Estudo nº 1 a vida de oração de jesus no evangelho de Lucas
20m 16s
Christian Friedl, bekannt für seine Rollen in Filmen wie „The White Lotus“ und „Babylon Berlin“, hat im Staatschauspiel Dresden ein eigenes Theaterstück über Shakespeare-Sonette inszeniert. Unter dem Titel „Love, Death and Shadows“ verbindet er Schauspiel, Musik und Tanz in einem spartenübergreifenden Format, das auf die universellen Themen der Liebe, des Todes und der Vergänglichkeit setzt. Die Auswahl der Sonette beruht auf ihrer thematischen Stärke und ihrem Potenzial, einen tiefen, persönlichen und gesellschaftlichen Dialog zu initiieren. Die Inszenierung wird durch die künstlerische Inspiration von David Lynch und Robert Wilson gestärkt, wobei der Teil „Dev“ von Lynch und „Shadows“ von Wilson inspiriert ist. Friedl betont, dass Liebe als universeller, grundlegender Kampf gegen die Gegenwart und die Angst vor dem Unbekannten steht – besonders in einer Zeit, in der die Politik gespalten und gesellschaftliche Spannungen zunehmen. Gleichzeitig wird der Abend als symbolischer Ausdruck der Hoffnung auf Zusammenhalt und Gemeinschaft verstanden, besonders im Kontext der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, wo die Initiative „Wahrer Heimatliebe“ gegen rechtsorientierte Politik protestiert. Gleichzeitig wird das Festival Biteff in Belgrad thematisch behandelt: Nach einer öffentlichen Kritik an einem Festivalreden im Jahr 2024, wurde das Festival unter Druck gesetzt, staatliche Zuschüsse gekürzt und der künstlerische Leiter distanziert. Das Festival wurde abgesagt und durch eine Aktion namens „Nebieteff“ ersetzt, eine kritische, von der Zivilgesellschaft unterstützte Alternative. Dieser Protest zeigt, wie Kultur und Kunst als Widerstand gegen staatliche Zensur und Kontrolle gefördert werden. Der Abend in Dresden steht damit als künstlerische und soziale Antwort für die Notwendigkeit von Freiheit, Kreativität und Zusammenhalt im gesellschaftlichen Leben.
"Deutschlandfunk, Kultur, ran eins, das Theatermagazin, mit Susanne Burghardt."
"Herzlich willkommen und wir steigen gleich ganz groß ein und zwar mit Shakespeare."
"Wenn ich einmal nicht mehr da bin, dann hast du diesen Brief, hast du diese Worte und schließe
sie in dein Herz, denn diese Worte werden überleben."
Christian Friedl spricht Shakespeare's so nett Nummer 111.
Warum der Schauspieler Musiker und Regisseur dieses von allen 154 Sonetten am liebsten
hat das Verräter gleich hier im Gespräch.
Außerdem schauen wir nach Belgrad dort steht das Theaterfestival Biteff zunehmend unter politischem Druck.
Christian Friedl ist längst auch all jene ein Begriff, die er selten ins Theater gehen.
Er spielt z.B. den Hoteldirektor Fabian in der Urlaubsartiere The White Lotus.
Er ist im Nächst im Kino zu sehen, z.B. in Korpustelikti
und auch in der finalen Staffel von Babylon Berliner.
Aber er ist nicht nur ein fantastischer Schauspieler in Film und Theater, sondern er ist auch
ein genauso begabter Musiker und Regisseur.
In Frankfurt-Armein hat er zuletzt Solaris inszeniert heute Abend, er öffnet er am Staatschauspiel Dresden,
die neue Spielzeit mit der Inszenierung von Shakespeare's Sonetten, Love, Death and Shadows.
Also Liebe, Tod und Schatten so ist dieser Abend überschrieben.
Und was ihn an diesen schon oft inszenierten Texten reizt, das hat er mir in einer Probenpause
verraten.
Schönen guten Tag nach Dresden, Christian Friedl.
Hallo, vielen lieben Dank.
154 überlieferte Shakespeare-Sonete gibt es.
Sie gelten ja so als Höhepunkt der Renaissance-Dichtung und der europäischen Lürig überhaupt.
Es gibt da grob zusammengefasst so ein Sprecher, der wendet sich an ein junger Mann und dann
eine geheimnisvolle dunkle Dame, die Dark Lady und das Ganze bildet dann so ein Dreieck des Begehrens.
Es geht also um alle wichtigen Zutaten des Lebens, Liebe, Schönheit, Vergänglichkeit, Tod.
Klar, also dass sich viele mit diesem Stoff schon befasst haben, auch so namaste Künstler wie Robert Wilson
oder der kanadische Sänger Rufus Rainride, ist es für sie, Herr Friedl, die sinnliche Kraft, die sie da angezogen hat,
die in diesen Texten steckt?
Auf jeden Fall, also ich bin ja riesengroßer Shakespeare-Fan und bin immer wieder erstaunt,
was er in Sprache packt, in tolle Sprach-poetische Bilder, welche Rhythmus er da findet und wie viel Wahrheit
da drin steckt, wie sie das jetzt gerade so schön beschrieben haben, überall die Sachen, die uns im Leben
ja wirklich umtreiben und beschäftigen und immer wieder begleiten.
Und sich jetzt mit diesen Texten zu beschäftigen, die ja eigentlich nicht für eine Bühne gedacht sind, sondern eigentlich
wirklich eine Innensicht eines Menschen sind, der in diesem vermeintlichen Dreieck steht.
Das hat mich absolut gereizt, daraus Bilder zu schaffen, inspiriert zu sein von den Sonneten aber auch zu schauen,
wie man mit diese Sprache, in welchen Kontext man sie setzen kann und wie weit sie die Tertralität auch übersteht.
Wie viel haben Sie denn ausgewählt von den 144?
Oh, das ist eine sehr gute Frage, ich glaube, wir sind bei ungefähr, also ich habe sie nicht gezählt.
Ich denke mal, es sind ungefähr zwischen 20 und 30 Sonnette.
Die eigenen sich ja natürlich, weil es eben diese grundlegenden universellen Themen sind, die da verhandelt werden.
Einen eigenen, die sich ja auch sehr gut für Tertraleszenen auch in sich abgeschlossen.
Ich habe das zuletzt erlebt in der Sonnet-Fabrieg beim Lausetzfestival.
Da hat Michael Stominger einige der Sonnette in der Stögeliegen-Priquet-Fabrieg insiniert.
Wie gehen Sie das jetzt für Dresden an, weil angekündigt ist ja so ein spartenübergreifender Abend.
Also mit dem Ballett der Semper-Oper, mit Musik und natürlich Schauspielern.
Ich hatte als ersten Impult den großen Wunsch ein großes Orsonbe zu haben, was sich aus verschiedenen Kunstkartungen zusammensetzt.
Und eigentlich auch möglichst divers, weil wir leben jetzt gerade in einer sehr angespannten, sehr komplizierten, schwierigen Zeit.
Und mich hat zu angesprochen, die Sonnette sind in einer Zeit entstanden.
Da gab es eine Pest in London und man war in so einer Isolation und hatte sich gesehen, nach Kommunikation, nach einem gegenüber.
Und ich habe diese große See so gerade auch in der Gesellschaft, dass wir als Zivilgesellschaft zusammenrücken.
Und deswegen hatte ich einen großen Wunsch einen Abend zu erzählen, mit sehr, sehr vielen Menschen, die gemeinsam durch die Sprache der Kunst an etwas arbeiten,
durch Höhnen und Tiefen gehen und letztendlich doch wieder gemeinsam zusammenkommen.
Und das ist so ein sehr positives Bild, was mir jetzt gerade auch in den Proben am meisten Spaß macht, was auch anstrengt ist, aber auch sehr, sehr viel Spaß macht.
Und dann hatte ich als zweite Zutat für diesen Theaterabend und zu gucken, in welchen Kontext ich die Sonnette setze.
Im letzten Jahr sind zwei Künstler gestorben, die mich sehr inspiriert haben, David Lynch und Robert Wilson.
Und ich habe so gedacht, ich möchte gerne diese thematischen Parts Love, Dev and Shadows, mich vor diesen Künstlern auch verbeugen, mich von ihren inspirieren lassen.
Und das ist die Zutat, die dazukommt, zum Beispiel Dev, der Dev-Part ist sehr von David Lynch inspiriert und der Shadows-Part von Robert Wilson, der ja auch eine Sonnette in der Predation gemacht hat, die ich sogar gesehen habe.
Aus diesen Zutaten habe ich dann versucht, einen Konzept zu entwickeln, eine Auswahl zu treffen, von Sonnetten und auch mich von diesem Interpretationsraum, der da war, dass es eben eine Dreigsgeschichte ist, das auch aufzubrechen und sie auch in andere Geschichten zu packen und zu untersuchen, ob das gelingt oder eben manchmal auch an die Grenzen stößt.
Ja, Musik gibt es natürlich auch, wie fast immer in ihren Inszenierungen auf der Bühne dabei ist, ihre Band Wurz auf Burnham, erstmals ohne sie, aber es wird auch getanzt. Was war das für eine Erfahrung, die sie da gemacht haben?
Also ich habe immer schon eine große Affinität zum Tanz, ich liebe Tanz in einem späteren Leben, hoffe ich, dass ich Tänzer werde.
Jetzt ist es glaube ich zu spät, aber ich liebe einfach den modernen Tanz, ich liebe überhaupt die Ausdrucksformtanz, für mich ist das eine unglaublich, in der Abstraktion eine unglaublich moderne Ausdrucksprache und ich habe schon bei McBeath mit Tänzern und Tänzern gearbeitet aus der Freien Szene in Dresden.
Hier arbeite ich das erste Mal mit Tänzern und Tänzern vom Semperopam Ballett und weil ich auch immer so dachte, die beiden Häuser müssten viel mehr zusammenmachen und müssten Sparten übergreifend arbeiten.
Und jetzt haben wir hier auch das erste Mal eine sehr klassische Kuhografie mit dabei und das ist zum ersten Mal so eine Note, die ich dabei habe.
Das Fantastische ist, als die Tänzer das erste Mal mit dem Ensemble in einer Improvisation zusammengefunden haben, dass sie eine ganz andere Dynamik mitbringen, auch eine ganz andere Fantasie.
Dass ja vieles über den Körper erzählt wird, bevor überhaupt die Stimme dazukommt und man hat so gemerkt, dass die Schauspielenden extrem inspiriert waren davon und dass sich da eine ganz eigene Dynamik entwickelt hat.
Und diese Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Sparten ist sehr, sehr lustvoll und sich gegenseitig inspirierend, so würde ich das mal auf dem Punkt bringen.
Es geht ja, sie haben es schon angedeutet bei Shakespeare-Sonetten nicht nur um Begehren und Vergänglichkeit, sondern da fließen auch gesellschaftliche Fragen ein, wie die Erfahrung des Aufkommenden Kapitalismus, aber eben auch, wie Sie gerade schon erwähnten, das erleben der Epidemien.
Sind diese Sonette für Sie dennoch auch ein Pledoyer für die Liebe angesichts der ja gerade um uns herum stärker und lauter werdenden Hastiraden?
Auf jeden Fall. Für mich ist die Liebe eigentlich der Schlüssel und Liebe ist ja ein sehr tiefes Gefühl, es ist manchmal ein Konstrukt, wenn es um Beziehungen geht, man hat immer so Bilder klisches, wo man sagt, das ist Liebe.
Aber was ist wirkliche Liebe und ich habe auch in meinem Leben erfahren, dass zum Beispiel die Liebe zu den Eltern, die Liebe in einer Beziehung oder auch Heimatliebe, zum Beispiel jetzt in diesem speziellen Fall.
Morgen sind ja die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Also für mich ist das sozusagen, Liebe ist ein so universeller, großer Begriff und der Weg dahin zu merken, was ist das eigentlich und wie wichtig ist es eigentlich und wie sehr versteht man das manchmal nicht, wie es entsteht.
Das ist glaube ich für mich die Hoffnung, die ich habe, dass wir in der Gemeinsamkeit und in der Gemeinsamliebe diese Zeiten überwinden werden.
Jetzt haben Sie sich Wochenlang mit Shakespeare-Sonetten beschäftigt, gibt es ein Lieblings-Sonet?
Mein Lieblings-Sonet ist ein Sonnet, was wie aus dem Rückblick sagt, wenn ich einmal nicht mehr da bin, dann hast du diesen Brief, hast du diese Worte und schließe sie in dein Herz, denn diese Worte werden überleben.
Dieses Bild wird öfters mal aufgemacht, nur leider weiß ich jetzt nicht genau, welche Nummer das ist, aber das ist mein persönliches Lieblings-Sonet und ich glaube es kommt an diesem Abend gar nicht vor.
Das hat sich sozusagen so ergeben, es war in der Auswahl mit Rine und wir mussten uns dann eben thematisch entscheiden, wir konnten nicht alle Sonnet entnehmen und wir hatten einen Sonnet, was sozusagen den Abend abschließt von unserer Hauptfigur, die durch den Abend führt.
Das ist die tolle Schauspielerin Handel-Lorokoch und wir haben uns für ein anderes Bild entschieden den Abend zu beenden und damit musste leider dieses schöne Sonnet wegfallen.
Aber es ist in unserem von der band eigenen Shakespeare-Armen "Searching for William" drinne und da hat es einen sehr, sehr festen Platz. Es ist also nicht verloren.
Im Morgen, Sie haben es schon erwähnt, wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Wir hören es ja immer wieder, die AfD könnte stärkste Kraft werden, eine vom Verfassungsschutz als gesichert rechts extremistisch eingestuchte Partei.
Sie sind in der Landeshauptstadt von 6. Anhand. Ich halte Magdeburg geboren, sie unterstützen mit anderen Prominenten eine Initiative
in Sachsen-Anhalt, die sich gezielt für Verantwortung und Vernunft einsetzt.
Unter dem Motto "Wahrer Heimatliebe" ist, mit welchen Gefühle schauen Sie auf den Abend
auf die Landtagswahl morgen?
Ich halte mit einer gewissen Sorge darauf, aber gleichzeitig mit der großen Hoffnung,
das, was wir jetzt angestoßen haben und was jetzt mit verschiedenen Kampagnen
gemacht wurden, jetzt vor der Wahl in Sachsen-Anhalt, das ist ja etwas, was in die Zukunft greifen
muss.
Das wird nicht sofort solche Früchte tragen, dass man den großen Weißig der AfD verhindern
kann.
Ich hoffe, dass er nicht so groß ausfällt, wie er prognostiziert wird, aber ich glaube,
also unsere Kampagne "Wahrer Heimatliebe" ist, ist ja auch eine, die deutlich weitergehen
wird.
Egal, wenn jetzt die AfD dort an die Regierung kommen sollte, was wir alle nicht hoffen,
oder sie sind stärkste Kraft, dass man diese Menschen vor Ort nicht vergisst und dass
man weiter dafür da ist, dass man überhaupt deutschlandweit als Zivilgesellschaft zusammenrückt,
sich stark macht.
Denn die Politik, die etablete Politik ist ja zurzeit in einer sehr schwachen Regierung.
Und ich glaube, die einzige Hoffnung ist, dass wir als Zivilgesellschaft auch die etablete
Politik inspirieren, die Menschen nicht zu vergessen, transparent zu seinen Auge darauf
zu haben und dass wir zusammenrücken und sagen, dass dieses Gespenst in ein paar Jahren
hoffentlich verschwinden wird und dass wir wieder starke, also Kraft aus uns selbst ziehen
können.
Und das ist meine Hoffnung und ich hoffe, dass sich die auch morgen schon so leicht sehen
und erkennen lässt.
Aber erst mal wird es die Primäre geben.
Heute Abend von Shakespeare-Sonetten, Love, Death and Shadows, sicherlich auch ein bisschen
tröstlich, weil es um die Liebe geht, im Staatschauspiel Dresden, inszeniert vom Schauspieler,
Musiker und Regisseur Christian Friedel und wie es dann war, das erfahren Sie in unserem
Kulturmagazin Fazit ab 23.25 Uhr.
Ich danke sehr für Ihre Zeit und für heute Abend wünsche ich Ihnen, toll, toll, toll.
Toi, toll, toll und ich freue mich auf das Fazit, wie es auch immer ausfallen wird.
Das bellgrader internationale Theaterfestival, kurz Biteff ist eines der bedeutendsten und
größten Theaterfestivals auch Ost Europas, demnächst in knapp einer Woche soll es zum
60.
Mal stattfinden.
Es gab Biteff zu Zeiten des Kommunistischen Yugoslaviens und zu Zeiten des Yugoslaviens in der Kriegszeit
1990er Jahre.
Nur ein einziges Mal ist das Festival ein bisschen ausgefallen und das war ausgerechnet
im vergangenen Jahr.
Da hatten sich die Festivalmacher mit der autoritären Regierung von Präsident Alexander
Wudschicch angelegt und jetzt scheint das Festival mehr und mehr von Regierungsfunktionieren
übernommen worden zu sein.
Unser Kursbundent für Südost-Europa Oliver Schosch kennt die Hintergründe.
Der Auslöser von allem war eine Rede auf dem Bitefestival Ende September 2024.
Das war noch einen guten Monat vor dem Einsturz des Bahnungsvordachs von Novisat mit 16
Toten unter großen Protestwellen Serbien.
Im September 2024 gab es Demonstrationen gegen einige plante Lithiumine in West Serbien
im Jahrdartal einer Gegend mit einer intakten Landwirtschaft und großen Wasserreservor aus.
Das Projekt wurde beim 58.
Bitefestival in der Serbischen Hauptstadt Belgrad aufgegriffen, in der Eröffnungsrede des
damaligen Festivals Stargasts des Schweizer Theaterregisseurs und Intendanten der Wiener
Festwochen Milo Rao.
Als ich heute Morgen in Serbien angekommen bin, habe ich gehört, dass im vergangenen
Sommer noch jemand mit einem Volkswagen nach Serbien gekommen ist.
Der deutsche Kanzler Olaf Scholz, er kam um für den Abbau von Lithium zu werben
für die deutsche Elektroautoindustrie und erforderte die Serben auf sich für Europa zu opfern,
für die sogenannte nachhaltige Wirtschaft.
Europa bedeutet natürlich Volkswagen, 20.000 Familien zu vertreiben und den fruchtbarsten
Boden für die kommenden Generationen zu vergiften, ja, das ist nachhaltig, nachhaltig
tödlich.
Der Serbischen Regierung war das offenbar zu viel Kritik an einem ihrer größten Wirtschaftsvorhaben.
Milo Rao sagt heute, dass er damals nicht ahnen konnte, dass das gesamte Festivalmassiv
unter Druck geraten würde wegen seiner Rede.
Ich erinnere mich, dass der deutsche Botschaften dann diese Erreffnung verlassen hat,
das protest, aber sonst ist eigentlich nichts passiert.
Da auch die ersten Tage danach, es wurde darüber berichtet, aber es gab eigentlich keine
direkte politische Reaktion und dann begann tatsächlich diese Kettenreaktion.
Jelena Knegewitch war 16 Jahre lang geschäftswührende Direktorin des Bietefestivals bis zum
Jahr 2024, doch mit dem neuen Regierungsdräuen-Organisations-Team will sie nicht mehr zusammenarbeiten.
Sie erzählt, wie nach der Rede von Milo Rao Druck auf das Theaterfestuell ausgehüp wurde.
Es folgte ein Telefonanruf, der damalige Bietefdirektor Milo Schlattinovic und der künstlerische
Direktor Nikita Milo-Witch wurden aufgefordert, vor die Medien zu treten und sich von der Rede
von Milo Rao zu distanzieren.
Natürlich haben sie sich geweigert und dann wurden die staatlichen Zuschüsse für das Theaterfestival
gekürzt und das auslaufende Mandat des künstlerischen Direktors wurde durch das bellgrader
Stadtparlament nicht mehr verlängert und es wurde auch ein neuer Vorstand bestimmt und
da hat man von Anfang an gemerkt, dass das nicht in die richtige Richtung gehen wird.
Der neue Vorstand erklärte Milo Rao zur Personan- und Grata auf dem Bietefestival.
Der ursprüngliche Plan in im Jahr 2025 noch einmal einzuladen wurde gekänzelt.
Das kam an die Öffentlichkeit, es gab einen offenen Brief, dass das Festival zensiert wird.
Die nationale und internationalen Theater-Szene zeigte sich solidarisch.
Sie beukutierte das Bietefest 2025 und die Organisatoren tratend zurück.
Das Festival fand nicht statt.
Stattdessen gab es eine Gerilleer-Gersion des Festivals unter dem Titel "Nebieteff".
Das Nebieteff fand in der Uni-Bellgrad statt an der Fakultät für Drama-Könste und in drei
Alternativen Kulturzentren.
Mit einem großen Zeil der Bieteff-Organisatoren und Milo Rao war auch mit dabei.
Das Gerilleer-Bieteff in einer besetzten Universität, das wurde dann zu einem riesigen nationalen Event tatsächlich.
Um die Kultur und Kunst zu schweigen zu bringen, einzuschüchtern, das lässt die Studenten bewegen,
das lässt die Zieligesellschaft einfach nicht mit sich machen.
Nun warten viele darauf, dass es zu einer Neuauflage des Gerilleer-Festivals "Nebieteff" kommt.
Das Bieteff-Festival soll in diesen Jahr auch wieder stattfinden, vom 14. September bis zum 20. September.
Mit dem neuen Cheforganisatoren "Bassoil Milo Manowicz", dem ehemaligen Intendanten des Nationaltheaters in der südselbischen Stadt Nisch.
Er wird von Kritikern als Regierungstreuertheater-Funktionär bezeichnet.
Auf einer Pressekonferenz im Uni hat er noch von einem bunten internationalen Programm gesprochen.
Es kommen Aufführungen aus Argentinien, Liebernons, Lovenien, Montenegro, Portugal, Italien und natürlich Servien.
Das sind die sieben Aufführungen.
Doch schon kurze Zeit später hagelte es Absagen, unter anderem vom Theateroprage aus Portugal
von der Theatergruppe "Motos" aus Italien und vom Slovenischen Nationaltheater "Nova Goriza".
Das deutsch-britische Theater-Kollektiv "Gobsquort" aus Berlin hatte sich schon deutlich früher vom Bieteff zurückgezogen.
Es wird interessant zu beobachten sein, wer überhaupt noch beim Bieteff Festival auftreten wird
und ob Bieteff als Regierungskonformes Festival funktionieren wird oder nicht.
Oliver Schusch über die Krise am Bieteff Theaterfestival in Belgrad.
Die geniale Stelle.
Und die kommt jetzt vom Regisseur David Vogel, erlebt, hat er sie in Köln dort durfte er durch ein Bühnbild laufen.
Meine geniale Stelle ist aus der Enzenierung "Die Tour" enden von Luciabila im Schauspiel Köln aufgeführt.
Und er im ersten Teil läuft das Publikum durch Troja, durch den Bühnenraum, durch, kann sich da auch frei bewegen.
Das ist so eine halbe Stunde lang und sitzt dann im zweiten Teil erst im Publikumsraum und blickt von außen auf diese Stadtmauer, die dann auch relativ schnell fallen und erobert werden.
Das Wandel, das Laufen durch Troja, die Trojahinnen zu erleben, wie sie in unterschiedlichen Wohne räumen, ihrem Alltag, ihre Alltäglichkeit nachgehen und gleichzeitig eine Vorordnung von weiblicher Wut verspüren, bis zu dem Punkt, wo der Cassandra aus zum Zuschauerraum zuhören und sehen, wie Troja fällt.
Das hat etwas, was mir sehr, sehr lange im Gedächtnis gemessen ist.
Ich habe dann da gespürt, auch im Publikum in Gesprächen, dass wir haben einfach dadurch, dass man vorher in diesem Gebäuden oder in diesen estetisierten Gebäuden war, vielleicht auch eine Intaktion mit den Osornbel gelangt ist und dann von außen dieser Vernichtung Zeugschaft geleistet hat.
Das ist sehr viel mitgefühl, mit auch Beklammenheit ausgelöst hat.
Wer ist das?
wird Vogel über seinen genialen Moment in Lucille Bielas Inszenierung trohren im Schauspielköln erlebt.
Ja, und das war rang einst, dass Theatermagazin mit zu seine Burg hat.
Podcast Summary
Key Points:
Christian Friedl, Schauspieler, Musiker und Regisseur, inszeniert im Staatschauspiel Dresden ein Theaterabend über Shakespeare-Sonette mit dem Titel „Love, Death and Shadows“.
Er wählt etwa 20 bis 30 von insgesamt 154 Sonnetten aus, da sie universelle Themen wie Liebe, Schönheit, Vergänglichkeit und Tod behandeln und sich ideal für eine spartenübergreifende, multidimensionale Inszenierung eignen.
Der Abend kombiniert Schauspiel, Musik (Band Wurz), Tanz (Semperoper-Ballett) und künstlerische Inspiration aus der Arbeit von David Lynch und Robert Wilson, um die Themen des Lebens und der Gesellschaft zu beleben und zu vermitteln.
Summary:
Christian Friedl, bekannt für seine Rollen in Filmen wie „The White Lotus“ und „Babylon Berlin“, hat im Staatschauspiel Dresden ein eigenes Theaterstück über Shakespeare-Sonette inszeniert. Unter dem Titel „Love, Death and Shadows“ verbindet er Schauspiel, Musik und Tanz in einem spartenübergreifenden Format, das auf die universellen Themen der Liebe, des Todes und der Vergänglichkeit setzt. Die Auswahl der Sonette beruht auf ihrer thematischen Stärke und ihrem Potenzial, einen tiefen, persönlichen und gesellschaftlichen Dialog zu initiieren.
Die Inszenierung wird durch die künstlerische Inspiration von David Lynch und Robert Wilson gestärkt, wobei der Teil „Dev“ von Lynch und „Shadows“ von Wilson inspiriert ist. Friedl betont, dass Liebe als universeller, grundlegender Kampf gegen die Gegenwart und die Angst vor dem Unbekannten steht – besonders in einer Zeit, in der die Politik gespalten und gesellschaftliche Spannungen zunehmen. Gleichzeitig wird der Abend als symbolischer Ausdruck der Hoffnung auf Zusammenhalt und Gemeinschaft verstanden, besonders im Kontext der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, wo die Initiative „Wahrer Heimatliebe“ gegen rechtsorientierte Politik protestiert.
Gleichzeitig wird das Festival Biteff in Belgrad thematisch behandelt: Nach einer öffentlichen Kritik an einem Festivalreden im Jahr 2024, wurde das Festival unter Druck gesetzt, staatliche Zuschüsse gekürzt und der künstlerische Leiter distanziert. Das Festival wurde abgesagt und durch eine Aktion namens „Nebieteff“ ersetzt, eine kritische, von der Zivilgesellschaft unterstützte Alternative. Dieser Protest zeigt, wie Kultur und Kunst als Widerstand gegen staatliche Zensur und Kontrolle gefördert werden.
Der Abend in Dresden steht damit als künstlerische und soziale Antwort für die Notwendigkeit von Freiheit, Kreativität und Zusammenhalt im gesellschaftlichen Leben.
FAQs
Weil sie universelle Themen wie Liebe, Schönheit und Vergänglichkeit behandeln und tief in menschliche Emotionen eingehen. Für Friedl sind sie auch eine innere, persönliche Sprache, die über die Bühne hinaus in die menschliche Erfahrung greift.
Etwa zwischen 20 und 30 Sonette. Er hat sich auf die grundlegenden, universellen Themen konzentriert, da diese die meisten künstlerischen und emotionalen Aspekte abdecken.
Er wird von David Lynch und Robert Wilson inspiriert. Der Teil über 'Dev' ist von Lynch beeinflusst, der Teil über 'Shadows' von Robert Wilson, der selbst eine Sonette zur Predation inszeniert hat.
Mit einer Spartenübergreifenden Konzeptkombination aus Schauspiel, Musik von Wurz und Tanz des Semper-Oper-Balletts. Es gibt eine großes, künstlerisches Orsonbe, das die Zivilgesellschaft verbindet.
Ja, das Sonnet, in dem der Tod des Menschen beschrieben wird: 'Wenn ich einmal nicht mehr da bin, dann hast du diesen Brief, schließe ihn in dein Herz'. Es ist sein persönliches Lieblings-Sonnet, aber es ist nicht im Programm für den Abend in Dresden enthalten.
Er sieht in den Sonetten ein Pledoyer für die Liebe und die Gemeinschaft. Auch in Zeiten von Krisen und politischem Druck ist die Liebe ein Weg, gemeinsam zu überleben und miteinander zu verbinden.
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