Es gibt kein "kinderlos" in einer solidarischen Gesellschaft
35m 44s
In dieser Podcast-Folge unterhalten sich Alice und Maxi über ihr aktuelles Leben: Alice ist auf Buchtour und beide reflektieren, wie sie gelernt haben, sich nicht mehr zu überfordern, sondern achtsamer mit ihrer Zeit umzugehen. Der Schwerpunkt liegt auf Maxis „Hot Take“: „Es gibt ein Recht auf ein kinderfreies Leben, aber nicht auf eine kinderfreie Welt.“ Sie kritisieren, dass Kinder in Deutschland oft als Privatvergnügen angesehen werden, für das Eltern allein verantwortlich seien. Dies führe dazu, dass Kinder im öffentlichen Raum kaum erwünscht seien – etwa durch Debatten über kinderfreie Hotels oder Flüge. Die beiden diskutieren die historischen Wurzeln dieses Denkens, darunter autoritäre Erziehungsvorstellungen aus der NS-Zeit, aber auch kapitalistische Effizienzlogik und Individualismus. Sie vergleichen die Situation mit südeuropäischen Ländern, wo Kinder selbstverständlicher in Gemeinschaften integriert seien. Letztlich fordern sie mehr Solidarität und Inklusion: Statt Gräben zwischen Eltern und Kinderlosen zu vertiefen, brauche es ein gemeinsames Verständnis von Fürsorge und Unterstützung – für Kinder, aber auch für andere hilfsbedürftige Gruppen. Die Folge endet mit einem Aufruf, die zunehmende gesellschaftliche Spaltung zu überwinden.
Hallo hier ist Alice und das ist die Kurze im Juli. Hallo Maxi. Hallo. Na, na. Willkommen bei mir zu Hause. Ja, und unterm. Wir sind ja. Wir nehmen ja immer auf so fast auf, aber heute ist es ein Sofa, dass wir lange nicht mehr aufnehmen und Besuch haben. Es ist Maxi, super, wir sind bei dir zu Hause. Ja, ich finde das total schön. Und das andere Sofa, wo wir auf der Aufnehmen bei dir das, das war ja sogar Publik im Fernsehen zu sehen. Da ist bestimmt beim Airbnb. Beim Airbnb ist es von der Süße. Genau, wir waren, du warst nämlich auch in dem Beitrag zu. Antieopfer, es war irgendwie so ein Patre halb über meine Arbeit. Und du gehst natürlich dazu. Fand ich cool, dass du mich gefragt hast. Das kann man sich auch noch angucken. Ist so ein kleiner 5-Minutenfilm. Genau, so ein kleiner Beitrag. Und vom Airbnb mit ganz. Ich hab sie ja nur kurz angetroffen, aber ganz netten Leuten. Und die haben mit Alice so eine kleine. Ja, so ein kleines Interview und so eine kleine Home Story gedreht. Und da kam ich wohl dazu. Und wir haben das gemacht, was wir immer gerne zusammen machen, nämlich Podcast. Die jetzt ist es schon wieder ein bisschen her. Unsere letzten Folgen haben wir ja in so einem kleinen Folgenmarathon. Wir haben ja drei Folgen hintereinander aufgenommen. Ganz zu viel haben wir uns heute nicht vorgenommen. Wir haben machen heute zwei. Aber das freut mich natürlich, dass wir jetzt endlich wieder bei sammend sind. Ja. Und du warst viel unterwegs. Ich war viel unterwegs. Ich werde auch noch im Juni viel unterwegs sein. Also, es ist halt schon Juli. Ich werde viel unterwegs gewesen sein. Genau. Hier, ähm. Genau, also. Alice ist auf Buchtour. Ich bin auf Buchtour und es ist so sweet und so nett. Ich bin einfach. Ich bin richtig stolz, was ich für LESER innen habe. Toll. Weil es wirklich schön ist und die Veranstalterin sagen auch immer, was für ein tolles Publikum da ist, wenn ich komme. Oh. Und ich denke, ja, sehe ich auch so. Also, ich freue mich alle kennenzulernen und es sind auch viele Feuer und Brotfans. Aber ich sagen sie im Expezieid. Und ich zeige dann, ich leite es weiter an Maxi. Ja. Also, ich leite es auch auf mich. Hab ich dir auch geschrieben. Also, ich freue mich auch, dass da natürlich auch viele. Ich fühle mich irgendwie so privilegiert, dass ich so viele Kinder lerne. Wir machen auch irgendwann mal noch mal Feuer und Brotfans. Wir machen auch noch was zu sagen. Wir sind nur. Genau, es ist dann immer so. Ja, eine von diesen Sachen, die man gerne machen möchte. Und die muss man aber dann auch angehen und anpacken. Aber wir arbeiten drin. Voll, ach, es war ja auch wirklich ein bisschen mir geschuldet. Also, muss man ja ganz ehrlich sagen. Da durch die Buch. Ja, klar. Das ist dann auch alles viel. Also, wenn man weiß, dass du ein Buch veröffentlicht und dann viel unterwegs bist und vieles Dops hast, das ist ja auch einfach geht, es anstrengend, das geht an Nienian, an die Substanz. Und wenn man dann auch noch zwei Folgen im Monat produzieren möchte oder rausbringen möchte, dann muss man ja auch immer dafür Themen finden. Man muss dafür Aufnahmetämmene finden. Und wenn man dann noch anwängt zu sagen, ja, dann machen wir noch zwei Life-Shows im Monat. Das ist auf jeden Fallamtlich. Und ich weiß, dass das ganz viele Leute auch so machen, dass sie so richtig alles rein quetschen. Aber ich merke, dass das jetzt seit längerer Zeit auch nicht mehr mein Modus ist. Also jetzt hatte ich natürlich so diese ersten Baby-Jahre, die sowieso krass waren. Aber ich kann mich auch nicht mehr so bis zum. ja, bis zur völligen Erschöpfung dann so aufreiben und diese so durchmachen. Und dann irgendwie direkt weiterhätzen und alles so mit der heißen Nadel gestrickt. So die Pläne, das ist irgendwie nicht mehr mein Lifestyle. Ich schaff das einfach nie mehr. Ich schaffe das auch nicht. Ich will es nicht. Aber ich will es auch nicht. Also viele wollen dann halt auch alles mitnehmen. Ich glaube, wir sind da einfach auch ein bisschen miteinander auch so vorsichtiger geworden oder so ein bisschen achtsamer, weil ich aus der Vergangenheit einfach aus so gemerkt habe. So nee, am Ende ist man dann so gestresst und kann dann vielleicht auch die Folgen nicht mehr so machen, dass man sich wirklich gut damit fühlt oder so. Und das muss ja nicht sein. Also wir haben ja Zeit, es läuft uns ja nicht weg. Event, wir hoffen, dass ihr dann auch noch da seid. Und dann kommen wir auf die Bühne und dann machen wir irgendwann mal wieder eine Live-Veranstaltung. Oder ein Live-Podcast. Ich freu mich so oder so. Und die Zeit dafür wird kommen. Und man sagt dann immer so, wir warten bis es entspannter wird. Und dann wird es manchmal entspannt. Das ist irgendwie eine andere Strategie überlegen, genau wer entspannter wird es nicht. Aber die Zeit wird kommen. Da bin ich mir sicher. Und Event, hier gibt es ja auch mein Monk. Ja. Ein Live-Podcast irgendwo im Herbst. Ein kleiner Titus. Genau. Liebe Alice, ich habe heute einen Hot-Tag mitgebracht. Oh ja. Und ich möchte den gerne mit dir besprechen. Hast du Lust? Nein. Bitte. Nein bitte. Herr Lamit. Ja, wir haben ja schon ein bisschen angesprochen eben im Vorgespräch. Und ja, ich glaube, da steckt viel drin. Er ist erst mal sehr heiß. Ich bin gespannt und auch gespannt auf eure Resonanz dazu. Also jetzt kommt ein. Hot-Tag. Also meine Lieber der Hot-Tag heute ist, es gibt ein Recht auf ein Kinderfreies Leben, aber nicht auf eine Kinderfreie Welt. Dün-dun-dun. Genau. Also so ein bisschen diese Teese, die schwört auch so ein bisschen bei mir im Algorithmus, im Raum. No one is truly child free. Ja. Kannst du dir da runter was vorstellen? Ich kann mir was darunter vorstellen. Was ist interessant? Irgendwo musste ich jetzt erklären. Für mich ist die Erklärung, ja, warum ist das überhaupt ein Hot-Tag? Weil es ist also ein Klar. Also irgendwo kann es ja auch fast obvious. Aber ich verstehe natürlich, dass es für manche Leute vielleicht nicht so offensichtlich ist. Oder was der Unterschied, please explain. Genau, genau. Es hat so viele unter Themen, die damit drin sind, dass ich mich ein bisschen schwört oder nicht so richtig weiß, wo ich anfange soll. Also ich habe ein bisschen das Gefühl, dass so in den letzten Jahren oder auch so das, was ich so mitbekommen, dass es eine Entwicklung gibt. Oder dass es in Deutschland ein bisschen so ist, dass Kinder als so ein Privatvergnügen, ein Luxus für den man sich selber entscheidet, angesehen werden. Also es ist so ein bisschen so, du hast dich für Kinder entschieden. Da musst du dich auch alleine drum kümmern. Hier, dir, will it. Wir wollen Kinder eigentlich nicht sehen. Ich höre zumindest nicht mitbekommen. Sehen wollen wir sie vielleicht schon, aber sie müssen immer, sie müssen funktionieren. Sie sollen eigentlich nicht vorkommen. Sie stören irgendwie so ein bisschen diese Betriebsabläufe auf die viele Menschen in Deutschland. Ja, sehr viel Wert legen. Und sind auch so ein unkontrollierbarer Faktor. Ich habe den Eindruck, dass es gibt dann immer so Trend-Themen, die dann auch so besprochen werden, wie zum Beispiel Kinderfreie Hotels, Kinderfreie Flüge. Es wird sich immer viel beschwert über Kinder, die irgendwie im Genau, im Flugzeug oder im Zug stören. Und ich habe auch das Gefühl, dass viele Eltern meinem Umfeld mich eingeschlossen, sich auch sehr unter Druck gesetzt fühlen durch dieses Vermittelte Gefühl. Also das Kinder eigentlich nicht sein dürfen. Und alles, was ein bisschen länger dauert, was vielleicht Momentchen, irgendwie das Inhaltenkostez oder Momente, wo man vielleicht auch Hilfe benötigt. Da wird eigentlich so ein bisschen so belechelt oder wird irgendwie genervt oder mit dem Schulter zu reagiert. Es ist so ein bisschen das Ding, dass ich irgendwie ein Moment hatte vor ein paar Wochen. Da habe ich die auch schon mal erzählt, wo ich alleine unterwegs war ohne meinen Kind. Und dann stand ich das, habe ich das schon mal ein Podcast erzählt. Ich glaube nicht. Dann stand ich so am Bahngleich. Sorry, falls ihr das schon mal von mir gehört habt. Dann habe ich mich so umgeguckt und habe so gedacht, krass jetzt kommt gleich der Zug. Ich war wie gesagt alleine, nur für mich selber verantwortlich. Und ich habe direkt so geguckt, wer hat denn jetzt gleich Stress beim Einsteigen? Wie wäre das als Gesellschaft, wenn wir einfach eine Struktur hätten, ein Empfinden dafür, wer benötigt vielleicht Unterstützung? Und die dann einfach leisten würden. Damit meine ich nicht nur Familie mit Kindern. Ich meine auch generell Menschen, die vielleicht Unterstützung brauchen beim Einsteigen, die auf Hilfe oder Assistenz angewiesen sind oder eben die Menschen, die Kerarbeit für andere leisten, dass es ein Verständnis gäbe, dafür, dass diese Menschen vielleicht zuerst einsteigen, dass man guckt, sind die gut versorgt und dann können alle die alleine reisen oder die wenig gepäck haben, können danach einsteigen. Und dann fand ich es mit so aufgefallen, dass es einfach so auch gerade natürlich bei irgendwie allein reisen in Männern, weil wir sind meistens die, die für andere Menschen die Keraleisten unterwegs sind, meistens Frauen. Dann sieht man irgendwie so, dieses Selbstverständnis auch noch ganz vorne einzusteigen und sich noch vorzutrenn gerend. Das ist natürlich schnell, ja. Ja, das fühlt jetzt sogar so ein bisschen zu weit. Also ich finde irgendwie, dass eine echt spannende Welt sich zu sagen, dein Kind ist sozusagen dein Luxusproblem, du musst selber dafür aufkommen. Aber eigentlich haben wir ja zumindest hier in Deutschland immer eine Art Generationvertrag, gehabt, wo es ja auch irgendwie heißt, die Kinder kommen dann später, sichern sie sozusagen, aber das Leben der alten, so war es ja immer gedacht. Jetzt haben wir natürlich überhaupt gar nicht mehr genug junge Leute, es kommen nicht mehr genug Kinder nahre. Also es ist sowieso die Frage, ob das noch so funktioniert, es wird ja auch politisch zu wenig für Kinder getan. Aber es ist ein kulturelles Problem und ich möchte mit diesem Text ein bisschen darauf aufmerksam machen. Was ich mich gefragt habe, ist, ob das eventuell auch darauf zurückgeht, dass wir in Deutschland ja eine nicht wirklich stattgefundenen Endnazifizierung gehabt haben. Also das ist so ein bisschen so dieser. Also du würdest das jetzt jetzt erstmal auch als. Spezifisch, also das, das in Deutschland noch mal mehr spürste als in anderen Ländern. Ja, irgendwie schon. Als ich finde es interessant, dass es doch zum Beispiel viele Kulturen gibt, wo Familien und Kinder anders gedacht werden und Kinder viel selbstverständlicher im Bild dazu gehören. Es fallen mehr auch, jeder kennt wahrscheinlich diese Idealbilder von zum Beispiel auch Südeuropäischen Länder, wo Kinder ganz selbstverständlich mit dabei sind, den Restaurants, wo die Abends noch mit dabei sind, wo halt das Leben auch mit rausen stattfindet. Also es gibt natürlich viele Gründe dafür. Aber ich habe mich dann so ein bisschen gefragt, worin liegt das denn? Oder woran könnte es in Deutschland liegen, dass es dieses Verständnis gibt? Und dann habe ich gedacht, okay, es ist irgendwie verbunden mit so einer Art von autoritäremgedanken, Kinder haben zu funktionieren, die sollen sich zusammenreißen, die sollen nicht nerven, die sollen nicht stören. Und dann landet man natürlich irgendwie so ein bisschen bei so ganz. ja, Johanna Haara fällt mir ein, dass es so ein Autorin, die damals so ein ganz striktes Erziehungswerk geschrieben hat oder eben diesem Grundgedanken, der mich sehr an dieses Schwarze-Pädagogik aus dem Nationalsozialismus erinnert hat. Da habe ich mich aber gefragt, irgendwie geht es ja nicht ganz auch, weil in Italien ja sehr auch Hochfaschismus oder in Spanien ein bisschen bestimmten Punkt auch. Trotzdem ist es da ja anders. Ja, ich meine letztendlich ist ja, also bette sich der Deutsche Verschismus ja auch, also der ist ja auch raus, dann gewissen Kultur schon herausgewachsen und so. Also ich glaube sicherlich spielt das eine Rolle, aber man muss sich glaube ich als in Deutschland auch immer so sehen, auch der Verschismus hat nicht alle kulturellen Grundsteine in Deutschland gelegt, die sind auch schon älter und wurden im Verschismus dann quasi eigentlich nur, weiß ich nicht, die Zidierter oder haben sich auch auf eine gewisse Art und weiß, wie er so geäußert hat. Also ich weiß jetzt nicht, ob das jetzt in dieser Bidamayazeit oder schon irgendwie angefangen hat oder ob Deutschland je mal irgendwie. Kinderfreundlich war. Kinderfreundlich, besonders Kinderfreundlich war. Was in Deutschland natürlich krass ist, ist, dass das Kind irgendwie wirklich so in diesem Universum das Haus, das Private irgendwie stattfinden soll und dann im Raum draußen eigentlich so wenig wie möglich. Und das ist irgendwie Strukturen geben soll. Und das ist ja auch bei anderen, sag ich mal, Kerbedürftigen Gruppen, also es ist bei alten Menschen auch so, es ist bei behinderten Menschen auch so, die werden alle irgendwie in ihre kleinen Infrastrukturen gepresst, so dass man, wenn man so durchs öffentliche Bild geht, soll man eigentlich von der Verstörungspführersorge bedürftigeren Gruppen eigentlich nicht viel mitbekommen. Und das ist glaube ich schon auch eine Infrastruktur, die ja wahrscheinlich teilweise auf die NS-Zit zurückzuführen ist, oder zumindest ein Denken, was darauf zurückzuführen ist, aber auch vielleicht darüber hinaus. Und letztendlich ist sie aber auch, also wir haben das ja auch mit Inklusion und so weiter. Voll. Es geht letztendlich um Inklusion und Teilhabe auch für Kinder. Und es ist wahnsinnig schwer, das aufzubrechen. Aber abgesehen davon, also wenn man kann jetzt irgendwie so in diese Kassenhistorischen Fragen gehen, die sich, glaube ich, auch lohnt, zu fragen, wo kommt das überhaupt her. Aber ich glaube, es ist auch einfach eine moderne kapitalistische Frage. Also wenn man zum Beispiel in die USA guckt, wo es jetzt erstmal keinen expliziten Verschismus gab, ist es ja auch eine sehr eigentlich in vielen Teilen, sehr Kinderunfreundliche Struktur und da ist es ähnlich. Und ich glaube, was ist in den USA einfach ziemlich anhinster Kapitalismus? Und das heißt, ich glaube auch, weil es immer noch diese wahnsinnig schwer zu vereinbar sind. Sache, Idee, gibt oder Kultur, gibt es man denkt, Kinder nehmen etwas von der Effizienz und der Produktivität und von der Profitabilität einer Gesellschaft und deshalb ist es genau so ein extra, so ein Luxusgut, genauso was etwas, wo man sich für einen Reihen-Private erfüllungen hat. Und deshalb ist es dann dein Problem, das ist ja ein Choice. Und dann kommt dann natürlich auch diese ganze Individualismus dazu. Also ich denke, er auch so an Margaret Thadshall, die sagen, es gibt keine Gesellschaft, es gibt nur Individuen. Na ja, also Leute, die halt, ich glaube, es ist diese Idee von, ich habe nichts mit der Gesellschaft zu tun. Die Gesellschaft hat nichts zu tun mit mir zu tun. Ich mache einfach hier mein Ding. Danke. Und du kannst dein Ding machen und du kannst Kinder haben, aber bitte lasse mich, damit ich will, damit ich überhaupt nichts zu tun haben. Ja, das ist so der Weib. Und daher kommt, glaube ich, auch jetzt, dass ich mir diese moderne Idee, dass das irgendwie eine Zumutung ist, sich mit den Kindern der anderen Beschäftigung oder auseinandersetzen zu müssen, insbesondere im öffentlichen Raum. Und das ist, glaube ich, in anderen Kulturen halt wird das nicht so gedacht. Du hattest, als wir vorhin im Vorgesprech gesprochen haben, auch noch so eine interessanten Gedanken, weil du auch noch so ein bisschen gesagt hattest, ohne dass wir jetzt zum Beispiel in Italien oder Spanien aus gründen idealisieren wollen, ist es ja auch einfach so eine Sache, dass dort Arbeit und das Zusammenleben von Menschen und so, dass es da auch einfach ganz unterschiedliche Abläufe gibt als hier. Also wir haben eine anders gedachte, aufgebaute Wirtschaft oder die Idee, wie Menschen wohnen, ist schon eine ganz andere. Also das es, es gibt mehr Familienhaushalte, die viel mehr Familienbetriebe oder mehr so genau. Also ich glaube auch, das Verhältnis der eingestellt und ist auch irgendwie oft anders oder enger oder kleiner. Genau, ich glaube auch, dass zum Teil auch die Kirche in der Androhrolle spielen kann. Also dass es auch so ein bisschen kirchliche Strukturen haben, ja, kritikwürdig oder auch nicht, wie ich auch immer, haben ja auch immer etwas von Gemeinschaftsstiften des und zur Gemeinschaftsrück geben. Also dass man da ja auch so ein bisschen, es gibt ja viele Angebote von der Kirche für Familien oder auch nicht. Also dass man da auch so ein bisschen gucken kann, okay, was sind denn da Strukturen, die vielleicht die Kirche übernimmt, die voran das dann vielleicht wegfallen, das gibt es auch. Und du hast eben was ganz wichtiges gesagt, dass auch so diese, ja genau so diese Idee von, ich habe nichts mit der Gemeinschaft zu tun. Das ist eigentlich so ein bisschen der Kern, wo ich auf den Schmerz in diesem Hottag drauf gucken wollte, weil ich das Gefühl hab da tun sich ja auch durch diese brennenden Debatten in auf Social Media so, zum Beispiel Kinderfreie Flüge, ja oder nein. Da tut sich ja auch so was auf bei den Leuten, weil ich das Gefühl hab, es gibt so Grabenkämpfe. Also zwischen diesem "Ich habe mich für ein Kinderfreies Leben entschieden und jetzt lasst mich bitte damit in Ruhe" und gleichzeitig eben auf der anderen Seite vielleicht Eltern, die sich mehr Unterstützung wünschen, die sich in Willitsch wünschen. Was es nicht mehr gibt, also das Dorf, was in vielen Kulturen ganz selbstverständlich zur Kindererziehung dazu oder zum Kindergroß werden lassen dazu gehört, wo aber auch unrealistische Erwartungen vorherrschen. Also, dass man das Gefühl hat, da gibt es so einen Grabenkampf, der vielleicht auch eine kapitalistische, patrarchal geprägte Lüge sein kann. Und dann macht die Idee von Liebe ist entweder, du entscheidest dich für die nukleare Kernfamilie und das ist "Pieg, Liebe und Selbstverwirklichung". Das ist aber deine eigene Entscheidung und die anderen sind vielleicht entweder egoistischer, weniger wert, müssen dafür etwas gut machen, dass sie das nicht tun. Also, das ist dann so viel Feinschaft und Herde zu finden und da will ich eigentlich gegen schauen, obwohl ich jetzt den oder da will ich sozusagen was dagegen halten. Es ist auch, glaube ich, diese Idee, dass man, also ich glaube, viele Leute, die keine Kinder haben und auch keine Kinder wollen. Und dann wirklich Antikinder sind, die, die, ja, haben glaube ich, aber auch das Gefühl, genau, das sei ich meine, diese Frage von, oder diese Anforderungen der Eltern, dass man sagen, "So, you want a village, but you also want to be the queen of the village, because you have the Kinder". Und wie soll denn dir dann jetzt, wie soll denn dich dann so? Und ich glaube, das ist auch so, was oftmals, das ist so klar ist, und dann müssen alle sich irgendwie darauf konzentrieren. Und die Eltern, insbesondere vielleicht die Mütter, haben das sagen, weil die haben quasi die Autorität, weil es geht hier um die Kerr von Kindern. Ich glaube, im Endeffekt ist es eine sehr vorurteils geprägte Idee, aber ich glaube, so geht es vielen Leute. Und diese Idee von Kinderfreienräumen ist halt, ja, hier muss man halt, weil man will, also, genau, man will irgendwie seinen eigenen Bedürfnissen nachgehen und man will nicht die ganze Zeit rücksicht nehmen und man will nicht die ganze Zeit so. Aber wir haben ja auch schon im Vorgespräch darüber gesprochen, dass es was anderes ist, Kinderfreie Räume zu schaffen, teilweise oder eine Infrastruktur, die Kinder einfach gar nicht mehr berücksichtigt. Ich glaube auch, dass Eltern teilweise ein Bedürfnis haben nach Kinderfreienräumen, die sie ab und zu besuchen können. Ja, bitte gerne. Aber das geht hier nur, wenn irgendwo auch Räume der Führsorge da sind, wo man die Kinder dann im Endeffekt haben lassen könnte oder so. Also, hier gibt es einfach eine zunehmende Entfernung von Menschen ohne Kinder und Menschen mit Kinder, die glaube ich einfach allen nicht so richtig gut tut und die auch unrealistisch ist. Und ich finde auch, also als Person, die keine Kinder hat, sehe ich zum Beispiel auch, dass auch, wenn ich jetzt selber keine Kinder habe, ich trotzdem mit dem Alter und mit dem, dass mein Umfeld irgendwie Kinder bekommen hat, die Verantwortung für Führsorge. Arbeit für die Kinder um mich herum, aber auch für, also auch für die, meint es auch, Zug oder so. Also du bist einfach jetzt gerade in so einer Situation, wo du irgendwie eine gewisse Autorität hast, wo du erwachsen bist und du aber gleichzeitig aber auch irgendwo noch ziemlich fit bist und irgendwie so. Das heißt, ich habe auch irgendwie mehr das Gefühl, dass ich auf solche Sachen achte oder verantwortlich fühle, solche Sachen auch in die Hand zu nehmen. Und ich finde, das ist, also wenn wir von Generationvertrecken, dann finde ich es auch die Aufgabe gerade in unserem Alter, so sehe ich das auch ein bisschen.
Du machst das total richtig und gut und ich wünschte es würden mehr Leute so machen. Bei mir ist es ja jetzt auch so, wenn ich ohne Kind unterwegs bin, mache ich das auch mehr für andere. Und die Leute, die mir dann helfen sind, auch ironischerweise auch auf Leute mit selber Kindern. Da werden wir irgendwie den Struggle der anderen natürlich sieht. Und ich will auch bewusst machen, dass wir wissen, dass wir sehr viele mehrheitlich auch weibliche Hörerinnen haben. Ich weiß, dass es auch ein bisschen aufstoßen kann, das man denkt, ja und wieder wir, wir sollen das wieder machen. Und wir machen es wieder. Ich verstehe das, den Pain, denn noch ist ja nicht die Lösung, das nicht zu sagen und dann nicht darüber zu sprechen. Weil ich glaube, das ist ein letztendlich wäre, es ist ein wunderschöner utopischer Gedanke zu sagen. Erinnern wir uns doch mal daran, dass auf dieser Erde leben ausschließlich Kinder von Eltern. Wir alle waren mal Kinder und sich daran zu erinnern und zu sagen, was wäre, wenn wir als Gesellschaft ein anderes Verständnis hätten, dass die Kinder einer Gesellschaft, die Kinder unserer Gesellschaft alle von uns geschützt, behüttet und begleitet werden würden. Das ist eigentlich der Tag, wo ich hinwähle. Ich habe das Gefühl, dass es gerade oder ich merke ja selber, dass ich wirklich im Alltag, also davon abgesehen von der Kinder und Jugendlichen feindlichen Politik, die hier gerade passiert in diesem Land, den Sozialkürzungen, die ganz mehrheitlich Familien und Kinder treffen, die gesundheitspolitik, alle möglichen Bereiche, wo man da könnte, man über jeden einzelnen Bereich jetzt noch mal sprechen. Aber auch so kleine Brotkrümmelchen, an denen du dich festhältst, wenn du einfach mal dich so freust, dass Kinder irgendwie mitgedacht werden. Weil natürlich gibt es Spielplätze oder so, aber zeig mir mal einen Café oder ein Restaurant, wo vorne vielleicht eine Wippe ist. Ja, hier kann ich jetzt abends mal kurz sitzen und mal schnell eine Pizza essen, weil hier ist das Kind irgendwie beschäftigt. Oder eine super Magwo, wo es dann vorne vielleicht einen kleinen Spielplatz gibt oder was auch immer. Oder dass man irgendwie einen Selbstverständnis hätte, dass zum Beispiel so was wie die Verkehrsthematik oder solche Geschichten, das ist keine sicheren Schulweggegippene. Hier, wo ich wohne in Berlin, habe ich das Gefühl, mein kleines Kind, hat kaum die Möglichkeit, irgendwie gefahrlos hier Straßen zu überqueren. Das sind einfach alles so Aspekte, wo ich denke, wo da werden Kinder nicht mitgedacht und es gibt so viele Stellen, wo man da ansetzen müsste. Und irgendwie fänd ich es schön, wenn man ein bisschen im Selbstverständnis, der Leute was bewegen könnte und die ein bisschen anders darauf blicken würden. Und ich erwarte, dass das haben wir ja von auch gesagt, weniger von Jugendlichen, die selber gerade Kinder waren und sich davon vielleicht ein bisschen entfernen wollen, noch von den Anfang 20-Jährigen, die gerade Struggeln und vielleicht erst mal selber gucken müssen. Sich von ihren Eltern noch mal anders abnabeln müssen. Ich erwarte es eher genau von Leuten in unserem Alter, ein bisschen älter, die jetzt gerade irgendwie capable sind. Und es ist absurd, wenn du unterwegs bist und du hast nur einen Rucksack auf und hast bei der Hände frei und guckst nicht, ist hier irgendwie irgendwer, dem ich vielleicht helfen kann. Also so würde es einfach besser funktionieren. Und das wäre schön und natürlich geht es dann nicht um Schaming von Kinderfreien Personen. Und dann geht auch nicht darum, dass Eltern sich ihre, sag ich mal, funktionen und ihrer Präsenz entziehen können. Also natürlich musst du dabei bleiben und ich verstehe auch, dass manche Kinder und ihre Eltern einfach nervig sind. Das ist klar. Und natürlich würde ich mir da auch wünschen, dass da vielleicht Bedürfnisse besser, ja, übereinkommen würden manchmal. Weil es ist einfach schwierig, irgendwie alles zusammen zu bringen. Und auch kurz letzter Tech noch der Meinung, dass zum Beispiel an Orten, wo viel Alkohol getrunken wird oder so. Das Kinder auch da nicht wirklich sicher sind und was zu suchen haben. Also da muss man auch Lösungen finden, Thema Kinder, Freihochzeiten oder was auch immer. Also das sind ja auch alles so Grundfragen, wo sich gerade viele Leute drüber streiten. Aber es kann irgendwie nicht die Lösung sein, dass da so komplett voneinander separierte Räume sind. Ja und ich finde es immer so schade, wenn es dann so Utopien gibt, wo Kinder so krass ausgeschlossen werden. Das auch letztens auf TikTok hat so ein Typ so richtig cool, der sagt immer, der macht so meine Festation. "It's a sunny day, you wake up, you have your coffee, there's the sea by your side, a woman is president." "Blah blah blah, da macht das so eine manche fest." "Then so no kids inside, blah blah, und ich war so, this is like really sad." Und dann waren aber Leute super offendet, wenn andere Leute gesagt haben, wir können Kinder vielleicht auch in der Utopie stattfinden. Warum ist eine Utopie ohne Kinder? Weil wir alle waren Kinder und irgendwie gehören sie zu unserer Welt. Dazu und sie bringen auch tolle Perspektiven mit, sie sind nicht nur eine Last. Vor einigen ist es ja auch so, wenn man keine Kinder hat, dann hat man eben ja auch immer diesen Raum sich dem zu entziehen. Weil ich gehe nach Hause und dann bin ich ohne Kinder. Also von daher denke ich auch im öffentlichen Raum kann ich das irgendwie nicht verlangen und ich will das eigentlich auch nicht. Und diese Idee, dass ich irgendwie, ich check es auch nicht so richtig, also wie man sich das vorstellt, dass es bei Kindern so klar ist, wenn man würde ja auch sagen, beandersage ich mal Gruppen, die vielleicht die marginalisiert werden, die Kerbedürftiger sind, würde man das ja auch nicht machen. Also man würde ja jetzt nicht sagen, man macht es vielleicht im Tiziert, aber es ist so, als ob man sagen würde, ich will irgendwie nicht das nervig, das hier gerade, weil sich nicht arme Menschen sind oder Menschen, oder Ände, aber Leute sind so. Aber die Sache ist, aber das wird nicht so krass ausgesprochen. Das ist nicht ein Lifestyle-Ding zu sagen, ich finde es so viel angenehmer, wenn es jetzt hier. Wenn ihr endlich mal keine alten sind. Ja, also das ist crazy. Also das geht einfach so ist die Welt einfach nicht. Das geht also so mit einem anderen. Das ist ein Miteinander, das ist einfach so. Und das ist, finde ich, sehr krass ein Produkt von dieser Idee, das du halt von so einer individualistischen Idee, dass du dein Leben kostet meist perfekt auf deine Bedürfnisse ausrichten kannst. Und dann stören natürlich bestimmte andere Leute. Also das hat einfach irgendwann mal, also irgendwo ist es einfach eine sehr egoistische Art und Weise aufs Leben zu blicken. Und im Endeffekt auch eine, die dich nicht so wirklich jetzt nicht going to serve you, deshalb bleibt es auch eine kulturelle Frage, weil so lange wir diese Idee haben, dass man diesen Anspruch erheben kann, befreit zu sein von kärbedürftigen Gruppen. Und ich finde, Kinder sind wirklich nur eine von vielen. Aber neben mir ist mein Kinder, weil da ist eben noch mal mehr diese Idee, das hast du dir ausgesucht oder nicht. Ja. Wird da auch immer irgendwie so bestimmte Lehrstelle sein, glaube ich. Ich glaube, wir müssen es wirklich umdrehen in unseren Köpfen, dass es erfühnt ist, Teil einer Gemeinschaft zu sein, auch Teil einer Gemeinschaft, die auch etwas von dir verlangt. Ja. Die auch möchte, also die verlangt, dass du dich einbrings, die nicht funktioniert, wenn du das nicht machst. Ja. Ein Gesellschaft ist verantwortungs, ist anstrengend und man ja will, man braucht meine Pause. Ja, das sind alles Dinge, die dazu gehören. Aber so ist das Leben. Und so ist eine Gesellschaft einfach. Und klar brauchen wir Räume, ob man Urlauben machen kann, wo man eine Pause von dieser Verantwortung haben kann und die es hoffentlich gleichmäßig verteilt. Aber das sich Leute einfach zunehmend komplett daraus ziehen. Das geht halt nicht und belastet immer mehr die Leute, die dann irgendwie noch weiterhin dabei bleiben. Und das kann auch nicht alles, denn wir alles in Form von Dienstleistungen dann vorzuhauen. Und so kompensieren. Ja, ja. Wie tun uns da kein Gefallen und vor allen Dingen ist es nicht zukunftsträchtig. Demografisch geht diese Sache einfach nicht auf, das heißt, wir müssen uns, wir müssen uns umeinander kümmern, weil wir einfach das auf eine Dienstleistungsstruktur überhaupt nicht mehr leisten werden können. Und was es aber dann auch braucht, ist ein gewisses Vertrauen. Und das ist halt schwer herzustellen. Also ich habe auch immer noch die Verunsicherung, wenn ich sie jetzt zum Beispiel, ich würde mich jetzt als Bezahre als Person, die eigentlich bereit wäre, da mehr reinzugehen. Aber das würde auch ein kulturelles Verschändnis bedeuten, was es einfach jetzt gerade nicht gibt. Ich kann nicht einfach zu einem Kind gehen und sagen, hey, lasst das mal oder macht das mal so, weil das ist dann in Versiv und dann würden wir ganz schnell die Eltern auf der Platte stehen und sagen, nee, du hast mein Kind überhaupt nicht zu sagen, was hier zu machen. Du kannst mein Kind auch nicht einfach so mal hier einen Keks geben oder irgendwas, das ist alles verboten. Das heißt, das ist auch schwierig. Also auch der Individualismus hat sich auch in der Elternkultur schon breit gemacht. Und das macht es dann auch nicht einfach, da einfach so einzuschreiten, wenn ich jetzt zum Beispiel einen Bus in Ghana denke, wo ich mal sage, es ist in einem Trotto und du weißt, da sind Kinder, niemand davon ist unbedingt mit den Kindern verwandt. Aber alle kümmern sich ja in diese Kinder und sind auch darauf. Und wenn die anfangen zu streiten und sagt, hey, lasst das jetzt einfach mal. Und das ist klar, das ist einfach ein Selbstverständnis, dass die Erwachsenen alle Erwachsenen diese Autorität haben. Und die Kinder quasi auch diese Führsorge auch von den Erwachsenen bekommen. Aber das bedeutet halt auch für die Eltern, dass du diese Autorität teilweise den anderen Erwachsenen auch überlassen musst. Das ist ein super schwieriges Thema und das führt das auch noch weiter. Das ist absolut recht. So das ist so eine ein weiterer Aspekt in dieser krassen Individualisierung. Ich glaube, man merkt, dass hier auch ganz doll an den Funktionen von Schulen und Lehrenden, weil da ist auch so eine absolute widersprüchliche Erwartung. Was die Schule oder vorher vielleicht sogar schon bei vielen Kita oder so, was die Schule alles leisten soll, was die Schule übernehmen soll. Aber ab dem Punkt, wo es restriktiver wird oder schwieriger wird oder vielleicht Lehrkräfte sich zu sehr einbringen, ein Mischen, wo würde ich nicht sagen, dass sie alles perfekt machen. Aber da kommen dann die Eltern auch ganz Schervenzettel und sagt, da haben sie sich überhaupt nicht einzubischen bei meinem Kind oder mein Kind ist aber das ist ein Problem.
Das stimmt nicht, das sind dann auch einmal die Lehrenden, die dann wieder von den Eltern Ärger kriegen, weil sie da zu viel gemacht haben. Da auch so ein forgieren, man ist sich nicht so richtig klar. Das ist ein bisschen dieses, was ich ihm schon auflösen von der kulturellen Frage, die nicht mehr beantwortet. Wo ist einfach keine allgemeiner gesellschaftliche Haltung? Genau, und das meine ich mit dieser unrealistischen Erwartung. Dieses Hände-Ei-Problem, dieses du willst, willt, wenn es dir passt, aber du willst selber auch nicht wirklich, was dafür opfern oder dich dann auch nicht einbringen. Und das ist super schwierig. Da gebe ich dir recht. Ich finde es trotzdem einfach nur noch mal wichtig, auch zu sagen, dass diese Kinderfeindigkeit oder diese Ansteigen und Kinderfeindlichkeit einfach ein krasses Symptom, wie du gesagt hast, dass es nur eine Gruppe für das Schwinden von sozialem miteinander ist. Und das hat eine Gesellschaft, die Kinder nur als Ressource in einer kostenlten Rächenung, Rächtendung sieht oder als zukünftige Arbeitskräfte oder als zukünftige Soldat*innen oder was auch immer, wo Kinder gerade in der öffentlichen Debatte in Rolle spielen. Das ist einfach nicht der Kern unseres Menschseins. Also wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, was Kinder einbringen. Das ist auch einfach so, dass die Welt nicht nur aus funktionierenden Elbenbogen erwachsenen, von bestehenden Kanten und Darf und sollte. Weil das nimmt ganz viel weg und Kinder bringen unheimlich viel wertvolles mit. Das haben aber viele Menschen vergessen, ab davon, dass sie sich nicht so gut regulieren können. Wir erwachsenen. Das müssen Sie noch lernen. Es ist ein unglaublich wichtiger Teil des Kindseins zu lernen, sich um andere zu kümmern und für einander da zu sein. Kinder sind von Grund auf erst mal sehr führsorglich meistens. Und haben eine ganz große Stärke auf die Welt zu blicken, die wir als Erwachsene verloren haben. Wir müssten es auch unter Dürfen als Bereicherungen sehen, ab und zu mal, jetzt wäre ich so kitschig, aber die Welt mit Kinder Augen sehen zu dürfen. Weil das ist eigentlich ein Geschenk. Davon abgesehen, dass es anstrengend ist, hat es eine unglaublich große Kraft und Wärme und Lebensqualität, die durch Kinder reinkommen kann, wenn man diese zulässt. Aber letztendlich ist Kind sein, das Fundament von Mensch sein. Ja. Und das vergessen wir einfach, wenn wir sie so krass Krestriktionen aussetzen und das alles von uns abschneiden. Ja, genau. Und ich glaube auch, also das eben all diese Bedeutung und diese, ja, auch teilweise, auch romantisch anklingen, aber auch die Bedeutung von Kindern in dieser Welt, die müssen nicht nur Eltern tragen. Und da denke ich, auch ist irgendwie so eine allgemeine. Weil sie auch fragen, also auch eine politische Frage ist und auch eine wirtschaftliche Frage, all das Gehörtheit auch dazu ist, es ist eben nicht nur eine private Frage und eine private Ansicht, wir alle brauchen Kinder letztendlich. Und eben, das kann sich nicht aufs private, umweltsinnig auch so. Und ich glaube auch diese Frage, wie geht eine gesellschaftliche Kindern um, was für eine Rolle bekommen, sie, was Veransprüche stellt man an sie, wie erzieht man sie, sind alles auch der Kanarienfuge in der Goldmine sozusagen. Das aufnimmt Frage hin, wie kommen wir gerade in eine Gesellschaft, die wieder uns voneinander isoliert und in eine fascistische, rechte, restriktive Gesellschaft rein. Genau. Ich schöne das Bild mit dem Kanarienfuge. Ja, so Kanarien in der Goldmine, das ist einfach nur auf Englisch. Ja, ja, aber das ist schön. Ich sehe es vor Augen und Pweiten. Aber ja, also um das auch nur noch mal so ganz klar zu sagen, am Schluss. Umweltsinnig, dann geht es auch vor meinem Kind wieder weg, nachdem du das ja jetzt auch schon so klar angedeutet hast, ist es natürlich auch ganz wichtig. Ich sage diesen Tag ja hier in unserem Podcast. Manchmal ist es ein bisschen preaching to the choir. Ihr seid irgendwie mit uns, ihr denkt diese Sachen vielleicht auch schon mit oder seid irgendwie am Start natürlich, geht es auch vorwiegend an Männer. Und es geht auch an Cis Männer und es geht vor allen Dingen an Fäter. Weil viele Leute vielleicht jetzt auch denken, so ja, kann ich alles machen. Aber wie wär es denn Fäter auch einfach mal ein Fang präsenz zu sein und in Familien dazu sein? Also, das ist natürlich ein Unteraspekt, dass man einfach so sehen muss. Es sind natürlich mehrheitlich Männer, die sich diesen Verantwortung auch mit entziehen. Und die da ganz munter durch die Welt gehen und gerade finde ich auch so interessant in der äteren Generation einfach, dieses Selbstverständnis von "Man muss nie irgendwie am Tisch dann aufstehen und man Teller mit wegräumen" oder im Zug mal irgendwie im Platz machen. Oder man stellt selbstverständlich den Fettenrucksack natürlich auf den Sitz neben sich, weil man hat ja das Recht. Also, ich denke da auch an meinen Opa der, bis zum Schluss irgendwie ganz viele Dinge mit einem Selbstverständnis irgendwie dann auch gemacht hat. Oder der weiß auch schwer krank, alles gut, Opa, Ruhe, in Frieden. Aber ich meine halt so, ne? Das ist irgendwie so wichtig natürlich da auch noch mal zu gucken, wen man auch noch mal explizit und diesen kleinen Stubbs in diese Richtung würde ich gerne am Schluss auch noch mal geben. Absolut. Yes, dann sind wir hier am Ende mit der kurzen heute. Ich denke, das hat auf jeden Fall Potential vielleicht an anderer Stelle auch noch mal ausführlicher besprochen zu werden. Gibt uns gerne Feedback dazu? Ich bin total gespannt, was ihr dazu sagt. Wir freuen uns, wenn ihr beim nächsten Mal wieder reinhört. Yes, bis dann, ciao! * Musik *
Podcast Summary
Key Points:
Alice und Maxi nehmen nach längerer Pause wieder gemeinsam eine Podcast-Folge auf und besprechen ihre aktuelle Lebenssituation, insbesondere Alices Buchtour.
Sie reflektieren über den Druck, viele Projekte gleichzeitig zu bewältigen, und betonen die Wichtigkeit von Achtsamkeit und einem nachhaltigen Arbeitstempo.
Der zentrale „Hot Take“ lautet
Sie kritisieren die gesellschaftliche Haltung in Deutschland, Kinder als „Privatvergnügen“ zu betrachten und sie aus dem öffentlichen Raum zu drängen.
Die Diskussion verbindet historische (z. B. NS-Zeit, schwarze Pädagogik), kapitalistische und kulturelle Faktoren (z. B. Individualismus, mangelnde Inklusion).
Sie hinterfragen die zunehmende Entfremdung zwischen Menschen mit und ohne Kinder und plädieren für mehr gegenseitige Unterstützung und gemeinschaftliche Verantwortung.
Summary:
In dieser Podcast-Folge unterhalten sich Alice und Maxi über ihr aktuelles Leben: Alice ist auf Buchtour und beide reflektieren, wie sie gelernt haben, sich nicht mehr zu überfordern, sondern achtsamer mit ihrer Zeit umzugehen. “ Sie kritisieren, dass Kinder in Deutschland oft als Privatvergnügen angesehen werden, für das Eltern allein verantwortlich seien. Dies führe dazu, dass Kinder im öffentlichen Raum kaum erwünscht seien – etwa durch Debatten über kinderfreie Hotels oder Flüge.
Die beiden diskutieren die historischen Wurzeln dieses Denkens, darunter autoritäre Erziehungsvorstellungen aus der NS-Zeit, aber auch kapitalistische Effizienzlogik und Individualismus. Sie vergleichen die Situation mit südeuropäischen Ländern, wo Kinder selbstverständlicher in Gemeinschaften integriert seien. Letztlich fordern sie mehr Solidarität und Inklusion: Statt Gräben zwischen Eltern und Kinderlosen zu vertiefen, brauche es ein gemeinsames Verständnis von Fürsorge und Unterstützung – für Kinder, aber auch für andere hilfsbedürftige Gruppen.
Die Folge endet mit einem Aufruf, die zunehmende gesellschaftliche Spaltung zu überwinden.
FAQs
Der Hot-Tag lautet: Es gibt ein Recht auf ein kinderfreies Leben, aber nicht auf eine kinderfreie Welt.
Weil Kinder zunehmend als Privatvergnügen angesehen werden, für das man sich selbst entscheidet und sich alleine kümmern muss, anstatt als gesellschaftliche Verantwortung.
Kinder sollen funktionieren und nicht stören, was zu einer Kultur führt, die sie aus dem öffentlichen Leben ausschließt und Eltern unter Druck setzt.
Mögliche Einflüsse sind die schwarze Pädagogik aus der NS-Zeit sowie ältere autoritäre Erziehungstraditionen, die Kinder zum Gehorsam zwingen sollten.
Dort sind Kinder selbstverständlicher Teil des öffentlichen Lebens, etwa in Restaurants abends, und es gibt stärkere familiäre und gemeinschaftliche Strukturen.
Kapitalistische Effizienz- und Profitdenken führt dazu, dass Kinder als Hindernis für Produktivität gesehen werden, was ihre Ausgrenzung aus öffentlichen Räumen fördert.
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