Go back

Gute Absicht im Miteinander: Darum ist der Perspektivwechsel ein Gamechanger für eure Liebe! - Interview mit Birgit #256

0m 0s

Gute Absicht im Miteinander: Darum ist der Perspektivwechsel ein Gamechanger für eure Liebe! - Interview mit Birgit #256

In diesem Podcast diskutieren Paartherapeuten Florian und Birgit über die Bedeutung der guten Absicht im Miteinander, das als Grundlage für glückvolle, harmonische Beziehungen dient. Anstatt Verletzungen auf böse Absicht zurückzuführen, wird betont, dass sie oft durch unbewusste Mangelgefühle und alte Systemgesetze entstehen. Der Kern der Methode liegt in der Frage „Wann war es mal gut?“, die eine emotionale Neutralität schafft und die Ursachen von Konflikten tief in die Vergangenheit reicht. Das Eisbergmodell zeigt, dass 80 Prozent der Handlungen unbewusst sind – daher ist ein tiefgründiges Verständnis von Absichten notwendig. Ein stabiles Fundament, das durch gegenseitige Verantwortung und Anerkennung entsteht, ist die Voraussetzung für nachhaltige Veränderungen. Ohne Fundament werden Verbesserungen nur kurzfristig und auslaufend. Das Gespräch zeigt, dass Verhaltensänderungen wie das Ausräumen des Geschirrspülers oder eine neue Beziehung nur dann erfolgreich sind, wenn die tieferliegenden Verletzungen identifiziert und gelöst werden. Die Methode erlaubt es, aus der „Konfliktspirale“ herauszukommen und eine neue, gestärkte Beziehung zu entfalten. Dazu gehört auch das regelmäßige Reflektieren von „Wann war es mal gut?“, um die Wurzeln von Verletzungen zu erkennen und langfristig zu heilen. Die Wunschbeziehung ist nur möglich, wenn das Fundament stabil ist – eine Erkenntnis, die über viele tägliche Situationen hinausgeht und in den größeren Lebensbereichen wie Eltern-Kind-Beziehungen oder Freundschaften anwendbar ist.

Transcription

7857 Words, 47703 Characters

German
Dass der Mann sich hingesetzt hat und überlegt hat, was könnte ich denn heute machen, damit meine Frau Enttäuschung erlebt. Ah, ich könnte den Geschirrspüler nicht ausräumen. Das wird sie richtig ärgern, wenn sie nach Hause kommt. Da haben wir auch das Eisbergmodell, also 20 Prozent von dem, was wir tun, ist bewusst, 80 Prozent unbewusst. So, jetzt stelle man sich vor, man soll jemanden, auf dem man gerade akut wütend vielleicht ist, ein Händchen halten. Ich mag doch niemanden berühren und mit jemandem Zeit verbringen, harmonische Zeit, auf den ich gerade wütend bin. Willkommen im Podcast der Lebensirrlisten. Mein Name ist Florian. Mein Name ist Birgit. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise, hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung. Heute sind wir im Podcast zusammen mit Birgit Stadliner. Birgit ist eine Coachin bei uns im Team. Wir wollen uns über die gute Absicht im Miteinander unterhalten, was natürlich wahnsinnig spannend ist. Insbesondere bei vielleicht so Themen wie Freizeit. Fremdgehen, Affäre, wo man sofort innerlich ein rotes Ausrufezeichen spürt, vielleicht einen Blitz durch den Körper leitet und man sich fragt, wo soll denn da bitte die gute Absicht sein? Das ist absolut unvorstellbar. Deswegen wollen wir uns heute einem Perspektivwechsel widmen, denn das kann der echte Game Changer sein. Nicht nur in diesen großen, dramatischen Verletzungen, sondern auch in den kleinen Themen, die im Alltag passieren. Ja, Birgit, Verhalten resultiert immer aus einer guten Absicht heraus. Unser erstes großes Thema, unser erster großer Glaubenssatz, den wir uns dann auch bei uns im Beziehungstraining immer anschauen, weil es so eine ganz elementare Basis für uns ist, Verletzungen lösen zu können. Also deswegen greifen wir es im Coaching ganz häufig auf. Warum hast du gesagt, das ist ein tolles Thema für unseren Podcast? Ich habe ja eine Vision und diese Vision dieser Versöhnung mit uns selbst und dem Miteinander. Und die Basis? Das ist die Erkenntnis hinsichtlich der Absicht des guten Miteinanders. Das ist eigentlich sehr elementar, weil es hat eben mit uns und mit unserem Erhalt zu tun. Das macht man sich vielleicht manchmal gar nicht so bewusst. Wir haben alle eine Intention, unser eigenes System zu erhalten. Also das heißt, so etwas Elementares wie wir müssen schlafen, wir müssen essen, um weiterleben zu können. Und das ist eben mit anderen Worten die gute Absicht. Die wir haben. Und die wird natürlich dann aufgrund unserer Zivilisation, den Prägungen, die wir haben, in ganz viele unterschiedliche Bilder gesteckt. Und deswegen ist das eins der wesentlichen Punkte in unserem Coaching, dass wir da ein Bewusstsein dazu entwickeln. Nehmen wir mal so ganz alltägliche Beispiele vielleicht erstmal. So ein Klassiker im Podcast. Im Gespräch mit Paaren ist ja immer, der Geschirrspüler ist nicht ausgeräumt. So jetzt kommt die Frau nach Hause, guckt dann auf den Geschirrspüler. Der Mann hätte das so tun sollen. Das war so die Erwartung. Und jetzt guckt sie drauf, dass es nicht passiert und fragt sich, was ist die gute Absicht? Wie würdest du antworten? Ja, wie würde ich antworten, was die gute Absicht ist? Also in dem Sinne, dass ich erstmal frage, versuche so neutral wie möglich zu fragen, warum ist der Geschirrspüler nicht ausgeräumt? Warum ist der Geschirrspüler nicht ausgeräumt? Wir hatten es vereinbart. Und dann bekommt man auf jeden Fall eine Antwort, was der Grund dafür ist. Was quasi seine Absicht gewesen ist, seine Handlungsabsicht, warum er nicht dazu gekommen ist, ihn auszuräumen. Dann hat man auf jeden Fall schon mal eine Information. Und auch die gute Absicht eigentlich mit dabei, denn das versteht man häufig falsch. Die gute Absicht ist ja im Mindestmaß für mich selbst. Und es geht bei der guten Absicht ja darum, wenn der Geschirrspüler nicht ausgeräumt ist, dann hatte derjenige eine gute Absicht, weil ihm ist irgendwas dazwischen gekommen. Was wichtiger war, vielleicht sogar auch für die Frau, vielleicht aber auch nur für ihn selbst. Aber wenn man das umdreht, dann wird die Intention nicht gewesen sein, mit böser Absicht, dass der Mann sich hingesetzt hat und überlegt hat, was könnte ich denn heute machen, damit meine Frau Enttäuschung erlebt. Das wird nicht passieren. Also es heißt, es gab keine böse Absicht für den anderen, sondern es gab eine gute Absicht, mit aber der negativen Folge, dass sie vielleicht ein Störgefühl erlebt hat, eine Unstimmigkeit, sich vielleicht sogar verletzt fühlte, sich ärgert, traurig, Enttäuschung erlebt. Es ist ja auch so, es sind ja meistens Wiederholungen. Also wir sprechen ja hier in diesem Augenblick von Wiederholungen im Alltag, weil wenn der Mann jetzt einmal vergisst, den Geschirrspüler auszuräumen, dann ist das nicht so. Dann würde man es nicht thematisieren. Es sind ja meistens Wiederholungen. Und dadurch kommt es ja dann, dass wir genau in diese Spirale geraten, von der du gerade eben gesprochen hast, dass wir eine Absicht unterstellen. Also wir geben dem anderen gar nicht mehr den Raum zu erklären, was denn die Intention dahinter gewesen ist. Also was jetzt eben die gute Absicht, meine eigene gute Absicht gewesen ist. Und das ist die Problematik. Wir sind nicht mehr im Dialog. Ja, aber die Wiederholung. Die Wiederholung formt sich eine Brille. Die Brille kann dann vielleicht sein, deswegen auch die Enttäuschung. Ich bin nicht wichtig genug, weil ich habe mir gewünscht und erwartet, dass du den Geschirrspüler aufräumst. Also im Kern geht es ja selten um den Geschirrspüler an sich, sondern eher um mich, dass ich gesehen werde. Und da sind es ja auch echt die Feinheiten. Weil wenn man jetzt die Frage so formulieren würde, wenn man jetzt davon ausgeht, er hat es vergessen, du hast vergessen, den Geschirrspüler auszuräumen, ist schon ein großes Problem. Weil vielleicht hat derjenige es gar nicht vergessen, sondern bewusst nach hinten geschoben in der Prio und gesagt, nein, ich habe es nicht vergessen, ich wollte das ja gleich noch machen. Wenn die Brille aber stark ist, dann sagt die Frau, ja, ja, ist klar, wolltest du gleich noch machen, hätte ich auch gesagt. Genau, genau. Und da sieht man eben, wie tief das geht. Also wirklich, du hast jetzt gerade eben gesagt, Anerkennung. Da sind wir bei den Systemgesetzen. Und wir sind ja immer bei den ersten Dreien. Also egal, ob das jetzt der Geschirrspüler ist oder ob das wirklich ganz andere Verletzungen sind, die dann auch spektakulärer im Außen sind. So die Zahnpastatube ist dann immer so am unspektakulärsten. Aber es geht eben immer in die Tiefe. Und da gilt es dann eben, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln. Ja, wenn wir über spektakuläre Verletzungen im Außen sprechen, da sind wir ja meistens dann bei Fremdgehen, Affäre. Wenn wir jetzt auf die Systemgesetze schauen, Systemgesetz 1 besonders drastisch verletzt, Zugehörigkeit kein Ausschluss, weil die meisten Paare sich ja auf Monogamie committed haben. Und das dann nach dem Ausschluss, nach dem Aussprechen der Trennung einseitig, ist ja Fremdgehen, Affäre der stärkste Ausschluss und für die meisten Paare eben dadurch existenziell oder zumindest für das Liebespaar maximal bedrohlich. Wie könnte man da über die gute Absicht philosophieren und nachdenken? Was für Blickwinkel könnte es da geben? Ja, also mir fällt jetzt gerade im ersten Augenblick ein, für viele Paare ist es dann in dem Augenblick absurd, dass man sagen kann. Und da empfinde ich, dass man halt die Methode. Also du meinst absurd, dass man überhaupt den Blickwinkel einnehmen kann. Also es ist doch erstmal, dass man sagt, hallo, wie kann sowas gut sein? Also wie kann mein Partner dahinter eine gute Absicht gehabt haben? Weil dieses Gut mit Positiv belegt ist und das andere eben auch, man selber fühlt sich ja als Opfer, man fühlt sich ja als derjenige, der verletzt worden ist. Und dann soll man auch noch einen Blickwinkel einnehmen, der ins Positiv, also das Absurdeste, da geht es ja eigentlich fast gar nicht. Und ich sage mir, das ist eben das Tolle an der Methodik vom Hanseatischen Institut, mit dem wir arbeiten, mit der Methodik, wir schaffen emotionale Neutralität, indem wir sagen, wir gehen an einen Punkt, wo wir diese Haltung wieder einnehmen können. Und das ist eben diese Frage, wann war es mal gut? Also das sind diese beiden Schlüsselmomente. Das eine eben die gute Absicht, die essentiell ist und das andere eben, sich wieder in die Lage versetzen zu können. Ja, eine gute Absicht sehen zu können, heißt nicht, dass die Situation weniger verletzend wird. Das heißt nur, dass man sich selbst in die Lage bringt, die Verletzung auch zu lösen, dass das Gefühl neutral wird, was nicht gleichzusetzen ist mit, man vergisst, was passiert ist. Das bleibt natürlich vollständig erhalten, sondern das Gefühl dahin formt sich anders, sodass das für uns neutral und damit akzeptierbar wird, die Situation, wie sie ist. Und dann kann man eben gucken, was ist die eigentliche Ursache? Wann war es mal gut? Ja, ja, wir haben ja, wir verwenden ja häufig auch Beispiele aus dem Verkehrs, also aus dem Verkehr und nehmen dann auch immer dieses Handzeichen. Und da habe ich mir überlegt, ja klar, wenn ich zu dem Menschen, der vor mir fährt, der mich geschnitten hat, keine emotionale Verbindung habe, dann ist dieses Handzeichen für mich natürlich sehr, sehr neutral, weil es gibt mir das Zeichen der Anerkennung. Ah, ich habe gesehen, tut mir leid. So ist das aber mein Nachbar und ich weiß genau, wie der fährt, nützt das Heben, dass der Hand auch nichts mehr. Also weil ich sofort und ich glaube, dass damit kann man so ein bisschen auch, dass es ist, es nutzt nichts mehr, so weil man eben schon diese Brille auf hat und die lässt kaum mehr Platz für andere Perspektiven und so. Vielen Dank. schaffen wir eben durch die Methodik wieder die Möglichkeit, dass neue Perspektiven entstehen können. Klar, mit dem Nachbarn habe ich gestern über die Hecke gestritten und meine Brille sagt mir, dass der mich jetzt mal voller Absicht geschnitten hat, weil der ja wütend auf mich ist wegen der Hecke und entsprechend bringt das Handzeichen nichts mehr. Beim Fremdgehen, bei den Affären, da muss man häufig erstmal an den Punkt kommen, um die gemeinsame Ursache zu sehen in der Form, dass ein Fremdgehen ja gerade ab den 30ern nicht mehr passiert, weil man ein sexuelles Abenteuer sucht, sondern normalerweise, weil ein Mangelgefühl entstanden ist. Dieses Mangelgefühl hat man ja über Jahre hinweg in der Beziehung aufgebaut und da können dann typischerweise beide den Anteil sehen, warum sich einer von beiden überhaupt dafür geöffnet hat. Manchmal noch in Kombination mit Prägungen aus der Kindheit, dass man eh einen Liebesmangel, einen Anerkennungsmangel schon mitbringt und dann ist es aber natürlich so, dass die Entscheidung, ich gehe jetzt fremd und ich, ich habe ja verschiedene Stufen, wo ich aussteigen könnte. Ich habe mehrere Instanzen, wo mein Gewissen sagen könnte, nee, jetzt gehe ich nicht weiter. Das ist das, was in der Verantwortung dann voll bei dem einen bleibt. Und das muss man unterscheiden und kann dann die gute Absicht sehen. Die gute Absicht ist dann nämlich nachher das Ausgleichen des eigenen Mangelgefühls, was über Jahre so stark geworden sein muss, dass ich wissentlich hinnehme, dass da auf der anderen Seite Verletzungen entstehen. Es ist ja so, es entsteht aus einer inneren Not, so könnte man das eben auch sagen. Also man kann es als Mangel bezeichnen, man kann es aber auch als Not. Und wir versuchen uns ja immer wieder in die Balance zu bringen. Also das ist auch ein Wesenskern der Intention der eigenen Systemerhaltung, also der guten Absicht, im Mindestmaß sich selbst gegenüber. Und darüber versuchen wir eben, eben diesen Druck, diese innere Not auszugleichen. Und das kann eben auch passieren, indem wir uns die Bedürftigkeit, die wir haben, außerhalb der Partnerschaft suchen. Genau. Das ist ein sehr schönes Bild mit der Not. Das macht nochmal, finde ich, das noch transparenter und klarer als der Begriff Mangel. Denn wir kennen das ja typischerweise, wir waren ja meistens alle schon mal in so einer Notsituation, wo wir im Nachhinein sagen, da haben wir nur funktioniert, das lief wie ein Film ab. Und dann müssen wir es realisieren. Und das ist das, was bei Affären fremdgehen auch ganz häufig genannt wird, dass man sich wie in eine Parallelwelt in einen Film begeben hat und ganz stark diese Welten versucht zu trennen. Und dieses Trennen sorgt dafür, dass man in diesen Realisierungsmoment gar nicht kommen möchte, wo man merkt, was passiert ist. Und das entsteht in dem Moment, wo die Affäre auffliegt. Ja, das ist so ein Ausblenden. Das ist ein Ausblenden, weil ich sage mal, es hat auch was damit zu tun, wenn man was nicht lösen kann. Also ganz, ganz, ganz praktisch aus dem Arbeitsleben. Dann legst du es erst mal weg. Und im Arbeitsleben ist das natürlich ein Dokument, weil man macht das sprichwörtlich auch mit dem Leben, das man mal aufgebaut hat, das man mit einem Partner, mit einer Partnerin führt, macht man auch ein bisschen so, wie als würde man es weglegen. Also um in dem Bild zu bleiben. Und das andere ist so unbelastet. Also dieses andere, neue Leben, das bietet komplett was anderes. Und man kann das, was man im anderen Leben nicht lösen kann, wo man keine Option für sich, keine Handlungsoption mehr für sich sieht, aus welchen Gründen auch immer, kann man das dann darüber in dem anderen Leben wie befreit wieder neu starten. Ja. Das ist so dieses Unbelastete. Genau, das spielt eine große Rolle. Wenn ihr diese Folge bei Spotify hört, dann hinterlasst doch gerne mal eine Bewertung. Wir haben bereits über 200 gute Bewertungen. Und das motiviert uns immer besonders stark, wenn wir da ein paar nette Worte von euch lesen, wenn euch diese Podcast-Folge gefallen hat und weiterhilft. Wir wollen jetzt dazu kommen, wer du eigentlich bist. Jetzt haben wir schon ein bisschen. Ja, wer bin ich? Ich bin Birgit. Das wisst ihr schon. Ich bin Ende 50. Ich muss immer noch ein bisschen überlegen, ich bin Ende 50. Ich lebe seit über 25 Jahren in Hamburg, bin gebürtige Unterfränkin und habe meine Ausbildung beim Hanseatischen Institut gemacht. Und ja, was möchtest du noch wissen, Florian? Vielleicht wäre es spannend zu wissen, so auch für die, die dann bei dir ins Coaching kommen, was sind deine Lieblingsthemen, an die du dich gerne ranmachst und was sind so schöne Momente, für dich im Coaching, warum machst du das? Also mein Lieblingsthema ist zum einen dadurch, dass ich mich eben auf Paare konzentriere, die das Schaffen von dem Vertrauen wieder in zwischenmenschliche Beziehungen, also da bin ich wieder bei der guten Absicht, das ist so mein zentrales Thema. Wenn das Zutrauen wieder da ist, wenn das Vertrauen wieder in zwischenmenschliche Beziehungen bei beiden Partnern etabliert wird, das ist ein tolles Thema. Also unabhängig davon, wie das Paar sich entscheidet im Coaching. Das finde ich, also das ist mein Lieblingsthema, emotionale Stabilität, innere Ruhe. Genau. Also rausfinden aus der Konfliktspirale, den anderen mit Brillen sehen, sondern Schubladen öffnen, wo die Dokumente mit den ganzen schlechten Dingen draufstehen, das lösen, sodass sich, Nike sagt immer so schön, die Brillen geputzt werden und man den anderen wieder so sehen kann, wie er sich auch selber fühlt und man die gute Absicht erkennen kann. Das denke ich eben auch. Das Thema ist eben dann auch zu sehen, welche Werkzeuge man an die Hand bekommt, eben auch durch uns, das überhaupt möglich zu machen. Und da ein gewisses Gefühl, ein gewisses Bewusstsein dazu zu entwickeln. Das ist also eins meiner Lieblingsthemen. Da gehören natürlich auch Brillen dazu. Und das schönste Moment ist eben, wenn das alles wirkt. Also da sind wir wieder bei der Auflösung. Wenn sich aus der Engel des Tunnels dieser Konfliktspirale wieder eine Weite ergeben kann, sich darüber Perspektiven entwickeln und Handlungsspielräume entstehen, eigene Ideen, also wenn aus der Starre, bei den Paaren, das ist ja oftmals eine Starre, man hat ja irgendwie nur so einen Weg, den man sieht, wenn da auf einmal wieder Flexibilität entsteht. Das ist also für mich einer der schönsten Momente. Ja, die typische Frage ist dann ja, könnte es auch anders sein? Gibt es andere Interpretationsideen, andere Ansätze? Muss das der Weg sein? Oder was fällt einem noch alles ein? Das ist immer so schön, da gibt es so eine Studie dazu, wie das, mit den Ideen und der Kreativität ist, im Erwachsenenleben und bei Kindern. Das, wenn du einem Kind, das war mit einer Büroklammer, dann gibt es einem Kind, ich weiß das Alter nicht mehr, aber da gibt es eine Büroklammer und dann findet das über 80 verschiedene Möglichkeiten, was man mit einer Büroklammer machen kann. Gibt es das einem Erwachsenen, findest du wahrscheinlich zwei. Du kannst Dokumente zusammenheften und du kannst das Ding aufmachen, um im iPhone die SIM-Karte rauszuholen. So, das sind die zwei Varianten, die dem Erwachsenen noch einfallen. Die anderen 78 Varianten, die das Kind entdeckt, die Kreativität ist nicht so, die Kreativität ist nicht mehr da. Und das ist in der Beziehung auch so, dass wir immer mehr darauf geformt werden, dass es diesen einen Weg gibt und die Frage, könnte es auch anders sein, kann eben total befreiend dann sein. Ja, es kann wirklich so eine, wie so eine Spielwiese, das sage ich jetzt deswegen, weil wir es gerade von Kindern haben, der Möglichkeiten, oder eine Blumenwiese. Da stehen nicht nur Mohnblumen, da steht nur eine Sorte, sondern ganz viele unterschiedliche. Und da entsteht dann halt auch wieder Freude. Ja, so ein ganz praktisches Beispiel dazu, wie man es sich vorstellen kann, sind Kompromisse und Entscheidungen. Wenn ich jetzt Ina frage, wollen wir heute Abend beim Griechen essen gehen? Und sie sagt, nein, ich habe keine Lust. Dann ist das abgelehnt, abgewiesen. Also Systemgesetz 1 kann verletzt sein. Ausschluss, weil sie einfach nur Nein sagt. Anerkennung, Wertschätzung kann verletzt sein. Weil ich habe das Gefühl, okay, ich bin irgendwie hier einfach nur abgewiesen worden. Es ist gar nichts entstanden. Sie könnte einfach aber auch sagen, jetzt haben wir unser Wording, das ist unstimmig für mich. Und unstimmig heißt nicht Nein, sondern unstimmig heißt für uns, okay, dann lasst uns in den Kreativprozess gehen, der heißt, was können wir beide tun lernen, verändern, damit es für beide stimmig wird. Und dann könnte sie jetzt Vorschläge reinbringen, ich könnte Vorschläge, also das geht jetzt in einem kreativen Brainstorming-Prozess, wie man dann eine Möglichkeit findet, dass entweder der Grieche, den ich mir wünsche, stimmig wird, auch für Ina, oder dass wir eine ganz andere Option entdecken, wo wir sagen, ah, das ist auch für beide stimmig. Und das Nein würde jetzt aber sofort irgendwie alles kappen. Das ist unstimmig und der Kreativprozess sorgt dafür, dass es ein schöner Abend werden kann. Und das ist eben, könnte es auch anders sein, dass das, da eröffnet sich eine Spielwiese, die wir dann häufig in der Beziehung eben nicht mehr haben. Ich denke auch, also es gibt so ein paar Must-Haves, würde ich jetzt sagen. Und da gehört eben auch dieses Aussprechen von stimmig und nicht stimmig dazu. Das hilft ungemein, zu. neutralisieren, sage ich so ein bisschen. Nein zu neutralisieren. Weil hinter diesem unstimmig steckt ja das Nein. Also weil unstimmig heißt dann in dem Augenblick, also irgendwie fühlt sich das für mich nicht so gut an, als dass ich jetzt Ja sagen möchte. Könntest du dann unstimmig vielleicht auch sagen, nein, dieser eine Weg, den du jetzt gerade so skizziert hast, der passt für mich nicht. Lass uns andere Wege finden. Dann wäre das gleiche für uns wie unstimmig. Genau, genau. So ist es halt ein bisschen knapper. Und das ist auch toll, weil durch das Bewusstsein diesbezüglich, was in der guten Absicht steckt, lernen wir dann eben auch unseren Dialog, unser Miteinander, wie wir miteinander kommunizieren, so ein bisschen zu justieren. Und da gehört dann eben auch ein bestimmtes Wording dazu, wie eben stimmig und unstimmig. Und das Schöne ist, dass für die meisten stimmig und unstimmig noch unbelegt ist. Da ist für die meisten noch keine Brille zu entstanden. Das sind Worte, die nicht alle so ständig im Sprachgebrauch haben. Wodurch das ganz schön ist, wenn man so neue Begriffe hat, die unbelastet sind, die man dann einführen kann. Das stimmt, das hilft auch. Ja, du hast absolut recht. Ja, wir haben ja schon ein bisschen besprochen, warum es manchen schwerfällt, die positive Absicht zu sehen. Das sind die Brillen, die man so aufgebaut hat und die Schubladen, wodurch man in so einen Tunnelblick gerät. Was würdest du denn sagen, ist daran der Anteil, der das Beziehungsfundament instabil macht? Wir hatten vorhin schon mal ganz kurz davon gesprochen, das geht sehr tief, die Verletzung. Wir sind dann auf der Ebene der Systemgesetze und es finden meistens Verletzungen bei den ersten drei Systemgesetzen statt. Und das führt natürlich zu einer Irritation und natürlich auch zu einer Instabilität des Fundaments des Paares. Und darüber ergeben sich mehr und mehr Verhärtungen, die langfristig sich natürlich dann durch Krisen zutage kommen. Ja, wir haben ja bei uns dieses Bild von dem Haus, wo dann das Fundament ist und obendrauf kommt dann die Beziehungsebene, so als vielleicht Erdgeschoss und dann als Dach obendrauf die Sachebene. Und in unserem Bild, das baut das Paar jetzt zusammen und wenn dann das Fundament instabil wird, also Risse im Fundament entstehen, dann wird natürlich auch die Beziehungs- und die Sachebene immer kippeliger und schwieriger. Und wenn ich einen entsprechenden Riss im Fundament zu dem Thema habe, was vielleicht rein sachlicher Natur ist, dann kann ich das auf einmal nicht mehr klären. Mit einem Kumpel könnte ich das oder mit einem Mitarbeiter oder einem Arbeitskollegen, da kann ich das klären, aber mit meiner Partnerin auf einmal nicht mehr, weil dieser Riss im Fundament das verhindert. Dann kann ich nicht auf Sachebene bleiben. Ich kriege es da einfach nicht geklärt, welches Auto man sich kauft. Ich kriege es einfach nicht geklärt, welches Auto, weil das schon eine Verletzung ist, weil sich vielleicht die Partnerin vor Jahren einmal nicht gut dabei fühlte, weil sie hatte das Gefühl, ich habe alleine entschieden und sie hätte mitentscheiden wollen, welches Auto. Aber ich habe das über ihren Kopf hinweg gemacht und jetzt ist da so ein Ding drin, so, ah, jetzt bin ich dran. Jetzt kann ich irgendwie gar nicht mehr mich darauf einlassen, weil eigentlich bin ich dran, jetzt mal zu entscheiden und schon kann ich auf Sachebene das Thema nicht mehr klären. Ja, es sind eben einfach emotionale Befindlichkeiten und in den meisten Fällen ist es ja unbewusst. Also, da haben wir auch das Eisbergmodell, also 20 Prozent von dem, was wir tun, ist bewusst, 80 Prozent unbewusst. Das, was wir jetzt so besprechen und in diesen Bildern auch erklären, das sind ja Mechanismen. Das könnte der jeweilige, der Partner oder die Partnerin, in dem Augenblick gar nicht so in Worte fassen und sich so erklären und sich das zu vergegenwärtigen, also mit Hilfe von so einem Schaubild wie ein Haus. Dieses, was eigentlich als Eins entscheid, da steht, in drei Ebenen aufzufächern, das hilft ungemein, ein Bewusstsein für das eigene Handeln und für die eigene Motivation zu entwickeln. Ja, sich da sortieren zu können, dass man einfach guckt, auf welcher Ebene findet das statt? Und normalerweise, wenn ich zu einem Thema keine einfache Lösung mehr finden kann, obwohl es sich eigentlich einfach anfühlt, es müsste einfach gehen, aber es geht nicht, dann kann ich eigentlich fast immer ins Fundament gucken, weil das dann häufig den Weg versperrt. Also immer, wenn so innerlich die Frage aufkommt, warum ist das so schwer, wenn wir darüber sprechen? Warum kriegen wir beide keine Lösung? Dann ist eigentlich das Fundament. Und warum kochen gerade die Emotionen hoch? Also im Prinzip deutliche emotionale Signale, die so eine gewisse Sprachlosigkeit mit sich bringen. Und dann ist es wirklich egal, ob es die Zahnpastatube oder ob es der Autokauf ist. Es ist einfach klar, da müssen wir auf die Systemgesetz-Ebene schauen. Ja, warum kann ich da an der Stelle nicht mehr sachlich bleiben, wenn es ums Auto geht? Und warum kommt da eine Emotionalität in mir auf, wo mir mein eigenes Gefühl schon sagt, das wird der Situation gar nicht gerecht. Das ist viel zu viel. Auch da kann ich immer ins Fundament gucken. Da gibt es normalerweise immer Verletzungen, die da hinführen, wo man sagt, ah, das erinnert mich an die Situation vor einem Jahr, vor fünf Jahren. Das kennt man auch so. Also man sagt einen Satz und auf einmal verändert sich das Gesicht vom Gegenüber komplett. Auf einmal ist da wie so eine Wand und dann kommt ein Satz zurück, wo man denkt, joi, was ist da für eine Energie, was ist da für eine Kraft? Und das ist Systemgesetz. Das ist eine Verletzung vom Systemgesetz per se. Dann gehört einer ein paar vor längerer Zeit, was bei mir im Coaching war, wo das auch so ein ähnliches Beispiel war. Sie hat einen Einkaufszettel geschrieben, er ist losgegangen zum Einkaufen, da stand eine Dose Tomaten drauf. Jetzt waren die im Angebot und er hat fünf geholt. Kommt wieder, gute Absicht, im Angebot, wir brauchen die eh jede Woche, steht irgendwie immer auf dem Einkaufszettel, ich hole dann gleich ein paar mehr. Und genau das passiert, er packt die fünf aus und er sieht in ihrer Mimikgestik sofort, oh, die ist jetzt richtig angespannt, Muskeln spannen sich an, Herz schlägt schneller, Ader kommt raus. Ja, worum ging's? Es ging darum, dass sie sich immer nicht gehört fühlte und nicht anerkannt fühlte. Und dadurch, dass sie jetzt quasi diese Anweisung auf dem Einkaufszettel, eine Dose missachtet, dass er die missachtet hat, fühlte sie sich übergangen, nicht gesehen, nicht gewertschätzt und ist erstmal explodiert. Wegen der Tomatendose. Wegen vier Tomatendosen, die er extra gekauft hat, aber im Kern ging's ihr darum, dass sie eigentlich nur wollte, dass er mal sich an das hält, was sie möchte. Und sie sich gesehen fühlt und sagt, da kann ich jetzt auch mal sagen und bestimmen, wo es lang geht, weil sie sich häufig ausgeschlossen in Entscheidungen gefühlt hat. Und da ist es dann eben wirklich, kann ich nur nochmal sagen, die Methodik einfach genial, wenn man von dieser Tomatendose wieder zu dem Punkt kommt, wann war es mal gut und kann wirklich auch den Weg sehen. Also biografisch, wie hat es eigentlich dazukommen können, dass ich wegen vier mehr Dosen so reagiere? Jetzt könnte man sich ja fragen, warum brauche ich denn zum Lösen überhaupt die gute Absicht? Das würde ja reichen, wenn jetzt der Mann sagt, hey Mensch, das war jetzt ganz schön übertrieben und die Frau kommt zu sich und sagt, ja das entschuldige bitte, da habe ich überreagiert. Dann könnte man ja sagen, okay, ist das Thema fertig. Sie hat gesagt, Entschuldigung und jetzt ist es ja wieder gut. Typischerweise, und das kennen bestimmt viele, die hier zuhören, würde das die Situation nicht so richtig lösen. Der Mann würde rausgehen aus der Situation und er hätte trotzdem noch Wut, die jetzt so langsam runterfährt, weil er langsam, das ist unser Bild, die Schublade öffnet, das Dokument von Birgit ablegt und wieder zumacht, nämlich das Gefühl Wut, das nicht richtig gelöst wurde, jetzt verdrängt. Wir lassen sprichwörtlich Gras drüber wachsen, was aber dann irgendwann beim Einkauf in ein paar Monaten, wo eine ähnliche Situation vielleicht passiert oder ein ganz anderes Thema. Er soll mit den Kindern Fußball spielen und fährt zu einem anderen Platz als besprochen und schon ist sie wieder in ähnlicher Situation drin. Das heißt, für beide hat sich dadurch noch gar nicht viel gelöst auf die Art und Weise, wie es ausgesprochen wurde. Warum ist das so? Warum brauchen wir also die gute Absicht drin? Also zum einen, weil wir haben in dem Augenblick keine Nachhaltigkeit. Wir arbeiten punktuell. Also nur auf die Situation fokussiert. Wir brauchen den Punkt, wo wir emotional so neutral sind, also wir brauchen den Punkt, wann war es mal gut. Das ist einfach das Wichtige, das matcht mit der guten Absicht. Also wir kommen nicht, wenn wir nur den Konflikt per se, den einzelnen betrachten, können wir gar nicht zu der Erkenntnis der guten Absicht kommen. Wir müssen also wirklich biografisch zurückgehen an den Punkt, wann war es mal gut. Das ist wahnsinnig wichtig für die Nachhaltigkeit, weil sonst können wir die Schublade, die du gerade eben beschrieben hast, können wir nicht auflösen. Sondern wir entwickeln vielleicht Unterschubladen, vielleicht wird das Ganze noch ein bisschen feiner. Die Schublade wird immer größer. Aber wir werden sie nicht auflösen. Und deswegen ist es wahnsinnig wichtig, zurückzugehen an den Punkt. Wir haben, darüber eben diese emotionale Distanz. Wir können die Auflösung Dann sind wir bei der Neuprogrammierung. Durch das Auflösen wird die Schublade immer weniger, die Brille wird immer weniger. Wir haben Brillen, wir haben Schubladen. Und darüber haben wir eine Nachhaltigkeit. Wir können es also wirklich nachhaltig auflösen. Wenn man das sehr verinnerlicht mit der guten Absicht, dann dämpft das häufig auch die Gefühle ein bisschen ab. Weil wenn ich das schnell abrufen kann und sofort in den Weg komme, ah, der wird eine gute Absicht gehabt haben, ich kann sie nicht sehen, aber die Absicht wird nicht gewesen sein, dass ich mich so fühle, wie ich mich gerade fühle. Dann dämpft das normalerweise schon die Verletzung etwas ab und man kommt schneller wieder kognitiv zu sich und kann auch in diesen Austausch gehen. Wir haben gerade einen intensiven Gesprächsleitfaden dazu auch ausgearbeitet. Mit einer Checklist auch, wie man sich auf ein Gespräch gut vorbereitet und so weiter, gerade wenn es um wichtige Themen geht. Und auch wie man eben dieses Sortieren hinbekommt für sich. Den bekommt man bei uns im Beziehungstraining. Und da ist dann zum Beispiel in so einer Situation die erste Frage ja, wenn man da ins Gespräch geht, ist das jetzt ein Störgefühl, was eher Richtung Feedback geht? Oder fühle ich mich richtig verletzt? Also ist Ärger entstanden, Wut entstanden, Traurigkeit und so weiter. Wenn ich mich richtig verletze? Wenn ich mich richtig verletzt fühle, gibt es ja zwei Wege. Das eine ist, das ist eine neue Verletzung, also ein neues Thema. Ich merke auch, mein Gefühl ist situativ recht passend. Das fühlt sich auch für mich selber angemessen an. Dann kann ich das auch sofort klären, ohne zurückzugehen, weil dann ist der Punkt, wann war es mal gut, für dieses Thema wahrscheinlich vor fünf Minuten gewesen. Oder es ist getriggert und der Punkt, wann war es mal gut bei diesem Thema, liegt in der Vergangenheit weiter zurück. Dann kann ich das im Hier und Jetzt eigentlich gar nicht klären. Ich kann nur so ein bisschen die Situation auffangen und stabilisieren und müsste sagen, hey, da war es nicht gut zwischen uns. Das ist ein Thema, was schon länger mitschwingt. Lass uns einen Termin machen heute Abend, 21 Uhr, die Kinder sind im Bett. Lass uns da zusammensetzen und mal schauen, wann war es mal gut und was hat ursprünglich ausgelöst, dass wir jetzt beim Thema fünf Dosen statt einer auf einmal explodieren. Lass mal gucken, woher kommt das. Was ich daran auch. Ja, das rechte Wort. Was ist das rechte Wort? Was mir daran sehr gut gefällt, würde ich mal sehr neutral sagen, ist, man lernt Verantwortung zu übernehmen. Also auch ich als derjenige, der verletzt ist, trage eine Verantwortung bezüglich des Dialogs, den ich aufmache, indem ich jemandem sage, da war es zwischen uns nicht mehr gut. Das ist auch, finde ich, ein sehr, sehr wichtiger Punkt. Dass man für sich selbst Verantwortung übernimmt, weil häufig in Konflikten ist es ja so, man versucht, den anderen zu erklären, man versucht, den anderen zu verstehen. Man sagt, weil er oder sie so und so gehandelt hat, deswegen ist das und das passiert. Also es ist ungemein oft im Außen bei dem anderen und ich selber bin in Anführungsstrichen nur diejenige, die verletzt worden ist. Aber es besteht eben Verantwortung auf beiden Seiten. Und das halte ich eben auch für eine sehr positive Perspektive, die man einnehmen kann und die eben wieder Handlungsspielraum schafft. Das ist auch eng verknüpft mit der guten Absicht, also rauszukommen aus dem Denken in Schuld. Du hast Schuld, du hast das gemacht, sondern hin zu Verantwortung. Und bei Verantwortung ist es schön, dass man eben auch Anteile gut verteilen kann. Denn typischerweise hat nie einer 100 Prozent Verantwortung für ein Gefühl. Eine Situation, das verteilt sich meistens. Und da sind wir dann eben beim Power Code. Also dann geht es um dieses, dementsprechend in der angemessenen Sprache das Ganze durchzuführen, rauszufinden, wer hat welchen Anteil, wer kann welchen Anteil nehmen. Also es ist wirklich eine wunderbare Art und Weise aufzuräumen, Klarheit zu bekommen. Wir wollen nochmal ein bisschen tiefer einsteigen in die Lösung, wie man eine gute Absicht besser macht. Wie man besser erkennen kann und damit auch aktiver seine Wunschbeziehungen dann gestalten kann. Bevor wir zur Lösung kommen, meldet euch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch, wenn ihr das Gefühl habt, das sind genau die Themen, die eure Beziehung belasten. Und ihr möchtet gerne rauskommen aus der Konfliktspirale und mit uns gemeinsam daran arbeiten, all diese Dinge kennenzulernen. Wir haben bei uns immer einen Mix aus Paartherapie-Coaching, wo wir mit euch gemeinsam das Fundament stabilisieren. Das ist, wenn man es noch nicht kennengelernt hat, alleine meistens erstmal schwierig. Und einen zweiten Baustein, das Beziehungstraining, welches euch hilft, diese Dinge nachhaltig auch in eure Beziehung zu implementieren, sodass ihr nicht nur mit uns gemeinsam angeleitet gute Gespräche führt, sondern dass ihr auch nachhaltig euer Fundament stabil halten könnt und damit weiterarbeiten könnt, wenn die Zeit der Paartherapie bei uns beendet ist. Kommen wir tiefer zurück. Eine Sache hast du gerade so rausgenommen, das ist nämlich Systemgesetz 9, Aussprechen, Anerkennen, was ist. Ich würde sagen, eine erste Lösung ist, die Verantwortung auch dafür zu übernehmen oder auch dieses Gefühl zu haben, wenn ich mich verletzt fühle, dann möchte ich auch dafür sorgen, dass ich das wieder verändern kann. Und ich spreche das aus und sage dem anderen, wie ich mich fühle. Dass der andere auch die realistische Chance bekommt, empathisch zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Genau. Der Schlüsselmoment ist eben das empathische Sein. Also wenn ich eben davon spreche, dass ich dadurch immer Magenkrummeln bekomme, dass es mir Angst macht, dass ich angespannt bin, hat der andere die Möglichkeit, mit mir zu fühlen und darüber dann eben auch sagen zu können, du, das war echt nicht meine Absicht, dass du Angst hast, dass du Magenkrummeln bekommst. Also wenn ich so handle, wie ich gehandelt habe. Das ist so der erste Schritt auch wieder des Aufeinander-Zugehens. Ich kann mir vorstellen, dass einige, die zuhören, auch Magenkrummeln dabei bekommen, in allen Situationen eine gute Absicht finden zu wollen. Und die sich das gar nicht vorstellen können. Also Fremdgehen, Affäre haben wir schon angesprochen. Das gilt aber bestimmt auch für viele andere Verletzungen im Leben. Vielleicht auch, wenn man an Themen denkt, die man mit seinen Eltern hatte zum Beispiel. Und da ist natürlich ein guter Weg erstmal, seine Glaubenssätze, Werte und seine Prägung zu dem Thema zu reflektieren. Also mal zu schauen, wie denke ich denn überhaupt darüber und warum führen mich denn meine Gedanken dahin, dass ich eher davon ausgehe, jemand möchte mir Böses, jemand macht Dinge mit schlechter Absicht auch für mich, jemand macht das doch ganz bewusst. Warum ändert das ganz viele Glaubenssätze, die da vielleicht schon dazu entstanden sind, die jetzt gerade so einen Magenkrummeln machen und den Blick schwer machen, es auch anders sehen zu können. Das stimmt. Da sind wir wieder bei Verantwortung, sich selbst gegenüber. Es ist wirklich so, man kann sich in der Beziehung anschauen, man kann sich aber auch einzeln betrachten. Und da sind wir eben bei den Prägungen, die wir bekommen haben, eben durch unser Umfeld, natürlich auch durch unsere Eltern. Und es ist, finde ich, auch essentiell, sich das anzugucken, meine Prägungen, meine Glaubenssätze. Was ist daran förderlich und was ist hinderlich? Da habt ihr auch ganz tolle Tools, wo man sich damit eben beschäftigen kann, rauszufinden. Es ist so ein bisschen so ein, wenn man sich auf den Weg begibt, auch so ein bisschen eine innere Inventur, die man betreibt. Man schaut sich an. Man schaut sich an und sagt, warum mache ich das eigentlich? Also warum glaube ich, dass, keine Ahnung, ein Frühstücksei am Samstag was ganz Besonderes ist. Das glaube ich irgendwie immer noch bis zum heutigen Tag. Das hat damit zu tun, dass das was Besonderes war, weil am Samstag saßen wir als Großfamilie alle zusammen um den Tisch. Das war bei uns als eine Unternehmersfamilie nicht selbstverständlich. Jeder schwirrte unter der Woche überall rum und dann gab es ein weichgekochtes Ei dazu. Und das ist bis heute da. Da steckt dieses Bild dann der Zugehörigkeit drin, alle nehmen sich Zeit. Also das ist so positiv besetzt. Es hat bis heute in Anführungsstrichen überlebt in Form eines weichgekochten Eis an einem Samstag. Es ist ein guter Samstag. Es ist jetzt ein sehr positives Bild. Und so können wir eben ganz viele unterschiedliche Bilder und Verbindungen bilden und darüber mehr verstehen, wie wir handeln und was unsere Bedürfnisse sind und unsere Wünsche. Ja, so kann man dann natürlich auch eine neue Sichtweise erschließen. Und Verständnis aufbauen für die Art und Weise des Gegenübers. Was ja eine wichtige Grundvoraussetzung ist, um überhaupt Verletzungen zu lösen und sich auch grundsätzlich nicht nur der Beziehung, sondern allgemein im Leben etwas zu entspannen. Weil ich kann natürlich durch die Welt laufen und immer wieder negativ über mein Umfeld urteilen. So ein klassisches Beispiel, was wir auch schon eins beim Podcast hatten. Wenn jemand ganz treffend ist, wenn du dann jemanden sitzen siehst bei McDonald's, hat offensichtlich 50 bis 80 Kilo Übergewicht. Und hat eine Tüte vor sich stehen. Das ist die Frage, was macht das mit einem? Wie urteile ich? Sitze ich jetzt da und? Der ist doch jeden Tag hier, muss das sein? Der hat schon so viel Übergewicht und jetzt haut er sich noch mal eine Tüte rein? Oder kann das auch anders sein? Muss ich da überhaupt urteilen? Kann ich einfach nur einen Menschen dort sitzen sehen, der isst? Oder könnte es sein, dass er eine Stoffwechselerkrankung hat und gönnt sich das nur alle zwei Jahre einmal, weil er das auf keinen Fall öfter dürfte, dann würde er noch viel ganz anders aussehen. Also wo führen mich meine Wege hin? Und je mehr ich eine gute Absicht sehe bei Menschen und mich da entspanne und je weniger ich urteile und durch die Welt die jungen Menschen sehe, desto mehr ruhe ich in mir selbst und kann mich dann ein bisschen von dem Außen befreien und kann mehr meine innere Mitte finden, was ja auch immer ein Teil bei uns im Coaching ist, dieses Thema ausgeglichen kraftvoll genug sein. Was ja eben bedeutet, dass ich eine innere Mitte habe zwischen Herz und Schwert auch. Genau. Du hast eben bei den Glaubenssätzen so schön die eigene Inventur quasi erwähnt, ein schönes Bild. Jetzt könnte man natürlich, wenn man sagt, na ja, da hat sich einiges aber bei uns aufgestaut und Richtung Wunschbeziehung, das ist ja noch ein Weg. Unser Fundament ist nicht stabil. Jetzt könnte man ja auch eine Inventur für die Beziehung machen und schauen, was liegt davor? Wie würdest du da vorgehen? Wie gehen wir da vor im Coaching? Wir gehen da vor, indem wir den Power Code einsetzen. Das ist das Wichtigste. Das, was wir vorher im Gespräch auch schon thematisiert haben. Wir gehen an den Punkt, wann war es mal gut? Und stellen vorher fest, dass beide ausgeglichen kraftvoll genug sind, um an diesen Punkt gehen zu können, um eine Neutralität zu schaffen für unsere Aufgabe der Paarinventur. Bedeutet, wir gehen die Beziehungslinie durch und schauen uns an, welche Objektivität, welche situativen Situationen gab es? Welches Gefühl ist dadurch entstanden? Übernehmen Verantwortung fürs Gefühl und überlegen dann, wie hätte man mit dem Wissen von heute anders handeln können, sodass diese Verletzung gar nicht erst entstanden wäre? Was natürlich auch ein Verhalten für die Zukunft impliziert, dass wir uns in Zukunft natürlich genauso verhalten wollen, weil wir jetzt ja realisiert haben, welches ungute Gefühl mein Verhalten sonst erzeugen würde. Wir schaffen quasi, wie das Fundament wieder oder nicht schaffen, das ist vielleicht das falsche Wort. Ich würde sagen, wir reparieren das Fundament und zwar nachhaltig, so nicht punktuell, das war vorher auch noch ein Thema, sondern auf eine nachhaltige Art und Weise. Und darüber können die anderen Ebenen auch wieder in einem anderen Licht betrachtet werden, auch was Zukunft betrifft. Ja, das ist ein sehr guter Punkt. Da ist es ganz wichtig, dass man dieses Fundament schafft, damit die anderen Ebenen überhaupt wieder bearbeitet werden können. Denn das ist das, woran viele Tipps, Tricks, Bücher und andere Methodiken durchaus scheitern. Weil wir hören das ab und zu mal, dann hat jemand schon mal eine Paartherapie gemacht und dann hat derjenige gesagt, Mensch, wir müssen einfach mal wieder zusammen Spaziergang machen, Händchen halten und miteinander essen gehen. Sie verbringen ja gar keine Zeit mehr miteinander. So, jetzt stelle man sich vor, man soll jemanden, auf dem man gerade akut wütend vielleicht ist, Händchen halten. Ich mag doch niemanden berühren und mit jemandem Zeit verbringen, harmonische Zeit, auf denen ich gerade wütend bin. Das heißt, der Tipp funktioniert nicht. Oder auch die Sprachen der Liebe, ein tolles Tool, was wir auch nutzen in unserem Beziehungstraining, was aber ja erst dann richtig zur Anwendung kommen kann, wenn das Fundament ausreichend stabil ist. Ich mag ja nicht jemandem meine Liebe zeigen, auf den ich gerade wiederum total wütend bin oder dem ich gerade maximal wütend bin. Ich mag nicht jemanden, der mich mal enttäuscht hat oder wenn ich Angst habe, ob die Beziehung weitergeht, weil der andere gesagt hat, ich bin mir unsicher, ob ich dich noch liebe. Also das heißt, diese Basis als Fundament brauche ich, damit diese ganzen anderen sehr guten Möglichkeiten, Hilfestellungen alle überhaupt zum Tragen kommen können. Und dann ist ja bei uns im Training auch die Wunschbeziehung eben relevant. Man überlegt sich, wie sieht die Wunschbeziehung aus, wie kann ich da hinkommen? Auch da geht es nur hin, wenn das Fundament stabil ist. Ansonsten mag ich die Schritte auf dem Weg gar nicht gehen. Ja, und da sind wir eben auch bei den Ebenen der Veränderung. Genau. Also das findet dann meistens eben in der Umgebung oder bei den Fähigkeiten statt. Wir versuchen irgendwas zu etablieren, in dem was wir greifen können. Aber solange wir das, was wir halt nicht greifen können, was wir als Fundament, die Systemgesetze, die Verletzungen bezeichnen, wenn wir das nicht in Ordnung gebracht haben, dass wir da wieder eine Stimmigkeit in uns fühlen, laufen wir sprichwörtlich auf den anderen Ebenen im Kreis. Weil wir immer wieder bei der Verletzung landen, die wir nicht aufgelöst haben. Und damit ändern können wir dann auch nichts ändern. Und das ist das, was oftmals für die Paare dann auch sehr frustrierend ist. Sie versuchen es und es ändert sich dann auch kurzfristig etwas, eine Erleichterung. Aber da wir eben halt keine Nachhaltigkeit haben und die bietet eben die Methodik, die Nachhaltigkeit eben, weil wir uns um das Fundament kümmern, um die Verletzungen, die tiefer liegenden Schichten, kommen die eben nicht an diesen Punkt. Sondern es ist, es ist kurzfristig und wir sind eben nachhaltig unterwegs. Ja, vielleicht kurz noch erklärt zu den Ebenen der Veränderung. Das sind ja sieben Ebenen, die wir da so sehen. Das unterste ist wieder das Fundament, die Systemgesetz-Ebene, wie wir sagen. Und darauf bauen sechs weitere Ebenen auf. Also eigentlich das Hausmodell nochmal noch differenzierter. Und die obersten Ebenen sind eben Umgebung und auch Verhalten. Und das ist eben etwas, wo wir sehr guten Zugang zu haben. Normalerweise. Und wenn uns da eben etwas zurückhält oder eine Veränderung bringt nichts, dann eben, weil es in einer eher unteren Ebene liegt, die eigentliche Ursache. Wir kennen das alle, dass wir was in der Umgebung verändern, was uns stört. Wir ziehen uns zum Beispiel um in eine andere Wohnung und glauben, dann wird irgendetwas besser. Aber es wird nicht besser. Also lag es gar nicht an einer anderen Wohnung, sondern an irgendeinem tiefer liegenden Thema. Vielleicht wie ich in die Welt schaue und so weiter. Genauso auch, wenn ich mein Verhalten verändern möchte, und ich sage, ja, okay, ab jetzt räume ich den Geschirrspüler immer zuverlässig aus. Wie du schon sagst, das hält zwei, drei Wochen. Dann kommt vielleicht wieder was dazwischen. Und dann merke ich, ja, das geht gar nicht. Ich kann das gar nicht. Ich kann mein Verhalten nicht so einfach ändern. Oder wenn jemand impulsiv ist, da ist es vielleicht noch deutlicher. Jemand ist impulsiv, cholerisch und wird schnell laut. Und auch den Kindern gegenüber. Und sagt dann, ja, ich sehe das ein, Schatz. Ich bin zu laut. Mir gefällt das ja selber nicht, wie ich da mit den Kindern umgehe. Ab jetzt mache ich das anders. Auch der kann sich zwei, drei Wochen, typischerweise, zusammenreißen. Und dann wird aber der Druck in ihm so groß, dass nach drei Wochen der Ausbruch, der dann kommt, die letzten drei Wochen noch mal mitnimmt und noch viel intensiver wird und merkt, ich kann das gar nicht. Ich kann nicht einfach sagen, ich ändere mein Verhalten. Da liegt was tiefer in mir, was dafür sorgt, dass ich so agiere. Ich kann das im Bewusstsein nur eine bestimmte Zeit kontrollieren. Dann kommt das aber wieder zum Vorstellen. Dann geht es eben in den Power-Code. Man schaut sich an, woher, wann war es mal gut? Was hat das ausgelöst? Woher kommt das Ganze? Abschließend helfen dann regelmäßige Reflexionsgespräche, um da wirklich zu gucken, dass man den Punkt, wann war es mal gut, im besten Fall im Heute hat. Das ist der Optimalzustand. Der ist natürlich utopisch, den dauerhaft zu erreichen. Manchmal ist er drei Tage zurück, manchmal fünf. Aber realistisch, bei den meisten Paaren liegt der Jahre leider zurück. Und deswegen ist es gut, wenn man dann das Fundament aufgebaut hat oder repariert hat, wie du sagtest, dass man dann sagt, lass uns mal einmal wöchentlich, vielleicht alle zwei Wochen, reflektieren, ist der Punkt, wann war es mal gut, wirklich noch im Heute? Haben wir Dinge aus Zeitnot, habe ich in dem Moment noch nicht reflektiert? Habe ich im alten Muster erstmal schnell beiseite geschoben? Habe ich da was, was ich noch nicht angesprochen habe? Oder können wir beide sagen, nein, der Punkt, wann war es mal gut, der ist genau jetzt. Mhm, und dafür arbeiten wir. Ja, das ist unser tägliches Doing. Ja, genau, unser tägliches Brot. Sehr schön. Hast du was, was du noch ergänzen möchtest zur heutigen Folge? Ich habe das Gefühl, die ist gerade ganz rund. Ja, für mich ist es rund. Also ich bedanke mich bei dir, Florian. Schön, dass du da warst. Danke. Schön, dass die Paare dich auf dem Weg dann nochmal kennenlernen können, die dann auch zu dir ins Coaching kommen. Schön, dass ihr dabei wart und mir zugehört habt. Wir freuen uns, euch dann in der nächsten Folge wieder begrüßen zu dürfen. Bis bald. Ciao. Ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die gute Absicht liegt im Kern jeder Handlung und ist nicht immer im Sinne des anderen, sondern beruht auf einer eigenen, oft unbewussten Intention.
  2. Verletzungen in Beziehungen entstehen oft nicht durch böse Absicht, sondern durch unbewusste Mangelgefühle und Systemgesetze, die tief in der Vergangenheit wurzeln.
  3. Das Eisbergmodell zeigt, dass 80 Prozent des Verhaltens unbewusst sind – daher ist ein tiefes, biografisches Nachdenken über die gute Absicht entscheidend.
  4. Die Frage „Wann war es mal gut?“ ermöglicht eine emotionale Neutralität und hilft, Verletzungen zu lösen, ohne sie zu verdrängen.
  5. Ein stabiles Fundament, das durch die Wiederherstellung von Vertrauen und gegenseitiger Verantwortung geschaffen wird, ist Voraussetzung für nachhaltige Verbesserungen in Beziehungen.
  6. Systemgesetz 1 (Zugehörigkeit) wird durch Wiederholungen wie Fremdgehen oder Verletzungen auf eine tiefere Ebene verletzt, was zu einem Ringlauf von Konflikten führt.
  7. Der Punkt, wann es gut war, muss erkannt und bewusst gemacht werden, um Verhaltensmuster zu verändern und eine neue, nachhaltige Beziehung zu entfalten.
  8. Der Weg zur Wunschbeziehung ist nur möglich, wenn das Fundament stabil ist – sonst bleiben Veränderungen kurzfristig und ohne Nachhaltigkeit.

Summary:

In diesem Podcast diskutieren Paartherapeuten Florian und Birgit über die Bedeutung der guten Absicht im Miteinander, das als Grundlage für glückvolle, harmonische Beziehungen dient. Anstatt Verletzungen auf böse Absicht zurückzuführen, wird betont, dass sie oft durch unbewusste Mangelgefühle und alte Systemgesetze entstehen. “, die eine emotionale Neutralität schafft und die Ursachen von Konflikten tief in die Vergangenheit reicht.

Das Eisbergmodell zeigt, dass 80 Prozent der Handlungen unbewusst sind – daher ist ein tiefgründiges Verständnis von Absichten notwendig. Ein stabiles Fundament, das durch gegenseitige Verantwortung und Anerkennung entsteht, ist die Voraussetzung für nachhaltige Veränderungen. Ohne Fundament werden Verbesserungen nur kurzfristig und auslaufend.

Das Gespräch zeigt, dass Verhaltensänderungen wie das Ausräumen des Geschirrspülers oder eine neue Beziehung nur dann erfolgreich sind, wenn die tieferliegenden Verletzungen identifiziert und gelöst werden. Die Methode erlaubt es, aus der „Konfliktspirale“ herauszukommen und eine neue, gestärkte Beziehung zu entfalten. “, um die Wurzeln von Verletzungen zu erkennen und langfristig zu heilen.

Die Wunschbeziehung ist nur möglich, wenn das Fundament stabil ist – eine Erkenntnis, die über viele tägliche Situationen hinausgeht und in den größeren Lebensbereichen wie Eltern-Kind-Beziehungen oder Freundschaften anwendbar ist.

FAQs

Die gute Absicht ist die emotionale Intention, die hinter jeder Handlung steht. Sie ist wichtig, weil sie hilft, Verletzungen nicht nur zu verstehen, sondern auch zu lösen, indem man den Sinn hinter dem Verhalten erkennt.

Weil dahinter oft eine gute Absicht steckt, wie z. B. ein Verlust der Priorität oder ein Gefühl der Überlastung. Die Frau fühlt sich entwertet, weil sie denkt, dass ihr Wunsch nicht respektiert wurde.

Man fragt neutral nach: Warum wurde das nicht getan? Die Antwort zeigt die eigene Absicht – oft ist es kein böser Wille, sondern ein Versagen der Prioritäten oder ein innere Not.

Nach dem Eisbergmodell sind 20 % unserer Handlungen bewusst, 80 % unbewusst. Die meisten Verletzungen sind tief in unseren Glaubenssätzen und Systemgesetzen verankert und daher nicht sofort sichtbar.

Das Fundament ist die Grundlage für die Beziehung. Wenn es instabil ist, führen Verletzungen zu Spiralen, und Veränderungen im Alltag wie Verhalten oder Entscheidungen sind nur kurzfristig erfolgreich.

Man fragt sich, ob die Handlung aus einem Mangelgefühl oder aus einem Bedürfnis für Anerkennung entstanden ist. Es ist nicht die Handlung, sondern die Absicht, die entscheidend ist – nicht böse, sondern gut gemeint.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.