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Grenzen setzen ohne schlechtes Gewissen

57m 31s

Grenzen setzen ohne schlechtes Gewissen

Florence teilt ihre Erfahrungen aus der Arbeitswelt und aus ihrer Kindheit, in denen sie sich ständig anpasste, um in Beziehungen zu bestehen. Sie berichtet von konkreten Situationen, in denen sie als Kollegin für einen anderen eingesetzt wurde, was zu einer gravierenden Unterdrückung und Kritik führte. Im Raum des Arbeitsplatzes spürt sie eine stärkende Angst, sich zu äußern, und fühlt sich verantwortlich für das Wohlbefinden anderer. Diese Erfahrungen sind eng mit ihrer familiären Entwicklung verknüpft: ihr Vater war stets anwesend, aber durch Abwesenheit und stiller Handlungsweise fügte er eine starke Anpassungspflicht und eine fehlende Grenze ein. Die Mutter stellte sich als kontinuierlich verfügbare, unterstützende Figur dar, was wiederum das Bedürfnis nach Unterstützung und Anerkennung für ihre eigenen Bedürfnisse verstärkte. In einer gedanklichen Reise mit dem Coach wird Florence gelehrt, dass es möglich ist, für sich selbst einzustehen, ohne die Beziehung zu verlieren. Sie erfährt, dass Loyalität und auch Wut, Wünsche und die Sehnsucht nach Verbundenheit gleichzeitig existieren können. Durch das Erkennen ihrer verpassten Bedürfnisse – wie die Wut ihres Vaters zu sehen oder die Wunsch nach starker Schulter von der Mutter – entsteht ein tiefer emotionaler Austausch. Dieser Prozess hilft ihr, mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln und zu erkennen, dass sie ihre Grenzen setzen kann, ohne dass das Beziehungsumfeld gefährdet wird. Florence fühlt sich befreit und vertraut in ihrem neuen Verständnis von Beziehung: sie kann nun für sich selbst stehen, ohne Angst, dass die Beziehung zerbricht. Die Therapie zeigt, dass es nicht darum geht, die Vergangenheit zu ändern, sondern sie bewusst zu erkennen und in die eigene Selbststeuerung zu übergehen. Das Ergebnis ist ein tieferer Frieden, in dem Wut, Liebe und Bedürfnisse gleichermaßen akzeptiert und verarbeitet werden.

Transcription

9073 Words, 52520 Characters

German
Auch wenn ich jetzt in einem Raum bin und ich merke genau, die ist jetzt angespannt und der Magdini schleiden. Und ich fühle mich dann als müsste ich das irgendwie, als wäre ich ja ein bisschen verantwortlich für das Wohlbefinden der Raum bin. Jakobsweg, Psychologie erleben mit Lukas Klaschinski. Hallo und herzlich willkommen zum Jakobsweg. Heute, in diesem Psychologischen Gespräch treffe ich Florence. Florence kommt aus der Schweiz und sie hat eigentlich ein Arbeitsthema mitgebracht und gleichzeitig liegt dahinter oder könnte dahinter noch ein tieferes Thema liegen, nämlich Abgrenzung und wie sehr und wie gut kann ich für meine eigenen Bedürfnisse einstehen und bin ich eigentlich viel, viel häufiger bei den Bedürfnissen der anderen und meine erst mal darauf gucken zu müssen, bevor ich auf mich gucken kann. Das ist ein Thema, was ich hier immer wieder in den psychologischen Gesprächen wahrnehme, was wir immer wieder besprechen und gleichzeitig sehe ich das auch in ganz ganz vielen Hörer melds und an anderen Gesprächen, die ich in kontexten führe. Und darum glaube ich, das ist ein wichtiges Thema, weil ich mein, wer hört auf unsere Bedürfnisse, wenn wir es selbst nicht tun und wie kriegen wir so diese Beziehungswage hin, auf die Bedürfnisse des anderen achten und gucken und gleichzeitig trotzdem für mich selber einstehen. Und genau diesen Weg möchte ich mit Florence gehen. Und darum Florence, schön, dass du da bist, hallo. Danke, falls, und dass ich da sein kann. Wie fühlst du dich gerade? Ich bin ein bisschen positiv nervös, sage ich so, hab mich sehr gefreut. Ja, schön. Freut mich auch, dass du da bist und du hattest ja vor einer ganzen Weile wegen einer spezifischen Situation bei der Arbeit geschrieben, ne? Ja, genau. Wo du eigentlich Mobbingerfahrung gemacht hast und das war nicht deine erste Erfahrung bei der Arbeit, die unangenehm war und eigentlich so der rote Faden, den ich gesehen hab, dass du immer wieder mal in Situationen in deinem Leben geraten bist, wo du gesagt hast, hey, hier werde ich nicht gesehen, nicht gehört, gemobbt, unterdrückt und aber auch belästigt, ne? Ja, genau, das kam alles vor. Ja, nicht überall, aber am sehr vielen Noten. Was waren die Situationen, wenn du mal berichten magst, die so emotional vielleicht für dich am Aufwünsten waren, angefangen mit der aktuellsten Situation? Ja, da war eigentlich die Situation, dass ich mich für einen anderen Arbeitskollegen eingesetzt habe, weil dem eine Ungerechtigkeit wiederfahren ist und ich wusste, wenn ich das jetzt mache und das Weite trage, dann werde ich mich selbst ziemlich exponieren und aufs Glatteis bewegen und ich hatte ja sowieso ein bisschen schon einen schwierigen Stand. Ich konnte das aber nicht so stehen lassen und habe das dann an die nächste Höhere eben nicht gemeldet und dann wurde ich hintetiert. Und das war dann wirklich so leer, beuchmässig diese Täter-Opferumkehrgeschichten, weil an diesem Gespräch wurde nicht die Sache aufbearbeitet, die Geschehen ist, sondern mir wurde gesagt, warum rennt du jetzt zu mir und meldet das und übrigens und überhaupt und dann wurde sonst noch mehr Zeugs vorgeworfen, ich mache übrigens das nicht so richtig ganz und so und am Schluss wurde mir noch irgendwie ein Verhältnis angedichtet mit meinem Vorgesetzten. Wow. Und das wurde wirklich so auf Einschüchterung Druck machen und das war wirklich dann dieses Erreignis, das mich komplett aus der Bahn geworfen hat. Du hast gerade von einen gesetzt gesprochen, was dich für einen Vorgesetzten eingesetzt, was ist da passiert, was du hast irgendwie für ihn das Wort ergreffen? Ja, er war nicht im Raum und er wurde aber beleidigt und es waren sonst alle von uns waren anwesend, das war wirklich so ein gross Raumüro und es haben alle gehört und niemand hat etwas gesagt und die Situation, wo er so beleidigt wurde, das war auch absurd, weil es war überhaupt nicht sein Fehler, aber es hat sich so raufgesteigert und ich fand das einfach so traurig, dass ich überhaupt niemand hat da irgendwie etwas dazu gesagt, alle waren still und ich ging dann so nach vorne und habe gesagt, habe ich jetzt richtig gehört und so zu unserem loyalsten Typen, der da bei uns sitzt und tagtäglich für uns schaut und da war still und ich ging dann nach Hause. Also du hast in der Situation schon was gesagt? Ich war in der Situation nicht direkt dort, ich war in so einem Hinterraum und habe das einfach gehört und ich dachte, dann ja das geht irgendwie nicht, aber ich war dann auch, wie eben immer, ich war dann auch irgendwie auf negative Art fasziniert und irgendwie auch blockiert. Und ich habe dann in dieser Situation nichts gesagt, aber ich habe dann davon berichtet. Okay, es gibt ja mehrere Ebene, also einmal gibt es ja die Ebene, was die anderen machen und dann gibt es die Handlungsfreiheit von dir, wenn sowas passiert. Und man kann sich das auf der detaillierten Ebene angucken und sagen, was könnte man ganz spezifisch machen und so wenn du das mitkriegst, wie kannst du uns handeln kommen und zum Beispiel nach vorne gehen und sagen, Leute, ich sehe das ganz anders, ich würde es recht schade, wenn so im Kollegen Kreis gesprochen wird, du hast den Weg gewählt, dass du zu deinem Vorgesetz gegangen bist, dem das passiert ist und ihm das unterbreitet hast. Mit dem Bewusstsein, dass das bei deinen Kollegen mich gut ankommen wird. Ja, bei meinen Kollegen eigentlich schon, wir sind ja der selbe Team, aber von der Person, die da aus einer anderen Abteilung daherkam und sowieso schon auch ein bisschen so ein Auge auf mich geworfen hatte im negativen Sinn. Das ist von dir das nicht so gut aufgefasst wird. Ja, und von diesem ganzen Knoil, um diese Person herum, genau. Hast du dich so freigefühlt und wolltest du in der Situation eigentlich direkt eingreifen oder war dir eher danach sich erst mal zurückzuziehen und dann zu deinem Vorgesetz zu gehen? Nein, das wäre eigentlich immer meine erste Wahl, dass ich direkt etwas sagen kann und ich habe mir das dann auch überlegt, ich wollte auch nicht die Pätze sein, die bin ich natürlich jetzt. Aber ja, damit kann ich leben, aber ja, es war schon nicht ein tolles Gefühl, ich ging ja nicht hin, sagte, hey, jetzt kann ich hier irgendwie etwas erzählen, was die von dem und so und das war kein schönes Gefühl und ich habe mir auch das überlegt, ob ich das weiter trage. Aber ich konnte dann irgendwie, wir kennen uns so gut und der hat mir auch gleich angesehen, gesagt, hey, was ist los, ist doch irgendwas und so und dann, ja, es war nicht unbedingt auch geplant, aber ich merkte, dass das irgendeiner raus muss. Ja, okay, mit der Konsequenz, dass das nicht unbedingt deine Position um Kollegen kreis gestärkt hat. Ja, genau. Ja, gut, das war eine Situation, in der Vergangenheit, wenn du so in dieses Gefühl gehst, was dir da begegnet ist, wann ist dir das schon mal in der Vergangenheit ähnlich passiert? Und du hattest gerade von Blockiert sein gesprochen, was meinst du damit und wo ist dir das schon mal passiert? Ja, das ist mir auch in einem grösseren Betrieb passiert, ich weiß nicht, ob das ein Name dafür gibt, ich habe das dann irgendwie subtile, sexuelle Belestigung genannt, weil es auch nicht so offensichtlich ist, das war nichts mit Berühren oder so. Aber da gab es einfach Beispiele, das war einfach feist, das war auch ein Mann in Machtposition, denn alle Machen, der eine wichtige Position hatte, und das hat sich so gesteigert plötzlich - war es mir dann wirklich klar, als er im Aufzug sagte, als wir oben ankommen, hey, jetzt kannst du froh sein, dass sich die Tür wieder geöffnet hat. Und da habe ich angefangen, notizen zu machen, habe erfahren, dass es auch einen anderen Kollegen aus einer anderen Abteilung so ergangen ist, wir sind dann zum HR zu diesen beiden Frauen und haben das so erzählt. Und das war wirklich für mich auch sehr schlimm, weil es ist gar nichts geschehen, wir mussten rollen Spiele vortheaten, ich musste irgendwie der Typ sein und die Kollegen mussten nein, nein, nein sagen. Und das wurde komplett ungedreht und zum Schluss ist es noch wirklich wortwörtlich, du bist halt einfach zu nett und das kann halt sein, dass das falsch aufgepasst wird und nimmt es, dass es kommt im Ende. Ja, genau. Und da hat es für mich denn beweise, hey, auch wenn ich mich für mich einsetze, springt ja nichts und ich habe es dann aber noch weitergezogen, ich habe abgewartet und dann ging ich so zu einer Stelle, das ist eine juristische Dienst und dann muss ich auch wieder antraben zum Gespräch. Und die haben gesagt, es bleibt so an und nicht und bla bla, es geschieht gar nichts. Und nach einem Jahr haben die mich angereufen, ich war schon lange weg und gesagt, ja, der sowieso der sei masslos enttäuscht, dass ich seine freundschaftlichen Dinge nicht, ja, das ist das, das habe ich. Ja, das ist das nicht geschätzt habe, das sei doch nur nett gemeint und man habe immer auch geglaubt und es passiert überhaupt gar nichts. Und als ich dann meine Unterlagen eingeforte tat, ich habe alles dokumentiert, erst ging es ein halbes Jahr, das ist nicht mehr vorhanden. Also wirklich, ja, und das war auch so, für mich braucht es viel mich einzusetzen, ich kann es dann schon, es dauert wahrscheinlich einfach zu lange, aber wenn ich dann tue und dann trotzdem, dann heißt ja selber, der war doch nett und das macht überhaupt. Ja, dann wird es natürlich schwierig, dann denke ich, man plötzlich komme ich. Ich lass einfach, weil ich für Lidia sowieso, also für Lidia. Ja, das wäre schade. Ja, sehr schade. Also am Ende ja auch für dich einstehst, und nicht nur für dich, sondern auch für anderen Frauen, den das wieder erfahren ist. Ja, ja. Ja, das ist mir sehr, sehr schade auch, wenn der Gegenwind aus der Abteilung so ist, was schrecklich ist. Das muss man auch einfach sagen. Ja. gerade rausgehört habe, ist den Mut haben für dich einzustehen, sich nicht blockiert fühlen. Und das ist dauert, bis du für dich auch eine Grenze seid so sagst, ich überwinde mich und mach das. Wir könnten darauf gehen und schauen, wie du da mehr Freiheit gewinst und noch schneller sagst, hey, hier wurde gerade eine Grenze überschritten und ich gehe den Weg und sage halt stopp. So geht's nicht bei mir. Weil, was ich immer wieder in den Gesprächen hier merke, ist, dass Menschen, die sich schwer tun mit Grenzen ziehen, leider auch häufig die sind, wo immer wieder die Grenzen getestet werden. Und das ist nicht unbedingt so ein bewusstes Ding, dass man sagt, ja, haben wir Kollegen erzählt, dass bei der schwer ist mit Grenzsetzung darum testigt, dass bei der, sondern das ist wie ein Hund, der spürt, das andere Angst haben. Und das sind so Microinteraktionen, die manche wahrnehmen, gerade Menschen, die gerne mal Grenzen verletzen, gerade wie dein Vorgesetzter oder der Mensch, der dich dort sexuell belästigt hat. Das muss man so klar sagen. Und das ist ein sehr übergriffiges Verhalten, so ein Kommentar loszulassen, im Fahrstuhl. Das geht überhaupt nicht. Und so eine Leute testen das ganz häufig. Wie weit kann ich da gehen? Und das sind manchmal Microinteraktionen. Und es ist immer gut zu gucken für sich. Wie kann ich ganz klar eine stabile Grenze nach außen aufbauen und auch symbolisieren? Ja, das ist das Thema. Ja. Also fühlst du dich da verstanden? Da fühle ich mich sehr verstanden. Ja. Das hat ja auch dann in andere Bereiche, würde ich das auch aus, irgendwie auch sonst, irgendwie Zeit für sich einzufordnen. Ich merke, ich habe so viel zu tun, ich fahr so viel hin und her und dann mache ich noch ein bisschen Musik und bin gerne draus mit dem Fahrrad. Und wenn ich dann irgendwie denke, ja, ich möchte jetzt eigentlich ein Tag für mich, aber es ist Wochenende. Mein Freund hat der Zeit und frei und er freut sich und er hat das eine Zeit für sich und ich dann einfach nicht und ich habe nur diese zwei Tage. Dann habe ich auch irgendein Feld, das mir extrem schwer das zu formulieren ohne dass ich danach gleich ein schlechtes gewissen habe, weil ich nicht jemanden ablehnen möchte. Weil ich denke, dass das als Ablehnung betrachtet werden könnte. Und was passiert, wenn du jemand ablehnest? Das ist verschlimmer als wenn man mich ablehnt. Also wenn jemand anderes mir sagt, ich brauche ein Tag für mich, es ist auch schon 100 Mal geschehen, das ist kein Ding, das verstehe ich, bin aber auch nicht böse, ich bin auch nicht beleidigt oder enttäuscht. Aber wenn ich das mache, dann habe ich das Gefühl, ich muss sein auf ihr Seite voll teksten und das begründen. Ja. Und glaubst du, es ist real. Also das Gefühl ist real, ganz klar. Aber glaubest du, es ist auch, das ist so unbegründet, denke ich, diese Angst ist unbegründet. Einmal auf der logischen Ebene, wir haben eine Vermischung. Und ganz häufig ist das so, wenn wir Sachen annehmen von der Welt, die eigentlich unbegründet sind, dann ist ein Gefühl real. Oh Gott, die Beziehung wird sich verändern, wenn ich sage, ich brauche jetzt einen Tag für mich, er wird sich total abgelehnt fühlen und daraus Konsequenzen ziehen in seinem Handeln und vielleicht zu schluss machen oder fast ganz andere Schlimmes passieren. Und dann gibt es natürlich die reale Ebene, wenn du dir das einfach mal von außen betrachtest, wenn es da Menschen gibt, der dich liebt und der dich sieht und du da formulierst, hey, ich hatte einen anstrengenden Woche und ich merke ich mit gern mal für mich irgendwie nach halben Tag radeln oder einfach für mich ein bisschen Zeit verbringen, dann gibt es ja eigentlich nichts, was da gegenspricht, dass er sagt, ja, klar, schön, gut, dass du dich verständlich ist oder schade, ich hätte ich gern gesehen, aber gleichzeitig kannst du verstehen oder was auch immer, ne? Das heißt, da vermischen sich zwei Ebene, die Realität oder die Ebene, die, wenn man mal ein Stück rausgeht, mit einem Verstand erfassbar ist und deine emotionale Wirklichkeit und deine emotionale Wirklichkeit sagte irgendwie, das ist das Schrecklichste auf der Welt, was passieren könnte, wenn ich jemand anderen ablehne. Ja, die Konsequenzen daraus. Die Konsequenzen daraus, die du für dich fürchtest. Und wenn immer die emotionale Realität so krass abweicht vom logischen Verstand ergibt es sind, tiefer zu tauchen und zu schauen, wann könnte sich das denn in dein emotionales System eingeschrieben haben, wo du gelernt hast, oh Gott, ich darf hier überhaupt gar keine Grenzen setzen und für mich irgendwie mal einen Raum schaffen. Ich bin entweder sehr emotional auf jemand anderen gucken, was sind die Bedürfnisse von dem anderen und was auch verstärken wirken kann, keiner guckt auf mich. Und gleichzeitig gucken wir uns als Kind natürlich auch andere Sachen ab. Ich hatte das Glück in meiner Familie, da gab es ganz viele andere Sachen, die nicht richtig gut gelaufen sind, aber was mein Vater zumindest mir gut gezeigt hat und meine Mutter auch immer wieder, aber manchmal auch kann das zur Fall überhaupt nicht, wie meine Grenze setzt und sich abgrenzt. Das heißt, das konnte ich immer mal wieder beobachten, wie das läuft. Wenn wir das nie beobachten können, ist es ganz schwer, als Kind das auch für sich selber zu entwickeln, wir gar nicht so genau wissen, wie es läuft. Also Eltern bringen den Kindern ganz, ganz viel bei, durch das, was man bei ihnen beobachten kann. Wie war das bei dir im Elternhaus, war deine Eltern gute Grenzsetzer, waren Menschen in deinem Leben die gute Grenzen setzen konnten und mit gut Grenzen setzen, meine ich nicht, entweder total überangepasst sein und sagen, oh ja, ja und armen, oder total autonom und über abgegrenzt und niemanden an sich ranlassen. Eine gute Grenze setzen ist ja klar, aber in Beziehung und die Beziehung bleibt erhalten, wenn zwei Leute es gut miteinander meint, wenn irgendein Vollarsch da herkommt, der sagt, entweder machst du es wie ich möchte oder gar nicht, dann ist es auch gut, deine Grenze zu ziehen, aber dann muss man mit ihnen beziehung sein. Also meine Eltern waren beide, überhaupt nicht voll arschig, er das Gegenteil sehr auf Harmonie bedacht und ich kenne das eigentlich auch nicht, dass man sich groß gestritten hat. Deshalb, wenn ich mal streite habe, dann denke ich auch, oh, jetzt ist es irgendwie alarm, dann ist es sehr schlimm für mich. Da nervendes System reagiert, da ist er stark dran. Genau und bei uns war so mein Vater, er hatte ein 300 Prozent Job, der war eigentlich sehr wenig zu Hause und wenn er nach Hause kam, er war immer voll lieb und auch geduldig mit uns und war wirklich ein voller lustiger Typ, aber er war eigentlich nicht da und meine Mama war 300 Prozent da, dafür die hat alles mit uns gemacht und uns unterstützt auch, wenn wir nur Blödsinn machen wollten, da hat sie mitgemacht und ja, aber es war schon auch so, dass man gemerkt hat, wenn Papa nach Hause kommt, dass irgendwie alle möglichst sich so verhalten, dass er, weil er von der Arbeit so gestresst ist, möglichst uns schlafen oder zufrieden und es hat gesehen hat, dass man wollte ihn um kein Preis irgendwie nerven und das denke ich, dass ich das ein bisschen abgeschaut habe, einfach so zusammengefasst, vielleicht wenn du irgendwie bequem bist und unkompliziert und kein Lern machst, dann bist du willkommen und sonst wird's mühsam, denke ich, dass das daher kommen könnte. Also, um in irgendeiner Weise in Beziehung zu sein, mit deinem Vater, musstest du dich eigentlich anpassen und das war noch nicht mal so deiner Anpassung, sondern Anpassung, die von deiner Mutter gesteuert wurde, hat sie wahrscheinlich auch gar nicht so bewusst gemacht. Eigentlich, sie hat jetzt nie irgendwie gesagt, hey, lasst mal schon den Papa in Ruhe oder so überhaupt nicht, aber ich denke wir haben sie einfach kopiert, weil das habe ich selbst irgendwie wirklich so bewusst gehört, dass sie das ausgesprochen hätte, das erinnere ich mich nicht, ich habe einfach wahrscheinlich abgeschaut, aber wenn sie sie gibt sich so, sie ist auch aufgestellt, es ist cool und irgendwie eine positive Frau, ich denke ich habe mir das einfach abgeschaut. Ja und das machen wir jetzt genau, wir gucken uns an, was sind die stillen Beziehungsregeln in unserer Familie, was ist die Beziehungssprache, was muss ich tun, damit ich Teil dieser Familie sein kann und auch meine Aufmerksamkeit, meine Liebe bekomme, die ich brauche. Wie war es mit deinem Vater für dich? Ich habe noch eine Schwester ein älterer und er war eigentlich unser Heilheit, wir haben uns so gefreut, er hatte eine alte Eisenbahn, die er als Kind gesammelt hat, diese Wagen jedes Jahr ein neuer und irgendwie gefühlte alle zehn Jahre, nahm er sich dann mal Zeit, dann ging wir in den Keller um diese Eisenbahn aufzubauen und das war für uns schöner als zwei Nachden, er war auch sehr lustiger, konnte auch die Leute unterhalten und ich habe wirklich sehr gerne Zeit mit ihm verbracht, haben mit ihm oft Musik gehört, das war so unser Ding und dann durfte niemand sprechen, wir haben da gehört und so und hör mal jetzt nur auf die Person und jetzt hör mal die Trompeten und die Straßen da und haben das so und das war so unser Ding und dann jemand kam, wir gehen die Mama, hallo, dann ist es gleich heibst, wir hören Musik und so, also nicht, aber und ich habe das so genossen und als ganz kleines Kind gibt es ein Beispiel, ich habe immer mit ihm Mittagsschlafen machen wollen, ich kann immer nach Hause Mittag und ich dachte ich will Zeit mit ihm verbringen, ich gehe mit ihm kurz ein bisschen schlafen, dann kann man vielleicht noch irgendwie eine Kasette hören oder so und er sagte dann immer, hey, du kannst gerne mitkommen, aber weißt du, ich habe streng und du kannst mitkommen, aber wir machen da nicht Kaspel-Theater, sondern wir schlafen, wir ruhen uns aus und ich bin dann dann noch immer mit, manchmal habe ich schon mit meinem Pluschanzen vor der Tür gewartet, einfach um Zeit mit ihm verbringen zu können und das war in diesem Moment für mich auch genug. Das war das, was möglich war. - Ja, genau. Gleichzeitig hör ich daraus, dass eine große Sehnsucht gab, von dir aus mit deinem Vater Zeit zu verbringen. Ja. - Haben wir nicht alle Kinder, das heißt, das war einfach für dich ganz wichtig, irgendwie Zeit mit deinem Papa zu verbringen. Wie oft gab es denn die Situation, dass du mal die Regeln aufgestellt hast im Spiel und definieren konnte es, was ihr macht. Und wo ihr sagt, hey, jetzt läuft es immer nach meiner Nase, eigentlich in der Halter-Familie eigentlich nicht wirklich. Draußen noch eher, wir waren immer so, wie sagt man. Eigentlich beliebt die Kinder, wir waren immer draußen, es war so eine Wohnung-Berbauung. Es hat die Kinder in jedem Alter für uns das Paradies. Und wir machten irgendwie alles mit und wir hatten Ideen, oder so, aber dort war ich nie irgendwie in einen Riesenstreit, oder so verwickelt. Ich war schon immer so ein bisschen weg. Die Schlichterin, auch wenn ich jetzt in einem Raum bin, und ich merke genau, oh, oh, oh, die ist jetzt angespannt und der Magdini schleiden und ich fühle mich dann als müsste ich das irgendein. Als wäre ich ja ein bisschen verantwortlich für das Wohlbefinden der anderen. Das ist doch noch bei der Beziehung zu deinem Vater bleiben. Es gab eigentlich gar kein Raum für dich. Beziehung nach deinen Wünschen zu gestalten, sondern wenn nur in Beziehung sein soll, musstest du entweder still bei deinem Papa liegen beim Mittagsschlaf. Musikhörn ist auch relativ ungewöhnliches Hobby für ein kleines Kind, was auch noch stärker von Effekten gesteuert ist. Oder er durfte alle paar Jahre meiner Eisenbahn zusammen aufbauen. Ja, genau. So weit, da kann man zusammenfassen. Aber es ging ja nie um dich, sondern es ging immer, nur im Regekonstrukt deines Vaters. - Ja, genau. Wo du da bist, du bist da? - Ja. Nur im Regekonstrukt deines Vaters. - Ja, genau. - Wo du dann, wenn du dich angepasst hast, mit ihm Zeit verbringen durfteest. Genau, genau. - Das hat sich ganz früh in deinem System eingespeist, dadurch, dass du es immer wieder gemacht hast, gelernt hast und gemerkt hast, okay, so läuft es dir in der Familie. Das sind die Regeln unserer Familie. Und verstärkt wurde das ja am Ende auch durch deine Mutter, die sich auch in diese Beziehungstynamik gegeben hat und vorgelebt hat. Also erst mal dein Vater, ich gesagt, so ist Beziehung möglich. So ist Beziehung nicht möglich. Das ist gar nicht so wichtig, jetzt im ersten Schritt, ob das auf der Schrei eben funktiviert, dass er dich anschreit und sagt, jetzt ist aber schluss. Jetzt bist du still, wenn du hier bleiben willst, beim Einstaffen, sondern so, hey, wenn du mitkommen möchtest, wenn du bei mir liegen möchtest, musst du ganz still sein. Ja. - Das ist mindestens genauso Kraft vor wie Schreien. Okay. - Weil, in dem Moment, wo dein Vater dich anschreien würde, begebt er sich ein Beziehungsabbruch und so hast du noch viel mehr zu verlieren, wenn du die ganze Zeit in so einer freundlichen Beziehung bist, wenn du dich anders verhalten würdest. Weil dann gefährdest du die eigentlich gute Stimmung, die über ist, zumindest an der Oberfläche. - Ja. Aber in Wirklichkeit kann es schon sein, dass deine Bedürfnisse als Kind überhaupt gar nicht gesehen wurden. Da ging es um dein Vater, dass er nicht gestresst wird von der Arbeit. Und deine Mutter ging es darum, dass die Kinder so gesättig und schläflich sind, dass sie ja nicht zu krass aufdrehen. Ich meine, dein Mutter hat das ja mit ihrm Sein vorgelegt. Wahrscheinlich gar nicht absichtlich, ne? - Nein, denke ich überhaupt nicht. Genau, es gilt gar nicht um Schuld, sondern erst mal darum zu gucken, wie es denn deine innere Programmierung. - Mhm. Ja. - Und aufings relativ natürlich daraus zu entwickeln, hey, wenn ich lieber erfahren möchte, wenn ich in Beziehung sein möchte, da muss ich meine eigenen Bedürfnisse erst mal ganz weit hinten ins Regal packen. Und wenn an alle anderen gedacht ist, dann kommen irgendwann ich. Aber das Problem ist, es ist nie an alle anderen gedacht, weil irgendwie hat immer irgendwas. - Ja, das stimmt. Beziehung bedeutet ja eigentlich, die Bedürfnisse des anderen sehen, aber auch seine eigenen und zu gucken, wie findet man da ein Kompromiss, der für beide in irgendeiner Form passt, wenn sie in der Lage sind, gesund beziehung zu führen. Ja. - Sind ja nicht alle. - Was sind nicht alle? Weißt du, was ich mich gerade gefragt habe, das kam ja so als Impuls mit deinem Chef, ging es dir dann nur um Gerechtigkeit oder ging es dir da auch um was anders? Ich denke schon, jetzt die erste Antwort wäre jetzt wirklich Gerechtigkeit, weil ich finde, das wirklich so fiesische Trage, das kam, wenn man einfach Ungerechtigkeit sieht und irgendwie geschieht nichts. Aber ich denke, vielleicht war auch schon dort der Punkt erreicht, wo irgendwie alles zusammen kam, wo ich das brauchte, also jetzt setze ich mich eine Galkoste, was es wolle. Könnte ich mir auch so vorstellen, ich habe jetzt darüber ehrlich gesagt noch gar nicht wirklich nachgedacht, aber wenn du jetzt so fragst, ist vielleicht dort schon wirklich das Fass auch langsam übgeschwabt. Ja, zwei interessante Punkte, die ich daraus höre. Der Satz jetzt Koste ist, was es wolle. Das heißt, du bist erst bereit, eine klare Grenze zu ziehen, wenn du sagst, okay, jetzt kann der Laden ja auch explodieren und ich nehme den ganzen Kollateralschaden in Kauf. Das heißt, das muss ich erst mal ganz gewaltig was anstehen, ist deine Gegenenergie, Aufbruchsenergie, wo du so stark ist, dass du sagst, jetzt reicht's, halt stopp. Und dann kann es natürlich entstehen, weil du ja schon so viel Ladung aus anderen Situationen mitgenommen hast, dass du eigentlich über die Stränge schlägst und nicht mehr passend zur Situation agierst. Und du hättest in der Situation ja viele Möglichkeiten, du hättest ja auch zu dem Kollegen sagen können, der irgendwie gegen einen Chef gewittert hat. Du, ich nehme dich einmal kurz direkt raus, weil ich es nicht gut finde, das ist ein großer Hunde zu besprechen. Aber mir ging das schon ganz schön nah, dass du so über unseren vorgesetzten gesprochen hast. Ich hab den Eindruck, dass er sich für die Sache sehr einsetzt und auch für uns unterfährt ist. Wie meintest du denn das genau? - Ja. Dann kann es sein, dass er sagt, oh ja, wenn du so grad noch mal sagst, ich war irgendwie ganz schön geladen an dem Tag und das ist mir rausgerutscht, tut mir leid. - Ja. Welchen Weg du ja, aber gewählt hast, war zum Chef zu gehen, gar nicht, das so in der Hunde auszurellen, oder? Hab ich das richtig in der Erinnerung? Ich hab die Runde gefragt, ich hab das jetzt richtig gehört. Und alle haben nur ein Stuhm genickt. Und ja, das genau. Dann hast du die Informationen weitergenommen, bis zu deinem Chef gegangen. Und da dachteest du ja auch, wahrscheinlich schon, wie diese Situation ausgeht. Ja, okay, mit dem vollem Bewusstsein. - Ja. Weißt du, was ich gerade gedacht hab? Und das vielleicht ein bisschen weit hergewohlt? Du hast ja dann eine besonders große Loyalität zu deinem Chef. Mhm. Und bist bereit, die Loyalität zu allen anderen aufzugeben? Mhm. Ich weiß es nicht, ne? Oder empfindest du das anders? Nein, eigentlich empfinde ich das anders. Ich hab zu den meisten ein sehr gutes Collegial-Verhältnis. Und dieses Beispiel wird natürlich so aus, weil ich jetzt dich sag nicht, und ich mach's auf. Hi, zusammen, schönes Wetter heute. Und dann zum Chef, um mich irgendwie aufzuspielen und so. Und das ist es nicht, diese Situation, die war schon. Also, das, was da passiert ist, diese Beleidigung, das war eigentlich schon. - Die Spezies als Berg. Eskalation, die schon vorher angefangen hat, wo ich auch Teils schon involviert war. Okay, und dann war irgendwann das Fassam überlaufen. Ja. Und das war wirklich so dieses Soitz irgendwie. Ja. Ja, weil es war auch das erste Mal, dass ich so etwas getan habe. Und, glaube ich, ich hatte nie irgendwie diesen Drang, irgendwie mich so als diejenige zu präsentieren, die jetzt da eine Neuigkeit hat, oder das kann ja auch sein, dass die Leute sich so aufmerksamkeit suchen. Und dann, ich will die erste Sein, die gesagt hat, dass du und so. Und dafür bin ich viel zu, ich sage, jeweils Harmonie so ist, die vielleicht das übertrieben, aber ich bin schon sehr auf Harmonie bedarf. Und das braucht schon ein bisschen. Brauch schon ganz schön viel Eskalationstufen, bis du mal sagst so. Ja, wirkliche. Jetzt mach ich hier, dann gehe ich den Schritt und sag, halt stopp, jetzt geht's so, die Falle. - Ja, genau. Check. Okay, das ist doch noch mal auf deinem Familiensystem und auf deiner vielleicht inneren Glaubenssätze, die raus entstanden sind, gehen. Du hast gesagt, es war viel Anpassung nötig, um in deiner Familie zu bestehen, um irgendwie in Beziehung zu sein. Und das ist alles auf eine sehr stelle Art und Weise passiert. Und sehr, sehr freundlich, aber trotzdem gab's klare Linien. Ja. - Einmal durch dein Vater, der es auch direkt mit dir kommuniziert hatte, durch seine Abwesenheit, dass das, was an Beziehung mit ihnen möglich war, sie sehr limitiert war von der Zeit, ne? - Mhm. Also, wenn du, weiß ich nicht, 40, 50 Stunden in der Woche Zeit das mit deinem Vater, dann kannst du auch mal riskieren, dass sie nicht stattfinden oder mal ein Tag ausfällt und nächsten Tag ist da möglich. - Ja, genau. Wenn du einen ganz, ganz kleinen Rahmen warst, wo Beziehung mit deinem Vater möglich ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du riskierst, dass es nicht stattfindet, natürlich geringer, aber viel mehr zu verlieren hast. Und gleichzeitig hat der Vater dir das klar vorgegeben und dann Mutter durch ihre Anpassungsleistung verstärkt, gar nicht böse gemeint, ziemlich sicher. - Nein, denk ich überhaupt nicht. Alle haben nach ihrem besten Gewissen das falsch gemacht. Mein Gott. - Ja, das macht ein bisschen besser. Spürst du eine große Loyalität zu meinen Eltern? - Ja. Ja. - Also, mein Papa ist gestorben vor drei Monaten. Mhm. - Und das ist schon. Ja, logisch ist immer traurig, das ist. Aber ich habe, ja, ich habe sie oft besucht, auch in letzter Zeit und auch sonst, wir haben wirklich ein gutes Verhältnis, aber auch nicht weil ich denke, dass ich muss. Das würde ich nicht, weil ich fahre auch fast zwei Stunden. Ja. - Und ich denke, es ist loyal, aber es ist schon nicht so, dass ich denke, dass alles top war, deswegen. Ja. - Also ich kann das denke ich schon ein bisschen unterscheiden, aber. Ja, ich denke, das ist so im gesunden Rahmen. Hoffentlich doch. Wenn du mal einspürst, ist es für dich im gesunden Rahmen? Gesunde Rahmen ist für mich, wenn ein Verhältnis besteht, dass man gerne pflegt, wo man gerne für sich da ist, für einander. Und wo man sein kann, wie man ist, weil man auch Platz gelassen wird und wo ein Respektvoller umgang ist. Ich sage immer, wir haben vielleicht zu wenig gestritten, aber ich denke, andererseits gab es auch ganz viele Dinge, die gut waren. Okay, das, was du gerade beschreibst, erlebe ich sehr, sehr häufig in Gesprächen. Dass Menschen Liebe und Loyalität verwechseln, mit ich darf auch sehen, was nicht gut gelaufen ist, was mir nicht gut getan hat, was mich zutiefst geprägt hat. Und heute dazu beiträgt, dass ich ein Verhalten zeige, was nicht die Beziehung und den Raum für mich kreiert, den ich brauche. Und wenn ich dafür mich einstehen würde, und auch sagen würde, "Hey, das tat mir nicht gut, dann gebe ich die Loyalität zu meinen Eltern auf." Und es darf hier beides sein. Du darfst gegenüber dein Eltern Loyal sein, aber darfst auch sagen, "Hey, das habt ihr verbockt." Ja, ich habe nicht einen Rahmen, man sagt, wo ich als Kind das lernen durfte, und das darf ich heute nachholen. Ich konnte nicht gut lernen, bei euch, wie es es Grenzen zu setzen, wie es zu streiten und trotzdem in Beziehung zu sein, wie es für meine eigenen Bedürfnisse einzustehen, weil da kein verdammter Platz war, weil da gar kein Raum dafür da war, weil alles so definiert war, von euch, wie Beziehung auszugestalten ist, dass ich mein eigenes Modell als Kind nicht entwickeln konnte. Und in dem Punkt bin ich sauer und wütend auf euch. In dem Punkt bin ich traurig, und gleichzeitig liebe ich euch. Und ich glaube, diese Dualität fällt den meisten Menschen ganz schwer, dass es beides geben darf, es darf die Liebe geben, und es darf auch die Wut geben. Ja, das ist genau der Punkt. Das trifft ziemlich genau. Ja. Wenn du dein Vater vermisst, was vermisst du? Einfach seine Anwesenheit zu uns jetzt paradox, weil er ja oft abwesend war, aber einfach seine ruhige Art, die er auch hatte. Er war nicht aufbrausend, auch wenn er das vielleicht ab und zu hätte sein sollen. Aber er war so mitziger, er war aufgestellter, er war positiv, er hat sich sehr für uns doch auch interessiert in seinem knappen Zeitrahmen. Ja, seine Sprüche. Und ja, seine ganze Art, also schon sehr viel. Okay, das ist eine Ebene. Und das ist die Ebene, was du an ihm vermisst. Was hättest du dir gewünscht als Kind und vielleicht auch als erwachsene Frau mit ihm? Worum traurst du auch? Eineseits diese ein bisschen verpasste Zeit. Und auch er war so sehr auf Sicherheit bedacht. Und er hat uns oft auch unbewusst, aber so ein bisschen. Ja, macht das besser nicht, weil es könnte das passieren. Ja, jetzt Job wechselst, willst du wirklich? Weil dann kommst du von diesen zu den nächsten und die sind dann auch nicht besser. Und komm wir jetzt gleich, wenn ich das noch erwähne, da ist meine Lärzeit in den Sinn. Das war ein kleines Architekturbiro. Und ich hatte dort vom ersten Tag an eigentlich, wo das wie eine Zeichnerin behandelt. Ich wurde auf Baustelle zitiert, wenn etwas falsch war, weil man die falsche fertige Elemente bestellt hat. Und dann hieß es vorversammelten Mannschaft "Hey, das warst du." Und ich musste Telefonen abheben, wenn Sitzung war, rief der Chef "Hey, du kommst", und nimmst das jetzt ab. Und es wurden auch teilweise Papierscheren nach mir geworfen. Ja, und ich habe das alles natürlich zu Hause erzählt. Ich dachte ja, da musst du jetzt einfach durch. Das ist halt nicht mehr Kindergarten und Schule. Und da hatte ich eigentlich auch wenig. So wurde dann schon zugehört, aber mehr als wäre das so eine Unterhaltungsshow. Also ich erzähle was und ah, und so und da weißt du, der ist halt auch nicht so der Schlauste. Und komm und. Du hättest eigentlich rückendeckung gewirkt. Und auch ein Einstehen und auch ein Sparingspartner, der sagt "Hey". So geht es nicht. Ich rufe den an. Und ich nehm dich dort raus. Oder ich stärke dich, dass du selber für dich die Entscheidung treffen kannst, dass du die Arbeitstelle verlässt. Ja, und ich war irgendwie 16. Also als ich dort angefangen habe und dich dachte. Braucht es auch manchmal die Eltern, ne? Ja, also schaue das nicht allein gekommen. Hättest du es für deine Taute angemalen? Ja. Das weißt du ganz klar? Bin ich sicher. Es fällt mir einfacher für jemand anderen. Ich stehe auch jetzt, wenn ihr vor die Tür gehen und jemand kommt und will dein Hut klauen, dann renne ich dem hinterher. Wenn es mein Hut ist, dann ist der halt für. War halt dein Hut. Und die Hutklau geschickt ist eigentlich ein Sinnbild für dich für dein Leben, wie du es ausgestaltest. Du bist so damit beschäftigt, den Hütten der anderen teuer zu rennen. Dass du gar nicht mehr bemerkst, dass du gar keinen mehr auf hast, was deine längst geklaut wurde. Und du klasten dir ein Stück weit selber mit diesem Verhalten. In der Psychologie und in der Therapie gibt es verschiedene Theorien und ich gehe sehr stark davon aus, dass wir alle Erfahrungen gemacht haben, die unseren Blick auf die Realität prägen und verändern. Und wir sehen nicht die Realität als das, was sie ist, sondern durch die Brille unserer Erfahrung, die wir gemacht haben. Das heißt, in der Einfall, von dem Ausschnitt, den ich bisher mitbekommen habe, du hast ja ganz stark gelernt, dich anzupassen. Harmonie sucht zu entwickeln, wie du selber beschreibst, dann auf die Bedürfnisse deines Vaters von anderen zu achten, damit überhaupt Beziehung möglich ist. Das scheint ja irgendwie in deinem Skript recht tief angelegt zu sein. Heißt ja dann, dass das, was du als erwachsene Frau mehr entwickeln darfst. Und wieder lernen darfst oder überhaupt mal lernen darfst. Ich glaube, so wie ich dich bisher gehört habe und was ich gespürt habe, dass da noch ganz schön viel emotionale Verkniffung mit deinem Papa da sind. Und vielleicht auch unerfüllte Wünsche, magst du da mal reingehen? Ja, wenn dein Papa dich hören könnte. Und wir wissen es nie, was setz du dir von ihm gewünscht? Und wie würdest du ihm das sagen? Ich hätte ihm gewünscht, ganz einfach formuliert, da einfach setz dich mal hin und spiel mit uns. Okay, und jetzt nicht mit uns, sondern für dich. Was setz du dir für dich gewünscht? Vielleicht kannst du auch dein Papa direkt ansprechen. Und wenn du magst, schliehst du einmal die Augen? Hat mal ein unter Haus und schau mal wieder auf dem Stuhl sitzt. Und wie der Stuhl dich hält und trägt und dich sicher hat, dann rücken. Und wie die Unterlage vom Stuhl dich sicher trägt. Und in dieser Position hält. Es ist fast wie im Arm sein. Und jetzt lasst mal dein Papa in dem ersten Erscheinungsbild vor dir aufkommen, was dir einfällt. Wie alt ist dein Papa da? Für 50, 60 so. 50, 60. Ja, 50. Und wenn du jetzt vor dein Papa tritzst, wie alt bist du? Dann bin ich etwa 10. 10. Und dieser Tag ist anders, weil dein Papa hat frei und hat gar nichts geplant für den Tag. Und das ausgeschlafen ist in keiner Hektik, sondern hat einfach nur Zeit und sitzt da. Und der normalere Flex wäre jetzt natürlich zu sagen, was kann ich jetzt mit meinem Papa machen, wenn so viel Zeit da ist. Aber heute nimmst du die Zeit, um mal kurz aus dem Hamsterrad der Familienkonstruktion auszusteigen. Und einmal für dich einzustehen und Klatschiff zu machen und zu sagen, was los ist und ihm zu sagen, wie es dir ergeht mit der ganzen Sache. Du hast Zeit, du kannst ihm das sagen. Und deswegen richtet doch bitte direkt deine Worte an deinem Vater, warum bist du traurig? Und was wünschst du dir in der Zukunft? Ich wünsch mir, dass du nach Hause kommst und nicht die Tagsschau anschaust, sondern dass du schaust, was wir gebastelt haben, dass du dich hinsetzt mit uns meine neue Lego-Eisenbahn ausprobierst. Ich wünsch mir, dass du ganz viel Zeit hast, dass das nicht einfach nach fünf Minuten vorbei ist, weil es Abendessen gibt. Sondern ich wünsch mir ein unbegrenztes Zeitfenster. Und ich möchte, dass du mit nach draußen kommst, noch ein bisschen Fußballspiel miteinander. Die anderen Väter sind auch dort und unterhalten sich oder spielen ein bisschen Tischtennis. Ich möchte einfach, dass du dabei bist ohne Zeitplan. Aber ich wünsche mir deine Aufmerksamkeit? Ja, ich wünsche mir deine Aufmerksamkeit. Ich wünsche mir, dass du mich siehst, wie ich bin. Ja, dass du mich siehst, wie ich bin. Ich möchte mich nicht verändern, wenn ich mit dir bin. Ich möchte mich nicht verändern und ich möchte auch nicht extra lieb und nett sein, wenn ich mit dir zusammen bin. Ich möchte einfach so sein, wie ich bin. Wenn du jetzt mal nachspürst, wie fühlst du dich das anders, so zu formulieren? Der Anfang war nicht so einfach, aber es ging dann nicht etwas besser. Es fühlt sich ungewohnt, aber doch irgendwie ein bisschen befreien dann. Und wenn du jetzt mal auf dein Papa guckst, wie reagiert er? Er schaut mich etwas verwundet an, aber nicht böse, sondern einfach ein bisschen erstaunt. Und was sagt er dazu, wenn er jetzt sprechen könnte? Wenn das hört von seiner Tochter, was sich eigentlich wünscht und was ihr schon vielleicht verpasst, zum Moment kreiert habt, aber was eigentlich sein Herzenswunsch ist mit dir, aus der Liebe heraus, aus seinem Vater sein. Er sagt, dass ihm das nicht bewusst war, er sagt, dass meine Mama immer zu Hause war für uns, bei uns mit uns und die hat wirklich alles mit uns gemacht. Und im Bar nicht bewusst, dass seine Rolle ebenso wichtig ist. Also mir war nicht bewusst, dass ich auch gebraucht werde, mir war nicht bewusst, dass du mich auch sehen willst. Mir war nicht bewusst, dass ich eigentlich so wenig Zeit als Vater bereitstelle. Tut es ihm leid, um die verpassten Jahre. Und vielleicht denkt er konnte es nicht besser. Ja, ich denke schon, dass er so sieht, dass er das wirklich nicht geschnallt hat, rechtzeitig. Das hat er verpasst. Das tut ihm sehr leid. Ja. Und jetzt kommen wir langsam wieder zu mir. Begingst du gerade damit? - Ja, es war traurig, aber es war auch auf eine schöne Art traurig, das so zu sehen. Auch in der Traurigkeit kann Verbindung entstehen, bzw. gerade zu merken, dass du dein Papa sehr, sehr wichtig warst. Und gleichzeitig eher blind war für die Bedürfnisse der anderen und vielleicht auch für seine eigenen Stück weit. Ja, denke ich auch. Und warum ich das mit dir gemacht habe, weil ich habe mir gewünscht, dass du siehst, dass beide Qualitäten möglich sind, dass du für dich merkst. Und wir können darüber viel reden, aber in so einen leichten Tronsreisen, das ist manchmal leichter, das zu erfahren, zu merken. Auf der einen Seite darf ich für mich und meine Bedürfnisse und Wünsche einstehen. Das heißt nicht, dass sofort die Beziehung abricht, sondern es kann sogar noch eine Ebene tiefer entstehen. Wenn jemand mich sieht, in dem, was ich mir wünsche oder was wir auch verpasst haben und darum traurig ist und ich darum traurig sein darf, dann entsteht ja Verbindung. Dann steht eingesehen werden, weil das ist Verbindung geeignet. Ich sehe dich, ich sehe mich. Das heißt nicht, dass ich mal alles machen muss, was du dir wünschst und heißt auch mal nicht, dass du alles machen musst, was ich mir wünsche. Aber am Ende ist es so ein gesehen werden und natürlich bedeutet Beziehung auch Kompromiss. Ja. Der macht mal lebt noch, ne? Ja. Wie ist euer Fältnis eigentlich? Es ist freundschaftlich. Es ist jetzt nicht so auf diese besten Freundinnen Ebene. Es ist auch sehr eigenständig und es geht dir soweit ganz gut. Sie unternehmt viel, hat viele Freundinnen und Freunden und wir haben auch so tieferen Diskussionen, aber oft auch wir sagen immer wir haben jetzt unsere geschützten Werkstatt. Das sind wir einfach wir und können irgendwie, wo uns auch einfach ein bisschen gut haben, etwas Schönes und Nehmen. Auch Werkstatt? Nein, weißt du so, das ist der geschützte Rahmen, wo wir einfach wenn ich bei ihr bin und sie hat noch einen Hund. Ja, wir unternehmen dann viele coole Sachen, also wirklich ein schönes Verhältnis. Okay, also ihr seid dann auch zusammen, verbringt Zeit zusammen. Ja, ja. Schön. Und gibt es Sachen, die du von deiner Mama gewünscht hättest? Ja. Aber nicht Dinge, die man so, also nicht so klar benenbare Dinge, ich denke vielleicht auch, dass sie sich für sich selbst schon mehr reingesetzt hätte. Okay, dann lass es doch da mal reingehen, machen wir die Augen zu, wenn du magst. Und nimm mal einen Atemzug rein durch die Nase und durch die Mund raus. Und nimm dir mal das erste Bild, was dir von deiner Mama kommt. Mhm. Da ist sie etwa 40. Wirklich bist du da? Ich bin nicht da nicht wahr. Komprächen. Ja, klein. Roundabout. Ja, 10. 10 Jahre. Ja. Krüste an Mutter an einem ähnlichen Zeitpunkt, wie du dein Vater getroffen hast. Ja. Und das meistens gar nicht so ein Zufall, wenn wir unsere Eltern treffen. Du wahrscheinlich schon innerhalb des Familienkreises Modell für dich entwickelt hast, wie Familie funktioniert. Und gleichzeitig entsteht da vielleicht auf einer unbewussteren Ebene schon etwas, das so leicht entschief lage geraten ist, wo du schon weißt, hoh. So funktioniert das bei uns, aber vielleicht ist es doch und Ticken anders. Und auf deinem Weg hätte es dir geholfen bestimmte Sachen bei deiner Mutter zu beobachten. Um für dich Dinge und Qualitäten entwickeln zu können. Und wenn du jetzt die Gelegen hast, mit deiner Mama zu sprechen und zu sagen, Mama, ich hätte mir gewünscht, Mama, ich hätte gebraucht. Mhm. Was kommt dir dafür im Pulser? Ich würde sagen, Mama, ich hätte mir gewünscht, dich mal wütend zu sehen. Weil? Ich hätte gezeigt, dass deshalb nicht die Welt auseinanderbrechen würde, dass es danach auch wieder harmonisch sein kann, weil es mir die Angst genommen hätte, jetzt selbst zu zeigen, wenn ich wütend bin. Mama, ich hätte dich in deinem Wut gebraucht. Ja, ich hätte dich in deiner Wut gebraucht. Was kommt dir noch? Ja, ich hätte mich auch über Unterstützung gefreut. Ich habe eine starke Schulter gebraucht. Dass du mir den Rücken stärkst? Ja. Dass du mir den Rücken stärkst, wenn ich es selbst nicht kann. Ja, ich habe dich auch gebraucht. Ich hätte mich auch über die Schulter gebraucht. Ja. Ich hätte deine starke Schulter gebraucht. Ja. Und wenn du das jetzt so sagst, wie ist ihre Reaktion? Wie guckt er dich an? Ja, sie guckt mit deinem Blick, der sagt, ich weiß. Sie weiß das? Ja. Wie geht es dir damit, dass sie weiß, dass du sie eigentlich gebraucht hättest, dass du ihre Wut gebraucht hättest, dass du ihre starke Schulter gebraucht hättest, dass sie darum weiß? Ich wollte mich wahrscheinlich irgendwie rüten machen, aber das tut es nicht. Das sollte gar nichts, es geht nur darum, die Gefühle, die jetzt bei dir aufkommen, wie geht es dir damit? Sie tut mir leid. Weil ich sehe, dass sie das gemacht hat, was sie konnte, in dieser Zeit. Aber sie sagt auch, dass sie das alles auch nicht so richtig bewusst war, wie sehr ich sie gebraucht hätte, weil man. Ich weiß. Wir waren nicht bewusst, wie sehr du mich gebraucht hättest. Ja. Wir waren nicht bewusst, wie sehr du meine Wut auch gebraucht hättest, die mir selbst nicht so richtig zur Verfügung stand. Mir war das nicht bewusst. Wie ist es für sie emotional? Traurig. Traurig. Ja. Tut es er leid? Ja. Sehr. Ja, tut es er leid, dass sie. Ja. Die vorleben konnte, wie es es würdend zu sein. Das tut es sehr leid. Ja. Die tut es sehr leid, dass sie den mich begleiten konnte. Und ihr keine Schulter geben konnte in der Situation, wo du es wirklich gebraucht hättest. Ja. Und spürst du ihre Liebe zu dir? Ja. Ja. Sech in jedem Blick. Und gleichzeitig drückte sich auch aus, indem das sehr sehr leid tut. Mhm. Dass sie das verpasst, dann. Ja. Das habe ich verpasst. Und ich bin unendlich traurig darum. Wenn du deine Mutter so siehst, dass sie so unendlich leid tut. Mhm. Gibt es so was, was du mit dir machen möchtest? Wir sagen möchtest. Ja, eigentlich. Möchtest du sie in den Norden nehmen? Da macht das doch ein Ding da. Und geh hin, nehmen sie in den Arm. Und schauen wir, wie sich das für dich anfühlt. Und schauen wir, was sich vielleicht in dir entspannt, was sich verändert. Und wenn du das gemacht hast, dann nimmt noch ein Atemzug und kommt langsam hier wieder an. Wo bist du gerade, wie geht's dir? Erstaunt, dass das so was das auslöst, wenn dann sich auch diese gedankliche Reise begeben. Ja. Du lässest gedankliche Reise, aber die Gedanken, die nur dazu, die Emotionen, die in dir drin sind, wachzurütteln und wir alle laufen mit emotionalen Ladungen umher. Kannst du dir so ein bisschen so vorstellen, wie unerfüllte Bedürfnisse, die sich in Form von Emotionen aufladen, die dann angepickt werden im hier und jetzt und dann sich in verschiedensten Qualitäten entladen. Und mir war es wichtig, mit dir diese Reise zu machen, diese kleine, um ganz deutlich zu sagen, was du gebrauchte, was war deine Bedürfnisse und was hätte dir geholfen und gleichzeitig auch in diesem für dich einstehen zu sehen, dass es nicht eine Beziehungsunterbrechung gibt, sondern eine neue Beziehungsqualität entstehen kann. Und in dem Moment, wo du das auf einer emotionalen Ebene erlebst, ist es tiefer als sich das einfach nur zu überlegen. Und gleichzeitig kann ein Stück von der Ladung die aufgebaut wurde, schon mal abfließen. Und es kann dann sein, dass du hier und jetzt gar nicht mehr so stark auf bestimmte Situation reagierst. Ich glaube, für dich gibt es tatsächlich ganz viel darum zu gucken, wo bin ich zu realisieren, ich darf für mich einstehen, auch zu wissen, was konnte ich lernen als Kind und was ist schwer gewesen, was konnte ich eben nicht lernen, wo ich heute eine extra Meile zu gehen habe und auch wirklich bewusst Erfahrungen frühzeitig suchen, wo du merkst, ich darf mich abgrenzen, ich kann mich abgrenzen und Beziehung ist trotzdem möglich, falls dir andere sagt, nee, das geht nicht, wird es immer eine Beziehung sein, die nicht auf Augenhöhe ist. Wenn wir mal jetzt ein aktuelles Beispiel, denn Partner, wenn du sagst, ich hatte eine anstrengende Woche und ich merk, ich würde heute gerne mal für mich radeln gehen, wenn er sagt, ne, ist nicht, wir haben ja doch das Wochenende, also das ist ja zusammen, dann wirst du wissen, dass wenn sowas immer so ist mit ihm, dass eine Beziehung auf Augenhöhe nicht möglich ist. Ich werde ich tatsächlich schon weg, also such rechtzeitig die Erfahrung, ich darf für mich sein, ich darf auf meine Bedürfnisse achten, um die dann auch machen zu können, um hier und jetzt, weil wir können in der Vergangenheit gucken und bearbeiten und gleichzeitig kannst du um hier und jetzt für die Situation kreieren, wo du dich einfach üben kannst, und dem, was du noch ein bisschen nachholen kannst, da gibt es das Sinn für dich. Das gibt sehr viel Sinn, ja wohl. Wie geht es dir gerade damit? Es geht mir gut, fühlt sich ein bisschen an wie noch so ein Zuckerwarte im Kopf, ein bisschen so ein Diffusesgefühl, aber doch auch ein klares Gefühl und ich denke, ich werde jetzt ein bisschen Zeit brauchen, das Einwirken zu lassen, aber ich habe eigentlich ein gutes Gefühl und ich habe auch gemerkt, jetzt sind kleinen Beispiele, dass es sich wirklich lohnt, wenn man sich für sich selbst einsetzt, das hat auch etwas befreien, das ich merke, dass ich allgemein ein bisschen selbstbewusst, vielleicht gewohnt bin, ich habe mich jetzt in unserem kleinen Musikertuo getraut, auch zu singen, ich habe jetzt Gesangsuntricht, jetzt zweimal, das war für mich immer so klar, dass wir zu einer psychologischen Sache weil das eben viel mit sich zeigen und loslassen und allem zu tun hat und ich hätte das schon seit Ewig gewollt, aber ich habe mich licht nicht getraut, irgendwie zu wenig, zu wenig gefühlt und ich habe das jetzt gemacht und das war wirklich eine tolle Erfahrung und ich werde das noch weiter machen und ich traue mich auch, trausten, ich bin oft mit dem Graubebike unterwegs, ich merke auch, ich traue mir da mehr zu und ich denke, das kommt auch daher, weil ich sehe, ich kann mir auch selbst vertrauen und ich bin jemand. Ja und ein Stück für Stück wird immer mehr stärken und es kann immer mal wieder rückschläge geben, so ist das, aber du wirst nie so tief fallen, wie das fundament, was du jetzt Stück für Stück immer höher aufbaust, und das baust du für dich auch, wenn du dich siehst in deinen Bedürfnissen, wenn du deine eigene Geschichte anerkennst, wenn du die emotionalen Sachen auch ins fühlen bringst und deine Bedürfnisse für dich siehst, die in der Vergangenheit nicht erfüllt wurden und die du vielleicht mehr ins Leben bringen kannst, sie mir und jetzt, dann kommst du aus der Fernsteuerung in die Selbststeuerung. Ja, danke, dass du da warst, danke für deine Aufmerheit und danke für das emotionale mitgehen auf der Reise. Vielen Dank dir, dass ich da sein dürfte. Ja, klar. Erstmal bin ich Florence dankbar für ihre Offenheit und das sie gesagt hat, ja, sie macht das sie erzählt mit davon und sie lässt sich auch auf dieser kleinen Trance Reisen ein, die ja ganz viel auffüllen können und viel emotionales hochholen können und das haben sie auch. Für mich sind eigentlich die Tränen, die dann kommen gutes Zeichen, ein Zeichen, das eine Seite gesehen wird, eine Sache gesehen wurde und Aufmerksamkeit bekommen hat die langen Ecke stand. Und ich glaube, darum geht es eben auch um Leben zu gucken, dass ich diese Teile in mir annehmer und dass sie immer mehr in den Frieden kommen können. Und ich hoffe Florence konnte heute einen wichtigen Schritt gehen in punktuereignere Bedürfnisse. In diesem Sinne, wenn ihr mal herkommen möchtet, in den Ja-Copsweg zum mir, dann schreibt mir gerne an [email protected] und dann hören und sehen wir uns ja hoffentlich und ich freue mich immer sehr, wenn ihr mir eine kleine Rezension, eine Bewertung da lässt, wie ihr die Podcast empfindet und am besten geschrieben, dann kann ich schlauer daraus werden als aus 5 Sternchen, die ich haulich bekomme, nein, entscheidet selbst und ich freue mich auf jeden Fall über Rückmeldung und nehmen wir uns irgendwann vielleicht mal hier ein Podcast sehen. Also, macht gut bis dahin. Das war der Ja-Copsweg. An dieser Stelle noch ein herzlichen Dank an Panalena Birke für die Redaktion zu dieser Folge und an Fluristan von Chamber und Posten für den Schnitt und das Sounddesign. Eine Produktion von auf die Ohren.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Florence erlebt wiederholte Situationen der Unterdrückung und Belästigung im Arbeitsumfeld, bei denen sie sich verantwortlich fühlt für das Wohlbefinden anderer und merkt, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse oft vernachlässigt.
  2. Ihre frühe Lebenserfahrung in einer Familie mit starken Anpassungspattern und fehlenden klaren Grenzen hat zu einer tiefen Emotionalität und einem lebendigen Bedürfnis nach Anerkennung ihrer eigenen Wünsche geführt.
  3. Durch die kreative Auseinandersetzung mit ihren Eltern – insbesondere mit ihrem Vater – entsteht ein tiefer Verbindungssinn, bei dem Liebe und Wut, Loyalität und Wut, Wunsch und Verlust gleichzeitig akzeptiert und verstanden werden können.

Summary:

Florence teilt ihre Erfahrungen aus der Arbeitswelt und aus ihrer Kindheit, in denen sie sich ständig anpasste, um in Beziehungen zu bestehen. Sie berichtet von konkreten Situationen, in denen sie als Kollegin für einen anderen eingesetzt wurde, was zu einer gravierenden Unterdrückung und Kritik führte. Im Raum des Arbeitsplatzes spürt sie eine stärkende Angst, sich zu äußern, und fühlt sich verantwortlich für das Wohlbefinden anderer.

Diese Erfahrungen sind eng mit ihrer familiären Entwicklung verknüpft: ihr Vater war stets anwesend, aber durch Abwesenheit und stiller Handlungsweise fügte er eine starke Anpassungspflicht und eine fehlende Grenze ein. Die Mutter stellte sich als kontinuierlich verfügbare, unterstützende Figur dar, was wiederum das Bedürfnis nach Unterstützung und Anerkennung für ihre eigenen Bedürfnisse verstärkte. In einer gedanklichen Reise mit dem Coach wird Florence gelehrt, dass es möglich ist, für sich selbst einzustehen, ohne die Beziehung zu verlieren.

Sie erfährt, dass Loyalität und auch Wut, Wünsche und die Sehnsucht nach Verbundenheit gleichzeitig existieren können. Durch das Erkennen ihrer verpassten Bedürfnisse – wie die Wut ihres Vaters zu sehen oder die Wunsch nach starker Schulter von der Mutter – entsteht ein tiefer emotionaler Austausch. Dieser Prozess hilft ihr, mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln und zu erkennen, dass sie ihre Grenzen setzen kann, ohne dass das Beziehungsumfeld gefährdet wird.

Florence fühlt sich befreit und vertraut in ihrem neuen Verständnis von Beziehung: sie kann nun für sich selbst stehen, ohne Angst, dass die Beziehung zerbricht. Die Therapie zeigt, dass es nicht darum geht, die Vergangenheit zu ändern, sondern sie bewusst zu erkennen und in die eigene Selbststeuerung zu übergehen. Das Ergebnis ist ein tieferer Frieden, in dem Wut, Liebe und Bedürfnisse gleichermaßen akzeptiert und verarbeitet werden.

FAQs

Weil du in deiner Kindheit oft in Beziehung zu deinem Vater auf Anpassung und Stillstand trainiert wurdest. Dieses Muster wird in deinen Beziehungen heute fortgesetzt, sodass du dich automatisch verantwortlich fühlst, um die Beziehung zu erhalten.

Indem du auf das Muster deiner Familie achtst und erkennst, dass du als Kind nie deinen eigenen Bedürfnissen Raum gewährt hast. Lerne jetzt, klar zu sagen: „Ich brauche eine Pause“ und vertraue darauf, dass Beziehungen auf Augenhöhe möglich sind.

Weil du in deiner Kindheit gelernt hast, dass es gefährlich ist, dich zu verändern oder zu widersprechen – besonders gegenüber deinem Vater. Diese Angst wird heute aufgegriffen, wenn du Grenzen setzt.

Weil du in deiner Kindheit gelernt hast, dass dich niemand wirklich sieht, wenn du dich ausdrückst. Diese Angst ist emotional überlebt und wirkt sich heute auf deine Beziehungen aus.

Durch Gedankenerfahrungen, bei denen du dir vorstellst, wie du als Kind verpasste Wünsche gehabt hast – wie z. B. Zeit mit deinem Vater – und wie du heute diese Wünsche ausdrücken kannst, ohne die Beziehung zu gefährden.

Ja – Loyalität bedeutet, dass du ihnen vertraust und ihnen verpflichtet bist, Wut bedeutet, dass du dich freistellst und erkennst, dass du auch Wünsche und Bedürfnisse hattest, die nicht erfüllt wurden.

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