Die Episode behandelt die Bedeutung von Prävention und Selbstreflexion im Zusammenhang mit sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs), insbesondere Klamüdien. Es wird gezeigt, dass das Risiko von Infektionen in jungen, sexuell aktiven Gruppen hoch ist, da viele Menschen ungeschützten Sex haben und sich selten testen lassen. Klamüdien sind nicht meldepflichtig, was zu einer großen Dunkelziffer führt. Testen ist oft teuer und nicht abgedeckt, was die Vermeidung von Infektionen erschwert. Auch die psychologischen Hürden spielen eine Rolle: Menschen schützen oft ihre Überzeugungen, um das Selbstbild zu wahren, was zu einem „Status Quo-Effekt“ führt. Dieser Effekt wird durch das Gehirn bei Widerspruch aktiviert und führt zu Abwehrreaktionen. Offenheit gegenüber Veränderungen ist nicht nur eine Haltung, sondern kann durch kleine, bewusste Experimente wie neue Lebenssituationen oder Erfahrungen gefördert werden. Die Diskussion verbindet gesundheitliche und soziale Aspekte: Offenheit ist notwendig, um gemeinsame Werte und neue Perspektiven zu erkunden, besonders in Themen wie Energiewende oder Digitalisierung. Die Botschaft ist klar: Sicherheit durch Kondome, regelmäßige Tests und offene Gespräche mit Ärzten sind entscheidend. Auch die persönliche Reflexion auf eigene Offenheit und die Bereitschaft, sich zu ändern, ist ein wichtiger Teil eines gesunden und verantwortungsvollen Lebensstils.
ARD Sounds
Na, und welche Geschlechtskrankheiten hast du schon so gehabt?
Ja, ist jetzt nicht unbedingt Small Talk-Thema Nummer eins, das macht allerdings nicht
weniger wichtig.
Es gibt sie normal, die sexual übertragbaren Krankheiten und spätestens, wenn man öfter
mal mit neuen Personen sex hat, sollte man schon drüber nachdenken, wie man sich
und auch sein Gegenüber schützen kann.
Die erste und einfachste Antwort ist da "Kondom", aber ist man damit wirklich immer
safe und was es, wenn es mal reißt oder abbrutscht oder wenn man doch mal Sex ohne hatte?
Können wir jetzt als erstes in dieser Folge "Cock Staley" und danach geht es darum,
wie offene ihr wirklich seit, für Neues, für Veränderungen, für andere Meinungen.
Könnte nämlich sein, dass hier vielleicht doch nicht so offenseit wie ihr möglicherweise
denkt.
So was hier in Sonntag hier.
Also wie schützen wir uns am besten, wenn wir häufiger mal Sex mit neuen Menschen haben,
sollte man sich sicherheitshalber regelmäßig testen lassen oder wenn dann mal einen Unfall
passiert ist oder man ungeschützt Sex hatte, dann erstmal abwarten bis zum Tome kommen
oder doch lieber zur Ärztin oder zum Arzt.
Gibt eine Menge Fragen, rund ums Thema sexuell übertragbare Krankheiten und so viel Kuhlmann
außen quokstigen.
Du hast dich mit den wichtigsten beschäftigt.
Ja, genau.
Ich hab mal geschaut, wie hoch ist das Risiko für diese Krankheiten, also für STI's und
was kann ich tun, um mich zu schützen, was kann ich tun, um andere zu schützen?
Und ich hab mich aber auch gefragt, warum ist es der manchmal so schwierig, sich testen
zu lassen?
Warum ist das so kompliziert und warum findet das nicht einfach standardmäßig statt und
wird von den Krankenkassen bezahlt?
Nein, eine Antwort könnte sein, weil es gar nicht so häufig vorkommt, deswegen vielleicht
bereck mal die Frage.
Mal angenommen.
Ich hab umgeschützten Sex, wie hoch ist das Risiko, dass ich mich dabei anstecke?
Also, es ist auf jeden Fall höher als noch vor zehn Jahren.
Es gibt da Zahlen zu die syphilis-Infektionen, die haben sich verdoppelt, dripper.
Also Gronorö, das hat sich verdreifacht und damit ist dripper die zweit häufigste sexuell
übertragbare Krankheit in Deutschland.
Aber auf Platz eins, bleiben nach wie vor die Klamüdien, weil das sind einfach Bakterien,
die sind super häufig, die verbreiten sich super schnell und deshalb habe ich auch die
Klamüdien für unser Gespräch heute mal rausgegriffen, stellvertretend für andere
Räger, aber vieles von dem, was wir jetzt erzählen, das lässt sich dann auch auf andere
Krankheiten übertragen.
Was sind da jetzt konkrete Zahlen, wenn du sagst, es ist hoch und sie sind auf Platz eins,
die Klamüdien, wie viele Menschen betrifft das?
Es ist ein bisschen das Schwanken, die angehaben sind, es gibt Quellen, die sagen es sind
drei Prozent der deutschen Bevölkerung, andere sagen zwölf Prozent, das Problem ist eben
Klamüdien sind nicht meldepflichtig, das heißt, wenn ich jetzt nicht testen lasse und es
ist positiv, dann muss mein Frauen, als meine Frauenärztin, die müssen das nicht weiter
geben, das nicht mal melden und deshalb werden viele Infektionen einfach nicht standardmäßig
erfasst und es gibt eine hohe Dunkelziffer, man kann aber davon ausgehen, dass so hohe
Zahlen, wie jetzt zum Beispiel 12 Prozent, dass das vor allem in Gruppen vorkommt, wo also
bei jungen sexuell aktiven Menschen, weil die eben ein bisschen unversichtiger sind oft
und auch im Schnitt öfter die Sexualpartner wechseln.
So heißt, wenn ich bin der Person schlafe und das ist jetzt nicht meine langjährige
Freunde, mein langjähriger Freund, dann ist die andere Person in der Regel auch sexuell
aktiv, ja, dann kann ich davon ausgehen, dass das Risiko dann eben ungefähr so 1 zu 10 ist,
dass ich mich mit Klamüdien anstecke, das heißt gar nicht mehr so unwahrscheinlich.
Ja, man kann nicht so ein bisschen so eine Fausträge überlegen, also das Risiko ist vor allem
dann hoch, wenn die andere Personen eben vieles Sexualpartner hat oder auch, wenn ich weiß,
dass die andere Person vielleicht auch häufiger mal Sex ohne Kondom hat, kann ja sein,
dass man einfach noch anders verhütet und vielleicht auch nicht auf dem Schirm hat, dass
den Kondom ja nicht nur zur Schwangerschaftsverhütung da ist, sondern eben auch gegen Krankheiten.
Aber gut, das könnte sich ja auch mittlerweile rumgesprochen haben, dass du ein Kondom vielleicht
gar keine so schlechte Idees eben auch zur Krankheitsvermeidung weiß man denn, wie viele
Menschen nach wie vor ungeschützend Sex haben?
Ja, beim Witte-Mein, das hat sich rumgesprochen, das habe ich die Zahlen in der Recherche
dann doch irgendwie überrascht auf jeden Fall, weil es gibt eine Studie, die hat 5.000
Menschen in Deutschland gefragt und die haben da gefragt, wie häufig haben sie im letzten
Jahren Kondom benutzt, wenn sie außerhalb einer Beziehung Sex hatten und bei den Zingels
haben eben ein Viertel der Befragten angegeben, dass sie nie einen Kondom benutzen und
ein weiteres Drittel haben angegeben, dass sie nur manchmal ein Kondom benutzen.
Heißt, die Hälfte der Zingels hatte zumindest ab und zu und geschützend Sex?
Genau, also es haben wirklich deutlich weniger angegeben, dass sie immer ein Kondom benutzen
und dann hat man aber auch nochmal die Leute gefragt, die in einer Beziehung sind, aber
das Sex außerhalb ihrer Beziehung hatten, also das können natürlich Affeeren sein, aber
es gibt ja auch offene Beziehung und da ist die Zahl dann sogar noch höher, weil bei diesen
Leuten hat fast die Hälfte angegeben, dass sie nie einen Kondom benutzt haben, wenn sie
außerhalb ihrer Beziehung Sex hatten und da haben wirklich nur ganz wenige gesagt, dass
sie immer ein Kondom benutzt haben, da gibt es natürlich jetzt Gründe für, also irgendwie
der Sex mit Kondom macht weniger Spaß, es war eben kein Kondom da oder man hat Erektionsprobleme
mit Kondom da wurden mehrere Gründe genannt.
Aber man kann festhalten, umgeschützer Sex kommt tatsächlich häufiger vor, als offensichtlich
wir beide und vielleicht der ein oder die andere von euch auch gedacht hat.
Ja, jetzt muss man sagen, die Hälfte der Befragten, die hat zumindest auch angegeben, ich
bin mir sicher, dass wir beide gesund sind, also dass wir beide keine Sex oder übertragbaren
Krankheiten haben, aber ich bin dann so ein bisschen skeptisch, ob diese Selbsteinschätzung
da wirklich so gestimmt hat, weil in der gleichen Umfrage haben dann weniger als die
Hälfte der Leute angegeben, dass sie vor dem ersten Sex überhaupt mal darüber gesprochen
haben, also über Sex oder übertragbare Krankheiten.
Ja und ich muss ja auch erstmal mitbekommen, dass ich möglicherweise mich mit irgendwas
angesteckt habe, weil ich habe ja auch nicht unbedingt sofort Symptome, oder was denn zu
Twin Symptome auf dich achten könnte.
Ja, du sagst, das Problem ist bei so einer Klamüdie Infektion, zum Beispiel, die sind
nicht immer so auffällig, also manchmal merkt man sie gar nicht.
Oder wenn dann können sie auch anderen harmlosen Bakterien Infektionen ähneln und Symptome
sind sowas, wie man hat ungewöhnlichen Ausfluss, Brennen oder Schmerzen beim Pinkeln,
Joghreiz und das fängt dann so ein bis drei Wochen nach dem Sex an, wenn man das nicht
behandelt, kann es aber gefährlich werden und schlimmsten Fall sogar unfruchtbar machen.
Das kommt natürlich jetzt nicht immer vor, aber es ist eben ein Risiko und das betrifft
sowohl Männer als auch Frauen und weil es eben dieses Risiko gibt und junge Menschen
vor allem in dieser Risiko-Gruppe sind, ist ja auch, weil jungen Frauen ist es ja so,
im Folge der Routine untersuchen, weil Frauenarzt können, die sich bis 25 kostenlos gegen
Klamüdien testen lassen.
Bis 25, als bis 25 Jahre, weil man davon ausgeht, dass man ab 25 in der festen Monogambeziehung
landet, dass sie gar ansteckt oder wie.
Genau, das kann man natürlich zurecht kritisieren.
Es ist halt schon so im Schnitt, wenn man sich die ganze Bevölkerung anschaut, dann ist es
schon so, dass die meisten mit Anfang 20, sexuell aktiver sind, als ich sag mal, mit Ende
20, Anfang 30, aber es ist jetzt nicht so, dass man kann sich mit 40 oder 50 noch genauso
mit Klamüdien anstecken wie mit Anfang 20, also es ändert sich nix, um man muss ja auch
sagen, junge Männer, die werden ja jetzt nicht standartmäßig getestet und die bleiben natürlich
dann auch eine Lücke.
Und wenn ich jetzt einen Mann bin oder eben über 24 und wissen, ob ich infiziert bin, was
ich mache, dann, also ich meine, das wäre schon nicht uninteressant zu wissen, gerade wenn man
wechseln, sexuell Partnerin und Partner hat, ob man sich wieder irgendwas angesteckt
hat, ne?
Ja, also man kann sich immer beim Arzt testen lassen, das geht auch bei einigen Hausärzten,
das Problem ist, dass die eben nur dann die Kosten übernehmen, also die Krankenkassen,
nur dann die Kosten übernehmen, wenn man Symptome hat oder wenn man Partner eine Infektion
festgestellt wurde, ansonsten ist es halt immer noch so, dass man die Kosten selber tragen
muss.
Was genau, so wie teuer ist ein Test?
Ja, also so Kombi-Tests, wo dann verschiedene sexuell übertragbare Krankheiten getestet
werden, die liegen bei so 70 bis 100 Euro, es gibt aber auch in manchen Städten so kostenlos
Teststellen, auch für Leute ohne Symptome, das ist dann oft in den Gesundheitsämtern.
Ich habe mich damals einfach aus Interesse, in meiner eigenen Stadt versucht durchzuklicken
und geguckt, kann ich dann so einen Termin dann irgendwie auch buchen.
Also es gibt es Buchungsportal, aber es war halt alles ausgebucht, das war nicht so einfach.
Ich habe ein bisschen mehr Glück gehabt, bei so HIV-Tests, da war es ein bisschen einfacher,
also wo dann nur HIV getestet wird, aber da muss man einfach jetzt mal selber schauen,
was die eigene Stadt anbietet und was sie dafür angeboten hat.
Oder Blutschbänden gehen, oder, also wird es nicht da auch getestet?
Ja, genau, da wird ein bisschen was getestet, also Hippartitis, HIV und Syphilis, aber jetzt
so was wie Klamidien zum Beispiel nicht.
Würde sich das denn nicht rechnen, so kostenlose Test dann eben, weil wir da für in Arztpraxen
anzubieten, würde sich das nicht irgendwie selber tragen, weil man dann ja wiederum
Kosten durch die Krankheit vermeidet.
Ich meine, das kostet ja auch Geld, wenn sich jemand angesteckt hat und ich trage das
weiter in die Welt, so, ne?
Ja, es ist ja auch, also das, was du sagst, ist ja genau der Grund, warum man dann eben 2008
beschlossen hat, dass man diesen Klamidien-Test für Frauen unter 25 kostenlose macht.
Aber man hat so ein bisschen Problem, also wenn man jetzt mal so ganz rational aus großer
Gesundheitspolitischer drauf sich guckt, dann wär es natürlich toll, wenn wir uns alle
kostenlose Testen lassen können.
Aber wir haben ja gleichzeitig eben auch immer dieses begrenzte Budget, dass wir irgendwie
nur haben und damit müssen wir ja alle gut versorgen.
Und wenn man jetzt so ein ganz eigenständiges Screening-Programm macht, da hat man in den Nierland
das mal durchgerechnet, dass wäre tatsächlich nicht kosten effektiv, im so ein kostenloses
Screening, wenn nur dann kosten effektiv, wenn es schon in bestehene Strukturen eingegliedert
wird, also zum Beispiel in Arztpraxen oder eben bei der Routineuntersuchung an Frauenarzt,
und auch erst dann, wenn durch diese Tests auch wirklich die Risikogruppen erreicht werden,
also die, die eben wirklich ein höheres Risiko für Klamidien haben.
Das heißt, nachdem, was du eben gesagt hast, vor allem junge Menschen, die sexuell aktiver
sind statistisch gesehen als ältere und statistisch gesehen viele wechseles Sexualpartnerin
und Partner haben.
Ja, die müsste man halt wirklich dann auch erreichen und da bräuchte es dann eben auch die
Aufklärungen mit diesem jungen Menschen.
angebot dann auch annehmen, weil ansonsten hat man eben das Problem, dass man eben
relativ hohe Kosten hat, weil man eben alle Menschen oder alle Menschen das in Anspruch
nehmen können.
Aber am Ende vielleicht dann doch nur wenig Infektionen entdeckt und verhindert, aber man muss
schon sagen, du hast natürlich einen Punkt, also dieses Warum testen wir nicht mehr.
Das sieht auch der Präsident der DSTEG, also der Gesellschaft zur Förderung der sexuellen
Gesundheit als ein Problem, weil eben sowas wie Syphilis und Tripper zunehmend und
bei diesen Hangheiten da gibt es ja auch noch mal schwerwiegendere Folgen als jetzt bei
Klamidien.
Und dieser Präsidenter sagt auch, wir brauchen einfach eine gute Überwachung der Krankheiten
und wir müssen systematischer Testen und vielleicht auch schon in Schulen aufklären, damit
eben klar ist, dass ein Kondom nicht nur zur Schwangerschaftsverhütung sinnvoll ist, sondern
eben auch im Krankheiten zu verhindern.
Ja, ich weiß es auch noch gut daran zu ändern, weil die Lösung für all die Probleme
kann ja auch relativ einfach sein, viele Krankheiten kann man eben verhindern, wenn man ein Kondom
benutzt.
Genau, und zumindest so lange, bis man sich sicher ist, dass oder getestet hat und sicher
ist, dass die andere Personen eben safe ist und dass man selber safe ist, wichtig ist einfach,
wenn man selber wirklich verdacht oder Symptome hat, dann wirklich zum Arzt gehen, zur
Frauenärztin gehen und nicht aus Scharngefühl nicht tun, weil das bringt niemandem was.
Ja, und wenn man dann doch mal betroffen ist, dann auch die Sexualpartner und Sexualpartner
informieren es auch immer eine feine Sache.
Ja, auch wenn es unangenehm ist.
Auch wenn es unangenehm ist.
Also, halten wir fest, Kondom benutzen ist auf jeden Fall eine geschickte Sache, das hilft
und ansonsten miteinander reden kann auch helfen, mit Ärztinnen und Ärzten reden im
Ernstfall ist auch keine schlechte Idee, so viel Kuhmann aus dem Quarksteam.
Vielen Dank.
Gerne.
Hi, Ingo.
Hi, eigentlich höre ich gar nicht viel Podcast, aber Podcast finde ich echt super, also vielen
Dank dafür.
Sehr gern und danke für deine Sprachnachricht Ingo.
Ihr wisst ja, wir freuen uns immer über Nachrichten von euch und find's auch spannend, dann
so Dinge zu erfahren, wie z.B. über welchen Gelegenheiten ihr uns gehört, von der Gassi-Runde
bis zum Einschlafen, aber da jetzt auch schon ziemlich viele Antworten von euch auf
die Frage bekommen.
Und deswegen hätten wir da jetzt noch eine.
Und zwar würden wir nicht nur gern wissen, wo oder wann ihr uns hört, sondern auch wie.
Also, über welche App oder Streaming-Plattform.
Uns interessiert das, weil wir mit All the Sound sehr auch eine eigener Streaming-Plattform
haben, bei der wir uns schon auch einen Kopf machen, wie wir die so gestalten können,
dass sie für euch auch mehrwert bietet, also neben der Tatsache, dass All the Sound's natürlich
werbefrei ist und auch ohne Datensammelei auskommt.
Wenn ihr All the Sound's schon nutzen solltet, sind das dann für euch auch die wichtigsten
Argumente, also die beiden nicht gerade genannt habe oder findet ihr es gut, dass die Podcast
folgen da immer als erstes erscheinen, noch bevor sie auf anderen Plattformen sind, was
fehlt euch vielleicht auch in der App.
Wenn ihr Bock habt, dann schickt uns gerne mal eine Nachricht dazu, wie ihr Quark-Staley
hört, wie das am besten geht, das steht in den Show-Nots.
Danke.
Also, wie offen seid ihr jetzt wirklich?
Vermutlich würden da viele von euch sagen, ich ruhig jetzt auch, klar bin ich offen,
lass mal kommen.
Aber dann kommt der große Umbau auf der Arbeit und ihr müsst das schöne kleine Büro verlassen
und gegen ein größeres Eintauschen, das ja mit vier anderen teilt, ihr wisst schon, Synergie-Effekte
und so.
Wie offen seid ihr denn dann?
Oder bei kritischen Themen wie Politik, Ernährung, Kindererziehung, daraus unter Umständen
auch gar nicht so lange, bis man die Grenzen der eigenen Offenheit entdeckt.
Kessene Tova, ist bei uns im Quarksteam für Psychologie-Team zuständig, was sagst du?
Sind wir so offen für Veränderungen, wie wir ja gerne mal glauben?
Ja, ne, wir sagen das immer so viel.
Ja, klar.
Ich bin ja ganz ehrlich.
Für mich ist das kein Problem.
Ist gar kein Problem, ganz genau.
Aber Sebastian, es gibt da in der Forschung keine allgemein gültige Antwort, aber ich
habe es gerade schon gesagt, der Offenheit ist in unserer Gesellschaft total positiv besetzt
und deswegen spricht auch einiges dafür, dass wir uns eben für offene halten, als wir tatsächlich
sind.
Und auch interessant bei unseren Mitmenschen, da sind wir da in der Regel strenger, also
das heißt, den Werfen will auch schon mal ganz gerne vor Ort, bis er aber ein bisschen
engstehren ist, wenn sie jetzt nicht so direkt auf unsere Argumente eingehen, kennst du
vielleicht auch.
Das heißt, wir messen da schon so ein bisschen gewissermaßen mit Zweilei-Maß, ja.
Ja, und das ist bei psychologischen Mechanismen auch nicht ungewöhnliches, Psychologien
und Psychologen, die sprechen auch von Blind-Sports, also diesen ja, Linden-Flecken.
Und in diesem Fall heißt das, also wir erklären uns unsere eigene Ablehnung damit, dass wir
dann sowas sagen, ja, ich bin ja total offen, aber ehrlich, also da sind Argumente, die
überzeugen mich da jetzt.
In dem Fall jetzt, ne?
So, jetzt gerade mal nicht.
Ja.
Bei anderen da sagen wir dann, also, die wollen sich ja nicht überzeugen lassen.
Ich klinke eigentlich gesagt auch ein bisschen festgefahren, so wenn wir dann irgendwie immer
so agieren, ne?
Ja, das heißt ja auch nicht, dass wir jetzt immer damit falsch liegen, ne?
Aber dass wir unsere eigene Offenheit vielleicht doch ein bisschen großzügiger beurteilen
als die der anderen.
Und dann ist ja auch die Frage, was bezeichnet man eigentlich wirklich mit Offenheit?
Gibt es eine Definition von der Wissenschaft?
Ja, die gibt es.
Offenheit ist schon eine klassische Persönlichkeits-Eigenschaft, die ist auch messbar, ne?
Da kann man so psychologische Tests machen und dann kann man eben gucken, wie offen ist
jemand und diese Persönlichkeits-Eigenschaft, die beschreibt eben, wie neugierig jemand ist,
wie aufgeschlossen, ne?
Gegen über neuen Erfahrungen oder auch Ideen oder ob jemand ja schnell auch mal überreites
neun, neue Perspektive einzunehmen.
Und wer offen ist, der hinterfragt eben eher gewohntes und probiert sein eher neues aus.
Und das mit diesen Persönlichkeits-Eigenschaften oder Persönlichkeits-Märkmalen, das ist ein
ziemlich spannendes Thema.
Da hast du Christiane auch einen Quark-Serie-Spezial zugemacht, da gehst ein bisschen intensiver.
Drauf ein, kann man sich gerne mal anhören, lernt man vielleicht auch das eine oder andere
noch mal über sich selber, wenn du dir Bock drauf habt, schaut einfach mal an die Show-Nutz,
da gibt es ja einen passenden Link dazu.
Aber wenn du jetzt hier von Persönlichkeits-Märkmalen sprichst, heißt das dann, ja, wir kommen
gewissermaßen mit so einem Anteil Offenheit auf die Welt oder mit mehr oder weniger Offenheit
und dabei bleibt es dann auch.
Also es gibt schon so etwas für eine Grundausstattung, die ist genetisch angelegt und es gibt
eben Menschen, die sind dem Durchschnitt neugieriger und die probieren eben gerne neues aus,
ne?
Ich mache lieber so, wie ich es immer gemacht habe und so.
Aber das ist jetzt nicht in Stein gemeißelt, also das kann sich im Laufe des Lebens verändern,
zum Beispiel durch Erfahrungen und was ich auch interessant fand jetzt bei meiner Recherche
nochmal, das muss auch nicht für alle Lebensbereiche gleichermaßen gelten.
Also es kann zum Beispiel sein, dass jemand sagt, ich habe gar keinen Problem damit jetzt
mal keine Ahnung, neues Restaurant auszuprobieren oder ich hör mir auch total gerne jetzt mal
"Talo Schlager" an, obwohl ich eigentlich erstmal sagen würde, ist nicht so meins, ne?
Aber das ist eben dann trotzdem sein kann, dass es ein Problem für denjenigen ist, seine
politische Meinung zu überdenken.
Aber das ist ja ein ganz spannendes Beispiel, wenn man da jetzt nochmal kurz ein bisschen
reingehen, ja, heißt aufs One-Side bin ich irgendwie für neue Musik zu haben, naja,
Italo Schlager, weiß ich nicht, lass mal das mal außen vor, ja, aber ich bin bei bestimmten
Themen dann vielleicht nicht mehr so ganz zu offen und da bin ich dann eher so bei meinen
Argumenten und bleibe bei meiner Sicht weiß, also da fällt es mir schwer vielleicht, was
anderes anzunehmen, warum ist das denn dann so?
Also der Unterschied ist, wenn uns jetzt jemand Italo Schlager empfiehlt zum Beispiel,
den wir jetzt eigentlich nicht hören würden, dann bedroht das ja meistens nicht unser
Selbstbild, also da kann man ja nicht viel mit Kaputt machen, ne?
Aber politische Überzeugungen, die sind oft viel stärker mit unseren Werten, mit unserer
Identität und mit der eigenen Gruppe auch verbunden und wenn jemand unsere politische
Haltung infrage stellt, dann fühlen wir uns dann eben auch viel schneller persönlich
angegriffen.
Wir müssen ja ein Zweifel alles was dagegen spricht, erstmal schlecht, ja.
Kann passieren, ne?
Weil wir dann ja auch automatisch oft in so eine Abwehrhaltung gehen, auch das machen wir
gar nicht bewusst, ne?
Das passiert dann, es ist wirklich einfach vom Mechanismus auch und wenn dann ein Argument
unseren Überzeugungen widerspricht, dann gucken wir auch sehr genau hin, dann sind wir
sehr streng und in der Psychologie widerspricht man von motiviertem Denken, also wir führen
dann eben keine Ergebnis offene Diskussion, sondern wir arbeiten darauf hin, dass genau das
rauskommt, was wir ohnehin schon denken und das kann man sogar im Gehirn beobachten.
Im Gehirn beobachten, das heißt irgendwie ein Zitär oder wie wir müssen das machen?
Ja, genau, in unserem Hins kennen, ja und es gibt eine viel zitierte Untersuchung, da wurden
überzeugte Anhänger der US-Parteien mit Aussagen konfrontiert, die ihren politischen Überzeugungen
total widersprochen haben und beim Bewerten dieser Gegenargumente, da waren unter anderem
Netzwerke im Gehirn aktiv, die mit Emotionen, die mit inneren Konflikt und mit selbst
bezogenem Denken zu tun haben und wenn die Person nicht so starke Überzeugung hatten,
dann waren diese Muster deutlich schwächer, das konnte man wirklich beobachten.
Ja, das ist schon ganz spannend, aber spannend ist ja auch die Frage, warum wir dann am Ende
auch wirklich an der eigenen Meinung festhalten, selbst wenn die Gegenargumente ja eigentlich
gut sind, also sollten sie sein.
Ja, also wir haben ja gerade schon gesagt, das rüttelt an unserem Selbstbild und wir
versuchen deshalb, das weiße so irgendwie so übereinander zu bekommen, das nennt man auch
kognitive Dessonanz haben wir bei Delhi auch schon oft drüber gesprochen und die fühlt
sich nicht gut an und ich wollen wir deswegen loswerden und da gibt es dann zwei Möglichkeiten
entweder wir überdenken unsere Meinung oder aber wir entwerten die Informationen und
nah der zweite Weg ist dann meist der bequemere, also da heißt es dann ganz schnell,
an ne, die Quelle, die ist bestimmt voreingenommen, das glaube ich jetzt nicht oder das ist doch
total aus dem Zusammenhang gerissen, also wir versuchen es uns dann irgendwie ja angenehm
und schön zu reden sozusagen.
Ja, so ist es bisher vor allem hier Überzeugungen gegangen, aber es gibt ja auch ganz praktische
Veränderungen wie ein Umzug, der sich vielleicht irgendwie erstmal bedrohlich anfühlt oder
es gibt irgendwie eine Veränderung im Job, das Team wird umgestellt, irgendwas wird gestrichen,
Abteilung zusammengelegt und dann muss man ja ehrlich sein, häufig fehlen wir das dann
auch prinzipiell erstmal blöd, woher kommt das?
Da geht es dann um den sogenannten Status Quo-Effekt, also wir bevorzogen tendenziell den Zustand
den wir schon kennen und selbst wenn eine alternative Objektiv besser wäre.
Das liegt auch daran, weil wir mögliche Verluste stärker gewichten als mögliche Gewinne.
Was es könnte ja sein, dass die alte Wohnung dann vielleicht doch schöner ist, als jetzt die
neue oder auch der alte Job besser ist, also was wir verlieren könnten, das wiegt automatisch
schwerer.
Und klar, ne Unsicherheit spielt eine Rolle.
Das Vertraute ist erstmal berechenbar, das neue, da wissen wir nicht so genau, was kommt
da.
Und unberechenbarkeit werdet unser Gehirn erst mal als mögliches Risiko.
Und zur Wahrheit gehört hier auch, das dürfen wir jetzt nicht vergessen, ist ja auch nicht
jede Veränderung gut, weißt du?
Ja gut, aber es gibt Veränderungen, und die kommen wir eben nicht rum und was wir jetzt
eigentlich schon mitnehmen können aus dem Gespräch ist, dass wir uns durchaus mal fragen
können, bin ich wirklich so offen oder gefällt mir vielleicht auch nur die Idee davon,
dass ich offen bin.
Genau, das lohnt sich auf jeden Fall, da immer noch mal genau hinzuschauen.
Und wenn fast alle überzeugt sind aufgestossen zu sein, es aber gar nicht sind, dann kann
eben auch dieses Gefühl entstehen, so hat die Engstehen, das sind ja immer die anderen.
Und dann hat man vielleicht auch gar keine Lust, man wird einander zu reden.
Oder man redet komplett einander vorbei, das kann auch passieren, man hört sich nicht
mehr zu und man zieht sich so in die eigene Babbel zurück.
Und das ist auf Dauer wirklich auch ein gesellschaftliches Problem.
Wenn wir gar nicht mehr miteinander in Kontakt sind, dazukommt, wir brauchen ja nicht nur das
Gefühl offen zu sein, sondern auch die echte Bereitschaft uns auch Veränderungen einzulassen.
Also jetzt denk mal an so Themen wie Energiewende oder auch Digitalisierung.
Das sind ja riesige Umbrüche.
Diese Schwierigkeit, so mit Veränderungen umzugehen, das ist übrigens kein deutsches Sonderproblem.
Ich habe mir das auch noch mal angeschaut, wie es in anderen Ländern ist.
Und da gibt es auch Stuntersuchungen zu, da hat man jetzt zwar nicht direkt den Umgang
mit Veränderungen gemessen.
Aber man hat sich angeschaut, wie gehen Gesellschaften mit unklaren Situationen um.
Und da liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld.
Also es ist jetzt nicht so, dass es nur in Deutschland so wäre, dass man sagt, ne, es muss
alles so bleiben wie es ist.
Okay, ist ja irgendwie vielleicht auch ein bisschen beruhigen, aber das zeigt auch, wenn
du sagst, europäisch das Mittelfeld, da ist schon noch ein bisschen Luft nach oben.
Und das lässt ein Jahr zu der Frage kommen, wie kann ich da vielleicht an mir arbeiten?
Also kann ich irgendwie offener werden, kann man das ja irgendwie aktiv trainieren?
Ja, kannst du tatsächlich, und zwar indem man es einfach macht.
Und das sind manchmal Kleinigkeiten, sie bastern.
Also du kannst das ja selbst mal ausprobieren, also einfach mal einen anderen Weg zur Arbeit
nehmen, zum Beispiel, ne?
Da kriegst du andere Dinge mit, vielleicht wirst du auch inspiriert, oder man geht doch
mal in dein Restaurant, das war noch nicht kennengelernt und probiert es mal aus.
Das kann ja auch für dich Spaß machen, ne?
So gut Tien auch mal hinter sich zu lassen.
Und klar, jetzt kommen wir mal kurz zu den Diskussionen, da ist es natürlich schwieriger
damit umzugehen, wenn jemand anderer Meinung ist.
Aber auch da kann man ja auch nochmal, bevor man jetzt in so ein Gespräch geht, mal kurz
durchatmen und ganz bewusst sagen, okay, ich lasse mich mal drauf ein, ich höre erst mal
zu und werde eben nicht direkt alles ab oder reden, es schlecht, sondern guck mal, was kommt
er denn jetzt so?
Und vielleicht entdeckt man ja auch erst mal so in einem ersten Schritt die Gemeinsamkeiten,
weil häufig gibt es sie am Ende doch und dann kann man sich vielleicht auch dem ein oder
anderen Argumenten ein bisschen annähern, was einem erst mal fremd vorkommt und vielleicht
ist es dann irgendwann gar nicht mehr so fremd.
Also, versucht ist es auf jeden Fall wertfindet?
Ja, das ist auch nochmal ein schöner Tipp finde ich, genau.
Christiane Tobausenkork, danke dir.
Bitte schön.
So, wenn es eben schon so nette, bei ARD-Sound zu erhalten haben, unter anderem auch darüber
das neue Folgen zuerst da erscheinen, vielleicht noch kurz ein Hinweis, da gibt es nämlich
jetzt ganz frisch und gerade noch exklusiv die zweite Staffel von Willkommen Club, der Quirre
Podcasts mit Sophia Seiler und mit Demitri Stratakis.
Wir haben wieder richtig geile Tim für euch das jetzt.
Und außerdem haben wir krasse Gäste am Start, zum Beispiel Lotti von Princess Charming
wird mit uns darüber sprechen, wie wichtig Quirre Freundschaften sind.
Und ihr habt sich lange gewünscht, eine Drag Queen bei uns im Studio und Ikone Unsensation
Miss Ivankati wird hier sitzen.
Oh mein Gott und wir sprechen natürlich auch über die Themen zum Beispiel darüber, warum
gerade Quirre Menschen so oft von Obdalausigkeit betroffen sind.
Ja, das und auch noch viel mehr, das findet ihr alles in ARD-Sound und den direkten Link
dahin den gibt es in den Show Notes und da, also in den Show Notes, gibt es auch noch
mehr Infos zu unseren Themen von heute, und da steht auch, wie ihr uns erreichen könnt,
wenn ihr uns erreichen wollt.
Schaut da gerne mal vorbei.
Ich will Sebastian Sonntag.
Tschüss.
Podcast Summary
Key Points:
Sexuell übertragbare Krankheiten wie Klamüdien sind häufiger und komplexer als früher, besonders bei jungen Menschen mit häufigen Sex-Partnern.
Die Häufigkeit ungeschützten Sexes ist hoch
Klamüdien sind nicht meldepflichtig, was zu einer hohen Dunkelziffer führt und die tatsächliche Anzahl von Infektionen unterrepräsentiert.
Testen ist oft teuer und nicht von Krankenkassen übernommen, außer bei Symptomen oder bestätigten Infektionen bei Partnern.
Es gibt kostenlose Teststellen in einigen Städten, aber sie sind oft ausgebucht oder nur für bestimmte Krankheiten wie HIV oder Syphilis.
Offenheit gegenüber Veränderungen ist psychologisch bedingt und nicht immer real, da Menschen ihre Überzeugungen schützen, um das Selbstbild zu wahren.
Der „Status Quo-Effekt“ führt dazu, dass Menschen veränderte Situationen vermeiden, weil mögliche Verluste stärker gewichtet werden als mögliche Gewinne.
Offenheit kann trainiert werden durch kleine Experimente wie neue Erfahrungen oder Wege in der Arbeit, was die soziale und persönliche Flexibilität fördert.
Summary:
Die Episode behandelt die Bedeutung von Prävention und Selbstreflexion im Zusammenhang mit sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs), insbesondere Klamüdien. Es wird gezeigt, dass das Risiko von Infektionen in jungen, sexuell aktiven Gruppen hoch ist, da viele Menschen ungeschützten Sex haben und sich selten testen lassen. Klamüdien sind nicht meldepflichtig, was zu einer großen Dunkelziffer führt.
Testen ist oft teuer und nicht abgedeckt, was die Vermeidung von Infektionen erschwert. Auch die psychologischen Hürden spielen eine Rolle: Menschen schützen oft ihre Überzeugungen, um das Selbstbild zu wahren, was zu einem „Status Quo-Effekt“ führt. Dieser Effekt wird durch das Gehirn bei Widerspruch aktiviert und führt zu Abwehrreaktionen.
Offenheit gegenüber Veränderungen ist nicht nur eine Haltung, sondern kann durch kleine, bewusste Experimente wie neue Lebenssituationen oder Erfahrungen gefördert werden. Die Diskussion verbindet gesundheitliche und soziale Aspekte: Offenheit ist notwendig, um gemeinsame Werte und neue Perspektiven zu erkunden, besonders in Themen wie Energiewende oder Digitalisierung. Die Botschaft ist klar: Sicherheit durch Kondome, regelmäßige Tests und offene Gespräche mit Ärzten sind entscheidend.
Auch die persönliche Reflexion auf eigene Offenheit und die Bereitschaft, sich zu ändern, ist ein wichtiger Teil eines gesunden und verantwortungsvollen Lebensstils.
FAQs
Viele Menschen testen nicht, weil es selten vorkommt und die Krankheiten nicht meldepflichtig sind. Außerdem fühlen sich viele unsicher oder haben Schücks, besonders wenn sie keine Symptome haben.
Das Risiko liegt bei etwa 1 zu 10, besonders wenn der andere Partner viele Sexualpartner hat oder ungeschützten Sex hatte. Klamüdien sind besonders häufig und können asymptomatisch bleiben.
Die genauen Zahlen sind unklar, da Klamüdien nicht meldepflichtig sind. Quellen schätzen zwischen drei und zwölf Prozent der Bevölkerung, wobei die Zahl bei jungen, sexuell aktiven Personen höher ist.
Laut einer Umfrage nutzen nur ein Viertel der Befragten immer ein Kondom, und viele geben an, dass sie es aus Mangel an Spaß, Erektionsproblemen oder aus persönlichen Gründen nicht nutzen.
Ja, in einigen Städten gibt es kostenfreie Teststellen, insbesondere in Gesundheitsämtern. Allerdings sind viele Tests nur bei Symptomen oder bei einem Partner-Infektionsfall von den Krankenkassen bezahlt.
Weil junger Menschen in der Regel mehr sexuelle Partner haben und damit ein höheres Risiko tragen. Die Regelung soll frühzeitig erkennen und verhindern, dass sich Krankheiten verbreiten.
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