Êxodo 19.16-25 - Um encontro aterrador - Rev. Breno Macedo
from Igreja Presbiteriana Semear
41m 8s
Die Diskussion im Podcast betont, dass unsere Wahrnehmung und Erinnerung an die Welt nicht durch geografische Strecken oder Geschwindigkeit bestimmt sind, sondern durch die Qualität und Vielfalt der erlebten Ereignisse. Obwohl eine Zugfahrt von Hamburg nach Frankfurt eine lange Strecke abdeckt, bleibt in der Erinnerung nur das Beginn-Ende der Fahrt, weil keine detaillierten Erfahrungen wahrgenommen wurden. Im Gegensatz dazu führt eine langsame, bewusste Bewegung – wie zu Fuß durch einen Wald – zu einer tiefen Wahrnehmung, da viele kleine Details und Veränderungen wahrgenommen und im Gedächtnis gespeichert werden. Dies zeigt, dass eine kleinere, verengte Bewegungszone nicht zu einer kleineren Welt führt, sondern vielmehr zu einer größeren, detaillierteren und emotionalen Erfahrung. Die Wissenschaft unterstützt diese Ansicht durch die Konzepte von "Event Boundaries" und der "Attention Restoration Theory", die zeigen, dass die Aufmerksamkeit durch natürliche Umgebungen sanft gefasst und regeneriert wird. Ein Beispiel ist die Beobachtung markierter Bäume oder einer Quelle im Frankfurter Stadtwald, die als Metapher für persönliche Entscheidungen und Veränderungen fungieren. Diese Mikroabenteuer, die auf Bewusstsein und Aufmerksamkeit beruhen, führen zu bedeutungsvollen Erkenntnissen, die das Leben verändern. Der Fokus liegt nicht auf großen Reisen, sondern auf dem Fähigkeit, im eigenen Umfeld tief zu schauen, zu hören und zu fühlen. So wird die Welt nicht größer durch Entfernung, sondern durch tiefe, bewusste Beobachtung.
Unser Gehirn strukturiert das, was wir erleben, nach, man hat was angefangen,
wann endet was, wann passiert was Neues, wann verändert sich eine Situation.
Die Welt kleine zu machen, um sie größer werden zu lassen.
Und es loszulassen, immer nach dem ganz, ganz großen vermeintlich zu streben,
was am Ende möglicherweise aber kleiner ist, als das, was ich haben kann,
welches kleine Gehirn oder wenn er da was Großes hätte.
Welche Bäume gibt es da, die ich mal markieren könnte,
dass ich sie möglicherweise in absehbarer Zeit fälle?
Einfach durch meinen Wald mal durchzuspazieren
und mir das alles mal anzugucken, genau zu gucken.
Welche Bäume sind eigentlich tot?
*Musik*
Moin und herzlich willkommen bei Freiraus dem Podcast
für mehr Freiheit und Abenteuer in unserem Leben.
Ich bin Christophe Förster und ich begrüße dich hier und heute aus dem
Frankfurter Stadtwald.
Ich blicke gerade auf den Jacobie-Weyer, höhere einige Entenkwagen im Hintergrund
eine biene Summe um mich herum, gerade habe ich gesehen wie ein Eisvogel
ins Wasser tauchte, von einem Baum, der abgestorben ist und in diesen Weyer hineingefallen.
Dieser Stadtwald in Frankfurt, der wirklich nicht weit entfernt liegt,
von der Frankfurter Innenstadt, 15 Minuten mit der Tram mit der Straßenbahn,
der ist wirklich schön, weil es ein richtiger Mischwald ist, weil es einer ist,
der auch nicht so durchstrukturiert ist, wo nur Straßen mitziehungsweise Wege
hindurch führen, die so 90 Grad zu einem da stehen und den so patzellieren.
Sondern es ist ein richtig schöner gewachsener Gemischterwald.
Jetzt gerade sehe ich zwei Enten über den See hinweg, Flattern über
Sohn Holzbrücke, dahinten entschwinden sie zwischen die Bäume und
dann wohin auch immer, ich weiß nicht genau, wie es da weitergeht.
Falls du ein paar Hintergrundgeräusche hörst, dann hörst du jetzt auch
gerade, wie ein Flugzeug startet, vom nämlich nicht so weit von hier entfernten
Frankfurter Flughafen, der ja hoch frechventiert ist und wo immer, und ich
weiß los, eben dann auch hier über dem so schön, weil eine Geräuschkulisse
hängt, immer mal wieder ein regelmäßigen Abständen. Warum bin ich hier?
Ich halte hier gerade die Stellung, während die Teilnehmerinnen des
Tags des Neuanfangs hier unterwegs sind in diesem Waldgebiet um mal zu
hochen, ob sie in der Natur in diesem Waldgebiet antworten finden für die
Fragen, die sie gerade beschäftigen. Wir sind hier gerade also auf einem
Seminar, einem Tages Seminar. Ich biete die ja gerade in verschiedenen
Schläten Deutschlands an und gehe mit Menschen raus in die Natur um mal zu
schauen, was da so für Impulse liegen in der Natur und was das dann in
uns in Bewegung setzt. Und das ist insofern jetzt heute für die Podcast
vorgeinteressant, als das Teil des Kontrasts ist, den ich heute mal aufmachen
möchte. Ich bin nämlich gestern mit dem Zug hier hergefahren von Hamburg nach
Frankfurt und habe dann natürlich viel Strecke in wenigen Stunden zurückgelegt.
Das war eine sehr sehr schöne Fahrt, weil auch die Nachmittagssonne tief
stand und die ganze Landschaft, durch die ich gefahren bin, ja in wunderschönes
warmes Licht tauchte und diese an mir vorbei flog die Landschaft und ich das
schön geobachten konnte. Wie diese Landschaft sich auch verändert zwischen
Hamburg und Frankfurt und dann so meinen Gedanken auch nachhängen konnte, was gerade
in dieser Landschaft wohl passiert, was da mal passiert ist, was die Menschen,
die ich da gesehen habe, gerade für Themen haben, worüber die sich unterhalten.
Und das ist genau schon das, worüber ich heute sprechen möchte, beziehungsweise
was auch Teil dieses Kontrastes ist, um denen es heute gehen soll. Wir sprechen
heute mal darüber wie groß oder wie klein doch unsere Welt werden kann. Wie sehr
das abhängig davon ist, mit welcher Geschwindigkeit wir unterwegs sind oder
welche Distanzen wir zurücklegen. Darum geht es heute, wir werfen in dem
Zusammenhang auch nochmal im Blick in die Wissenschaft. Wir werden ein, zwei
konkrete Ideen auch entwickeln, die im Alltag helfen können, um dem mal
nachzuspüren. Wir gehen gleich konkret und detailliert
rein, atmen aber vorher noch einmal kurz tief durch.
Ja, ich habe es ja schon gesagt, ich bin gestern von Hamburg nach Frankfurt gefahren mit dem
Zug einem Euro-City übrigens, einem Schweizer Euro-City, der auf dem Weg nach
Basel war. Und da ist die Landschaft an mir vorbeigeflogen, ungefähr 500
Kilometer lang. Das war schön, die Landschaft so vorbeifliegen zu sehen. Aber ich
habe mich auch daran erinnert, wie das zum Beispiel war, als ich zu Fuß und
mit dem Ständer-Pädel-Bord durch Deutschland unterwegs war oder auch daran, wie ich
sonst oft aus eigener Kraft unterwegs bin durch Deutschland. Das ist natürlich
ein anderes Tempo, da sehe ich nicht so viel an Distanz, nicht so viel an
Strecke, nicht so viele Unterschiede vielleicht in der Landschaft, in dem
Terrain, im Relief der Landschaft, vielleicht von Hamburg aus weniger Mittel
Gebirge innerhalb von vier, fünf Stunden. Logischerweise, wenn du mit dem Fahrrad
unterwegs bist oder zu Fuß unterwegs bist oder paddeltst, das heißt, die
Landschaft verändert sich nicht so schnell und dennoch erlebst du ja in dieser
Zeit unglaublich viel, wenn nicht sogar viel mehr. Wenn ich jetzt schauen, was wir hier
heute machen, wir sind in diesem Waldstück in Frankfurt unterwegs und haben
einen ganz, ganz kleinen Radius. Die Teilnehmerinnen sind gerade für vier
Stunden alleine in diesem Waldgebiet unterwegs oder wo auch immer das weiß ich
gar nicht genau, wo die sich gerade rumtreiben. In jedem Fall haben sie die
Aufgabe von hier, von einer Base an diesem Wire, wo ich mich gerade befinde, mal
zu schauen, wo es sie hinzieht und in vier Stunden wieder hier zu sein.
Ihr Radius wird, so hoffe ich zumindest, relativ klein sein und gerade wenn dieser
Radius klein wird, wenn wir gar keine große Strecke zurücklegen, dann ist ja die
interessante Frage, was passiert denn dann da? Wie groß kann die Welt denn
eigentlich werden in so einem kleinen Radius? Das schauen wir uns mal an. Ich bin
gestern im Zug an Feldern vorbei gefahren, durch Wälder, durch Tunnel, an
Dörfen vorbei, an Flüssen entlang, haben Bahnhöfe gesehen, haben natürlich
Menschen irgendwo da draußen auch gesehen auf einem Feldweg oder die an einem
Bahnsteig standen. Ganz ganz viele Orte an denen irgendwas gerade passiert und
die für diese Menschen, die dort leben, eine auch eine Bedeutung haben. Diese
Situation in denen sie gerade sind, aber auch die Orte an denen sie unterwegs sind.
Diese Orte sind voller Geschichten und obwohl ich so viel gesehen habe, würde ich
nicht behaupten, dass ich gestern sehr viel erlebt habe von Deutschland.
Wahrscheinlich habe ich vor allem eines Erlebnets Zugfahrt von Hamburg nach Frankfurt,
die schön war, die eine schöne Szenerieboot, aber das war eigentlich mein
Erlebnis. Also in meiner Erinnerung ist diese ganze Zeit und diese ganze
Strecke zusammengedampft auf Bahnfahrt von Hamburg nach Frankfurt. Um eine
Strecke zurückzulegen ist es natürlich großartig, die Bahn nutzen zu können.
Ich liebe das Bahnfahren, auch wenn die Bahn in schöner Regimeßigkeit verspätet
ist in Deutschland. Ich finde die trotzdem super und ich bin gerne mit der Bahn
unterwegs. Aber ich glaube eben, dass es neben dem geografischen Radius noch
eine zweite Größe gibt, die mindestens genauso interessant ist, werde ich hier
der nächsten Flieger vorbei ziehen lassen. Warte mir den Mal ab, bevor ich weiter
rede. Das wird es doch so laut im Hintergrund. Vor allem wenn ich nach
oben fucke mit den Flieger ansehe, dann entfernt sich mein Mund noch weiter von dem kleinen Mikrofon,
was an dem Kragen meines T-Shirts angeklippt ist. Und dann wird es wahrscheinlich noch schwieriger mit dem Sound,
dass du den gut verstehen kannst. Aber jetzt ist das Flugzeug vorbei. Ich baue ihm nicht mehr hinterher zu gucken,
ob du verstehst nicht wieder besser. Also neben dem geografischen Radius finde ich,
es ist noch eine zweite Größe sehr, sehr relevant. Und den können wir zum Beispiel Erlebnis radios nennen.
Denn nur weil ich mich durch einen Ort bewege, heißt das ja noch lange nicht,
dass dieser Ort wirklich Teil meiner Welt geworden ist. Weil die Wälder, durch die ich mit dem Zug gefahren bin,
die habe ich nicht erlebt. Da weiß ich nicht, wie es da gerocken hat.
Ich habe keine Ahnung, wie sich der Wind angefühlt hat, auf den Feldern, durch die ich gefahren bin,
weil ich den ja nicht gespürt habe in der Bahn. Von den kleinen Orten, durch die wir gefahren sind,
habe ich keine Namen und keine Erlebnisse, die ich mit diesen Orten verbinde.
Vielleicht war da irgendwo ein Bach in der Nähe dieses Ortes. Vielleicht waren da Kraniche,
irgendwo noch am Rand des Feldes, die ich gar nicht gesehen habe, die mir aber aufgefallen wären,
wenn ich anders unterwegs gewesen wäre. Vielleicht gab es da kleine Pfade, die ich lieber gerne entlang gelaufen wäre,
wenn ich sie dann überhaupt gesehen hätte und selbst wenn ich sie gesehen hätte wäre,
ist mir nicht möglich gewesen. Also ich habe diese Landschaft gesehen, ohne ihr wirklich zu begegnen.
Und wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte dieselbe Strecke anders zurückgelegt, zum Beispiel,
allein schon mit dem Auto wäre es etwas anderes gewesen, weil ich hätte anhalten können,
wenn mich irgendwo was interessiert hätte. Dennoch wäre das Meister an mir vorbeigeflogen.
Im Auto bin ich ja auch so abgeschirmt von meiner Umgebung, dass ich auch nicht gewusst hätte,
wie der Wind sich anfühlt, weil ich das im Auto nicht mitbekommen.
Die meisten Gerüche hätte ich wahrscheinlich auch nicht mitbekommen.
Und die aller meisten kleine Teils wären auch an mir vorbeigefallen.
Wenn ich jetzt aber aus eigener Kraft unterwegs gewesen wäre, das Fahrrad ist ja da das nächste, schnellste.
Meist dann hätte ich sehr viel mehr wahrgenommen wäre, der Landschaft mehr begegnet.
Zu Fuß wäre das nochmal wieder mehr gewesen. Ich wäre vielleicht nochmal andere Wege gegangen,
Wege, die ich mit einem normalen Fahrrad gar nicht hätte fahren können.
Mir wären wieder mehr Details aufgefallen, weil ich einfach eine andere Geschwindigkeit gehabt hätte.
Wenn ich irgendwo sogar mal stehen geblieben wäre das wäre so die nächste Stufe, dann wäre mir nochmal mehr aufgefallen.
Und die Frage ist, wäre meine Welt dann größer geworden oder wäre sie kleiner geworden?
Ich habe dann eine ganz klare Antwort drauf und zwar bin ich der festen Überzeugung,
dass wenn unser Radius kleiner wird, dass die Welt dann größer wird.
Aber mich hat interessiert, wie es in der Wissenschaft ist, ob es da auch Erkenntnisse gibt, die darauf hinweisen,
dass das tatsächlich so sein könnte, nicht weil ich mir alles wissenschaftlich erklären möchte.
Sondern weiß interessant finde auch oft, ob es zu bestimmten Dingen schon eine Forschung gibt oder ob das die Wissenschaft gar nicht interessiert.
Es ist aber tatsächlich so, dass unser Gehirn offensichtlich keine innere Videokamera besitzt, die einfach das Leben gleichmäßig aufzeichnet.
Und dann schauen wir, dass wenn wir uns später einen Zeitraum erinnern und dann einschätzen, wie lang oder wie reich der Gewesen ist,
also wie wichtig der Gewesen ist, wie besonders der Gewesen ist, dass da unter anderem eine Rolle spielt, wie viele unterscheidbare Ereignisse unserer Gedächtnis da rausgemacht hat.
Du hast gerade den nächsten Flieger gehört und jetzt schon ein Gefühl dafür für den Rhythmus, wie hier die Flieger hochgehen.
Also für die Frequenz, das ist übrigens eine schöne Herausforderung für die Teilnehmerinnen hier und heute, dass sie trotz dieses Geräusch, was regelmäßig auftaucht,
es schaffen, voll bei der Natur zu sein, bei sich zu sein und wahrzunehmen und nicht die ganze Zeit sich voll rausholen lassen von diesem Geräusch.
Ich bin sehr gespannt, wie das funktioniert, dass es sehr alltags nach, weil da ja auch ständig Ablenkungen sind und mal so ein Störgeräusch reinkommt.
Ich glaube, dass sie das ganz gut gelingen wird, aber wir werden das später sehen, reich ich dann vielleicht noch mal irgendwann nach.
Jetzt aber zurück zu dem, wie unser Gehirn Zeiträume abspeichert, ob die jetzt lang gewesen sind, ob die wichtig gewesen sind, ob die Kurz gewesen sind, wie reich die waren, was alles drin war.
Das funktioniert nicht anhand einfach nach einer gleichmäßigen Aufzeichnung, sondern es ist wichtig, wie viele unterschiedbare Ereignisse unser Gedächtnis aufgezeichnet hat.
Da gibt es einen Begriff für in der Wissenschaft und der heißt Event Boundaries im Englischen, also im Prinzip Ereignis Grenzen. Unser Gehirn strukturiert das, was wir erleben,
dass wir nicht nach, man hat was angefangen, ja, wann endet was, wann passiert was Neues, wann verändert sich eine Situation. Und diese Veränderung, die helfen uns dabei, erlebt es in einzelne Episoden zu gliedern und später wieder abzurufen.
Bedeutet jetzt nicht einfach, dass je mehr passiert, dass der Tag sich auch um so länger anfühlt, denn man muss zwei Dinge auseinanderhalten, einmal die Zeit während wir sie erleben, also während des Erlebnisses selbst und dann die Zeit, wie sie später wirkt, also wie wir uns an sie erinnern.
Das kennst du wahrscheinlich auch ein ereiges Reichertag, der kann vergehen, wie im Flug Schwups ist der vorbei. Und dann guckst du abends auf die Uhr und denkst, wie kann das sein, dass der Tag jetzt schon vorbei ist.
Wenn du aber ein paar Tage später auf diesen Tag zurückblickst, dich an ihn erinnersst, dann wirkt er oft unglaublich groß, weil so viele Ereignisse drin waren.
Weil es eben einzelne Sequenzen und Erinnerungen sind, die das Gehirn gespeichert hat. Und dann gibt es Tage, die können sich ewig lang ziehen und später trotzdem völlig verschwunden sein aus unseren Gedächtes.
Zum Beispiel oft auf der Arbeit, da fühlen sich die Tage ewig an, die Zeit geht nicht vorbei, es wird einfach nicht abends, feierabend. Und wenn wir aber auf den Tag dann zurückblickend ein paar Tage später entfragen,
wir können uns gar nicht an den Erinnern, das gar nichts abgespeichert, weil wir nicht wirklich etwas erlebt haben. Und das ist ja schon bemerkenswert, das Zeit ihre eigentliche Größe nicht durch Minuten bekommt, sondern eben auch durch Ereignisse.
Und das erklärt er auch ein bisschen was jetzt auf der Zugfahrt von mir gestern passiert ist, da sind 100 km Landschaft an mehr vorbei gerast und da sind wahrscheinlich unendlich viele Dinge passiert, aber ich habe die ja nicht wahrgenommen.
Also da draußen sind Dinge passiert. Ich habe die aber nicht wirklich wahrgenommen und mein Gedächtnis konnte daraus keine unterscheidbare Ereignisse wirklich machen.
Und hat nur abgespeichert, Zugfahrt Hamburg nach Berlin begonnen, in Hamburg als hier in Zug eingestiegen bin, geändert in Frankfurt als die Außenzug wieder ausgestiegen bin.
Das ist also ein Ereignis. Da gibt es natürlich sofort auch eine Brücke zu der Idee der Mikroabenteuer, die ja seit vielen, vielen Jahren immer wieder propagiere.
Diese Idee, die Kraft dieser Idee und natürlich hier im Podcast auch immer wieder drüber spreche, es ist nicht so entscheidend, wie viel Strecke wir zurücklegen bei einem Abenteuer, wie weit wir entfernt sind von zu Hause, sondern es kommt darauf an, was wir erleben, wie wir unterwegs sind, mit welcher Haltung wir da draußen sind.
Das ist letztlich entscheidend und das macht ein Zeitraum besonders. Wenn wir nochmal zurückkommen auf diese Abstufung, die ich vorhin mal gemacht habe, zwischen "Ich bin", fangen wir mal an, da können wir noch weiter oben im wahrsten Sinne des Wortes anfangen.
Ich bin mit einem Flugzeug unterwegs, da krieg ich gar nichts mit von der Welt, durch die ich fliege. Ich bin mit dem Zug unterwegs, so ich es gestern war, dann können wir runterkommen zum Auto, vom Auto, zum Fahrrad, vom Fahrrad dann zufrieden.
Fuß unterwegs sein und vom zu Fuß unterwegs sein, einfach mal stehen bleiben und an einem Ort
verweilen schauen, was uns da so auffällt in der Welt um uns herum. Und wir nennen das mal
Geschwindigkeitsleiter. Den kann das wirklich eine ganz schöne Übung sein, sich sogar eine
Strecke mal zu nehmen und die auf der Geschwindigkeitsleiter runterzugehen, ganz gezielt. Vielleicht gibt es
so ein Abschnitt, eine Strecke, die du zurücklegen kannst, zum Beispiel mit der Regionalbahn oder mit der
S-Bahn, vielleicht sogar mit einem Fernzug, aber dann wird es für die anderen Arten des unterwegs
sein, natürlich um so herausfordernder, je länger die Strecke ist. Also haben wir mit einem Zug das
zurücklegen, dann mit dem Auto zurücklegen, dann mit dem Fahrrad zurücklegen, zu Fuß. Und wenn du
zu Fuß das gemacht hast, dann vielleicht beim nächsten Mal sogar öfter mal verweilen an einem Ort
für eine halbe Stunde, für eine Stunde. Vielleicht sogar irgendwann das Gefühl zu haben, ich muss
gar nicht mehr da jetzt zu meinem Ziel, sondern vielleicht bleibe ich so länger hier, vielleicht bleibe ich
über Nacht an diesem Ort und guck mich weiter um. Und dann mal zu schauen, wie so dein Gefühl ist,
wie groß die Welt wird um dich herum in dem Moment und wie sehr es auch in dein Erinnerung ist. Und
was in unseren Erinnerungen ist, das ist immer auch Teil von uns. Das ist mit Sicherheit auch Teil
der Erinnerung unseres Körpers, nicht nur die Erinnerungen auf die Welt gedanklich zugreifen können.
Also das was uns bewusst ist gedanklich, was da greifbar ist, sondern auch das, was in uns gespeichert
ist. Meine Erfahrung ist und natürlich ist das auch die Tese an dieser Stelle eben, dass die
Welt dann größer wird und dass es viel, viel wertvoller ist, wenn wir langsamer unterwegs sind.
Ich finde interessant, aber das mal abzugleichen, ja ob das denn wirklich so ist, das kann ja auch
für jeden individuell ein bisschen anders sein. Und natürlich gibt es immer auch Gründe, warum wir
möglicherweise eine Strecke schneller zurücklegen wollen oder müssen. Es ist ja eine tolle Erungenschaft
auch schnell von A nach B zu gelangen, wenn es notwendig ist. Aber vielleicht können wir uns
oft einmal fragen, ist es denn notwendig oder will ich ganz bewusst eine Strecke mal anders erleben
und sie auch mehr in meiner Erinnerung verankert. Was ja für uns in unserem Alltag auch sehr ein
Thema ist, ist die Aufmerksamkeit. Also was zieht unsere Aufmerksamkeit und wie gehen wir mit
unsere Aufmerksamkeit um? Also wie sehr schaffen wir es uns überhaupt zu konzentrieren, zu fokussieren
auf etwas oder ist unsere Aufmerksamkeit ständig irgendwo. Das ist ja ein sehr, sehr relevantes
Thema, gerade auch im Umgang mit den digitalen Medien und digitalen Technologien. Und auch da gibt es
in der Wissenschaft einen ganz interessanten Forschungsbereich bzw. eine Theorie, die Wissenschaftler
mal aufgestellt haben und die nennt sich Attention Restoration Theory. Das heißt, die Theorie über
die Wiederherstellung der Aufmerksamkeit. Und vereinfacht besagt diese Theorie, dass es gelingt,
unsere Aufmerksamkeit wiederherzustellen, wenn wir uns in einem Umfeld bewegen und da wird ganz
explizit die Natur auch erwähnt, in dem sowas wie eine Soft-Festination unserer Aufmerksamkeit zieht.
Soft-Festination, also eine sanfte Faszination. Das heißt, dass wir unsere Aufmerksamkeit nicht
gezielt auf etwas lenken wie wir es im Alltag oft tun. Jetzt konzentrieren wir uns mal auf diese
Aufgabe oder jetzt wollen wir mal bewusst diese E-Mail formulieren. Unsere Aufmerksamkeit geht jetzt
nur auf dieses TikTok-Video oder auf diesen Instagram-Post, sondern es ist eine Lenkung der Aufmerksamkeit,
die nichts mit unserer eigenen Steuerung zu tun hat. Wir lenken die Aufmerksamkeit nicht selbst,
sondern wir machen unsere Aufmerksamkeit in Prinzip auf, offen dafür sie lenken zu lassen, von dem,
was um uns herum passiert. Da passiert in der Natur sehr, sehr viel, wenn wir an einem Ort sind,
auch wenn wir das Gefühl haben, vielleicht im ersten Augenblick, das sei ja gar nichts passiert.
Und irgendwann wird etwas unserer Aufmerksamkeit ziehen. Wenn wir uns darauf einlassen, dann gelingt
ist, unsere Aufmerksamkeitsfähigkeit generell wiederherzustellen und zu verbessern. Das heißt auch
im Alltag wieder besser in der Lage zu sein, uns auf Dinge zu fokussieren, zu konzentrieren. Das ist
diese Attention Restoration Theory, die finde ich in diesem Zusammenhang wunderbar passt und die
natürlich auch Teil dessen ist, was wir hier heute machen, in diesem Waldstück, in dem ich mich
befinde, einfach uns mal leiten lassen, von dem, was unsere Aufmerksamkeit zieht. Und wir gehen
da noch ein Schritt weiter, wir gucken dann, was bedeutet das möglicherweise für uns in der aktuellen
Situation unseres Lebens? Warum ist mir jetzt das aufgefallen? Und warum ist dir das aufgefallen? Und
jemand anderem wieder was ganz anderes? Da können wir dann natürlich noch wieder ein Schritt weiter
gehen. Aber erst mal ohne etwas zu wollen in der Natur unterwegs sein, ohne einen Zweck zu
verfolgen, um unsere Welt größer zu machen, um Erreignisse zu kreieren, einzuladen, die unser
Gehirn dann wirklich unterscheiden kann. Mir geht zum Beispiel jetzt schon so, es ist 14 Uhr, dass ich
denke sehr Wahnsinn wie die Zeit verfolgen ist. Wir haben uns um 9 Uhr getroffen. Jetzt ist schon 14 Uhr,
das sind schon 5 Stunden, um wir werden insgesamt 10 Stunden draußen unterwegs sein und ich weiß jetzt
schon, dass ich am Ende des Tages sage, Wahnsinn wie der Tag verfolgen ist, gefühlt waren wir drei
Tage miteinander unterwegs. Eigentlich ist ja gar nicht viel passiert, aber dennoch ist da so viel,
was mein Gehirn unterscheiden kann an Erreignissen. Auch wenn objektiv gesehen eben nicht viel
passiert ist, aber in meiner Wahrnehmung ist ganz ganz viel gewesen. Wir waren zum Beispiel eben an
einem anderen Ort in diesem Waldstück, in diesem Frankfurter Stadtwald und haben schon eine kleine
Übung gemacht, da waren die Teilnehmer in den für 15 Minuten unterwegs und ich sah es da und
habe mich umgeguckt, ich habe mich gar nicht bewegt, ich habe mich einfach nur umgeguckt und mir ist
was aufgefallen, was ich nachhaltig mitnehme von dem heutigen Tag, das weiß ich jetzt schon. Mir ist
was aufgefallen, in diesem Waldstück und zwar waren da einzelne Bäume, in dem Waldstück markiert,
mit Zahlen, also mit einer Sprayfarbe, mit so einer roten Farbe, wann wahrscheinlich
weiterer weiter, die diese Bäume markiert haben, mit Zahlen und mit so Strichen. Und das ist ja
nichts ungewöhnliches in dem Wald, das ist mir aber in dem Moment aufgefallen und ich habe gedacht,
ich gucke mir die Bäume mal genauer an, die da markiert sind und das waren logischerweise,
also nach in einem erklärt sich das natürlich sehr sehr gut, Bäume, die tot waren, meine
die keine Blätter mehr getragen haben, die offenbar abgestorben waren, die wurden markiert, weil sie
vermutlich in nahezukunft oder zumindest mittelfristig gefällt werden. Und es war für mich ein schönes
im Bohlen, schönes Bild dafür mal in meinem inneren Wald zu schauen oder vielleicht auch in dem
Wald, der so mein Umfeld bestimmt, der man beruflichen Tätigkeiten oder auch auf einer privaten,
vielleicht familiären Ebene, letztlich was mein Leben betrifft, also mein Lebenswald, welche Bäume
gibt es da, die ich mal markieren könnte, dass ich sie möglicherweise in absehbarer Zeit fälle,
einfach durch meinen Wald mal durchzuspazieren und mir das alles mal anzugucken, genau zu gucken,
welchen Bäume sind eigentlich tot, auch wenn der Stamm vielleicht so auf die ersten 5 Meter noch
ganz gut aussieht, aber wenn ich weiter in ihn im Probleckern sehe, wegen, da ist kein Leben mehr
in diesem Baum, diese Bäume zu markieren, um sie nicht sofort, aber doch bald mal zu fällen und
rauszunehmen aus diesem Wald, damit dieser Wald wieder besser wachsen kann, damit diese Bäume nicht
irgendwann umstürzen oder jemanden erschlagen, also ein schönes Bild, das habe ich mir genommen,
das habe ich mir festgehalten und ich weiß, dass dieses Bild bleiben wird und von der Zugfahrt
gestern, von Hamburg nach Frankfurt,
Da war kein Baum, der mir in besonderer Erinnerung ist,
auch wenn ich an vielen Bäumen vorbeigefahren bin.
Da war kein Bild, was ich festgehalten habe für mich
und was ich mitnehme.
Das ist so ein Beispiel dafür, was passieren kann,
wenn wir einfach uns Zeiten nehmen und genau hinschauen,
während ich hier im Hintergrund 4, 9, 5 Hunde treffen.
An dem Ort, wo wir eben wahrnem Wald,
wo mir das aufgefallen ist, mit den Bäumen, die markiert wurden,
zum Fällen, ist mir noch was aufgefallen.
Wir sah es nämlich direkt an einer Quelle.
Da war eine eingefasste Quelle,
ich habe da noch ein kleines Schild entdeckt,
sogar auf der ein bisschen was erklärt war,
zu dieser Quelle dem Königsbrünchen 1881 eingefasst,
diese Quelle in so Felsenstein und da Spudel tatsächlich Wasser heraus,
wo Menschen vorbeikommen, als wir da waren, sogar und sich Kanister,
weil sie dieses Wasser abfüllen.
Relativ Schwefe, haltig, man riecht es auch, so ein bisschen Eisenhaltig,
aber sehr, sehr gut trinkbar, oder gerade eine sehr, sehr gut trinkbar.
Und auf diesem Schild stand das in der näheren Umgebung und in diesem Ort.
Es sind insgesamt vier Quellen gibt, nicht nur dieser eine.
Und dann habe ich mich gefragt, was sind denn in meinem Lebenswald?
Was sind denn da die Quellen?
Wie speist sich dieser Wald, was sorgt dafür, dass dieser Wald lebt,
dass der mit dem Wasser versorgt wird?
Noch das, sehr, sehr interessant, ohne dass ich jetzt abschließend darauf habe,
damals darauf zu gucken, welche Quellen speisen mein Wald?
Dass nun ein kleiner Impuls jetzt von hier aus dem Frankfurter Stadtwald,
einmal dir vielleicht sogar diese gleichen Fragen zu stellen, ja, also welche Bäume
kannst du mal markieren in deinem Wald?
Um sie irgendwann zu fällen und welche Quellen sprunnen da in deinem Wald?
Grundsätzlich aber, also generell da drüber, des, und das habe ich in den letzten Folgen,
immer wieder schon auch formuliert auf unterschiedliche Arten und Weisen,
weil es mich aber auch gerade besonders beschäftigt und weil ich gerade spüre,
wie wichtig das ist und wie sehr das Menschen voranbringt, die Welt kleiner zu machen,
um sie größer werden zu lassen, hinzuhören, hinzusehen und es loszulassen,
immer nach dem ganz, ganz großen vermeintlich zu streben, was am Ende möglicherweise aber kleiner ist,
als das, was ich haben kann, welches kleine Gehe und am Ende da was Großes erleben.
Passenderweise kommt jetzt der nächste Flieger.
Diese Flieger, die gehen ja alle irgendwo in die Weite Welt, nicht alle,
aber die alle meisten legen ganz schön Strecke zurück.
Und da oben sitzen Menschen drin, in diesem Flieger, der jetzt gerade vorbeigegangen ist,
in allen diesen Fliegern, die in diese halben Stunde, die ich jetzt hier stehe
und in das kleine Ansteck-Mikrofon-Räde, die hier vorbeigegangen sind,
da sitzen überall Menschen drin, die vielleicht was Lebensverändern des erleben,
dort wo sie hinfliegen, vielleicht aber auch nicht.
Und ob sie das tun, hängt nicht davon ab, wie weit sie entfernt sind von zu Hause
oder wie groß sie ihre Welt machen, sondern es hängt von anderen Dingen ab.
Ich weiß auch, dass das sehr bereichern sein kann, mal den eigenen Kosmos geführt zu verlassen,
an den eigenen Kulturkreis zu verlassen, und auch da mal dahinter zu schauen,
was ist da noch da draußen an den Polen in der Welt.
Das will ich überhaupt gar nicht schlecht machen.
Ich glaube, das weißt du auch.
Aber es ist nicht unbedingt immer notwendig, um die Welt groß zu machen,
groß zu reisen und groß zu denken.
So lassen wir das mal stehen.
Ich bin gespannt auf die Geschichten, die die Teilnehmer in mir jetzt haben,
wenn sie wiederkommen.
Vielleicht sagen sie auch, das kann ich hier gar nichts mit anfangen.
Ich habe immer nur die Flieger gehört und gesehen und mir gewünscht,
dass ich jetzt selbst weit weg wäre.
Ich bin mir sehr sicher, dass das nicht der Fall sein wird, die Erfahrung zeigt zumindest,
dass das Klein machen und das im kleinen Radius schauen.
Oft tatsächlich lebensverändernde Erkenntnis ist.
Und wir haben es eben schon gemerkt, in den nur 15 Minuten,
die wir gerade so eine Übung gemacht haben, zum Einstieg,
was da teilweise für Erkenntnisse drin waren, auch bewegende Erkenntnisse drin waren.
Das ist schon wirklich extrem beeindruckend.
Ich freue mich, wenn du Nächsten dientst dafür da reinhörst, zur neuen Folge von Freiraus.
Nächste Woche und auch übernächste Woche.
Und wahrscheinlich auch übernächste Woche werden wir Gespräche haben im Podcast.
Unglaublich spannende Gespräche.
Ich erwarte jetzt in den nächsten zwei Wochen einige Gäste im Freirausstudio,
mit denen ich Gespräche führen darf und freue mich extrem darauf,
ah, die Gespräche zu führen und be, es sie dann mit dir zu teilen.
Also hör da gerne rein, wenn du das noch nicht getan hast,
dann abonniere auch gerne den Newsletter, der diesen Podcast begleitet,
der erscheint immer am Sonntag.
Da findest du weiter für den Links und Infos zu dem, was Thema im Podcast ist,
aber auch darüber hinaus.
Sind immer etliche Inspirationen drin, Dinge, die mir auffallen.
Jetzt waren es gerade wieder im vergangenen Sonntag.
Zwei Dokus auf Atem, der Atem-Mediathek, die mir aufgefallen sind, die ich geteilt habe.
Und es waren zwei neue Bücher, die gerade erschienen sind.
Es waren ein paar Links drin zu Mikroabenteuern im Herbst.
Also, die daheifen können zum Beispiel Video rausfinden ist,
wie viel Nebel sich am nächsten Tag wo bildet
und wo du die Brunf der Rothhörche besonders gut verfolgen kannst,
wo es Obstbäume gibt, wo du dich bedienen kannst, frei und kostenlos.
Weil gerade ja, zum Beispiel die Äpfel reif werden, so langsam.
Also, da gibt es immer einiges an Inspirationen.
Immer wieder auch Produkte, Ausrüstungsprodukte,
die gerade besonders günstig sind.
Also, die gerade reduziert sind bei den großen Autorversändern.
Und so, ich will mich da oft richtig durch und schaue,
was gibt es in diesem ganzen Wust an Sachen,
die wirklich empfehlenswert sind und die gerade etwas günstiger zu kriegen sind,
die ich auch guten Gewissens empfehlen kann,
weil sie eine gute Qualität haben,
oder eben besonders gute Funktionalität am besten beides.
Unter Christophörster.com/freiraus kannst du den Newsletter abonnieren,
dann christet den jeden Sonntag in dein Postfach.
Und wenn ihr noch nicht mehr haben möchtest du mir stellt, sind einfach ab.
Bis uns wiederhören oder lesen, wünsche dir eine wunderbare Zeit.
* Musik *
# Christ is up the hill #
# I've been coming up empty without a safe #
# I love you more with every passing day #
# Even when the bad weeks and months hurt like hell #
# And I know that sometimes it'll get real blue #
# Work with me and we can make it through #
# You can lean on me 'cause I'm here for you #
* Musik *
# Use my heart to wrap up yours with mine #
# I know love's work, but it's richer with time #
# When we've grown old, then we've had it all for you #
# With hearts in twine #
# The oldest love feels new #
# I've been coming up empty without a safe #
# I love you more with every passing day #
# Even when the bad weeks and months hurt like hell #
# And I know that sometimes it'll get real blue #
No proof, but with me and we can make it through
You can clean on me, 'cause I'm here for you
I've been coming up and teeing, and I'll be safe
I'll be in one with every passing day
Even in the bad weeks and months, hurt like hell
And I love it sometimes, it'll get nothing
With me and we can make it through
You can clean on me, 'cause I'm here for you
I'm here for you
You can clean on me, 'cause I'm here for you
Podcast Summary
Key Points:
Unser Gehirn strukturiert Erlebnisse nicht durch eine gleichmäßige Aufzeichnung, sondern durch klare Ereignisgrenzen, die neue Situationen, Veränderungen und Beginn-Ende definieren.
Je mehr unterschiedliche Ereignisse im Erlebnis identifiziert werden, desto größer wirkt der Zeitraum in Erinnerung, unabhängig von der tatsächlichen Dauer.
Eine kleinere räumliche Bewegung kann dazu führen, dass die Welt im Geist größer und tiefer wird, da sich mehr Details und Empfindungen festhalten.
Die Geschwindigkeit unserer Bewegung beeinflusst die Wahrnehmung der Welt
Die Theorie der Aufmerksamkeitsrecovery (Attention Restoration Theory) zeigt, dass Naturumgebungen die Aufmerksamkeit sanft faszinieren und so regenerieren können.
Mikroabenteuer sind entscheidend
Markierte Bäume und natürliche Quellen im Wald sind Symbole für persönliche Reflexionen: was wir in unserem "Lebenswald" als zu fällen oder zu bewahren erkennen.
Der Fokus auf kleine, detaillierte Beobachtungen führt oft zu lebensverändernden Erkenntnissen, die eine größere Verbindung zur Natur und zum eigenen Leben schaffen.
Summary:
Die Diskussion im Podcast betont, dass unsere Wahrnehmung und Erinnerung an die Welt nicht durch geografische Strecken oder Geschwindigkeit bestimmt sind, sondern durch die Qualität und Vielfalt der erlebten Ereignisse. Obwohl eine Zugfahrt von Hamburg nach Frankfurt eine lange Strecke abdeckt, bleibt in der Erinnerung nur das Beginn-Ende der Fahrt, weil keine detaillierten Erfahrungen wahrgenommen wurden. Im Gegensatz dazu führt eine langsame, bewusste Bewegung – wie zu Fuß durch einen Wald – zu einer tiefen Wahrnehmung, da viele kleine Details und Veränderungen wahrgenommen und im Gedächtnis gespeichert werden.
Dies zeigt, dass eine kleinere, verengte Bewegungszone nicht zu einer kleineren Welt führt, sondern vielmehr zu einer größeren, detaillierteren und emotionalen Erfahrung. Die Wissenschaft unterstützt diese Ansicht durch die Konzepte von "Event Boundaries" und der "Attention Restoration Theory", die zeigen, dass die Aufmerksamkeit durch natürliche Umgebungen sanft gefasst und regeneriert wird. Ein Beispiel ist die Beobachtung markierter Bäume oder einer Quelle im Frankfurter Stadtwald, die als Metapher für persönliche Entscheidungen und Veränderungen fungieren.
Diese Mikroabenteuer, die auf Bewusstsein und Aufmerksamkeit beruhen, führen zu bedeutungsvollen Erkenntnissen, die das Leben verändern. Der Fokus liegt nicht auf großen Reisen, sondern auf dem Fähigkeit, im eigenen Umfeld tief zu schauen, zu hören und zu fühlen. So wird die Welt nicht größer durch Entfernung, sondern durch tiefe, bewusste Beobachtung.
FAQs
Weil unser Gehirn Ereignisse in Erinnerungen strukturiert. Je mehr unterschiedliche Erfahrungen wir erleben, desto größer wirkt der Zeitraum in unserem Gedächtnis, selbst wenn die physische Strecke gering ist.
Es ist ein wissenschaftliches Konzept, das beschreibt, wie unser Gehirn Ereignisse durch Veränderungen strukturiert – zum Beispiel, wenn etwas neu beginnt oder sich verändert – und diese in klare Episoden aufteilt.
Weil sie oft keine einzigartigen Ereignisse enthalten, sodass das Gehirn keine klare Erinnerung aufbaut. Im Gegensatz dazu wirken Tage mit vielen Details viel länger, auch wenn sie nur kurze Zeit dauern.
Schnelle Reisearten wie Flugzeug oder Zug führen dazu, dass wir wenig wahrnehmen und viele Details verpassen. Langsamer Fortschritt ermöglicht mehr Wahrnehmung und ermöglicht es dem Gehirn, mehr unterschiedliche Erlebnisse zu erfassen.
Eine Wissenschaftstheorie, die besagt, dass unsere Aufmerksamkeit durch natürliche Umgebungen wiederhergestellt wird. In der Natur wird unsere Aufmerksamkeit sanft gefesselt, was unsere Konzentration und Fokussierbarkeit verbessert.
Weil sie individuelle, einzigartige Erlebnisse schaffen, die in unserem Gedächtnis gespeichert werden. So entstehen tiefe, emotional verankerte Erinnerungen, die länger bestehen als große, flüchtige Reisen.
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