Go back

Fehler eingestehen in der Beziehung: Mit diesen 4 Schritten funktioniert es!

0m 0s

Fehler eingestehen in der Beziehung: Mit diesen 4 Schritten funktioniert es!

In dieser Podcast-Folge behandeln die Lebensidealisten das Thema „Fehler eingestehen“ in der Beziehung und zeigen, dass es sinnvoller ist, von „Unstimmigkeiten“ statt von „Fehlern“ zu sprechen. Der Ansatz beruht darauf, dass alle Menschen in guter Absicht handeln, wodurch Verletzungen meistens versehentlich entstehen. Statt Vorwürfe zu stellen, wird betont, dass Kommunikation offen, empathisch und ohne Urteil erfolgen sollte – beispielsweise durch die Beschreibung konkreter, körperlicher und emotionaler Empfindungen. Die Lösung beginnt mit dem Erinnern an positive Erlebnisse, wo die Beziehung gut funktioniert hat, und führt zu einem Gefühl der Wertschätzung. Anschließend werden gemeinsame neue Routinen für den Alltag vereinbart, um vermeintliche Muster und Gewohnheiten zu durchbrechen. Der Prozess ist langsam und erfordert Selbstreflexion und gegenseitige Verantwortung. Wenn beide Partner bewusst handeln und ihre Gefühle offen teilen, kann Vertrauen langsam und nachhaltig wachsen. Die Folge betont, dass kleine Alltagssituationen wie das Räumen des Geschirrs oder Skifahren zu tiefgreifenden Beziehungsdynamiken führen können. Die zentrale Botschaft ist: Beziehungen werden nicht durch perfekte Leistungen, sondern durch Wertschätzung, Mitgefühl und bewusste, gemeinsame Entscheidungen stabil.

Transcription

6116 Words, 36563 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten. In dieser Folge geht es um das Thema Fehler eingestehen in der Beziehung, mit diesen vier Schritten funktioniert ist. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. In einer Beziehung durchlebt man mit den Jahren Höhen und Tiefen. Manche sprechen auch davon, das sind Fehler, die man erlebt, also wenn jemand einen Fehler macht und es eine Verletzung entsteht. Wir versuchen aber eigentlich immer nicht von Fehlern zu sprechen, sondern eher von Unstimmigkeiten, weil wir auch in den Coachings immer davon ausgehen, so ist es in der Methodik, die Ansicht, dass jeder Mensch in positiver Absicht handelt und sei es aber auch ganz egoistisch für sich selber. Und damit kann man natürlich auch andere verletzen und dann fühlt es sich so auch an. Viele Menschen, als wenn der andere einen Fehler gemacht hat. Unstimmigkeiten entstehen häufig auch durch Unwissenheit, durch Missverständnisse, indem man nicht ordentlich miteinander spricht, dass es Kommunikationsprobleme gibt oder auch, dass es einfach persönliche Herausforderungen gibt, warum man sagt, gerade klappt das mit uns beiden nicht. Wir zeigen euch einmal in dieser Podcast-Folge, wie ihr mit solchen Unstimmigkeiten in eurer Beziehung arbeitet. Genau, und da kommen wir auch schon zum Problem. Das Hauptproblem ist, glaube ich, erstmal ganz häufig, dass man von Fehlern statt von Unstimmigkeiten spricht. Und das auch häufig so als Vorwurf. Und wir alle ja keine Fehler machen wollen. Klar. Und deswegen uns auch Fehler ungern eingestehen, für Fehler ungern Verantwortung übernehmen. Und das ist ja immer schon ein großer Mindshift in unserer Methodik. Und wenn wir das so vorstellen, was du eben auch schon sagtest, dass jeder in guter Absicht handelt. Und trotzdem passiert es, dass man bei anderen Menschen ein schlechtes. ein schlechtes Gefühl machen kann. Und das war meistens keine Absicht. Das ist dann aus Versehen passiert. In manchen Fällen weiß man natürlich, dass das passieren wird, dass das ein schlechtes Gefühl macht. Aber man kann es dann häufig in der Situation nicht vermeiden. Naja, man könnte auch sagen, dass man selber an seinen eigenen Vorteil eher gedacht hat, anstatt was die Reaktion vom anderen sein könnte. Und gesagt hat, jo, ach, das ist schon in Ordnung. Ich dachte, das wäre okay für dich. Und schon in dem Moment kann es halt schwierig werden. Genau. Häufig weiß man aber auch vielleicht keinen besseren Weg. Also manchmal, du sagst es ja auch schon, fehlendes Wissen. Ja. Manchmal fehlt einfach der bessere Weg, wie man das hätte tun können, ohne diese Verletzung zu verursachen. Wenn man den gewusst hätte, und das ist ein wichtiges Merkmal, dann wären viele den gegangen. Also es geht ja beim Problem darum, einer oder beide in der Beziehung haben das Gefühl, dass man Fehler gemacht hat. Zum Beispiel der Partner sagt nicht Bescheid, wenn er später als vereinbart ist. Wenn er nach Hause kommt, ist das etwas, was häufig hervorkommt in Coachings, auch als kleine Verletzung. Ja, allgemein Verbindlichkeiten, als Thema, genau. Also dass man eine Absprache trifft und sich nicht daran halten kann, oder dass einfach grundsätzlich irgendein Verhalten unstimmig ist. Ich finde, es gibt auch so Unstimmigkeiten in so ganz Kleinigkeiten, die einen wahnsinnig machen können. Also jetzt, wenn ich überlege, gestern an das Coaching, was ich hatte, da ging es auch darum, dass er gesagt hat, dass sie nie damit zufrieden ist, wie er die Aufgaben erledigt und er nur Fehler macht. Er räumt den Geschirrspüler nicht richtig ein, er hängt die Wäsche nicht richtig auf. Also er wird danach mal nachkontrolliert und sie gleicht dann die Fehler aus. Und das ist natürlich auch schon ein Blickwinkel auf eine Person, die schon schwierig ist. Wo man sagt, ja, man wartet eigentlich schon darauf, den anderen nachzukontrollieren, zu schauen, welche Fehler hat er jetzt wieder gemacht. Und der Blickwinkel ist ja total aufs Defizit gerichtet. Vielleicht müssten wir an der Stelle nochmal definieren, was ein Fehler ist und wie man das sieht. Und deswegen kann man auch, glaube ich, sehr schnell erkennen, warum ihr aufhören solltet, in eurer Beziehung von Fehlern zu sprechen. Denn ein Fehler würde ja bedeuten, dass es einen richtigen Weg gibt. Genau. Einen klar definierten Weg. Einen richtig und einen falsch. Und was ist denn der richtige Weg, einen Geschirrspüler einzuholen? Also der ist nicht definiert. Ich glaube, da kannst du mit Leuten sehr gut drüber diskutieren. Ja, also das Mathematikstudium fängt mit Aktionen an, dass man erstmal definiert, dass es überhaupt eine Eins, eine Zwei, eine Drei gibt, dass die aufeinander folgen und so weiter. Das heißt dann, wenn man das hat, dann gibt es eben auch per Definition Fehler. Weil uns allen klar ist, und das ist eben in der Mathematik beweisbar, Eins plus Eins ist Zwei und nicht Drei. So, das gibt es aber nun mal beim Geschirrspüleinrunden nicht. Da gibt es eher das Sprichwort dann, tausend Wege für nach oben. Und das heißt, es gibt an der Stelle keinen Fehler, sondern es gibt einen Weg, der sich für mich gut anfühlt, wo ich das Gefühl habe, da bin ich effektiv, effizient. Wird das vielleicht auch gut sauber, was auch immer der Weg ist, was ich mir dabei gedacht habe. Und habe es vielleicht mal anders probiert und dann ist es nicht richtig sauber geworden. Oder da haben sich Gerüche entwickelt. Man muss das vorspülen, was auch immer alles da so die Gedanken sind. Aber das ist eben nur mein persönlicher Weg, der sich für mich gut anfühlt. Mein Partner, meine Partnerin hat vielleicht einen anderen Weg. Und dieser Weg fühlt sich für denjenigen halt gut an und richtig an. Und jetzt muss man eben nur schauen, das ist eben so ein Thema, wo es dann darum geht, einen Kompromiss zu finden, und drüber zu sprechen oder auch dann eben mal fünfe gerade sein zu lassen. Ich glaube, das ist der Punkt, das ist ja auch so der Slogan von der Folge oder der Name, dieses Fehler eingestehen. Oftmals geht es ja auch darum, ums Recht. Also wer hat denn jetzt Recht, dass der Geschirrspüler richtig oder falsch eingeräumt ist? Und da möchte ich natürlich meinen Partner vielleicht davon überzeugen, dass ich ja den einzig richtigen Weg weiß. Das ist eine total sinnfreie Diskussion. Aber diese Dynamik wird, finde ich, da nochmal so klar. Dass man ja häufig so das Gefühl hat, wenn man getroffen wird, wenn man verletzt ist, wenn der andere sozusagen etwas getan hat, was man selber als Fehler bezeichnet, dass man dann natürlich den anderen auch überzeugen will, dass man selber richtig liegt. Naja, jetzt ist es ja so, eine der letzten Folgen, die richtig gut angekommen ist, ist die Folge mit dem Wir-Gefühl. Das stimmt, ja. Und jetzt ist ja die Frage, was ist in der Partnerschaft das Ziel? Also wollen wir wirklich den Maxi? Maximal effektivsten, effizienten und absolut besten, einzigartigen Weg finden, wie wir diesen Geschirrspüler einräumen? Ja. Oder wollen wir eine Lösung finden, mit der wir beide einfach gut leben können und Harmonie haben und keine Probleme? Ja, und weißt du, was die Frau gestern gesagt hat? Dann mach es doch einfach so, wie ich es mache. Ja. Ja, mach es doch einfach so. Ist ja auch in Ordnung, wenn er jetzt sagen würde, okay, dann zeig mir doch, wie du das machst. Ich gucke, ob das für mich stimmig ist und er lässt sich das zeigen und sie räumt ihn auf ihre Art ein. Und er sagt, klar, das ist gar kein Problem für mich, ich kann das genauso machen. Wenn das damit für dich sich gut anfühlt, für mich geht das auch, dann wäre es in Ordnung. Aber das ist halt immer, da muss man in sich hineinfühlen, macht das nicht nur dem anderen zuliebe und denkt innerlich jedes Mal, wenn man den einräumt, ja, jetzt mache ich das nur so, weil sie es gesagt hat. Sondern man hat selber das Gefühl, dass das dann passt, dann ist es in Ordnung. Genau, und das ist ja auch der Punkt, was wir jetzt problematisch so für uns gesehen haben, dass es halt zu einer großen Unzufriedenheit kommen kann. Also, dass man halt diese ganzen Missverständnisse, die man aufbaut, als Unzufriedenheit mitnimmt in der Beziehung und dass man sich dann natürlich auch emotional voneinander entfernt und dass man das Gefühl hat, man geht sich lieber aus dem Weg, die Kommunikation wird dann weniger. Man hat vielleicht auch das Gefühl, dass manchmal auch andere Lebensbereiche darunter leiden. Und dann wird es natürlich immer schwieriger, immer schwieriger und gute Gefühle entstehen immer mehr, Wut, Angst, Traurigkeit und vielleicht kommt dann auch durch viele. Viele, viele Kleinigkeiten das Gefühl, okay, passt es zwischen uns noch? Also, wir haben nochmal uns dazu rausgesucht, was ganz wichtig ist, dass Fehler häufig deswegen nicht eingestanden werden können, weil wir von uns selber gar nicht davon ausgehen, dass wir einen Fehler gemacht haben. Weil wir haben ja in guter Absicht gehandelt, haben beim anderen eine Verletzung gemacht. Das heißt, nur von einem Fehler zu sprechen, kann schon verhindern, dass man zu einer Lösung kommt und dass man ein unstimmiges Gefühl, das muss ja noch nicht mal. Das kann ja sein, einfach, dass es ein Störgefühl macht und man möchte Feedback geben und sagt, Mensch, da hast du einen Fehler gemacht und der andere sofort wie Fehler und blockt ab. Weil wir haben natürlich alle bei Fehlern sofort aus der Schule den Rotstift vor Augen, wie dann da eben großen F steht, falsch. Oder dann haben wir eben vielleicht auch Kindheitserinnerungen, wie wir vielleicht dort auf Fehler aufmerksam gemacht worden sind, wo dann vielleicht auch schlechte Erinnerungen dran sind. Und das heißt, Fehler ist für uns alle etwas, wo wir meistens. Meistens dicht machen. Ja, was sind die Folgen, wenn man Systemgesetzverletzungen längerfristig nicht löst, Feedback längerfristig nicht geben kann, zu keiner Lösung findet, weil vielleicht schon nur das Wortfehler verhindert, dass man überhaupt eine Lösung finden kann? Ja, es ist natürlich schwierig. Es baut sich dann häufig so einen Berg an. Also man hat das Gefühl, man baut natürlich so gewisse Brillen, wie wir das mal sagen, aufeinander auf. Man sieht den anderen nur noch durch diesen Filter vom Defizit. Man hat das Gefühl vielleicht auch, oder auf jeden Fall, dass das Vertrauen sich abbaut. Und das macht das mit der Zeit dann immer schwieriger. Je mehr Verletzungen man ansammelt, viele beschreiben das auch so ein bisschen wie so einen Berg oder wie so eine Wand, die entsteht zwischen einem und dem Partner oder der Partnerin. Und ja, dieses Gewinner- und Verliererdenken, das finde ich immer sehr schwierig, weil das ist extrem der Gegensatz zu diesem Wir-Gefühl, von dem du gerade gesprochen hast. Weil man sucht dann eigentlich nicht mehr wirklich nach einer Lösung, nach einem Kompromiss, sondern ist in so. in so einem Verteidigungsmodus, weil man so verletzt ist. Und das macht es dann noch komplizierter. Also man versucht irgendwas zu lösen, ist dann frustriert, dass es. nicht klappt und man geht dann noch weiter auseinander. Man hofft immer, dass der andere sich ja bitte das eingesteht und auf einen zukommt. Also das ist so ganz viel mit Erwartungen, Enttäuschungen bei diesem Thema. Dann wird es halt schwierig. Man bewegt sich eigentlich völlig in die falsche Richtung. Man hat ein Sachthema, Geschirrspüler. Aber eigentlich geht es um was Emotionales vielleicht, was dahinter liegt. Ganz häufig. Zum Beispiel, Mensch, ich habe das schon mehrfach gesagt. Oder dass sich einer nicht gehört fühlt. Wir sind hier auf einer Augenhöhe. Du kritisierst mich die ganze Zeit. Und statt in die emotionale Richtung zu gehen, die eigentlich die zielführende wäre, geht man in eine noch sachlichere Richtung. Nämlich weg vom eigentlichen Sachproblem hin zu dem Streit Fehler ja nein. Und kommt damit gar nicht mehr zur Lösung. Ja, vielleicht nochmal das Thema Brillen. Dass man dann nochmal genauer weiß, was damit gemeint ist. Das heißt, man fängt ja an damit zu rechnen, dass der andere sozusagen dann in Anführungsstrichen den Fehler macht. Also die Frau, die das Thema mit dem Geschirrspüler hatte, die kommt ja schon vielleicht von der Arbeit nach Hause, macht den Geschirrspüler auf und weiß ja vorher schon, dass das nicht gut eingeräumt wurde. Dann kommt es vielleicht auch irgendwann in der Brille zu weiteren Folgen. Nämlich, dass sie irgendwann zu ihm sagt, du weißt du was, du brauchst den nicht mehr einräumen. Ich muss den eh immer komplett umräumen. Das ist für mich mehr Arbeit, als wenn ich das selber mache. Ja, oder er sagt dann, ich kann es ja eh nicht richtig machen. Ich räume jetzt den Geschirrspüler ein und ich weiß, jetzt kommt sie nach Hause und sie räumt das mal alles wieder aus. Und er hört schon das Geräusch von den Tellern und von den Tassen, dieses Klimpern und denkt sich so, hätte ich jetzt nichts gemacht, wäre auch scheiße gewesen, habe ich was gemacht, ist auch scheiße, ich kann auch verlieren. Das ist übrigens auch ganz typisch vom Verlauf, dass wir ein Musterbeispiel rausnehmen. Das ist manchmal für die Paare ganz anstrengend, dass man sich dann in so einem Geschirrspüler aufhängt. Aber es geht ja gar nicht um den Geschirrspüler, sondern es geht darum, irgendein beispielhaftes Thema zu nehmen, an dem man die Dynamik erkennt. Und das kann man meistens auf ganz viele andere Bereiche in der Beziehung übertragen. Aber das ist ja ein Muster, was passiert, was normalerweise in anderen Lebensbereichen dann eh nicht passiert. Und ich finde das auch immer ganz gut, wenn man es im Coaching an einem ganz einfachen Beispiel macht, wo die Verletzung noch nicht zu krass ist, als wenn man jetzt, was weiß ich, eine Affäre nehmen würde oder irgendwas anderes, so eine mega große Verletzung, sondern eine Alltagssituation, die ja auch total anstrengend sein kann, wenn man da dauernd verletzt wird. Aber die beide so ganz präsent im Kopf haben, die noch ganz gut dafür zu nehmen ist, wo keiner sich so extrem angegriffen fühlt. Eine weitere Folge ist, dass dann die Kommunikationsprobleme sich natürlich weiter verschärfen. Das heißt, typischerweise nimmt die Kommunikation eher ab. Dadurch erhöhen sich die Missverständnisse, weil man immer mehr interpretiert, statt miteinander zu sprechen. Die Brillen sorgen auch dafür, dass man über gewisse Dinge nicht mehr sprechen muss, weil man weiß ja eh, was dabei rauskommt. Oder über die Dinge nicht mehr spricht, weil man weiß, es wird gleich ein Streit entstehen und möchte den Streit nicht haben. Und dadurch wächst natürlich die Distanz. Also wenn wir vorhin wieder ans Wir-Gefühl denken, das nimmt immer mehr ab. Es gibt immer mehr ein Ich-Du-Gefühl. Und man kommt dann eigentlich auch, muss man sagen, mit der Zeit immer mehr in eine Konfliktspirale. Eine Konfliktspirale bezeichnen wir ja, wenn man sagt, man weiß gar nicht mehr, wann ein Streit angefangen hat und wann er vielleicht beendet ist, sondern es ist so, ja, wir sind dauerhaft irgendwie so eine Anspannung in so einer krisenhaften Situation und die Frequenz nimmt immer mehr zu und es kommt so zu Rundumschlägen. Also wenn ich dir jetzt vorhalten würde, ja, wir haben uns gerade über ein ganz anderes Thema gestritten und dann sage ich, ja, aber vor drei Jahren hast du ja auch das und das gesagt. Und andere sagen so, hä, was hat denn das Thema vor drei Jahren? Jetzt damit zu tun, da habe ich mich schon fünfmal für entschuldigt. Aber das ist so typisch bei einer Konfliktspirale, es werden alte Sachen immer und immer wieder aufgewärmt. Und dann entstehen eben auch Muster. Das werden Gewohnheiten. Daraus entstehen Gewohnheiten, die dann immer schwerer werden zu durchbrechen. Und das Ignorieren der Probleme verschärft diese Konfliktspirale immer weiter. Was sich dann natürlich auch auf andere Gefühle auswirken kann. Zum Beispiel auf das Selbstwertgefühl. Das nimmt dann ab oder Unsicherheit nimmt zu. Körperliche Nähe geht zurück. Man fühlt sich wenig, also was ja viele äußern, ich fühle mich nicht gesehen, nicht gehört. Bei sowas. Das ist vielen oder auch nicht geschätzt. Und dann entsteht der Wunsch nach Veränderung. Dann kommen manche zu uns ins Coaching. Oder natürlich auch irgendwann die Gedanken an eine Trennung, wenn wir jetzt eben nicht an den Geschirrspüler denken, sondern an wirklich größere Probleme über viele verschiedene Bereiche hinweg, wo man das Gefühl hat, da werden wir uns nicht einig. Und da hat man immer das Gefühl, der andere macht Fehler. Und wiederum hat man selbst das Gefühl, ich kann dem anderen nichts recht machen. Ja, das spiegelt sich häufig. Genau, Wechselwirkung. Das finde ich immer eine ganz krasse Situation im Coaching, wenn das Paar dann da sich gegenüber sitzt oder so nebeneinander sitzt und dann sagt, ja, ich fühle mich so und so. Ja, so fühle ich mich auch. Und das ist dann wie so, ja, aber hä, nee, das hast du ja nie gesagt. Und es ist ja nie so, dass es, wenn es ein Paar nicht gut geht oder wenn es einer Person gar nicht gut geht, dass es dem anderen denn super geht. Sondern es spiegelt sich meistens ja das Problem. Vielleicht in unterschiedlichen Ausprägungen, dass der eine mehr Traurigkeit spürt, der andere mehr Wut. Aber dass es häufiger so ist, dass der andere sagt, ja, das sehe ich bei dir ganz genauso oder das machst du bei mir auch. Und da ist manchmal ganz schön auch Verwunderung darüber, ne? Ja, das ist das Resultat, was ich schon sagte, dass das nachher immer mehr interpretiert wird und immer weniger gesprochen wird. Und selbst wenn Paare viel miteinander sprechen, sprechen sie ja doch häufig wenig oder nicht auf die richtige Art und Weise über ihre Gefühle, sodass dann zumindest wieder das Gefühlsseitige wieder interpretiert werden muss, sodass dann natürlich auch sehr viele Fehler entstehen. Also beim Interpretieren liegt man häufig leider falsch. Wenn die beschriebenen Probleme und Folgen bei euch vorliegen und ihr das Gefühl habt, Mensch, da haben wir schon häufiger drüber gesprochen, drehen uns im Kreis und kommen dann nicht auf einen gemeinsamen Nenner, dann meldet euch doch ganz gerne bei uns für ein telefonisches Erstgespräch. Dann schauen wir, ob das bei uns hineinpasst, ob wir euch gut unterstützen können, wer aus unserem Team der passende Coach oder die passende Coachin für euch sein kann. Und dann gibt es ein Kennenlerngespräch, sodass ihr schauen könnt, ob das alles für euch matcht und ihr gerne dann in ein Coaching starten möchtet. Wir machen, weil das auch immer wieder Missverständnisse mit sich bringt, wir machen nur Online Coachings. Ja. Mit Schwerpunkt natürlich deutschsprachig. Wir haben zwei im Team, die sehr fließend Englisch sprechen, sodass es auch englischsprachig möglich ist. Und ja, Deutschland, Österreich, Schweiz sind im Fokus. Wir haben aber auch immer mehr Paare, die ausgewandert sind. Wir hatten gerade eine Anfrage aus Dubai, schon mehrere Paare. Malediven hatten wir einmal. Malediven jetzt gerade, genau. Bali. Aber letztendlich auch aus ganz vielen anderen Ländern der Welt, weil man dann eben nach einem deutschsprachigen Coach sucht. Wenn es dann darum geht, wenn man in einer Krise ist, dann möchte man meistens doch eher in seiner Muttersprache über Gefühle sprechen, weil es dann einfacher ist. Also meldet euch gerne. Wir kommen jetzt zu den Lösungsansätzen. Vier Schritte haben wir uns notiert, die ihr nutzen könnt, um eben Unstimmigkeiten zu erkennen und sie zu lösen. Einen Punkt kann man sicherlich schon mal vorwegnehmen, den wir gar nicht als Punkt notiert haben. Aufzuhören, von Fehlern zu sprechen, nennt es lieber Unstimmigkeit. Denn, wie gesagt, wir wollen alle nicht gerne Fehler machen. Eine Unstimmigkeit kann man aber gut lösen. Als erstes, ist es wichtig, einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Und da ist meine Erfahrung, dass Paare häufig erstmal so denken, so, oh, Gesprächstermin, das hört sich ja erstmal total geschäftlich an oder unromantisch. Aber warum sollte man einen Gesprächstermin vereinbaren? Man braucht so einen stimmigen Rahmen. Häufig ist es so, dass wenn man wirklich ein Gespräch konstruktiv führen möchte, das ist kein Tür- und Angelgespräch. Das ist kein Gespräch, wo mal die Kinder dazwischenlaufen in der Küche und noch fünfmal fragen, kann ich was trinken? Und man immer wieder rausgerissen wird. Und man auch dann natürlich genervt ist darüber. Sondern es sollte so ein Rahmen sein, wo man sagt, man kann ohne Unterbrechung mal in Ruhe miteinander sprechen. Man kann sich dann ja auch vorab Gedanken machen. Also wenn ich weiß, wir ein Gespräch führen wollen, kann ich mir vorab Gedanken machen, kann meine Gedanken schon mal ordnen und kann mir vielleicht Notizen machen, hab dann ein besseres Gefühl auch in das Gespräch reinzugehen. Und man kann dann auch vorher seine ganzen Bedürfnisse in Bezug auf die eigenen Ressourcen decken. Also sollte keiner von beiden Hunger haben oder gestresst von der Arbeit kommen. Es sollte nicht so sein, dass einer am Tag zuvor total fertig war und schlecht geschlafen hat und man dann ins Gespräch geht. Also man schaut es mal so, bringe ich die Ressourcen mit, ein gutes Gespräch zu führen. Sonst würde ich wahrscheinlich auch schnell den anderen so verstehen, dass es als Vorwurf bei mir ankommt. Einfach, weil ich fertig bin mit der Welt. Und das ist, glaube ich, schon wichtig, diesen Rahmen zu schaffen, der stimmig ist. Viele Paare denken, das muss man unbedingt so zu Hause am Tisch klären und davon raten wir ja eigentlich auch immer ab. Also wir setzen uns jetzt so gegenüber und es hat schon so ein bisschen Gefühl von so einer Bewerbungssituation. Und ein Gespräch, was gegenübergeführt wird, finde ich, ist anstrengend ja auch. Gerade in so einer Krisensituation. Man schaut sich an, der andere hält Blickkontakt, man ist so in der Konfrontationshaltung vielleicht auch ein bisschen. Also du meinst, es ist dann anstrengend, wenn man gerade im Konflikt miteinander ist, wenn man kein stabiles Fundament hat. Genau, wenn man jetzt so ein Gespräch führt und sagt, ich möchte was mit dir klären, ich bin unzufrieden, da gibt es Unstimmigkeiten, dann ist das meistens nicht so der ganz stimmige Rahmen. Menschen tut es immer gut, in Bewegung zu sein und da würde sich zum Beispiel auch ein Spaziergang anbieten, weil dann hat man nicht diesen Blickkontakt so, man kann nochmal zur Seite gucken, man hat auch das Gefühl, man kann nochmal zwischendurch vielleicht das Thema auflockern, indem man sagt, oh Mensch, wo sind wir denn jetzt langgegangen, waren wir da lang, waren wir da lang, ist es ein bisschen lockerer. Und ich finde, man kann es natürlich auch nebeneinander auf der Couch oder so führen, aber man sollte nicht so dieses Konfrontative schon im Rahmen haben. Und gerade wenn man jetzt vielleicht im Wald oder am See spazieren geht, die Natur, die die wirkt ja auch beruhigend auf uns. Also die Wahrscheinlichkeit, dass man sich da anschreit, ist deutlich geringer als in den eigenen vier Wänden. Es sollte jetzt aber kein volles Café sein oder so. Und vor allen Dingen auch wichtig, das Handy leise oder auszustellen. Das finden viele auch als Provokation, wenn dauernd dann noch so ein Hintergrundgebimmel ist. Oder halt dann bitte nicht Störmodus, gerade wenn man auch so eine Smartwatch hat und das ständig am Abend vibriert. Ja, das ist total irritierend. Man guckt ja dann doch auf den anderen irgendwie und ist da was mit deiner Uhr. Oder wenn man einen Babysitter hat, ist das der Babysitter, ne? Ja gut, den musst du natürlich durchlassen. Ja klar. Deswegen ist ja dieser Fokusmodus gut. Dann kannst du den Babysitter nämlich mit Anrufen und Nachrichten durchlassen, wenn was Wichtiges ist. Man merkt, du bist geübt. Das Zweite ist, dass man Unstimmigkeiten auch als solche benennt und unterscheidet zwischen einem Feedback, was man geben möchte und einer Verletzung. Also der Unterschied ist, dass bei einem Feedback hat man ein Störgefühl eher oder ein Unstimmigkeitsgefühl, das Gefühl, das würde anders für uns einfacher sein und hat eben keine starke Verletzung. Und dann kann man das auf eine andere Art und Weise an- und aussprechen, als wenn es eine emotionale Verletzung ist und man wirklich merkt, das hat was gemacht. Ich habe wirklich ein starkes Gefühl, Wut, Ärger, Angst, Leid, Schmerz oder Traurigkeit. Und dann spreche ich das ein bisschen anders an beziehungsweise der Lösungsprozess ist ein wenig anders. Genau, da wären wir schon mal am dritten Punkt, nämlich, die entstandenen Verletzungen zu lösen. Das ist ein sehr effektiver Lösungsansatz. Das heißt, man geht zurück an den Punkt, wo war es mal gut. Also, wo ist in Erinnerung das Gefühl zu dem Thema, da war es mal gut. Da fühlte ich mich noch gut, da hatten wir keine Verletzung. Man kann sich da so ein bisschen an Lebensereignissen ganz gut zurückhangern. Also, wenn man jetzt zum Beispiel Kinder hat, zu überlegen, wie war es denn, bevor ein Kind dazu gekommen ist und wir noch als Paar da waren, war es da noch gut? Oder zu sagen, bevor wir zusammengezogen sind, war es da noch gut? Dass man sich da so ein bisschen daran orientiert. Ich habe ein schönes Beispiel dazu, damit wir auch mal von dem Geschirrspüler heute noch wegkommen. Ja, gerne. Und zwar habe ich das bei einem Paar gerade gehabt, da ging es um Skiurlaube. Und da waren die letzten Skiurlaube nicht so gut, weil in ihrer Erinnerung ist er immer vorgefahren und hat auch an Gabelungen nicht gewartet. Und dadurch hat sie sich allein gefühlt und das Gefühl, sie fährt dort alleine runter. Auch teilweise missverständlich, weil er sagte dann eher, ja, warum macht er das? Weil er ist technisch nicht der sauberste Skifahrer im Gegensatz zu ihr und er braucht Platz. Und wenn dann mal ein bisschen Platz auf der Piste ist, dann nutzt er das halt aus und fährt auch mal ein bisschen. Weil wenn das ein bisschen voller ist, dann kann er eben nicht so Gas geben, wie er das eben möchte, weil er sollte in eine Situation kommen, wo es sehr voll wird, auf einmal dann technisch das nicht mehr so hinbekommt, wie er sich das wünscht. Jedenfalls haben wir das Gleiche gemacht. Wir haben geguckt, also es ging jetzt um eine konkrete Situation bei dem letzten Skiurlaub. Und gar nicht um konkret das, sondern eher darum, der eine hat dann so eine kleine Piste noch genommen zum Schluss und der andere eine Treppe. Und dann dachten sie aber, sie warten aufeinander oder gehen zusammen. Und dann sagte sie halt ziemlich schnell, bei ihrem Gefühl, was dann danach kam, weil sie ihm dann halt einen Spruch drückte, war nicht das, was jetzt in dem Skiurlaub war, weil es war vorher noch gar nicht gut. Also wir haben geguckt, wir haben geguckt, war es, bevor die beiden an diese Treppe und den anderen kleinen Abhang kamen, war es davor gut? Und sie sagten, nee, war nicht gut. Ah, okay. Ja, der Skiurlaub grundsätzlich war ja schon bedacht. Okay, warum das denn? War es denn davor in den Skiurlauben gut? Nee, auch nicht. Wann war es denn mal gut? Ja, der letzte Skiurlaub vor den Kindern, da war es gut. Und ab da hat sich was verändert. Und das ist dann nämlich der spannende Punkt, dass man jetzt nämlich mal sich in den Skiurlaub hineinversetzen kann, der noch gut war und in dieses Gefühl kommt, um in die wertschätzende Haltung zu kommen. Damit man im Guten sprechen kann. Und dann sprechen wir über den ersten Skiurlaub, wo es nicht mehr gut war. Weil da lässt sich gut was lösen, denn die anderen bauen ja darauf auf. Genau. Und das ist auch ganz wichtig, dass man da so weit zurückgeht wirklich, an dem Punkt, wo war es mal gut. Weil würde man in der Gegenwart bleiben, fällt es Menschen natürlich extrem schwer, die Verantwortung dafür zu übernehmen. Weil man immer sagen würde, ja, aber ich habe das ja nur gemacht, weil du hast vor, das und das gemacht. Also man hangelt sich dann zwar auch zurück, aber in Vorwürfen, davon braucht man auch keine Begleitung von einem Coach, das kann man super zu Hause alleine auf der Couch machen. Sondern es ist wichtig zu schauen, wie kommen wir an den Punkt, wo war es mal gut. Erkennen das Muster auch, dass ja auch ganz viele nicht wissen, was man denn erlangt, wenn man mal so systematisch darauf schaut. Und manchmal ist es ja auch so, dass beide sehr verwundert sind. Also dass der eine sagt, ja, nö, für mich war da noch alles in Ordnung bei dem zweiten Skiurlaub. Und die andere sagt, nö, für mich noch gar nicht. Und dann, ach so, krass, warum denn nicht? Also sich da auch so einen gleichen Stand zu bringen. Und dann geht es darum, die Emotionen entsprechend auszudrücken. Also das ist auch etwas, was ein häufiges Problem ist, dass das Gefühl beim anderen nicht ankommt. Ganz häufig geht es um die Frage, wie empathisch sind denn beide? Aber es geht dann häufig gar nicht darum, wie empathisch beide sind, sondern eher darum, wie gut sind meine Fähigkeiten denn, Gefühle wirklich so auszusprechen, dass der andere sie überhaupt empathisch nachempfinden kann. Wenn ich sage, ich habe mich übergangen gefühlt, das ist kein echtes Gefühl. Ich habe mich nicht gesehen, nicht gehört gefühlt. Das ist kein echtes Gefühl. Das sind Denkgefühle, Schlussfolgerungen, die da sind, aber es ist kein echtes Gefühl. Ein echtes Gefühl, zumindest mal auf der ersten Ebene, wäre Ärger, Wut, Traurigkeit, Angst, Schmerz, Leid, um mal so negative Gefühle zu nennen. Und darunter liegend eigentlich, wir nennen das dann Basisgefühl 2, Basisgefühl 1 ist darunter liegend, körperliche Gefühle. Was macht das mit dir körperlich? Wenn du traurig bist, wie fühlt sich Traurigkeit an? Angst z.B. ist immer sehr klar. Angst kann ja von einer kleinen Sorge, Stufe 0, vielleicht bis zu einer Todesangst, Existenzangst auf Stufe 10 sein. Aber wir sagen für alles ja Angst. Wenn ich jetzt sage, das hat mir Angst gemacht, ist das überhaupt nicht greifbar. Wenn ich jetzt aber sage, das hat mir so viel Angst gemacht, dass meine Knie zitterten, dass mir heiß und kalt gleichzeitig wurde, dass meine Schulter runter und dann sagten, ich Herzklopfen gekriegt habe, Puls ist hochgeschnellt und ich hatte das Gefühl, ich muss mich gleich übergeben. Dann hat der andere auf einmal ein Gefühl dafür und sagt, oh krass, so stark ist die Angst. Ich dachte, du meinst eher so eine kleine Sorge, aber es ist eine richtig krasse Angst. Das geht ja schon fast Richtung Panik bei dir. Ja, das war schon fast Richtung Panik. Und du weißt mal, okay, jetzt kann ich das nachempfinden. Jetzt weiß ich eigentlich, was du mit Angst gemeint hast. Und so können wir dem anderen aufzeigen, wie wir uns wirklich fühlen. Ich glaube, das ist auch der Unterschied zu dieser verkürzten Kommunikation, die es ja häufig in dieser Konfliktspirale gibt. Also mal wieder ins Sprechen kommen, was ja häufig Paare auch im Coaching dann das erste Mal seit langer Zeit immer wieder tun. So sagen, okay, erzähl mir mal ganz genau und der andere hört mal zu. Also wir bieten ja auch einen gewissen Rahmen, um mal zu sprechen. Ja, vor allen Dingen über die Gefühle und die richtige Art, aber auch auf der anderen Seite systematisch. Also dass sich beide Seiten meistens gut abgeholt fühlen. Und das haben wir ja alle so nicht beigebracht bekommen. Also wer hat so, über seine Gefühle gesprochen? Aber das wird in anderen Situationen sofort einleuchtend. Weil was wir machen, ist in der Beziehung, als würden wir zum Arzt gehen und sagen, der fragt, Mensch, was kann ich denn heute für Sie tun? Und man geht zum Arzt und sagt, ich bin krank. Und so spricht man über Gefühle in der Beziehung. Dass man nur sagt, ich bin krank. Was soll der Arzt jetzt tun? Natürlich fragt er nachher, was heißt denn das genau? Dann würde man vielleicht sagen, ich fühle Schmerzen. Also sind wir schon mal bei Basisgefühl 2 angekommen. Super, Sie haben Schmerzen. Sind wir einen Schritt weiter? Wo genau? Dann sagt man, in der Bauchgegend. Wie stark denn? Ja, schon stark. Ist das mehr ein Drücken oder ein Ziehen? Nee, schon echt krasser Druck. Und dann legt man sich hin und der Arzt tastet ab und kann dann eine Reaktion erkennen, sind wir von Stufe 0 bis 10. Und das brauchen wir im Prinzip in der Beziehung auch. Und in der Beziehung sagen wir einfach nur, ich bin krank und der andere soll damit irgendwas machen. Häufig ist ja auch so ein Spruch wie, ja, alles ist gut. Oder ist schon okay. Also dieses Verkürzte, zu sagen, ja, ach, ist schon okay. Was ja dann auch gar nicht stimmt. Ja, genau, dieses alles gut ist ja, also alles, ne, ist schwierig. Kommen wir nochmal zum letzten Schritt. Genau. Schritt 4 ist dann neue Routinen für den Alltag vereinbaren. Also, da wir ja schon gesehen haben, dass man teilweise Muster aufbaut und Gewohnheiten, geht es darum, durch eine neue Routine diese Gewohnheiten zu durchbrechen, gerade wenn man dann auch eine Verletzung da gelöst hat. Und da muss man eben schauen, wie kann man das Ganze für sich so, so gestalten, dass man das gut einhalten kann. Bei einem Feedback kann man einen Wunsch äußern oder gemeinsam eine Lösung erarbeiten. Bei einer Verletzung sagt derjenige, der sich verletzt fühlte, wie er anders gehandelt hätte mit dem Wissen, dass es eine Verletzung macht. Also bei dem Skifahrer ist das so, bei dem Skifahrerpaar, dass er dann sagt, Mensch, das tut mir leid, dass du dich da so gefühlt hast, das war nicht meine Absicht. Hätte ich gewusst, dass du dich so fühlst, wenn ich da alleine runterfahre, hätte ich an der Gabelung auf dich gewartet und hätte mich auch so positioniert, wie es abgesprochen ist, beziehungsweise so, dass du mich auf jeden Fall siehst. Und das kann ja auch mal vorgekommen sein, dass sie ihn einfach nicht sehen konnte, weil er am Rand irgendwo war oder in der Mitte oder mitten in der Menschenmenge und sie dann gesagt hat, ich sehe den nicht, ich fahre weiter. Und wir haben einfaches Missverständnis, aber in ihrer Brille hat er einfach nicht auf sie gewartet. Und dann kann man auch gar nicht mehr sehen, dass er ja später angekommen ist, weil dann hat man innerlich das Gefühl, naja, der ist ja da und da und da längs gefahren, ich bin den direkten Weg gefahren. Das heißt, man kann das gar nicht mehr sehen und sagen, warte mal. Der ist später angekommen, vielleicht haben wir uns verpasst. verpasst. Und das ist ganz wichtig, dass man dann natürlich, wenn man auf die Vergangenheit schaut und sagt, mit dem Wissen, dass dich das verletzt hat und wie du dich gefühlt hast, hätte ich so gehandelt, was dann selbstbestimmt ist und im eigenen Rahmen. Der andere guckt noch mal innerlich, hätte das geholfen? Dann sagt sie, ja, das würde mir helfen. Und dann macht man das in Zukunft natürlich genauso. Weil jetzt weiß man ja, welches Gefühl beim anderen entsteht. Ab jetzt macht man das ja nicht mehr in guter Absicht unwissentlich, sozusagen, war nicht meine Absicht, sondern ab dem Moment würde man ja schon wissentlich handeln. Jetzt müssen wir darauf achten und uns fokussieren, dass wir es wirklich so durchführen. Und das ist ja auch immer so der Punkt, den vielen Paaren vielleicht erstmal schwerfällt, zu sagen, uh, dann gehe ich jetzt aber ja ein bisschen in Vorschuss mit meinem Vertrauen. Und da kommen wir ja auf diese korrigierten Verhaltensweisen dann zu sprechen, dass man sagt, na klar, Vertrauen baut sich nicht von heute auf morgen auf, sondern Stück für Stück ganz langsam, also man sagt ja so vier bis sieben korrigierte Verhaltensweisen braucht es, damit der andere in diesem Punkt wieder das Vertrauen hat, dass der Partner und die Partnerin jetzt anders handeln würde. Und das dauert halt manchmal, ne? Das stimmt, je nach Situation dauert das manchmal und in manchen Situationen ist es einfacher und in anderen schwerer. Beim Geschirrspüler geht's ganz schnell, beim Skifahren wird wahrscheinlich der nächste Urlaub ausreichen, weil man häufiger die Pisten runterfährt. Schwierig wird's beim Lügen, wenn man nicht die Wahrheit gesagt hat, wenn man was verheimlicht hat. Ja, oder Thema grundsätzlich so Affäre fremdgehen, das dauert auch länger natürlich, ne? Genau. Schön, dass ihr bei dieser Podcast-Folge dabei wart. Wir freuen uns, wenn sie euch gefallen hat und wenn die Lösungsansätze euch weiterbringen. Ansonsten meldet euch bei uns für ein telefonisches Erstgespräch, meldet euch bei uns bei Instagram, sind wir aktiv, auf allen anderen Kanälen eigentlich inzwischen auch und dann freuen wir uns sehr, wenn wir da von euch hören. Wenn ihr eine Bewertung da lasst, das freut uns natürlich auch und motiviert uns sehr, weitere Folgen für euch aufzunehmen. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis bald. Musik Musik

Podcast Summary

Key Points:

  1. Man sollte von „Fehlern“ auf „Unstimmigkeiten“ wechseln, da jeder Mensch in guter Absicht handelt und Verletzungen oft versehentlich entstehen.
  2. Unstimmigkeiten entstehen durch Unwissenheit, mangelnde Kommunikation oder persönliche Herausforderungen, nicht durch absichtliche Schuld.
  3. Der Fokus sollte auf gemeinsamen Lösungen und Kompromissen liegen, nicht auf Gewinn-Verlust-Undertonungen oder der Aufforderung, „richtig“ zu sein.
  4. Bei Verletzungen ist es wichtig, die eigene Emotion zu benennen – mit konkreten, körperlichen und emotionalen Beschreibungen – um gegenseitige Empathie zu fördern.
  5. Eine neue, gemeinsame Alltagssituation wird durch klare, bewusste Verhaltensweisen und regelmäßige Routineveränderungen aufgebaut.
  6. Die Lösung von Konflikten beginnt mit dem Erkennen von guten Erinnerungen, um emotionalen Abstand und Wertschätzung zu schaffen.
  7. Paare verlieren Vertrauen, wenn sie nicht offen über Gefühle sprechen und Verletzungen durch Vermeidung oder Missverständnisse verschärfen.
  8. Die Entwicklung von neuen Verhaltensweisen muss langsam erfolgen, um das Vertrauen und die Beziehung nachhaltig zu stärken.

Summary:

In dieser Podcast-Folge behandeln die Lebensidealisten das Thema „Fehler eingestehen“ in der Beziehung und zeigen, dass es sinnvoller ist, von „Unstimmigkeiten“ statt von „Fehlern“ zu sprechen. Der Ansatz beruht darauf, dass alle Menschen in guter Absicht handeln, wodurch Verletzungen meistens versehentlich entstehen. Statt Vorwürfe zu stellen, wird betont, dass Kommunikation offen, empathisch und ohne Urteil erfolgen sollte – beispielsweise durch die Beschreibung konkreter, körperlicher und emotionaler Empfindungen.

Die Lösung beginnt mit dem Erinnern an positive Erlebnisse, wo die Beziehung gut funktioniert hat, und führt zu einem Gefühl der Wertschätzung. Anschließend werden gemeinsame neue Routinen für den Alltag vereinbart, um vermeintliche Muster und Gewohnheiten zu durchbrechen. Der Prozess ist langsam und erfordert Selbstreflexion und gegenseitige Verantwortung.

Wenn beide Partner bewusst handeln und ihre Gefühle offen teilen, kann Vertrauen langsam und nachhaltig wachsen. Die Folge betont, dass kleine Alltagssituationen wie das Räumen des Geschirrs oder Skifahren zu tiefgreifenden Beziehungsdynamiken führen können. Die zentrale Botschaft ist: Beziehungen werden nicht durch perfekte Leistungen, sondern durch Wertschätzung, Mitgefühl und bewusste, gemeinsame Entscheidungen stabil.

FAQs

Ein Fehler impliziert einen klaren richtigen und falschen Weg, was in der Beziehung nicht existiert. Statt Fehler zu nennen, wird von Unstimmigkeiten gesprochen, da es oft um persönliche, unvollständige oder nicht abgeklärt kommunizierte Handlungen geht.

Viele Menschen glauben, dass sie in guter Absicht handeln und fühlen sich daher verletzt, wenn der andere ein schlechtes Gefühl hat. Die Angst vor Strafverfolgung oder negative Erinnerungen aus der Kindheit führt dazu, dass Fehler nicht eingestanden werden.

Die Vermeidung von Feedback führt zu Missverständnissen, Abnahme des Vertrauens, stärkerer Distanz und einem wachsenden Gefühl von Unzufriedenheit. Es entsteht eine Konfliktspirale, bei der alte Probleme immer wieder aufgewärmt werden.

Man geht zurück auf einen Moment, in dem es gut war, und erinnert sich an das Gefühl der Zufriedenheit. Damit kann man eine wertschätzende Haltung entwickeln und die Verletzung im Kontext des Guten verstehen und lösen.

Diese Beschreibung – wie z.B. Angst, Wut, Traurigkeit – ist greifbar und ermöglicht es, dass der andere die Emotion wahrnimmt. Körperliche Beschreibungen wie Zittern oder Herzrasen machen Gefühle sichtbar und nachvollziehbar.

1. Ein ruhiges Gespräch terminieren, 2. Unstimmigkeiten als solche benennen und zwischen Feedback und Verletzung unterscheiden, 3. Verletzungen durch Erinnerung an gute Momente lösen, 4. Neue, vertrauensbasierte Alltagsgewohnheiten vereinbaren.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.