Kreis dreht und merkt, dass ihr aus dieser Konfliktspirale nicht mehr hinauskommt, ihr sucht nach dem Punkt, wann war es mal gut, findet den auch irgendwie, aber so richtig wisst ihr nicht, wie ihr weiterkommt mit der Lösung und wollt jetzt endlich das Thema für euch beenden, um wieder mehr Leichtigkeit im Alltag zu haben, dann meldet euch gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch, folgt uns auf den anderen Kanälen, da haben wir auch immer wieder wertvollen Content für euch. Wir haben auch einen Videokurs, den ihr euch angucken könnt. Auch dort gibt es wertvolle Input und wiederum Workbooks zu Podcast-Folgen, wie auch zu dieser Folge, wie man entsprechend mit diesen Folgen arbeiten kann, bekommt dort einige Reflexionsaufgaben mit an die Hand, sodass ihr aktiv mit diesen Folgen auch arbeiten könnt. Ansonsten wünschen wir euch eine gute Zeit und bis zum nächsten Podcast. Bis dann! Bis bald! Untertitelung des ZDF für funk, 2017 I'll see you next time.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Haushaltskonflikte sind häufiges Streitthema in Beziehungen, oft aufgrund mangelnder Absprachen und unklarer Rollenverteilung.
  2. Ungewollte Verletzungen entstehen, wenn eine Person nach Sauberkeit oder Ordnung aufdrängt und die andere sich nicht wertgeschätzt fühlt.
  3. Der Mangel an kommunikativer Offenheit führt zu Bevormundung, Perfektionismus und einem Verlust von Respekt und Wertschätzung.
  4. Eine wirksame Lösung beginnt mit der Rückbesinnung auf einen früheren, stressfreien Punkt im Beziehungsgeschehen.
  5. Durch gemeinsame Reflexion wird das Verständnis für die jeweiligen Bedürfnisse und Grenzen erweitert.
  6. Praktische Lösungen wie ein gemeinsamer Haushaltsplan und die Erarbeitung von persönlichen Vorlieben und Ablehnungen fördern Zusammenarbeit.
  7. Die Kommunikation wird von Vorwürfen hin zu wertschätzender, lügungsorientierter Dialog-Intention verändert.
  8. Jede Beziehung muss individuell betrachtet werden, da menschliche Prägungen, Alltag und Lebenssituationen unterschiedlich sind.

Summary:

Haushaltskonflikte sind ein häufiges und emotional belastendes Thema in Paaren, oft aus mangelnder Kommunikation, fehlender Abstimmung und übermäßiger Perfektionismus. Die meisten Streitigkeiten entstehen nicht durch spezifische Aufgaben, sondern durch unvermittelte Verletzungen, wie z. B.

das Auffinden von Gegenständen oder die Bevormundung bei Alltagstätigkeiten. Ein zentrales Prinzip bei der Lösung ist die Rückkehr zu einem früheren, positiven Moment im Beziehungsgeschehen – dem „Punkt, an dem es gut war“. Von dort aus werden die verletzenden Gefühle analysiert und die zugrundeliegenden Bedürfnisse, wie Sicherheit oder Ordnung, erkannt.

Gemeinsam werden dann praktische Lösungen wie ein gemeinsamer Haushaltsplan oder klare Rollenverteilungen entwickelt, bei denen jeder seine Vorlieben und Grenzen offen diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Veränderung der Kommunikation: von Vorwürfen hin zu wertschätzenden Rückmeldungen, die Respekt und Wertschätzung fördern. Diese Methode, in der System-Empowering-Methode gearbeitet, führt zu einer nachhaltigen Verbesserung der Beziehung und der Alltagssituation.

Jede Beziehung ist individuell, daher werden die Lösungen nicht vorgefertigt, sondern gemeinsam im Gespräch entwickelt. “ zu finden und langfristig mehr Leichtigkeit und Harmonie zu schaffen.

FAQs

Haushaltskonflikte entstehen oft, weil es keine klare Absprache gibt, wer welche Aufgaben übernimmt. Dies führt zu Unzufriedenheit, wenn sich die Verantwortlichkeiten im Laufe der Zeit verändern oder nicht ausreichend kommuniziert werden.

Sauberkeit ist subjektiv: Für einen könnte ein aufgeräumter Boden ausreichen, für einen anderen reicht es nicht aus, wenn zwei Teile rumliegen. Daher ist eine gemeinsame Absprache entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden.

Durch einen gemeinsamen Haushaltsplan, in dem jeder seine Vorlieben und Unbehagen kommuniziert. Es ist wichtig, dass beide Parteien ihre eigene Aufgaben und Grenzen berücksichtigen und über die Verteilung diskutieren.

Die Verletzung entsteht oft, weil die Person, die die Sachen nicht wegräumt, an Kindheitserlebnisse erinnert wird, wie zum Beispiel das Verschmieren von Gegenständen in einem blauen Sack. Dies wirkt wie eine Drohung und führt zu Wut und Traurigkeit.

Man beginnt mit dem Fragen, wann es mal gut war, und analysiert gemeinsam die Verletzungen. Die Kommunikation wird dann auf Augenhöhe gestellt, um Wertschätzung und Respekt zu fördern, statt Vorwürfe zu stellen.

Ein Haushaltsplan schafft Klarheit, vermeidet Missverständnisse und vermittelt Verantwortung. Ohne ihn kann sich die Belastung im Alltag schnell steigern und zu Konflikten führen.

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