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Handy als Beziehungskiller? Diese Maßnahmen retten eure Beziehung sofort!

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Handy als Beziehungskiller? Diese Maßnahmen retten eure Beziehung sofort!

Das Smartphone ist ein zentraler, aber komplexer Faktor in modernen Beziehungen. Es bietet praktische Vorteile wie Kommunikation und Organisationshilfen, aber kann auch zu Ablenkung, Distanz und emotionalen Verletzungen führen, insbesondere bei gemeinsamen Aktivitäten wie gemeinsamem Essen oder Abendveranstaltungen. Die ständige Nutzung verursacht ein Gefühl von Ausschluss, weil beide Partner nicht wirklich miteinander präsent sind. Dies führt zu Eifersucht, Misstrauen und dem Verlust von Zugehörigkeit und Anerkennung. Um dies zu vermeiden, empfiehlt sich die Schaffung klarer, bewusster Zeiten der ungeteilten Aufmerksamkeit, wie zum Beispiel das gemeinsame Abendessen im Flugmodus, oder die Einrichtung von Regeln wie „Bitte nicht stören“. Offene Gespräche über Inhalte, Nutzung und Gefühle sind entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Transparenz über die Nutzung des Geräts – beispielsweise durch die Aktivierung von Ortungs-Apps – stärkt das Vertrauen und entzaubert das Smartphone als „Büchse der Pandora“. Es ist wichtig, dass Paare eine individuelle, gemeinsame Regelung finden, die auf ihre persönlichen Werte und Bedürfnisse abgestimmt ist. Technologische Entwicklungen wie Smartwatches oder Brillen erfordern ebenso eine kritische Reflexion, um die Balance zwischen Nutzung und emotionaler Nähe zu gewährleisten. Die Lösung liegt nicht im Verbot, sondern im bewussten, ausgewogenen Umgang mit dem Gerät.

Transcription

3692 Words, 22551 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Folge bei den Lebensidealisten. Ja, in dieser Folge geht es um ein äußerst spannendes Thema, also eigentlich muss diese Folge viral durch die Decke gehen, weil das heutzutage fast jede Beziehung betrifft. Ist auch ein gewünschtes Thema, ne, von Instagram? Absolut. Handy als Beziehungskiller. Diese Maßnahmen retten eure Beziehung sofort. Ich bin Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise, hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Ein Handy kann einen hohen Stellenwert in einer Beziehung einnehmen, gerade wenn es ein Konfliktthema ist. Ja, es liegt heutzutage einfach auch daran, dass wir dauerhaft erreichbar sein wollen, dass wir viele Nachrichten verschicken, viele berufliche. Sachen schon über unser Handy regeln, wir kaufen ein übers Handy, wir buchen Urlaub übers Handy, Social Media, alles läuft über unser Handy. Und leider spielt das Smartphone auch in der Beziehung häufig eine wichtige Rolle. Wir zeigen euch, welche Sofortlösungen euch im Alltag helfen können. Genau, wir müssen sicherlich unterscheiden zwischen den Punkten, bei denen ein Smartphone eigentlich eine Erleichterung für uns im Alltag und vielleicht auch in der Beziehung darstellt. Und bei welchen Dingen ein Smartphone einfach hinbekommt. Einfach hinderlich ist. Also wir haben, als wir eben nochmal über die Folge sprachen, ja auch gesagt, Mensch, das gibt eigentlich ja auch so viele Bereiche, wo ein Smartphone total nützlich ist. Oder aber auch, du hattest das erwähnt, dass man immer so sagt, man daddelt im Smartphone. Und daddeln ist ja heutzutage sozusagen dann der Überbegriff für, ich kaufe was ein, ich bin beim Online-Shopping, ich mache meine Steuer. Ich mache meine Steuererklärung oder ich suche das Kochrezept für morgen raus. Also wir nutzen ja eigentlich mittlerweile fast kein PC mehr. Wir kriegen ja auch alle wichtige Informationen darüber. Also wenn ich jetzt überlege, unser Sohn im Kindergarten, da gibt es auch eine Gruppe für, eine WhatsApp-Gruppe, wo auch die wichtigen Informationen reingestellt werden. Also wir werden ja auch immer wieder animiert, unser Handy zu benutzen, damit wir aktuell auf dem neuesten Stand sind. Ja und es ist nicht mehr ganz so offensichtlich. Was ich damit jetzt mache. Genau. Weil es eben nicht mehr wie früher durch verschiedene Geräte getrennt war. Ja. Also da war irgendwie klar, das Telefon sorgt dafür, dass ich jetzt mit jemand anderem telefoniere. Also klinke ich mich gerade aus dem Gespräch sozusagen aus. Da musste man aber meistens recht aktiv hingehen, eine Nummer wählen und so weiter. Der Fernseher sorgt auch dafür, dass ich mich aktiv ausklinke, ist auch offensichtlich. Wenn ich dann wiederum damals zum PC oder zum Notebook gegangen bin oder es holen musste, dann wo, weil ich vielleicht, wenn ich in ein Rezept gucke, hat man darüber auch vielleicht kommuniziert und gesagt, ich gehe mal zum PC und gucke mal nach dem Rezept oder sowas. Und jetzt ist das alles vermischt, alles in einem Gerät drin. Fotos machen wir auch über sein Handy. Fotos ist der Fotoapparat geworden. Das Smartphone ersetzt ja inzwischen eine Vielzahl von Geräten, die man früher hatte. Ja, das ist auch eines der Probleme, dass man eben diese Vielzahl an Geräten ersetzt und eben dadurch nicht so offensichtlich ist. Und man hat das Handy immer bei sich. Was passiert? Man konzentriert sich manchmal weniger auf den Partner. Ja. Es gibt Situationen, bei denen es eben eine Verletzung macht, das Handy zu nutzen, weil es eben den Ausschluss macht. Typische Situation beim Essen. Abends auf der Couch finde ich auch, wenn einer ein Gespräch anfängt und der andere nimmt dann vor allem mal das Handy raus, weil er vielleicht eine Nachricht bekommen hat. Was auch immer, ist ja letztendlich egal, aber er nimmt das Handy hervor. Also haben wir ganz häufig in Coachings oder auch, wenn Fragen über die sozialen Kanäle, dass tatsächlich beim Essen das Smartphone aktiv genutzt wird, um irgendetwas zu machen. Spielen, Social Media Nachrichten gucken, was auch immer. Tablets, auch das ist ein häufiges Thema. Und dass tatsächlich auch in den Gesprächen das gemacht wird. Wir erleben das manchmal in größeren Runden, dass das auch, man sich eigentlich mit Freunden, Familie trifft und jemand lange Zeit am Smartphone ist und sich eigentlich damit aktiv ausklingt. Das macht eben diese Ablenkung aus und man ist bei Gesprächen abwesend. Und wenn wir jetzt auf unsere Lebensregeln schauen, dann sind Lebensregeln 1 und 2 damit häufig verletzt. Also Zugehörigkeit kein Ausschluss. Das macht einen Ausschluss. Und zweitens Anerkennung, Wertschätzung, Respekt. Wenn ich jetzt Paarzeit habe, Familienzeit habe, wenn ich mir bewusst Familie, Freunde oder so eigentlich einlade und ich klinge mich durch ein Smartphone aus oder durch ein Tablet, das verletzt für viele Anerkennung, Wertschätzung, Respekt. Ja, und das macht viele Menschen wütend, aber auch hilflos, weil man ja auch nicht genau weiß, für was nutzt der andere jetzt das Handy. Und es entstehen einfach ungute Gefühle. Also, dass es immer wieder zu Bauchschmerzen führt oder so, weil einer sagt so, jetzt ist schon wieder das Handy da. Man will den anderen ja auch nicht dauerhaft Maß regeln. Also, ich finde, das ist eine sehr gute Frage. Ich finde, man gerät ja dann auch oftmals in so eine Situation, dass der eine dann das Gefühl hat, ich bin so in einer elterlichen Position und sage dem anderen, er soll bitte das Handy wegpacken oder irgendwie anders sich beschäftigen, was auch immer. Und das ist ja eigentlich so eine Kommunikation, die nicht mehr so auf einer Augenhöhe ist, dass der eine den anderen Maß regelt. Ja, in der Folge häufen sich emotionale Verletzungen. Gerade so ein, wenn das täglich ist, wenn das täglich passiert, was ja häufig ist, weil das Smartphone zu nutzen ist ja für viele so eine Gewohnheit geworden, dass so ein dauerhafter Ausschluss entsteht, der zur Belastung wird. Auch so dieses Gefühl, gerade wenn man mit anderen Leuten schreibt, sind einem die anderen wichtiger als man selbst gerade. Ja, oder auch Misstrauen. Also, wenn jemand jetzt viel mit einer anderen Person schreibt, abends auf der Couch, man hat das Gefühl, okay, der schreibt schon wieder mit einer anderen Person, dann kann man vielleicht auch nicht lesen, mit wem schreibt er genau, was schreibt er genau. Also, dann entsteht immer mehr Misstrauen, dann hat man vielleicht das Gefühl, der andere fühlt sich emotional mit der anderen Person mehr verbunden, da ist mehr Austausch. Und dann ist halt so diese erste Linie oder der erste Schritt in die Eifersucht einfach auch schon gegeben. Manchmal ist es auch nicht unbedingt das Smartphone selbst, also, dass man überhaupt mit dem Smartphone schreibt gerade, sondern manchmal ist auch das, was man eben dort schreibt. Ich habe das bei einem Paar da, da ist zum Beispiel die Situation gewesen, dass die als Paar mit dem anderen Paar essen waren und irgendwann hat eine Arbeitskollegin oder Freundin von ihm einfach geschrieben, hey, was machst denn du heute? Und er hat geschrieben, ja, ich bin heute mit Freunden essen. Also, hat von ich bin geschrieben und hat nicht geschrieben, ich und meine Freundin oder meine Freundin und ich, wir sind gerade mit einem anderen Paar essen oder so. Und das führt bei ihr zu Ausschluss, das macht bei ihr Eifer, das macht bei ihr die Frage, warum schreibt er nicht, dass sie mit dabei ist. Nun gab es da auch Vorfälle, die eben diese Eifersucht beflügelt haben, aber nun ist es eben so, dass das dann, dass ich bin statt wir sind schon eine Verletzung macht. Und ich finde auch ganz viel, was ich immer wieder höre, sind auch irgendwelche Smileys, Zeichen, was auch immer. Die Bedeutung von Smileys. Genau. Smileys, Schicke und all die ganzen Sachen. Ja. Ja, macht man das. Keine tiefsinnigen Gespräche mehr. Also, durch diese Unterbrechung des Handys oder das Signal, wenn du, stell dir mal vor, du bringst abends unseren Sohn ins Bett, ich sitze schon vielleicht auf dem Sofa, bin schon dabei, die Elternzeit zu genießen sozusagen und du kommst dazu, ich habe das Smartphone in der Hand und lege es nicht beiseite, sondern lasse es einfach in der Hand. Was würde passieren? Entweder sprichst du es offen an, wenn das gut läuft, lege ich es weg und wir sprechen, wenn es schlecht läuft, sage ich, nö, gar keinen Bock, ich will jetzt wieder entspannen und du holst dein Smartphone auch raus und wir verbringen den Abend nebeneinander, aber nicht miteinander, beide am Smartphone. Und das ist eben was, was wir häufig von Paaren hören, dass die Abende genauso ablaufen. Dann wird ja auch immer wieder unterbrochen. Der Gedanke kann ja auch gar nicht tiefgründiger werden, weil ja, wenn wieder eine neue Nachricht reinkommt, der andere ja nur so eine geteilte Aufmerksamkeit einfach hat. Ja, kann ja manchmal auch ein Schutzmechanismus sein, weil wenn man sich vor tiefsinnigen Gesprächen schützen muss im inneren Gefühl, weil die häufig im Streit oder eskalationsmäßig ablaufen, dann möchte man sich vielleicht auch bewusst schützen. Also es kommt zu so einer Spirale von Eifersucht und Kontrolle dann, das dauert manchmal gar nicht so lange dann und man lebt sich als Paar sozusagen in der Nähe, immer mehr auseinander. Was natürlich dann auch den Gedanken ein bisschen verschärft, an Trennung zu denken. Dass man so überlegt, okay, möchte ich noch die nächsten zehn Jahre irgendwie so mit meinem Partner verbunden sein, dass der oder auch andersrum, dass sie abends hier mit dem Handy immer sitzt, dass ich so eine geteilte Aufmerksamkeit habe, möchte ich das auch vielleicht, dass mein Kind das so erlebt, dass immer ein Handy zur Hand ist. Genau. Wir haben in der letzten Folge über, über Nähe und Distanz gesprochen oder in der vorletzten Folge und, nee, genau, letzte Folge war Werte, vorletzte Folge war Nähe und Distanz und. Ein Smartphone schafft häufig Distanz. Es kann natürlich auch Nähe schaffen, wenn man jetzt den Tag getrennt voneinander verbringt. Der eine arbeitet dort, der andere dort und man schreibt sich zwischendurch mal, kann es Verbundenheit und Nähe machen. Aber in den Situationen zu Hause, wo man Zeit nebeneinander statt miteinander verbringt, macht es halt Distanz. Und wenn wir mal zurückblicken, was wir da besprochen haben, dann haben wir gesagt, es ist halt gar nicht so einfach manchmal Familie, also die Kinder, Familienzeit, Paarzeit, vielleicht Abendveranstaltungen, Arbeit, eigene Hobbys, die am Abend häufig stattfinden und dann Freunde und Familie treffen, alles unter einen Hut zu bekommen. Und wenn ich dann jetzt auch noch bei der wenigen Zeit, die manchmal als reine Paarzeit dann gerade als junge Eltern übrig bleibt, mit dem Smartphone verbringe, dann bleibt es so. Dann bleibt da nachher gar nicht mehr wirklich was übrig. In unserem Blogbeitrag Handy in der Beziehung, darum solltet ihr das Smartphone regelmäßig zur Seite legen, zeigen wir euch im Detail nochmal, welche Probleme und Folgen durch die starke Smartphone-Nutzung während der Paarzeit entstehen kann und welche Tipps ihr habt, um diese Herausforderung zu bewältigen. Was sind also Lösungen für den Alltag? Zeiten ungeteilter Aufmerksamkeit, also das, was man eigentlich ja als Paarzeit. Auch immer oder als Quality-Time hervorhebt, wo ihr euch austauscht, wo ihr das Handy bewusst zur Seite legt und ausstellt oder in den Flugmodus packt. Das betrifft vielleicht das gemeinsame Abendessen, dass man da ganz klar sagt, Handys im Flugmodus oder nicht erreichbar, dass man die ganz bewusst eben weglegt und seinen Platz dafür hat. Oder man kann ja auch, wenn man zum Beispiel jetzt sagt, ja, aber ich möchte gerne erreichbar sein, weil man, sag ich mal. Wenn man einen Krankheitsfall in der Familie hat, also manchmal gibt es da Situationen, wo man sagt, es macht bei mir einfach ein ungutes Gefühl, das Handy auszuschalten oder so. So haben wir das ja zum Beispiel, dass ich eine Nummer einfach gespeichert habe mit einem anderen Klingelton, dass man sozusagen da auch sagt, okay, wenn, dieser Klingelton kommt halt immer dann durch, ne? Ja, genau. Es gibt ja neben dem Flugmodus auch eigentlich noch den Bitte-nicht-stören-Modus, der vielleicht ein bisschen entspannter ist und dann haben die Smartphones, Android wie iPhones die Möglichkeit zu sagen, bestimmte Kontakte dürfen auch durch dieses Bitte-nicht-stören durchkommen und wenn die anrufen, möchte ich schon informiert werden und soll das Handy klingeln. Aber sowas letztendlich in irgendeiner Art und Weise für sich zu finden und einzuführen zu bestimmten Zeiten, das macht total Sinn. Für uns ist das das gemeinsame Abendessen zum Beispiel, weil allgemein immer eigentlich werden wir gemeinsam essen, ob das am Wochenende Frühstück ist oder so. Das ist immer eine Zeit, wo das Smartphone keinen Platz hat. Das andere ist eben, wenn man sagt, man möchte sich abends Zeit zu zweit nehmen. Also wir haben ja eben die Situation beschrieben und die findet ja, die kommt ja auch regelmäßig vor. Einer von uns beiden bringt unseren Sohn zu Bett, der andere, der ist dann vielleicht, hört eine Podcast-Folge, schaut was im Smartphone oder guckt vielleicht fern. Aber in dem Moment, wo der andere dazukommt, wird egal, was wir gerade mit der Mediennutzung machen, ausgeschaltet. Dass der Fernseher ist, der wird ausgeschaltet, das Smartphone wird beiseite gelegt und in dem Moment gucken wir, dass wir miteinander sprechen, dass wir gucken, was für uns wichtig ist, dass wir Themen klären, ob das eine Sonntagsplanung ist oder so. Und all die ganzen Sachen, die so gebraucht werden, Emotionen, Verletzungen lösen, Wünsche äußern, Ziele besprechen, den Tag reflektieren, sich einfach so mal austauschen, schauen, was hat mit dem Sohn gut geklappt, was hat nicht so gut geklappt, was hat zwischen uns gut geklappt, was wollen wir morgen machen. Also das gibt ja genug Themen. Und nochmal vielleicht besondere Dinge auf der Arbeit kurz mal besprechen und so weiter. Also, dass man einfach so diese Kommunikation hat, ohne gestört zu werden. Dann ist auch wichtig, offener über das Smartphone zu sprechen. Also, wenn ich das Gefühl habe, das Handy macht bei mir ein ungutes Gefühl, also so typische Situation, einer schreibt ganz lange, die ganze Zeit mit einer Person und man denkt, wer ist die Person, was auch immer oder was schreiben die, dann dies auszusprechen. Also die Bedenken aussprechen, zum Beispiel die Eifersucht auszusprechen und dann die Klarheit schaffen, weil es kann ja auch sein, dass es jetzt der Vater, die Mutter ist und es die ganze Zeit in so einem Ping-Pong-Spiel darum geht, was essen wir am Wochenende zusammen oder der Arbeitskollege, der noch am nächsten Tag in Urlaub geht, der nochmal, denen nochmal vier Sachen eingefallen sind, die er nochmal schnell mitteilen wollte, aber das alles nimmt sozusagen, man kann die Schärfe nehmen, indem man darüber Klarheit schafft, was los ist. Damit das ungute Gefühl einfach da auch nicht so unterschwellig im Raum stehen bleibt, sondern ausgesprochen wird und der andere das dann auch die Verantwortung dafür nehmen kann und der andere auch merkt, okay, jetzt finde ich hier langsam mal zum Ende in der Unterhaltung. Klarheit natürlich auch in der Form, was schreibt man überhaupt oder was macht man überhaupt, also zum Beispiel kann es ja auch dadurch einen Konflikt über das Smartphone geben, wenn ich jetzt in meinem WhatsApp-Status ein Bild von meinem Sohn poste. Wo das Gesicht zu sehen ist, bei anderen Paaren ist das völlig okay, wir wollen das nicht, aber das muss klar sein, wenn das nicht klar ist und du machst das und ich will das nicht, gibt es einen Konflikt. Also auch diese Dinge, die nächste Folge wird sein, glaube ich, Social Media und Beziehungen und da geht es ja auch genau darum, diese Klarheit zu schaffen, was ist auch in sozialen Kanälen, das, was wir als Familie zeigen wollen und was wollen wir als Familie eben gerade nicht zeigen und da ist natürlich auch, letztendlich häufig der Smartphone das Gerät, was eben genau diese Dinge produziert, die man dann vielleicht mal nicht wählen kann. Dieses durch Klarheit das Entzaubern, Entschärfen, genau, bei vielen ist immer das Gefühl, das Smartphone des anderen, das ist so die Büchse der Pandora irgendwie, das darf nicht geöffnet werden. Also wir erleben das, die Pins sind nicht bekannt, man darf nicht reingucken, man darf nicht raufgucken, das Handy wird weggehalten, wenn der andere gucken will und all die ganzen Sachen und das haben wir bei uns zum Beispiel völlig entzaubert, dieses ganze Thema. Das sind die Pins des anderen, man darf jederzeit draufgucken, man könnte jederzeit reingucken, wir haben unsere Ortungs-App aktiviert und können uns orten, wenn wir wollen, das ist für uns einfach egal. Es gibt keine Geheimnisse, wir wissen nach außen hin, auch Freunden gegenüber ist kommuniziert, hey, was du mir schreibst, kann mein Mann sehen, was du mir schreibst, kann meine Frau sehen, was du mir sagst, das muss, auch wenn es im Vertrauen ist, muss dir klar sein, die Ebene der Partnerschaft ist bei uns höher, das vertrauen wir uns an, da gibt es die Geheimnisse nicht und damit sind ganz viele Dinge sofort klargestellt und es gibt gar nicht die Situation bei uns, dass irgendetwas bei mir auf dem Handy sein kann, was du nicht sehen darfst, die Situation entsteht nicht, dadurch gibt es um das Handy gar kein Mysterium, es ist einfach völlig entzaubert. Dritter Punkt, Systemgesetzverletzungen auflösen. Also wenn das schon mal dazu gekommen ist, dass eben Situationen mit dem Smartphone bei euch emotionale Verletzungen gemacht haben, gilt es das auszusprechen und zu klären. Genau. Und was wir noch als Punkt auch haben, was ich finde auch sehr wichtig finde, diese Kleinveränderungen im Alltag. Also hatten wir vorhin schon gesagt, zu Hause Ton aus oder was ich auch echt eine gute Idee finde, das hattest du. Vor einiger Zeit, also schon länger her eigentlich, mal bei uns zu Hause eingeführt, diesen Platz für das Handy auf der Kommode im Flur. Ja, mittlerweile ja auch die kombinierte Ladestation, wo man es drauf legt, aber dass man eben, so wie man das Schlüsselbrett hat, haben wir sozusagen unsere Handyablage und da kann das Handy abgelegt werden. Aber auch zu überlegen, also wir haben jetzt da so ein Stück weit über die negativen Aspekte gesprochen, es gibt natürlich auch sehr, sehr viele Situationen, in denen das Handy… Eben förderlich für die Beziehung sein kann und auch förderlich für Gespräche sein kann und das sollte trotzdem möglich sein. Darüber sollte man sich eben auch verständigen, in welchen Situationen ist ein Smartphone total hilfreich. Wir haben das zum Beispiel so, dass ich manchmal das Smartphone raushole und tippe einen Impuls weg, der im Gespräch gekommen ist, weil ich das dann in meiner To-Do-App oder so drin habe und am nächsten Tag, wenn ich hier mein MacBook öffne, dann sehe ich das in meiner To-Do-App. Und kann mich dann darum kümmern. Das sorgt bei mir dafür, dass ich eben in diesen Impuls nicht gedanklich weiter einsteige, aber auch keine Angst habe, den zu vergessen und deswegen mir das eintrage und dann kann ich den Gedanken wieder loslassen und bin wieder voll beim Gespräch. So kann man das positiv nutzen. Oder wir haben das bei der Sonntagsbesprechung, dass du das dann rausholst und guckst mal nach einem Rezept. Und das sind alles so Dinge, die sind natürlich jetzt super einfach. Also wir haben das auch mal, dass wir auch mal vielleicht… Also es gibt so viele Alltagssituationen oder auch wenn Großeltern weiter weg wohnen, dass man mal ein Foto schickt und das kann ja auch ein gutes Gefühl machen, Verbundenheit. Und ich glaube auch, dass ja auch das Handy die nächsten Generationen immer mehr beeinflussen wird und dass das einfach auch zu unserem Alltag dazugehört und es keine Strategie ist, es zu verbarren. Oder es nur als negativ darzustellen. Man muss halt das Maß für sich finden und man muss eine Absprache finden, dass sich das für beide Seiten gut anfühlt. Und das kann auch unterschiedlich sein. Das, was sich für uns gut anfühlt, muss sich für euch überhaupt nicht gut anfühlen. Das muss jede Familie, wie bei ganz vielen anderen Themen auch, den eigenen Weg finden. Und ich glaube, das gilt für jedes neue Gerät, was so entsteht und für jede neue Technologie, die entsteht. Das war beim Fernseher so. Das war so, als das Internet dazugekommen ist und man sich darüber unterhalten hat, wie man eben diese Mediennutzung jetzt den Kindern beibringt und wie man auch selber damit umgeht. Dann ging es jetzt beim Smartphone darum, das ist bei der Watch genauso, wenn du eine Smartwatch hast, ist die störend, weil dauernd Nachrichten hochploppen. Hatten wir. Ich habe die Smartwatch bei mir gehabt. Dann dauern im Gespräch, das Handy war weg, aber dann kommen dauernd die Nachrichten auf der Watch und man guckt drauf. Und nur dieses kurze Draufgucken hat bei dir ein ungutes Gefühl gemacht, weil ich mich damit auch aus dem Gespräch kurz ausklinke. Also haben wir es verändert. Ich habe jetzt wieder meine alte Uhr, ohne Smartgeschichten, weil ich es sowieso auch für mich schöner finde. Und du hast jetzt die Smartwatch, aber du hast alles ausgeschaltet, was eben an Nachrichten, du nutzt es quasi als Tracker für Schritte, für Sport und so weiter und als Uhr. Ja, aber zum Beispiel, positives Beispiel, Smartwatch, eine Freundin von uns, die vormittags arbeitet, sagt, sie ist sehr froh, aber falls der Kindergarten anruft, sieht sie das auf der Uhr. Hat kann nicht das Handy im medizinischen Bereich, sag ich mal, irgendwie immer so dicht bei sich haben, hat aber dann, sieht den Anruf, kann schnell zurückrufen. Also jede Technik hat natürlich auch hier Vorteile. Dass man eben mit diesen smarten Brillen dann macht und nicht macht und wie man so eine smarte Brille gut nutzt oder nicht nutzt, weil man dann ja nicht mal mehr mitbekommt, ob der andere sich gerade ausklingt und vielleicht gerade die Nachrichten liest, aber einen anguckt dabei, gefühlt, oder nicht. Also da kommen wir dann in die nächste Stufe vielleicht hinein. Das heißt, letztendlich jede neue Technologie, jedes neue Gerät muss da immer für sich betrachtet werden und jedes Paar und jede Familie muss da immer für sich betrachtet werden. Und jede Familie muss für sich da einen optimalen Umgang mitfinden, der für das Paar und die Familie hinderlich statt förderlich wirkt. Ja. Das war ein schöner Abschlusssatz von dir. Dann verabschieden wir uns bis zur nächsten Folge. Bis zum nächsten Mal. Ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das Smartphone spielt in der Beziehung eine doppelseitige Rolle
  2. Die ständige Nutzung führt zu einem Gefühl von Distanz, da beide Partner nicht wirklich miteinander präsent sind, was Zugehörigkeit, Anerkennung und Respekt verletzt.
  3. Eifersucht und Misstrauen entstehen, wenn Partner Nachrichten mit Dritten austauschen, ohne das gegenseitige Engagement zu kommunizieren oder die Involvierung zu klären.
  4. Klare Gesprächszeiten und bewusste Zeiten der ungeteilten Aufmerksamkeit, wie das gemeinsame Abendessen oder das Bettruhezeiten, helfen, emotionale Verbindung und Vertrauen aufzubauen.
  5. Die Einführung von Regeln wie Flugmodus oder „Bitte nicht stören“ ermöglicht eine konsistente und respektvolle Nutzung des Smartphones.
  6. Die Klarheit über Inhalte in sozialen Medien und die Offenheit über den persönlichen Nutzungsrahmen verhindern Ungewissheit und Entzündung von Gefühlen.
  7. Das Entzaubern des Handys durch vollständige Transparenz, wie z. B. die Aktivierung von Ortungs-Apps, stärkt das Vertrauen und reduziert Mysterien.
  8. Es ist wichtig, dass Paare eine individuelle, bewusste Absprache über die Nutzung des Smartphones finden, die auf ihre Bedürfnisse und Werte abgestimmt ist.

Summary:

Das Smartphone ist ein zentraler, aber komplexer Faktor in modernen Beziehungen. Es bietet praktische Vorteile wie Kommunikation und Organisationshilfen, aber kann auch zu Ablenkung, Distanz und emotionalen Verletzungen führen, insbesondere bei gemeinsamen Aktivitäten wie gemeinsamem Essen oder Abendveranstaltungen. Die ständige Nutzung verursacht ein Gefühl von Ausschluss, weil beide Partner nicht wirklich miteinander präsent sind.

Dies führt zu Eifersucht, Misstrauen und dem Verlust von Zugehörigkeit und Anerkennung. Um dies zu vermeiden, empfiehlt sich die Schaffung klarer, bewusster Zeiten der ungeteilten Aufmerksamkeit, wie zum Beispiel das gemeinsame Abendessen im Flugmodus, oder die Einrichtung von Regeln wie „Bitte nicht stören“. Offene Gespräche über Inhalte, Nutzung und Gefühle sind entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden.

Die Transparenz über die Nutzung des Geräts – beispielsweise durch die Aktivierung von Ortungs-Apps – stärkt das Vertrauen und entzaubert das Smartphone als „Büchse der Pandora“. Es ist wichtig, dass Paare eine individuelle, gemeinsame Regelung finden, die auf ihre persönlichen Werte und Bedürfnisse abgestimmt ist. Technologische Entwicklungen wie Smartwatches oder Brillen erfordern ebenso eine kritische Reflexion, um die Balance zwischen Nutzung und emotionaler Nähe zu gewährleisten.

Die Lösung liegt nicht im Verbot, sondern im bewussten, ausgewogenen Umgang mit dem Gerät.

FAQs

Ein Smartphone kann Ablenkung verursachen und den Ausschluss des Partners bewirken, was zu Verletzungen im Bereich Zugehörigkeit und Anerkennung führt, besonders bei gemeinsamen Aktivitäten wie Abendessen.

Beim Essen nimmt jemand oft das Smartphone aus der Tasche, was die Gespräche unterbricht, die Aufmerksamkeit verringert und eine Gefühl von Abwesenheit und Verletzung verursacht.

Man kann klare Zeiten für ungeteilte Aufmerksamkeit definieren, zum Beispiel beim gemeinsamen Abendessen, und das Smartphone im Flugmodus oder bewusst zur Seite legen.

Der 'Bitte-nicht-stören'-Modus ermöglicht es, bestimmte Kontakte zu priorisieren, sodass man bei wichtigen Anrufen informiert wird, ohne ständig unterbrochen zu werden.

Wenn jemand lange Zeit mit einer anderen Person kommuniziert, entsteht das Gefühl, dass der Partner emotional mit der anderen verbandelt ist, was zu Eifersucht und Misstrauen führt.

Durch offene Gespräche über die Inhalte und Bedeutung von Nachrichten, wie z. B. Fotos im WhatsApp-Status, und klare Vereinbarungen darüber, was als Familien- oder Beziehungsgeheimnis gilt.

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