Folge 83: Wenn Zentimeter entscheiden - Stabhochspringer Oleg Zernikel im Gespräch - Beyond Sports
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In dieser Podcastfolge wird der deutsche Stabhochspringer Oleg Zernickel interviewt. Zunächst erklärt er scherzhaft, dass er die Regeln im Darts ändern würde, um die Zahlen auf der Scheibe logischer und anfängerfreundlicher anzuordnen. Im persönlichen Teil gibt er Einblick in seine Interessen für Physik und Astronomie sowie seine musikalische Seite. Zernickel, der in Kasachstan geboren wurde und 2006 nach Deutschland zog, schildert die anfänglichen Herausforderungen der Integration, wie schulische Schwierigkeiten und das Verständnis für deutschen Humor. Sein Weg zum Stabhochsprung war kein gezielter Wunsch, sondern resultierte aus dem Vorschlag einer Trainerin, die sein Potenzial erkannte. Entscheidend für seine Karriere war die beharrliche Führung und Unterstützung durch seinen langjährigen Trainer, der ihn auch in schwierigen Phasen motivierte. Der Sport wurde für ihn schließlich eine Quelle der Anerkennung und ein zentraler Identitätsanker.
Podcast-Einführung und Oleg Zernikels humorvolle Darts-Regeländerung
Hallo und herzlich Willkommen wir Beyond Sportserver zu einer weiteren Folge unseres Podcasts.
In dieser Episode nehmen wir euch mit in eine der spektakulärsten Disziplinen der Leichtathletik und so hat unser Gast gesagt, auch eine der anspruchsvollsten Disziplinen, wenn nicht sogar die Anspruchsvollste, den Stabhochsprung.
Ein Sport, der auf den ersten Blick vor allem Höhe und Show verspricht, in Wahrheit aber ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Technik, Mut, Timing und mentaler Stärke ist.
Sprecher*in 2
Unser Gast ist Oleg Zernickel, einer der besten deutschen Stabhochspringer.
Mit ihm sprechen wir über das, was diesen Sport wirklich ausmacht, über den perfekten Sprung, das besondere Verhältnis zwischen Athlet und Stab, über Höhen jenseits der 5 Meter und darüber, was im Kopf passiert, wenn ein einziger Moment über Erfolg oder Scheitern entscheidet.
Gleichzeitig blicken wir auf olex persönlichen Weg vom Aufwachsen zwischen 2 Kulturen über schwierige Phasen ohne schnellen Durchbruch bis hin zur EM, Bronze, 2024 und der Teilnahme an den Olympischen Spielen.
Freut euch auf ehrliche Einblicke, verständliche Erklärungen, persönliche Anekdoten und eine Folge, die zeigt, warum Stabhochsprung weit mehr als ein nur hochspringen ist.
Wir wünschen euch nun ganz viel Spaß beim Zuhören.
Servus Oleg, Herzlich Willkommen hier bei uns im Beyond Sports Podcast.
Sprecher*in 3
Hallo Leute, Servus, seid gegrüßt.
Sprecher*in 1
Ja, lieber Oleg, cool, dass du am Start bist.
Du bist uns online zugeschaltet.
Heute zum Podcast.
Das heißt, du kannst nicht in unser legendäres Fragensäckchen greifen, aber Olli ist immer unsere Losfee deswegen, du darfst jetzt eine Frage ziehen und du darfst sie dann gleich kurz und knapp beantworten.
Wir sind gespannt.
Sprecher*in 3
Ich bin schon gespannt.
Ich auch.
Sprecher*in 2
Oh, eine Frage, die wir tatsächlich noch nicht so oft gestellt haben.
Wenn du die Regeln einer beliebigen Sportart ändern könntest, was würdest du ändern?
Sprecher*in 3
Weißt du, wir hatten jetzt eben ganz kurz zugehabt über die Dartscheibe, so weißt du und ich frag mich grad, welcher Idiot hat die 1 genau neben die 20 gemacht?
Das macht doch gar keinen Sinn, mach doch mal die 19 links die 19 rechts die 18 ist doch viel einfacher zu spielen, das ist ja glaub ich so in der Regel die ich die ich einführen würde ändern würde, dass man die Dartscheibe verändert, so wie es halt.
Am einfachsten ist zu spielen.
Sprecher*in 1
Geil, geil, geil.
Das heißt, du würdest sozusagen Darts Anfänger freundlicher machen, oder?
Sprecher*in 3
Ja, ja, ja, tatsächlich ja, weil das ist schon ein frustriertes Gefühl, wenn du dann keine Ahnung 6020 wirfst und dann eine 1 oder dann keine Ahnung.
Ja so so eine 80 raus, raus, dann wieder 1 und du fühlst das ist das macht doch keinen Sinn, das macht keinen Spaß.
Sprecher*in 1
Ja, bei mir ist es schon so oft passiert, wenn ich mal die Triple 20 getroffen hab, dass ich danach die 1 getroffen hab.
Das ist das Schlimmste überhaupt.
Du bist so im Flow, du denkst dir so, OK, jetzt hast du es dann 1.
Sprecher*in 3
So sieht es aus.
Ja, so sieht es aus, das wird sich auch verändern, das geht so nicht weiter.
Sprecher*in 1
Hast du denn auch persönlich so n bisschen die Darts WM verfolgt beziehungsweise bist du auch Darts Fan?
So im vom vom Verfolgen her?
Sprecher*in 3
Seit seit kurzem tatsächlich erst so, weil meine Freunde da auch sind, schon länger dabei haben es aktiver geschaut, ich habe kein Fernsehen, ich gucke kein Fernsehen, deswegen habe ich auch den Dart WM auch nie wirklich verfolgt, auch über den Computer nicht wirklich, aber dieses Mal waren wir halt über kurz vor Weihnachten unterwegs, an unserem Wochenende haben uns halt alle frei genommen und haben da halt aktiv auch das gespielt und während wir das geschaut haben währenddessen und es hat auch
Bock gemacht, also es ist auch eigentlich eine spannende Sportart die.
Ist sehr interessant, macht Spaß zuzusehen und mich fasziniert auch natürlich, wieviel Gelder da auch mittlerweile fließen.
Das sind halt Millionen, was heißt Millionen Pfund bekommt man dafür einen Weltmeister?
Ja schon krass, also das können wir in der gleichzeitig auch einführen, da wäre ich auch dafür.
Oleg Zernikels unerwartete Hobbys und kultureller Hintergrund
Genau.
Also bevor wir jetzt weiter über Darts sprechen, sprechen wir ein bisschen mehr, jetzt noch über dich, weil du bist ja heute auch unser Gast.
Genau, stell dir mal vor, jemand sieht dich jetzt gerade zum ersten Mal nicht im Stadion, sondern irgendwo ganz alltäglich.
Was würde diese Person niemals über dich vermuten, wenn sie weiß, der macht Stabhochsprung auf weltklasse Niveau?
Sprecher*in 3
Unser Stabhochsprung ist eigentlich das Ding, was wahrscheinlich mich ausmacht, weil.
Mein ganzes Leben ist nach ausgerichtet.
Ich definiere mich durch stabhochsprung, ich sag aber auch früher immer gesagt, wenn ich kein Stabhochspringer wäre, dann wäre ich jetzt kfzler irgendwo in der Werkstatt mit einem Bierbauch und würde Autos reparieren.
Sprecher*in 1
Sozusagen also was komplett anderes.
Sprecher*in 3
Total total so.
Ich meine ich hab ich hab viele Hobbys so was die Leute über mich nicht wissen.
Dass ich mich schon so für Physik, Astronomie interessiere, also Bücher, Science Fiction lese, auch viele wissenschaftliche Bücher interessieren mich.
Ich glaube unter anderem, dass ich Gitarre spiele, ich glaube, das Wissen auch mittlerweile viele oder können man sehen, auch über Instagram.
Natürlich, wenn man da reinschaut, da mache ich schon sehr viel von meinem Leben rein, ich verkaufe gerne meine Seele für Stachelschokolade und mache ab und zu mal.
Ich glaube, viele, die mich noch nicht so kennen.
Natürlich kann die Wissen nicht mein Hintergrund, wo ich halt herkomme, so, na man hört vielleicht mein Akzent noch ein bisschen raus, dementsprechend klar, aber ich habe mich mittlerweile glaube ich würde ich sagen, so eingedeutscht, dass man mir sagen würde okay, du bist ein deutscher Typ, weil wenn jetzt jemand aus den Osten kommt.
Und mich anspricht.
Und dann glaubt er mir nicht, dass ich irgendwie in Kasachstan geboren bin und dann denke ich, oh, du bist doch in Deutschland, dachte man, so lebst doch hier und schon schon lange und dachte, du bist ein deutscher, Ich bin ja seit 2006 in Deutschland und ja jetzt praktisch sehr, sehr viele Jahre, mittlerweile mehr Jahre verbracht als als in Kasachstan, deutlich mehr mehrere Jahre und fühle mich dementsprechend hier mit zu Hause mittlerweile klar.
Sprecher*in 1
Bevor wir noch ein bisschen über deine Vergangenheit reden, vielleicht noch eine Frage, so ein bisschen auch zu den Hobbys, die du jetzt erwähnt hast, ist es dann auch so die Möglichkeit, zum Beispiel durch die Astronomie, durch die Physik auch wieder so ein bisschen normales Leben zu führen und nicht das Leben eines Hochleistungssportlers?
Ist das so dein Rückzugsort, auch so ein bisschen?
Sprecher*in 3
Als Rückzugsort würde ich es nicht beschreiben.
Mein Rückzugsort ist mein Bett, wie meine 4 Wände, daher ziehe ich mich gerne zurück und liege einfach und.
Und les dann halt mein mein Zeug.
Mir ist jetzt glaube ich, einfach nur die Neugier, die ich verspüre oder gegenüber halt dem dem Universum und den Dingen, was da halt vorherrschen, weil ich beschäftige mich irgendwie doch gerne manchmal mit der Frage, OK, was war da vor, was gibt es danach, also was kann man da irgendwas erklären, gibt es da irgendwelche Impulse, Anstöße von irgendwelchen bekannten Physikern und irgendwelche?
Theorien Stringtheorien wo man da sich vielleicht ein bisschen Gedanken machen kann, weil das war unglaublich neugierig.
Sprecher*in 1
Aber hat es auch so was ein bisschen mit deinem Sport zu tun, weil man kann ja auch gewissermaßen sagen, dass Stabhochsprung ja auch Physik ist, oder?
Sprecher*in 3
Definitiv definitiv viel Physik.
Also man kann das physikalisch sehr gut beschreiben, auch analysieren und das machen wir auch mit einem Biomechaniker immer wieder mal, dass wir da praktisch sehen können, wieviel Druck kommt da halt auf das Sprungbein.
Wieviel Kilogramm drücken wir da in den Boden rein?
Daraus kannst du irgendwelche Winkelgeschwindigkeiten noch sehen und ausrechnen und dann irgendwas praktisch behaupten okay wir könnten den Start mehr bewegen und so klar also geht, aber das verbinde ich also diese Neugier die ich habe, verbinde ich jetzt nicht mit Stabhochsprung, das ist eher so ein bisschen Fantasie und ja, sich ein bisschen eintauchen und wie kann man es noch sagen?
Ja, halt, hauptsächlich Fantasie und wohlfühlen dabei zu zu fantasieren, einfach ja der Welt zu entschwinden, sagt man so in dem Alltag und da einfach sich zu vergessen, genau.
Oleg Zernikels Weg von Kasachstan nach Deutschland und frühe Herausforderungen
Jetzt hast du ja gerade schon gesagt, dass du in Kasachstan geboren bist.
Da wollen wir jetzt noch ein bisschen mehr darüber sprechen.
Also deine Familie kam ja auch früher aus Kasachstan, du hast ja jetzt gerade erst gesagt, 2006, bist du hierher gekommen.
Wenn du jetzt heute so zurückblickst, was spielt es noch für so eine Rolle in deinem Leben, also auch von nach dem Verständnis jetzt von Leistung, auch von der Sicherheit und vielleicht auch, was es mit deiner Sportlerkarriere gemacht hat.
Sprecher*in 3
Die gute Frage ist, ist auch eine sehr komplexe Frage.
Tatsächlich muss ich sagen, weil so an sich gesehen noch mal dazu zu sagen, ich habe eigentlich deutsche Wurzeln so, weil ich heiße Zernikel mit dem Nachnamen, das kommt von Zornigel wahrscheinlich.
Und also ich habe praktisch deutsche Vorfahren, die dann irgendwann nach Kasachstan Australian sind und so schließlich der Kreis praktisch, dass ich wieder zurück nach Deutschland gegangen bin.
Ich bin 2006 umgezogen nach Deutschland, ich war davor auch schon mal in Deutschland gewesen, das ist noch eine ganz andere Geschichte, die wird mir jetzt spuken, dauern, das zu erzählen so, und seitdem war ich erst 2003 wieder in Kasachstan gewesen, dass ich praktisch wieder meine ganzen.
Heimatorte besuchen konnte und das noch mal anschauen konnte und ich dann festgestellt habe, dass ich dort war.
Ich habe verstanden, wo man zu Hause ist, wo man zu Hause ist, ist hier in Deutschland, also mich hat nichts mehr dorthin gezerrt, ich hatte keine Verbindungen mehr, so wirklich zu diesen Orten gehabt, das war alles Vergangenheit und inwiefern hat sich das auf der Stadt Hofen ausgespielt?
Ich würde sagen, gar nicht, gar nicht wirklich.
Also ich habe doch schon angefangen mit Leichtathletik, weil mein Vater das vorgeschlagen hatte, wobei ich früher Karate gemacht habe, so als wir dann nach Deutschland umgezogen sind, dann war die Frage, ja, würde ich eigentlich noch weitermachen mit Leichtathletik, so, ja, okay, dann lassen wir mal gucken, und auch da ging es dann so weiter, und erst dann war ja auch die Frage von der damaligen Trainerin, ja, will ich zum Beispiel nach Deutschland probieren, ja, das probieren sie nach dem
Prinzip, und so bin ich halt reingerutscht, also das war alles so ich.
Selbstläufer gewesen, sage ich mal.
Es gab jetzt keinen, kein Ereignis, was mich direkt zu stadthochsprung hingesführt hatte und deswegen bin ich jetzt stadthochspringer geworden, sozusagen.
Das war alles ziemlich random gewesen, komplett.
Sprecher*in 2
Aber hast du dich dann direkt, als du hier nach Deutschland gekommen bist, so heimisch gefühlt?
Also kannst du dich da noch dran erinnern oder hast du dich da erst mal so richtig zwischen 2 Welten gefühlt?
Sprecher*in 3
Das war mehr als nur zwischen 2 Welten.
Das war.
Ja, gefühlten nirgendwo.
Tatsächlich, weil da gab es, es gab viele Schwierigkeiten nach diesem Umzug.
Zum einen, ich wurde in die Hauptschule rein gesteckt, was im Nachhinein sehr, sehr schlecht war für mich, für die Entwicklung, weil ich wurde da sehr schlecht behandelt von Lehrern, von Mitschülern, also das war keine schöne Zeit gewesen, komplett und tatsächlich mit der Hilfe von.
Trainer und ja, doch, eigentlich seine Intention von Jochen hat er mir geholfen die Schule zu wechseln auf die Realschule, die haben mich dort aufgenommen und ich meine, ich bin nicht fleißiger Junge, ich habe ich mir immer klar, ich muss, ich muss lernen, damit ich Nudeln verdiene, damit ich guten Abschluss bekomme, ich brauchte nur halt Zuwendung von den Lehrern, Unterstützung, dass sie sagen, wir machen das, wir lernen mit dir und nicht einfach hier hier schreibe ab die 2 Seiten.
Deutsch und irgendwie Unterricht und wir bewerten das.
Es gab auf der Realschule, auf der ich dann war, gab es dann Lehrer, die Halt mir auch Zeit geschenkt haben, die mit mir auch wirklich dann intensiv gelernt haben.
So und so kam ich dann auf die auf die Realschule praktisch und da wurde es auch für mich ein bisschen einfacher sich zu entwickeln, dementsprechend weil ich bin dann auch mehr in das Umfeld reingewachsen.
Tatsächlich hat aber auch gedauert, weil ich diese diese deutsche Ironie und den Sarkasmus nicht direkt verstanden hab.
Der war also sehr komplex für mich und diese Herzlichkeit hat mir auch gefehlt, weil da da kommt einer und sagt irgendwie ein Schimpfwort und beleidigt deine Mutter, ne.
Und Du hast eine Ehre in dir und diese hat jeder dort im Osten.
Wenn man was gegen seine Eltern sagen, dann fliegen direkt die Fäuste durch die Gegend und das ist hier alles Humor und irgendwie so, das habe ich gar nicht verstanden am Anfang und das hat Jahre, viele, viele Jahre gedauert, bis ich das wirklich realisiert habe, bis ich auch annehmen konnte, was da geschieht, dass es alles so auf gut deutsch du musst Lava ist das hat.
Bisschen Nerven gekostet und Zeit tatsächlich, bis diese Harmonie dann eingetreten ist.
Irgendwann, da war ich schon 18, glaube ich.
Sprecher*in 2
Und welche Rolle hat dann gerade jetzt der Stabhochsprung oder allgemein der Sport?
Jetzt in deiner Anfangszeit gespielt?
Sprecher*in 3
Eine wichtige Rolle, weil natürlich habe ich nach Anerkennung mich gesehnt und danach besucht, dass ich, ich bin erfolgreich und dann kommt er auf mich zu, sagen, Ey, geil, cool gemacht, ein bisschen stolz auf mich, ich kann mich erinnern, gerade in der Hauptschule habe ich halt.
Meiner Mutter gern Rad befolgt und zwar ich hatte damals schon ein paar Medaille gehabt aus Kasachstan so und dann sich mal ja, nimm doch mit in die Klasse und zeig doch mal den Leuten so ne damit die vielleicht sehen du bist ein cooler Junge, das könntest du in Kasachstan machen, da hast du den Respekt dadurch verdient, aber da habe ich alle ausgelacht, komplett komplett ich ich ich wollte den besten den Boden versinken in dem Moment.
So, und das hat mich echt niedergehauen so und ich glaube, ich wollte einfach dann durch die Erfolge auch irgendwo diese Anerkennung haben, die ich jetzt natürlich auch habe, dass die Leute mich kennen und sagen, ey, oh, du bist n cooler, krasser Sportler da bei Olympia und es ist echt ne geile Sau und das ist.
Was mich dann immer wieder, glaube ich, angespornt hat.
Sprecher*in 4
Werbung ihr wisst, wir sind ständig am schauen, was sich in der Sportwelt so tut.
Und vor Kurzem haben wir ein mega spannendes Sport Startup kennengelernt.
Mir gegenüber sitzt jetzt Benni, einer der Gründer von Loda Sports Benni, schön, dass du hier bist.
Sprecher*in 5
Danke für die Einladung.
Ich freue mich sehr.
Sprecher*in 4
Ja, Benni, Was steckt denn hinter loda Sports?
Sprecher*in 5
Ja, im Grunde ist das eine klassische Gründungsgeschichte.
Irgendwann hab ich ne Sporttasche gebraucht, ich war mit dem, was ich online und offline gefunden hab nicht zufrieden und hab mir die Frage gestellt, es muss doch irgendwie besser gehen, es kann doch nicht sein, dass das alles ist und am Ende ist unser Projekt Lodersports entstanden.
Sprecher*in 4
Und was macht eure Sporttasche jetzt so besonders?
Sprecher*in 5
Ich glaube, das Besondere daran ist, dass sie wirklich mit Sportlerinnen entwickelt wurde, Hochfunktionell ist und von wirklich sehr guter Qualität, um da nur ganz wenige Beispiele zu nennen.
Sie hat eine Rucksackfunktion, sie hat ein Wertsachenfach und ganz toll finden die Kunden auch unser Nassfach.
Sprecher*in 4
Das heißt, Ihr habt eine hohe Kundenzufriedenheit.
Sprecher*in 5
Ich behaupte, man könnte sagen, nach 25000 verkauften Sporttaschen und online in einer wirklich wirklich sehr guten Bewertung.
Dass ich da selbstbewusst ja sagen kann.
Genau.
Sprecher*in 4
Das freut uns.
Ne schöne Geschichte und wir vom Bion Sports sind überzeugt, dass es wirklich die perfekte Sporttasche für alle, die sportlich aktiv sind und noch nicht die richtige Tasche gefunden haben und für unsere Zuhörer gibt es ein besonderes Angebot.
Mit dem Code BS 10 könnt ihr jetzt bei loder Sports 10% Rabatt sparen.
Dein Weg zur perfekten Sporttasche beginnt hier Benny, vielen Dank, dass du da warst.
Sprecher*in 5
Vielen dank Euch hat mich sehr gefreut.
Werbung Ende.
Wie Oleg Zernikel zum Stabhochsprung kam und sein Karriere-Wendepunkt
Man muss ja auch eine Sache noch dazu sagen.
Ich finde, Stabhochsprung ist jetzt keine Sportart, die jetzt so direkt naheliegend ist.
Also dass man sagt, ich will jetzt Stabhochspringer werden, warum war es genau dieser Sport bei dir, was hat da so Klick gemacht bei dir, was hat dich so gecatcht?
Sprecher*in 3
Eben eben gar nichts.
Also wirklich, wie ich eben schon sagte, Das war ein Vorschlag von der Trainerin damals, die haben irgendwie Potenziale gesehen, also ich bin, ich informiere überhaupt nicht, bin talentiert, ich kenne viele Sportarten und ich habe ein gewisses Bewegungsverständnis, ich habe auch sehr gut, sehr gut Skateboard fahren zu meiner Zeit, das Skateboardfahren hat mir da einfach gefallen und ich meine, ich könnte halt.
Zum damaligen Zeitpunkt an viele Sportarten machen so und und wir haben die Trainer damals, haben mit mir Potenzial gesehen und haben die Trainerin damals hat mich gefragt, guck mal, da hinten sind staph Hochspringer so, die haben coolen Körper und die verdienen Geld mit staph Hochsprung so was willst du auch mal probieren ja okay alles klar so klar ich war auch immer ehrgeizig und habe das dann direkt natürlich probiert und es hat auch Spaß gemacht natürlich so und alles andere ist einfach
diese.
Sucht nach Anerkennung, aber natürlich auch, um Trainern so wirklich auf der Bahn gehalten zu werden.
Weil ich habe einen Trainer, der nach Nachvor bei mir ist, der immer gesagt hat, du gehst jetzt ins Training, so du bleibst da, du kommst, du gehst nicht nach Hause, du gehst trainieren, ich hatte viele Phasen natürlich schon erlebt, wo ich das, wo ich natürlich zu Hause bleiben wollte und nicht mehr trainieren wollte und aufhören wollte, aber er hat trotzdem gesagt, Nein.
Hier hinkommen, ins Training machen, was, Hauptsache du bist ins Stadion so, weil er wusste, sobald man anfängt zu Hause zu hocken über einen längeren Zeitraum, dann kommt man nicht wieder so wirklich zurück, so so und der hat mich da wirklich auch immer wieder auf die Bahn geführt und geführt und auch ich selbst natürlich mich immer wieder auf versucht auf dem auf dem Kurs zu bleiben und ich meine es sind mittlerweile 18 Jahre statt Hochsprung.
Weißt du, ich habe da schon.
Schon so viel erlebt und schon so viele Phasen gehabt.
Also es war einiges, was mich jetzt nach Olympia zu Tokio gebracht hat und dann auch nach Paris.
Also vielleicht kommen wir dann noch mal gleich mal genauer zu zu reden, nehme ich an.
Sprecher*in 1
Machen wir auf jeden Fall.
Aber ich finde es total spannend, was du jetzt auch über deinen Trainer erzählt hast.
Man kann ja dann eigentlich so ein bisschen.
Als Fazit ziehen dein Trainer war ja auch so mit ausschlaggebend für Deine jetzige Karriere und für deinen Erfolg, den du jetzt im Endeffekt sammeln konntest.
Sprecher*in 3
Ja, definitiv.
Wie gesagt, er hat mich viel geleitet und hat mir viel in der Schule geholfen.
Also das ist ein Mann, der ist 85 ich glaube heute ist er sogar 86 geworden, genau und ist sein Geburtstag, dem habe ich vieles zu verdanken, definitiv.
Also das ist der beste Mann gewesen für mich sehr sehr lange und ist immer noch.
Sprecher*in 1
Voll die schöne Geschichte.
Für mich hört sich das fast so ein bisschen danach an, als könnte man so das eigentlich perfekt verfilmen, also so ein bisschen auch dein, dein Werdegang, deine Karriere, so wie alles in Kasachstan angefangen hat, wie dann auf einmal so jemand zu dir kam und Stab Hochsprung so in dein Leben gebracht hat und du gar nicht wusstest ist das überhaupt was für mich?
Dann kam dein Trainer noch ins Spiel und hat dir dann immer wieder Mut zugesprochen und dir gezeigt, dass du es auch kannst und dass du an dich glauben musst.
Dann auch deine Reise nach Deutschland, wie du dich hier integrierst.
Hast deine Reise dann bis bis ganz nach oben, dann auch wie wir später noch erfahren werden, zu den Olympischen Spielen, Europameisterschaften, Weltmeisterschaften.
Könnte man da Oleg den Film draus machen oder glaubst du das reicht noch nicht ganz?
Sprecher*in 3
Also falls ich würde sagen es reicht noch nicht ganz, ich würde sagen so wenn es mit Los Angeles klappt und dann noch eine Medaille dabei rauskommt, dann kann man da auf jeden Fall einen Film drüber drehen.
Aber natürlich muss doch die Leute finden, die Bock erstmal drauf haben.
Die Zeit registriert mich nicht mehr, aber das ist die Seite.
Sprecher*in 1
Aber ich fand es auf jeden Fall jetzt schön, noch die Geschichte hier im Podcast zu hören, was mich vielleicht auch noch so ein bisschen interessieren würde, so in diesem Zeitstrahl von deiner Entwicklung her, wann hast du dann so gemerkt, so, ich möchte jetzt wirklich Stabhochspringer werden, also ich möchte es wirklich durchziehen, gab es da irgendwann so einen Punkt, wo es dann so wo du den Schalter dann wirklich auch in deinem Kopf umgelegt hast?
Sprecher*in 3
Nicht wirklich.
Also am Anfangsstadion war das Halt so.
Ah, ich trainiere, ich werde besser, es macht Spaß so, ich entwickele mich so und dann kommt natürlich irgendwann die erste Verletzung, da passt irgendwas, da stimmt irgendwas nicht, man wird vielleicht unsicher und man verliert vielleicht das Ziel aus den Augen, natürlich und man weiß nicht in welche Richtung man sich bewegt und und.
Wie gesagt, da waren schon einige Dinge da gewesen, aber ich wusste halt, irgendwann habe ich mir halt so eine Frage gestellt.
Also es ist im Fall kein Hebel, aber ich habe mir irgendwann gesagt okay, ich bin doch talentiert, so viele sagen, ich habe Potenzial und ich habe das Gefühl, ich habe es halt nicht ausgenutzt, das habe ich, obwohl ich trotzdem sehr hart trainiert habe, ich habe versucht, das war so 2019 so ziemlich ein Jahr von den Tokio Olympischen Spielen und.
Wo ich mir halt auch irgendwo in ein Ultimatum gesetzt habe, dem ich gesagt habe okay entweder schaffe ich das dorthin und meine Karriere geht es weiter oder ich schaffe das halt nicht.
Ich habe aber alles probiert und höre dann auf damit, weil es war irgendwo war ich auch satt gewesen mit mit mit meinem Leben damaligen, weil kein Geld, ich habe kein Geld damit verdient, aber viel trainiert und Uni und gearbeitet noch nebenbei und so und es hat sich alles gar nicht wirklich gelohnt und dann denke ich, wieso mache ich das überhaupt, ich bin mitte 20.
Gefühlt.
Was ist denn damit so?
Und dann habe ich halt diesen Hebel dann wirklich versucht, ein bisschen aktiver noch mal umzulegen, mich halt zu zwingen beziehungsweise dann mit verschiedenen Tricks mich irgendwie halt über 85 zu bringen und das hat geklappt dann und seitdem konnte ich mich auch persönlich wirklich als Profisportler bezeichnen, davor also semiprofi, 50, springer, 45 oder vielleicht 65.
So ab 85 bist du dann wirklich Profi sozusagen.
Und das war noch eine ganz andere Geschichte danach gewesen.
Sprecher*in 1
Also es war sozusagen der Kampf um die Zentimeter bei dir und du warst auch so gesehen nur Zentimeter davon entfernt, deine Karriere zu beenden und dann zu sagen, ich will das alles gar nicht mehr, habe ich das richtig verstanden?
Sprecher*in 3
Ja, Zentimeter klingt immer so wenig, aber 20 Zentimeter bis 7030 ist schon ist schon überhaupt so.
Mentale Herausforderungen und die Physik des perfekten Stabhochsprungs
Und das ist eigentlich.
Dann muss man wirklich einen großen Sprung machen, um das zu schaffen.
Ja, und es ging natürlich darum, okay wie geht es weiter mit mir in mein Leben?
Ich habe wirklich gesagt okay, ich hör auf, wenn es nicht klappt, so und dann kam Corona, da haben sie erst mal verschoben und gemeint, ja, das war dann auch erstmal natürlich noch ein Schlag gewesen, aber hat mir trotzdem irgendwie dann doch gut in die Karten gespielt, in dem Moment tatsächlich.
Sprecher*in 1
Aber was ging da so auch in dir vor, wenn du so wusstest?
So du hast das Potenzial, aber kannst es nicht abrufen, aber du würdest es gerne wollen, also würdest es gerne wollen.
Sprecher*in 3
Vieles also natürlich eher so, Dinge Depressionen auch zu gewissen teilen klar beziehungsweise halt Dinge.
Ich habe mich viel hat den Kopf zerbrochen sowieso funktioniert, funktioniert etwas nicht, wieso trainiere ich so hart und es kommt dabei nichts raus, wieso mache ich das und das klappt nicht und so und ich habe versucht immer irgendwie nach Lösungen zu so.
Zu zu suchen.
Und ich habe dann nie wirklich eine Antwort gefunden auf gewisse Dinge, wo ich immer wieder so mit dem Kopf durch die Wand und und immer, und das klappt nicht, es muss doch funktionieren, es muss doch diese eine Antwort geben, oder es musste diese eine Übung geben oder so klappt es nicht so und es war echt ein schwieriger Weg.
Sprecher*in 2
Um jetzt mal noch ein bisschen mehr Richtung Technik zu gehen im Stabhochsprung.
Wenn du vielleicht jemanden jetzt mal einen Sprung erklären müsstest, wie der genau abläuft vom Anlauf oder von der Konzentrationsphase bis zum Anlauf, Absprung, Flugphase, Landung, kannst du vielleicht mal so einen Ablauf von dem perfekten Sprung Schritt für Schritt uns näherbringen.
Sprecher*in 3
Der perfekte Sprung war, der geht eigentlich schon gefühlt am Tag vorher los.
So, du fühlst dich gut, du bist schmerzfrei.
Du hast einen guten Schlaf gehabt.
Manchmal ist es auch nicht unbedingt der Auslöser oder das Mitentscheidende.
Und wenn man halt dann im Wettkampf ist.
Man springt sich ein und macht sich warm.
Man ist dann überzeugt von sich, man spürt das schon irgendwo in den Körper, dass man gut drauf ist.
Natürlich, das kommt auch alles, die Bewegungsabläufe fühlen sich auch leichter an, man verliert nicht so viel Energie dabei, auch so und.
Die die Verhältnisse sind super, das ist kein Wind da, es ist Sonnenschein, es ist kein Regen, nichts stört dich irgendwie, du bist klar und fokussiert, natürlich bist ausgerichtet, du weißt, was du willst.
Dein Ziel vor den Augen, du willst dann heute 85 springen zum Beispiel, oder du willst dann irgendwie anderes kleines Ziel erreichen, so, und dann machst du dann deine Studien im Wettkampf und die sind einfach, die sind leicht.
Du stellst dich hin, fokussierst dich, dein Kleber passt.
Wie gesagt, es ist kein Wind, aber Wind stört uns tatsächlich doch sehr arg, wenn es von links oder von rechts kommt und dann den ganzen Stab wegdrücken.
So und dann überlegst nicht lange, nimmst den Stab hoch und dann marschierst du einfach vorwärts mit deiner Vollergie, also gibt es eigentlich immer 100%.
So, es gibt nicht eigentlich noch ein bisschen langsamer oder bisschen gar 90%.
Du gibst eigentlich immer maximal und du triffst alle deine Marken perfekt.
Du merkst es im Absprung, du hast sehr guten Sprung, was, weil das ist so der letzte Punkt, praktisch im Absprung, wo du dann noch merkst okay, das war jetzt gut, was ich vorher alles gemacht habe und alles andere ist so eine kurze Flugphase, turnerische Phase, turnerische Elemente.
Die innerhalb von 2 Sekunden gefühlt vorbei sind.
Und du denkst halt nur einfach okay du bist auch schon über der Latte, ziehst den Bauch ein und dann liegst du schon wieder auf der Matte so und du bist
Sprecher*in 2
Aber ist es für dich dann manchmal auch ein guter Sprung, wenn du so weißt, okay eigentlich hat das alles ganz gut geklappt, nur die die Latte ist halt dann doch noch ganz knapp runtergefallen.
Kannst du dann trotzdem manchmal auf der Matte aufkommen und sagen Okay komm, das war es trotzdem gut, nächstes Mal schaffe ich es.
Sprecher*in 3
Ja, schon schon, weil wenn eigentlich ein Sprung gut war und die Latte dann nicht liegen geblieben ist, dann hat es halt mehrere praktisch Ursachen.
So der Stab war vielleicht zu weich, weil wenn du eigentlich einen guten Sprung machst und sauberen Sprung machst, so dann sollst du eigentlich überfliegen, sozusagen über die Latte, außer sie ist halt zu hoch natürlich dann dann hast du es halt nicht geschafft, aber in.
Den meisten Fällen ist dann Stab zu weichen oder ist technisch halt etwas versaut, weswegen du dann nicht ganz gerade gesprungen bist.
Vielleicht ein bisschen mehr rechts außen und dann halt mit dem Brust Bein touchiert hast.
Aber da kann man halt auch leider sehr wenig machen, wenn du platt in der Luft bist.
Über der über der Latte, da kannst du sehr wenig und irgendwas nachjustieren.
Also das ist alles schon praktisch mit dem Absprung mehr oder weniger erledigt.
Du gibst dann die Richtung an und wenn die Richtung dann nicht stimmt, dann kannst du oben machen was du willst.
Das ist dann sehr unwahrscheinlich, dass die Latte dann.
Liegen bleibt, wenn du irgendwie den Absprung halt versaut hast, so aber im Idealfall, wenn du das alles super triffst, so, dann solltest du auch dann natürlich über die Latte fliegen, ganz einfach aber.
Sprecher*in 2
Man muss ja überlegen, ihr müsst euch erstmal gut hochschrauben, dann musst du, wie du gerade schon gesagt hast, natürlich erst die Beine rüber bekommen, den Bauch einziehen, dann musst du dich auch noch eigentlich im perfekten Moment den Stab loslassen, dann.
Und dann gucken, dass du quasi nicht mit den Eiern wieder auf den Stab drauf fällst.
Und dann musst du ja auch gucken, dass du relativ gut fällst.
Also sind ja schon auch viele Faktoren, die da zusammenkommen.
Bei einem Sprung würdest du sagen, dass Stabhochsprung, vielleicht sogar die technisch anspruchsvollste Disziplin ist?
Sprecher*in 3
Ja, eindeutig eindeutig.
Also nichts gegen die andere Disziplin, klar, also jeder hatte seine Schwierigkeiten, spinnt dann beim Start die Dreispringe beim Dreispringe.
Beim Absprung auch Hochsprenger wie auch immer, aber ich glaube, wir sind doch diejenigen, die ich würde sagen die wenigsten Idioten, die mit einer Stange durch die Gegend laufen, versuchen uns irgendwie in die Höhe zu interpultieren also ganz ehrlich ist dagegen menschlicher Verstand oder nicht irgendwo deswegen, ja, also nicht aus diesem Grund heraus, aber technisch gesehen ist es glaube ich schon doch schwieriger als die anderen Disziplinen.
Sprecher*in 2
Kann man das vielleicht irgendwie auch ganz allgemein sagen, dass es eine Sache gibt, die wirklich sehr schwierig in dem ganzen Ablauf ist, zu beherrschen?
Sprecher*in 3
Ja klar, klar.
Also ich glaube, für mich ist die Schwierigkeit immer wieder gewesen, der Anlauf da praktisch die perfekte Schrittlänge, die Geschwindigkeit zu halten beziehungsweise den Marken dann zu treffen, also weil das gelingt einem manchmal.
Nicht so einfach, weil wenn man da halt größere Verschiebungen hat, dann merkt man es automatisch optisch auch irgendwo, dass man da nicht vorwärts wirklich ankommt und dann verschiebt sich das ganze System und dann bist du verunsichert.
So und das Macht einem echt dann zu schaffen so, weil man dann nicht abspringt, nicht abhebt, wenn man sich nicht traut abzuheben und dann halt durchläuft, also unter der Latte praktisch einen Stab macht, keinen Sprung zu sagen, ne.
Und ich glaube, der Anlauf ist so ziemlich für mich immer das Schwierigste gewesen, den zu erlernen oder neu auch zu erlernen.
Das hat auch sehr viel Zeit in Anspruch genommen, viele, viele Jahre, bis man da gewisse Anläufe auch beherrschen konnte.
Die Angst vor dem Durchlaufen und das unbeschreibliche Gefühl des Erfolgs
Jetzt hast du das gerade schon angesprochen mit dem, dass man sich nicht traut abzuspringen und dass man dann durchläuft, das kann man ja immer mal wieder beobachten, auch wenn wir das im Fernsehen angucken.
Jetzt haben wir uns gefragt, wann geht es los in deinem Kopf, wo du denkst, oh Mist, das ist nicht der perfekte Anlauf und wann.
Entscheidest du dich dann wirklich okay ich springe jetzt nicht ab.
Sprecher*in 3
Da sind so viele Faktoren.
Also klar, Angst ist immer dabei, also das ist eindeutig, also ohne Angst.
Ich glaube, wird man auch da nicht wirklich springen können, also diesmal weniger, da mal mehr da so, diese Adrenalin ist auch meistens immer da, also dieses Durchlaufproblem ist ein sehr bekanntes Problem, da finde ich statt hochspringe also ich hatte eben schon kurz angerissen, dieses Schritt länger auf Schrittgestaltung.
Und das ist, das kann so extrem werden, tatsächlich, dass du schon Tag vorher weißt, okay, ich werde morgen dann durchlaufen, so, weil irgendwie bin ich nicht in Form, ich bin verunsichert, irgendwas passt gerade nicht so, es kann kurz vorher sein, es kann bellenden Anlauf passieren und es kann genau noch kurz vor dem Abschwung passieren, dass da irgendwie jemand erschreckt sich, keine Ahnung, da passt irgendwas nicht so, und dann lässt man keinen Stab noch kurz los und läuft dann durch, so, da
hat irgendwas nicht gepasst.
Also ich hab schon wirklich alles erlebt und alles mitgemacht, nur bin ich dann nicht unbedingt auch Klaus schlauer geworden.
Leider.
Man meint dann ah man versteht es dann wieso es so ist und dann kann man es zum nächsten Mal besser machen.
Nee es ist immer wieder dasselbe so es ist nicht wie Fahrradfahren oder lernen und dann kannst du das OK, sondern nee du musst immer wieder auf den auf den Sattel denkst OK wie geht es manchmal jetzt wieder so ich hab kein Pech irgendwie keine Ahnung so.
Also übertrieben gesagt.
Also ich glaube, viele würden mir nicht zustimmen von Stadt hochspringern, weil der eine bekommt es einfacher hin, der andere eher schwieriger, der hat mehr und weniger Probleme damit, aber so versuche ich das mittlerweile zu beschreiben für andere die da sich nicht auskennen tatsächlich ja.
Sprecher*in 1
Im Endeffekt kannst du ja schon auch von dir behaupten, das ist ja auch ein bisschen fliegen, was du da machst oder weil es muss ja schon ein krass geiles Gefühl sein, wahrscheinlich für uns auch gar nicht greifbar, in was von der Höhe du da auch unterwegs bist.
Sprecher*in 3
So viel Adrenalin im Spiel währenddessen, also da hast du kein Gefühl vom Fliegen, so das behaupten viele so ah, bist es da, du fliegst wirklich nicht wirklich, weil das Gehirn geschieht auch so schnell, du hast so viel Körperspannung, bist auch voll angespannt und bist gedanklich kannst du irgendwo in der Luft und so und schon links unten weißt du auf der Matte und bist im Kopf eigentlich immer noch irgendwie technisch irgendwie im Sprung und bis dahin analysieren, also.
Aber bist schon gelandet, praktisch.
Und das geht immer so schnell, dass man das nicht wirklich so als fliegen bezeichnen kann.
Leider, leider, das ist eigentlich nur der kleinste Part, sozusagen der, was gar keine Rolle spielt beim Ursprung sozusagen, da ist es schon vorbei und dann bist du schon fokussiert auf das nächste sozusagen, versuchst nur kurz zu analysieren, irgendwas habe ich gemacht, falsch, wichtig, und da hast du nicht drüber nachgedacht, was du jetzt eben, wo du in der Luft warst, fertig.
Sprecher*in 1
Aber.
Aber eine Sache fühlt sich wahrscheinlich trotzdem geil an.
Also wenn du oben über die Latte drüber kommst und du merkst, sie ist nicht gefallen, das muss doch 110 von 10 Gefühl sein, oder?
Sprecher*in 3
Auf jeden Fall, auf jeden Fall.
Also das erste Mal, wo ich über die 580 gesprungen bin.
Boah, ich gucke mir dann ab und zu mal noch das Video an von diesem Sprung, die Emotionen, das ist krass, also weißt du, du fliegst halt drüber und du merkst du bist du bist drüber und dann bist du schon lange das verlieren am Feiern.
Also du bist noch gar nicht gelandet und du rastest schon komplett aus und dann rennst du direkt von der Matte los und da hast du Emotionen, Gefühle, so das ist glaube ich das schönste Gefühl oder die schönsten Gefühle, die ich in mein Leben auch erleben durfte, solche Gefühle, und ich wünschte, ich hätte mehr von solchen Gefühlen, hat mir eine persönliche Bestleistung springt oder sich qualifiziert für etwas mit irgendeinem Sprung, das ist schon genial dann und komm.
Sprecher*in 1
Das hast du schön gesagt.
Aber ich finde eine Sache bei euch ist, ist schon auch was besonderes und zwar ihr seid wahrscheinlich eine der wenigen Sportarten, die schon in der Luft anfängt zu jubeln.
Also das sind ja immer so krasse Bilder, man sieht ja schon, wie ihr so die Fäuste ballt so, obwohl ihr noch gar nicht unten aufgekommen seid, das sind so legendäre Bilder immer.
Sprecher*in 3
Stimmt was, dann sagt es dir.
Ja, ich glaube, es gibt ja fast.
Sonst keine anderen Sportarten, wo du irgendwie in der Luft dann irgendwie jubelt oder sowas.
Ne stimmt ja, das ist interessant.
Eigentlich ist ein guter guter Punkt, ja gefällt mir.
Oleg Zernikels persönliche Bestleistungen, Ziele und die Bedeutung des Stabes
Ja, was war jetzt auch deine deine persönliche Bestmarke, die du bisher gesetzt hast?
Also wie hoch bist du bisher gesprungen?
Sprecher*in 3
Ich bin eine, ich bin 87 gesprungen.
Genau.
Draußen und jetzt bin ich schon am überlegen, was habe ich denn als eine Hallenleistung, das verknüpft mit 82 ich habe 581 82 in der Halle gehabt, ja, ist jetzt beides schon etwas länger her, tatsächlich so, aber genau das waren die glaube ich die beiden.
Sprecher*in 1
Und ist dein Ziel, diese diese persönlichen Bestmarken weiterhin auch zu knacken und noch höher zu kommen?
Sprecher*in 3
Klar, also das ist natürlich ein Ziel, aber jetzt nicht so bewusst.
Ich will jetzt nächstes Jahr 95 springen, also man hat immer so verschiedene Ziele, wo man halt mitverfolgt, weil erstmal gesund werden sozusagen und dass man sich selber in den Griff bekommt.
Also wenn viele verschiedene Dinge passen, da kannst du dich auch besser fokussieren auf andere Dinge und dran arbeiten, es ist nicht so, dass jemand sagt okay nächste Einheit, wir versuchen 95 zu springen, sondern es klappt nicht, das ist immer so ein dran tast Prozess sozusagen.
Also ich habe mir eigentlich gesagt, ich möchte noch klar beweisen, ich kann auch springen und ich will noch höher springen, so weil ich habe in den letzten Jahren immer so top 10 geschafft, immer neunter Platz und dann irgendwie 75 und vielleicht auch über 80 nicht wirklich so und die Weltspitze, die ist mittlerweile sehr viel höher und da möchte ich auch mit dabei sein.
Natürlich, ich möchte noch zeigen, dass ich noch mit 30 Jahren plus noch hoch springen kann, dass man da noch nicht alt ist, sozusagen, dass es da noch vieles geht und das hat man auch viele.
Sportler früher bewiesen.
Ich gebe dann noch so meine 5 Jahre ungefähr in Sport.
Los Angeles will ich noch mitnehmen und danach mal gucken, was der Körper am Geist sagt, ob ich da noch ein Jahr dran hänge, 2 Jahre dran hänge, meine ich noch gar nicht so bis 35 da sagt man, so kann ich das, Hochspringer leben vielleicht noch 3637 gab es noch paar Granaten in der Vergangenheit, vielleicht sogar mit 40, gab es auch noch irgendwelche.
So aber ob ich das dann noch möchte, weiß ich noch gar nicht so.
Ich möchte auch irgendwo mein anderes Leben noch leben mit mit Familie und Familiengründung und normal arbeiten gehen, vielleicht weiß ich nicht.
Sprecher*in 1
Klar verständlich, aber ich find es total schön, dass du hier auch so diese intime Reise mit uns teilst.
Echt spannend.
Ich möchte auf eine Sache noch eingehen, die wir auch total spannend finden und zwar ist es auch so das Element Stab, also dein Stab mit dem du springst.
Dein Sportgerät so gesehen, ich weiß nicht wie oft dir so eine Frage gestellt wird, aber kannst du ein bisschen was über deinen Stab erzählen, also was, was ist das, was ist das für ein Material und und wie lang ist der, auf was muss man da achten, wie wichtig ist auch die richtige Stabauswahl?
Sprecher*in 3
Also wir haben verschiedene Stäbe, verschiedene, auch Hersteller, also Carbon oder Glasfaser.
Stäbe mittlerweile auch gemischt zum Teil und ich habe Carbo Glasfaser gemischt, Stäbe die sind innen drin wohl die biegen sich auch nur in eine Richtung, es ist nicht so, dass du einen Stab nehmen kannst und beliebig ansprengen kannst.
Da hat es Vorgebogen, da hat eine praktische Biegerichtung, deswegen mussten richtig tragen, mussten richtig drehen, sozusagen beim Einstechen so und es gibt verschiedene Längen dementsprechend je höher du willst desto länger.
Sollte dein Stab sein, desto härter sollte dein Stab sein.
Die definieren sich auch nach nach härter, gerade sozusagen.
Es gibt weiche Stäbe und dann wird er immer härter, härter, härter, härter, das heißt, angenommen du hast Stäbe, die sind 5 Meter lang oder 4 Meter 90 oder 5 Meter 10, also maximal 520 gibt es da Stäbe, eine hatte mal 45 Meter lange Stäbe, aber es ist physikalisch natürlich auch irgendwo begrenzt dann es ist nicht möglich einen.
Beliebig langen Stab zu springen und das funktioniert nicht so.
Und dann hast du halt dein Set von deinen 8 Stäben.
Sage mal die sind alle 5 Meter lang und da hast du einen weichen Stab und einen härteren Stab.
Härter, härter, härter, härter, sozusagen jeden Stab oder hast du für eine bestimmte Höhe so und du hast im Training das Ziel zu verstehen, dann zu lernen okay mit welchem Stab kann ich welche Höhe springen und wie gehe ich dann im Wettkampf da ran sozusagen und leider die sind nicht klappbar, da kann man nicht zusammen.
Rollen knicken, deswegen muss man immer mit diesem Rohr diese lange langes, also Rohr, wo die ganzen Stäbe drin sind, reisen aufs Dach, aufs Auto mit Innenflieger, da gibt es auch sehr viel Geschichten, wo ich erzählen könnte, weil das Macht nicht jede Airline mit, um die Stäbe mitzunehmen.
Ja, früher haben die Lotto mit Zug rein geschafft mit den Zügen damit gefahren, aber das ist schon 30 Jahre her, mindestens.
So also das ist leider etwas, was wir mit uns und dann tragen müssen so, aber es ist immer ein guter Augenmagnet, die trennen sich immer, um, gucken was ist das.
Und dann fragen Sie und dann bist du, eigentlich hast du nicht die Lust, das zu beantworten, weil die Dinge wiegen dann darin so 30 Kilo und du stehst dann da und bist eigentlich am Schnaufen, willst sie ablegen und dann noch Fragen zu beantworten, das ist dann manchmal ein bisschen nervig, aber da.
Natürlich tut man auch gerne den Leuten sagen, was es ist und wieso.
Was habe ich alles gut?
Sprecher*in 1
Ey voll die spannenden Insights.
Ich muss sagen, das fand ich gerade total interessant es zuzuhören, weil da macht man sich eigentlich nie drüber Gedanken, was einen Stab beim Stabhochsprung eigentlich so ausmacht und auch, dass der aus Glasfaser oder auch aus Carbon ist.
Das weiß man glaube ich auch einfach gar nicht so als Laie deswegen total interessant ist es dann aber auch bei dir so im Wettkampf, dass du dann so ein bisschen auch taktisch hin und her überlegst und auch mal den Stab wechselst.
Oder wenn.
Wenn du dich auf einen festgelegt hast, musst du den dann auch nutzen.
Sprecher*in 3
Naja, also das ist bei jedem freigestellt, welchen Stab der springt und was für einen Stab der nimmt.
Du kannst halt du wechselst durch, du fängst niedrig an bei einer niedrigen Höhe, sag mal 5 Meter 40 du nimmst einen Stab wo du weißt ich werde sicher mit dem jetzt drüber springen, dann nimmst du und dann sagst okay wir gehen auf 5 Meter 60 dann nimmst du dann den und den Stab.
So, da kann passieren schon, dass er dann weicher wird und man zum Beispiel dann doch reist.
Okay dann heißt okay, dann musst du wieder den nächsten Start nehmen, dann wird mit dem Trainer kurz abgesprochen, geschaut, auf was hast du da, hast du das falsch gemacht?
Vielleicht sollte man den Start doch lieber lassen oder den nächsten Start nehmen, so da kann man damit tatsächlich jonglieren und überlegen okay und welcher Start macht jetzt mehr Sinn, welche weniger?
Natürlich ist es entscheidend auch bei ganz hohen Höhen, wo es dann wirklich dann um.
Darum geht okay was machen wir jetzt?
Soll man den Stab lassen, soll man jetzt diese klitzekleine Veränderung nehmen, nächsten Stab nehmen, desto ein bisschen härter, so macht es Sinn, da jetzt doch um den zu nehmen, da noch was rauszukitzeln oder kann ich das einfach verbessern, indem ich was anderes mache?
Also es gibt sehr viele sehr viele Faktoren, an denen man schrauben könnte im Wettkampf, auch im Training natürlich dementsprechend.
EM-Bronze, Olympische Träume und der mentale Druck im Wettkampf
So Oleg, Jetzt haben wir eigentlich genug über die Technik gesprochen vom Stabhochsprung, da wissen wir schon einiges.
Wollen wir mal ein bisschen auf deine Karriere blicken.
Mit der Bronzemedaille bei der Europameisterschaft in Rom 2024 hast du ja einen großen Meilenstein erreicht.
Was hat dieser Erfolg mit dir gemacht?
Also nicht nur sportlich, sondern vielleicht auch persönlich.
Sprecher*in 3
Gar nicht wirklich vielen.
Tatsächlich war unglaublich happy gewesen, also die Medaille hat mich selber überrascht, ich erinnere mich, ich habe den Torben, der da mitgesprungen ist, mit mir im Wettkampf, ich habe dann zu ihm gesagt, nachdem.
Ich das geschafft habe, habe ich ihm gesagt.
Ey Tom, das ist genau das, wieso soll ich diese Sportart auch machen, auch wenn die diese Ereignisse so selten sind, aber das ist dieses cooles Gefühl was du sagst, nicht so geil, es hat sich gerade eh voll gelohnt sich da reinzuhängen und diesen Stress zu haben in dem Wettkampf so und ich war mega happy gewesen und.
Weniger hätte am nächsten Morgen, weil natürlich hatte ich dann schon ein paar Getränke intus, ich habe gefeiert und da hat ZDF oder sowas muss ich unbedingt mit mir um 08:00 Uhr da irgendwie live Interview machen.
Jetzt weiter okay mit roten Augen stand ich dann da, hab's weniger gefeiert aber war okay so und ich meine es war noch Paris vor mir gewesen, also das Ding war so.
Dass du dich entspannen konntest und nach Bronze Medaille alles cool.
Ich kann jetzt easy locker machen, sondern es sind noch olympische Spiele, also eigentlich warst du dann auch voll voll am Arbeiten gewesen, das heißt zum Entspannen war da jetzt nicht die Zeit, man sagte dann natürlich klar, Paris ist wichtiger so und dann gestern plötzlich die EM schnell in Vergessenheit geraten und das alles was in Paris passiert ist, hat dann noch einen ganz anderen Wert gehabt, so auch für mich, auch für das mentale und für die eigene Zufriedenheit, das war dann schwer
natürlich.
Sage ich mal nur mit der EM, mit der Idee, sich zufrieden zu geben und sagen, da war ich aber Neunter bei Paris, da hätte ich auch gerne mal eine 85 mindestens springen wollen oder vielleicht 95 persönliche Beste, da sind wir noch mal schöner gewesen, aber so war es halt nicht und deswegen ist das halt immer ein gemischtes Gefühl, dann natürlich am Ende.
Sprecher*in 2
Okay heißt es aber jetzt, dass du diese Medaille gar nicht so richtig genießen konntest, oder verstehen wir das jetzt falsch?
Sprecher*in 3
Nee, schon falsch tatsächlich.
Also ich konnte schon genießen, die Medaille, aber dieser Genuss war recht kurz, weil das heißt, wie gesagt, Paris vor den Türen und man hat halt ein paar Tage schön gehabt und trotzdem weiter trainiert und dieses gute Gefühl gehabt, aber dann heißt es, OK, es geht weiter, also man, es ist leider so in dem.
Zweiten Sportler würde ich behaupten bei allen so, dass man schnell wieder umschaltet auf das nächste.
So, man hat abgehackt, aber es geht weiter so, man hat immer diesen Drang immer wieder zu tun, zu zu machen, zu schaffen, zu arbeiten, wieder aufs nächste Ziel, aufs nächste Ziel.
Deswegen haben auch viele, glaube ich, so Schwierigkeiten nach der Karriere, weil sie dann aufhören und plötzlich heißt Arbeiten gehen, was ist dann das Ziel, so, aber worauf arbeite ich eigentlich da jetzt so, aber was will ich, was will ich denn erreichen und viele fahren da ballen da in Depressionen rein vermutlich.
Und komme damit nicht klar, weil wie gesagt, du hast immer diesen Drang rein geht es weiter, geht es weiter und wenn man vergisst schon, dass das vorher war zum Teil und dann und und weiter und so und ich glaube so was haben wir auch dann gewesen damals tatsächlich.
Sprecher*in 2
Okay das heißt, du hast jetzt gerade schon ziemlich deutlich gemacht, dass Olympia der der große Traum ist, nicht nur für dich, sondern auch für viele andere Athleten.
Wenn du sogar schon nach der EM Medaille, dann direkt an Olympia denkst, heißt es auch, dass es wahrscheinlich für dich.
Sehr großen Raum eingenommen hat da in Paris 2024.
War das für dich dann einfach so nen Moment wo du auch gedacht hast?
OK verdammt, ich hab es jetzt wirklich auf die allergrößte Bühne geschafft.
Sprecher*in 3
Diesen Gedanken hatte ich schon in Tokio gehabt. 2021 so, da war es für mich endlich so.
Boah, jetzt hab ich es wirklich geschafft gehabt, ja und?
Paris.
Da hätte ich mir halt mehr Entwicklung gewünscht, weil ich bin wieder Neunter, wieder mit 70 aus dem 11 dasselbe, was ich in Tokio hatte, rausgegangen und deswegen war ich nach dem Finale in Paris, war ich überhaupt nicht zufrieden mit mir, ich war schon eher geknickt, deutlich, weil es war sehr stressig gewesen, alles und man.
Wurde halt nicht belohnt.
Weißt du, ich habe mir selber auch irgendwie nicht geschafft zu belohnen und habe das dann halt sehr nicht negativ wahrgenommen, aber ich war schon sehr gedrückt nach dem Finale gewesen, so ja deswegen also ich würde sagen ich bin schon 2021 war ich schon auf dieser bei dieser Spitze angelangt und da war ich trotzdem mit dabei im Finale, aber trotzdem schön damit zu stehen und top Ten wieder zu sein.
Aber, so das persönliche Gefühl, war also okay wieder Neunter, wieder top Ten nur und alles klar abgehakt nach dem Prinzip und dann ja schweifen die Gedanken ab.
Sprecher*in 2
Im Prinzip ist es ja ein absolutes Top Ergebnis, wenn du zu den Top ten Stabhochspringer der ganzen Welt gehörst.
Das heißt, dein Problem war dann eher so diese fehlende Entwicklung und jetzt weniger dieser neunte Platz, oder?
Sprecher*in 3
Ja, weil ich glaube, jeder Sportler kann mehr zum Schwimmen.
Man weiß ja, dass man viel mehr in sich drin stecken hat, man weiß ja, dass man eigentlich viel höher springen kann und dass man sehr viel Potenzial hat und man möchte natürlich dieses dieses Potenzial auch durch diesen Wettkampf abrufen, aber schafft es halt nicht und ich glaube, da sind die meisten noch frustriert, natürlich klar, also ja, es war nicht einfach, klar, aber ich war trotzdem glücklich, das zweite Mal bei Olympia, im Endeffekt hätte ich mir damals vor 5 Jahren.
Nur wünschen, können und und jetzt mal war ich Tokio und Paris und das ist schon schon cool, definitiv.
Und ich wollte eigentlich auch hören 2019 und 2016 auch so, deswegen also im Rückblick kann man sagen okay, das war ja schon eine schöne Zeit, klar, aber in dem Moment war es schwierig.
Sprecher*in 2
Das ist ja gut, da bist du ein bisschen beharrlich geblieben, Oleg.
Sprecher*in 3
Ja.
Sprecher*in 2
Aber findest du das dann bei Olympia?
Ist einfach emotional auch noch mal was ganz anderes ist, spürst du da dann auch, dass es mehr Druck ist oder bist du da dann auch mehr motiviert?
Ist es irgendwie so die Gesamtlage?
Sprecher*in 3
Ja, alles alles was du irgendwie aufgezählt hast und alles ist entscheidend.
Emotionen natürlich sehr viel klar, die Gesamtlage und alles, was sonst noch geschieht, während das und das deutsche Haus und und Fernseher und sonst was und.
Stadion 80000 waren es da glaube ich gewesen in dem finalen Stadion und das nimmst du nie so bewusst wahr.
Also du versuchst da nur deinen eigenen einfachen Sprung zu machen und über die Latte zu kommen, aber trotzdem, das wirkt schon auf einen extrem so.
Ich bin nach dem Finale, ich bin schon bald zusammengebrochen, tatsächlich nicht, tatsächlich, ich bin zusammengebrochen, irgendwo innerlich emotionaler, weil das war natürlich ein.
Erleichterung.
Und dann kam die ganzen Emotionen natürlich auch raus, gleich, ja normal.
Spiel ist, was in einem vorgeht, unglaublich, ja, das gehört alles dazu.
Sprecher*in 1
Eine Sache dürfen wir ja nicht vergessen.
Im Endeffekt ist es ja schon so.
Du trittst gegen die besten Stabhochspringer der Welt an und das jedes Mal aufs neue und das ihr seid ja alle absolute Maschinen, das muss man ja auch dazu sagen.
Wie ist es für dich ist, ist dieser Vergleich auch was was für dich übel wichtig ist?
Was dich auch noch mal so pusht, wenn du so siehst a.
Krass okay der hat jetzt die Weite geschafft, die ich eigentlich schaffen wollte.
Ist es dann noch mal so ein Antrieb für dich oder ist es eher so was, was du eigentlich komplett ausblendet, dass du da hier gegen die besten der Welt antrittst?
Oleg Zernikels Einstellung zur Konkurrenz und Duplantis' Einfluss auf den Sport
Also mittlerweile blende ich das aus tatsächlich, weil mein Gegner ist.
Ich, also ich bin mein persönlicher Gegner, so wenn ich schaffe mich zu überwinden.
Nur wenn ich schaffe mich meinen Körper so zu trainieren, zu biegen.
Dann würde ich auch höher springen.
So so ich das so.
Ich sehe jetzt nicht, ah jetzt ist einer 75 gesprungen und ich muss nicht schlagen, das kostet viel Emotionen so das ist eigentlich unnötig so diesen diesen Konkurrenzkampf verspüre ich schon lange nicht mehr, also weil der hat mich eigentlich in der Vergangenheit immer negativ irgendwie beeinflusst, dass ich mich dazu verkampft habe irgendwie, aber wenn ich locker bleibe und sage, ich will jetzt einmal wieder meinen Sprung machen, guten Sprung, da springe ich drüber, da habe ich auch dabei
nicht gewonnen, so nach dem Prinzip.
Also deswegen, also das ist so meine eigene Denkweise, die ich in der Zeit entwickelt habe.
Sprecher*in 1
Spannend finde ich cool, dass man da auch solche Einsichten von dir bekommt.
Man muss ja auch noch eine Sache, eine Sache muss man auch noch hinzufügen, es gibt ja bei euch im wahrsten Sinne des Wortes aktuell den richtigen Überflieger mit Duplantis, der ja gefühlt alles gewinnt, ist es für euren Sport mehr Fluch oder mehr Segen, dass dass es aktuell so einen großen Star gibt, der alles gewinnt?
Sprecher*in 3
Klar also, der Junge hat es verdient, definitiv.
Also das ist ein Jahrhunderttalent, das ist für ihn wie Fahrradfahren eben, das ist das, worauf ich jetzt auch hinausgehen möchte.
Für ihn ist es wirklich wie Fahrradfahren komplett und der hat, der ist schneller, der hat ein ganz anderes Gefühl, anstatt weil der springt schon seitdem er 3 Jahre alt ist glaube ich und ich habe da mit 13 angefangen, weiß ich gar nicht 12.
Hat natürlich viel mehr Vorsprung als wir alle natürlich viel anderes Verständnis, was stabursprung ist.
Das ist für Stabursprung an sich ist es ein klar Segen, weil das Macht es attraktiver das Staburspringen so aber natürlich für alle, für uns alle, die dann alle 570 springen, so ist halt dieser.
Diese Luft, größer geworden früher war die Spitze, so ah 95, 6 Meter, so um 2010 rum, danach so, früher gab es ja auch einen Bubka natürlich, der war ja auch extrem gewesen mit seinen 6 Meter, so dass 1015 16, die er stehen hatte und ja, man versucht praktisch seine eigenen Vorteile darin zu sehen, irgendwie und positive Dinge daraus zu ziehen, also.
Und wenn man halt Glück hat und so wie es jetzt bei der letzten Halle eben so war, dass der Plantis nicht gestartet hatte, ist es natürlich halt ausgerastet komplett.
Diese haben wir ums Gold gekämpft ohne Ende und das ist eine einzigartige Gelegenheit natürlich, und das ist das, worauf glaube ich, viele auch dann hoffen indirekt, dass der Plantis irgendwann sagt, er hört auf, oder?
Oder da ist er bei der Meisterschaft Meisterschaft nicht dabei.
Dass wir dann sagen, OK, jetzt ist unsere Chance Gold, so, jetzt geht es los, jetzt geht der richtige Wettkampf.
Sprecher*in 1
Aber wenn man, wenn man sage ich mal, solche Sachen als als Teil der Leichtathletik sieht, also Stabhochsprung ist ja Teil der Leichtathletik, und wenn man dann so eine Publicity bekommt, wie es jetzt auch bei Duplantis der Fall war, das ging ja wirklich durch die Decke.
Und dann kann man ja schon gewissermaßen sagen, dass ja eigentlich sowas auch der Leichtathletik im gesamten auch gut tut, dass man einfach n bisschen wieder mehr in den Fokus rückt, weil es ja so oft im Schatten anderer Sportarten war und jetzt eben solche Momente tun dem Sport schon gut, oder?
Sprecher*in 3
Klar, definitiv irgendwo, ja, aber das ist jetzt nicht so ein globaler Sprung, der dann die Einschaltquoten um millionenfach erhöhen würde.
So ne also ich glaube die Leichtathletik wird nie wirklich so krass präsent sein, irgendwie im deutschen Fernseher, das ist ähnlich wie Fußball geschaut wird oder sonst was oder Handball oder Basketball ist vielleicht auch natürlich.
Das ist, das tut mir persönlich nicht weh.
Also ich, ich meine, ich kann gut damit mittlerweile leben, ich bin ja froh, dass mich die Leute in Landau mittlerweile kennen und erkennen so, das macht mich persönlich auch schon glücklich hier in meinem Heimatort.
Sprecher*in 1
Vielleicht noch eine Frage dazu.
Siehst du dich eigentlich auch als Vorbild für andere?
Sprecher*in 3
Boah, das müssen dir die Kinder fragen.
Die trainieren im Stab, rumspringen sich, ich weiß nicht, ich denke schon, ich kann es mir vorstellen, vielleicht ja, aber.
Dass sich die Jugend irgendwo natürlich an den besten orientiert, kann die in dem Umfeld und dann gerne doch schauen.
Okay was macht eigentlich der Oleg da, wie trainiert der und sieht es cool aus oder ist es weniger cool?
Keine Ahnung so, aber das hat glaube ich jeder für sich selbst irgendwo zu entscheiden, also ich kann es nicht sagen, ich bin ganz normal, ich nach wie vor wie immer und wenn jemand mich als Vorbild sieht sehr schön, das freut mich umso mehr.
Schnelle Fragen an Oleg Zernikel und sein Plädoyer für den Stabhochsprung
Ja, lieber Oleg, Wir sind jetzt fast am Ende angekommen.
Jetzt hast du nur noch die schnellen Fragen vor dir und genau das heißt kurze Fragen, kurze Antworten.
Bist du bereit?
Sprecher*in 3
Ich glaube so.
Sprecher*in 2
Okay deine Lieblingshöhe zum Einstieg.
Sprecher*in 3
5 Meter 40.
Sprecher*in 2
Lieber Halle oder lieber freie Luft springen?
Sprecher*in 3
Freie Luft.
Sprecher*in 2
Was hast du beim Sport über dich selbst gelernt, dass du sonst nie gelernt hättest?
Sprecher*in 3
Dass ich Bewegungsabläufe doch sehr schnell erlernen kann.
Sprecher*in 2
Letzte Frage, was willst du am Ende deiner Karriere über dich sagen können?
Sprecher*in 3
Ich möchte einfach, glaube ich, sagen können.
Das hat der richtige Weg.
Es hat sich gelohnt, es hat sich gelohnt, so viel Stress mit zu machen, zu erleben, das war alles eine schöne Zeit gewesen.
Sprecher*in 1
Das ist doch ein schönes Schlusswort, ja.
Im Endeffekt wollen wir dir auf jeden Fall mit auf den Weg geben, dass wir die Daumen drücken, dass die Oleg Airlines auch in Zukunft weiter erfolgreich fliegen, dass du deine Personal best vielleicht auch noch mal Catch.
Das wäre sehr sehr schön.
Also da würden wir uns auch sehr darüber freuen, weil das, was du hier heute an der Performance abgelegt hast, das ja war auf jeden Fall schon echt sehr, sehr stark und hat sehr, sehr viel auch gezeigt über dich als Person, dass du echt ein ehrlicher Typ ist und dass du ein Typ ist, der voran marschiert und auch gerne mal ja.
Dinge auch preisgibt und ehrlich mit Emotionen, das fanden wir echt sehr, sehr schön.
Also danke, dass du bei uns am Start warst und wir werden auf jeden Fall deine Reise weiterverfolgen.
Ja, du gehörst jetzt zum Beer und Sports Kosmos dazu, das freut uns sehr echt richtig cool, dass wir dich heute bei uns hatten, wir möchten uns natürlich auch bei unseren Zuhörern bedanken, schön, dass ihr auch heute wieder bei einer neuen Folge Beer und Sports am Start Wart und Oleg die letzten Worte, die möchten wir jetzt dir gerne überlassen Nutze die Möglichkeit Werbung für deinen Sport zu machen und den Zuhörern die fand.
Faszination Stabhochsprung in deinen Worten zu erklären, deine Sportart ist Stabhochsprung, die Bühne gehört dir.
Sprecher*in 3
Dankeschön.
Danke natürlich an alle, die sich unser Podcast angehört haben.
Die Geschichte über Stadthochsprung viele kleine Informationen habe ich jetzt von mir preisgegeben und ich hoffe, die haben auch ein gewisses Interesse erzeugt an der Sportart das.
So, weil klar die Sportart, die braucht immer wieder Aufmerksamkeit.
Klar, wir leben auch von vielen kleinen Wettkämpfen, Meetings, nicht nur im Stadion, aber auch den Straßen, wo wir auch natürlich gerne viele Zuschauer sehen und das sieht man auch bei uns in Landau, bei unserem kleinen Landauer Stadthochschule Meeting, wo dann immer 1500 oder 2000 Leute kommen zum Zuschauen, es gibt uns unglaublich viel Kraft und Energie, Motivation um halt solche Höhen eben anzugreifen.
Dieses Klatschen, dieses Jubeln, die Musik, das ist schon wirklich immer so ein kleines Fest für uns alle und auch für die Zuschauer.
Und ich würde mich dann immer wieder freuen, wenn das auch weiterhin so bleibt, dass die Menschen sich davon auch begeistern lassen und auch gerne unterstützen, einfach weil wir leben auch viel von Sponsoren, von Unterstützung von außerhalb und wie und Freunden vielleicht in meiner Geschichte gehört habe ich.
Ich habe auch gearbeitet dafür, nebenbei um Geld zu verdienen, um irgendwelche dann Dinge für den Sport zu finanzieren.
Und das ist dann sehr viel entscheidender auch für Sportler, die versuchen, ihren Durchbruch zu schaffen.
Ich hoffe, das hat für den ein oder anderen ein bisschen auch die Augen geöffnet, was nach Ursprung angeht und wie gesagt, ich hoffe, dass das ein klitzekleines Interesse erzeugt hat und.
Was bewirken konnte, diese Story, dieses Gespräch und ja, vielen lieben dank für die Zuhörer.
Podcast Summary
Key Points:
Der Podcast stellt Oleg Zernickel vor, einen deutschen Spitzen-Stabhochspringer, und thematisiert die Komplexität dieser Sportart.
Zernickel schlägt humorvoll eine Regeländerung im Darts vor, um die Anordnung der Zahlen auf der Scheibe anfängerfreundlicher zu gestalten.
Er teilt persönliche Einblicke zu seinen Hobbys (Physik, Astronomie, Gitarre) und seinem kulturellen Hintergrund (Geburt in Kasachstan, Umzug nach Deutschland 2006).
Sein Weg zum Stabhochsprung war eher zufällig, geprägt durch den Vorschlag einer Trainerin und die entscheidende, langjährige Unterstützung durch seinen Mentor.
Die Anfangszeit in Deutschland war schwierig (schulische Probleme, kulturelle Missverständnisse), wobei der Sport ihm schließlich Anerkennung und Orientierung gab.
Summary:
In dieser Podcastfolge wird der deutsche Stabhochspringer Oleg Zernickel interviewt. Zunächst erklärt er scherzhaft, dass er die Regeln im Darts ändern würde, um die Zahlen auf der Scheibe logischer und anfängerfreundlicher anzuordnen. Im persönlichen Teil gibt er Einblick in seine Interessen für Physik und Astronomie sowie seine musikalische Seite.
Zernickel, der in Kasachstan geboren wurde und 2006 nach Deutschland zog, schildert die anfänglichen Herausforderungen der Integration, wie schulische Schwierigkeiten und das Verständnis für deutschen Humor. Sein Weg zum Stabhochsprung war kein gezielter Wunsch, sondern resultierte aus dem Vorschlag einer Trainerin, die sein Potenzial erkannte. Entscheidend für seine Karriere war die beharrliche Führung und Unterstützung durch seinen langjährigen Trainer, der ihn auch in schwierigen Phasen motivierte.
Der Sport wurde für ihn schließlich eine Quelle der Anerkennung und ein zentraler Identitätsanker.
FAQs
Stabhochsprung ist ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Technik, Mut, Timing und mentaler Stärke, das weit über einfaches Hochspringen hinausgeht.
Er würde die Dartscheibe ändern, um sie anfängerfreundlicher zu gestalten, etwa indem die 1 nicht direkt neben der 20 liegt, um Frustration bei versehentlichen Fehlwürfen zu reduzieren.
Er interessiert sich für Physik und Astronomie, liest wissenschaftliche Bücher und Science-Fiction, spielt Gitarre und hat eine Vorliebe für Stachelschokolade.
Als in Kasachstan geborener Deutscher brauchte er Zeit, um sich in Deutschland einzuleben, insbesondere um deutsche Ironie und Sarkasmus zu verstehen, was seine frühen Jahre prägte.
Der Sport bot ihm Anerkennung und half, schwierige Schulzeiten zu überwinden, da er in der Hauptschule zunächst abgelehnt wurde und nach Respekt strebte.
Es war kein bewusster Entschluss, sondern ein Vorschlag einer Trainerin, die sein Potenzial erkannte, und er rutschte durch Zufall in den Sport hinein.
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