Es gab Streit an Weihnachten? Das könnt ihr nun tun!
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Weihnachten ist ein Zeitpunkt, an dem sich viele Familienmitglieder treffen, was zu Spannungen, Erwartungsschlägen und Verletzungen führen kann. Viele Menschen erleben dabei eine negative Prägung durch Streit, insbesondere im Zusammenhang mit den Erwartungen an eine harmonische Familie. Die Vorbereitung – wie Essen, Geschenke oder Deko – ist oft stressig und belastend, da sie häufig auf einem ungleichen Ausgleich von Geben und Nehmen beruht. Unter dem Einfluss dieser Spannungen entstehen tief verwurzelte Verletzungen, die aus der Vergangenheit stammen und sich bei Weihnachten verstärken. Ein „Neustart“ nach Weihnachten ist oft nur kurzfristig erfolgreich, weil alte Muster und Unzufriedenheiten sich schnell wiederholen. Eine wirkliche Lösung erfordert daher die bewusste Reflexion auf frühere positive Weihnachtsmomente und die empathische Verarbeitung von Gefühlen wie Enttäuschung oder Traurigkeit. Durch eine tiefere Kommunikation – nicht nur über das, was gesagt wird, sondern über körperliche Reaktionen und emotionale Erfahrungen – können Paare und Familien die Wurzeln ihrer Konflikte erkennen und langfristig eine stärkere, liebevollere Beziehung aufbauen. Weihnachten sollte nicht als Stresspunkt, sondern als Chance für Wiederherstellung und Vertrauen verstanden werden.
Hattest du schon mal Streit an Weihnachten?
Ich weiß, dass meine Eltern früher, als ich ein kleines Kind war, die haben sich zu Weihnachten immer sehr viel gestritten.
Das habe ich sozusagen in Erinnerung, dass es Heiligabend, Weihnachten, also 24. vor allen Dingen, da hatten wir sehr viel Streit in der Familie.
Da gab es viel Streit, weil da verschiedene Bedürfnisse aufeinander gekommen sind, aber auch, weil es sehr stressig zu Hause war.
Da habe ich eine negative Erinnerung dran, so an Streit an Weihnachten.
Das ist auch ein Punkt, der mir sehr wichtig bei uns ja immer ist an Weihnachten, dass es keinen Streit gibt oder dass wir darauf achten, dass es harmonisch ist zu Hause.
Ich erinnere mich noch an ein Weihnachtsfest, wo wir am 1. oder 2. zu uns eingeladen haben.
Und da gab es in meiner Familie vorher einen Heiligabendstreit.
Und da gab es dann, haben wir quasi noch bei uns die dicke Luft gespürt.
Stimmt.
Die zuvor, wir waren nicht dabei, wir haben für uns gefeiert oder mit deiner Familie gefeiert am 24.
Und da haben wir aber am 1. oder 2. meine Familie eingeladen.
Und da merkte man noch, da gab es irgendwie dicke Luft.
Ich weiß nicht mehr genau, was passiert war.
Das war sehr unangenehm, das weiß ich noch, weil wir ja Gastgeber waren und wir uns so viel Mühe gegeben haben.
Und man da beim Essen sitzt und denkt so, was ist hier los?
Es kommt keine Stüppung auf, es ist alles so. Sehr ruhig gewesen, wenig Motivation.
Und ich fand das sehr schade, weil man sich ja so viel Mühe gegeben hat.
Und ich war enttäuscht darüber, dass es so eine Stimmung gab.
Wahrscheinlich natürlich auch durch meine Prägung heraus, wie ich das als Kind empfunden habe.
Und weil ich nicht darauf vorbereitet war, dass Gäste so etwas mitbringen.
Das ist also so ein krasser Break dann, ne?
Du hast dann so selber eine Weihnachtsstimmung drin, das ist alles schön vorbereitet.
Und das hat ja auch Arbeit gemacht.
Und gerade für mehrere Leute zu Weihnachten was zu machen, das macht ja auch Arbeit.
Und kostet ja auch häufig viel Geld, die ganzen Zutaten, die man einkauft.
Und dann freut man sich drauf, das gemeinsam zu genießen.
War das nicht das Weihnachten, wo wir dann darauf beschlossen haben, dass wir mal nicht zu Hause feiern?
Ja, da haben wir angefangen, am 1. und 2. was anderes zu machen.
Einmal haben wir das sogar am 24. Mal, waren wir essen abends in einem Hotel in Hamburg.
Stimmt, genau.
Ja, richtig.
Das hängt damit so zusammen.
Das war sozusagen die Konsequenz daraus, dass wir gesagt haben, okay, damit uns das nicht nochmal passiert und man sich so viel Mühe gibt, machen wir es nächstes Jahr anders.
Genau, dann sind wir ins Hotel gegangen.
Das war auch sehr schön.
Und da ist ja auch ein wunderschöner Running-Gag entstanden, ne?
Ja.
Weil mein Papa, der nennt Restaurants und Hotels, der sagt zu allem immer so gewohnheitsmäßig Kneipe.
Ja.
Und das war dann sehr lustig, weil er. Weil wir waren in einem sehr hochwertigen Hotel dann essen und dann sagt er, oh, das schmeckt wirklich fantastisch in dieser Kneipe.
Nee, er sagte, Jahre später, sagte er, als wir noch darüber gesprochen haben und er wusste nicht mehr, wie das heißt, das Hotel, dann sagt er, ja, wo wir da essen, war in dieser Kneipe.
Da dachte er, oh.
Nee, das war aber nicht Jahre später, das war irgendwann direkt danach.
Da habe ich noch gedacht, so, was für eine edle Familie, wo ich hier bin.
Wenn das eine Kneipe ist, dann. Ja, das ist ein lustiger Running-Gag daraus entstanden, ne?
Ja, aber das, das, da merkt man eben, man hat. Man hat, und das ist eben das, was Weihnachten so herausfordernd macht, man hat ein großes Bedürfnis an Besinnlichkeit, an Familienzeit, an Harmonie und man möchte sich erfreuen an leckerem Essen und Geschenken und zusammen sein und am liebsten hätte man ganz romantisch Schnee um sich herum.
Ja.
Und die Schneeflocken fallen vom Himmel, man hat minus drei Grad und freut sich, dass man da jetzt beisammensitzt am Weihnachtsbaum.
Und dann sitzt du da und. Ja, und draußen sind 16 Grad.
Ja, alle Paare jetzt, die wir aus Österreich haben, die denken sich, was redet der, das haben wir immer.
Ja, nee, also hier nicht.
In Norddeutschland haben wir an Heiligabend aktuell sehr gerne 16 Grad.
Und es regnet.
Es ist grau, es regnet und wenn du dann mit der Familie zusammensitzt und alle kommen zusammen, die sich sonst eigentlich nicht mögen, kannst du auf einmal die Luft zerschneiden.
Ja, also es kommen viele Bedürfnisse zusammen, viele Erwartungen und damit ist die Verletzungsgefahr sozusagen. extrem hoch.
Hast du mir nicht mal erzählt, dass tatsächlich an Heiligabend im Krankenhäusern mehr los ist als an Silvester, weil die Leute sich tatsächlich dann, wenn sie aufeinandertreffen, sich häufig so in die Haare kriegen, dass sie sich eine über die Rübe ziehen?
Ja, das hat mir vor Jahren mal ein Freund im Rettungsdienst bei uns hier in der Stadt erzählt, der hat gesagt, dass besonders Weihnachten, weil ja auch Weihnachten Alkohol fließt, dass da so die ganzen Körper. Verletzungssachen und so weiter, also in Silvester ist natürlich auch sehr viel los wegen den ganzen Brandverletzungen, aber dass vor allen Dingen da diese zwischenmenschlichen Dinge sehr groß sind, auch viele verzweifelte Menschen anrufen, weil sie überfordert sind mit der Situation, dass einer lauter geworden ist und das halt bedrohlich empfunden haben und dass ganz viele Einsätze auch geschehen, wo man sagt, okay, was ist jetzt hier los oder Menschen ins Krankenhaus kommen und sagen, okay, krass, das an Weihnachten, was habt ihr da gemacht, ne?
Ja, das kann ich mir vorstellen.
Ich kann mir das auch vorstellen, Silvester sucht man sich doch eher ein bisschen freier aus.
Ist ja auch mehr so Partystimmung, ne, genau, wie du sagst, freier, vielleicht mit Freunden oder es gibt ja auch, finde ich, bei Silvester mehr die Menschen, die sagen, Silvester mag ich gar nicht, ich geh früh schlafen.
Also die sagen, das feiere ich nicht, das brauche ich nicht, ist mir nicht wichtig, aber Weihnachten, da ist doch bei vielen Menschen, die sagen, ne, da müssen wir was machen, da sind wir verpflichtet oder wir haben Kinder oder, ne, also da haben wir noch mehr diese soziale Verpflichtung in den Werten und in den Normen, dass wir sagen, ja, wir müssen was machen.
Ja, müssen wir jetzt auch alle zusammenkommen und da kann das doch nicht sein, dass man den ausschließt und, ja, exklusive Mischung.
Wenn ihr an dieser Stelle angekommen seid, seid ihr am Podcast der Lebensidealisten.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Also Weihnachten als Fest der Liebe hört sich, wie du sagst, ja auch erstmal sehr romantisch an.
Und ich bin auch ein Mensch, früher durch meine Prägung mochte ich Weihnachten ja nicht so gerne.
Ich weiß, als wir zusammengekommen sind, war das sehr schwer für mich, weil du ja aus einer Familie kommst, wo Weihnachten zelebriert wird, würde ich sagen, normal.
Und da mussten wir uns auch erstmal so ein bisschen eingrooven.
Hatte ich das Gefühl.
Und jetzt habe ich dich fast überholt, fast.
Da muss man sagen, und da merkte man ja auch deine Prägung, die du eben auch erzählt hast.
Das war ja keine Prägung, die auf Weihnachten beschränkt war, sondern das war ja eine Festtags-, eine Feiertagsprägung.
Weil das war ja eigentlich der Anlass dafür, dass wir zusammengekommen sind.
Also hättest du diese Prägung nicht gehabt, wären wir nicht zusammengekommen.
Unser Sohn würde sagen, damals im Mittelalter, als wir euch kennenlernten.
Damals im Mittelalter, als wir uns kennenlernten, da gab es noch ICQ.
Diesen Chat-Messenger auf dem Computer.
Und da konnte man, wie heute bei WhatsApp, einen Status hinterlegen, dass da unter was steht.
Und bei dir stand ein für mich völlig bekloppter Status, nämlich. Schön, wie wenig du wertest.
Ich hasse Ostern.
Ich hasse Feiertage.
Ich hasse Feiertage?
Ja.
Und dann habe ich gedacht, Mensch, gerade Langeweile, guck da so durch.
Und dann steht da, ich hasse Feiertage.
Und das war der Anlass, dass ich dich ja, nachdem wir längere Zeit Pause hatten und miteinander nicht mehr kommuniziert hatten,
angeschrieben habe und gesagt habe, was ist denn mit dir los, dass du Feiertage hast?
Das stimmt mit dir nicht.
Und dann kamen wir dadurch ja wieder ins Gespräch.
Ja.
Und das war genau die Kennenlernphase im April.
Das heißt, da haben wir, oder März, April, da haben wir dann sofort auch den Switch gemacht
ICQ rüber zu, dann lasst mal telefonieren.
Ja.
Ja, genau.
Das ist, das ist nochmal ein Rande.
Also wer es nicht weiß, wir sind verheiratet.
Das ist ein bisschen weitergegangen bei uns.
Immer mal wieder die Frage in den Coachings am Anfang, seid ihr eigentlich auch verheiratet?
Seid ihr ein Paar?
Das ist immer nicht ganz bewusst.
Manchmal schon, manchmal nicht.
Genau.
Ja, was passiert an Weihnachten?
An Weihnachten hat man das Gefühl, man möchte alle um sich herum haben und es gibt gewisse
Konflikte, die da sind, Systemgesetzverletzungen und man trifft dann häufig an Weihnachten
oder anderen Festtagen auf Menschen, die man sonst in seinem Alltag wenig sieht oder
vielleicht manchmal sogar eher meidet.
Also ich erlebe das häufig in Coachings, dass Paare berichten, dass sie eben mit Geschwistern,
Eltern, Schwiegereltern eben manchmal nur zu Geburtstag und zu Weihnachten Kontakt
haben und das dann eher so innerlich.
Das sind innere Pflichttermine, wo man so sagt, ja Mensch, eigentlich habe ich mit meinen
Eltern nicht mehr viel am Hut, aber ich kann ja nicht zu deren Geburtstag, ich kann ja
nicht bei Weihnachten sagen, du darfst nicht zu uns kommen.
Das finde ich, da passt ja auch immer so gerne die Werbung denn dazu, wenn wir da irgendwie
Werbung von irgendwelchen Supermärkten sehen, wo dann der Opa ganz alleine steht, weil er
kriegt keinen Besuch zu Weihnachten.
Also ich glaube, da ist auch viel so Verpflichtung moralisch drin und ich habe ja sehr viele Paare
auch mit Kindern im Coaching.
Coaching. Und da ist ja auch immer ganz
viel Anspannung zu Weihnachten, weil
jeder
Elternteil weiß, Weihnachten mit
Kindern ist so ein bisschen
Endstufe, was die Aufregung angeht.
Und ist einfach
auch nochmal sehr anstrengend. Und wenn man denn
auf Menschen trifft, mit denen man vielleicht
nicht so im besten
engen Kontakt ist, dann nimmt man häufig ja
diese Anspannung, dass man denkt, okay,
die sind anstrengend heute, die Kinder.
Und jetzt dann noch zum Essen, dann müssen
die gleich still sitzen und sich noch achtmal bedanken
für die Geschenke und still
sein. Und dann ist
da wenig Verständnis darüber, wie man mit den Kindern
umgeht. Also man wartet eigentlich nur
darauf, dass man so eine gewisse Zeit dann
vielleicht da ist und wieder gehen kann und
nimmt dann Themen noch mit.
Und das macht bei vielen Bauchweh. Aber sie haben
auch das Gefühl, ich komme da nicht raus.
Wie können wir Weihnachten anders gestalten?
Darf man das? Also ich habe ganz häufig
die Frage, Ina, darf man
da auch Nein sagen?
Und ist das in Ordnung, wenn wir uns da
eine Grenze setzen zu Weihnachten? Weil wir
kriegen uns danach auch nur in die Haare, weil
wir beide dann da wegfahren und dann
schlecht gelaunt sind und die Kinder
sind auch schlecht gelaunt und dann
kriegen wir den Dreh über Weihnachten nicht mehr oder
wir sind die ganze Zeit nur von einer Familie
zur nächsten Familie am Fahren.
Also ganz viele
Themen, die einfach belastend sind.
So und jetzt geht es ja dann los,
dass wir beide uns darüber austauschen
müssen, wie wir Weihnachten
ja gestalten wollen.
Dann haben wir unsere ganz individuellen
Vorstellungen vielleicht, weil ich
Weihnachten in meiner Kindheit anders
erlebt habe als du.
Weil ich vielleicht sage, naja,
aber ich möchte unbedingt, dass
meine Eltern dabei sind
und du sagst, uff, habe ich Bauchschmerzen
mit, das war die letzten Jahre
immer schwierig und
schon sind wir dabei, dass wir
beide als Paar miteinander
gute stimmige Kompromisse finden
müssen, die uns
beiden eben ein stimmiges
Weihnachtsfest bescheren, was aber
gar nicht so einfach ist. Erstens
hat kaum einer von uns gelernt, was
ein echter stimmiger Kompromiss ist.
Wir haben meistens gelernt, faule Kompromisse
zu schließen, sich in der Mitte
zu treffen und dabei
hat mindestens einer eher beide ein schlechtes
Gefühl und
das zeigt auch eine Umfrage, die wir
dazu gefunden haben, nämlich, dass
24 Prozent der Befragten
angeben, dass sie
Weihnachten immer oder
zumindest gelegentlich Streit haben
und der häufigste
Streitpartner ist der Partner.
Ja. Also am meisten
ist nämlich Streit mit dem Partner da,
weil wenn dann die Familie da ist,
dann reißt man sich ja auch häufig zusammen
und das ist glaube ich auch das, was
dann die Stimmung so explosiv
machen kann, dass man vorher
schon vielleicht verschiedenste Konflikte
hatte. Nehmen wir jetzt mal so eine typische
Konstellation. Wir streiten
erstmal darüber, wen wir nun
Heiligabend einladen, wer alles kommen soll.
Dann laden wir ein.
Dann laden wir vielleicht
deine Eltern, meine Eltern ein,
deine Eltern haben mehrere
Kinder, meine Eltern haben mehrere Kinder
Deine Eltern haben sich schon darüber
gestritten, zu welchem Kind sie
dann Heiligabend gehen.
Haben schon Angst, dass sie andere enttäuscht
haben, meine Eltern vielleicht auch.
Das heißt, in der gesamten Runde
kann dann so eine ganz explosive Mischung
entstehen, wo jeder
irgendwie Anteile in sich trägt von Enttäuschung,
faulen Kompromissen,
Erwartungen. Dann kommst
du und sagst, ja, heute
gibt es Rouladen.
Und dann steht da der Großvater
und sagt, wir Rouladen.
Ich habe mein Leben lang Ente gegessen zu Heiligabend.
Wie kann das denn sein? Das ist kein richtiger Heiligabend
hier für mich. Und du sagst, ja, danke.
Ich habe gestern drei Stunden
vorbereitet und heute schon vier Stunden
gekocht und jetzt sagst du, das ist kein richtiges
Essen für dich.
Das sind dann so die ganzen Sachen.
Und dann sind die Kinder enttäuscht, weil sie dachten,
vielleicht wäre doch noch ein anderes Geschenk dabei.
Also ich glaube einfach, dass. Oh, nicht die Kinder. Die Erwachsenen sind viel
schlimmer. Die Kinder, die wünschen sich
ja was Richtiges und wenn sie Glück
haben, bekommen sie das ja auch. Die sind ja einfach.
Die haben ja einen Wunschzettel, da sind 70
Sachen drauf und davon wählst du vier
und dann ist gut. Das ist ja einfach.
Schlimmer sind doch da die Erwachsenen.
Dann hast du noch deine Schwester
und ihren Mann da mit dabei
und dann geben
die sich in der Runde das Geschenk
und auf einmal siehst du diese
riesen Enttäuschung, wo du merkst,
oh Mann,
da hat gerade jemand ein Fettnäpfchen getroffen.
Da war ein ganz anderer
Wunsch und du siehst, oh nein,
wir sind hier an Heiligabend.
Und nebenbei läuft hier eine Beziehungskrise neben mir ab.
Das sind ja alles die ganzen Dinge,
die zu Heiligabend sich bündeln.
Oder sowas wie, wir wollten uns doch nichts schenken.
Und dann hat einer doch was.
Und ich habe jetzt da gar nichts.
Eigentlich ist das voll das Drama
Weihnachten. Und ja auch
weit weg von dem, was Weihnachten eigentlich
sein soll. Also wenn man jetzt mal hier
die ganz große Keule rausholt
und sagt so, warum ist
Weihnachten eigentlich da? Ob man
gläubig ist oder nicht. Aber ich glaube, jedem ist
eigentlich klar, dass wir uns immer mehr in unserer
Gesellschaft davon entfernen, was für Werte
Weihnachten eigentlich vermitteln soll.
Deswegen habe ich gerade
letztens gehört, mögen die Amerikaner
Thanksgiving lieber
als Weihnachten,
weil du dir zu Thanksgiving wohl nichts
schenkst. Weil du ja nur
dankbar bist. Das heißt, es wird ja
nur groß gekocht.
Die Familie kommt zusammen. Und so wie
ich das gehört habe, ist so das perfekte Thanksgiving
für viele wohl, dass du
diese große
Parade in New York dir im Fernsehen ansteckst.
Bei Macy's. Das ist so eine Macy's-Parade.
Die schaut man sich zusammen an. Die fängt
morgens an und geht wohl den ganzen Tag.
Und am Nachmittag switcht das Fernsehprogramm,
was man sich gemeinsam
anschaut, rüber zum geliebten Football.
Weil an Thanksgiving wohl viele
geile Football-Matches laufen.
Und dann geht es ins abendliche Essen.
Und das mögen wohl viele Amerikaner
viel lieber, weil dieser ganze
Geschenke-Druck und alles nicht da ist.
Sondern es wirklich so ein familiäres
Zusammenkommen ist. Man chillt ein bisschen.
Und dann sagt dir die Moderatorin,
dann, ja,
und das, was bei denen Thanksgiving heißt, ist bei uns
halt ein normaler Sonntag.
Weil dieses Chillen und Fernsehgucken.
Und man isst dann was.
Aber da ist eben viel weniger
Druck dann drin. Ich glaube, die Geschenke,
das macht schon einiges.
Das drückt ja aus, wie
sehr du dir Gedanken über
mich gemacht hast vielleicht und was mir gut tut
und mir gefällt. Genau, da sind wir bei den Sprachen
der Liebe. Also
wenn ich natürlich die Sprache der Liebe
der kleinen Geschenke und
der Aufmerksamkeiten habe und
ich es vielleicht deshalb nicht lassen kann, dir
zu Weihnachten was zu schenken,
weil ich denke,
so, das kann man doch nicht machen und ich besorg
doch etwas und du sagst nur,
abgemacht ist abgemacht. Ich habe nichts.
Dann kann es sein,
dass die Person sich natürlich in dem Moment
nicht geliebt fühlt. Und man sagt, oh Mensch,
das ist jetzt aber krass. Ja.
Aber eigentlich macht man das doch
in meinem Gefühl.
Ja, da hätte man dem nicht
zustimmen dürfen. Und dass man dann trotzdem ein
Geschenk hat. Aber das ist auch wieder das Romantische.
Ich glaube, das ist auch dieses Romantische,
was viele noch
in den Köpfen haben. Ich hatte das
jetzt gerade zu Halloween bei ein, zwei
Paaren auch. Wie ist Halloween?
Wie wird das mit Familien oder
mit den Kindern gefeiert? Und wie läuft es
wirklich ab? Und dass da auch
ganz viel ein romantischer Gedanke
dabei ist und dass viele Menschen sich auch, glaube
ich, vielleicht liegt das auch daran, dass die Welt
im Umbruch ist und wir diesen romantischen Gedanken
unbedingt gerade halten wollen.
Sagen wollen, ja, bei Social Media,
sieht das doch mal so wunderschön aus. Die haben alle ihre
Weihnachtspullis an und
dann frühstücken die in gleichen
Schlafanzügen und es ist alles so harmonisch
und jeder hat was gemacht und
der Mann kümmert sich ganz selbstverständlich
den ganzen Tag ohne zu meckern um die
Kinder und die Frau steht da
perfekt angezogen, geschminkt
und macht das Essen und
ob noch 15 Leute mehr kommen zu Weihnachten,
ist egal, ist das Fest der Liebe. Unsere Tür
steht immer offen.
Ich wollte auch gerade anfangen, auf Social Media rumzureiten.
So früher bei den Filmen,
da wusste man noch, da konnte
man sich besser von abgrenzen, das ist ein Film
und trotzdem hat das in uns
natürlich Sehnsüchte geweckt und Vorstellungen
und die Hoffnung, dass das genauso
romantisch ablaufen könnte.
Heute ist es ja so, dass unser Gehirn
bei Social Media das kaum noch unterscheiden
kann und uns das ganz massiv
schwerfällt und wir wirklich
innerlich glauben, vielleicht
wissen wir es kognitiv, aber innerlich
glauben wir trotzdem, dass
Dinge davon zumindest Anteile
wahr sind und
das macht natürlich auch nochmal richtig Druck.
Naja und die Fortsetzung, ehrlicherweise,
also ich weiß nicht, wie es bei dir ist,
aber wenn du mal Weihnachten in deinem
WhatsApp-Status guckst, also bei mir ist das
schon so, dass ich manchmal denke,
wie manche Menschen sich denn Weihnachten
darstellen, ist das schon so
ein kleines Social Media Ding.
Also, dass dann auch da viel das Perfekte
gezeigt wird und gesagt wird,
der schöne Baum und
wie süß und die freuen sich so und
alles ist so wunderschön.
Das Essen wird nochmal fotografiert.
Aber ist ja auch nur typisch, wenn man
jetzt sein eigenes Smartphone mal
durchscrollt, dann hast du ja auch
nur schöne Fotos eigentlich. Du machst ja keine
Aufnahme in dem Moment, wo
unser Sohn vielleicht wutentbrannt
aus dem Zimmer rennt, weil er sagt,
das ist ein Scheißgeschenk, das ist das Falsche.
Da machst du ja keine Fotos von oder kein Video
von. Du machst ja die Fotos und Videos
von den Momenten, die schön
laufen, wo es gut ist
und natürlich sind das auch logischerweise
dann die Momente, die du teilst.
Das ist ja schon klar.
Nur das Bild, was in uns entsteht,
wenn alle diese Dinge teilen,
weil früher hast du dann ja in deinem
Wohnzimmer für dich Weihnachten
gefeiert. Jetzt machst du WhatsApp
an und guckst in den Status und
auf einmal kannst du in die Wohnzimmer
und das Weihnachtsfest aller Menschen gucken
und bei Social Media auch nochmal.
Das heißt, du bist gefühlt irgendwie überall dabei.
Du bist überall zu Besuch.
Wo das eben vorher, warst du eben für dich und hast dich
auf dich konzentriert. Und dann guckst du eben
auf deinen Weihnachtsbaum und denkst,
der ist ja richtig schön geworden.
Machst vielleicht deinen WhatsApp-Status auf und siehst dann sieben andere Weihnachtsbäume und denkst,
oh, der ist doch noch schöner, die haben viel schönere Farben.
Und auf einmal guckst du auf deinen Baum und sagst, machen wir nächstes Jahr anders.
Und schon ist der irgendwie getrübt im Blick.
Schauen wir nochmal ein bisschen konkreter auf einige typische Probleme an Weihnachten.
Und da ist uns gleich eingefallen, dass es gerne mal so ist zu Weihnachten,
dass gedeckelt wird, also dass Probleme, die vorher schon bestanden in der Beziehung,
in der Partnerschaft, dass die erstmal zu Weihnachten so ein bisschen beiseite geschoben werden.
Also dass gesagt wird, es ist gerade schwierig, wir verstehen uns überhaupt nicht,
aber lass uns jetzt mal zusammenreißen, jetzt ist Weihnachten.
Und das, was an Weihnachten selber passiert auch, dass man da auch noch mehr verdrängt
und noch weniger ausspricht, weil das ist ja so, die harmoniebedürftigen Menschen,
die das ganze Jahr eher schwer Konflikte, Verletzungen aussprechen,
weil sie eben so sehr harmoniebedürftig sind.
Das passiert ja quasi fast mit uns allen an Weihnachten, wo wir dann ein paar Tage haben,
wo wir alle so harmoniebedürftig meistens werden und die Dinge dann zurücknehmen.
Deswegen ist ja der Dezember und die Weihnachtszeit bei uns zum Beispiel
der Monat mit den wenigsten Anfragen, weil die meisten eben jetzt in dieser Vorweihnachtszeit
und rund um Weihnachten sich eben auf Harmonie stimmen.
Und da passt es meistens eben nicht, eine Paartherapie zu beginnen.
Und deswegen geht das.
Das ist nämlich ab dem 25. noch nicht ganz, aber so 26. 27. fängt das an,
dass dann ein ordentlicher Peak nach oben geht.
Und dann kommt nochmal Silvester, auch häufiger Streittag zwischen Paaren.
Und dann am 1.2. ab dem geht das dann richtig los.
Und ab Januar wird es dann wie in den Fitnessstudios auch bei uns richtig voll die Kombination aus
gedeckelte Konflikte aus der Vergangenheit, gedeckelte Konflikte aus der Weihnachtszeit,
dann ein Vormittag.
Vielleicht offener Streit sogar noch an Silvester, weil da auf einmal das Ganze rausbricht aus einem.
Genau, die Reflexion zum Ende des Jahres.
Ja, und dann geht es ins nächste Jahr und dann geht das los mit den ganzen Paartherapien.
Und viele haben ja so die Hoffnung, dass sie sagen, lass uns mal versuchen, Weihnachten das jetzt gut zu machen.
Wir geben uns jetzt beide ganz doll Mühe zu Weihnachten, machen uns ein schönes Weihnachtsfest
und dann versuchen wir das einfach mit ins neue Jahr zu nehmen.
Und dann wird das alles wieder gut werden, weil wenn wir ein schönes Weihnachtsfest haben,
ist das sozusagen wie so ein Neustart.
Ab da sollte es bei uns besser laufen, wir wollen wieder enger zusammenrücken.
Ja, so ein Neustart ist immer eine super Idee.
Wäre total schön, wenn das so funktionieren würde.
Ja.
Dann hätten wir keinen Job mehr.
Das wäre schade.
Das wäre schade.
Dann würden wir uns auch was anderes Spannendes suchen.
Aber wenn so ein Neustart einfach so funktionieren würde,
man könnte die ganzen Verletzungen, die so in der Vergangenheit waren,
die sich so aufgestaut haben,
einfach beiseite wischen oder radieren.
So ganz einfach.
Und dann sagen ab morgen, vergessen wir das alles und starten völlig neu.
Als neue Menschen.
Das passiert leider so nicht.
Das ist immer ein guter Vorsatz.
Das mag auch mal ein bis drei Wochen halten.
Aber länger halten wir das nicht durch.
Dann kehren wir zurück in die alten Gewohnheiten und Muster.
Dafür sind auch noch zu viele offene Themen da.
Also ich finde, man selber kann sich in der Beziehung ja auch perfekt antriggern.
Und auch das kann man ja nicht sofort abstellen.
Weil man läuft ja manchmal auch in Situationen rein,
was man gar nicht will.
Es ist ja nie die Absicht, den anderen zu verletzen.
Und wenn man Sachen nicht geklärt hat,
ist die Wahrscheinlichkeit, dass man den anderen mit Sachen antriggert,
dass da alte Themen hochkommen, extrem hoch.
Weil man ja einfach lebt, atmet, sich bewegt im Raum.
Und das kann ja manchmal schon ein Trigger sein.
Also ich erinnere mich an die eine Frau im Coaching, die sagte,
mein größtes Problem ist, dass mein Partner eigentlich sich bewegt und atmet.
Das heißt, er daneben guckte sie an und sagte,
möchtest du, dass ich sterbe?
Ja.
Da hat sie gesagt, könnte man jetzt denken, so radikal wäre ich nicht.
Aber allein, wie du manchmal in den Raum reinkommst,
wenn du diesen schlürfigen Gang hast,
oder wenn du dann so beim Essen so tief Luft holst,
das trägert mich so an.
Da denke ich sofort an unsere Konflikte und das finde ich so schwierig.
Und jetzt, wenn wir mal den Neustart nehmen,
das ist eine Herausforderung.
Also an dem Gang könnte man ja vielleicht arbeiten noch, sehr bewusst.
Aber ob man das alles so halten kann
und ob das alles so wirklich ökologisch gut ist,
wenn man sich dann vor allem mal wie ein anderer,
wie ein anderer Mensch verhält.
Naja, das zeigt ja einfach nur, wie viel da aufgestaut ist.
Und dass so viele Verletzungen im Fundament sind,
dass man so sensibel ist,
dass allein die Nähe des anderen etwas macht.
Und das kennt man ja auch häufig von vielen Paaren,
dass schon in dem Moment, wo man das Haus betritt,
eine Schwere zu spüren ist.
Dass man merkt, da ist was.
Und das ist eben wie von unserem Weihnachtsfest.
Was wir berichteten, dann kommen die Menschen,
in die Wohnung und du merkst, oh, die bringen was mit.
Die kommen nicht frei, locker, entspannt, mit Leichtigkeit und Harmonie.
Die haben alle Rucksäcke gerade auf.
Da ist was passiert.
Du brauchst gar nicht mit denen vorher gesprochen haben
und mit denen reden und wissen, was passiert ist.
Du merkst einfach irgendwie, alle kommen mit so einem Rucksack rein
und bringen so eine Schwere mit.
Und das macht ja was mit einem.
Ich denke da bei deinem Beispiel immer an die ältere Dame,
die bei deiner Schwester, bei ihrem vorherigen Arbeitsplatz,
noch zwei davor, immer kam mit ihrem Mann gemeinsam.
Und dass das immer so ein unglückliches Paar war.
Und irgendwann kam sie alleine und deine Schwester fragte,
wo denn der Partner wäre.
Und sie zufrieden sagte, er ist endlich von uns gegangen.
Ich habe jetzt endlich meine Ruhe und Freiheit.
Und das sollte kein Ziel sein.
So in eine Beziehung zu gehen,
dass man nicht nur ein Team und eine WG ist,
die irgendwie gemeinsam das Leben bestreitet,
sondern tatsächlich in so eine innere Feindschaft gerät,
wo man sagt, eigentlich freue ich mich nur noch allein zu sein.
Habe ich letztens ein Reel darüber gesehen,
beim Rettungsdienst, unklare Todesursache,
wo sie sagten, sie brauchen auch nicht mehr so viel machen.
Möchten sie was trinken? Darf ich ihnen ein Stück Kuchen anbieten?
Dann sagten sie, das ist ein bisschen abgefahren.
Also dem Mann geht es gerade wirklich schlecht.
Ja, nee, das ist schon der dritte Mann, der sich verabschiedet.
Dann sagte der eine, wir sollten danach noch ein paar Dinge klären.
Wenn ihr schon mehrere Podcast-Folgen bei uns gehört habt
und unsere verrückten Geschichten von uns selbst
oder auch die Fälle von unseren Paaren gern mögt
und sie euch vor allen Dingen wertvolle Impulse liefern,
die euch weiterbringen, dann freuen wir uns sehr,
wenn ihr eine Bewertung hinterlasst, zum Beispiel bei Apple oder Spotify.
Wenn ihr bei YouTube zuschaut, dann wäre es total schön,
wenn ihr uns folgen würdet oder auch einen Kommentar hinterlasst.
Da freuen wir uns immer sehr drüber.
An Weihnachten, glaube ich, ist auch das Besondere,
dass man halt viel Zeit miteinander verbringt.
Also häufig ja auch durch Bescherung, Essen, Zeit danach.
Also das ist ja so ein bisschen über die meist normale Besuchszeit
gern hinausgeht.
Manchmal bleiben ja auch noch Familienmitglieder
dann zur Übernachtung.
Das ist natürlich auch etwas Besonderes.
Man hat vielleicht auch einen längeren Anfahrtsweg.
Also es ist schon etwas Besonderes.
Man verpackt viel vorher, man bringt viel mit.
Und das macht einfach auch ein bisschen Stressfaktor dann aus.
Und der wiederum zeigt sich dann natürlich auch
im zwischenmenschlichen Miteinander.
Also wenn ich den ganzen Tag so viel schon erledigt habe,
vorhabe, alles und jeden beisammen halte
und dann irgendwo ankomme, dann ist auch manchmal so eine Last erstmal,
dass man denkt so, okay, jetzt sind wir hier angekommen.
Den Teil des Tages haben wir geschafft.
Und das war auch so eine Sache, die ich ja auch ganz bewusst
so dieses Jahr zum Beispiel bei uns auch ein bisschen anders haben wollte.
Also wir haben die letzten Jahre schon drauf geachtet,
dass wir nicht Weihnachten zu viel haben.
Aber ich finde das gerade sehr schön,
dass wir dieses Jahr den 25. sozusagen so einen Pausetag haben,
wo wir nur zu dritt sind und einfach Zeit haben,
zu Hause Spielzeug in Ruhe ausprobiert werden kann.
Man nicht sich um irgendwas kümmern muss für andere Menschen.
Und sich auch bewusst mal zurücknehmen kann und sagen kann,
wir können einfach jetzt mal Weihnachten genießen.
Ja, so eine Pause ist immer sehr wertvoll,
auch zwischen den Tagen da mal ein bisschen zu regenerieren.
Denn das, was bei vielen passiert, sind ja dann eben durch die Erwartungen,
die viele haben.
Und man kommt eben zusammen, was du vorhin schon sagtest,
zu einer Enttäuschung, aber auch Frustration,
wenn das Weihnachtsfest eben nicht so abläuft,
wie vorgestellt und gewünscht.
Wenn Geschenke nicht die sind, die ich vielleicht erwartet hatte.
Solche Dinge, ne, also gerade wenn,
und das sind ja auch Dinge, auf die man sehr sensibel achtet,
gerade wenn das Beziehungsfundament nicht so stabil ist
und meine Sprache der Liebe vielleicht dann eben die Aufmerksamkeiten sind,
dann wünsche ich mir natürlich auch sehr,
dass du Weihnachten nutzt und dir Gedanken machst,
um mir ein Geschenk zu machen,
was mir zeigt, dass du dir eben Gedanken um mich machst,
verstanden hast, was ich mir wünsche,
was ich mir vorstelle
und mir damit ja nicht nur ein Geschenk machst,
sondern auch deine Liebe gleichzeitig zeigst.
Und da ist dann natürlich ein sehr hoher Erwartungsdruck drin.
Ich habe gerade ein Gespräch darüber geführt,
mit den Geschenken, mit unserem Sporttrainer,
der dann nämlich fragte,
Mensch Florian, wie ist das denn bei dir?
Hast du schon alle Geschenke zusammen?
Sag ich, nee, noch nicht.
Ina ist super davor,
ja, ich finde, die sind richtig gut davor.
Also diese Folge kommt ja am Heiligabend raus.
Gespräch mit dem Sporttrainer
war dann quasi vor vier Wochen.
Und
da sag ich nicht, aber
Natalia, wie ist das denn bei dir? Brauchst du
da lange, wenn du so ein Geschenk für
Ina und so sagst? Ja, wir geschenken uns immer nur Lebensmomente.
Also schöne Abenteuer gemeinsam,
irgendwas, was wir unternehmen, so gemeinsam
mit Zeit. Und dann sagt er, ja, ich find das
immer ganz schwer, da irgendwie was zu sagen.
Das hat er letztes Jahr auch schon gesagt, fällt mir grad ein.
Das ist ein Thema bei ihm, die Geschenke.
Ja, letztes Jahr hat er ja auch als
Businessmodell für uns das Geschenke-Coaching
vorgeschlagen. Genau, stimmt.
Genau, und das war ganz
witzig. Und dann sag ich nicht,
Zehn Minuten, Viertelstunde, dann hab ich da was.
Ina ist so einfach gestrickt,
da ist das kein Problem.
Aber
das ist ja immer so, man kennt sich ja gut
und man weiß ja, was dem anderen auch
gefällt und was Spaß macht. Aber ich find das schwierig.
Ich mein, wir sind jetzt,
nee, es ist ja 16
Jahre zusammen.
Da muss man auch schon ein bisschen
überlegen, da keine große
Wiederholung so immer reinkommt, ne?
Nein, genau, es ist natürlich
immer so, Wellnesswochenende geht
immer.
Okay, ich weiß schon, was ich bekomme.
Da war halt auch so zu merken,
da steckt halt auch Energie
drin. Man muss sich halt was überlegen
und sich rechtzeitig Gedanken
machen. Und auch
da ist dann natürlich immer so ein bisschen Ausgleich von
Geben und Nehmen dann das Thema.
Was
hat man so gemacht? Oder er erzählte
dann, das fand ich ganz cool, also
seine Freundin hatte ihm letztes Jahr
einen selbstgemachten Kalender geschenkt.
Adventskalender? Ja. Mega.
Und das treibt natürlich
den Druck immens
in die Höhe. Ja. Und er war
auf jeden Fall jetzt schon mal super stolz auf
sich. Hat er auch einen gemacht? Die Folge
kommt jetzt erst am 24. raus. Ja, gut.
Ich kann ja nichts vorwegnehmen,
dass er dieses Jahr auch einen gemacht
hat. Oh, cool. Und
ich musste dann so ein bisschen
schmunzeln, weil er dann nochmal
nivellierte und sagte,
aber so 24 Teile
zu finden, das hat doch ganz schön schwer.
Er hat jetzt für jeden Adventssonntag
eins genommen, also vier.
Er hat einen Adventskalender mit vier
Sachen nur.
Ja, er hat quasi einen Adventskalender mit vier Sachen.
Dafür aber vier richtig coole
Sachen. Okay. Also vier
richtig coole Sachen, aber er hat
einen Adventskalender mit vier Sachen gemacht.
Genau. Weil da sieht
man eben, dass das mit den Geschenken
für den einen eben vielleicht ein bisschen
einfacher ist und anderen fällt es da wirklich ein bisschen
schwerer, was ja auch völlig in Ordnung ist.
Aber dann hat er eben
vier Teile statt 24,
was ich auch als sinnvoller achte, weil 24
Kleinigkeiten. Ich hab dir auch mal einen Adventskalender
gemacht, ne? Ja. Mit 24
Zettelchen. 24 Nachrichten.
Ja.
Bist sehr begeistert, wie man merkt.
Ja, den hattest du gemacht,
hab ich verdrängt. Ich hab mir überlegt, ob das so entwinkt mit dem
Soundfall war, von wegen, ich hab keinen
zurückbekommen, Ausgleich von Geben und Nehmen ist
unstimmig. Nee, nee.
Ja, aber ich finde,
man merkt darin einfach, in diesem
Gespräch,
dass das da schon eben Erwartungsdruck
drin ist, dass da auch
dann so ein Ausgleichsdruck drin ist, zu
sagen, oh, ich hab da was bekommen
und da hat sich jemand so viel Mühe
für mich gemacht und ich würde das auch
gern zurückgeben und
aber wenn einem das vielleicht auch ein bisschen schwerer fällt,
dann ist da natürlich
eben auch ein bisschen Druck drin, man muss sich damit
beschäftigen und die Weihnachtszeit
ist ja gerade für Selbstständige eben
auch, je nachdem, in welchem Bereich man unterwegs ist
aber auch eine, die gut gefüllt
ist, mit einfach
Terminen und To-Dos und so weiter, man
bereitet vielleicht den Jahresabschluss vor, nächstes Jahr
was auch immer so alles ansteht
gerade auch
im Bereich Sport, da bereitest du
natürlich auch die Aktionen vor,
da geht's dann ja
direkt nach Heiligabend los, dass du
richtig Rambazamba machst
und dann am ersten ordentlich Aktionen
das dann die ganzen
Leute mit Neujahrsvorsätzen, dass du davon ein bisschen
was abbekommst und das bereitet man ja
alles im November, Dezember vor, dass die Aktionen
laufen. Oder die Inventur ja auch in Läden noch, ne?
Ja. Ja, wir haben jetzt schon super
viel eingeleitet, weil das zu dem Thema kann man
ad hoc so viel sagen, wir können trotzdem mal so zu vier
typischen Streitsituationen kurz kommen,
die wir uns noch notiert haben, der
Vollständigkeit halber, können wir da mal durchflitzen, ne?
Stress bei der Vorbereitung,
also dieses
Perfekt sein müssen, alles
muss perfekt sein, perfektes Timing,
perfektes Essen, perfekte Kleidung,
alles muss aufgeräumt sein zu Hause,
alles muss sauber sein,
und dann, wie verteilt sich das?
Ja. Wie helfen wir uns
gegenseitig? Dann sagt der eine
zwischendurch, oh, ich brauch mal eine Pause,
legt zehn Minuten die Beine hoch, der andere sagt, Mensch,
jetzt mach mal, wir sind noch nicht durch,
wer macht was, wie Verteilung,
wer geht einkaufen, also im Prinzip
ist das ja ein
großer Punkt,
Ausgleich von Geben und Nehmen, der hier
stattfindet, wie arbeiten wir zusammen,
wie kommunizieren wir das miteinander,
kriegen wir uns da gut strukturiert,
und dann ist
das Essen nicht rechtzeitig fertig,
also es gibt ja so viele Dinge, die dann quasi
schieflaufen können, und wenn da noch
ein Hauch Perfektionismus reinwächst, dann
ist das ganz besonders schwierig.
Ja, unterschiedliche Gestaltung
der Feiertage,
haben wir ja schon, diese ganzen
Abstimmungsdinge. Ja, die Vorstellung
darüber, ne? Was, was, was essen
wir? Machen wir
Vorspeise? Ja, nein.
Dessert? Ja, nein.
Holen wir dieses Jahr einen echten Baum?
Holen wir den im Wald?
Kaufen wir den hier um die Ecke?
Nehmen wir den künstlichen? Welche Einladung nehmen wir
zu Weihnachten an? Dann die Phase vorweg,
Deko, ne? Dann
ein typisches Streitding, ne?
So klischeehaft, die Frau möchte neue Dekoteile
kaufen, der Mann sagt, bist du verrückt, wir haben
noch sieben Kisten im Keller voll.
Die Frau sagt, ja, aber es sind die falschen
Farben. Wie die falschen Farben?
Ja, wir brauchen dieses Jahr ein bisschen mehr Grün
dazwischen. Eine grüne Weihnachtskugel.
Wir sind da ja immer ganz, ganz
entspannt unterwegs, aber ich glaube,
das eine oder andere Mal habe ich dich dieses Jahr
auch von grünen Kugeln abgehalten.
Ich weiß auch nicht, ich habe dieses Jahr irgendwie
so einen starken Drang zu grün, ne?
Der zieht sich auch in die Weihnachtszeit
jetzt durch und ich sehe auch überall grün.
Man könnte mal positiv sehen, ne?
Besser als wenn ich rot sehen würde. Deswegen sitzt du auch
auf unserem grünen Stuhl. Ja, genau, ich sitze auf dem grünen Stuhl.
Das ist daran liegt, ich sitze das ganze Jahr hier auf so einem
grünen Podcaststuhl.
Und ich glaube auch, und
wir sind ja auch, also da ja
vielleicht auch so der Punkt, wenn es
um Kaufen geht, ist
das Thema Qualität ja auch immer so eine Sache.
Gerade finde ich jetzt, wo Sachen immer teurer werden,
auch so, welche Qualität
kauft man beim Essen? Welche Qualität
kauft man bei Geschenken? Das ist ja
auch ein großes Thema, gerne bei Kindern.
Wenn andere Leute in der Familie was
schenken, wie gut
sind die Geschenke im Sinne von, wie sinnvoll
oder wie viel? Vielleicht
zu viel manchmal. Und das
kann genauso sein, ne? Qualitative
Sachen, wenn es um
Weihnachtsschmuck geht, ne?
Ja, und da treffen dann natürlich auch viele Prägungen auf,
dann da auch die Beta-Programme, also
wie filtere ich Kommunikation,
dass das, wenn man das nicht weiß,
dann macht das was. Zum Beispiel
ist das wieder, das ist wieder so ein typisches
Beispiel für auch Meta-Programme
und wie das wirkt. Wir gehen
zusammen zum Einkaufen,
du siehst, ja, die grünen Kugeln
und könntest die sofort mitnehmen,
ne, was auch ein bisschen am Detailgeprägten
liegt. Du kannst die Details dann
machen, ich wieder überwächst
geprägt, wir haben noch nichts geschmückt,
ich glaube, wir haben grüne Kugeln,
in der Kiste. Ja. Ich kann
das dann in dem Moment schwer zulassen,
weil ich finde, das ist dann schade, wenn wir
die kaufen würden und feststellen,
wir brauchen die gar nicht, wir haben grüne
Kugeln und so weiter. Oder was
passt wohin? Und jetzt war es ja
so, dann hast du alles geschmückt gehabt,
das machst
dann meistens du, weil dir das mehr liegt
und du da auch Spaß dran hast. Für mich
ist das eher Stress, ich mag das
nicht so gerne und, also
dass es da ist, mag ich gerne, aber
das Schmücken selber nicht. Ich bin dann
ja der, der die Kisten hochholt. Aber den Weihnachtsbaum,
den schmückt ihr beiden immer zusammen. Den schmücke ich mit unserem
Sohn, genau. Das ist was anderes.
Aber, dann war
alles so da und dann waren da ja so Plätze
frei. Ja. Oder auch ein bisschen, vielleicht hast
du es auch bewusst gemacht. Nein.
Okay, jetzt müssen wir noch mal kurz
ein Konflikt gleich klären.
Diese Ecke meinst du auf
dem Schrank, wo ich sagte, guck mal, wenn da jetzt was
hohes stehen würde. Da hast du also
quasi jetzt bewusst nichts
aus unserer Kiste genommen. Aber da war auch wirklich nichts da.
Ich kontrolliere die Kiste nochmal.
Ja. Aber da war für mich
der Überblick da, zu sehen, okay,
jetzt haben wir die Sachen geschmückt.
Na, dann konntest du jetzt sagen, da würde ich mir noch was wünschen,
da fehlt noch was, da hätte ich noch gerne was
und dann
hat ja unser Sohn noch diesen
super hässlichen kleinen Hund gekauft.
Ach, der ist mega hässlich, ne?
Der ist echt nicht schön. Ich weiß nicht.
Ich hab alles daran gesetzt, diesen Hund
beim Einkaufen nicht mitgehen zu können. Ich hab auch ganz
vieles schon abgewerbt. So ein kleiner Deko-Hund
mit so einer Weihnachtsmütze und so. Er liebt ja momentan
Hunde und er hat 99 Cent gekostet.
Ich hatte nicht mal mehr das Preis-Argument so wirklich.
Ja.
Und er ist wenigstens nicht im Wohnzimmer, er ist jetzt im Flur.
Weil, äh, ja.
Aber eben,
man sieht jetzt diese Metaprogramme und wie es eben
wirkt. Also wir haben keinen Konflikt,
dass ich zuerst gesagt hab, lass uns mal noch nichts
kaufen. Ja. Dann bekomme ich den
Überblick und du dadurch ja auch
und wir sehen, was brauchen wir denn wirklich noch?
Also wo hätten wir beide das Gefühl,
das können wir wirklich kaufen und dann
sprechen wir darüber und sagen,
Mensch, da ist eine Ecke, da würde ich mir das noch wünschen
und ich hätte auch gerne hierfür noch eine Kugel
und so ein paar Zweige und dann sage ich,
das kann ich auch sehen, finde ich auch stimmig,
lass uns das so machen und dann können die Dinge
für beide stimmig gekauft werden und beide
haben ein gutes Gefühl. Und das ist ja
eigentlich das, was passieren sollte, dass wir
eben nicht beim ersten Einkauf schon
streiten und du sagst, Mensch,
warum kann ich nicht einfach alleine
entscheiden, dass ich jetzt Kugeln brauche
und so weiter und warum redest du überhaupt rein?
Du schmückst ja eh nicht mit, ich muss
ja eh immer alleine schmücken
und so weiter und dann würde ich sagen, ja,
mit deinem Alleineschmücken, ich mache doch mit unserem Sohn jedes Jahr den Baum.
Jetzt stell dich nicht so an, das stimmt doch gar nicht.
Und außerdem, dann kommen vielleicht noch die Finanzen mit rein.
Du hast ja letzten Monat schon für die Herbstdeko so viel ausgegeben.
Und dann sagst du, ja, aber du hast dir eine neue Sommerjacke gekauft da und dies und das.
In between, ne?
So geht dann diese Konfliktspirale nach hinten los, wenn das Fundament nicht stabil ist
und dieses Thema Ausgleich von Geben und Nehmen nicht hergestellt ist.
Und schon ist dieser Deko-Einkauf, wird dann auf einmal zu einem beschissenen Wochenende.
Und das hört man ja auch in den Coachings immer wieder.
Gerade wenn wir diese Sprechstundentermine haben, wo man dann sagt, ja, und wie war es?
Das letzte Wochenende war total harmonisch bis zu dem Punkt.
Und da kommen dann auf einmal diese alten Dinge hoch.
Und dann ist das Wochenende, dann kippt das.
Bis dahin war es gut und dann kippt das auf einmal.
Das ist immer das Thema Erwartungen, finde ich.
Es ist Weihnachten, aber auch sonst im Alltag.
Weißt du noch, letztes Wochenende, als wir zusammen einkaufen waren,
hatten wir ein kinderfreies Wochenende.
Und wir waren dann am Einkaufszentrum.
Wir waren in der Einkaufspassage und ich habe zu dir gesagt,
ich brauche erst mal was zu essen und zu trinken.
Ich muss irgendwas snacken.
Wir wollten ja abends essen gehen.
Dann musste ich mir erst mal was kaufen.
Dann musstest du, netterweise hast du ja dann mitgewartet,
bis ich es kurz aufgegessen habe, bevor wir dann in die Geschäfte gegangen sind.
Aber es ist ja auch wieder so eine Sache.
Mit welcher Erwartung, welcher Entspanntheit gehe ich eine Sache ran,
wenn ich jetzt denke, die ist schon wieder, die muss jetzt was essen, was trinken.
Hätte sie das nicht zu Hause machen können?
Wieso dauert das jetzt noch?
Ja, hast du auch erzählt, war ja auch ein Streitfall, den du gerade hattest.
Nicht nur die Zeit.
Nicht nur die Zeit, sondern auch das Geld.
Ja.
Weil wenn wir natürlich da jetzt unterwegs sind,
da kostet das ja nun mal, wenn wir zwischendurch was holen,
das wesentlich mehr Getränk, wie auch das Essen.
Ich hatte so eine Handpizza.
Handpizza.
Dann kommen wir zu Hause,
da hättest du dir quasi auch eine kleine Handpizza reinschieben können.
Hätte ich mir eine Stunde schmieren können.
Dann hättest du das Ganze im Bruchteil gekostet.
Und das ist auch ja ein Streitpunkt.
Absolut, ja.
Wer dann im Ausdruck von Geben und Nehmen häufig eine Rolle spielt.
Ich habe das gerade im Kennenlernen gehabt.
Da sagte die Frau, Finanzen sind bei uns auch ein Thema.
Mein Mann verdient das Geld und ich schmeiße es zum Fenster raus.
Aber sagt das nicht Karl Lagerfeld?
Man muss es aus dem Fenster rausschmeißen,
damit es durch die Tür wieder reinkommen kann?
Ja, das ist aber eher so aus der Unternehmerbrille, glaube ich.
Man muss sich daran denken.
Genau.
Ja, Streit über Geschenke haben wir genannt.
Ja.
Und Familientreffen mit vielen ungelösten Konflikten haben wir auch genannt.
Das sind so die vier typischen Dinge, glaube ich.
So Stress in der Vorbereitung.
Und da ist ja nicht nur,
vielleicht hat 23. mit gemeint,
sondern ja, eigentlich beginnt das ja ab Ende November.
Gedanken machen über Geschenke.
Auch teilweise ja noch früher.
Wenn man zum Beispiel am 1. oder 2. irgendwo essen gehen möchte.
Ja.
Dann musst du ja eigentlich schon im Sommer spätestens dafür vorreservieren.
Sonst sind die Plätze häufig weg.
Das heißt, da beschäftigt man sich schon das erste Mal mit Weihnachten.
Und dann kommst du im Juli bei 30 Grad zur Familie und sagst,
wir wollen ihren Weihnachten feiern.
Ja, das ist immer mein Problem.
Ich bin ja so eine Eule.
Ich bin ja so ein sehr strukturierter Mensch, was sowas angeht.
Deswegen habe ich jetzt ja auch alle Sachen Weihnachten schon zusammen.
Und ich reserviere ja auch im August für Weihnachten.
Und das ist immer so geil, wenn die Leute immer sagen,
ja, das weiß ich doch jetzt noch nicht.
Aber wenn ich dann nachher jetzt im November erzähle,
dass wir da und da zum Essen reserviert haben,
wie du hast da noch einen Platz bekommen.
Ich habe danach quasi alles voll.
Und ich denke, ja, genau.
Da bin ich auch zweimal so reingerannt.
Und deswegen mache ich es jetzt anders.
Aber da ist jeder auch anders geprägt natürlich.
Wenn du jetzt also unsere Podcasts,
die Podcast-Folge hörst und das Thema Weihnachten
bei dir noch so ein bisschen mitschwingt vielleicht.
Lass uns doch mal darüber reden,
wie kann man Konflikte jetzt zeitnah lösen,
damit man jetzt noch die Tage zwischen den Tagen nutzen kann,
positiv ins neue Jahr zu blicken.
Oder wenn jetzt das neue Jahr angefangen hat,
wie kann ich das jetzt noch schaffen,
dass es ein gutes Jahr wird in der Beziehung, in der Ehe?
Das kommt ja vielleicht darauf an,
wie lange ist man schon zusammen
und wie viele Weihnachten hat man schon erlebt gemeinsam.
Und wie viel Konfliktpotenzial
beziehungsweise wie viel aufgestaute Verletzungen
hat man schon so aufgebaut.
Dann ist das ein bisschen einfacher,
wenn das kürzere Zeit ist, die man zusammen verbracht hat,
vielleicht das erste, zweite Weihnachten
und ist das erste Mal vielleicht in so Dinge gemeinsam reingelaufen,
als wenn das schon Jahre und Jahrzehnte vielleicht so läuft.
Denn dann muss man ehrlicherweise sagen,
ist das mit den einfachen Tipps und Tricks keine echte Lösung.
Meinst du, die Arbeit auf den oberen Ebenen,
je länger man eine Vergangenheit hat,
je mehr Verletzungen man angestaut hat,
diese Quick-Tipps sind da so eine Sache,
weil man einfach sagt, das reicht nicht mehr aus.
Man sollte sie trotzdem probieren, finde ich,
aber realistisch rangehen.
Diese Quick-Tipps sind eben nicht der Game-Changer,
der das ganze Ding auf jeden Fall ändert,
sondern man sollte einfach offen rangehen und sagen,
ich probiere es mal aus und gucke,
guck mal, ob es funktioniert,
aber nicht zu enttäuscht sein, wenn es nicht funktioniert.
Denn wenn das Fundament instabil ist,
dann helfen diese Dinge eben wenig, manchmal gar nicht.
Wenn das Fundament stabil ist
und das sind tatsächlich nur noch so ein paar kleinere Dinge
im Verhalten, in der Vorbereitung und so weiter,
dann helfen die natürlich sehr wohl.
Aber es geht erstmal darum,
entstandene Systemgesetzverletzungen zu reflektieren und zu lösen
und zu schauen, wann war es da,
wann war es da mal gut?
Gerade jetzt auf Weihnachten und die Feiertage bezogen
und mal zu schauen, welches Weihnachtsfest,
bis wohin war es denn gut?
Wie war es denn mit dem ersten Fest, das wir zusammen hatten?
Und da würde man vielleicht sagen, ja, da war es gut.
Da waren wir ja frisch zusammen, da hat jeder noch so für seine Familie gefeiert.
Da hatten wir ja gar nicht so recht in Weihnachten zusammen.
Da haben wir uns am zweiten gesehen, das war aber total cool.
Da war alles gut, okay. Nächstes Weihnachten, ja, war schon schwieriger.
Okay, was ist da passiert?
Ja, da hatte ich die Erwartung, dass das und das passiert
und wir hatten gesagt, wir schenken uns Lebensmomente
und ich hatte schon was vorbereitet, ein Treffen am 3. Januar
und das und das habe ich alles gemacht und organisiert.
Ja, und mein Partner, der hatte einen Gutschein und nichts organisiert.
Da war ich enttäuscht.
Ah, okay, da gab es das erste Mal so ein enttäuschendes Gefühl bei Geschenken.
Ja, okay, dann müssen wir ab da anfangen zu lösen
und das kann sein, dass dieses Weihnachten fünf Jahre her ist,
zehn Jahre, 15, 20 Jahre her ist.
Aber da ist das erste Mal eine Brille auf Weihnachten entstanden,
das erste Mal ein ungutes Gefühl und ab da müssen wir anfangen zu lösen.
Jetzt denken wahrscheinlich viele so,
oh, die Kommunikation darüber, das wird schon ein Streitpunkt sein.
Also sich zusammen hinzusetzen und zu überlegen,
okay, wann war es mal gut, das endet bei vielen in Vorwürfen.
Dass dann einer sagt, ja, und jetzt suchst du wieder den Punkt
und damals habe ich mich schon fünfmal für entschuldigt
und ich wusste,
ich wusste das ja nicht und auch ein Gutschein,
das nie ist etwas genug.
Also da kann man jetzt ja auch voll in so eine Konfliktspirale
in der Tiefe einsteigen
und dann frustriert rausgehen und sagen so,
nee, also das, was Florian und Ina da immer sagen,
das hört sich mal so einfach und so gut an,
zurückzukehren an den Punkt, wann war es mal gut,
das kriegen wir nicht gebacken.
Das ist auf jeden Fall schon mal der bessere Ansatz,
als sich auf das letzte Weihnachten wirklich zu konzentrieren
und dann eben in diesen Rundumschlag zu geraten.
Sondern wenn ich an dem Punkt bin,
wann war es mal gut,
dann geht es ja auch darum,
sich in die damalige wertschätzende Haltung zurück hinein zu versetzen
und dann aus dieser Haltung heraus diese Verletzung zu lösen.
Und das brauchen wir natürlich auch sprachlich richtig.
Unsere Methodik, die wir nutzen,
das System Empowering,
ist ja ein Mix aus vielen anderen Bausteinen und Methodiken,
unter anderem die gewaltfreie Kommunikation.
Und das ist eben hier sehr wichtig.
Ganz kurz dazugeben,
wie würde das ablaufen?
Wir können es ja mal ganz kurz durchspielen dafür.
Wenn ich dir jetzt,
du hast was Tolles vorbereitet,
ich habe dir nur einen Gutschein geschenkt,
welches Gefühl macht das dann bei dir?
Enttäuschung und Traurigkeit.
Wenn man jetzt genau nochmal nachfragen würde,
das sind schon Gefühle, die sind schon okay.
Enttäuschung und Traurigkeit,
weil es sind Basisgefühle
und keine Schlussfolgerungen.
Weil die meisten äußern dann Schlussfolgerungen.
Wenn du jetzt sagen würdest,
ich habe mich nicht gesehen gefühlt,
gewertschätzt gefühlt,
das ist eine Schlussfolgerung,
das ist kein wahrhaftiges Gefühl.
Enttäuschung, Traurigkeit schonen.
Jetzt könnte ich natürlich
vielleicht das empathisch nicht ganz nachvollziehen,
weil das liegt vielleicht auch ein paar Jahre zurück.
Dann würde ich sagen,
wenn ich daran zurückdenke,
an den Moment, wo ich den Gutschein für dich bekommen habe,
wo er, weiß ich noch damals,
wie so ein Schlag in die Magengrube,
da habe ich gedacht,
hat er jetzt nicht gemacht.
Da hat sich alles bei mir im Magen so umgedreht.
Und mir wurde es so ein bisschen übel.
Und dann kam die Traurigkeit und die Enttäuschung.
Genau, also Übelkeit,
ungutes Gefühl im Bauch,
Traurigkeit.
Da könnte man sagen,
okay, was macht Traurigkeit?
Tränen schießen in die Augen.
Das heißt, man beschreibt körperliche Symptome,
die dem anderen aufzeigen,
wie er sich wirklich gefühlt hat.
Denn ansonsten hat ein Gefühl häufig
eine so große Range von Intensität,
dass man das nicht gut empathisch nachvollziehen kann.
In dem Moment,
wenn man es sofort aussprechen würde,
meistens schon.
Dann würde ich meistens dein Gefühl anders sehen,
weil dann würdest du voll in dieser Mimik und Gestik drin sein.
Ich könnte das ganz anders wahrnehmen.
Dann würde ich spüren, was mit dir passiert.
Aber wenn man das im Nachhinein verarbeitet,
dann brauchen wir es auf jeden Fall,
dass wir über diese Körpergefühle
im besten Fall noch sprechen können.
Aber für die meisten wäre tatsächlich
Enttäuschung und Traurigkeit sogar schon ausreichend.
Dann würde ich sagen,
Das kann ich sehen, das tut mir leid.
dass bei dir Enttäuschung, Traurigkeit entstanden ist
und ich wollte das gar nicht. Das war nicht meine
Absicht, dass es entsteht und ich wollte auch nicht, dass
bei dir Übelkeit entsteht. Das tut mir sehr leid.
Dann ist
bei dir die Frage, kommt das bei dir
an? Also spürst du natürlich meine Haltung,
dass mir das wirklich leid tut und ich
wirklich dein Gefühl adressiere und sehe
und ich sage nicht,
das war jetzt nochmal so, das macht man schon so
natürlich, ich sage nicht, dass es mir leid tut,
dass ich nur einen Gutschein besorgt habe.
Ich habe in guter Absicht gehandelt.
Trotzdem hat es eine Verletzung gemacht.
Und du gehst auch nicht in die Rechtfertigung?
Ich erkläre es nicht. Ich sage nicht, ja, es war
nicht anders möglich. Man konnte für dieses Geschenk
nur einen Gutschein kaufen. Nee, man hätte
auch ein anderes Geschenk sich aussuchen können.
Das macht eher eine neue Verletzung.
Und jetzt kann ich überlegen, innerlich kann ich das annehmen?
Also entsteht bei mir, jetzt wo du es ausgesprochen hast,
ein Gefühl, dass ich denke, ja, kann ich
sehen? Ja, der meint das ernst,
das fühlt sich gut an, ist in Ordnung.
Oder ploppt bei mir auf,
ja, aber
da fallen mir jetzt
ja noch andere Situationen aus der Vergangenheit
an, die ähnlich waren und
auch danach ist noch so viel passiert,
ich kann das jetzt gar nicht annehmen.
Na gut, das, was davor
war, dann sind wir nicht an dem Punkt, dann war es mal gut.
Dann müssen wir weiter zurückspringen. Das, was
danach ist, müssen wir tatsächlich innerlich
abspalten und so tun,
als wüssten wir noch nicht, dass das kommt.
Mit dem Wissen, dass wir ja
dann zu diesen Themen
weitergehen. Also wenn wir dieses Weihnachten jetzt
betrachten und das lösen,
kommen wir danach ja zum nächsten Weihnachten.
Genau, das Wissen. Oder lassen wir natürlich auch mal
einmal ist, dass man
denkt, das ist eine, wie nennen wir das, Erprägung
bei dem anderen, wenn ich sage, ja,
aber du gibst dir ja nie
Mühe bei Geschenken.
Also wenn ich so das Gefühl habe, du sagst
es jetzt, dass es dir leid tut,
aber ich glaube, jetzt
im nächsten Schritt. Ja, das kommt ja noch,
da sind wir schon ein bisschen vorgesprungen.
Müssen wir noch kurz warten.
Jetzt ist ja noch, jetzt habe ich
Verantwortung übernommen.
Jetzt geht es ja noch darum, das Gefühl zu verarbeiten.
Ja. Weil Traurigkeit ist am besten,
wenn wir uns umarmen
und zusammen dafür traurig sind, dass es passiert ist.
Das würde am meisten helfen.
Ja. Und dann,
wenn das klappt,
dann sollte das
Folgegefühl bei dir eine Form
der Erleichterung sein.
Dass du merkst, dass da irgendwie so,
dass sich das besser anfühlt, so im Magen,
dass so Enttäuschung, Traurigkeit
sich reduziert und du merkst, ah, das macht
Leichtigkeit und vielleicht auch gerade dadurch,
dass wir die Traurigkeit gemeinsam verarbeiten,
ein Gefühl von Wir-Gefühl-Verbundenheit.
Ja.
So, jetzt habe ich das ausgelöst, das ist meine Aufgabe.
Jetzt überlegen, was hätte ich tun, lernen, verändern können,
damit dieses Gefühl bei dir nicht entstanden wäre.
Und dann sage ich, ja, ich hätte mir mehr Mühe bei dem
Geschenk gegeben und hätte etwas gesucht
und sofort etwas vereinbart und ausgemacht
und organisiert.
Und jetzt überlegst du, ob dir das geholfen hätte.
Dann würdest du sagen, ja, das hätte mir geholfen
und jetzt würde dein Aber ja kommen. Genau.
Jetzt würde vielleicht kommen, wie kannst du es denn machen,
weil dir sind Geschenke ja gar nicht wichtig.
Wie kannst du dich da fokussieren?
Genau, diese beiden Varianten
hätte ich jetzt. Entweder ich sage, okay, das macht
ein gutes Gefühl, würde ich mich
freuen, wenn du das in Zukunft so machen würdest
oder das hätte mir damals ja geholfen,
rückblickend.
Oder es ploppt halt auf, kann ich mir nicht
vorstellen. Klingt sehr schön,
aber sofort das Misstrauen geht hoch,
dass man sagt so, ja,
aber es klingt halt auch nur sehr schön. Ich kann mir es nicht
in der Umsetzung vorstellen, dass du das leisten
könntest. Also, dass du das jetzt
sagst, macht schon fast wieder Wut, weil ich kann
mir nicht vorstellen, dass du
das kannst. Gut, jetzt gibt es ja auch
mehrere Wege. Der eine Weg ist, dass es wirklich eine Prägung
ist und man muss da nochmal
für sich einzeln dran arbeiten.
Das andere ist vielleicht tatsächlich, dass man
merkt für sich, dass einem
Geschenke einfach wirklich nicht so wichtig sind,
weil es auch nicht die Sprache der Liebe ist
und bei dem anderen vielleicht schon. Und man sich
dann überlegt,
wie kann ich damit umgehen? Wie kann ich
sicherstellen, dass das so ist? Denn
ich brauche jetzt ja eben
korrigierte Verhaltensweisen. Ich brauche
jetzt ja, dass das beim nächsten Mal
wirklich gut läuft, weil das impliziert
das ja. Genau. Wenn ich zurückgehe, egal
wie weit, und sage,
hätte ich das gewusst, hätte ich das
anders organisiert und eben
nicht nur einen Gutschein, sondern ein konkretes Ereignis
gehabt, dann
geht es darum, dass ich es beim nächsten Mal auch einhalte.
Und das impliziert das ja. Ich brauche ja dadurch
ein neues Verhalten, weil
sonst würde ich ja wissentlich diese Verletzung bei dir
verursachen. Und wenn mir das nicht so wichtig
ist, dann sorge ich dafür,
dass ich mich erinnere.
Also in dem Fall
nehme ich meinen Kalender oder mein Projektmanagement-Tool,
was ich privat nutze oder was auch immer,
womit ich mich organisiere und
sorge dafür, dass nächstes Jahr
Anfang Dezember
eine To-Do aufploppt, wo drinsteht
Denk dran,
Ina ein schönes Geschenk zu machen und das
sollte etwas sein, was du
direkt richtig organisierst.
Und das ploppt bereits Anfang Dezember auf,
damit ich ausreichend Zeit habe, das
zu organisieren und mir nicht die Zeit
davon läuft und ich am Ende wieder sagen muss,
es ist mir erst am 23.
eingefallen, weil mir Geschenke ja nicht so wichtig sind
und ich konnte nur
einen Gutschein organisieren, mehr ging
nicht mehr.
Und das mag vielleicht unromantisch sein
oder unromantisch klingen,
wenn das dann im
Projektmanagement-Tool in meiner
To-Do-List aufploppt,
wo man so denkt, Mensch,
die Partnerschaft sollte doch jetzt keine To-Do-List sein.
Aber wir sind tatsächlich
häufiger von so viel Mental Load belastet,
wir haben so viel zu tun im Alltag,
es gibt so viele Termine,
so viele Dinge, schreien uns
laut an und wollen erledigt werden
und da finde ich das für mich persönlich
völlig legitim, das damit
reinzupacken und dafür zu sorgen,
dass das, weil es ist ja
nun mal etwas, was ich tun muss
oder was ich tun möchte, was dadurch
auf meiner inneren To-Do-List zumindest
landet und da meine innere
To-Do-List immer für mich in einem
Projektmanagement-Tool landet, weil ich ansonsten
vor den ganzen To-Dos nicht mehr klar käme,
sorgt es ja einfach nur dafür,
das kommt automatisch mit hoher
Priorität in meinen
Kalender oder in meine To-Do-List
Anfang Dezember und
sorgt dafür, dass ich das
wirklich einhalten kann und
damit ist das für mich völlig
in Ordnung, ob ich das nun in mir
drinnen abspeichere oder
weil ich eh alles, was an To-Dos ist,
in diese App einspeichere,
das hat für mich den gleichen Effekt.
Ja, ansonsten ist natürlich
ein Coaching, eine Paartherapie ganz sinnvoll,
wenn man merkt, dass da
echt viel im Argen liegt und man lange Zeit
zurückgehen müsste.
Auch wenn das jetzt kein richtiger
Tipp ist, aber
natürlich, jeder gute Coach
und Therapeut hat einen eigenen Coach
und Therapeuten, der einem hilft, wenn man
selber befangen ist, denn man kann
noch so gut die ganzen Werkzeuge und Methodiken
kennen, wenn man selber emotional
stark involviert ist und das Basisgefühl
große Traurigkeit,
große Wut, große Ängste
hervorbringt, dann ist man selber
kognitiv belastet.
Und dann tut das nur gut, wenn man
jemanden unbefangenen Dritten hat, der
einen da durchleitet.
Ja, das so zu den Ansätzen.
Wie gesagt, es gibt sicherlich, wenn man
online recherchiert, viele Tipps und Tricks
und die sollte man auch ausprobieren.
Bei uns ist es ja eher so
raus aus der Krise. Das heißt,
wenn man unsere Folgen hört, dann
ist man häufig über den Status der
kleinen Tipps und Tricks hinaus und hat
viele davon schon ausprobiert.
Deswegen haben wir
jetzt eher so nochmal
intensiver versucht, einen Einblick zu geben,
wie man das wirklich nachhaltig löst,
wenn man schon gemerkt hat, dass
Tipps und Tricks an dieser Stelle
nicht mehr helfen. Und da wir eben
Coaches und Therapeuten sind,
liegt es natürlich nahe, dass wir auch die
Paartherapie empfehlen. Wenn ihr das
Gefühl habt, dass euch das sehr weiter
helfen würde, ihr habt Tipps und Tricks probiert
und das hat nicht gereicht und merkt,
stimmt, wenn ich so in mich spüre,
das liegt wirklich einige Weihnachtsfeste
zurück, dass wir ein schönes,
stimmiges, harmonisches Fest hatten,
da hat sich einiges angesammelt und aufgestaut
und ihr wünscht euch Begleitung dabei,
das Fundament zu stabilisieren,
um vorzubeugen
für das nächste Jahr. Denn das ist tatsächlich
so, wenn man sich dann Vorsätze macht
und nächstes Jahr ein schönes Weihnachtsfest
feiern möchte und merkt, das ist schon
echt belastet bei uns, da sind
Brillen, Erwartungsdruck und so weiter,
dann würde ich nicht im Dezember
anfangen, das irgendwie gestalten zu wollen,
sondern dann startet
Anfang nächsten Jahres und sorgt
dafür, dass ihr rechtzeitig,
an eurem Fundament arbeitet, das dauert ja auch
ein bisschen bis da stabil ist, sodass
ihr dann ein schönes Weihnachtsfest
2025 feiern könnt.
Danke fürs Zuhören.
Bis bald. Bis dann.
Podcast Summary
Key Points:
Weihnachten kann zu strengen Konflikten führen, weil viele Familienmitglieder mit unterschiedlichen Erwartungen und Bedürfnissen zusammenkommen.
Die Spannung steigt durch soziale Verpflichtungen, wie zum Beispiel das Pflichtgefühl, mit Eltern oder Geschwistern zu feiern.
Die Vorbereitung für Weihnachten, wie Essen, Deko oder Geschenke, ist oft stressig und belastend, besonders wenn es um Ausgleich von Geben und Nehmen geht.
Es gibt ein tiefes, oft unbewusstes Verletzungsgefühl, das durch alte Konflikte und ungelöste Erwartungen in der Vergangenheit entsteht.
Die Hoffnung auf einen „Neustart“ nach Weihnachten funktioniert nicht, weil alte Muster und Verletzungen sich oft wiederholen.
Die Kommunikation über Gefühle, wie Enttäuschung oder Traurigkeit, ist entscheidend, um echte Verletzungen zu erkennen und zu verarbeiten.
Ein heilsames Weihnachtsfest entsteht durch Reflexion früher positiver Momente und die bewusste Aufarbeitung von Konflikten.
Geschenke und Feiertage sind oft ein Ausdruck von Liebe, aber der Druck darauf kann zu Enttäuschung und Abgrenzungsproblemen führen.
Summary:
Weihnachten ist ein Zeitpunkt, an dem sich viele Familienmitglieder treffen, was zu Spannungen, Erwartungsschlägen und Verletzungen führen kann. Viele Menschen erleben dabei eine negative Prägung durch Streit, insbesondere im Zusammenhang mit den Erwartungen an eine harmonische Familie. Die Vorbereitung – wie Essen, Geschenke oder Deko – ist oft stressig und belastend, da sie häufig auf einem ungleichen Ausgleich von Geben und Nehmen beruht.
Unter dem Einfluss dieser Spannungen entstehen tief verwurzelte Verletzungen, die aus der Vergangenheit stammen und sich bei Weihnachten verstärken. Ein „Neustart“ nach Weihnachten ist oft nur kurzfristig erfolgreich, weil alte Muster und Unzufriedenheiten sich schnell wiederholen. Eine wirkliche Lösung erfordert daher die bewusste Reflexion auf frühere positive Weihnachtsmomente und die empathische Verarbeitung von Gefühlen wie Enttäuschung oder Traurigkeit.
Durch eine tiefere Kommunikation – nicht nur über das, was gesagt wird, sondern über körperliche Reaktionen und emotionale Erfahrungen – können Paare und Familien die Wurzeln ihrer Konflikte erkennen und langfristig eine stärkere, liebevollere Beziehung aufbauen. Weihnachten sollte nicht als Stresspunkt, sondern als Chance für Wiederherstellung und Vertrauen verstanden werden.
FAQs
Weihnachten bringt viele unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen zusammen, was zu Spannungen führt. Die Stresssituation im Haushalt, die bereits bestehenden Konflikte und die hohe Anspannung bei Familienmitgliedern machen die Verletzungsgefahr extrem hoch.
Paare können durch klare Kommunikation, gemeinsame Grenzen und die Entscheidung, nicht zu Hause zu feiern, Weihnachten harmonischer gestalten. Ein gemeinsames, auf das jeweilige Bedürfnis abgestimmtes Fest reduziert Spannungen.
Ja, es ist in Ordnung, bei Weihnachten Nein zu sagen. Ein klares Grenzen setzen schützt vor Überlastung und verhindert, dass die Familie das Fest zu einem Stresspunkt macht.
Enttäuschung entsteht, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden, zum Beispiel bei Geschenken oder bei der Organisation des Festes. Dies führt zu Verletzungen, besonders wenn ein Partner sich nicht ausreichend beteiligt fühlt.
Häufige Streitpunkte sind die Vorbereitung, die Auswahl des Essens, die Dekoration, die Geschenke und die Frage, wer was macht. Auch die Erwartungen an die Familie und die Kinder sind oft unerfüllt.
Weihnachtsfeiern sind stressig, weil viele Familienmitglieder aus verschiedenen Gründen zusammenkommen, was zu Konflikten führen kann. Die Erwartungen an die Familie sind hoch, und Fehler führen schnell zu Enttäuschung.
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