Harmonie zwischen Partner:in und Familie herstellen - So geht’s!
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In dieser Podcast-Folge behandeln die Lebensidealisten das Thema Harmonie zwischen der eigenen Familie und der Partnerfamilie. Konflikte entstehen häufig durch Grenzüberschreitungen, wie ungeplante Besuche oder unangemessene Verhaltensweisen, und werden durch unterschiedliche Werte und Überzeugungen verstärkt – beispielsweise in Fragen der Erziehung, Alkoholkultur oder Kinderbetreuung. Der Schlüssel liegt in der offenen, empathischen Kommunikation zwischen Ehepartnern: Beide müssen ihre Gefühle und Erfahrungen teilen, um Verständnis und gegenseitige Anerkennung zu schaffen. Es ist wichtig, klare Grenzen zu setzen und Toleranzbereiche zu definieren, um konstruktive Abstimmungen zu ermöglichen. Besonders schwierig ist der Umgang mit alten Prägungen aus der Kindheit, die oft zu Widerstand gegen neue Familienstrukturen führen. Während einige Themen durch Kompromisse gelöst werden können, sind andere, wie bestimmte Kinderregeln oder Sicherheitsvorgaben, absolut klar und müssen durchgesetzt werden. Der Weg zum Frieden erfordert Respekt, Selbstwahrnehmung und die Bereitschaft, gemeinsam zu wachsen – auch wenn es zu einem Teil der Beziehung führt, den man nicht weiter verfolgen möchte. Die Podcast-Redaktion schlägt vor, bei konkreten Problemen ein telefonisches Erstgespräch bei ihnen zu buchen, um individuelle Lösungsansätze zu finden.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um das Thema Harmonie zwischen Partner, Partnerin und Familie herstellen.
So geht's.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche
und harmonische Beziehung.
Wenn man eine Beziehung eingeht, bedeutet das auch, dass man früher oder später die
Familie des Partners oder der Partnerin kennenlernt.
Hin und wieder sieht man sich dann vielleicht auf Familienfeiern, zu Weihnachten, zum Geburtstag
oder sogar öfter, wenn der Kontakt gut ist.
Leider ist es ja nicht immer so, dass man sich mit jedem gut versteht oder jeden mag.
Und es kann auch sein, dass eine bestimmte Person oder sogar ein ganzer Familienzweig
nicht so sympathisch ist.
Wir zeigen einmal, wie ihr damit umgehen könnt, wenn es bei euch auch gerade solche
Spannungen in der Familie gibt.
Als erstes fällt mir dazu heute ein Beispiel aus dem Coaching ein.
Da war das so, dass es zwischen den beiden in der Beziehung eigentlich ganz gut lief,
aber es immer wieder zu Grenzüberschreitungen von der Familie kam, also von seiner Seite
aus der Familie.
Dass seine Partnerin sich nicht gerecht behandelt gefühlt hat.
Und es ihrer Meinung nach zu Überschreitungen gab, dass zum Beispiel die Schwiegermutter ohne
Ankündigung vorbeikam über die Terrassentür und vor allem an der Küche saß.
Und ja, das hat bei ihr ungute Gefühle gemacht.
Und sie hatte nicht wirklich eine Ahnung, wie man das klären kann, weil sie immer gehofft
hat in dem Moment, dass ihr Partner das klärt, weil es ja seine Familie ist.
Aber ihre Wut irgendwann sagte, sie schwer noch zurückhalten kann.
Sicherlich auch der Punkt, warum das eben in unserer Podcast-Folge dann eine Rolle spielt.
Denn irgendwann belasten halt diese Themen die Beziehung und sorgen dafür Konflikte.
Genau, das sind dann so die Rückfahrten im Auto, wo man dann darüber diskutiert über
Enttäuschungen, über verletzte Erwartungen, wo es dann zu einem Beziehungsthema wird.
Eine regelmäßige Ursache sind verschiedene Überzeugungen.
Überzeugungen.
In irgendeinem Thema, wodurch dann entsprechende Differenzen entstehen.
Weil der eine kann die Argumente des anderen nicht nachvollziehen.
Wiederum, andersrum passt das auch nicht.
Und wenn solche Konflikte dann zustande kommen und auch immer wiederkehrend zustande kommen,
wenn man sich sieht, dann zieht das natürlich die Stimmung und auch die Motivation, sich
wiederzusehen, deutlich nach unten.
Für die ganze Familie ist die Lage dann natürlich. Natürlich nicht schön.
Man ist selbst enttäuscht, weil das Verhältnis so schlecht ist.
Die Familie, mit der man dann ja im Konflikt steht oder die Person, merkt natürlich auch,
dass es negative Schwingungen gibt.
Und so merkt man auch immer mehr, dass die Kommunikation schlechter wird oder man eigentlich
nicht mehr miteinander reden möchte.
Und so können dann letztendlich auch nicht die Unstimmigkeiten gelöst werden.
Also es kommt eher zu einer Distanzierung.
Man versucht, sie aus dem Weg zu gehen.
Aber das Problem wird halt nicht gelöst.
Die Unstimmigkeit wird nicht gelöst.
Und dann kommt meistens diese Erwartungshaltung auf, dass man das Gefühl hat, der Partner,
die Partnerin sollte das doch mit der Familie klären, weil das ja die eigene Familie von
dem Partner oder der Partnerin ist.
Was sind denn so typische Konfliktfelder, die bei dir im Coaching vorkommen?
Also ich denke als erstes dabei an das Thema Erziehung, wo das immer besonders spannend
wird, wenn so die Schwiegereltern in. Manchmal auch die eigenen Eltern.
Die eigenen Erziehungswünsche, Stile eingreifen, vielleicht auch übergriffig werden und man
oder auch die Akzeptanz fehlt für den selbstgewählten Erziehungsstil, der vielleicht abweichend
ist von dem, was Eltern, Schwiegereltern gemacht haben.
Das ist so ein typisches Feld, wo Konflikte entstehen.
Genau, das wäre so ein typisches Feld.
Man muss sagen, grundsätzlich wird es, glaube ich, schwieriger, wenn Kinder dazu kommen,
weil jeder dann auch so das Gefühl hat, so da mitreden zu dürfen.
Ein typisches Coaching-Thema ist auch, wie die Kinder sich verhalten, dass es da verschiedene
Meinungen darüber gibt.
Also wenn es um Bedankungen geht, um Manieren geht, dass da jeder in der Familie eine Meinung
zu hat und das natürlich dann auch Druck ausübt.
Also sowas wie jeden die Hand geben und begrüßen und das dann verglichen wird innerhalb der
Familie, wie das die Enkelkinder machen oder die Nichten und Neffen machen und dass es
dann natürlich einfach ungute Gefühle entstehen.
Ja, häufig auch, wenn etwas in Bewertung ist, so wenn über Jobs gesprochen wird, über
Klischees gesprochen wird, das ist ja typisch für alle Handwerker, das ist ja typisch für
alle Menschen, die bei der Bank arbeiten und dass es dann so einen Status einnimmt bei
so einer Familienfeier oder bei Weihnachten oder so, wo man sagt so, boah, ich fühle mich
hier ganz unwohl, das ist so ein bisschen Stammtischniveau.
Also quasi radikale oder sehr gegensätzliche Meinungen, das führt ja auch immer wieder
zu Konflikten dann.
Ausgleich von Geben und Nehmen, wer beteiligt sich wie, woran, wenn es so bei Familienfeiern
ist, stimmt der Ausgleich von Geben und Nehmen, wenn jetzt alle was mitbringen zu Essen, bringt
jeder was mit.
Thema Geschenke.
Thema Geschenke, genau.
Was ich auch ein paar Mal schon hatte, ist das Thema Umgang mit Alkohol.
Ja.
Dass dann bei den Schwiegereltern oder so, dass da dann immer zu jeder Tageszeit ein
Wein oder ein Bier angeboten wird und man selber denkt, Mensch, das kenne ich aus meiner
Familie so gar nicht.
Ja.
Immer spielt Alkohol eine Rolle.
Das ist das, was auch regelmäßig, also dieser verschiedene Umgang mit Alkohol spielt eine
Rolle.
Manchmal auch so kulturelle Sachen natürlich oder sowas wie ein bestimmtes Bild der Frau,
wie die Frau sein sollte in der Ehe, was dann bewertet wird.
Also egal, was dann ist, wie wird gekocht, wie wird was im Haushalt gemacht, wie werden
die Kinder behandelt.
Häufig auch bezogen auf die Arbeit.
Frau arbeitet zu viel, Frau arbeitet zu wenig.
Da haben auch viele Menschen immer eine Meinung zu und das bringt dann halt auch eine gewisse
Dynamik dann mit sich, wenn viele Menschen auf ihr Recht denn, weil sie denken, sie sind
ja mit ihrer Meinung richtig, bestehen, dann kann es halt schwierig werden.
Oder dass sie aufgrund dessen, dass sie ja die Eltern oder auch Schwiegereltern sind,
einfach dadurch schon das Recht haben, jederzeit ihre.
Meinung zu äußern, Feedback zu geben, Kritik zu äußern und zu urteilen.
Wiederum, da das gleiche gilt wie in der Partnerschaft, wir brauchen die Bereitschaft.
Genau, was auch ein häufiges Thema ist, ist das Kinderthema.
Also wenn ein Paar noch keine Kinder hat, zu fragen, wann bekommt ihr denn endlich euer
Kind, wann bekommt ihr denn das zweite Kind.
Das sind natürlich auch Fragen, die können grenzüberschreitend sein und Druck ausüben.
Und was ich auch gar nicht selten bis jetzt im Coaching hatte, also bestimmt befände ich mich jetzt
so drei, viermal ein, dass wenn man nicht weit auseinander wohnt, so der Kontakt, also der räumliche
Kontakt manchmal auch Grenzen überschreitet, dass dann vor allem mal der Schwiegervater im Garten
steht und Rasen mäht, obwohl man ihn nicht darum gebeten hat und man selber da, sag ich mal,
mit irgendwie einem kurzen Schlafanzug durchs Haus läuft und denkt so, Gott, wer steht denn da
vor allem am Garten? Oder wie ich sagte am Anfang, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter,
die Mutter oder Schwiegermutter einfach über die Terrassentür reinkommt und was in der Küche macht
oder Wäsche wäscht, wenn sie sich um die Kinder kümmert, obwohl das nicht abgesprochen war.
Man sagt, Mensch, das sollst du nicht machen und das möchte ich auch nicht, dass du das machst.
Und das sind so typische Grenzüberschreitungen dann.
In der Folge werden Familientreffen schwieriger und können nicht mehr so richtig genossen werden,
bis hin dazu, dass man vielleicht die Familientreffen meidet und einer einzeln hingeht.
Das Verhältnis der eigenen Kinder kann natürlich dann auch erschwert werden.
Also, dass man sagt, Mensch, so viel Umgang oder auch alleine mit den Schwiegereltern, Eltern wünsche ich mir da gar nicht,
weil dann kriegt das Kind ständig so Glaubenssätze ab, die aus meiner Sicht überholt sind,
die ich gar nicht so möchte, dass mein Kind so in der Art und Weise denkt,
sondern dass es eben andere Glaubenssätze hört.
Ja, oder auch das Problem, wenn man halt mit jemandem,
der einen Konflikt hat, also kann ja auch Tante, Onkel sein vom Kind,
dass man sagt, man selber ist ja im Konflikt mit der Person
und man traut der anderen Person nicht mehr die Objektivität zu,
das Kind so wertschätzend zu behandeln, weil da vielleicht kein Unterschied gemacht wird.
Und dass man dann sagt, da würde man dann natürlich auch die Auswirkungen auf die Kinder haben,
dass man sagt, die Kinder möchte man da auch nicht hingeben.
Und für einen selbst oder den Partner entsteht da natürlich eine Lücke zwischen ihm, der ganzen Familie,
also das Gefühl von Zugehörigkeit leidet, vielleicht auch manchmal so ein inneres Gefühl von,
ich muss mich jetzt bei manchen Themen zwischen meiner Herkunftsfamilie und meiner neuen Familie jetzt entscheiden,
ich kann nicht beides miteinander vereinen, kann so eine kleine oder große innere Zerrissenheit machen
und es entsteht dann gerne mal ein Streit in der Beziehung,
der durch diese ganzen Situationen eben entsteht und auch,
gerade durch. diesen Zugehörigkeitskonflikt.
Manchmal
kann man das Problem aber auch vielleicht gar nicht
nachvollziehen.
Wenn das zum Beispiel so ist, dass
Verletzungen vor
der Zeit, also bevor die Beziehung
angefangen hat, sozusagen
schon da waren und man sich wundert,
warum da so Dynamiken sind, so Energien
sind, wo man reingeraten ist.
Man bekommt Lasten ab, die eigentlich gar nicht zu einem
gehören. Das kann
dann auch sein und dann hat man
auch eine Unzufriedenheit über das Verhältnis,
weil man sich vielleicht selber
Mühe gibt oder sich erhofft hat,
da ein besseres Verhältnis aufbauen zu können
und man immer wieder an den Punkt kommt, wo man
merkt, okay, das ist einfach sehr
schwierig. Zu diesem
Thema haben wir auch schon mal eine ähnliche
Podcast-Folge
aufgenommen. Diese nennt sich
Konflikte lösen in der Familie. So können
ihr Familienkonflikte zeitnah
überwinden. Also, wenn
das ein Thema ist, was euch betrefft, schaut
gern mal
in unserem, wie heißt denn das, Feed
nach und
oder nutzt halt die
Suche. Egal,
wo ihr den Podcast gerade hört, könnt ihr
einfach suchen nach Lebensiderlisten, Familienkonflikte
und dann solltet ihr
diese Folge angezeigt
bekommen. Und
in der Podcast-Folge zeigen wir euch
auch entsprechend, wie man Familienkonflikte
löst und es gibt vielleicht noch mal
andere Beispiele und Impulse
als in dieser nun
neueren Folge.
Schauen wir uns mal an,
wie man das lösen könnte,
welche Ansätze gibt es.
Zunächst mal
ist es wichtig, das Gespräch mit
dem Partner, der Partnerin zu suchen.
Dass ihr erstmal intern unter
euch darüber
sprecht, dass die unguten
Gefühle berichtet werden,
dass man darüber spricht,
welches Verhalten
der Herkunftsfamilie verletzt
einen denn.
Der Schwiegerfamilie.
Und dass da erstmal ein gewisses
Verständnis, eine gewisse
Empathie entsteht.
Genau, weil das kann auch sein, dass der
andere das vielleicht gar nicht bisher so
gemerkt hat und man
sich deshalb auch immer zurückgehalten hat, wenn man
dachte so, ich möchte den anderen
damit auch nicht verletzen, wenn ich das jetzt aussprechen
würde, dann weiß ich nicht, wie das
ankommen würde und der andere sieht das vielleicht ja nicht so,
weil ihn scheint das ja nicht zu stören,
was so in meiner Beobachtung ist.
Und da sind wir wieder bei dem Thema,
Interpretation, dass wir
denken, wir wissen, was
der andere denkt und wie der andere fühlt,
aber so ist es nicht, wir müssen in den Austausch
gehen und das
wird gebraucht, damit man auch weiß,
wo steht der jeweils andere.
An der Stelle ist
vielleicht auch für denjenigen, der
dann so neu in die Familie reinkommt,
eben auch alles rund um die Familie
neu, während vielleicht
der Sohn, die Tochter sich mit gewissen
Dingen einfach arrangiert hat und gesagt hat,
hab ich jetzt,
ein paar Mal angesprochen, dass ich das nicht so gut
finde, ist aber auch nicht meine Verantwortung,
das zu ändern, muss ich irgendwie mit
leben, höre ich vielleicht gar nicht mehr
richtig hin oder
das ist dann schon Normalität geworden,
dann ist das für den anderen ja auf einmal
neu. Und der spricht dann natürlich
Themen nochmal neu an und sagt, Mensch,
warum ist denn das so? Warum
schimpften der da so stark über die Nachbarn
und in was für einer
Tonlage, das ja,
kenn ich so ja gar nicht. Und
auf einmal kommt eben dieses Thema,
auf und das kann natürlich auch was in demjenigen
machen, der sagt, ja, das
hab ich eigentlich eher verdrängt, ich hab das auch schon
ein paar Mal angesprochen, aber es ist
nicht meine Baustelle, ich wohne da auch nicht mehr
und ich kann nichts daran ändern.
Ich finde immer, da schwingt
so ein bisschen bei vielen das
Gefühl mit, oha, ich guck mir
mal meine Schwiegereltern an
und dann guck ich mal
oder überleg ich vielleicht, wie könnte denn mein Partner
werden, wenn der nicht
alt wird. Also
da so die Angst zu haben, okay,
wie ist der denn hier aufgewachsen,
möchte der das auch so, wenn vielleicht Kinder
später dazu kommen, dass man so spricht und
also, wenn man eine neue Familie kennenlernt,
dann hat man ja auch mal das Gefühl, man lernt
den Partner nochmal neu kennen, ne?
Man muss aber ja grundsätzlich sagen, es ist okay,
wenn man unterschiedlich ist oder verschiedene Ansichten
oder Werte hat,
als die andere Familie oder auch die eigene
Familie. Wichtig ist halt,
dass es angenommen wird
und dass es respektvoll
miteinander umgegangen wird.
Und man sich selber
auch fragt, möchte ich das so für mich?
Also möchte ich mit diesen
Menschen wirklich den Kontakt haben,
wie die Menschen
untereinander vielleicht den Kontakt haben, weil die das
so gewohnt sind.
Bei Familie sucht man sich ja in dem
Sinne nicht aus, sondern die ist ja erstmal
da, hat aber ja nicht
die Konsequenz, dass nur weil das
meine Familie ist, ich
zu allen Menschen einen mega engen Kontakt
haben muss.
Es geht auch wieder darum, Dinge anzusprechen,
und dann zumindest
in einen Toleranzbereich hinein zu
bekommen, wenn das eben außerhalb
dessen ist. Also wenn die
Werte, Ansichten, Art und Weise
mit bestimmten Themen umzugehen,
außerhalb meines
Toleranzbereichs liegen,
dann ist halt die Frage, was können
wir tun, lernen, verändern, damit
das entsprechend im Toleranzbereich
liegt. Und ich sage, das ist
jetzt nicht meine, wahrscheinlich kriegt man es gar nicht hin,
dass es voll gut wird, aber
das ist jetzt in meinem Bereich so,
dass ich sage, ist es für mich neutral
oder ich kann es tolerieren, das passt
so für mich. Weil man bräuchte, damit
man es in einen guten Bereich bekommt,
typischerweise sehr,
sehr offene Eltern,
Schwiegereltern, die sagen, Mensch,
Coachings, Therapien,
sich mit Persönlichkeitsentwicklung
befassen, etwas Neues
lernen, mich darauf einlassen,
dass es heute andere
Ansichten zum Thema
Erziehung, Pädagogik, Psychologie
gibt, als bei uns damals.
Da brauchst du jemanden, der da sehr offen für ist.
Schwierig wird es natürlich auch,
wenn es jemand in der Familie ist, es müssen
ja nicht mal Eltern und Schwiegereltern sein,
wo man
sagt, man hat nicht das Gefühl, dass man den
Konflikt lösen könnte.
Also, dass man das Gefühl hat,
man bespricht das,
das hatten wir ja auch gesagt,
mit der Partnerin, aber dann wäre
ja der nächste Schritt,
Verletzungen mit der betroffenen Person
zu lösen.
Und das ist natürlich manchmal nicht leicht,
weil wir ja bestimmte Bedingungen
dafür brauchen.
Wenn die nicht gegeben sind,
dann bliebe einem natürlich noch
dieses Innere auflösen,
dass man selber für sich sorgen
kann, muss aber wiederum
dann natürlich damit rechnen,
dass man im Zusammenkommen
mit den
anderen immer wieder auch neue
Verletzungen entstehen, die man dann auch
wieder immer innerlich für sich lösen kann.
Das geht in einem gewissen
Rahmen ganz gut, aber
natürlich, je häufiger
man Kontakt miteinander hat, je intensiver
das ist, je intensiver auch
die Verletzungen sind, desto schwieriger
kann das werden und man natürlich auch
für sich dann überlegt, möchte ich das?
Im Zweifelsfall
kann es gebraucht werden,
dass man sagt, ne, da gibt es so
viele Verletzungen, so viele Themen,
keine Bereitschaft, das anzugehen und
zu lösen, dass man dann die Tür
schließt und sagt, okay, dann gibt es
da keine Connection. Es ist für
uns alle besser, wenn wir
diesen Kontakt eben
meiden,
weil es gibt einfach keine
verbindende Ebene.
Vielleicht kannst du noch mal kurz was dazu
sagen, was so die Voraussetzungen sind, um
einen Konflikt lösen zu können.
Das stammt ja wieder aus der System
Empowering Methode und den
fünf Voraussetzungen, die es gibt, also fünf sind es,
wobei drei echte Voraussetzungen
und zwei Dinge, die
eher dabei unterstützen, das Ganze
zu lösen. Also wir brauchen den Punkt,
dass es für beide mal gut war
oder gut genug war. Beide müssen
ausgeglichen kraftvoll genug sein,
das Herz und Schwerzeite ausreichend
bei sich haben,
entsprechend zu diesem Thema
keine Prägung, sodass
Trägerpunkte da sind, dass so alte Dinge
mit hineinspielen und dann haben
wir das Verursacher oder
Mitverursacher für das Gefühl
bekannt sein müssen. Wenn das
da ist, dann kann man eben mit dem
vierten Punkt sprachlich richtig, was
im Kern aus der gewaltfreien
Kommunikation kommt, das
Ganze klären und lösen
und dann eine neue Brille mitgeben.
Also derjenige, der das Gefühl
verursacht hat,
sagt, wie er mit dem Wissen, dass
es eben eine Verletzung macht, gehandelt hätte,
damit diese Verletzung gar nicht erst
entstanden wäre. Und wenn
es beim anderen ankommt und er sagt, jo, das hätte mir
geholfen, dann wäre
alles gut gewesen, dann haben wir
einen guten Punkt erreicht und dann sollte das Ganze
nachhaltig gelöst werden.
Du brauchst aber natürlich
eben jemanden, der genau dafür
offen ist und auch
mit einem an den Punkt, wann war es mal gut gehen mag,
die Dinge klärt, aber auch bereit ist
dann sein Verhalten natürlich zu
verändern, auch versteht, dass es nicht
darum geht, jemanden als Mensch zu
verändern, sondern nur das Verhalten
anzupassen, auch
zu sehen, dass das eben für
das eigene Kind, wie auch das Schwiegerkind
dann wichtig ist, weil ja
eben das Gesamtverhältnis für alle
darunter leiden wird, wenn eben
einer von beiden sich da nicht wohlfühlt.
Und dann geht es natürlich
auch darum, immer wieder stimmige Kompromisse zu schließen.
Also auch da ist es natürlich so,
dass Kompromisse
einen wichtigen Part einnehmen,
eine wichtige Rolle spielen und
aber auch an anderen Stellen
es eben keine Kompromisse gibt,
sondern einfach nur klare Vorgaben,
an die Eltern sich zu
halten haben, zum Beispiel, wenn es um die eigenen
Kinder geht. Also da gibt es dann,
so würde ich das sehen, keine
Kompromisse bei manchen Themen,
bei vielen ja, bei manchen
Themen gibt es einfach nur
eine klare Regel, die ich
vorgebe, als Voraussetzung
dafür, mit meinem
Kind Umgang zu haben. Und wenn das nicht eingehalten
ist, geht das nicht. Nehmen wir ein ganz
klares Beispiel.
Wenn jetzt meine Mutter auf meinen Sohn
oder unseren Sohn aufpasst, dann
sollte sie nicht alkoholisiert
sein. Klare Regel.
Wenn sie mit ihm
Auto fährt, dann muss
er natürlich angeschnallt werden und einen
vernünftigen Kindersitz haben. Klare Regel.
Da gibt es keine Kompromisse,
da gibt es einfach nur klare Vorgaben.
Und das ist eben bei manchen Themen so.
Und das muss man eben auch
durchsetzen und ansprechen
und einhalten,
Konsequenzen aufzeigen, das ist ja auch nicht so leicht.
Und dafür, das ist ja in der Paarbeziehung
dann ja auch wieder schwer,
weil man muss sich dann ja abstimmen auch,
was so die Grundpfeiler
in der eigenen
Kernfamilie sind oder als
Elternpaar ja auch. Und dann
auch, dass beide dann sozusagen
diesen Wert, wenn wir jetzt mal nehmen,
was du eben sagtest, dann auch
verteidigen und sagen, so, das ist bei beiden
uns gleich, da darf keiner einknicken.
Und der eine sagen, ja, ach,
mit dem Anschneiden, lass sie doch.
Dann wird es halt
dann wieder ein Thema in der Paarbeziehung.
Braucht im ersten Schritt eben
Klarheit zwischen euch
als Paar, dass ihr
dort an einem Strang ziehen könnt, die gleichen
Dinge nach außen hin vertreten könnt.
Das muss stimmig sein.
Wenn das vor einem von beiden ein fauler Kompromiss ist
und der macht das nur dem anderen zuliebe,
dann, wie du schon sagst, dann wird das eben nicht,
ähm, durchgesetzt werden können.
Dann knickt man irgendwann ein,
lässt das doch zu, wird weich, ne?
Genau. Ich glaube, was auch
ein Thema noch ist, ist dieser Sog
aus der Herkunftsfamilie. Dass
manche Menschen, und das ist auch so meine Erfahrung aus dem
Coaching, sich immer noch sehr
verpflichtet fühlen ihrer Herkunftsfamilie.
Und dass das manchmal
dann schwierig ist,
wenn eine Partnerin zum Beispiel dazukommt,
dass man sagt, wir haben unser
neues System aufgebaut
und das steht im Vordergrund.
Und damit auch so ein bisschen
den letzten Schritt der Abnabelung aus der
Herkunftsfamilie macht.
Und dass man aber immer noch so ein Gefühl
hat, ja, das kann ich meinen Eltern nicht sagen,
das wäre respektlos.
Oder das mag ich meinen Eltern nicht sagen, weil die haben mich
ja großgezogen.
Wo der andere Partner dann sagt,
ja, aber wieso, du bist jetzt ein erwachsener
Mann oder erwachsene Frau,
hat das doch nichts damit zu tun, dass
deine Eltern jetzt alles falsch gemacht haben.
Kannst es ja trotzdem deinen Eltern
sagen.
Ja, das ist manchmal so ein Reflex, der entsteht.
Also einerseits bei Einzelcoachings
merke ich das natürlich regelmäßig,
dass jemand dann Themen berichtet
aus der Kindheit und dann aber nochmal
einwirft, ich hatte übrigens keine komplett
beschissene Kindheit, meine Eltern sind nicht schlecht,
wo man auch immer wieder denkt,
das ist ja so nicht gedacht.
Sondern es ist ja so, dass es
eben bestimmte Verhaltensweisen
und Situationen gab,
die eben zu unguten Gefühlen oder
auch Prägungen geführt haben, während
viele, viele andere Teile gut gelaufen sind.
Und dass es nie darum geht,
Eltern als schlechte Eltern,
schlechte Mutter, schlechter Vater
auf Identitätsebene
zu sehen, sondern zu sagen,
grundsätzlich ist das meiste gut, aber
es gibt ein paar Themen, die haben bei mir
was gemacht. Und das wäre gut,
wenn ihr dafür Verantwortung übernehmt.
Und das ist eben dann so der
Unterschied.
Wenn euch das Thema betrifft und ihr merkt,
Mensch, da haben wir untereinander immer mal Konflikte
und wir kommen da nicht so richtig voran
und ihr seid da offen für eine
entsprechendes Coaching, dann meldet euch gerne
bei uns für das telefonische Erstgespräch
und wir schauen dann mal gemeinsam,
wie wir euch da unterstützen können.
Ansonsten freuen wir uns, wenn ihr bei der nächsten
Folge wieder dabei seid. Bis bald.
Bis dann.
Podcast Summary
Key Points:
Grenzüberschreitungen in der Familie, wie ungeplante Besuche oder unangemessene Handlungen, führen zu Verletzungen und Konflikten in der Beziehung.
Typische Konflikte entstehen über Erziehung, Manieren, Alkohol, Arbeitsrollen und kulturelle Werte, die unterschiedliche Ansichten und Druck ausüben.
Mangelnde Kommunikation und fehlende Empathie verhindern, dass Partnerinnen und Partner einander verstehen und die Ursachen der Spannungen erkennen.
Die Familie wirkt oft als „Gemeinschaft“, aber es ist nicht notwendig, sich vollständig mit allen Familienmitgliedern zu identifizieren oder zu vereinen.
Es ist wichtig, klare Grenzen und Toleranzbereiche zu definieren, um Verletzungen zu minimieren und die Beziehung zu stärken.
Lebenslang bestehende Prägungen aus der Kindheit können zu Widerstand gegen neue Ansichten und Abnabelung aus der Herkunftsfamilie führen.
Eine gemeinsame, offene und respektvolle Kommunikation zwischen Partnerinnen und Partnern ist entscheidend, um Konflikte zu lösen und ein Vertrauen aufzubauen.
In schweren Fällen ist es akzeptabel, den Kontakt zu reduzieren oder zu meiden, wenn keine verbindende, respektvolle Verbindung mehr möglich ist.
Summary:
In dieser Podcast-Folge behandeln die Lebensidealisten das Thema Harmonie zwischen der eigenen Familie und der Partnerfamilie. Konflikte entstehen häufig durch Grenzüberschreitungen, wie ungeplante Besuche oder unangemessene Verhaltensweisen, und werden durch unterschiedliche Werte und Überzeugungen verstärkt – beispielsweise in Fragen der Erziehung, Alkoholkultur oder Kinderbetreuung. Der Schlüssel liegt in der offenen, empathischen Kommunikation zwischen Ehepartnern: Beide müssen ihre Gefühle und Erfahrungen teilen, um Verständnis und gegenseitige Anerkennung zu schaffen.
Es ist wichtig, klare Grenzen zu setzen und Toleranzbereiche zu definieren, um konstruktive Abstimmungen zu ermöglichen. Besonders schwierig ist der Umgang mit alten Prägungen aus der Kindheit, die oft zu Widerstand gegen neue Familienstrukturen führen. Während einige Themen durch Kompromisse gelöst werden können, sind andere, wie bestimmte Kinderregeln oder Sicherheitsvorgaben, absolut klar und müssen durchgesetzt werden.
Der Weg zum Frieden erfordert Respekt, Selbstwahrnehmung und die Bereitschaft, gemeinsam zu wachsen – auch wenn es zu einem Teil der Beziehung führt, den man nicht weiter verfolgen möchte. Die Podcast-Redaktion schlägt vor, bei konkreten Problemen ein telefonisches Erstgespräch bei ihnen zu buchen, um individuelle Lösungsansätze zu finden.
FAQs
Typische Konflikte umfassen Erziehungswünsche, Manieren, Umgang mit Alkohol, Bewertungen von Jobs oder Sozialstatus, sowie Grenzüberschreitungen bei Familienaktivitäten wie Essen oder Hausarbeiten.
Grenzüberschreitungen wie ungeplante Besuche oder ungenehmigte Hausarbeit verletzen persönliche Räume und führen zu unguten Gefühlen, die sich im späteren Beziehungskontext widerspiegeln.
Man sollte zuerst ein offenes Gespräch mit dem Partner führen, um Empathie und Verständnis aufzubauen und gemeinsam zu klären, welche Verhaltensweisen verletzend waren.
Ja, es müssen beide Parteien bereit sein, ehrlich zu kommunizieren, sich gegenseitig verstehen, keine alten Prägungen mitbringen und sich einig sein, dass das Thema für beide wichtig ist.
Ein klarer Toleranzbereich hilft, dass beide Seiten verstehen, was für sie akzeptabel ist, und vermeidet, dass Verletzungen durch unangemessene Ansichten oder Werte entstehen.
Ja, wenn die Verletzungen zu groß sind und keine Lösung gefunden werden kann, ist es sinnvoll, den Kontakt zu reduzieren oder zu beenden, um das eigenes Wohlbefinden zu schützen.
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