Familie gründen: So findet ihr den richtigen Zeitpunkt für euer Familienglück!
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Das Thema Familie gründen ist eine komplexe und emotional bereichende Entscheidung, die nicht nur auf biologische Faktoren, sondern auf persönliche, emotionale und soziale Faktoren abgestimmt werden muss. Die Folge beleuchtet, dass der „richtige Zeitpunkt“ nicht allgemein festgelegt ist, sondern individuell von der Lebensphase, der Karriere, der persönlichen Identität und den emotionalen Vorbereitungen abhängt. Ein zentrales Werkzeug ist der „Öko-Check“, ein strukturierter Prozess, der vier Fragen abfragt: Was ist gut im Moment? Was muss verändert werden, um Vorteile zu erhalten? Welche negativen Folgen treten auf? Und wie kann man sie vermindern? Dieser Check hilft, das Paar gemeinsam zu klären, was sie mitnehmen und was sie vorübergehend oder dauerhaft abwerten können. So entstehen nicht nur praktische Lösungen, sondern auch ein tieferes Verständnis der eigenen Werte. Zudem werden Fragen zur sozialen Erwartung, wie z. B. der „drei-Kinder-Asozialität“ oder dem Geschlecht des Kindes, kritisch betrachtet. Angst und Zweifel gehören zur Entscheidung, sind jedoch keine Ausnahme. Wenn sie zu einem starken Leiden führen, sollte man innehalten und das Gleichgewicht überdenken. Der Schlusspunkt ist eine Balance aus innerer Überzeugung, persönlicher Vorbereitung und emotionaler Bereitschaft – ein Moment, an dem man sich entscheidet, ob der Weg zur Familie nun begonnen werden soll.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensiderlisten.
In dieser Folge geht es um das Thema Familie gründen.
So findet ihr den richtigen Zeitpunkt für euer Familienglück.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
In dieser Folge haben wir das spannende Thema Familie gründen.
Und für viele Menschen gehört es ja zur Wunschvorstellung vom Leben so dazu,
den für sich perfekten Partner oder Partnerin zu finden, eine schöne Hochzeit zu haben
und im Klischeefall dann auch irgendwann eine Familie zu gründen.
Und hier stellt sich natürlich die Frage, wann so der richtige Moment ist.
Oder auch die Frage, gibt es überhaupt den richtigen Moment, eine Familie zu gründen?
Wir zeigen euch, wie ihr euch vielleicht dieser Entscheidung etwas annähern könnt.
Und dabei geht es jetzt gar nicht um das Ob, also ob man überhaupt Kinder bekommen möchte,
sondern tatsächlich eher, wann der richtige Zeitpunkt ist.
Wir haben schon mal eine Folge aufgenommen zum Thema einseitiger Kinderwunsch.
Also wenn tatsächlich die Frage, wollen wir überhaupt Kinder oder möchte einer von beiden überhaupt Kinder in der Beziehung da ist,
wie könnt ihr damit umgehen?
Also hier geht es jetzt eher darum, ihr seid euch beide im Klaren darüber, dass ihr Kinder bekommen möchtet.
Aber es geht jetzt darum, rauszufinden, wann ist denn für euch der richtige Zeitpunkt?
Ich glaube, zwischen 20 und Mitte 40 ist so der Zeitraum ganz grob,
wo das Thema Kinderkriegen bei Menschen überhaupt so ein bisschen in den Fokus rückt.
Also Anfang 20 sind natürlich schon die Ausreißer, war früher aber ja das Alter.
Da war ja der Durchschnitt so 20, 25.
Jetzt sind wir natürlich mehr so in den 30ern, Anfang 40.
Aber das ist ganz unterschiedlich.
Ich hatte letztens auch ein paar, da war das klar, dass die Anfang 20, jetzt sind sie Ende 20,
wir haben schon ein erstes Kind, dass die Anfang 20 unbedingt Eltern werden wollten.
Manchmal ist es ja tatsächlich eher Ende 30, Anfang 40, wenn die Karriere zunächst im Vordergrund stand
oder wenn andere Bereiche, wir haben ja auch häufiger mal, dass jemand am Reisen war
und hat erstmal die Welt entdeckt und so weiter, vorher natürlich studiert
und das ist ja auch etwas, wodurch sich das meistens hinzieht.
Also ein Kind bekommen ist einfach ein neuer Lebensabschnitt, ein anderer Lebensabschnitt
und da geht es darum, man wird dann ja vom Liebespaar zum Elternpaar.
Und ich glaube, vor diesem Schritt haben viele Menschen einfach großen Respekt,
was ja an sich auch gar nicht schlecht ist.
Wobei man sagen muss, es ist ja keine Wandlung, also das Liebespaar verschwindet ja nicht,
sondern man wird zusätzlich zum Liebespaar auch noch ein Elternpaar.
Genau.
Aber was natürlich passiert ist, dass gerade am Anfang, wenn ein Baby da ist,
häufig das Liebespaar erstmal stark zurücksteckt und das Elternpaar erstmal gefordert ist.
Und das ist ja der erste Moment, wo man sich als Paar auch nicht mehr gänzlich trennen kann.
Also die Scheidung kann ich lösen, die Ehe kann ich durch eine Scheidung lösen,
ein Haus kann ich wieder verkaufen.
Also das sind ja so die großen Entscheidungen, die meistens häufig davor noch kommen, zu heiraten.
Und vielleicht ein Haus zu kaufen, zu bauen, wenn das denn der Zins- und Häusermarkt so zulässt.
Aber das sind ja Dinge, die kann ich alle wieder lösen.
Aber sobald das Paar ein Kind bekommt, kann man das Liebespaar noch lösen
und kann sich scheiden lassen und kann das Haus verkaufen.
Aber das Elternpaar bleibt ja für immer.
Und das ist, finde ich, auch eine Entscheidung, die halt Druck machen kann.
Oder erstmal ein Gefühl von ganz schön viel Verantwortung.
Und man weiß ja auch nicht, finde ich, wenn es um die Frage geht, wann ist der richtige Zeitpunkt,
man weiß ja einfach auch nicht so, gerade beim ersten Kind, was auf einen komplett zukommt.
Also was für ein Mensch kommt noch dazu?
Was für ein Charakter wird mitgebracht?
Was für eine Umstellung ist es wirklich im Leben?
Da sind einfach viele Unbekannte dabei, weshalb es auch so schwer ist,
finde ich, manchmal den Zeitpunkt genau festzulegen.
Häufig trifft das ja auch die eigene Identität oder so die Zweifel,
vielleicht auch an den eigenen Fähigkeiten.
Also könnte man ein guter Vater, eine gute Mutter sein?
Hat man alles dafür parat, was dafür gebraucht wird?
Wie ist so dieses eigene Selbstvertrauen in diesem Punkt?
Vielleicht manchmal aber auch natürlich Themen, wo das Paar sagt,
da sind vielleicht noch so Unstimmigkeiten, Konflikte zwischen einem als Paar.
Wo man sagt, ich weiß jetzt gar nicht, ob wir uns in der Erziehung so einig wären,
ob wir den gleichen Erziehungsstil hätten, die gleichen Werte,
in der Erziehung miteinander hätten, wo natürlich auch Unsicherheiten bestehen können,
die erstmal offen ausgesprochen werden sollten.
Was wir sehr regelmäßig haben, wenn wir im Coaching das Thema Familienkunden haben,
ist, dass andere Lebensbereiche noch nicht so sind, wie man sich die vorstellt.
Das hatte ich in einem Einzelcoaching mal, da ging es um das Thema einseitiger Kinderwunsch
und er fühlte den Kinderwunsch nicht.
Und im Coaching stellte sich heraus, dass es daran lag,
dass er andere Lebensbereiche einfach für ihn noch nicht so erfüllt sah,
wie er es braucht, um ein Kind in die Welt zu setzen.
Und einerseits fehlten ihm noch einige Abenteuer auf seiner Liste,
wo er sagte, ich kann mir ganz schwer vorstellen,
dass man diese Abenteuer mit einem Kind erleben kann.
Das würde ich gerne vorher noch erledigen,
bevor ich dann wieder 10,
14 Jahre warten muss,
bis man ein Kind mitnehmen kann auf solche Reisen.
Du guckst.
Ich habe gerade überlegt, welche Reisen.
Er meint, weil 10, 14 Jahre finde ich schon lang.
Naja gut, es gibt ja bestimmte Dinge,
die sind einfach für Kinder unter 10
entweder nicht so gut geeignet
oder einfach langweilig.
Ja gut, okay.
Das interessiert ein Kind unter 10 einfach nicht.
Sein spezielles Beispiel ist nun anders,
aber wenn man sich jetzt vorstellt,
man möchte ganz,
ganz gerne die ganzen Museen in Washington sehen
oder in New York gerne ins MoMA gehen
und Kunst betrachten und so weiter.
Das sind natürlich alles Dinge,
da hast du jetzt vielleicht so den 8-, 9-Jährigen
nicht unbedingt mit an Bord,
weil denen interessiert das nicht.
Das stimmt, ja.
Aber wenn der ein bisschen älter ist,
dann könnte es ihn vielleicht interessieren.
Wenn nicht, wäre aber auch vielleicht irgendwann soweit,
sein eigenes Ding zu machen und zu sagen,
pass mal auf, ich gehe den Weg da hinten drüber
oder ich schnappe mir,
wenn eine Schwester da ist,
eine Schwester,
oder ein Bruder schnappe ich mir den
und wir machen in der Zeit was anderes.
Ja, das stimmt.
Also da ging es auf jeden Fall darum,
und das ist ja auch immer eine Gefühlsfrage,
sein Gefühl war, er kann das mit einem Kind nicht machen.
Und man kann natürlich da immer so ein bisschen berichten,
wenn das aus eigener Erfahrung vielleicht doch ginge
und möglich wäre, kann man berichten und sagen,
Mensch, das habe ich anders erlebt.
Das könnte möglich sein.
Aber natürlich auch dann zu schauen,
dass er da einfach so seine Liste hat und sagt,
okay, wenn ich die,
wenn ich die Punkte hätte und ich stelle mir vor,
ich bin an dem Punkt angekommen,
wie fühlt es sich dann an?
Und dann hat es eben ein gutes Gefühl gemacht,
dass das dann geht.
Das war auch Unzufriedenheit im Job.
Also das sind wirklich häufig,
da sind jetzt meistens nicht so Kleinigkeiten drauf,
wie ich wollte ganz gerne nochmal eine andere Stadt besichtigen,
wie Berlin oder Hamburg.
Das sind irgendwie nochmal wirklich größere Dinge.
Also hier war es zum Beispiel nochmal das Thema,
dass er in seinem Beruf unzufrieden ist,
aber jetzt nicht mit dem Arbeitgeber oder,
mit seinem Umfeld,
sondern wirklich so ein ganz neues Berufsumfeld sich gewünscht hat
und auch überlegt hat,
an einen anderen Ort dafür zu ziehen und so weiter.
Also es sind so nochmal so ganz grundsätzliche Lebensentscheidungen,
die da irgendwie standen,
sodass er sich nicht sicher und im Leben so angekommen fühlte,
um Vater zu werden.
Die Folge ist sehr häufig,
wenn man sich nicht ganz sicher ist,
dass man das Gefühl hat,
man kann keine Entscheidung treffen.
Und dann kann,
dann kann das sein,
dass man so eine Konfliktspirale reinkommt
mit dem Partner, mit der Partnerin,
dass man sich eher anfängt,
über das Thema zu streiten.
Weil der eine sagt,
Jens, was sind denn deine Gedanken heute dazu?
Hast du nochmal drüber nachgedacht?
Man hat das Gefühl,
man ist vielleicht unter Druck gesetzt,
weil man keine neuen Gedanken hat,
aber auch Unzufriedenheit hat,
weil man halt keine neuen Gedanken dazu hat.
Und was dann halt auch sein kann,
ist, dass man an der Beziehung zweifelt
und an der Familienplanung überhaupt.
Und im letzten Schritt
dann vielleicht sogar die Trennung in Erwägung zieht.
Was da manchmal noch mit reinrutscht,
ist dann natürlich auch die biologische Uhr.
Auch gar nicht unbedingt in Form von,
dass man an dem Punkt ankommt,
wo die Frau biologisch nicht mehr kann,
sondern dann vielleicht eher sagen,
das innere Uhr,
wo man sich innerlich so den Zeitraum wünscht,
wo man gerne Vater oder Mutter werden möchte.
Also wenn man innerlich so das Gefühl hat,
das haben ja viele,
so ein inneres Alter,
wo man sagt,
da dürfte es gerne sein,
da dürfte es gerne passieren.
Ansonsten hat man eben seine Glaubenssätze,
dann bin ich zu alt
oder da bin ich zu jung
oder dann will ich nicht mehr
oder was auch immer.
Aber da wird das gut reinpassen ins Lebenskonzept.
Und wenn man das irgendwo zwischen 28 und 33 einsortiert hat,
dann fängt das natürlich innerlich an,
dass mit 31, 32 vielleicht langsam eine Unruhe entsteht,
wenn der Partner sagt,
ja, Kinder auf jeden Fall,
aber jetzt noch nicht.
Ja, und gerade auch,
wenn, finde ich,
im Freundes- und Familienkreis halt,
man ist halt in so einer Rush-Hour,
Im Leben bin ich, wo alle Kinderkriegen geführt,
wo alle Häuser kaufen, alle Heimat.
verheiraten. Und wenn man
halt da irgendwie sich nicht
verankert, wird man häufig auch gefragt,
Mensch, jetzt seid ihr schon so lange zusammen,
wie sieht es bei euch aus mit Kindern?
Aber es ist ja irgendwie das Gleiche. Kriegst du das erste Kind,
wirst du sofort danach gefühlt immer gefragt,
wann kommt das zweite Kind? Beim dritten Kind
nimmt das, glaube ich, ein bisschen ab.
Aber beim ersten und zweiten Kind ist das immer schon
sehr stark. Ich glaube, beim zweiten Kind ist das,
also du meinst, wenn das die Frage Richtung
drittes Kind ist. Ja, genau. Also ich glaube,
dann ist nur so ein ganz entspanntes, wollt ihr noch
ein drittes oder nicht? Also da ist dann
kein Nachdruck mehr da, aber beim
ersten ist es häufig so, da gibt es dann auch diese
verrückten Sprichworte alle, ne?
Ein Kind ist kein Kind. Ja.
Und all diese ganzen Glaubenssätze, die da so
Da erinnere ich mich
immer an eine Freundin von mir, da hatte die Mutter
zu ihr gesagt, als sie ihr drittes Kind bekommen hat,
so, jetzt ist aber auch Schluss, ne?
Das fand ich auch hart.
Das war
für sie dann auch gleich,
und vor allem, das kam gleich ein paar Stunden nach der
Geburt, ne? Ja. Also von wegen so,
jetzt drei ist wirklich
Maximum, ne? Ja.
Also das,
da erinnere ich mich immer an
die beste Predigt, die ich
je in einer Kirche gehört habe,
das war bei der Silberhochzeit
meiner Eltern, ich habe
zwei Geschwister, und bei der Silberhochzeit
meiner Eltern sagt der Pastor,
ihr seid asozial.
Mit drei
Kindern, und das war, das ist jetzt auch
schon einige Jahre her,
heute hört man das gar nicht mehr so, dieses
drei Kinder wäre asozial,
aber damals, da ging das so rum,
dass man sagt, so mehr als zwei Kinder
haben, da wäre man asozial.
Ja. Ich weiß gar nicht
mehr, wie das zustande gekommen ist.
Ich glaube, das liegt auch ein bisschen daran, dass es
die perfekte Vorstellung
in unserer Sozialisation
ist immer noch, ein verheiratetes
Paar, was zwei Kinder
hat, am besten Junge und Mädchen,
in einem Einfamilienhaus wohnen,
mit einem Zaun drum und einem Hund.
Das mag sein, ja.
Also jedenfalls in unserer,
der westlichen Welt. Und wenn wir
davon abweichen, am besten natürlich auch
die Kinder mit einem Altersabstand von zwei
bis drei Jahren, damit die schön miteinander spielen können.
Und Mädchen und Junge,
damit der Vater ja mit dem Jungen sich gut
beschäftigen kann, die Mutter mit der Tochter.
Also ich glaube, wir haben da ganz viele
Glaubenssätze, Prägungen
mitbekommen,
die es durchaus auch gerne aufzulösen
gilt. Ich habe letztens
das erste Mal gehört, dass ein Paar sagte,
ja, wir haben zwei Einzelkinder.
Ja. Und die meinten damit, dass die einfach
von den Jahren her so weit auseinanderliegen,
dass die eben nicht mehr
matchen, um miteinander zu spielen und somit
jedes Kind wie ein Einzelkind ist.
Weil die vom Alter her so weit auseinanderliegen.
Da fällt mir jetzt noch als letzten Satz auch
immer gerne ein,
dass zum Beispiel bei Familienplanung
richtiger Zeitpunkt ja auch immer für viele
das Geschlecht gar nicht so unwichtig
ist des Kindes. Und ich jetzt letztens
im Bekanntenkreis eine
Bekannte getroffen habe und die sagte,
sie ist jetzt mit dem zweiten Kind
schwanger. Das erste Kind ist ein Junge.
Und sie ganz oft darauf angesprochen wird, ob sie
sich ein Mädchen wünscht.
Und hoffentlich wird es ein Mädchen.
Und das fand ich auch krass.
Das war mir gar nicht so bewusst, dass es
immer noch so stark ist, dass es bei vielen Menschen
in unserer Kultur hier
noch so
zwei Jungs ist irgendwie komisch, oder?
Ich glaube, das geht auch
um das Erleben als Eltern.
Ja, aber du unterstellst ja eigentlich damit
so ein bisschen, Mensch, wenn es jetzt
ein zweiter Junge wird, ist ja doof für dich.
Kann ja sein.
Ja.
Dass es für sie gar nicht
wichtig ist. Könnte sein.
Aber das ist ja meistens aus dem eigenen
heraus. Das unterstellt
man ja nicht dem anderen sozusagen, sondern das ist
ja das eigene Gefühl. Ja, natürlich.
Na klar. Dann ist es wahrscheinlich das Gefühl
von der Person, dass sie gerne
ein Mädchen hätte, um beides zu erleben.
Kommt auf den Rahmen
und die Beziehung an vielleicht und wie das
jeder empfindet, aber für dich wäre es dann
wahrscheinlich so, ja.
Also wir haben dazu nochmal einen Blogbeitrag geschrieben,
als Paar eine Familie gründen, so führt ihr
ein glückliches Familienleben und da könnt
ihr lernen, welche Probleme und Folgen manchmal im Rahmen
der Familienplanung auftreten können
und wir zeigen euch im Detail, wie
ihr eine stimmige Entscheidung in Bezug auf
die Frage Familiengründen ja oder
nein trefft.
Genauso könnt ihr natürlich
bei uns ins Coaching kommen, wenn
ihr das Gefühl habt, das stimmt,
wir wollen ganz gerne eine Familie gründen,
aber das führt
immer wieder zu Konflikten
und wir eiern dort seit
Monaten und Jahren hin und her
und irgendwie klappt das alles nicht so, wie wir es
uns wünschen und es wird langsam zur Belastung
dieses Thema und wir möchten eigentlich ganz
gerne das Thema mit mehr Leichtigkeit,
Zufriedenheit angehen und nicht, dass es sich
wie eine Last anfühlt.
Ja, ein
Punkt, den wir immer machen,
wenn es darum geht,
eine nachhaltige,
stimmige Entscheidung zu treffen,
ist der Öko-Check.
Und mit dem Öko-Check kann geprüft werden,
ob sich eben eine Entscheidung,
stimmig anfühlt, weil über
vier Fragen ganz viele verschiedene
Aspekte abgefragt werden
und darüber eben auch
Dinge hervorkommen,
die man vielleicht vorher
sich nicht so
deutlich erklären konnte oder
die dann einfach mal ganz klar auf dem Tisch liegen.
Was sind die vier Fragen?
Die erste Frage ist immer, was ist das Gute am Jetzt?
Also wenn man jetzt davon ausgeht,
es ist ein Paar, was vielleicht
jetzt noch keine Kinder hat und halt die Frage ist,
ist jetzt der richtige
Zeitpunkt, ein Kind zu bekommen?
Ja oder nein? Vielleicht kann es auch eine Frage
sein, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für ein zweites Kind?
Genau. Also was ist das Gute
am Jetzt? Was
fühlt sich gerade gut an? Da gibt es ja immer
Dinge, wo man sagt, das ist ein Vorteil
Zeit als Paar,
wir können frei entscheiden, wir sind flexibel,
was auch immer, das ist auch ganz individuell.
Genau, also da gibt es dann halt
eine ganze Reihe von Dingen, die man vielleicht
aufzählt,
die jetzt dann gut sind.
Dann ist die zweite Frage, was muss getan,
gelernt, verändert werden,
damit die Vorteile aus der Gegenwart
erhalten bleiben? Also was kann
ich tun, damit ich diese Vorteile
mitnehme? Denn das ist ja immer
etwas, was
häufig vergessen wird,
dass man jetzt auch schon Vorteile hat
und dass es einem jetzt ja auch gut
geht und was kann ich tun,
um das mitzunehmen? Häufig
neigen wir dazu eben zu sehen, wir haben jetzt
vielleicht das Gefühl eines Mangels,
wir fühlen uns irgendwie nicht so gut,
es würde sich
besser anfühlen, wenn man
zu dritt, zu viert wäre,
das wäre dann komplett und so weiter.
Also irgendwie, dann
hat man ein Kind, was man lieben kann,
dem man die Welt zeigen kann und so weiter.
Hat also so die Vorteile,
die man in der Zukunft sieht,
aber sieht eben nicht, dass man jetzt ja auch schon welche
hat. Und dann guckt man
manchmal zurück und denkt,
ja Mensch, das hatte irgendwie auch Vorteile
und war auch irgendwie schön, als wir zu zweit
waren, ohne dass man damit sagen will,
dass man das Kind nicht haben wollen würde.
Aber hätte man sich vorher darüber Gedanken
gemacht, was das Gute daran ist und
wie man es mitnimmt, hätte man ein paar
Punkte vielleicht mitnehmen können, die man
dann nicht mitgenommen hat.
Fällt dir da mal ein konkreter, praktischer
Punkt ein?
Also ein Punkt, der mir einfällt,
der bei uns auch gleich ganz
wichtig war, wir sind sehr
gerne verreist.
Und das war ein Punkt, den wollten wir gerne mitnehmen
und sind glaube ich
das erste Mal geflogen, da
war unser Sohn. Acht Monate.
Acht Monate, ne? Wir haben
uns da so ein bisschen belesen, haben für uns entschieden,
dass wir ein bisschen warten wollen,
bis er ein bisschen
größer ist, wegen dem Fliegen, wegen dem
Druckausgleich und so weiter und haben
ganz sanft gestartet
mit Österreich. Genau, das ist
von uns aus eine Stunde 15,
die man fliegt. Und haben dann gesteigert.
Haben gedacht, das lässt sich
machen und das wäre im Notfall
angenommen, er hätte das überhaupt
nicht vertragen. Das kann ja auch passieren.
Dass das Kind, das Baby, den
Druckausgleich gar nicht hinbekommt, was du eben
vorher schwer weißt. Wir haben es kontrollieren
lassen, wir haben vorher die Gehörgänge
checken lassen, war beim HNO-Arzt, haben das
durchprüfen lassen, dass das alles soweit okay
aussieht. Haben uns nochmal Tipps geholt, Nasenspray.
Also haben alles soweit vorbereitet,
was irgendwie geht. Aber hätte ja
trotzdem sein können, dass er es überhaupt nicht erträgt
und dann wäre das eben auch noch ein Weg
gewesen, den hätte man mit dem Zug zurücknehmen können.
Um zu sagen, pass auf, dann
lass uns das sein lassen.
Und so haben wir ihn natürlich sehr früh
zeitig an das Reisen gewöhnt
und an das Fliegen gewöhnt,
sodass er jetzt genauso wie
wir natürlich sehr gerne reist und
Urlaube mag und
dadurch natürlich auch sehr
interessante und lustige Dinge
passieren. Also man muss natürlich stark genug sein,
auszuhalten, dass es um einen herum Menschen gibt,
die das überhaupt nicht einsehen können,
wie man denn sein Kind mitschleifen könne.
Und er selber sei doch auch
erst gereist, als er vielleicht das erste Mal
acht oder neun oder 15 oder 20
war, wo man dann immer nur
sagen kann, das tut uns ja leid, dass das bei euch
erst so spät geklappt hat. Aber es
gibt natürlich viele Menschen, die einen dann grimmig angucken,
wenn das Baby mal ein bisschen weint.
Man muss damit leben, dass man
auf der Reise,
auf der Transferzeit angekotzt wird
von seinem Kind oder dann eben auf dem
Flughafen angepischt wird, weil die Windel
nicht hält. Also es passieren dann eben auch
lustige Dinge. Aber das sind total lustige Dinge und daran wächst
man ja auch. Das letzte Mal
fand ich auch total schön das Gefühl, dass wir ja an einem
Flughafen wiedergekehrt sind, wo er, glaube
ich, mit anderthalb oder so waren.
Und wir genau dieses Phänomen da hatten,
dass wir uns dann neue T-Shirts kaufen mussten,
weil wir beide
so nicht in den Flieger konnten.
Ja, und dann jetzt ja mit unserem Sohn, der
fast sechs ist, da längst spazieren und sagen, guck mal,
auf der Toilette haben wir damals dich
gewickelt, als das und das passiert ist. Und schau mal,
da mussten wir uns die neuen T-Shirts holen, weil da
hast du uns angespuckt. Und er dann mit fast sechs
und anguckt und sagt, wieso habe ich euch angespuckt?
Und wieso ist denn da
Pigi ausgelaufen? Das kann ich mir gar nicht vorstellen.
Also so völliges Unverständnis.
stellen ist, wie das passieren konnte.
Gut, wir driften ab. Dritte Frage.
Dritte Frage. Was sind die negativen Konsequenzen, Risiken, Nachteile? Also jede Entscheidung, die wir treffen, hat immer auch negative Konsequenzen.
Zum Beispiel weniger Freiheit. Man kann abends nicht mehr zu zweit so entspannt weggehen. Man braucht einen Babysitter, jemanden, der aufpasst. Am Anfang ist häufig die Mutter durch das Stillen stärker gebunden. Solche Dinge. Also es gibt ja auch da einige Sachen, die man sieht.
Aber auch vielleicht konkret darauf bezogen, auf den Moment. Was sind die negativen Konsequenzen, wenn man das jetzt in diesem Moment macht und nicht wartet? Oder was sind die negativen Konsequenzen, wenn man weiter wartet? Also da das nochmal so für sich genauer.
Das können ja auch andere Konsequenzen sein, wie was würde es bedeuten, wenn ich aus dem Job aussteige? Also wenn ich jetzt schwanger werden würde, je nachdem wo ich arbeite, komme ich in ein Beschäftigungsverbot?
Was wären da die negativen Konsequenzen? Was wären finanzielle Konsequenzen? Und so weiter. Also da glaube ich, kann man auch ein bisschen größer denken.
Und das Gute ist, wenn man das frühzeitig sich gemeinsam anguckt, dann kann man nämlich auch frühzeitig gemeinsam sich an die vierte Frage ranmachen. Nämlich was muss getan, gelernt, verändert werden, damit die negativen Konsequenzen nicht eintreten? Und genau dafür kann man dann vorsorgen.
Zu schauen, wie kann ich das so machen, dass das zum Beispiel. Mein Karriereweg möglichst wenig lastet. Kann ich vielleicht die Elternzeit auf beide aufteilen? Was gibt es da für kreative Möglichkeiten? Frühzeitig mit dem Arbeitgeber sprechen, frühzeitig zu schauen, kann ich mir ein Netzwerk aufbauen? Also in Form von, sind die Großeltern bereit, haben die Zeit und Lust auf die Kinder aufzupassen?
Also gibt es jetzt ja auch immer mehr, dass die Großeltern so diese typische Oma-Opa-Rolle, die wir vielleicht noch so kennen, gar nicht mehr einnehmen.
Ja, können vielleicht auch, weil sie lange arbeiten nicht.
Viele aufgepasst haben. Das ist vielleicht jetzt gar nicht mehr so selbstverständlich, dass man sowas dann eben abklären kann vorab.
Ja, und so kann man dann diese vier Fragen durchlaufen. Man wird Dinge haben in der Gegenwart, die gut sind, die man mitnehmen kann, aber auch Dinge, wo man sagt, kann ich vielleicht nicht mitnehmen.
Man wird eben so negative Konsequenzen haben, wo man sagt, wunderbar, habe ich eine optimale Lösung für, für andere vielleicht nicht.
Dann ist natürlich die Frage, wenn man drauf schaut, wird es diese Lösung denn in Zukunft überhaupt geben können? Also liegt es jetzt wirklich am Zeitpunkt oder ist es etwas, was einfach immer da sein wird?
Ja.
Also es wird negative Konsequenzen geben, die sind heute da und lassen sich nicht lösen und in Zukunft vielleicht auch nicht. Und was macht man dann daraus, ne?
Und man muss ja auch einfach, finde ich, auch noch den Aspekt mit reinnehmen, man kann alle negativen Konsequenzen, die einem jetzt einfallen, natürlich aufschreiben. Außerdem sollte man. Vielleicht auch nochmal den Gedanken in sich drin haben, dass man nicht alle Punkte im Leben immer bedenken kann, dass das ganz natürlich ist, dass auch mal Sachen noch einfach so auftreten, spontan auftreten.
Man weiß nicht, wie eine Schwangerschaft wird, man weiß nicht, wie die erste Zeit mit einem Kind wird. Also eine gewisse Flexibilität auch darin zu haben.
Ja, das ist der Anteil im Leben, der sich Abenteuer nennt. Und das ist natürlich etwas, was auch eine Schwierigkeit darstellen kann. Wir streben ja gerade in den 30ern nach.
Nach den 20ern, wo viel Abenteuer war, viel Sicherheit an, ne? Also finanzielle Sicherheit, Sicherheit im Job, Sicherheit in der Partnerschaft, also alles ist irgendwie sicher.
Und auch da fällt es uns manchmal dann schwer, ein Abenteuer zuzulassen. Das kommt dann häufig nach den 30ern wieder, dass man dann sagt, oh, das ist so viel Sicherheit gewesen, jetzt brauchen wir irgendwie mal wieder mehr Abenteuer im Leben.
Aber das ist eben auch etwas, wo man sagt, sich auf ein Abenteuer einzulassen und zu sagen, ich probiere es einfach mal aus.
Also das ist. Das ist eben so sehr häufig, wenn wir es durchführen, das Ergebnis im Öko-Check, dass es noch ein paar Dinge gibt vielleicht, die man erledigt haben möchte oder wo man vorsorgen möchte oder die so noch anstehen.
Aber dass ansonsten auch einige Dinge übrig bleiben, gerade im Bereich der negativen Konsequenzen, die einfach grundsätzlich da sind, die einfach immer gegeben sind.
Also natürlich kann es sein, dass jetzt die Großeltern sagen, hey, pass mal auf, also in zwei Jahren sind wir in Rente, dann können wir ganz viel aufpassen.
Und man sagt, oh, das ist schon mal ein Baustein, ne?
Dann, das wird schon mal dann Sinn machen, vielleicht noch mal ein, zwei Jahre zu warten.
Und vielleicht sagt man auch, Mensch, das ist egal.
Ich bin sowieso die ersten zwei Jahre, möchte ich gerne Elternzeit haben und ich möchte mich erstmal aus dem Job ausklinken.
Das trifft super auf eure Rentenplanung zu.
Dann in zwei Jahren möchte ich nämlich wieder am Anfang mehr zu arbeiten und dann könntet ihr mehr aufpassen.
Das passt auch gut.
Also es ist immer so die Frage, wie passt das alles hinein?
Das ist höchst individuell.
Und das ist eben ein ganz wichtiger Punkt, finde ich, dass man sich da nicht zu viele äußere Einflüsse reinholt.
Und äußere Gedanken, denn das ist, wie gesagt, höchst individuell.
Das muss nur für euch beide stimmig sein.
Und auch dieser Öko-Check, den kann man eben nicht verallgemeinern.
Den muss jeder für sich und fürs eigene Leben, die eigene Konstellation beantworten.
Genau, wenn man den Öko-Check dann gemacht hat, mit dem Partner drüber sprechen und dann zusammen eine Lösung finden, beziehungsweise das abgleichen.
Und selbst dann, würde ich aus eigener Erfahrung sagen, ist das immer noch total aufregend.
Man fragt sich immer noch, ist das wirklich der richtige Zeitpunkt?
Aber irgendwann kommt so der Punkt, so ein bisschen wie vielleicht Bungee-Jumping oder irgendwas, wo man sagt, einfach machen.
Irgendwann, wenn alles im Kopf erledigt ist, sozusagen alle Punkte abgehakt sind und das nur noch so dieses innere Überwinden ist,
dann ist irgendwann der Punkt zu sagen, okay, dann geht's jetzt los.
Ich denke da gerade nochmal zurück an das Wochenende.
Ja, genau.
Der Hochseilgarten mit unserem Sohn, der dann irgendwie vor dieser Seilwinde steht, ist dort jetzt drin und sagt,
Papa, ich habe irgendwie ein bisschen Angst, das zu machen.
Wo ich sage, ja, das ist doch gerade auch der Spaß daran, dass du auch ein bisschen das Gefühl hast, es kribbelt, du hast ein bisschen Sorge, was passiert?
Du stürzt dich in ein Abenteuer und ich sage zu ihm, los geht's.
Ein bisschen Angst gehört dazu.
Es darf natürlich nicht so sein, dass er anfängt zu weinen und gar nichts mehr machen kann.
Aber wenn du sagst, ich habe ein bisschen Angst, dann okay.
Dann stürzt dich da rein.
Und ich glaube, das ist nachher beim Kinderkriegen auch so.
So ein bisschen Sorge und Zweifel und Angst gehört dazu.
Genauso wie es auch bei der Hochzeit passiert, dass man vorher so ein bisschen Angst und Zweifel bekommt, weil es sind einfach riesige Entscheidungen.
Absolut.
Und ich glaube, oder auch vergleichbar mit auf der Bühne stehen, dass man immer ein bisschen Lampenfieber hat.
Aber das ist okay, das gehört dazu.
Wenn das nicht da ist, dann nimmt man seine Aufgabe nicht ernst.
Ja.
Und ich glaube, das sind einfach so Punkte, so ein bisschen Zweifel und Angst gehört dazu.
Es sollte aber nicht so stark sein.
Wenn man sagt, das ist nicht mehr gut, ich kriege jetzt richtig, richtig Bauchschmerzen, mir wird übel, was auch immer, dann muss man sagen, dann springen jetzt nicht runter die Seilwinde.
Dann lass uns lieber den Retter holen und sagen, wir müssen nochmal überlegen und irgendwie schauen, irgendwas passt da gerade nicht.
Und das muss man halt innerlich abwägen.
Ist das stimmig und einfach nur so ein bisschen Sorge und Zweifel vor der riesigen Entscheidung, die man trifft?
Oder ist da jetzt wirklich noch was unstimmig in mir?
Eine sehr spannende Folge.
Wir hören uns das nächste Mal.
Bis zum nächsten Mal und denkt dran, wenn ihr Hilfe braucht bei einem Öko-Check, bei der Entscheidung, kommt gerne bei uns ins Coaching.
Wir unterstützen euch dabei, eine stimmige Entscheidung zu treffen.
Bis dann.
Bis dann.
Podcast Summary
Key Points:
Das Gründen einer Familie ist eine wichtige Lebensentscheidung, bei der der richtige Zeitpunkt individuell und emotional abgewogen werden muss.
Der ideale Zeitraum liegt zwischen 20 und Mitte 40, doch variiert stark je nach Lebensphase, Karriere und persönlichen Erfahrungen.
Ein Kind verändert das Paar von Liebespaar zu Elternpaar, was mit neuen Verantwortungen, Herausforderungen und einem tiefen emotionalen Engagement verbunden ist.
Viele Menschen fühlen sich unsicher hinsichtlich ihrer Fähigkeiten, Identität oder der persönlichen Lebensziele, um Mutter oder Vater zu werden.
Die Entscheidung wird durch kollektive Glaubenssätze und soziale Erwartungen beeinflusst, wie z. B. die Vorstellung von zwei Kindern in einem Einfamilienhaus.
Der „Öko-Check“ hilft, vier zentrale Aspekte abzustimmen
Negative Auswirkungen wie verminderte Freiheit, finanzielle oder berufliche Risiken sowie die Abhängigkeit von Großeltern müssen frühzeitig berücksichtigt werden.
Angst, Zweifel und Unsicherheit gehören zur Entscheidung, sind jedoch nicht ein Hindernis – sie zeigen vielmehr, dass das Paar tiefgründig nachdenkt.
Summary:
Das Thema Familie gründen ist eine komplexe und emotional bereichende Entscheidung, die nicht nur auf biologische Faktoren, sondern auf persönliche, emotionale und soziale Faktoren abgestimmt werden muss. Die Folge beleuchtet, dass der „richtige Zeitpunkt“ nicht allgemein festgelegt ist, sondern individuell von der Lebensphase, der Karriere, der persönlichen Identität und den emotionalen Vorbereitungen abhängt. Ein zentrales Werkzeug ist der „Öko-Check“, ein strukturierter Prozess, der vier Fragen abfragt: Was ist gut im Moment?
Was muss verändert werden, um Vorteile zu erhalten? Welche negativen Folgen treten auf? Und wie kann man sie vermindern?
Dieser Check hilft, das Paar gemeinsam zu klären, was sie mitnehmen und was sie vorübergehend oder dauerhaft abwerten können. So entstehen nicht nur praktische Lösungen, sondern auch ein tieferes Verständnis der eigenen Werte. Zudem werden Fragen zur sozialen Erwartung, wie z.
B. der „drei-Kinder-Asozialität“ oder dem Geschlecht des Kindes, kritisch betrachtet. Angst und Zweifel gehören zur Entscheidung, sind jedoch keine Ausnahme.
Wenn sie zu einem starken Leiden führen, sollte man innehalten und das Gleichgewicht überdenken. Der Schlusspunkt ist eine Balance aus innerer Überzeugung, persönlicher Vorbereitung und emotionaler Bereitschaft – ein Moment, an dem man sich entscheidet, ob der Weg zur Familie nun begonnen werden soll.
FAQs
Der richtige Zeitpunkt hängt individuell ab und liegt oft zwischen 20 und Mitte 40. Es ist wichtig, dass beide Partner sich sicher fühlen, weil ein Kind ein neuer Lebensabschnitt darstellt, der das Paar in Elternpaar verwandelt.
Ja, viele Menschen haben ein inneres Alter, bei dem sie das Gefühl haben, dass die Familie gründen sollte. Dieses innere Zeitrahmen kann wichtiger sein als eine biologische Grenze.
Durch den Öko-Check, bei dem vier Fragen gestellt werden: Was ist das Gute am Jetzt? Was muss verändert werden? Welche negativen Konsequenzen gibt es? Und wie können diese vermieden werden?
Mögliche Nachteile sind weniger Freiheit, mehr Verantwortung, die Notwendigkeit eines Babysitters, finanzielle Belastungen und Einschränkungen im Beruf oder im privaten Leben.
Personen, die noch Abenteuer oder berufliche Ziele nicht erreicht haben, mögen sie vor dem Kind nicht aufgeben. Das Gefühl, ein Kind mit einem bestimmten Lebensstil zu führen, ist entscheidend.
Ja, insbesondere wenn ungelöste Konflikte oder Unsicherheiten in der Erziehung oder dem Lebensstil bestehen. Das führt oft zu Streit, wenn eine Entscheidung getroffen wird.
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