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Harmonie zwischen Partner:in und Familie herstellen - So geht’s!

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Harmonie zwischen Partner:in und Familie herstellen - So geht’s!

In dieser Podcast-Folge behandeln die Lebensidealisten das Thema Harmonie zwischen der eigenen Familie und der Partnerfamilie. Konflikte entstehen häufig durch Grenzüberschreitungen, wie ungeplante Besuche oder unangemessene Verhaltensweisen, und werden durch unterschiedliche Werte und Überzeugungen verstärkt – beispielsweise in Fragen der Erziehung, Alkoholkultur oder Kinderbetreuung. Der Schlüssel liegt in der offenen, empathischen Kommunikation zwischen Ehepartnern: Beide müssen ihre Gefühle und Erfahrungen teilen, um Verständnis und gegenseitige Anerkennung zu schaffen. Es ist wichtig, klare Grenzen zu setzen und Toleranzbereiche zu definieren, um konstruktive Abstimmungen zu ermöglichen. Besonders schwierig ist der Umgang mit alten Prägungen aus der Kindheit, die oft zu Widerstand gegen neue Familienstrukturen führen. Während einige Themen durch Kompromisse gelöst werden können, sind andere, wie bestimmte Kinderregeln oder Sicherheitsvorgaben, absolut klar und müssen durchgesetzt werden. Der Weg zum Frieden erfordert Respekt, Selbstwahrnehmung und die Bereitschaft, gemeinsam zu wachsen – auch wenn es zu einem Teil der Beziehung führt, den man nicht weiter verfolgen möchte. Die Podcast-Redaktion schlägt vor, bei konkreten Problemen ein telefonisches Erstgespräch bei ihnen zu buchen, um individuelle Lösungsansätze zu finden.

Transcription

3763 Words, 22950 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten. In dieser Folge geht es um das Thema Harmonie zwischen Partner, Partnerin und Familie herstellen. So geht's. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Wenn man eine Beziehung eingeht, bedeutet das auch, dass man früher oder später die Familie des Partners oder der Partnerin kennenlernt. Hin und wieder sieht man sich dann vielleicht auf Familienfeiern, zu Weihnachten, zum Geburtstag oder sogar öfter, wenn der Kontakt gut ist. Leider ist es ja nicht immer so, dass man sich mit jedem gut versteht oder jeden mag. Und es kann auch sein, dass eine bestimmte Person oder sogar ein ganzer Familienzweig nicht so sympathisch ist. Wir zeigen einmal, wie ihr damit umgehen könnt, wenn es bei euch auch gerade solche Spannungen in der Familie gibt. Als erstes fällt mir dazu heute ein Beispiel aus dem Coaching ein. Da war das so, dass es zwischen den beiden in der Beziehung eigentlich ganz gut lief, aber es immer wieder zu Grenzüberschreitungen von der Familie kam, also von seiner Seite aus der Familie. Dass seine Partnerin sich nicht gerecht behandelt gefühlt hat. Und es ihrer Meinung nach zu Überschreitungen gab, dass zum Beispiel die Schwiegermutter ohne Ankündigung vorbeikam über die Terrassentür und vor allem an der Küche saß. Und ja, das hat bei ihr ungute Gefühle gemacht. Und sie hatte nicht wirklich eine Ahnung, wie man das klären kann, weil sie immer gehofft hat in dem Moment, dass ihr Partner das klärt, weil es ja seine Familie ist. Aber ihre Wut irgendwann sagte, sie schwer noch zurückhalten kann. Sicherlich auch der Punkt, warum das eben in unserer Podcast-Folge dann eine Rolle spielt. Denn irgendwann belasten halt diese Themen die Beziehung und sorgen dafür Konflikte. Genau, das sind dann so die Rückfahrten im Auto, wo man dann darüber diskutiert über Enttäuschungen, über verletzte Erwartungen, wo es dann zu einem Beziehungsthema wird. Eine regelmäßige Ursache sind verschiedene Überzeugungen. Überzeugungen. In irgendeinem Thema, wodurch dann entsprechende Differenzen entstehen. Weil der eine kann die Argumente des anderen nicht nachvollziehen. Wiederum, andersrum passt das auch nicht. Und wenn solche Konflikte dann zustande kommen und auch immer wiederkehrend zustande kommen, wenn man sich sieht, dann zieht das natürlich die Stimmung und auch die Motivation, sich wiederzusehen, deutlich nach unten. Für die ganze Familie ist die Lage dann natürlich. Natürlich nicht schön. Man ist selbst enttäuscht, weil das Verhältnis so schlecht ist. Die Familie, mit der man dann ja im Konflikt steht oder die Person, merkt natürlich auch, dass es negative Schwingungen gibt. Und so merkt man auch immer mehr, dass die Kommunikation schlechter wird oder man eigentlich nicht mehr miteinander reden möchte. Und so können dann letztendlich auch nicht die Unstimmigkeiten gelöst werden. Also es kommt eher zu einer Distanzierung. Man versucht, sie aus dem Weg zu gehen. Aber das Problem wird halt nicht gelöst. Die Unstimmigkeit wird nicht gelöst. Und dann kommt meistens diese Erwartungshaltung auf, dass man das Gefühl hat, der Partner, die Partnerin sollte das doch mit der Familie klären, weil das ja die eigene Familie von dem Partner oder der Partnerin ist. Was sind denn so typische Konfliktfelder, die bei dir im Coaching vorkommen? Also ich denke als erstes dabei an das Thema Erziehung, wo das immer besonders spannend wird, wenn so die Schwiegereltern in. Manchmal auch die eigenen Eltern. Die eigenen Erziehungswünsche, Stile eingreifen, vielleicht auch übergriffig werden und man oder auch die Akzeptanz fehlt für den selbstgewählten Erziehungsstil, der vielleicht abweichend ist von dem, was Eltern, Schwiegereltern gemacht haben. Das ist so ein typisches Feld, wo Konflikte entstehen. Genau, das wäre so ein typisches Feld. Man muss sagen, grundsätzlich wird es, glaube ich, schwieriger, wenn Kinder dazu kommen, weil jeder dann auch so das Gefühl hat, so da mitreden zu dürfen. Ein typisches Coaching-Thema ist auch, wie die Kinder sich verhalten, dass es da verschiedene Meinungen darüber gibt. Also wenn es um Bedankungen geht, um Manieren geht, dass da jeder in der Familie eine Meinung zu hat und das natürlich dann auch Druck ausübt. Also sowas wie jeden die Hand geben und begrüßen und das dann verglichen wird innerhalb der Familie, wie das die Enkelkinder machen oder die Nichten und Neffen machen und dass es dann natürlich einfach ungute Gefühle entstehen. Ja, häufig auch, wenn etwas in Bewertung ist, so wenn über Jobs gesprochen wird, über Klischees gesprochen wird, das ist ja typisch für alle Handwerker, das ist ja typisch für alle Menschen, die bei der Bank arbeiten und dass es dann so einen Status einnimmt bei so einer Familienfeier oder bei Weihnachten oder so, wo man sagt so, boah, ich fühle mich hier ganz unwohl, das ist so ein bisschen Stammtischniveau. Also quasi radikale oder sehr gegensätzliche Meinungen, das führt ja auch immer wieder zu Konflikten dann. Ausgleich von Geben und Nehmen, wer beteiligt sich wie, woran, wenn es so bei Familienfeiern ist, stimmt der Ausgleich von Geben und Nehmen, wenn jetzt alle was mitbringen zu Essen, bringt jeder was mit. Thema Geschenke. Thema Geschenke, genau. Was ich auch ein paar Mal schon hatte, ist das Thema Umgang mit Alkohol. Ja. Dass dann bei den Schwiegereltern oder so, dass da dann immer zu jeder Tageszeit ein Wein oder ein Bier angeboten wird und man selber denkt, Mensch, das kenne ich aus meiner Familie so gar nicht. Ja. Immer spielt Alkohol eine Rolle. Das ist das, was auch regelmäßig, also dieser verschiedene Umgang mit Alkohol spielt eine Rolle. Manchmal auch so kulturelle Sachen natürlich oder sowas wie ein bestimmtes Bild der Frau, wie die Frau sein sollte in der Ehe, was dann bewertet wird. Also egal, was dann ist, wie wird gekocht, wie wird was im Haushalt gemacht, wie werden die Kinder behandelt. Häufig auch bezogen auf die Arbeit. Frau arbeitet zu viel, Frau arbeitet zu wenig. Da haben auch viele Menschen immer eine Meinung zu und das bringt dann halt auch eine gewisse Dynamik dann mit sich, wenn viele Menschen auf ihr Recht denn, weil sie denken, sie sind ja mit ihrer Meinung richtig, bestehen, dann kann es halt schwierig werden. Oder dass sie aufgrund dessen, dass sie ja die Eltern oder auch Schwiegereltern sind, einfach dadurch schon das Recht haben, jederzeit ihre. Meinung zu äußern, Feedback zu geben, Kritik zu äußern und zu urteilen. Wiederum, da das gleiche gilt wie in der Partnerschaft, wir brauchen die Bereitschaft. Genau, was auch ein häufiges Thema ist, ist das Kinderthema. Also wenn ein Paar noch keine Kinder hat, zu fragen, wann bekommt ihr denn endlich euer Kind, wann bekommt ihr denn das zweite Kind. Das sind natürlich auch Fragen, die können grenzüberschreitend sein und Druck ausüben. Und was ich auch gar nicht selten bis jetzt im Coaching hatte, also bestimmt befände ich mich jetzt so drei, viermal ein, dass wenn man nicht weit auseinander wohnt, so der Kontakt, also der räumliche Kontakt manchmal auch Grenzen überschreitet, dass dann vor allem mal der Schwiegervater im Garten steht und Rasen mäht, obwohl man ihn nicht darum gebeten hat und man selber da, sag ich mal, mit irgendwie einem kurzen Schlafanzug durchs Haus läuft und denkt so, Gott, wer steht denn da vor allem am Garten? Oder wie ich sagte am Anfang, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter, die Mutter oder Schwiegermutter einfach über die Terrassentür reinkommt und was in der Küche macht oder Wäsche wäscht, wenn sie sich um die Kinder kümmert, obwohl das nicht abgesprochen war. Man sagt, Mensch, das sollst du nicht machen und das möchte ich auch nicht, dass du das machst. Und das sind so typische Grenzüberschreitungen dann. In der Folge werden Familientreffen schwieriger und können nicht mehr so richtig genossen werden, bis hin dazu, dass man vielleicht die Familientreffen meidet und einer einzeln hingeht. Das Verhältnis der eigenen Kinder kann natürlich dann auch erschwert werden. Also, dass man sagt, Mensch, so viel Umgang oder auch alleine mit den Schwiegereltern, Eltern wünsche ich mir da gar nicht, weil dann kriegt das Kind ständig so Glaubenssätze ab, die aus meiner Sicht überholt sind, die ich gar nicht so möchte, dass mein Kind so in der Art und Weise denkt, sondern dass es eben andere Glaubenssätze hört. Ja, oder auch das Problem, wenn man halt mit jemandem, der einen Konflikt hat, also kann ja auch Tante, Onkel sein vom Kind, dass man sagt, man selber ist ja im Konflikt mit der Person und man traut der anderen Person nicht mehr die Objektivität zu, das Kind so wertschätzend zu behandeln, weil da vielleicht kein Unterschied gemacht wird. Und dass man dann sagt, da würde man dann natürlich auch die Auswirkungen auf die Kinder haben, dass man sagt, die Kinder möchte man da auch nicht hingeben. Und für einen selbst oder den Partner entsteht da natürlich eine Lücke zwischen ihm, der ganzen Familie, also das Gefühl von Zugehörigkeit leidet, vielleicht auch manchmal so ein inneres Gefühl von, ich muss mich jetzt bei manchen Themen zwischen meiner Herkunftsfamilie und meiner neuen Familie jetzt entscheiden, ich kann nicht beides miteinander vereinen, kann so eine kleine oder große innere Zerrissenheit machen und es entsteht dann gerne mal ein Streit in der Beziehung, der durch diese ganzen Situationen eben entsteht und auch, gerade durch. diesen Zugehörigkeitskonflikt. Manchmal kann man das Problem aber auch vielleicht gar nicht nachvollziehen. Wenn das zum Beispiel so ist, dass Verletzungen vor der Zeit, also bevor die Beziehung angefangen hat, sozusagen schon da waren und man sich wundert, warum da so Dynamiken sind, so Energien sind, wo man reingeraten ist. Man bekommt Lasten ab, die eigentlich gar nicht zu einem gehören. Das kann dann auch sein und dann hat man auch eine Unzufriedenheit über das Verhältnis, weil man sich vielleicht selber Mühe gibt oder sich erhofft hat, da ein besseres Verhältnis aufbauen zu können und man immer wieder an den Punkt kommt, wo man merkt, okay, das ist einfach sehr schwierig. Zu diesem Thema haben wir auch schon mal eine ähnliche Podcast-Folge aufgenommen. Diese nennt sich Konflikte lösen in der Familie. So können ihr Familienkonflikte zeitnah überwinden. Also, wenn das ein Thema ist, was euch betrefft, schaut gern mal in unserem, wie heißt denn das, Feed nach und oder nutzt halt die Suche. Egal, wo ihr den Podcast gerade hört, könnt ihr einfach suchen nach Lebensiderlisten, Familienkonflikte und dann solltet ihr diese Folge angezeigt bekommen. Und in der Podcast-Folge zeigen wir euch auch entsprechend, wie man Familienkonflikte löst und es gibt vielleicht noch mal andere Beispiele und Impulse als in dieser nun neueren Folge. Schauen wir uns mal an, wie man das lösen könnte, welche Ansätze gibt es. Zunächst mal ist es wichtig, das Gespräch mit dem Partner, der Partnerin zu suchen. Dass ihr erstmal intern unter euch darüber sprecht, dass die unguten Gefühle berichtet werden, dass man darüber spricht, welches Verhalten der Herkunftsfamilie verletzt einen denn. Der Schwiegerfamilie. Und dass da erstmal ein gewisses Verständnis, eine gewisse Empathie entsteht. Genau, weil das kann auch sein, dass der andere das vielleicht gar nicht bisher so gemerkt hat und man sich deshalb auch immer zurückgehalten hat, wenn man dachte so, ich möchte den anderen damit auch nicht verletzen, wenn ich das jetzt aussprechen würde, dann weiß ich nicht, wie das ankommen würde und der andere sieht das vielleicht ja nicht so, weil ihn scheint das ja nicht zu stören, was so in meiner Beobachtung ist. Und da sind wir wieder bei dem Thema, Interpretation, dass wir denken, wir wissen, was der andere denkt und wie der andere fühlt, aber so ist es nicht, wir müssen in den Austausch gehen und das wird gebraucht, damit man auch weiß, wo steht der jeweils andere. An der Stelle ist vielleicht auch für denjenigen, der dann so neu in die Familie reinkommt, eben auch alles rund um die Familie neu, während vielleicht der Sohn, die Tochter sich mit gewissen Dingen einfach arrangiert hat und gesagt hat, hab ich jetzt, ein paar Mal angesprochen, dass ich das nicht so gut finde, ist aber auch nicht meine Verantwortung, das zu ändern, muss ich irgendwie mit leben, höre ich vielleicht gar nicht mehr richtig hin oder das ist dann schon Normalität geworden, dann ist das für den anderen ja auf einmal neu. Und der spricht dann natürlich Themen nochmal neu an und sagt, Mensch, warum ist denn das so? Warum schimpften der da so stark über die Nachbarn und in was für einer Tonlage, das ja, kenn ich so ja gar nicht. Und auf einmal kommt eben dieses Thema, auf und das kann natürlich auch was in demjenigen machen, der sagt, ja, das hab ich eigentlich eher verdrängt, ich hab das auch schon ein paar Mal angesprochen, aber es ist nicht meine Baustelle, ich wohne da auch nicht mehr und ich kann nichts daran ändern. Ich finde immer, da schwingt so ein bisschen bei vielen das Gefühl mit, oha, ich guck mir mal meine Schwiegereltern an und dann guck ich mal oder überleg ich vielleicht, wie könnte denn mein Partner werden, wenn der nicht alt wird. Also da so die Angst zu haben, okay, wie ist der denn hier aufgewachsen, möchte der das auch so, wenn vielleicht Kinder später dazu kommen, dass man so spricht und also, wenn man eine neue Familie kennenlernt, dann hat man ja auch mal das Gefühl, man lernt den Partner nochmal neu kennen, ne? Man muss aber ja grundsätzlich sagen, es ist okay, wenn man unterschiedlich ist oder verschiedene Ansichten oder Werte hat, als die andere Familie oder auch die eigene Familie. Wichtig ist halt, dass es angenommen wird und dass es respektvoll miteinander umgegangen wird. Und man sich selber auch fragt, möchte ich das so für mich? Also möchte ich mit diesen Menschen wirklich den Kontakt haben, wie die Menschen untereinander vielleicht den Kontakt haben, weil die das so gewohnt sind. Bei Familie sucht man sich ja in dem Sinne nicht aus, sondern die ist ja erstmal da, hat aber ja nicht die Konsequenz, dass nur weil das meine Familie ist, ich zu allen Menschen einen mega engen Kontakt haben muss. Es geht auch wieder darum, Dinge anzusprechen, und dann zumindest in einen Toleranzbereich hinein zu bekommen, wenn das eben außerhalb dessen ist. Also wenn die Werte, Ansichten, Art und Weise mit bestimmten Themen umzugehen, außerhalb meines Toleranzbereichs liegen, dann ist halt die Frage, was können wir tun, lernen, verändern, damit das entsprechend im Toleranzbereich liegt. Und ich sage, das ist jetzt nicht meine, wahrscheinlich kriegt man es gar nicht hin, dass es voll gut wird, aber das ist jetzt in meinem Bereich so, dass ich sage, ist es für mich neutral oder ich kann es tolerieren, das passt so für mich. Weil man bräuchte, damit man es in einen guten Bereich bekommt, typischerweise sehr, sehr offene Eltern, Schwiegereltern, die sagen, Mensch, Coachings, Therapien, sich mit Persönlichkeitsentwicklung befassen, etwas Neues lernen, mich darauf einlassen, dass es heute andere Ansichten zum Thema Erziehung, Pädagogik, Psychologie gibt, als bei uns damals. Da brauchst du jemanden, der da sehr offen für ist. Schwierig wird es natürlich auch, wenn es jemand in der Familie ist, es müssen ja nicht mal Eltern und Schwiegereltern sein, wo man sagt, man hat nicht das Gefühl, dass man den Konflikt lösen könnte. Also, dass man das Gefühl hat, man bespricht das, das hatten wir ja auch gesagt, mit der Partnerin, aber dann wäre ja der nächste Schritt, Verletzungen mit der betroffenen Person zu lösen. Und das ist natürlich manchmal nicht leicht, weil wir ja bestimmte Bedingungen dafür brauchen. Wenn die nicht gegeben sind, dann bliebe einem natürlich noch dieses Innere auflösen, dass man selber für sich sorgen kann, muss aber wiederum dann natürlich damit rechnen, dass man im Zusammenkommen mit den anderen immer wieder auch neue Verletzungen entstehen, die man dann auch wieder immer innerlich für sich lösen kann. Das geht in einem gewissen Rahmen ganz gut, aber natürlich, je häufiger man Kontakt miteinander hat, je intensiver das ist, je intensiver auch die Verletzungen sind, desto schwieriger kann das werden und man natürlich auch für sich dann überlegt, möchte ich das? Im Zweifelsfall kann es gebraucht werden, dass man sagt, ne, da gibt es so viele Verletzungen, so viele Themen, keine Bereitschaft, das anzugehen und zu lösen, dass man dann die Tür schließt und sagt, okay, dann gibt es da keine Connection. Es ist für uns alle besser, wenn wir diesen Kontakt eben meiden, weil es gibt einfach keine verbindende Ebene. Vielleicht kannst du noch mal kurz was dazu sagen, was so die Voraussetzungen sind, um einen Konflikt lösen zu können. Das stammt ja wieder aus der System Empowering Methode und den fünf Voraussetzungen, die es gibt, also fünf sind es, wobei drei echte Voraussetzungen und zwei Dinge, die eher dabei unterstützen, das Ganze zu lösen. Also wir brauchen den Punkt, dass es für beide mal gut war oder gut genug war. Beide müssen ausgeglichen kraftvoll genug sein, das Herz und Schwerzeite ausreichend bei sich haben, entsprechend zu diesem Thema keine Prägung, sodass Trägerpunkte da sind, dass so alte Dinge mit hineinspielen und dann haben wir das Verursacher oder Mitverursacher für das Gefühl bekannt sein müssen. Wenn das da ist, dann kann man eben mit dem vierten Punkt sprachlich richtig, was im Kern aus der gewaltfreien Kommunikation kommt, das Ganze klären und lösen und dann eine neue Brille mitgeben. Also derjenige, der das Gefühl verursacht hat, sagt, wie er mit dem Wissen, dass es eben eine Verletzung macht, gehandelt hätte, damit diese Verletzung gar nicht erst entstanden wäre. Und wenn es beim anderen ankommt und er sagt, jo, das hätte mir geholfen, dann wäre alles gut gewesen, dann haben wir einen guten Punkt erreicht und dann sollte das Ganze nachhaltig gelöst werden. Du brauchst aber natürlich eben jemanden, der genau dafür offen ist und auch mit einem an den Punkt, wann war es mal gut gehen mag, die Dinge klärt, aber auch bereit ist dann sein Verhalten natürlich zu verändern, auch versteht, dass es nicht darum geht, jemanden als Mensch zu verändern, sondern nur das Verhalten anzupassen, auch zu sehen, dass das eben für das eigene Kind, wie auch das Schwiegerkind dann wichtig ist, weil ja eben das Gesamtverhältnis für alle darunter leiden wird, wenn eben einer von beiden sich da nicht wohlfühlt. Und dann geht es natürlich auch darum, immer wieder stimmige Kompromisse zu schließen. Also auch da ist es natürlich so, dass Kompromisse einen wichtigen Part einnehmen, eine wichtige Rolle spielen und aber auch an anderen Stellen es eben keine Kompromisse gibt, sondern einfach nur klare Vorgaben, an die Eltern sich zu halten haben, zum Beispiel, wenn es um die eigenen Kinder geht. Also da gibt es dann, so würde ich das sehen, keine Kompromisse bei manchen Themen, bei vielen ja, bei manchen Themen gibt es einfach nur eine klare Regel, die ich vorgebe, als Voraussetzung dafür, mit meinem Kind Umgang zu haben. Und wenn das nicht eingehalten ist, geht das nicht. Nehmen wir ein ganz klares Beispiel. Wenn jetzt meine Mutter auf meinen Sohn oder unseren Sohn aufpasst, dann sollte sie nicht alkoholisiert sein. Klare Regel. Wenn sie mit ihm Auto fährt, dann muss er natürlich angeschnallt werden und einen vernünftigen Kindersitz haben. Klare Regel. Da gibt es keine Kompromisse, da gibt es einfach nur klare Vorgaben. Und das ist eben bei manchen Themen so. Und das muss man eben auch durchsetzen und ansprechen und einhalten, Konsequenzen aufzeigen, das ist ja auch nicht so leicht. Und dafür, das ist ja in der Paarbeziehung dann ja auch wieder schwer, weil man muss sich dann ja abstimmen auch, was so die Grundpfeiler in der eigenen Kernfamilie sind oder als Elternpaar ja auch. Und dann auch, dass beide dann sozusagen diesen Wert, wenn wir jetzt mal nehmen, was du eben sagtest, dann auch verteidigen und sagen, so, das ist bei beiden uns gleich, da darf keiner einknicken. Und der eine sagen, ja, ach, mit dem Anschneiden, lass sie doch. Dann wird es halt dann wieder ein Thema in der Paarbeziehung. Braucht im ersten Schritt eben Klarheit zwischen euch als Paar, dass ihr dort an einem Strang ziehen könnt, die gleichen Dinge nach außen hin vertreten könnt. Das muss stimmig sein. Wenn das vor einem von beiden ein fauler Kompromiss ist und der macht das nur dem anderen zuliebe, dann, wie du schon sagst, dann wird das eben nicht, ähm, durchgesetzt werden können. Dann knickt man irgendwann ein, lässt das doch zu, wird weich, ne? Genau. Ich glaube, was auch ein Thema noch ist, ist dieser Sog aus der Herkunftsfamilie. Dass manche Menschen, und das ist auch so meine Erfahrung aus dem Coaching, sich immer noch sehr verpflichtet fühlen ihrer Herkunftsfamilie. Und dass das manchmal dann schwierig ist, wenn eine Partnerin zum Beispiel dazukommt, dass man sagt, wir haben unser neues System aufgebaut und das steht im Vordergrund. Und damit auch so ein bisschen den letzten Schritt der Abnabelung aus der Herkunftsfamilie macht. Und dass man aber immer noch so ein Gefühl hat, ja, das kann ich meinen Eltern nicht sagen, das wäre respektlos. Oder das mag ich meinen Eltern nicht sagen, weil die haben mich ja großgezogen. Wo der andere Partner dann sagt, ja, aber wieso, du bist jetzt ein erwachsener Mann oder erwachsene Frau, hat das doch nichts damit zu tun, dass deine Eltern jetzt alles falsch gemacht haben. Kannst es ja trotzdem deinen Eltern sagen. Ja, das ist manchmal so ein Reflex, der entsteht. Also einerseits bei Einzelcoachings merke ich das natürlich regelmäßig, dass jemand dann Themen berichtet aus der Kindheit und dann aber nochmal einwirft, ich hatte übrigens keine komplett beschissene Kindheit, meine Eltern sind nicht schlecht, wo man auch immer wieder denkt, das ist ja so nicht gedacht. Sondern es ist ja so, dass es eben bestimmte Verhaltensweisen und Situationen gab, die eben zu unguten Gefühlen oder auch Prägungen geführt haben, während viele, viele andere Teile gut gelaufen sind. Und dass es nie darum geht, Eltern als schlechte Eltern, schlechte Mutter, schlechter Vater auf Identitätsebene zu sehen, sondern zu sagen, grundsätzlich ist das meiste gut, aber es gibt ein paar Themen, die haben bei mir was gemacht. Und das wäre gut, wenn ihr dafür Verantwortung übernehmt. Und das ist eben dann so der Unterschied. Wenn euch das Thema betrifft und ihr merkt, Mensch, da haben wir untereinander immer mal Konflikte und wir kommen da nicht so richtig voran und ihr seid da offen für eine entsprechendes Coaching, dann meldet euch gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch und wir schauen dann mal gemeinsam, wie wir euch da unterstützen können. Ansonsten freuen wir uns, wenn ihr bei der nächsten Folge wieder dabei seid. Bis bald. Bis dann.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Grenzüberschreitungen in der Familie, wie ungeplante Besuche oder unangemessene Handlungen, führen zu Verletzungen und Konflikten in der Beziehung.
  2. Typische Konflikte entstehen über Erziehung, Manieren, Alkohol, Arbeitsrollen und kulturelle Werte, die unterschiedliche Ansichten und Druck ausüben.
  3. Mangelnde Kommunikation und fehlende Empathie verhindern, dass Partnerinnen und Partner einander verstehen und die Ursachen der Spannungen erkennen.
  4. Die Familie wirkt oft als „Gemeinschaft“, aber es ist nicht notwendig, sich vollständig mit allen Familienmitgliedern zu identifizieren oder zu vereinen.
  5. Es ist wichtig, klare Grenzen und Toleranzbereiche zu definieren, um Verletzungen zu minimieren und die Beziehung zu stärken.
  6. Lebenslang bestehende Prägungen aus der Kindheit können zu Widerstand gegen neue Ansichten und Abnabelung aus der Herkunftsfamilie führen.
  7. Eine gemeinsame, offene und respektvolle Kommunikation zwischen Partnerinnen und Partnern ist entscheidend, um Konflikte zu lösen und ein Vertrauen aufzubauen.
  8. In schweren Fällen ist es akzeptabel, den Kontakt zu reduzieren oder zu meiden, wenn keine verbindende, respektvolle Verbindung mehr möglich ist.

Summary:

In dieser Podcast-Folge behandeln die Lebensidealisten das Thema Harmonie zwischen der eigenen Familie und der Partnerfamilie. Konflikte entstehen häufig durch Grenzüberschreitungen, wie ungeplante Besuche oder unangemessene Verhaltensweisen, und werden durch unterschiedliche Werte und Überzeugungen verstärkt – beispielsweise in Fragen der Erziehung, Alkoholkultur oder Kinderbetreuung. Der Schlüssel liegt in der offenen, empathischen Kommunikation zwischen Ehepartnern: Beide müssen ihre Gefühle und Erfahrungen teilen, um Verständnis und gegenseitige Anerkennung zu schaffen.

Es ist wichtig, klare Grenzen zu setzen und Toleranzbereiche zu definieren, um konstruktive Abstimmungen zu ermöglichen. Besonders schwierig ist der Umgang mit alten Prägungen aus der Kindheit, die oft zu Widerstand gegen neue Familienstrukturen führen. Während einige Themen durch Kompromisse gelöst werden können, sind andere, wie bestimmte Kinderregeln oder Sicherheitsvorgaben, absolut klar und müssen durchgesetzt werden.

Der Weg zum Frieden erfordert Respekt, Selbstwahrnehmung und die Bereitschaft, gemeinsam zu wachsen – auch wenn es zu einem Teil der Beziehung führt, den man nicht weiter verfolgen möchte. Die Podcast-Redaktion schlägt vor, bei konkreten Problemen ein telefonisches Erstgespräch bei ihnen zu buchen, um individuelle Lösungsansätze zu finden.

FAQs

Typische Konflikte umfassen Erziehungswünsche, Manieren, Umgang mit Alkohol, Bewertungen von Jobs oder Sozialstatus, sowie Grenzüberschreitungen bei Familienaktivitäten wie Essen oder Hausarbeiten.

Grenzüberschreitungen wie ungeplante Besuche oder ungenehmigte Hausarbeit verletzen persönliche Räume und führen zu unguten Gefühlen, die sich im späteren Beziehungskontext widerspiegeln.

Man sollte zuerst ein offenes Gespräch mit dem Partner führen, um Empathie und Verständnis aufzubauen und gemeinsam zu klären, welche Verhaltensweisen verletzend waren.

Ja, es müssen beide Parteien bereit sein, ehrlich zu kommunizieren, sich gegenseitig verstehen, keine alten Prägungen mitbringen und sich einig sein, dass das Thema für beide wichtig ist.

Ein klarer Toleranzbereich hilft, dass beide Seiten verstehen, was für sie akzeptabel ist, und vermeidet, dass Verletzungen durch unangemessene Ansichten oder Werte entstehen.

Ja, wenn die Verletzungen zu groß sind und keine Lösung gefunden werden kann, ist es sinnvoll, den Kontakt zu reduzieren oder zu beenden, um das eigenes Wohlbefinden zu schützen.

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