In dieser Minisode des Literaturkabinetts besprechen Larissa Niesen und Sarah Malberg Franz Kafkas Erzählung "In der Strafkolonie". Zunächst wird der Inhalt strukturiert wiedergegeben: Ein Reisender besucht eine Kolonie, wo ein Soldat mittels eines grausamen Apparates hingerichtet werden soll. Die Handlung gliedert sich in drei Teile: die Ankunft und Erklärung des Apparats durch einen begeisterten Offizier, die Unterbrechung der Hinrichtung und die Bitte des Offiziers um Unterstützung, die der Reisende ablehnt, sowie schließlich die Selbsthinrichtung des Offiziers und ein rätselhafter Epilog.
Anschließend folgt ein biografischer Abriss zu Kafka, der sein angespanntes Verhältnis zum Vater, seine berufliche Laufbahn, seine Lungenerkrankung und seine wichtigsten Werke wie "Der Prozess" und "Die Verwandlung" umfasst. Besonders hervorgehoben wird die Rolle Max Brods, der entgegen Kafkas testamentarischem Willen dessen Nachlass veröffentlichte.
Abschließend diskutieren die Moderatorinnen ihre persönlichen Leseerfahrungen und eine kritische Interpretation der Geschichte. Sie analysieren den Hinrichtungsapparat als zynisches Motiv, das Schutz (Bett), Arbeit (Egge) und Kunst (Zeichner) pervertiert, und hinterfragen die kolonialen Machtstrukturen, die in der Sprachlosigkeit und entmenschlichenden Darstellung der einheimischen Figuren gegenüber den europäischen Protagonisten sichtbar werden. Die typisch kafkaeske, beunruhigende und traumartige Atmosphäre wird ebenfalls thematisiert.
Mit Larissa Niesen und Sarah Malberg Hallo und herzlich willkommen zum Literaturkabinett zu unserer zweiten Minisode. Ich bin Larissa und ich bin Sarah und heute geht's bei uns um Kafka. Wir sprechen über in der Strafkollonie, genau und dann kann Sarah eigentlich auch direkt schon mal mit Inhaltlos liegen. Also vielleicht sagen wir noch kurz erklären, was wir bei so einer Minisode eigentlich anders machen. Wir machen sie wie das letzte Mal bei Sommerhaus später von Judith Hermann. Wir erklären kurz, worum es eigentlich geht. Dann sagen wir ein paar Punkte zum Auto und an Schluss werden wir uns einen Motiv aussuchen aus der Erzählung und das besprechen wir dann ein bisschen genauer. Ganz genau, also um den Inhalt, um die Inhaltsangabe, kommt den nicht herumsläsch, um die wollen wir euch nicht bringen. Aber da es sich bei in der Strafkollonie um eine Kurzgeschichte handelt, ist das hier auch relativ knapp. Also die Geschichte spielt eben in einer solchen Strafkollonie, genauer gesagt in einem sandigen Tal am Randel dieser Kollonie und dort soll ein Soldat hingerichtet werden und ein Reisender, der in die Kollonie kommt, wird eingeladen, bei der Hinrichtung zuzugucken und wir lesen die Geschichte aus der Sicht dieses Reisenden. Es ist also ein personaler Erzähler aus der dritten Person, also dritte Person, die eher Perspektive sozusagen. Weiterhin treten auf der Offizie, der völlig begeistert ist von der Hinrichtung, die mit Hilfe eines Apparats geschehen soll, den wir uns gleich nochmal genauer ansehen wollen. Kleiners Beuler, das wird unser Motiv sein. Dann gibt es noch den verurteilten Selbst, der in Ketten gelegt ist und einen weiteren Soldat, der ihnen führt. Sowohl der verurteilte als auch, der Soldat haben keine Sprechrollen, denn der Reisende und der Offizie sprechen französisch, was die anderen nicht können. Also soweit zum Allgemeinen Rahmen. Die Handlung kann man dann in drei Teile aufteilen. Erstens der Reisende kommt an und bekommt diesen Apparat beschrieben und erklärt. Also ein Bett, das der verweilte sich, der verurteilt, ich habe mir in der Geschrift nicht lesen kann, ein Bett auf das der Verurteilte sich legt und tausend kleine Nadeln, die dann seine Tat, sein Urteil auf den Rücken schreiben. Und der Reisende bekommt mit, dass der Verurteilt aber sowohl sein eigenes Urteil nicht kennt. Nicht mal weiß, dass er überhaupt verurteilt wurde und auch keine Gelegenheit hatte sich selbst zu verteidigen, was ihnen verwirrt und besturzt, der aus einem Schein bei einem anderen Rechtssystem kommt. Also aus dem europäischen Festland, wo recht anders ausgeübt wird. Dann leitet quasi das Aufschnellen des Verurteilten auf dieses Bett, also auf diesen Apparat, den zweiten Teil an. Der abricht sich aber direkt quer über den Apparat und seine Hinrichtung wird deshalb kurz unterbrochen und dann fragt sich der Reisende, was eigentlich seine Rolle bei der Sache ist, warum er überhaupt hier eingeladen wurde, dazu zu gucken bei dieser Hinrichtung und ob er womöglich sagen soll, dass dieser Art der Hinrichtung unmenschlich und falsch sei. Und vom Offizier wird ihm das mehr oder weniger bestätigt, der erzählt nämlich, dass vor kurzem einen Regimewechsel stattgefunden habe und dass der alte Kommandant den Apparat erfunden und entwickelt habe, dass der neue Kommandant, aber dieser Art der Hinrichtung eigentlich zu grausam finde und dass er der Offizier der letzte offene Anhänger dieser Hinrichtung sei und dann bittet er gerade heraus, den Reisenden sich später in der Kolonie für dieses Verfahren auszusprechen. Und da sagt der Reisende "Nein", er lehnt das ab und sagt er sei gegen das Verfahren würde sich aber aus Schutz des Offiziers und sich also weil er sein Vertrauen nicht missbrauchen würde, deshalb am liebsten überhaupt nichts sagen. Und darauf beginnt dann der dritt Teil der Handlung, nämlich der Offizier, lässt den Verurteilten frei und legt sich selbst unter den Apparat, der durch diese letzte Hinrichtung auseinander bricht und den Offizier direkt tötet. Und dann gibt es noch eine Art epilogue, da so ein so kleine zumindest bei meiner Fassung sind zu drei Sternchen vom Rest abgetrennt, da gehen der Verurteilte der Soldat und auch der Reisende zurück zum sogenannten "T-House", das hatte der Offizier vorher erwähnt, es gebe noch andere Anhänger des alten Systems im sogenannten "T-House", die würden sich aber nicht offen zeigen. Und da sagt der Soldat zum ersten Mal was, nämlich hier ist das "T-House" und erklärt dann, dass der alte Kommandant dort begraben sei und dann gehen sie dort hinein und dann sehen sie das grabtes Alten Kommandant, indem eine geistliche Beerdigung verweigert worden ist und der also hier liegt neben einer Inschrift, die prophezeit des der Kommandant zurückkehren und die alte Ordnung wiederherstellen wird, das endet mit "Glaubet" und "Wartet" und der Reisende geht dann zum Hafen und aufs Schiff ohne sich, zum Apparat irgendwie zu positionieren und hindert sogar den Soldaten und den Verurteilten daran, ihm aufs Schiff zu folgen, indem er sie mit einem Tau abwert, setzt also ab und handelt nicht so weit zu. Dann in der Strafkologie. Bitte? Ja, genau, heute ist Franz Kafka 1883 geboren, als eines von sechs Kinder, eine besondere Beziehung hat er vor allem zu seiner Schwester Otler gehabt und eine besonders schwierige Beziehung zu seinem Vater, die es in den Literaturwissenschaften in den letzten Feierzehnten auch sehr, sehr ausführlich behandelt worden. Kafka ist in Prag geboren und stand das an der jüdischen Familie. Der Nachname, das fand ich ganz nett irgendwie, heißt auf "Schächelstole", also im Vogel. Genau, das ist der Feldnis zu seinem Vater Hermann, Kafka war äußerst angespannt, uns gelindelt zu sagen, der Vater war ein Erfolger hier Geschäftsmann und hatte fünf Jahre mediterriienst geleistet und er war bekannt als ziemlich collerische Natur, hat sowohl seine Bediensteten als auch die Kinder sehr grob behandelt und Kafka Juniur war aber eher mager und auch eher schwächlich und kränklich veranlagt und hat sein Leben lang unter mindestens Werteigkeitskomplexen gelitten und deswegen war das Feldnis immer angespannt und in vielen von Kafka's Werken wird eben diese Vater-Sohnbeziehung gerne herausinterpretiert. Das kann man glaube ich machen, wie man das möchte. Ich fand das immer ein bisschen zu einfach als Ansatz. Genau, Kafka hat ganz kurz Chemie studiert, sonst ist er ja weise, dann aber Jura mit einigen künstlichen Vorlesungen er war letzten Ende des Bayer Jurist und hat in einer Versicherungsanstalt gearbeitet. 1912 hat er für die zu Bauer kennengelernt oder für die ich weiß gar nicht, wie man sie richtig ausspricht, tatsächlich. So ihr hatte eine Jahre langen Briefrollenschaft unterhalten, die beiden hatten ein auch etwas stwierigeres Verhältnis, die waren zweimal verlobt und zweimal ist die Verlobung wieder aufgelöst worden. Sie hatten aber immer wieder zwischendurch Kontakt, außerdem ein wichtiger lebensgefährte Kafka, wenn man so will, war sein Freund Max Pro, der unter anderem auch den Nachlass verwaltet hat und maßgeblich mit dafür verantwortlich ist, dass man Kafka heute so gut kennt. 1917 hat man dann bei Kafka einen so genannten Lungspitzen Katar festgestellt. Ich musste das googeln und es ist eigentlich nicht mehr für wenn der Fachbegriff für eine Entzündung der Lunge, die meistens mit Tuba-Kolose einhergeht. Kafka war eben Lungkrank von da an und es letztendend ist auch an der Tuba-Kolose gestorben. Er hat auch von da an seine, also die meiste Zeit in irgendwelchen Kurhäusern verbracht und versucht sich zu erholen, aber Tuba-Kolose war eben mich halber und das war relativ aussichtslos. 1919 ist er dann auf Juli Woheri, ich entschuldige mich vor allen Namen, die ich falsch aus spreche getroffen. Da gab es allen gescheiterten Heiratsversuch. Es gab außer dem einen Briefwechsel mit einer dritten Dame namens Milena Jesenska und letzten Endes dann seine letzte Lebensgefährung gefährt den Dora Diamant, die in 1923 kennengelernt hat, auch eine Jüdin und die auch bis zu seinem Tod beimgebeben ist. Nedy ist also in jüdischen heißt sie glaube ich Dora Diamant, Dü-Mant, aber ich weiß nicht genau, was ist wahrscheinlich irgendeine eingedeutschte Bezeichnung. Ich bin mir nicht ganz sicher. Was klingt so ein bisschen wie ich weiß nicht wie ein Schauspieler. Ja, das ist mein Dora Diamant, mein Name ist Dora Diamant, nehm ich Dora. Genau, die beiden haben auch zusammen gewohnt mit Zeit lang in dem Teil von Berlin und Kafka ist letzten Endes im Sanatorium Kierling gestorben 1924 eben an seiner Tuba-Kolose. Seine Hauptwerke sind die Roman-Fragmente der Prozess und das Schloss. Haben vielleicht einige von euch schon mal in der Hand gehabt. Sehr bekannt ist auch die Verwandlung oder vor dem Gesetz in kürzerer Texte, den ich zum Beispiel in der Oberstufe gelesen habe und eben das was mein klassischer
weise kennt diese Kafka-Parablen. Also kurze Texte in den irgendwo eine Bedeutung versteckt ist und die sehr gerne in Kursarbeiten auseinander genommen werden. Das wär's schon zu dem was ich hatte. Du klangst grad schon so richtig braun, ne, habe ich das gehabt. Deine Anmerkte vor aus, ich bin kein Kafka-Fan. Falls man das gelähntlich merkt, ist tu viel fruchtbar lang. Ging es dir denn mit dem Text. Ja, ich kannte den Text tatsächlich schon vorher, wir haben ihn in der Uni gemacht und es hat sich seit ich das erste Mal Kafka gelesen habe, nicht mehr großartig verändert, dass ich immer noch finde, Kafka zu lesen ist so ein bisschen wie ein mittelschweren Fiebertraum zu haben und mich macht es einfach wahnsinnig, dass niemand irgendetwas weiß. Die Leute stolpern völlig verwirrt in diesen Geschichten rum. Es gibt keine richtige Erklärung. So wirklich komisch ist es ganz aber auch nicht. Es könnte ja auch genauso gut witzig sein, ist es aber irgendwie nicht eigentlich sehr unheimlich und deswegen kann ich persönlich mit Kafka immer noch nicht so viele anfangen. Auch wenn ich gerne anerkenne, das ist ein wichtiger Vertreter, der moderne ist. Was ja vielleicht noch wichtig ist, was du vorhin meintest zum Nachlass von zum Nahrst, Nachlass von Kafka und Max Brot und diese Beziehung der Rankensie
ja mühten darum, dass nämlich Kafka eigentlich gar nicht wollte, dass sein Nachlass überhaupt veröffentlicht wird. Er wollte glaube ich, dass das vernichtet wird. Und deswegen waren immer so Fragen so "Okay, es geht das eigentlich gegen den Willen des Verstorben", denn dass man seine Texte noch liest. In dem Sammhang, ich war nicht dabei, aber soll einen Dozent von mir mal gesagt haben, als sie eine Studentin darauf angesprochen hat. Na ja, also ganz ehrlich, wenn ich ein Auto bin und dann möchte das meine Texte nach meinem Tod nicht mehr gelesen wird, dann gebe ich sie doch nicht mal einen guten Freund und Verleger, Max Brot. Sondern so wie anders dafür, dass die niemand findet. Und da dachte ich mir ja vielleicht hat Kafka auch selbst dazu gesagt, dass er irgendwie so was wie ein Mütterst wird. Wie ging es denn mit dem Text? Ja, ich kannte ihn auch schon. Also ich hatte den auch schon mal gelesen, aber es ist ein paar Jahre her, ich hatte tatsächlich auch vieles schon wieder vergessen. Also ich fand ihn gut, ich finde, ich mag es tatsächlich auch, dass diese Welt der unseren so, also dass die Handlungen der Figuren einem selbst zu komplett unlogisch vorkommen und dass diese Figuren so seltsam sind und dass man dann da sitzt und sich denkt, in welcher Welt bin ich hier, aber aber die Sprache gleichzeitig ist ja ziemlich klar und trotzdem hat man das Gefühl irgendwie, ja das mit dem Fieberraum passt vielleicht, aber ich mag das eigentlich so dieses in der in der realen Welt zu sein, aber trotzdem so total fremde und skurriele Elemente drin zu haben. Also es gab auch Text-Passagen, die ich sehr problematisch fand, zum Beispiel erst mal die Aufteilung der Figuren, also diese vier Figuren, die ich erwähnt habe, also offizierreisender Soldat und Verurteilter. Zwei sind die Sprechen und zwar der Offizier unter Reisende, weil sie beide Französisch können. Also wir sind in einer Kolonie, das heißt die Kolonial herin, quasi die Europäer, die haben die Sprechrollen und zwei Männer die offensichtlich der kolonialisierten Bevölkerungsgruppe angehören und Französisch nicht können, sind quasi zur Stummheit verdammt, aber werden gleichzeitig durch die Perspektive des Reisenden, der halt natürlich auch die europäische und nicht die neutrale Perspektive inne hat, als sehr, sehr primitiv beschrieben. Also der Verurteilter als hündisch, so dass man sagt, irgendwo am 1. Seite sagt der Reisende, glaube ich, er würde wahrscheinlich einfach wiederkommen, wenn man ihn jetzt von der Kette lassen würde, wenn man einmal pfeift und beschreibt irgendwie den Mund als so breit und die Haare als so verzottelt und irgendwie hat er so eine Art und Weise sowohl den Urteilten als auch den Soldaten als sehr, also sehr abwertig zu beschreiben und irgendwann später fangen die dann so an, sich so um so einen dammtaschen Tuch zu streiten, also der Soldat und der Verurteilte und das wirkt alles immer so pantomimisch und klaunshaft und merkwürdig. Ich habe mir sehr interessante Deutung gelesen, als in der ich muss kurz nachkommen, sie hieß. Astrid lange Kirchheim hat die Tee es aufgestellt, dass das eine Persiflage auf Max und Mochitz ist. Das fand ich sehr schräg. Also dieses bisschen Lausbubelmäßig, sich krangelnde da Perchen von Soldat und Verurteilter. Also wäre ich schräg. Ich habe gelesen, dass die Nebenfiguren bei Kafka oft so was Klauns und Töpelhaftes haben. Also das Schloss habe ich zumindest in Teilen auch gelesen und da gibt es auch so zwei Gehilfen, die dem Protagonistin an dem Protagonisten an die Hand gegeben werden und die auch so dieses komische, tollpatschige inne haben und dem Protagonisten wahnsinnig auf die Nerven gehen und da ist richtig gemein zu den, weil er sie so nervig findet in ihrer Unbeholfenheit. Ich fand es hier schwierig, dass die beiden Nebenfiguren, die Klaz neben Figuren charakterisierten Menschen halt auch die Persons of Color sind, während die europäischen Männer, die eben die Kolonialmacht repräsentieren, die sind, die sich hier gepflegt und gewählt ausdrücken können, klar auch irgendwie völlig verrückt sind, zumindest der Offizier. Aber die Möglichkeit haben ihr denken und sich selbst irgendwie zumindest intellektuell darzustellen und das fand ich schon schwierig, dass das da dieser Aufteilung auch in europäisch und nicht europäisch aufgeteilt wird, wer muss, wer muss die Nebenfigur sein und wer, wer ist der tollpil sozusagen? Ja, ich habe es gar nicht gelesen, aber finde ich, finde ich legitim und sehr interessant, aber wir in den Fall. Genau, wir haben gedacht, wir nehmen als Motiv, wir sind mal wieder genauso offensichtlich wie bei Sommerhaus später, wir nehmen den Apparat als unser Motiv des Tages sozusagen. Vielleicht kann man irgendwie mal bestimmt, wofür steht diese Apparat eigentlich und dann anhand des Apparat auch mal sagen, worum geht es denn eigentlich in diesem kompletten Text jetzt mal vom Inhalt abgesehen? Also was ist eigentlich das Thema des ganzen? Wollen wir vielleicht mit dem Wort Apparat anfangen, weil der Text geht ja los mit, es ist ein eigentümlicher Apparat, sagt der Offizier und ich habe nämlich, als ich mir Notizen aufgeschrieben hat, immer den Drang gehabt, Maschine zu schreiben. Ja, ich auch. Um mich dann zu korrigieren, um dann Apparat mit so Gänsefüßen als Zitat aufzuschreiben und mir ist aufgefallen, dass es in vielen Texten und vielen Sekunden der Texten auch so ist, dass die Leute immer geneigt sind, Maschine zu schreiben. Was ist der Unterschied zwischen einem Apparat und einer Maschine? Ein Apparat kommt einem handlicher vor, irgendwie, ne? Fotoapparat, ein Ressierapparat? Ja, das ist doch, ich dir das weniger elektronisch funktioniert in Anfangszeichen. Und auch einfach, was jetzt der Apparat des Elektronischen Maschine kommt mehr autonomer vor als der Apparat? Ja, stimmt, vielleicht, dass man den Apparat führt. Aber es ist auch nur so ein Gefühl, ich wirst du nicht woran ich's fest machen würde. Ich fand es hinfalls irgendwie, aufwällig, dass alle mit dem Wort Apparat irgendwie so sind, so hell. Wirst es nicht eine Maschine sein, so groß wie sie ist oder keine Ahnung. Wir sollten vielleicht den Apparat ein bisschen genauer erklären. Ich habe das ja vorhin nur sehr kurz gemacht. Es wurde ja beschrieben, als ich habe mir das vorgestellt, wie so ein CT-Gerät. Ich weiß nicht, ob jemand von euch schon mal Computer-Tomographie gemacht hat, da liegt man sich in so eine Röhre und wird dann da so komplett durchleuchtet. Ich habe Angst, da war es medizinisch falsches zu sagen, aber da kommt das und Bild raus und dem Bild kann man dann halt irgendwas erkennen in deinem Körper. Und das ist auch so eine Art Röhre, also man legt sich auf eine Bett, was zynischerweise Bett genannt wird und dann zwei Meter, also an den Rändern des Bettes sozusagen an den Ecken, sind zwei Meter lange Stangen angebracht und oben ist eine an der Decke, hängt eine sogenannte Ecke herab. Ich wusste nicht, was eine Ecke ist, Zuhörer in die auf einem Land aufgewachsen sind oder aufwachsen. Wissens vielleicht, das ist ein Gerät der Landwirtschaft, das dazu da ist, den Boden aufzulockern. Ich könnte das ja mal googeln, ich empfals sehr brutal, weil die Spitzen in diesem Fall halt nicht dazu da sind, den Boden aufzulockern, sondern auf den Rücken des Verurteilten, ja, sein Urteil einzuschreiben, also im Grunde langsam zu zerfleischen, das ist nämlich ein langfristiges Urteil, das soll zwölf Stunden dauern, diese Prozedur. Ach so und Watte, damit er nicht schreiben kann, wird er gezwungen, auf einen Wattestab zu beißen. Also er wird nackt ausgezogen, ins Bett gelegt und bekommt dann auch noch Watte in den Mund geführt, also ich würde sagen, es ist eine Fergewaltigung und weil das Watte ding zu tief im Mund des Verurteilten saß, es war auch der Grund, warum der sich erst mal über den Apparat erbrochen hat. Ja, ich habe in der Sekunde Literatur das teilweise gefunden, dass diese drei, also wir haben das Bett, wir haben die Ecke und wir haben aber auch noch den Schreiber, also das Gerät in das der Text eingegeben. Zeichner, heißt das glaube ich. Zeichner, danke genau den Zeichner und das fand ich ganz spannend, ich bin da ein bisschen drüber gestolpert, da versucht irgendwie einen Sinder hinterzusehen und habe dann gelesen, dass das quasi drei Bereiche des Lebens abdeckt, nämlich einmal den privaten, das wäre das Bett, einmal den Arbeitsbereich, das wäre die Ecke, die wie du gesagt hast aus der Landwirtschaft kommt und den künstlerischen, das wäre der Zeichner. Was man genau dann damit anfängt, weiß ich leider nicht, aber ich fand es durchaus einleuchten zu sagen, irgendwie spiegelt sich das darin wieder. Ja, ist echt interessant. Ich fand das Bett halt, ich fand es zynisch und faszin bisschen wiederlegt, dass man ein Bett, was eigentlich symbol für Schutz und Geborgenheit sein sollte, dass man es wagt, diese Liege, auf die ein verurteilter Fest geschneilt wird, bevor im Darücken zerfleist, wird als Bett zu bezeichnen. Also die ja eigentlich, das komplette Ausgeliefert sein bedeutet und ein Bett im eigentlichen Sinne ja eigentlich einen Menschen schützen sollte. Natürlich steht ein Bett auch nicht nur für Schutz und Geborgenheit, nicht nur für Schlaf, sondern z.B. auch für Sex. Und das ist ja schon sehr aufgeladen, also irgendwie schon sehr sadistisch aufgeladen, wie begeistert der Offizie ist von der Vorstellung, wie diese Maschine den verurteilten, langsam zerfleist und er beschreibt sie auch wie früher sogar Kinder bei der Brutsedua dabei waren und ganz vorne in ihren feinsten Kleid hier in der ersten Reihe saßen und alle fanden das ganz toller zuzugucken und das war so und am Ende guckt die Person so besählt, dass man fast drauf und dran war, sich selbst auch noch mal drunterzulegen. Also ja ist total pervers, ne? Ich finde das ist wieder das ist eine dieser Kafka Geschichten oder Erzählungen in der Peinlichkeit eine ganz große Rolle spielt, in zwar Peinlichkeit sowohl in Form von der wird erstmal nackt ausgezogen bevor sich darauf liegt alle können alles sehen die Eges aus Glas also diese ganze Apparat ist
allen Seiten gut zu bestaunen in Anführungszeichen und auch Peinigkeit in Form von Pein, also Schmerzen. Das ist etwas, was man bei Kavgaffer nicht ziemlich häufig findet. Ich habe lustigerweise Inzitat gefunden von ihm an seine Brieffreunde in Milena, indem er sagt, das Voltern ist mir äußerst wichtig. Ich beschäftige mich mit nichts anderem, als mit gefoltert werden und Spannend auf einer Art und Weise und auch ein bisschen besorgniserig. Da wäre ich so, vielleicht brauche ich einen neuen Brieffreund. Der könnte gefährlich sein. Vielleicht brauche ich eine neue Adresse. Da weiß ich, wo ich wohne, er ist mein Brieffreund. Ja und ich denke, dieser Apparat steht einerseits natürlich, da haben wir jetzt noch nicht über gesprochen, beziehungsweise du in der Inhaltein-Gabe schon. Es gab hier diesen alten Kommandanten und diese Apparat und der Offizier sind quasi das einzige, was von dieser alten Herrschaft des Kommandanten übrig geblieben ist. Und der wird auch von niemand anderem mehr unterstützt. Der neue Kommandant möchte das Ganze eigentlich abschaffen und lässt sie in der alleine noch aus unerfändigen Gründen vor sich hinwerkeln. Und deswegen steht der Apparat irgendwie auch für so eine zu Ende gegangene Ära, würde ich sagen, zumindest auf einer Seite. Ja, das habe ich mich nämlich auch gefragt, oder ich wollte die Frage an dich weitergeben. Diese Ära oder dieses alte System. Wofür steht das alte System und wofür steht das neue System? Ich würde sagen, sie stehen vielleicht für eine unterschiedliche Art von Recht oder Gerichtsbarkeit, weil ich finde, das deutlichste an diesen Text ist und da bin ich wieder bei meinem Kafka-Problem, das unheimlich schwer festzulegen ist, was es eigentlich passiert. Der Gefangene selbst, wie du schon gesagt hast, kennt sein eigenes Urteil überhaupt nicht. Und auch diese komplette Kolonie ist so aufgebaut. Also man muss sich überlegen, der es wutzutage überhaupt unter diesem Apparat gelandet oder wozu sollte überhaupt hingerichtet werden. Der hatte die Aufgabe vor der Tür, seines vorgesetzten jede Stunde einmal zu salutieren. Was ist das für eine bescheuerte Aufgabe? Das ist erstens was, dass du nicht lange durchhalten kannst, weil das heißt, dass du jede schon einmal aufwachen musst. Das heißt, es ist irgendwie eine Aufgabe, die quasi dazu predestiniert ist, dass du sie nicht ausfüllen kannst und dass du bestrafst und er sagt, die Schuld ist immer zweifellos. Danke, genau. Das heißt übersetzt, sobald du in dieser Kolonie bist und deswegen heißt sie ja auch, strafkolonie, wirst du unweigerlich bestraft und strafet wird in diesem Fall aber auch immer zum Tod, zumindest in einem alten System, weil du würdest auf dieses Gerät gelegt und es ist quasi egal, was du gemacht hast, der offizie sagt sogar, einem ausenstehenden Wettgag an Unterschied auffallen, zwischen den Texten, die wir der Maschine da eingeben. Aber es bleibt ja nur der der liegt. Das ist ja schon auch so geschrieben, dass man sich jetzt lesern nicht denkt. Ja, Mensch, da hat der aber auch was gemacht, sondern das war ja schon so formuliert, dass man auch alarmiert ist als lesern und sich denkt, okay, das doch kein Urteil, der wollte halt schlafen. Vor allen Dingen, es war ja ziemlich zynisch auch wieder, wie das da formuliert wurde. Er soll einmal in der Stunde aufstehen und salotieren, damit er für seine tägliche Arbeit frisch bleibt und natürlich bleibt man nicht frisch, wenn man nicht schlägt. Das ist nämlich, also vielleicht, dass ist eine Frage der Unterschied zwischen der Alten und der neuen Bitte? Das ist einfach dem Üttükung. Ja, aber die Unterschied zwischen der Alten und der neuen Regierung in Anführungszeichen in der Kolonie ist vielleicht genau die Frage nach was ist klar von was das Recht speichern. Was das stehen kann, weil ich habe verschiedene Ansätze darüber, also ich habe von verschiedenen Ansätzen gelesen, einmal hieß es so, der Gedanke, der klassische Gedanke, jedes Kolonialismus ungefähr, das Europa ausgefahren ist, die Welt zu zivilisieren sozusagen und dass dieser Art und Weise des Maschinen tot, ey, danke, jetzt habe ich das Apparat tot ist, hoh, dass das eine unzivilisierte Art des Strafen sei, denn Todesstrafe ist ja schon mal, also das ist ja der des europäischen Vorstellungen von Menschlichkeit gar nicht, also das entspricht er ja in keinster Weise und dann auch noch dieses zerfleischen des Rückens, was ja schon fast so eine Art Skalpell-Tetowierung ähnliches hat, dass sei, das zieht ich jetzt, würde den zeitgenössen Kaffkas-Wild vorkommen und der Begriff "Wild" so wurden ja auch immer die kolonialisierten, also die Einwohner in der kolonialisierten Staaten, benannt, um den Europäer innen recht zu geben, macht auszuüben und sich alles zu nehmen, was sie dort vorfinden. Und das wäre ja eine Ansicht, wo es heißt sozusagen, dass dieser Maschine aus in dem kolonialisierten Startkörse zurückgeblieben ist, was sich die Indigenen dort selbst aufgebaut haben, aber ich habe das tatsächlich überhaupt nicht so gelesen, ich habe so gelesen, dass diese Diskrepanz des Reisenden, der das so super schrecklich findet, was in diesen Strafkolonien abgeht, halt zeigt, wie die Europäer sich geben und zwar wir sind total pro Menschenrechte und so weiter und wie zivilisieren die Welt aber gleichzeitig totalste Grausamkeiten in den Kolonien getrieben haben. Und das, das umgründe heißt, das alte System ist quasi vielleicht der Beginn und das sie vielleicht innerhalb der Kolonien sich schon dachten, okay, ja, müssen jetzt schon ein bisschen netter werden, aber halt nicht ernsthaft netter werden, sondern es gab ja so ein paar Beispiele, so Anfaxices, der verurteilt wird vor seiner Verhindrichtung nicht mehr gefüttert, aber da hieß es, dass sei irgendwie zu fies. Also es sind so teilweise Sachen geändert worden, die aber eigentlich nichts tatsächlich ändern, sondern nur so ein bisschen das Tomrum möchte gerne verbessern. War das irgendwie. Ja, doch, also das ist ja das wäre eine Art von des Krippans zwischen Zivilisationen und Nichtzivilisationen und wie wird Zivilisationen eigentlich wahrgenommen oder wieder gespiegelt, oder? Ich finde es spannend, ich hab es überhaupt nicht auf diesen Kolonisations-Espäckting gelesen, ehrlich gesagt, auch damals in der Uni nicht. Also es war der eine, das war der eine Anzahl, was ich gelesen habe sozusagen. Ich hatte mir eher gedacht, es passt eigentlich nicht, weil es ja in Franzose ist, der dieses Gerät bedient und der völlig begeistert davon ist, nämlich dieser Offizier, der extra in der brüllenden Hitze noch seine Uniform anhat und sich an seine Heimat erinnert und so weiter. Also und dann denke ich mal, dass der alte Kommandant, der das wohl ins Leben gerufen hat, auch ein Kolonialherber. Also diese Maschine verdammt, dieser Apparat, ist dann schon eine Folter- und Tötungsmetode der Kolonialisten. Ja, genau. Also, ich habe gesagt, auch die Tatsache, dass es etwas technisches ist, so technisches Zeitalter, die europäische moderne, das ist ja schon auf das moderne. Und gleichzeitig kommt dann irgendwie, wird da aber so destrukturiert, so ich bin gegen die Todestrafe, also quasi die Meinung des Reisenden ist ja, ich bin ja gegen die Todestrafe und wenn dann solltest du wenigstens schnell gehen und der Offizier ist ja eher der Meinung, nee, die Langanbauende Hinrichtung, das ist quasi gnädig, in der Zeit hat der verurteilt in der Zeit nachzudenken, das ist total wertvoll, der kriegt die totale Erkenntnis darüber. Wir geben ihm sogar Reisbrei in einem kleinen Napf zu essen, damit er, also wo man sich selbst denkt, boah wie widerlich, der wird gerade gefollt hat, aber essen darf er. Das kommt uns höhne Schvorn, der war da mein Unies, doch wenigstens, also wenn er schon stirbt, dann kann man ihn wenigstens bewusst sterben lassen. Und der Apparat selbst entscheidet dann aber, als der Offizier sich runterlegt, nee, ich tötte jetzt einfach direkt. Also ich bin jetzt nicht dieser volder- und tötungsapparat, sondern nicht tötte jetzt direkt, wo ich in der Sekundärliteratur gelesen habe, der Apparat hat sich quasi selbst modernisiert. Ja, ja, ich kann nicht verstehen, also ist völlig andere Ansatz. Wir können es ja aber auch einfach so stehen lassen, also völlig negatimiließart, ich finde es nur spannend. Ich hätte nämlich immer eher gesagt, dass der Apparat und der Offizier im Prinzip des Gleiches sind. Ich finde, dass du der Apparat ist nicht viel gut. Ich finde, der Apparat ist eigentlich nur ein Teil vom Offizier. Die gehen beide gleichzeitig kaputt, sobald sie vereinigt sind und so, sobald sie nicht mehr gebraucht werden, sobald der Offizier verstanden hat, der Reisende, denn das ist eigentlich die Rolle des Reisenden, der Offizier versucht, der ihn zu instrumentalisieren, dass er den kommentanten Überredet, dass diese alte Methode beihalten werden kann. Und sobald der Merk der Reisende hat das nicht vor, hat weder der Apparat noch der Offizier noch irgend ein Nutzen. Und dann werden beide eliminiert. Ich habe nämlich gelesen, dass der Apparat als quasifigur gelesen werden kann und abgesehen davon, dass er nie wusste, was eine quasifigur sein kann, außer dass man versucht, irgendwelche Kategorien aufzuweichen, macht deine Lesart auch viel mehr Sinn, weil der Apparat natürlich auch nur funktioniert, weil der Offizier weiß, wie man ihn bedient. Natürlich macht er am Ende irgendwie nicht das, was er soll. Also, entwickeln Art eigen leben, aber angestellt wird er trotzdem vom Offizier und ohne den Offizier gibt es auch den Apparat nicht. Er gibt schon Sinn, dass sie sich näher stehen. Das meint ich am Anfang, damit auch diese alte Rechtsprechung eliminiert wird. Weißt du, das habe ich gemeint, als du gefragt hast, was der Unterschied ist zwischen der alten kommentanten Ehrer und der neuen. Weil ich hätte immer gedacht, es geht um Recht in diesem Text, es geht darum, der Reisende hat laut Text kein Recht den Offizier an irgendetwas zu hindern. Das sagt er selbst, deswegen lässt der Offizier sich einfach darauf legt, er findet es sogar richtig und sagt sogar irritiert, er hätte genau so gehandelt, wenn er an dessen Stelle gewesen wäre. Und dann ist auch die Frage, das wäre die, die ich an Dich gehabt hätte. Was genau ist denn diese Apparat, wenn wir an dieser alte Dreiteilung denken, von Legislative, Exekutive und Judikative? Weil direkt hätte man ja gesagt, der Apparat ist exekutive, also die ausführende Gewalt. Quasi, das Gericht hat eine Entscheidung getroffen und diese Entscheidung wird direkt ausgeführt. Gleichzeitig ist der Offizier aber ja derjenige, der beschlossen hat derjenige schuldig. In dem Text steht, er hat sobald die Informationen bekommen.
hat das sofort das Urteil ausgestellt. Es gab keine Anhörung und nichts. Es gab keine richtige Rechtsprechung in dem Sinne. Gleichzeitig ist der Apparat, aber denjenigen, die das Urteil verkündet auf dem Rücken des angeklagten. Verstehst du was ich meine? Du meinst quasi eine Verdichtung der Urteilsverkündung und Urteilsausführung sind eins. Das würde ja passen zu dem. Die Schuld ist immer zweifellos. Da gibt es eigentlich gar keinen Sinn, zwischen einer Verkündung und der Ausführung zu warten. So was wie ein Widerspruch, gibt es ja nicht. Ja. Also diese Dreiteilung ist ja nur in einem System, in dem die Justiz auf demokratischer Ebene funktioniert. Auf dem an Start funktioniert, sozusagen. Und das ist hier ja nicht der Fall. Hier ist ein Grund, die ein Rechtssystem ja völlig abwesend. Die gibt es irgendwie einen Offizier, der alleine beschließt. Ich richte den hin. Und da sind vielleicht Leute dagegen, aber die Schützen den Verurteilten auch nicht. Ich finde auch, dass das Absohdom geführt wird, diese Funktion. Weil diese Schrift ist nicht lesbar. Sie wird dem Verurteil noch drücken geschrieben. Und wenn man sich überlegt, was bringt eine Strafe, dann soll es ja auch Erkenntnis bringen. Ja, oder die Möglichkeit zu Reue. Selbstliche Möglichkeiten für Reues und Ausgeschlossen, diejenigen sehr gut sind. Genau, erstens ist er tot, aber sterben. Begreift da ja auch nicht. Weil überhaupt nicht weiß, was wird ihm da auf dem Rücken geschrieben. Es wird ihm nicht gesagt. Er hat es auf dem Rücken. Er wird es nicht lesen können. Ja, laut Gott, und es hier versteht das ja in der sechsten Stunde. Die Stunde der. Ja, aber der ist auch verblendet, dem Glaube ich nicht. Ich glaub nicht, dass da ein. Wenden wir das ein zuverlässiger Erzähler ist, was diese in Apparat anliegen. Die Art, wie das schon eingeführt wird, dass der Offizier, wie du schon gesagt hast, der redet auf Französisch, das heißt, der angeklagte Versteht von vorne bis hinten, kein Wort. Und am Nachhinein kommt aber raus, der Offizier ist durchaus in der Lage, so zu sprechen, dass der angeklagte ihn versteht. Weil als er ihn seinen Freischpruch verkündet, da redet er so, da redet er in einer Sprache, die der Verurteilte verstehen kann. Ja, und der Reisender versteht es offensichtlich auch. Also es hätte eine Möglichkeit, gegeben, eine Sprache zu sprechen, bei an der alle partizipieren können, aber der Offizier entscheidet sich bewusst, eine Sprache zu sprechen, in der nur er und der Reisende sich unterhalten können. Ich hab mich auch gefragt, in welcher Sprache wird wohl das Urteil auf 'n Rücken geschrieben? Auch in der, die niemand versteht, also Französisch. Ja, oder was ich auch, das fand ich richtig perverse, als du eben gesagt hast, dass man das nicht lesen kann, was der Apparat eigentlich auf den Rücken schreibt. Weil dann dabei steht, das ist ja nicht nur Schrift, das wäre ja viel zu einfach, dann wird er direkt töten. Nein, wir machen auch auch Schnörküll drum rum. Das fand ich richtig perverse. Ja, also er wird komplett zerfleist. Ich hab tatsächlich noch eine Theorie gelesen, noch eine Interpretation des Apparats von Oliver J. raus, der sagt, es handelt sich hier offensichtlich um eine Schreibverschreit. Ja, aber wieder Maschine, ne? Ja, ja, also der hat auch ganz oft Maschine geschrieben. Eine Schreibmaschine, die quasi absolute und von jeder Deutung unabhängige Zeichen auf den Körper presst. Und das dadurch, dass der Druck, also das, das quasi körperlich greifbar ist, dieser Druck, weil quasi der Körper damit. Bestochung wird für den ihn eingeritzt und durch den Tod wird dieser Satz letzt gültig, das heißt, dieser Apparat von Kaffgaver quasi ein Versuch, eine Maschine zu schaffen, die Zeichen hervorbringt, die nichts Weifelhaft sind, normalerweise ist ja jeder Text, jeden Text kann man analysieren und interpretieren, das machen wir ja hier. Und diese Schreibmaschine, wie Oliver J. raus, den Apparat nennt, sei quasi eine Maschine, die sich die Hoheit über den Text vorbehält, ein Text, den man nicht interpretieren kann und ein Beweismittel oder ein Indiz für seine Teese führt er an. Und zwar, dass eben der Offizier dem Reisenden ein Zettel gibt und sagt, hier steht drauf, was man ihm gleich auf dem frücken Schreiben wird und der Reisende guckt den Zettel an, sagt, ich kann das nicht lesen. Und dann fängt der Offizier halt mit den Schnöckeln an. Also ich hab mir das vorgestellt, wie kennst du bei manchen Spielen, der gibt's so Dekodierer, zum Beispiel bei Nobody's Perfect oder so, da ist ein Hütz auf drauf und du musst das hinter so 'ne rote Scheibe schieben, damit du den Begriff lesen kannst. Ja, ich hab auch früher 'ne tolle Kinderbucherei, die damit gespielt hat. Da gab's so Rätsel am Ende jedes Kapitels. Ja und ich glaub, so ähnlich funktioniert tatsächlich auch dieses Blatt, aber Oliver J. sagt halt, ich schrift, wird quasi über ihre Deutung erst sichtbar und schrift, die undäutbar ist, ist damit auch unlesbar. Und wie ich mir dann dachte, und halt auch unwidersprochen, weil er halt tot ist, der widersprechen könnte gegen die Deutung. Und ich finde, das passt richtig gut zu was, das hat mir damals in der Uni haben wir natürlich gesprochen, dass nicht nur der Apparat in quasi mehrere Aufgaben ineinander vereint, als Richtende und Ausführende gewalt, sondern dass auch der Verurteilte ist gleichzeitig Papier und Lesender. Weil er der einzige ist, der es lesen kann, zumindest behauptet, er offiziell, dass er wirklich unten lesen kann. Und natürlich ist es fast auch so eine Art und Weise, eine Selbstreferenz durch Kafka, weil wie du sagst, man ließt Kafka und denkt sich, ich mache was passiert hier eigentlich, was soll das alles bedeuten? Und das ist halt auch Schrift, die man nicht lesen kann. Also es ist schon fast wieder so ein bisschen so ein Joke mit sich selbst. Ja, auch dieser Verurteilte, erinnert unfassbar dem klassischen Joseph K aus dem Prozess, der angeklagt wird und überhaupt keine Ahnung, was eigentlich los ist. Das ist ein komplette Parallelen. Das hat tatsächlich auch, also Kafka hat in der Strafkolonie geschrieben, als er beim Prozess nicht weiter kam. Ich finde auch, dass man da Parallelen sieht und vielleicht hat er da dann irgendwie ein bisschen. Also, muss man jetzt auch nicht überinterpretieren, sozusagen, aber er hat da vielleicht gedacht, wie kann man so einen Thema auch in eine andere Richtung einschlagen? Ja, ich hätte noch eine Sache, auf die ich gestoßen bin. Ja, gerne, weil ich bin, glaube ich, sogar schon. Also, meine die meisten Punkte hatte ich schon inzwischen die ich mir aufgeschrieben habe. Was du davon gelesen, das Kafkastext sich. Also, es ist das 1914 geschrieben und dass es sich damit auf die Dreifus-Affäre beziehen könnte. Nee, das hab ich nicht. Also Dreifus war ein Offizier, so weit ich mich erinnere, der irgendwann verurteilt wurde, weil er für den deutschen Geheimdienst speioniert habe. Da wurden im Papierkorb irgendwelche Dokumente gefunden, wo man vermutet hat, da hat jemand im deutschen Geheimdienst wichtige Informationen über Frankreich zukommen lassen und man glaubt, das sei die Alfred-Dreifus-Systeme. Der sei das gewesen und der war es tatsächlich nicht, und der er es hingerichtet worden. Und das wurde dann im Nachhinein dieser Dreifus-Vereben auch Jude, also das sei ein antisemitischer Mord gewesen. Es war eine der größten Krisen Frankreichs und kann auch mit das Ende der dritten Republik Frankreichs bedeutet haben. Und der war halt auch auf der Teufelsinsel, also auch in so einer Strafbarkeit. Aber die Frage ist doch, wen würde dann dreifus-representieren? Oder wer würde dreifus-representieren? Das wäre doch in dem Fall der der letzten Endestift, oder das heißt, es müsste der Offizier sein. Und dann finde ich es ein bisschen seltsam. Ich glaube, es war nicht eins zu eins, sondern es war so ungefähr. Da hat offensichtlich die Richtsbarkeit versagt und ich schreibe jetzt ein Text über. Gescheiterte Justiz. Es ist eine loseen Verbindung und ist natürlich auch schwierig. So was hat der Auto damit gemeint. Aber es ist eine zeitliche Parallel. Ich hätte noch eine Frage, vielleicht zur Richtung Abschluss. Also der Offizier sich in den Apparat legt. Gibt er dem Apparat ein, ihm auf den Rücken zu schreiben, sei gerecht. Was hast du daraus gemacht? Vielleicht hat er sich selbst, also hat er das als gescheitert angesehen. Also vielleicht war gerecht sein. Sein höchstes Ziel und er war da mein, um man kann nur durch den Apparat wahre Gerechtigkeit erlangen. Und weil er wusste, ich habe verloren mit dem Apparat. Das wird es nicht mehr geben, war es so die Frage entweder, ich geh ein System zurück. Er hat den verurteilten freie gelassen und hat sich selbst an dafür bestraft. Weil das ungerecht war von ihm. Irgend ein verurteilten freizulassen zu begnadigen, da die Schuld ja immer zweifellos ist, hätte es eine Verurteilung geben müssen. Und in dem Moment hat er sich selbst halt das Urteil gegeben. Du warst ungerecht, sei gerecht. Und du? Ja, ich hab nämlich auch gedacht, dass man tatsächlich nach allem worüber wir bislang gesprochen haben, so sehen könnten, dass er in dem Moment das Recht des neuen Kameranden annehmt. Und nach diesem neuen Recht hat er ungerecht gehandelt. Ah, auch. Und muss ich deshalb selbst richten. Also so hat ich es mir jetzt letzten Endes erklärt. Ich fand es jedenfalls seltsam, dass diese Tat, wo man sich denkt, oh Gott, was macht er denn, warum hilft die Nüren, dass da Reitende daneben steht und sich ganz, hat denkt, ja, das ergibt total viel. Das hätte ich jetzt auch gemacht. Also man weiß beim Reisen und oft nicht, was er tut. Das ist ja auch eine reißende Tagewesen. Aber das ist auch wieder so eine Kafka Sache. Irgendwann fremler kommt irgendwo hin. Er weiß nicht genau, warum er da ist. Ist irgendwie gerufen worden, aber niemand erklärt ihm irgendwas. Der Reisende ist sich ja auch lange nicht sicher. Warum bin ich jetzt bei dieser Exekution? Erst nur hingekommen, weil er nicht unhöflich sein wollte sozusagen. Ja, genau. Und am Schluss reiste aber sehr unhöflich wieder ab. Lesst die zweite einfach stehen und macht sich quasi so schnell aus dem Staub von dieser bekloppten Insel wirken. Sogen hat das restitutives Syjee. Eine Grenzüberschreitung und dann wieder ein verlassenes neuen Raum, ist ohne dass sich darin irgendetwas geändert. Wieder was geändert. Im Gegensatz zum Revolutionär. Okay, nee. *lachen* Ja, nach Juri Lothmann. Okay, ich für meinen Teil wäre am Ende meiner Notizen und am Ende meiner Ahnung. *lachen* Meine Pläne. Ja, ich auch, ob er das bei Kafka schon von Anfang an. Aber meine Notizen sind auch Zehende. Meine Beine sind erfolgreich eingeschlafen. Ich hänge mit dem Kopf im Schrank. *lachen* Ja, nee, ich fahr durch. Ich fand es sehr, sehr angenehm mit dir, wie immer. Ist du mir leid, dass ich so dermaßen auf dem Schlauch stand, nach der Neokolonialismus-Theorie? Ach so, ne. Alles, ich glaube es war mir einfach vollkommen neu. Ich weiß ja auch gar nicht, ob das richtig ist. Ich hab das so was halt, okay, was, ob das richtig ist. Aber es steht in Deutschland reden wir nicht. Das stimmt. Ich hab vor kurzem in der Uni einen Text gelesen von Manfrick Frank, war dir glaub ich, der sagt, jeder Autoschaft in seinem Text lücken und jeder Leser füllt diese Lücken anders oder jeder Leserin. Ja, fand ich die beste Erklärung. Das ist ja, Kafka, der füllt nicht nur Text, sondern auch Ornamentel drauf.
herum weniger lücken oder bei kaffkar besteht der text eigentlich nur ja nicht stimmt okay genug kaffkar beschicken ich finde kaffkar eigentlich also ich finde das schon sehr besonders in seiner art des schreiben ich habe wenig gelesen was irgendwie dem was kaffkar gemacht hat enelt und das finde ich schon sehr sehr beeindruckend auf diesem level was eigenes zu schaffen das stimmt ja genau das nächste war sind wir mit einer normalen folge wieder da ja stimmt nichts mal wird es wieder länger unser gesappel aber ich danke dir für eine kaffkar eske kurze stunde ja ich danke dir war mir ein vergenügen und das nächste mal kommen unsere alten kategorien zurück und bis dahin wünschen wir euch einen schönen schulbeginn start in die oberstufe ja bis dahin ja dann liebe grüße was gut stay safe [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Diskussion von Kafkas Kurzgeschichte "In der Strafkolonie", einschließlich Inhaltsangabe in drei Akten und Analyse zentraler Motive wie des Hinrichtungsapparats.
Biografische Einordnung Franz Kafkas, mit Fokus auf sein Leben, Werk, wichtige Beziehungen und den postumen Einfluss seines Freundes Max Brod.
Kritische Reflexion der Erzählung, insbesondere der kolonialen Machtverhältnisse, der Darstellung der Figuren und der typisch kafkaesken, beunruhigenden Atmosphäre.
Summary:
In dieser Minisode des Literaturkabinetts besprechen Larissa Niesen und Sarah Malberg Franz Kafkas Erzählung "In der Strafkolonie". Zunächst wird der Inhalt strukturiert wiedergegeben: Ein Reisender besucht eine Kolonie, wo ein Soldat mittels eines grausamen Apparates hingerichtet werden soll. Die Handlung gliedert sich in drei Teile: die Ankunft und Erklärung des Apparats durch einen begeisterten Offizier, die Unterbrechung der Hinrichtung und die Bitte des Offiziers um Unterstützung, die der Reisende ablehnt, sowie schließlich die Selbsthinrichtung des Offiziers und ein rätselhafter Epilog.
Anschließend folgt ein biografischer Abriss zu Kafka, der sein angespanntes Verhältnis zum Vater, seine berufliche Laufbahn, seine Lungenerkrankung und seine wichtigsten Werke wie "Der Prozess" und "Die Verwandlung" umfasst. Besonders hervorgehoben wird die Rolle Max Brods, der entgegen Kafkas testamentarischem Willen dessen Nachlass veröffentlichte.
Abschließend diskutieren die Moderatorinnen ihre persönlichen Leseerfahrungen und eine kritische Interpretation der Geschichte. Sie analysieren den Hinrichtungsapparat als zynisches Motiv, das Schutz (Bett), Arbeit (Egge) und Kunst (Zeichner) pervertiert, und hinterfragen die kolonialen Machtstrukturen, die in der Sprachlosigkeit und entmenschlichenden Darstellung der einheimischen Figuren gegenüber den europäischen Protagonisten sichtbar werden. Die typisch kafkaeske, beunruhigende und traumartige Atmosphäre wird ebenfalls thematisiert.
FAQs
Die Kurzgeschichte handelt von einem Reisenden, der in einer Strafkolonie die Hinrichtung eines Soldaten miterlebt, die durch einen grausamen Apparat erfolgen soll. Dabei werden Themen wie Gerechtigkeit, Kolonialismus und menschliche Grausamkeit behandelt.
Die Hauptfiguren sind der Reisende (Erzählperspektive), der Offizier, der verurteilte Soldat und ein weiterer Soldat. Nur der Reisende und der Offizier sprechen Französisch und haben somit eine Stimme, während die anderen stumm bleiben.
Der Apparat ist eine Hinrichtungsmaschine, die das Urteil mit Nadeln in den Rücken des Verurteilten schreibt und ihn über zwölf Stunden langsam tötet. Er besteht aus einem Bett, einer Egge und einem Zeichner, die symbolisch private, arbeitsbezogene und künstlerische Aspekte darstellen können.
Der Reisende dient als Außenperspektive aus Europa, der das grausame Verfahren kritisch betrachtet. Er wird gebeten, sich für den Apparat einzusetzen, lehnt dies jedoch ab, was schließlich zum Selbstmord des Offiziers führt.
Der Offizier legt sich selbst unter den Apparat, der dabei zerbricht und ihn tötet. Der Reisende verlässt die Kolonie, ohne sich öffentlich zu positionieren, und hindert den Soldaten und Verurteilten daran, ihm zu folgen.
Die Erzählung thematisiert Ungerechtigkeit, Kolonialismus, Machtmissbrauch und die Entmenschlichung durch Technik. Sie zeigt auch die Perspektivlosigkeit der Kolonisierten und die Grausamkeit autoritärer Systeme.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.