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Geldanlagen: Was man als ETF-Anfänger wissen muss (Mit Hartmut Walz)

38m 8s

Geldanlagen: Was man als ETF-Anfänger wissen muss (Mit Hartmut Walz)

Hartmut Walz, Finanzexperte und Professor für Betriebswirtschaftslehre, erklärt, warum passiv investieren – insbesondere mit kostengünstigen, breit gestreuten ETFs – der beste Weg für langfristige Vermögensaufbau ist. Er betont, dass der Markt trotz Krisen langfristig stabil und rentabel bleibt, mit einer durchschnittlichen Rendite von 6–9 % nach Inflation. Viel zu viele Menschen haben Angst vor Investitionen, weil sie glauben, dass nur teure Produkte eine höhere Qualität haben – ein Missverständnis, das auch im Finanzmarkt gilt. Ein breites Streuen von Aktien, also das „Keep it simple stupid“-Prinzip, reduziert Risiken und erzeugt eine nachhaltige Rendite durch die Equity-Prämie. Gold und Kryptowährungen werden nur als kleine Ergänzungen empfohlen: Gold bis zu 10 %, Kryptowährungen als Spielgeld unter 2 %. Aktive Spekulationen oder Einzelaktionen sind nicht sinnvoll, da sie keine überdurchschnittliche Rendite bringen und oft zu Verlusten führen. Ein wichtiger Punkt ist das Vermeiden von Schulden, das Vorhandensein einer kleinen Liquiditätsreserve und die Vermeidung von Überzeugung, man könne besser sein als der Markt. Der Erfolg liegt nicht in ständiger Beobachtung, sondern in Disziplin und langfristiger Geduld. Die meisten Fehler stammen aus menschlichen Emotionen – z. B. dem Verkauf bei Kursrückgängen. In der Praxis sollten Anfänger mit einem Minimalbudget beginnen, z. B. 100 Euro monatlich, und langfristig auf eine positive Entwicklung vertrauen. Die beste Vermögensberatung ist transparent, unabhängig und frei von Verkaufsvorteilen, wobei kostenlose Beratung nicht automatisch auf Betrug hindeutet. Für Menschen im frühen Berufsleben ist das wichtigste: Sparen und versichern, aber nicht Geld in teure Lebensversicherungen stecken, da diese keinen Vermögensaufbau fördern.

Transcription

5735 Words, 36261 Characters

German
* Musik * Normale Leben haben wir den Eindruck, dass teure Dinge meistens eine höhere Qualität haben. Und es gilt beim Geldanlegen nicht. Ganz tolle ETF sind total preiswert. Willkommen zu Smarterleben. Ich bin Rashael Publier und heute sprechen wir darüber, wie wir unser Geld Krisensicher anlegen. Zugast ist Finanzexperte Hartmut Walz. Bei vielen deutschen liegt gespartes Geld oft auf Tagesgeld und Jiro konnten rum. Manchmal, weil wir nicht wissen, wie wir es anlegen sollen, macht man auch, weil uns die globalen Krisen Angst davor machen zu investieren. Dabei geht viel Geld verloren, dass wir eigentlich in Aktien, ETFs oder Gold gewinnen könnten, sagt Hartmut Walz. Erst Professor für Betriebswirtschaftsleere und Finanzdienstleistungen an der Hochschule Ludwigshafen und berät Anleger bei der Alters- und Vermögensvorsorge. Im Gespräch erklärt er mir, welche Anlagestrategien sich bewährt haben und warum es nie zu spät ist zu investieren. Worauf sollte ich also beim ETF-Kauf achten? Wie erkenne ich eine gute Vermögensberatung und wie bleibe ich cool bei Kurs einbrüchen? Darüber sprechen wir in dieser Folge. Schön, dass ihr dabei seid. Hartmut, wir haben den Krieg im Mann Osten steigende Ölpreise tals eratische politische Entscheidungen in den USA. Das alles macht es für ängstliche Menschen, vielleicht nicht gerade leicht zu entscheiden, wie sie am besten ihr Geld anlegen sollten. Wie würdest du jemanden, die Angst vom Investieren nehmen? Ich würde den Leuten Angst vom Investieren dadurch nehmen, indem ich ihnen sagt, das ist so wie bei den Fußballfans oder bei den Fußballmannschaften. Das nächste Spiel ist immer der Schwärste. Und wir Menschen haben immer den Eindruck nahe, die Vergangenheit der Wasser nicht so schlimm. Klar, wir wissen ja, wie es ausgegangen ist. Und wir haben aber vor fünf, vor zehn, vor zwanzig Jahren auch immer gedacht, es wäre schwierig. Also ich habe ähnliche Anfragen bekommen zum Beispiel als gerade der Ukraine-Krieg begonnen hat. Ich habe ähnliche Anfragen bekommen, als Covid gerade ausgebrochen ist. Und das war immer so eine Endzeitstimmung. Aber ich denke, unsere Zuhörerinnen und Zuhörer sind gut beraten, wenn sie sich überlegen, dass bisher die größte Krise auch immer wieder ein Ende hatte und zwar schneller als man dachte. Krise ist eigentlich immer, kann man schon fast sagen, oder? Ja, tatsächlich. Und trotzdem erholt sich dieser Markt ja auch immer wieder. Warum denkst du, haben denn noch so viele Menschen Angst vor dem Finanzmarkt und dort ihr Geld zu verlieren? Kannst du das irgendwie psychologisch auch nachvollziehen? In Wahrheit ist es so, man kann sagen, wer Angst vor allem krescht hat, der hat es nicht verstanden. Weil es gab noch nie, seitdem es Menschen gibt noch nie einen Kräsch, der nicht früher oder später meistens schon nach Monaten, manchmal aber auch erst nach Jahren, durch das nächste Old-Time High überkomensiert wurde. Und wir haben jetzt wieder ein Old-Time High im Dax diese Woche. Und das wird nicht das letzte sein. Rhen wir mal über Anlageklassen. Welche sind die wichtigsten Anlageklassen? Und welche würdest du jedem Anfanger auch raten im Portfolio zu machen? Anlageklassen sind ja das, wo das Geld wirklich drin ruht. Während die Produkte sind Anlagewähigel. Der ETF ist auch ein Anlagewähigel. Auch Zertifikate wären Anlagewähigel oder Bauschbarverträge oder so was, Versicherungsverträge. Sehr viele Anlagewähigel sind aber kostenintensiv und haben andere Nachteile. Es gibt nur sehr, sehr wenige wirklich gute und empfehlenswerte Anlagewähigel. Also die wichtigste Anlageklasse für langfristigen Vermögensaufbau ist ganz, ganz eindeutig die Achze. Aber 18%-hundertprozentig allein sind es eigentlich nicht. Es gehört dann irgendwie etwas Risiko, etwas Schwankungsärmeres zu. Wenn Menschen jung sind und wenn sie es gut verstanden haben, wenn sie Finanzbildung haben, wenn sie cool sind, vielleicht dann sowohl auch in sicheren Arbeitsplatz haben und ein festes Einkommen. Dann müsste dieser Zinsanteil der Risiko der Schwankungsarme anteiligt ganz gering sein und mit wachs nem Alter dann, also je mehr wir uns der Erntephase, also zum Beispiel im Renten Eindritt nähern, desto höher sollte der sein. Aber die wichtigste und vor allem deren Tabels der Anlage klasse der Welt sind Aktien. Immobilien kommen hinterher, haben aber enorme Nachteile. Man kann die nicht so schön stückeln und nur wirklich ultra-reiche Leute können eben über verschiedene Immobilien auf verschiedenen Ländern und Kontinentern diversifizieren. Was ist mit Gold? Gold ist auf alle Fälle. Auch eine interessante Anlageklasse ist aber langfristig nicht so rentabel wie Aktien. Aber und könnte sie als Beimischung, könnte man die Anlageklasse Gold auch durchaus verwenden in so einem Verhältnis von 5-10%. Nachteil bei Gold und auch bei anderen Rohstoffen ist eben, dass die keine Inherente, keine in sich tragende Rendite oder Ausschüttung hat. Für jemanden, der jetzt vielleicht noch nicht so viel davon gehört hat, einfach mal so ganz basic. Was ist ein ETF ganz einfach erklärt? Die einzelne Aktie ist die Anlageklasse. Der ETF, ich sage gerne, bildlich gesprochen, die Einkaufstüte, in die du viele Aktien, aber auch durchaus andere Dinge, z.B. anleihen, bundesanleihen, Geldmarktpapierer reintun könntest. Also ETF ist eine bestimmte Art von einem Investmentform. Das heißt, das Geld, was du da reinsteckst, das ist ein Sondervermögen. Und wenn derjenige, der dieses Produkt macht, den ETF macht, wenn der Pleite gehen würde, würde dein Geld ausgesondert. Ja, das ist das Schöne an einem Sondervermögen. Und deswegen finde ich ETF allein aus diesem Grund schon mal empfehlenswert. Und zwar vor allem empfehlenswert im Vergleich zu den sogenannten Investmentzertifikaten oder auch Anlagezertifikaten genannt. Da hast du nämlich als Anlegerin das Risiko, wenn der Emotent Pleite geht, dann wepst du auf deinem Schaden besitzen und du hast auch keinen Einlagenssicherungsform. So, also es ist ein Investmentform. Jetzt gibt es aber verschiedene Arten von Investmentforms. Nimm ich zum einen Börsen notierte und nicht börsen notierte. Du empfehlst ETFs ja auch, hast du gerade selbst gesagt, dass sie mittlerweile gelten, die ja so ein bisschen als Goldstandard empfiehlung. Warum eigentlich? Und ist es auch trotz Krisen noch so? Ich empfehle die billigen, die preiswerten, kostenarmen, indextrecker ETFs und nicht die aktiven. Die erstens teurer sind und zweitens natürlich spekulativ. Denn für jede Formmanagerin, für jeden Formmanager, die damit eine Überrendiete machen, muss irgendein anderer aktiver Investor, eine minderen Dite oder sogar ein Verlust machen. Also wichtig wäre ETF ja, aber indextrecker passiv und jetzt kommt's möglichst breitstreund. Und jetzt kommt dann die eigentliche der Kern deiner Frage, warum empfehle ich das? Weil wir nicht in der Lage sind, die einzelnen Investments zu kontrollieren. Wir sind nicht unternehmer, die im Aufsichtsrat von hunderten oder tausenden von Firmen sitzen. Deswegen streuen wir die Risiken und die Aktienmärkte belohnen uns mit einer Risikoprellmie nur für die Risiken, die man nicht wegstreuen kann, die man nicht weg diversifizieren kann. Und damit kommen wir zu einer ganz, ganz einfachen Regel, die da lautet, investieren nie in ein Produkt, gehe kein Risiko ein, wenn du dafür keiner angemessen Risikoprellmie kriegst. Deswegen ist Streuen so schön, weil ich dann noch die sogenannte Equity-Präime, die Eigenkapitalpräime der Aktienmärkte krieg, die unter hohen Schwankungen im Schnitt bei 4-5% liegt, über dem, was ich mit Zinspapieren kriegen würde. Und das ist natürlich für einen langfristigen Vorsorge, für einen Vermögensaufbau mit einem schönen langen Horizont und mit Abstand des Beste. Noch mal zum Stichwort Streuen, ich leese auch immer viel, das Englische Sprichwort "Don't put all your eggs in one basket" ist das, was damit auch gemeint ist, dass man eben in viele Unternehmen statt eben nur in das eine investiert. Das ist es genau, aber das geht auf eine der ersten Novelpreisträger, zurück, nämlich Harry Markowitz. Und der sagte genau das, während wir eben als Unternehmer, vielleicht haben wir auch irgendjemand ja bei den Zuhörern, der oder die in Start-up macht. Da sagt man, "Do carry all eggs in one basket, but take care of the basket." Also ich kann als Unternehmensgründer, als verantwortlicher, aber auch als Ärztin oder als Architekt mit einem freiberuflichen Mini-Unternehmen. Ich kann da meine Risiken nicht streuen, da muss ich aufpassen, da muss ich fit sein, spezialisiert sein. Und das ist genau dieser Riesenunterschied, unternehmerinnen, Freiberufler und die Leute, die eben ihr Basket immer ihr Leben lang gehütet haben. Das sind meine schwierigsten Gesprächspartner, weil die wollen im Alter ja immer noch die Kontrolle behalten. Und wir können aber weltweit nicht kontrollieren, also wir müssen streuen und loslassen. Ist das dann auch der Unterschied zwischen aktiven und passiven Investieren? Kannst du denen vielleicht noch mal erklären, was der Unterschied ist? Ja, deine Frage ist da ganz dicht dran. Der aktive Investor. Oder die aktive Spekulanten. Die glaubt, dass sie oder er schlauer ist als der Markt. Die möchten den Markt schlagen. Und dann sage ich immer, ich bin zwar Professor für Finanzen und ich habe das ganze studiert und habe eine Bankleere. Aber ich bin mit der Durchschnittsrendite total glücklich, weil die ist klar, weil die ist klar. Die ist langfristig dann mit Inflationen und Vorsteuern zwischen 8-9 Prozent gewesen. Die letzten 10 Jahre, die letzten 50 und die letzten 100 Jahre trotz Kriegen und allen Krisen zwischen drin. Und die nehme ich mit. Und diese Exponentialfunktion, die sorgt für einen schönen Vermögensaufbau. Und ich kann den Leuten oft innerhalb von wirklich einer Minute spekulieren, maatik machen, indem ich den Leuten erzähle, das ist doch ein Nullzumenspiel. Also Rassel, wenn du und ich, wenn wir zwei irgendwo im Zimmer sitzen und um Champagnerflaschen betten, die stellen wir an die Mitte. So und dann betten wir und du bist halt einfach cleverer und schneller als ich. Und am Ende unseres Wettens sind die ganzen Champagnerflaschen bei dir. Schön für dich, nicht so schön für mich, aber die Anzahl der Champagnerflaschen im Raum hat sich nicht erhöht. Und wenn man sich das maglage macht hat, dass es ein Nullzumenspiel ist, dann vergeutet man keine Zeit mehr mit spekulieren. Was wären so die drei wichtigsten Dinge, die du raten würdest, wie ich mein ETF-Potfolio aufstelle? Das Wichtigste ist einfach streuen, streuen, streuen, streuen. Das heißt, man könnte sogar mit einem einzigen Produkt schon einmal in die Schule oder eins kommen, indem man einen echten Weltform kauft, einen Weltform auf einen Weltindex und das ist nicht der bekannte MSCI World. Der hat nämlich viel zu viel USA und hat nur Industrieländer. Es müsste dann eben ein ETF sein, der auf einen Index sich bezieht, der nicht nur Industrieländer hat, sondern auch Schwellenländer und damit diesen USA Klumpen reduziert. Das ist das, was ich meinen, studierenden Fehler, eine Einproduktlösung. Wir nennen es das Kissprinzip "Keep it simple stupid", also haltet die Dinge einfach und überschaubar. Wenn du jetzt aber sagst, Menschartmode, ich kann 500.000 Euro anlegen, ja, aber auch schon, wenn es vielleicht 100 wären, 100.000 Euro werden, dann würde ich sagen, sollte man mit diesem Weltportfolio anfangen, aber noch ein bisschen nachbessern. Also, das ist dann nämlich immer die Metafer von der Bio-Gewürzmischung, die du in einem Bio-Laden kauft, die auch noch preiswert ist. Und diese Gewürzmischung ist schon richtig gut. Kannst du selber nicht besser machen. Aber der Arzt hat dir gesagt, du hast schon ein bisschen auf mit dem Salz. Die meisten Leute essen zu viel Salz, also nimmst du die Bio-Gewürzmischung, das ist mein Welt ETF und dann würdest du nach, zum Beispiel noch mit Pfeffer, mit Paprika, mit Ingba oder was dir halt besonders gut schmeckt. Genau das empfehle ich, aber das werden dann keine 20 ETFs, sondern das wird dieser Planet, das ist dann eine Core-Settelheit-Strategie und da drum kommen vielleicht zwei oder drei noch Ergänzungen, wo ich nachwürze. Das wäre auf alle Fälle ein Schwellenländer ETF, der also nur Schwellenländer hat und das wäre vielleicht in wenig nachgewürzt noch Europa und man könnte dann auch noch ein Deutschland-ETF dazunehmen. Das muss man nicht. Viele Leute lieben das. Wir reden jetzt überwiegend für deutsche Staatsbürger oder Leute, die hier in dem Sprachraum leben und du könntest natürlich auch gold, virtuelles Gold dazunehmen. Das ist nicht dumm und du hast keine Angst vor einbrecher und du hast keine Stießfachkosten, keine Versicherungskosten und selbst wenn du kommt, du bei der Sparkas in gelsten Kirchen hast, bist du sorgenfrei. Was rätst du denn jetzt jemanden wie mir? Ich bin jetzt so Mitte Ende 30 mit einem durchschnittlichen Einkommen. Wie viel sollte ich als Einsteigerin investieren? Also zum Beispiel welcher Prozentsatz meines Einkommens wäre gut? Gibt es da eine Regel? Da gibt es viele, viele gut gemeinte Regeln, die man im Volksmen zu bauernregeln nennt. Ich halte nichts davon, denn Aschei so gut kennen wir uns ja noch nicht. Ich weiß nicht, wie viel vermögen du hast, ob du im eigenheimwohnst, ob du schon was geschenkt bekommen hast von Eltern oder anderen verwandeln. Also jede Aussage da wäre verleslich, aber wenn wir zugehörigen und zugehörigen halt haben, die noch gar nichts tun, ist der Appell ganz einfach mal ganz klein anfangen. Also ich habe viele, viele Studierende, die dann nach der ersten Vorlesung anfangen, mit 25 Euro ein ETF-Sparplan zu machen. Und dann kommen die nach einem Semester und sagen, Mensch, Herr Walz, zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine Einzahlung auf dem Schierokonto, die nicht von meinen Eltern ist und für die ich nicht arbeiten musste. Das war die erste dividenden Ausschrittungen, diese Erfolge machen dann stark und dann gewinnt man zuversicht, auch wenn man mit wenig Geld mal ein paar Kursverluste zwischen drin hat, die dann plötzlich auch wieder weg sind. Also nicht hochschwellig irgendwie mit einem hohen Anspruch in die 100 Prozentfalle, sondern überhaupt mal anfangen. Und dann sieht man auf einmal, oh, das macht Spaß, das funktioniert und dann werden die Beträge größer. Wir reden jetzt überwiegend, glaube ich, für berufstätige und da wäre so eine Sparate von mindestens 100 Euro im Monat schon gut. Wenn ich jetzt einsteige mit diesen 100 Euro, um die zu investieren, kannst du ein Rechenbeispiel uns geben, also wo wäre man dann nach ca. 20 Jahren, 30 Jahren? Es gibt die sogenannte 72-Gerägel und die ist für solche Überlegungen ziemlich gut. Man nimmt die Zahl 72 und teilt sie durch die Rendite. Also, wenn ich auf einem Sparboch zu einem Prozent Rendite anlege, brauche ich 72 Jahre, 72 durch 1, als 72 Jahre bis ich mein Geld verdoppelt hat. Wenn ich zu 2 Prozent anlege, sind es nur noch 36, wenn ich es durch mit 6 Prozent anlege, dann sind es noch 12 Jahre. Und genauso könnten wir es mit 8 oder 9 weiter rechnen. Und das ist gar nicht schlecht. Das kommt ziemlich genau hin. Man müsste es mit dem Logaritmus rechnen, um es genau zu haben, aber das kommt ziemlich gut hin. Und wenn ich jetzt mal optimistisch von 9 Prozent ausgehen würde und 3 Prozent Infektionsrate abziehen, hätte ich ein Nettozins von 6 Prozent. Realistischer Wertsfleicht, wenn ich mit nur 2,5 Prozent Infektion rechnen und 8,5 Prozent Rendite bin ich wieder bei den 6 Prozent. So 72 durch 6, da habe ich also die Kaufkraft meines Geldes danach inflationen in 12 Jahren verdoppelt. In 24 Jahren vervierfacht. Das gibt so ein Gefühl dafür, wie effizient eben dieses Rendite orientierte Sparen ist. So auf jeden Fall einfach mal anfangen. Und unbedingt anfangen. Kann ja nur was Gutes rauskommen. Und auf die Kosten achten. Das darf preiswert sein. Weil im normalen Leben haben wir den Eindruck, dass teure Dinge meistens eine höhere Qualität haben. Ganz, ganz tolle ETF sind total preiswert. Über welches Spektrum, preisspektrum sprechen wir da? Ich sage dir mal so einen Kostenspektrum, die traditionellen Anlagen, die man im persönlichen Vertrieb von Banken und Sparkassen angeboten kriegt. Führen zu Kosten von um die 3 Prozent bei den Produkten, die ich ablehnen würde heutzutage. Ich persönlich mit meiner Ehefrau habe keinen ETF, der über 0,4 hat. Und ich würde die auch heute nicht mehr kaufen. Aber aus sehr cleveren Gründen verkaufen werde ich auch nicht. Aber ich würde die gleichen Produkte von einem anderen Anbieter heute für 0,15 bis 0,2 Prozent jährliche Kosten. Und es gibt seit kurzer Zeit, gibt es einen absolut seriösen Welt ETF mit Kosten von 0,07 Prozent. Das sind absoluter Trauben. Ich habe mir das Produkt intensiv angeschaut. Ich werde keine Werbung dafür machen. Dafür bin ich ja nicht als Gast hier bei dir eingeladen. Aber das finden die Leute dann schon selber. Ich habe mir das Produkt intensiv angeschaut und ich habe keinen H in der Suppe gefunden. Und diesen ETF gibt es ausschütend oder tesaurierend. Und was ist der Unterschied zwischen ausschütend und tesorient? Also es gibt bei fast allen ETFs zumindest bei den populären Welt ETFs die Möglichkeit, entweder die Ausschütung jedes Jahr sich auszahlen zu lassen. Oder eben, dass der Vormenager, die Vormenager in die Ausschütung automatisch wieder anlegt, so dass die einem gar nicht zufließen. Dieses wiederanlegendes automatische nennt man auch tesaurierend. So, ich empfehle jetzt tendenziell eher den Ausschütenden und da gibt es eine Menge Argumente. Ich sage nur ganz wenige, dass für mich wichtigste ist, das streichelt mein Belohnungssystem. Wenn ich jedes Jahr oder sogar mehrfach im Jahr etwas zufließen bekommen, wo ich nicht dafür habe arbeiten müssen, dann denke ich, boh, habe ich doch gut gemacht. Und vielleicht spar ich dann ein bisschen mehr, aber genau die Ausschütung. Also das wird belohnt und das hält die Leute bei der Disziplin. Das zweite ist, wenn Leute anfangen ist, dass sie die Ausschütungen die ersten tausend Euro völlig steuerfrei kassieren können. Wir haben nämlich alle einen Steuerfreibetrab für Kapitalankünftig von tausend Euro. Damit kann man etwa 70.000 ETF-Vermögen aufbauen, bevor man überhaupt in die Steuerpflicht reinkommt. Also, wie viel Geld Vermögen sollte man haben, bevor man über Anlage überhaupt nachdenkt oder kann man was wirklich schon mit dem ersten Gehalt klein anfangen? Du solltest keine Schulden haben. Also, wenn du Schulden hast, solltest du zuerst eine Schulden abbauen. Ja, weil das macht keinen Sinn, die Schulden und auch die Zinsener drauf zahlst du von deinem Versteuern einkommen. Zum Beispiel ein Studienkredit soll dich erst mal abbezahlen. Wenn der Studienkredit vielleicht sind es frei ist. Okay, dann kann man das Parallel machen, aber andere Kredite oder auch, wenn man nicht genug Geld hat, um das nächste Auto zu kaufen, sondern da ein Konsumentengrediet aufnehmen würde, oder ein teures Liesingen machen würde, dann würde ich sagen, das sollte vorgehen. Und natürlich wäre ich auch nicht begeisterte von, wenn jemandes Geld anlegt, in ETFs, ohne einen Anlagehorizum zu haben. Also, wenn die nächste Kapute waschmaschine dazu führt, dass das wieder aufgezählt wird, dann hat man ja ein Kursrisiko. Also in Aktien ETFs würde ich erst dann anlegen, wenn so eine kleine Liquiditätsreserve vorhanden ist. Kleine Liquiditätsreserve hängt von deinen Verhältnissen ab, lebst du allein oder in einer Partnerschaft, wo man sich gegenseitig aushilft, kann bei dir das Dach kaputt gehen oder wohnst du zu Miete und das ist eben das Problem vom Vermieter. Ich glaube, das können die Leute mit diesen paar Filterfragen sehr schnell selbst beantworten. Ich kenne tatsächlich Menschen und man umfällt die mit Aktien, also jetzt nicht mit ETFs, schon auch sehr viel Geld verloren haben. Was würdest du sagen, sind die drei großen Fehler, die man vermeiden sollte beim Aktienkauf? Ich empfehle, keine Einzelaktion zu kaufen, weil dieses Klumpenrisiko ich kaufe, was weiß ich 100 Deimlatrack oder was weiß ich, 50 Space X Aktien, völlig verrückt. Da stecke ich nicht drin und wenn du sagst, was sind die drei schlimmsten Fehler? Ja, der größte Fehler, ich kann Pech haben, weil es ist ganz viel Zufall. Und der zweite größte Fehler ist vielleicht auch diese Overconfidence, die selbst Überschätzung. Ja, doch eine Bankleere oder ich lehste doch hier Spiegel online, da bin ich doch informiert. Ja, das hilft uns alles nichts. Kennt man ja auch vielleicht so von Fällen wie Wirecard zum Beispiel, wo viele Anleger ja auch sehr viel Geld verloren haben? Genau, vielleicht schuldigte jetzt noch den dritten Fehler. Das ist die ganz normale menschliche Anlagepsychi, die Leute kriegen Angst, wenn die Kurse fallen. Und dann verkaufen sie. Und da sage ich dann gerne die Metafer, das bringt überhaupt nichts, wenn du auf die Bremse tritz, nachdem es geblitzt hat. Seit einigen Jahren strömen auch sogenannte Ältifs auf den Markt, also European Blong Term Investment Funds. Können wir jetzt als Leih erst mal vielleicht sogar verwechseln mit ETFs? Was hat es mit diesen Auf sich und eigenen sie sich für die Altersvorsorge? Also ich freue mich sehr, dass du das fragst, weil das ist etwas ganz kritisch ist. Und die Ältives werden seit etwa anderthalb Jahren auch richtig gehyped. Und viele Leute fragen mich auch, sprechen mich anschreiben mehr Mails aus der Community und sagen, Mensch, ist das nicht so was wie ein kleiner ETF? Nein. Es ist was ganz, ganz anderes. Und ETF heißt der Exchange Traded Fund und die ausführliche Bezeichnung der Ältives, heißt du er genannt. Und das sind Langfristvors von meistens Infrastrukturprojekten. Also Brücken, Tunnels, die dann mautpflichtig Autobahnen betrieben werden. Es könnten aber auch Beteiligungen sein in private equity oder andere exotische Anlage klassen. Ich persönlich rade davon absolut ab. Die ganzen Verbraucherschützer, auch die Verbraucherzentralen raten ab. Und selbst die Barfin, Bundesanstalt für Finanzaufsicht, Rät mittlerweile davon ab und wandt. Ich würde es ganz kurz platzusammenfassen. Es gibt diesen Markt für Infrastrukturprojekte und diese Beteiligung. Den gibt es schon seit Jahrzehnten. Und das ist ein Markt für Profis. Da sind zum Beispiel große Versicherer, Allianz und Co. andere institutionelle Investoren mit großen Beträgen. Die haben ihre Fachleute, die diese Projekte prüfen und einkaufen gehen. Für mich ist es das Bild, wie von einem Buffet, die dürfen um 8 rein und dann futtern die das Buffet ab. Und dann darf ich als Privat ein Läger um 9 gucken und kriegt dann im Prinzip das, was übrig geblieben ist, angeboten. Und dann noch mit Kosten von teilweise um oder über 10%. Das heißt, dass für meinen 100 Euro nur 90 angelegt werden, höchste Elegwide. Die drei wichtigsten Worte, die du wissen musst, rund um LTFs heißen, nein, nein und nochmal nein. Das kann man sich merken. Lasst uns mal über Moral und Sozialverträglichkeit sprechen. Geht das eigentlich, kann man überhaupt nachhaltig moralisch investieren, gerade auch so bei ETFs? Auf effizienten Kapitalmerken ist die Chance, dass du und ich, dass wir durch unser Investment etwas nachhaltiges erreichen, bei null. Ich würde sagen, lasst es investiere weltweit, da bist du ein bisschen auch investiert in Erdölunternehmen, in chemischer Industrie, auch ein bisschen sogar in Rüstungsunternehmen, wenn die im Index drin sind. Aber mein soziales Herz des Tobe ich aus durchspenden und vor allem durch nachhaltiges Konsumieren. Kennen Sie schon unseren WhatsApp-Kanal? Dort posten wir täglich die wichtigsten Nachrichten, nützliche Infos sowie Highlights von Spiegel.de Abonnieren Sie den Kanal kostenlos und bleiben Sie ganz unkompliziert informiert. Bei WhatsApp finden Sie den Kanal der Spiegel direkt im Bereich aktuelles oder unter Spiegel.de/wa. Der Link steht noch einmal in den Show Notes dieses Podcasts. Gold gilt als relativ Krisensicheres Investment, ist das wirklich so und würdest du das Anfang an raten, Gold als Baustein in ihr Anlage die Pumet aufzunehmen? Also, das ist so die Geschichte, dass Gold Krisensicher sei und wenn du langfristig denkst, also langfristig heißt es wieder, um ganz sicher zu sein, in etlichen Jahren auf alle Fälle über ein Jahrzehnt, wobei 15 Jahre werden wir noch lieber als Horizont. Also, wer sich Gold kauft sollte, rationale Erwartungen haben, falsch wäre die Erwartung, ich werde sofort für Inflation oder für andere Dinge entschädigt. Das funktioniert nicht, der Goldpreis kann, wenn du Pächerst durch aus zehn Jahre dahin crepslen, um die Nullien schwanken oder sogar Minus haben. Die letzten drei Jahre waren fantastisch, aber wir sollten nicht denken, dass es so weitergeht und die letzten paar Monate hat der Goldpreis auch schon wieder kräftig. Also, über 20% nachgegeben. Also, es sollte eine langfristige Erwartung sein, das war das kritische, jetzt kommt das Gute. Gold stabilisiert das Portfolio, weil wenn die Aktien nach unten abrauschen, ist es häufig so, dass eben Gold nicht mitgeht, sondern eher ein bisschen steigt. Aber als junger Mensch braucht man das eigentlich nicht und mit wachsenem Alter könnte man eben einen gewissen Goldanteil für auch als Krisenschutz sich vorstellen. Aber der sollte nicht über 10% betragen. Was hältst du denn von Kriptowährungen wie Bitcoin als Geldanlage für wen könnte das etwas sein? Für wen wäre das sinnvoll? Also, es ist okay als Spielgeld. Und da würde ich jetzt aber sagen, keine 5%, das sollte eigentlich eher dann so bei einem oder zwei Prozent sein. Und wenn man wirklich ins Detail geht, möcht man sich mit den Kriptowährungen sehr intensiv beschäftigen. Das machen die meisten nicht. Alle starren auf dem Bitcoin. Kaum einer meiner Gesprächspartner kann 5 oder 10 verschiedene Kriptowährungen beim Namen nennen. Es ist so, dass seitdem es den Bitcoin gibt, es wirklich Tausende von Kriptowährungen gab, die mittlerweile schon wieder tot sind. Also, diesen nicht wirklich tot, aber es gibt keinen Handel und es sind völlig wertlos. Die Kriptseln da rum und ja, und kein Mensch kauft oder verkauft die mehr. Aber man sollte nicht da sein Altersvorsorge oder einen Vermögensaufbau davon abhängig machen. Also, für ängstliche und leihen ist das nicht unbedingt das sicherste. Dann lass uns doch mal eher aufs konservative Span gucken. Wie sieht es denn mit spa-modellen wie Tages- und Festgeldkonten aus? Ist das Tagesgeldkonto wirklich so sicher, wie viele glauben und bringt das überhaupt was? Also, die erste Frage ist die Frage nach der Sicherheit. Wir haben eine europäische Einlagenssicherung und alle in Deutschland zugelassenen Institute sind dem angeschlossen. Und damit hast du als sparen eine staatliche Garantie bis zu 100.000 Euro. So, damit habe ich kein Ausfallrisiko und das ist schon mal gut. Die zweite Frage ist, ist es eine gute Anlage. Und da würde ich jetzt noch zurückkommen auf, was ist rentabel und was nicht. Und wir haben gesagt, du brauchst zwei Anlageklassen. Nämlich einmal diesen Renditebaustein, das waren die Aktien und dann einen beruhigenden Anker, den viele Vertriebler als Sicherheitsbaustein oder als risiko-lose Anlage bezeichnen. Das ist es nicht, weil es unterliegt nämlich dem Inflationsrisiko. Trotzdem, da, wenn die nächste Waschmaschine kaputtgeht, wenn du ein neues Auto brauchst oder wenn das Dach unlicht ist, dann musst du da drauf zurückgreifen können, ohne dass du an die Aktien gehst, die vielleicht gerade durch einem Crash im Minus sind. So und insofern ist es sinnvoll, aber ebenso viel wie nötig und so wenig wie möglich. Das heißt, bei jemand, der ein festes Einkommen hat und sagt, ja, also ich komme jetzt nicht ständig in die Krise, da genügend dann vielleicht 5.000 oder 10.000 Euro, wer jetzt selbstständig ist und sehr schfangendes Einkommen hat, der brauchen sprechen mehr in diesem Zinsbaustein. Ich würde halt nie dir erwarten, Wartung haben, dass mich das Reich macht, sondern ich kann nur den Infektionsschaden mindern. Das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel 3% auf Stagesgeldkonto kriege oder mit irgendeinem Anleihen ETF-Krieg, und ich habe 2,5% Infektion, dann sieht es gut aus, wird trotzdem ein kleines Minusgeschäft, weil du nämlich auf die 3% Steuern zahlst. Trotzdem ist es kein Grund, die Anlage nicht zu machen, weil wenn du es unter dem Kopf gießen hältst, oder wenn du das auf dem Schirokonto liegen lasst, dann hast du einen vollen Infektionsschaden. Gibt es eigentlich einen besonders guten oder einen schlechten Zeitpunkt, wann man am Kapitalmarkt investieren sollte? Ja, die gibt es wirklich, aber ich kenne sie immer erst hinterher, so wie die Lotto-Zahlen, die richtigen. Also wir haben Schwankungen, wir haben Kosrisiken, aber wir haben insgesamt eine positive Tendenz. Und je länger du dein Geld zurück hältst, also zum Beispiel auf dem Schirokonto liegen lässt, obwohl du investieren könntest, desto länger stehst du an der Seitenlinie und guckst zu, wie die investierenden Tore schießen. Also wenn du Geld hast und wenn du einen Zeithorizont hast, von im Idealfall 10 oder mehr Jahre, dann ab in die Aktien. Wenn der Zeithorizont kürzer ist, dann brauchen wir zumindest einen hohen Anteil von Kurs, stabilen Dingen, die sind nicht riesig holos, weil sie der Infektion unterliegen, aber da musst du im Geldvermögen bleiben, sprich Tagesgeld, Festgeld, Geldmarkonto oder Anleihen ETF, Geldmarkt ETF. Ist es nötig permanent, Kurse zu beobachten und worauf muss man als Leihäder bei achten? Also die eheläute Wald verwenden für unser eigenes Geld keine vier Stunden pro Jahr. Ich würde sagen zwischen zwei und drei Stunden. Es wird ein Anlageerfolg nicht erhöhen, wenn du täglichen Wirtschaftsteil liest und es wird in überhaupt nicht erhöhen, wenn du in meiner Vorlesung sitzt und in 90 Minuten dreimal auf Toilette gehst, weil du schnell die Kurse angucken willst. Also ich habe mal einen Studierenden gehabt, der ist in der 90 Minuten Vorlesung 7 Mal raus und ich weiß genau, der war nicht auf Toilette, der hat sein Handy gecheckt. Aber hast du denn Tipps, wie man als Einsteiger ein Gefühl für den Markt bekommt, also man muss jetzt vielleicht nicht in 90 Minuten dreimal reinschauen. Aber wie schafft man es denn, bei Kurs einbrüchen möglichst ruhig zu bleiben und nicht die Nerven zu verlieren? Das schafft man, indem man als Anfänger eben breit gestreut hat, dann ist es nämlich gar nicht so schlimm. Dann hat man ein Wirecard Erlebnis, hat man dann nicht oder ein Space X Erlebnis schon 30 Prozent jetzt in kurzer Zeit im Minus, weil die einfach gehypt waren. So etwas bleibt einem erspart und ansonsten, indem man klein anfängt, wird dir auch dieses negativer Erlebnis klein sein. Das stimmt. Und wann sollte ich vielleicht doch lieber verkaufen? Du solltest immer genau dann verkaufen, wenn du das Geld wirklich brauchst. Du solltest nicht verkaufen, um wieder woanders anzulegen. Wenn du einmal gescheit angelegt hast, also wenn du eine Dummheit begangen hast, also meine Studierenden haben die Hanv ETFs jetzt alle verkauft, allerdings mit Verlusten. Also wenn ich handwerklich Stimme Fehler gemacht habe, dann muss ich meine Fehlentscheidungen korrigieren. Aber wenn ich Klug investiert habe, nämlich dieses breite Sträumen, dann ist es wahrscheinlich nicht sinnvoll zu verkaufen. Ob im Netz oder sogar bei der eigenen Bank, das gibt viele falsch Informationen oder auch schlechte Tipps. Wie er kenne ich denn eine gute Vermögensberatung und wie er kenne ich vielleicht auch Betrüger? Eine schnelle, aber nicht ausreichende Antwort wäre, wer immer dich kostenlos bereht und nicht die Verbraucherzentrale, der bunter Versicherten, die Barfin oder Stiftung warrentest ist. Wer immer dich kostenlos bereht, ist kein Betrüger, aber ist ein Verkäufer oder eine Verkäuferin. Also die kostenlose Beratung bei Versicherungsgesellschaften, bei Banken, Bausparkassen. Das ist legitim. Es ist okay. Es ist kein Betrug. Aber es ist Vertrieb und es ist teilweise auch Vertrieb am Rande der Legalität. Da werden Dinge erzählt, wenn die wirklich produkuliert würden, hätte der Kunde einen Schaden der Satz einspruch. Was Banken und Bausparkassen vor ein paar Jahren, an offenen Immobilienfonds, an Anteilen von offenen Immobilienfonds in den Markt gedrückt haben, also verkauft haben, ist, wenn man das gesprochene Wort beweisen könnte, auf alle Fälle am Rande oder Jenseits der Legalität, weil man den Leuten, dass als Festgeld erseitsverkauft hat, eine völlig ewig Wiederanlage. Also ich würde den richtigen Betrug unterscheiden, das gibt es ja wirklich, zum Beispiel das Penis dox oder absolut wertlose Gruppdose verkauft werden, das ist wirklich ein Lage betrug. Aber wenn man Kundinnen und Kunden im Rahmen der gesetzlichen Reglementierung mit extrem hohen Kosten und falschen Produkten verrät anstatt berät und wenn die Kosten dann dazu führen, dass die Anlage immer tiefer ins Minus rutscht, dann ist da strafrechtlich nicht zu machen und das Geld zurück zu holen ist äußerst schwer. Was sind die größten Mütten oder falschen Annahmen, die rund um das Thema Geldanlage kusieren? Das erste ist, ich bin klüger als der Markt, also wenn ich doch ein bisschen Zeitung leese und so dann erzielig übergewinne, also das nicht verstehen, dass es ein Nullzumenspiel ist kurzfristig. Und der Qualitätsvermutungseffekt, also wir glauben halt, dass die teure Winterjagge bessere Qualität hat als die billige und bei Produkten klappt es häufig. Also wenn du ein Luxusauto kaufst, dann hat es eine andere Verarbeitung und eine höhere Qualität. Aber bei Finanzdienstleistung ist ja gerade die Tatsache, dass es wenig kostet, ein Qualitätsmerkmal. Also wenn ein Vertriebler dir sagt, kauft doch meine Lebensversicherung, ja, wir sind teurer. Aber wir sind der Ferrari der Altersvorsorge. Nee, je teurer der Vertrag ist es du weniger, Altersvermögen wird übrig bleiben. Das Geld ist ja nicht weg, es hat nur ein anderer. Welchen Rad würdest du deinem 30-Jährigen, ich heute in Sachen Geldanlage geben? Also mit 30 habe ich die schlimmsten Sünden schon hinter mich gebracht, weil ich habe ganz schnell, ich habe eine Banglere gemacht, ganz jung, ich habe ganz, ganz flot studiert und ich habe dann schon weit vor 30 über Verbraucherschutz bei Geldanlagen promoviert und habe gleichzeitig dumme Lebensversicherung abgeschlossen, Formpolis und so was. Aber das war vor 30, aber das würde ich alles nicht mehr machen. Also diese teuren dummen Verpackungen, die würde ich vermeiden und ich würde jetzt unseren Zuhörern sagen, bitte trennt, sparen und versichern. Ich habe nichts gegen Versicherung, wir versichern unser Auto, wir versichern unseren Hausrad, wir haben vielleicht auch eine Berufsunfähigkeit, aber kein Geld in Versicherungen stecken, um Vermögen aufzubauen. Versicherer können keinen Vermögensaufbau, die haben zu viel Kosten, das gibt nichts. Den Rad nehme ich mir auf jeden Fall auch zu herzen, vielen Dank für das Gespräch hat Mut. Sehr gerne, es war mir einfach Müben. Und noch mehr Infos zum heutigen Thema gibt es in Hardmutsbüchern, die ich euch in den Shownutz verlinkte, sowie weiteres Materlebenfolgen zu dem Thema. Bei welchen Fragen braucht ihr noch Antworten? Bei welchen Themen fehlen euch Anregungen? Schreibt mir gern per Mail ans [email protected], per WhatsApp an die 0151, 728, zu 9182 oder bei Spotify direkt hier unter dieser Folge in den Kommentaren. Und falls euch dieser Podcast gefällt, bewertet uns gern bei Apple Podcasts oder Spotify. Und natürlich könnt ihr es Materleben dort auch kostenlos abonnieren. So verpasst ihr keine Folge. Dank geht an Frauke Böger und Philipp Fackler, die mich diesmal unterstützt haben. Unsere Musik kommt von above zero. Das war's für heute, tschüss, bis nächstes Mal. Hey Leute, kurze Infos zwischendurch, schon in mehr als 300 Folgen haben wir in Smart erleben, Ideen gesammelt, wie wir im Alltag besser klarkommen. Aber live auf einer Bühne, das ist eine Premiere. Am 15. Oktober spreche ich mit Leon Windschheit im Hänkelsaal in Düsseldorf. Darüber, wie wir seltener überfordert sind und wieder positiver in die Zukunft schauen. All das im Rahmen der Zoom Podcast Week im Herzen der Altstadt. Na, da sehen wir uns doch, oder? Den Link zu den Tickets findet ihr in den Shownutz. * Musik *

Podcast Summary

Key Points:

  1. Hartmut Walz empfiehlt passiven, kostengünstigen ETFs als beste Anlageform, da sie langfristig höhere Renditen bieten und risikoarm durch Streuen der Aktienmärkte belohnt werden.
  2. Der größte Fehler bei Investitionen ist das Vertrauen in persönliche Intelligenz – es ist ein Nullzumenspiel, da der Markt über lange Zeiträume stabil und rentabel bleibt, unabhängig von individuellen Einschätzungen.
  3. Gold und Kryptowährungen sind nur als Ergänzungen sinnvoll, Gold bis zu 10 %, Kryptowährungen nur als Spielgeld, wobei die Anlagestrategie nicht auf diese Instrumente abgestellt werden sollte.

Summary:

Hartmut Walz, Finanzexperte und Professor für Betriebswirtschaftslehre, erklärt, warum passiv investieren – insbesondere mit kostengünstigen, breit gestreuten ETFs – der beste Weg für langfristige Vermögensaufbau ist. Er betont, dass der Markt trotz Krisen langfristig stabil und rentabel bleibt, mit einer durchschnittlichen Rendite von 6–9 % nach Inflation. Viel zu viele Menschen haben Angst vor Investitionen, weil sie glauben, dass nur teure Produkte eine höhere Qualität haben – ein Missverständnis, das auch im Finanzmarkt gilt.

Ein breites Streuen von Aktien, also das „Keep it simple stupid“-Prinzip, reduziert Risiken und erzeugt eine nachhaltige Rendite durch die Equity-Prämie. Gold und Kryptowährungen werden nur als kleine Ergänzungen empfohlen: Gold bis zu 10 %, Kryptowährungen als Spielgeld unter 2 %. Aktive Spekulationen oder Einzelaktionen sind nicht sinnvoll, da sie keine überdurchschnittliche Rendite bringen und oft zu Verlusten führen.

Ein wichtiger Punkt ist das Vermeiden von Schulden, das Vorhandensein einer kleinen Liquiditätsreserve und die Vermeidung von Überzeugung, man könne besser sein als der Markt. Der Erfolg liegt nicht in ständiger Beobachtung, sondern in Disziplin und langfristiger Geduld. Die meisten Fehler stammen aus menschlichen Emotionen – z.

B. dem Verkauf bei Kursrückgängen. In der Praxis sollten Anfänger mit einem Minimalbudget beginnen, z.

B. 100 Euro monatlich, und langfristig auf eine positive Entwicklung vertrauen. Die beste Vermögensberatung ist transparent, unabhängig und frei von Verkaufsvorteilen, wobei kostenlose Beratung nicht automatisch auf Betrug hindeutet.

Für Menschen im frühen Berufsleben ist das wichtigste: Sparen und versichern, aber nicht Geld in teure Lebensversicherungen stecken, da diese keinen Vermögensaufbau fördern.

FAQs

Ganz tolle ETFs sind preiswerte und kostenarm. Teure Produkte bieten oft keine bessere Rendite, sondern nur höhere Kosten. ETFs sind kosteneffizient und bieten langfristig eine gute Rendite.

Man sollte sich vorstellen, dass der Markt wie ein Fußballspiel ist: Es gibt immer eine Wiederherstellung. Historisch haben die größten Krise immer wieder ein Ende, und der Markt erholt sich nach einem Crash.

Die wichtigste Anlageklasse für langfristigen Wohlstand ist Aktien. Sie bieten über die Zeit eine höhere Rendite als andere Anlagen und sind der Schlüssel zum Vermögensaufbau.

Streuen vermindert das Risiko. Wenn man nur in ein Unternehmen investiert, könnte ein Einbruch des Wertes alles kosten. Durch Streuen wird das Risiko verteilt und die Rendite stabilisiert.

Man sollte mit kleinen Beträgen beginnen, beispielsweise 100 Euro pro Monat. So gewinnt man Erfahrung und Vertrauen, ohne großen finanziellen Risiken zu laufen.

Seriöse Beratung erfolgt nicht kostenlos, wenn sie von Banken oder Sparkassen stammt. Kritisch ist, wenn eine Beratung auf Kosten des Kunden basiert oder falsche Produkte empfiehlt.

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