Gestörte Kommunikation in der Beziehung: Durch diese 5 Tipps findet ihr wieder zusammen!
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Gestrürzte Kommunikation in einer Beziehung entsteht häufig aus tief verwurzelten Prägungen aus der Kindheit, wie z. B. harten oder ruhigen Kommunikationsmuster zu Hause. Diese beeinflussen heute die nonverbale und emotionale Reaktionen, sodass Partner auf Angriff reagieren und sich gegenseitig verletzen. Ein zentrales Problem ist die unterschiedliche Wahrnehmung von Informationen durch Metaprogramme – z. B. aktiv oder passiv geprägte Personen –, was zu Missverständnissen führt. Um Verbesserung zu erreichen, sollten klare Gesprächsregeln vereinbart werden, wie z. B. kein Unterbrechen, keine Identitätsverletzung und das Aufnehmen von Informationen ohne sofortige Bewertung. Wichtige Themen sollten nicht im Stress oder auf der Flucht behandelt werden, sondern bei Ruhe und bereitwilliger Energie, um eine gesunde Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Zudem ist es entscheidend, eigene Bedürfnisse und Wünsche klar in der Ich-Perspektive auszusprechen, anstatt zu hoffen, dass der Partner sie versteht. Verdrängte Themen führen zu einer zunehmenden Isolation und einem Mangel an emotionaler Verbindung. Wenn die Kommunikation langfristig nicht funktioniert, empfiehlt sich eine professionelle Paartherapie, um tiefere Ursachen zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden. Diese Ansätze helfen, aus der Konfliktspirale herauszukommen und eine wertschätzende, vertrauensvolle Beziehung wieder aufzubauen.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um das Thema gestörte Kommunikation in der Beziehung.
Durch diese fünf Tipps findet ihr wieder zusammen.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Kommunikation, so kann man das allgemein sagen, ist eines der wichtigsten Elemente für eine glückliche Beziehung.
Als Liebespaar kommuniziert man jeden Tag.
Es gibt aber halt auch die gestörte Kommunikation.
Das ist eine Kommunikation, die durch Schwierigkeiten, Hindernisse, Probleme gekennzeichnet ist.
Und die macht es sehr schwierig, Informationen weiterzugeben und ein Verständnis untereinander aufzubauen.
Wir zeigen, wie ihr wieder eine harmonische Kommunikation,
in den Alltag integrieren könnt.
Die gestörte Kommunikation, die kann verschiedene Ursachen und Gründe haben.
Wir haben das häufiger im Coaching, dass Kommunikation mit einem Baustein ist.
Manchmal ist es wirklich so, dass es einfach so die Kommunikationsregeln sind und wie man sich versteht.
Manchmal liegen dann doch tiefer liegende Themen dahinter,
die man dann so hinter dem oberflächlichen Problem,
der Kommunikation versteckt sozusagen, unbewusst, manchmal bewusst.
Und dann muss man natürlich ein bisschen tiefer schauen.
Aber das wollen wir uns gleich mal ansehen.
Also was die Kommunikation beeinflusst sind, zum Beispiel Prägungen aus der Kindheit.
Wie bin ich einfach erzogen worden? Welches Wording gab es bei uns zu Hause?
Gab es eher einen lauteren Ton? Gab es eher einen ruhigeren Ton?
Haben Eltern sehr auf Harmonie geachtet und so weiter?
Also da gibt es ja viele Faktoren.
Verschiedene Faktoren, die da eine Rolle spielen können.
Genau, das hatte ich jetzt gerade diese Woche im Coaching.
Jemanden, der gesagt hat, ich bin das gar nicht gewöhnt, an diesem Punkt weiter zu kommunizieren.
Weil in meiner Kindheit war das so, das legen wir jetzt zur Seite.
Das sprechen wir nicht mehr drüber. Das ist jetzt auch mal gut.
Und dieses jetzt ist auch mal gut, da schieben wir jetzt beiseite,
war halt auch wirklich das Ende der Diskussion.
Und damit war die Kommunikation natürlich dann auch beendet.
Und er hat. Er hat dann immer wieder gemerkt, dass er in der Kommunikation mit seiner Frau
als Impuls immer diesen Punkt wieder hatte, dass er gedacht hat,
so jetzt würde ich am liebsten sagen, so wie meine Eltern das zu mir gesagt haben,
so jetzt machen wir einen Strich, lassen wir uns da nicht mehr drüber reden.
Ist jetzt auch egal.
Und sie macht weiter.
Genau, und für sie war das gar nicht vorstellbar, dass man diesen Punkt aufhört zu kommunizieren,
weil das war noch gar nicht geklärt.
Im Gegenteil, es hat sie natürlich total provoziert.
Sie sagte auch, sie hat das manchmal schon an seiner Mimik gesehen,
dass er eigentlich jetzt an diesem Punkt wäre,
um wieder diesen Satz zu sagen.
Und das hat sie total wütend gemacht.
Also sie meint, das ist ja keine Lösung, jetzt zu sagen,
wir tun jetzt so, als ob das Thema beendet ist.
Aber es ist halt so tief oftmals in den Menschen drin,
weil man als Kind das ja immer wieder und immer wieder dann vorgehalten bekommen hat,
dass man das natürlich jetzt erwachsener,
wenn man an diesem Thema für sich nicht arbeitet,
wieder als Strategie rausholt.
Dann spielen Systemgesetzverletzungen von früher eine wichtige Rolle.
Denn die wirken vor allen Dingen auf uns,
so nonverbale Kommunikation ein.
Das heißt, wenn ich da so eine Brille aufhabe,
dass so ein Thema damals immer zu Problemen führte,
dann kann es dafür sorgen,
dass ich eben nonverbal dem anderen signalisiere
durch bestimmte Körpersignale,
wie dass man merkt, dass der andere angespannt ist,
dass die Muskeln sich anspannen.
Vielleicht sieht man auch, wie die Adern stärker pochen oder so.
Und man merkt schon, der andere ist da gerade innerlich
mehr auf Angriff getrimmt.
Aber sprich,
das sieht jetzt gerade was wertschätzend aus.
Und das ist dann natürlich irgendwie ein Missverhältnis
in den Signalen, die man bekommt.
Und man selber stimmt sich dann auch eher auf Angriff ein.
Und schon ist man in einer eher nicht so guten Spirale,
weil man zwar wertschätzend versucht, etwas auszusprechen,
das beim anderen nicht so ankommt,
was eben dann diese Vorerfahrungen und Verletzungen,
Risse im Fundament, die man mitbringt, verursachen.
Und was hier eigentlich gar nicht so hingehört.
Ich habe gerade heute im Coaching genau,
das gehabt,
bei der war erst der erste Termin.
Wir haben bei der Zeitlinie begonnen,
die erste Verletzung uns angesehen.
Und dann hatte sie einen Satz gesagt,
der im Verhältnis zu dem, was passiert ist,
doch sehr drastisch war.
Und den anderen sehr intensiv kritisiert hat.
Und jetzt heute merkte sie,
dass eigentlich der Satz mehr zu ihrem Ex-Freund gehörte
und gar nicht mehr zu ihrem Ex-Freund.
Und gar nicht zu ihm.
Also da war quasi so wieder diese Angst hochgekommen,
diese alte Systemgesetzverletzung.
Oh nein, aufpassen,
ich habe schon wieder so einen Menschen erwischt,
der genau so handelt.
Und das ist natürlich etwas,
wo er dann so eine Breitseite abbekommt
und gar nicht weiß, was los ist.
Ja, das hatte ich auch diese Woche im Coaching.
Eigentlich ist es ein ähnlicher Fall,
wie du es gerade sagst,
dass in der Person selber
dann so ein Alarmsystem aufkommt,
und so ein Achtung-Achtung-System,
und dass man dann in dem Moment
gar nicht mehr so kommuniziert,
wie man das eigentlich,
sie vielleicht auch vorgenommen hat,
sondern dass dieses System so darüber steht.
Und das so ganz präsent in einem ist,
auch körperlich präsent,
mit Zittern oder Herzrasen,
Hitze steigt auf.
Und das ist oftmals auch etwas,
wenn das so intensiv ist,
obwohl die Situation an sich
vielleicht das erste Mal, zweite Mal ist,
nicht eine typische Beziehungssituation,
ist, trotzdem so ausschlaggebend wirkt.
Und dann wundert man sich,
dass man dann irgendwie
nicht so die richtigen Sätze findet.
Und da auch blockiert ist,
weil das kennt man vielleicht so aus der Schule.
Wenn ihr euch vorstellt,
ihr hattet vor einer Arbeit, einer Klausur,
auf einmal so ein Blackout.
Habe ich zum Beispiel ein paar Mal gehabt.
Ja, hatte ich einmal in der Uni, grausam.
Wir hatten das
auf dem Gymnasium.
Du warst auf dem Gymnasium?
Das war der erste Versuch.
Beim ersten Versuch Gymnasium,
da gab es einen speziellen Raum,
in dem immer die Klausuren geschrieben worden sind.
Und dann war der Raum halt so,
dass du nur diese Einzeltische hattest
und nicht Doppelplätze.
Und wenn der frei war,
wurde natürlich dort die Klausur geschrieben.
Wenn nicht, dann natürlich auch irgendwie im Klassenraum.
Aber man hatte eben schon so,
dieser Raum hatte so eine gewisse Ausstrahlung quasi.
Wenn man schon so vor der Tür stand,
wusste man,
jetzt wird es gleich ernst.
Und das hat irgendwas,
mit einem so gemacht.
Das ist voll lustig.
Da erinnere ich mich gerade an unseren Sohn.
Beim Kinderarzt gibt es immer einen Raum,
wo geimpft wird.
Und das ist eigentlich genau das gleiche Phänomen.
Ja, das hängt dann an diesem Raum.
Dieses Gefühl.
Aber was beim Blackout halt passiert,
was mir damals natürlich nicht klar war,
ist, dass wenn der Körper
in Alarmbereitschaft versetzt wird,
dann reagieren wir eben noch
so wie vor Tausenden von Jahren.
Was wurde da gemacht?
Was haben wir da gebraucht,
dass wir ausreichend Power in den Gliedmaßen haben
und möglichst gut kämpfen oder wegrennen können?
Das heißt, es wird Blut aus dem Gehirn abgezogen
und in die Gliedmaßen gelenkt.
Und ich habe Power in den Armen und den Beinen,
aber kann nicht mehr denken.
Sondern reagiere mehr reflexartig
auf das, was gebraucht wird und maximal schnell.
Das ist natürlich nicht das,
was heute hilfreich ist.
Weil heute eigentlich, wenn ich Angstzustände bekomme,
brauche ich eigentlich mein Denken,
um das schnell lösen zu können.
Weil ich ja meistens nichts habe,
was mich wirklich in Gefahr bringt.
Meistens zumindest.
Ja, und das ist eben das Gleiche,
was in so einer Streitsituation
oder in so einer aufkommenden Situation passieren kann,
wenn so eine Brille da ist,
wenn die nonverbale Kommunikation auf Angriff geht,
dass innerlich eben auch das Denken schwerer wird,
weil eben das Blut in andere Bahnen gelenkt wird.
Eine gestörte Kommunikation hinterlässt natürlich
dann auch eine angespannte Atmosphäre im Alltag.
Weil man das Gefühl hat,
man kann nicht mehr offen aussprechen,
was man wirklich denkt.
Man fühlt sich viel missverstanden.
Es sind viele Interpretationen da.
Und das ist eine Last,
weil man ja nun tagtäglich aufeinandertrifft,
als Paar, als Familie,
die unwahrscheinlich viel Energie kostet.
Weil halt auch immer wieder Gespräche eskalieren
und man keine gemeinsame Lösung findet.
Also gar nicht selten erzählen uns Paare auch,
wir setzen uns dann wieder hin
und dann fangen wir wieder an zu reflektieren.
Am Anfang ist es vielleicht noch gut,
aber dann geraten wir in so ein,
in so ein Gedankenkarussell.
Das geht manchmal auch gerne so in die Nacht rein.
Man vergisst dann ja auch die Zeit so ein bisschen.
Und dann entsteht aber leider nicht so der Weg der Lösung,
sondern leider so ein Weg in eine Konfliktspirale,
die mit Vorwürfen und du bist doch so und so
und warum machst du das?
Und das ist natürlich dann schon wieder
eine gestörte Kommunikation.
Und damit werden einfach nur Emotionen ausgetragen,
ohne dass das wirklich produziert wird.
Und dann wird dann auch noch ein Motiv ist
oder eine Lösung am Ende rauskommen.
In der Folge sammeln sich durch die Kommunikation
und die immer wiederkehrenden Streits natürlich ungute Gefühle an,
die immer präsenter werden.
Wut, da man als Paar Probleme nicht lösen kann.
Trauer oder Traurigkeit,
da jeder Tag mit dem Partner, der Partnerin
auf einmal eine Herausforderung wird.
Man immer so um gewisse Themen und Co. drum herum schlängelt.
Hilflosigkeit, da man keinen passenden
den Ausweg kennt und wie du eben sagtest,
man sich immer mehr im Kreis dreht,
was dann eben nicht selten
dazu führt, das was du eben auch schon
sagtest, dass man schwierige Themen eben bewusst
auslässt und nicht
mehr anspricht. Ist auch häufig etwas, was
ich im ersten Gespräch
im Coaching dann so habe,
dass dann auch gesagt wird, Mensch, wir haben
auch eine Reihe von Themen, da sprechen
wir gar nicht mehr drüber.
Das haben wir aufgegeben.
Da haben wir resigniert und
lassen das sein. Wir kommen da einfach zu keinem
Ergebnis. Das macht immer mehr
Streit, aber eine Lösung finden wir
einfach nicht. Und das ist, glaube ich, auch die Problematik
bei einer gestörten Kommunikation, dass
man irgendwann nur noch so über ganz seichte
Sachen sprechen kann. Also wenn man
abends essen geht oder unterwegs ist,
Autofahrten oder so,
dann spricht man häufig, wenn es
die gibt, über Kinder, über
so ganz oberflächliche Sachen wie
und sonst so. Alles in Ordnung,
bei der Arbeit alles klar, aber man versucht
ja auch wirklich nicht in bestimmte Themen
in die Tiefe reinzugehen oder sich wirklich
zu öffnen, weil man sagt, oh nee,
wenn ich das jetzt aufmache, da weiß ich,
das eskaliert gleich wieder. Also bleibe
ich auch sehr in der Gegenwart.
Aber dann sitzen halt auch Paare häufig im Coaching
und sagen, was weißt du eigentlich
noch von mir? Also da
wissen meine Eltern, meine Freundinnen
viel, viel mehr. Du weißt ja nur so
ganz oberflächliche Sachen.
Und wenn dann noch dazu kommt, dass du andere
Themen, also dass du Themen noch aus anderen
Gründen ausschließt
und sagst, das ist ein Themenbereich,
über den möchte ich gar nicht so sprechen,
da hast du noch mehr Probleme, noch weniger
Themen. Also dieses Thema Arbeit zum
Beispiel, haben wir immer wieder in Coachings,
dass jemand nicht über seine Arbeit sprechen möchte.
Mit dem Glaubenssatz, wenn ich
nach Hause fahre, dann verarbeite
ich die Themen und zu Hause will ich das
nicht nochmal aufwühlen.
Und dann gucken wir drauf und sagen, naja, du hast auf dem Weg
zur Arbeit das verdrängt und hast es nicht
verarbeitet. Und weil du es
verdrängt hast, kannst du darüber nicht sprechen, weil dann
kommt es eben wieder hoch. Aber wenn du es verarbeitet hättest,
dann könntest du einfach darüber sprechen.
Also fehlt auf einmal der Themenblock Arbeit.
Der ja auch nicht klein ist,
muss man ja sagen, im Alltag.
Dann haben die Paare vielleicht noch ein
klassisches Rollenbild und der Mann ist der,
der die Arbeit macht und die Frau ist die,
die die andere Arbeit mit den
Kindern und dem Haushalt macht. Aber
da ist der Mann auch nicht so ganz zufrieden
und fühlt sich nicht ausreichend eingebunden und will
eigentlich bei der Erziehung Entscheidungen
treffen und
dann sprechen die auf einmal über Erziehung auch nicht mehr so
richtig, weil das auch Streit macht.
Und schon sind Themen Kinder weg,
Arbeit weg,
über die Schule der Kinder will man auch nicht sprechen, weil
da sagt der Mann, Mensch, das musst du härter machen.
Also so gehen einem Themen aus.
Das Gefühl ist eh schwierig,
da ist es ja sehr viel,
wo man unterschiedlich vielleicht
unterwegs ist. Und dann kennt ihr es vielleicht,
dass ihr im Restaurant sitzt und
führt ein Gespräch mit eurem Partner, eurer Partnerin
und guckt und denkt so,
hört der gerade bei mir mit?
Vom Nebentisch da drüben.
Und dann sieht man, dass da einige Paare
um einen herum sind, die
in der Wartezeit, bis dann das Essen kommt,
sich einfach gar nichts zu erzählen haben.
Oder nur am Handy jeder gucken
komplett. Das ist ja auch oftmals
dann so ein bisschen ein Puffer,
zu sagen, okay, wenn wir uns nichts zu
sagen haben, dann schaut
jeder mal aufs Handy.
Eine weitere Folge
ist, dass beide Partner sich nicht
mehr verstanden fühlen und Bedürfnisse
unerfüllt bleiben.
Und daraus dann auch ein
Mangel an emotionaler Unterstützung,
Verbundenheit
entsteht und auch so eine Art
Gefühl, dass man sich nicht mehr verstanden fühlt.
Und auch so eine Art Gefühl, dass man sich nicht mehr verstanden fühlt.
Und auch so ein Gefühl von Einsamkeit.
Ich bin irgendwie in der Beziehung, aber doch irgendwie einsam,
weil wir ja gar keine
gemeinsame Kommunikation haben,
was ja auch häufig dazu führt, dass
ja auch weitere Bausteine, Hobbys und Co.
man auch nicht mehr so richtig zusammen macht.
Genau, da wären wir dann bei dem Punkt
als Folge auch die Auswirkungen auf
andere Lebensbereiche.
Dass man merkt, wie ich vorhin schon sagte, diese Energie,
die einem dadurch gezogen wird, dass diese Kommunikation
so wahnsinnig anstrengend wird,
dass man keinen Bock mehr hat, vielleicht
zum Sport zu gehen, weniger Zeit
für Freunde hat, weil man Angst hat,
vielleicht die Fragen dann auch, wie es läuft
und dann müsste man sich erklären und man ist einfach
müde und antriebslos.
Man hat auch vielleicht bei der Arbeit
weniger Energie, weil man auch einfach
eine kurze Zündschnur hat.
Man merkt das vielleicht auch bei den
Kindern, dass man sagt,
ich fühle mich gar nicht mehr so
gut, dass ich zuhören kann, dass ich
mal Quatsch mitmachen kann, sondern
ich habe so eine kurze Zündschnur und
eigentlich bin ich nur genervt, wütend,
traurig und das ist so ein Gefühlskauf,
was ich als Rucksack mitschleppe.
In unserem
Blogartikel gehen wir noch einmal detailliert
auf dieses Thema ein und haben für euch
die wichtigsten Aspekte zusammengefasst, also
wenn ihr neben dem Hören
das vielleicht nochmal lesen möchtet,
weil euch das vielleicht auch nochmal
hilft oder ihr bestimmte Aspekte nochmal
nachlesen wollt, dann schaut bei uns
im Blog vorbei. Solltet ihr merken,
dass das ein Thema ist, was euch gerade
intensiv betrifft
und auch die Lösungsansätze, die
wir euch gleich mitgeben, sagt
ihr, Mensch, das kriegen wir gar nicht mehr hin,
da kommen wir gar nicht mehr an diesen Punkt,
dass wir uns überhaupt so zusammensetzen
können und uns auf eine Art und Weise
begegnen, dass wir es lösen können.
Wir wünschen uns da gerne eine Begleitung,
dann meldet euch gerne bei uns fürs
Telefonische Erstgespräch und wir schauen gemeinsam,
ob wir euch dann auf eurem Weg unterstützen
können.
Kommen wir einmal zu den
Lösungsansätzen. Wir haben da fünf Tipps
für euch zusammengestellt, um die Kommunikation
zu stärken.
Der erste Punkt ist, emotional
Verletzungen und Konflikte
auflösen.
Da haben wir eine feste Methodik,
nach der wir arbeiten, das ist die System Empowering
Methode. Es geht also darum,
einmal zurückzukehren, wann war
es mal gut? Also wann würdet ihr
sagen, hattet ihr eine
gute Kommunikation? Bei einigen
Paaren ist das in der Kennenlernphase,
auch bedingt so ein bisschen durch die Hormone,
dass man da noch sehr großzügig auch in der Kommunikation
ist, alles sehr spannend findet,
man sehr lange, sehr
tiefe Gespräche führt.
Da würden wir einmal hin zurückkehren und dann
schauen, wann ist für diese
Verletzungsart der Stein sozusagen
ins Rollen gekommen? Also wann gab es da in der Kommunikation
erste Verletzungen?
Die es jetzt sozusagen
an den Punkt gebracht haben, dass
ihr nicht mehr gut kommunizieren könnt.
Meistens sind es Kleinigkeiten,
also das kann ein Missverständnis
sein, das kann eine Enttäuschung
sein, die man damals nicht
ausgesprochen hat, die einen aber sehr getroffen hat
und die sich dann auch auf die Kommunikation
ausgewirkt hat und da würden wir einmal
direkt raufschauen und dann
chronologisch nach vorne gehen.
Ganz wichtig bei dieser Methodik ist auch
der Vorgang, also dass wir
starten, wann war es mal
gut und uns dann chronologisch in die
Gegenwart arbeiten und nicht rückwärts gehen.
Das hatten wir auch schon mal in einigen Podcast-Folgen
kurz erklärt, nämlich wenn
wir jetzt von der Gegenwart zurückgehen würden,
würde wahrscheinlich einer von euch immer
sagen, ja, aber ich habe das ja nur gesagt, weil du
hast damals das und das gesagt.
Dann würde der andere wieder sagen, ja, aber ich habe das ja nur
gesagt, weil du hast das und das gesagt.
Dann entsteht wieder so ein Ping-Pong-Spiel,
was rückwärts läuft und das könntet ihr auch
super alleine zu Hause auf der Couch machen, dafür
bräuchtet ihr keine Begleitung und das
ist überhaupt nicht produktiv, weil man halt keine
wertschätzende Haltung hat, sondern jetzt voll
ist mit Verletzungen. Das heißt,
wenn man emotionale Verletzungen und Konflikte
auflösen will, sollte man das am besten
mit einer guten Methodik machen,
wie zum Beispiel der System-Powering-Methode
und sich dann vorhangeln
von einem Gefühlsstatus
mit Wertschätzung hin immer
weiter mehr in die Gegenwart.
Ja, gerade die ersten
drei, ersten zwei Verletzungen
sind auch immer super spannend.
Erstens ist es immer spannend,
dass die schon so frühzeitig
in der Beziehung waren und
dass viele Paare überrascht, dass das
doch innerhalb der ersten drei, vier Monate
schon etwas gab, was
relevant war. Und das andere, was
sehr spannend ist, ist, dass man
an diesen ersten Verletzungen
meistens direkt merkt,
ist das was, was in der Beziehung
entstanden ist? Meistens
so früh war, nämlich eher nicht,
sondern die ersten Verletzungen
entstehen ganz häufig aus Prägungen,
Vorerfahrungen aus vorherigen Beziehungen
und Co. und
Verletzungen, die eigentlich schon
vorher waren. Ich habe gerade heute
im Einführungsgespräch
gehabt, genau das Thema,
dass die erste Verletzung
daraus resultierte,
dass
er Vorerfahrungen aus der
Vergangenheit mitbringt, Verletzungen aus der Vergangenheit
und deswegen
Themen, die
ihm an ihr stören,
nicht ausspricht.
Also er gibt kein Feedback,
weil er Angst hat, sie zu verletzen,
weil ihm es in der Vergangenheit
passiert ist, dass er
dadurch verletzt wurde, weil
Menschen eben
vielleicht nicht wertschätzend Feedback
gegeben haben oder eben ihn
hart auf Identitätsebene
kritisiert haben.
Und das natürlich jetzt nochmal ein ganz neuer Ansatz ist.
Ja, das hatte ich auch schon mal im
Coaching, dass jemand
kommunikativ einen Satz gebracht hat, auch am Anfang
der Beziehung, weil
die Person gesagt hat, also
Rückblicken, die Erkenntnis dadurch
sozusagen, er wollte,
dass das nicht so läuft wie in der
alten Beziehung und wollte das sozusagen
von Anfang an klarstellen. Aber diese
Klarstellung war so hart formuliert
und so abgrenzend,
dass man, dass die
Frau natürlich in dem Moment gedacht hat, so boah, das hat mich
voll kalt erwischt, dieser Satz,
das hätte ich dem überhaupt nicht zugetraut, das war total
unpassend, diese Härte da drin.
Ja,
das hat dann viel ausgemacht.
Ja, das kommt auch immer wieder vor, gerade auch andersrum gehabt, dass die Frau
Tee mitgebracht hat und dann sagt,
wirklich quasi ihre Checklist mit hat
und sagt, wenn das ist, dann Schluss, wenn das
ist, dann Schluss, wenn das ist, dann Schluss.
Und der Mann irgendwann hängt und sagt, okay, ich habe jetzt
so ein bisschen das Gefühl, ich laufe durch Mienenfeld.
Es gibt so viele Sachen gerade, wenn das
passiert, ist sofort Schluss. Ich habe schon
so ein bisschen Angst, wie ich mich verhalten soll.
Nicht, dass ich da in irgendwas eintrete und auf einmal
sofort Schluss. Also,
Schwierig.
Und das Zweite, auf das wir dann auch im Coaching immer intensiv achten, weil es nämlich sehr häufig Missverständnisse in der Kommunikation mit sich bringt und wirklich auch etwas ist, was man recht leicht, wenn man das weiß, verändern kann und auf einmal total förderlich für die Beziehung ist, das sind die sogenannten Metaprogramme.
Wir alle sind ja in jeder Sekunde unendlich vielen Reizen ausgesetzt und davon können wir nur einen Bruchteil aktiv verarbeiten und jetzt muss unser Gehirn irgendwie auswählen, welchen Bruchteil nehmen wir denn, was ist denn relevant für mich und mein Leben und da wirken Filter und das sind die Metaprogramme und die filtern bei uns allen ein wenig anders.
Je nachdem, wie man da einfach geprägt und gestrickt ist, diese Metaprogramme haben jetzt keinen Anspruch.
Sie haben keinen Anspruch auf besser oder schlechter, sondern die sind gleichwertig, aber sie sind eben anders.
Und wenn ich dann gewisse Unterschiede nicht weiß, dann kann es eben zum Problem führen.
Wir haben so immer verschiedene Dinge, aktiv, passiv geprägt, dass die Sinne unterschiedlich geprägt sein können, hinzu von weg Motivation.
Gibt es verschiedene?
Wenn man das für sich selber herausfinden möchte, dann empfehlen wir immer die Website nlp.at.
Dort gibt es einen Metaprogrammetest, da kann man einige Fragen beantworten, durchläuft das Ganze und am Ende gibt es eine Auswertung, wozu man mehr oder weniger tendiert.
Wenn das beide für sich einzeln machen und danach die Auswertung übereinander legen, dann kann man die größten Differenzen erkennen und damit kann man super arbeiten und dann entsprechend interpretieren, was das im Alltag für Schwierigkeiten mit sich bringt und wie man das so lösen kann, dass das förderlich ist.
Ich finde gerade diesen Punkt aktiv und passiv geprägt immer sehr spannend.
Weil das merkt man ja auch einfach im Alltag sehr stark, ob jemand sozusagen in einer kommunikativen Aufforderung das so interpretiert für sich oder so wahrnimmt, dass er aktiv darauf reagiert und etwas tut oder er jemand, der das erstmal passiv aufnimmt.
Und so schnell können ja auch halt Missverständnisse passieren, dass jemand, der aktiv geprägt ist, sich vielleicht auch von demjenigen, der passiv geprägt ist, irgendwann provoziert.
Ja.
Ja.
Wenn man sagt so, warum machst du denn nichts? Ich hab dir das doch gesagt. Das macht mich total wütend. Und der, der passiv geprägt ist, sagt, hier, kam gar nicht als Message an. Ich hab gedacht, ich soll das, ich nehm das jetzt erstmal auf in mein System.
Ja, also ganz konkret, jemand, der aktiv geprägt ist, bekommt eine Information und baut dort innerlich sofort eine Aufgabe draus.
Genau.
Jemand, der passiv geprägt ist, bekommt eine Information und der belässt es bei der Information, der möchte quasi eine Aufgabe genannt bekommen, damit er weiß, dass es eine Aufgabe ist.
Ja.
Und das ist so der Unterschied. Das Beispiel im Coaching ist immer Mann und Frau sitzen zusammen auf dem Sofa.
Was ich immer erzähle. Und dann sagt sie, Mensch du, ich friere. Sie ist aktiv geprägt, er ist passiv geprägt. Er passiv geprägt hört, meine Frau friert und bleibt sitzen.
Sie als aktiv geprägte denkt, das kann doch nicht wahr sein. Ich sag ihm, dass ich friere und er das Fenster schließen soll und macht das nicht. Und dann spricht sie aus, Mensch, warum schließt du nicht das Fenster?
Und er sagt, ach so, soll ich nicht das Fenster schließen? Und sie sagt, ja klar, hab ich doch gesagt. Weil sie hat sich das selber sagen hören.
Genau, das kann aber total die Verletzung sein.
Von Wertschätzung auch, dass die Frau sonst interpretiert und sagt, ihm ist es scheißegal, dass ich friere.
Genau, dass daraus eine Verletzung resultiert. Sie fühlt sich nicht gesehen, nicht gewertschätzt. Er macht nichts für mich und achtet nicht auf mich und so weiter.
Dabei ist es einfach nur, dass die beiden aufgrund ihrer Metaprogramme aneinander vorbeireden und er gar nicht verstehen kann, was sie meint.
Ja.
Wenn beide das wissen, dann spricht sie konkret aus, was sie möchte und sagt, Mensch du, ich friere. Bist du so lieb und schließ das Fenster?
Und sagt, na klar, mach ich gerne.
Weil sie weiß, dass er passiv ist und sie aktiv, dass er auch so ein bisschen den Fokus drauf lenkt und horcht und merkt, wenn ich eine Information bekomme, die jetzt gerade so alleinstehend nicht so viel Sinn macht, weil sie sagt, ich friere, dann muss da ja irgendeine Aufgabe hinterstecken.
Also zu überlegen, halt, was könnte die Aufgabe sein? Das Fenster ist auf, also gehe ich mal los und schließe das Fenster. Das wird wohl die Aufgabe sein. Und schon ist das ganze Thema gelöst.
Ist natürlich ein bisschen Training, man muss sich dessen bewusst machen, ein bisschen Training. Es gibt eine Fehlertoleranz, die man natürlich beachten sollte.
Keiner ist perfekt und so weiter. Aber mit dem Wissen, dass das so ist, ganz viel löst sich schon mit dem Wissen, dass es das gibt und dass das unterschiedlich ist und wie es passiert, dann weiß man schon, der meint es ja gar nicht böse.
Ja, genau. Und das ist, glaube ich, der Punkt, auf den es auch immer ankommt.
Der nächste Punkt ist, stimmige Gesprächsregeln vereinbaren. Für viele Paare kann das eine gute Stütze sein.
Also mal darüber zu sprechen, was ist in unserer Kommunikation?
In unserer Kommunikation eine Erleichterung. Das könnte sowas sein wie die Gesprächsregel, jeder darf aussprechen. Man unterbricht sich nicht gegenseitig. Das ist häufig auch etwas, was Wut sonst erzeugen kann, dass wenn jemand dauernd unterbricht, dass man das Gefühl hat, okay, da ist kein Interesse, das macht mich wütend, ich habe noch meine ganze Message noch gar nicht rübergebracht, naja, vergesse ich wieder was. Also die Gesprächsregel aussprechen lassen.
Eine weitere Gesprächsregel könnte sein, dass man erstmal alles aufnimmt und nicht gleich als Vorwurf.
Etwas zurückgibt. Also wenn ich merke, du sprichst zum Beispiel was aus, dass ich nicht als nächsten Satz antworte mit einem Vorwurf. Das könnte sowas sein. Oder andere Gesprächsregel, nicht auf Identitätsebene verletzen. Also nicht sowas zu sagen wie, aber du hast oder du bist, um sozusagen auch so ein bisschen die Schärfe aus dem Gespräch rauszunehmen.
Ich habe gestern Abend bei Lanz reingeguckt.
Und dann saßen dort ein Psychiater, Friedmann, einer, der gerade von der letzten Generation da ist, studierter Mann, der gerade seine Doktorarbeit schreibt und noch eine Wissenschaftlerin und Lanz.
Und alle vier haben auf diesen Klimaaktivisten verbal so sehr eingeprügelt. Lanz mit.
Also in diesen Gesprächsregeln halt in dem Sinne.
Ja, haben da gar nicht, also Lanz hat auch seine Moderatorenaufgabe gar nicht mehr so wahrgenommen, sondern war eher ein weiterer Talkshowgast, der mit auf den losgegangen ist, sodass der da wirklich vier gegen eins saß.
Ich meine, die Wissenschaftlerin hat es schon ein bisschen besser, aber gerade Lanz und Friedmann und der Psychiater haben da sehr auf ihn eingedrescht und haben auch, auch der Psychiater war sehr spannend, der hat sehr klar eingefordert immer, das hat doch jetzt mal.
Argumente bringen soll und dass er doch mal jetzt was dazu sagen soll und nicht immer nur floskeln. Und die haben ihn die ganze Zeit unterbrochen.
Okay.
Also auch reihum durften immer alle sprechen und dann er immer nicht so richtig und dann, wenn er sprechen durfte, dann wurde ihm sofort ins Wort gefallen, wenn jemandem da was nicht passte.
Und das wurde dann auch nicht von Lanz moderiert in Form von Menschen, wir lassen ihn jetzt auch mal zu Wort kommen, dass er auch die Möglichkeit hat, mal Stellung zu beziehen.
Wir entnehmen ihm ja die Möglichkeit, er hat ja auch selber gesagt.
Mensch, ich würde ja gerne mal was sagen, aber immer wenn ich ansetze, fällt mir sofort jemand ins Wort. Ich habe gar keine Möglichkeit, mich hier zu äußern.
Und wie haben die anderen reagiert?
Das weiß ich nicht tatsächlich, weil ich aus meinem Empfinden als Coach dann eigentlich da hingehen wollte und sagen wollte, ich glaube, ich muss hier mal mediieren und mit euch mal zusammen schauen, wie wir das anders hinbekommen.
Weil so finden wir ja gar nichts zu einer Lösung und finden ja am Ende des Gesprächs gar nicht dahin, dass man sagt, Mensch, jetzt haben wir uns gut ausgetauscht.
Das heißt, das.
Das hat mich so sehr getriggert, diese Art und Weise und auch, dass Lanz als Moderator nicht eingegriffen hat, den ich eigentlich, wie er sagen würde, sehr schätze.
So ist es so, dass ich gesagt habe, nö, ich muss ausschalten, ich kann mir das nicht angucken. Das wühlt mich innerlich auf.
Genau, weil es ja auch Wut entsteht.
Ich denke so, Mensch, jetzt lass den doch aussprechen, der ist doch genau dafür da. Und krass, also ich weiß nicht, ob er vorher weiß, in welchem Setting er da landet, aber er setzt sich da als Einziger hin und vertritt seine Meinung, ob das gut oder schlecht ist.
Ich will jetzt gar nicht urteilen über Klimakleber und dieses.
Das ist alles egal. Ich meine nur darum, wie dieses Gespräch abgelaufen ist. Dass man ihn doch dann, wenn er schon da ist, sich auch mal äußern lässt.
Naja, das zum Thema stimmige Gesprächsregeln vereinbaren. Also man muss sie nicht nur vereinbaren, sondern man muss sie auch halten.
Tipp 4. Termine für ein Gespräch festlegen. Meidet bei wichtigen Themen Tür- und Angelgespräche. Das klärt man nicht so mal nebenbei, sondern wenn das etwas ist, wo es wirklich um ein wichtiges Thema geht, wo ihr Feedback geben wollt, wenn es um eine Verletzung geht.
Dann ist wichtig, dass ihr einen richtig guten Gesprächsrahmen habt und dann eben auch dafür einen Termin vereinbart und sagt, das machen wir dann, wenn wir da sind.
Also ganz häufig ist man nicht in der Bereitschaft, ich komme nach Hause von der Arbeit oder so und habe vielleicht noch Stress mitgebracht, ist nicht die Bereitschaft da, irgendeine Verletzung zu klären.
Das heißt, wir brauchen Ruhe und Bereitschaft, ausreichend Zeit nach hinten raus, also auch nicht der richtige Moment, 10 Minuten bevor ich zum Termin los muss, irgendeine Verletzung zu klären.
Also es ist auch unfair dem anderen gegenüber, dem das noch mitzugeben.
Weil der kann in dem Termin nicht mehr performen.
Also es heißt, wartet auf den richtigen, also nicht zu lange warten, aber wartet auf den richtigen Moment.
Das heißt, am besten Fall noch heute, aber auf den richtigen Moment heute, das dann auszusprechen.
Ich glaube auch, diese Bereitschaft ist so, so wichtig, im Gespräch wirklich da auch ehrlich zu sein und zu sagen, wenn man nicht bereit ist.
Ich hatte jetzt vor zwei Wochen auch ein Coaching, da haben wir eine Verletzung zum Beispiel herausgefunden, wo beide dann gesagt haben,
eigentlich hätten wir das Gespräch so nicht führen dürfen.
Es ging darum, sie fingen an, am Abend miteinander zu sprechen, dann waren eigentlich beide schon da, nicht bereit.
Und?
weil sie noch gestresst waren von der Arbeit, sie waren hungrig,
es war irgendwie, sind die da so reingeschlittert in das Gespräch
und dann hat sie zu einem bestimmten Zeitpunkt gesagt,
boah, ich bin so müde, ich kann nicht mehr, ich muss irgendwie jetzt auch schlafen gehen.
Aber dann haben sie sozusagen ein bisschen wie Kinder, die drüber sind dann,
immer weiter gemacht und haben sich damit selber in eine Gesprächsatmosphäre gebracht,
die so negativ war und so verletzend, weil die Ressourcen gar nicht da waren.
Also sie hätten eigentlich mehr auf ihre Bereitschaft hören müssen und sagen müssen,
okay, weißt du, ganz ehrlich, das bringt mit uns heute Abend gar nichts,
das wird jetzt nicht gut enden, lass uns mal aufhören.
Wo wir eigentlich auch schon beim letzten Tipp angekommen sind,
das gehört ja auch irgendwo mit dazu sein, Bedürfnis auszusprechen.
Also zu sagen, ich habe gerade das Bedürfnis nach Schlaf,
ich bin nicht in der Bereitschaft, das zu klären, das wird nicht gut enden.
Das kann man eben dann konkret aussprechen.
Aber es geht auch um andere Bedürfnisse, diese in der Ich-Perspektive zu formulieren
und dann Wünsche auch wirklich auszusprechen.
Und nicht zu hoffen, dass der Partner oder die Partnerin sie schon erkennen wird
oder kennen können.
Das ist doch total klar, dass derjenige das jetzt,
der muss das doch erkennen, wie ich das meine.
Ja, diese Wünsche von den Lippen ablesen, das funktioniert halt nicht.
Das hat etwas Romantisches, glaube ich.
Also ich glaube, das ist auch manchmal so eine Eigenschaft von Frauen,
dass man denkt, wir sind doch schon so lange zusammen.
Du musst das doch eigentlich wissen, wie ich das meine.
Vielleicht.
Vielleicht, wenn du es ein paar Mal konkret ausgesprochen hast
und ich das dann gelernt habe, wie du Dinge meinst, wenn du sie formulierst
oder wie etwas ist, dann sicherlich schon.
Aber das muss erst mal passieren.
Also wir müssen dem anderen auch erst mal die Chance geben,
uns in der Form kennenzulernen und das dann so zu erfahren.
Und außerdem muss man ja auch sagen, das Leben ist ja auch Veränderung.
Es kann ja auch sein, dass ich mich verändert habe, mein Blickwinkel,
und du da vielleicht auf der Reise gar nicht mitgenommen worden bist
und natürlich irgendwann auch.
Und ja, die Wahrnehmungen unterschiedlich sind.
Ja, ein letzter Punkt ist natürlich ansonsten eine Paartherapie in Anspruch zu nehmen
und sich einfach professionelle Unterstützung von jemandem zu holen,
der sich tagtäglich mit Kommunikation in Beziehungen befasst
und auch in der Tiefe schauen kann, was die Ursachen sind
und die gemeinsam mit euch lösen kann.
Denn tatsächlich ist das einfach ein Thema,
was wir zwar alle irgendwo vielleicht in der Schule und Co. hatten
und wir kennen Kommunikationsmodelle und das Vier-Ohren-Modell
und all die Dinge.
Haben wir vielleicht alle mal gehört und mitbekommen,
aber trotzdem helfen sie uns in vielen Situationen nicht,
da eben einige Aspekte in diesen Modellen außer Acht gelassen worden sind
und sie nicht ganzheitlich auf die Beziehung abgestimmt sind.
Häufig sind sie ja auch eher im beruflichen Kontext erfolgt,
dass man eben schaut, wie können wir im Job gut kommunizieren
und unsere Ziele erfüllen.
Von daher meldet euch bei uns, wenn ihr das Bedürfnis habt,
eure Kommunikation zu verbessern, weil ihr merkt,
ja, da haben wir durchgekommen,
da gibt es durchaus Potenzial
oder natürlich, wenn ihr auch merkt,
Mensch, wir sind jetzt so langsam durch Konflikte
und unsere Kommunikation in eine Krise geraten,
wir wollen da gerne wieder rauskommen.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Bis zur nächsten Folge.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Gestrürzte Kommunikation entsteht oft aus tiefliegenden Prägungen aus der Kindheit und alten Systemgesetzverletzungen, die zu automatischen Reaktionen führen.
Nonverbale Signalen wie Anspannung oder Herzrasen zeigen oft, dass ein Partner auf Angriff eingestellt ist, was zu einem negativen Feedback- und Verletzungszyklus führt.
Metaprogramme – wie aktiv oder passiv geprägt – beeinflussen die Wahrnehmung und Interpretation von Informationen, was zu Missverständnissen und Konflikten führt.
Stimmige Gesprächsregeln wie „kein Unterbrechen“, „keine Identitätsverletzung“ und „alles zunächst aufnehmen“ schaffen einen sicheren und wertschätzenden Raum für die Kommunikation.
Wichtige Themen sollten bei klarem, ruhigem und bereitschaftsreichem Zeitpunkt behandelt werden, nicht im Stress oder nach einem angespannten Tag.
Das Ausdrücken von Bedürfnissen und Wünschen in der Ich-Perspektive fördert Verständnis und verhindert Hoffnungen auf automatisches Verstehen.
Die Verdrängung von Themen führt zu einer zunehmenden Isolation, vermindert emotionale Verbindung und verhindert echte Lösungen.
Eine professionelle Paartherapie ermöglicht tiefere Einblicke in die Ursachen von Kommunikationsproblemen und hilft, nachhaltig Lösungen zu finden.
Summary:
Gestrürzte Kommunikation in einer Beziehung entsteht häufig aus tief verwurzelten Prägungen aus der Kindheit, wie z. B. harten oder ruhigen Kommunikationsmuster zu Hause.
Diese beeinflussen heute die nonverbale und emotionale Reaktionen, sodass Partner auf Angriff reagieren und sich gegenseitig verletzen. Ein zentrales Problem ist die unterschiedliche Wahrnehmung von Informationen durch Metaprogramme – z. B.
aktiv oder passiv geprägte Personen –, was zu Missverständnissen führt. Um Verbesserung zu erreichen, sollten klare Gesprächsregeln vereinbart werden, wie z. B.
kein Unterbrechen, keine Identitätsverletzung und das Aufnehmen von Informationen ohne sofortige Bewertung. Wichtige Themen sollten nicht im Stress oder auf der Flucht behandelt werden, sondern bei Ruhe und bereitwilliger Energie, um eine gesunde Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Zudem ist es entscheidend, eigene Bedürfnisse und Wünsche klar in der Ich-Perspektive auszusprechen, anstatt zu hoffen, dass der Partner sie versteht.
Verdrängte Themen führen zu einer zunehmenden Isolation und einem Mangel an emotionaler Verbindung. Wenn die Kommunikation langfristig nicht funktioniert, empfiehlt sich eine professionelle Paartherapie, um tiefere Ursachen zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden. Diese Ansätze helfen, aus der Konfliktspirale herauszukommen und eine wertschätzende, vertrauensvolle Beziehung wieder aufzubauen.
FAQs
Gestörte Kommunikation bedeutet, dass Informationen nicht klar übermittelt werden und Verständnis zwischen den Partnern fehlt. Das kann durch alte Prägungen, Angst vor Verletzungen oder nicht angepasste Kommunikationsmuster verursacht werden.
In der Kindheit gelernte Muster, wie z.B. aggressive oder zurückhaltende Kommunikation, bleiben im Erwachsenenleben und können sich in der Beziehung wiederholen, sodass Partner sich nicht mehr verstanden fühlen.
Metaprogramme sind unbewusste Filter, die bestimmen, wie wir Informationen wahrnehmen. Wenn man z.B. aktiv oder passiv geprägt ist, kann dies zu Missverständnissen führen, wie z.B. wenn einer etwas direkt fordert und der andere es nur aufnimmt.
Man kann gemeinsam Regeln vereinbaren, wie z.B. dass jeder zuerst gesagt wird, dass man nicht sofort unterbrochen wird und dass keine Vorwürfe direkt formuliert werden. Dies schafft mehr Raum für Vertrauen und Verständnis.
Ein festgelegter Termin sorgt dafür, dass beide Partner ausreichend Ruhe und Bereitschaft haben, um ernsthaft zu kommunizieren, ohne dass Stress oder Müdigkeit die Gespräche verhindern.
Man sollte sich in der Ich-Perspektive äußern, z.B. mit: 'Ich habe gerade das Bedürfnis nach Ruhe' oder 'Ich möchte mehr Zeit für mich selbst haben', um die Wünsche klar und wertschätzend zu formulieren.
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