Gen Z, flexible Arbeit und KI: Wie Zenjob den Arbeitsmarkt von morgen baut – Fritz Trott
47m 19s
In diesem Podcast-Gespräch gibt Fritz Trott, CEO und Co-Gründer von Zenjob, ein Update zur Entwicklung seines Unternehmens. Zenjob wurde vor zehn Jahren gegründet, um Unternehmen flexibel und zuverlässig Personal zu vermitteln, insbesondere an Studierende. Trott betont, dass sich das Unternehmen von einem reinen Wachstumsfokus hin zu Profitabilität und jetzt zur aktiven Nutzung von KI entwickelt hat. Die Plattform erreicht eine Automatisierungsquote von über 90 % bei der Besetzung von Schichten, was ein zentraler Erfolgsfaktor ist. KI wird nicht nur zur Optimierung interner Prozesse eingesetzt, sondern auch, um Innovationen voranzutreiben. Trott unterscheidet zwischen Effizienzgewinnen und echten Innovationssprüngen, die durch KI möglich werden. Er sieht KI und Robotik als Chance, unmenschliche Arbeitsplätze zu ersetzen und menschliche Arbeit aufzuwerten. Zenjob ist finanziell unabhängig und plant keine weitere Kapitalaufnahme; das Wachstum soll durch Technologie und Skalierung erfolgen. Trott betont die Bedeutung einer positiven Unternehmenskultur und die Motivation, täglich Menschen flexible Arbeit zu ermöglichen. Das Gespräch zeigt, wie ein etabliertes Startup sich an veränderte Marktbedingungen anpasst und KI als strategisches Werkzeug nutzt.
Mein Name ist Jan Thomas und heute bei uns zu Gast ist Fritz Trott, der ist der CEO und Co-Gründer von Zenjob.
Das Unternehmen kennt ihr sicherlich, denn es ist natürlich schon relativ lang in der Szene unterwegs.
Es gibt ja diese Unternehmen, die sich etabliert haben, viele Finanzierungsrunden abgeschlossen haben,
sehr viel Kapital eingesammelt haben und dann einfach präsent sind, sich einen guten Namen gemacht haben
und wo man sich dann trotzdem als Marktbeobachter fragt, wie geht es dem Unternehmen gerade und wie geht es weiter mit dem Unternehmen.
Und das war genau der Grund, warum wir gesprochen haben.
Wir haben also mal wieder einen Status-Update gemacht.
Ich habe nachgeschaut, Zenjob war zum letzten Mal 2022 im März damals bei uns zu Gast.
Also schon vier Jahre her, Grund genug, dass wir mal wieder ein Update machen.
Und wir haben aber nicht nur über das Unternehmen gesprochen,
wir haben vor allem auch über die sich verändernde Landschaft und die Herausforderungen für Arbeitnehmerinnen
heutzutage durch KI, also was heißt das denn eigentlich?
Und ihr könnt euch vorstellen, Fritz ist natürlich total nah dran.
Und man hat gemerkt, er hat auch Redebedarf, er hat sich viele Gedanken gemacht, die mussten mal raus, habe ich das Gefühl.
Und dementsprechend ist es ein sehr cooles Gespräch geworden mit jemandem,
der halt eben nah an den Veränderungen im Arbeitsmarkt ist und auch die ganzen Prognosen
und vielleicht auch die ganzen Ängste einigermaßen gut einordnen konnte, fand ich.
Also dementsprechend ein bisschen längeres Gespräch, aber ich glaube, es lohnt sich von A bis Z.
Wir gehen rein ins Gespräch mit Fritz Trott, dem CEO und Co-Gründer von Zenjob.
Viel Spaß dabei.
Werbung
Kurze Info für alle, die ihre Produkte, Tools oder Services vor der Startup-Community präsentieren möchten.
Auf unserer Webseite findet ihr die Media-Kits zu unseren Kanälen, Podcasts, Newsletter und Webinare, direkt zum Download.
Dort findet ihr auch die Kontaktdaten unseres Teams. Wir beraten euch selbstverständlich gern.
Mit Startup Insider erreicht ihr täglich Gründerinnen und Gründer, Investoren sowie Digitalexpertinnen und Experten,
aus Corporates und dem Mittelstand. Den Link findet ihr wie immer in den Shownotes.
Mit den Startup Insider Podcasts kommen Gründerinnen und Gründer perfekt durch den Tag.
Morgens startest du mit Startup Insider Daily, den wichtigsten News aus der deutschen und internationalen Startup-Szene.
Kompakt und in nur 10 Minuten.
Direkt im Anschluss folgt Investments und Exits.
Jeden Tag analysieren Top-Investorinnen und Investoren aktuelle Finanzierungsrunden, Deals und Tech-Trends.
Und mittags hörst du Interviews mit Gründerinnen und Gründern, die offen über ihre Geschäftsmodelle und Learnings sprechen.
Folge Startup Insider auf Spotify oder Apple Podcasts, damit du keinen Deal, keinen Trend und keine Story verpasst.
Und falls dir unsere Podcasts gefallen, freuen wir uns über eine positive Bewertung im Podcast-Player deiner Wahl. Vielen Dank.
Fritz, hey, freut mich.
Hi.
Schön, dich zu sprechen.
Ja, freut mich auch sehr, dass wir sprechen. Und sag mal, fangen wir mal mit einer unbequemen Frage an.
Ich habe gesehen, du kommst ja von Rocket Internet, hast da Wachstum verantwortet. Lass uns mal über Wachstum sprechen. Wie entwickelt sich dein Job gerade?
Das ist auf jeden Fall ein super Einstieg. Wir sind vor zehn Jahren gestartet mit der Devise, dass wir ein gigantisches Unternehmen bauen.
Allerdings immer angetrieben, nicht vom eigentlichen Wachstum, sondern von der Vision, dass wir das Leben von Menschen verbessern,
indem wir. flexibel und faire Arbeit anbieten und vor allen Dingen, indem wir Unternehmen helfen.
Wir haben damals gesehen, es gibt unglaublich große Not bei Unternehmen, Personal flexibel einzusetzen.
Und wir haben uns vor zehn Jahren überlegt, dieses Problem wird auf jeden Fall größer.
Die Märkte werden globaler, volatiler und wenn wir es schaffen, eine Lösung zu finden, dass Unternehmen kurzfristig, zuverlässig Personal zu fairen Preisen einsetzen können,
dann können wir ein echtes Problem lösen.
Und mit der Devise sind wir auch heute noch unterwegs und natürlich müssen wir, wie alle anderen auch, immer wieder unsere Strategie anpassen, gerade auch am deutschen Markt.
Und das haben wir auch immer weiter verfolgt.
Natürlich nicht nur wirtschaftliche, sondern auch technologische Änderungen, beispielsweise natürlich der Einsatz von KI, aber wirtschaftlich auch Geschäftsfelder, Unternehmensbereiche anzupassen,
um immer weiter Richtung Wachstum.
Und man muss auch dazu sagen, früher hat sich alles nur noch um Wachstum gedreht und du hast Rocket Internet erwähnt.
Ich habe zu der Zeit dort unglaublich viel gelernt.
Ich war trotzdem bei Rocket Internet auch nur einer von vielen Mitarbeitern, der sich mit nichts anderem beschäftigt als Wachstum.
Und vor zehn Jahren ging es noch nur um Wachstum.
Dann ging es irgendwann bei vielen Unternehmen und in der Branche ums schlechte Überleben.
Dann ging es sehr stark um Profitabilität.
Jetzt geht es natürlich sehr viel darum, wie wendest du in deinem Unternehmen, in deiner Organisation KI an und wie schaffst du es, gerade auch als älteres Unternehmen, diesen Zug nicht zu verpassen, sondern die Chance voll auszunutzen.
Ich habe gesehen, Rocket Internet, ich hatte ins Handelsregister geguckt, ihr seid ja sogar in der Saarbrücke 21 gegründet.
Das ist ja sogar ganz spannend.
Das heißt, da gibt es alte Verbundenheiten, aber schon sogar einen Ticken älter als zehn Jahre.
Ich wollte dich fragen, ab wann ist man denn eigentlich kein Startup mehr?
Gute Frage.
Ich habe mal früher irgendwann bei Paul Graham gelesen, dass es eigentlich, auch wenn du jetzt eine Bäckerei eröffnest oder einen Friseursalon, dann könntest du dich irgendwo auch als Startup bezeichnen vielleicht.
Und dass letztendlich die Definition, die er da verwendet, eher darum geht, zu sagen, es gibt ein sehr hartes, schwieriges Problem, was du mit Technologie löst und dass du skalierbar machst.
Und das ist, glaube ich, etwas, was viele Menschen auch verwechseln, selbst Growth und Scaling verwechseln und dass du bei Scalings eben schaffst,
dass du bei Growth kannst du, weiß nicht, mit fünf Mitarbeitern zehn Einheiten wuppen und mit, weiß nicht, 20 Mitarbeitern vielleicht 30 Einheiten.
Aber wenn du über Scaling sprichst, dann schaffst du das Ganze eben auf einer ganz anderen Dimension.
Mit zehn Mitarbeitern schaffst du vielleicht zehn Einheiten und mit 20 Mitarbeitern schaffst du schon tausend Einheiten.
Und darum geht es uns ja auch hier als Unternehmen.
Und das ist ja auch natürlich das, was uns als Startup irgendwo auszeichnet.
Vor allen Dingen würde ich aber auch sagen, dass uns Startup auszeichnet, dass du einen gewissen Status Quo siehst und dann eine Chance erkennst, die du mit Technologie angehst.
Für uns ist es dieser Bedarf, den Unternehmen haben und den sie nicht gelöst bekommen.
Wir haben sehr früh mit Unternehmen gesprochen im Einzelhandel.
Wir haben mit Unternehmen besprochen in der Logistik und wir haben gesagt bekommen, es gibt Lösungen wie Zeitarbeit.
Und andere Personaler, die helfen uns, wenn es mal brennt oder wenn wir Engpässe haben.
Aber so richtig flexibel ist das eigentlich nicht.
Und wir haben festgestellt, diese Unternehmen, denen wird nicht wirklich geholfen.
Die haben richtig Probleme und die Probleme werden größer, weil die Märkte volatiler werden, weil der Kostendruck steigt, weil die Märkte globaler werden und keiner hilft denen wirklich weiter.
Und wenn wir eine Technologie hätten, dann könnten wir tagesgenau das Personal liefern, das geschulten.
Und das günstiger ist, als das, was es derzeit am Markt gibt.
Und das können wir nur dank Technologie.
Und wann man dann ein Startup ist und wann nicht mehr, ist eine gute Frage.
Ehrlich gesagt, das ist so ein bisschen wie die Frage, bist du jetzt eine Product Company oder eine Tech Company?
Ich würde immer sagen, es geht, und das ist bei uns auch ganz tief in der DNA drin, es geht um den Kunden.
Und wenn unsere Kunden und Kundinnen zufrieden sind, dann machen wir das.
Dann machen wir unseren Job richtig.
Ob das jetzt noch ein Startup ist oder eine Tech oder eine Product Company, das müssen dann andere beurteilen.
Aber wie hat sich euer Unternehmen verändert im Laufe der Zeit, was würdest du sagen?
Wir haben vermutlich ein, zwei Sachen, die sind genau wie an Tag eins und andere, die sind komplett anders.
Wir sind zu dritt gestartet und meine beiden Mitgründer, die ich sehr schätze und ich, hatten alle einen ganz unterschiedlichen Hintergrund.
Und für uns war diese Branche total neu.
Und wir haben, du hattest Rocket Internet erwähnt, wir haben uns in den ersten Tagen ganz viel damit auseinandergesetzt,
wie wichtig ist uns eigentlich unsere Zeit, also Arbeitszeit ist Lebenszeit, wie wichtig ist uns eigentlich die Zeit,
die wir hier miteinander verbringen und die wir mit anderen Menschen verbringen.
Und wie wissen wir eigentlich, wer zu uns passt?
Wir haben dann sehr früh uns dazu entschieden, dass wir bewusst eine Kultur aufbauen und steuern wollen.
Wir haben uns dafür vier Werte.
Wir haben uns dafür vier Werte entschieden, die haben wir zusammen erarbeitet und genau die vier Werte, die haben wir auch noch heute.
Und diese vier Werte, die hängen nicht nur einfach an der Wand, sondern zu jedem dieser Werte gibt es auch so ein paar Verhaltensregeln und Kriterien und die nutzen wir auch.
Die nutzen wir im Bewerbungsgespräch, die nutzen wir bei strategischen Entscheidungen, die nutzen wir für Feedback und Performancegespräche und das ist eine der Sachen, die ist total unverändert.
Das zweite, was unverändert ist, ist diese Begeisterung.
Begeisterung für das Thema und das Problem, das wir lösen, das habe ich auch eben erwähnt.
Das weiß man auch nicht als Gründer am Anfang und das ist bei uns wirklich Glück gewesen, dass wir an einem Thema arbeiten, das uns sehr, sehr beschäftigt und das uns antreibt.
Und es kommen immer mal gute Zeiten, aber es kommen eben auch mal schlechte Zeiten und dann musst du irgendetwas haben, das dich pusht und für das du trotzdem morgens aufstehst.
Und das ist bei uns diese Vision, diese Überlegung, dank uns können Unternehmen morgens ihre Rollläden hochmachen, dank uns kann…
Wirtschaft laufen. Dank uns können Menschen
flexibel Geld verdienen. Und
das ist jeden Tag, ist heute noch so. Jeden Tag
motiviert mich das, weil ich weiß, es gibt tausende
von Menschen, die heute dank
Zenjob Kohle verdienen.
So. Und das ist gleich.
Alles andere
hat sich über die zehn Jahre unglaublich verändert.
Wir haben am Anfang natürlich unsere
Prozesse
und unser Geschäft
erst komplett offline gemacht,
dann Papier, dann mit irgendwelchen
Excel-Sheets und den ersten
Google-Docs und haben das
nach und nach in Technologie umgebaut.
Wir haben natürlich alle
unsere, also wir haben im Grunde
drei dicke Bretter, die wir zu bohren haben,
weil wir rechtlich und technisch
gesehen als Zeitarbeitsunternehmen fungieren.
Das heißt, alle
rechtlichen Themen,
alle finanziellen Themen
und alle operativen Themen
wirklich zu durchsteigen und
rechtskonform zu
digitalisieren, ist ein
irrer Akt
gewesen und es geht immer noch darum,
immer weiter besser, schneller,
effizienter zu werden und
da hat das heutige
Unternehmen wahrscheinlich recht wenig
mehr zu tun mit dem Unternehmen
von damals.
Du hast ja vorhin gesagt, in der Skalierungsphase
schaffen dann wenig Mitarbeiter
viele Units und wenn man dir gerade so
zuhört, du hast eben mehrfach über KI
gesprochen, hast aber sehr viel auch über Technologie
gesprochen. Das heißt, ist denn
und beim Wachstum hast du eigentlich,
als ich dich nach Wachstum gefragt habe, hast du keine Metriken
genannt, ne? Ist denn so eine Metrik, die jetzt gerade
so in aller Munde ist, Umsatz pro Mitarbeiter, ist das
etwas, was für euch hinterher im
Fokus ist oder wie messt ihr Erfolg?
Das stimmt. Also tatsächlich
ist Umsatz pro Mitarbeiter eine
der Metriken, die wir anschauen.
Uns geht es allerdings
auch um ein paar Metriken, die
sehr speziell für unser
Geschäftsmodell sind. Mit die prominenteste ist
das sogenannte Fulfillment. Das
heißt, wenn Kunden bei uns Personal
bestellen, angenommen,
es gibt ein Logistikzentrum
oder einen Supermarkt und
die bestellen für nächste Woche
50 oder 100
Mitarbeiter,
wie viele
davon können wir dann besetzen?
Wie viele Schichten kriegen wir voll?
Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
tauchen dann auf?
Und da gibt es dann
verschiedene Zahlen, die so im Markt
genannt werden, was
so die Durchschnittszahlen sind. Das geht von
50 Prozent bis 75
Prozent.
Und wir haben da zum Beispiel
sehr stark investiert, dass wir jetzt
über 90 Prozent aller
Anfragen automatisiert
befüllen.
Und zwar mit Mitarbeitern, die pünktlich
erscheinen, die einen ordentlichen Job machen
und unsere Kunden wirklich
zufriedenstellen.
Das ist ja wie so ein Marktplatz
eigentlich. Man muss ja beide Seiten
irgendwie auszerieren.
Das heißt, der Bedarf darf nicht
höher sein. Das ist das Angebot. Und zweitens muss das Angebot
irgendwie bei Laune gehalten werden, damit sie im
richtigen Moment dann auch parat stehen, oder?
Richtig, richtig. Wir haben uns auch,
wir haben ja mit verschiedenen Nutzergruppen
auf der Arbeitnehmerseite zusammengearbeitet
und haben über die Jahre
festgestellt, dass wir insbesondere
gute Zahlen
und gutes Feedback
bekommen von Studierenden.
Und ich
konnte mich damit auch sofort
identifizieren, weil ich selber im Studium arbeiten
musste und verschiedene Studentenjobs
gemacht habe. Und wir haben dann festgestellt,
das ist auch eine Nutzergruppe,
die nochmal ganz anders ist
als herkömmliche
Nutzer oder Teilnehmer im
Zeitarbeitsmarkt. Und dadurch,
dass wir mit Studierenden arbeiten,
sind die per Definition
sehr flexibel,
sind per Definition
zwar verfügbar, aber
im Idealfall sollten sie eigentlich
studieren. Und wir können
somit ein Problem lösen,
dass in Deutschland
drei Millionen Studierende haben
und können gleichzeitig das Problem lösen,
dass deutsche Unternehmen haben
im Bereich Einzelhandel, im Bereich Handel
und der Logistik und
der sogenannten Hospitality, also
der Größen Gastro. Wir arbeiten jetzt
nicht mit den kleinen Restaurants
um die Ecke, sondern eher mit den
großen Stadien und
Eventlocations und Hotels.
Du hast ja
gesagt, im Prinzip gibt es diese drei
Bereiche, wo ihr wirklich vorne mitspielen müsst.
Kannst du mal kurz berichten,
wie macht ihr das mit KI oder generell auch
die Rolle von KI und auch vielleicht so
ein bisschen, gerade so das nächste
Trendthema ist ja Physical AI,
was gerade hochkommt. Das spielt ja wahrscheinlich für euch
auch eine große Rolle, wenn dann viele von den Jobs,
über die wir gerade sprechen, vielleicht ja nochmal
sich komplett verändern werden eigentlich in der Zukunft.
Ja, absolut.
Wir haben
seit Tag 1
unsere Prozesse eben, wie gesagt, automatisiert
und digitalisiert. Und dann haben wir,
jetzt natürlich im Kern von unserem Geschäftsmodell
nutzen wir unsere Daten
fürs Matching, also Algorithmen, die
Angebot und Nachfrage so
gut wie möglich zusammenbringen, dass die
richtige Person zum richtigen Job, zur
richtigen Zeit geht. Und zwar
bestmöglich für beide. Sprich,
wenn du und ich schon einmal
in einem Supermarkt als
Kassierer gearbeitet haben
und wir uns beide bewerben, ist es wahrscheinlich,
dass wir beide den Job bekommen oder dort
gut hinpassen. Aber wenn einer von uns
in der Filiale noch nicht war, die andere
Person schon war, dann wäre das sozusagen
die Preferred
Option, also bevorzugt
würdest du dann werden.
Und
so haben wir
bis vor zwei, drei Jahren
unser Produkt immer weiter verbessert, immer weiter
automatisiert, unsere Daten gepflegt
und dann ging es
los, dass wir, weil wir
digitaler Player
sind, weil wir eine Tech-Plattform haben, weil wir
eine Datenbank haben, dass wir sehr schnell
anfangen konnten, externe
Dienstleister oder Services
bei uns anzudocken,
die KI-basiert sind.
Vermutlich haben das
einige andere Unternehmen auch gemacht und das waren so
die ersten Versuche,
beispielsweise so ein
Customer-Care-Agent einzubinden.
Das waren für uns die ersten
Schritte. Das war sozusagen
an der Oberfläche unseres
Geschäftsmodells. Wir haben dann
schrittweise weitere
solcher Service eingebunden
und haben dann aber, nachdem
wir an der Oberfläche damit gearbeitet haben,
auch intern angefangen,
KI-Anwendungen einzubinden,
um produktiver zu werden.
Insbesondere im Engineering-Bereich,
wir waren damals noch weit über
100 Entwickler. Wir haben sehr viel
mit Cursor gearbeitet. Wir haben
schrittweise diese Tools mit einbezogen,
um produktiver
zu werden, um schneller zu werden.
Ob das wie Zero ist, Cursor
ist, die üblichen
Verdächtigen, die man kennt. Und das hat uns
als Unternehmen deutlich produktiver gemacht.
Entschuldige, wenn ich da nochmal reingehe. War das schwierig, das Team mitzunehmen
bei sowas? Weil ich finde, das ist ja schon die
Aufgabe, vor der gerade viele Unternehmen
eigentlich stehen.
Also irgendwie, euch gibt es
jetzt seit 10, 11 Jahren.
Da kann ich mir schon vorstellen, da hat man so seine Methoden
gefunden und plötzlich kommt KI und plötzlich kommen diese ganzen
Automationen und NLNs
und was weiß ich was alles, diese Welt,
ganzes KI-Layer,
Vibe-Coding hast du gerade genannt. Also, was macht
das aus dem Unternehmen? Was sind so deine Learnings
daraus?
Ich glaube, es ist sehr, sehr wichtig,
ganz transparent
und klar darüber zu
sprechen, was Chance
ist und was Bedrohung ist.
Wie am Arbeitsmarkt auch.
Und da können wir auch bestimmt nochmal zu sprechen,
denn letztendlich
fühlt sich ein Entwickler
im Zweifel genauso wie jemand,
der oder die an der Kasse arbeitet und es
werden die Self-Checkout-Kassen eingeführt
und wenn du
Entwickler bist und Code bist und dann kommen diese
Tools und du merkst, Moment,
entweder mein Job ist gleich weg oder von mir
wird ab morgen das Vierfache
an Produktivität erwartet.
Das ist ja das Mindset. Das ist
ja der Elephant in the Room.
Und wir lesen ja auch jeden Tag
die News von Unternehmen,
die Tausende von Mitarbeitern
entlassen und freisetzen.
Und zwar genau in diesen Branchen,
in die großen Software-Riesen,
die sich von riesigen
zahlenden Mitarbeitern trennen.
Und für uns war das
von Tag 1 an ganz, ganz
wichtig, ganz klar darüber zu sprechen,
dass es Teil
unserer Strategie ist,
KI einzusetzen, um dadurch
effektiver zu werden.
Sicherlich auch offiziell, aber vor allen Dingen effektiver
zu werden. Und
wir haben das dann auf Schrittweise
nicht nur in unseren
Tech- und Product-Teams
angewandt, sondern wir haben in jedem
Bereich unseres Unternehmens
eine Art
Botschafter oder Fahnträger,
Ambassador für KI
bestimmt ernannt
und haben für jeden Bereich im Unternehmen
angefangen, uns
genau zu überlegen, wie können wir hier noch
besser werden? Wo können
wir uns mit
dem
Einsatz von neuen Technologien
in gewisser Weise das Leben
leichter machen, aber auch
besser werden? Mehr auch
für unsere Kunden zu schaffen, mehr
für unsere Zen-Jobber zu schaffen.
Und so haben wir da eine
recht positive Wendung hinbekommen.
Ich glaube, das ist enorm wichtig, dass
auch jedem klar ist,
das ist unabwendbar und
es geht darum, dass man sich
aufschlaut und das
embrace, dass du wirklich
die Technologie
als eine Chance wahrnimmst und nicht als
eine Bedrohung. Und ich behaupte
auch, dass nicht
der oder die
Entwicklerin durch KI
ersetzt wird, sondern die Entwicklerin
wird ersetzt durch eine
Entwicklerin, die KI beherrscht.
Und wir sind auch selbst
bei jeder
Stelle, die wir rekrutieren, von
Office-Management bis
Head of Sales, ist es
Teil
des Interviews,
wirklich auch reinzubauen und zu verstehen,
wo wendest du in deinem täglichen
privaten als auch
geschäftlichen Umfeld
KI an. Das ist einfach enorm wichtig.
Das gehört jetzt einfach mit dazu.
Das ist ja auch nochmal ganz spannend. Wir haben ja gerade eben über Umsatz pro Mitarbeiter
gesprochen und hinterher die KI-Tools.
Also es stimmt wahrscheinlich schon, dass man,
dass eine Programmiererin
nicht durch KI, sondern durch jemanden setzt wird,
der KI beherrscht. Aber du wirst ja
wahrscheinlich, also es gibt ja nur zwei Möglichkeiten.
Entweder du sagst hinterher,
ich erreiche dann mit der gleichen Menge Leute
mehr Output oder du sagst,
ich erreiche das Gleiche wie heute mit
weniger Leuten, oder?
Und dann hast du ja doch diese Formel wieder, dann wird sie ja
doch ersetzt durch KI, aber eben
durch jemanden, der KI beherrscht und die macht dann halt
die Arbeit von zweien.
Ja, das ist richtig. Also
ich glaube, das steht ohnehin
für die meisten
oder auch die besseren oder größeren Tech-Unternehmen,
dass du ja im Grunde unterteilst in zwei
oder in der Regel drei Bereiche, die du hast.
Du hast einmal diesen Bereich
der Plattform, der Infrastruktur,
keeping the lights on.
Das musst du als Unternehmen machen,
da musst du auch
investieren und da hast du die Kosten,
an denen kannst du im Zweifel hier und da ein bisschen
was drehen, aber das ist der Bereich,
der steht, der ist einfach wichtig.
Dann hast du einen zweiten Teil
und der heißt
Efficiencies. Und das ist
der Bereich, den
zum Beispiel Venture Capital und Private Equity
oder Investoren lieben, weil den kannst du
sehr gut beziffern, den kannst du sehr gut
vorhersagen. Und da sagst du eben,
keine Ahnung, ich habe jetzt irgendwie,
im Customer Care sind 100
Mitarbeiter,
und jetzt bringen wir die und die Prozesse ein
und jetzt bringen wir noch die und die Tools mit
dazu und dann können wir
hier Effizienzen heben von 20%.
Das ist der zweite
Block. Und dann gibt es aber den dritten Block. Und der dritte
Block, da geht es nicht mehr um Optimierung
und Effizienz, sondern da geht es um Innovation.
Und Innovation,
das ist lustigerweise auch das, was jeder
Venture Capitalist haben will, aber wo keiner
bereit ist oder die wenigstens bereit sind,
die Risiken einzugehen, weil
da geht es um. Was total paradox ist,
aber dort entsteht die Innovation
und das ist so ein bisschen wie
Öl bohren.
Du musst immer wieder irgendwo bohren
und du weißt es nicht und du testest und da
hast du diese Iteration, da hast du
dieses Cycle von Lean Startup,
da setzt du Teams auf Themen und die rennen
gegen die Wand und der Return ist null
und der Return ist wieder null und der Return ist wieder
null und dann, irgendwann
trittst du auf Öl
und dann sprudelt das Öl.
Richtig. Und dann sprudelt
das Öl und das sprudelt immer weiter.
Und dann hast du eben nicht mehr 20%,
sondern du hast
200% im ersten Jahr.
2000. Und dann geht es immer weiter.
Und in dem
Bereich, in dem Bereich der
Innovation, da hast
du dann eine Produktivitäts
Möglichkeit oder Chancen
der Innovation
durch KI, die sind
viel, viel, viel größer als
alles, was es vorher gab. Und
ich behaupte, dass viele Unternehmen
derzeit auch außerhalb von,
sagen wir mal, den Tech-Unternehmen,
die nutzen KI
und wenden Tools an in diesem
zweiten Feld,
in dem Bereich der Optimierung.
Also ein bisschen Effizienzen hier,
ein bisschen Effizienzen dort.
Das ist gut und das hilft
sicherlich, aber in diesem dritten
Block, in dem Bereich der
Innovation, da
kann man jetzt natürlich
ganz, ganz, ganz anders rangehen.
Und das sehe ich als eine unglaublich aufregende
Zeit und unglaublich
spannende.
Werbung.
Und falls dir unsere Podcasts gefallen,
freuen wir uns über eine positive Bewertung
im Podcast Player deiner Wahl.
Vielen Dank.
Kurze Info für alle, die ihre Produkte,
Tools oder Services vor der Startup
Community präsentieren möchten.
Auf unserer Webseite findet ihr die
Media-Kits zu unseren Kanälen.
Podcast, Newsletter und Webinare.
Direkt zum Download.
Mit Startup Insider erreicht ihr täglich
Gründerinnen und Gründer, Investoren
sowie Digitalexpertinnen
und Experten aus Corporates
und dem Mittelstand. Startup Insider.
Vielleicht speaking of Investoren.
Ihr habt jetzt mehrere Runden gemacht.
In Summe knapp 100 Millionen, glaube ich,
habe ich hier bei Crunchbase gesehen,
eingesammelt, seit über 10 Jahre alt.
Primär so die
Pre-Seed und Seed-Investoren, das sind ja auch
wie Atlantis zum Beispiel, habe ich gesehen.
Wie oft rufen die an und fragen,
wie geht's, was machen die Exit-Pläne?
Ja, ich, also
ich schätze
jeden unserer
Investoren und Partner sehr und
über die Jahre haben wir
gemeinsam ein tolles Unternehmen aufgebaut.
Einerseits
hat keiner bei uns investiert, nur um
wieder zu verkaufen und andererseits
gehört es natürlich zum Geschäftsmodell
dazu, dass es irgendwann soweit
sein muss.
Ich glaube, jeder hat
investiert, um irgendwann einen Exit zu
sehen. Ich glaube, das ansonsten passt nicht zum Venture Capital.
Richtig, genau.
Und ich glaube,
wir als Unternehmen
haben es durch die letzten
Jahre natürlich
geschafft, dass wir ein
digitales, skalierbares
Modell gebaut haben in einem
Markt, der immer noch recht offline ist.
Und
die Chance,
die wir jetzt haben, oder die Chance
überhaupt, die wird jeden Tag
größer. Also wir
reden und denken viel darüber nach,
dass wir eigentlich noch an Tag 1 sind.
Und als Unternehmen
oder Markt?
Als Unternehmen.
Der Markt selbst ist ein sehr
zyklischer Markt.
Und auch schon uralt eigentlich.
Und auch schon uralt.
Und wir hatten das große Glück,
dank dieser Kapital,
oder dank dieser Unterstützung durch Venture Capital,
dass wir uns
ganz diszipliniert
darum kümmern durften,
dieses Unternehmen aufzubauen,
ohne
rechts und links zu schauen, was
draußen eigentlich los ist
in der
deutschen Wirtschaft und im
Zeitarbeitsmarkt. Das heißt, wir konnten ganz
diszipliniert von Tag 1
an diese Technologie bauen
und noch effizienter werden.
Und ihr hattet bei Corona, glaube ich, auch einen super Boost eigentlich, oder?
Ja und nein.
Also wir waren in Corona tatsächlich
in einer Finanzierungsrunde, wie das gerade
losging und waren in der Due Diligence,
als dann plötzlich Lockdown war und die
Umsätze von runter
auf fast Null gingen.
Und das war tatsächlich erst
sehr, sehr hart. Auch das war,
aber auch der Staat
in einer tollen Partnerschaft, weil
diese Investoren bis heute
natürlich voll mit dabei sind und
Feuer und Flamme sind für unser Modell.
Und das prägt natürlich, wenn du gemeinsam
durch so eine Zeit gehst. Aber klar,
dann haben wir natürlich unglaublich davon profitiert.
Als digitaler
Player mussten wir
nicht Mitarbeiter
einstellen face-to-face,
sondern konnten das komplett remote
und digital machen und konnten auch bei
unserem Unternehmen Personal einsetzen.
Und wir sind jetzt in der Pole Position
für die nächste Welle.
Und wir wissen natürlich nicht, wann und wie schnell
sich die deutsche Wirtschaft erholt,
aber wir wissen, dass wir auf der Startposition
stehen und
da scharren natürlich
jetzt alle mit den Hufen. Wir sind
mittlerweile aber auch so weit, muss man sagen,
dass wir unabhängig davon,
wie sich die deutsche Wirtschaft entwickelt,
unser Modell
ausrollen, unsere
Kunden noch zufriedener
machen und schrittweise
selbst in dem jetzigen Markt
schrittweise unsere Kundenbeziehungen, unsere
Geschäfte ausbauen können.
Brauchst du denn gerade noch eine
Kapitalmarkt-Story? Also seid ihr
nach vorne raus nochmal auf
externe Gelder, was ja vorhin so ein bisschen den Weg
skizziert, dass man irgendwie den
Schritt hin zur Profitabilität
wahrscheinlich auch für euch dann irgendwann erwartet
hat. Müsst ihr nochmal Geld aufnehmen
oder ist das Thema Kapitalmarkt und
Kapitalmarkt-Fantasie für euch erstmal durch?
Wir müssen nicht nochmal Geld aufnehmen.
Die spannende Frage ist, und ich glaube
auch das unterscheidet wieder
die guten Geschäftsmodelle
oder vielleicht hat auch das was mit zu tun mit
einem guten Startup, ist ja die Frage der
Allokation von Capital.
Das heißt, selbst wenn wir jetzt dieses
Jahr irgendwie eine Million oder fünf
Millionen Gewinn machen, das ist nicht
das, was zählt, sondern was zählt ist, was mache ich
eigentlich mit der Million? Wie investiere
ich die denn wieder in Wachstum und wie
kann ich noch mehr wachsen? Und für
uns geht es vornehmlich
um den Schritt, also wir sind
unabhängig, Gott sei Dank.
Für uns spielt es
eine enorme Rolle, dass wir
in diesem
sehr großen, sehr
fragmentierten Offline-Markt
uns weiter behaupten und vor allen Dingen
weiter in unsere Technologie und auch
in diesen Vorsprung investieren,
den wir uns ja aufgebaut haben.
Und dafür könnte man,
also das ist
nicht vorgesehen, es ist auch nicht notwendig,
in irgendeiner Form nochmal eine Finanzierung
zu machen. Einerseits und andererseits
bringt es natürlich unglaubliche Chancen
mit sich, dass man so ein Modell. natürlich unglaublich skalieren kann.
Und wenn du jetzt heute nochmal gründen
Würdest du das nochmal mit dem Fokus auf Human Labor oder würdest du sagen, wir kommen langsam an den Punkt, wo man sagen müsste, man müsste eigentlich mal über eine Robotervermietung nachdenken?
Das ist eine spannende Frage und die beschäftigt uns auch sehr. Wir arbeiten auch an einigen strategischen Themen, die in die Richtung gehen und denken auch da ein paar Jahre nach vorne. Es ist wahrscheinlich überraschend, aber es gibt schlicht und ergreifend auch, und ich kriege die Frage öfter, es gibt viele Jobs, die durch KI und durch Robotics verschwinden werden.
Und das sind auch Jobs, die durch KI und durch Robotics verschwinden werden.
Das sind Jobs in Branchen, in denen wir aktiv sind. Und natürlich stellt sich dann die Frage und kriege ich auch oft die Frage, dass da Menschen ihre Jobs verlieren und dann Jobs durch Roboter oder durch Maschinen gemacht werden.
Und ehrlich gesagt, ich glaube, das ist gut und ich glaube auch, das ist richtig und ich gehe sogar so weit zu sagen, das sind unmenschliche Jobs. Das kann mir keiner erzählen. Und wir sehen und hören jeden Tag Menschen.
Und die gehen nicht gerne zur Arbeit, sondern die gehen dahin, weil sie Geld verdienen müssen. Aber eigentlich gehen sie gar nicht gern zu ihrer Arbeit. Und das sind Jobs am Fließband, das sind Jobs an der Kasse, das sind zum Teil einfach unmenschliche Jobs zu unmenschlichen Zeiten an unmenschlichen Orten.
Und ich mache öfters auch mal einen Job bei einem unserer Kunden oder in den Branchen und das sind Jobs, da bist du danach auch fix und fertig. Und das sind zum Teil Jobs, da darfst du nicht miteinander reden, da darfst du keine trinken.
Das sind nicht Jobs, zu denen Menschen gerne hingehen. Und wenn es die Möglichkeit gibt, dass Roboter oder Tech oder KI diese Jobs übernehmen, dann halte ich das für einen großen Gewinn. Das setzt noch dazu, Menschen und Arbeitskräfte frei, um dann Arbeit zu machen, die viel menschlicher ist.
Und vielleicht hast du das auch schon mal gehört, dass Menschen sagen oder Freunde oder Bekannte sagen, oh Gott, eines Tages werde ich dann im Alltag arbeiten.
Und wenn ich dann im Altersheim bin und so ein Roboter mich pflegt, ehrlich gesagt, ich vertrete die These überhaupt nicht. Ich kann mir viel mehr vorstellen, dass das mal die Jobs sein werden, die Menschen machen und die hochbezahlt sind und die zu Recht deutlich höher bezahlt werden und andere Jobs, die heute hochbezahlt sind, die dann wegfallen.
Und das betrifft übrigens nicht nur den Lagermitarbeiter oder die Mitarbeiterin an der Kasse. Ich denke auch an den Junior bei der Investmentbank, der nachts um zwei noch ein Ex ist.
Ja, das ist im Moment, wollen so viele Leute diesen Job machen und das ist so erstrebenswert. Ich glaube, das ist auch kein menschlicher Job. Und vielleicht ist es eines Tages so, dass der erstrebenswerte Job eher die Pflegefachkraft im Altersheim ist.
Ja, das ist ein spannender Gedanke. Ich glaube, wir haben ja in der Historie zahlreiche Momente gehabt wie diesen. Vielleicht keinen, der mit so einer Brachialität in so einer Geschwindigkeit kam. Aber nimm allein mal so den, ich weiß nicht, die Innenstädte, den Einzelhandel.
Ich glaube, wir haben so eine Phase gerade, jede Ineffizienz wird einfach einmal auf den Prüfstand gestellt und wenn sie durch KI oder durch Robotik oder so ausgemerzt oder zumindest teilweise ausgemerzt werden kann, ist das eigentlich erstmal gesund.
Und wenn es andere Leute gibt, die Nutznießer von einem ineffizienten System waren, dann war das halt für die vielleicht eine Zeit lang gut. Ich will mich jetzt gar nicht über die Stellung sagen, der und der hat keinen Spaß an seinem Job. Die Leute werden schon wissen, warum sie das machen.
Aber ich bin schon total bei dir, dass ich die Zeiten jetzt gar nicht mehr. verändert und dass da eigentlich KI eher was Positives bringen kann unterm Strich. Trotzdem, meine ursprüngliche Frage war ja für euch. Also glaubst du, dass ihr mal noch mehr euch in diesen Robotik-Bereich irgendwie vorwagen müsst oder würdest du sagen, nee, das ist dann halt dann irgendwie ein möglicherweise irgendwann mal Konkurrent von euch, der genau diesen Bereich abdeckt und der wird euch vielleicht irgendwann, ja, weiß gar nicht mal, auch disruptieren vielleicht sogar?
Also wir denken da sehr stark vom Kunden her und wir treffen unsere Entscheidungen auch, was Innovation angeht.
Sehr stark anhand von dem, was die Kunden brauchen und was von den Kunden gefragt ist. Und natürlich geht das auch in die Bereiche über, dass wir eher ein Flottenmanagement machen, als Mitarbeiter einzusetzen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass in dem Bereich auch noch sehr viel passiert. Ich glaube, dass wir sicherlich eine Chance auch da haben, die menschlich. arbeitskräfte anzubieten. Aber sicherlich wird es auch da ein, früher oder später, einen Wandel geben und sicherlich wird es auch da Bereiche geben, die eher durch ein Flottenmanagement als durch Personaleinsätze gelöst werden.
Wie gern gehst du eigentlich morgens zur Arbeit?
Sehr gern.
Ja, warum?
Sehr gern.
Ja, ich gehe tatsächlich sehr gern zur Arbeit. Ich gehe auch jeden Tag zur Arbeit. Ich bin weniger ein Homeoffice-Mensch.
Ich muss auch sagen. Ich muss auch sagen, dass ich nach wie vor oder wahrscheinlich sogar noch mehr motiviert bin durch dieses Thema, das wir lösen. Also zu wissen, dass es jeden Tag Menschen gibt, die in Unternehmen arbeiten und durch uns entlastet werden und keine Sonderschichten oder Extraschichten machen müssen und genauso, dass es junge Menschen gibt, die dank uns ihr Studium finanzieren können, das motiviert.
Und es gibt immer mal Tage, da. Da stehen auch schwierige Punkte auf der Agenda und andere Tage, da sind es weniger schwierige Punkte.
Aber die schwierigen, das ist ja spannend. Also was sind so die Tage, die dir hinterher so ein bisschen nachhängen oder vorhängen?
Also da gibt es sicherlich eine Menge Themen, an denen man natürlich auch viel drüber nachdenkt und rumkaut. Vor allen Dingen, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen, die ja so keine revolving doors sind, wo du weißt, wenn ich durch die Tür gegangen bin, dann ist es so. Das können Personalthemen sein, das können aber auch strategische Themen sein.
Also wir haben einen gewissen Bereich, zum Beispiel, wir haben gewisse Bereiche, die wir bewusst uns vorgenommen haben und bewusst gesagt haben, da gehen wir rein und investieren. Und dann möchtest du natürlich auch erleben, dass sie funktionieren. Ein ganz konkretes Beispiel ist zum Beispiel die Kassenkräfte. Man könnte jetzt sagen, wir brauchen noch Kassenpersonal, da kommen über die Self-Checkouts und wir haben ganz bewusst gesagt, wir bilden Personal aus, um an den Kassen zu arbeiten.
Wir stellen unseren Kunden dieses Personal zur Verfügung.
Und natürlich ist das in einer gewissen Weise eine Wette gewesen. Und es ist dann sehr beruhigend, auch mitzubekommen und zu hören von Unternehmen, wie wichtig Kassenkräfte sind und wie entscheidend in einem gut funktionierenden Supermarkt es ist, dass du auch Personal hast, das an der Kasse arbeitet, obwohl es Self-Checkouts gibt.
Also wenn man mit strategischen Entscheidungen nicht aufgeht, das kriegt man immer nochmal ein bisschen gedreht. Personal, wenn du eine Person entlässt oder sowas, wo du hinterher sagst, boah, die hätte ich eigentlich gerne gehalten, dann ist es natürlich schwierig.
Richtig, richtig, richtig, ja.
Und trotzdem nochmal, um zu verstehen, wer so eure Idealkunden sind. Du hast jetzt mehrfach Kasse gesagt, du hast Logistik gesagt. Das sind, sagen wir mal so, die Jobs klassifiziert wahrscheinlich hinterher oder die charakterisiert, dass sie hinterher relativ standardisiert sind.
Standardisiert, anlernbar sind. Und wenn man eine Person einmal verstanden hat, wie ein Logistiksystem oder wie ein Auto fährt oder sowas, dann kann man sie bei Hermes, bei DHL oder wie auch immer, Amazon oder so, immer wieder mal anbieten. Dann sind die relativ flexibel. Oder was würdest du sagen, was sind so eure Idealkunden und auch dann damit verbunden die Skills, die ihr am meisten sucht und vermittelt?
Das ist unsere perfekte Nische. Nämlich, wenn es irgendwie mal brennt und du brauchst auf Knopfdruck morgen 50 oder 100 Leute, das ist genau unser Sweet Spot. So haben wir angefangen. Und das waren genau solche Jobs, bei denen du ganz einfach nach 10 Minuten weißt, was zu tun ist. Und wir haben zwei Sachen gelernt. Das eine, was wir gelernt haben, selbst bei einem so einfachen Job, gibt es enorm wichtige Qualifikationen, die man mitbringen muss.
Es geht oft um Sprache, es geht aber auch um Pünktlichkeit, um Erscheinungsbild. Und selbst wenn es der, sagen wir mal, der allereinfachste Job ist, ist enorm wichtig, dass dir vorher jemand gezeigt hat, hier ist die Raucherecke, da kann man sich umziehen. Und übrigens, bevor du eine Trinkpause machst, sag mal deinem Supervisor Bescheid. Das sind nur so Sachen, aber das ist so mühsam, wenn du das jedes Mal wieder erklären musst. Und das ist zum Beispiel etwas, was für uns total wichtig ist.
Kurzfristige Geschäft, wenn Kunden Krankheitsfälle haben, wenn Kunden, also heute ist Donnerstag, am Samstag wird gutes Wetter. Also der ganze Handel, der Modehandel, die Baumärkte, die brauchen alle jetzt kurzfristig sehen, die, wow, ich brauche viel mehr Leute, drücken auf den Knopf, wir schicken ihnen am Samstag das Personal. Perfekt. Aber es gibt auch jeden Tag Krankheit und Ausfälle durch Urlaub und es gibt jeden Tag sowieso Personalknappheit.
Wir können statt einzelner Schichten sehr wohl auch wiederkehrende Jobs anbieten, wo die gleiche Person immer wieder zur gleichen Filiale geht und dort Jobs verrichtet. Und dann können das auch komplexere Jobs sein. Also wir, das heißt bei uns SensorPro, das sind Werkstudierende, die arbeiten dann echt langfristig in der Arbeit.
der Autovermietung, in der Hotellerie,
an der Rezeption, überall,
wo es eben vielleicht nicht
einen Tag, sondern eine Woche dauert, bis du
eingearbeitet bist.
Das ist ja fast Recurring Revenue für euch, ne?
Das ist für uns Recurring Revenue
und das sind natürlich auch tolle Kundenbeziehungen,
weil das Spannende
bei unserem Modell ist, dass wir eben mit
Studierenden arbeiten und das ist die
Arbeitskraft von morgen.
Und wir arbeiten mit dieser
Arbeitskraft über
manchmal Jahre und
das ist natürlich toll. Also stell dir vor, du arbeitest
über Zenjob im Einzelhandel
mal im Regal oder Kasse
und dann, weiß nicht,
machst du deinen BWL-Bachelor fertig
und möchtest gerne Traineeship anfangen
bei einem großen
Supermarktunternehmen oder in der Logistik,
dann bist du prädestiniert
und das nutzen viele Unternehmen
auch, dass sie dann von uns Arbeitskräfte
übernehmen oder Studierende
dank uns dann wirklich den Einstieg in den
Jobmarkt machen.
Lass mal ganz kurz über Klischees noch reden. Wie
guckst du auf die, wenn du
sagst Studenten, Studentinnen,
wie guckst du auf die ranwachsende Generation?
Was charakterisiert die aus deiner Sicht so als Arbeitnehmer?
Ich sehe da ganz
tolle Menschen, ehrlich gesagt. Ich verstehe
und ich erlebe das, also bei uns intern
sehe ich auch immer mal wieder
junge Menschen, die irgendwie
zwei linke Hände haben oder irgendwie
völlig, weiß nicht, irgendwie
die Arbeitsmoral
eine völlig andere ist, aber
im Großen und Ganzen erlebe
ich tolle junge Menschen, die
anpacken, die auch, ich habe
den Eindruck, viel, viel
klarer wissen, wo sie hinwollen und
sich dafür auch ins Zeug legen.
Es gibt tatsächlich von uns
eine sogenannte Gen-Z-Study, heißt
das, die wir jetzt, die wir
bald auch vorstellen, wo wir mit
Tausenden von jungen Leuten, eben
Studierenden sprechen, genau darüber
und es ist spannend zu sehen,
wie sehr, ja, wie sehr wir zum Teil
da auch in der Öffentlichkeit von einem Bild
reden, das sich so einfach nicht,
also lässt sich so nicht,
widerspiegeln.
Naja, wenn es nur zwei linke Hände sind,
ich hätte gedacht, du redest hinterher eher noch ein bisschen
über die Motivation oder sowas, dass es da vielleicht sogar
zwei Lager gibt oder so, aber es ist ja,
klingt ja cool, wie du es sagst. Du dann
vielleicht nach vorne raus, wer darf sich denn
melden bei euch? Also Kapital,
sagst du, ist, oder höre ich raus,
ist nicht das Thema, aber wahrscheinlich
auf beiden Seiten vom Marktplatz, ne, wahrscheinlich
Mitarbeiter oder Leute, die gerne
bei euch mitarbeiten möchten oder vermutlich
Kunden hat man nie was dagegen, ne?
Ja, also wir sind, wir sind,
wir sind immer
total froh und dankbar und
bauen natürlich unsere Geschäfte auch aus und
auf. Wir achten schon sehr stark
darauf, dass wir mit Unternehmen arbeiten,
die wir auch gut bedienen können
und die unsere Mitarbeiter auch ordentlich behandeln.
Das steht für uns
an sich immer an erster Stelle und
wir denken natürlich auch immer viel in Partnerschaften
und langfristigen Partnerschaften, sprich
wir arbeiten gerne mit Unternehmen,
die über einen Standort oder Filiale
hinaus aktiv sind,
die vielleicht auch mehr
als eine Rolle, also
Jobart haben, die
für uns relevant sein kann und
und das ist für uns, ja,
das macht dann, macht natürlich auch nochmal einfach mehr Spaß,
auch in der Geschäftsbeziehung.
Cool, du dann, ja, super Gespräch, muss ich sagen,
schöne Wasserstandsmeldung. Der Frederik,
dein Co-Founder, war ja mal hier vor, ich glaube
drei Jahren oder so, nach der letzten Runde,
die ihr abgeschlossen habt und deswegen, da hatten wir
eben auch so ein bisschen gesprochen über Corona und da habe ich mich nur
daran erinnert, dass er sagte, ich glaube,
das waren damals die ganzen Supermärkte oder so, die dann plötzlich
irgendwie, ich weiß nicht, so aufpassen
Maskenwerte
brauchten, ne? Und das
meinte ich mit dieser, warte, ich glaube, ich nutze nichts, ne?
Tolle, tolle Entwicklung.
Du, dann, ja, ganz lieben Dank, also da freue ich mich auf eine
Fortsetzung mal irgendwann, ja? Ich habe zu danken,
da freue ich mich drauf und ja, vielen Dank
für das gute Gespräch. Cool, bis zum nächsten Mal.
Ciao, Fritz. Ja, mach's gut. Ciao.
Werbung
Wenn bei euch gerade Stellen offen sind, dann kennt
ihr wahrscheinlich zwei Welten. Entweder
läuft euch der Posteingang mit Bewerbungen
voll, von denen kaum eine passt, oder
es kommt einfach gar nichts rein.
Bei der Recruiting-Plattform Instafo
läuft das anders. Talente sehen eure
Stelle nur, wenn ihre Skills und Rahmenbedingungen
wirklich zu euren Anforderungen passen.
Ihr bekommt also keine Bewerbungen,
die ihr ohnehin wegklicken würdet.
Und im Sourcing-Tool von Instafo könnt ihr euch
durch bereits passende Profile scrollen,
seht die Skills, Erfahrungen und Gehaltsvorstellungen
auf einen Blick und könnt direkt passende
Matches per Chat kontaktieren.
Funktioniert übrigens quer durch verschiedenste Branchen,
Engel und Völkers besetzt darüber,
zum Beispiel ihre Maklerteams, andere Unternehmen,
ihre Developers, Sales oder Consulting-Rollen.
Kunden von Instafo
loben außerdem immer wieder, wie einfach die
Plattform zu bedienen ist. Heißt, auch die
Fachabteilung kann mit wenigen Minuten Aufwand
selbst recruiten. Und das Beste, ihr
zahlt erst, wenn ihr wirklich jemanden einstellt. Das heißt,
ihr könnt Instafo komplett kostenfrei
testen. Schaut einfach vorbei auf
instafo.com slash
Insider. Als Startup-Insider-Hörerinnen
und Hörer spart ihr 500 Euro
auf eure erste Einstellung.
Kurze Info für alle, die ihre
Produkte, Tools oder Services
vor der Startup-Community präsentieren möchten.
Direkt zum Download.
Mit Startup-Insider erreicht
ihr täglich Gründerinnen und Gründer,
Investoren sowie Digital-Expertinnen
und Experten aus Corporates
und dem Mittelstand.
So, das war's für den Moment.
Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht. Vielen Dank fürs
Zuhören, vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und eure
Zeit. Wenn euch gefallen haben sollte, was
ihr hört, dann empfehlt uns gerne weiter und
oder hinterlasst eine Bewertung auf Apple Podcast
oder Spotify. Das hilft uns wirklich am allermeisten,
diesen Podcast bekannt zu machen. Und
vielleicht nochmal kurz der Hinweis, dieser Podcast ist
ja kostenlos, er ist werbefinanziert.
Dementsprechend freuen wir uns natürlich, dass wir
Werbepartner haben, die uns unterstützen. All diese
Werbepartner findet ihr verlinkt in den Shownotes
oder auf www.startupinsider.de
slash Werbung. Schaut
auch gerne mal vorbei und falls ihr selbst Werbung
schalten möchtet, Podcast ist ja wirklich einer der
besten Kanäle, um sich im Gehör, beziehungsweise
im Bewusstsein eurer Zielgruppe
zu verankern, dann kontaktiert uns gerne.
Ihr findet auf unserer Plattform www.startupinsider.de
oben rechts den Button
Werbung schalten. Da findet ihr unser Media Kit
zum Download. Da kriegt ihr schon mal einen sehr, sehr guten
Eindruck, aber natürlich ist unser Team auch jederzeit
für ein Beratungsgespräch offen. Ja, kommt
gerne auf uns zu. Wie gesagt, www.startupinsider.de
und dann oben rechts auf den Button
Werbung klicken und ja, vielleicht passt das ja für
euch oder für jemanden, den ihr kennt. Also auch
gerne das weiterempfehlen. Vielen Dank dafür und ansonsten
euch einen tollen Tag und ja, vielleicht bis nachher
oder ansonsten bis morgen. Ciao, ciao.
Musik
Podcast Summary
Key Points:
Fritz Trott, CEO und Co-Gründer von Zenjob, spricht über die Entwicklung des Unternehmens seit der Gründung vor zehn Jahren und die Anpassung der Strategie an Markt- und Technologietrends.
Zenjob fokussiert sich auf flexible, faire Arbeit für Studierende und löst Personalengpässe in Handel, Logistik und Hospitality mit einer technologiebasierten Plattform, die über 90 % der Anfragen automatisiert besetzt.
KI wird sowohl zur Effizienzsteigerung (z. B. Customer Care, Engineering) als auch für Innovationen eingesetzt; das Unternehmen betont Transparenz und die Schulung von Mitarbeitern im Umgang mit KI.
Trotz schwieriger Phasen wie Corona ist Zenjob finanziell unabhängig und plant keine weitere Kapitalaufnahme; Wachstum soll durch Technologie und Skalierung erfolgen.
Trott sieht KI und Robotik positiv, da sie unmenschliche Jobs ersetzen und menschliche Arbeit aufwerten könnten; er glaubt, dass sich die Arbeitswelt grundlegend wandeln wird.
Summary:
In diesem Podcast-Gespräch gibt Fritz Trott, CEO und Co-Gründer von Zenjob, ein Update zur Entwicklung seines Unternehmens. Zenjob wurde vor zehn Jahren gegründet, um Unternehmen flexibel und zuverlässig Personal zu vermitteln, insbesondere an Studierende. Trott betont, dass sich das Unternehmen von einem reinen Wachstumsfokus hin zu Profitabilität und jetzt zur aktiven Nutzung von KI entwickelt hat.
Die Plattform erreicht eine Automatisierungsquote von über 90 % bei der Besetzung von Schichten, was ein zentraler Erfolgsfaktor ist. KI wird nicht nur zur Optimierung interner Prozesse eingesetzt, sondern auch, um Innovationen voranzutreiben. Trott unterscheidet zwischen Effizienzgewinnen und echten Innovationssprüngen, die durch KI möglich werden.
Er sieht KI und Robotik als Chance, unmenschliche Arbeitsplätze zu ersetzen und menschliche Arbeit aufzuwerten. Zenjob ist finanziell unabhängig und plant keine weitere Kapitalaufnahme; das Wachstum soll durch Technologie und Skalierung erfolgen. Trott betont die Bedeutung einer positiven Unternehmenskultur und die Motivation, täglich Menschen flexible Arbeit zu ermöglichen.
Das Gespräch zeigt, wie ein etabliertes Startup sich an veränderte Marktbedingungen anpasst und KI als strategisches Werkzeug nutzt.
FAQs
Zenjob ist eine Plattform, die Unternehmen hilft, kurzfristig und flexibel Personal einzusetzen. Das Unternehmen bietet Arbeitnehmern, insbesondere Studierenden, flexible und faire Arbeitsmöglichkeiten.
Zenjob hat sich von einem Startup mit drei Gründern zu einem etablierten Unternehmen entwickelt. Während die Unternehmenskultur und die Vision gleich geblieben sind, wurden Prozesse und Technologie stark digitalisiert und automatisiert.
KI wird bei Zenjob sowohl im Matching von Personal und Jobs als auch intern zur Produktivitätssteigerung eingesetzt. Das Unternehmen hat KI-Tools in verschiedenen Bereichen integriert, um effizienter zu arbeiten und Innovationen voranzutreiben.
Zenjob nutzt Metriken wie das 'Fulfillment', also den Prozentsatz der bestellten Personalanfragen, die besetzt werden können. Das Unternehmen strebt eine Automatisierungsquote von über 90 Prozent bei der Besetzung von Anfragen an.
Zenjob arbeitet hauptsächlich mit Unternehmen im Einzelhandel, in der Logistik und im Hospitality-Bereich zusammen, wie Supermärkte, Logistikzentren, Stadien und Hotels. Der Fokus liegt auf standardisierten Jobs, die schnell erlernbar sind.
Zenjob beobachtet den Wandel hin zu mehr Robotik und Flottenmanagement. Das Unternehmen denkt kundenorientiert und plant, auch in Zukunft Lösungen anzubieten, die sowohl menschliche Arbeitskräfte als auch möglicherweise automatisierte Systeme umfassen.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.