Für die Liebe kämpfen: Wann lohnt es sich wirklich?
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Die Folge beleuchtet, wann und warum es sinnvoll ist, für die Liebe in einer Beziehung zu kämpfen. Während Beziehungen phasenweise stabiler oder instabiler sind, kann das Nichtkämpfen zu einer Abwärtsspirale führen: emotionale Verletzungen verdrängen sich, Kompromisse werden unstimmig, und die Beziehung wird zunehmend entfremdet. Die Folgen umfassen mangelnde Wertschätzung, steigende Konflikte und eine zunehmende emotionale Distanz, die schließlich zu Trennungen führen kann. Entscheidend ist, dass Liebe nicht als Verpflichtung, sondern als Freiwilligkeit betrachtet werden sollte. Wenn beide Partner noch ein Gefühl der Verbundenheit oder Unsicherheit haben, lohnt sich ein aktiv gestaltetes Engagement – etwa durch emotionale Verarbeitung, regelmäßige tiefgehende Gespräche, geplante Paarzeit und stimmige Kompromisse. Diese Maßnahmen bauen ein stabileres Fundament auf und fördern emotionale Nähe. Professionelle Unterstützung wie Paarcoaching oder Paartherapie kann dabei entscheidend sein, um neutrale Perspektiven zu gewinnen. Der Autor betont, dass es wichtig ist, frühzeitig über Gefühle zu sprechen und nicht zu warten, bis Probleme groß werden. So kann eine gesunde Beziehung erhalten oder wieder aufgebaut werden – und Trennungen verhindert werden, wenn ein echtes Gefühl der Liebe noch vorhanden ist.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um das Thema für die Liebe kämpfen. Wann lohnt es sich wirklich?
Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
In einer Beziehung gibt es ja verschiedene Phasen. Einmal gibt es so die Kendent-Phase, wo man ja auch sagt, dass die Liebe so aufblüht, wo die Hormone verrückt spielen, man sich auf Wolke sieben fühlt.
Und es gibt aber auch Zeiten, in denen die Beziehung richtig auf die Probe gestellt wird.
Gibt es Kommunikationsprobleme, Vertrauensbrüche oder man stellt fest, wir haben doch ganz unterschiedliche Lebensziele und matcht das eigentlich noch.
Als Paar stellt man sich dann die Frage, wie soll es weitergehen? Es kommen Zweifel auf und viele Paare entwickeln aber trotzdem den Wunsch, dass sie sagen, ich möchte gern für die Liebe kämpfen.
Wir erklären euch, warum es so wichtig ist, die aktuell bestehenden Herausforderungen anzugehen und welche Probleme und Folgen ihr dadurch vermeiden könnt.
Außerdem geben wir euch fünf Tipps, durch die ihr eure Beziehung gezielt stärken könnt.
Ja, wir wünschen euch ein frohes Neujahr.
Wenn ihr diese Folge hört, dann haben wir bereits 2024. Wir hoffen, ihr hattet eine angenehme Weihnachtszeit, hoffentlich ohne familiäre Konflikte und emotionale Verletzungen.
Es ist ja doch für viele eine schwierige, heikle Zeit, wenn man dann mit der Familie zusammensitzt und diesen starken Wunsch nach weihnachtlicher Harmonie hat.
Zugehörigkeit.
Was eigentlich nicht funktioniert.
Weil man sich dann in der Zeit zwischen den Weihnachtsfesten doch nicht so gut versteht.
Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester ist ja auch für viele Menschen so eine Zeit der Reflexion, dass man nochmal überlegt, wie ist das Jahr gelaufen, wie soll das zukünftige Jahr laufen, was möchte ich verändern, möchte ich, dass es so weitergeht und wo dann natürlich auch all die Themen, die man so aus 2023 vielleicht noch so im Kopf hat, nochmal aufgewertet.
Und dann 2024 vor der Tür steht und man jetzt im neuen Jahr ist und denkt, puh, was mache ich denn jetzt? Wie soll es denn jetzt weitergehen?
Soll meine Beziehung so weiterlaufen? Bin ich nicht zufrieden? Das wird hinterfragt.
Dann natürlich vielleicht auch wichtig, dafür braucht es eigentlich kein Silvester.
Man kann eigentlich jederzeit sich und seine Beziehung reflektieren, gemeinsam ins Gespräch gehen und sagen, hey, das sind so ein paar Dinge, die passen.
Und es ist halt auch gerade genau richtig und wichtig, nicht immer bis Silvester zu warten und sich da zu reflektieren, sondern sich wirklich häufiger zu reflektieren und immer wieder an kleinen Punkten zu arbeiten, als zu warten, bis das Ding groß wird, bis die Probleme groß werden und dann die großen Probleme angehen zu müssen.
Ich glaube aber, diese Zeit zwischen Weihnachten und Silvester ist halt auch so eine Zeit, viele haben frei, es ist so ein gewisser Stillstand ja auch.
Man hat gerade so ein großes Ereignis hinter sich.
Mit Weihnachten. Und er hat ja auch alle vielleicht aus der Familie nochmal gesehen, hat mit vielen Menschen gesprochen, dass es dadurch auch so ein Druck entsteht.
Kommen wir mal zu den Problemen, die entstehen, wenn man eben nicht für die Liebe kämpft.
Denn dann bleibt die aktuelle Herausforderung weiterhin bestehen und wird Bestandteil des Alltags.
Dadurch entsteht, dass Gespräche sich im Kreis drehen und man keine Lösung findet.
Also nicht für die Liebe kämpft.
Kämpfen ist gemeint, dass man die Herausforderung nicht angeht, sondern dass man die deckelt, beiseite schiebt, verdrängt und einfach so weitermacht wie bisher.
Das heißt, man lebt ja dann dauerhaft weiterhin in den unguten Gefühlen.
Also man hat vielleicht immer noch dann natürlich die Kommunikationsprobleme, ist traurig darüber, dass man nicht offen aussprechen kann, was man denkt.
Man ist vielleicht immer noch wütend, weil man sagt, der andere versteht mich.
Der andere weiß gar nicht, wird er mich irgendwann mal verstehen.
Und dann natürlich auch die Angst, dass es vielleicht einfach immer so weitergehen wird.
Und dann auch so die Frage, vielleicht sich dann aufwirft, möchte ich das noch für mein Leben die nächsten fünf Jahre, die nächsten zehn Jahre.
Also es sind ja auch so Gedankenschleifen, die immer wieder denn hervorgerufen werden, wenn man in dieser Belastungssituation bleibt.
Ja und in der Konsequenz entstehen eine ganze Reihe von Folgen.
Die man natürlich für sich nicht haben möchte.
Ich habe gerade auch ein paar im Coaching, was ich in dem Bereich auch sehen würde, die eben dann lange Zeit Themen gedeckelt haben, verdrängt haben,
unstimmige Kompromisse eingegangen sind und das nicht so gesehen haben.
Und genau diese Dynamiken alle entstanden sind, wodurch dann irgendwann als Folge sie ausgesprochen hat, dass sie sich trennen will.
Und. Und die Gefühle nicht mehr so spürt.
Es gibt gar keinen richtigen Punkt, woran das liegt.
Und das war jetzt im ersten Coaching, das drehte sich erstmal nur darum, die wirklichen Ursachen zu finden.
Weil das denen selber halt gar nicht bewusst ist.
Also die selber wussten überhaupt nicht, wie das zustande gekommen ist.
Und dann haben wir uns gemeinsam auf die Suche gemacht.
Gab es bestimmte Verletzungen?
Gab es ausschlaggebende Verletzungen?
Gab es alles nicht.
Dann haben wir irgendwann den Dreh bekommen, woran das denn liegt.
Dass eben so dieses Gefühl von Liebe eher in Wellen da ist.
Mal mehr Verbundenheit, mal weniger Verbundenheit.
Das ist ja auch ganz normal in einer langjährigen Beziehung, dass es so Phasen gibt.
Und irgendwann ist halt diese Welle als nach unten ging nicht mehr hochgegangen, sondern ist weiter nach unten gesackt.
Und da war eben das Fass voll mit unstimmigen Kompromissen.
An dem Punkt ist das Fass eben vollgelaufen mit diesen unstimmigen Kompromissen.
Und dann geht nichts mehr rein, dann passt nichts mehr.
Und dann merkt man auf einmal, dass das unstimmig ist, wie man da ist.
Ist aber in seinen ganzen Routinen gefangen.
Und dann bleibt irgendwann nur noch dieses Gefühl übrig, dass man sich trennen möchte.
Ich glaube, das Problem ist auch, dass man ja ein gewissen Hamsterrad drin ist.
Und wenn ich mich entscheide, dazu für die Beziehung zu kämpfen, weiß ich ja, ich muss ja investieren.
Ich muss ja in die Veränderung gehen.
Ich muss ja etwas tun.
Und davor haben viele auch sehr viel Respekt.
Dass sie sagen so, ich weiß nicht, ob ich jetzt die richtige Zeit habe.
Das Kind kommt in die Schule, bald steht ein Jobwechsel an.
Kann ich diese Herausforderung jetzt auch noch annehmen?
Und zu sagen, jetzt drehe ich da nochmal an der großen Stellschraube.
Dann häufig auch so, der andere ist so, wie er ist.
Kann man das überhaupt noch ändern?
Es sind ja viele starke Glaubenssätze da drin, dass wir Menschen uns auch gar nicht selten gerne im Leid bewegen.
Weil auch das Leid, wenn das über Jahre ist, kann ja eine gewisse Vertrautheit auslösen.
Ja, da würde ich jetzt nicht gerne sagen, sondern da würde ich sagen, dass die Gewohnheit viel, viel stärker ist, als wenn man eben sagt, ich möchte etwas Neues machen.
Also Gewohnheit ist für uns extrem wichtig.
Gewohnheit und Automatismen sparen dem Gehirn Energien.
Und das ist ein sicherer Rahmen, selbst wenn der Rahmen nicht gut tut.
Aber der Rahmen ist sicher, weil ich weiß, was ich bekomme.
Ich bekomme halt ein gewisses Maß an Leid.
Das ich gelernt habe zu ertragen.
Aber das ist halt sicher.
Und Sicherheit und eben Gewohnheiten sind fürs Gehirn eben das, was am meisten zählt.
Und deswegen entstehen solche Situationen so.
Und was natürlich auch noch hinzukommt, wenn man das reflektiert und was verändern möchte, geht damit ja häufig einher,
dass man sich der emotionalen Verletzungen bewusst machen muss, die unter dem Deckel verdrängt worden sind.
Und dann entsteht. Dann entsteht natürlich, dass man auf die Beziehung blickt und merkt,
oh, die letzten fünf Jahre, zehn Jahre, manchmal länger, die waren ja gar nicht so stimmig und harmonisch.
Da gab es ja doch Probleme.
Der Partner sieht das dann das erste Mal, dachte vielleicht, dass er mit seiner Partnerin, seinem Partner, je nachdem, wie es aufgebaut ist,
dass man immer stimmige Kompromisse hatte, dass das im Einvernehmen war.
Dabei konnte vielleicht einer immer nur nicht Nein sagen.
Nicht für sich einstehen und ist immer über eigene Grenzen gegangen.
Und der andere dachte immer, es wäre völlig okay.
Da entstehen also viele, viele Folgen ja noch einfach draus.
Eine Folge ist auf jeden Fall, dass man immer mehr in diese Abwärtsspirale kommt.
Also Probleme bleiben natürlich weiterhin bestehen und es kommen immer neue Herausforderungen dazu.
Das führt dann wiederum zu einer Entfremdung.
Man hat keine emotionale Verbundenheit, sondern eher eine emotionale Distanz im Alltag.
Der Partner. Es entstehen Missverständnisse, die Konflikte häufen sich, emotionale Verletzungen werden stärker,
also typischerweise eskalieren Streitigkeiten stärker, die Emotionen kochen stärker hoch und es wird zeitlich enger getaktet.
Das heißt, es passiert immer häufiger und es sind immer mehr Kleinigkeiten, bei denen entsprechende Triggerpunkte,
Punkte getroffen werden und ungute Gefühle entstehen.
Das macht wiederum die Vertrauensbasis schwierig, es entsteht. entstehen Unsicherheiten, weil das Fundament immer instabiler wird.
Und dieses Nichtkämpfen für die Liebe kann dazu beitragen,
dass sich einer von beiden oder häufig auch beide ungeliebt und vernachlässigt fühlen.
Also sowas wie fehlende Anerkennung, fehlende Wertschätzung, fehlende Aufmerksamkeit,
dass man das Gefühl hat, man steht eigentlich in einer Beziehung alleine da.
Das wiederum macht natürlich eine starke Unzufriedenheit
und man hat gleichzeitig auch weniger Energie für andere Lebensbereiche.
Also für die Kinder, für die Arbeit, für Hobbys.
Also es hat immer eine Auswirkung auf das gesamte Leben häufig.
Und in besonderen Fällen kann natürlich auch das dazu führen,
dass eben Trennungsgedanken aufkommen oder eben auch die Beziehung beendet wird.
Ja, wir wollen nochmal auf die Frage,
eingehen, ob sich das lohnt, beziehungsweise wann lohnt es sich.
Das ist ja auch die Frage im Titel.
Wann lohnt es sich für die Liebe zu kämpfen?
Wir haben jetzt erstmal geschaut, was sind denn Probleme und Folgen,
wenn man nicht für die Liebe kämpft?
Das bedeutet, es nicht zu kämpfen hat halt viele negative Konsequenzen, die eintreten.
Also sollte man aus unserer Perspektive immer für die Liebe kämpfen,
wenn beide,
das Gefühl haben, die Liebe ist noch da.
Sobald einer von beiden das Gefühl hat, da ist keine Liebe mehr,
kann man immer noch dafür kämpfen.
Denn es gibt hier zwei Varianten unserer Erfahrung nach.
Die eine Variante ist, dass die Liebe wirklich nicht mehr da ist,
weil man sich schon innerlich lange Zeit verabschiedet hat,
also schon lange Zeit innerlich sich mit Trennung befasst
und dieser Weg sehr lange abgeschlossen ist
und wirklich die Gefühle auf diesem Weg angefangen hat,
sozusagen abzustochen.
Um überhaupt die Trennung durchführen zu können.
Dann ist das schwierig.
Dann geht es eher in die Trennungsbegleitung.
Was aber eben auch regelmäßig der Fall ist,
ist, dass die guten Gefühle gedeckelt werden durch emotionale Verletzungen.
Diese sogenannte Schutzmauer, die viele beschreiben,
um in der Zukunft nicht mehr so verletzlich zu sein.
Weil die Streitigkeiten, die Themen, die Dinge, die passiert sind,
die waren irgendwann so stark,
haben so stark verletzt,
dass man sich selber schützt.
Und man schützt sich eben einerseits,
indem man die negativen Emotionen deckelt,
andererseits, indem man die guten Emotionen deckelt.
Denn man ist nicht mehr so stark verletzt,
wenn das jemand ist, der einem nicht so viel bedeutet.
Dann ist die Verletzung nicht ganz so stark.
Man baut diese Schutzmauer auf.
Und das ist natürlich etwas, was man im Coaching lösen kann.
Das heißt, unserer Erfahrung nach lohnt es sich immer dann zu kämpfen,
wenn man sich sicher ist, dass noch Liebe da ist,
wenn man sich unsicher ist, ob noch Liebe da ist,
ob das vielleicht nur ein Deckel ist.
Und es lohnt sich eben eher nicht mehr für die Liebe zu kämpfen,
sondern eher in eine Trennungsbegleitung zu gehen
oder sich halt zu trennen, wenn man sich ganz sicher ist.
Ich verabschiede mich schon lange Zeit innerlich.
Das ist häufig ein Prozess über viele Monate,
manchmal zwei, drei Jahre,
wo man innerlich so diesen Entschluss gefasst hat,
ich lasse das so mit mir nicht mehr machen.
Ich will das nicht mehr.
Und dann innerlich,
wenn man innerlich schon mal anfängt, sich zu trennen,
immer mehr ins Ich-Gefühl hineingeht,
nach Wohnungen guckt,
vielleicht schon mal einen heimlichen Termin beim Rechtsanwalt gemacht hat
und all diese ganzen Dinge, die so eintreten,
bis man irgendwann an den Punkt kommt, wo man merkt,
alles klar, die Liebe ist weg.
Das ist auch so ein unbewusster Zyklus, der erst entsteht.
Irgendwann wird es bewusster.
Und irgendwann merkt man so, okay, die Liebe ist so weit weg.
Jetzt ist mir der andere gefühlzeitig nicht mehr so wichtig,
die negativen Auswirkungen,
der Beziehungsstreitigkeiten und Co. sind alle aber da.
Jetzt kann ich die Trennung aussprechen.
Jetzt habe ich mich ausreichend davon gelöst.
Dann ist wirklich die Trennungsbegleitung
oder eben das Trennung aussprechen das Richtige.
Dann kann auch der andere eben für die Liebe nicht mehr kämpfen.
Deswegen wäre es eben schön,
wenn man sehr, sehr frühzeitig ausspricht, was ist,
möglichst früh sein Gefühl ausspricht und sagt,
ich fühle eine Unsicherheit,
damit man gemeinsam kämpfen kann.
Weil der Punkt ist natürlich immer sehr, sehr wichtig.
Und das ist sehr, sehr schade für beide.
Vor allen Dingen auch für den,
der dann vor vollendete Tatsachen gestellt wird.
Jetzt nochmal zwei Fragen, die häufig aufkommen.
Ist man dazu sozusagen verpflichtet, für die Liebe zu kämpfen?
Also das ist ja auch immer eine Frage,
die im Coaching immer ist.
Wie ist es denn aufzugeben?
Ja, es ist immer so dieses Aufgeben, Scheitern.
Ja.
Also ich kann das, also für viele Menschen
ist der Punkt immer, dass sie sagen,
ich versuche es jetzt noch einmal,
weil ich möchte das Gefühl haben,
alles versucht zu haben.
Um dann sozusagen auch den Punkt
als Rechtfertigung für sich zu haben, fürs Leben.
Ich habe es ja nochmal versucht.
Was ich auch tendenziell richtig finde.
Ja.
Denn dann hat man auch für sich eben alles abgeschlossen,
für den Partner, aber auch vielleicht für die Kinder
alles abgeschlossen und kann sagen,
wir haben alles probiert.
Und das ist eben für viele ja so ein innerlicher Punkt zu sagen,
dann kann ich jetzt da auch den Haken dran machen,
das ist für viele die Unterstützung loslassen zu können.
Und das wäre so auch die zweite Frage.
Lohnt es sich für die Liebe zu kämpfen für die Kinder
oder für andere Sachen, die man sich aufgebaut hat?
Die Antworten würde ich sagen, sind immer die gleichen.
Wenn Liebe noch da ist oder Unsicherheit da ist,
dann lohnt es sich, das zu kämpfen.
Wenn jemand ganz sicher weiß, ich fühle das nicht mehr,
das passt nicht mehr, es geht einfach nicht mehr
und in meinem Gefühl bin ich mir sehr sicher,
wenn ich daran denke, mich getrennt zu haben,
wenn ich daran denke, wie ich dann in meiner eigenen Wohnung bin,
dann fühlt sich das wie Leichtigkeit an.
Ja, wie Erleichterung.
Macht ein richtig gutes Gefühl, ich bin wieder selbstständig,
selbstbestimmt, kann auf mich achten,
da fühle ich mich total gut dabei.
Na klar ist das blöd, dass ich meinen Partner verletzen muss,
ich mag den ja trotzdem irgendwie, ich will den ja nicht verletzen,
aber ich fühle dann Leichtigkeit,
dann ist das ein Signal, wo man dann einfach sagt,
das wird auch nicht mehr gehen.
Der Punkt, finde ich, ist auch immer schwierig,
wenn viele sagen, ja, wir können ja auch der Kinder wegen zusammenbleiben,
also für die Kinder das alles machen,
da wird halt, wie du schon sagst, der Punkt des Gefühls vernachlässigt.
Also Liebe ist ja eine Freiwilligkeit
und keiner möchte, dass der andere mit einem zusammen ist,
aufgrund einer Verpflichtung,
sondern jeder möchte da auch wirklich ein ehrliches Gefühl haben.
Naja, und man bleibt für die Kinder,
die Kinder ja zusammen, wenn man das vernünftig macht,
als Elternpaar, eben nicht mehr als Liebespaar
und auch da gibt es ja bestimmte Modelle,
wenn man jetzt das Nestmodell nimmt,
also es gibt ja auch Möglichkeiten, wie man das so aufbaut,
dass die Kinder möglichst viel aus ihren Gewohnheiten
und Sicherheiten behalten dürfen,
je nachdem, welche Möglichkeiten man da natürlich auch einfach hat,
worauf man sich einlassen kann,
aber die Basis für all das ist immer,
dass man auch, wenn man sich trennt,
das Fundament als Elternpaar stabilisiert,
damit man gemeinsam die besten Lösungen für die Kinder,
findet.
Wir haben dazu einen Blogartikel geschrieben,
in dem wir nochmal detailliert auf dieses Thema eingehen
und eben die wichtigsten Aspekte für euch zusammengefasst haben,
also wenn ihr auch gerne lest oder das durcharbeiten möchtet,
dann schaut bei uns im Blog vorbei,
sollte euch das Thema betreffen und ihr merken,
ihr seid an einem Punkt angekommen,
wo ihr für die Liebe kämpfen wollt,
was verändern wollt, eure Beziehung retten wollt
oder ihr seid an einem Punkt angekommen,
wo ihr merkt, wenn wir jetzt nicht was machen,
dann könnte in zwei, drei Jahren eine Krise entstehen,
super, dann macht was,
weil das wird dann auch kommen,
wenn jetzt schon die Gedanken so sind,
dann kommt das sehr wahrscheinlich,
dann macht lieber früher was, als wenn es zu spät ist
und meldet euch bei uns fürs telefonische Erstgespräch,
wir schauen kurz, was euer Thema ist,
was euer Ziel ist
und sehen dann, ob wir euch dabei gut unterstützen können
und dann geht es für euch in die nächsten Schritte
mit uns gemeinsam ins Coaching.
Kommen wir einmal zu den Lösungsansätzen.
Fünf Tipps, um wieder aufeinander zuzugehen
und die Liebe zu stärken.
Erstens, löst emotionale Verletzungen
und ungute Gefühle nachhaltig auf.
Das ist dann quasi das Fundament, von dem wir sprechen.
Die Beziehung zwischen euch beiden
und auch die Liebe zwischen euch beiden
ist dann natürlich gefestigt,
wenn euer Fundament vollkommen stabil ist.
Das heißt, ihr habt keine Offenheit,
keine offenen emotionalen Verletzungen mehr.
Ihr habt keine unguten Gefühle.
Der Moment, wenn ihr zurückgeht an den Punkt,
wann war es mal gut,
der ist vor wenigen Minuten
oder der ist jetzt in diesem Moment.
Das heißt, es ist wirklich gut zwischen euch.
Der zweite Punkt,
arbeitet aktiv an eurer Kommunikation in der Beziehung.
Da spielt der erste Punkt auch so ein bisschen rein.
Wenn man nämlich ein starkes Fundament hat,
hat man auch die Haltung zueinander,
dass man aussprechen kann,
was einen beschäftigt,
man kann Verletzungen offen ansprechen,
aber auch einfach Gedanken und Wünsche.
Und das ist auch ein ganz wichtiger Punkt in der Kommunikation,
um auch eine emotionale Verbundenheit aufzubauen,
dass man regelmäßig miteinander spricht,
aber auch in der Tiefe miteinander spricht,
dass man nicht nur Tür- und Angelgespräche
über Organisation, über Verwaltung des Alltags hat,
sondern dass man auch über persönliche Gedanken sprechen kann,
die einen tief beschäftigen
und man das Gefühl hat, das kommt bei dem anderen an.
Dafür nutzt zum Beispiel wirklich terminierte Reflexionsgespräche.
Holt euch, wenn ihr Eltern seid, dafür einen Babysitter, geht gemeinsam regelmäßig spazieren und sprecht über eure Beziehung, über Veränderungen, worüber seid ihr eher unglücklich, was ist nicht so gut gelaufen, worüber seid ihr aber auch sehr zufrieden, was hat sich verändert und nutzt vielleicht auch nochmal andere Möglichkeiten, euch im Bereich der Kommunikation zu bilden.
Das Thema ist Sprachen der Liebe, ein schönes Buch, was man sich durchlesen kann, auch bei uns im kostenlosen Kurs drin, den wir haben, im Videokurs wird das auch gezeigt mit den fünf Sprachen der Liebe oder guckt auf eure sogenannten Metaprogramme, wie filtert ihr Dinge in der Kommunikation, das ist wichtig, dass man das von sich selber weiß, aber auch von der Partnerin weiß, um Missverständnisse nicht mehr zu haben, die zu Verletzungen führen, was gar nicht passieren müsste,
wenn man weiß, was passiert.
Da gibt es eine wunderbare Seite, nlp.at, dort gibt es den Metaprogrammetest, kann man wunderbar für sich durchlaufen, dauert pro Person vielleicht eine Viertelstunde und dann weiß man, wie man filtert, kann das abgleichen und gucken, wo hat man die größten Differenzen, denn das werden die Punkte sein, wo man tendenziell in Missverständnisse gerät.
Der dritte Punkt, das hatten wir eben schon so ein bisschen angesprochen, reserviert euch auch einen stressigen Alltag.
Zeit füreinander, also bewusst Paarzeit einzuplanen, das kann sein durch einen Babysitter, das kann aber auch einfach Zeit sein, wenn das Kind schläft, also abends und es ist auch nicht wichtig, dass das immer zwei Stunden sind, das können auch intensive 20 Minuten sein, die man mal in Ruhe spricht, auf ein Getränk abends noch und man trotzdem früh schlafen geht, also da so ein bisschen kreativ zu sein, auch zu überlegen, was könnten diese Ankerpunkte sein und wie können wir vielleicht nicht einen langen Zeitslot hinkriegen, sondern mehrere kleine Momente im Alltag.
Wo wir einfach uns emotional miteinander verbinden können.
Im besten Fall ja beides, viele kleine Momente und dann auch einige besondere Lebensmomente, weil es geht ja in der Paarzeit eben ja darum, dass man sich als Liebespaar fühlt, das hat man natürlich im Alltag in den kleinen Momenten, aber um eben auch keine Langeweile aufkommen zu lassen irgendwann und zu merken, hey, wofür sind wir eigentlich da, dass eben auch die Abenteuer da sind, dass man gemeinsame Lebensmomente kreiert.
Die einen eben als Liebespaar zusammenschweißen.
Der vierte Punkt, seid offen für stimmige Kompromisse, die euch weiterbringen. Ein ganz häufiges Thema, Kompromisse finden, die wirklich stimmig für beide sind, haben wir auch schon eine Podcast-Folge zu aufgenommen, ist auch Teil unseres neu überarbeiteten Kurses.
Wir haben ein Video ergänzt, vorher hatten wir immer fünf Videos, die kostenfrei verfügbar waren, jetzt sind es sechs, nämlich das Thema stimmige Kompromisse finden ist dazugekommen, weil wir gemerkt haben, dass das,
ich würde sagen, in 99, irgendwas Prozent aller Paare, die bei uns im Coaching sind, ein extrem wichtiges Thema ist, wie finde ich wirklich stimmige Kompromisse, denn da ist häufig ein falsches Bild von gelehrt worden oder im Umsatz, was es heißt, einen Kompromiss zu finden.
Für die meisten ist es ja, man geht aufeinander zu, also jeder von beiden, der nimmt Nachteile in Kauf, um sich irgendwie in einer Mitte zu treffen, das ist aber eben kein stimmiger Kompromiss.
Genau.
Wenn euch das interessiert, dann schaut mal in der Liste runter, vielleicht so sieben, acht Folgen zurück, müsste stimmige Kompromisse als Folge für euch da sein.
Und der letzte Punkt, um wieder aufeinander zuzugehen und die Liebe zu stärken, wäre eine professionelle Unterstützung in Form von einer Paartherapie oder einem Paarcoaching, also sich eine Unterstützung dazu zu holen in Form von einer dritten Person, die neutral von außen betrachtet mal auf die Problematik schaut und mal schaut, wo kann man ansetzen,
um nochmal.
Ja, das ist dann auch so der Zeitboost so ein bisschen.
Also man kann natürlich selber daran arbeiten, Podcastfolgen hören, Blogartikel lesen, Videokurse durcharbeiten, das funktioniert alles, gerade wenn man die Zeit dafür auch hat, aber wenn man an einem gewissen Punkt ist und auch sagt, Mensch, das soll jetzt nicht mehr ewig so weitergehen, wir möchten jetzt hier möglichst schnell was drehen und verändern und in eine Aufwärtsspur.
Wir hoffen, euch hat diese Folge gefallen und freuen uns natürlich sehr, wenn ihr uns gut bei Apple, Spotify und Co. bewertet, wenn ihr diese Folge hört, sodass wir ein Gefühl dafür kriegen und auch motiviert werden, weiterhin diese Folgen für euch aufzunehmen.
Da steckt immer viel Arbeit drin in der Recherche, Vorarbeit, sich die Probleme folgen.
Und Lösungen anzuschauen, das macht wahnsinnig viel Spaß und wir freuen uns auch sehr, wenn ihr uns eure Geschichte erzählt, wie ihr mit dem Podcast gearbeitet habt.
Das passiert immer häufiger, dass Paare uns schreiben und uns mitteilen, welche Themen sie durch den Podcast lösen konnten und wie sie damit gearbeitet haben.
Auch mit unseren Podcast Workbooks, die wir zur Verfügung stellen, jede Folge gibt es ein zwei- bis dreiseitiges Workbook, was man sich dazu ansehen kann.
Und das ist natürlich für uns.
Ein enormer Antreiber und eine enorme Motivation.
Wir sind transparent, wie immer.
Wir wollen natürlich auch mit Paaren, die ins Coaching kommen, Geld verdienen.
Sonst können wir dieses ganze Konstrukt nicht aufrechterhalten.
Aber wir freuen uns natürlich sehr, sehr darüber, wenn wir die Erfahrung von euch mitbekommen, ihr uns erzählt, wie ihr es geschafft habt, vielleicht durch den Podcast, durch Workbooks an eurer Beziehung zu arbeiten.
Danke fürs Zuhören.
Bis bald.
Auf Wiedersehen.
Podcast Summary
Key Points:
Es lohnt sich, für die Liebe zu kämpfen, solange Liebe oder Unsicherheit vorhanden ist, da sonst negative Folgen wie Entfremdung, emotionale Verletzungen und eine Abwärtsspirale entstehen.
Das Nichtkämpfen führt dazu, dass sich Verletzungen und ungerechte Kompromisse verdrängen, was langfristig zu einer Entfremdung und einem Gefühl der Vernachlässigung führt.
Ein stabiles Fundament aus behandelten emotionalen Verletzungen ist die Grundlage für eine wiederaufbauende Liebe und emotionale Verbundenheit.
Regelmäßige, tiefgehende Kommunikationsgespräche fördern eine gegenseitige Wertschätzung und stärken die emotionale Bindung im Paar.
Kleine, bewusste Momente der Paarzeit und gemeinsame Lebensmomente stärken die Erfahrung von Liebe und verhindern Langeweile.
Stimmige Kompromisse, die beide Seiten erfüllen, sind entscheidend, um ein gegenseitig akzeptables und nachhaltiges Zusammenleben zu schaffen.
Professionelle Unterstützung durch Paartherapie oder Coaching hilft, neutrale Perspektiven zu gewinnen und konkrete Lösungen zu finden.
Die frühzeitige Anerkennung von Unsicherheiten ermöglicht eine gemeinsame Entwicklung und verhindert, dass sich Trennungen aus Entwicklungsverzögerungen ergeben.
Summary:
Die Folge beleuchtet, wann und warum es sinnvoll ist, für die Liebe in einer Beziehung zu kämpfen. Während Beziehungen phasenweise stabiler oder instabiler sind, kann das Nichtkämpfen zu einer Abwärtsspirale führen: emotionale Verletzungen verdrängen sich, Kompromisse werden unstimmig, und die Beziehung wird zunehmend entfremdet. Die Folgen umfassen mangelnde Wertschätzung, steigende Konflikte und eine zunehmende emotionale Distanz, die schließlich zu Trennungen führen kann.
Entscheidend ist, dass Liebe nicht als Verpflichtung, sondern als Freiwilligkeit betrachtet werden sollte. Wenn beide Partner noch ein Gefühl der Verbundenheit oder Unsicherheit haben, lohnt sich ein aktiv gestaltetes Engagement – etwa durch emotionale Verarbeitung, regelmäßige tiefgehende Gespräche, geplante Paarzeit und stimmige Kompromisse. Diese Maßnahmen bauen ein stabileres Fundament auf und fördern emotionale Nähe.
Professionelle Unterstützung wie Paarcoaching oder Paartherapie kann dabei entscheidend sein, um neutrale Perspektiven zu gewinnen. Der Autor betont, dass es wichtig ist, frühzeitig über Gefühle zu sprechen und nicht zu warten, bis Probleme groß werden. So kann eine gesunde Beziehung erhalten oder wieder aufgebaut werden – und Trennungen verhindert werden, wenn ein echtes Gefühl der Liebe noch vorhanden ist.
FAQs
Es lohnt sich, wenn beide das Gefühl haben, dass noch Liebe da ist – auch wenn es Unsicherheiten gibt. Wenn sich einer jedoch sicher ist, dass die Liebe weg ist, ist ein Kampf sinnvoll, aber eher eine Trennungsbegleitung oder Trennung angebracht.
Die Probleme bleiben bestehen, führen zu einer Abwärtsspirale mit zunehmenden Konflikten, Verlust von emotionaler Verbundenheit und einer allmählichen Entfremdung zwischen den Partnern.
Schutzmauern entstehen, wenn emotionale Verletzungen zu stark waren, um sich nicht weiter zu verletzen. Dadurch werden sowohl negative als auch positive Gefühle verdrängt, was die Beziehung langfristig schwächt.
Durch offen und nachhaltig die verdrängten Emotionen anzusprechen und gemeinsam auf die Ursachen zu kommen, wird das Fundament der Beziehung stabilisiert und die emotionale Verbindung gestärkt.
Man sollte emotionale Verletzungen lösen, die Kommunikation verbessern, gemeinsame Paarzeit planen, stimmige Kompromisse finden und gegebenenfalls professionelle Unterstützung wie Paarcoaching in Anspruch nehmen.
Nein, man ist nicht verpflichtet. Es hängt davon ab, ob noch Liebe da ist oder ob sich bereits ein innerlicher Entschluss zum Ende der Beziehung gebildet hat.
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