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Follower vs. Community? Wie Marken und Creator echte Communities aufbauen

21m 16s

Follower vs. Community? Wie Marken und Creator echte Communities aufbauen

In dieser Folge von „Wortzissauce“ bei „BabyGrad Business“ räumt Kasse Maria Müller mit zehn weit verbreiteten Irrglauben über Communities auf. Sie betont, dass viele Marken und Creator das Wort inflationär nutzen, aber den entscheidenden Unterschied zwischen einer passiven Audience und einer aktiven Community nicht verstehen. Eine Audience konsumiert nur, während eine Community auf echtem Austausch, Beziehung und gegenseitiger Interaktion basiert – erkennbar an wiederkehrenden Namen in Kommentaren, Insider-Witzen oder sogar Verteidigung der Marke durch Mitglieder. Auch der Glaube, dass Algorithmus-Hacks oder reine Reichweite Communities schaffen, ist falsch; tatsächlich verstärkt eine starke Community den Algorithmus durch echte Interaktionen. Broadcast-Channel wie Instagram-Kanäle sind keine Community, da sie One-to-Many-Kommunikation fördern; echte Community braucht Many-to-Many-Austausch, etwa auf Substack oder in geschlossenen Mitgliederbereichen wie dem „BabyGrad Business Club“. Plattformen dienen der Entdeckung, aber die Bindung entsteht woanders. Müller argumentiert, dass Vertrauen heute wertvoller ist als Reichweite, und dass kleine, relevante Mikro-Communities oft stärker sind als große Massen. Community erfordert aktive Arbeit: Zuhören, Antworten und Dialog, nicht nur Content-Posting. Sie bedeutet auch Kontrollverlust, denn Kritik und Diskussionen sind Teil einer lebendigen Beziehung. Schließlich ist Community nicht plattformgleich; sie verhält sich je nach Kanal anders und überlebt Plattformwechsel – vorausgesetzt, man denkt in einem Content-Trichter von Discovery zu echter Bindung.

Transcription

3089 Words, 20999 Characters

German
Herzlich willkommen zu "Wortzissauce", bei "BabyGrad Business", deinem Podcast zu allen Themen rund um Sauce-Media. Mein Name ist Kasse Maria Müller, und in dieser Folge rede ich Klaathex zu dem Thema "Community's". Denn kaum ein Wort, schwirt aktuell so inflationär durch die Branche, steht auf Reporting's nice und wird in die Köpfe von Entscheidern gepflanzt, meist aber im falschen Kontext und noch mit einer Erwartungshaltung, dass ich weiß, was schreiben möchte. Deswegen gehen wir in dieser Folge und ich stelle sie richtig und ich gebe euch zu "Dus mit" oder halt auch "Augumente", damit ihr das Gelernte direkt umsetzen könnt und in der Praxis anwenden könnt. Diese Folge ist für Crater-Eden für Sauce-Media-Manager in genauso viel Schäffenden oder auch Marketingverantwortliche, die das Wort "Community" in ihre 26 Ziele geschrieben haben. Und das wird ihr wahrscheinlich alle sein, denn machen wir uns nichts vor, seid über einen Jahr reden alle über "Community's", aber die wenigsten schaffen es, das Thema nachhaltig und vor allem Ziel führend umzusetzen. Ich verspreche, dass diese Folge eine Praxorientierte Mischung ist aus Theoriewissen und konkreten Aufgaben. Ihr kennt das von mir. Bevor wir in die Folge reingehen, gilt die immer, teilt die Folge, lass uns einen Kommentar da. Folgt dem Podcast, egal, ob ich hab Platz vom E-Zuhört, das hilft uns, dass wir euch weiterhin dieses Wissen hier kostenlos zur Verfügung stellen können. (Dynamische Musik) Irg'labe Nummer eins. Volleweiß sind automatisch Community's. Dieser weit verbreitete Gedanke im Sauce-Media-Marketing bedeutet, wenn ein Account-Fehler-Follow-Up dann muss er auch eine starke Community haben. Und genau hier liegt ein fundamentaler Denkfehner, den wir müssen zwei Dinge saubert voneinander trennen. Audience und Community. Die Audience ist eine Publikum, also sprichwörtliche Übersetzung. Und Menschen konsumieren inhaltes, Kräuen weiter, liken vielleicht, aber sie bleiben passiv. Eine Community hingegen basiert auf Beziehung, Austausch, Interaktion. Also echten Interaktion nicht nur likes. Und dort entsteht etwas, was tatsächlich über den Content hinausgeht. Sauce-Media hat uns über Jahre hinweg daran gewöhnt, alles in Zahlen zu messen. Follow our Zahlen likes, views, diese Zahlen sind sichtbar. Sie lassen sich wunderbar in Präsentation schreiben und sie fühlen sich natürlich auch gut an. Aber viele dieser Kennzahlen sind am Ende des Tages nichts anderes als Vanity-Matrix. Sie sehen beeindruckend aus, sagen aber wenig, darüber aus, wie tief die Beziehung zu den Menschen hinter diesen Zahlen tatsächlich ist. Die Realität ist ja häufig so. Eine Kauent hat schon eine Fone war und unter dem Pause passiert, erstaunlich wenig. Komm, Kommentare, Gespräche, kaum Austausch. Man spricht in solchen Fällen häufig von einer Silent-Ordienz. Menschen schauen zu, aber sie sind nicht wirklich beteiligt. Und genau hier zeigt sich der Unterschied zu einer echten Community. Eine Community erkennt man nicht an der Zahl der Follower*innen, sondern an den Mustern der Interaktion. Wenn unter den Kommentaren immer wieder das selbe Name auftaucht, wenn sich innerhalb der Community Insider oder Vanity-Gacks entwickelt, wenn Menschen nicht nur mit Chemkater und der Marke sprechen, sondern auch miteinander. Ein besonders spannender Moment ist, der, wenn eine Community beginnt, einen für Eiter oder eine Marke aktiv zu verteidigen. Wenn Kritik auftaucht und plötzlich Community-Mitglieder in den Kommentaren sagen, momentmal, das stimmt so nicht. Dann merkt man, dass hier mehr entstanden ist als nur eine audience. Und genau deshalb gilt, reichweite Sichtbarkeit, Community kann man spüren. Ich glaube, Nummer 2. Wer den Algorithmus hekt, hat automatische eine Community. Seit Jahren bekomme ich immer wieder Fragen gestellt, wie man den Algorithmus hecken kann. Viele Creator konzentrieren sich so stark darauf, den Algorithmus zu verstehen und zu optimieren, dass sie immer mehr vergessen, mit und für die Community zu arbeiten. Sie wollen die perfekte Hock in der ersten Sekunde eines Videos. Sie achten auf Posting-Konsistenz, analysieren Trend-Sounds, nutzen Co-Orther-Pause oder investieren viel zu viel Zeit, den die Editing skills. Das ist alles richtig, das baut die aber keine Community auf. All das ist sinnvoll, wenn das Ziel reine Reichweite ist. Aber Reichweite allein ist noch keine Community. Man kann wir all gehen und trotzdem keine Beziehung zu einer Audience aufbauen. Man kann Millionen Views generieren und am Ende trotzdem keine Menschen haben, die wirklich wiederkommen. Das ist Reichweite ohne Bindung und viralität ohne Beziehung. Und jetzt kommt der interessante Punkt. Auch der Algorithmus selbst erkennt Community-Strukturen. Klatform schauen nicht nur darauf, wie viele Menschen einen Content sehen, sie analysieren auch, wie Menschen mit einem Content interagieren. Kommentare sind ein unfassbar stärkeste Genal innerhalb des Algorithmus-Systems. Sails zeigen das Inhalte wirklich relevant sind. Schers bedeuten, dass Menschen Content weiter tragen. Besonders wertvoll sind so genannte Returning Viewers, also Menschen, die immer wieder zu einem Account zurückkommen. Das bedeutet, eine starke Community verstärkt den Algorithmus nicht anders rum. Oder man kann es auch so formulieren, wenn Menschen sich wirklich verbunden fühlen, dann entsteht Interaktion ganz automatisch, weil man sich halt austauschen will. Und genau diese Interaktion ist das, was Plattform lieben. Community ist also nicht das Ergebnis eines Algorithmus-Hacks im Gegenteil. Community ist eine der stärksten Hebel für organische Reichweite. Ich glaube, Nummer drei. Broadcast-Channel sind die Heimat für Communitys. In den letzten Jahren haben viele Plattformen diese Features ausgerollt, die vermeintlich Community fördern sollen. Broadcast-Channels auf Instagram, WhatsApp, Facebook. Diese ganzen Formate, die überall immer noch die Community kleiner macht, um man sich noch exusiver austauschen kann. Das Problem ist, die Logik dahinter ist häufig dieselber. Und zwar, dass eine Person sendet und viele Menschen kommentumieren. Das ist diese One Too Many-Communication. Und machen wir uns nix vor, da hat genau nichts mit Community zu tun. Es gibt Einsender, viele Empfänger. Und dieses Prinzip ist durch Social Media schon so lange geprägt, dass das nicht widerspiegelt, wie eine echte Community funktioniert. Eine echte Community braucht eine Many Too Many-Communication. Menschen sprechen nicht nur mit dem Creator oder der Marke, sondern auch miteinander. Es entsteht ein Austausch, eine Diskussion, manchmal sogar eine Co-Creation. Und deshalb sind diese Broadcast-Channel, wo eine an viele kommuniziert, nicht Community. Diesen interessanten Trend sehen wir bei diesen Communitys innerhalb dieser klassischen Plattformstrukturen. Auf Plattformen, die keinen echten Austausch ermöglichen. Deswegen hat SubsTech gerade in der Gegenbewegung so einen Hype oder Discord. Auch so private Hattekommunitie-Plattformen, wo man Mitgliederbereiche hat wie Circle oder so. Die gewinnen Zunehmend an Bedeutung. Weil wir die ganze Zeit über Community sprechen. Wir als Baby-Gab ist es auch gesagt, wir wollen in dieses Community-Thema stärker reingehen. Nicht, weil es auf irgendein Business Plan stand, sondern weil wir immer von der Community gehört haben, wir brauchen einen Ort, wo wir uns austauschen können. Deswegen haben wir unseren Baby-Gab Business Club genanzt. Das ist eine Community auf SubsTech, was ehrlicherweise wie so eine WordPress-Plattform ist, wo man Blogs teilen kann, allerdings mit der Möglichkeit, einen geschlossenen Bereich zu machen. Und es ist ein Mitgliedschaftsmodell, was wir etabliert haben. Das heißt, man ist seit 14,90 Jahren monat. Und dann ist man Teil dieser Community. Und bekommt exklusiven Content der Tiefgang-Hart, den wir auf anderen Plattformen nicht veröffentlichen. Wir haben zum Beispiel unsere monatliche Social-Mietersprechstunde, wir haben Kolumben aus dem Team, inhalte, die wir sonst nicht gut sein können. Wir haben Landstorcks mit unserem Netzwerk, mit Menschen, die man sonst nicht reden hört. Und wir bieten dort an, dass Menschen sich inhaltlich austauschen können. Und dieser Austausch bringt mehr weit, weil Menschen sich vernetzen können. Wir wollen die Diskussion. Wir wollen das Gefühl, dass wir eine Raum haben, wo Menschen Teil eines gemeinsamen Etwas sind, wo Gespräche auf Augenhöhe stattfinden. Für uns ist dieser Raum in der Übersetzung ein Selbstbas für eine Community. Wir haben uns bewusst entschieden, das auf Sub-Sack zu machen, weil die anderen Social-Media-Plattformen, das in der Form uns nicht erlauben zu machen. Das ist technisch, so nicht möglich. Und das Nutzerverhalten auf diesem Plattform erlaubt es auch gar nicht, dass man in den Tiefel hineingehen kann. Wir wollen ein Ort, wo Menschen nicht nur konsumieren, sondern miteinander sprechen. Ich kenne so viel schon mal sagen, nach einem Monat, die Menschen sprechen miteinander. Die Menschen tauschen sich aus. Die Menschen sorgen sogar, so port für ihr Business dort. Und das ist genau der Ort, den wir als Babygeld-Bissnis brauchen, um diesen Community Gedanken zu unterstützen. Wir sehen dort, dass Menschen tatsächlich bereit sind, auch etwas zu zahlen und Teil dieser Community zu sein, weil der mehr wert, das aufwegt, was sie letztendlich investieren müssen. Ilklaube Nummer vier. Community sind auf Instagram, TikTok und Co zu Hause. Ich habe das bei Ilklaube drei schon so ein bisschen angelingassen. Viele Menschen glauben, dass die Community automatisch dort stattfindet, wo der Content veröffentlicht wird, also auf Plattform wie Instagram und TikTok. Aber wir dürfen nicht vergessen, diese Plattform gehören uns nicht. Sie gehören Tech-Millionären, die akzenäre glücklich machen wollen. Die Algorithmen entscheiden, wer unseren Content zu sehen bekommt. Und die Plattform können ihre Regen jederzeit ändern. Deshalb beobachten wir bei vielen Chirater*innen eine strategische Entwicklung, sie bauen Plattform unabhängige Communities auf. Die Versivizierung der Audience. Eine Vielzahl von kleineren Communities, die je nach Platz vom USB unterschiedlich behandelt wird. Das kann über eine Newsletter passieren, das kann über Substek passieren, so wie wir das gemacht haben. Das kann auch über Mitgliederklubs passieren, wie zum Beispiel Project Treehouse, die tolle Intra das macht. Das können aber auch Community-Sirke sein. Und reale Treffen, wenn echten Leben gehören auch dazu. Wie viele Freunde von mir sind mittlerweile in einem Buchclub oder machen Meetups oder Events, die einfach nur ein Kleintheit der Community zusammenbringen? Say in Cess, ich erwähne sie, glaube ich, in fast jeder Folge haben jetzt ein Community-Treffen in München gemacht in einem Pilatesstudio. Plattform wie Instagram, TikTok, YouTube spielen dabei weiterhin eine wichtige Rolle, aber eine andere. Sie sind Orte der Diskavory, Menschen entdecken dort neue Accounts, Menschen werden dort auf Menschen aufmerksam über neue Ideen oder neue Perspektiven, aber die eigentliche Beziehung entsteht an einen anderen Ort oder anders formuliert. Plattform sind der Ort an dem Menschen dich finden. Community ist der Ort an den Menschen bleiben. Irglauben Nummer 5 Reichweite, Trumpf der Community. Über viele Jahre in Wäckweite war Reichweite die wichtigste Währung im Marketing und sie ist es immer noch, wenn es um das Thema "Marten Bekanntheit" geht. Wir wollen möglichst viele Impression, möglichst große Kampagnen, maximale Sichtbarkeit. Und es macht auch Sinn, wenn man ein neues Produkt einfiel, wenn man eine Marke introduzend will, dann ist Reichweite nach wie vor die KPI auf die ihr achten müsst. Aber die Logik verändert sich, denn wir sind meist nicht mehr am Anfang unserer Social Media-Karriere, sondern sind schon ein paar Schritte weiter. Wir leben aktuell in einer Welt, in der Aufmerksamkeit überall verfügbar ist. Content wird im Sekundentakt im 100-millisekundentakt produziert. Plattformen sind überfüllt mit Informationen. Reichweite wird dadurch immer günstiger und auch wertloser. Deswegen gibt es diesen Gegentrend, das wir vertrauen haben wollen. Und vertrauen ist ehrlicherweise sehr viel knapper als die Reichweite. Genau deshalb verschiebt sich der Fokus im Marketing massivst. Weg von einer Reichweite hin zu Beziehungen. Relationship statt Reach. Eine starke Community führt zu höheren Conversions, zu widerkäufen und zu einer deutlich stärkeren Marken-Neualität. Menschen kaufen nicht nur ein Produkt, sondern sie unterstützen eine Marke oder einen Creator, zu dem sie eine Beziehung aufgebaut haben. Ich vertraue dieser Mark. Ich vertraue diesen Creator. Deswegen vertraue ich darauf, dass die Empfehlung das Produkt für mich relevant ist und für mich das Richtige ist. Deswegen glaube ich das Reichweite, für den des Kavari-Bereichen weiterhin relevant ist, aber zur tatsächlichen Conversion brauche ich das Vertrauen, was sich nur durch die Community bekomme, indem ich tatsächlich Community Arbeit mache. Ich glaube, Nummer 6. Je größer die Community desto besser. Und hier kommen wir an dem QC Part dieser Folge. Denn wir haben ja ja immer wieder gedacht, je größer desto besser, je mehr Wüsste ist da besser, je mehr voller Waldestobesser, allerdings heißt das nicht, dass ich automatisch gleich eine große Community habe, die erfolgreich ist. Größe allein, sagt erstaunlich wenig über die Qualität einer Community aus. Im Gegenteil. Viele kleinen Community sind stärker und deutlich relevanter als die großen Community. In diesen sogenannten Mikrocommunities entsteht Nähe und vertrauen sehr viel schneller. Die Kommunikation ist direkt am, weil sich der Space sehr viel Safer anfühlt. Der Austausch ist persönlicher und ich fühle mich als Mensch gesehen und bin nicht nur einer Zahl in diesen Millionen-Virus, die diese ganzen viralen Videos generieren. Genau deshalb beobachten wir in der Quater-Economie einen startentrend hinzu Mikro-Quater und Nischen-Communities. Quater die sehr spezifische Themen besetzen und sich als Expert*innen oder dort ledern einen Bereich positionieren. Diese Community sind oft sehr viel kleiner, aber sie sind extrem relevant. Und ich kann ja wieder mein Liebstesbeisch für den Rennerrad-Fahren reinbringen. Ich bin seit drei Jahren auf meinem Rennerrad-Jörnie und ich glaube den Menschen, die weniger Verloer*innen haben, aber dafür echte Toren machen, die sich wirklich austauschen, mit denen ich hin und her schreibe in den DMs. Sehr viel mehr als den großen Creator, die einmal im Monat gefühlt fahren, aber sich rennrat fahren. Diese kleinen Community sind extrem relevant und deshalb gilt hier auch dieser wichtige Grundsatz. Relevanz schlägt größer. Ich glaube Nummer 7. Content-Shift-Community. Wir leben in dieser Vorstellung des Communitys-Automate-Stand entstehen, wenn man einfach nur regelmäßig Content veröffentlicht. Das stimmt natürlich und viele Creator-Posten auch konstant und produzieren immer wieder neuen Content, wundern sich aber, dass keine echte Community entsteht. Und der Grund ist relativ simple. Community bedeutet Arbeit. Community bedeutet Zeit zu investieren. Man muss in das Gespräch geht. Man muss in den Dialog gehen. Man muss Antworten und man muss vor allem zuhören. Wenn Creator Fragen stellen und die Kommentare, die dann die Community schreit, nicht beantworten, ist die Community, die sich die Zeit genommen hat, dort Fragen zu beantworten, so enttäuscht, dass sie eher voller*innen und damit auch die Community verlieren, als dass sie die aufbauen. Community Feedback bedeutet aktiv zu interagieren. Es muss miteinander etwas gemacht werden. Menschen merken, wenn ihre Stimme nicht gehört werden, wenn ihre Stimme irrelevant ist, wenn ihre Stimme egal ist. Und genau, wenn das passiert, ist die Beziehung, die echte Beziehung, die Community Beziehung vorbei. Das bedeutet noch mal, ich habe das schon gesagt, Content kann Reichweite erzeugen, aber Community entsteht erst im Austausch. Ich glaube Nummer 8. Community bedeutet Kontrollverlust. Ich höre das bei so vielen Konsaltens und so viele Marken haben Angst davor, dass wenn es eine Community gibt, sie die Kontrolle über die Marker verlieren, die Kontrolle über das Gespräch verlieren, die Kontrolle über die besprochenen Themen verlieren. Da ist etwas wahres dran, denn wenn Menschen anfangen sich wirklich auszutauschen, kann Kritik entstehen. Da können Meinungsverschiedenheiten aufkommen oder auch unterschiedliche Perspektiven besprochen werden. Aber das ist ein gutes Zeichen, weil das ist das echte Feedback, was ihr wirklich wollt. Das ist, wenn die wahren Gespräche anfangen. Eine lebendige Community entwickelt sich immer mit einer eigenen Dynamik und Diskussionen sind halt ein Teil davon. Die sind Teil einer Beziehung und genau diese Offenheit führt zu Authentizität und Glaubwürdigkeit. Wenn Menschen merken, dass echte Gespräche stattfinden dürfen, entsteht Vertrauen. Und diese echten Gespräche entstehen nur, wenn die Krater und die Marken auch den Teil dazu beitragen, dass ein Gespräch entsteht, denn dazu können immer zwei Parteien. Eine Community ist also nicht komplett kontrollierbar, aber sie ist unglaublich wertvoll, weil sie eben diesen echten Austausch ermöglicht. Irglaube Nummer 9. Eine Community feiert jeden Content. Häufig glauben Krater oder auch Marken, dass eine Community automatisch alles gut findet, was sie pausen. Als ob die wie so eine "Like" Parade da steht, die alles "Like" und "Feiert", was man pausdet. Aber eine echte Community ist kein Femt-Glob. Die ist nicht dafür da, dass man die Garantie für ein Like hat. Im Gegenteil, die stärker eine Community, desto mehr Erwartungen entsteht auch. Also Menschen wollen diese Qualität, die wollen Ehrlichkeit, die wollen Relevanz. Die sind ehrlicherweise sehr viel kritischer. Die Rolle von Krater innen und Marken verändern sich dadurch. Sie werden weniger zu sendern und eher zu Moderatoranern eines Dialogs. Das bedeutet, man muss Fragen stellen, man muss Diskussionen aufgreifen und man muss die Community auch aktiv mit einbeziehen. Denn eine Community ist kein Publikum, wo man eine Applaus garantiert, sondern eine Community ist ein Mitgestalter. Irglaube Nummer 10. Community ist auf einen Plattformgleich. Das ist so ein Irglaube, den, glaube ich, alle Schäfen in der draußen immer wieder sagen. Social Media ist eins. YouTube, Instagram, Snapchat, TikTok, alles eins. Alle Vorloginnen sind automatisch einen Community. Aber Communitys verhalten sich auf jeder Plattform anders. TikTok und Instagram sind stark Content und Infrastruktur getrieben. Dort geht es um Diskavory, Unterhaltung und Persönlichkeit. andere Räume wie Newsletter, WhatsAppgruppen, Substake oder Realetheffen. Da entsteht die Nähe. Da entsteht der echte Austausch. Da geht es nicht um Masser, so eine geht es um Qualität. Das bedeutet, je nachdem, welche Plattform ihr auswählt, funktioniert die Community anders. Und eine starke Community hat eine ganz besondere Eigenschaft. Sie überlebt den Plattformwechsel. Was ich damit meine ist, dass wenn man auf TikTok oder Instagram sich eine große Follower-Schraft aufbaut und dann die Leute succissiv zu Substake, zu YouTube, zu anderen geschlossenen Communitys überführt und da kleinere Communitys draus macht, dann fühlen sich die Menschen wirklich verbunden. Und die Menschen, die so treue Follower*innen auf den Diskavory-Plattformen sind, folgen gerne in die Communitys auf die anderen Plattformen, die halt kleiner sind. Und dort dann neue Formate oder in realen Räumen andere Inhalte zu konsumieren. Deswegen ist es wichtig, dass bei diesen ganzen Community-Journey ihr nicht nur in Plattformen denkt, sondern auch in den Kontens, die auf dem Plattformen wichtig sind. Und deswegen finde ich es Das ist so wichtig, dass wir solche Medien nicht. nicht nur noch in schnellen Contentstinken, die maximal Reichweite machen müssen, sondern in einem Content-Hunnel, der mit Discovery anfängt und dann in den Community-Bereich reingeht, wo ich inhaltlich starke Kontents habe, die in die Tiefe gehen. Meine Prediction Elbs, Social Media wird in der Zukunft weniger von Algorithmen geprägt sein, sondern viel, viel mehr von starken Communities. Das bedeutet, ihr müsst euch überlegen, wo ihr eure Follower-Innen schafften, in den nächsten Wochen und Monaten gezielt in kleine Community-Bereiche hineinleitet. Denn am Ende sind es nicht die großen Plattform mit den großen Views, die euch eine Community aufwaltzuland. Ihr braucht kleine Safe-Space, wo echte Beziehungen entstehen. Denn wir reden nach wie vor mit Menschen. Wir reden nicht nur mit Follower-Innen, die eine große Zahl sind, sondern wir wollen in den echten Austausch gehen, mit Menschen, die sich wirklich austauschen und auch Feedback geben. Deswegen, hier zum Schluss haben wir meine Aufforderung. Wenn ihr Feedback an mich habt, gerne in die Kommentare. Ich leese wirklich alle Kommentare und freue mich nicht mit euch auszutaten.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Audience und Community sind nicht dasselbe
  2. Den Algorithmus zu „hacken“ schafft Reichweite, aber keine Community – echte Interaktion ist der stärkere Hebel.
  3. Broadcast-Channel (One-to-Many) sind keine Community; echte Community braucht Many-to-Many-Kommunikation und plattformunabhängige Räume.
  4. Plattformen wie Instagram sind Orte der Entdeckung, nicht der Community-Bindung; die Beziehung entsteht woanders (z. B. Newsletter, Substack).
  5. Vertrauen ist knapper als Reichweite
  6. Kleinere, relevante Mikro-Communities sind oft wertvoller als große Massen; Relevanz schlägt Größe.
  7. Community entsteht nicht durch Content allein, sondern durch aktiven Dialog, Zuhören und Beantworten von Fragen.
  8. Community bedeutet Kontrollverlust – Kritik und Diskussionen sind Zeichen von Lebendigkeit und fördern Vertrauen.
  9. Eine Community ist kein Fanclub; sie erwartet Qualität, Ehrlichkeit und Mitgestaltung, nicht blinden Applaus. 1
  10. Communities verhalten sich plattformspezifisch; starke Communities überleben Plattformwechsel und brauchen einen Content-Trichter von Discovery zu Bindung.

Summary:

In dieser Folge von „Wortzissauce“ bei „BabyGrad Business“ räumt Kasse Maria Müller mit zehn weit verbreiteten Irrglauben über Communities auf. Sie betont, dass viele Marken und Creator das Wort inflationär nutzen, aber den entscheidenden Unterschied zwischen einer passiven Audience und einer aktiven Community nicht verstehen. Eine Audience konsumiert nur, während eine Community auf echtem Austausch, Beziehung und gegenseitiger Interaktion basiert – erkennbar an wiederkehrenden Namen in Kommentaren, Insider-Witzen oder sogar Verteidigung der Marke durch Mitglieder.

Auch der Glaube, dass Algorithmus-Hacks oder reine Reichweite Communities schaffen, ist falsch; tatsächlich verstärkt eine starke Community den Algorithmus durch echte Interaktionen. Broadcast-Channel wie Instagram-Kanäle sind keine Community, da sie One-to-Many-Kommunikation fördern; echte Community braucht Many-to-Many-Austausch, etwa auf Substack oder in geschlossenen Mitgliederbereichen wie dem „BabyGrad Business Club“. Plattformen dienen der Entdeckung, aber die Bindung entsteht woanders.

Müller argumentiert, dass Vertrauen heute wertvoller ist als Reichweite, und dass kleine, relevante Mikro-Communities oft stärker sind als große Massen. Community erfordert aktive Arbeit: Zuhören, Antworten und Dialog, nicht nur Content-Posting. Sie bedeutet auch Kontrollverlust, denn Kritik und Diskussionen sind Teil einer lebendigen Beziehung.

Schließlich ist Community nicht plattformgleich; sie verhält sich je nach Kanal anders und überlebt Plattformwechsel – vorausgesetzt, man denkt in einem Content-Trichter von Discovery zu echter Bindung.

FAQs

Eine Audience konsumiert Inhalte passiv, während eine Community auf Beziehung, Austausch und echter Interaktion basiert. Eine Community erkennt man an wiederkehrenden Namen in Kommentaren und aktivem Miteinander.

Nein, Algorithmus-Hacks erzeugen Reichweite, aber keine Community. Echte Community entsteht durch Bindung und Interaktion, was wiederum den Algorithmus verstärkt.

Nein, diese basieren auf One-to-Many-Kommunikation, während echte Communities Many-to-Many-Austausch brauchen, bei dem Mitglieder auch miteinander sprechen.

Diese Plattformen dienen der Entdeckung, aber die eigentliche Beziehung entsteht oft auf plattformunabhängigen Orten wie Substacks oder Newslettern.

Nein, Relevanz schlägt Größe. Kleine Mikrocommunities können stärker und vertrauensvoller sein als große, anonyme Gruppen.

Nein, Community erfordert aktive Arbeit: Dialog, Antworten auf Kommentare und Zuhören. Ohne Austausch entsteht keine echte Beziehung.

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