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Harmonische Beziehung führen: So müsst ihr nie den Weg zur Paartherapie einschlagen!

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Harmonische Beziehung führen: So müsst ihr nie den Weg zur Paartherapie einschlagen!

Die Podcastfolge behandelt die Bedeutung und den Wert von Paartherapie, doch betont, dass viele Paare sie aus Scham oder Angst vor dem Eindruck von Scheitern vermeiden. Der Autor zeigt auf, dass die meisten Beziehungen nicht im frühen Stadium verarbeitet werden, sondern erst nach drei bis sechs Jahren in einer Krise zur Therapie kommen – was zu erheblichen Auswirkungen führt. Ein entscheidender Faktor ist das Fehlen eines systematischen Lernens über emotionale Verletzungen und Konflikte, das oft in der Familien- und Erziehungsumgebung nicht vermittelt wird. Der Beitrag legt nahe, dass präventives Coaching, bereits in frühen Beziehungsjahren, viel wirksamer ist als eine reaktive Therapie. Dazu gehören praktische Maßnahmen wie die sofortige Behebung von Konflikten, die Entwicklung eines gemeinsamen „Wir-Gefühls“, die Einhaltung klarer Lebensregeln und die Schaffung von Ressourcen durch „Tut-mir-gut-Listen“. Zudem wird betont, dass es keine Gewinner und Verlierer geben sollte – nur Win-Win oder Lose-Lose. Der Schwerpunkt liegt nicht auf der Therapie selbst, sondern auf der Vermeidung einer Krise durch frühzeitiges, bewusstes Lernen. Vorschläge wie der kostenfreie 5x5-Kurs oder spezifische Coaching-Angebote unterstützen dabei, die Beziehung langfristig zu stärken und die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs deutlich zu reduzieren.

Transcription

3581 Words, 21905 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Folge bei den Lebensidealisten. In dieser Folge geht es um harmonische Beziehungen, so müsst ihr nie den Weg zur Paartherapie einschlagen. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches. Siehst du, nie zur Paartherapie, obwohl wir Paartherapeuten sind. Und wir helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung oder helfen euch dabei, gar nicht erst in eine Krise hinein zu geraten. Das Thema Paartherapie ist bei vielen Menschen irgendwie noch so ein Tabuthema. Also der Eindruck ist bei vielen Menschen ja auch, ich gehe jetzt zur Paartherapie, ich bin irgendwie gescheitert, ich muss mir jetzt Hilfe holen. Ich muss mein Innerstes nach außen kehren und wenn ich mir selber doch nicht helfen kann, wie kann denn ein Dritter überhaupt meine Gefühle oder unsere Problematik nachempfinden und uns da helfen. Und wir merken das ja auch immer mehr, dass Paartherapie ja auch einfach schwierig ist auf Empfehlung in Freundes- und Familienkreis da jemanden zu erreichen, weil darüber kaum gesprochen wird. Es ist ja nicht so, wie wenn man sich irgendwie im Rücken was verrenkt hat, dass jemand dann gleich sagt, ja. Klar, Osteopathie, kenne ich den und den, geh da mal hin, das ist total gut. Das ist irgendwie noch so locker, aber wenn dann jemand sagt, bei uns läuft es nicht gut, wir haben immer wieder Themen und sind sehr unglücklich. Ja, selbst wenn jemand schon mal sich Hilfe geholt hat, ist das da sehr zurückhaltend. Also es sind sehr wenige, die weiterempfehlen. Ich hatte gerade gestern jemanden, nee, vorgestern jemanden im Coaching, der nochmal sagte, hey, da meldet sich vielleicht jemand bei euch. Ich habe euch weiterempfohlen. Wo wir das ganz stark merken, ist das Thema Bewertung. Wir fragen immer, wenn der Prozess so weit durch ist, Mensch, habt ihr Lust uns zu bewerten? Und die Quote ist sehr, sehr gering und das Feedback ist auch sehr regelmäßig zu sagen, oh nein, bei Google, da sieht man dann den Namen. Ich möchte nicht, dass man so in der Öffentlichkeit sehen kann, dass wir bei euch waren. Also da ist ja auch ein Schamgefühl, was dahinter steckt. Was? Vielleicht auch mit dem Scheitern zu tun hat, aber das ist ja auch ein Schamgefühl, was dahinter steckt, zur Paartherapie gegangen zu sein. Obwohl es dann wieder gut ist, obwohl das geklappt hat, obwohl man sagen könnte, Mensch, ich war bei der Paartherapie und das ist wieder gut. Unsere Beziehung hat sich deutlich verbessert, wir sind harmonisch miteinander, tun sich doch einige damit schwer zu sagen und die Lösung dafür war die Paartherapie. Deswegen haben wir jetzt auch überlegt in dieser Podcast-Folge nochmal so ein paar Tipps. Und Hinweise zu geben, wie ihr eure Beziehung selbstständig stärken könnt. Und da haben wir ja so ein bisschen provokativ gesagt und nie den Weg zum Paartherapeuten einschlagen müsst. Das kann der Wunsch sein. Ob das dann wirklich so klappt, das ist immer die andere Frage. Und ob das schlecht ist, ist ja auch die Frage, zum Paartherapeuten zu gehen. Also schlecht ist meistens, wenn man viel zu lange gewartet hat, man ganz lange Dinge probiert. Oder beziehungsweise glaubt, man probiert Dinge, aber auch immer wieder in den Alltag zurückgerissen wird und eigentlich nichts mehr macht. Und dann die Jahre verstreichen. Im Schnitt sind die Paare, die dann wirklich zur Paartherapie zu uns kommen, so zwischen drei und sechs Jahren im Leid. Durch und sieben Jahre hatte ich mal eine Studie gelesen. Das sagt eine Studie. Bei uns sind viele so zwischen drei Jahre und sechs Jahre unglücklich und unzufrieden. Mindestens einer von beiden. Häufig aber auch. Auch beide. Und viele warten einfach viel zu lange. Das heißt, wir haben das ja auch bei uns auf der Website unterschieden zwischen Coaching und Therapie. Wir sagen ja auch immer, wir sind Therapeuten und Coaches. Denn viel wünschenswerter wäre eigentlich, das Ganze präventiv anzugehen und zu sagen, so wir sind jetzt irgendwo am Anfang der Beziehung, sind vielleicht so zwei, drei, vier Jahre zusammen, merken so erste kleinere Konflikte, erste kleinere Sachen, die sich aufbauen. Das wollen wir. Das wollen wir ganz gerne schon direkt frühzeitig uns angucken, weil eben immer aus diesen kleinen Sachen, wenn man die nicht nachhaltig löst, große Sachen werden. Wir haben leider, also wir haben ab und zu mal Paare, die sich melden, die noch nicht lang zusammen sind, die das auch so ein bisschen im präventiven Charakter machen. Es sind leider sehr, sehr wenige. Ich freue mich immer total, wenn so eine Anfrage kommt, weil ich immer denke so, ja, cool. Das, vor allem, man muss ja auch sagen, das geht auch schneller. Dann, es wird für die Paare auch deutlich kostengünstiger. Und, ja, dieses ganze Gefühl ist natürlich noch ein ganz anderes, wenn man erst am Anfang steht mit seinem Problem. Und, ja, ein großes Thema ist ja, dass viele von uns eben nicht gelernt haben, wie man emotionale Verletzungen und Konflikte nachhaltig löst. Wir haben ja, da haben unsere Eltern gar nicht so den Fokus drauf gehabt häufig. Das haben wir gar nicht so vermittelt bekommen. Und jetzt stehen wir da und sollen das irgendwie gelöst bekommen können. Ich hatte zuletzt auf YouTube ein Dreier. Ich habe ein drei Jahre altes Video von Robert Betz gesehen, was sehr gut war, weil das genau unsere Thematik, die wir hier jetzt auch haben und die wir auch in den Coachings erleben, aufzeigt. Zwei Sätze daraus. Der eine Satz ist, dass er sagt, um eine harmonische und glückliche Beziehung führen zu können, muss man erst mal mit sich selbst im Reinen sein und die Beziehung zu seinen Eltern im Reinen haben. Das machen wir ja auch. Vor allen Dingen in der inneren Arbeit, weil häufig Eltern nicht bereit dazu sind, diesen Weg so voll mitzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Und das machen wir dann in einem innerlichen Prozess, das herzustellen. Und das funktioniert super. Das ist so das typische Einzelcoaching bei uns. Und dann, wenn beide das haben, dann kann die Beziehung auch harmonisch und glücklich verlaufen. Wenn das nicht der Fall ist, aus seiner Sicht, vor drei Jahren hat er gesagt, 95 Prozent der Menschen sind nicht so glücklich. Die meisten Menschen laufen so nicht durchs Leben, weil sie eben nicht gesehen haben, wie Vater und Mutter sich lieben, umarmen, sich küssen und wie das alles harmonisch läuft, wie man emotionale Verletzungen und Konflikte miteinander löst. Und es kommen zwei Menschen zusammen. Er sagte, der eine ist Braucher, weil er etwas braucht, vielleicht Liebe und Anerkennung. Der andere ist Braucher, der braucht vielleicht Sicherheit und Urvertrauen. Und beide kommen zusammen und bilden eine Verbrauchergemeinschaft, sodass sich die Beziehung verbraucht. Und das ist das, was eben auch. Wir genau so erleben. Ja, das stimmt. Das heißt, das Problem, was entsteht, ist eben Hilflosigkeit. Man möchte einer Beziehung nicht scheitern. Manchmal das Gefühl, nicht beziehungsfähig zu sein. Und das sind ja alles Dinge, die so eigentlich daraus entstehen, dass man eben das nicht gelernt hat. Also Beziehung ist so ein Thema, wo wir irgendwie glauben, das müssten wir alle einfach so können. Genauso wie irgendwie die Erziehung. Also fürs Autofahren muss ich einen Führerschein machen und muss das lernen. Kinder kann ich einfach so bekommen und ich lege los. Oder in die Beziehung komme ich so rein und habe das einfach von Eltern, Freunden, Familie abgeguckt, wie das geht und bin dann in der Beziehung drin. Es wird ja keiner von uns auf die Idee kommen zu sagen, ich setze mich mal in ein Auto und fahre einfach mal los. Also zumindest hier in Deutschland brauchen wir einen Führerschein. Da kommt ja keiner auf die Idee, weil es für uns völlig normal ist, zu sagen, wir brauchen vorher Fahrstunden, Theoriestunden, einen Führerschein, erst dann darf man beginnen. Bei Beziehung erwarten wir, dass wir uns da hineinstürzen und das wird schon gut gehen, das müssen wir hinkriegen. Und wir können ja andere Menschen auch ganz, ganz schlimm verletzen einfach. Genauso wie ein Auto unfeindlich. Und manchmal ist eine dritte Person auch wichtig, weil auch wir beide holen uns ja ab und zu mal Unterstützung dazu. Und da liegt es daran, dass die eigene Befangenheit eine große Rolle spielt. Man kann all das wissen. Man kann auch wissen haben, wie das funktioniert und wie man emotionale Verletzungen und Konflikte löst und kann das anderen super vermitteln. Und man kann es auch selbst sehr, sehr gut anwenden. Aber manchmal ist man eben so befangen in seinen Gefühlen, dass man in diesem Tunnelblick ist. Man sagt, man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und dann braucht man jemanden Dritten, der diesen Prozess leitet, einen nochmal dahin führt, wann war es mal gut, das mit einem konstruktiv durchgeht, Impulse liefert, wo man sagt, ja, jetzt geht das. Jetzt komme ich da wieder in die richtige Richtung. Und das ist eben das Coaching, was wir auch haben. Also Coaching für Einzelpersonen, um mit sich selbst ins Reine zu kommen, mit seinen Eltern ins Reine zu kommen, im Innerlichen, um dann eine gute Beziehung zu führen. Lernen, wie man emotionale Verletzungen und Konflikte löst und das gemeinsame Beziehungsfundament wiederherstellen. Also das, was schon an Rissen entstanden ist, wieder zu lösen. Was mache ich jetzt aber? Also du sagtest ja, dass die Konfliktthemen, ja, wenn sie einfach da sind erst mal, dann ist ja so eine Spirale aus unguten Gefühlen entstanden, die immer häufiger und immer stärker werden. Immer mehr Streit und Konflikte in der Beziehung sind. Dann gibt es eine Unzufriedenheit. Irgendwie auch später dann den Wunsch nach Veränderung. Aber es gibt ja halt diesen Lösungsansatz mit der Paartherapie. Aber das kommt ja manchmal nicht in Frage. Wenn einer sagt, ich möchte es einfach nicht. Gibt es da jetzt auch Tipps? Was könnten die Menschen machen, wenn sie sagen, okay, ich möchte es doch nochmal irgendwie selber versuchen? Ja, also es gibt viele Tipps und man muss ganz klar sagen, die wirken am allerbesten, wenn man noch nicht in der Krise ist. Sondern wenn man merkt, die ersten kleineren Konflikte sind da oder sind auch vielleicht noch gar nicht da und man dann diese Dinge befolgt. Also man muss sagen, dass wenn jemand sich wirklich aktiv, akut in der Krise befindet, dann ist das mit Tipps und Tricks wirklich schwierig. Das ist relativ einfach zu vergleichen, wenn man in den medizinischen Bereich geht. Wenn jetzt jemand eine schlimme Diagnose bekommt, dann wird man ja auch nicht fragen, gibst du ein paar Tipps und Tricks, damit ich nicht zum Arzt gehen muss. Und der Ansatz ist hier im Prinzip ähnlich, dass man sagen kann, ja es gibt viele Tipps und Tricks, damit man nicht diese schlimme Diagnose bekommt, weil man vielleicht sagen kann, wenn ich keinen Herzinfarkt bekommen möchte, dann weiß ich, ich kann das verhindern oder ich kann das sehr wahrscheinlich. Und wenn ich mich dann prozentual von der Wahrscheinlichkeit reduzieren, indem ich moderaten Sport treibe, mich gesund oder auch gut ernähre und viele andere Dinge, dann kann ich das Risiko minimieren. Und hier geht es im Prinzip darum, durch diese Tipps und Tricks das Risiko zu minimieren. Ja. Und nicht, wie der Titel das sagt, es ist für immer auszuschließen, das wäre schön. Ja, als erstes richtig zu kommunizieren. Also die Kommunikation auf so solide Beine zu stellen. Ja. Dass man eben möglichst wenig Missverständnisse in der Kommunikation drin hat und auch wirklich Themen offen anspricht. Es gibt die fünf Sprachen der Liebe, es gibt viele Metaprogramme, die als Filter in uns wirken und ich muss wissen, wie ich filtere, wie meine Sprache der Liebe ist, da es wieder mit sich selbst im Reinen kommt, das gehört da auch irgendwie mit dazu, wie auch zu wissen, was sind meine eigenen Werte und was zeigt mir, dass die gelebt werden, damit ich das auch dem anderen vermitteln kann und mich darüber austauschen kann. Zweiter Punkt? Zweiter Punkt ist diese Harmonie im Alltag, die sich auch viele wünschen. Und da gehen wir wieder zurück zu der Annahme, die wir auch vertreten, dass jeder für sein Glück selbst verantwortlich ist. Das heißt, selber für seine Ressourcen sorgen muss im ersten Schritt. Und da haben wir ja auch die Tut-mir-gut-Liste. Also einmal aufzuschreiben, was für Kleinigkeiten, die Betonung liegt wirklich auf Kleinigkeiten, man tun kann, damit es einem im Alltag besser geht. Das müssen auch keine Sachen sein, die viel Geld kosten. Das sollen Sachen sein, die schnell und praktisch anzuwenden sind. Das kann eine Wärmflasche sein, das kann ein Spaziergang an der frischen Luft sein, das kann auch mal ein leckeres Getränk sein. Da gibt es so viele verschiedene Sachen, die sich auch schnell einbinden lassen, die aber ganz individuell sind und darum geht es auch für sich, was Passende zu finden, eine Liste zu haben mit Sachen, die einem ganz persönlich gut tun, damit man die aktivieren kann, um wieder an die Ressourcen zu kommen. Mit dem Ziel, dass die Zündschnur… Genau. …länger wird, weil die Zündschnur eben durch Stress und andere Einflüsse, durch Stress bei der Arbeit, Stress im Alltag kürzer wird und wir eben schneller wütend oder verärgert reagieren, weil sich das dann eben zusammensammelt und die Zündschnur immer kürzer wird. Mhm. Ja, der dritte Punkt ist richtig streiten oder diskutieren oder auch dem anderen die Meinung lassen. Dabei geht es vor allen Dingen darum, dass man lernt Feedback… …Feedback zu geben, dass man lernt, seine Verletzungen auszusprechen und zu lösen, also aussprechen, was ist, anerkennen, was ist, sich Zeit zu nehmen und den richtigen Rahmen zu schaffen. Ganz häufig passiert Streiten zwischen Tür und Angel und eben nicht, dass man sich Zeit nimmt und sagt, hey, ich habe da irgendwie ein Thema, was für mich unstimmig ist, ich habe etwas, was mich verletzt hat, ich möchte das gerne mit dir lösen gemeinsam. Ja, also dann nennen wir es auch gar nicht mehr Streiten, sondern… …eine Verletzung lösen oder Feedback geben oder, ne? Und eben die System-Empowering-Methode, wie wir sie anwenden, auch zu nutzen. Wenn euch diese drei ersten Themen, diese drei ersten Lösungsansätze gerade vielleicht noch nicht greifbar genug sind und ihr sagt, Mensch, das möchte ich gerne greifbarer haben, da möchte ich tiefer einsteigen, dann gibt es bei uns den kostenlosen 5x5-Videokurs. Ja. Da sind genau diese Dinge drin, also die fünf Sprachen der Liebe, die Tut-mir-gut-Liste, richtig entschuldigen, Feedback geben, wie löse ich Konflikte und auch, wie treffe ich gute Entscheidungen, vielleicht auch mit meinem Partner, meiner Partnerin zusammen. Das sind fünf Themen, die wir in einem Videokurs drin haben. Das verlinken wir euch in den Shownotes, ihr findet das aber auch bei uns auf der Website und meldet euch einfach für diesen Kurs an, schaut euch die fünf Videos an, pro Video, glaube ich, 15 bis 20 Minuten. Und dann könnt ihr damit arbeiten und dafür sorgen, dass eure Beziehung schon mal ein Stück an Wahrscheinlichkeit verliert, in eine Paartherapie zu müssen. Jetzt haben wir nochmal ein paar andere Punkte und zwar ein wichtiger Tipp ist auch, Konflikte immer sofort zu lösen. Bei Konflikten ist es ja immer schnell so ein Ping-Pong-Spiel, was entsteht, dass da eine verletzt, andere zurückverletzt und so weiter. Und gar nicht so selten hören wir auch in Coachings, dass es heißt, ja, sprechen wir am Wochenende drüber, haben wir verschoben. Und ein großer Tipp ist es da, die Konflikte immer wirklich zeitnah, also am besten sofort zu lösen, anzusprechen, aufzulösen. Weil sonst natürlich auch sowieso, aber sonst noch verstärkt, Brillen entstehen auf den anderen mit der Zeit, also dass wir den anderen nur noch durch eine bestimmte Brille sehen als so und so ein Mensch. Unzuverlässig. Genau, unzuverlässig. Bringt nie den Müll raus, sowas. Und das ist natürlich schwierig, weil wir den anderen damit auch keine Chance mehr zur Veränderung lassen. Wenn wir erstmal so eine starke Brille aufgebaut haben. Und deswegen unser Tipp, Konflikte immer sofort zu lösen. Oder wie du schon sagst, so zeitnah wie möglich. Genau, na klar. Wenn ich natürlich jetzt in der Runde mit Freunden bin und irgendein Verhalten von dir macht bei mir ein ungutes Gefühl, ist das nicht der richtige Rahmen? Es wird Bereitschaft und der richtige Rahmen gebraucht, aber so schnell wie ich ihn herstellen kann, stelle ich ihn her. Ja. Und so dringend wie es gebraucht wird. Also wenn das jetzt was ist, wo ich sage, boah, ich kann den Abend hier nicht mehr mit dir verbringen jetzt. Mhm. Dann müsste ich dich rausholen sozusagen und wir müssten das irgendwie abseits lösen. Ja. Oder den Abend dann auch beenden. Wenn das was ist, wo ich sagen kann, und dafür ist der Verdrängungsmechanismus auch da, das kann ich jetzt mal verdrängen. Dann verdränge ich das aber bis zu dem Zeitpunkt, wo wir beide im Auto sitzen. Genau. Und sagen, Mensch, lass uns mal was lösen oder bis wir zu Hause angekommen sind. Also dieser Verdrängungsmechanismus ist grundsätzlich sehr gut, aber er darf eben nicht für mittel- und langfristige Dinge missbraucht werden, sondern nur kurzfristig. So lange. Bis ich den Rahmen und die Bereitschaft herstellen kann, das zu lösen. Ein ganz wichtiger Punkt, den wir auch immer wieder haben, ist das Teamgefühl, das Wir-Gefühl zu haben. Zu sehen, als Paar gibt es ein gemeinsames Ziel. Wir wollen eine harmonische und glückliche Beziehung führen. Es gibt auch andere Ziele vielleicht noch, aber eben in dieses Wir-Gefühl hineinzugehen. Nie hat der Partner für mich eine böse Absicht. Nie handelt er bewusst, um mich zu verletzen. Das sind immer Unentschiedenheiten. Unbewusste Dinge, die stattfinden, sich dessen bewusst zu machen und dann auch Absprachen zu treffen, gemeinsam zu entscheiden, den anderen mitzunehmen. Das ist auch häufig was, was eben Zugehörigkeit schafft, wenn man eben gemeinsam entscheidet, auch wieder einen Standhaus- und 5x5-Kurs-Entscheidung treffen, der Öko-Check, aber auch sozusagen, wenn etwas Einfluss auf das Leben des anderen hat, dann sollte derjenige informiert werden, sich mit dem anderen beschäftigen. Teiligen können, ein Veto einlegen dürfen, mitreden, macht die Dinge nicht mit euch selbst aus, sondern sprecht mit eurer Partnerin, eurem Partner darüber. Was ich da noch zu ergänzen möchte, ist auch so dieser Aspekt, dass es keinen Gewinner und Verlierer in einer Ehe, in einer Beziehung geben sollte. Es gibt nur Win-Win oder Lose-Lose, nichts anderes. Und das ist halt auch, finde ich, immer so ein ganz entscheidender Blickwinkel, den man haben sollte, dass nur wenn, also wenn ich das Gefühl habe im Streit, ich habe gewonnen und du bist der Verlierer, dann haben wir beide verloren. Ja, genau, dann ist immer Lose-Lose automatisch. Genau, und darum, sich von diesem Gedanken zu verabschieden, zu sagen, okay, wir beide gegeneinander, sondern wir beide zusammen. Wenn ich im Job manchmal gucken muss, wer der Stärkere ist und mich behaupten muss, so ist das zu Hause nicht mehr das, was gebraucht wird. So, da geht es wirklich nur darum, um das Wir-Gefühl und das ist da ganz entscheidend. Ja, und der letzte Punkt, den wir auf der Liste haben. Genau, letzter Punkt geht es um die Lebensregeln. Die haben wir ja auch schon in einigen Podcasts. Also, die Systemgesetze, dass die eingehalten werden, da geht es halt viel um das Thema Zugehörigkeit, Wertschätzung, Anerkennung, Respekt, Geben und Nehmen, Aussprechen, was ist. Also, wenn diese Lebensregeln eingehalten werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, dass man nicht in eine Krise gerät, beziehungsweise, dass man davon ein bisschen geschützt ist, stark zu verletzen, weil man so einen Grundkonstrukt hat, an dem sich beide orientieren. Ja, und der letzte Punkt, noch ergänzend, so on top, ist sicherlich eben das Paarcoaching oder auch letztendlich vielleicht auch Seminare zu besuchen, Kurse zu buchen, was auch immer, um zu lernen, wie man emotionale Verletzungen und Konflikte nachhaltig löst. Also, erstmal sich bewusst zu machen, das ist nichts, was wir automatisch können, das ist eine neue Fähigkeit, die wir erlernen müssen und die tatsächlich immer noch sehr viele von uns, von den Eltern, eben nicht gelernt haben, nicht gesehen haben. Wie es funktioniert und da brauchen wir dann eben dieses neue Wissen, um das wirklich hinzubekommen. Ja, was wir noch gemacht haben, ist, dass wir einen sehr, sehr ausführlichen Blogbeitrag dazu machen. geschrieben haben, nämlich zu dem Thema Paartherapie, FLQ, die häufigsten Fragen zur Paartherapie. Wir geben euch eine Antwort. Wir haben tatsächlich mal sehr, sehr viele Fragen zusammengetragen und diese ausführlich beantwortet zum Thema Paartherapie. Und ja, wenn ihr selber merkt, Mensch, wir sind doch tendenziell in der Krise und wollen, dass wir dort hinauskommen, meldet euch. Wenn ihr merkt, wir sind eigentlich nicht so richtig in der Krise, aber eure Themen, die ihr immer macht, sind trotzdem sehr spannend und wir wollen da nicht hineinlaufen, dann ist natürlich ein super Ansatz, schon mal den Podcast zu hören und sich da immer wieder Impulse geben zu lassen. Wenn ihr aber ganz nachhaltig lernen wollt, wie ihr emotionale Verletzungen und Konflikte löst, dann kommt doch zu uns ins Paarcoaching. Der riesige Vorteil ist, das präventiv zu machen, dass man meistens in drei, vier Terminen euch genau diese Dinge schon beibringen kann, wie funktioniert das, dass wir mit euch das Fundament lösen können und ihr die Wahrscheinlichkeit erheblich senkt, in eine Krise hinein zu geraten. Denn das Schlimme ist nicht die Paartherapie, das Schlimme ist die Krise, die Zeit, die Auswirkungen, die es auf euch macht, die Ressourcen, die rausgehen, die Auswirkungen auf eure Kinder. Die Paartherapie ist nicht das Schlimme. Es tut weh. Es tut nicht weh an sich. Wir wünschen euch eine gute Zeit. Genau. Bis zur nächsten Podcast-Folge. Bis bald. Bis bald.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Viele Paare vermeiden Paartherapie aus Scham oder der Angst vor dem Eindruck von Scheitern, obwohl es eine wirksame Lösung für unglückliche Beziehungen ist.
  2. Die meisten Paare warten zu lange – oft drei bis sechs Jahre – bis sie zur Therapie kommen, was den Stress und die Zerbrechlichkeit der Beziehung verstärkt.
  3. Eine präventive Herangehensweise, bereits in frühen Beziehungsjahren kleine Konflikte zu erkennen und zu lösen, ist viel effektiver und kostengünstiger als eine reaktive Krise.
  4. Tiefgreifende Beziehungsfähigkeit erfordert ein Verständnis der eigenen Elternbeziehung und der Fähigkeit, emotionale Verletzungen nachhaltig zu lösen.
  5. Konflikte sollten sofort behandelt werden, um starke Brille-Effekte und Verdrängung zu vermeiden, die langfristig zu Missverständnissen und Verletzungen führen.
  6. Ein „Wir-Gefühl“ und gemeinsame Lebensregeln wie Zugehörigkeit, Anerkennung und Respekt schaffen ein sicheres Fundament für eine harmonische Beziehung.
  7. Beziehungen funktionieren nicht automatisch – sie erfordern Lernen, wie man Feedback gibt, Konflikte löst und mit sich selbst im Reinen ist.
  8. Präventives Coaching, wie z. B. der kostenfreie 5x5-Kurs, bietet praktische Werkzeuge, um das Risiko einer Krise zu minimieren.

Summary:

Die Podcastfolge behandelt die Bedeutung und den Wert von Paartherapie, doch betont, dass viele Paare sie aus Scham oder Angst vor dem Eindruck von Scheitern vermeiden. Der Autor zeigt auf, dass die meisten Beziehungen nicht im frühen Stadium verarbeitet werden, sondern erst nach drei bis sechs Jahren in einer Krise zur Therapie kommen – was zu erheblichen Auswirkungen führt. Ein entscheidender Faktor ist das Fehlen eines systematischen Lernens über emotionale Verletzungen und Konflikte, das oft in der Familien- und Erziehungsumgebung nicht vermittelt wird.

Der Beitrag legt nahe, dass präventives Coaching, bereits in frühen Beziehungsjahren, viel wirksamer ist als eine reaktive Therapie. Dazu gehören praktische Maßnahmen wie die sofortige Behebung von Konflikten, die Entwicklung eines gemeinsamen „Wir-Gefühls“, die Einhaltung klarer Lebensregeln und die Schaffung von Ressourcen durch „Tut-mir-gut-Listen“. Zudem wird betont, dass es keine Gewinner und Verlierer geben sollte – nur Win-Win oder Lose-Lose.

Der Schwerpunkt liegt nicht auf der Therapie selbst, sondern auf der Vermeidung einer Krise durch frühzeitiges, bewusstes Lernen. Vorschläge wie der kostenfreie 5x5-Kurs oder spezifische Coaching-Angebote unterstützen dabei, die Beziehung langfristig zu stärken und die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs deutlich zu reduzieren.

FAQs

Viele Menschen sehen die Paartherapie als Zeichen von Scheitern oder Schwäche. Es entsteht ein Schamgefühl, besonders wenn man das Thema in der Öffentlichkeit nicht teilen möchte.

Ja, man kann präventiv mit kleinen, frühen Konflikten beginnen, z. B. durch die Entwicklung eines gemeinsamen Beziehungsfundaments oder durch gemeinsame Selbstreflexion.

Konflikte sollten sofort und im Rahmen einer offenen, vertrauensvollen Kommunikation behandelt werden, um starke Verdrängungsmechanismen und negative Brille zu vermeiden.

Eine klare, wertschätzende und feinfühlige Kommunikation verhindert Missverständnisse und hilft, emotionale Verletzungen frühzeitig zu erkennen und zu lösen.

Zugehörigkeit, Wertschätzung, Anerkennung, Respekt, Geben und Nehmen sowie das Aussprechen von Bedürfnissen bilden die Grundlage für eine stabile Beziehung.

Das Gefühl des „Wir“ stärkt die Zusammengehörigkeit und verhindert, dass ein Partner als „Verlierer“ wahrgenommen wird – stattdessen geht es um gemeinsame Ziele und Werte.

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