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Geld - Frauen müssen in Beziehungen besser vorsorgen

34m 37s

Geld - Frauen müssen in Beziehungen besser vorsorgen

In dieser Folge des Podcasts „Eine Stunde Liebe“ spricht Anke van de Weyer mit der Scheidungsanwältin Saskia Schlemmer über finanzielle Absicherung von Frauen in Beziehungen. Schlemmer, die auf Social Media als „die Scheidungsanwältin“ bekannt ist und das Buch „Nimm dir endlich, was dir zusteht“ veröffentlicht hat, erklärt, dass Frauen häufig zu gutgläubig sind und finanzielle Aspekte in Partnerschaften vernachlässigen. Besonders die Kindererziehung wirkt sich negativ auf die Altersvorsorge aus: Die Gender-Pension-Gap beträgt über 30 Prozent, und selbst mit Hinterbliebenenrente bleiben Frauen benachteiligt. Die Ehe bietet laut Schlemmer einen gewissen Schutz, etwa durch Trennungsunterhalt und Versorgungsausgleich, doch viele Frauen unterschreiben Eheverträge zu ihrem Nachteil. Zentral ist das Konzept der „toxischen Bescheidenheit“: Frauen machen sich klein, entschuldigen sich für ihre Ansprüche und trauen sich nicht, Bedürfnisse zu äußern. Schlemmer betont, dass finanzielle Unabhängigkeit Freiheit schafft und Frauen in die Lage versetzt, Beziehungen notfalls verlassen zu können. Sie rät, frühzeitig offene Gespräche über Geld zu führen, da eine strikte Trennung von Liebe und Finanzen meist illusorisch ist. Abschließend berichtet eine Hörerin namens Janina von ihren Erfahrungen als alleinerziehende Mutter, die trotz Vorurteilen und Stigmatisierung ihren Karriereweg verfolgt und einen Arbeitgeber gefunden hat, der sie ausschließlich nach Leistung beurteilt.

Transcription

5516 Words, 33165 Characters

German
* Musik * Deutschlandfunk. Saskia, findest du Frauen? Sind, was das finanzielle angeht, zu gut gläubig? Absolut, Anke. Das ist, in jedem Fall, so Frauen sind, zu gut gläubig, zu naiv. Und sie vertrauen einfach auf den Partner. Wir essen deine Reaktion, wenn die jemand sagt, "Wir sind jetzt nicht verhalrettet, ne?" Aber wir machen und teilen alle 50, 50 und das passt schon so für uns. Da muss ich ein bisschen schmunzeln, Anke. Meine Reaktion wäre dann, ich würde sagen, super, wenn ihr beide für euch ein Lebensmodell gefunden habt, mit dem ihr beide einverstanden seid, dass ihr beide als fair empfindet, dann ist das wunderbar. Denn was ich überhaupt gar nicht würde und auch schon gar nicht in meiner Aufklärung ist, dass ich irgendwelche Menschen etwas vorschreibe. Jeder muss selbst entscheiden, ob das gewählte Lebensmodell passt oder nicht. Als Scheidungsanwältin kann ich mir das älcherweise immer nur schlecht vorstellen, dass wirklich alles 50, 50 geteilt wird. Aber es gibt ja auch Ausnahmen. * Musik * Deutschland funkt nur wahr, eine Stunde Liebe. Mit Anke, Fandeweier. * Musik * Ohne Leute, wir müssen über Geld sprechen. Erst mal schön, dass ihr dabei seid. Hi, was soll ich sagen? Fühlt sich vielleicht erst mal unangenehm an, aber hilft ja nix, weil die Lage ist ernst. Jede fünfte Frau ab 65 in Deutschland ist von Altersarmut betroffen. Das heißt, sie hat weniger als 1.445 Euro im Monat zur Verfügung. Unswischen Männern und Frauen besteht eine Rentenlücke oder auch eine Gender-Pension-Gap. Das heißt, konkret, laut statistischen Bundesamt haben Frauen im Alter über 1/3 weniger Einkommen zur Verfügung als Männer. Wenn man eine hinterbliebenen Rente bekommt, dann hat man mehr Geld zur Verfügung. Aber selbst mit dieser hinterbliebenen Rente haben Frauen immer noch einviertel weniger Einkommen im Alter zur Verfügung als Männer. Und ein guter Brocken dieses Unterschiedes, dieser Gender-Pension-Gap, geht aufs Kinderkriegen. Ich sage nur, Teilzeitarbeit, komplette Ausfallzeiten wegen Kererbeit. Ja, und eben dieser ganze Rattenschwanz, der daran hängt. Da kümmert man sich um die Familie und ist am Ende bei der Rente die Gearste. Das ist doch unfair, oder? Hier kommt die Anwältin Saskehr Schlemmer ins Spiel, der dir eben schon gehört. Saskehr ist Anwältin für Familienrecht. Spezialisiert auf eher Verträge und Scheidungen. Auf Social Media da ist sie als die Scheidungsanwältin unterwegs. Über 1.300 Menschen folgen ihr da. Und sie spricht dort nicht nur, aber oft über finanzielle Themen. Und in dieser Folge, das sprechen Saskehr und ich darüber, wie Frauen in Beziehungen eigentlich finanziell vorsorgen müssten, sich aber oft nicht trauen. Vor kurzen, da ist auch ihr Buch zu dem Thema rausgekommen. Nimm dir endlich, was dir zusteht und hör auf, dich dafür zu entschuldigen. So heißt dieses Buch. Und vor allem der Part mit dem Entschuldigen, der wird noch spannend gleich. Ich sage nur toxische Bescheidenheit. Und Leute, bevor es losgeht, noch zwei Sachen. Einmal, wir machen hier natürlich keine Rechtsberatung. Das ist natürlich E-Clar. Ich wollte es noch einmal gesagt haben, das was einfach alle einmal gehört haben. Und dann sprechen Saskehr und ich über Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Konkret über Beziehungen, in denen der Mann mehr verdient als die Frau. Sehr binär, sehr hetero, sehr klassische Rollenverteilungen. Aber ich glaube wirklich auch einiges von dem, was wir gleich besprechen. Das könnt ihr wirklich gut auch auf andere Beziehungen adaptieren. Zum Beispiel, wenn es um Kerarbeit geht. Oder wenn ihr in einer Mann-Frau beziehungs seid, in der ihr als Mann weniger verdient als die Frau. So, jetzt aber rein ins Thema Finanzen in Beziehungen. Ich habe Saskehr gefragt. Ist es tatsächlich die wichtigste finanzielle Entscheidung im Leben einer Frau, ob man Kinder bekommt oder nicht? Ja, also das kann ich als Scheidung von Welt hin, aber auch als Mutter bestätigen. Und oft wird hier auch die Ehe so vertreufehlend und gesagt, damit beginnt dann irgendwie das Übel. Aber meistens erinnert sich durch die Ehe erst mal nicht wirklich viel. Sondern das, was ich wirklich auswirkt, auch auf deine Erwerbsbiografie, ist das Muttersein. Und das müssen wir jedenfalls anerkennen. Beim Thema Kinder, das sagst du ja auch ganz klar, spätestens dann sollte man heiraten, ne? Nee, so würde ich das nicht sagen. Also das muss man schon ein bisschen differenziert haben betrachten. Ich sage, dass in den Fällen, in denen, ich beispielsweise, mehr nach der klassischen Rollenverteilung lebe, also wo die Frau aus dem berufteilweise aussteigt, die erst mal im Hutterschutz geht, danach Elternzeiten im Teilzeit arbeitet. Da sage ich, sogar als Frau kann sogar nicht so doof sein, Kinder zu bekommen, aus der Endjob auszusteigen und nicht zu heiraten. So, wenn du jetzt aber in einer bestimmten finanziellen Situation bist und möglicherweise die Ehe auch für dich nachteilig sein könnte, musst du diese Entscheidungen natürlich noch mal anders treffen. Mir geht es aber insbesondere eben um diese Schutz von Frauen, die auch heute noch aus dem Job aussteigen. Und glauben, dass sie besonders emancipiert oder besonders fortschrittlich sind, wenn sie da nicht heiraten. Ja, das ist eben eine große Gefahr, wo du einfach wachsam sein musst. Und Ehe ist dann so das Bermini-Moment, Sachen finanzieller Vorsorge? Ja, die Ehe gibt einen gewissen Schutz. Das muss man sich einfach klar machen. Als Ehepartner bist du besser geschützt, wenn du jetzt einfach heirate ist und auch mit dem Ehevertrag des Gesetzgeberst, dann hast du einen, ja, ich nenne ihn oft minimal Schutz. Es kommt natürlich immer auf die gewisse Situation an, aber ein ganz einfaches Beispiel. Du hast zum Beispiel, auch wenn du den aller schlechtesten Ehevertrag der Welt unterschreiben würdest, ob ich redet hier von diesen bösen Eheverträgen, die wir auch in der Gesellschaft kennen. Hast du immer noch als Unterhaltsberechtigte einen Trennungsunterhaltsanspruch? Ja, also ich rede natürlich hier immer in der Rolle der Frau, weil ich das in meinem Alltag immer wieder erlebe. Und auch in meinem Alltag erlebe das Frauen, auch im Jahr 2026, diejenigen sind, die eben zurückstecken. Und deswegen ist es ein ganz starker Anspruch, den hast du nicht als nicht verheiratete Frau. So, und das ist ein Form der Absicherung. Genauso wie den sogenannten Versorgungsausgleich. Der Versorgungsausgleich, und da kenne ich davon, ob eine Rente heute noch reich, ja, diese Diskussion, braucht mir glaube ich, in der Stelle gar nicht führen, ist es trotzdem so, dass Rentenpunkte im Rahmen der Scheidung geteilt werden. Also alles, das, was die Eheleut in der Ehezeit erwirtschaftet haben. Wenn du dann aus seinem Job ausgestiegen bist und eben keiner Rentenpunkte mehr erwirtschaftest, krisidan zumindest ein Ausgleich. An der Frage, ob das reicht, aber es ist eben wie seine Niemalschutz. Und besserer Schutz wäre eigentlich eine Ehevertrag? Ja, auch da kommt es drauf an, ja, ich habe ja hier in meinem Alltag auch oft Eheverträge auf dem Tisch liegen, wo ich dann sage, "Ach Mensch, kein Ehevertrag wäre dann vielleicht doch die bessere Variante gewesen." Das liegt daran, jetzt dann hatte ich beispielsweise auch wieder den Fall, dass auch vor zehn Jahren, wo wir bei dir jetzt sagen würden, Mensch, da war es doch schon ganz anders, oder? Aber da war es noch gar nicht anders, ja, sondern da war es eigentlich genauso, wie es übrigens auch heute noch ist, wo Frauen, sehr oft Frauen, Eheverträge unterschreiben, die extrem zu ihrem Nachteil sind und dann aber trotzdem genau dieser Konsolation, nicht gerade genannt haben, leben, also in einer ehrklassischen Verrollenverteilung. Und dann ist ein Ehevertrag, ein individueller Ehevertrag vielleicht nicht unbedingt Vorteilhaft, aber es geht ja darum, dass man sich klar macht, dass Eheverträge auch so gestaltet sein können, dass sie zu deinen Vorteil sind. Ja, oder dass sie eben tatsächlich so gestaltet sind, dass irgendwie alle gut dabei wegkommen. Weil es ist ja irgendwie in der Idealvorstellung so, dass man den halt in guten Zeiten abschließt, wo man sich wohl gesonnen ist, und wo man möchte, dass alle beteiligten das irgendwie gut haben, damit man quasi in guten Zeiten für die schlechten Zeiten vorgesorgt hat, eigentlich, oder? Das ist der absolute Idealfall, du darfst aber nicht vergessen, dass in einer Welt oft fernes sehr subjektiv verstanden wird. Und wenn ich jetzt von einer gesetzlichen Regelung abweiche, dann ist das ja immer automatisch zum Vorteil des einen und nachteil des anderen. Also wenn du das jetzt einfach mal ganz objektiv betraften möchtest, so, dass das dann die Partner in ihrer Konsolation als fair empfinden, das ist dann der Idealfall. Aber ich sehe natürlich auch in meiner Praxis immer wieder, dass es auch hier, weil einem Paar, dass ich wohl gesonnen gegenübersteht, das Heilraten möchte, doch auch dann, ja, kleine bis größere Streitereien auftouren, wo man dann sagt, ah, da schwiegelt es doch dann ganz deutlich wieder, was ich auch immer wieder in Scheitersfall erlebe. Ja, ich muss sagen, das wär für mich schon irgendwie so ein Punkt, wo ich vielleicht nochmal den Schritt zurückgehen würde und mir denken würde, okay, ist das irgendwie die richtige Entscheidung gerade? Ja, Anker, das ist sehr wild, dass du das sagst und ich würde mir das auch informieren. vielen vielen Wünschen, ich kann dir aber sagen, dass das nicht immer so gemacht wird. Das sind eigentlich auch die Punkte, die mich selbst immer wieder erschrecken lassen. Weil ich mich dann schon frage hoch, wo ist jetzt hier das Problem, aber diese Konsequenz, die sich daraus ergibt, offensichtlich, wie du es ja auch gerade benannt hast. Die ist schon hart und die trauen sich dann auch viel nicht durchzuziehen. Da sind wir auch so ein bisschen bei dem zweiten Teil deines Buchtitels. Also der erste Teil ist ja, nimmt ihr endlich, was dir zustät und der zweite Teil ist ja und hör auf, dich dafür zu entschuldigen. Und die eine Sache ist ja auch, sich zu nehmen, was einem zu steht, das ohne schlechtes Gewissen zu machen. Und da neken wahrscheinlich viele total eifrig und sagen, es ist richtig so hier. Also wir machen Kerarbeit, wir haben das verdient. Das wird uns nicht irgendwie aus allmosenhaftigkeit geschenkt, sondern wir haben das verdient. Ich glaube, dass der zweite Part, und das schreibt es ja auch, oft viel schwieriger ist, dieser Part so hör auf, dich dafür zu entschuldigen, was ja auch vielleicht nach tausenden Jahren Patrick hat nicht so ein riesengroßes Fundat, oder? Ja, was vielleicht auch wirklich weiblich ist, oder, sich zu entschuldigen. Also ich beobachte ganz oft, sowohl im Beruf, also auch im Alltag, das Frauen immer noch eine Erklärung hinterher erschieben und eine Begründung, warum sie etwas machen. Und am Ende relativiert das auch immer so ein bisschen unsere Vorderungen. Und ich glaube, das macht uns selber schwach. Und deswegen ist es ganz, ganz wichtig, dass wir viel überzeugter oder selbst überzeugt von dem sind, was wir eigentlich fordern. Ja, sich hat man das Gefühl, dass man daran dann doch erkennender ja so voller Überzeugung werden, dann diese Ansprüche dann doch nicht gestellt. Und wenn man hinterfragt, auf das möglich berechtigt ist. Also du bist auch Team, nein, ist ein ganzer Satz. Absolut, nein, ist ein ganzer Satz. Aber auch das fühle ich ein bisschen weiter aus, in dem Buch. Es gibt auch Situationen, wo man sich nicht jede Tür verschließen möchte. Oder wo du sagst, hey, ja, da muss ich mich so ein bisschen rantasten. Das heißt, dann kannst auch das abgeschwächte Nein wählen. Wichtig ist aber, dass du dir klar machst, dass an Ende ein Jahr immer auch auf zu deinem Nachteil ist. Und da ist es oft viel, viel schwieriger von zurückzukehren als wenn du in Zweifel dann lieber erst mal gar nicht sagst, oder erst mal sagst, so ich muss der erst mal drüber nachdenken oder sowas nicht. So dieses Luft verschaffen, ist manchmal glaube ich noch ganz gut, ja, genau. Und auch, es gibt ja mir auch die Zeit, du schreibst ja auch über Intuition, da vielleicht mal reinzuhören, was eigentlich hinter diesem intuitiven Gefühl steckt, weil ich habe mich tatsächlich auch gefragt, also schreibst ja das unsere Intuition, quasi eigentlich immer ein guter Kompass ist für das, was für uns persönlich falsch und richtig ist. Wo ich mich gefragt habe, wie bekomme ich denn so dieses intuitive Gefühl auf so eine Sachebene? Also ich glaube, das ist auch etwas, was wir gerade, wer erwachsenen, weiter trainieren müssen, weil wir so viele äußere Einflüsse haben, dass wir glaube ich manchmal gar nicht entscheiden können oder differenzieren können, was ist jetzt eigentlich meine innere Stimme, die wir welche Empfehlung gibt. Und es ist erstmal super schwer, sich davon abzugrenzen, wirklich zu sagen, auch ich konzentriere mich jetzt nur auf mich und ich höre jetzt auf mich und gerade in Beziehungssituation hast ja auch die, oder hast du oft die Tatsache, dass es, ja das fehlt auch miteinander vermischt wird, dass dann natürlich ganz viele Emotionen mit sind. Und trotzdem, ich kann zum Beispiel das Beispiel geben, ich hatte einen Scheidungstermin letzte Woche und nach dem Gerichtstermin ging es dann darum, also betrug war, letzten Endes der Auslöser für die Trennung und dann sagte sie zu mir, wenn ich ganz ehrlich bin, ich wusste, dass vor sechs Jahren eigentlich schon mal, oder ich kann es nicht nachweisen, aber ich bin ja heute rückblickend sehr, sehr sicher, dass es da die gleiche Situation schon mal gegeben hat. Aber ich habe mich dann einfach ja von anderen Dingen beeinflussen lassen, habe dann nicht auf diese innerliche Stimme gehört, die man hat und ich glaube, die ist auch oft nicht zu erklären, ja und wenn du anfängst, sie irgendwie dann ja mit Belegen unter Mauern zu wollen, zu suchen, etc., dass du dann auch wieder dagegen arbeiten könntest, ja. Aber wenn du dann auch ehrlich gesagt schnell ein bisschen crazy auch, ne? Ja total. Teilweise habe ich das für meine Land so auch so in die Zienssuche geht und dann irgendwie sowas. Ja, aber er rückblickend, ich glaube, das haben wir alle in unserem Leben und das schreibe ich auch in dem Buch. Es gibt es immer wieder Situation, wo man doch dann sagt, Mensch, eigentlich wusste ich es doch schon vorher, ja, aber es gehört dann natürlich auch ganz viel Mut zu, dann vielleicht, wenn man eben nicht die Beweise hat, weil dann ist es ja einfach, ne? Dann hast du ja nicht nur in der Stimme, sondern du hast ja auch eine äußere Faktenlage darauf zu hören. Und ja, wenn du das aber vielleicht einfach oder wenn du dem Volkst, deine inneren Stimme volkst, dann wirst du auch vielleicht die Bestätigung bekommen und dann immer mehr darauf vertrauen können. Und dann reicht vielleicht dann auch ein, das fühlt sich für mich nicht richtig an, statt irgendwie das groß zu erklären. Du schreibst in deinem Buch auch über Toxische Bescheidenheit, was meinst du damit? Anders, ich das Kapitel geschrieben habe, habe ich auch an eine Situation aus meinem Anwalts Leben gedacht oder die ich da irgendwie mit reinbringen wollte. Ich habe ganz auf die Situation, dass mir Frauen im Rahmen der Trennung sagen, eigentlich wollte ich gar nicht. Ich wollte nie was, ich hab nie was gefordert, mir war es immer egal, ob wir ihn oder fahren, ich hab keinen Schmuck gewollt, etc., IPA, ich war eigentlich immer lieb und brav und dann sage ich ja super, danke dir halt hinterher niemand, ja, das ist etwas, wo man sich selber viel kleiner macht und das nach außen hin als etwas Rotes darstellt, dass man eigene Wünsche und Bedürfnisse nicht äußert, das ist jetzt hier auch in einer gewissen Form von materieller Sicht, aber das gilt auch insbesondere für Bedürfnisse, das Frauen sich nicht trauen zu sagen, mir ist es wichtig, dass ich auf Freizeit habe, obwohl ich in Anführungsstrichen nur zu Hause bin, ja, also das nur, nämlich immer in Anführungsstriche ganz wichtig. Er zählt für mich hier nur im Radio, aber das ist mir wichtig, dass ich das betone. Und das sind einfach ganz viele kleine Punkte, die hinterher dazu führen, dass Frauen sich immer kleiner machen und am Ende, wenn du dich selbst klein machst, dann würd ich dann unfällt, auch nicht als Großwane oder als Person, die irgendwie zu sich steht und erkennt das auch nicht an. Ich hatte da beim Lesen die ganze Zeit so ein richtiges Buma-Sprichwort im Ohr, das irgendwie in meiner Familie immer früher umgegangen ist, so Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommst du ohne ihr. Richtig, wenn ich finde das eigentlich sehr gut. Auch wenn das grauartikal ist, nicht so ganz normal, aber trotzdem ist aber ja auch was potentiell gesellschaftlich dann auch mal bestraft wird, so nach dem Motto, ja, guck mal, die geht so voll rein und die weiß nicht, wo ihr Platz ist, so mäßig. Auch krass, die weiß nicht, wo ihr Platz ist, ja, ja, ich auch ein bisschen drüber. Ich stieg das ein bisschen cooler, da steht das in no-her-place oder so was. Genau, die ist einfach ein bisschen drüber, ein bisschen übertrieben, ja, man eckt damit natürlich auch an, gar keine Frage und ich weiß nicht, ich habe zum Beispiel auch so einer Situation im bekannten Kreis gibt Menschen, die ja immer besonders gemocht werden wollen. Und man merkt richtig, dass die irgendwas kompensieren möchten dadurch und ich glaube, dieses gemocht werden wollen von allen, das ist eigentlich auch total falsch, denn wenn du dich mal fragst, magst du den alle, ist denn wirklich jeder Mensch in deiner Umgebung irgendwie echt kompatibel mit dir und ich gehe da noch ein Schritt weiter und sage, nee, das ist definitiv nicht so und es ist mir auch letzten Endes egal, was dann Menschen über mich denken, die mir eigentlich auch regardless sind, ja, aber wenn du dich natürlich dein Kostmus darum dreht, es einrecht zu machen, dann vergisst du dich automatisch oder du kannst dich dann ja auch gar nicht priorisieren, ich glaube, dass es ganz, ganz wichtig, dass man das macht und man ist unbequem, man eckt damit an, es finden nicht alle Leute toll und dann wird dir vielleicht auch mal gespiegelt oder dann applaudieren, eben nicht immer alle, wenn du kommst, ja, und manche Menschen brauchen das aber als Bestätigung. Ich finde in solchen Situationen hilft total sich den Worst Case zu überlegen und wenn der Worst Case ist, die Person will nichts mal mit einem zu tun haben und wenn man ganz ehrlich ist, machte man die Person selber vorher nicht, dann ist das ja eigentlich fast der Best Case. Absolut, aber die Menschen trauen sich eben nicht immer die Konsequenzen auch eines Verhaltens zu tragen, sondern dann geht man dann doch lieber den einfacheren Wege, sagt, "Ach, Mensch, wenn ich das nochmal so vertrachte, dann ja eigentlich nichts getan, das sind alles Entscheidungen, die Konsequenzen haben und die können nicht alle aushalten, obwohl es das beste wäre." Jahre eingerädet das Geld und es nicht wichtig sein darf. Der steht ja auch total stellvertretend für viele Probleme, die dann wie so ein Domino-Spiel dann immer weiter zusammenklappen. Absolut. Also am Ende du brauchst Geld, gerade als Frau brauchst du Geld. Du musst immer die finanzielle Möglichkeit haben können, nicht in einer Beziehung bleiben zu müssen. Das ist für mich irgendwie die Argumentation, warum uns Frauen Geld wichtig sein muss. Ich gehe ja natürlich noch weiter und sage, hey, ein schönes Leben zu haben. Kannst du mit Geld ermöglichen und warum sollte das nicht wichtig sein? Aber du musst natürlich auch wenn du kein Geld hast, klein gehalten. Und ich habe hier eine Situation, wo es eben schwierig ist, aus einer Beziehung zu gehen, eben weil man finanziell nicht in der Lage ist. Und das macht so unfrei auf allen Ebenen, ja, dass ich das finde ich wirklich toxisch, wenn man da etwas anderes gesagt bekommt. Ja, man spricht da ja auch völlig zu Recht, auch teilweise von finanzieller Gewalt, die ausgeübt wird, ne, im schlimmsten Fall. Richtig. Ja, und finanzielle Gewalt ist, fängt ja auch schon da an, dass dir der Partner sagt, Mensch, mit dem Auto fässt jetzt nicht, das habe ich bezahlt. Ja, oder wo man dann irgendwie das Geld, was einem zusteht, so als Taschengeld begreift oder so was, ne? Genau, als Nettigkeit, wenn man besonders artig war, bekommt man was als Belohnung und wenn man jetzt nicht in der Rolle per Form bekommt man nicht, das ist ja wohnlos. Das ist ja eigentlich schon, wenn man mal darüber nachdenkt total krass, ne? Also Taschengeld ist ja was, was man Kindern gibt, damit die irgendwie keine Ahnung lernen, mal so ein bisschen mit Geld umzugehen oder so was, ne? Weil das ist ja nicht, was eine Erwachsene Person haben sollte. Ja, aber trotzdem spricht das BGB und daran sieht man eigentlich, Autos ist reformbedürftig, ist auch im Gesetz noch vom Taschengeld, ja? Also wirklich. Ja. Das finde ich wild. Ja, ja. Das ist gerade, also da, ja, das ist gerade. Ja, aber auch da sage ich ja immer, das ist im Rahmen des Familien-Einkoms und da sage ich ja auch, also das ist jetzt hier wirklich weitreichend auch eine juristische Diskussion, aber ganz klar eben, dass man das Familien-Einkommen so zu verstehen hat oder so verstehen sollte, und dann bringe ich davon, ob es Kollegen anders sehen, dass eben Geld, was erwirtschaftet wird in einer Ehe, eben dann auch letzten Endes, als gemeinsam es Geld verstanden wird, als Familien-Einkommen, weil beide ja ihren Beitrag auf ihre Art dazu beitragen, dass man dann davon die Kosten bezahlt, selbstverständlich und das, was am Ende überbleibt, dann aber auch fair geteilt wird, so dass beide die Möglichkeit haben, über eigenes Geld zu verfügen und aber auch am Ende zu sparen. Das ist so, das, wo ich sage, so sollte man das eigentlich verstehen, was aber nicht bedeutet, dass das Allah auch so tun. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, selbst wenn man keine Kinder hat und nicht verherrattet ist, ist es ganz gut zwischendurch, und wenn man auch gefühlt zu den selben Lebensstandard hat, ist es irgendwie zwischendurch mal ganz gut, nebeneinander zu legen, wie viel hast du zur Verfügung, wie viel habe ich zur Verfügung und wie gestalten wir das, dass das für uns beide fair ist, aber dazu muss man natürlich auch den richtigen Partner haben, denn dann auch sagt, du ich hab 20 Prozent mehr, deswegen leistet ich 20 Prozent mehr finanziell gesehen. Ja, und auch da, also ich, mir wird ja ganz auf der Vorwurf gemacht, dass ich quasi dann so eine Umverteilung machen will und ich finde, dass man das schon ein bisschen korrigieren muss, du musst dir als, oder dann auch als weniger verdienender Part einfach klar sein, okay, wenn das nicht der Fall ist, dann kannst du dir diesen Lebensstandard einfach nicht leisten, ja, also es können ja trotzdem beide sagen, das ist für uns nicht fair, ja, aber dann orientiert euch bitte an den Lebensstand, denen sich beide auch wirklich leisten können und da sind ja auch die meisten gar nicht ehrlich zu sich. Ich möchte nochmal auf einen anderen Punkt eingehen und zwar sagst du, liebe von Finanzen zu trennen, das ist wirklich in den meisten Beziehungen eine Illusion. Warum funktioniert das einfach nicht? Also das funktioniert nur in Beziehungen so erlebe ich es in meinem Alltag, wo wirklich beide über ausreichend finanzielle Mittel verfügen. Da kann so komplett sagen, so jeder macht sein, keiner ist durch den anderen beeinflusst, aber sobald du eine Beziehung eingehst, mit einem Partner, wo einfach das Einkommensgefälle existiert, ist es ja trotzdem so, dass ihr einen sehr intimen Lebensbereich miteinander teilt, ja, und dass du in einer Beziehung ja gar nicht wirklich abwiegen kannst, wer macht jetzt genau was, also dieses 50/50, womit du auch die Folge hier begonnen hast, das ist ja eben in den allermeisten Fällen gar nicht nachweisbar, sondern der eine arbeitet dann länger, dann macht er zuhause schon mal das Essen so und das sind einfach Dinge, die so extrem miteinander vermischt werden, dass du einfach nicht mehr in der Position bist, da wirklich zu differenzieren. Und meistens wird dann beim Geld, weil da ist es ja einfach, da kann man ja rechnen, differenziert, aber bei diesen ganzen anderen Dingen, die in einer Beziehung anfallen, wie Kerarbeit, wie emotionale Leistung für die Beziehung, da kann ich ja eigentlich gar nicht mehr so rechnen und dann vermischt sich zwei Ebenen und wie du auch gerade gesagt hast, du musst ja auch immer wieder als paar einschicken, hey wo stehen wir gerade, fühlt sich das fair für uns an und manche Dinge fühlen sich eben nicht fair an, ja, es ist dann fair, dass zuhause der eine alles putz, sondern der andere am Ende der Woche einmal ein Abendessen bezahlt und dann ist es damit getan, so weistens ja nicht und deswegen ist es einfach super schwierig, da wirklich eine Trennung hinzubekommen und viele sagen ja, Mensch, wir heiraten aus Liebe, Geldspeaker, keine Rolle, doch klar, Geld spielt eine Rolle, immer. Ich habe das Gefühl, dass wir vielleicht auch grundsätzlich ein bisschen auch offener, vielleicht gar nicht erst die oberste Ebene eher vertrag oder sowas dann das für viel früher anfangen sollten, über Geld zu reden, weil es dann nämlich auch nicht mehr so ein Thema ist, was so Angst macht und was dann so groß direkt wird, weiß was ich meine. Ja klar, Geld muss von Anfang an in einer Beziehung besprochen werden, es ist super wichtig und man hat ja auch hier noch mal den Glauben sagt, über Geld spricht man nicht, was uns ja auch irgendwie so über Jahrzehnte eingetrichtet wurde, doch du musst über Geld sprechen, es funktioniert ja nicht anders. Gibt es irgendene Rad, den du Frauen gibst, der vielleicht auch sehr niedrig schwällig ist und vielleicht auch ein guter erster Startpunkt ist, wenn einem die Intuition schon sagt, dann müsste man mal. Du meinst jetzt auch gerade in bestehenden Beziehungen? Gerade in bestehenden Beziehungen, also manchmal hat man ja so den Punktbau irgendwie fühligt, dass es nicht rund läuft, aber ich weiß gar nicht, wo ich anfange soll. Ja, du musst das aussprechen, du musst anfangen das Gespräch zu suchen, das auszusprechen, zu kommunizieren, weil sonst wird sich nicht ändern, ganz klar und der erste Schritt ist immer schwer, weil wenn du Dinge ausgesprochen hast, das ist wie beispielsweise in der Trennung, die beginnt im Kopf von irgendwann, vertraust du dich vielleicht dann doch mal einer besten Freundin an und ehrlicherweise in der Sekunde, wo du es aussprichst, setzt du eigentlich rückwirkend immer den Prozessengang. Und das würde jetzt ja hier auch der Fall sein. Und ich habe ja auch Fälle, auch das schreibe ich in dem Buch, wo Frauen sich getraut haben, Ungleichheiten anzusprechen und dann die Konsequenz war, dass der Mann beispielsweise gesache, dann kannst du deine Kofferpackung gehen. Und dann musst du ja auch hinterher sagen, okay, wenn das jetzt der Fall ist, wie reagier ich da. Und deswegen fällt auch, ist ganz vielen schwer, genau diese Themen anzusprechen, aber ich sage auch da immer, mein Mann, dann haben sie verlagern das Problem einfach nur. Also man verlagert das Problem in die Zukunft, weil es ist ja trotzdem da. Das war's gerne. Vielen Dank für die Expertise und den Reality-Check. Sehr gerne ankab. Wie viel Spaß gemacht. Vielleicht fangen wollen Beziehungen, also wirklich schon möglichst früh an, über Geld zu sprechen. Und halt nicht erst, wenn wir bei der Anwaltung sitzen für einen Ehevertrag und dann irgendwie merken, wir haben ja überhaupt keine gemeinsame Sprache, wenn es so um das Thema Finanzen geht. Vielen Dank noch mal an Saskia Schlemma für die Expertise. Ihr findet Saskia unter die Scheidungsanwältin auf Social Media und ihr Buch, das heißt, nimmt ihr endlich, was dir zusteht und hör auf, dich dafür zu entschuldigen. Das ist der Musaik-Verlag erschien und kostet 20 Euro als Taschenbuch oder 18 Euro als E-Book. Im Liebes-Tagebuch da geht es diesmal auch ums Thema Geld, beziehungsweise ums Karriere machen und Kinder kriegen. Karriere und Kind als Frau, das ist ja schon eine Herausforderung an sich und jetzt stellt euch das nochmal alleine ziehen vor. Genau da steckt Janina mitten drin. Sie ist vor zwei Jahren total ungeplant schwanger geworden. Das Kind, das ist von einer Affäre. Heute ist ihre Tochter zwei Jahre alt und Janina, die hat schon kurz nach der Geburt wieder angefangen zu arbeiten. Warum er das so wichtig war und auf welche Vorurteile und Widerstände sie immer wieder stößt? Das erzählt sie euch jetzt. Mir war das extrem wichtig für meine Karriere und für meine berufliche Wahl. Weiterentwicklung und natürlich auch für meine finanzielle Freiheit, dass ich komplett wieder ins Arbeitsleben einsteige und daran auch extrem viel Freude gehabt habe, was es aber so ein bisschen schwer gemacht hat und das ist mir bei meinen noch aktuellen Arbeitgeber aufgefallen, dass ich dort sehr stark in die Schublade gesteckt wurde. Ja, das ist doch eine Mama, die ist eine junge Mama, die will jetzt noch Karriere machen, die will jetzt mehr Verantwortung übernehmen, die arbeitet ja wieder, wie machst du das denn alles? Also ich habe immer nur eher so Fragezeichen in den Augen der Leute und Chefs und Kollegen gehabt, weil ich habe natürlich auch lange gestillt, ich habe meiner Tochter über zwei Jahre gestillt und ich habe das trotzdem meiner Vollzeitarbeit ganz gut hinbekommen, mit "On the Drop" abprunken und der habe ich glaube ich auch ein bisschen dem Unternehmen einmal die Augen geöffnet, dass es auch anders geht und das hat mir eigentlich gezeigt, dass es wirklich Zeit ist, dass das Frauen, dass die arbeiten können, dass das klappt, dass es in der heutigen Gesellschaft ja für ein Selbst als Frau und als Mutter selbstbestimmt möglich sein sollte, auch wenn es sicherlich sehr viele gute Vollzeitmütter gibt und die sicherlich auch sehr erfüllt sind, finde ich, es ist extrem wichtig als Frau selbstbestimmt zu sein und vor allem auch finanziell abgesicher zu sein, weil obwohl ich unterhalb vom Vater als hat da ja gekriegt habe oder auf Bekommar war das für mich niedergrund zu sagen, ich bleibe zu Hause bei meinem Kind, weil ich hätte immer finanzielle Einbosen. Es gibt auch unzählige Studie, dass einfach Frauen, die ein Kind bekommen und wieder arbeiten, ein drittel weniger Gehalt bekommen, als ein Vater, der auch Elternzeit nimmt, der auch zu Hause bleibt, der ein Kind hat, die werden einfach immer finanziell höher gestellt oder den wird mehr zugetraut, ne? Als Mutter bleibt man ja eher zu Hause, das Kind ist dran, vielleicht kriegt man nur noch ein Kind und das sind alles so Vororteile, die ich jetzt öfter erlebt habe an der Arbeit, auch von meinen Vorgesetzten. Bei mir gibt es eine berufliche Veränderung, weil ich mir gesagt habe, ich habe Ziele in meinem Leben, ich habe mir ganz feste Ziele gesetzt gehabt, wo ich gesagt habe, ich möchte mit meinem jetzigen Alter das und das erreicht habe in meiner Karriere von der Position, von Gehalt und ich habe eine neuen Arbeitgeber gefunden, wo ich all das bekomme. Und als ich dann, meine Schäffeln gesagt habe, ich müsste jetzt mit ihr reden über was wichtig ist, das erste, was sie gesagt hat, was du kriegst ein zweites Kind und nicht so. Ja, ich bin vielleicht in dem Alter, wo ein zweites Kind hätte kommen können, aber es gibt auch noch andere Dinge im Leben, als ich jetzt immer nur so, wow, ich verändere mich und ich kriege ein Kind, sondern ich verändere mich und mache Karriere. Und diese Vorurteile sind ja nicht nur bei älteren Menschen oder die älteren als ich, mir begegnet, sondern auch Menschen in meinem Alter, die mich halt immer wieder angeguckt haben, wie du bist direkt wieder arbeiten gängern, wie du stilst dein Kind und du brumst ab, du gibst das Zotagsmutter, du lässt es fremd betreuen, was bist du denn für eine Mutter? Und für mich war halt einfach gleich, möchte eine Mama sein, die einigermaßen glücklich ist und ich möchte einfach etwas erreichen in meinem Leben und wenn ich das in dem aktuellen Job so nicht machen kann oder nicht bekomme, weil ich halt ne junge Mutter bin, habe ich mich extern umgeschaut und das war eigentlich ein ganz spannender Prozess, weil ich nicht mit einem Ton, nicht mit einer Frage, nicht mit einer Anmerkung in den gesamten Bewerbungsprozess auf mein Privatleben, auf meine familiäre Situation angesprochen wurde. Und genau so soll das heute auch ablaufen, es geht nur um die Person, um die Leistung und was quasi der Arbeitgeber von einem verlangt und ich bin da durch drei, vier Stufen gelaufen, wurde mehrere Stunden lang gekrillt, ausgefragt, aber das Thema Familie war nie ein Thema, so soll es ja auch sein. Wie es bei Janina weitergeht, auch in Sachen Dating, das hört er dann demnächst hier. Und Leute, vielen Dank an euch fürs Zuhören. Wenn ihr das nicht eh schon gemacht habt, dann abonniert uns total gerne. Auf manchen Plattformen, da könnt ihr uns auch bewerten, da freuen wir uns auch immer drüber. Und ihr meldet euch wie immer sehr, sehr gerne mit Fragen, Rückmeldungen oder Themen wünschen unter [email protected]. Ich bin angefangen bei ihr. Habt's gut! "Deutschlandfunknoval, eine Stunde Liebe, jeden Freitag neu, in der Deutschlandsfunk App. Deine Podcasts."

Podcast Summary

Key Points:

  1. Frauen sind in finanziellen Angelegenheiten oft zu gutgläubig und naiv, vertrauen zu stark auf den Partner.
  2. Die Gender-Pension-Gap führt dazu, dass Frauen im Alter über ein Drittel weniger Einkommen haben als Männer – Kindererziehung und Teilzeitarbeit sind Hauptursachen.
  3. Die Ehe bietet einen gewissen finanziellen Schutz (z. B. Trennungsunterhalt, Versorgungsausgleich), auch wenn Eheverträge oft zu Ungunsten von Frauen gestaltet sind.
  4. „Toxische Bescheidenheit“ hindert Frauen daran, eigene Ansprüche und Bedürfnisse klar zu kommunizieren – ein Problem, das sich durch alle Lebensbereiche zieht.
  5. Finanzielle Unabhängigkeit ist essenziell, um nicht aus Geldmangel in einer Beziehung bleiben zu müssen; finanzielle Gewalt beginnt bereits bei alltäglichen Kontrollmechanismen.
  6. Über Geld sollte früh in Beziehungen gesprochen werden, da eine strikte Trennung von Liebe und Finanzen in den meisten Fällen eine Illusion ist.
  7. Auch berufstätige Mütter stoßen auf Vorurteile und werden in traditionelle Rollenbilder gedrängt, obwohl Leistung und Qualifikation im Vordergrund stehen sollten.

Summary:

In dieser Folge des Podcasts „Eine Stunde Liebe“ spricht Anke van de Weyer mit der Scheidungsanwältin Saskia Schlemmer über finanzielle Absicherung von Frauen in Beziehungen. Schlemmer, die auf Social Media als „die Scheidungsanwältin“ bekannt ist und das Buch „Nimm dir endlich, was dir zusteht“ veröffentlicht hat, erklärt, dass Frauen häufig zu gutgläubig sind und finanzielle Aspekte in Partnerschaften vernachlässigen. Besonders die Kindererziehung wirkt sich negativ auf die Altersvorsorge aus: Die Gender-Pension-Gap beträgt über 30 Prozent, und selbst mit Hinterbliebenenrente bleiben Frauen benachteiligt.

Die Ehe bietet laut Schlemmer einen gewissen Schutz, etwa durch Trennungsunterhalt und Versorgungsausgleich, doch viele Frauen unterschreiben Eheverträge zu ihrem Nachteil. Zentral ist das Konzept der „toxischen Bescheidenheit“: Frauen machen sich klein, entschuldigen sich für ihre Ansprüche und trauen sich nicht, Bedürfnisse zu äußern. Schlemmer betont, dass finanzielle Unabhängigkeit Freiheit schafft und Frauen in die Lage versetzt, Beziehungen notfalls verlassen zu können.

Sie rät, frühzeitig offene Gespräche über Geld zu führen, da eine strikte Trennung von Liebe und Finanzen meist illusorisch ist. Abschließend berichtet eine Hörerin namens Janina von ihren Erfahrungen als alleinerziehende Mutter, die trotz Vorurteilen und Stigmatisierung ihren Karriereweg verfolgt und einen Arbeitgeber gefunden hat, der sie ausschließlich nach Leistung beurteilt.

FAQs

Die Gender-Pension-Gap bezeichnet die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen. Laut Statistischem Bundesamt haben Frauen im Alter über ein Drittel weniger Einkommen zur Verfügung als Männer.

Jede fünfte Frau ab 65 in Deutschland ist von Altersarmut betroffen, was oft auf Teilzeitarbeit und Ausfallzeiten wegen Kindererziehung zurückzuführen ist. Diese Faktoren führen zu geringeren Rentenansprüchen.

Die Ehe bietet einen gewissen Schutz, wie zum Beispiel den Trennungsunterhaltsanspruch und den Versorgungsausgleich, bei dem Rentenpunkte während der Ehezeit geteilt werden. Ohne Ehe hat man diese Ansprüche nicht.

Toxische Bescheidenheit bedeutet, dass Frauen sich selbst klein machen und ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht äußern. Dies führt dazu, dass sie am Ende weniger erhalten und nicht als starke Persönlichkeit wahrgenommen werden.

Geld spielt in Beziehungen immer eine Rolle, auch wenn viele glauben, dass Liebe und Finanzen getrennt sind. Es ist wichtig, frühzeitig über finanzielle Erwartungen zu kommunizieren, um spätere Konflikte zu vermeiden.

Finanzielle Gewalt beginnt, wenn der Partner kontrolliert, wie Geld ausgegeben wird, oder das Geld als Belohnung einsetzt. Dies kann dazu führen, dass eine Person nicht in der Lage ist, die Beziehung zu verlassen, was die Freiheit einschränkt.

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