Great Expectations: Wie deine Erwartungen deine Zufriedenheit beeinflussen
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In dieser Podcast-Episode diskutieren die Psychotherapeutin und ihr Gast Christian Weiß die Macht der Erwartungen und deren Einfluss auf die Lebenszufriedenheit. Erwartungen werden definiert als gedankliche Vorwegnahmen zukünftiger Ereignisse, mit denen man fest rechnet – im Unterschied zu Hoffnung oder Ambition, die weicher oder aktiver sind. Die Entstehung von Erwartungen wird auf Lerngeschichte, Biografie, verinnerlichte elterliche Erwartungen (Introjekte) und gesellschaftliche Einflüsse wie Bewertungsdruck zurückgeführt. Neurobiologisch spielt Dopamin eine zentrale Rolle: Positive Erwartungen führen zu einer Ausschüttung, was unrealistischen Optimismus begünstigt, etwa bei der Unterschätzung von Risiken. Negative Erwartungen können dagegen als Nocebo-Effekt reale körperliche oder psychische Folgen haben, wie Schmerzen oder Rückzug, und so zu sich selbst erfüllenden Prophezeiungen führen. Ein zentrales Modell ist die Formel „Unzufriedenheit = Erwartetes minus Erreichtes“: Hohe Erwartungen erhöhen das Enttäuschungsrisiko, während realistische Erwartungen Zufriedenheit fördern. Viele Erwartungen bleiben unbewusst und werden erst durch Enttäuschungen sichtbar. Die Empfehlung lautet, eigene Erwartungen bewusst zu reflektieren, ihre Realität und Legitimität zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen, um langfristig zufriedener zu leben.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode Psychologie Tugor. Das ist dein Podcast für hilfreiche Gedanken und Impulse, direkt aus meiner psychotherapeutischen Praxis. Hallo, schön, dass du eingeschaltet hast. Ich bin Frankard Giruti von Beruf Psychotherapeutin und kann nicht glauben, dass die Woche schon wiederum ist. Diese Woche geht es um das Thema Erwartungen und die Macht der Erwartungen. Was haben deine Erwartungen mit deiner Zufriedenheit zu tun? Dem Thema würde ich sehr gerne mal nachgehen und ich würde gerne klären, was Erwartungen eigentlich so genau sind. Wie gesagt, was sie mit deiner Zufriedenheit vielleicht machen und welche Erwartungen du wirklich nicht oder nicht mehr erfüllen solltest? Zwischen zwei Arbeits einsetzen, habe ich heute mein Mann mal wieder hier heute an meiner Seite. Christian Weiß, er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und ich erwarte ein gutes Gespräch. Hallo, Christian. Hallo, Schönheit. Ich erwarte, dass du gut vorbereitet bist. Deal. Ja, okay. Ja. Kannst mal gucken, wie gut ich vorbereitet bin. Was fällt dir denn zum Thema Erwartungen ein? Hast du irgendwas, was dir spontan einfällt, wenn du über Erwartungen nachdenkst? Zunächst vielleicht enttäuscht erwartungen. Weißt du, was einem meiner größten enttäuschten Erwartungen war? So in meinem Jungberufsleben. Nee. Da habe ich tatsächlich erwartet und die meisten meiner auch Berufsanfänger Kollegen, dass die vorgesetzten, also Chefärztin, Oberarzt, so was, die ab sich hart her und psychotherapeuten waren, dass die mit uns auf eine ganz liebevolle, hoch emotional kompetente und richtige und einfühlsamen Art und Weise umgehen. Menschlich, zu gewann, motivieren. Dass sie total verstehen, was in mir vorgeht und eine Wohne Belastung hoch ist oder wenn Dienst oder Gespräche mal schwierig waren. Ja. Ja, war nicht. Es ist eine Back-To-Reality, Obst-Hier-Conscrv. Das ist auch nicht schlimm, so im Nachhinein. Aber das hat mich in der Zeit lang ganz schön mitgenommen. Die Erwartungshaltung war klar so und wurde enttäuscht. Aber da sprichst du ja schon eine ganz wichtige Sache an Erwartungen, haben halt sozusagen ihre Schattenseite und das ist die nicht erfüllte Erwartungen, und das ist dann häufig eine Enttäuschung. Wir wollen ja heute darüber sprechen, was Erwartungen eigentlich mit unserer Lebenszufriedenheit zu tun haben. Vielleicht können wir aber erst mal ganz kurz definieren, was Erwartungen überhaupt sind. Nein, im Grunde sind das erst mal Gedankenkonstrukte, die darin bestehen, dass man sich ein Bild von der Zukunft macht. Und jetzt würde ich noch behaupten, wenn es direkt um Erwartung geht und nichts anderes, dass man schon eine innere mentale Haltung oder sogar eine körperliche Haltung einnimmt, als würde das erwartete tatsächlich passieren. Ja, stimmt. Also das heißt, eine Erwartung ist eine gedankliche Vorwegnahme von Ereignissen, mit deren Eintreten man sehr festrechnet. Ja, und sogar so, dass man jetzt schon sich entweder körperlich oder mental dazu verhält. Beispiel, du bist beim Zahnarzt und erwartest Schmerzen. Und kreizt dich schon vorher in den Stuhl, Kopf nach hinten, das den Nacken schon schmerzt. Du erwartest es, auch wenn sie nicht eintreten werden, aber deine Haltung ist schon so. Stimmt. Also Erwartung ist so ein bisschen wie eine Vorstufe vor Gewissheit. Gewissheit ist, wenn ich 100% vom Eintreten von irgendwas ausgehe, also ich werfen Stein ins Wasser gleich, wir jetzt platzschmachen, das ist eine Gewissheit. Aber Erwartung ist kurz davor. Also schon, ist mit irgendwas rechnen. Du reches mit einer hohen Wahrscheinlichkeit. Im Gegensatz zu Hoffnung. Hoffnung ist auch eine zukunftsgerichtete Erwartung, aber irgendwie viel milder. Also da Hoffnung bedeutet nicht, dass ich fest mit irgendwas rechnen, sondern eher so was wie, ja schön wär's schon. Ja, so wie mein Lotto spielt. Das ist ja mit Hoffnung. Das ist mit Hoffnung. Das wäre ziemlich dumm, wenn man Lotto spielt mit einer Erwartung. Ist er, hab ich einmal. Ja, man kann nicht mit Gewissheit Lotto spielen, Christian. Ich weiß, kann nicht genau sagen, warum. Aber aus irgendeinem Grund war da so eine Art Erwartungshaltung. Ja, ist das diesmal klappt? Ich hab nicht mit den Filmen. Ja, ist natürlich nicht. Hat es eine enttäuschte Erwartung, meine Lotto. Ja, das ist so weird. Im Runde haben wir so eine ganze Wort. Wolke, rund um das Wort Erwartung. Herum. Es gibt Worte, die sind weicher. Die beziehen sich auf eine Zukunftsbezogene. Hoffnung, sowas optimistisch, freutvolles. Da wo was positives passiert, bei Erwartung kannst du ja. Genauso. positives und negative erwarten. Genau. Du kannst Ambition haben. Ja. Stimmt. Wobei ich das aktiver finde als reine Erwartung finde ich Ambitionen. Da schwingt noch so mit, dass du auch was dafür tust. Ja, auf jeden Fall. Ja, ja, ja. Du kannst aber auch einen Anspruch haben. Im Anspruch wiederum finde ich klingt sehr passiv. Du erwartest etwas, das andere tun müssen. Das ist ein Anspruch. Anspruch hat immer was bisschen autoritäre. Sogar wenn du ihn an dich selber hast. Stimmt. Gut gesagt. Ja. Na ja, eigentlich. Also wir wollen uns ja jetzt nicht hier in so Spitzfindigkeiten verzetteln. Allerdings, wie so oft hat uns diese sehr spezielle Bedeutung des Wortes. Erwartung. Die Recherche ein bisschen schwer gemacht. Weil wiederum ins englische Übersetzt gibt es nicht so exakt Sachen, die sich ausschließlich mit Erwartung befassen. Sondern häufig geht es dann in den Studien um Optimismus. Um Annahmen. Um Hoffnung. Aber nicht so speziell das, was wir jetzt gerade mit Erwartung und Erwartungshaltung meinen. Aber wie gesagt, das sind vielleicht auch eher so Spitzfindigkeiten. Da wollen wir uns jetzt gar nicht so lange mit dran aufhalten. Also ich finde einfach, dass sich diese Worte in ihrer Schärfe und auch in ihrer Festigkeit sozusagen unterscheiden. Und ich finde, dass zum Beispiel eine hoffnungsvoll ambitionierte Person erfolgreich in eine positive Zukunft schaut und sie sich vielleicht wünscht. Während eine Person, die das erwartet oder als Anspruch hat. Da steckt so was hinter wie das muss. Und das finde ich ein sehr großer Unterschied. Also gerade diese Härte und das müssen. Was liegt jetzt aber also hinter den Erwartungen, die wir so haben, mit anderen Worten, wo kommen Erwartungen überhaupt her? Ja, also wenn du mich als Verhaltenstherapeutin fragst, dann würde ich natürlich so wie immer antworten. Das hat mit Sicherheit mit der Lerngeschichte und mit der Biografie zu tun. Und meine Erwartungen an die Zukunft speisen sich wahrscheinlich zu einem Großteil aus meinen Erfahrungen aus der Vergangenheit. Es wird so passieren, wie du es kennst. Richtig. Okay, versteh ich. Wenn du ein bisschen analytisch, der tiefen Psychologisch fragst, dann würde ich jetzt zum Beispiel sagen, ja, die Erwartungen, die sich in mir bilden, die kommen aus meiner Biografie und nicht nur aus dem Lernen, sondern die kommen auch aus den so genannten Interjecten. Interject bedeutet, ich nehme sozusagen die meine Eltern oder meine frühen Bezugspersonen ein Stück weit in mich auf und glaube, dass die Erwartungen, die die haben würden, meine eigenen sind. Sozusagen ich habe die Eltern verinnerlicht in meine Psyche integriert und aus meiner Psyche kommen jetzt Erwartungen, meine Eltern. Und die halte ich für meine eigenen und ist nicht durch die sozialen Kontexte und Gesellschaften, in denen wir leben. Find ich das, was du gerade sagst, die sozialen Kontexte auch nicht zu knapp an unseren Erwartungen beteiligt sind, noch mal ganz wichtig. Also gerade auch ehrlich gesagt, in unserer Gesellschaft, wo wir so jung schon rangeführt werden, dass wir im Vergleich stehen, dass wir benötet werden, dass unser gesamtes Verhalten einer messbaren Beurteilung unterzogen wird und so. Da finde ich schon, dass das einen erheblichen Anteil daran hat, was wir dann auch für Erwartungen an uns selber entwickeln. Also wir nehmen es auf, halt. Ja, absolut. Man kann ja ziemlich viel heutzutage schon mit den Vorgängen, die im Hirn und zwischen den Nervenzellen passieren erklären. Und man weiß aus verschiedenen Untersuchungen und Studien, dass, was die Erwartungshaltungen angeht, vor allen Dingen Dopamin eine große Rolle spielt. Okay, wie meinst du, dass die Erwartungshaltung Dopamin ausschüttet, dann wäre es ja gut viele Erwartungen verhaben. Oh, tatsächlich ist auch das so. Es ist so, wenn eine Erwartung, eine Zukunftsvoraussage erfüllt ist, dann gibt es die kleine Dopamin-Ausschüttung. Ah, okay. Und ich habe doch vorhin schon gesagt, dass bei einer Erwartung, dass ich behaupte, die ist gekennzeichnet dadurch, dass ich meine innere Haltung meine Erwartungshaltung schützt.
mentaler Haltung oder meine körperliche Haltung schon so ausrichten wie wenn das Eingetreten wäre. Und tatsächlich gibt es auch bei positiven Erwartungen schon eine kleine Dopaminausschützung und das führt dazu, dass wenn ich deine positive Erwartung negativ beiflassen will, du mir das nicht richtig glaubst. Es gibt entfernungen beispielsweise auf der Welt über die Kulturen hinweg, dass Menschen die Wahrscheinlichkeit, dass ihnen was Schlemmes passiert, niedriger einschätzen. Im Durchschnittsgipfel, welche die Schätzen es viel zu hoch ein. Niedriger als was als die Realität. Niedriger als die Realität. Wenn man ihnen dann erklärt, dass die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit für das Negative höher ist, als sie glauben, sagen sie "Ne, ist nicht so" und nehmen nach wie vor die gleiche niedrige Wahrscheinlichkeit an. Interessant ist, heißt Menschen sind im Grunde unrealist, optimistisch und erwarten zu wenig Negatives? Ja, im Durchschnitt ja. Boah, dass wir dich niemals vermutet haben, also ehrlich gesagt "Ne, sorry, die Studie muss ich sehen, das kann ich nicht glauben, das geht nicht mit meiner Erwartung konform". Nee, ehrlich, ich sehe doch in der Praxis bei weitem mehr Menschen, die ganz viele negative Erwartungen in sich tragen und ganz pessimistisch sind, also die eigentlich immer nur vom schlimmsten ausgehen, die ganz viel katastrophisieren, es überrascht mich jetzt, dass du sagst, dass Menschen die realistische Wahrscheinlichkeit für negative Ereignisse unterschätzen. Doch, du kennst aber auch relativ viele Leute, die ziemlich ungesund leben. Rauchen zum Beispiel. Zum Beispiel. Weil sie denken, mich trifft es nicht. Ja, das denke wohl. Nun nicht jeden, aber die Wahrscheinlichkeit wird von den Rauchern für gewöhnlich unterschätzt. Der Witz ist an der Sache, du kannst trotzdem sagen, das ist die Statistik und die Wahrscheinlichkeit ist höher als du glaubst. Bei mir zieht das total. Bei vielen aber nicht. Und das liegt und das wiederum, das weiß man, das liegt daran, dass, wenn man viel Dopamin im Kopf hat, man negative ist für nicht wichtig hält, für unwahrscheinlicher hält und gefährliche Sportdaten oder vor allen Dingen junge Männer, die viele lustige gefährliche Dinge tun. Die haben das alles, viel Dopamin im Kopf und die Wahrscheinlichkeit, das was passieren könnte, wird einfach unterschätzt. Okay, okay. Aber das Gefühl, währenddessen schon während der Erwartungs-Saltung ist, einfach besser. Es ist während einer positive Erwartungshaltung einfach ein besseres Gefühl im Kopf oder worin man ein Gefühl hat. Ja, warte, aber das heißt, was du sagst, ist eine positive Erwartungshaltung zu haben, führt zu einer höheren Dopamin-Ausschütung, was zu einem positiveren und besseren Gefühl führt. Müsste man dem nach nicht sagen, ja, aber das ist doch spitze, dann sind wir halt alle so ein bisschen Delusionary, so unterwegs in unserer optimistischen Fantasiewelt, die halt gar nichts mit der Realität zu tun hat, aber Hauptsache geht uns gut. Wie so häufig, glaube ich, es ist eine Frage des Maases. Es heißt, es ist eine schlechte Idee für dein Verhalten, wenn du ein zu positives Outcome erwartest. Ja, genau, weil das ist ja das Problem an Erwartungen, wenn Erwartungen zu positiv sind und jetzt ein Sorry, aber die Realität gibt es ja nun mal trotzdem. Du hast lauter nette Oberärztinnen und tolle, Chefärzte mit fetterlicher Güte erwartet, dann kommt die Realität. Da kannst du ja nicht argumentieren, ja, aber die positive Erwartung war toll, denn das klescht ja dann normal mit den faktischen Eindrücken, die du dann gewinnen musstest und je größer die Diskrepanz ist zwischen der zu positiven Erwartung und der Realität, desto Miser geht es dir doch. Na klar, so ist das, das ist was enttäuschte Erwartungen ausmachen. Das heißt, positive Erwartungen sollten trotzdem nicht die Bodenhaftung verlieren. Und genau das ist das richtige Maß muss gewahrt werden. Jetzt ist es nur natürlich schwierig, vielleicht rauszufinden, was ist das richtige Maß und zumal, wenn wir gesagt haben, welche Erwartungen jemand hat, also eher positive Erwartungen an die Zukunft oder eher negative Erwartungen an die Zukunft, hat auch mit der Lerngeschichte zu tun, den Systemen, in dem wir groß geworden sind und auch den Introjekten, den wir ausgesetzt waren. Aber was ist denn, wenn jetzt zum Beispiel einen Mensch kein besonders gnädiges Schicksal hatte, keine besonders rose Gelehrnerfahrung und von daher in seiner Welt auch die gefühlt realistisch negative Erwartung ausgeprägt hat? Also die Welt ist kein guter Ort, meine Mitmenschen wollen nicht mein Bestes oder ich werde ausgenutzt oder sowas oder auch in Hinblick auf sich selbst. Ich bin nicht leistungsfähig, ich bin nicht liebenswert. Was ist dann? Wenn du Pech hast, Selfulfilling-Professie oder für die Mediziner unter uns der Notzebo-Effekt, wenn du negative Erwartest, kann das negative auch eintreten oder die eintreten Wahrscheinlichkeit mit dadurch hören. Du hast jetzt Notzebo gesagt, kannst du das noch mal kurz erklären, was das bedeutet? Also ich glaube Plazibo, den Begriff kennen die meisten Menschen, aber sagt noch bitte noch mal was zum Notzebo. Plazibo bedeutet bei Medikamenten, dass die gute Wirkung, die man erwartet, auch eintritt, wenn es gar kein Wirkstoff gibt. Reden wir über Zuckerkügelchen. Ja. Und Notzebo bedeutet, dass eine negative Wirkung eintritt, obwohl es gar kein Wirkstoff gibt. Das heißt, man kann von einem Medikament ja auch einen Schaden erwarten und der dritt dann gefühlt oder in Echt. Und ja, es ist das Problem. In Echt auch ein. Der große Witz beim Plazibo-Effekt ist, dass der Messbar funktioniert. Das heißt, man kann Körpermessungen vor einem auf verschiedenen Art und Weise, die dann zeigen, dass zum Beispiel eine Schmerzlinderung tatsächlich eintritt. Und wenn du von einem Medikament erwartest, dass der Notzebo-Effekt das das Schmerzen macht, dann wirst du tatsächlich Schmerzen haben. Das ist nicht eingebildet, sondern man kann das chemisch nachweisen. Das passieren tatsächlich die gleichen Vorgänger. Wirklich. Das Gleiche passiert ja auch, wenn zum Beispiel Menschen glauben, Alkohol zu trinken und das Faktisch aber nicht tun, spüren sie dennoch eine. Das heißt, wir können eine Art schwipps, eine Art Rausch. Und auch das ist ein Zeichen für Plazibo oder vielleicht auch Nutzebo, hier dazwischen. Hiermit dem. Hiermit dem. Weil einfach die Erwartung und die Erfahrung aus der sich diese Erwartung speist dafür sorgt, dass tatsächlich die Hirnchemie im Körper sich entsprechend verändert. Und das finde ich wirklich krass und spannend. Aber das bedeutet natürlich auch ganz viel dafür, wie wichtig das ist, überhaupt mitzubekommen, was für Erwartungen man hat. Denn die Erwartung sorgt ja insofern für eine gewisse Wahrnehmungsverzerrung und verändert tatsächlich die Realität. Ganz genau. Im Handlungsbeispiel oder so im psychologischen Beispiel, stell dir vor, du erwartest auf der Party. Wie wird kaum jemand mit dir sprechen, alle finden dich irgendwie doof keiner kann dich leiden. Und du bist dann dort und was macht man dann logischerweise, wenn man wirklich dieser Überzeugung ist, diese Erwartung hat, man zieht sich eher zurück. Wirkt wahrscheinlich nicht besonders zu gänglich und aufmerksam. Und tatsächlich hat man dadurch dann weniger Kontakte. Also man kreiert selber den Effekt, den man erwartet durch die Erwartung. Da sind wir also mitten drin, in der sich selbst erfüllen in Profizeiung. Das heißt, es ist schon wichtig, wirklich einen Augenmerk drauf zu richten. Mit welchen Erwartungen gehe ich in Kontakte, in Beziehungen überhaupt, daraus in die Welt, aber auch vielleicht, welche Erwartungen habe ich an mich selbst, weil du hattest schon gesagt, viel davon, bleibt komplett unbewusst. Ja, es ist ein bisschen gemein, denn viele unserer Erwartungen werden uns nicht richtig bewusst. Das kommt mir häufiger mal vor, wenn ich zwei, drei Tage irgendwo in einen Kürzelau, oder so was, fahre. Und ohne es vorher so ganz bewusst ausgesprochen zu haben, in mir ist dann dort schlechtes Wetter und ich bin super enttäuscht und merke, dass ich doch mit gutem Wetter gerechnet hatte, Entschuldigung. Ich kann ja wohl erwarten, dass hier die Sonne scheint. Also es passiert mir öfter mal, dass ich so eine Erwartung gar nicht bewusst hatte und das später merke, dass sie doch vorhanden war. Und zwar an der Endtäuschung. Wenn ich merkte, ich hatte mich offensichtlich, aber noch nicht mal bewusst, über bestimmte Gebenheiten getäuscht und ich hatte offensichtlich ein Rechtstrafe Erwartung, die jetzt leider gar nicht eingetreten ist. Aber da sind wir ja dann schon direkt bei dem Thema in wie Fern haben, denn jetzt Erwartungen mit unserer Zufriedenheit zu tun. Mein überausgeschätzter, wie der Kollege Bernhard Ludwig sagt immer, Unzufriedenheit ist erwartetes Geteil durch Erreichtes. Ein bisschen einfacher ist es, allerdings, wenn wir sagen Unzufriedenheit ist erwartetes Minus Erreichtes. Danke auch die Grundschüler mitmachen.
Das meines, ich mag das sehr gerne, weil man ganz schnell sehen kann, wie man seine unzufriedenheit steigert, man muss nur die Erwartungshaltung draufbringen. Also, ne, warte, wenn meine Erwartung ist, das wird nur 10 von 10. Jetzt egal was, ich erwarte 10. Ja. Und ich erreiche aber 7. Dann ist meine Zufriedenheit 3. Dann unzufriedenheit 3. Dann ist die Unzufriedenheit 3. Wenn ich 10 erwarte und 5 erreiche, dann ist die Unzufriedenheit schon 5. Ja. Und wenn du 10 erwartest und 10 bekommst. Und so Friedenheit 0. Gut. Und dann geht ja sogar noch, wenn du 10 erwartest und 15 bekommst. Wow. Dann ändert sich das in zufriedenheit. Ich bin ich plus. Dann bin ich, weil plus 5 zufriedenheit. Ja. Und ich mag das eigentlich ganz gerne. Weil wir immer alle versuchen, an unserem erreichten rumzuschrauben. Wir versuchen immer das Erreichtoruch zu pushen. Manchmal klappt das aber nicht gut. Und dann kann es helfen, das erwartet, bis wir runterzuziehen. Ja, ehrlich gesagt, die Erwartungen, also die eigenen Erwartungen mal zu überprüfen und notfalls auch ein bisschen runterzuziehen, das klingt so negativ oder fast schon so ein bisschen pessimistisch. Aber das meine ich gar nicht so. Ich finde es ernsthaften, wichtiges Indiz, wenn man häufig enttäuscht ist, dass vielleicht mit den eigenen Erwartungen irgendwas nicht stimmt. Also tatsächlich sind es häufig Menschen, die gerade auch was andere Menschen angeht, hohe Erwartungen haben. Also wie mit ihnen umzugehen sei, wie achtsamen oder wie sorgfältig oder wie ordentlich oder wie schnell oder was du alles für Erwartungen haben kannst. Die haben da immer Erwartungen bei 10, also viele Erwartungen an das Umfeld und sind aber ständig enttäuscht, weil sie immer nur eine Anführungsstrichen bei einer 7 oder einer 8 landen und nie bei der erwarteten 10. Das ist kein Zeichen dafür, dass alle anderen deppert sind, sondern dass vielleicht die Erwartungen viel zu hoch sind. Und insofern hängen Erwartungen und zufriedenheit schon mal eng zusammen. Also erst mal müsste man sich die eigenen Erwartungen natürlich bewusst machen und dann kann man sich fragen, wie angemessen sind meine Erwartungen an andere und wie realistisch gerade. Wie realistisch und auch wie legitim ehrlich gesagt. Ja, ja, ja, ja. Also bei manchmal haben wir auch Erwartungen an Leute, die gar nicht so in ihrem Glück wissen oder wo es uns gar nicht zu steht Erwartungen an die zu haben. Ja, ist ja so. Kann man ja alles mal in Frage stellen und so hängen Erwartungen und zufriedenheit ja schon mal eindeutig zusammen. Aber das Umgekehrte gilt ja auch. Es macht mich ja auch um zufrieden, wenn ich mit unrealistischen Erwartungen konfrontiert bin, oder? Also wenn jemand an mich ganz unrealistische Erwartungen hegt. Genau, auch diese Tür schwingt wieder in beide Richtungen und beides kann zu Unzufriedenheit führen. Es gibt tatsächlich da auch eine sehr interessante, ganz groß angelegte Studie und zwar gegen es da um die Erwartungshaltung von Eltern gegenüber ihren Kindern, was die schulische Leistung angeht. Also wenn die unrealistische Erwartungen geäußert haben, sie haben schon gedacht, der Bub kriegt eine vier und haben aber gesagt, er soll eine zwei bekommen. Das ist doch viel. Das ist auch schwer in die Hose gegangen. Ja, natürlich. Also wenn die Erwartungen die geäußert der Erwartungshaltung die Ambition viel höher ist, unrealistisch höher ist als die tatsächliche Möglichkeit oder die Erwartung hat das ganz negative Konsequenzen. Aber jetzt kommt der Witz. Wenn die nur so ein bisschen besser ist, im realistischen Bereich aber hoch. Also die Erwartungshaltung wäre eine drei Minus oder was? Nämlich mal an die die tatsächliche Erwartungshaltung bleibt bei einer vier. Ja. Und sie sagen aber dem Kind, sie erwarten eine drei Minus. Ja. Dann motiviert das zu höherer Leistung. Dann sind die Kinder etwas besser gewesen. Okay, warte. Das heißt, unrealistisch hohe Erwartungen machen es negativ, machen es giftig. Führen dazu, dass die Kinder das Gefühl haben, eine Enttäuschung zu sein und dem motivieren die Kinder. Ja, geht es dopamine runter wie verrückt. Den geht es damit nicht gut. Aber eine slightly zu optimistische Erwartung sporent an. Das legen die Ergebnisse nah. Interessant. Okay. Also es ist nicht schlecht eine etwas höhere Erwartungshaltung zu haben. Nur in dem Moment, und ich glaube, das ist auf viele übertragbar. Nur in dem Moment, wo es zu viel wird, wird es schädlich. Mhm. Okay. Ja. Also, ich bricht auch so ein bisschen dafür, wenn du eine Erwartung im Sinne von Vorfreude hast. Und hast du die ganze Zeit ja auch, während du noch Spannungsvoll wartest, eine gute Zeit vor Freude. Mhm. Das ist schon mal interessant. Gut, das ist für deine mentale Gesundheit auch ganz gut, weil du eine gute Zeit hast. Aber vor Freude finde ich, geht jetzt mehr so in Richtung Hoffnung und Optimismus und nicht so sehr feste Erwartung, oder? Wenn du was positives Erwartest, dann hast du vor Freude und das sprechen auch die Dopamine Ergebnisse sprechen auch dafür. Ja, ist richtig. Das ist tatsächlich, was man vielleicht mit Vorfreude bezeichnen könnte, diese leichte Dopamine erhöhen, die ganze Zeit. Mhm. Okay. Die lässt sich auch nicht so schlecht nehmen, halt, ne? Und dann kann es eben auch passieren, dass du in deiner Vorfreude gute Dinge tust, die das Ergebnis befördern. Also, dass das Ergebnis auch wirklich ein schönes wird. Du freust dich die ganze Zeit irgendwie auf Weihnachten und deswegen gehst du auch los und kaufst noch ein paar Geschenke und du machst den noch was Schönes. Und du wirst dir eben vorstellt, das macht deine Stimmung auch aus. Und das führt vielleicht auch dazu, dass tatsächlich der Baum noch ein bisschen schöner wird und die Freude übers geschränkt noch ein bisschen größer wird. Weißt du? Ja, okay. Aber, genau. Aber ey, Weihnachten ist ja hier gerade mal das perfekte Stichwort auch für völlig überzogen Erwartung. Absolut. Seit wann wohnen wir denn in einem Disney-Film, wo alle sich lieb haben, alle Einträchtig irgendwie an der festlich gedeckten Tafelsitzen, so ist eben das Leben ja nicht in echten Familien. Also, auch da überzogen Erwartungen machen unzufrieden und machen unglücklich und frustrieren und demutivieren. Dringende Podcastempfehlung, Weihnachten, this struggle is real, wir haben eine Folge gemacht, ne? Richtig. Aber das ist ein wichtiger Punkt, das heißt, Erwartungen bewegen sich idealerweise in einem leicht positiven, aber dennoch realistischen Rahmen. Um dir? Genau so. Und zwar sowohl die Erwartungen, die ich an andere habe, die Erwartungen, die ich an mich selber habe, aber auch die Erwartungen, die andere an mich haben, sollten sich alle im leicht positiv realistischen Rahmen bewegen, sonst macht das in alle Richtungen, Frustration, unzufriedenheit, Enttäuschung oder vielleicht sogar Demotivation. Ja, es macht zum Beispiel auch Stress, wenn die Anforderungen höher sind, als ich glaube, leisten zu können. Genau. Wenn meine Ressourcen nicht ausreichen, nach meinem Empfinden, für das, was ich jetzt leisten muss, das ist Stress. Und das passiert, wenn zum Beispiel von außen zu hohe Erwartungen an dich herangetragen werden. Stimmt. Den Du das Gefühl hast, du kannst das nicht leisten. Dann hast Du inneren Stress. Okay. Ja. Sehr nachvollziehbar. Ja. Und wenn diese Erwartungen von Dir selber kommen und jetzt Stichwort "perfektionismus", also die Erwartung ist, dass alles perfekt wird, dann wissen wir, dass perfekte Perfektion caub möglich ist, dass Du immer wieder zu enttäuschten Erwartungen damit zu schlechten Gefühlen führt. Ja. Das heißt, "perfektionismus" erwartet uns von sich oder von anderen. Ist ein Unglückskarand. Ziemlich sicher. Zumindest wenn sich das in Lebensbereichen abspielt, wo es schlicht, nicht möglich ist oder außerhalb der eigenen Ressourcen. Also, mein Beispiel ist ja mit der Herzliche Rook. Ich hätte gerne bitte, dass ein Herzliche Rook sollte ich jemals mit einem Näher-Inkontakt kommen, "perfektion walten lässt" an meinem offenen Herzen. Das wär schön. Wenn er da einigermaßen perfektsinnistische Ansprüche hätte und auch ordentlich wieder zusammen näht, was zusammen gehört, das fände ich wohl gut. Weißt Du, was ich meine? Ich verstehe das schon. Es gibt so ein paar Sachen. Da sollte man "perfektion" anstreben. Aber eben realistischerweise kann man das nicht in allen Lebensbereichen. Und es ist auch überhaupt nicht notwendig, sondern da kann man ja wiederum sich mal bewusst machen, welche Standards man in welcher Lebenssituation anlegt und ob das eine realistische Erwartung ist. Und ein Herz-Jerurk hat vielleicht gar nicht so unrealistisch die Erwartung, dass er das jetzt sehr, sehr gut machen wird. Ja, aber Du bist auch sehr gut aus der OP rauskommen, wenn er nur 99% perfekt war. Und ganz perfektionistisch widne mich auch der nicht. Okay. Sag mir sowas nicht. Doch, das ist, das ist. Nein, da möchte ich bitte meinen Verblüten. Wie hast Du zum Einstieg gesagt, die meisten Menschen sind fast ein bisschen zu optimistisch und unterschätzen ihre Lebensrisiken. Ich möchte bitte davon ausgehen, dass ich nie in diese Situation komme. Ja, klar, keine Angst. Das, dir wird nie was Schlimmes passieren. Es liegt daran, dass ich mein Kontingen schon aufhabe. Also das war tatsächlich, ich weiß nicht, ob ich das erzählen sollte, aber wir hatten ja gesagt, dass man Menschen eine nicht so ganz glückliche Vergangenheit haben. Sie häufig in der Erwartung weitergehen durch ihr Leben. Das ist auch.
in Zukunft nicht glücklich werden wird. Und das insofern negative Erwartungen, auch eine negative Weltsicht fördern, die negative stärker auffällt. Und du vielleicht sogar durch dein eigenes Verhalten dazu beiträgst, dass dir im Sinne von sich selbst erfüllenden Profizeiungen mehr negative passiert. Und tatsächlich glaube ich ein Stück weit, dass es einen bewussten Akt braucht, nicht nur das mitzubekommen, sondern auch das ändern zu wollen. Und ich habe das gerade so halb schärzhaft gesagt, mein Kontingent an schlechten Dingen war auf. Aber das war tatsächlich ein Punkt in meinem Leben, wo ich dachte, what the hell ab jetzt kann mehr ja nur noch gutes passieren, rein statistisch gesehen, hat sich das jetzt hier erledigt. Und das ist ein wichtiger Punkt gewesen, weil mir das eine positive Erwartungshaltung ermöglicht hat. Ja, das ist ein ganz wundervoller, schon psychologischer Lifehack sozusagen, die du da angewandt hast. Ich hatte das in einer der letzten Podcast-Episode erzählt, dass Menschen sich hinsichtlich der Auftretenswahrscheinlichkeit von Ereignissen häufig verschätzen, das hast du ja gerade auch schon gesagt. Und zwar vor allen Dingen, dass die Dinge für wahrscheinlich erhalten, die ihnen schon mal passiert sind, oder die im Nahen Umfeld passiert sind. Wenn du in deiner Familie jemand hast, der einen Schlaganfall hatte, hältst du die Auftretenswahrscheinlichkeit für Schlaganfälle, für höher. Wenn du mal jemand hattest, der vielleicht Lungkrebs hatte, dann hältst du auch die Wahrscheinlichkeit dafür, für höher oder wenn du selber schon mal von irgendwas betroffen warst, egal was im Autounfall, hältst du die Wahrscheinlichkeit für Autounfälle auch für höher. Und das würde jetzt dafür sorgen, dass du eine negative Erwartungshaltung entwickelt. Aber mir war das ein bewusster Akt zu sagen, nee, das, das und das ist mir ja bereits passiert. Warum sollte das jetzt also wahrscheinlich ja sein? Ich habe mich genau anders entschieden. Ja, perfekte Idee, das so zu machen. Das schützt mich natürlich in keiner Weise vor den Dingen, die dennoch passieren werden, aber zumindest habe ich dadurch glaube, diese negativbrille abgesetzt. Und der Wartest nicht nur schlecht ist, das auf dich zukommt. Genau, nee, eher ist meine Haltung ja so als kölsches Mädchen. Gut wird gut. Auf einer Station in einer meiner klinigen Hängt, so eine schöne Karte. Man muss mit allem rechnen, auch mit dem besten. Ja, das finde ich auch ein Superspruch. Aber tatsächlich versuche ich, dass ehrlich gesagt auch nicht. Also ich mein, das schon so. Ich versuche, wenn es ums Erwartungsmanagement geht, mich einigermaßen Ergebnis offen und flexibel zu positionieren. Jedenfalls fahre ich damit ganz gut. Also ich versuche tatsächlich weder überzogen positive, noch überzogen negative Erwartungen zu haben, sondern sowas wie gar keine Erwartungen. Das geht nicht 100 Prozent. Aber weißt du wie ich meine? Ja, ich weiß total, was du meinst. Du versuchst hier so lange, es geht überhaupt kein Bild von der Zukunft zu machen. Genau. Ja, es hat einen Ziel sozusagen, auf der Abmission der zuarbeiten kann, aber keine Idee, wie das Wetter wird zum Beispiel. Nee, also ich bin nicht derjenige, der auf Wochen hinaus irgendwie sich über Wetter Gedanken macht, wenn ich wissen will, wie Wetter ist, gucke ich auf dem Fenster. Und dann sehe ich. Also tatsächlich einigermaßen, ja, die Haltung wird kütiert, kütt und es ist wie es ist, die hilft mir sehr. Aber ich weiß, dass das vielen Leuten schwerfällt. Das Problem mit den Erwartungen ist aber, dass es immer eine so hohe Auftretenspascheinlichkeit, den manchmal gibt, ohne eine echte Grundlage zu haben, worauf sich das bezieht, wie komme ich denn? Ja, Erwartung bedeutet, dass du fest mit etwas fest und das würde ich halt vorschlagen, mal lieber nicht zu machen, außer man hat extrem berechtigte Gründe mit etwas fest zu rechnen. Aber in welchen Fällen kann man denn schon fest mit etwas rechnen, Deutsche Bahn? Also man hat, da steht jetzt Zeit drauf, da ist wegen, das ist berechtigte Grund. Komm, sie kommt, sei. Ich finde, es kütt wird kütt. Ich stelle mich mal ein Badensteig. Das ist die bessere Haltung. Nee, wirklich, das soll mich fürs ganz zu leben. Viel besser zu sagen, ich schau mal und dann reagiere ich. Ich sehe ja dann, wie es wirklich ist. Anstatt das meine Realität an meinen Erwartungen zerschält. Kann ich doch lieber mal gucken, wie die Realität ist. Also ohne Erwartung. Ja, so gut, dass möglich ist. Es ist eine gute Idee. Ich glaube, dass das manchmal nicht so leicht funktioniert, weil es in der Erwartungshaltung auch manchmal unbewusst entsteht und man merkt, es später, dass man sie hatte. Ja, das stimmt. Okay, also aber wenn wir jetzt wissen, dass unrealistisch hohe Erwartungen sowohl von mir an andere als auch von andere an mich nicht gut sind, auch nicht Erwartungen von mir an mich, also zu hohe Erwartungen nicht gut, aber auch zu negativer Erwartungen, auch nicht gut, weil sie die Wahrnehmung verzerren und weil sie im Sinne von Notzebo und sich selbst erfüllener Profizeiung vielleicht wirklich das reale Outkampf verändern. Was heißt das? Das heißt, dass wir uns besser mit Erwartungen im slightly optimistisch realistischen Bereich bewegen, aber wie schaffen wir das? Das ist die hohe Kunst. Also erst mal muss man sie sich überhaupt bewusst machen. Du hast gerade auch noch mal gesagt, ganz oft merkt man doch gar nicht, dass man Erwartungen hatte. Genau und da hast du vorhin schon gesagt, man kann es allerdings daran merken, wenn man öfter enttäuscht ist. Ja, dann stimmt vielleicht ganz grundsätzlich was mit den Erwartungen nicht, aber man kann natürlich auch versuchen seine Aufmerksamkeit mal dahin zu lenken und wie ich immer sage, mit der Taschenlampe mal ins Dunkel leuchten und mal wirklich bewusst eruieren, mit welchen Erwartungen gehe ich in Kontakte, in Beziehungen, in sonstige Arbeitskontakte von mir aus? Also was habe ich eigentlich für Erwartungen und wenn man versucht, die ins Bewusstsein zu holen, dann fällt ein das schon auch auf. Man kann das machen. Ich mache das durchaus. Vor dem nächsten kurz oder frage ich mich na, erwarteste wieder gutes Wetter und auch ja erwarteste, oh oh. Ja, zum Beispiel. Hab mal lieber nicht so eine Erwartung an gutes Wetter. Stell dich lieber flexibel auf zu reagieren, wenn es kürt wird kürt. Genau. Nächster Rat ist, identifiziere, woher die Erwartung kommt. Wer hatten die? Haben die andere an dich? Wer genau? Ist es deine Erwartung? Und wenn du glaubst, es ist deine Erwartung, überleg auch noch mal genau, nehm die Taschenlampe. Und schauen mal, ob das vielleicht eine Fortsetzung von Erwartungen ist, die du aus deiner Kindheit erkennt. Ist es ein Introjekt? Ist es in Wirklichkeit Mama, Papa, eine andere Bezugsperson, die der India werkelt und die innere Stimme, die ihr sagt, das muss so und so sein, das muss perfekt sein? Also wer hat die Erwartung denn in Wirklichkeit? Ja, das ist wenn ich auch einen sehr wichtigen Punkt. Und mir geht dabei dieser Satz wieder durch den Kopf, den ich sehr wichtig finde, in vielerlei Hinsicht. Die Antwort auf jede nicht gestellte Frage ist nein. Und das meine ich in diesem Kontext jetzt so, weil diesen Satz kann man auf verschiedene Arten und Weisen verstehen und deuten und in diesem Kontext meine ich jetzt, vielleicht hatten niemand diese Erwartung, die du gerade versucht angestrengt zu erfüllen und die dich vielleicht stresst, überhaupt an dich gerichtet. Das ist so ein, du hast so recht, das ist ein so häufiges Missverständnis. Weil ganz oft versuchen wir etwas zu erfüllen, von dem wir annehmen, das andere, das irgendwie erwarten und es stimmt gar nicht. Niemand hat das so gesagt, niemand hat das gefordert, niemand hat diese Erwartung, der wir hinterher Japen formuliert, niemand. Es ist eine reine Zuschreibung häufig. Kinder haben das ganz viel, wo wir gerade schon bei ihr entrojekt waren. Kinder versuchen, dass wissen wir auch von unseren, durchaus die Erwartungsverhaltung der Eltern zu erfüllen. Und sie schreiben sie aber häufig in Eltern zu durch Vorleben zum Beispiel, die Eltern leben so und so und das erwarten die bestimmt auch von mir. Aber es ist nicht unbedingt die wahrhaftige Erwartungshaltung, die die Eltern haben. Das stimmt und ganz häufig mündet das ja, aber in so, was ich finde, so ganz traurigen Elternkindbeziehungen, dass die Kinder, selbst wenn sie schon erwachsen sind, so eine Art idealisierte, getjunte, älterntaugliche Version von sich selber präsentieren, wenn sie mit ihren Eltern zusammen sind und was weiß ich, ihre Tätto's verstecken oder so. Oder besser sich noch gar nicht tätowieren lassen. Oder so, weil sie glauben, dass die Eltern das verurteilen würden, obwohl die Eltern das vielleicht noch nie gesagt haben. Oder selbst wenn sie es früher mal so gesehen haben, heute gar nicht mehr so sehen. Also es bleibt so im Kopf der Kinder, selbst wenn die Kinder inzwischen selber schon über 50 und erwachsen sind, so stehen als Erwartung, die sie erfüllen müssen. Und es wird total krampfig und unauthentisch, obwohl die Erwartungshaltung von den Eltern so nie gesagt wurde. Absolut, weißt du mir fällt sogar an, beispielsweise bei uns beiden ein. Ich hatte früher, wenn ich mit Freunden ausgegangen bin, so ab zwölf Uhr,
Aber immer das Gefühl, dass du wolltest, dass ich eine Hause komme. Und hab ab da so 'ne Art schlechtes Gewissen gekriegt und fühlte diese Erwartungshaltung an mich gerichtet. Ich da hingegen um 12 Uhr, schon. Verbreit sein seit drei Stunden, und das ist mir total egal. Ob du um 12, um 1 oder um 5 nach Hause kommst, viel Spaß auch. Ich hatte diese Erwartungshaltung noch nie. Es hat echt gedauert, es hat wirklich gedauert, bis ich das Begriffen habe. Aber es hilft nur eine Sache, in dem Fall. Man muss die Erwartungshaltung klären, mit sprechen. Genau. Und wenn keine Erwartungshaltung besteht, und so meint ich denn satz, also die Antwort auf jede nicht gestellte Frage ist, nein, das bedeutet, wenn ich dich gar nicht erst gefragt habe, kannst du bitte um 12 Uhr spätestens zu Hause sein. Da muss es auch nicht tun. Ich hab nichts gesagt, diese Erwartungshaltung besteht nicht. Also musst du sie auch nicht erfüllen. Ja, absolut. Aber ich hab das einfach innerlich angenommen. Ja. Das ein Fehler. Deswegen dieser Tipp klärt, was an Erwartungshaltung da ist. Und wo wir gerade beim Stichwort "nein" sagen sind, gilt das natürlich auch, wenn jemand eine Erwartungshaltung an dich richtet, die aber entweder überzogen ist oder komplett unrealistisch oder einfach auch nicht legitim. Ja, genau. Dann ist die Antwort auch "nein". Also dann musst du vielleicht diese andere Person enttäuschen. Wenn diese Person sich hinsichtlich deiner Bereitschaft, deiner Fähigkeiten oder deiner Ressourcen teuscht, oder auch wenn die Person sich hinsichtlich deiner Beziehung teuscht und denkt, sie könnte gewisse Erwartungen an dich richten. Und du siehst das anders. Und dass die andere Person dann enttäuscht, es liegt aber daran, dass sie sich selber getäuscht hat. Nicht unbedingt, dass du sie aktiv getäuscht hast. Also Erwartungen, musst du nicht erfüllen, nur weil jemand anders, sie sich ausgedacht hat. Ja. Okay, jetzt haben wir uns schon ganz schön verstrudelt. Zusammengefasst. Erstens, identifiziere von wem die Erwartung in Wirklichkeit kommt. Das kann schon mal helfen. Genau, zweitens, überprüfe, ist diese Erwartung, wo auch immer sie herkommt. Zu optimistisch, zu negativ oder bist du im realistisch, slightly optimistischem Bereich. Und das kannst du überprüfen, indem du dich zum Beispiel fragst, würde das jeder so erwarten, kann auch das Gegenteil meiner Erwartung ebenfalls wahr und zu treffen sein. Und was habe ich eigentlich für Anhaltspunkte für diese meine Erwartung? Deswegen Nummer drei, klare Kommunikation. Viertens, das was ich mit "it could" wird "küt" beschrieben habe, kann man auch übersetzen als radikale Akzeptanz. Also an Stadt-Erwartungen an die Zukunft zu richten und fest von dem Eintreten von irgendwas auszugehen, kannst du dich vielleicht auch in Akzeptanz und Inflexibilität gleichzeitig üben und einfach anerkennen, wie die Realität sich abspielt, "it is" wird "is" und versucht einfach flexibel darauf zu reagieren, anstatt vorher schon Erwartungen festzuklopfen. Vor letzter Tipp, Grenzen setzen. Sag nein zu Erwartungen, die du nicht erfüllen, magst oder auch einfach nicht, kannst. Und letzter Tipp, Spiel ein bisschen mit den Worten herum. Ist es eine Erwartung, ist es eine Hoffnung, ist es mein Anspruch? Oder ein Wunsch, Christian? Ich wünsche mir, dass wir jetzt Kaffee trinken, klingt doch ganz anders als, ich erwarte, dass wir jetzt Kaffee trinken, oder ich habe den Anspruch, dass wir jetzt Kaffee trinken. Ist ja so. Also das Spiel mit den Worten, auch im eigenen Kopf mit uns selber, macht ein erheblichen Unterschied. Es macht ein bisschen klarer und es kann es ein bisschen verändern. Ja, gut, ich gehe jetzt aber schon fest davon aus, dass wir jetzt ein Kaffee trinken. Um mal hier Erwartungsmanagement zu betreiben, ich kommuniziere klar. Wir machen jetzt an dieser Stelle Schluss. Wir beide trinken jetzt ein Kaffee und allen Zuhörerinnen und Zuhörern wünschen wir einen sehr schönen Sonntag, eine gute Woche. Und vielleicht habt ihr Lust, mal mit der Taschendampe auf eure eigenen Erwartungen zu. leuchten und ein bisschen was ins Bewusstsein davon zu holen. Wie immer freuen wir uns, wenn ihr mit uns in Kontakt tretet, bei Instagram unter Frank Ha, Unterstrich, Chirutti, Unterstrich, Psychologie. Da gibt es dann auch immer einen Post zur neuesten Folge. Ja, mindestens einig. Ein bisschen die Erwartung realistisch. Ja, nun. Genau, danke fürs Zuhören und gerne. Hör uns nächsten Sonntag wieder. Tschüss! Das war's für heute. Ich hoffe, du konntest eine Menge Frischer Gedanken für dich mitnehmen. Mehr davon gibt es auch auf meiner Seite www.frankar-chirutti.de www.frankar.de
Podcast Summary
Key Points:
Erwartungen sind gedankliche Vorwegnahmen zukünftiger Ereignisse, mit deren Eintreten fest gerechnet wird – im Gegensatz zu Hoffnung oder Ambition.
Sie entstehen aus Lerngeschichte, Biografie, verinnerlichten Eltern-Erwartungen (Introjekten) und sozialen Kontexten wie Leistungsdruck.
Positive Erwartungen lösen Dopamin-Ausschüttung aus, was zu unrealistischem Optimismus führen kann; negative Erwartungen können als Nocebo-Effekt reale negative Folgen haben.
Unzufriedenheit lässt sich als „Erwartetes minus Erreichtes“ beschreiben – hohe Erwartungen erhöhen das Enttäuschungsrisiko, während realistische Erwartungen Zufriedenheit fördern.
Viele Erwartungen bleiben unbewusst und werden erst durch Enttäuschungen bemerkt; Selbstreflexion und Anpassen der Erwartungen sind wichtig.
Summary:
In dieser Podcast-Episode diskutieren die Psychotherapeutin und ihr Gast Christian Weiß die Macht der Erwartungen und deren Einfluss auf die Lebenszufriedenheit. Erwartungen werden definiert als gedankliche Vorwegnahmen zukünftiger Ereignisse, mit denen man fest rechnet – im Unterschied zu Hoffnung oder Ambition, die weicher oder aktiver sind. Die Entstehung von Erwartungen wird auf Lerngeschichte, Biografie, verinnerlichte elterliche Erwartungen (Introjekte) und gesellschaftliche Einflüsse wie Bewertungsdruck zurückgeführt.
Neurobiologisch spielt Dopamin eine zentrale Rolle: Positive Erwartungen führen zu einer Ausschüttung, was unrealistischen Optimismus begünstigt, etwa bei der Unterschätzung von Risiken. Negative Erwartungen können dagegen als Nocebo-Effekt reale körperliche oder psychische Folgen haben, wie Schmerzen oder Rückzug, und so zu sich selbst erfüllenden Prophezeiungen führen. Ein zentrales Modell ist die Formel „Unzufriedenheit = Erwartetes minus Erreichtes“: Hohe Erwartungen erhöhen das Enttäuschungsrisiko, während realistische Erwartungen Zufriedenheit fördern.
Viele Erwartungen bleiben unbewusst und werden erst durch Enttäuschungen sichtbar. Die Empfehlung lautet, eigene Erwartungen bewusst zu reflektieren, ihre Realität und Legitimität zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen, um langfristig zufriedener zu leben.
FAQs
Eine Erwartung ist eine gedankliche Vorwegnahme von Ereignissen, mit deren Eintreten man fest rechnet. Sie ist eine Vorstufe zur Gewissheit und geht mit einer inneren oder körperlichen Haltung einher.
Erwartungen entstehen aus der Lerngeschichte, der Biografie und verinnerlichten Introjekten von Bezugspersonen. Auch soziale Kontexte und gesellschaftliche Normen prägen unsere Erwartungen.
Unzufriedenheit ist erwartetes minus erreichtes. Wenn die Erwartungen hoch sind und das Ergebnis niedriger, steigt die Unzufriedenheit. Man kann die Zufriedenheit erhöhen, indem man Erwartungen anpasst.
Eine selbsterfüllende Prophezeiung ist, wenn eine Erwartung das Verhalten so beeinflusst, dass das Erwartete tatsächlich eintritt. Zum Beispiel führt die Erwartung, abgelehnt zu werden, zu Rückzug und damit zu weniger Kontakten.
Der Nocebo-Effekt bedeutet, dass negative Erwartungen tatsächlich negative Wirkungen hervorrufen, obwohl kein Wirkstoff vorhanden ist. Dies ist messbar und nicht nur eingebildet.
Man sollte sich seine Erwartungen bewusst machen und prüfen, ob sie realistisch und legitim sind. Bei häufigen Enttäuschungen kann es helfen, die Erwartungen anzupassen.
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