Geldanlage ETF - Exchange Trade Funds sind Investments für den langen Atem
18m 59s
ETFs, also Exchange-Traded-Fonds, sind heute ein zentrales Thema im Bereich der privaten Geldanlage und werden zunehmend von Menschen aller Altersgruppen genutzt, insbesondere durch Volkshochschulkurse wie den in Essen. Das Seminar zeigt, dass viele Teilnehmer, von Studierenden bis zu Senioren, mit dem Thema unerfahrene Anleger sind und das Wissen über ETFs nur auf einem Schulniveau liegt. Obwohl ETFs durch ihre niedrigen Kosten und breite Diversifikation einen klaren Vorteil bieten, wird betont, dass die Verbraucher keine automatische Garantie für Gewinne sehen sollten. Die Finanzpsychologie weist darauf hin, dass emotionale Reaktionen auf Marktschwankungen oft zu fatalen Entscheidungen führen. Experten empfehlen daher eine langfristige Strategie mit monatlichen Sparplänen und dem Vermeiden von Spekulationen. Ein besonderer Aspekt ist die kontinuierliche Anpassung der ETF-Indizes an Marktveränderungen, wodurch der Fonds stets aktuell bleibt. Auch staatliche Initiativen wie das staatlich geförderte Altersvorsorge-Depot mit Zuschuss fördern die Nutzung von ETFs, insbesondere für jüngere Anleger. Die Kritik richtet sich jedoch auf die potenzielle Verunsicherung durch digitale Handels-Apps und die Gefahr, dass spontane Investitionen zu Verlusten führen. Die eindeutige Empfehlung bleibt: ETFs sind eine effiziente, langfristige Anlageform, aber nur dann, wenn sie mit klarem Verständnis und emotionaler Disziplin angewendet werden. Die größte Stärke von ETFs liegt in ihrer Fähigkeit, über Jahrzehnte hinweg durch den Markt zu wachsen – ein Ergebnis, das historisch nie durch einen Crash vollständig zerstört wurde.
Deutschlandfunk. Hintergrund.
Geldanlage ETF, Investment für den Langenartem, von Hendrik Buas.
Die ersten Teilnehmer sind schon eine Viertelstunde Vorkursbeginn da.
Bei diesem Einsteiger Seminar der Volkshochschule in Essen geht es um das Investieren an der Börse mit so genannten ETFs.
Ich hab mich schon privat mit dem Thema auseinandergesetzt und meine Freundin hat mir tatsächlich gesagt, dass der Kurs ist.
Und dann habe ich gedacht, kann ja nicht schaden, sich das anzuhören.
Ich wollte mich einfach informieren, damit ich mit meinen Enkelkindern darüber sprechen kann.
Da wollte ich jetzt als Ohma nicht so blöder stehen und von ETFs überhaupt nichts wissen.
Im Seminarraum der Volkshochschule in Essen sitzen knapp 20 Teilnehmer, vom Studenten bis zu Senioren.
Dozent hier auch im Kleinen ist darüber hinaus in 70 Privatwohnungen, auf dem Computer zu sehen,
denn der Vortrag wird von mehreren anderen Volkshochschulen als Online Seminar übernommen.
Also die typische Frage war ein bisschen völlig anderen Seminaren zu anderen Themen.
Was ist ein ETF? Deswegen haben wir das Seminar jetzt hier gemacht.
Im Mittelpunkt steht ein Finanzprodukt, das zum absoluten Bestseller geworden ist.
Denn immer mehr Menschen kaufen ETFs, was für Exchange-Traded-Fanz steht oder auf deutsch-basen gehandelte Investmentfonds.
Manche Kleinanleger investieren einmalig größere Beträge, andere richten sich einen sogenannten Sparplan ein.
Den kann man sich wie ein ETF-Abo vorstellen.
Jeden Monat kauft die Bank dann für den gewünschten Betrag vielleicht 100 Euro ETF Anteile.
Fast sechs Millionen dieser ETF-Sparpläne gibt es momentan in Deutschland dreimal so viele wie noch zu Anfang des Jahrzehntes.
Aber die alte Forderung von Verbraucherschützern, kaufe nur das, was du verstehst, scheint oft nicht eingehalten zu werden.
In einer repräsentativen Förserumfrage von Februar 2026 bewerteten die Befragten ihr Wissen über ETFs mit der Schulnote 4,5 an der Grenze zum Mangelhaft.
Also ein gewisses Grundlagenwissen ist auf jeden Fall hilfreich, also gerade wenn ich ETFs für die Altersvorsorge einsetzen will.
Stephanie Heise, Bereichsleiterin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.
Die Idee ist ja der große Vorteil bei den ETFs, dass ich eben schon mit kleinen Beträgen sehr breit gestreut, kostengünstig in Aktien investieren kann,
eben dass ich ohne sehr viel Spezialwissen unterwegs sein kann. Aber ich sollte natürlich grundsätzlich wissen, wie ein ETF funktioniert.
Denn ETF ist nicht gleich ETF. In Deutschland gibt es rund 2500 Verschiedene zu kaufen.
Nur ein Teil davon ist aus Sicht von Verbraucherschützern überhaupt für die Altersvorsorge geeignet.
Eines haben sie zumindest alle gemeinsam. Sie sind wie ein Korb oder eine Hülle und enthalten meist Aktien oder Anleihen.
Sowohl die ETF Hülle selbst als auch ihre Bestandteile werden an der Börse gehandelt. Können also ständig im Wert steigen oder fallen.
Ohne echte Garantie, dass man später beim Verkauf mehr Geld zurückbekommt als man beim Kauf gezahlt hat.
Da klingeln bei manchen schon die Alarmglocken, sagt Hartmut Walz, Verhaltensökonom an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwichshafen.
Viele Menschen haben ein sehr negatives Bild von der Börse und vergleichendes immer wieder mit einer Spielhalle oder in der Spielbank.
Das sehe ich nicht so. Sie können mit einem Küchenmesser, Gemüse putzen, sie können auch den Postroten umbringen.
Deswegen ist das Küchenmesser nicht schlecht. Sie können an der Börse wilde Spekulationen machen, sie müssen es nicht.
Zum kurzfristigen Spekulieren, sagt der Ökonom, bräuchte man viele Annahmen über die Zukunft.
Wann der richtige Zeitpunkt für Kauf und Verkauf ist und natürlich welches Unternehmen im Wert steigen wird.
Sich dazu eine Meinung zu bilden, wäre viel Aufwand für unsicheren Nutzen findet Walz.
Das ich glaube die BMW-Aktie wurde die nächsten sechs Monate besser laufen als die VW-Aktie oder als die Mercedes-Aktie oder sowas.
Das alles davon radig ab. Ich rate zu sinnvoll vernünftig Risikope, wo es zu investieren.
Das heißt langfristig, erstens langfristig und zweitens maximal streuen.
Denn dafür gibt es eine Risikopreme. Und das macht das langfristinvestment richtig lucrativ.
Der Rückblick zeigt gute ETFs können etwa sieben Prozentrendite pro Jahr erzählen.
Aber wie lässt sich maximal streuen des investieren praktisch umsetzen?
An der Börse Frankfurt, wie auch in London oder New York, werden einzelne Aktien gehandelt. Eigentumsurkunden für ein kleines Stück eines Unternehmens, wie Alliance, Wodafone oder Apple.
Wer schnell den Durchblick haben will oder weiter gedacht in größere Gruppen von Aktien investieren will, kann statt auf viele unterschiedliche Wertpapiere auf einen einzigen sogenannten Index schauen.
Das ist das Mithiel von Stefan Schäuble und seiner Firma Solactif. Die Börsendaten einordnet und daraus mehrere 10.000 in die CS berechnet.
Wenn ich das meiner Mutter versuche, zu erklären, was ich mache, die tatsächlich und Entschuldigung, Mama, sehr keine Ahnung davon, was wir hier tun, kommt auch nicht aus der Finanzbranche.
Dann sage ich immer, wenn man abends die Tageschau anschaut, dann gibt es den Dachs, der da immer wieder durchläuft.
Der Dachs, der deutsche Aktienindex, repräsentiert die 40 größten Börsennotierten Unternehmen des Landes und fast deren Aktienkurse zu einem einzigen rechnerischen Wert zusammen.
Und genau das machen wir auch. Wir rechnen Indices, so wie der Dachs einer ist. Wir entwickeln ein Regelwerk.
Wir setzen uns regelmäßig hin und schauen, was sind denn heute die 100 größten Unternehmen in Deutschland?
Und diesen Index inklusive der Zusammensetzung lizenzieren wir dann an ETF-Anbieter. Und der ETF-Anbieter ist dann dafür verantwortlich, den Index abzubilden.
Denn das sind zwei unterschiedliche Arbeitsschritte. Erst muss ein Aktienindex konzipiert und laufend berechnet werden.
Das machen Index-Anbieter, wie so lektif in Frankfurt, MSCI mit dem bekannten MSCI World in New York oder FTSA-Fuzzi in London.
Ihre ständig aktualisierten Aktienlisten, quasi die Baupläne oder Kochrezepte, landen dann im nächsten Arbeitsschritt bei den Firmen, die diese Aktienlisten nachbilden.
Das heißt, daraus ein fertiges Wertpapier machen, also einzelne ETFs.
Und von denen kann sich jeder ein Stück kaufen, der ein Depot hat, quasi ein Konto für Wertpapiere.
Arne Schell und seine Kollegin Anna Benamou bei einer Routinebesprechung.
Sie arbeiten für den größten europäischen ETF-Herausgeber Amundi, mit Hauptsitz in Paris und Deutschland zentrale in Frankfurt.
Hier entsteht aus den angelieferten Daten der eigentliche ETF. Amundies größte ETFs sind Milliarden Euro schwer.
Die nötigen Aktienkäufe für den Vorkön deshalb in großen Maßstab, kostensparend beauftragt werden, über spezielle Großhändler.
Auch wenn der individuelle Anleger vielleicht nur 100 Euro investiert.
Wir fangen natürlich nicht an, für 100 Euro zu kaufen. Und das macht dieses ETF-System ebenso effizient.
Dass nicht jede kleine Order, 100 Euro, 1000 Euro bei uns aufläuft und Transaktion im Voraus löst,
sondern das Ganze dann immer in ja wirtschaftlich größeren Dimensionen immer nur bei uns dann auftaucht.
Das ist was wirtschaftlich dahinter steht.
Bei der Frage, wozu ein ETF überhaupt ein Management braucht, wo doch nur alle Aktien aus dem Aktienindex gekauft werden müssen, schmunzelt Schell.
Management los ist er nicht, er ist passiv, er bildet passiv den Index ab, auf den sich der ETF bezieht.
Portfolio-Manager brauchen wir und haben wir sehr wohl. Wir haben IT-Systeme, die genau wissen, was befindet sich im Index und was muss ein Zufluss in den ETF dann an Kauforders auslösen.
Aber das wird natürlich nochmal gegengecheckt vom Portfolio-Manager, bevor die Order dann wirklich live in den Markt an die Börse gegeben wird.
Praktisch kann das so aussehen. 4% der Kundengelder in einem weltweiten ETF gehen aktuell in Google-Aktien.
0,4% in Aktien vom Windel und Waschmittelhersteller Proctor und Gamble.
0,0,4% sind dem deutschen Energiekonzern RWE zugeordnet. 0,0,4% dem Belgischen Coffee-Kekshersteller bis Kof.
Und drumherum umfasst der ETF 1300 weitere große und kleinere Firmen.
Bei das Ziel des ETFs ist natürlich immer ganz dicht am Index zu sein und da braucht man dann immer noch mal das menschliche Auge des menschliche Gehirn, um dann nochmal final drüber zu schauen.
Bekannte ETF-Herausgeber sind neben Amundi etwa BlackRock-I-Shares aus den USA oder X-Trackers das zu deutschen Bank gehört.
Im Unterschied zu herkömmlichen Fonds ist es bei ETFs nicht nötig sich zwischen Aktze 1, 2 oder 3 zu entscheiden.
Für diesen Management-Service müssen die Anleger also auch nicht viel Geld ausgeben.
Bei aktiv arbeitenden Fonds fallen sonst auf 10 bis 20 mal höhere Verwaltungsgebühren an als bei ETFs.
Und die aktiv getroffenen Entscheidungen können sich auch als Fehlgriff entpuppen.
Beispiel Wirecard. Das Münchener Tech-Unternehmen brach 2020 nach einem massiven Finanzbetrug zusammen.
Manche Formmanager hatten bis zuletzt 10% ihrer Kundengelder in Wirecard Aktien gesteckt.
Das Geld war weg.
Hartmut Walz von der Hunde.
Hochschule Ludwig Saafen war als Freund Globala passiv anlegender ETFs kaum betroffen.
Ich hatte auch Wirecard-Aktien, weil die waren in dem Weltindex drin, in dem meine
Frauen ich investiert sind. Wir haben durch die Wirecardbleite tatsächlich 48 Euro und
12 Cent verlust gemacht. Also das ist wirklich verschmerzbar und das ist einfach die Logik,
die uns Mut macht. Wir haben so viele Eier in so vielen verschiedenen Körben, wenn
einmal eins runterfällt. Das würde ich die Rendite durch die Performance der anderen weit über
konfensiert. Verbraucherschützer empfehlen ETFs auf Aktienindizäes, die viele Tausend
Unternehmen umfassen. Mit ihnen sind meist zwischen 85 und 99 Prozent des überhaupt handelbaren
Basinvolumens abgedeckt. Studien belegen immer wieder, dass die große Mehrheit der Profi-Investoren,
also auch der aktiven Formmanager, langfristig nicht erfolgreicher ist als der Durchschnitt.
Das ist das gesamte Markt. Ökonom hat Mutwalts findet, dass sein Leben den deutlich niedrigeren
Verwaltungskosten das wichtigste Argument für ETFs auf das ganze Aktienuniversum.
Dass ich eben nicht laube, besser zu sein als der Markt und dass mich dieses Regelgebundene
investieren von meinen eigenen schlechten Emotionen schützt. Und es ist wirklich so, ich habe
als junger Mann auch viel spekuliert und das war nicht gut. Und wenn meine Studierenden sagen,
"Ja, okay, Herr Walz, ich mach, ich folge Ihrem Tipp, 90 Prozent mache ich indexinvesting,
aber 10 Prozent ist Spielegeld." Und dann kommen die zu 10 Jahresreihe und sagen,
"Ja, ich gebe zu, die 90 Prozent waren erfolgreicher. Es war langweilig, auch sich ja hohen sich
ihren Kick woanders, gehen sie glättern, falsch überspringen, irgendwas, aber investieren
da langweilig sein." Während manche Anleger diese langeweile Schwer aushalten und immer wieder
gegen den Reiz kämpfen, doch mit eigenen Spekulationsentscheidungen besser als der ETF sein zu wollen,
gibt es auch einen investierenden Typ, dem jede Schwankung Sorgen macht. Ereignisse wie die Corona-Pandemie
oder der Krieg in der Ukraine bremsen den Welthandel und senken auch den Wert eines ETFs, zumindest eine Zeit lang.
Und weil es immer einfacher geworden ist, sein Wertpapier-Depro von überall zu bedienen, kostet
jede Aktion, jeder Kauf und Verkauf, vermeintlich, immer weniger Zeit und Geld.
"Wir haben ein neues Feature für euch und zwar, wenn du jetzt mal die Trailer-Public abgehst und einfach nur den Handy-Shuttle hast."
Noch vor 30 Jahren führte der Weg zur Börse fast immer über den Bankberater. Direkt banken, wie ENG oder Kommdirekt,
etablierten dann das Handeln am heimischen Computer, zu deutlich niedrigeren Kosten. Aber erst die sogenannten Neo Broker,
wie Trade Republic oder Scalibal Capital, die das Smartphone mit der Börse verbinden,
haben Aktien und ETF-Geschäfte in Straßenbahn, Café oder Fitnessstudio gebracht und erreichen Millionen Kunden.
In einem Werbeklipp stellt Trade Republic eine neue Funktion der Handy-Oberfläche vor.
"Das ist der neue Public-Maut. Mit dem kannst du, wenn du mal in der Öffentlichkeit bist, deine Performance checken, ohne direkt deinen ganzen Konto-Stand zu zeigen."
Stefanie Heise von der Verbraucherzentrale NRW sagt, die modernen Handels-Apps seien kosten günstig und oft bedienerfreundlich.
"Man muss aber immer aufpassen, dass ein gerade das jetzt nicht zum Zocken verführt.
Also wenn ich es auf dem Handy sofort den Zugang habe und mit einem Wisch irgendwie in Trading kann,
ist die Versuchung vielleicht größer, dass ich mal eben schnell auf irgendwas reagiere,
was ich vielleicht gerade irgendwo im Radio gehört habe, denn doch schnell verkaufen oder schnell irgendwie hier oder rein oder raus.
Man kann diese Kostenvorteile ja nutzen, wenn man sich bewusst macht, dass man damit aber jetzt nicht täglich handeln und spekulieren sollte."
Finanzpsychologe Hartmut Walz stimmt zu. Mit spontanität machen man bei der Geldanlage viel kaputt.
Er spricht von cleveren Vorratsentscheidungen, die helfen würden.
Zum Beispiel ein regelmäßiger ETF-Sparplan. Einmal gestartet, schiebt der automatisch jeden Monat eine feste Summe vom Konto in den gewünschten ETF.
Das sollte nicht mit jeder neuen Nachricht infrage gestellt werden.
Da kann der Herr Trump herumtrampeln, wenn wir möchte, dann kann der Straß von Hormus geschlossen werden.
Ein Tag später wieder eröffnet werden, zoll rein, zoll wieder abgeschafft.
Dann bleibe ich bei dieser Vorratsentscheidung dabei und ich bleibe treu hin und her Taschen leer.
Ich sollte halt nicht naiv sein, ich sollte nicht denken, dass diese ganzen Anbieter von den Transaktionsplattformen,
die Online-Banken, die Neo-Broger, dass das alles meine Freunde sind. Das sind sie nicht, sind auch nicht meine Feinde,
aber die verdienen an Transaktionen und an den Kosten, die ich damit auslöse.
Ein typisches Missverständnis, mancher Anleger, sie halten die heutige Zusammenstellung ihres ETFs für feststehend.
Dabei aktualisieren die Indexanbieter und deshalb auch die ETFs selbst, laufend ihren Bestand und bilden damit Trends ab.
Eine Schel von Amundi. In der ETF lebt und der ETF passt sich eben über den Index mit dem Zeitablauf an die veränderten Marktsituation an.
Zusammengefasst gibt es zwei Arten von Regeln fürs ETF investieren.
Solche, die sich auf Produkte beziehen, einen Vornicht nur auf ein kleines Marktsegment,
sondern auf einen möglichst breiten Index mit tausenden Unternehmen wählen, eine kostengünstige Bank, einen simplen monatlichen Sparplan.
Und dann regeln die auf die eigene Psyche und Emotionen zielen, nicht zu oft ins Depot schauen,
nicht von Basen-News verunsichern lassen, aber eine langfristige Strategie über 15 Jahre oder mehr vertrauen.
Diese Punkte sind Konsens unter Verbraucherschützern und Finanzwissenschaftler.
Aber anfangs nicht immer leicht zu verinnerlichen.
Vielen Dank für ihr Interesse, dass ihr heute da gewesen sind.
Im Volkshochschulkurs in Essen gehen anderthalb Stunden ETF Einführung zu Ende.
Dutzend, je auch im Kleinen, ist zufrieden.
ETF ist natürlich das Top-Thema überhaupt.
Immer gut besucht, die letzte Mal auch schon.
Und ja, das war ein gelungener Abend.
Auch viele Teilnehmer fühlen sich besser informiert.
Und das habe ich jetzt also heute auch noch mal so gesehen, wie wichtig das ist, früh anzufangen.
Und aber auch diese ETFs oder überhaupt so in so ein Wertpapier-Depot gehört vielleicht heute mit zur Anlage,
wenn junge Leute anfangen zu starten.
Das Interesse an ETFs dürfte in den nächsten Monaten wohl weiter steigen.
2027 kommt in Deutschland eine große Neuerung von der Anleger profitieren können.
Das staatlich geförderte Altersvorsorge Depot belohnt die eigenen Einzahlungen, zum Beispiel in ein ETF-Depot mit einem Zuschuss.
Um diesen Zuschuss zu erhalten, müssen Anleger mindestens 10 Euro monatlich investieren.
Dabei will der Gesetzgeber einiges besser machen als bei der Riestarrente,
die nach Einschätzung von Organisationen wie Finanzwände oder Stiftung-Waren-Test,
vor allem hohe Gebühren und schwache Renditen hervorbrachte.
Stephanie Heise, von der Verbraucherzentrale NRW, freut sich über die Reform, aber red zur Geduld.
Es rollt natürlich jetzt schon die Marketingoffensive der Anbieter,
die alle jetzt mit einem Altersvorsorge Depot die Kunden gewinnen wollen.
So nach dem Motto öffnen sie jetzt schon E-Depobo und damit sie nachher keine Wartezeiten haben
und eventuell nicht zum Zug gekommen.
Also, da wird ein Handlungsdruck erzeugt, der völlig überflüssig ist.
Es wird ganz klar auch viel misst am Markt sein. Das ist ganz sicher.
Wer möchte, kann die Bezuschuste Altersvorsorge per ETF nicht nur bei Banken oder Neo-Browkern beauftragen,
sondern auch ein neugeschaffendes staatliches E-Depot nutzen.
Das soll besonders kostengünstig sein und im Laufe des Jahres 2007 starten.
Nicht zu den allerersten gehören, aber dann einen langen Atem haben,
diese Einstellung gefällt fortgeschrittenen ETF-Anhängern.
Finanzpsychologe Waldschlägt einen besonders weiten historischen Bogen über Jahrhunderte.
Wir haben seitdem es Aktien und Finanzmärkte gibt noch nie einen Crash gehabt,
der nicht früher oder später von dem nächsten Allzeit hoch wieder gut gemacht wurde.
Also selbst die große Depression mit zwei Weltkriegen hat nach relativ wenigen Jahren
dann schon wieder dazu geführt, dass die Aktienmärkte im Plus waren.
Während dessen zum Beispiel Anleihen, gerade Staatsanleihen,
ebenso enormen Verlusten geführt haben.
Selbst das Sparbruch 95% Verlust.
Die vielleicht wichtigste Regel, das bestätigen alle Experten, ist diese.
ETFs brauchen Zeit.
Statt Wochen, Monate oder Jahre ist ihre Maßseinheit das Jahrzehnt.
Dann können die bösen gehandelten Indexfonds ihre Stärke ausspielen.
Ein Stück der Konzahngewinde tausender Unternehmen fürs eigene Konto.
Das war der Hintergrund.
Geldanlage ETF, Investment für den langen Atem.
Von Hendrik Buers, Redaktion, Johanna Herzing und Luca Fischer.
Fischer.
Podcast Summary
Key Points:
ETFs sind ein beliebtes und kostengünstiges Investitionsprodukt, das es Kleinanlegern erlaubt, langfristig und breit gestreut in Aktien zu investieren, ohne tiefes Finanzwissen benötigen.
Trotz des breiten Vertrauens in ETFs weisen Verbraucher ihre Kenntnisse über diese Produkte mit einer Schulnote von 4,5 aus – deutlich unter dem Niveau für eine sichere Altersvorsorge.
Experten betonen, dass ETFs auf einem passiven Management basieren, das eine langfristige, risikogetriebene Strategie fördert und durch die Diversifikation von Tausenden Unternehmen eine stabile Rendite über Jahrzehnte hinweg bietet.
Summary:
ETFs, also Exchange-Traded-Fonds, sind heute ein zentrales Thema im Bereich der privaten Geldanlage und werden zunehmend von Menschen aller Altersgruppen genutzt, insbesondere durch Volkshochschulkurse wie den in Essen. Das Seminar zeigt, dass viele Teilnehmer, von Studierenden bis zu Senioren, mit dem Thema unerfahrene Anleger sind und das Wissen über ETFs nur auf einem Schulniveau liegt. Obwohl ETFs durch ihre niedrigen Kosten und breite Diversifikation einen klaren Vorteil bieten, wird betont, dass die Verbraucher keine automatische Garantie für Gewinne sehen sollten.
Die Finanzpsychologie weist darauf hin, dass emotionale Reaktionen auf Marktschwankungen oft zu fatalen Entscheidungen führen. Experten empfehlen daher eine langfristige Strategie mit monatlichen Sparplänen und dem Vermeiden von Spekulationen. Ein besonderer Aspekt ist die kontinuierliche Anpassung der ETF-Indizes an Marktveränderungen, wodurch der Fonds stets aktuell bleibt.
Auch staatliche Initiativen wie das staatlich geförderte Altersvorsorge-Depot mit Zuschuss fördern die Nutzung von ETFs, insbesondere für jüngere Anleger. Die Kritik richtet sich jedoch auf die potenzielle Verunsicherung durch digitale Handels-Apps und die Gefahr, dass spontane Investitionen zu Verlusten führen. Die eindeutige Empfehlung bleibt: ETFs sind eine effiziente, langfristige Anlageform, aber nur dann, wenn sie mit klarem Verständnis und emotionaler Disziplin angewendet werden.
Die größte Stärke von ETFs liegt in ihrer Fähigkeit, über Jahrzehnte hinweg durch den Markt zu wachsen – ein Ergebnis, das historisch nie durch einen Crash vollständig zerstört wurde.
FAQs
Ein ETF ist ein auf der Börse gehandeltes Investmentfonds, der einen bestimmten Index nachbildet, zum Beispiel den deutschen DAX. Er enthält meist Aktien oder Anleihen und ist kostengünstig und leicht zugänglich für kleinere Anleger.
ETFs erlauben eine breite und kostengünstige Aufteilung in Aktien ohne tiefes Spezialwissen. Sie sind einfach zu verstehen und können über einen langfristigen Sparplan automatisch abgewickelt werden.
Ein ETF-Sparplan kauft regelmäßig, zum Beispiel monatlich, einen festen Betrag an ETF-Anteile. Dieser Prozess wird automatisch durchgeführt und hilft, Emotionen und Spekulationen zu vermeiden.
Nein, nur bestimmte ETFs, die einen breiten Index abdecken, sind für die Altersvorsorge empfehlenswert. Viele Fonds sind auf wenige Unternehmen beschränkt und bergen daher mehr Risiko.
ETFs sind passiv und folgen dem Index, was bedeutet, dass sie keine individuellen Entscheidungen treffen. So wurde beispielsweise bei Wirecard kein Geld verloren, weil der ETF in dem Index war, der auch andere Unternehmen enthielt.
ETFs werden laufend aktualisiert, da der Index, auf den sie abgebildet sind, sich im Laufe der Zeit verändert. Dieser Umstand ermöglicht es, Trends und Marktsituationen besser zu erfassen.
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