Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Beziehung: So könnt ihr mit ihnen umgehen!
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Gemeinsamkeiten und Unterschiede in einer Beziehung sind normal und oft der Grund für die Zusammenführung, doch können sie zu Spannungen führen, wenn sie übertrieben oder nicht bewusst behandelt werden. Zu viele Gemeinsamkeiten schaffen Langeweile und ein Gefühl des mangelnden Austauschs, während zu viele Unterschiede zu Entfremdung und ständigen Kompromissen führen. Beide Partner können dabei eingeschränkt sein – entweder durch zu viel Gleichheit oder durch zu große Divergenzen – was die Freiheit und persönliche Entwicklung beeinträchtigt. Vor allem bei vorherigen Verletzungen entstehen oft „Kopfkino“-Effekte, bei denen Verhaltensweisen aus der Vergangenheit falsch interpretiert werden. Der entscheidende Weg liegt in der Bewusstseinsbildung: Paare sollten Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufschreiben, Ursachen der Konflikte analysieren, verletzte Gefühle bewusst lösen und gemeinsame Lösungen entwickeln. Praktisch geht das über geplante Zeitfenster für Paare oder für einzelne Aktivitäten, die das Gefühl der Verbundenheit stärken. Durch bewusste, qualitative Zeitverwendung und ein gegenseitiges Vertrauen wird eine spannende, lebendige und gleichzeitig sichere Beziehung möglich, in der beide sich wohlfühlen und ihre individuellen Lebenskriterien bewahren können.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Podcast-Folge.
In dieser Folge geht es um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Beziehung.
Wie geht man mit ihnen um?
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind völlig normal, auch in einer Beziehung.
Häufig stellen sie sogar den Grund dar, warum man als Paar zusammengekommen ist.
Wir sprechen dann immer von Puzzleteilen, die sich gefunden haben.
Und sie machen uns halt einfach aus und wirken interessant oder sogar anziehend.
Gerade dann, wenn es in einer Beziehung zu viele Gemeinsamkeiten oder nur
Unterschiede gibt, kann es aber eine Herausforderung für das Paar werden.
Und deshalb haben wir gedacht, wir nehmen mal dieses Thema in eine
Podcast-Folge auf.
Wir zeigen euch, wie ihr mit diesen Situationen umgehen könnt.
Die erste Situation könnte ja so aussehen, dass man sehr viele
Gemeinsamkeiten hat und der Tag sehr ähnlich abläuft.
Was sind dann so die typischen Probleme, die entstehen können?
Naja, wenn man sehr viele Gemeinsamkeiten hat und der Tag gleich ist, könnte eine
Problematik sein, dass man das Gefühl hat, man hat sich nichts mehr zu erzählen.
Also man verbringt einfach nur Zeit miteinander, aber es ist nicht mehr
wirklich auf.
Es ist aufregend, man hat kein Gefühl mehr von Abwechslung.
Man fragt vielleicht auch nicht mehr in der Tiefe nach, wie es dem anderen geht,
weil man das Gefühl hat, man weiß schon alles.
Ist, glaube ich, auch so ein Phänomen, was zu der Corona-Zeit von Homeoffice
auch häufig aufgetreten ist.
Also jetzt beide zu Hause gearbeitet haben, da hat man sich zwar gefühlt ja
mehr gesehen, aber auch nicht so wirklich.
Man hatte vielleicht mehr gemeinsame Pausen, aber da ist schnell so ein Modus
gekommen von wegen, ja, und sonst bei dir was Neues?
Ja, nee, nichts.
Ja.
Das läuft halt einfach vor sich hin.
Ja, das würde ich auch so sagen.
Läuft einfach so vor sich hin und ist dadurch nicht spannend.
Situation zwei wäre, es gibt viele Unterschiede in der Beziehung.
Was sind dann die Herausforderungen, Probleme, die entstehen könnten?
Bei vielen Unterschieden eigentlich genau das Gegenteil.
Wenn der eine das macht, der andere das macht, dass man das Gefühl hat, man
findet nicht mehr zusammen.
Also das, wenn man ungleiche Ansichten hat, komplett verschiedene Hobbys,
komplett verschiedene Freundeskreise.
Dass man irgendwann da sitzt und sagt, was verbindet uns eigentlich?
Also, was haben wir gleich?
Wo vereint sich unser Charakter oder unser Wert miteinander?
Und dass man vielleicht auch das Gefühl hat, man geht dauernd Kompromisse ein.
Also der Kompromiss, okay, dann komme ich bei dir jetzt, bei deinem Treffen mit.
Eigentlich habe ich da nicht so ganz Lust zu.
Der andere sagt, ja, als Kompromiss komme ich dann mit zum Sport.
Also so ein Leben entsteht, was voller Kompromisse ist, wo keiner wirklich zufrieden ist.
Und jeder dem anderen häufig einen Gefallen tut.
Und jeder sich eigentlich wünscht, dass der andere mehr begeistert ist von dem eigenen Leben,
von der eigenen Neigung, worauf man Lust hat.
Und das wird in der Folge häufig zukünftig zu einem Problem, wenn dann nämlich Konflikte entstehen,
dass man dann sagt, naja, ich bin damals nur mit dahin gekommen, weil, naja, ist ja deins.
Und dann macht man es nicht mehr.
Ist das nicht langsam langweilig?
Ich mag ja einfach die Leute nicht.
Also.
Ich glaube, da können Brillen und Filter, über die wir ja auch schon oft gesprochen haben, sehr stark sein.
Weil man einfach auch zu wenig Einblick in das Leben des anderen häufig hat.
Dass man das versteht, warum Sachen dem anderen wichtig sind.
Weil man die soziale Verbundenheit vielleicht nicht so nachempfinden kann zu anderen Menschen durch das Hobby.
Oder man einfach denkt, ich habe gar keine Priorität dadurch.
Also da können ganz viele Brillen und Filter entstehen.
Ja, so ein Beispiel, was ich im Coaching habe, ist,
dass ein Paar, wo er sehr fußballbegeistert ist, das interessiert ihn sehr,
ist seit vielen, vielen Jahren Dauerkartenbesitzer.
Und am Anfang der Beziehung ist die Frau mitgekommen zum Fußball,
so mit, ja, bedingtem Interesse.
Aber später, wo das zeitlich auch nicht mehr so in den Rahmen passte,
Kinder sind dazu gekommen und so weiter, da hat sie das natürlich nicht mehr gemacht.
Und das ist so ein Thema, was seit Jahren,
wenn man streitbehaftet ist.
Und was ist das Problem, wenn das streitbehaftet ist?
Das fängt an, keinem mehr Spaß zu machen.
Also sie findet es natürlich doof, dass er zum Fußball möchte oder Fußball schauen möchte.
Und er wiederum kann es nicht mehr genießen,
weil drumherum regelmäßig Konflikte entstehen.
Vorher, währenddessen, danach, dass es länger gedauert hat als erwartet und so weiter.
Und das ist halt ein ganz schwieriges Feld, wo man merkt,
Unterschiede können eben zu Konflikten führen.
Wenn man mit ihnen aber richtig umgeht, machen sie eben die Beziehung spannend und lebendig.
Da wollen wir hinkommen.
Ich glaube, was auch ein ganz großes Thema ist, ist der Wert Freiheit.
Also inwieweit man sich in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt.
Also zu viel Gleichsein, zu viel Nähe kann ja auch einschränken in der Freiheit,
wenn man das Gefühl hat, ich möchte auch mal mit anderen Leuten was machen
oder es fühlt sich für mich zu eng an.
Ich möchte mal was Neues ausprobieren, ein neues Hobby.
Und man fühlt sich aber so verbunden, dass man denkt,
nee, dann hat der andere ja niemanden.
Niemanden mehr im Hobby.
Und das Gleiche ist natürlich auch, wenn man zu verschieden ist.
Also bei dem Fußballbeispiel passt das ja auch,
dass beide eigentlich dann in ihrer Freiheit eingeschränkt sind.
Weil es so ein großes Konfliktthema ist, dass beide eigentlich keine gute Zeit haben.
Ja, und dann auch so ein Hobby nachher, wenn die Zeit knapper wird,
mit Haus, Familie und so weiter,
dass die Zeit anfängt in Konkurrenz zu stehen mit anderer wertvoller Zeit,
Paarzeit, Familie.
Zeit und so weiter.
Ja, es kann eine fortschreitende Entfremdung
entstehen, bei beiden
Fällen. Also
es kann sein, dass
die Kommunikation schwieriger wird,
dass man vielleicht nicht so
richtig weiß, was der andere macht, gerade wenn man
eher unterschiedlich
aufgestellt ist. Es kann aber auch
sein, dass man nachher
auch sich verliert, wenn man zu viel gleich hat,
weil das eben sachlich gleich ist, aber man
nicht über seine Emotionen vielleicht spricht.
Und schon davon
ausgeht, dass ja eh alles gleich ist
und deswegen gar nicht erst so in die
Kommunikation hineinkommt.
Und es können
entsprechende Systemgesetzverletzungen, also
Konflikte entstehen aufgrund von Streitigkeiten.
Eine Konfliktspirale kann
in Gang gesetzt werden. Es kann
häufig, gerade wenn beide unterschiedliche
Aspekte haben, geht es viel um Toleranz
und auch
um Unterstützung. Das sind die beiden Begriffe,
die häufig fallen. Toleranz,
Unterstützung. Du tolerierst mein Hobby nicht
oder du unterstützt mich in dem,
was ich mir wünsche nicht und so weiter.
Ich darf mein Hobby,
meinen Lebenstraum nicht ausleben.
Solche Sachen kommen da häufig.
Und das kann bis dahin
gehen, dass Gedanken an eine
Trennung entstehen, die natürlich
die Beziehung zusätzlich belasten.
Und
natürlich eine ganze Reihe von
faulen Kompromissen,
wo jemand sagt, ich mache das mit,
um jetzt dem Konflikt aus dem Weg zu gehen,
aber da gar nicht hinter steht.
Häufiges Thema ja auch bei
Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
Kann ja auch sowas wie Kindererziehung sein.
Dass da unterschiedliche Sichtweisen
drauf sind. Und das natürlich
auch einfach so ein Thema sein kann,
was dauerhaft immer wieder mitschwingt.
Also, dass sich
am Anfang, wenn man vielleicht als Paar zusammenkommt,
man über Kindererziehung spricht,
man denkt, da ist man in einer Gemeinsamkeit.
Und wenn das Kind dann da ist und es
ins praktische Handeln kommt,
dass man dann merkt,
okay, wir sind da doch unterschiedlich aus
Gründen. Also einfach, weil die
Prägungen unterschiedlich dann hervorkommen.
Und ich glaube,
so ist das als Gesamtes zu betrachten,
dass man immer wieder in seinem Leben
durch Lebensphasen geht, wo
auch Unterschiede und Gemeinsamkeiten immer
wieder neu hervortreten können. Und das
auch völlig in Ordnung und normal ist.
Aber es immer darum
geht, wie gehe ich damit um?
Und wie kann ich das so regeln, dass
beide sich gesehen fühlen und beide auch das
Gefühl haben,
jeder darf noch sein Leben haben.
Wir haben in dieser Woche mal
einen ganz anderen Blogbeitrag geschrieben.
Gar nicht zu diesem Thema,
sondern zum Thema Eheberatung
und Kosten. Warum muss man manchmal mit höheren
Stundensätzen rechnen? Denn das ist ja
immer so eine Frage im Vergleich. Woher
kommt das, das Honorar? Und warum ist der eine
teurer, der andere günstiger?
Weil ja durchaus die Kosten immer
ein relevanter Punkt dafür sind, ob ich
eine Paartherapie, Eheberatung,
ein Paarcoaching mache oder eben halt nicht.
Das haben wir für euch nochmal im aktuellen
Blogbeitrag zusammengetragen.
Also im Sinne von,
was sind Unterschiede und Gemeinsamkeiten,
wie andere vielleicht arbeiten,
wie wir arbeiten und wie sich sowas
zusammensetzt. Ja und
das ist ja auch immer ein erster Punkt
vielleicht, der zu klären ist,
bevor man in so ein Coaching geht und
wo auch durchaus Unterschiede entstehen können.
Nämlich, wenn der eine sagt,
ich kann das sehen, wir
sollten das tun und das ist Preis-Leistung
alles richtig und wertvoll für uns.
Und der andere einen Urlaub vor Augen
hat oder neuen Fernseher oder was auch
immer gerade so da ist und sagt,
naja, ganz so sicher, ob das nun
wirklich hilft oder nicht, weiß man auch nicht und da
über meine Gefühle sprechen und wir könnten ja auch
erstmal für 20 Euro ein Buch lesen.
Wie lösen wir
das Ganze? Also was sind die Schritte
im Coaching? Was könnte man selber tun,
um bei starken
Unterschieden oder auch Gemeinsamkeiten
ja vielleicht eine
spannende und gleichzeitig sichere
Beziehung zu führen, wo beide sich
wohlfühlen und
wir schöne Überschneidungspunkte
haben und man sagt, da gibt es schöne Schnittmengen,
Mengen, aber es gibt auch etwas, was jeder
so einzeln für sich hat, was das
Leben ist.
eben in der Beziehung spannend macht.
Der erste Schritt ist das Bewusstsein darüber schaffen,
welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es.
Also das hört sich vielleicht ein bisschen platt an,
aber vielleicht auch mal aufzulisten.
Und so geben wir auch im Coaching vor,
was für Gemeinsamkeiten gibt es denn wirklich?
Und welche Unterschiede gibt es?
Und sich dem erstmal bewusst zu werden.
Und das Anlegen von so einer Liste symbolisiert halt manchmal auch etwas,
womit man nicht gerechnet hat.
Also gar nicht selten ist es so, dass Paare diese Liste dann angucken
und sagen, ja krass, mir von meinem Gefühl her dachte ich,
wir haben weniger Gemeinsamkeiten.
Aber wir haben ja doch eigentlich ein paar Gemeinsamkeiten,
die sozusagen erstmal, wenn man sich so auf Unterschiede konzentriert hat,
total nach hinten gekommen sind.
Und das sozusagen auch für den Prozess ja manchmal auch öffnend sein kann,
zu sagen, okay, es gibt auch Gemeinsamkeiten.
Man kann auch ganz bewusst hier nach positiven Elementen suchen,
nach Dingen, die für die Beziehung förderlich sind.
Und dann eben,
im nächsten Step zu schauen,
warum gibt es aktuell Herausforderungen diesbezüglich?
Also was sind die Aspekte,
die wirklich hinderlich sind?
Das ist ja gar nicht der Fußball an sich,
in dem Beispiel, was ich brachte,
oder dieses Hobby an sich,
sondern es gibt ja bestimmte Teilaspekte da drin,
die sich unstimmig anfühlen
und die Konflikte produzieren.
Also nicht nur das große Ganze zu sehen
und zu sagen, Fußball als Hobby muss weg,
sondern zu sagen,
zu schauen, welche kleinen Teilaspekte sind es denn genau,
die ein ungutes Gefühl auslösen?
Also der zweite Schritt, den du jetzt gerade sagtest,
wäre Klarheit zu schaffen.
Also sozusagen nochmal raufzuschauen,
was macht das ungute Gefühl genau aus?
Genau, welcher Anteil ist das,
um die Klarheit nochmal detaillierter zu haben.
Denn es ist nicht das große Ganze meistens,
was das Problem darstellt.
Was wäre der dritte Schritt?
Meistens sind dadurch ja bereits Verletzungen entstanden.
Und das ist dann auch ein weiterer Schritt,
und es gibt bereits Konflikte,
es fällt vielleicht auch schon schwer,
über das Thema zu reden.
Dann wäre es wichtig,
die entstandenen Verletzungen zu lösen.
Also dahin gehen, wo es mal gut war,
Gefühle lösen, Brillen absetzen,
neue Chancen verteilen,
neue Glaubenssätze vielleicht sich anschauen.
Aber auch zu gucken,
gibt es mit einem Thema Vorerfahrungen?
Also gibt es etwas,
was dadurch angetriggert wird zum Beispiel?
Also hat man vielleicht in vorherigen Beziehungen
schon mit einem ähnlichen Hobby,
einem ähnlichen Thema
Verletzungen gehabt,
die man noch nicht ganz lösen konnte
und wo noch was nachgeblieben ist
und der neue Partner, die neue Partnerin
jetzt ins gleiche Themenfeld rutscht
und dadurch was angetriggert wird?
Das hatte ich zum Beispiel mal in einem Coaching,
da ging es um das Thema Alkohol und weggehen.
Also abends weggehen mit Freunden
in eine Kneipe oder so oder in eine Bar.
Dass das halt eine starke Prägung
aus der vorherigen Beziehung war,
wie so ein Abend in einer Bar abläuft
und was die Auswirkungen, sag ich mal,
sind von so einem Abend.
Und der neue Partner
oder der jetzige Partner, der sagte,
also für mich heißt es einfach nur,
ich trinke da meine ein, zwei Bier,
wenn überhaupt, manchmal trinke ich auch gar nichts,
je nachdem, wie ich Lust habe,
manchmal trinke ich einen Cocktail
und mir ist das Zusammensein wichtig.
Das ist das Problem, wenn man so eine Vorerfahrung hat,
dann entsteht ein Kopfkino,
was da passieren wird
und das ist gar nicht so.
Ich habe heute gerade einen Anrufer gehabt,
der hat berichtet,
dass das Thema ist,
dass er,
er schaut Frauen hinterher
und weiß gar nicht, warum
und für seine Partnerin ist das sehr unangenehm.
Da entsteht wohl eine Eifersucht
und er weiß gar nicht,
warum er das macht,
er nimmt das gar nicht so wahr
und jetzt ist es so,
dass wenn er mit der Firma zum Beispiel
irgendwo ist,
dass sie dann sagt,
naja, du hast ja bestimmt nur die Kollegin
die ganze Zeit angestarrt.
Das heißt, da ist dann schon ein Kopfkino,
was entsteht aus vorherigen Verletzungen
und Brillen, obwohl er,
obwohl das gar nicht so war
oder vielleicht er sagt,
Mensch, die hat sich krank gemeldet,
die war gar nicht,
da war gar keine Frau dabei.
Aber das sind dann so Dinge,
wo man dann eben in so ein Kopfkino hineingerät.
Ja, also falls notwendig,
entstandene Verletzungen lösen,
damit man eben die Brille erneuern kann,
neue Glaubenssätze reinbringen kann
und dann auch nochmal ohne diese negativen Gefühle
eine neue Vereinbarung treffen kann.
Genau.
Dann werden wir nämlich beim vierten Schritt
Lösungsstrategien ganz praktisch formulieren.
Und die Lösungsstrategien sollen halt passen im Alltag,
damit es harmonischer wird.
Das heißt, diese Lösungsstrategien
sind natürlich komplett individuell
auf die Bedürfnisse des Paares zu sehen.
Man kann zum Beispiel gezielt Zeiten als Paar einplanen
oder halt auch gezielt Zeiten, wo jeder für sich ist.
Da geht es ja so ein bisschen darum,
die Gesamtzeit im Blick zu haben.
Zeit für sich, Zeit als Paar, Zeit als Familie.
Also mal da schon eine Strategie zu entwickeln,
die stimmig ist, wo beide sagen,
das fühlt sich gut an,
und wenn es halt viele Unterschiede gibt,
kann man sich halt dann auch nochmal bewusst
auf die Suche nach Gemeinsamkeit machen.
Also was können wir in unserem Alltag aktiv einbauen,
damit wir auch eine Gemeinsamkeit spüren,
ein Wir-Gefühl, ein Gefühl von
das verbindet uns,
das können Ziele für die Zukunft sein,
das können kleinere Projekte sein,
die man sagt, die möchte man angehen.
Aber um auch das Gefühl zu haben,
wir sind doch nicht so weit voneinander entfernt,
wie wir immer denken
und wir machen auch ganz praktisch etwas dafür im Alltag,
weil wir wissen,
wir sind vielleicht in vielen Punkten umgekehrt,
wir sind unterschiedlich,
aber wir bauen uns auch eine Gemeinsamkeit zusammen auf.
Und andersherum natürlich genauso,
wenn man zu viele Gemeinsamkeiten hat,
bewusste Unterschiede schaffen,
damit das Ganze spannender wird
und auch eben schauen,
wie ist das mit der qualitativen Part-Zeit.
Also das ist natürlich nett,
wenn man den Arbeitstag zusammen verbringt
und auch andere Sachen viel zusammen macht,
aber eine bewusste, qualitative Part-Zeit zu verbringen,
ist eben nochmal was ganz anderes.
Wir hoffen,
die Podcast-Folge hat euch geholfen
und ihr könnt damit
eure Unterschiede und Gemeinsamkeiten
euch mal ansehen, reflektieren
und für euch so nutzen,
dass es sich förderlich für die Beziehung anfühlt
statt hinderlich.
Wir freuen uns über Feedback
und hören uns in der nächsten Folge wieder.
Genauso, das wollte ich auch sagen.
Bis zum nächsten Mal.
Bis dann.
Musik
Musik
Musik
Musik
Musik
Musik
Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Podcast Summary
Key Points:
Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind normal in einer Beziehung und können die Bindung stärken, aber auch zu Spannungen führen.
Zu viele Gemeinsamkeiten führen oft zu Langweile, mangelnder Austausch und dem Gefühl, dass nichts mehr zu erzählen gibt.
Zu viele Unterschiede können zu Verlust der Identität, Kompromissen und einem Gefühl der Entfremdung führen.
Beide Seiten können in den Herausforderungen eingeschränkt sein, insbesondere hinsichtlich Freiheit und persönlicher Lebensausrichtung.
Verletzungen aus vorherigen Beziehungen können durch „Kopfkino“ und Brillen wirken, selbst wenn das Verhalten heute nicht so ist.
Der Umgang mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden erfordert Bewusstseinsbildung, Klarheit über Ursachen und die Lösung von Verletzungen.
Praktische Lösungsstrategien wie geplante Zeitfenster für Paare oder individuelle Zeit für sich fördern eine ausgewogene Beziehung.
Beide Partner sollten die Möglichkeit haben, sich frei zu entfalten, ohne sich gegenseitig zu einschränken.
Summary:
Gemeinsamkeiten und Unterschiede in einer Beziehung sind normal und oft der Grund für die Zusammenführung, doch können sie zu Spannungen führen, wenn sie übertrieben oder nicht bewusst behandelt werden. Zu viele Gemeinsamkeiten schaffen Langeweile und ein Gefühl des mangelnden Austauschs, während zu viele Unterschiede zu Entfremdung und ständigen Kompromissen führen. Beide Partner können dabei eingeschränkt sein – entweder durch zu viel Gleichheit oder durch zu große Divergenzen – was die Freiheit und persönliche Entwicklung beeinträchtigt.
Vor allem bei vorherigen Verletzungen entstehen oft „Kopfkino“-Effekte, bei denen Verhaltensweisen aus der Vergangenheit falsch interpretiert werden. Der entscheidende Weg liegt in der Bewusstseinsbildung: Paare sollten Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufschreiben, Ursachen der Konflikte analysieren, verletzte Gefühle bewusst lösen und gemeinsame Lösungen entwickeln. Praktisch geht das über geplante Zeitfenster für Paare oder für einzelne Aktivitäten, die das Gefühl der Verbundenheit stärken.
Durch bewusste, qualitative Zeitverwendung und ein gegenseitiges Vertrauen wird eine spannende, lebendige und gleichzeitig sichere Beziehung möglich, in der beide sich wohlfühlen und ihre individuellen Lebenskriterien bewahren können.
FAQs
Ein Mangel an Abwechslung und das Gefühl, dass man sich nichts mehr zu erzählen hat, können auftreten. Das führt dazu, dass das Paar sich nicht mehr tiefgehend über das Leben des anderen ausspricht und die Beziehung langweilig wird.
Unterschiede in Hobbys, Ansichten oder Freundeskreisen können zu Entfremdung und dem Gefühl führen, dass man keine gemeinsame Basis hat. Dauerhafte Kompromisse führen oft dazu, dass keiner wirklich zufrieden ist.
Wenn das Verhalten oder die Werte zu eng oder zu weit auseinanderliegen, entstehen Spannungen. Insbesondere bei Konflikten im Alltag wie Kindererziehung oder Hobbys können Verletzungen und Brillen entstehen.
Durch das Bewusstsein für Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die Klärung von konkreten Konflikten und die Lösung von Verletzungen kann eine spannende und sichere Beziehung geschaffen werden.
Man analysiert genau, welche Teilaspekte eines Themas (z. B. ein Hobby) konfliktschädig sind, nicht das Ganze. Damit wird das Problem genauer verstanden und nicht allgemein abgelehnt.
Verletzungen aus der Vergangenheit können durch Vorerfahrungen aktiviert werden. Durch die Lösung dieser Gefühle können Brillen abgesetzt und neue, gesunde Glaubenssätze entwickelt werden.
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