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Folge 16: Philosophieren im Sportunterricht

38m 7s

Folge 16: Philosophieren im Sportunterricht

Im Podcast „Sportsachen“ diskutiert Moderator Stefan Bodema mit Prof. Dr. Michael Segelz die Integration philosophischer Reflexion in den Sportunterricht. Segelz betont, dass Philosophieren als Kulturtechnik die pädagogischen Ziele des „erziehenden Sportunterrichts“ unterstützt, insbesondere Persönlichkeitsförderung und Erschließung der Sportkultur. Seit der Lehrplanreform 1999 in NRW ist Reflexion fest verankert. Methodisch nutzt man erlebnisorientierte Situationen, wie Spiele ohne Schiedsrichter, um über Werte wie Fairness oder das Verhältnis von Körper und Geist ins Gespräch zu kommen. Widerstände entstehen oft durch Vorurteile gegenüber der Philosophie als schwerfällig sowie durch die Sorge um verlorene Bewegungszeit. Empirische Studien zur Wirksamkeit sind rar, doch zeigt sich, dass philosophische Themen in Prüfungen unterrepräsentiert sind. Ziel ist nicht moralische Belehrung, sondern die Entwicklung kritischer Urteilsfähigkeit, bei der Schüler eigene Werthaltungen hinterfragen und auf Allgemeingültigkeit prüfen. Segelz plädiert für eine stärkere Verzahnung von Sportdidaktik und Philosophie, um Impulse für nachhaltiges Denken über das eigene Handeln zu setzen.

Transcription

4398 Words, 28764 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu Sportsachen, deinem Wissenschaftsportgast zum Schul-Sport. Ich bin Stefan Bodema, ehemaliger Sportjournalismus-Dent der deutsche Sport-Spiele Köln und moderator der Sendung Die Sportmacher von ZDF und Kika. In unserer heutigen Folge spreche ich mit Prof. Dr. Michael Segelz über Philosophieren im Sportunterricht. Michael hat eine außerplanmäßige Professur an der Abteilung Peter Gogig, des Instituts für Peter Gogig und Philosophie und ist in dieser Funktion in der Lehrkräfte Ausbildung an der deutschen Sport- durch Schule köln tätig. San Engagement in der Ausbildung angehende Lehrkräfte endet hier jedoch nicht. Er ist zu dem Fachseminaleiter für Sport und Philosophie am Seminar-Gymnasium Gesamtschule am ZDFSL in Düsseldorf. Außerdem unterrichtet er noch immer selbst an einer Schule in Düsseldorf. Hallo und herzlich willkommen bei uns im Sportsachen Podcast. Michael Segelz, schön dass du heute bei uns bist, dass du den Weg auf dich genommen hast. Wir wollen heute über das Thema Philosophieren im Sportunterricht sprechen. Der ist mal ganz erlaubt gefragt, wie passt eigentlich Philosophie und Sportunterricht zusammen, Michael? Ja, Philosophie und Sportunterricht sind eigentlich nicht trainbar, würde ich sagen. Wenn man Sportunterricht als Erziehen und Sportunterricht betrachtet, dann ist die Reflexion und dem auch die philosophische Reflexion mitgedacht. Was macht das? Er ist einmal ein Anreiz, Philosophieren und Sport zusammen, diese Kombination. Ja, die Kombination ist eigentlich nicht so abwegig, gut mit Philosophieren. Es wird ganz häufig etwas schweres Verbunden, der einsam bedenker, am Schreibtisch und letzten Endes was langweiliges. Und mit Sport, Sport ist Spannung und Spaß, ist Handeln. Und deshalb gibt es natürlich Irritation, aber im Schulspot, dass ja eine der ja eine pädagogische Veranstaltung sein sollte, da sieht das eben anders aus. Da haben wir ja eine Erziehungsanspruch. Und dieser Erziehungsanspruch wird eben auch durch Philosophische Reflexion umgesetzt. Wenn es aus Deiner Sicht auf diese Thematik blickt, viele so viel in Sportunterricht, wie lange gibt es das eigentlich schon? Also gibt es da so was wie eine Tradition auch schon? Ja, eine Tradition würde ich jetzt so nicht sagen, aber seit 1999, seitdem noch mal die Richtlinien und Kurekola überarbeitet wurden, und wir in Nordrhein-Westfalen ja den Erziehenden Sportunterricht haben als pädagogisches Konzept. Seitdem ist eigentlich ja die Reflexion übersport und das Eigensport treiben mitgedacht und das ist halt das, was ich als Philosophieren im Sportunterricht verstehe. Wenn wir jetzt auf den schulischen Rahmen schauen und den Sportunterricht, welche Ziele kann man sich den Setzen in Kombination mit Philosophie und Sportunterricht, in welcher Hinsicht hilft, da das Philosophieren überhaupt? Über was sprechen wir da? Der Sportunterricht hat ja ein Doppelauftrag, die Persönlichkeitsförderung und ja die Erschließung der Bewegungsspiel- und Sportkultur. Und den beiden Richtungen, sage ich mal, ist das Philosophieren hilfreich. Philosophieren ist ja schwer, von sich oder das Verständnis von Philosophieren ist ja nicht einheitlich, was Philosophieren ist, ist ja selber schon philosophische Frage. Und Eckhard Martin sind ja eigentlich einer der maßgeblichen Philosophie, die Dirk Diker, der hat Philosophieren mal als Kulturtechnik beschrieben und zwar auf einer Stufe mit Lesen schreiben und rechnen. Und wenn das eine Kulturtechnik ist, dann ist es erlärmbar, philosophieren erlärmbar, eben auch als Methode erlärmbar. Wie würdest du jemandem, der sagt mal von Philosophie, keine Ahnung hat oder vielleicht auch noch deutlich jünger ist, ich sag mal Kulturtechnik, wie du es jetzt gerade zitiere, das beschreiben, was ist das? Was macht man da? Ja, es ist, ja, wenn man sich fragt, was ist Philosophieren oder was ist eine philosophische Frage, dann ist ja eine Antwort, die Martin Selma gegeben hat, Paradox und zwar einerseits ist nix ein philosophisches Problem, man kann Philosophieren vermeiden, man kann auch gut ohne Philosophie durchs Leben gehen. Andererseits kann eben auch alles zum philosophischen Problem werden, indem ich mich eben frage. Was würde nicht nur ich in so einer Situation tun, sondern was würden andere tun, beziehungsweise was würde oder was könnten alle tun, die jemals in so einer Lage, der meinen sind. Und daher ist es sozusagen, ja, dann eine Aufgabe, die Schülerinnen dahin zu führen, diese Fragen, die eben ins Allgemeine weisen, zu anzuleiten oder zu helfen diesen Weg zu gehen. Und da hat die Philosophie die Daktik eben einige methodische Hinweise gegeben oder entwickelt, die eigentlich am Problem des Einzellen ansetzen, an der konkreten Situation und diese erst mal versuchen, möglichst zu beschreiben, dann zu erfassen, dann zu deuten, in einen anderen Kontext zu setzen und dann zu beurteilen. Wenn ich das jetzt nochmal überdenke, was du jetzt gerade gesagt hast, wer dann philosophieren schon, wenn ich quasi von einem Problem, das mir vielleicht auffällt, das suche das ins größere Ganze zu übertragen zu fragen, was bedeutet es dann vielleicht für die ganze Klasse jetzt im Sportunterricht oder für die ganze Schul oder allgemein für den Sportunterricht beginnt da schon das Philosophieren? Das würde ich so sehen, wenn ich ein klassisches Beispiel ist ja, Fernes im Sportunterricht, wenn ich eben an Situationen ansätze, wo es zu Unfairness kommt oder wo Fernes besonders deutlich geworden ist, da da zu fragen. Was war denn das typischer an dieser Situation, was an allgemeinen Verhaltensweisen oder Handlungen folgendere aus? Was diese S'weiter fragen, dass es es letzten Endes und diese letzten Endes Verknüpfung zwischen Praxis und Theorie, die ja auch überall gefordert wird, die Gleisentphilosophie und auch. Jetzt hast du vorher gesagt, man kann alles oder nichts zum Philosophischen Thema machen, wie enttrydet man denn ob ein Thema jetzt ja, ein Philosophisch-relevantes, ein Philosophisches Thema ist oder nicht? Einmal Situativ, indem man eben eine Situation wahrnimmt, wo man selber erkennt, ah, das hat das Potenzial weiter verfolgt zu werden, da zeigt sich irgendwas allgemeingültiges in dieser Situation oder man thematisiert es eben in Form von Unterrichts rein, dass man eben dann geplanten Prozess anlegt. Ja, und dann, wenn man ihn plant, dann muss man sich natürlich auch die Frage stellen, wie schaffig entsprechende Situation, die relevant sind, wie in die Ci-Richt. Jetzt hatten wir schon den Fernesgedanken, als Themenbeispiel gibt es auch, ja, ich hab mal andere Themen, die man vielleicht nicht nur aufgreift, weil sie jetzt auch gerade im Sportunterricht entstehen, sondern die man auch ihnen zähieren kann und besprechen kann. Ja, beispielsweise, wenn man über das Verhältnis von Körper und Geist, was ja ein klassisches Problemfeld der Philosophie ist, mit Mittellen der Sportphilosophie auch oder die Sport aufgreifen möchte, dann könnte man natürlich unterschiedliche Wahrnehmungssituation bereitstellen. In denen die Schüler dann eben unterschiedliche Erfahrungen mit ihrem Körper machen. Beispielsweise, halte Übungen, wo dann die Muskeln anfangen zu zittern, ob man das gar nicht möchte oder wenn man Situationen herstellt, wo im Schwindel erzeugt wird, dann stellt man dann auch fest, mein Körper gehört. Gehör ich mir gar nicht mehr so, und daraus kann man eben weiter fragen, wie ist das Verhältnis zwischen Körper und Geist. Gibt es, nur da ist das trennbar, ist es nicht trennbar, da gibt es eben unterschiedliche Positionen. Hier jetzt mal zurückkommen auf meine Frage zuvor, das sind schulischen Aspekt der Ziele im Sportunterricht im Rahmen des Philosophieins angeht. Gibt es da erste Untersuchung inwieweit diese Ziele dann tatsächlich im Sportunterricht auch erreicht werden? Ja, es gibt ja zu einem Untersuchung. Ja, wenn man wirklich guckt, worauf Philosophieren hinauslaufen soll im Sportunterricht, dann sind das Begriffe wie Mündigkeit, Selbstbestimmung, Kritikfähigkeit, Immensipation. Und ja, all diese Ziele sind eben nicht ohne Weitres in irgendwelche Kompetenzen zu überform oder zur Operationalisieren. Und daher gibt es wenig Untersuchungen, die das wirklich erfassen können, glaube ich. Also wenig empirische Untersuchungen. Es gibt natürlich Untersuchungen zum Wertbewusstsein, eine Bockrad-Bahlke oder so was. Abitur-Themen, wie weit die Philosophische Natur sind, da hat kurz und schuldsamer, da ist untersucht und da zeigt sich in letzten Endes, dass diese Themen unterrepresentiert sind in den Prüfungen, in den Prüfungsfächern oder Prüfungsaufgaben. Und ja, das ist eben ein Schumalleinererkennnis, das eben sowohl der Sportunterricht als auch die Fachdidaktik denke ich zu wenig auf die Fippenphilosophie und die Sportphilosophie guckt. Worauf müsste ich mich den gefasst machen? Was sind denn Widerstände, den dem zusammenhangend immer wiederkommen, was in Argumente, auf die man sich da einstellen muss? Ja, ich glaube nicht mal, dass Widerstände von der Schulleitung kommen, die Widerstände kommen eher von den Kolleginnen, von den Fachkolleginnen und von den Schülerinnen. Die Fachkollegen werden natürlich sagen, wenn die Hörnphilosophieren im Sportunterricht, auch das noch, also wir kriegen ständig neue Aufgaben, neue Ideen werden dadurch Land getragen. Und jetzt auch noch Philosophieren. Das ist natürlich zum einen, eben weil diese Vorurteile gegen das Philosophier gegenüber dem Philosophieren bestellen, beziehungsweise eben diese Vorstellung von etwas schwerem Welt fremden oder so besteht. Das andere ist natürlich auch, dass man sich dafür nicht ausgebildet fühlt als Sportlehrkraft. Und man gewinnt sein Sport oder sein Verständnis als Sportlehrkraft, ganz häufig eher über die Sportseite als über die pädagogische Seite. Ja, dann steht natürlich von der Sportseite immer so die Frage nach der Bewegungszeit im Vordergrund. Und es ist richtig, ein Gespräch, eine Kostenbewegungszeit. An der Seite ist es mittlerweile also nach meinen Beobachtungen, Beobachtungen, auch so, dass da in den letzten 15 Jahren doch eine große Akzeptanz auch von Gesprächen, dass die irgendwo zum Sportunterricht gehören, ja, besteht. Mir geht es eigentlich darum, dass man ja die Art der Gespräche, die Inhalte und eben auch die Gesprächsführung ein bisschen Philosophischer ausrichtet und eben in diesen pädagogischen Selbstverständnis, das Sportlehrkräfte haben sollten. Keinst du uns da gerne mal ein Beispiel nennen, was bedeutet für dich dann ein bisschen Philosophischer oder etwas Philosophischer? Ja, es ist halt wirklich, wenn man nochmal auf Elkard Martens und sein methodisches Konzept zurückgreift, dann sind es eigentlich fünf Schritte, die zu beachten sind, so in einem Philosophieren als Kulturtechnik. Das erste wäre so eine Phänomenologischer Zugang. Wie hast du diese Situation jetzt wahrgenommen? Was ist da passiert? Die zweite wäre, wäre eine Spekulative Methode, die dann reinkommt, was wäre wenn? Beispielsweise mit dem Fährnis- Aspekt, den wir eben hatten, braucht man in 100 Jahren noch Fährnis im Sport oder es hat sich das dann überholt. Die dritte wäre dann so ein hermeneutisches Verständnis, was es überhaupt fern ist. In fürterschritt wäre dann tatsächlich eine Analyse, gibt es sowas wie ein faires Faul oder ist regelkonformität und fernes das Gleiche. Und das letzte wäre dann der nächste Schritt, wenn es so ein dialektischer Schritt gibt, gibt es dann gegen Positionen, auch noch zu dem, was ich gerade denke, um das dann letzten Endes abzuwegen und zu beurteilen. Und das hört sich jetzt kompliziert an mit unterschiedlichen Schritten oder so, aber ich glaube, dass das in ganz vielen Situationen relativ schnell möglich ist. Nicht in so native, wie es vielleicht im Philosophieunterricht gefordert ist, aber im Sportunterricht, eben unter den spezifischen Bedingungen, wäre das dann auch durchaus umsetzbar. Welche Impuls werden überhaupt von Fachdetaktiken bereitgestellt, dass man im Sportunterricht dann philosophieren kann? Ja, die Philosophie-Detaktik hat ja, sage ich mal, solche methodischen Ansatzpunkte, die es gibt in den Veröffentlichungen, den Einschlägegen-Fachzeitschriften immer wieder inhaltliche und thematische Fortschriften. Und die technische Verbindung zum Sport, da gibt es also schon ein Fundus, das bezieht sich dann meistens eben auf die Riechstunden. Die sind in auf dem Sportplatz auch schwer, umzusetzen, wenn dann die Blätter darum fliegen oder mit Texten gearbeitet werden soll, ist das halt schwierig. Die Sport-Detaktik hat sich überraschend wenig damit auseinandergesetzt. Es gibt manche Versuche, das zu also Philosophieren, zu übertragen, die schießen dann manchmal über das Ziel hinaus, wenn dann solche in Großformen wieder so kratisch ügespräch im Sportunterricht durchgeführt werden soll, das halt ich für kaum möglich. Wir wollen ja keine Stunden auf den Sportplatz reden, verbringen, sondern wir wollen eben, ja, Impulse setzen, um weiter zu denken, über das eigene Handeln, eben in Richtung, was sollte sein und was wäre allgemein wohl richtig in dieser Situation. Ja, dann deine Meinung nach, so was wie das so kratische Gespräch, dann in detaktischer Fehler, eben weil es dann zu aushufeint wäre oder was sind denn im Allgemein detaktische Fehler, auf die man wer achten sollte, die man vermeiden sollte. Ja, das ist, dass so allgemeine Fehler sind, ist immer schwer zu sagen, weil Unterricht ist ja immer ein Situation gebunden an gewisse Lerngruppen, an gewisse Situation. Also meine Empfehlung wäre eben an dem Erleben der Sitten, der Schüler anzusetzen, an den wirklich an den Situationen, die man ja auch so ein bisschen herbeiführen kann. Beispielsweise, dass man Spiele mal ohne Schiedsrichter laufen lässt und dann guckt wo Konflikte auf und wo. Das ist das eine, also so ein Erfahrungsbezug, die sollte hergestellt werden und, ja, probale Problemorientierung. Dass den Schülern sozusagen bekannt, ja, ersichtlich wird, dass da ein Problem vorliegt, dass sie selbst haben oder haben könnten zumindest, wenn und, ja, und dieses Problem wird dann halt bearbeitet. Das mit dem Spiel ohne Schiedsrichter fand ich jetzt tatsächlich spannend, weil ich mir ja die ganze Zeit schon die Frage stellt, ob okay, jetzt so ein Kreis machen, du kommst, da sind Sportunterrichter, hast richtig Lust, dass sie Stunde losgeht und heißt okay, wir setzen uns erst so. Okay, wir setzen uns erst mal hin, kennen wir ja und vielleicht bespricht man dann auch mal, ey, wir machen jetzt heute, irgendwie unterrichtst, Stunde, da müssen wir das Thema vielleicht zum Beispiel Fernes oder Körperkontakt ansprechen, bevor das ausatet. Und dann habe ich mich gleichzeitig auch gefragt, okay, gibt es denn nicht eine Option, das ja spielerisch umzusetzen. Und das wäre ja dann nach meinem Verständnis ohne Schiedsrichter zu schauen, okay, bekommen das die Schülerinnen und Schüler selbst hin, ist das dann quasi schon eine spielerische Form des Philosophierens im Sportunterricht? Oder noch nicht? Ja, wenn man über diese Situation dann reflektiert und ins Gespräch kommt, meine ich. Also diese Impulse, die der Sportunterricht bereitstellt, diese Erlebnisse, da kochen ja auch manchmal die Emotionen hoch. Und da sozusagen, das, was an Emotionen und Betroffenheit da ist zu nutzen. eben um daran anzuknüpfen oder an daran anknüpfen, dem Gespräche zu führen, die versuchen wir herauszuarbeiten. Was ist denn das typische? Was ist das allgemeine? An dieser Situation, welche Probleme zeigen sich da und wie könnten die gelöst werden? Also es würde dann demfall bedeuten, man müsste sich danach nochmal zusammensetzen und würde danach nochmal zusammenkommen. Und dann einfach nochmal ja individuell besprechen, wie hat es sich für die einzelne Person angefühlt, was war ein Problem, was hat gut geklappt? Oder wie müsste dann so ein anschließendes Gespräch daran, wie lang müsste das sein und wie müsste das dann aussehen? Es geht sich erletzen, endes nicht um die einzelne Person und ja, ja, leben, sondern um das typische dieser Situation. Also es ist jetzt nicht so ein psychologisierendes, wie hat sich angefühlt für dich? Sondern man würde halt wirklich natürlich, wie war schon Fragen? Wie war jetzt die Situation und diese Impulse dann versuchen aufzugreifen? Meistens sind ja irgendwelche Konflikte und wenn Konflikte da sind, dann stehen im Hintergrund ja meistens irgendwelche Werte, die anders gesetzt werden und das zu verdeutlichen, das wäre eben, warum ärgerst du dich jetzt, welche Erwartungen sind eventuell enttäuscht worden? Und wie wäre in so einer Situation angemessen zu handeln? Das wäre zu besprechen und dann müsste man eben schauen, wenn man wirklich dann in diesem Philosophieprozess einsteigen würde, über dieses fenomenologische, wo warst du? Und man muss das ja nicht jeden Schritt durchführen, aber dann eben zu klären, so was für ein Verständnis, hast du denn von Fernes? Gibt es ein andere Fernesverständnisse oder derjenige, der Erdermittschüler ein anderes Fernesverständnis? Und dann so gucken ja, wer ist denn das angemessen? Hängt, also zeitliche Umfang lässt sich da schwer festmachen. Und das ist auch die Frage, ob all diese Schritte in einer Gesprächsphase durchzuführen sind oder ob man die später sagen kann. So, wir haben jetzt gut, wir haben jetzt erst mal das erste, die ersten zwei gemacht und jetzt spielen wir wieder und dann knüpfen wir wieder daran an, wo wir aufgehört haben, also länger als 10 Minuten, ne, um mal. Nö, um mal, ne, irgend Tipp zu sagen, sind Gespräche im Sportunterricht immer schwer, sag ich mal. Und wie würde das dann, ich sage jetzt mal, gibt es ja nicht, aber im Idealfall laufen, wenn wir sagen, okay, man sollte sich in der Situation so oder so fallen, denn stellt sich ja zwangsläufig die Frage, okay, wer ist, also wer sagt, dass das das Idealfall in wer, dass man dann irgendwie auf die dahinterliegenden Werte kommt oder wohin führt, dann deine Erfahrung auch solche Gespräche dann Sportunterricht? Ja, wenn du eben auf die Fehler hingewiesen hattest, wie man vermeiden sollte, dann wär es natürlich mit so einem herumene moralischen Zeigefinger da in die Situation zu gehen und zu sagen, so, da solltest du jetzt tun, ne, warum sollte man es vermeiden? Ja, von der, dann gibt es ja doch, ja, da gibt es Untersuchungen auch empirischer Art, dass eben diese, ja, Versuch der direkten Übertragung von Werten in Arregeln nicht funktioniert, sondern das dort eben eine kritische Urteilsfähigkeit, ja, angebahnt werden soll, die ja auch Entwicklungspsychologisch bedingt ist. Also außerdem verstrecken, kennen wir ja selber auch in einer, wenn man gesagt bekommt, was man tun soll, dann weckt das erstmal wieder ständig. Und der Philosophieunterricht hat letzten Endes zu, so wie das Philosophieren, etwas damit zu tun, dass die Schüler anfangen, selber zu denken. Und sich selber eben auch solchen Wertfragen zu stellen. Was ist mir denn jetzt wichtiger, ist mir der Sieg wichtiger oder das Spiel wichtiger? Also würde nach dem, nach dem Verständnis, wenn ich das richtig verstehe, geht es darum, dass Schüler nur noch nicht mehr so gut ist, dass die Schüler in der Situation eine Erfahrung in sich oder mit sich selber machen, dass es sich darüber Gedanken machen, das Hinterfragen da beginnt vielleicht oder weitergeführt wird. Und gar nichts zwangstwürftig da schon eine Lösung oder einen Wert rauskommt, den sie dann für sich, ja, sage ich mal mitnehmen oder verfolgen, sondern allein, dass sich hinterfragen in der Situation wäre dann quasi schon Ziel oder schon Erfolg. Das ist, meines Ersten schon, Erfolg, das ist aber nicht das, womit sich Philosophieren im Sportunterricht nach meiner Meinung zufrieden geben sollte, sondern dann eben nicht nur für sich zu klären, was ist denn. Jetzt, der Wert, den ich wähle oder den ich verfolge, sondern sich Gedanken machen eben im Hinblick auf die allgemein Gültigkeit. Kann ich wollen, dass diese, der Wert, den ich wähle, tatsächlich, ja, für alle, die in einer Lage sind, wie der meinen Gültig sein sollte oder diese Handlungsoption sollte, die so vollzogen werden. Also, dass wäre noch ein Schritt, wo ich sagen würde, da ist eben die gemeinsame Reflexion auch. Auch richtig. Wie gut funktioniert das denn, deine Erfahrung nach, ich habe so eine Erfahrung noch nicht gemacht, welche Erfahrung machen Schülerinnen und Schüler, dann in diesem Zusammenhang mit dem Philosophieren im Sportunterricht. Ja, sie machen den im Idealfall eben die Erfahrung, dass die, dass ihre Gedanken, die sie haben, ernst genommen werden. Dass sie durchaus in der Lage sind, ihr Handeln und auch ihre Einstellungen zu reflektieren. Das ist glaube ich eine Erfahrung und die Erfahrung, dass es andere Perspektiven gibt. Die man dann auf die Handlungen oder auch auf das Problem dann anlegen kann. Das sind glaube ich ganz wichtige Erfahrungen. Und die liegen eben an einer, auf einer anderen Ebene als Erfahrung, die man durch ein besonders weiten Sprung oder durch ein besonders schönes Tor macht. Weil sie über dieses reine subjektive Erleben im Sportkontext hinausgehen oder was macht das so? Ja, weil es nicht nur diese Empfindung ist, sondern den Anstoß bietet eben auch auf die Persönlichkeit, optimal fall zu wirken. Was hast du da erfahrungstechnisch, was der Haltung der Schülerinnen und Schüler angeht mit dem Thema, das ist mein das Eingang schon, dass das der Vierich ist im Sportunterricht erst mal okay. Wir wollen uns jetzt nicht darüber, die Kinder mit der Erwartung und die Schülerinnen und Schüler mit der Erwartung da rein. Jetzt beweg ich mich, jetzt reden wir hierbei erst mal. Verändert sich diese Haltung, werden die offener oder wie, wie, wie ändert sich das? Ich glaube, dass solche Gespräche tendenziell eine positive Wirkung auf das Unterrichtsklima haben. Weil man eben bereit ist, sich auszutauschen, auch über unterschiedliche Sichtweisen auszutauschen. Die Schüler mögen das natürlich nicht. Ich wollte früher auch lieber Fußball spielen als über Fußball oder irgendetwas anderes zu reden im Schulunterricht. Aber ich glaube, dass ich da in den letzten Jahrzehnten, was getan hat in der Praxis des Schulspurz, dass die Schülerinnen viel häufiger damit konfrontiert werden, dass im Sportunterricht geredet wird. Und, was ich schon gesagt hatte, hier kommt es eben darauf an, dass man eben nicht nur über Biomechanik und Technik und Taktik redet, sondern eben auch über andere Sachen, die dann eben meines Erachtens per Dagoge schwerfoller sind. Die Schülerinnen wollen natürlich Sport machen im Sportunterricht, verwechseln aber häufig eben, dass es das Sport und Sportunterricht unterschiedliche soziale Praktiken sind. Wenn Sport geht es eben um Spaß und um die Spernung und dem Sportunterricht ist das halt eine pedagogische Situation. Ab welchem Alter kann man denn überhaupt philosophie und wann ist es überhaupt umsetzbar? Die Philosophie, die Dagtik, geht mittlerweile davon aus, dass man selbst mit Kindern fährt. philosophieren kann, also schon mit Grundschulkindern. Da gibt es viele Anregungen auch. Und wenn ja die Daktik wird sozusagen von einer unterschiedlichen hierher schieße ich mal gesprochen, wobei auch schon mal Kindern das philosophieren, richtiges philosophieren ist. Aber es gibt eben andere Klassen, die bis zur Universität hochgehen, sage ich mal uns um wissenschaftlichen Philosophieren. Und die Schule ist eben auch ein Ort, wo philosophiert werden kann. Prinzipiell, ab der, also ich kenne mich nur aus, sage ich mal ab der Sek-1, ab der fünften Klasse, bis in die Oberstufe und diese Ansatzpunkte, die können wir, wann dritte Konflikt auf oder eine Situation auf, ja, wann dritte ein Problem auf das können, auch schon Kinder in einer fünften Klasse herausfinden, die haben diese Konflikte ja auch. Die Intensität der und die Abstractionsfähigkeit ist da ja noch nicht ganz so weit entwickelt, das heißt da ist es eben so, dass man vielleicht nicht alle Schritte so ein bisschen sei gemeingültige geht, wie es dann in der Oberstufe ist. Und in der Oberstufe könnte natürlich dann hinzutreten, auch so eine Fundierung durch Texte oder wissenschaftliche Literatur im Leistungskurs, beispielsweise oder auch in Theorie Stunden, die dann für das dritte Arbiturfach oder so vorgesehen sind. Welche Consequenzen für die Allgemeine der Philosophie hatten, das Philosophie in Sport oder ich selbst? Vom Sport in Richtung Philosophie gibt es natürlich zum einen die inhaltlichen Verbindungen, wo sich ganz viele allgemein philosophische Fragen eben in irgendeiner Form auch im Sport wiederfinden, seien es so ethische Fragen zur Fähren ist, seien es erkenntnis theoretische Fragen, die mit Wahrnehmung und Bewegung zusammen hängen oder auch antropologische Fragen, wie es mit der Leistung ist. Also da gibt es viele inhaltliche Verbindungen oder Möglichkeiten für die Philosophie sich auszutoben. So im didaktischen bietet die Sportphilosophie eventuell interessante Impulse für die Allgemeine Philosophie oder für den Philosophieunterricht. Es gibt in der Philosophie die Daktik seit zehn Jahren, in etwa, ne, stimmt nicht seit 15 Jahren, hat Christian Gefrad, ein teatrales Philosophieren ja populär gemacht, das heißt das ist ein Modell, wo eben auch über den Körper philosophische Ausdrucksformen in den Unterricht eingebunden werden. Und da glaube ich könnte, wenn man in diese Richtung, denn könnte sozusagen Sport, Sportunterricht auch noch einen Beitrag leisten, dass man, guckt wie kann man Körper bezogen, sag ich mal, Ausdrucksformen in einen philosophischen Prozess einbinden oder auch dieses Gimification, die sich umgang mit Spielen und so ein Wettkampfcharakter. Das könnte man auch in der Philosophie die daktisch sozusagen nutzen, glaube ich, das ist aber ein Forschungsfelder, die sind noch wenig bearbeitet. Könntest du das nochmal konkretisieren? Also was bedeutet das mit den Bewegungsformen? Wie muss man sich das genau vorstellen? Wie funktioniert das? Ja Gefrad nimmt tatsächlich einen philosophischen Text und lässt den sozusagen von den Schülern über Standbilder oder Theater ablegen, interpretieren über Körperposition und so. Und da sind im Hintergrund stehen eben so symbol theoretische Überlegungen, die auch irgendwo eine Erkenntnisprozess in Gang setzen oder begleiten. In den letzten Endes muss dann auch wieder über diese Darstellung und Ausdrucksformen muss dann gesprochen werden, d.h. dieser begrücklich diskurisive Anteil ist auch mit dabei, aber dadurch werden eben, ja wird eine andere Schiene noch an Erkenntnis und Wahrnehmung mit in eine Subjektivität auch, die eben auch irgendwo legitim ist, berücksichtigt zu werden in einem philosophischen Prozess und dem pedagogischen Prozess, also angesprochen. Das war schon ein recht umfangreicher, ja, sage ich mal, ja, ein Roundup, was philosophie eine Spontode-Richt angeht, gibt es noch irgendetwas, was du jetzt vielleicht sagen würde, da haben wir jetzt gar nicht darüber gesprochen. Das ist so kurz gekommen, dass du möchtest vielleicht noch Lehrkräften mitgeben oder vielleicht noch mal ergänzen. Ja, den Lehrkräften würde ich eigentlich gerne die Vorbehalte nehmen und die Angst oder die Vorstellung "oh, philosophieren", "datt traue ich mir nicht zu" oder "datt tinder den Sportunterricht", das glaube ich nicht. Man muss dieses philosophieren eben nicht, ja, als dieses Weltferne nachdenken, interpretieren, sondern eben philosophieren, dass an den Problem oder sitten Problemen als problematisch erfahrenen Situation, ansetz die Schüler sozusagen erleben und von diesen Situationen gibt es eben im Sport ganz viele. Das liegt Schülern eigentlich näher als etwas, was gegen technische Veränderungen oder so angeht, von denen mal gehört hat, aber die einen jetzt zurzeit überhaupt nicht betreffen als 16, als zur 15, 16-jähriger Schüler. Dann sage ich an der Stelle vielen Dank. Michal Sehgez, das du heute bei uns warst im Sportsamen Podcast. Ich habe an sich jetzt keine Frage mehr, die letzte, die ich noch hätte wäre, das ist eigentlich deine Lieblingssporter, die du selber vielleicht machst oder schaust. Ja, im meinem Alter habe ich mich jetzt aus Bogen schießt und verlegt, da muss man nicht mehr so schnell sein und das ist halt etwas meditatives. Das wird man auch nicht häufig hoch schießen, da wird aber auch noch vieles philosophiert, deine Wandschitz, sagst du? Nein, das hoffst uns beim Bierchen. Super, dann sage ich vielen Dank, dass du den Weg zu uns heute gefunden hast. Ich bedanke mich natürlich auch noch bei euch, dass ihr bis jetzt dran geblieben seid bei uns beim Sportsamen Podcast. Wenn ihr euch gefällt und euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch gerne eine positive Bewertung, da eine positive Bewertung da. Vielen Dank, bis zum nächsten Mal. Ciao ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Philosophieren im Sportunterricht wird als Kulturtechnik verstanden, die Reflexion und kritisches Denken fördert.
  2. Es dient der Persönlichkeitsentwicklung und Erschließung der Sportkultur durch Methoden wie phänomenologische Beschreibung und hermeneutisches Verstehen.
  3. Widerstände kommen von Lehrkräften und Schülern aufgrund von Vorurteilen und der Priorisierung von Bewegungszeit.
  4. Praktische Umsetzung erfolgt über erlebnisbasierte Situationen (z.B. Spiele ohne Schiedsrichter), die zu werteorientierten Gesprächen anregen.
  5. Ziel ist nicht direkte Wertevermittlung, sondern die Entwicklung von Urteilsfähigkeit und die Frage nach allgemeingültigen Handlungsprinzipien.

Summary:

Im Podcast „Sportsachen“ diskutiert Moderator Stefan Bodema mit Prof. Dr. Michael Segelz die Integration philosophischer Reflexion in den Sportunterricht.

Segelz betont, dass Philosophieren als Kulturtechnik die pädagogischen Ziele des „erziehenden Sportunterrichts“ unterstützt, insbesondere Persönlichkeitsförderung und Erschließung der Sportkultur. Seit der Lehrplanreform 1999 in NRW ist Reflexion fest verankert. Methodisch nutzt man erlebnisorientierte Situationen, wie Spiele ohne Schiedsrichter, um über Werte wie Fairness oder das Verhältnis von Körper und Geist ins Gespräch zu kommen.

Widerstände entstehen oft durch Vorurteile gegenüber der Philosophie als schwerfällig sowie durch die Sorge um verlorene Bewegungszeit. Empirische Studien zur Wirksamkeit sind rar, doch zeigt sich, dass philosophische Themen in Prüfungen unterrepräsentiert sind. Ziel ist nicht moralische Belehrung, sondern die Entwicklung kritischer Urteilsfähigkeit, bei der Schüler eigene Werthaltungen hinterfragen und auf Allgemeingültigkeit prüfen.

Segelz plädiert für eine stärkere Verzahnung von Sportdidaktik und Philosophie, um Impulse für nachhaltiges Denken über das eigene Handeln zu setzen.

FAQs

Philosophie und Sportunterricht ergänzen sich, da Sportunterricht als erziehender Unterricht Reflexion und damit auch philosophische Reflexion einschließt. Diese Kombination fördert pädagogische Ziele wie Mündigkeit und Kritikfähigkeit.

Seit der Überarbeitung der Richtlinien und Lehrpläne 1999 in Nordrhein-Westfalen, die den erziehenden Sportunterricht als pädagogisches Konzept etabliert haben. Seitdem ist Reflexion über Sport und eigenes Sporttreiben integraler Bestandteil.

Es zielt auf Persönlichkeitsförderung und Erschließung der Bewegungskultur ab. Philosophieren als Kulturtechnik hilft, Selbstbestimmung, Empathie und kritisches Urteilsvermögen zu entwickeln.

Durch methodische Schritte wie phänomenologische Beschreibung, spekulative Fragen (z.B. 'Was wäre wenn?'), hermeneutisches Verständnis, Analyse und dialektische Abwägung. Beispielsweise durch Spiele ohne Schiedsrichter, um Fairness zu reflektieren.

Klassische Themen sind Fairness, das Verhältnis von Körper und Geist, oder Regelkonformität. Sie können aus konkreten Situationen im Unterricht entstehen oder gezielt eingebracht werden, etwa durch Wahrnehmungsübungen.

Widerstände kommen oft von Kollegen oder Schülern, die Philosophie als schwer oder weltfremd wahrnehmen. Auch fehlende Ausbildung oder die Sorge um reduzierte Bewegungszeit sind häufige Argumente.

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