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Feministische Geographien des Wohnens (mit Linda Pasch, M.A.)

37m 28s

Feministische Geographien des Wohnens (mit Linda Pasch, M.A.)

Der Podcast diskutiert feministische Geografien des Wohnens und analysiert, wie Wohnraum patriarchale Strukturen verstärkt. Beispielsweise reproduzieren traditionische Grundrisse mit kleinen, abgetrennten Küchen eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, indem sie Care-Arbeit unsichtbar machen. Der Ansatz betrachtet Wohnen nicht nur als strukturelles Thema (wie Gentrifizierung), sondern als Ort alltäglicher Lebenspraktiken. Ein zentraler Widerspruch wird aufgezeigt: Wohnen ist ein Grundbedürfnis, aber auch eine Ware, was zu steigenden Mieten und Verdrängung führt. Die Forschung von Linda Pasch zu Smart-Home-Technologien für ältere Menschen offenbart, dass das Ideal des selbstständigen Alterns zu Hause ("Aging in Place") oft unbezahlte Pflegearbeit – überwiegend von Frauen – verdeckt. Die Diskussion betont die Notwendigkeit, Ungerechtigkeiten wissenschaftlich zu untersuchen, zu skandalisieren und sich für bezahlbaren Wohnraum als Gemeingut einzusetzen, anstatt individuelle Schuldzuweisungen vorzunehmen.

Transcription

5258 Words, 33667 Characters

German
[Musik] Herzlich willkommen zum Femme Geoportcast, ein Podcast über feministische Geografien. Mein Name ist Malo Gores, und mir ging übersetzt Elisa Wettmielitz. Hallo Malo, schön dich zu sehen. Hi, ich freue mich, dass wir jetzt hier gemeinsam sitzen und unser Gespräch aufnehmen können. Bei dir selbst in dieser Vorlesung feministische Geografien, die man im 3. Semester im Bachelor Geografie hier in Innsbruck belegt, da hast du auch über Geografie des Wohnens gesprochen und hast unter anderem ein Wohnungsgrund gezeigt, wo eine Küche klein abgetrennt ist. Und das Wohnzimmer ist halt so, also der stattlichste Raum, quasi der Wohnung ist das Wohnzimmer und auch nach vorne in so einer wiktoreanischen Willa nach vorne ausgerichtet. Da wir gönnen, ründest du ein bisschen diesen Grundres und patriarchale Strukturen, also dass die sich so gegenseitig reproduzieren. Weil man einerseits sagt, ja, dadurch, dass die Küche so kleines und abgegrenzt, passt da eigentlich nur eine Person rein und meistens ist es dann eben die Frau und der Mann arbeitet und der Mann muss dann sozusagen bekocht werden in einer Heterobenzierung. Genau, das andere ist auch das quasi wie das Zimmer, wo die Gäste empfangen werden, wo dann das Essen serviert wird. Das ist halt so, das größte Raum, so ungefähr im ganzen Grundres und ist so sehr repräsentativ und stattlich. Und die Arbeit, die aber dazu notwendig ist, dass da zum Beispiel ein Essen auf dem Tisch steht, die findet halt ja auch tatsächlich quagrundres im Verborgenen statt, weil die Küche und halt auch zu sagen, wenn man weniger, also es ist auch ein bisschen unangenehmer, weil es halt so wenig Platz gibt, zum Beispiel auch in der Küche. Da können gar nicht so viele Leute dann zum Beispiel gemeinsam arbeiten und das Essen meine wegenzubereiten. Und es findet halt so immer so hinten, so nach hinten ausgerichtet und unsichtbar statt, genau als ob das Essen miraculously auf dem Tisch im Gäste, also im Wohnzimmer quasi dann präsentiert wird, aber wie es zubereitet wird, wie das Geschirr abgewaschen wird und so weiter. Diese ganze Tätigkeit, die er notwendig ist, damit aber, ob Essen steht und Gäste bewirtschaftet werden können, die findet quasi im Unsichtbaran statt im Verborgenen, genau. Ja, das finde ich richtig gute Punkte und während deiner Vorlesung kam dann aber doch auch immer wiederstand. Ja, ich erinnere mich, genau. Das kam immer Handmeldungen, die das dann infrage gestellt haben, ob das das ermöglicht, was mit Geschlechtertrennung und Vergeschlechtlichung von Räumen zu tun hat. Aber ich kann mich gar nicht mehr erinnern, was genau die Kritik von den Studierenden war, weißt du das noch? Ja, da haben wir ja dann auch viel darüber eigentlich doch diskutiert und nicht auch im privaten. Und ein Argument ist, das gesagt wird, na ja, früher waren halt die Küchen so extra abgetrennt und klein konzipiert wegen der Gerüche. Dass die Küche nicht die ganze Wohnung voll räuchert. So, das war das ein Argument. Beim zweiten Argument geht es darum, dass die kleine Küche aber auch häufig als praktisch und effektiv benannt wird. Und da bezieht man sich häufig auch auf die Frankfurter Küche, die in den 20er-Jahren entwurfen worden ist von Margarete Schütte-Lihotski. Also sie war zum Beispiel auch einer der ersten österreichischen Studierten-Architekten. Und diese Frankfurter Küche ist nämlich darauf basiert, dass sie besonders effektiv und schnell für eine Person Handgriffe zum Kochen zur Verfügung stellt. Genau, aber das Problem ist ja bei diesem Argument, dass das nicht eine Überwindung der vergesslechtlichen Arbeitsteilung bedeutet, weil ja immer noch, die auch in diesen modernen Wohnküchen, weißt du, wo du jetzt in modernen Wohnungen eine Einbauküche hast und dann hast du den Wohnraum direkt angrenzend. Ja, nicht bedeutet, dass dann plötzlich andere Personen, die arbeiten im Haushalt, wie kochen und sauber machen, anfallen übernehmen würden, sondern dass das ja immer noch, die unbezahlte Sorgearbeit und auch unsichtbarweise im Zuhause stattfindet, der Frau meistens bedeutet. Und von daher finde ich dieses Argument, also ich kann schon verstehen, wo das herkommt, aber es ist halt nicht zu Ende gedacht, sage ich mal, oder das? Ja, umso mehr interessiert mich dann, wie kann man denn gerechten Wohnraum gestalten? Also, dass eben da keine Ungerechtigkeiten entstehen und dass es eben nicht die geschlechter Rollen reproduziert werden? Ja, ich würde vorschlagen, weil ich auch keine Experte mit für feministische Geografien des Wohnens, dass wir da Linda Pasch kontaktieren, Linda ist wissenschaftliche Mitarbeiter in geografischen Zitut der Universität Bonn und forscht in diesem Themenfeld der feministischen Geografien des Wohnens und das absolute Expertenpersonen. Rufen wir Linda einfach an. Hallo Linda, schön dich zu sehen, willkommen in unserem Podcast. Hallo, ihr beiden, ich freue mich auch sehr dazu sein und vielen Dank für die Einladung, schön euch zu sehen und zu hören. Hallo auch von mir, ich freue mich auch sehr. Wir fangen wir gleich an. Was können wir uns dann unter feministischen Geografien des Wohnens vorstellen? Und wie würdest du auch diesen Ansatz jetzt von eher so klassischen Wohnengeografien oder Geografien des Wohnens unterscheiden? Also, ich finde, dass feministische Geografien des Wohnens oder die den Wohnen, die Praktiken des Wohnens untersuchen, schon an sich sehr feministische Forschung bewindet, weil neben der Wohnraum an sich häufig oder lange gar nicht befortschwurde und eben im Wohnraum viele Praktiken stattfinden oder sozusagen viele Praktiken stattfinden, die zum Erhalteslebensbeitragen, also zum Beispiel wird dort geputzt, wird dort gekocht, es werden Kinder erzogen, eventuell werden älterer und kranker Menschen gefliegt und dementsprechend ist der Wohnraum eben in Ort, wo total viel Stadtfüne dabei im langen Unbeachtetgebieten ist und sich dieses Ort oder diese Praktiken im Wohnen anzuschauen, halte ich für sich schon für eine sehr feministische Praxis, weil es eben oft nicht getan wurde oder gerade der private Ort, der auch abgewertet wurde oder als nicht relevant markiert wurde, im Vergleich zum öffentlichen Ort, wo zum Beispiel Arbeit nachgegangen wird, wo für Leute Geld bekommen oder so genannte Produktverarbeit. Genau das vielleicht erst bei so feministischen Geografien des Wohnens, also warum das eine feministische Forschung ist und zu vielleicht klassischeren Ansätzen, des Femin- oder Geografien des Wohnens würde ich sagen, das gibt auch so eine genannte Wohnraumforschung, die sich viel vielleicht auch mit Gentifizierung auseinandersetzt oder finanzialisierung des Wohnens, also irgendwie fernwohnen, zu einer wahre geworden ist und damit eben auch internationale Finanzspekulationen unterliegt und so weiter und so fort. Und die schaut sich eher sozusagen diese strukturellen Dimensionen an, in denen Wohnen vielleicht kapitalistischen Finanzströmen unterliegt und so weiter und so fort. Das hängt natürlich auch mit den Praktiken des Wohnens zusammen, das heißt wer kann sich wie welche Wohnung leisten, wie viel Zeit kann man vielleicht auch zuhause verbringen, also die Sachen hängen miteinander zusammen, aber eben würde sagen, ein spezifischer, feministischer Fokus ist es eben, sich den Wohnraum als Ort des Lebens anzuschauen. Gerade hast du ja schon so erwähnt, dass es eben diese zweiterlige Situation des Wohnenortes gibt, dass es einmal als Grundbedürfnis so gilt, aber dann eben auch Wohnungen als Wertantlage. Und ich selbst habe jetzt auch diesen Sommer gerade eine Mieterhöhung erlebt, die mich als Studentin schon sehr betrifft. Das hat mich ziemlich wütend gemacht, weil ich eben dieses Spannungsfeld, weil ich da jetzt selber auch davon betroffen bin, weil ich wusste, dass wenn ich jetzt diese Miete zahl und es akzeptier, dann bin ich ja auch Teil dieses Systems. Und ich wollte mich da eigentlich gerne dagegen stellen, aber dann hätte ich halt keine Wohnung gehabt. Und jetzt frage ich mich halt so, wie kann man damit bestenfalls auch wissenschaftlich irgendwie umgehen? Ja, also ich glaube, dass eine ist natürlich, erst mal auch, ich finde, eine Wut auch im eigenen wissenschaftlichen Arbeiten, auch produktiv zu machen, total gut. Und diese Ungerechtigkeit, das ist für mich ja auch Form von der kritischen Sozialforschung, den eben nachzugehen und zu schauen, warum ist das so? Warum wird Wohnen immer teurer, was für strukturelle Bedingungen stecken dahinter, warum ist Wohnen eigentlich zu einer Ware geworden? Warum, was hat dazu geführt, was verstärkt diesen Prozess und dann das zum einen zu verstehen? Also, wie Wohnen immer mehr auch Finanzspekulationen unterliegt und so weiter, oder dass so viele Wohnungen vielleicht auch großen Wohnunternehmen gehört, den Reinesinteresses ist möglichst viel Gewinn mit Wohnungen zu erzielen und eben nicht leute, wenn ein gutes Zuhause oder ein gewohnliches Zuhause zu ermöglichen oder dafür zu sorgen, dass es dieses Zuhause gibt. Und das, nachzuforschen und zu schauen, warum ist das so gekommen? Warum fallen so viele Wohnungen zum Beispiel im Deutschland? Ich weiß nicht, wie das in Österreich ist. Aus der Sozialbindung, warum steuert die Politik dann nicht nach? Hilft es eigentlich tatsächlich mehr Wohnungen zu bauen oder braucht es andere Mittel, um günstigen Wohnraum zu erhalten? Wie sieht es eigentlich zu Spiel mit dieser Forderung der Kampagne "Deutsche Wohnung" und "O enteignen" aus? Also große Wohnkonzerne zu enteignen und Wohnraum wieder städtisches Algemein gut werden zu lassen. Und so weiter und so fort und da, da glaube ich, kann man zum einen eine Wissenschaftlich, also wenn man da überschreibende Öffentlichkeit erzeugen, das wäre das vielleicht auch wissenschaftlich produktiv zu machen. Und eben, sich genau anzuschauen, was fühlt eigentlich dazu, dass es immer teurer wird? Und wie kann ich mich vielleicht auch mit Leuten darin verbünden, denen es auch so geht, um das weiter zu skandalisieren? Ich war diesen Sommer auf Großsexkursion und da waren wir zehn Tage unterwegs und unter anderem auch in Berlin. Und haben uns da auch mit Gentrifizierung beschäftigt, das heißt ja auch kurz vorhin angesprochen. Da kam eben auch die Frage so ein bisschen auf, wie wir als Studierende, wenn wir neu in eine Stadt ziehen, nichts selbsteil des Problems werden können, wenn wir eben in unhin schon Gentrifizierte Viertel ziehen. Genau, also wie siehst du diese Rolle von uns Studierenden als unfreiwillige Mitaktör*innen? Ja, ich glaube, das ist ein generelles Problem unserer Gesellschaft, dass wir sozusagen Teil von etwas sind, wovon wir vielleicht gar nicht Teil sein wollen. Also auch, wenn ich bei Rewe einkaufen gehe, Rewe ist vielleicht total blöder Supermarkt, der Kleinbeuerinnen oder Wände überhaupt ausbeutet. Aber trotzdem ist das vielleicht der nächste Supermarkt in meiner Nähe und Bio ist zu teuer. Und sozusagen, dass es ja immer ein Problem von Gentrifizierung ist, ein strukturelles Problem. Das heißt, wohnen ist in unserer Gesellschaft eine Ware, also das heißt, Leute können das sehen, gehört die Wohnung. Dadurch Leute mieten diese Wohnung, dadurch erzielen Leute eben durch Geld oder im Welt. Und dadurch ist es eine Wertanlage geworden und natürlich oder da versuchen eben Leute möglichst viel Geld aus dieser Wertanlage. Und das ist ein Widerspruch, der nicht vereinbar ist, was wir gerade sehen, mit Wohnen als Grundbedürfnis, als Wohnen. Wenn man dann selbst irgendwo hinzieht und dort leichtlich gerade noch die Mieten leisten kann, andere aber nicht mehr, ich glaube, es ist wichtig nicht, eben dann sich gegeneinander auszuspielen und zu sagen, ich kann mir hier noch wohnen, aber du nicht mehr und oder sich dann darin schlecht zu fühlen, sondern ich glaube, es wäre eigentlich spannender zu fragen, wie können wir uns zusammen tun und eben skandalisieren, dass Wohnen eine Ware ist. Und dafür gemeinsam kämpfen, dass Wohnen wieder bezahlbar wird für alle. Wir interessieren uns natürlich auch besonders für deine eigene Forschung. Also kannst du uns noch ein bisschen mehr über deine eigene Forschung im Feld, der feministischen Geografien des Wohnens erzählen? Also was interessiert dich eigentlich, warum, wie bist du zu deinem Forschungsthema, zu deinem Forschungsgegenstand gekommen? Und fändes relevant ist auch, wo vorstu eigentlich? Ja, vielleicht erst mal zum Letzt bin an der Uni Bonn angestellt. Ich Forscher habe Forschung viel im Urgebiet betrieben, tatsächlich, dazu komme ich aber gleich genau, was wir gebracht haben. Und zwar arbeite ich in einem Projekt, wo wir uns mit Smart Home-Technologie für die alternde Gesellschaft beschäftigen. Das wirkt jetzt, glaube ich, erst mal so, oder man fragt sich, was hat das eigentlich mit feministischen Geografien des Wohns zu tun? Wenn man sich genauer das anschaut, dann eben total viel, weil wir uns angeschaut haben, was sind eigentlich ideale Orte des Alters, ob da beziehungsweise anders gesagt? Wenn man sich mit Altern und Wohn beschäftigt, stößt man sehr schnell auf Aging in Plays, das eben bedeutet, Altern zu Hause, möglichst lange selbstbestimmt, das ist sozusagen das Ideal, das ist das, was alle wollen. Und selbst bei Auftreten der Pflegebedürftigkeit, dann ist es kein Problem. Dann gibt es Smart Home-Technologien, die diese Pflegebedürftigkeit aufwangen. Also so ist dieses Ideal, oder so werden auch Smart Home-Technologien jetzt fällt, geführt. Und das haben wir uns eben genauer angeschaut. Und da geschaut, was wir versprechen, stecken eigentlich genau hinter diesem Smart Home-Technologien, nämlich in möglichst langen Verbleib am eigenen Zuhause zu sichern, was für Idealforstellungen von Zuhause stecken eigentlich auch da drin. Also das private Zuhause als Ort, wo ein autonomes Altern stattfindet, gerade im Vergleich zum Abhängen Altern im Pflegeheim. Also da stecken ganz, ganz viele gesellschaftliche Bilder und Aufladungen drin. Und dann eben auch, wenn man sich dann Kerarbeiterin anschaut, gibt es eben auch, also viele Leute sagen schon, wir haben ein riesen Problem, weil es einfach immer weniger Pflegekräfte auf immer mehr ältere Menschen gibt in Deutschland oder generell in vielen europäischen Ländern. Und das soll eben technologisch aufgefangen werden und dann zu schauen, okay, dieses Versprechen. Genau manche sagen, das ist ein Techno-Fix, also das halt reintechnologische Lösungen führen, soziales Problem, ja, wie manginiert werden oder vorgestellt werden. Und da eben genau rein zu gucken und auch in die Alltagspraktiken zu gucken und zu gucken, wo funktionieren eigentlich Technologien. Also wo, das ist schon total technisch, also Pflege ist eine total technisierte Tätigkeit, das macht gar keinen Sinn, Technik und Pflege ging dann auch auszuspielen. Aber wenn man eben nicht die Pflegekrise mitbenen, sondern nur sagt hier, die Technik wird das für uns regeln, dann haben wir ein Problem. Und das, das eben also alternde Wohnen, Technologien, Pflegearbeit, das alles miteinander zu betrachten, das ist das, was wir in diesem Projekt gemacht haben und wo wir uns eben auch ganz viel mit dem Wohnorten oder ideellen Wohnorten älterer Menschen beschäftigt haben. Und dabei eben das Zuhause an sich, aber wir haben auch Forschung gemacht, weil dann eben schnell rauskam, das sozusagen, das Pflegeheim ist der Ort, wo ein selbstbestimmtes Alter nicht mehr möglich ist, wo die Leute alt und gepräglich sind und wo sozusagen schon das Ende des Lebens naht und dann wir gedacht, ah, spannend, wir gehen mal genau in diese Orte. Und schauen, wie wird eben da Zuhause gemacht? Also wir, was für ein, wie leben die Leute dort? Ja, wie, wie finde dort Pflege statt uns so weiter und zu fort. Und das ist ja, das war total spannend, weil eben auch da natürlich in, also wir waren dann in Demenz wie geht es. Um Leute ja sind sogenanntes Homemaking betreiben, also zuhause machen betreiben, füreinander sorgen, füreinander aufeinander aufpassen und das ganz, ganz viel gebrochen hat mit gesellschaftlichen Vorstellungen von Krankheit, alternden Körpern und natürlich auch trotzdem Widersprüche da waren, weil die Pflegekrise sichtbar war, weil sichtbar war, dass es wenig Personal gibt, weil die total viel rumgelaufen sind, die Pflegekräfte teilweise schlecht entlohend waren, weil sie in so bestimmten so Arbeitskontr, also weil sie nicht als Pflegekräfte angestellt werden, sondern als Alltagsbegleiterin, also es werden auch so Lücken gesucht, um das Ganze eben finanzierbar zu halten. Und ja, diese Widersprüklichkeit in diesen Orten aufzudecken und dieses Homemaking, was total Gemeinschaftsbösch ist, und gleichzeitig die Pflegekrise sichtbar ist und dann auch dazu noch technologien sich anzuschauen, weil sie auch ein digitales Assistenzsystem benutzt haben in diesen Demenz wie geht es. Und es ist total spannend, also auch inwiefern, na ja, dazu kann ich gleich noch mal mehr sagen zu den Technologien. Eine kurze Rückfrage, du hast jetzt schon genau ganz viel von Smart Home-Technologien gesprochen, aber ich weiß gar nicht, ob sich alle darunter so viel vorstellen können, was hast du da ein paar Beispiele, hast du gerade schon Assistenzsysteme erwähnt, aber vielleicht noch dass wir uns vorstellen können, was genau unter diesen Begriff, was damit gemeint ist. Ja, also unter Smart Home, ich bezieh das jetzt einfach mal auf das, was wir erforscht haben, also Smart Home-Technologien für das Alter, für alterne Menschen. Das können zum Beispiel digitale Sprachassistenzsysteme sein, dann hat man so einen Tablet, das steht in der Wohnung, da kann man mit dem Sprechen und sagen, hier du, sag mir mal, was ich heute für Arztermine hab oder wie das Wetter heute wird oder ich spiel mit dir ein Spiel, dann kann man noch so zusatz Sachen sozusagen, also dazubuchen, das werden dann zum Beispiel Sturzerkennungs-Sensoren, die dann in der Wohnung aufgebaut sind und die mit diesem System verknüpft sind. Und wenn eine Person fällt, dann muss kein Knopf gedrückt werden, vor allem wenn die Person das gar nicht mehr kann, sondern es wird dann nach einer Zeit automatisierten Alarm, an dann die Personen herausgeschickt, die in diesem System hinterlegt sind oder eben einen Krankenwagen berufen. Und die Idee ist eben, dass es mehr ist, also es ist als nur eine Sicherheitstechnologie, sondern das eben auch, weil Thema Einsamkeit im Alter auch mit besprochen wird zum Beispiel, dass diese Technologien eben auch wie ich mehr verbinden mit deiner Familie, und eben, ja, dass du, weil ich nicht sagst, hier spielen mir jetzt mal das und das ab, dass du eben leichter, ja, in soziale Kontakte gehen kannst und trotzdem das ist so verknüpft. So eine klassische Smart Home Technologie für, für den Wohnkontext-Alter, aber das können auch automatisierte Rolladen sein oder das können, also die dann automatisch rauf untergeht und mit deinem Handy steuern kannst oder eben auch so eine Sensor, den du an diesem Decke machen kannst, der hat 36 verschiedene Sensoren, die dann erkennen, ob es brennt, die auch ein Sturzsensor drin haben, wo du dann über die App dich einschalten kannst in diesen Decken-Sensor und dann mit der Person sprechen kannst, die da in dem Wohnraum sitzt, genau. Oder, ja, das wären so Beispielungen. Was ist eine ganz zentrale Erkenntnis, deiner Forschung über die alle Bescheidwissen sollten? Womit ich mich gerade vielgeschäftig ist, eben, das was ich gerade angesprochen habe, die Ideale von Aging in Place, also das Ideal möglichst lange selbstständig zu Hause zu altern. Und eine Haupt oder eine große Erkenntnis darin ist, dass dieses Ideal von selbstständigen Altern zu Hause im besten Fall mit Hilfe von Technologien heufig, die Pflegearbeit unsichtbar macht. Die dieses Altern zu Hause ermöglicht. Und vor allem eben, und das ist leider, sind das viele oder häufig zum großen großen Teilen, sind das weibliche Angehörige, die die Pflegearbeit unbezahlt zu Hause verrichten. Und darüber wird kaum auch in feministischen Kreisen gesprochen. Und ich glaube, das ist ein großes, großes Problem, weil in unserer Gesellschaft nach wie vor Pflegearbeit total familiarisiert ist. Also sehr viel in der Familie stattfindet. Und Arbeit in der Familie stattfindet wird als Arbeit auf Liebe und so weiter dargestellt. Und in dem eben davon ausgegangen wird, Menschen, Altern zu Hause selbstständig oder autonom wird diese ganze Arbeit, die das Altern zu Hause erst ermöglicht unsichtbar gemacht und das, das müssen wir sichtbar machen. Wie sieht deine Forschung jetzt genau aus? Also wie Vorstu zu diesem Altern, genau im Zuhause, im Demenz-VG-Smutz-Wart-Home-Technologien, kannst du das noch ein bisschen näher erklären, deine Forschungspraktiken, deine Forschungsmethoden? Wir haben ethnografisch geforst in den Demenz-VG-Smutz-Wart-Home-Technologien, das heißt wir haben, wir sind da hingefahren, wir haben in den Demenz-VG jetzt zum Beispiel mehrere Tage verbracht. Also ich habe viel mit meiner Kollegin Marlene Hobs zusammengeforscht, deshalb sage ich ja oft wir, weil es sich das so anfühlt als etwa sehr viel zusammengeforscht, das auch total spannend und richtig ist Marlene. Also meine Kollegin hat sehr viel mit den Pflegekräften zusammengeforscht, ist dann mit den mitgelaufen, hat geschaut, wie hat sie dabei interviewt, hat sie bei ihrer Pfleger, alltäglichen Pflegerarbeit zugeschaut. Und ich habe in den Demenz-VG's mit den älteren Menschen gesprochen und habe mit denen zusammen den Tag verbracht, habe mich zusammen an den Ästisch gesetzt, wir haben zusammen Kartoffeln geschält, sind da einspiel. Und natürlich, deshalb bin ich jetzt auf diese Demenz-VG gekommen ist, das ist ein sehr sehr spannendes Forschungsfeld, weil es ein sehr intimer Raum ist, es ist auch Forschung mit Menschen, die Demenz sind, stellen sich sehr viele Forschungsethische Fragen. Und bei diesen Forschungsethischen Fragen ist es, also es gibt auch Leute sagen warum Forschungen Menschen, die vielleicht nicht mehr bei einem Informkonzent einwilligen können. Und gleichzeitig gibt es eben ganz viele oder gibt es auch Menschen mit Demenz, die sagen, ja, es ist total wichtig mit uns zu sprechen und wir können auch noch über unsere Lebenssituation berichten und erzählen. Auch wenn wir vielleicht offiziell nicht mehr als in Anführungszeichen zurechnungsfähigen. Und da eben sind viele sich mit so beschäftigen, auch mit Fragen von Visiten und Forschung mit Menschen, mit Demenz aus, also in Formkonzent, immer wieder auch zu fragen, ist es immer noch okay für dich, dieses Interview zu führen, vielleicht auch ein Interview abzubrechen. Auch mit Emotionalität, das sind sehr emotionale Interviews teilweise, weil ja auch dann es merkt, okay, diese Frage war, hat jetzt total viel ausgelöst, das manchmal einfach nicht so einschätzen zu können, dann vielleicht auch Sachen abzubrechen. Und ich glaube, das ist ein total wichtiges spannendes Feld, mehr reinzugehen auch und frage, wie kann eine gute Forschung mit oder etische Forschung mit Menschen, mit Demenz aussehen, die nicht über sie redet, sondern mit ihnen redet. Und dadurch auch die Lebenssituation von Menschen mit Demenz versucht, mehr zu erfassen. Was bereitet dir Freude bei deiner Forschung? Also, ich finde es total spannend, das habe ich auch schon tatsächlich in meiner Masterarbeit spannend gefunden, in erst mal Räume zu gehen, die vielleicht gar nicht so spektakulär wirken. Aber dann da praktiken oder praktiken des Wohnen oder des Kümmern, das mitten an der Sorgen zu finden, die in meiner Ansicht nach total emanzipatorisch sind. Und das ist zum Beispiel auch in diesem Demenz wie die ist, wo man erst mal denkt, das sind Orte, da jetzt wirklich hart gesprochen, also auch ein gesellschaftliches Dereotyp, da warten die Menschen noch auf den Tod. Und dann eigentlich zu sehen, dass da ganz viel Liebevoll aufeinander geachtet wird, dass die Leute für einander Frühstück machen, dass sie aufeinander warten, dass sie miteinander sich versuchen, sich zu unterstützen. Und natürlich gibt es auch streit und es gibt auch streit, weil es nicht alles perfekt ist. Aber trotzdem wird da ein ganz liebevolles tägliches Mitten an der Stadt. Und ich glaube, dass es das, was mich berührt und mir Freude bereitet und auch Hoffnung macht, dass wir in ganz vielen Orten ins alltäglichen Lebens, eigentlich ganz vielen haben, darauf wir aufbauen können, für eine schöne Mitten an der und eine schöne Gesellschaft. Und was findest du vielleicht eher schwierig bei deiner Forschung? Ich bleib jetzt auch noch mal bei diesen Demenz wie dies, weil ich darüber viel gesprochen hab. Schwierig oder auf jeden Fall überfordern, sind auf jeden Fall auch Orte, wo Krankheit so eine große Rolle auch spielt. Also Menschen mit Demenz eben auch teilweise sehr krank ist, dann sich nicht mehr bewegen können, den ganzen Tag noch im Bett liegen können, dann natürlich auch eine sehr starke Körperlichkeiten fordert. Und damit selbst überfordert gewesen zu sein, weil ich selbst merke, dass ich mich kaum in solchen Orten bewege, oder ich erinnere mich noch an eine Situation. Ich musste sich auch eine Person übergeben und ich dachte, ich helf jetzt, aber wann ich total überfordert, ich wusste, wo es sich jetzt hat schon anzieht, wo sind die putzache, weil die Pflegekraft bei Grad E in einem Morgenpflege und ich dachte, ich unterstütze das jetzt, also selbst total überschätzen. Das ist ein Fähigkeiten, die ich als Forschung mitpräge. Ja, und ich glaube, dass so Fragen von Überforderungen im Feld, wie damit umgehen, wie das auch sichtbar machen, die über die so wenig gesprochen wird, dass das durchaus herausforderungen. Wenn man so überwohnen nachdenkt, dann ist ja in unserer Gesellschaft, das schon größtenteils einfach noch immer von Stereotypen geprägt, von so einer bögarlichen Zissheterokleinfamilie. Und ich persönlich würde das gerne ändern und ich frag mich auch so, was ist deine Utopie für gerechteres Wohn und inklusiveres Wohnen? Wie könnte man wohnen gestalten, dass es eben nicht danach ausgerichtet ist, weil es geht ja viel mehr diversere Familien als nur diese klein-böberliche Heterofamilie. Ja, danke für diese ganze Utopie. Also, ich glaube, oder ich bezieh mich da mal auf Dolores Hayden, eine feministische Stadtforscherin, die gesagt hat, Städte sind in Stein gegossener Heterosexismus. Und ich glaube, da ist total viel dran, weil unsere Gebaut umwelt eben für die Zissheterokleinfamilie gebaut ist. Wenn man sich Wohnungschnitte anguckt, ist alles darauf ausgerichtet. Deshalb finde ich gerade auch ja ordnisch spannend, die eben darauf von ausbrechen. Also, ich glaube, wir müssen auch an den Grundrissen arbeiten, die eben ein gemeinschaftliches Zusammenleben oder ein Leben, was über die klein-familie hinausgeht, mitten. Da gibt es total spannende Projekte, zum Beispiel auch früher, gar fürs sogenannte Einküchenhäuser. Ich weiß gar nicht, ob noch ein sogar in Wien steht, wo eine Küche im Keller ist. Und die Wohnung haben alle keine Küche, es gibt noch eine Küche, eben um Reproduktionsarbeit zu verkollektivieren. Und das ist finde ich ein spannender Ansatz zu schauen, wie können wir Wohnform, Grundrisse schaffen, um eben Reproduktionsarbeit nicht in der Kleinfamilie zu lassen, sondern wie kann die da, was braucht es, damit sie kollektiver stattfinden kann? Neben natürlich auch veränderten Arbeitszeiten und so weiter und so fort. Wir kommen schon zum Ende von unserem Gespräch. Gibt es ein Text, ein Podcast, ein Film oder auch zum belettristisches Buch, was du Menschen empfehlen würdest, die jetzt noch ein bisschen tiefer an das Themenfelder feministischen Geografienes Wohnen einsteigen wollen? Und vielleicht auch nicht nur einen Fachartikel dazu lesen wollen, aber du kannst auch gerne einen Fachartikel nennen, sondern ein bisschen was niedrigschwelliger ist. Erst also auch ein Fachartikel zu nennen, eben Dolores Hayden, wie könnte eine nicht sexistische Stadt aussehen? Das ist finde ich ein sehr inspirierender Beitrag, wie viel medistische Geografienes Wohnraum an das Bänken, um darin praktiken an das Gestalten zu können. Der das spannend denkt. Und jetzt in meinem Feld, ich beschäftige mich ja viel mit Altern. Es gibt eine ganz, ganz wundervolle Arte Doku über Menschen, der bei einer älteren Frau wohnt und sie pflegt. Also weil da eben auch sehr liebevolle Praktiken des gemeinsamen Wohns und Lebens gezeigt werden. Ja, wir haben jetzt gar keine weiteren Fragen mehr vorbereitet, gibt es dann noch irgendwas, was du noch ergänzen möchtest, was dir noch wichtig ist zu sagen, was wir jetzt noch gar nicht thematisiert haben. Adif von Tarnfeld, mir erst mal nichts ein. Danke euch für diese ganz tollen Fragen, die Möglichkeit jetzt zu erzählen, das fällt mir gerade ein. Ja, danke auch dir. Danke dir, Linda. Mach's gut. Ja, ja auch. Tschüss. Mich hat das gerade sehr berührt, Linda zuzuhören und wie Linda von der Forschung in diesen Demenz-WG's erzählt hat. Das hat mich auch daran erinnert, meine eine meiner Großmütter ist auch, war auch an Demenz erkrankt, die schon vor einigen Jahren gestorben. Und immer wenn jemand davon erzählt, wie das ist mit demens erkrankten Menschen zusammen zu sein, auch älteren Menschen, weil das so eine sehr wulnerabene Phase ist, auch sehr enttiem, aber auch so sehr liebevoll. Und ich mich einfach auch immer sehr warm und lieb an meine Großmutterinnere, in dieser Zeit, wo ich sie auch sehr viel gesehen habe, berührt mich das tatsächlich. Und ich finde es umso große Artiger, dass es feministische Geograph*innen gibt, die darüber forschen und das zum Zentrum ihres Forschungsinteresses machen. Wie ging es dir denn? Ich fand dieses Interview auch sehr berührend und genauso spannend auch. Und auch mit diesem Thema der Demenz, also nicht selber, betrifft das Feminier sogar auch teilweise und auch weil ich da vor auch selber ein bisschen angst habe. Aber ich glaube, genau so ich solche Forschung und diese sichtbar machen, wird diese Angst mir auch ein bisschen genommen, weil ich diesen Ansatz sehr gut finde, dass es einfach dazu gehört. Und dass man einfach lieber damit umgehen sollte, anstatt das so zu ignorieren. Das passt ja auch zu dem anderen Punkt, den Linda angesprochen hat, also mit den Emotionen, das ist gerade von Angst gesprochen, mit Wut, die Wut in der eigenen wissenschaftlichen Arbeit produktiv zu machen. Und das finde ich es eben auch eine ganz zentrale Stärke oder zentrale Anliegen auch von feministisch-geografischer Forschung wirklich so diese Emotion, die man auch selber hat. Einfach die zum Anlass zu nehmen und Fragen zu entwickeln und uns zu forschen und da weiter reinzugehen, selbst wenn sie sich vielleicht ein bisschen unangenehm anfühlen. Das finde ich, hat genau auch diese Forschung oder auch deine Frage zu dieser Ungerechtigkeit im Wohnkontext sehr deutlich nochmal gezeigt. Und ein anderen Aspekt, den ich auch noch mal wichtig finde zu betonen, sind diese ganzen Forschungsehetischen Fragen, die sich ja in Linda's Arbeit herauskristallisieren. Also wie forsche ich überhaupt mit eben Menschengruppen, die gesellschaftlich marginalisiert, die als nicht so ganz zurichensfähig gelten gesellschaftlich. Und welche Fragen stellen sich dann, wenn ich in so einem intimen Raum bin als forschende Person. Und das sind Erkenntnisse, die total wichtig sind auch für andere Forschungskontexte in feministisch-geografischen Arbeiten. Wo sich und das eben auch feministisch-geografische Forschende sich ganz oft forschungsehetische Fragen stellen und diese Forschungsehetischen Fragen auch zentrien. Und darüber dann aber auch nochmal wirklich ein neues sehr wertvolles Wissen auch für Methoden, Metodologien entwickeln. Das fand ich nur total zentrale Erkenntnis auch dieses Gesprächs und was wir davon eigentlich lernen können. Ja, den Punkt verstehe ich sehr gut. Für mich war eine zentrale Message, die Linda eigentlich von Anfang an durchgehend, meine Sachen, das sehr gut darüber gebracht hat, ist diese Punkt der sichtbarmachung. Da meinte Linda von Anfang an, dass eigentlich ja Geografie des Wohnens an sich schon feministisch zu sehen ist, weil es eben ein Forschungsfeld ist, dass früher er ignoriert worden ist und jetzt eben darin geforscht wird und über die Grenzen so hinaus. Ja genau, also du meinst den Wohnraum, das der Wohnraum zum zentralen Gegenstand, der Forschung, das der ist und das ist dadurch ja an sich schon feministisch ist. Genau, ja und das fand ich richtig spannend. Ja, das eben diese Lebensrealitäten innerhalb des Wohnens sichtbar gemacht werden. Ah und ich fand auch diese Reportage super spannend, dass das auch Linda nochmal erwähnt hat. Die hat ich nämlich auch geschaut, die heißt Agnes und Amier. Wir gehen mit einer 101-Jährigen, die kam 2022 bei Arte raus und ich fand das so spannend in dem Moment, als ich die angeschaut war, weil da eben auch verschiedene Wohnraumrealitäten sichtbar gemacht werden. War voll spannend, die schaue ich mir auch direkt an. Ja, das war es für heute, Elizabeth. Dankeschön. Ja, danke dir, Malu, bis zum nächsten Mal. Ja, ich freue mich, bis dann. Ich mich auch. Das war der Femme Geoportcast, ein Podcast über feministische Geografien. Die Idee und das Konzept stammen von Elisabeth Militz und Malu Gores. Die Musik ist von Christine Pichler, das Logo und der Schnitt stammen von Malu Gores. Wir bedanken uns bei Linda Passch für die Zeit und die inhaltliche Expertise. Und unser Dank gilt auch Felix Bergmann und Andi Priego für die technische Unterstützung und der Universität Innsbruck für die finanzielle Unterstützung im Rahmen der Förderung für digitale Medienprojekte. Alle zitierten Materialien und Quellen sind in den Sendungsochizen verlinkt. In der Ei, in der Ei, in der Ei, in der Ei.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Feministische Geografien des Wohnens untersuchen, wie Wohnraum und Wohnpraktiken Geschlechterungleichheiten reproduzieren, z.B. durch räumliche Trennung von Küche und Wohnbereich.
  2. Wohnen ist ein Spannungsfeld zwischen Grundbedürfnis und Ware, was zu Finanzialisierung, Gentrifizierung und steigenden Mieten führt.
  3. Forschung zu Smart-Home-Technologien im Alter zeigt, dass das Ideal des "Aging in Place" oft unbezahlte Pflegearbeit (überwiegend von Frauen) unsichtbar macht.
  4. Kritische Forschung und kollektives Handeln sind nötig, um Wohnen als Gemeingut und gerechten Lebensraum zu gestalten.

Summary:

Der Podcast diskutiert feministische Geografien des Wohnens und analysiert, wie Wohnraum patriarchale Strukturen verstärkt. Beispielsweise reproduzieren traditionische Grundrisse mit kleinen, abgetrennten Küchen eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, indem sie Care-Arbeit unsichtbar machen. Der Ansatz betrachtet Wohnen nicht nur als strukturelles Thema (wie Gentrifizierung), sondern als Ort alltäglicher Lebenspraktiken.

Ein zentraler Widerspruch wird aufgezeigt: Wohnen ist ein Grundbedürfnis, aber auch eine Ware, was zu steigenden Mieten und Verdrängung führt. Die Forschung von Linda Pasch zu Smart-Home-Technologien für ältere Menschen offenbart, dass das Ideal des selbstständigen Alterns zu Hause ("Aging in Place") oft unbezahlte Pflegearbeit – überwiegend von Frauen – verdeckt. Die Diskussion betont die Notwendigkeit, Ungerechtigkeiten wissenschaftlich zu untersuchen, zu skandalisieren und sich für bezahlbaren Wohnraum als Gemeingut einzusetzen, anstatt individuelle Schuldzuweisungen vorzunehmen.

FAQs

Feministische Geografien des Wohnens untersuchen den Wohnraum als Ort alltäglicher Praktiken wie Kochen, Putzen und Pflege, die oft unsichtbar und abgewertet werden. Sie beleuchten, wie räumliche Strukturen Geschlechterungleichheiten reproduzieren, im Gegensatz zu klassischen Ansätzen, die sich eher auf strukturelle Aspekte wie Finanzialisierung konzentrieren.

Kleine, abgetrennte Küchen begrenzen den Platz auf eine Person, was traditionell Frauen zuweist, während repräsentative Wohnzimmer die unsichtbare Hausarbeit verdecken. Dies verstärkt geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, indem Care-Arbeit im Verborgenen bleibt und männliche Präsenz im Wohnbereich priorisiert wird.

Kritiker argumentieren, dass kleine Küchen Gerüche enthalten und effizient sind, wie bei der Frankfurter Küche. Dies überwindet jedoch nicht die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, da unbezahlte Sorgearbeit weiterhin meist von Frauen geleistet wird, selbst in modernen Wohnküchen.

Gerechter Wohnraum sollte Ungleichheiten vermeiden, indem Räume inklusiv gestaltet und Care-Arbeit sichtbar gemacht werden. Dazu gehört, patriarchale Strukturen zu hinterfragen und alternative Wohnformen zu fördern, die gemeinsame Verantwortung ermöglichen.

Studierende können unfreiwillig zur Gentrifizierung beitragen, indem sie in aufgewertete Viertel ziehen und Mieten erhöhen. Wichtig ist, sich nicht gegeneinander ausspielen zu lassen, sondern gemeinsam für bezahlbaren Wohnraum zu kämpfen und strukturelle Probleme zu skandalisieren.

Smart-Home-Technologien wie Sturzsensoren oder Sprachassistenten sollen selbstständiges Altern zu Hause ermöglichen, machen aber oft Pflegearbeit unsichtbar. Häufig leisten weibliche Angehörige unbezahlte Care-Arbeit, was in feministischen Debatten wenig Beachtung findet.

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