Fehlgeburt verarbeiten: Trauer verstehen, bewältigen und als Paar wieder Kraft finden! #289
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Nach einer Fehlgeburt oder einem traumatischen Verlust erleben Paare häufig starke emotionale Belastungen, die zu Distanz, Verletzungen und einem verlorenen „Wir-Gefühl“ führen können. Ein häufiges Problem ist, dass der Partner schnell wieder arbeitet, was die Frau alleingelassen und unverstanden fühlt. Um das zu vermeiden, ist es entscheidend, dass beide Partner ihre Basisgefühle – wie Trauer, Schmerz oder Enttäuschung – offen und authentisch teilen und gemeinsam Entscheidungen über Lebensaspekte wie Arzttermine, körperliche Nähe oder die Kinderbetreuung treffen. Dies schafft Stimmigkeit und verhindert, dass eine Person alleine bleibt. Ängste und unverarbeitete Gefühle, die tief verankert sind, können auch Jahre später Wirkung haben und zu übermäßiger Vorsicht oder Überbehütung bei der Familie führen. Es ist daher wichtig, diese Gefühle offen zu erkennen, zu akzeptieren und gemeinsam zu verarbeiten, um eine nachhaltige Trauerbewältigung zu ermöglichen. Eine stabile Beziehung vor dem Verlust reduziert das Risiko für späteren Konflikte. Der Ausnahmezustand nach dem Verlust darf sich über eine Zeit hinweg auf Dinge wie Wohnungsaufgabe oder Medienkonsum auswirken, solange beide Seiten sich gegenseitig unterstützen und Raum für die eigenen Gefühle geben. Schließlich ist es entscheidend, dass Paare gemeinsam reflektieren, wo ihre Ängste noch hängen und wie sie in Zukunft auf die Zukunft – einschließlich Kinderwunsch – zurückblicken können, ohne dass Trauer und Angst weiterhin die Grundlage sind.
Dann ist man ja auch erstmal in einer Parallelwelt unterwegs.
Also all das, was man immer als Tipps bekommt, finde ich, hat ja absolute Berechtigung.
Aber man muss ja sagen, man ist trotzdem so die ersten 48 Stunden in einer anderen Welt.
Und dann ist häufig die Herausforderung, wie geht das Leben denn jetzt weiter und wann?
Und da ist ein häufiges Problem, was häufig zu Verletzungen geführt hat,
ist dieses schnell wieder arbeiten gehen.
Dann fühlt sich in solchen Situationen die Frau eben alleingelassen und einsam und unverstanden vor allen Dingen.
Das ist eine sehr große Enttäuschung bei vielen Frauen.
Habe ich, wie gesagt, schon häufiger im Coaching erlebt, dass die Frauen gesagt haben,
das hat bei mir so einen Schmerz ausgelöst, ich fühlte mich in dem Moment wirklich alleine.
Ich war noch gar nicht so weit und ich fand das mir gegenüber respektlos,
dem verstorbenen Kind gegenüber irgendwie total komisch.
Und dieses, die Welt dreht sich weiter, als wenn nichts gewesen wäre.
Ich weiß nicht, ob das wirklich so ist, aber ich weiß, dass das wirklich so ist.
In der letzten Folge haben wir darüber gesprochen, wie wichtig es ist,
die akuten Emotionen nach einer Fehlgeburt nicht zu verdrängen,
sondern sie zuzulassen und erste Schritte zur gemeinsamen Bewältigung der Trauer zu gehen.
Da haben wir einige praktische Tipps reingegeben,
wie man so diesen Schockmoment überhaupt erstmal Halt findet
und dabei den Kontakt zueinander nicht verliert.
Und heute möchten wir. Noch tiefer auf einige Aspekte eingehen,
wo in unserer Erfahrung immer mal wieder Konflikte und emotionale Verletzungen,
Distanz zwischen Paaren entstehen und wie man das vermeiden kann
und eher gemeinsam im Wir-Gefühl durch diese schwierige Phase dann durchfindet.
Dabei geht es vor allen Dingen darum, diese Trauer nachhaltig zu verarbeiten
und dann gemeinsam neue Kraft zu schöpfen und nach vorne blicken zu können.
Aber nicht dadurch, dass man einfach nur,
abhakt und aus dem Gefühl raus will und einem das später dann doch wieder einholt,
sondern dass man dieses Gefühl auch wirklich verarbeitet.
Du bist im Podcast der Lebensidealisten gelandet, mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paar-Therapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Ja beim letzten Mal haben wir darüber gesprochen, dass man dem ganzen Raum geben sollte,
wie man über seine Gefühle so spricht, dass sie beim anderen auch wirklich ankommen.
Also über Basisgefühle sprechen, dass sie sich auch wirklich ankommen.
Also über Basisgefühle sprechen, dass man dem ganzen Raum geben sollte, wie man über seine Gefühle so spricht, dass sie beim anderen auch wirklich ankommen.
Also über Basisgefühle sprechen, statt über Schlussfolgerungen,
dass es vielleicht kleine Rituale sind, die einem durchaus auch mal helfen
und dass man eben gemeinsam über Bedürfnisse und Erwartungen so spricht,
dass man ein gemeinsames Bild davon hat, was einfach beiden hilft,
aus dieser Phase auch wieder rauszufinden.
Denn die Empfindungen können ja und dürfen auch ganz unterschiedlich sein.
Trotzdem kann das Ganze nur gemeinsam auch sozusagen als verarbeitet,
abgeschlossen werden und nicht, wenn es dem einen wieder etwas besser geht,
dass der sagt so, ich bin jetzt raus und der andere steht da mit seinem Gefühl noch da.
Wir haben das ja regelmäßig als, haben wir auch in der letzten Folge gesagt,
als Teil innerhalb von Beziehungskrisen, die wir verarbeiten,
dass das auch etwas ist, was dann auf der Zeitlinie vorkommen kann,
dass dort ein Trauerfall zu bewältigen ist.
Das ist so wie hier manchmal die Fehlgeburt.
Es sind natürlich auch andere Trauerfälle.
Wie Eltern verstorben zum Beispiel, wo auch ähnliche Dynamiken sind in Form der Beziehung,
dass zum Beispiel sich der eine nicht hat gut unterstützt gefühlt,
nicht gut gesehen gefühlt, sagt, da stand ich irgendwie alleine davor.
Das hat uns irgendwie mehr in Distanz als in Verbindung gebracht, dass das passiert ist.
Das liegt natürlich auch am Thema an sich.
Also wenn ich jetzt auf meine zum Glück eher wenigen Trauererfahrungen im Leben schaue,
ist das auch immer verbunden mit einem absoluten,
großartigen Zustand der Überwältigung, dass man damit,
jedenfalls bei mir, jetzt nicht so akut schnell damit gerechnet hat.
Also in einem Fall schon hat sich das durch eine lange Erkrankung abgezeichnet.
Das war auch, muss ich sagen, rückblickend eine andere Form von Trauern.
Nicht, dass es weniger schlimm war oder so, aber es ist anders gewesen.
Und einmal, als mein Vater ja gestorben ist, das war ja sehr plötzlich und nicht komplett unerwartet,
aber doch recht plötzlich und dann ist man ja auch,
erst mal in einer Parallelwelt unterwegs.
Das fühlt sich alles unwirklich an.
Oder länger, ne?
Ja genau, aber so dieses erst mal fassen können, was ist mir überhaupt passiert?
Und da ist natürlich jeder auch anders.
Und weil das so intensiv ist, ist es auch wirklich schwierig, sich da mit jemand anderen zu verbinden, weil man selber
so mit sich zu tun hat und mit seinem eigenen Gefühl, der das nicht fassen könnte.
Und da ist ja auch jedes Nervensystem anders aufgebaut, so von der Regulierung.
Manche Menschen gehen ja in einen starken Austausch mit anderen Menschen und brauchen das Gespräch und sagen,
ich muss darüber sprechen und das kann doch nicht sein.
Und ich habe doch noch gestern mit ihm gesprochen und er war doch noch so fit.
Und wollen sozusagen die Bestätigung ja auch haben, ja, du bist richtig, es war alles in Ordnung.
Oder dein Gefühl gestern war noch okay.
Das war wirklich valide.
Oder auch Menschen, die sagen so okay, ich muss jetzt hier mal die Tür zu machen.
Ich muss mal gerade selber klarkommen.
Ich kann doch jetzt nicht mit so vielen Menschen darüber sprechen.
Das fühlt sich ganz komisch an.
Und wenn es natürlich ein Trauerfall ist, der einen so als Paar gemeinsam betrifft in Form von Verlust eines Kindes,
das ist natürlich noch mal was ganz anderes.
Ja, da haben wir schon mehrere Aspekte eigentlich drin, die so gute Grundvoraussetzungen sind,
wenn man da über sich selber ganz gut Bescheid weiß, aber auch in der Paarbeziehung,
das Fundament stabil ist.
Das eine sind so die Metaprogramme oder auch dann das introvertiert oder extrovertiert regenerierend sein.
Also das wäre ja bei uns zum Beispiel unterschiedlich.
Ich bin introvertiert und extrovertiert regenerierend bedeutet, dass ich tendenziell für so etwas sehr wenig Menschen um mich haben wollen würde, bräuchte
und eher auch mal Zeit für mich, um zu regenerieren, während du ja eher in Gesellschaft regenerierst und deinen Akku auflädst.
Du würdest da eher dazu neigen, mit vielen Menschen zu sprechen.
Mit einigen, mit vielen, dass ich so mit der ganzen Nachbarschaft zusammenwohnen würde, das will ich jetzt nicht mehr, aber mit vertrauten, einigen Menschen.
Aber für mich im Verhältnis fühlt sich das viel an.
Ja, genau. Und das ist der Unterschied halt.
Und wiederum, wenn ich jetzt an unseren Trauerfall mit meinem Vater denke damals.
Also das Harte finde ich bei Trauerfällen ist ja auch, man muss ja auch gewisse Entscheidungen, wenn man in der Position ist, treffen.
Und die Verarbeitung durch Sprechen ist ja eine Sache, aber
man muss denn ja auch, wenn man in der Position ist, zum Beispiel jetzt, wenn es die Eltern sind und da es kein anderer Elternteil ist, sich kümmern kann,
zum Bestatter gehen oder Kleidung zu Hause raussuchen oder
ja, auf die Wohnung schauen, was auch immer.
Also es wird ja auch wirklich aktiv gebraucht, Schritte folgen zu lassen.
Und das weiß ich damals, das hat mich selber fordert, dieses Aktivwerden zu einem Zeitpunkt, wo ich emotional sich das noch gar nicht danach angefühlt hat.
Deswegen ist,
eben diese gemeinsame Herangehensweise, die Begleitung sehr gut, weil typischerweise immer einer etwas gefestigter ist als der andere in dem Moment.
Und kann dann etwas besser und rationaler noch handeln als der, der gerade voll in der Trauer drin ist, jetzt in so einem Fall.
Das wird aber bei Fehlgeburten ähnlich sein, dass einer immer zu jedem Zeitpunkt etwas rationaler ist, etwas mehr den klaren Blick gerade haben kann, je nachdem, wie sehr einem auch
gerade das, was bevorsteht, triggert und welche Vorerfahrung man auch hat.
Und das kann sein, dass das auch hin und her wechselt, dass mal das eine kann der andere gerade besser leiten sozusagen und mal das andere.
Und wenn man sich dadurch unterstützt und sagt, pass auf, ich weiß ja ungefähr, was du brauchst, was du willst.
Ich übernehme ein bisschen die Fragen, das Reden und so weiter.
Du guckst einfach ein bisschen mit zu, was, was da passiert.
Und wenn irgendwas für dich unstimmig ist oder so, dann hakst du kurz ein, dass wir es dann wechseln, aber du brauchst jetzt nicht das
ganze Gespräch vielleicht führen oder so was, dass man so ein bisschen schaut, wer kann da gerade die Aufgabe ein bisschen gefestigter übernehmen.
Und ich finde, diese Phase ist halt so sensibel, auch was Glaubenssätzen von anderen Menschen angeht.
Also was bei mir immer aufploppt, wo wir zusammen im Ruheforst waren, wir haben einen Baum für meinen Vater ausgesucht.
Das fand ich schon total unwirklich und unrealistisch, da jetzt in so einem Wald zu stehen, zwei Tage, drei Tage, nachdem er gestorben ist und da einen Baum auszusuchen und da hatte ich so den Glaubenssatz
von einer Person, dieses, weil ich Angst hatte, ich finde keinen passenden Baum.
Also weil ich einfach gar nicht in der Lage war und ich hatte auch so einen inneren Widerstand, irgendwas zu suchen und auszusuchen.
Und da war so der Glaubenssatz mit, das wirst du spüren, du wirst vor dem Baum stehen und das spüren, wenn das der richtige Baum ist.
Ja, was war Ende des Lieds?
Wir beide sind mit diesem Förster durch diesen Wald geirrt, in meinem Gefühl geirrt so ein bisschen, wir sind vor, zurück und hier können wir noch mal, da können wir noch mal gucken.
Und dann standen wir da und waren dann einmal durch und ich hab dazu gesagt so:
Da ist nichts bei, also so, ich hab keine Ahnung, ja, da vorne, ja, kann sein, weiß ich nicht.
Und ich dachte so, so einen Scheiß hab ich, ich hab gar kein Gefühl hier.
Ich stand nicht vor dem Baum und dann kam die große Wärme und ich wusste in dem Moment, den nehmen wir jetzt, das war nicht so einfach.
Und das finde ich war auch nochmal so eine Erfahrung, wo ich dachte so, ja, das hört sich immer schön an, aber es ist halt auch umso deprimierender, wenn es dann nicht eintritt, weil man halt in der Emotion auch so festhängt.
Jetzt musst du aber auch noch erzählen, wie du dann zum Baum gefunden hast.
Wie ich zum Baum gefunden habe?
Naja, wenn du schon sagst, du hast bei Keimen der Bäume, wo wir da durchgeirrt sind, ein gutes Gefühl bekommen, am Ende ist es ja einer der Bäume geworden, jetzt, wir wollen natürlich auch nochmal
weil vielleicht alle wissen, wie du denn nun zu dem Baum gefunden hast,
wenn du kein warmes Gefühl bekommen hast.
Guck mal, das ist zum Beispiel auch bei mir schon komplett gelöscht.
Also für uns war, es gab ja verschiedene Bäume, also Buche, glaube ich.
Unterschiedliche Preiskategorien, das kann man ganz klammer aussprechen auch.
Verschiedene Preiskategorien und so weiter.
Aber das war relativ schnell klar so von der Optik, dass das eine Eiche sein sollte.
Dann war recht schnell klar, dass das unstimmig ist,
zum Beispiel so ganz junge Bäume zu nehmen,
sondern zu sagen, Mensch, das ist ein älterer Mann,
irgendwie gefühlt, da muss auch ein alter, großer Baum das sein,
so vom Gefühl, so waren das nachher so die Sachen.
Und der Baum, der hatte irgendwie, ich glaube, das passte gut.
Jetzt ist das eine Teil abgeholzt worden, was dran war.
Aber da ging es darum, schon mal zu gucken,
dass da auch ein Platz für deinen Bruder irgendwann sein sollte.
Und dann hatten wir so ein Gefühl, irgendwie so, da ist dieser Hauptbaum,
das könnte dann dein Vater sein und dieser Nebenbaum, das steht irgendwie für deinen Bruder.
Ja, genau, stimmt.
Das war so die Kombination, wo wir dahin gefunden haben.
Aber auch das hat ja einfach auch gedauert.
Und das ist ja auch mal ein Prozess, dann zu sagen, okay, man geht da zusammen durch
und auch die Inspiration in dem Moment von dir da mitzunehmen und zu sagen,
okay, Ina, guck nochmal, du musst dich jetzt auch heute nicht hier entscheiden.
Also es war jetzt auch nicht so, dass der Förster gesagt hat,
ich brauche hier die Unterschrift.
Es ging um so eine Vorauswahl, dass man schon mal so weiß, welche Bäume könnten in Frage kommen.
Aber innerlich muss man auch sagen, wollte ich auch das Thema einfach abgehakt haben.
Ich habe auch gedacht, ich möchte jetzt diesen Baum,
ich möchte nicht morgen nochmal hier in diesem Wald stehen, das will ich nicht.
Und ich glaube, das ist der Punkt, weil ich glaube, es gibt immer eine Person,
jetzt bei dem Beispiel, ist klar, es ist mein Vater,
ich meine, es ist auch dein Schwiegervater, der gestorben ist.
Aber ich glaube, von der Gefühlsrange war ich schon sehr,
sehr ausgeprägt.
Jetzt machen wir nochmal einen ganz kleinen Exkurs,
weil wir jetzt eh in das Thema reingehen, gerade, dass der Vater gestorben ist
und so ein bisschen uns von Fehlgeburt entfernt haben.
Aber viele Mechanismen sind sehr ähnlich.
Auch eben das Elternversterben ist auch häufig was,
was Distanz eben zwischen Paaren macht.
Nur mal ganz kurz, das ist für jemanden halt belastend, das zu tun.
Jetzt dort Entscheidungen treffen zu müssen
und mit jeder Entscheidung nochmal irgendwie diese Endlichkeit sich bewusster zu machen.
Und jetzt geht es um Verantwortung und Aufgabe.
Das ist immer der Unterschied, finde ich, wie man das gut trennen kann.
In dem Fall hat dein Vater Verantwortung und Aufgabe überlassen.
Und das ist schade.
Und das finde ich, man kann das den Kindern zum Beispiel in so einem Fall
oder auch dem Partner, wenn man älter wird.
Man kann das alles so hinterlassen, dass möglichst wenig Verantwortung
und Aufgaben überbleiben, weil es ist zwar vielleicht für einen selber hart,
aber man sich seinen Baum selber aussucht, wenn man das so möchte.
Und man vielleicht selber zu einem Bestatter seiner Wahl geht und sagt,
welches Programm man dort wählen will.
Weil das ist ja ein echtes Programm inzwischen, was du da wählst.
Das ist makaber, ja.
Und das heißt, das kannst du alles selber entscheiden.
Und dann können sich die Kinder, die Hinterbliebenen,
voll auf die Trauerbewältigung fokussieren.
Haben da irgendwie einen Zettel liegen und wissen,
okay, oder haben das mitgeteilt bekommen, Bestatter XY,
der weiß über alles, was er will.
Alles Bescheid.
Du brauchst dich da nur melden.
Der führt die Sache mit dir durch.
Der hat alles, ich habe alles mit dem gewählt.
Das alles steht.
Hauptsache, so diese ganzen kleinen Entscheidungen,
die alle jetzt belastend sind und wo man überall denkt,
ich will das nicht entscheiden.
Warum muss ich mich damit beschäftigen?
Ich bin gerade so traurig.
Ich habe da gar keine Energie für.
Was weiß ich denn, was für einen Baum?
Was weiß ich denn, was für eine Urne?
Was weiß ich?
Also das ist so.
Welche Blumendekoration?
Ich habe das Gefühl gehabt, ein bisschen wie bei einer Hochzeit,
da blättern sie immer durch und suchen sie das aus.
Ich dachte so, wie bin ich denn hier jetzt gelandet?
Also das so am Rande, falls man da so in diesem Thema drinsteckt,
ist das immer schön, wenn man selbst oder die Eltern
dann diese Dinge entscheiden, wählen und dann wirklich weiß,
die Kinder können in Ruhe traurig sein.
Jetzt ist es ja bei der Fehlgeburt einfach auch nochmal
so eine besondere Situation, weil es ja eine von beiden
ja auch körperlich betrifft und das nimmt ja
natürlich noch mal ein ganz anderes Ausmaß an.
Wenn ich weiß, wir beide haben uns für ein Kind entschieden
und egal in welcher Schwangerschaftswoche das jetzt passiert,
wir haben uns auf jeden Fall, da war Freude am Anfang,
da war Verbindung am Anfang und dann endet das Projekt
sehr häufig ja auch abrupt und entstehen körperliche Konsequenzen
natürlich, aber auch neben den starken emotionalen Konsequenzen
in dem Moment.
Falls jetzt jemand gerade sich berufen fühlt zu kommentieren,
wie könnt ihr so was Projekt nennen, was mir gerade so hochkommt,
ich glaube, das liegt einfach daran, wenn man selber Unternehmer ist,
dann beschreibt man irgendwie auch privat fast alles, was man macht,
so als gemeinsames Projekt, das ist einfach irgendwie
so unser individuelles Wording.
Ja, da hilft dann glaube ich sehr gut nochmal, was wir in der letzten Folge
schon hatten, das Sprechen in Basisgefühlen wirklich,
dass in dem Fall die Frau versucht, über die Nennung der Basisgefühle
dem Partner, dem Mann transparent zu machen,
was einfach das für ein ein Gefühl ist und wie das Erleben ist.
Weil das kann man von außen natürlich nur teilweise sehen
und die die Gefühle, die so da sind oder das, was man so an Gefühlen
nach außen hin zeigt, das kann man nur interpretieren.
Das heißt da wirklich in Basisgefühle eins und zwei zu gehen.
Zwei wäre jetzt Traurigkeit, Ärger, Wut, Schamgefühl, Enttäuschung,
Schmerz, Leid und wenn man das dann noch empathischer machen möchte,
dann wirklich auf die Körperempfindung einzugehen.
So als würde man das jetzt dem Arzt beschreiben.
Druck in der Brust, Schmerzen im Bauch, zittrige Knie, schwitzige Hände,
Also so etwas wie, wenn ich morgen an den Arzttermin denke,
da kriege ich schon ganz zittrige Hände, mein Herz schlägt jetzt schon so schnell,
dass man da eine Verbindung schafft, weil das gerade für Menschen,
die eher rational auch geprägt sind, leichter zu fassen ist.
Ja, wenn man sagt, ich habe da Sorge vor dem Termin morgen,
dann, wenn ich die Sorge nicht habe,
dann hilft mir das gar nichts, dann kann ich mit der Sorge nicht viel anfangen.
Genau, dann kann so ein Spruch wie, wir werden gucken, was passiert,
brauchst dir jetzt keine Sorgen machen, macht keine Verbindung in dem Moment.
Das ist lieb gemeint, also positive Absicht finde ich, kann man schon sehen dahinter,
aber es macht kein Gefühl von Verbindung.
Deswegen ist dann so wichtig, dann mitzuteilen, wie sich die Sorge anfühlt,
was ist das wirkliche Gefühl, was entsteht, sodass dann,
dann kann ja auch der Mann in dem Fall zum Beispiel transparent sagen,
ich teile diese Sorge rational nicht, aber ich kann dein Gefühl sehen
und das fühlt sich bestimmt echt doof an, was du da gerade erleben musst,
soll ich dich umarmen, was brauchst du, was hilft dir,
wie kann ich unterstützen, dass du durch dieses Gefühl gut hindurchkommst.
Und da sagte mal ein Paar, und das finde ich auch ganz schön,
da sagte die Frau dann zu dem Mann in dem Moment,
du, ich weiß gar nicht, was ich brauche, ich bin so überfordert,
da hat der Mann dann gesagt, ja, das würde mich auch, glaube ich, überfordern,
aber ich kann dir jetzt drei Dinge vorschlagen
und du wählst vielleicht von den drei Dingen was aus,
also ich hätte so drei Ideen, ich kenne dich schon jahrelang,
was dir guttun würde, ich spreche die mal aus
und du wählst vielleicht davon was aus.
Und das hat ihr so geholfen, dass sie nicht so selber was suchen musste,
sondern er dann gesagt, okay, wollen wir eine Runde spazieren gehen,
möchtest du dich einen Augenblick hinlegen, wollen wir was essen,
also er hat dann ein bisschen was vorgeschlagen
und sie hat gesagt, das hat ihr so den sicheren Rahmen gegeben,
zu sagen, okay, dann nehme ich das.
Ja, das ist dann so ein schmaler Grad zwischen,
ich nehme dich auch ein bisschen mit und motiviere dich ein bisschen,
jetzt darfst du auch in die Selbstfürsorge gehen,
es darf auch sein, dass du dir was Gutes tust,
um zu regenerieren, Akku aufzuladen,
um auch Kraft zu haben für die Schritte, die gebraucht werden,
so ein bisschen Motiv, aber auch gleichzeitig zu gucken,
wenn derjenige sagt, nee, wirklich nicht,
dann auch zuzulassen, okay, dann jetzt geht es gerade wirklich nicht,
derjenige möchte wirklich seine Ruhe haben oder sich zurückziehen
oder gerade mal nichts tun.
Ja, vorab so ein bisschen bei dem Thema Fehlgeburt überlegt,
welche Erfahrungen wir in den Coachings so mitgenommen haben von Paaren
und was so entscheidende Punkte sind, die immer wieder hervorgekommen sind,
die zu Verletzungen geführt haben.
Und man sagt, da war das schwierig, das Wir-Gefühl zu halten
und es hätte jetzt schon einen großen Anteil ausgemacht,
wenn man da anders rangegangen wäre.
Natürlich ist das immer leichter,
also wenn ihr jetzt gerade in so einer Situation seid,
macht es ein komisches Gefühl, wenn wir das so aussprechen,
es ist immer leichter, von außen drauf zu schauen
oder auch mit dem Wissen von heute zurückzuschauen,
sich da nicht zu sehr zu verurteilen, wenn etwas auch in der Vergangenheit liegt
und zu sagen, ja, warum haben wir es damals bloß nicht so und so gemacht.
Das ist normal, das ist auch in anderen Lebenssituationen so,
dass man das dann leichter hat, so drauf zu schauen.
Aber trotzdem möchten wir es einmal vollständig herzhalber einmal erwähnen,
weil es ja auch vielleicht gerade einigen Menschen in dieser Situation jetzt helfen kann,
diese Impulse nochmal mitzunehmen.
Die beiden wichtigen Begriffe sind sicherlich Wir-Gefühl und zusammen,
Dinge zusammen zu tun und vor allen Dingen auch seinen inneren Kompass,
also stimmig, unstimmig in der Zeit nicht zu verlieren.
Also das Erste, was man so machen könnte, ist,
wie man es auch schon bei der Schwangerschaft hatte,
wo man zusammen entscheidet, wie erzählt man was, wem, wann
und das zusammen bespricht, so auch hier zusammen besprechen auch wieder,
wie erzählt man das wann, wem genau und so weiter
und vor allen Dingen möchte man das,
das zusammen machen oder alleine
und da dann auch wirklich wieder auf Stimmigkeit zu achten
und nicht nur, weil der andere sagt,
du, ich kann das nicht, mach du alleine.
Und in mir macht das ein unstimmiges Gefühl.
Ich merke so, oh, alleine, das entzweit uns,
das mag ich gerade gar nicht.
Da dann trotzdem nicht zu sagen,
ja, weil du gerade so viel Leid hast, mache ich das alleine,
sondern einmal zu gucken,
oh, das fühlt sich unstimmig für mich an.
Was können wir tun, lernen, verändern in dieser Situation?
Was brauchst du, damit wir es stimmig zusammen machen können?
Brauchst du vielleicht jetzt noch ein paar Tage
oder welcher Rahmen ist denn der stimmige,
dass du sagst, ja, ich möchte es gerne vielleicht bei uns zu Hause sagen,
ich möchte es natürlich in einem Restaurant nebenbei erzählen.
Es gibt ja verschiedene Varianten.
Genauso wie man besprechen kann.
Das ist immer das Ding, alles besprechen und in Stimmigkeit bringen.
In Folgen reinhören, hatten wir letztes Mal auch gesagt,
wie man stimmig Entscheidungen trifft,
wie man stimmige Kompromisse schließt,
dass man da wirklich immer als Paar
so eine gewisse Stimmigkeit zusammen erzeugt
oder im Mindestmaß sagt,
wir wählen den am wenigsten unstimmigen Weg für uns,
weil manchmal gibt es keinen stimmigen Weg in solchen Fällen.
Zum Beispiel auch Arzttermine.
Möchte man die zusammen machen?
Möchte man die begleiten?
Wie soll das genau ablaufen?
Was wünscht man sich an der Stelle?
Da zum Beispiel bei einem Paar weiß ich noch,
da war ihr das ganz wichtig,
dass er bei dem Arzttermin im Krankenhaus mit dabei ist.
Aber da war auch das Ende der Kraft für sie.
Und dann hat sie gesagt, wir brauchen ja noch,
und es gibt ja auch schon Kinder in der Familie,
manchmal ist es ja nicht so,
dass man als Paar sich auch komplett rausnehmen kann,
sondern die anderen Kinder müssen ja weiterhin versorgt werden,
betreut werden.
Und dann hatte sie gesagt, es wäre eine Erleichterung für mich,
wenn du dich darum kümmern könntest,
wo unsere Kinder untergebracht werden.
Und das ist eben auch was, wo man Stimmigkeit zusammen erzeugt.
Wie geht man mit den Kindern um, die schon da sind?
Wenn man schon ein, zwei, drei Kinder hat,
wie kümmert man sich um die?
Kann man ein Netzwerk aktivieren, was unterstützen kann,
die natürlich dann auch als erstes mit informiert werden
und dann natürlich auch ein herausforderndes Gespräch
erst mal zu zweit.
Wie sagt man es den Kindern?
Auf welche Art und Weise?
Je nach Altersstufe auch.
Und auch da, dass man zusammen das den Kindern erzählt.
Also auch da wieder zusammen besprechen
und zusammen typischerweise erzählen.
Denn das ist auch für die Kinder so ein ganz,
ganz wichtiges Signal,
dass die Eltern wirklich als elterliche Einheit da sind.
So dieses Signal, uns miteinander geht es noch gut.
Wir sind weiterhin stabil.
Aber die Situation ist trotzdem so, wie sie ist.
Und man dann mal guckt,
was für Gefühle kommen denn bei den Kindern da zum Tragen.
Und da ist ein häufiges Problem,
was häufig zu Verletzungen geführt hat.
In den Beziehungen, die wir da kennengelernt haben,
ist dieses schnell wieder arbeiten gehen.
Typischerweise auf Seiten des Mannes.
Dass man dann nach zwei, drei Tagen wieder arbeiten geht
und sagt, so mein Leben geht jetzt weiter.
Ich muss auch wieder Geld verdienen.
Und ich denke, das ist nicht unbedingt das Arbeiten gehen an sich,
was dann die Verletzung macht,
sondern eher, dass das ja nicht gemeinsam abgestimmt wurde
und da keine gemeinsame Entscheidung getroffen wurde
nach zwei, drei Tagen.
Dann geht einer wieder arbeiten,
sondern das wird dann so gemacht.
Und dann fühlt sich in solchen Situationen
die Frau eben alleingelassen und einsam
und unverstanden vor allen Dingen.
Häufig auch hilflos, ohnmächtig.
Das sind so die Gefühle, die benannt werden.
Das ist ein Thema,
auch da wieder ganz offen zusammen drüber sprechen
und auf jeden Fall Stimmigkeit herstellen.
Habe ich, wie gesagt, schon häufiger im Coaching erlebt,
dass die Frauen sagen,
Frauen gesagt haben,
das hat bei mir so einen Schmerz ausgelöst.
Ich fühlte mich in dem Moment wirklich alleine.
Ich hätte das nicht erwartet.
Und ich hatte das Gefühl,
jetzt muss ich Verständnis haben.
Und ich war noch gar nicht so weit.
Und ich fand das mir gegenüber respektlos.
Dem verstorbenen Kind gegenüber irgendwie total komisch.
Und die Welt dreht sich weiter,
als wenn nichts gewesen wäre.
Und dann auch das eigene Leben damit wieder in Gang,
kriegen zu müssen.
Wenn man sagt Ja, aber er geht jetzt wieder zur Arbeit.
Das heißt, jetzt wird jetzt von mir erwartet,
auch wenn ich jetzt körperlich geheilt bin,
dass es dann sofort normal so weitergeht.
Und wenn man dann keine Verbindung zueinander hat,
dann und so war es häufiger schon,
dass der Mann auch in der Therapie sehr überrascht war
und gesagt hat Aber du hast doch gesagt, okay,
ich habe doch gesagt, ich gehe dann morgen wieder zur Arbeit gehen.
Und du hast jetzt nicht irgendwie total wütend reagiert.
Das heißt also schon, du warst enttäuscht.
Ja, das glaube ich schon, habe ich vielleicht damals nicht
gesehen, aber es ist jetzt nicht auf mich so gewirkt.
Du hattest das ja alles irgendwie am Griff
und ich wusste auch nicht, was ich tun soll.
Wie soll ich dir denn helfen?
Da ist es wirklich wichtig, diese Unstimmigkeit auszusprechen
und das nicht zuzulassen oder nicht sagen Okay,
wenn das sein Weg ist, dann geht er geht den,
sondern wirklich zusammen wieder das in Stimmigkeit bringen,
sich da nicht zurücknehmen und auch nicht drauf hoffen,
dass der Mann das sieht, sondern wirklich aussprechen.
Also ich glaube, also
Männer sind da wirklich auf ganz direkte Kommunikation weniger interpretieren
und die kleinen Zwischenzeilen lesen, sondern wirklich, wenn ich sage,
ich gehe wieder arbeiten, dann mach dein Ding, dann ist dann ist für mich.
Ich höre ja, mach dein Ding und dann dann ist so bin ich im Arbeiten drin.
Da muss man wirklich aussprechen, was das mit einem macht und nicht so.
Na, hoffentlich sieht er, dass es mir damit nicht gut geht und so weiter.
Ganz klar aussprechen, was ist, was man fühlt.
Und bei einem Paar war das auch so, dass sie gesagt hat Ja,
ich habe aber auch so viel geweint. Hast du das nicht gesehen?
Ich habe, ich saß auch zu Hause, habe nur geweint.
Hat er gesagt Ja, das habe ich gesehen, aber es hat mich so überfordert.
Und ich fühlte mich nicht als der Mensch, der einen Mehrwert bringt,
wenn ich zu Hause bleibe, weil du hast auch davor die Tage geweint
und ich konnte es auch nicht irgendwie beenden oder dir helfen.
Und da habe ich gedacht so Ja, das ändert ja auch nichts, wenn ich hier bin.
Du hast ein sehr unangenehmes Gefühl, wenn man sieht, der Partner,
die Partnerin weint die ganze Zeit und du kannst und weißt nicht,
wie du helfen sollst, dass diese Hilflosigkeit Ohnmacht da
da will man natürlich auch irgendwie raus.
Dann hat er natürlich versucht, also in seiner positiven Absichten hat er gesagt Ja,
und ich wusste nicht, was ich tun soll. Ich habe Essen doch mitgebracht.
Hat sie gesagt Ja, du hast Essen mitgebracht. Das ist nicht mein Problem gewesen.
Sagt Ja, aber ich wusste nicht, was ich anderes tun soll.
Und damit also man sieht ja, finde ich, in so einer Situation auch einfach
die Hilflosigkeit so auf beiden Seiten. Und das macht Trauer ja auch häufig so aus,
dass man da steht und sagt Ja, die Welt geht unter und wir beide wissen nicht,
was wir tun wollen.
Ja, und da wirklich immer ganz offen sagen Ich bin hilflos, ich weiß nicht,
was ich tun soll. Hilf mir, wie ich dir helfen kann. Was, was brauchst du?
Wie kann ich dich unterstützen? Wie können wir gemeinsam hier ganz gut rausfinden?
Und hier ist natürlich auch ein ganz wesentlicher Knackpunkt, finde ich,
in so einem Ereignis. Die Vorerfahrung und das Fundament spielt jetzt eine sehr große Rolle.
Auch was das für Folgen Brillen auslöst, also was man anfängt, auch für Urteile sich
nach der Situation über den Partner zu bilden. Nehmen wir den Fall,
dass eine Vorerfahrung, eine Schublade schon da war, dass der Partner eher unzuverlässig
ist, eher wenig hilfsbereit. Zum Beispiel man sich vielleicht schon mal in anderen
kleineren Situationen alleingelassen gefühlt hat. Wenn das eh schon da ist und dann fühlt
man sich in dieser Situation wieder alleingelassen, dann löst das innerlich bei vielen aus zu ein Ding
aus. Okay, ich dachte immer, in den Kleinigkeiten kann er das nicht sehen, ist nicht da. Aber wenn
was Schlimmes passiert, dann habe ich auf jeden Fall volle Unterstützung und merke dann so,
aber die kommt nicht. Ich bin auch in dieser krassen Situation, fühle ich mich alleine
und dann kann innerlich so ein Switch kommen, so dann brauche ich den ja gar nicht.
Das ist ja gar keine Sicherheitssäule für mich. Und deswegen ist das so sensibel,
dass man in dieser Phase wirklich miteinander gut spricht und schaut,
was beide brauchen und wo sie in ihrer Trauer und der Bewältigung stehen. Und wirklich
auch gemeinsam beschließt, wann es okay ist, wieder Aspekte des normalen Lebens, wo es dann
weitergeht. Arbeiten gehen, Freunde treffen, wann das wieder losgehen kann zusammen. Also hier
diese Unterstützung ist so gut. Und wenn man nichts tun kann, dann ist man einfach zu Hause
und gibt den Raum und sagt: Du, ich weiß nicht, was ich tun soll. Vielleicht sagt dann die Frau
auch in dem Moment: Ich auch nicht.
Und dann einfach zu sagen: Du, pass auf, ich bin hier zu Hause. Ich gebe den Raum.
Ich bin ansprechbar jederzeit. Wenn du was brauchst, sag mir Bescheid. Wenn du offen bist
für ein Gespräch, sag Bescheid. Ich bin einfach da.
Und das ist ja genauso bei dem Thema: Wie sieht es jetzt mit einem Kinderwunsch aus
in der Zukunft genauso wichtig? Weil die Frage ist ja auch nach so einem Verlust: Wie geht
es dann weiter? Und da entstehen ja auch erst Unsicherheiten, was so die körperliche Nähe
wieder angeht. Unabhängig davon, was die ärztliche und medizinische Seite ist, die
lassen wir jetzt mal außen vor. Aber einfach auch so das Gefühl: Wie stehen wir beide denn
zu diesem Thema jetzt? Und da muss ja auch offen drüber gesprochen wird, weil sonst
kannst du nur falsch landen. Wenn du nichts machst, zum Beispiel als Mann jetzt,
wenn du keine körperliche Nähe nach ein paar Wochen, Monaten suchst, könnte
man interpretieren: Okay, dir ist das Thema nicht mehr wichtig. Du möchtest das nicht
mehr. Bei einer Frau sagte auch, ich hatte das Gefühl, er ekelt sich so ein bisschen
vor mir. Das fand ich auch ein besonderer Aspekt. Und
Auf der einen Seite, wenn der Mann dann schnell körperliche Nähe sucht, weil er sagt, okay, der Kinder,
Rund bei uns beiden ist so groß und du hast ja auch gesagt, dir geht es körperlich wieder so gut.
Kann das interpretiert werden in, ja, das fällt ihm als erstes wieder ein.
Das möchte er jetzt unbedingt wieder, dass das zwischen uns funktioniert.
Ich fühle mich aber innerlich noch gar nicht so, wir können nicht einfach jetzt so weitermachen
und so tun, als wenn wir noch einen Versuch einfach starten.
Das ist so sensibel, diese Phase danach auch.
Deswegen ist es so wichtig, dass eben Trauer, Schmerz, Kummer, Leid wirklich Raum bekommt,
in Verarbeitung geht, weil eigentlich alle Folgethemen sowie also Ziele in der Zukunft,
Gemeinsamkeiten, Kinderwunsch und so weiter, wie ist das mit körperlicher Nähe?
Das kann man dann besonders gut anfangen zu besprechen,
wenn man gemeinsam einen gewissen Grad der Trauerbewältigung auch erreicht hat
und ein ganzes Stück weit die Gefühle verarbeitet hat,
damit man möglichst, ohne dass diese Gefühle zu sehr das beeinflussen,
dann nochmal neu drauf gucken kann.
Und dann auch nochmal gemeinsam auch wirklich darüber spricht,
welche Ängste hat das auch in beiden ausgelöst?
Weil auch Ängste natürlich dann etwas ist, was häufig entsteht, Ängste, Sorgen.
Und dass man auch darüber nochmal zusammen ganz offen spricht,
damit das ja auch ein Stück weit die Energie verliert, wenn man das offen ausspricht
und man dann entspannter vielleicht in einen neuen Kinderwunsch gucken kann
und das nicht so von Ängsten in Form von was ist, wenn uns das wieder passiert und so weiter,
dass das nicht zu sehr beeinträchtigt ist.
Weil da wissen wir ja auch, je mehr wir innerlich gestresst sind,
je mehr Ängste in uns sind und so weiter,
das erhöht die Wahrscheinlichkeit ja eigentlich eher, dass das sich wiederholt.
Und auch was die Kinder, die in der Familie schon ein Bestandteil sind, betrifft,
ist das wichtig darüber zu sprechen.
Auch das haben wir schon ein paar Mal erlebt, dass sich das auch ändern kann,
dass sich da auch Ängste entwickeln können von den Eltern.
Man sagt, okay, dieser Verlust hat uns so geprägt, das was wir haben,
und das haben ja Eltern so oder so ja immer schon, finde ich,
dass man immer denkt, oh Gott, ich könnte mein Kind auffressen,
ich muss das beschützen, das ist mir so eng.
Wie gehe ich damit um, wenn ich so einen Verlust erlebt habe?
Wie schaffe ich das als Paar, dass ich trotzdem in einem gesunden Maße das Kind begleiten kann?
Und ich sage, ich muss das jetzt noch mehr beschützen,
weil ich habe auch so Angst, dass ich das verlieren könnte.
Und diese Dynamik kann manchmal, jetzt hören vielleicht manche zu und sagen,
das ist aber sehr selten, aber es ist gar nicht mal so selten,
dass man sich so ein Verlust erlebt hat, dass man sich so ein Verlust erlebt hat,
und das ist auch ein natürlicher Vorgang, wenn man so eine krasse Lebenserfahrung gemacht hat,
dass man sagt, das, was ich habe, das möchte ich beschützen und das möchte ich mir bewahren.
Dass man nicht so eine Überbehütung dann überkompensiert,
sondern dass man dann trotzdem einen stimmigen, passenden Umgang findet.
Und auch darüber muss man sprechen, weil auch das kann wieder nur von einer Seite im Gefühl passieren.
Eine Seite sagt so, okay, ich kann jetzt im Gefühl nicht mehr mein Kind morgens alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren lassen,
wenn es glatt ist oder irgendwie, wenn es irgendwie dunkel ist,
sondern jetzt brauche ich das.
Und das darf auch mal eine kurze Zeit sein.
Also das haben ja Menschen auch bei Themen, wo man sagt,
da ist gerade ein schwerer Verkehrsunfall in der engsten Nachbarschaft passiert
und das Kind hat sich so schwer verletzt, dass man sagt,
okay, ich kann in meinem Gefühl morgen früh mein Kind nicht an der Unfallstelle einfach so vorbeiverlassen
oder wenn da eigentlich Übergriffe waren, das ist ja normaler Instinkt von Eltern
und das darf auch mal kurzzeitig sein.
Auf lange Sicht sollte das natürlich wieder. In Stimmigkeit, Normalität rübergehen.
Genau, das ist auch ganz wichtig, finde ich, dass man sich bewusst darüber macht,
dass das ein temporärer Ausnahmezustand ist, in dem auch Dinge anders sein dürfen.
Ja.
Das ist völlig in Ordnung, anders zu handeln, aus Ängsten heraus zu handeln und so weiter,
aus Traurigkeit heraus und da mal anders zu sein.
Und da muss nicht alles normal und wie immer laufen.
Es darf mal wirklich völlig anders sein und es darf auch mal sein,
dass dann die Wohnung eine Woche nicht aufgeräumt wird oder was auch immer.
Ja, oder die Kinder mehr Medien machen oder sonst was,
wenn man selber sagt, ich muss hier erstmal klarkommen.
Das wird nicht die Welt nachhaltig verändern.
Das Wichtige ist, dass man dann so eine innere Erlaubnis sich dafür auch gibt
und sagt, das darf mal anders sein und dann wiederum aber auch den Drive findet,
nach der Verarbeitungsphase zu sagen, okay, jetzt schauen wir,
dass wir auch nach und nach wieder zurückfinden.
Und diese. Und diese. Und diese. Und diesen temporären Ausnahmezustand auch nach und nach wieder verlassen
und schauen, an welchen Punkten können wir wieder zum Modus wieder vorzurückkehren
und auch wirklich zu reflektieren und wo fällt mir das schwer.
Wo sind vielleicht doch noch Sorgen und Ängste zu stark hängen geblieben
und da nochmal bewusst als Paar drüber zu sprechen
und immer wieder dem auch Raum geben und das zulassen,
also nicht nur aussprechen, sondern auch anerkennen,
nie Gefühle verneinen, nie sagen,
die Gefühle haben keinen Sinn, das darf nicht sein,
hör auf damit, jetzt ist auch mal gut.
Genau, gerade nach Jahren, weil das haben wir ja auch häufiger,
dass das nach Jahren manchmal noch ein Thema ist und nicht zu sagen,
aber weißt du, warum müssen wir jetzt drüber sprechen, das ist doch schon sieben Jahre her.
Ja, aber wenn das im Gefühl drin steckt,
dann geht es darum, dem Gefühl Aufmerksamkeit zu geben,
dann ist das nicht verarbeitet.
Und das kann auch gemischt sein, das kann auch sein, dass Aspekte verarbeitet sind,
und bestimmte Aspekte nicht verarbeitet sind,
weil insbesondere meistens die Ängste das sind,
wo man am wenigsten gerne hingeht.
Also, dass man zusammen Traurigkeit verarbeitet, ist noch das eine,
aber dann noch über entstandene Ängste zu sprechen,
da muss man auch sagen, braucht man schon ein recht stabiles Fundament miteinander.
Das heißt, das ist eben so eine wichtige Basis,
je stabiler das Fundament ist, bevor so etwas eintritt,
desto größer ist die Wahrscheinlichkeit,
dass auch als Paar im Wesen,
ihr Gefühl gut bewältigen zu können.
Und auch da ist es ja gar nicht schlimm und gar kein Makel,
sich Unterstützung zu suchen, weil diesen Rahmen,
wenn zwei Menschen in Trauer sind oder sagen,
sie möchten nochmal ein etwas älteres Thema aufzuarbeiten,
diesen Rahmen zu halten, ist halt nicht leicht.
Und da hilft es vielen Menschen auch zu sagen,
ich brauche jemanden, weil ich in meiner eigenen Emotion so tief bin,
der diesen Rahmen hält, der diesen Gesprächsrahmen bietet
und der da so ein bisschen ein Leitfaden hat,
dass wir beide einen guten Redeanteil haben,
dass wir beide uns Fragen stellen, wo wir sagen,
okay, wir haben jetzt so einen sicheren Rahmen,
da trauen wir uns das auch mal auszusprechen.
Das ist so viel wert und das ist ganz wichtig.
Und für die Trauerbewältigung gibt es ja auch eine breite Range an Angeboten für jeden passend.
Ob das kostenlose Angebote vor Ort in der Stadt sind,
ob das kirchliche Angebote sind für Menschen, die eher gläubig sind,
ob das dann Angebote manchmal von Krankenhäusern sind,
ob das Psychologen sind oder ob das dann
Hebammen oder wiederum auch dann Therapeuten, Coaches,
die sich speziell nur um Trauer kümmern oder eben wir,
die dann eher den Blick auf das Paar und die Paarbeziehung,
die Bindung zueinander, das Fundament haben,
kann man da für sich immer das Passende raussuchen,
was einen unterstützt und was einem hilft,
ja so aus dieser Phase möglichst gut herauszufinden,
dass auch möglichst wenig Prägungen zurückbleiben, die man hat.
Weil auch das muss man ja sagen,
vielleicht als letzten Aspekt noch,
wie man damit umgeht als Paar, wenn man bereits Kinder hat,
prägt ja auch ein Stück weit vielleicht die Kinder,
wie die vielleicht irgendwann mal entspannt oder sorgenvoll
auf das Thema schauen, selbst Eltern zu werden.
Gerade wenn die Kinder dann im Alter sind,
wo sie auch schon sehr viel mitbekommen,
dann ist das wichtig, dass man da denen auch einen sicheren Rahmen gibt.
Ja, das einmal zu dieser Folge mit ein paar besonderen Themen.
Wenn du oder ich
ihr gemeinsam zugehört habt und merkt,
da ist noch ein unverarbeitetes Thema in euch,
das Jahre zurückliegt oder das ist auch gerade akut vorgefallen
und ihr möchtet gerne in dieser Phase Unterstützung und Begleitung haben.
Habt das Gefühl, dass ihr euch in vielen Aspekten,
wie wir sie beschrieben haben, wiedergefunden habt,
beziehungsweise wie wir damit umgehen würden.
Habt das Gefühl, das passt zu euch, das fühlt sich stimmig an,
dann meldet euch sehr gerne fürs telefonische Erstgespräch
und wir schauen gemeinsam,
wie eine Begleitung für euch aussehen kann.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Bis bald.
♪ Musik ♪
Podcast Summary
Key Points:
Nach einer Fehlgeburt oder einem Verlust fühlen sich Paare oft alleingelassen, wenn einer von ihnen schnell wieder arbeitet, was zu emotionalen Verletzungen und einem verlorenen Wir-Gefühl führt.
Es ist entscheidend, dass beide Partner ihre Basisgefühle – wie Trauer, Enttäuschung oder Schmerz – offen und authentisch teilen, um Verständnis und emotionale Verbindung zu schaffen.
Gemeinsame Entscheidungen über Fragen wie Arzttermine, körperliche Nähe oder den Umgang mit Kindern fördern Stimmigkeit und verhindern, dass eine Person alleine bleibt.
Ängste und unverarbeitete Gefühle können nach einem schweren Verlust tief verankert sein und führen dazu, dass Paare über Jahre hinweg emotional abgeschlossen oder überbeansprucht sind.
Eine nachhaltige Trauerbewältigung erfordert, dass beide Partner sich gegenseitig unterstützen, ohne zu verlangen, dass das andere sofort "normal" weitergeht.
Der Aufbau eines stabilen Fundaments in der Beziehung vor dem Verlust reduziert das Risiko, dass Traumata zu Distanz und Verletzungen führen.
Die Phase nach einem Verlust ist ein temporärer Ausnahmezustand, in dem unbewusste oder emotionale Handlungen wie ein unregelmäßiges Leben oder eine erhöhte Vorsicht erlaubt sind.
Gemeinsame Reflexion über verarbeitete und ungefühlte Aspekte hilft, die Zukunft – einschließlich Kinderwunsch und körperliche Nähe – auf gesunde Weise neu zu gestalten.
Summary:
Nach einer Fehlgeburt oder einem traumatischen Verlust erleben Paare häufig starke emotionale Belastungen, die zu Distanz, Verletzungen und einem verlorenen „Wir-Gefühl“ führen können. Ein häufiges Problem ist, dass der Partner schnell wieder arbeitet, was die Frau alleingelassen und unverstanden fühlt. Um das zu vermeiden, ist es entscheidend, dass beide Partner ihre Basisgefühle – wie Trauer, Schmerz oder Enttäuschung – offen und authentisch teilen und gemeinsam Entscheidungen über Lebensaspekte wie Arzttermine, körperliche Nähe oder die Kinderbetreuung treffen.
Dies schafft Stimmigkeit und verhindert, dass eine Person alleine bleibt. Ängste und unverarbeitete Gefühle, die tief verankert sind, können auch Jahre später Wirkung haben und zu übermäßiger Vorsicht oder Überbehütung bei der Familie führen. Es ist daher wichtig, diese Gefühle offen zu erkennen, zu akzeptieren und gemeinsam zu verarbeiten, um eine nachhaltige Trauerbewältigung zu ermöglichen.
Eine stabile Beziehung vor dem Verlust reduziert das Risiko für späteren Konflikte. Der Ausnahmezustand nach dem Verlust darf sich über eine Zeit hinweg auf Dinge wie Wohnungsaufgabe oder Medienkonsum auswirken, solange beide Seiten sich gegenseitig unterstützen und Raum für die eigenen Gefühle geben. Schließlich ist es entscheidend, dass Paare gemeinsam reflektieren, wo ihre Ängste noch hängen und wie sie in Zukunft auf die Zukunft – einschließlich Kinderwunsch – zurückblicken können, ohne dass Trauer und Angst weiterhin die Grundlage sind.
FAQs
Weil der Partner oft schnell wieder arbeitet und nicht gemeinsam auf die Trauer reagiert. Dies führt zu einem Gefühl der Isolation, Hilflosigkeit und Enttäuschung bei der Frau.
Durch offene, ehrliche Gespräche über Gefühle und Bedürfnisse, ohne eine Seite zu verurteilen. Es ist wichtig, gemeinsam zu entscheiden, wann und wie man das Leben wieder weiterführt.
Weil die Emotionen eine notwendige Trauerverarbeitung ermöglichen. Verdrängung führt zu tieferen Verletzungen und kann langfristig zu emotionalen Problemen im Paar führen.
Es bedeutet, dass beide Partner gemeinsam auf die Trauer reagieren, gemeinsam Entscheidungen treffen und sich gegenseitig unterstützen, statt eine Seite zu belasten oder allein zu bleiben.
Weil es das Gefühl von Abwesenheit und Vernachlässigung bei der betroffenen Partnerin verursacht und die gemeinsame Verarbeitung der Trauer untergräbt.
Durch offene Gespräche darüber, was man fürchtet, und gemeinsam zu erkennen, dass Ängste eine natürliche Reaktion sind, die mit der Zeit verarbeitet werden können.
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