Gebrochenes Vertrauen aufbauen: Bausteine für ein gestärktes Beziehungsfundament
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Ein stabiles Beziehungsfundament setzt auf gemeinsame Werte, Respekt und vor allem auf Vertrauen. Wenn Vertrauen verloren geht, entstehen Misstrauen, Zweifel und eine emotionale Abwesenheit, was zu Konflikten und einer Abnahme der Nähe führt. Das Vertrauen bröckelt oft in einem bestimmten Bereich, wie z. B. bei Zuverlässigkeit, und wird dann auf andere Aspekte übertragen. Beispiele zeigen, wie der Kontakt mit Freunden oder Eltern als Komplikation entsteht, weil Partner sich nicht mehr gehört fühlen. Der Wiederaufbau von Vertrauen beginnt mit dem Erinnern an „wann war es mal gut“, um die Ursachen der Verletzungen zu erkennen und zu verstehen. Durch Reflexion, offene Kommunikation, gemeinsame Gespräche und klare Werte- und Bedürfnisdiskussionen entsteht eine neue emotionale Verbindung. Selbst wenn Vertrauen langsam wiederhergestellt wird, ist es entscheidend, dass beide Partner verstehen, dass ihr Verhalten die andere verletzt – und dass dieser Punkt nicht nur über das eigene Gefühl, sondern über das Verständnis des Partners verstanden wird. Die Lösung erfordert Geduld, Reflexion und eine gemeinsame Verpflichtung, die Beziehung nachhaltig zu stabilisieren.
Wir sprechen in unseren Coachings ja häufig über das Beziehungsfundament oder auch in den Podcasts.
Was bedeutet für dich denn ein stabiles Beziehungsfundament zu haben?
Oha, für mich bedeutet ein stabiles Beziehungsfundament zu haben, dass man gleiche Werte und Ziele hat,
dass man so in eine Richtung zusammengeht, im Wir-Gefühl.
Dann wäre auf jeden Fall ein Punkt die Haltung zueinander, dass man eine wertschätzende und respektvolle Haltung hat.
Das ist mir immer sehr wichtig.
Und vor allen Dingen einer der allerwichtigsten Punkte ist das Vertrauen.
Also, dass man Verbindlichkeit, Sicherheit bei dem anderen spürt, dass der andere sozusagen immer das Beste für einen möchte.
Und dass man dem voll vertrauen kann.
Darüber wollen wir heute näher sprechen, über das Vertrauen zueinander.
Und vor allen Dingen, was man dann tun kann, wenn das Vertrauen nicht mehr so da ist, wie man sich das eigentlich wünscht.
Und das Beziehungsfundament damit natürlich instabil geworden ist.
Willkommen im Podcast der Lebensidealisten.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Wenn man in der Partnerschaft natürlich kein Vertrauen mehr hat, dann löst das ganz viele weitere Probleme häufig aus.
Also, dass man, wenn man merkt, das Vertrauen ist weg, vor allem an vielen Dingen zweifelt.
Und ich finde auch dann so ein Krise.
Dass man ein Riesengefühl entsteht.
Dass man alles so ein bisschen in Frage stellt, weil ja das Vertrauen so die Grundlage ist.
Wenn ich dem anderen nicht vertrauen kann, dann ist man ja so ein bisschen auf sich gestellt, alleine.
Man hat vielleicht ja sogar Misstrauen.
Das wäre ja so das Gegenteil von Vertrauen.
Und das im Alltag zu haben, ist schwierig, finde ich.
Das heißt, der erste Wunsch, der in der Beziehung entsteht, nachdem so die Verliebtheit da ist,
dass man sagt, so jetzt bauen wir Vertrauen zueinander auf.
Genau.
Dass man so die nächsten Schritte gehen kann.
Das heißt, eigentlich steckt das ja. Das ist ja sofort in uns, dass wenn wir uns verliebt fühlen und merken, da bahnt sich eine festere Beziehung an,
dass wir sofort intuitiv unser Fundament stabilisieren wollen und sagen wollen,
wir müssen jetzt zwischen uns möglichst viel Vertrauen aufbauen,
möglichst viel Verbundenheit aufbauen, sodass wir eine echte Connection miteinander haben.
Und dann uns nämlich auch trauen, die nächsten Schritte einzugehen.
Und das merkt man ja häufig dann auch in Coachings, wenn jemand da ein, wie wir es nennen, Päckchen hat oder eine Prägung hat.
Und der kein Vertrauen aufbauen kann, dass das meistens in einer Beziehung dann ja auch schon zum Konflikt führt.
Weil wir wollen uns ja verbinden.
Wir Menschen sind ja so aufgebaut, dass wir eigentlich uns mit anderen Menschen verbinden wollen.
Und wenn wir an den Punkt kommen, dass wir merken, wir kommen nicht weiter, wir können den anderen nicht berühren,
da ist keine emotionale Verbundenheit, dann entsteht häufig das Gefühl, dass man denkt,
ja okay, der andere mag mich nicht, das passt zwischen uns nicht.
Viele sagen ja auch, der Match ist nicht entstanden.
Ja, häufiges Thema.
Das ist ja auch dann Eifersucht.
Kontrolle, genau.
Wo man dann das Gefühl hat, da vertraut man mir nicht.
Dabei liegt das ganz häufig daran, dass man dem Ex-Partner oder der Ex-Partnerin nicht mehr vertrauen konnte,
weil da irgendwas vorgefallen ist und man das überträgt.
Aber da kann sich Vertrauen auf einmal gar nicht mehr so aufbauen.
Selbstvertrauen ist natürlich auch wichtig.
Wie sehr vertraue ich mir selber?
Was wir in den Coachings manchmal haben, ist dann Unehrlichkeit.
Was natürlich was macht.
Und Unehrlichkeit ist auch immer. ein sehr schwerer Punkt, dann wieder ins Vertrauen zu kommen,
weil es sehr schwer ist zu beweisen, dass man ehrlich war.
Ja, das stimmt.
Das ist sehr schwierig.
Man kann sowas wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit viel leichter beweisen,
weil wenn du ein paar Mal unzuverlässig warst,
dann kommst du einfach ein paar Mal pünktlich
und machst ein paar Mal das, was wirklich verabredet wurde,
dann merkt der andere sofort, das hast du verstanden.
Bei Unehrlichkeit ist das mit dem Vertrauen, finde ich, immer sehr herausfordernd.
Und auch in den Coachings ist das immer ein ordentliches,
ein ordentliches Brett, was man dort vor sich hat.
Ja, das stimmt.
Ja, wenn ihr diese Folge hört, freuen wir uns natürlich sehr,
wenn ihr nach dem Abschluss des Hörens,
wenn ihr dann ein gutes Gefühl habt und uns eine Bewertung hinterlasst
und vielleicht bei Spotify mal ein paar Sterne vergebt
oder auch bei Apple Podcast uns eine Bewertung hinterlasst.
Man kann bei Apple was schreiben, muss man aber nicht.
Beides hilft uns immer sehr weiter,
das einfach auch dafür sorgt,
dass mehr Leute unseren Podcast hören,
mehr Leute von den Tipps profitieren
und wir natürlich auch sehr motiviert sind.
Wir gucken regelmäßig mal in die Bewertungen hinein
und freuen uns einfach immer wieder,
wenn dort neue Bewertungen hinzukommen.
Solltest du einen Podcast-Themenwunsch haben,
dann schreib uns doch sehr gerne an podcast.lebensidealisten.de.
Sehr gerne greifen wir eure Wünsche auf.
Machen wir schon längere Zeit bei Instagram zum Beispiel.
Da gibt es immer mal eine Story, da kann man darauf antworten
oder ihr schreibt uns eine DM und dann könnt ihr eure Themenwünsche
hier einbringen.
Beziehungsweise wer bei uns im Coaching ist,
der macht das ja sowieso, da greifen wir immer ganz viel auf.
Ich glaube gerade diese Woche hast du ja drei, vier Beispiele
daraus genommen, wo du gesagt hast,
Mensch, da können wir mal ein Podcast-Thema draus machen,
denn das betrifft wahrscheinlich sehr viel mehr Menschen
als eben dieses Paar.
Also schreibt uns da gerne.
Wir wollen jetzt mal schauen, welche Probleme gibt es,
wenn aus Vertrauen Misstrauen geworden ist.
Welche Folgen entstehen dann für die Beziehung?
Und wie kann man das Ganze nachhaltig lösen?
Ein großes Problem ist natürlich, wenn das Vertrauen weg ist,
dass Verletzungen wie Wut, Angst, Traurigkeit,
aber auch Enttäuschungen natürlich im Raum stehen.
Und dass diese Verletzungen natürlich dazu führen,
dass erstmal eine unzufriedene Beziehung da ist,
dass weitere Konflikte entstehen.
Häufig ist es ja auch so, dass es meistens mit einem Punkt angefangen hat,
die Verletzung, also in einem Themenbereich.
Nehmen wir mal zum Beispiel in der Zuverlässigkeit,
und dass dadurch sozusagen das Vertrauen angefangen hat zu bröckeln,
und dass man das schnell auf weitere Themenbereiche überträgt.
Also dass man dann anfängt zu sagen, ja, aber kann ich ihm jetzt noch vertrauen,
dass er zufällig die Kontoüberweisung macht,
wenn er im Haushalt nie seine Dinge erledigt,
oder kann ich ihm die und die Angelegenheit anvertrauen,
die mir wichtig ist, dass er das bedenkt,
wenn er mir schon so oft nicht zugehört hat.
Ja, man überträgt das als Muster,
und das geht auf die Identitätsebene über.
Also Überweisung, das hatte ich mal im Coaching auch tatsächlich,
dass er war für die Überweisung zuständig,
und sie hat sich auf ihn da soweit verlassen,
aber bei ihr hat das immer ein unheimlich schlechtes Gefühl gemacht,
wenn dann auf einmal eine Mahnung reinkam.
Da ging es dann einfach darum, er war jetzt nicht unzuverlässig,
aber bei ihr wirkte es wie unzuverlässig,
weil bei ihr ist das so, wenn eine Rechnung reinkommt,
wird die sofort bezahlt.
Er kommt mehr so aus diesem kaufmännischen Bereich,
und da kennt man das eben so, man lässt eine Rechnung bis zum letzten Zahlungsjahr,
Zahlungsdatum liegen,
weil so lange hat man ja das Geld quasi zur Verfügung
und kann mit dem Cashflow ja arbeiten.
Also zahlt man häufig möglichst spät, um Cashflow zu behalten.
Außer wenn es das Konto gibt.
So hat man das ja meistens dann gelernt.
Das heißt, er hat das dann liegen lassen,
und dann gab es wirklich mal Momente,
wo er dann einfach zu spät in die Schublade geguckt hat,
und dann war zack, die Mahnung schon da.
Also eigentlich ist er ein zuverlässiger Mensch,
aber das kann ja mal passieren,
und das hat einmal ganz schnell bei ihr ungute Gefühle gemacht,
weil sie dann eben mit dem Thema Mahnung,
das ist bei ihr so ganz unangenehm so ertappt,
und ich bin nicht zuverlässig,
und was denkt man von mir?
Das war so ein Thema einfach dann.
Und so wird das auf andere Dinge übertragen,
darauf folgen wir jetzt hinaus,
dass man dann her überlegt,
Mensch, wie ist das denn,
wenn ich sage, Mensch holt um 15 Uhr die Kinder ab,
hält er sich dran, vergisst er das nicht?
Dann ist auch letztens schon mal passiert,
dass dann die Pappe nicht weggebracht worden ist,
obwohl das eigentlich ja besprochen wurde.
Und so bröckelt immer,
das Vertrauen in die Zuverlässigkeit des anderen,
und das spürt der andere natürlich auch,
und die Konfliktspirale beginnt.
Genau.
Und da besteht natürlich dann auch die Angst der Wiederholung.
Also, dass man in so einer dauerhaften Filterblase lebt,
dass man denkt, okay, man sucht sozusagen auch die Wiederholung.
Also, das ist ja schon klar,
das wird nächste Woche wieder so sein.
Und das macht natürlich auch ein Gefühl bei dem anderen,
wenn jemand eigentlich nur so auf,
auf meine selbsterfüllende Prophezeiung achtet
und denkt so, ja, ich vertraue dir nicht
und ich kann dir schon dein Verhalten erklären in der Zukunft.
Und wenn das nicht funktioniert,
dann kann man sagen, dass man die Schuld bei sich sucht.
Da gibt es ja auch dann wieder gewisse Prägungen,
die damit einwirken können.
Bei manchen macht das was beim Selbstwertgefühl,
fühlen sich nicht gut genug,
nicht gesehen genug, sagen, Mensch, ich bin es nicht wert,
dass man zuverlässig die Dinge einhält,
die man mit mir bespricht.
Also, das kann ja noch mal sein.
Das kann auch so eine Dynamik sein, die dann entsteht.
Also, man kann daraus schließen, dass man sagen kann,
dass das Gesamtgefühl der Situation,
wenn das Vertrauen weg ist,
sehr anstrengend, schwierig, belastend ist.
Weil es in so vielen Bereichen der Beziehung gebraucht wird,
wo man sich auf den anderen verlässt,
weil der gewisse Aufgaben übernimmt.
Klar, man ist ja ein Team, man ist ja ein Wir-Gefühl.
Und da ist man natürlich darauf angewiesen,
dass jeder den Part im Vertrauen erfüllt,
den man abgesprochen hat.
Meistens ist es dann so,
das dauert eine Weile,
bis man das so richtig realisiert und reflektiert.
Und meistens ist das zu spät.
Du meinst jetzt, wenn man das kommuniziert,
ist es zu spät, oder?
Ja, da ist die innere Konfliktspirale schon so weit,
dass man so weit in der Befangenheit drin ist,
dass man das nicht mehr so wertschätzend aussprechen kann.
Und dann wird es schon schwer, eine Lösung zu finden,
weil man dann schon einfach viel zu weit ist.
Also, die ersten Unstimmigkeiten,
die sprechen die meisten ja gar nicht aus.
Und dann geht das immer weiter,
bis irgendwann Ärger und Wut da ist.
Und dann fängt man an, das zu realisieren, das auszusprechen.
Da wird inzwischen Ärger und Wut da.
Dann wird es schwierig, das in dem Moment zu lösen.
Der andere fühlt sich angegriffen oder sagt,
na ja, doch, ich bin doch zuverlässig, du kannst mir vertrauen.
Und schon kommt man nicht mehr zu Abschluss.
Ja, man möchte natürlich auch nicht hören.
Also wer möchte denn im Leben von seinem Partner oder Partnerin hören,
dass derjenige einem nicht vertraut?
Also das ist ja auch schon ein krasser Vorwurf,
der viele, viele Menschen erstmal dazu bewegt,
in die Gegenkonfrontation zu gehen.
Weil man möchte natürlich nicht zu den Menschen gehören,
die nicht vertrauensvoll sind.
Und in der Folge entstehen meistens dann weitere Verletzungen auf der Gegenseite.
Dann ist es nämlich so, dass dann manchmal gerade so beim Thema
Fremdgehen, Affäre, Fremdverlieben,
auch wenn da so Verdachtsmomente sind, dann wird kontrolliert.
Also wir haben das ganz häufig, dass das darüber rauskommt,
dass ins Handy geguckt wurde.
Das ist der Klassiker, ja.
Oder irgendeine Nachricht auf dem Handy unbedacht aufblinkt.
Und dann hat man natürlich beide Verletzungen.
Natürlich ist jetzt aufs Handy gucken vielleicht von der Verletzung
nicht so vergleichbar.
Mit dem Fremdgehen an sich und diesem Vertrauensbruch.
Aber es macht auch eine Verletzung.
Das heißt, die Konfliktspirale geht weiter.
Dass derjenige, meinst du, ins Handy geguckt hat.
Genau, das macht auch eine Verletzung.
Und die Konfliktspirale geht weiter.
Ja, klar.
Aber es ist ja manchmal so, dass man eigentlich über. Man muss ja manchmal aufpassen tatsächlich,
dass jemand nicht das Gefühl hat,
das Problem ist dadurch entstanden,
dass man ins Handy geguckt hätte.
Also dieses Gefühl, hättest du nicht ins Handy geguckt,
dann wäre ja gar nichts Schlimmes passiert.
Aber doch, das ist ja schon alles.
Auch schon vor der Affäre war ja die Konfliktspirale da.
Das ist jetzt endlich mal der Moment, hinzugucken.
Und was dann häufig als Folge passiert ist,
dass beide sich dann emotional zurückziehen.
Also, dass man erst mal sagt,
ich kümmere mich um meine Sachen,
du kümmerst dich um deine Sachen.
Wie wir auch immer so ein bisschen sagen,
diesen Einzelkämpfer-Modus verfallen,
weg vom Wir-Gefühl.
Weil man so verletzt ist.
Weil man sagt, okay, ich habe hier gerade keine Lösung.
Aber ich merke, wir kommen hier nicht irgendwie ins Wir-Gefühl.
Ich kann hier nicht vertrauen.
Du fühlst dich angegriffen.
Wir haben dauernd Vorwürfe.
Dann mache ich das jetzt alleine.
Ich kümmere mich um meine Sachen, du kümmerst dich um deine Sachen.
Und dann geht man den Dingen aus dem Weg,
anstelle sie zu lösen.
Es bleibt nur noch übrig,
dass man die Gefühle, die da sind, verdrängt.
Was wiederum dazu führt,
dass immer mehr emotionale Distanz entsteht.
Bis dann der Punkt ist,
wir haben also zwei wichtige Bausteine,
eigentlich nochmal so fürs Fundament,
Liebe und Vertrauen.
Neben dem, dass eben möglichst wenig Konflikte da sind.
Jetzt haben wir,
wir haben einen Bruch im Vertrauen.
Das sorgt dafür, dass immer mehr Distanz entsteht.
Und immer mehr Distanz sorgt dafür,
dass man sich nicht mehr geliebt fühlt.
Und diese Kombination hat dann so als
Gesamtfolge nachher,
dass Paare sich in der Krise fühlen,
sich bei uns melden
oder aber in Trennungsgedanken kommen
und sich vielleicht auch trennen,
weil sie sagen, unsere Basis stimmt nicht mehr.
Wir haben kein Vertrauen mehr
und ich fühle mich auch nicht mehr geliebt.
Aber eigentlich ist die Ursache,
dass man viel früher,
hätte man ansetzen können,
wann war es mal gut
und hätte die ganzen Dinge aufarbeiten können,
das Fundament stabilisieren,
dafür sorgen können,
dass, ja ich komme jetzt schon in die Lösung langsam rein,
aber ihr wisst, worauf ich hinwege.
Ja genau, wir stoppen mal.
Genau.
Wenn ihr das Gefühl habt,
das betrifft euch auch dieses Thema
und das Vertrauen in eure Beziehung
ist nicht mehr so, wie es mal war.
Da gab es Momente,
die euer Beziehungsfundament instabilisiert haben,
dann meldet euch sehr gerne
bei uns fürs telefonische Erstgespräch.
Dann finden wir gemeinsam heraus,
ob wir euch gut helfen können,
welcher Coach aus unserem Team
oder einer von uns beiden
euch dann begleitet
und dann können wir gerne mit euch gemeinsam
das Beziehungsfundament wiederherstellen.
Auf der Website www.lebensliderlisten.de
findet ihr ein Formular für unseren Kalender
und dann könnt ihr euch
für das Erstgespräch eintragen.
Ja, dann werden wir heute nochmal
eine ganz andere Folge.
Wir haben ja gar nicht den Lösungsaspekt
wie so typisch,
so mit drei, vier, fünf Tipps oder so
mit einer Anlage.
Sondern wir haben ja dieses Mal
ein paar Coaching-Einblicke mitgebracht
aus deinen Coachings,
von denen du mal berichten möchtest,
so ganz praktisch.
Wir haben das Gefühl, dass es auch immer sehr gut hilft,
wenn man einfach mal erfährt,
wie haben wir das mit Paaren denn praktisch gelöst.
Anstelle immer so
Tipps mitzugeben, dass man mal so ein bisschen
verschiedene Aspekte beleuchtet.
Dein erstes Paar, was du
mitgebracht hast,
beziehungsweise wofür du mal ein paar Stichpunkte
mitgebracht hast, sind Timo und Lina.
Und Lisa.
Natürlich wieder anonymisiert, bringen wir gleich hervor.
Genau, also die Namen stimmen so nicht.
Wir haben immer Dinge verändert,
sodass man nicht genau
das mehr zuordnen kann,
dass niemand im Umfeld das zuordnen kann.
Unser Wunsch ist immer, dass nicht mal das Paar
selber sich erkennt, weil wir so ein bisschen was umformen.
Aber die Botschaft und der
Lösungsweg an sich bleiben halt gleich
und können eins zu eins genutzt werden.
Von daher
natürlich ganz klar wissen, dass diese
Anonymität wichtig ist.
Auch viele Fälle dabei, die sind so speziell.
Gerade einen, der sehr
speziell ist bei einer Affäre.
Da können wir gar kein Beispiel
draus machen, weil jeder
sofort wüsste, wenn er das hört, das bin ich,
weil das ist so einzigartig.
Und da sind wir natürlich dann auch äußerst diskret.
Auch wenn das maximal spannend wäre, das hier zu erzählen.
Absolut, klar.
Für alle, die zuhören, so steht bei uns einfach
diese Diskretion,
die Verschwiegenheit über dem,
dass wir hier jetzt coole Storys erzählen können.
Und deswegen,
das nochmal vielleicht für euch als Hinweis,
wenn ihr euch bei uns meldet, braucht ihr
keine Angst haben, dass ihr dann nächste Woche
mit eurem Fall hier im Podcast auftaucht.
Das könnte zwar passieren, dass
ihr irgendwann im Podcast mal erwähnt werdet,
aber niemals so, dass
ihr selbst euch erkennt
oder irgendwer aus eurem Umfeld.
Weil dafür ist eben dieses Thema
zu intim.
Erzähl mal was über
Tim und Lisa.
Bei der Mitte 30,
keine Kinder und es ist Folgendes passiert,
Lisa hat bei der Arbeit
auf der Weihnachtsfeier
ihren Arbeitskollegen geküsst
und danach noch mit ihm geschrieben.
Der Klassiker also.
Ein Klassiker.
Weihnachtsfeier ist ein häufiges Ding,
aber auch so Vertriebsevents und so.
Alles rund um Dienstreisen.
Ja, also große Empfehlung an der Stelle schon mal,
bevor man weiterkommt, auf Weihnachtsfeiern
oder alles, was mit der Firma zu tun hat,
kein Alkohol trinken.
Das würde schon einige Fälle auf jeden Fall
nicht dazu bringen.
Haltet den professionellen Rahmen vor.
Genau.
Naja, egal ob der jetzt Alkohol geflossen ist
oder nicht, Folgendes ist halt passiert.
Sie haben sich geküsst und sie hat danach noch
mit ihm geschrieben, über das
berufliche natürlich hinaus.
Und Tim hat das auch ein Klassiker
rausbekommen, indem er eine Nachricht
auf Ploppen gesehen hat bei ihr am Handy,
die ziemlich eindeutig war.
Und kann ihr natürlich
nicht mehr vertrauen.
Das Paar ist in der Krise,
sie stellen alles in Frage,
beziehungsweise gerade Tim ist sehr erschüttert
in seinem Vertrauen.
Und sagt, er konnte sich das überhaupt nicht vorstellen,
dass ihm das mal im Leben passiert.
Und dass es vor allem Lisa ist, die sowas ihm antut.
Aber auch Lisa war sehr enttäuscht darüber,
dass sie das gemacht hat.
Hätte das von sich selber nicht gedacht.
Wir hatten das mal in einer anderen Podcast-Folge auch gesagt,
dass meistens der Mensch, der selber einen Seitensprung
oder fremdverliebt oder was auch immer Affäre begeht,
auch von sich überrascht ist,
dass das möglich ist
und dass man das gemacht hat.
So war es in dem Fall auch.
Weil die selber als Wert die Treue haben dann, ne?
Genau, genau.
Und haben sich dann bei uns gemeldet,
und wir haben dann in dem Prozess gestartet,
mal ganz kurz den Abriss,
wie wir vorgegangen sind.
Wie immer in der Methodik,
wann war es mal gut?
Weil auch da, muss man ja sagen,
ist es ja zu einem Kuss gekommen
und danach auch zu einer emotionalen Verbundenheit,
weil sie noch sehr viel miteinander geschrieben haben.
Und da hat Tim sich natürlich gefragt,
warum ist das überhaupt alles passiert?
Und das hat Lisa sich auch gefragt.
Sie hatten schon so ein paar Ansätze durch erste Gespräche,
nachdem das rausgekommen ist.
Aber wir sind natürlich noch mal ganz anders
in der Tiefe eingestiegen,
sind zurückgekommen,
zurückgekehrt an den Punkt,
wann war es mal gut?
Und sind von da dann chronologisch nach vorne gegangen,
haben alle Verletzungen, die davor passiert sind,
mal angeschaut,
haben geschaut, welche Dynamik ist entstanden,
welche Gefühle entstanden,
haben sie sich im Wir-Gefühl gefühlt?
Hatte jemand vielleicht ein Mangelgefühl?
Und sind das dann immer weiter nach vorne gegangen,
bis wir natürlich die große Verletzung
mit dem Küssen und Schreiben
mit dem Arbeitskollegen gelöst haben.
Wie ist das denn, hat an der Stelle,
denn Tim gesehen,
was ja so häufig passiert,
dass auch er Anteile daran trägt,
dass Lisa dafür offen geworden ist.
Denn wir haben ja immer so diesen Punkt,
dass Lisa jetzt zwar die ist,
die die Entscheidung weiterhin ja getroffen hat,
den Arbeitskollegen zu küssen,
um ihm zu schreiben,
aber dass sie dafür offen geworden ist,
ist ja normalerweise ein,
hat ja normalerweise eine Vorgeschichte.
Und dazu trägt ja der Partner,
in dem Fall Tim, ja meistens mit dazu bei,
dass dieses,
Mangelgefühl vielleicht überhaupt erst entstanden ist.
Genau, wir haben dann im Prozess gemerkt,
ziemlich schnell auch,
dass die Kommunikation zwischen den beiden
von Anfang an schwierig war.
Und ja, dass sie das irgendwie so als
das ist so bei uns wahrgenommen haben.
Aber vor allen Dingen Lisa ausgesprochen hat,
dass ihr diese emotionale Verbundenheit
aber schnell gefehlt hat schon.
Sie hat wohl auch immer mal geäußert,
dass ihr das gefehlt hat,
wie sie es aus vorherigen Beziehungen kennt.
Manchmal, dass die Gespräche recht oberflächlich waren.
Dass aber auch ihr die körperliche Nähe gefehlt hat.
Das war Tim dann auch bewusst,
dass es darüber mal Gespräche gab.
Er hat sie aber nicht so wahrgenommen,
dass das jetzt wirklich ein Mangelgefühl war.
Weil eigentlich, sagte er,
haben wir als Paar funktioniert.
In den Urlaub gefahren, beide gute Jobs.
Also er sah da jetzt keine Bedrohung
für seine Beziehung etwas zu ändern.
Okay, also jetzt ist die Verletzung gelöst.
Dann würde ich vermuten,
weil ich so vorgehen würde,
dass ihr die Sprachen der Liebe vielleicht
nochmal mit eingebracht habt.
Und
Wie ist das denn jetzt, dann habt ihr jetzt ja dieses Fremdküssen und Schreiben ja gelöst und auch die Ursachen, die da hinführten.
Was habt ihr denn noch ganz konkret gemacht, damit Tim Lisa nun wieder vertrauen kann?
Genau, wir haben natürlich durch die Erkenntnisse aus der Vergangenheit, die entstanden sind, also mit dem Wissen von heute, wie würde man jetzt handeln,
haben wir geschaut, was genau gefehlt hat und inwieweit ihm es möglich ist, sich mit ihr anders vielleicht zu verbinden.
Und da haben wir darauf gekommen, dass auch die Situationen fehlten, miteinander zu sprechen.
Also, dass die gar nicht so im Alltag sich die Möglichkeit gegeben haben, ins tiefe Gespräch zu kommen.
Und dass sie jetzt versuchen wollen, durch am Anfang erstmal feste Gesprächsrunden auch mal sich neu kennenzulernen.
Wir hatten auch darüber gesprochen, dass es da ja auch Möglichkeiten und Unterstützung gibt, wie bestimmte Paarspiele, Kartenspiele, wo es einfach darum geht,
sondern wir haben auch gesagt, dass es da ja auch Möglichkeiten und Unterstützung gibt, wie bestimmte Paarspiele, Kartenspiele, wo es einfach darum geht,
so eine Anleitung zu haben, wie komme ich auch in die Tiefe von Gesprächen, also wenn dann Fragen gestellt, was der andere gerne mag oder was die Ziele sind,
was ist nochmal ein Traum von dir, dass man so ein bisschen so eine Anleitung hat, weil am Anfang ist es vielleicht komisch, wenn man sich gegenüber sitzt und sagt,
ja, wir sollen jetzt miteinander sprechen, sondern das auch so ein bisschen, ja, mit so einer kleinen Anleitung zu haben und dann zu schauen, wie fühlt sich das an.
Oh, das wäre eine spannende Podcast-Folge.
Wir beide müssten mal so, wenn wir oben die ganzen Spiele liegen, die es so gibt, wir haben die alle bestellt, die auf dem Markt sind immer und was ist uns angezeigt,
und testen die durch und gucken mal, sind das Spiele, die geeignet sind für Paare überhaupt, die in der Krise sich befinden, weil das Fazit ist, dass ganz viele dieser Spiele man nicht machen sollte, wenn man in der Krise ist,
sondern eher vorher oder später, wenn das verarbeitet ist, damit man eben, weil die schüren neue Konflikte, das sollte man machen, wenn das Fundament recht stabil ist.
Das wäre mal sehr spannend, wenn wir mal das Spiel hier als Podcast-Folge spielen würden.
Ja, das stimmt.
Das heißt, das Vertrauen ist dadurch wiederhergestellt worden, dass ihr nun,
ja, über diese ganzen
Wünsche, Bedürfnisse und Verletzungen gesprochen habt,
Lisa und Tim gelernt haben, wie man
darüber kommuniziert, sie wöchentliche
Reflexionsgespräche eingeführt haben,
wo sie dann dafür sorgen, dass sie einmal
schauen, ist unser Fundament weiterhin stabil,
sind alle Bedürfnisse gedeckt, fühlen wir uns
gesehen, anerkannt, geliebt, um
dann aber auch letztendlich zu wissen,
dadurch, dass ihr die Ursache herausgefunden habt,
wissen die beiden jetzt, worauf sie
in Zukunft sensibel achten dürfen, damit
das nicht wieder vorkommt.
Und dadurch entsteht das Vertrauen dann, ne?
Genau, das dauert natürlich seine Zeit,
das geht nicht von heute auf morgen,
aber sie gehen das
jetzt aktiv an.
Gut, kommen wir nochmal zum zweiten Paar.
Das zweite Paar, das haben wir sogar namenlos
diesmal, noch anonymer als Tim
und Lisa sozusagen, wir haben uns nicht mal
fremde Namen ausgedacht. Beide sind
Anfang 40, haben drei Kinder und er hat
kein Vertrauen mehr zu ihr, denn
seiner Meinung nach
bespricht sie
alle Probleme, die die
beiden als Paar haben, mit ihren Eltern,
und ihren Freundinnen. Das heißt,
wir sind hier jetzt ja im System
Gesetz 1, sie betreibt
anscheinend Ausschluss, indem
sie über ihn und ihre Beziehung
mit anderen reden und das für ihn unstimmig
ist. Genau, das muss man
sagen, ist auch leider ein Klassiker, das
kommt gar nicht selten vor.
Also davon gibt es sehr, sehr
viele Paare im Coaching, was ich schon erlebt
habe, die entweder das mit Freunden
besprechen oder Eltern sind
häufig auch noch so ein Ankerpunkt, dass man das mit den Eltern
bespricht. In der Wut, die Mutter
anruft, den Vater anruft und er sagt, der hat
wieder das und das und dann
Ausschluss begeht. Wie du sagst, Systemgesetz
Nummer 1. Ihre Begründung war, sie kann
nicht mit ihm sprechen. Das wollte ich gerade fragen,
warum das passiert, genau. Genau, sie kann nicht mit ihm
sprechen und muss es
natürlich irgendwie loswerden.
Das war ihre Begründung und
weil sie nicht mit ihm sprechen kann und sie möchte natürlich
die Kinder auch nicht belasten,
sagt sie,
sie hat dann meistens Freundinnen oder die Eltern
angerufen. Ich meine, der Punkt
ist, es ist schon mal gut, die Kinder nicht belasten zu wollen.
Weil das ist ja auch immer,
finde ich, sehr schwierig, wenn man
die Kinder zu seinen besten Freunden
macht und anfängt, die Kinder
über so beziehungsinterne
Dinge zu informieren, die wirklich
nur die Elternebene betreffen
und die auf einmal in die Elternebene
hochrutschen und
da so auf eine Ebene rutschen und
nicht mehr so richtig Kind sein dürfen.
Also bevor man das macht, ist tatsächlich das Bessere,
das mit anderen zu besprechen, aber
der Weg ist natürlich, das mit seinem Partner
zu besprechen und nicht zu kompensieren.
Denn das wird auf Dauer nicht funktionieren.
Ja, und es hat einfach bei ihm ein sehr
starkes, ungutes Gefühl gemacht, dass sie
das Wissen aus der Partnerschaft
einfach geteilt hat und er hat gesagt, ich weiß gar nicht,
was die Leute langsam noch schon alles von mir wissen.
Wenn ich dem beim Einkaufen
begegne oder bei einer Feier oder sonst was,
weiß jetzt die Freundin XY
von unserem letzten Konflikt letzte
Woche in Details oder
ja, und er hat es geführt, er
fühlt sich auch woanders nicht mehr so ganz
wohl.
Gut, dann ist ja jetzt die Ursache,
erst mal so grob,
dass sie nicht mit ihm sprechen kann,
sagt sie, und
dadurch sie bei anderen
das Ganze kompensiert.
Habt ihr dann mal genauer
geguckt, was denn die Ursache
dafür ist, dass sie nicht mit ihm sprechen kann?
Ja, es war ganz spannend, aber wenn
wir ein kleines Stück zurückgehen, nämlich
ihr war gar nicht so ganz bewusst,
dass sie so einen starken Aufschluss begeht.
Okay, also
ihr war die Problematik gar nicht so bewusst.
Genau, sie hat gesagt, naja, meine Freundin
erzählt mir auch,
oder meine Eltern erzählen mir ja auch von den Sorgen.
Also wir mussten erst mal so ein Verständnis
da reinbringen, warum das bei ihm
ein ungutes Gefühl macht.
Sie hat schon gesagt, ja, kann ich mir vorstellen, dass es nicht so gut ist,
aber so in der Tiefe hat sie ihn am Anfang nicht verstanden.
Und dann sind wir halt durchgegangen,
auch die einzelnen Verletzungen,
also wie immer,
systemgesetzgetreu sind wir zurückgegangen
an den Punkt, wo war es mal gut.
Und dadurch hat sie auch erst verstanden,
warum das bei ihm überhaupt eine Verletzung gemacht hat,
weil er dann einzelne Situationen als
Verletzung aufgezählt hat und auch gesagt hat, was ist
daraus entstanden. Also
wir haben uns gestritten, wie ich gerade sagte, und dann
sind wir nächste Woche bei deiner Freundin auf den
Geburtstag eingeladen und ich gehe da mit Bauchschmerzen
hin, weil ich denke, sie guckt
mich komisch an, was denkt die jetzt von mir?
Und das war ein Gedanke, den sie gar nicht
hatte.
Und dadurch haben sie erst mal
ein anderes Verständnis überhaupt zueinander
entwickelt, dass sie das
bei ihm sehen konnte und dann auch
die Verantwortung übernehmen konnte.
Und dann wurde die Stimmung untereinander erst mal weicher.
Das zeigt ja, finde ich, auch
sehr gut, dass was wir immer so als allererstes
in die Coachings einbringen,
dass jeder Mensch in guter Absicht
handelt. Das heißt, ihr war
gar nicht bewusst, dass das eine Verletzung
macht. Für sie war das
eher normal, weil das vielleicht ihr Freundeskreis
insgesamt so tut.
Und bei ihm macht es aber eine Verletzung.
Das zeigt eben immer, finde ich, wie wichtig
es ist, Verletzungen offen
auszusprechen, weil man eben
nicht davon ausgehen kann, dass
andere Menschen emotional genauso
ticken wie wir selbst.
Die haben andere Emotionen, andere Prägungen,
andere Werte, andere
Ansichten, selbst innerhalb der Beziehung.
Und das ist eben
wichtig, dass man da
offen ausspricht, was da los ist.
Und dann, nachdem wir die Verletzung
aufgelöst haben, ist ganz spannend,
dass er dann überhaupt auch als Gesprächspartner
für sie innerlich wieder
zur Verfügung stand.
Also
dadurch, dass die Stimmung
untereinander weicher geworden ist, mehr Verständnis
da war, konnte sie sich auch eher mal
vorstellen, es mal auszuprobieren,
mal erste Themen mit ihm zu besprechen,
wie sich das für sie anfühlt.
Also Stück für Stück
wieder Vertrauen aufzubauen.
Und das
hat von Coaching zu Coaching
ist das sozusagen ganz langsam, aber
es ist gut vorangegangen.
Und nochmal zu meiner Frage zurück.
Habt ihr denn rausgefunden, was war die Ursache
dafür, dass ihr Gefühl
so war, dass sie nicht mit ihm sprechen konnte?
Ja, das war ganz am Anfang der Beziehung eine
Verletzung, weil er,
ihr das Gefühl gegeben hat, in
verschiedensten Situationen, unter anderem mit den
Kindern, aber auch für sich, für sie selbst,
dass ihn das nicht
interessiert und dass sie übertreibt
und dass sie sich nicht gesehen gefühlt
hat. Und daraus hat sie dann für sich
andere Gesprächspartner gesucht, wo
sie diese emotionale Verbundenheit hatte.
Okay, und dann zum
Fazit, zum Thema Vertrauen
kann man sagen, ihr seid jetzt wieder
an den Punkt gegangen, wann war es mal gut. Genau.
Ihr habt die Verletzung gelöst,
ihr habt geschaut, warum ist bei ihr das Gefühl
entstanden, dass sie nicht mit ihm sprechen kann.
Ja. Ihr habt letztendlich
ja viele Verletzungen innerhalb des
Coachings gelöst, sodass da mehr
so eine Art Training
entstanden ist, wie man miteinander über
Bedürfnisse, Wünsche, Verletzungen spricht.
Genau. Sodass die beiden jetzt
den Austausch miteinander suchen können
und sie den Austausch mit anderen gar nicht mehr
braucht und ja auch jetzt reflektiert
und überhaupt für sich
greifbar gemacht wurde,
dass das überhaupt eine Verletzung macht und wie er sich
dabei fühlt, sodass sie darauf überhaupt das
erste Mal richtig eingehen konnte,
weil sie ja gar nicht wusste, dass das
bei ihm das Vertrauen beeinträchtigt.
Genau, dann ist ein neues
Wir-Gefühl entstanden bei beiden
und das hat natürlich auch da wieder
seine Zeit gebraucht,
aber
ihm hat das ganz viel
gutes Gefühl
gemacht, dass jetzt wieder so ein bisschen
der Rahmen geschlossen worden ist.
Okay.
Also kann man zusammenfassend nochmal für alles
weit sagen, wenn man so in diesem
Punkt angekommen ist, dass man
das Vertrauen nicht mehr so spürt,
dann bedeutet das normalerweise, dass
dem einiges an Verletzungen vorausgegangen
ist. Wir brauchen den Punkt, wann war es
mal gut, lösen die Verletzungen,
finden dabei auch häufig erstmal heraus,
was überhaupt den anderen genau verletzt,
weil viele das eben gar nicht so im Detail
besprochen haben und dort Unklarheiten
sind, Dinge einfach nur interpretiert
werden, aber gar nicht ausgesprochen waren
und dann kann man in Zukunft
durch neues Verhalten wieder Vertrauen
aufbauen. Genau.
Amen.
Sehr schön. Dann würde ich sagen, sind wir am Ende angekommen. Die beiden Paare sind gut vorgestellt. Ich hoffe, ihr konntet aus diesen Beispielen einiges für euch mitnehmen. Vielleicht könnt ihr daraus etwas für euch übertragen. Ansonsten meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch und natürlich freuen wir uns auch sehr, wenn ihr wieder bei der nächsten Folge einschaltet. Bis bald.
Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Podcast Summary
Key Points:
Ein stabiles Beziehungsfundament basiert auf gemeinsamen Werten, respektvoller Haltung und vor allem auf vertrauensvoller Zuverlässigkeit.
Vertrauen ist der Kern der Beziehung, und sein Verlust führt zu Misstrauen, Zweifeln und einer emotionalen Distanz.
Die Verletzung von Vertrauen beginnt oft in einem bestimmten Bereich (z. B. Zuverlässigkeit) und wird schnell auf andere Beziehungsbereiche übertragen.
Widersprüchliche Handlungen wie das Teilen von Beziehungsdetails mit Dritten verstärken das Misstrauen und schaffen eine Konfliktspirale.
Der Prozess der Wiederherstellung von Vertrauen beginnt mit der Rückkehr zu „wann war es mal gut“ und der klaren Aufarbeitung von Verletzungen.
Aktive Kommunikation, wöchentliche Reflexion und gemeinsame Werte- und Bedürfnisdiskussionen fördern eine neue, stabile Verbindung.
Viele Partner fühlen sich verletzt, wenn der andere Dritte über Beziehungsprobleme spricht, weil dies das Gefühl von Privatsphäre und Verbundenheit verletzt.
Vertrauen lässt sich langsam wieder aufbauen, durch bewusste Reflexion, Verständnis für andere Emotionen und konsequente, neue Verhaltensmuster.
Summary:
Ein stabiles Beziehungsfundament setzt auf gemeinsame Werte, Respekt und vor allem auf Vertrauen. Wenn Vertrauen verloren geht, entstehen Misstrauen, Zweifel und eine emotionale Abwesenheit, was zu Konflikten und einer Abnahme der Nähe führt. Das Vertrauen bröckelt oft in einem bestimmten Bereich, wie z.
B. bei Zuverlässigkeit, und wird dann auf andere Aspekte übertragen. Beispiele zeigen, wie der Kontakt mit Freunden oder Eltern als Komplikation entsteht, weil Partner sich nicht mehr gehört fühlen.
Der Wiederaufbau von Vertrauen beginnt mit dem Erinnern an „wann war es mal gut“, um die Ursachen der Verletzungen zu erkennen und zu verstehen. Durch Reflexion, offene Kommunikation, gemeinsame Gespräche und klare Werte- und Bedürfnisdiskussionen entsteht eine neue emotionale Verbindung. Selbst wenn Vertrauen langsam wiederhergestellt wird, ist es entscheidend, dass beide Partner verstehen, dass ihr Verhalten die andere verletzt – und dass dieser Punkt nicht nur über das eigene Gefühl, sondern über das Verständnis des Partners verstanden wird.
Die Lösung erfordert Geduld, Reflexion und eine gemeinsame Verpflichtung, die Beziehung nachhaltig zu stabilisieren.
FAQs
Ein stabiles Beziehungsfundament entsteht, wenn beide Partner gleiche Werte und Ziele teilen, sich im 'Wir-Gefühl' fühlen und sich gegenseitig wertschätzen und respektieren. Dazu gehört vor allem ein tiefes Vertrauen, das sich in Verlässlichkeit, Sicherheit und dem Wunsch, das Beste für den anderen zu tun, ausdrückt.
Vertrauen ist die Grundlage jeder gesunden Beziehung. Ohne es fühlen sich beide Partner häufig allein, zweifeln an der anderen und entwickeln Misstrauen, was zu emotionaler Distanz, Konflikten und dem Verlust der Verbindung führt.
Wenn das Vertrauen fehlt, entstehen Wut, Angst und Traurigkeit. Die Partner übertragen ihre Verletzungen auf andere Themen, fühlen sich zurückgewiesen und entwickeln eine Konfliktspirale, die zu emotionaler Distanz und sogar Trennungen führen kann.
Durch Reflexion über das 'Wann war es mal gut?' und die systematische Aufarbeitung früherer Verletzungen. Ein gemeinsames Verständnis für gegenseitige Gefühle und Wünsche, sowie regelmäßige tiefe Gespräche, fördern langfristig das Wiederherstellen des Vertrauens.
Weil das Fehlen von Vertrauen das Gefühl vermittelt, dass die Beziehung nicht mehr sicher oder verlässlich ist. Partner fühlen sich dann kontrolliert, überwacht oder verletzt, was zu Selbstzweifeln und einem Gefühl der Abgeschlossenheit führt.
Ja, beispielsweise das Nicht-Vertrauen in Zuverlässigkeit, das Teilen von Beziehungsdetails mit Dritten oder das Fremdküssen. Solche Ereignisse können als Verletzungen wahrgenommen werden und führen zu einer Abnahme des Vertrauens und einem Rückzug in die eigene Welt.
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