345: "Es kann kein Zurück mehr geben" — Über die Lage im Iran
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The conversation delves into the current turmoil in Iran, shedding light on the challenges faced by its people. Narsita, a guest with Iranian and German roots, provides valuable insights based on her personal background and academic expertise. The discussion touches upon the historical context of Iran, particularly the impact of the 1979 Islamic Revolution. Recent mass protests, strikes, and human rights violations are highlighted, showcasing the widespread unrest in the country. The diverse groups participating in these movements share a common goal of seeking a better life and freedom. Economic hardships and societal restrictions further exacerbate the situation, with the younger generation playing a significant role in shaping the ongoing events through social media and activism.
Transcription
5084 Words, 31756 Characters
[Musik] Guten Morgen, guten Morgen, Karri. Wie geht es dir? Ich freue mich immer, wenn du so ganz langsam. Guten Morgen, Karri. Wie in der Schule? Wie in der Schule, früher. Ja, wir haben heute eine besondere Episode, denn wir möchten uns noch mal mit einem Thema beschäftigen, dass uns auch privat beschäftigt hat in den letzten Wochen und Monaten. Und viele unserer Höhrainnen noch viel mehr beschäftigt. Denn wir wissen, dass uns viele Menschen zuhören, die aus dem Iran kommen. Und dort ist die Lage nach wie vor dramatisch. Kann man, glaube ich, sagen. Und wir haben uns heute mal einen Gast eingeladen. Und das ist eine junge Frau, Narsita. Sie kennt uns, weil ihr Schwager unseren Podcast hört. Und so hast du uns gefunden. Hallo, Narsita. Ja, hallo, Marnu. Danke, dass ich hier sein darf. Hallo, Narsita. Hallo, Karri. Guten Morgen. Narsita, du bist kind eines iranischen Vaters und einer ostfriesischen Mutter, also Halbiranerin, Halbdeutsche, bist aber in Deutschland aufgewachsen. Genau, das ist richtig. Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Und ja, wie du schon sagtest, bin ich auf euer Podcast gestoßen und höre euch jetzt mit Begeisterung zu, weil mein Schwager, der 2020 nach Deutschland gekommen ist, mit euch und euren Angeboten, Deutsch lernt. Wie heißt der denn? Mein Schwager. Mo. Mo. Mo, Hamad. Aber wir nennen ihn alle Mo. Das ist sein Rufnahme. Liebe Grüße. - Ja, liebe Grüße an Mo. Liebe Grüße. Ja, und Narsita, du lebst in Deutschland. Beschäftigst dich aber natürlich ganz intensiv mit der Situation im Iran. Du hast viele Kontakte im Land und kommuniziert viel mit Leuten, die jetzt gerade im Iran sind und dort leben. Und du hast auch Politik und Islamwissenschaften studiert. Das heißt, du hast im Grunde auch eine akademische Laufbahn gemacht, die sich genau mit solchen Themen beschäftigt. Kann man das so sagen? Ja, genau, das ist richtig. Also, ich bin dann zwar beruflich, nicht in diesem Zweig gelandet, aber natürlich studiert man nicht Politik oder Islamwissenschaft, wenn man sich nicht grundsätzlich politisch interessiert. Und im Iran, ich würde sagen, im gesamten Mittlerin und nahen Osten, liegt so eine Interessenschwerpunkt von mir, aber im Iran, natürlich auch vor allem aufgrund meiner persönlichen Historie einfach. Wann warst du denn das letzte Mal da oder was ist denn deine persönliche Beziehung, wie eng ist die? Die ist sehr eng. Ich war leider das letzte Mal vor 15 Jahren da, vor über 15 Jahren im Sommer 2007. Und dann konnte ich einfach ein paar Jahre nicht hinfahren, weil ich mit meinem Studienabschluss beschäftigt war, mit dem Berufs-Einstieg. Und dann habe ich angefangen, hier mich ehrenamtlich politisch zu engagieren. Und dann wurde mir sehr schnell davon abgeraten, als Doppelstaatlerin einzureisen, weil dann tatsächlich schon ab dem so, ja, 2012 war 13er-Jahren. Es losging, dass es für Doppelstaatler schlicht und ergreifen, gefährlich wurde, einzureisen. Das heißt, wenn du da jetzt hinfahren würdest und Leute würden dann vielleicht bist du da auf irgendeiner Liste, von Menschen, die sich im Ausland engagieren, und sie könnten dich dann aufgrund deines iranischen Passes verhaften. Genau, genau so ist es. Also, das bedeutet vielleicht bin ich auf gar keiner Liste, vielleicht haben die mich gar nicht auf dem Schirm, vielleicht haben die mich aber auch auf dem Schirm, vielleicht googeln die mich auch einfach mal kurz bei der Einreise oder nachdem ich eingereist bin, und dann kann ich nicht mehr ausreisen, also es ist einfach ein Poker. Und dieses Poker-Spiel wollte ich nie spielen, weil die Konsequenzen ja einfach überhaupt nicht berechenbar sind. Okay. Ja, das ist echt krass. Also, ich kenne auch ein paar Leute, die genau so das Problem haben in anderen Ländern oder vielleicht ausgereist sind, nicht wissen, ob sie selbst wieder einreisen können. Das ist natürlich ein Risiko. Ja, es tut einem vor allem wahnsinnig weh, wenn man so einen so einen starken Bezug hat. Ich bin zwar hier geboren und aufgewachsen, aber ich bin schon als Kind, sind wir regelmäßig in den Iran gefahren. Ich bin dann später als junge Erwachsene, als ich Sattelfest war in der Sprache und auch dann ein bisschen lesen und schreiben gelernt habe, durfte ich dann irgendwann auch alleine rüberfliegen. Also, meine Eltern haben das dann einfach erlaubt. Und ich bin da wahnsinnig, ich hab spürende wahnsinnige Verbundenheit in das Land. Das sind ja letztlich auch 50 Prozent irgendwie meiner Person liegen da ja. Und das tut dann einfach unheimlich weh und man hat auch wahnsinniges Heim weh, weil es ja genauso Heimat ist wie Deutschland für mich. Na, sieht da bevor wir jetzt über die aktuelle Lage sprechen, wäre es vielleicht hilfreich so ein ganz kurzen geschichtlichen Absteiger zu machen, ein bisschen geschichtlichen Hintergrund zu geben. Es gab die islamische Revolution 1979. Das ist noch nicht lange her. Na ja, wir waren da alle noch nicht am Leben, ne? Wir waren da noch nicht am Leben, aber also es ist ja noch, das ist trotzdem, sag ich mal. Früher Geschichte. Ja, das ist ein paar Dekaden her. Und da hat sich im Grunde alles verändert. Davor war der Iran ein ziemlich freies Land, oder? Ja, genau. Das kann man weitestgehend so sagen. Also zumindest rein rechtlich gesehen war die Gleichberechtigung von Männern und Frauen gegeben. Das Justizsystem in der Schaherer war ganz stark angelehnt an das französische Justizsystem. Man hat sich da also sehr viel abgeguckt. Es war ein sechularer Staat. Also Staat und Religion waren ganz eindeutig getrennt. Minderheiten konnten in Ruhe dort leben. Es gab jüdische Bevölkerungsanteile, Christen sowieso. Aber auch die ganzen islamischen Strömungen, die es im Islam gibt konnten alle. Also man hat da einfach in Ruhe Schulter an Schulter gelebt. Politisch gesehen war es natürlich auch unter dem Schaher so, dass zum Beispiel Kommunisten ganz stark verfolgt wurden. Oder auch oppositionelle, die sich gegen die Politik des Schaher gestellt haben, wurden auch stark politisch verfolgt. Also es ist nicht so, dass da jetzt alles so ganz rosig war. Aber es war ein deutlich freieres Land. Es gab ein Stück weit mehr Pressefreiheit als heute. Und vor allem konnten eben Minderheiten und auch Männer und Frauen eben sehr gleichberechtigt, Seite an Seite leben. Also diese ganze Gender-Apartheit, die es jetzt seit 43 Jahren gibt, die gab es damals nicht. Was ist der Schaher für jemanden, der das Wort zum ersten mal hört? Ja, der Schaher war ja Kaiser von Persien. Also es war eine Monarchie, eine repräsentative Monarchie zwar mit einem gewählten Parlament und auch einem Ministerpräsidenten. Aber der Schaher war das Staatsoberhaupt und der entsprang eben einer Monarchie, also einer keiserlichen Linie. Und diese Monarchie wurde dann abgelöst in einer Revolution. Da wird man erstmal denken, Monarchie weg ist ja eigentlich gut. Ja, genau. Der Grundgedanke oder beziehungsweise das, was zur Revolution geführt hat. Also sowas hat ja immer mehrere Faktoren. Aber einer der Gründe war tatsächlich, dass sich das Volk eben einen demokratischeren Staat gewünscht hat. Man würde das wahrscheinlich heute so Tage als eine Autokratie bewerten, dieses System von vor 79, von vor der islamischen Revolution. Und ein Großteil der revolutionäre und der revolutionären Bewegung von 79 hat sich eine ganz schlichte parlamentarische Demokratie gewünscht. Also der Wunsch damals war kein islamischer Staat, war kein religiöser Gottesstaat, sondern es war schlichtweg der Wunsch nach Demokratie. Und jetzt, ich muss mal ein bisschen schmunzeln, wenn ich das sage, der Wunsch nach mehr Freiheit, nach mehr Pressefreiheit, nach mehr politischer Freiheit. Al das hat damals der Anführer der Revolution, Ayatollah Romani, der später dann auch das geistliche Oberhaupt wurde nach der Revolution. Al das hat ja auch versprochen, er hat dann aber sehr schnell, nachdem er die Macht übernommen hat im Iran. Da diesen islamischen Gottesstaat eben ausgerufen und hat dann, es wurde sehr, sehr schnell klar. Ich würde sagen innerhalb des ersten Jahres nach der Revolution, dass diese Revolution nicht mehr Freiheit bringt, sondern eben weniger. Ja, damit sind wir jetzt im Grunde sehr schnell durch das gegangen, was in den letzten Decaden passiert ist. Und jetzt gibt es also Massenproteste seit diesem Todesfall von Massa Amini. Das müssen wir denke ich nicht nochmal besprechen, jetzt ich glaube, der ganzen Welt ist dieser Auslöser bekannt. Alle wissen, was da passiert ist, zumindest ungefähr. Aber was vielleicht nicht allen bewusst ist, was ist denn jetzt passiert im Land in den letzten Wochen? Ich kenne das selbst, man sieht in den Nachrichten, okay, es gibt Massenproteste, es gibt Landesweite Streiks. Jetzt in den letzten Tagen und Wochen gab es immer mehr Hinrichtungen, aber vielleicht kannst du einfach nochmal beschreiben, was genau vor Ort passiert. Man hat das Gefühl, dass man ganz viel gar nicht mitbekommt, weil ganz viel nicht nach außen drinkt oder weil die Nachrichten dann doch auch wieder über andere Sachen berichten. Ja, genau, ich glaube ganz wichtig dazu zu sagen ist, es drinkt ja ganz viel nicht nach außen, weil jetzt schon seit mehreren Jahren es immer schwieriger wurde für ausländische Korrespondenten aus dem Land herauszubereichten. Also immer mehr Büros von ausländischen Journalisten und Journalisten wurden geschlossen, immer mehr wurden ausgewiesen. Das heißt, man ist mehr oder weniger darauf angewiesen, dass eben die Videos, die über private Kanäle oder über Telegram-Kanäle, über Instagram, einfach verteilt werden. Und man dann eben damit sozusagen die Berichterstattung in eigene Hände nimmt und Quellen dann natürlich irgendwie prüft und Bilder prüft, aber das, die dann eben rausgehen. Ja, in den letzten Wochen du hast es schon gesagt, das gab eben Massenproteste, es gab vor allem diese landesweiten Streiks. Da gab es jetzt gerade in der vergangenen Woche Streiks, zum Beispiel von der staatlichen Öl und Gas-Kompanie. Da haben Arbeiter an ganz wichtigen Stellen in Abadar, in Achwas. Das ist unten im Süden im Bundesstaat Roses-San, da passiert eigentlich der Großteil der Öl und Gasgewinnung. Das ist also sozusagen die absolut tragende Säule der iranischen Wirtschaft und damit auch die Nummer eins Einkommensquelle der iranischen Republik. Da wurde gestreikt, dann gab es natürlich auch immer wieder Massenproteste, davon sehen, wie hier tatsächlich relativ wenig Bilder, weil dort ja niemand mit 'ner Drohne oder mit 'nem Helikopter mal rüberfliegen kann, so wie das hier jetzt in Berlin war, als 80.000 Menschen protestiert haben. Sondern da wird eben mit 'ner Handykamera stellt man sich vielleicht versucht, mal irgendwo hochzuklettern und das Ganze einzufangen. Das heißt davon sieht man immer nur Ausschnitte. Wir wissen aber, dass besonders in Kurdistan, in den Kurdischen Gebieten, also sprich oben im Nordwesten des Iran, und in Baluchistan, genau an der gegenüberliegenden Seite, im Südosten, sehr, sehr große Protestbewegungen stattfinden. Mit 10.000 Menschen, die immer wieder auf die Straßen gehen, aber auch in den Großstädten in Maschat, in Theran, in Isfahan, wird protestiert. Und dann den Unis wird schon seit Wochen keine Lehre mehr richtig betrieben. Es wurde zum Teil versucht, sie zu schließen, weil sich dort immer wieder Protesteform oder auch friedliche Streiks, es gibt Sitzstreiks, es gibt Proteste, wo man hier denken würde. Wie so ist das eine Protestform, in den ersten Wochen wurde, haben sich in den Universitäten, die Studenten und Studenten in den Kaffeterien und in den Menschen einfach geschlechts durchmischt, also Mädels und Jungs, Binaire, Non-Binaire, alles hat zusammen Antischen gesessen und gegessen. In einer ganz, das ist eine ganz stille Form von Protest, aber ein riesiger Afro gegen die islamische Republik. Also normalerweise sitzen Männer und Frauen in unterschiedlichen Räumen oder Ecken? Genau, genau. Also es gibt alle möglichen Formen von Protesten und jetzt gab es eben leider auch in den letzten zwei Wochen die ersten zwei offiziellen Hinrichtungen, muss man sagen, von Protestierenden, die verhaftet worden sind, zwei sehr junge Männer, die hingerichtet worden sind. Aber es sind natürlich, wir wissen von Hunderten, von Toten, offiziell, die im Laufe dieser Proteste erschlagen wurden, an Folgen von Vergewaltigung. In ihren Verletzungen erlegen sind gerade heute Morgen, kam die Nachricht rein, eine 14-jährige Schülerin, die in ihrem Gymnasium das Kopftuch abgenommen hat, durch eine Videokamera aufgezeichnet wurde, identifiziert werden konnte, verhaftet wurde. Und da kam jetzt eben heute Morgen die Nachricht, die ist ihren Vergewaltigungsverletzungen erlegen. Die Menschen sterben ja nicht nur in Anführungsstrichen, weil sie hingerichtet werden, sondern es wird ja einfach mit aller brutalster Gewalt versucht, diese Revolution nie da zu schlagen. Manche dieser Nachrichten sind wirklich irgendwie unvorstellbar, also das, was du jetzt gerade gesagt hast, zum Beispiel auch das, was man hört von diesen Hinrichtungen. Man sieht ja auch die Videos auf der Straße. Du hast jetzt beschrieben, wir haben also ein brutalstes Regime, was sich auf eine Religion beruft und damit für sich rechtfertigt, die Menschen so unterdrücken zu können. Und wir haben dann Menschen, die dagegen also eine ganz breite Gruppe an Menschen, die eine Freiheit möchten, was ich mich am Anfang gefragt habe, als ich gar nichts über den Iran wusste, wer sind denn diese Menschen, die dort protestieren? Weil wenn wir jetzt hören, da protestieren 14-jährige Mädchen, die ihr Kopf durch in der Schule abnehmen, und da sind Öl-Arbeiter von einer staatlichen Öl-Gesellschaft, die streiken, das sind ja völlig unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, die da irgendwie protestieren. Was haben die alle, was gemeinde, haben die eine gemeinsame Agenda, haben die gemeinsam anführe oder streiken die irgendwie oder protestieren, die auf ihre eigene Weise wie funktioniert das, wer sind die Menschen, die dort protestieren? Und wie viele sind das, dann auch kann man sich das irgendwie vorstellen, weil es gibt ja auch Leute, die das Regime nach wie vor unterstützen. Ja, genau, also es ist tatsächlich, und das ist auch das Besondere an dieser, ich möchte es immer nicht protestbewegungen nennen, weil es ist eine Revolution, aber es gab ja vorher schon Protestbewegungen im Land. Und da war es in der Tat immer so, dass es immer eher bestimmte Gruppen waren, die protestiert haben. Und dann eher intellektuelle studentische Proteste oder es waren eher Arbeiterproteste, was jetzt eben ganz anders ist, als bei allen Protestbewegungen in den letzten nicht sagt mal 20 Jahren, ist das eben alle protestieren. Also es gibt eine ganz breite Masse, und zwar unabhängig von ihrer Ednier, der Iran ist ein viel Völkerstaat, unabhängig vom Alter, von der sozialen Schicht, was alle eint, ist der Wunsch nach einem Leben in Ruhe, kann man tatsächlich sagen, Freiheit ist so ein großes Wort. Ich glaube, was sich alle wünschen, ist endlich mal wieder in Ruhe leben zu können, dass ihre Seelen irgendwie heilen können. Das klingt so verrückt, aber es ist auch völlig egal, ob du ein sehr, sehr armgeborenes Kind bist irgendwo auf dem Land in der Iranischen Periferie oder sogar auch ein sehr privilegiert geborenes Kind bist irgendwo im Norden von Theran mit Geld im Überfluss. Man kann sich beinahe sicher sein, dass fast jeder, der im Inland lebt, in irgendeiner Form schon mal eine mehr oder weniger harte Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte erlebt hat. Das heißt, das heißt, das ist etwas, was alle verbindet, dann ist die Mittelschicht dahingeschmolzen, der Iran hatte, trotz aller Wiedrigkeiten immer eine relativ große Mittelschicht, die auch ganz vernünftig leben konnte. Diese Mittelschicht ist dahingeschmolzen, es gibt Ehepare, Doppelverdiener, Ehepare, die ganz normalen Jobs nachgehen, die eigentlich vernünftiges Geld verdienen, die kommen mit ihrem Gehalt, keine Zehntage in den Monat rein und dann geht alles nur noch auf Pumm. Das heißt, es gibt mittlerweile auch wirklich einen ganz, ganz harten, ökonomischen Druck, Menschen fangen wirklich an zu hungern. Also, das heißt, es brennt an so vielen Ecken und Enden, dass das eben jetzt einfach so eine Einigung durch diese ganzen verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Iran gibt, dass sie sagen, so wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen und es kann auch kein Zurück mehr geben. Und es kann auch keine Reform mehr geben, denn diese Reformversprechungen, auch gerade der letzten 20 Jahre sind ja nie erfüllt worden, die waren immer ein Mittel um das Volk einigermaßen ruhig zu halten, wenn man gemerkt hat, dass sie aufbegehren wollten. Und es gibt da irgendwie, also wie man so schön sagt, der Point of No Return ist überschritten, also niemand glaubt mehr daran, dass es ein Zurück geben kann. Und dann vielleicht noch zum Abschluss einen ganz wichtiger Faktor, 65 Prozent der Iraner und Iranerinnen sind unter 25 Jahre alt. Das heißt, dieses Volk besteht zu zwei Dritteln aus der Gen-Z. Und die sind verbunden, die haben Freunde auf der ganzen Welt, die sind über Instagram, über TikTok, mit Menschen in der ganzen Welt verbunden, die haben mit der Ideologie der islamischen Republik nichts mehr zu tun. Die wollen einfach leben, wie andere junge Menschen in ihrem Alter auch leben und das sehen sie ja tagtäglich über die sozialen Medien, wie so ein Leben eben auch aussehen kann. Wenn du jetzt schon sagst, wie so ein Leben aussehen kann, wie ist denn der Alltag jetzt in dieser Situation? Also dieses brutale Vorgehen des Regimes, diese Proteste irgendwie niederzuknöpeln, das ist ja schon schwer auszuhalten, das überhaupt nur zu hören. Wie ist der Alltag jetzt bei den Menschen? Wie ist der Alltag in den Familien? Spricht man nur noch über das, was jetzt gerade passiert? Du hast ja auch Kontakte ins Land. Also was beschreiben die Leute dir von ihrem Alltag? Also diese Gefahr, dass dir etwas passieren kann, wenn du auf die Straße gehst, egal ob du jetzt bewusst etwas falsch machst oder vielleicht auch denkst, dass du alles richtig machst. Das ist ja so ein Damoklassschwert, was schon seit ganz vielen Jahren über den Köpfen der Menschen hängt. Das Eltern zum Beispiel wissen, wenn ihre Kinder freitagsabends rausgehen und sich mit Freunden treffen, können sie vermeintlich vielleicht auch alles richtig gemacht haben und es besteht trotzdem die Gefahr, dass irgendjemand für ein verrutschtes Kopf tuch oder vielleicht für eine zu wilde Frisur. Also es ist ja auch junges, auch Männer werden ja festgenommen, für zu viel HGL oder zu viel Schmuck oder zu enge T-Shirts. Also es betrifft zwar stärker die Frauen, aber es betrifft auch die Männer und die Jungs. Ja, das haben wir uns ja einige hier auch geschrieben aus unserer Community. Wir haben ja mal so eine kleine Umfrage gemacht auf Instagram und das erschreckende fand ich, dass fast alle geschrieben haben, dass sie schon mal mit dieser berühmten Sittenpolizei in Kontakt waren, also die jetzt angeblich abgeschafft wurde, aber da haben, da kam sie auch Geschichten geschrieben wie meine Jeans war zu eng. Oder mein Mantel war nicht mit einem, mein Mantel hatte kein Knopf, also konnte man nicht zu machen oder das Kopf tuff war zu Lose getragen oder wir haben einfach gesungen, also singen, tanzen, händchen halten als Paar, also solche Sachen, die bei uns völlig normal und auch harmlos sind, das ist ja nichts anstößig ist auf der Straße zu singen oder Musik zu machen, ist ja auch im Iran verboten. Irgendwie denkt man, es ist so dumm, warum macht das Regime das, es wäre doch einfacher den Leuten ein bisschen Freiheit und ein bisschen Normalität zu geben und sie könnten weiter an der Macht bleiben, oder? Das ist so, dass das ich denke. Ja, das stimmt und es ist auch tatsächlich so selbst ich, die da nicht gelebt hat und immer nur für ein paar Wochen im Jahr da war, selbst ich habe glaube ich drei, vier, fünf mal direkt zusammenstöße gehabt mit den Revolutionsgaden, mit der Sittenpolizei. Krämpel deine Ärmel runter, Krämpel deine Jeans runter, also das ist völlig normal, auf einmal kommt man läuft über die Straße, an nichts Böses und auf einmal kommt jemand und stößt einen so von der Seite an und schreit einen an, dass man sich gefälligsten Ärmel runterkrämpeln soll. Und was motiviert die Menschen, die diesen Job machen, denn also werden die dazu gezwungen oder werden die sehr gut bezahlt, also welcher Teil der Bevölkerung macht das? Also eigentlich ist es ein sehr klassisch, klassisch-diktatorisches System, in dem vor allem gefischt wird. Bei Menschen, die sehr strukturschwach aufwachsen, die sehr arm aufwachsen, sehr ungebildet aufwachsen. Man geht stark in die Peripherien und fischt dort nach Wuchs. Man kann tatsächlich sagen, dass also die islamische Republik hat ja sehr schnell angefangen diese ganzen paramiliterischen Organisationen aufzubauen. Also diese Revolutionsgaden, die Basitsch, dann gab es ganz schnell Jugendorganisation für Mädchen und Jungs, die ermöglicht haben, dass wenn man aus schlechteren Verhältnissen kam, dass man so Ferienfreizeiten mitmachen konnte. Wenn ich Basigi bin, dann bekomme ich egal, wie gut oder schlecht meine Noten sind, ziemlich sicher einen Studienplatz an einer staatlichen Universität, vielleicht sogar mit einem Stipendium, die Kosten werden übernommen. Das heißt, wir denken mal an die Mechanismen in der DDR oder auch im Briten Reich, wo ja dann also die Menschen, die da gefischt werden, sind eben zu einem Großteil, Menschen denen durch dieses System und auch schließlich durch dieses System eine zumindest ökonomisch eine gute Lebensperspektive geboten wird. Und dann darf man ja auch nicht vergessen, wenn man es sehr hoch schafft in diesem System, dann gelten diese ganzen Regeln für ein Jahr nicht. Ich habe Partys gefeiert in Nordheran, also da würden wir hier mit den Ohren schlackern, weil aber immer im Zusammenhang mit Kindern, mit dem Nachwuchs von Großindustriellen und Großindustriell wird man im Iran nur noch, wenn man gute Verbindungen hat zur Revolutionsgaden. Das heißt, wenn man in diesem System aufsteigt und ist relativ weit hoch schafft, hat man plötzlich auch ganz viele privilegien und freiheiten und wird ganz anders behandelt. Also dann darf man tanzen und Kopfduch ablegen oder wie? Ja, hinter verschlossenen Türen. Und wenn man aufgegriffen wird und sagt, ich bin das Kind von dem und dem oder man sagt bestimmte Namen oder man ruf mal eben jemanden an, dem man kennt, dann ist man auch, selbst wenn man mal verhaftet wird, schneller wieder draußen aus dem Gefängnis, als man gucken kann. Klassische Diktatur quasi. Absolut. Absolut, genau. Und zum Alltag ist es so, dass jetzt natürlich alle, also jetzt natürlich noch mehr Angst da, wenn ich auf die Straße geh, es kann sein, dass ich nur zum Bäcker laufe und vielleicht gerade dort sich ein Protest geformt hat mit 100 Menschen und dort wird dann scharf geschossen. Also laufen ja auch Leute wirklich ins Kreuzfeuer im Wassen Sinne des Wortes. Also ich muss ja noch nicht mal protestieren gehen und das kann mir was passieren, ich kann verhaftet werden, weil ich neben einer Gruppierung stand, die vielleicht gerade beobachtet wurde. Und natürlich ist es das alles ein nehmende Thema gerade, weil eben auch ein Großteil der Bevölkerung jetzt natürlich hofft, dass dieser Systemwechsel endlich kommt. Also man glaubt jetzt schon seit einigen Jahren, dass diese islamische Republik noch von maximal 5-7% der Bevölkerung getragen wird. Das ist, das ist meine Nummer. Also, ja in der politischen Theorie sagt man ja es braucht eigentlich nur 3% der Bevölkerung, die wirklich in einer, also um eine wirklich revolutionäre Bewegung anzuschieben. Hier können wir von 90-95% ausgehen, die eigentlich ein Regime-Change wollen. Es gibt halt in dieser Bewegung tatsächlich keinen oppositionellen Anführer, es gibt kein, der diese Bewegung wirklich mit wenigen Fahnen anführt, sondern das ist wirklich eine Bewegung, die ganz natürlich sozusagen gewachsen ist. In denen jetzt einfach die Menschen sagen, vielleicht wünsche ich mir ein sozialistisches System und ich wünsche mir eine Demokratie und manche wünschen sich die Monarchie zurück. Es gibt den Sohn des Schaars, der im Ausland lebt. Darüber wird aber aktuell gar nicht debattiert, sondern es ist erst mal nur einen ganz klares Ziel vor Augen und das ist der Sturz des Mularregimes. Da kann man eigentlich nur sich wünschen, dass, dass den Leuten gelingt, dass es ja, ich wir haben auch schon oft darüber gesprochen, hier wie krass mutig die Leute sind. Also, der Iran ist ja nicht das einzige Land auf der Welt, wo Menschen brutal unterdrückt werden, aber es ist einfach krass mit wie viel Power und mit wie viel Kraft die Leute. Also das Durchhalten trotz dieser ganzen, ja auch extra abschreckenden Taten, das Leute auf der Straße getötet werden sollte, Leute hier eigentlich dazu bringen, zu Hause zu bleiben und sie gehen trotzdem auf die Straße, nehmen ihr Kopftuch ab und was wir auch ganz stark wahrgenommen haben, ist das uns Leute schreiben, also es ist auch ein Protest im Internet unter fast jedem Instagram post haben wir Hashtags aus dem Iran. Wir haben eine große iranische Community, aber es ist auch einfach eine krasse Masse und das finde ich auch interessant, denn die Leute im Iran wünschen sich ja auch eine globale Aufmerksamkeit und fordern die auch richtig ein. Was spielt das für eine Rolle, diese internationale Gemeinschaft und was können wir dann eigentlich tun? Das spielt eine riesen Rolle, ich wage zu behaupten, dass wenn sich nicht international so schnell und auf so in so einer breiten Masse so solidarisiert worden wäre, wie es passiert ist, dann glaube ich wäre die mediale Aufmerksamkeit heute nicht da, wo sie ist. Ich habe es schon gesagt, offizielle ausländische Correspondenten gibt es so gut wie gar keine mehr im Land und man hat es ja auch gesehen, es hat auch hier Wochenlang gedauert, also hier spricht bei uns im Westen. In Deutschland hat das Wochenlang gedauert, bis dieses Thema überhaupt mal die mediale Aufmerksamkeit bekommen hat, die es auch braucht, um die Menschen im Land zu unterstützen. Und es war immer, wenn ich mit Menschen im Inland kontakt hatte, gesprochen habe, dann war es immer so, wir brauchen eure Aufmerksamkeit, wir müssen gesehen werden. Wenn ihr uns nicht seht, dann sehen uns auch westliche Mächte nicht und dann gehen die Molas noch ganz eine ganz andere Härte vor. Das habe ich mich gefragt, ist das so, dass die westliche Aufmerksamkeit hilft, weil das Iranische Regime ist sowieso, sage ich mal im Streit und in einer Feinschaft zum Westen, kann man vielleicht sagen, was ändert das denn jetzt, ob jetzt, weil sie nicht die deutsche Außenministerin das verurteilt, was dort passiert. Ist das wichtig, dass das passiert, also auch politische Konsequenzen aus anderen Ländern, oder ist es auch wichtig, dass die Leute einfach wissen, dass sie gesehen werden für den eigenen Mut, also was spielt da die wichtigste Rolle, oder ist das beides? Beides ist total wichtig, also sozusagen der psychologische Faktor für die ganzen protestierenden im Iran, dass die Welt sie sieht und sie wahrnimmt, ist unheimlich wichtig. Dann muss man sagen, ja, es gibt auf dem Papier eine gewisse Feinschaft mit dem Westen, ich kann das nicht anders sagen, als mit so einer Süffisanz in der Stimme, denn Deutschland zum Beispiel ist ja der wichtigste Handelspartner des Iran im Westen. Also wir machen unheimlich viele Geschäfte mit dem Iran, gerade jetzt aktuell, trotz der Sanktion. Trotz der Sanktion, genau. Gerade jetzt aktuell ist eine Delegation der internationalen Atomenergiebehörde in Theran, um immer noch zu verhandeln. Mit diesem Regime, das ja auch sehr lange versucht hat, seine größten Rolltaten immer unter den Teppich zu kehren, und man hat das auch zugelassen, dass da vieles unter den Teppich gekehrt wurde. Und jetzt ist dieses Regime aber endgültig demaskiert. Und früher war es so, dass man sich sehr stark dafür interessieren musste, um mitzubekommen, wie die Verhältnisse tatsächlich sind im Land. Es wurde ja auch immer alles sehr stark glattpuliert, wenn man hier Reportagen gesehen hat, hat man Reportagen gesehen über die schönen Reiseziele, über die alte Kultur, vielleicht auch sogar mal über die vielfältige Natur. Aber so richtig demaskiert wurde das Regime eigentlich jetzt erst in den letzten Wochen für eine ganz breite Masse, die dann wiederum auch einfordert. In Deutschland, in Frankreich, in Großbritannien, in Kanada, den USA, einfordert von ihren Regierungen, stellt die Verhandlungen ein, weist die Diplomaten aus. Das ist ganz, ganz wichtig, denn dieser ganze Staatsapparat, dieser ganze Staat im Staat, im Iran, der dieses islamische Regime beschützt, braucht unfassbar viel Geld, um unterhalten zu werden. Und die Motivation der meisten, die in diesem System agieren, ist Geld und wir wirtschaftlich gut dazustehen und Privilegien zu genießen. Wir, also es ist ganz, ganz wichtig, dass dieser, dieser, dieser Geldfluss aufgehalten wird. Was kennen denn jetzt jemand, der uns zuhört aus? Weiß nicht, einem ganz anderen Teil der Welt und vielleicht keine eigenen Beziehung hat zum Iran, niemand dort kennt. Was kann man denn tun? Also was immer hilft ist, wenn man das möchte, seine eigene, eigene Social-Media-Reichweite nutzen und News reposten. Mittlerweile gibt es Gottseidank von den großen Medien, BBC, CNN in Deutschland, die öffentlich-rechtlichen gibt es viele Posts, die man wirklich reposten kann. Man kann jedem Aufmerksamkeit schaffen, man kann diesen Hashtag-Master-Armini benutzen, man kann den Hashtag Iran-Revolution benutzen. Das ist sehr wichtig einfach um. Und wenn es drei Leute erreicht, also es ist völlig egal, man kann in seinem Umfeld dies thematisieren. Man kann auch spenden, es ist sehr, sehr schwierig, Geld ins Land reinzukriegen, eine sehr gute Organisation, an die man spenden kann, hier in Deutschland ist Hava-Helb, die Organisation von Dysentechal und ihren Schwestern, die sehr gute Arbeit machen, die sehr gute Beziehung ins Land haben und eben auch dafür sorgen, dass auch Spendengelder an den richtigen Stellen ankommen. Aber man kann eben vor allem dieses Thema auch immer wieder thematisieren. Und wenn man merkt, da ist Interesse einfach mit Menschen darüber sprechen und vor allem über Social Media auch Reichweite schaffen. Ja, na, sieht ja. Social Media hast du erwähnt, wir verlinken deinen Instagram-Account. Ich hab gesehen, du repostest auch Nachrichten aus dem Iran-Videos-Dinge, die dort passieren. Wir bleiben dran, an diesem Thema ganz persönlich ist es wichtig, sich damit zu beschäftigen. Wir wissen, wie viele von euch uns zuhören, die da sind oder so, wie du Familie und Freunde dort haben. Und ja, wie Kari gerade schon gesagt hat, wir können nicht so direkt viel machen natürlich. Es ist ein Kampf, den das Iranische Volk kämpft, aber wir denken an euch. Ja, danke, das ist ganz, ganz wichtig und auch so eine Chance, hier heute zu sprechen. Also damit habt ihr ja auch schon etwas beigetragen, um diesem Thema erneut Reichweite zu geben. Dafür bin ich und dafür sind wir Iranerinnen und Iraner unheimlich dankbar. Na, sieht ja, danke, dass du bei uns warst. Ich möchte sagen, es hat mich gefreut, auch wenn das Thema überhaupt nicht erfreulich ist, aber es ist doch wichtig, mehr zu verstehen, mehr zu hören. Du hast es selber gesagt, es ist auch ein Aufmerksamkeitsthema und es ist auch schwierig in diesen Zeiten, überhaupt Aufmerksamkeit für etwas zu bekommen. Wir können nur hoffen, dass liebe Leute, dass ihr stark bleibt im Iran und erfolgreich sein werdet. Danke, Kari, beumide or sordid, also in der Hoffnung auf Freiheit. Danke, na, sieht ja, dass du da warst. Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Discussion on the current situation in Iran, focusing on the ongoing challenges faced by people in the country.
Introduction of Narsita, a guest with Iranian and German heritage, offering insights on the situation in Iran.
Historical background on Iran, including the 1979 Islamic Revolution and the societal changes that followed.
Recent mass protests and strikes in Iran, with significant unrest in various regions.
Challenges faced by Iranians, including economic hardships and human rights violations.
Diverse groups participating in protests, united by a desire for freedom and a better life.
Impact of social media and the younger generation in shaping the current situation in Iran.
Summary:
The conversation delves into the current turmoil in Iran, shedding light on the challenges faced by its people. Narsita, a guest with Iranian and German roots, provides valuable insights based on her personal background and academic expertise. The discussion touches upon the historical context of Iran, particularly the impact of the 1979 Islamic Revolution.
Recent mass protests, strikes, and human rights violations are highlighted, showcasing the widespread unrest in the country. The diverse groups participating in these movements share a common goal of seeking a better life and freedom. Economic hardships and societal restrictions further exacerbate the situation, with the younger generation playing a significant role in shaping the ongoing events through social media and activism.
FAQs
Die Lage im Iran ist nach wie vor dramatisch aufgrund von Massenprotesten, landesweiten Streiks und Hinrichtungen von Protestierenden.
Die Protestierenden im Iran kommen aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen und eint der Wunsch nach einem Leben in Freiheit und Ruhe.
Nach der Revolution 1979 veränderte sich der Iran von einem relativ freien Land zu einer streng regierten islamischen Republik.
Die überwiegend junge Bevölkerung im Iran, mit 65% unter 25 Jahren, wünscht sich ein Leben ohne die Restriktionen der islamischen Republik und ist international vernetzt.
Die ständige Angst vor Repressalien durch das Regime beeinflusst den Alltag der Menschen im Iran, selbst bei alltäglichen Aktivitäten wie Treffen mit Freunden.
Die breite Protestbewegung im Iran entstand durch den Wunsch nach Freiheit, wirtschaftlichem Druck und dem Fehlen von politischer Reform.
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