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Fremdgehen verzeihen: So haben es andere Paare gemacht!

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Fremdgehen verzeihen: So haben es andere Paare gemacht!

Fremdgehen ist ein tiefgreifendes Ereignis, das nicht nur die emotionale Verletzung, sondern auch die Identität und das Vertrauen in eine Beziehung erschüttert. Im Gegensatz zu Affären, die sich über Zeit spannen, ist Fremdgehen oft plötzlich und offenbar, was eine unmittelbare Krise auslöst. Beide Partner leiden unter Verletzungen: der eine fühlt sich entletzt, der andere verliert das Gefühl der Kontrolle und Sicherheit. Der größte Hinderung bei der Wiederherstellung ist das Misstrauen, das durch Verheimlichung und Lügen entsteht. Dieses muss vollständig verarbeitet werden, bevor neues Vertrauen aufgebaut werden kann. Einen entscheidenden Beitrag leisten Glaubenssätze, die das Paar in eine cycle von Wiederholung bringen, wie zum Beispiel „Fremdgehen bedeutet immer Fremdgehen“. Um die Beziehung zu retten, werden Verletzungen, Bedürfnisse und Kommunikationsmuster systematisch aufgearbeitet. Dazu führen regelmäßige Reflexionsgespräche, klare Werte und einander vertrauensvolle Gespräche zu einer stärkeren Identifikation und gegenseitigen Verantwortung. Ob das Paar bleibt, hängt davon ab, ob beide ein Gefühl der inneren Stabilität und Sicherheit entwickeln können. Die Coaching-Einblicke zeigen, dass auch komplexe Situationen wie Familienstrukturen, berufliche Belastungen oder fehlende emotionale Kommunikation eine wichtige Rolle bei der Krisensituation spielen. In den Beispielen wird deutlich, dass eine tiefe, ehrliche Kommunikation – unabhängig von der Wiederaufnahme der Beziehung – notwendig ist, um echte Heilung zu ermöglichen. Die Lösung geht nicht nur über das „Verzeihen“ hinaus, sondern erfordert eine tiefgreifende Überarbeitung der Beziehungswerte und der inneren Sicherheit.

Transcription

7943 Words, 48809 Characters

German
Was würdest du sagen, wie oft ist das Thema Fremdgehen Thema bei dir im Coaching? Sehr häufig. Also am häufigsten ist bei mir im Coaching momentan, ich würde sagen, das letzte halbe, dreiviertel Jahr das Thema Affäre. Und dann kommt auch manchmal das Fremdgehen. Ein zweiter, dritter Stelle würde ich sagen. Und gibt es da einen signifikanten Unterschied im Lösen? Also ist es einfacher, ein Fremdgehen zu lösen, also emotionale Verletzungen zu lösen, als bei einer Affäre? Es ist ja vom Vorgehen her gleich, das zu lösen. Ich würde sagen, meiner Erfahrung nach finde ich Affäre ein bisschen schwieriger zu lösen, weil Affäre über einen längeren Zeitraum geht. Das ist ja nichts Einmaliges. Das ist ja der Unterschied zum Fremdgehen. Und da meistens auch emotional die Menschen noch… …verletzter sind. Die haben sich mehrfach getroffen, haben vielleicht auch mal zum Abendbrot irgendwo im Hotel was gegessen und sich ausgetauscht. Beim Fremdgehen ist es häufig so, das ist so eine einmalige Sache und häufig auch sehr stark aufs Körperliche bezogen in Bezug auf Feiern, Alkohol und so weiter. Damit befassen wir uns heute mehr mit dem Thema Fremdgehen, Verzeihen. Wir wollen heute mal schauen, wie haben andere Paare das geschafft? Natürlich insbesondere bei uns im Coaching. Wir wollen euch Einblicke geben in zwei Beispiele von Inas Paaren, wo du mit Paaren das Thema gelöst hast. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Here's your story, let's begin. The water's fine, come on, dive in. The future's here, it's right before your eyes. Fremdgehen ist einfach ein Ereignis, was extrem verletzend ist für die Person, die das herausfindet oder die das gesagt bekommt. Und es wirft natürlich auch einige Fragen häufig auf. Also Probleme und Fragen. Man fragt sich, warum hast du das gemacht? Wann hast du das gemacht? Wer ist die Person? Warum hast du nicht gesagt, dass du unglücklich bist? Also es ploppen gleich ganz viele Fragen auf und gleichzeitig entstehen Probleme, weil man auch das Gefühl hat, okay, das kann so nicht mehr mit uns weitergehen. Und es fühlt sich jetzt vor einmal alles ganz komisch an, weil du vor einmal der Mensch bist, von dem ich das am wenigsten erwartet hätte. Und da ist so eine Verletzung auf dieser Werte-Ebene, die sehr entscheidend ist. Ich habe immer das Gefühl, manche Krisen, die bahnen sich ja so an und entwickeln sich und man sieht das auf eine bestimmte Art und Weise kommen, ist nicht so überrascht, während beim Fremdgehen so eine Plötzlichkeit entsteht. Zwar lag vorher schon was vor, also normalerweise hat es vorher schon. Aber durch das Fremdgehen ist einem schlagartig bewusst, jetzt sind wir voll in der Krise drin. Jetzt geht es um alles oder nichts. Ja, das ist auch viel auf Identitätsebene. Ich hatte jetzt ein Coaching letzte Woche, da sagte die Frau, jetzt gehöre ich zu den Frauen, die schon mal in ihrem Leben betrogen worden sind. Und das fand ich echt krass, weil das total auf Identitätsebene natürlich ist. Ich bin die und die Frau jetzt durch diese Verletzung. Und damit sind wir ja auch gleich. Ich bin ja auch gleich konfrontiert mit Glaubenssätzen. Also wer einmal fremd geht, geht immer fremd und so weiter. Oder wenn man vor den Glaubenssatz hatte, der auch häufig sehr stark ist, ich werde nie so etwas verzeihen können. Dann steht man vor einmal da und denkt sich so, Gott, jetzt habe ich ja auch noch eigene Probleme, weil kann ich jetzt eigentlich gegen diesen Wert handeln und dem nochmal eine Chance geben? Super spannend eigentlich im Coaching zu sehen, was ploppt dann noch sozusagen daneben noch so auf? So ein kurzer theoretischer Einblick, warum Fremdgehen überhaupt so dramatisch im Gefühl ist. Wir haben ja die Systemgesetze. Systemgesetz 1 ist Zugehörigkeit kein Ausschluss. Und das bedeutet, wenn wir ein Paar sind, dann wollen wir uns zugehörig fühlen. Und das bedeutet bei uns normalerweise, wie wir sozialisiert sind, dass wir eine monogame Beziehung führen, die nur zwischen uns beiden stattfindet. Ausschluss, der passieren kann, ist, wenn sich einer von uns beiden vom anderen trennt. Das ist normalerweise so in der Beziehung erstmal das Schmerzhafteste, was passieren kann. Und danach folgt für die meisten Menschen eben eine Affäre, Fremdgehen oder auch sich fremd zu verlieben als die nächst schwereren Ausschlüsse, die man so hat. Und da dieses Gefühl so aus der Evolution heraus so existenziell ist, fühlen wir uns davon so wahnsinnig bedroht, wenn das passiert. Dass dann, gerade wenn man schon Kinder hat, ein Haus gemeinsam hat, das ganze Umfeld zusammen aufgebaut hat, all das sich bedroht anfühlt und dann tatsächlich existenziell wird. Ja, du sagtest eben, dass wir ja monogam geprägt sind. Auch dazu habe ich gerade ein Beispiel aus letzter Woche. Das stimmt wirklich. Man wird jetzt denken, ich habe mir das jetzt ausgedacht, aber es ist wirklich auch letzte Woche passiert, dass jemand gefragt hat, ob das nicht dann einfacher wäre, grundsätzlich die Beziehung immer offen zu halten. Also eigentlich grundsätzlich nur offene Beziehungen einzugehen im Leben, weil dann würde man ja sehr viele Verletzungen schon ausschließen. Also spannender Blickwinkel, finde ich. Da haben wir so ein bisschen über offene Beziehungen gesprochen, dass häufig ja Menschen, die eine offene Beziehung haben, da ja aber auch Regeln haben. Also da ganz klar abgesteckt ist, was heißt das, die Beziehung zu öffnen, was soll der andere wissen, was nicht. Und auch da ist es natürlich umso mehr wichtig, sich daran zu halten, weil man ja so ein Vertrauen hat. Also wenn es einen Vertrauensvorschuss gibt, da können auch Verletzungen entstehen. Aber natürlich kann man sagen, wenn man eine offene Beziehung hat und jemand würde dann mit einer anderen Frau oder einem anderen Mann schlafen, wäre es natürlich wahrscheinlich kein Fremdgehen. Naja, dann wäre das vielleicht nicht so. Man müsste eben schauen, was dadurch vielleicht für neue Auswirkungen und Konsequenzen entstehen. Absolut. Denn das System wird ja komplexer und schwieriger. Während das jetzt nur zwischen uns beiden stattfindet, müssen wir auf einmal noch vielleicht auf die Bedürfnisse. Die Bedürfnisse, Wünsche, Gefühle drei, vier anderer Leute achten. Fünf, sechs, ja. Und das zeigt sich dann ja schon in Patchwork-Konstellationen, wie schwierig das sein kann, wenn man eben dann noch die anderen Väter, Mütter und all das und dein System, mein System und hier und die Kinder und dann wird es eben komplex und eben gar nicht so einfach, die Systemgesetze einzuhalten. Übrigens, falls ihr euch fragt, warum Ina gerade bei Monogamie so lachen musste, wir haben vorher rumgewitzelt und das wurde rausgeschnitten. Also ihr habt den Witz leider nicht verstanden. Das haben wir nicht mitbekommen an der Stelle. Ja. Deswegen, ich musste noch ein bisschen grinsen. Also Ina hat nicht wegen Monogamie gelacht, sondern einfach, weil wir zwischendurch spätestens. Sie waren sehr lustig, aber wir können sie leider nicht drin lassen. Wir müssen sie an der Stelle rausnehmen. Es ist ein kleines Problem momentan von uns, dass man natürlich auch einfach, wenn man einen Podcast aufnimmt, irgendwann so evergreen hat und dann sagt einer was und dann ist es vorbei. Die dann eben rausgeschnitten werden, sehr zur Belustigung unseres Cutters. Ja, aber manches lassen wir immer mal gerne drin, aber eben dann nicht alles. Vielleicht ist das ja nicht die erste Folge, die ihr bei uns hört. Wir würden uns sehr, sehr freuen, wenn ihr uns bewertet. Das funktioniert bei Apple ganz einfach mit Sternen, anonym. Bei Spotify genauso. Auch da kann man zumindest mit dem Smartphone Sterne vergeben. Wenn man das jetzt auf dem Desktop oder ich glaube auch auf dem Tablet hört, dann nicht. Und da würden wir uns natürlich sehr freuen, wenn ihr uns da ein paar Sterne. Im besten Fall fünf hinterlasst, denn bei YouTube, da ist es natürlich ein bisschen einfacher in Kommunikation zu treten. Da bekommen wir von euch ein Feedback. Bei den Podcasts ist meistens das einzige Feedback, was wir haben, dass ihr uns eine Bewertung hinterlasst und wir eben sehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind oder dass wir was optimieren dürfen. Lass uns mal zu den Problemen kommen, die es auslöst, wenn jemand fremdgegangen ist. Eines der ganz großen Probleme ist natürlich. Natürlich der Vertrauensverlust. Man hat der anderen Person vertraut, man hatte den gemeinsamen Wert Treue definiert für sich. Denn wie du sagtest, Systemgesetz Nummer 1, Ausschluss, derjenige hat einen ausgeschlossen und damit ist auch erstmal das Vertrauen häufig stark erschüttert oder manche sagen auch komplett weg. Weil man sagt, ich bin von meinem Erfahrungswert über die Menschen gerade so erschüttert, dass du als mein engster Vertrauter so etwas getan hast, dass das Vertrauen weg ist. Man nennt auch alles andere schnell anzweifelt. Also alle Sachen, wo man irgendwie eine Unsicherheit in den letzten fünf Jahren gefühlt hatte, da fängt man dann an, darüber nachzudenken, zu sagen, ja, aber die Story, kann ich dem denn vertrauen? Stimmte das denn? Da hatte ich auch schon ein Gefühl. Eine sehr schwierige Situation. Ich erlebe auch in den Coachings, dass auch derjenige, der fremdgegangen ist, auch von sich selber enttäuscht ist, dass das passiert ist, denn regelmäßig sind das ja langjährige Beziehungen, die auch treu geführt worden sind. Und wo derjenige sich selber fragt, warum ist mir das passiert? Das hätte ich nie von mir gedacht. Auch das ist ja ein Punkt, der entsteht. Und dann betrifft natürlich beide das Thema der emotionalen Verletzungen. Beide haben einen Mix unterschiedlichster Gefühle. Bei dem einen natürlich logischerweise dieser Ausschluss. Es wurde fremdgegangen. Es wurde etwas Intimes mit einer anderen Person geteilt, was man exklusiv für sich eigentlich haben wollte. Und auf der anderen Seite steht aber auch häufig, dass vorher ein Mangel da war, vielleicht eine Liebe, Zuneigung, Anerkennung, wiederum dann. Ich würde sagen, in 90 Prozent der Fälle, die wir bei uns haben, ist das Fremdgehen aufgeflogen und nicht ausgesprochen worden, sodass eben dabei meistens eben auch noch so etwas hinzukommt, wie ein sich kontrolliert fühlen, der andere hat ins Handy geguckt oder irgendwie so etwas ein bisschen zu nachspioniert, dass mal das Tablet in den Kofferraum geschmissen wird, weil man das Tablet oder den AirTag inzwischen, weil man den dann tracken kann und sieht, ey, warte mal, der fährt gar nicht zu Paul, was ist denn da los, das ist eine völlig falsche Adresse und dann hinterhergefahren wird und geguckt wird, wo derjenige sich auffällt, also wir haben da eigentlich ja alle Geschichten, die man sich so vorstellen kann, schon erlebt. Und ich finde, was danach passiert, wenn das Fremdgehen dann hervorkommt, aufkommt, wie auch immer, ist immer sehr spannend, weil häufig berichten Paare, dass sie Kommunikationsprobleme vorhatten. Wenig vielleicht miteinander gesprochen haben, schon ja, wie du sagtest, nicht so ganz glücklich waren. Es kriselt schon irgendwie. Genau, also man kann es manchmal gar nicht so festmachen, aber man merkt so, okay, aber so wirklich glücklich sind wir nicht und dass die Kommunikation sich manchmal, nicht immer, aber ich würde schon sagen häufiger, sich vor einmal dann ändert. Also, dass dann vor einmal die Gespräche geführt werden, die davor total problematisch waren, weil man nur auf der Couch nebeneinander saß, jeder ein Handy in der Hand hatte, da geht man spazieren, da macht man Ausflüge. Da spricht man über Sachen, über die man halt vor den Kindern das letzte Mal gesprochen hat oder noch nie vielleicht nochmal drüber gesprochen hat. Und das ist mal so eine Phase, die sehr, ja, für Paare sehr irgendwie erschütternd auch ist, dass sie sagen, warum geht das denn jetzt? Warum müssen wir sowas Schlimmes erst erleben gefühlt, damit wir jetzt widersprechen können? Das ist ja meistens so, dass Änderung dadurch entsteht, dass irgendetwas Dramatisches leider passieren muss, ein Unfall, irgendein Schicksal. Ja. Ja. Ja. Ein Schicksalsschlag, eine Diagnose, irgendwas, was passiert, damit wir unser Leben überdenken und wirklich so intensiv überdenken, dass wir auch wirklich etwas verändern. Und dann kommt meistens ja auch, wie du sagst, wirklich etwas verändern, so die Überlegung, ja, wollen wir es doch nicht gleich alles so sein lassen und jetzt können wir so gut sprechen, wollen wir es nicht mal versuchen? Und dann kommt die Überlegung, wie wollen wir es denn versuchen? Ah, alleine merken wir hier, wir kommen irgendwie immer wieder in Gespräche rein, aber weiter kommen wir. Und dann fängt ein Kennerngespräch gar nicht selten an, dass jemand sagt, also wir haben schon in den letzten Wochen sehr viel miteinander gesprochen, so gut wie noch nie vorher, aber wir brauchen trotzdem bitte Unterstützung. Ja, die Paare fangen an, sich an einem gewissen Punkt im Kreis zu drehen und natürlich freuen wir uns auch, denn häufig kommen die Paare zu uns und sagen, wir haben schon ein paar Podcast-Folgen gehört und das hat uns schon mal weitergebracht. Da waren die. passenden Impulse für uns drin, für den Start, aber es ist eben dann doch in der Selbsthilfe schwer, weil man emotional befangen ist, das zu lösen und das sind eben die Themen, die sich auf viele andere Bausteine, finde ich, ja noch auswirken, diese emotionale Befangenheit, die Verletzungen, die da sind, es geht natürlich die Intimität, die Verbundenheit zurück. Ja. Das wird schwer erstmal, das ist so eine Folge, die dann viele erstmal merken. Auch die Frage, kann so eine Intimität denn wiederkommen? Also. Manche fühlen das einfach auch als sehr abstoßend, den anderen erstmal körperlich nahe zu kommen, weil die sagen, okay, nee, irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen, aber wenn wir jetzt zusammenbleiben sollten, müsste das ja wiederkommen, wann kommt das wieder, wie kommt das wieder? Das sind häufig auch Fragen. Das macht dann auch was mit dem Selbstwertgefühl bei einigen. Ja, genau. Dass man sich fragt, wie ist das denn, bin ich nicht mehr attraktiv für dich, bin ich nicht mehr anziehend, was ist da los zwischen uns, dieses Geliebtfühlen, ich bemühe mich doch, was ist da jetzt passiert? Wie sah die andere Frau aus? Ja. Das ist häufig auch eine Frage, also wenn man die Person nicht kennt, weil es jetzt nicht eine Arbeitskollegin ist, die man vielleicht schon mal bei eigener Feier gesehen hat oder so, aber sind so die Frage, wie sah diejenige aus, was habt ihr gemacht und warum fandst du diese Person so anziehend? Und viele Frauen, meiner Erfahrung nach, stellen sich immer so das Mega-Model vor, was sozusagen mit dem Mann fremdgegangen ist, also vielleicht auch das Gegenteil. Ja. Natürlich vom eigenen Aussehen, das kann ja auch gut sein, aber einfach eine wunderschöne Frau. Und da, muss ich sagen, haben wir ja auch schon einige Erfahrungswerte sammeln dürfen im Coaching, wie es denn wirklich war, ne? Das muss so gar nicht sein und andersrum stellt sich der Mann natürlich auch dann irgendwen vor, der vielleicht muskulöser ist, mehr Kohle verdient, irgendwas, wo der andere sagt, Mensch, total anziehend für mich, aber auch das ist meistens eher so ein bisschen random, wer das ist. Ja. Das ist jemand, der einfach gerade diesen Mangel bedient. Genau. Und vielleicht dann zum Geburtstag ein Geschenk gibt, vielleicht eine kleine Karte gibt, vielleicht einfach Anerkennung ausspricht und wertschätzend ist, wo eine gewisse Leichtigkeit zu spüren ist. Ja. Und zu Hause hat man eher schwere, also so eher vielleicht mit Abenteuer verbunden wird, hat vielleicht neben der Arbeit zum Beispiel ein eher abenteuerliches Leben, das ist spannend, anziehend, man empfindet seinen eigenen Alltag. Ja. Ja. , aber eher als langweilig bis auch dann anstrengend und schwer, weil man weiß, wenn ich jetzt nach Hause komme, dann warten wieder Themen und Konflikte auf mich und so entsteht das dann ja dann ganz häufig. Ja, und so entstehen Folgefragen, ne? Das eine ist natürlich immer das Thema, du hattest den Glaubenssatz schon genannt, ne? Ja. Weil einmal fremd geht, geht immer fremd. Diese Angst vor Wiederholungen entsteht, dass man sich fragt, Mensch, jetzt ist das einmal passiert, wird das wieder passieren, können wir das verhindern? Habe ich da so eine gewisse Sicherheit, die ich erreichen kann oder nicht? Eine Frage ist auch immer diese Sicherheit, wenn du davon sprichst, auch immer die Augenhöhe, das hatte ich auch im Coaching vor längerer Zeit, dass die Frau gesagt hat, also der Mann hatte zwar eine Affäre, ist ja jetzt egal, Affäre, Fremdgehen, aber sie hat gesagt, irgendwie hatte ich so eine Angst, dass ich als betrogene Frau die Augenhöhe verliere. Und so gefühlt das Opfer bin. In der Folge gedeckelt. Also dieses Starke, wir sagen ja auch so ein bisschen schwertlastig, ne? Ja, das ist jetzt passiert, das müssen wir denn lösen und das wirkte alles so ein bisschen straight, was ihr Überlebensmechanismus in dem Moment war, weil sie sagte, nö, dann bin ich auf Augenhöhe und entweder bleibt er oder nicht. War so ein bisschen, und der Mann war immer total überfordert. Auch komisch so ein bisschen, ne? Aber es gibt, wie gesagt, es gibt nicht diesen einen, diese eine Reaktion da drauf, sondern das ist jeder Mensch wirklich individuell. Ihr seht, Fremdgehen verursacht sehr viele Probleme in der Beziehung. Wir haben jetzt schon eine ganze Menge skizziert, es gibt noch mehr Themen, die man hier aufführen könnte. Lass uns mal zu den Folgen kommen und die mal schnell durchgehen, dass wir uns noch mehr mit den Lösungen und den Coaching-Beispielen befassen. Die haben wir auch noch, genau. Also du sagtest schon Entfremdung, darüber hatten wir schon gesprochen. Das ist auf jeden Fall ein Punkt. Der zweite Punkt ist ganz klar die Kommunikation. In der Folge, dass die Kommunikation deutlich erschwerter manchmal wird, weil man so verletzt ist, gerade am Anfang. Man weiß nicht, möchte man sprechen, soll man die Fragen stellen, die man im Kopf hat, soll man sie nicht stellen, bringt man sich selbst damit ins Leid. Auf der anderen Seite, will man das alles wissen? Also Unsicherheit, ne? Wie geht man jetzt miteinander um, worüber spricht man? Soll man das den Eltern erzählen, den Kindern erzählen, Freundeskreis? Kann ich mich irgendwem anvertrauen, um jetzt irgendwie diese Last loszuwerden? Oder muss das jetzt unter uns bleiben? Ja. Viele Fragen, die man sich dann stellt, wie man damit umgeht. Und dann ist natürlich das dringlichste Problem bei vielen, oder das, was am längsten, nicht nur dringend, aber was am längsten einfach da ist, das Vertrauen. Ja. Also entstandenes Misstrauen, denn das ist ja häufig das Problem, dass neben dem Fremdgehen eben eine Phase des Verheimlichens und damit auch Lügen meistens einhergeht. Und das ist regelmäßig der größere Unterschied. Der größere und schwerere Punkt, das Thema anzugehen und zu lösen, ist das eigentliche Fremdgehen. Bei Affären umso mehr, weil man sich ja teilweise ein richtiges Parallelleben aufbaut. Absolut. Aber auch beim Fremdgehen ist es so, dass wir sehr, sehr intensiv daran arbeiten, das Misstrauen abzubauen, was entstanden ist, um dann wieder Vertrauen aufbauen zu können. Und das kann, solange Misstrauen da ist, ewig dauern. Weil mit Misstrauen kann ich kein neues Vertrauen aufbauen. Das heißt, ich muss das Misstrauen auf Null bringen, um neues Vertrauen aufzubauen. Ich hatte jetzt ein Paar im Kennenlernen, da ist das vor vier Jahren passiert. Die waren auch schon in einer Paartherapie, aber da ist weiterhin kein Vertrauen da, weil immer noch Misstrauen da ist. Da ist einfach das nicht hergestellt worden. Die haben es noch nicht bisher geschafft, dieses Misstrauen zu verarbeiten, dieses Misstrauen wieder zu neutralisieren, damit sie auch wieder neues Vertrauen, Vertrauen überhaupt aufbauen kann. Und dafür, finde ich, muss man ja auch, um Vertrauen Vertrauen wieder aufbauen zu können. Genau wissen, warum ist uns das passiert? Also nicht nur auf die eine große Verletzung schauen, sondern auch, wie sind wir da reingeraten? Was sind die Gründe dafür, damit das auch nachhaltig ist und sowas in Zukunft nicht nochmal passiert? Das gibt dann auch die Sicherheit. Genau. Das gibt die Sicherheit, das Vertrauen, das Gefühl, ich kann das kontrollieren. Regelmäßige Reflexionsgespräche, um zu schauen. Ja, Kontrolle ist ja natürlich so eine Sache. Aber das ist ja unser Wunsch immer. Genau, wir wollen natürlich kontrollieren. Dass wir eine Situation kontrollierbar halten, ist schon klar, dass nichts hundertprozentig kontrollierbar ist. Aber unser Gefühl muss sich sicher anfühlen. Und wenn wir eine Ursache kennen und wissen, wie wir da nicht wieder hineingeraten, regelmäßige Reflexionsgespräche zu unserem Fundament, zu unserem Gefühl führen, dann haben wir das Gefühl, dass die Situation kontrollierbar wird. Und nicht die Kontrolle. Vorwiegend schick mal ein Foto, wo du bist oder ruf zwischendurch bitte dreimal an. Das ist die Kontrolle. Auf einer anderen Ebene. Ja, das ist das eine. Und wenn man natürlich in dieses Vertrauen nicht zurückkommt und die verlässlichen Gefühle bleiben, dann läuft es natürlich irgendwann so als schlimmste Folge eigentlich in Richtung Beziehungsende. Also die Krise intensiviert sich. Man findet keine Lösung, kommt nicht mehr zueinander. Das Vertrauen baut sich nicht wieder auf. Und die Beziehung endet an der Stelle. Wir wollen uns jetzt mit euch die zwei Coaching-Beispiele ansehen, die Ina im Coaching, und mal gemeinsam schauen, was lag dort vor. Wie haben die Paare das mit Ina gemeinsam gelöst? Wenn euch das Thema auch betrifft, dann meldet euch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch. Wir schauen dann gemeinsam, ob wir euch gut unterstützen können. Denn das erste Gefühl, was meistens schon durch den Podcast entsteht, aber dann nochmal intensiviert wird, ist, ihr seid damit nicht alleine. Tagtäglich rufen uns Menschen an, bei denen genau das passiert ist, bei denen der Partner, die Partnerin fremdgegangen ist, eine Affäre hatte, und wir mit denen dann das Ganze lösen. Und auch das, was ihr in Foren liest oder manchmal aus dem Bekanntenkreis hört, diese Glaubenssätze müssen nicht auf euch zutreffen. Wenn ihr weiterhin das Gefühl habt, ihr würdet gerne eure Beziehung retten, oder zumindest einer von euch das innere Gefühl hat, da herrscht Unklarheit. Ich möchte zumindest dem Ganzen nochmal irgendwie eine Chance geben, um zu schauen, können wir das aufarbeiten, bevor ich einfach so eine Trennung ausspreche. Dann seid ihr bei uns genau richtig. Ja, wir gehen jetzt über. Wir gehen jetzt über in deine Coachings. Wie immer der kurze Disclaimer. Das sind echte Beispiele, aber die sind teilweise mit Informationen entweder angereichert, verändert, sodass sich niemand wiederfindet oder auf niemanden Rückschlüsse gezogen werden können, wer denn dieses Paar war. Denn das ist natürlich das höchste Gut, wenn man zu uns kommt. Die Anonymität, die Verschwiegenheit, die Sicherheit, dass diese Themen eben dann zwischen uns und dem Paar bleiben und eben auch die Situation, die wir haben, nicht weitergegeben werden. Okay, dann erzähl mal was zu dem ersten Paar. Vielleicht erst mal, wie war das Setting? Wie ist so die Familienstruktur? Was ist passiert? Und zum Abschluss natürlich, wie seid ihr vorgegangen? Genau, wir haben einmal das Paar Anna und Marc. Anna Ende 30, Marc Anfang 40, haben zwei Kinder, sind schon seit zwölf Jahren zusammen, auch verheiratet. Und beide sind berufstätig, haben ein Haus saniert. Also da waren die letzten Jahre schon viele Sachen im Umbruch, viel los, stand einfach mal viel auf der To-Do-Liste. Marc hat eine sehr hohe Anzahl an Wochenstunden, was die Arbeitszeit angeht. Und so ist es schwierig, weil mit Kindern und Arbeit und Haussanierung haben die beiden sich so ein bisschen verloren. Also sie sagen selber oder sagten selber, dass sie das Liebespaar nicht mehr so zwischen sich sehen, eher das Elternpaar und eher auch so das funktionelle Team. Also alle Sachen, kriegen sie geregelt, die Haussanierung läuft, das mit den Kindern läuft, beide berufstätig, das läuft, aber es ist alles sehr mechanisch. Das ist ein sehr, sehr häufiges Beispiel eigentlich, was wir so haben, dass ganz viele Themen in den 30ern komprimiert zusammenkommen und dafür sorgen, dass das Liebespaar nur noch das ist, was am Ende übrig bleibt, wenn alles andere abgearbeitet wurde. Und da ist nichts mehr viel. Genau, es kommt dann häufig nicht mehr zustande. Da habe ich auch genau das gleiche Thema, gerade bei einem Paar gehabt, da gab es kein Fremdgehen, eher ein Fremdverlieben. Genau das gleiche Setting quasi. Er in der Doktorarbeit, sie im Staatsexamen, sie haben zusammen eine große Wohnung saniert oder vor allen Dingen er ganz viel, aber sie teilweise auch. Dann brauchte sie fürs Lernen Freiheiten und hat nochmal bei ihren Eltern geschlafen. Und das zog sich dann über anderthalb Jahre hin, sodass die anderthalb Jahre nur noch Negatives miteinander verbunden haben. Willst du mein Beispiel jetzt crashen? Nee, ich will einfach nur aufzeigen, dass das ein total regelmäßiges, regelmäßiges Beispiel ist, dass in den 30ern so viele Bausteine zusammenkommen. Und man könnte an der Stelle unzählige Paare nennen, für die das einfach so zutrifft. Das ist nichts Besonderes, diese jetzt gefühlte Überforderung in den 30ern. Absolut, deswegen habe ich das als Beispiel einfach auch mit aufgenommen, weil das Paar sozusagen für sehr viele Paare steht. Ja, und das einfach nochmal verdeutlicht. Also die Problematik Liebespaar, Elternpaar ist ein sehr häufiges Problem, und beide merken das auch. Also beide haben ganz klar gesagt, da war nicht der eine, der gesagt hat, so nö, sehe ich ganz anders, sondern beide haben ganz klar gesagt, ja ganz ehrlich, der eine fühlte das eher Richtung, wir sind ein bisschen wie Geschwister, und der andere sagte, ja, ein bisschen wie eine WG. Aber auch da, und das habe ich schon öfters gehört, sagte die Person, aber eine schlechte WG, weil meine WG-Erfahrung war bisher positiv, eher so mit Party. Das ist ein bisschen makaber. Aber so war der Ausgangszustand, ja, und dann ist etwas passiert, was leider auch sehr häufig passiert, dass eine Firmenfeier war, wo es auch Alkohol gab, und auf dieser Firmenfeier ist Marc leider fremdgegangen. Also erster Tipp, der eigentlich immer gilt, Finger weg vom Alkohol. Den Alkohol bei Firmenfeiern, Weihnachtsfeiern und Co. sein, das führt leider ganz häufig anscheinend in so eine Richtung. Da habe ich letztens den Spruch gelesen, nicht intim im Team. Ja. Ja, das sollte man, das sollte man nicht machen, ja. Aber es ist leider passiert. Die Konsequenzen sind eben auch weitreichend, dass man vielleicht notfalls die Firma verlassen muss, um zu Hause die Ehe zu retten. Also es gibt eine ganz weitreichende Konsequenzen, wenn das innerhalb des privaten oder beruflichen Umfelds passiert. Ja. Genau, das ist so die Ausgangslage, wo sie sich bei uns gemeldet haben. Beide haben gesagt, wir haben uns jetzt so viel aufgebaut die letzten Jahre und jetzt ist diese große Verletzung passiert. Wir möchten, gerne wissen, warum das passiert ist und ob es für uns noch eine Chance gibt. Also beide waren in Unklarheit? Beide waren in Unklarheit. Einer war ein bisschen mehr mit Tendenz zu, ja, ich möchte daran festhalten. Das war Mark eher. Und ja, sie sagte, Anna sagte dann, ja, ich würde jetzt ungerne einfach sagen, nee, ich möchte das nicht mehr. Auch ein bisschen im Hinblick auf die Kinder in der Verantwortung, dass man sagen könnte, vor den Kindern, wenn die älter sind, ich habe alles versucht. Ja, was ja auch legitim ist, auch für sich selber. Ja. Nach langer Zeit der Beziehung und all dem, was man sich aufgebaut hat und es ja auch viele gute Zeiten wahrscheinlich gab. Gab es auch, ja. Zu sagen, wir probieren alles, bevor wir jetzt den Trennungsschritt einleiten. Wie seid ihr vorgegangen? Wie habt ihr das Thema gelöst beziehungsweise was war so euer Weg und wie war die Lösung am Ende? Also erstmal haben wir so einen Theorieeinstieg ja in die Methodik gemacht. Dann haben wir die Ziele definiert. Das ist immer unser Fahrplan, den wir in Coachings machen, dass wir auch immer von Anfang an Ziele definieren. Das muss nicht, das muss nicht komplett gleich sein. Wir brauchen den kleinsten gemeinsamen Nenner. Das war bei beiden die Klarheit. Und dann haben wir die Beziehungslehne aufgearbeitet. Also wir haben einmal geschaut, wann war es mal gut, sind zurückgekehrt an den Punkt und haben von da an dann chronologisch die Verletzungen aufgearbeitet, haben geguckt, wann ist das Wir-Gefühl weggegangen, wann hat sich das Liebespaar sozusagen immer mehr bewusst und unbewusst zurückgezogen. Wann sind die Kinder dazu gekommen? Gab es da noch das Liebespaar oder nicht? Und sind dann so Stück für Stück nach vorne gegangen, haben nach Dynamiken und Mustern geguckt und auch viele Sachen gefunden, viele kleine Verletzungen auch gefunden, haben diese aufgelöst und haben dann auch festgestellt, dass da einige Glaubenssätze sind, die es schwer gemacht haben, auch Paarzeit zum Beispiel zu ermöglichen. Also ich sage jetzt mal einen Glaubenssatz, der damit reingespielt hat, das war von Iben ein Glaubenssatz, es selber schaffen zu müssen und keine Hilfe, anzunehmen. Naja, wenn man dann Kinder hat und wenn man ein Haus saniert, ist das schwierig, wenn man keine Hilfe annimmt, weil dann kann man sich jeder jetzt ausrechnen, hast du keine Zeit mehr. Wenn du keinen Babysitter annimmst, weil man schafft das ja selber, man möchte ja für die Kinder immer da sein, wenn man bei der Haussanierung, wenn Kumpels oder Freunde sagen, Mensch, soll ich dir mal am Samstag Nachmittag helfen? Sagt, nö, ach, das kriege ich nur alles selber hin. Das zieht sich natürlich und er stand sehr oft alleine da, sie stand sehr oft alleine da, es gab das Paar dann nicht, beide waren im Mangelgefühl. Genau, deswegen, haben wir auch mal geguckt bei den Glaubenssätzen, Marc ist zum Beispiel ins Einzelcoaching noch gegangen, das war auch ein großer Wunsch von ihm, ins Einzelcoaching zu gehen, weil er sagt, das hat er jetzt auch erkannt in der Verarbeitung, dass das natürlich etwas ist, was auch in Zukunft total hinderlich ist, keine Hilfe annehmen zu wollen, keine Unterstützung annehmen zu wollen und genau, also haben wir immer als Paar zusammengearbeitet, auf Paarebene und er ist im Einzelcoaching gewesen. Ja gut, dass er trotz seines Glaubenssatzes dann ins Coaching gegangen ist, weil der Glaubenssatz hätte ihm ja durchaus verhindern können, aber wahrscheinlich, weil es dann. Es war so dramatisch, sie hat ja schon fast die Trennung ausgesprochen. Dann konnte er da über seinen Glaubenssatz hinweggehen. Und nochmal so abschließend vielleicht, wie war das Ergebnis? Sind die dann zusammengeblieben, konnten die das für sich erfolgreich lösen? Wie seid ihr so auseinandergegangen, nachdem der Prozess durch war? Nachdem wir die Verletzung aufgelöst haben, haben wir sehr lange noch, also sehr lange hört sich jetzt sehr lange an, haben wir drei Sitzungen noch auf den oberen Ebenen gearbeitet, weil die wirklich Struktur brauchten in der Paarzeit, in der Zeit für sich, in Arbeitszeit. Natürlich gab es auch noch das Thema, wie geht man jetzt bei der Arbeit damit um, dass die Arbeitskollegen, die arbeiteten ja immer noch da, die waren in einem Team zusammen, kann er aus diesem Projekt aussteigen oder nicht? Also es gab einfach noch viel zu regeln. Das haben wir alles strukturiert, haben sozusagen den ganzen Gedanken, die im Kopf rumschwirrten, mal so eine Ordnung gegeben. Dann haben sie noch stimmig, unstimmig geguckt, zusammen Entscheidungen getroffen im Wir-Gefühl, haben sich dafür entschieden, zusammenzubleiben. Aber, das war von ihr so eine Bedingung, sie möchte in einem halben Jahr nochmal eine tiefe Reflexion haben, also in unserer Dreierkonstellation, ob die Dinge, die sie jetzt besprochen haben, auch wirklich um die Umsetzung kamen. Weil sie hat gesagt, sie möchte nicht sozusagen jetzt ganz viel auf der Liste stehen haben und im halben Jahr sitzt sie immer noch alleine auf der Baustelle und sie ist alleine, sondern sie hat gesagt, das wäre so eine Grundvoraussetzung, damit sie sich nochmal darauf einlassen könnte, da so eine Absicherung zu haben. Und das haben wir auch gleich konkret gemacht. Also, ein halbes Jahr später steht bei denen jetzt im Kalender schon der Termin fest mit mir. Das heißt, der kommt noch? Der kommt noch, ja. Dann müssen wir da ja eigentlich nochmal nachfassen. Ja, genau. Und dann die Folge nochmal ergänzen. Vielleicht nochmal, du sagtest, auf den oberen Ebenen drei Termine gearbeitet. Vielleicht werfen wir nochmal kurz ein, was wir damit meinen, damit da so ein bisschen Klarheit drin herrscht. Ja. Wenn wir das Fundament, ist bei uns die Systemgesetz eben, das heißt, möglichst wenig emotionale Verletzungen zwischen uns, dass es möglichst viel Stabilität im Fundament zwischen uns herrscht und darauf bauen Ebenen auf, das nennen wir immer obere Ebenen, sowas wie, wie man sich verhält, Umgebungsebene und so weiter, viele verschiedene Faktoren, macht man Reflexionsgespräche, Sprachen der Liebe, tut man sich was Gutes, Zeitmanagement. Konflikte miteinander gut lösen, Feedback geben können, Zeitmanagement, alle anderen Lebensbereiche, Sport, Ernährung, Wertesysteme, Ziele, Sinn, also ganz vieles, was auf diesen Ebenen ist, was man natürlich dann besonders gut besprechen kann, Sprachen der Liebe. Und eine gute Lösung findet, die hatte ich schon. Ach, sorry. Aber sie sind sehr wichtig, gerne mehrfach nennen, Sprachen der Liebe. Sprachen der Liebe nochmal. Nochmal Sprachen der Liebe. Und das ist natürlich ganz wichtig, dass man daran arbeitet und da kann man eben besonders gut arbeiten, wenn das Fundament stabil ist. Weil ansonsten ist es häufig schwer, auf den oberen Ebenen eine Lösung zu finden. Okay, haben wir das erste Paar soweit besprochen? Ja. Dann lass uns doch direkt mit dem nächsten Paar weitermachen. Das zweite Paar, Paul und Jana, sind seit acht Jahren zusammen, haben keine Kinder. Wir haben ja doch immer recht viele Beispiele auch von Paaren mit Kindern, aber wir haben auch Paare dabei, die keine Kinder haben. Und da war so ein bisschen die Problematik, dass Paul es als schwer empfindet, Gefühle zu zeigen. Und er macht das über die Sprache der Liebe, der kleinen Aufmerksamkeiten und Geschenke. Das ist seine Sprache der Liebe. Da könnte man jetzt denken, das ist doch nett. Dann spricht er halt ein bisschen weniger über seine Gefühle und macht aber nette Geschenke. Am Anfang fand Jana diese Geste auch schön, hat sich drüber gefreut und fand das sehr aufmerksam von ihm, weil er auch jetzt nicht einfach irgendwas nur geschenkt hat, sondern schon etwas, was tiefe Freude bei ihr ausgelöst hat. Aber mit der Zeit hat sie gemerkt, wurde es für sie schwieriger, das anzunehmen. Vor allen Dingen über Gefühle sprechen heißt ja auch häufig nicht nur seine Liebe zeigen, sondern die Gefühlsrange geht ja über Liebe hinaus. Genau. Es geht auch darum mitzuteilen, wenn was unstimmig ist, wenn was Ärger macht, wenn etwas traurig macht. Also es gibt ja eine breite Gefühlsrange. Das ist natürlich schön, wenn er über diese Sprache der Liebe seine Liebe zeigt, das ist natürlich super, wenn es auch dann bei ihr ankommt, wenn sie das auch in ihrer Sprache versteht. Aber es gibt ja noch viel mehr Baustellen. Genau, und das war jetzt mit der Zeit auch das Problem, dass Jana gesagt hat, mir fehlt die tiefe Kommunikation. Also ich habe keinen wirklichen Kommunikationspartner an meiner Seite. Ich kann mich schwer emotional mit ihr verbinden. Das ist jetzt so oberflächlich. Ja, auch zu sehr Tür- und Angelgespräche, zu sehr so ein bisschen flapsig und naja, das kann ja jeder machen. Und sie hat gesagt, ich brauche diese Tiefe. Ich möchte genau wissen, was dich beschäftigt. Das ist auch schön, dieses Ding, wenn man über seine Gefühle spricht und dann das mit Floskeln macht. Oder mit irgendwelchen rhetorischen Stilmitteln. Ironie, Sarkasmus und so weiter. Und das Ganze so ein bisschen versucht, so wegzulächeln. Das bringt natürlich gar nichts. Also so kommt man überhaupt nicht zusammen. Wir sagen auch immer, wenn es um emotionale Verletzungen geht, dann keine rhetorischen Stilmittel aussprechen, was ist. Klare Kommunikation, nicht so viel Raum für Interpretation geben. Ja, er war auch, also es ist das Coaching schon ein bisschen länger her, aber er war auch ein sehr lustiger Mensch. Also ein sehr geselliger, lustiger Mensch. Und ja, dann war das halt natürlich so, wenn ihr es mal nicht so gut ging, sie sich bei der Arbeit über was geärgert hat, dann kam der Satz, ja, mal verliert man, mal gewinnt die anderen. Oder nicht jeden Tag scheint die Sonne. Da hat wohl jemand gestern nicht aufgegessen. Ja, wir schmunzeln jetzt irgendwie drüber. Im Coaching war es auch ein bisschen lustig. Aber, also Jana konnte selber auch drüber lachen. Also es war jetzt nicht so, dass sie da saß und geweint hat, aber sie hat gesagt, ja, aber ganz ehrlich, es ist so ein bisschen wie so eine Box, wo ich immer ein Eurostück reinwerfe und ich kriege dann so einen, so einen, ja, Glückskekspruch. Aber so ein Sprüchekalender gedacht, wo man jeden Tag so seinen Dings abreißt. Das ist alles, wie du sagst, das ist alles witzig. Genau. Wenn man das Fundament stabil hat, ist das total cool und vielleicht sogar für sie anziehend gewesen. Am Anfang bestimmt, ne? Genau, vielleicht so ein Grund. Das ist also sein Humor, warum sie zusammengekommen sind. Aber wir brauchen eben auch die Komponente, dass man in der Tiefe über seine Beziehung und seine Gefühle sprechen kann. Ihre Sprache der Liebe, emotionale Worte, schwierig. Und was dann passiert? Jetzt haben wir so ein bisschen die Grundlage verstanden bei den beiden. Was ist dann passiert? Ja, dann ist Folgendes passiert. Jana hatte ein Klassentreffen und hat da ihre alte Jugendliebe wieder getroffen und die kam ins Gespräch. Haben wir auch natürlich über die Vergangenheit gesprochen. Aber auch über ganz viele andere Dinge. Sie fühlte sich sehr emotional mit ihm verbunden. Das war eine gute Stimmung an dem Abend. Und dann ist sie fremdgegangen. Und ist es aufgeflogen oder hat sie es ausgesprochen? Sie hat es nicht gleich am nächsten Tag ausgesprochen, mit etwas Abstand. Aber er hatte schon eine Vorahnung, muss man sagen. Es war jetzt nicht so, dass sie gleich zu ihm gegangen ist und das offenbart hat. Er hatte eine Vorahnung, hat es schon so ein bisschen gefragt. Mensch, was ist los? Du bist irgendwie komisch und so. Aber ja, dann hat sie es ihm erzählt. Okay. Und wie seid ihr dann vorgegangen? Wie habt ihr das Thema für die beiden lösen können? Also Paul war sehr tief verletzt und konnte das auch alles nicht verstehen. Weil aus seinem Blickwinkel hatten sie eine sehr gute Beziehung. Also er hat das vorher gar nicht so gesehen. Und da kamen natürlich wieder so seine lockeren Sprüche. Ja, du kannst ja mal fünf andere Paare fragen. Da. Da redet der Mann ja auch nicht so. Aber Schweigen ist Gold und so weiter. Und hat das dann nicht so gesehen, dass das bei ihr wirklich ein Thema eigentlich war. Also er hat das schon wahrgenommen, aber jetzt nicht so dramatisch. Schwierig für ihn, das anzuerkennen. Genau. Und in dem Moment war er total verletzt, weil er gesagt hat, okay, jetzt ist er ja Fremdgehen. Krass. Wir haben das aufgearbeitet. Wann war es mal gut? Sind zurückgekehrt an den Punkt und haben festgestellt, dass die Kommunikation eigentlich ja schon immer schwierig war. Zwar am Anfang anders war. Aber schon immer ein bisschen schwierig war, dass die anders kommuniziert haben. Haben dann noch viel über Bedürfnisse gesprochen. Also was dahinter steckt sozusagen, wenn sie sagt, sie braucht emotionale Verbundenheit. Weil das war für ihn ein Begriff, mit dem konnte er am Anfang nichts anfangen. Er hat gesagt, ich denke doch an dich. Ich bringe dir doch Geschenke mit. Ich bin doch emotional mit dir verbunden. Was willst du denn von mir so? Und das konnte er am Anfang schwer sehen. Da haben wir aber Stück für Stück Verletzungen aufgelöst und dann nochmal gesagt, was steckt denn dahinter? Nochmal wirklich in der Tiefe über das Thema Sprachen der Liebe gesprochen. Was passiert da innerlich, wenn man angesprochen wird? Warum er sich ja auch gewünscht hätte, dass sie ihm mal was mitbringt. Weil man ja immer von seiner eigenen Sprache der Liebe häufig ausgeht und dann hofft, dass der andere auch so handelt. Ja. Dieses Missverständnis, was so da war, ist ja auch sehr häufig. Ja. Dass man über einen Wert oder über etwas spricht und in seiner Ansicht entsprechend interpretiert. Beide sagen, emotionale Verbundenheit ist, ist uns ganz wichtig. Und dann sagen beide, ja, check, ist total wichtig. Und dann freuen sich beide und sagen, ey, super, ist uns beiden wichtig. Aber was bedeutet das denn genau? Genau. Was heißt, was zeigt mir denn, dass ich mich emotional verbunden fühle? Ja. Und da war anscheinend sein Bedürfnis nach emotionaler Verbundenheit erfüllt. Für ihn passte das. Ja. Aber für sie nicht. Aber dann in seiner Interpretation, dass er ja sich selber, wie ich mich fühle, über sie drüber stirbt, wenn sie nicht klar sagt oder die beiden nicht klar definieren, was das für jeden bedeutet, heißt automatisch ja ganz oft, wenn ich mich emotional verbunden fühle und uns das beiden wichtig ist, scheint das uns beiden zuzugehen und alles ist gut. Ja, das ist halt echt immer die Schwierigkeit. Zwei verschiedene Menschen, unterschiedliche Wahrnehmungen. Da kann es einfach auch häufig passieren durch Interpretation, dass man falsch liegt. Und die Interpretation von ihm war, ich habe das Gefühl, es ist alles in Ordnung. Ich würde sagen, das ist sogar wahrscheinlicher, dass man falsch liegt, je nachdem, wie offen so ein Begriff ist. Durch die Aufarbeitung der gesamten Verletzungen, über Bedürfnisse, sprachende Liebe, ist Jana zunehmend im Schluss gekommen, dass sie die Beziehung nicht mehr möchte. Weil sie gemerkt hat, auch in Zukunft kann sie sich nicht vorstellen, dass er anders handelt. Und das, obwohl wir die Verletzung aufgelöst haben, hatte er gesagt, ja, ich kann schon sehen, aber wollte auch nicht ins Einzelcoaching. Das war für ihn nicht, weil er sagt, ich bin so, wie ich bin. Alle anderen finden, ich bin ein lustiger Typ, mit mir kann man Spaß haben. Und ich möchte auch irgendwie so bleiben. Und hat sie gesagt, das kannst du auch gerne machen, aber dann matcht das für uns nicht in einer Partnerschaft. Haben das aber durch die Begleitung sehr gut hingekriegt, diese ganze Trennungssache gut abzuwickeln, haben die Wohnung aufgelöst und sind jetzt auch, wie sie sagten, eigentlich noch freundschaftlich gut verbunden. Jetzt stört das natürlich Jana auch nicht so sehr, wenn sie dann seine lustigen Sprüche hört, weil sie sagt, jetzt ist es eine andere Ebene zwischen uns, jetzt ist es okay. Und es war in Ordnung. Er war am Anfang sehr traurig und er sagt, er findet das komisch, dass sie sich von ihm getrennt hat, weil eigentlich ist er der Betrogene. Aber letztendlich konnte er auch sehen, dass sie ja auch nicht glücklich ist, wenn es so weitergegangen wäre. Und das war dann okay. Das ist ja immer so der Punkt, also dieses Fremdgehen sorgt ja nicht dafür, dass Unglücklichkeit entsteht. Natürlich bei ihm in dem Moment, er ist verletzt, aber sie macht das ja typischerweise, weil sie vorher ja auch schon unglücklich gewesen ist. Also es zeigt nur, dass die Beziehung ja vorher schon nicht für beide zufriedenstellend verlaufen ist. Nicht die volle Glücklichkeit, nicht vollkommen erfüllend war. Und ansonsten wäre das ja eben wieder so, dass wir eher nicht auf den Gedanken kommen, fremd zu gehen. Dann wäre das mit dem Schulkollegen, mit der alten Liebe so gewesen, dass sie tolle Gespräche geführt hätten und wären aber entsprechend weiterhin als Freunde auseinandergegangen. Dann wäre das gar nicht so passiert. Aber wahrscheinlich hat sie eben aber auch einen nonverbalen Ausgestrahlt, dass sie eben unglücklich, unzufrieden ist und auch offen wäre. Das kann man nicht kontrollieren. Das strahlt man dann eben aus. Das war auch noch so eine Frage und das fand ich ganz spannend. In dem Moment, wo er das gefragt hat, weil bei mir innerlich auch ein bisschen was passiert ist, muss ich sagen. Er sagte, also hätte sie am liebsten oder hätte sie am besten gar nicht zu diesem Klassentreffen gehen sollen. Und das ja nicht die Strategie ist, zu sagen so, du gehst bitte nicht dahin, weil, wie haben wir ja schon auch davor gesagt, die Person ist eigentlich halbwegs egal. Es ist nicht die Ursache, dass sie da hingegangen ist. Und ich fand das ganz spannend, weil in der Woche, wo das Coaching war, da hab ich mich, davon wusstest du ja, damals, das ist jetzt auch schon länger her, hab ich mich mit meinem Ex-Freund getroffen, auf einen Kaffee, und da hab ich gedacht, das ist ja was Lustiges, aber was soll das denn jetzt bedeuten? Das war auch ein gutes Gespräch. Das war auch ein gutes Gespräch, aber es war auch mein Gespräch. Und wie war es danach in der Kiste? Aber da merkt man, man kann sich natürlich auch mit, finde ich, mit Personen treffen aus der Vergangenheit, und wenn die Ebene stimmt, und man hat ja auch eine Zeit lang miteinander was erlebt, finde ich, und das ist ja auch eine Verbundenheit, die man, finde ich, auch wertzuschätzen weiß dann, aber die Frage ist natürlich, was passiert danach, ne? Wie nehme ich meinen Partner mit? Wir waren im Austausch darüber, du kennst die Person, es war nichts Komisches, das war ein Gespräch, und dadurch war es auch, ja, kein Thema. Am Ende geht es immer darum, dass das Fundament Stabilität ist, dass alles soweit stimmig passt, und dann braucht man sich da wenig Gedanken machen. Es ist eben auch nicht die Lösung, zu sagen, wir schließen uns zu Hause ein, machen alles aus dem Homeoffice, lassen uns nur noch Dinge liefern, lernen niemanden mehr kennen, haben mit niemandem mehr zu tun, macht ja eben auch unglücklich. Es wird ein stabiles Fundament gebraucht, eine solide Vertrauensbasis, Reflexionsgespräche, ehrliche, tiefgründige Gespräche über Gefühle und Bedürfnisse und Wünsche, sodass man weiß, wo man gerade wirklich steht, und wiederum hilft es nichts, sich vor diesen Dingen zu drücken, und eine oberflächlich gefühlt schöne Beziehung zu führen, wo es aber in der Tiefe irgendwie brodelt und Dinge unausgesprochen geblieben sind, weil Gespräche über Gefühle zu meiden, heißt ja nicht, dass die Gefühle nicht da sind. Wenn wir nicht darüber sprechen, dass du dich unwohl fühlst, heißt es ja nicht, dass das nicht da ist. Ich beschäftige mich nur nicht damit. Ich verdränge und blende aus, aber ich werde so niemals das Ganze lösen und habe so eine Scheinsicherheit, eine schein-schöne Beziehung, aber nicht in der Tiefe. Ist es wirklich so? Ja, danke für die Coaching-Einblicke. Gerne. Machen wir auch immer unseren Mastermind-Runden mit den anderen Coachings immer sehr gerne, dass wir so Coaching-Einblicke teilen, dass wir uns über inhaltliche, spannende oder herausfordernde Fälle informieren und so in unserer Gruppe an Coaches, wir sind ja sechs Coaches insgesamt, dann lernen. Jetzt steht gerade an, dass vielleicht eine siebte Coachin dazukommt und wir das Team wieder vergrößern. So haben wir noch mehr die Möglichkeit, weil wir ja alle mit der gleichen Methode coachen, dass das auch auf persönlicher Ebene besser matcht, weil der eine möchte vielleicht eher von einem von uns gecoacht werden, der andere sagt, nö, ich hätte gerne lieber jemanden, der schon mal eine Trennung erlebt hat oder schon in der Patchwork-Konstellation sich befindet, der schon mal eine Scheidung erlebt hat. Also wir haben ja dadurch auch dann bei den Coaches ganz verschiedene Lebenserfahrungen die noch zu der Methodik hinzukommen und andere Ausbildungen, die parallel noch gemacht worden sind, sodass das, glaube ich, total spannend ist, wenn wir uns da weiter erweitern. Ja, schön, dass ihr wieder zugehört habt. Wir freuen uns, wenn euch die Folge weitergebracht habt und ihr das Gefühl habt, durch die Coaching- Einblicke konntet ihr etwas für eure Beziehung mitnehmen und ihr dadurch natürlich auch schon in den Gesprächen für euch besser vorankommt. Wenn ihr merkt, dass ihr mehr Input braucht, dass ihr wollt, dass jemand mit euch direkt an eurer Beziehung arbeitet, der Erfahrung mit den Themen hat und unbefangen, also nicht mit eigenen Gefühlen und Vorurteilen reingeht, wie das eben häufig Bekannte und Freunde tun, dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch und wir schauen dann, wer aus unserem Team oder einer von uns beiden der passende Coach oder die passende Coachin für euch beide ist. Bis bald. Bis dann.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Fremdgehen ist ein extrem verletzendes Ereignis, das tief in die Identität und das Vertrauen eines Partners eingreift.
  2. Im Vergleich zu einer Affäre ist Fremdgehen oft plötzlich und einheitlich, während Affären sich über längere Zeit entwickeln und tiefere emotionale Verletzungen mit sich bringen.
  3. Beide Partner leiden oft an Verletzungen, wobei der eine die Abwesenheit von Treue spürt, der andere das Gefühl der Kontrolle verliert.
  4. Das Misstrauen, entstanden durch Verheimlichung und Lügen, ist der größte Hindernis für die Wiederherstellung von Vertrauen.
  5. Glaubenssätze wie „Fremdgehen führt immer zu Wiederholung“ oder „ich bin nicht mehr attraktiv“ beeinflussen die Beziehung tiefgreifend.
  6. Die Lösung erfolgt durch systematische Aufarbeitung von Verletzungen, Bedürfnissen und Kommunikationsmuster.
  7. Regelmäßige Reflexionsgespräche und eine klare Definition von Werten schaffen Sicherheit und Kontrolle.
  8. Ob das Paar zusammenbleibt, hängt entscheidend davon ab, ob beide ein Gefühl der Integrität und gegenseitiger Verantwortung aufbauen können.

Summary:

Fremdgehen ist ein tiefgreifendes Ereignis, das nicht nur die emotionale Verletzung, sondern auch die Identität und das Vertrauen in eine Beziehung erschüttert. Im Gegensatz zu Affären, die sich über Zeit spannen, ist Fremdgehen oft plötzlich und offenbar, was eine unmittelbare Krise auslöst. Beide Partner leiden unter Verletzungen: der eine fühlt sich entletzt, der andere verliert das Gefühl der Kontrolle und Sicherheit.

Der größte Hinderung bei der Wiederherstellung ist das Misstrauen, das durch Verheimlichung und Lügen entsteht. Dieses muss vollständig verarbeitet werden, bevor neues Vertrauen aufgebaut werden kann. Einen entscheidenden Beitrag leisten Glaubenssätze, die das Paar in eine cycle von Wiederholung bringen, wie zum Beispiel „Fremdgehen bedeutet immer Fremdgehen“.

Um die Beziehung zu retten, werden Verletzungen, Bedürfnisse und Kommunikationsmuster systematisch aufgearbeitet. Dazu führen regelmäßige Reflexionsgespräche, klare Werte und einander vertrauensvolle Gespräche zu einer stärkeren Identifikation und gegenseitigen Verantwortung. Ob das Paar bleibt, hängt davon ab, ob beide ein Gefühl der inneren Stabilität und Sicherheit entwickeln können.

Die Coaching-Einblicke zeigen, dass auch komplexe Situationen wie Familienstrukturen, berufliche Belastungen oder fehlende emotionale Kommunikation eine wichtige Rolle bei der Krisensituation spielen. In den Beispielen wird deutlich, dass eine tiefe, ehrliche Kommunikation – unabhängig von der Wiederaufnahme der Beziehung – notwendig ist, um echte Heilung zu ermöglichen. Die Lösung geht nicht nur über das „Verzeihen“ hinaus, sondern erfordert eine tiefgreifende Überarbeitung der Beziehungswerte und der inneren Sicherheit.

FAQs

Fremdgehen führt zu einem plötzlichen Vertrauensverlust, da die betroffene Person das Gefühl hat, dass das Fundament der Beziehung – wie Treue – gebrochen wurde. Dies wirft viele Fragen auf und führt zu tiefen emotionalen Verletzungen auf der Ebene von Identität und Werten.

Ja, Fremdgehen ist oft eine einmalige, schnell entstehende Verletzung, während Affären über einen längeren Zeitraum dauern und oft zu einem mehrfachen Verletzungsgefühl führen. Beim Fremdgehen ist die emotionale Verletzung oft stärker auf die persönliche Identität und das Vertrauen abgestimmt.

Weil beide Partner sich auf ein gemeinsames Vertrauen und eine monogame Beziehung verlassen haben. Wenn einer der Partner fremdgeht, fühlt sich der andere ausgeschlossen, was das Vertrauen stark erschüttert oder komplett zerstört.

In den Coaching-Beispielen werden die verletzenden Ereignisse und Glaubenssätze aufgearbeitet. Die Paare lernen, ihre Kommunikation zu verbessern, Vertrauen wieder aufzubauen und gemeinsam Lösungen für die Zukunft zu finden.

Glaubenssätze wie „Fremdgehen ist immer wiederkehrend“ oder „Ich werde nie vergeben“ beeinflussen die Reaktionen der Partner und erschweren die Wiederherstellung von Vertrauen und Intimität in der Beziehung.

Ja, es ist möglich, dass die Beziehung wieder erfolgreich wird – besonders wenn beide Partner die Ursachen der Verletzung erkennen, Vertrauen aufbauen und regelmäßige Reflexionsgespräche führen, um die Beziehung zu stärken.

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